Live your life RPG

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Nov 13, 2018 10:27 am

Taro Maekawa
Ich sah sie verwundert an. Ich sollte was? Gegen sie aussagen? Was war denn plötzlich los? Sie hatte doch gar nichts getan. Sie war einfach… seine Marionette gewesen. Sie war blind vor Liebe gewesen und das konnte man auch fast schon sprichwörtlich so meinen. Sie hatte über alle Fehler hinweg gesehen, die Alex gemacht hatte – egal, wie gross sie gewesen waren. Sie hatte sogar mitgemacht und das vermutlich nur, damit sie ihm gefallen hatte und sie es in diesem Moment als das Richtige angesehen hatte. Sie musste sich deswegen nicht schämen und garantiert nicht sollte sie meinen, dass ich gegen sie aussagen würde. Alex hatte ihr eine sehr überzeugende Gehirnwäsche verpasst und sie war halt… reingefallen. Deswegen musste sie aber noch lange nicht auf solche Ideen kommen. „Alex ist der Böse, nicht du", erwiderte ich mit einem Stirnrunzeln und sah sie an. Ich fragte mich gerade wirklich, wie sie auf solche Gedanken kam. Ich nahm einen Schluck von meinem Wein und sah auf meinen Teller, der fast ausgesessen war. „Du warst halt einfach seine Marionette gewesen und du bist halt einfach darauf reingefallen.“ Ich musterte sie und schüttelte kurz den Kopf. So etwas sollte sie jetzt nicht wirklich denken. Ich schob einen der letzten Bissen in meinen Mund. Vielleicht wäre es besser, wenn wir einen Ausflug machen würden, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht mochte sie ja gar keine Ausflüge? Es war ja nicht so, als würde ich sie persönlich besonders gut kennen. Ich nickte leicht, als sie nachfragte, aber runzelte gleich darauf die Stirn. Was war nicht fair? Ich schüttelte den Kopf. Das hatte ich doch nicht so gemeint. „Ich wollte meinen Vorschlag nicht selbst wieder abschlagen. Ich wollte dir nur nicht das Gefühl geben, als würde ich dich zu etwas drängen. Aber anscheinend habe ich das nicht damit erreicht", versuchte ich mich zu erklären. „Ich habe das nur gesagt, weil ich nicht wusste, ob du das überhaupt gerne machst", fügte ich hinzu. Ich schürzte die Lippen und sah sie kurz perplex an, als sie sich auf einmal entschuldigte. Ich trank mein Glas aus und schüttelte dann schnell den Kopf. „Garantiert nicht hättest du länger bei diesem Arsch bleiben sollen. Du hast das richtige getan und du kannst andere Leute vor ihm beschützen, damit ihnen nicht das Gleiche passiert wie dir. Du tust das Richtige. Nur weil es im Moment nicht super läuft, heisst es nicht, dass du die falsche Entscheidung getroffen hast", erwiderte ich und lächelte sie aufmunternd an. So sollte sie gar nicht erst anfangen. „Ich bin Polizist, da kann man schnell zu einer Zielscheibe werden. Mach dir deswegen keine Vorwürfe, ich meine es ernst.“ Ich sah ihr in die Augen. Ich bereute es nicht, dass ich ihr geholfen hatte. Ja, sie war nicht immer die einfachste Person und manchmal kostete sie wirklich viel Nerven, aber das hiess nicht, dass ich es bereuen würde. „Ich jedenfalls bereue es kein bisschen, dass ich dir geholfen habe", stellte ich klar und schenkte uns beiden Wein nach. Ich ass meinen Teller leer und legte dann das Besteck in den Teller. Der Wein wärmte angenehm meinen Magen und ich sah zu ihr hinüber. Sie machte sich wirklich einfach viel zu viele Gedanken, obwohl es gar nicht nötig war.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Di Nov 13, 2018 10:56 am

NIEVE Vaughn

Eigentlich war das alles hier nicht so geplant gewesen. Mein Plan war es nicht gewesen Wein zu trinken und an Dinge zu denken, an die ich keine weitere Sekunde meines Lebens verschwenden wollte. Genau das war es doch: eine Verschwendung meiner Zeit. Ich sollte nicht darüber nachdenken das ich Alex verriet, oder dass er enttäuscht von mir war. Ich sollte mir keine Gedanken darüber machen wie mein Leben möglicherweise aussehen würde, hätte ich die Klappe gehalten und wenn ich erst gar nicht zur Polizei gegangen wäre. Sehr wahrscheinlich wäre ich wirklich irgendwo im Graben, zerstümmelt und nicht zu erkennen. Meine Eltern hätten ein Kind weniger, ein Sorgenkind weniger und könnten sich voll und ganz auf ihre Enkeltochter konzentrieren. Sie müssten nicht darüber sprechen wie sehr sie mich vermisst hatten oder wie schwer es ihnen fiel mich einfach tun zu lassen was ich wollte, obwohl ich genau das nun schon seit Jahren tat. So einfach wie Taro es hier gerade darstellte war es doch erst gar nicht. Es war nicht so einfach, dass man mich als Opfer darstellen konnte, immerhin hatte ich diese Dinge doch alle auch freiwillig getan. Er hatte mich nicht dazu gezwungen - er hatte mir lediglich nahegelegt, dass er so oder so jemanden finden würde der es für ihn tun würde. Ich seufzte, sagte jedoch nichts weiter dazu. Ich wollte eigentlich gar nicht mit ihm darüber diskutieren wer hier der Böse war. Für Taro schien es doch ohnehin eindeutig. Ich war nicht stark genug gewesen um meinen eigenen Kopf durchzusetzen, und demnach hatte alles was ich getan hatte, etwas mit Alex zutun. Weil er mich dazu gebracht hatte. Vielleicht hätte ich es auch gar nicht erst ansprechen sollen. Ich stand auf und nahm meinen Teller vom Tisch, brachte diesen hinüber zur Spühle ehe ich auch Taro's Teller und Besteck nahm. Den Abwasch zu machen während wir hierüber sprachen, klang wieder einmal wie ein ziemlich schneller und guter Ausweg. "Tut mir leid," ich rieb mir über die Stirn und atmete tief ein. "Alex hat das immer getan," und deshalb hatte ich gerade so reagiert. Es konnte doch nicht sein, dass ich alles und jeden mit Alex verglicht, und dass obwohl er kein Teil meines Lebens mehr sein sollte. "Ein Ausflug klingt .. nett. Ich war noch nie mit jemandem außer Alex unterwegs." Das war ich wirklich nicht. Für gewöhnlich war ich immer bei Alex gewesen, hatte immer nur mit ihm etwas unternommen oder hatte etwas für ihn getan. Alex war kein Bestandteil meines Lebens mehr, irgendwie aber hielt ich wohl doch ziemlich an ihm fest. Wie denn aber auch nicht? Er war mein erster Freund gewesen, hatte mir so ziemlich alles beigebracht was ich konnte. Ich schürzte die Lippen und drehte mich dem Abwasch zu, warf Taro das Geschirrtuch zu. Manchmal glaubte ich dennoch das es eine bessere Idee gewesen wäre, wäre ich einfach bei Alex geblieben. Dann müsste ich mir jetzt keine Gedanken darüber machen was ich nach dem hier tun sollte. "Wie hast du gewusst das du Polizist werden wolltest?" Ich hatte nämlich noch nicht einmal Ansatzweise eine Idee was ich tun sollte oder konnte, oder gar wollte.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Nov 13, 2018 12:49 pm

Taro Maekawa
Sie sollte nicht zu oft darüber nachdenken. Sie würde noch genügende Male damit konfrontiert werden, nämlich wenn sie vor Gericht stand. Aber irgendwie konnte ich es auch nachvollziehen. Sie war jahrelang bei diesem Alex gewesen. Er war die Person gewesen, zu der sie am meisten Bindung gehabt hatte – über Jahre hinweg. Da war es doch normal, wenn sie daran dachte oder? Ich konnte ihr in diesem Punkt keinen Vorwurf machen. Sie sagte nichts zu meinen Worten. Sie sollte sich gar nicht versuchen, ebenfalls als die Böse darzustellen. Das würde nicht funktionieren. Ja, sie hatte sich von ihm beeinflussen lassen und sie hatte mitgemacht. Sie hatte zu ihm aufgesehen und deshalb vermutlich gar nicht wahr haben wollen, was für ein schlechter Mensch dieser Alex eigentlich ist. Ich schürzte die Lippen und sah dann wieder zu ihr, als sie sich bereits schon wieder entschuldigte. Ich hob stumm eine Augenbraue. Alex hatte das immer getan? Sie fing jetzt aber nicht ernsthaft an, mich mit Alex zu vergleichen? Es dollte doch klar sein, dass ich wenigstens vom Charakter her, der viel bessere Mensch wär. Ausserdem würde ich nie auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, eine Frau zu schlagen. Das war das letzte, was man tat. Sie schien es aber erstaunlicherweise für keine schlechte Idee zu halten. „Hast du denn eine Idee? Ich bin nicht gerade besonders kreativ", sagte ich und lächelte sie leicht verlegen an. Na ja, wir hatten ein Auto, also konnten wir dorthin, wo wir wollten. Ich stand auf, als sie meinen Teller ebenfalls abräumte und fing das Geschirrtuch auf, welches sie mir zugeworfen hatte. Ich fing an abzuwaschen und hielt bei ihrer Frage kurz inne. Ich schürzte die Lippe, während ich mir überlegte, wie ich diese Frage verständlich beantworten sollte. „Na ja, nachdem das Ganze mit meiner Schwester passiert war, habe ich mich entschieden Polizist zu werden.“ Ich zuckte die Schultern und sah sie an. „Ich habe mir halt einfach gedacht, dass es anders hätte enden können, wenn man anders mit ihr umgegangen wäre. Jedenfalls wollte ich seither Menschen mit Problemen helfen und sie nicht in eine Schublade stecken und verurteilen", sagte ich und zuckte die Schultern. Ich wusste nicht, ob sie das verstand. Ich hatte wohl einfach gehofft, dass anderen Leuten nicht das Gleiche wiederfahren würde wie bei meiner Schwester. Ich seufzte leise auf und fuhr mir durch das Haar, bevor ich mich weiter auf das Abtrocknen konzentrierte. „Wieso fragst du?“, fragte ich sie und trocknete das letzte Geschirr ab. Ich räumte es weg und hängte das Geschirrtuch auf. Ich wusste, dass auch sie irgendwann mal einen Job finden müsste und das könnte doch noch eher schwierig werden so ohne Schulabschluss. Aber heutzutage hatte man ja die Möglichkeit, den Schulabschluss nachzuholen. Die Frage war nur, ob sie das auch wollte.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Di Nov 13, 2018 4:03 pm

NIEVE Vaughn

Mir war eigentlich klar gewesen das es irgendwann zu einer Situation wie dieser hier kommen würde. Gut ich hatte nicht mit Sicherheit sagen können, dass ich irgendwann in der Wohnung eines Polizisten landen würde weil ich mich vor einem verrücktem Ex versteckte der mich umlegen wollte, da ich ihn an die Gerechtigkeit verraten hatte. Ich hatte so ziemlich mit gar nichts gerechnet, immerhin war ich davon ausgegangen das ich für den Rest meines Lebens mit Alex zusammen sein würde, und mit ihm möglicherweise die Welt erobern würde. Oder er würde es tun, und sie mir dann vor die Füße legen weil ich die gesamte Zeit über an seiner Seite gewesen war. Nun sahen meine Zukunftspläne anders aus. Etwas düsterer und gefährlicher als erwartet. Vor allem aber beinhalteten sie Polizisten, die Gerechtigkeit und irgendwelche Aussagen die ich nicht wirklich machen wollte aber dennoch tun musste. Ich schürzte die Lippen und betrachtete ihn für einen Moment. "Hast du eine Karte?" Es gab doch immer diese Momente in Filmen, in denen sie einfach einen Dartpfeil auf eine Karte warfen. Wir hatten wahrscheinlich keinen Dartpfeil, und zwingend brauchten wir diesen auch nicht. "Du hältst die Karte, und ich zeige mit geschlossenen Augen auf einen Ort," und dort fuhren wir hin. Wenn uns dieser Ort nicht gefiel, konnten wir es auch noch einmal versuchen, und noch einmal. Wir waren immerhin nicht auf etwas gebunden. Ich war mir aber trotzdem nicht so wirklich Sicher ob wir überhaupt irgendwohin durften oder sollten. "Oder ich frage meine Eltern ob wir in ihr Sommerhaus in den Bergen können," einen Strand konnten meine Eltern nämlich nicht ab. Zu sandig, zu windig. Lieber waren sie in den Bergen, abgeschieden von den anderen Leuten. So oder so kamen wir von hier weg, mussten uns nicht damit beschäftigen das möglicherweise Alex' Leute die Tür eintreten würden, oder wir ihnen einfach auf der Straße begegneten. Ich wollte im Moment ohnehin nicht über diese Dinge nachdenken. Das hatte Taro nicht getan, als er sich dazu entschieden hatte Polizist zu werden. Schmunzelnd betrachtete ich ihn, ließ mich wieder auf meinen Stuhl sinken und trank einen weiteren Schluck von meinem Glas. "Du bist der typische Gut-Mensch," stellte ich fest. Immer dabei etwas zu verändern, oder wenigstens etwas zu versuchen. Immer dabei die Welt zu verbessern. "Die Welt retten, irgendwelchen Problemmenschen helfen ihr Leben auf die Reihe zu bekommen." Ich lachte etwas auf und schüttelte den Kopf, lehnte mich zurück. Was musste passieren um ihm zu zeigen das er manchen Menschen nicht helfen konnte? Manche Menschen wollten gar keine Hilfe. Ich nahm mein Weinglas, schnappte mir auch Taro's und lief damit rüber ins Wohnzimmer, ließ mich auf die Couch sinken. Weshalb fragte ich? War das nicht irgendwie klar. Ich zuckte die Schultern. "Weil ich absolut keine Ahnung habe zu was ich zu gebrauchen bin, und mit irgendetwas muss ich anfangen wenn das hier vorbei ist," oder schon vorher, immerhin konnte ich auch nicht ewig hier herumsitzen und hoffen das es Taro nicht zu dumm wurde.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Nov 13, 2018 4:51 pm

Taro Maekawa
„Eine Karte?“, wiederholte ich ihre Worte und sah sie fragend an. Sie wollte doch nicht einfach so auf die Karte schauen? Davon würden garantiert nicht besonders viele kreativen Ideen kommen. Jedenfalls nicht von mir. Ich wusste ja nicht, wie sie so gestrickt war. Vielleicht war sie ja ein wirklich kreativer und experimentierfreudiger Mensch. Na ja, was Drogen und das alles anging, war sie vermutlich experimentierfreudiger gewesen als sonst in ihrem Leben. Aber das war etwas anderes. Vielleicht hatte sie ja doch eine kreative Ader. Es war wirklich erstaunlich, wie wenig ich über sie wusste. Andererseits hatte ich bereits schon ihre Familie kennengelernt und ihre Eötern hatten gedacht oder dachten immer noch, dass ich ihr Freund sei. Das war alles total paradox, aber ich sagte nichts dazu. Ich nickte dann aber und ging in das Wohnzimmer. Ich öffnete eine der Schubladen von der Kommode und zog eine Regionalkarte hervor. Ihre Idee klang gar nicht so schlecht. Sollte sie auf irgendeinen Ort zeigen und dorthin würden wir gehen. Das klang doch ganz gut. „Deine Eltern haben ein Sommerhaus?“ ich warf ihr einen kurzen Blick zu. Aber es sollte mich eigentlich nicht verwundern. Ihre Eltern waren ziemlich wohlhabend, was es eigentlich noch verrückter machte, dass sie von zuhause weg gegangen war. Aber so war es nun einmal. „Schauen wir mal, was du mit geschlossenen Augen auswählst, sonst können wir immer noch in das Haus deiner Eltern gehen", sagte ich und zuckte die Schultern. Ich ging zu ihr Richtung Couch und faltete die Karte auseinander. Ein kleines Schmunzeln glitt über meine Lippen, als ich ihr die Karte offen hinhielt. „Wähl aus und schummle nicht", erwiderte ich grinsend und wartete darauf, dass sie einen Ort auswählte. Ich zuckte die Schultern, als sie mich als Gut-Mensch bezeichnete. Ja, das wollte ich. Aber war ich auch gut darin. Ich konnte ja schlecht eine Bilanz daraus ziehen. Ich musterte sie und nickte dann. Ja, sie musste irgendwann tatsächlich einen Job anfangen. So wie es jeder normale Mensch halt eben tat. Man arbeitete mehr als die Hälfte seines Lebens, weil man sonst ein wirklich grosses finanzielles Problem hatte. „Du hast doch sicher irgendwelche Hobbies. Was machst du gerne?“, fragte ich sie. „In was warst du früher gut? Und sag jetzt nicht, im Probleme machen.“ Ich lächelte sie an. Sie hatte sicher auch noch etwas anderes gut gekonnt, was nicht nur negativ gewesen war. Sie musste halt vielleicht nur ein bisschen besser nachdenken. [Sorry, nächster wird besser.]

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Di Nov 13, 2018 5:20 pm

NIEVE Vaughn

Ein Ausflug. Oder eine Flucht. Möglicherweise einfach ein fluchtartiger Ausflug, denn sowohl Taro als auch mir wurde das hier zu viel. Ich wusste es, schließlich hatte ich Augen im Kopf. Taro wollte nicht hier herumsitzen und nichts tun, hatte keine Lust rund zu werden und zuzunehmen, denn letzten Endes würde er genau das doch tun. Er würde zunehmen, würde ich ihn weiterhin bekochen, und würde er weiterhin keine Beschäftigung finden bei der er sich auch wirklich bewegen konnte. Mittlerweile ging er ja sogar ins Fitnesstudio und ignorierte die Anweisungen seines Arztes. Wobei ich nicht wirklich und zu hundert Prozent sagen konnte was ihm dieser gesagt hatte - ich war nicht dabei bei den Untersuchungen, und er redete nicht mit mir wenn es darum ging was denn nun mit seinen Rippen war. Er ließ mich lediglich des Nachts helfen seinen Körper ruhig zu stellen und seinen Rippen etwas Heilung zu schenken. Taro war dieses ewige Herumsitzen leid, hatte keine Lust mehr nichts zu tun. Und mir ging es nicht anders. Ich wollte nicht untätig herumsitzen und auf Taro's Kosten leben, genau das tat ich doch im Moment. Er ließ mich hier wohnen, gab mir die Möglichkeit zu kochen was auch immer ich wollte. Wir mussten etwas daran ändern, selbst wenn wir gerade wohl wirklich nicht die besten Ideen hatten. Dabei musste ich eindeutig sagen, dass zwei oder drei Gläser Wein noch lange nicht genug waren um mich betrunken herumliegen zu lassen. Das wusste Taro wohl ebenso gut wie ich. Weshalb war er überrascht darüber das meine Eltern ein Sommerhaus hatten? Natürlich hatten sie das, das hatten sie doch ohnehin schon seit ich ein Kind gewesen war, gehabt. Ich nickte etwas. "Es ist nicht so großartig und teuer wie du denkst," ein Sommerhaus konnte schließlich auch kleiner sein. Meine Eltern waren eindeutig nicht arm, und möglicherweise hatte ich wirklich Glück gehabt in einer wohl eher wohlhabenden Familie aufzuwachsen. Dabei hatte ich schon ziemlich früh nichts mehr davon gehabt, immerhin war ich einfach abgehauen. Schmunzelnd sah ich von Taro zur Karte, stellte die Weingläser am Tisch ab. "Ich schummle nie." Das war eine Lüge. Ich spielte eigentlich nie ehrlich, dieses Mal aber wollte ich es wirklich ehrlich tun. Ich schloss die Augen und schmunzelte. Das hier war eindeutig nicht das was ich eigentlich gedacht hatte. "Und du bist dir sicher das du meinem Finger vertraust?" Ich würde es um ehrlich zu sein nicht tun, würde aber im Moment nichts dagegen sagen. Langsam führte ich meinen Finger der Karte entgegen, zog diesen über das Papier und hielt irgendwann einfach an. "Okay, wo fahren wir hin?" Ich öffnete die Augen wieder und sah zu meinem Finger ehe ich diesen wegzog und den Namen las. "Chester Fields? Noch nie davon gehört." Entweder es war ein klitzekleines Dörfchen in dem wir nichts tun könnten, oder aber ich hatte einfach keine Ahnung. Ich lehnte mich wieder zurück, zog die Beine auf die Couch und sah Taro an. Schulterzuckend, nicht wirklich wissend was ich ihm denn nun antworten sollte. Vielleicht sollten wir dieses Thema aber auch einfach ganz bleiben lassen. "Weiß nicht, ich schätze das hat mich noch nie wer gefragt." Worin war ich gut gewesen, was für Hobbies hatte ich gehabt. Noch vor Alex, und noch vor meiner Rebellen-Phase.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Nov 14, 2018 8:26 am

Taro Maekawa
So blöd es sich jetzt auch anhörte, ich wollte mein Sixpack nicht wegen dieser dummen, gebrochenen Rippen verlieren. Wahrscheinlich konnten nur die, die selber ein Sixpack hatten, verstehen, wie anstrengend es war, es so weit zu bringen. Zuerst musste man die Muskeln aufbauen und dafür musste zuerst Masse vorhanden haben. Wenn es dann soweit war und man die gewünschten Muskeln hatte, musste man den Fettanteil auf einen wirklich geringen Prozentanteil reduzieren, damit man das Sixpack überhaupt zu sehen bekam. Würde ich so weiter essen wie jetzt, wäre der Fettanteil zu hoch und ich würde danach mich wieder ziemlich anstrengen müssen, um diesen wieder runterzubringen. Ohne Diät ging das nicht. Also musste ich wohl besser auf mein Essen achten oder mich mehr bewegen. Das Zweite war eher ein bisschen schwierig, aber es machte nur schon einen Unterschied, ob ich den ganzen Tag nur herumsass oder mich wenigstens etwas bewegte. Ich hob eine Augenbraue. So ein zweites Haus war immer teuer. Na ja, jedenfalls hatte sich meine normale Familie kein Sommerhaus leisten können. Es war nicht so gewesen, als wären wir arm gewesen, aber wir hatten dennoch schauen müssen, wofür wir unser Geld ausgaben. Ihre Eltern hatten dieses Problem aber anscheinend nicht gehabt. „Es ist trotzdem nicht selbstverständlich, dass man ein zweites Haus hat, ob teuer oder nicht.“ Ich hielt die Karte vor ihr hin und musste grinsen. Sie war eine super Kandidatin zum Schummeln. Sie tat das garantiert. Vielleicht nicht gerade jetzt, aber sonst schon. „Vertrauen würde ich nicht sagen, aber manchmal muss man halt ein Risiko eingehen", erwiderte ich schmunzelnd. Sie schloss die Augen und führte den Finger an die Karte. Ich sah sie neugierig an, als sie den Finger von der Karte nahm. „Ich hab schon von Chesterfield gehört, aber war noch nie dort", sagte ich und zuckte die Schultern. „Dann gehen wir mal da hin und lassen uns überraschen. Wann willst du los?“, fragte ich sie. Ich faltete die Karte wieder zusammen und ging mit dieser zur Kommode. Ich räumte sie weg und liess mich dann vorsichtig neben ihr auf das Sofa sinken. Meine Rippen hätten nicht besonders Freude gehabt, wenn ich mich einfach auf das Sofa hätte fallen lassen. Ich nahm mein Weinglas und nahm einen Schluck davon. „Ach, komm schon. Du hast garantiert irgendwelche Hobbies gehabt", erwiderte ich. So vergesslich konnte sie ja nicht sein. „Ich schätze dich jedenfalls nicht so, dass du früher mit Barbies und so gespielt hast. Das passt nicht zu dir", meinte ich und grinste sie kurz an. Nein, so ein Mädchen war sie vermutlich wirklich nicht gewesen. Sie hatte ja bereits schon im Garten ihrer Eltern gezeigt, dass sie nichts dagegen hatte, ein bisschen schmutzig oder in diesem Fall nass zu werden. Ein Schmunzeln lag auf meinen Lippen, als ich an den Moment dachte, als ich aus Versehen ihre Mutter getroffen hatte. Nieve hatte das lustig gefunden, ich hatte nicht recht gewusst, was ich darüber denken sollte. Es war immerhin ihre Mutter gewesen, die ich erst ein paar gefühlte Minuten gekannt hatte! Aber amüsant war es gewesen, vor allem mit der kleinen Nieve.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Mi Nov 14, 2018 9:49 am

NIEVE Vaughn

Eigentlich verstand ich Taro's Wunsch etwas zu tun, selbst wenn es ein Ausflug mit mir war, zu hundert Prozent. Er wollte nicht untätig herumsitzen, wollte mit seiner mehr oder weniger freiwillig gewonnen Zeit nicht einfach nur auf der Couch sitzen und Löcher in die Luft starren. Ich konnte ihn verstehen, denn eigentlich fühlte ich mich auch nicht wohl dabei nur herumzusitzen und darauf zu warten jemanden diese Tür herein stürzen zu sehen. Für Taro ging es hierbei um etwas anderes als für mich, jedoch verstand ich dennoch seinen Wunsch einen Ausflug zu machen. Vor allem ich, die Verräterin, konnte nicht einfach nur schweigend herumsitzen und auf ihren schicksalhaften Tod warten. Das ging nicht. Das konnte ich meiner Familie nicht antun. Es war nicht selbstverständlich ein zweites Haus zu haben. Das war mir klar, aber irgendwie hatten wir es doch auch nur weil meine Eltern es nach dem Tod meiner Großeltern nicht verkauft hatten obwohl das Geld bestimmt genauso gut benutzt werden hätte können. Geerbt hatten sie das gesamte Haus immerhin auch nicht, hatten meine Onkels auszahlen müssen. Gut, ein Zweithaus war teuer, und meine Eltern hatten die Mittel dafür. So war es immer schon gewesen, ich hatte mich nur nie sonderlich darum gekümmert. Selbst heute interessierte es mich nicht so Recht. "Was soll das heißen? Du vertraust mir nicht?" Gespielt geschockt blinzelte ich Taro an, hielt mir die Hand vor die Brust und schüttelte enttäuscht den Kopf. Nope. Das würde ich auch nicht tun. Vor allem wenn es um Dinge wie diese hier ging. Irgendwann musste man ein Risiko eingehen. Da hatte er wohl Recht, und wenn er mir schon nicht vertraute konnte er es wohl auch sogleich Risiko nennen. Zwar hatte ich wirklich gedacht -oder gehofft- das er mir wenigstens irgendwie vertraute, oder zumindest nicht dachte das ich schummeln würde, das konnte ich aber wohl auch vergessen. Übel konnte ich es ihm auf keinen Fall nehmen, schließlich wusste er ganz genau mit was für Menschen ich die letzten Jahre zusammen gewesen war. Anders als ich hatte Taro bereits von Chester Fields gehört. Wahrscheinlich war er wirklich sehr vil bekannter mit den Umgebungen hier als ich es war. Kein Wunder eigentlich, immerhin war er Polizist und ich einfach nur Kleinkriminelle. Mehr oder weniger. "Wann ich los will? Ich schätze nicht das du angetrunken Auto fährst, oder deine Sachen zusammen packen kannst." Also würden wir wohl oder übel warten müssen, selbst wenn ich sofort los könnte nur um dieser Wohnung und Alex zu entkommen. Oh wow, was? Mein Blick folgte ihm von der Kommode zurück zur Couch, auf die er sich sinken ließ ehe er das Weinglas nahm. Er dachte was? Geschockt drehte ich mich in seine Richtung. "Ich hatte Barbies!" beschwerte ich mich bei ihm und war dieses Mal doch wirklich geschockt über seine Einschätzung. Ich hatte Barbiepuppen gehabt, und ich hatte auch damit gespielt. Was dachte er denn bitte von mir, dass ich schon als Kind gerne gelogen hatte und mich benommen hatte wie jetzt? "Sie waren nur oft keine Prinzessinnen sondern Geheimagenten oder irgendetwas cooleres," gestand ich dann doch. Ich zuckte die Schultern, schmunzelte bei der Erinnerung an die Rothaarige Puppe die jedes Mal aufs Neue die Welt gerettet hatte, oder den Männern gezeigt hatte das sie sie nicht zu unterschätzen hatten. "Ich bin mit zwei Brüdern aufgewachsen, früher waren wir mehr im Garten und haben Football oder so gespielt," aber darauß konnte ich jetzt auch nicht wirklich etwas machen, immerhin konnte ich schlecht Football Spielerin werden. Oder Coach - das ging nicht. "Du wirst schlechter darin Menschen einzuschätzen," stellte ich lachend fest. Die unfreiwillige Pause hatte ja scheinbar doch Einfluss auf seine Fähigkeiten jemanden zu lesen. Wenn er mich schon als jemanden einschätzte der nicht etwa mit Barbies spielte. Wenn er es jetzt bestreiten wollte, konnte ich es ihm ganz einfach beweisen. Er wusste, dass ich dazu in der Lage war. Gut, ich war mir nicht sicher ob er es wusste, oder ob ich es einfach nur glaubte.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Nov 14, 2018 10:37 am

Taro Maekawa
Würden wir nicht etwas unternehmen, würden wir hier vermutlich noch vor Langeweile sterben. Das war nichts gegen sie, aber wir konnten nicht tagelang einfach nur so herumsitzen. Ein bisschen Bewegung und frische Luft schadete ja bekanntlich keinem. Wenn uns Chesterfield nicht gefallen würde, könnten wir immer noch in das Ferienhaus ihrer Eltern in den Bergen gehen. Ich fand es alles andere als selbstverständlich, dass man sich ein Ferienhaus für den Sommer leisten konnte. Bei ihr sah das dagegen ganz anders aus. Für sie wirkte es normal. Aber es war ja allgemein bekannt, dass es Leute in der Oberschicht gab. Ihre Eltern gehörten halt auch dazu. Es war ja eigentlich schön, wenn man ein solches Ferienhaus hatte. Ich fragte mich nur, ob es sich schlussendlich auch lohnte. Ich schüttelte den Kopf und grinste sie an. „Ich habe gesagt, ich vertraue deinem Finger nicht", korrigierte ich sie und grinste sie an. Wer wusste schon, wo sie überall hätte hintippen können. Wir wussten ja nicht, wie Chesterfield sein würde. Vielleicht wäre es ein totaler Reinfall. Das würden wir aber erst sehen, wenn wir dort wären. „Ich bin Polizist, natürlich fahre ich nicht angetrunken Auto", erwiderte ich gespielt entrüstet. „Aber sicher würde ich es schaffen, meine Sachen zu packen", widersprach ich ihr. Ja, ich war vielleicht ein bisschen angeschlagen vom Training und vielleicht auch ein bisschen angetrunken. Das war es dann aber auch schon gewesen. Es war nichts, was mich vom Packen abhalten würde. Ich sah sie überrascht an, als sie meinte, dass sie mit Barbies gespielt hatte. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Sie wirkte nicht wie der Barbie Typ. Aber anscheinend hatte ich mich getäuscht – oder doch nicht, wie sich im Nachhinein herausstellte. Ich nippte an meinem Weinglas. Geheimagenten. Sie schien ja wirklich eine blühende Fantasie gehabt zu haben. „Football?“, hakte ich nach und grinste sie an. Da konnte ich sie mir jedenfalls schon besser vorstellen, wie wenn sie mit Barbiepuppen spielte. Ich schüttelte den Kopf bei ihrer Feststellung. „Das stimmt nicht. Ich bin ja nicht total falsch gelegen. Du hast mit deinen Barbies nicht so gespielt, wie es andere Mädchen tun", meinte ich und grinste sie an. Ich war mit zwei Schwestern aufgewachsen, die jünger waren als ich und sie hatten diese Puppen geliebt. Sie waren überall im Haus gewesen und ich hatte diese Dinger nicht ausstehen können. Ich hatte sie meistens einfach weg gekickt, wenn sie mir im Weg gewesen waren. Ich war dann froh gewesen, als sie endlich aus diesem Alter draussen gewesen waren und die Puppen in einer Kiste gelandet waren, wo sie niemand störten. „Willst du mir etwa sagen, dass ich nicht gut in meinem Job bin?“, fragte ich sie lachend und nahm einen weiteren Schluck von dem Wein. Würde ich meinen Job schlecht machen, dann wäre sie nicht auf die Polizeistation gekommen, um mit der Wahrheit herauszurücken.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Mi Nov 14, 2018 11:51 am

NIEVE Vaughn

Ich konnte es ihm wirklich nicht übel nehmen, dass er meinem Finger nicht vertraute. Er konnte nicht sicher sagen, wo sie schon gewesen waren, hatte absolut keine Ahnung für was ich sie überhaupt schon benutzt hatte. Gut, möglicherweise war ich nicht ansatzweise so schlimm wie manch anderer, jedoch konnte ich wohl zugeben das ich auch schon Dinge getan hatte, von denen er doch nicht zwingend etwas wissen wollte. Er wusste von manchen Dingen, hatte aber nicht ansatzweise eine Ahnung davon was denn nun eigentlich immer passiert war. Dabei war es noch nicht einmal alles schlimm gewesen - ich konnte Alex nicht für alles hassen, was wir getan hatten. Lachend betrachtete ich ihn. Ich hatte schon mit so einer Aussage gerechnet. Natürlich würde er nicht angetrunken Auto fahren - auch wenn es um Leben und Tod ging nicht? "Ach ist das so?" Er wollte wirklich behaupten das er seine Sachen noch packen könnte, ohne dabei Dinge einzupacken die er wahrscheinlich nicht brauchen würde, oder gar nicht zusammen passten? Gut wahrscheinlich konnte er noch packen, aber sonderlich zusammenpassen würden seine Outfits dann wohl kaum. Amüsiert stand ich auf und nahm ihm sein Glas ab, stellte es zu meinem auf den Tisch. "Los beweg dich, komm schon." Ich griff auch sogleich nach seiner Hand und zog ihn von der Couch auf. "Wenn du noch gerade laufen kannst glaube ich dir," sagte ich und zog ihn zwischen der Couch und dem Tisch hervor. "Aber so einfach mache ich es dir nicht." Das musste ihm auch vorher schon klar gewesen. Breit grinsend deutete ich auf seine Augen. "Zumachen," sagte ich. Er kannte dieses Spiel doch bestimmt. Vier Mal im Kreis drehen, und dann noch gerade laufen - dann konnte ich ihm glauben, dass er seine Sachen noch packen könnte ohne im Nachhinein zu fragen was denn nun mit seinen Sachen passiert war die er eigentlich hatte mitnehmen wollen. Das ich Football gespielt hatte, auch wenn ich es nur mit meinen Brüdern getan hatte, schien ihn ja kaum zu überraschen. Und dennoch bestand er darauf das er nicht falsch gelegen hatte mit seinem Versuch sich vorzustellen wie mein Alltag als Kind so ausgesehen hatte. Oh ja ich hatte nicht so mit Barbiepuppen gespielt wie andere Mädchen, aber ich hatte dennoch mit ihnen gespielt. "Du hast gesagt ich habe nicht mit Puppen gespielt," erwiderte ich und zuckte unschuldig die Schultern. Grinsend beugte ich mich etwas in seine Richtung. "Ich habe mit Puppen gespielt," fügte ich hinzu. Auch wenn ich nicht so mit ihnen gespielt hatte wie andere Mädchen. Amüsiert legte ich meine Hände an seine Schultern und nickte ein weiteres Mal seinem Gesicht zu. "Mach die Augen zu." Ich konnte ihm wohl kaum sagen das er schlecht in seinem Job war, nicht nachdem er mir gesagt hatte das er es nur tat weil er dachte seine Schwester hätte wo anders landen können als dort, wo sie nun war. Ich würde ihm jetzt auch ganz bestimmt nicht sagen das er seinen Job gut machte. Er saß hier, vom Dienst suspendiert weil er zu sehr in die ganze Sache verwickelt war - und das war nicht einmal der richtige Ausdruck dafür. Seine Situation sagte wohl alles darüber aus ob er seinen Job gut machte oder nicht.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Nov 14, 2018 3:15 pm

Taro Maekawa
Es war ja nicht so, als wäre ich total betrunken. Wir hatten nur ein paar Gläser Wein getrunken. So viele waren es noch nicht einmal gewesen. Es war guter Wein ja, aber ich hatte auch nur guten Wein zuhause. Das hiess aber noch lange nicht, dass ich nach ein paar Gläser bereits schon betrunken wäre. Das war nämlich nicht der Fall. Der Wein wärmte mein Magen angenehm und die Schmerzen wurde ein bisschen weniger, aber das war es dann auch schon bereits. Daher nickte ich überzeugt und grinste sie an. „Ja, ich bin überzeugt, dass ich ohne Probleme packen kann“, meinte ich breit grinsend. Ich schürzte die Lippen und sah sie dann fragend an, als sie sagte, dass ich aufstehen sollte. Was sollte ich denn jetzt machen? Gerade laufen? Das war ja nicht besonders schwierig oder? Sie griff nach meiner Hand und zog mich auf die Beine. Ich sah sie weiterhin fragend an, während ich ihr zwischen der Couch und dem Tisch nach vorne folgte. Ich verstand immer noch nicht, was das werden sollte. Sie sah ja, dass ich ohne Probleme laufen konnte. Als sie dann aber auf meine Augen deutete und mir sagte, dass ich sie schliessen sollte, wusste ich, was das werden sollte. „Wenn man sich viermal im Kreis dreht, ist es normal, dass man nicht mehr gerade laufen kann. Das muss nichts mit dem Alkohol zu tun haben“, erwiderte ich und grinste sie an. Aber sie bestand darauf. Ich verdrehte die Augen. „Ich hatte teilweise Recht“, beharrte ich auf meiner Meinung. Vielleicht hatte sie ja gerade nichts anderes zum Spielen gehabt und hatte sich deswegen nur mit den Barbiepuppen abgegeben. Erneut bestand sie darauf, dass ich die Augen schloss. Ich schloss die Augen und merkte, wie sich ihre Hände auf meine Schultern legten. Das Ganze war eigentlich total unnötig, aber ich tat es. Ich drehte mich mit geschlossenen Augen viermal im Kreis und versuchte dann geradeaus zu laufen. Natürlich klappte es nicht besonders gut. Das verwunderte mich aber auch nicht. Geradeaus laufen war sonst schon mit geschlossenen Augen für manche Menschen sehr schwer. Nicht für mich, aber es war ja nicht so, als hätte ich überhaupt kein Alkohol in meinem Blut. Ich hatte tatsächlich Alkohol in meinem Blut, aber nicht so viel, als dass ich nicht packen könnte. Frustriert darüber öffnete ich die Augen und sah zu Nieve. „Das ist totaler Bullshit. Ich könnte ohne Probleme meine Sachen packen“, sagte ich und grinste sie an. Ich liess mich wieder auf das Sofa sinken und schnappte mir das Weinglas. Jetzt kam es ja sowieso nicht mehr darauf an oder? Immerhin hatte Nieve ja sonst schon das Gefühl, als könnte ich nicht mehr packen, also konnte ich genauso gut weiter trinken. Ich trank das Glas aus und stellte es auf den Tisch, bevor ich mich zurücklehnte. Sie vertrug vermutlich noch weniger als ich, also sollte sie mich nicht so auf die Probe stellen. „Wollen wir mal sehen, wie du dich so machst?“, fragte ich sie und grinste sie an. Mal schauen, ob sie sich darauf einliess oder nicht.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Mi Nov 14, 2018 3:39 pm

NIEVE Vaughn

Taro dachte, dass er keinerlei Probleme hätte. Klar, so etwas konnte man sich schnell einmal einreden, die Wahrheit aber sah anders aus. Er konnte sich einreden was er wollte, ich war mir aber eigentlich ziemlich sicher das er doch nicht so denken würde, würde er morgen aufwachen und sehr wahrscheinlich Kopfschmerzen haben. Breit grinsend musterte ich ihn. Ob er wollte oder nicht, ich war mir eigentlich ziemlich sicher das ich Recht hatte - und ich war mir ziemlich sicher das ich ihn davon überzeugen könnte. Hey, selbst wenn er keinerlei Probleme hatte, könnte ich ihn noch dazu bringen das Gegenteil zu denken. Ich kannte Wege, immerhin hatte ich doch von dem Besten gelernt. Selbst wenn ich wohl kaum stolz auf diese Tatsache sein sollte. Anders als erwartet ließ er es sogar zu, tat wonach ich ihn bat und drehte sich im Kreis - um dann nicht gerade zu laufen. Ich lachte ihn amüsiert beobachtend, ehe er sich auch schon auf die Couch zurück sinken ließ. Er könnte ohne Probleme seine Sachen packen. Oh da war ich mir sicher - er könnte, er tat es jedoch nicht. Stattdessen saß er in seinem Wohnzimmer und betrank sich mit mir. Um ehrlich zu sein war es das erste Mal das ich ihn so sah. Er lachte, hatte sichtlich Spaß und tat etwas, dass ein Polizist im Dienst nicht tat. Selbst wenn er nicht im Dienst war spielte er doch immer noch den Polizisten. Schulterzuckend ließ ich mich neben ihn sinken, warf die Beine auf den Tisch und sah ihn breit grinsend über die Schulter an. Er wollte sehen wie ich mich machte? Wahrscheinlich besser als er, das würde er mir aber wohl kaum glauben. "Du forderst mich heraus?" Das tat er nicht wirklich oder? Amüsiert schüttelte ich den Kopf und trank einen weiteren Schluck von meinem Wein, lehnte den Kopf in den Nacken und sah zur Decke. "Dir ist hoffentlich klar, dass ich die letzten Jahre über wahrscheinlich sehr viel mehr Alkohol getrunken habe als du?" Selbst jetzt trank ich mehr als er, und sehr wahrscheinlich merkte man das auch. Ich vertrug nun einmal mehr ohne das man es zwingend merkte. Immerhin hatte ich auch den Vorteil Drogen genommen zu haben. Mein Körper ließ sich so etwas schon lange nicht mehr anmerken. Nicht mehr so wie bei ihm. "Ich würde dich bei allem schlagen, selbst sturzbetrunken," lachte ich und ließ den Kopf zur Seite sinken um ihn ansehen zu können. Ihm musste es doch auch klar sein, dass ich wenigstes irgendetwas von meiner Zeit mit Alex nutzen können musste. Selbst wenn es nur meine Trinkfestigkeit war. Seufzend stellte ich mein Glas auf meinem Knie ab, schloss die Augen und atmete tief ein. Was wir heute noch tun konnten, wusste ich auch nicht so wirklich. Sich betrinken war eine Sache, aber dabei nur zu reden? Die Chance das wir irgendwann bei einem Thema landen würden, über das wir Beide nicht sprechen wollten, war ziemlich groß. Zumal ich ihn nicht so gut kannte, und er auch nicht sonderlich viel über mich wusste.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Nov 14, 2018 7:06 pm

Taro Maekawa
Ich hatte nicht mehr besonders viel Alkohol getrunken, seit ich bei der Polizei angefangen hatte. Damit hatte sie wohl Recht. Aber das hiess noch lange nicht, dass ich keine Erfahrung darin hätte. Ich hatte auch mal eine Jugend gehabt. Bevor das mit meiner Schwester passiert war, war ich einer der Stars im Football gewesen und da waren einige Partys gewesen – auch mit Frauen. Ich wusste ja nicht, was sie von mir dachte, aber ich war kein Spiesser. Ich hatte auch ein richtiges Leben, aber anscheinend wirkte sie nicht besonders überzeugt davon. „Denkst du wirklich von mir, dass ich ein totaler Spiesser bin?“, fragte ich sie lachend und schüttelte leicht den Kopf. Man konnte sagen, dass ich vor der Sache meiner Schwester ein bisschen entspannter und lockerer drauf gewesen war. Ich hatte die Welt halt einfach noch mit anderen Augen gesehen. „Dafür bist du vermutlich leichter als ich und wir wissen beide, dass das oft eine Auswirkung auf den Alkohol hat und wie viel wir vertragen. Also ja, beweise es mir", forderte ich sie auf und grinste sie an. Amüsiert stand ich auf und holte die Flasche in der Küche, bevor ich wieder zurückging. Ich schenkte und beiden nach und stellte die Flasche wieder hin. „Du klingst sehr überzeugt von dir oder prahlst du gerade nur?“, fragte ich sie und hob herausfordernd eine Augenbraue. Sollte sie es doch wirklich selbst probieren. Es war wirklich schwierig, wenn man sich vorher noch im Kreis umdrehen musste. „Ich wäre mir da nicht so sicher, ob du mich in allem schlagen würdest", sagte ich ziemlich selbstsicher und liess mich wieder auf die Couch sinken. Würde ich kein Alkohol vertragen, dann wäre ich bereits schon nach diesen paar Gläsern ziemlich betrunken. Aber das war ich nicht. Niemand war immun gegen Alkohol und das war sie auch nicht. Vielleicht wollte sie aber gerade wirklich nur ein bisschen angeben. Von mir aus konnte sie das tun. Wenn sie sich dadurch ein bisschen besser fühlte, dann sollte sie ruhig ein bisschen angeben. Normalerweise vertrugen ja die Frauen weniger wie Männer, aber es hiess ja, dass Ausnahmen die Regeln bestätigen würden. Sie hatte sicher in den letzten paar Jahren mehr als genüg Übung darin gehabt. Ich wusste, dass sie mit mehr als nur mit Alkohol in Kontakt geraten war. Ich verurteilte sie deswegen nicht. Natürlich war ich bei niemandem glücklich darüber, das war ich auch bei meiner Schwester nicht gewesen. Aber ich hatte dennoch immer noch ein gutes Verhältnis zu ihr, sonst würde ich sie nicht regelmässig besuchen. Sie wusste, warum sie dort sass und ich musste ihr das nicht immer die Nase reiben. Ich legte den Kopf in den Nacken und stiess die Luft aus. Was würden wir denn heute noch tun?

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Mi Nov 14, 2018 7:41 pm

NIEVE Vaughn

Gab ich ihm etwa das Gefühl als würde ich denken, dass er ein Spiesser war? Ja. Ja, eigentlich ging ich fast schon davon aus das er sein gesamtes Leben lang einfach nur ein langweiliger Streber gewesen war - selbst wenn er das Aussehen zu mehr hatte. Nur weil man gut aussah bedeutete es immerhin nicht, dass man dieses auch wirklich nutzte. Unschuldig zuckte ich die Schultern, sah grinsend zu Taro hinüber. Er musste doch eigentlich gar nicht erst fragen ob ich es dachte, er musste doch eigentlich schon längst wissen was ich dachte oder nicht? Es war doch auch sein Job solche Dinge zu wissen, wurde er hier wirklich schlechter darin Menschen zu lesen, oder war es einfach nur die Tatsache das er getrunken hatte? Was erwartete er aber auch von mir? Ich kannte ihn nur als Langweiler, als jemanden der noch nicht einmal sonderlich oft oder viel trank, heute war ja sogar das erste Mal das ich ihn wirklich entspannt und lachend sah. Er musste eindeutig entspannen, und das konnte man wohl kaum wenn man ständig irgendwie verkrampft gegen das Böse kämpfte, selbst wenn er seinen Job gut machte. Er half Menschen, tat das genaue Gegenteil von mir, und er war gut darin - laut aussprechen würde ich es jedoch nicht. "Ernsthaft? Ich soll es dir jetzt wirklich beweisen?" Lachend fragte ich nach, er aber meinte es scheinbar wirklich ernst. Ich richtete mich etwas auf und sah zu Taro hinüber, der sich wieder neben mich setzte. Er wollte es wirklich bewiesen haben. Oh er hatte doch nicht gerade wirklich gedacht dass das nur heiße Luft war - er sollte selbst wissen, dass ich sehr viel besser in diesem Spiel hier war als er. Er war der gute Polizist, und ich die Drogenabhängige Partygängerin. Was erwartete er? "Oh ich würde dich in allem schlagen," grinste ich ehe ich aufstand. Ich trank einen weiteren Schluck von meinem Wein, kletterte über den Tisch hinaus wo ich mehr Platz hatte und richtete mich auf. Selbst mit meinem Weinglas in der Hand konnte ich noch geradeaus laufen ohne alles zu verschütten. "Schau zu und lerne, Loser," prostete ich ihm zu und schloss die Augen. Amüsiert drehte ich mich im Kreis, jedes Mal aufpassend das ich meinen Kopf mit einer schnellen Bewegung nachzog. Wie eine Ballerina. Ich schummelte, gut eigentlich nicht immerhin hatte ich die Augen geschlossen und es ging nur darum gerade laufen zu können. Ich machte vier Umdrehungen, ehe ich die Augen wieder öffnete und loslief. Breit grinsend zuckte ich die Schultern. "Und wenn du mir jetzt mit Schummeln kommst, wir haben keine Regeln aufgestellt! Alles was ich von dir wollte war vier blinde Umdrehungen und eine gerade Linie," sagte ich bevor er überhaupt etwas dazu sagen konnte. Lachend ließ ich mich wieder neben ihn auf die Couch sinken und trank den letzten Schluck in meinem Glas leer. Ihm musste klar sein das ich hier nicht nur Wein trank weil es gut schmeckte. Vor allem nicht bei diesem Tempo. Ich lehnte mich zurück, stellte mein Glas zurück und legte die Beine ein weiteres Mal auf die Couch. "Wer war deine Ex?", kam die Frage wie aus dem Nichts. Hey, ich hatte noch nie auch nur irgendwie etwas davon gehört. Ich wusste ja noch nicht einmal wie lange seine letzte Freundin eigentlich her war.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Nov 14, 2018 9:11 pm

Taro Maekawa
Sie dachte wohl wirklich, dass ich ein totaler Langweiler war – und immer gewesen war. Aber das stimmt überhaupt nicht. Vermutlich wäre mein Leben ganz anders verlaufen, wenn meine Schwester nicht den Drogen verfallen wäre und einen Tankshop überfallen hätte. Aber so war es halt passiert und mein Leben hatte sich dementsprechend verändert. „Ich bin kein Spiesser", wehrte ich mich und sah sie an. „In der Highschool war ich einer der besten im Football-Team der Schule gewesen und du weisst sicher selbst, wie das Football-Team ist. Ich habe da keine Ausnahme gebildet", verteidigte ich mich und schmunzelte ich leicht, als ich mich daran erinnerte. Ja, wir hatten wirklich eine Menge gemacht damals zu dieser Zeit und dennoch fühlte es sich fast schon wie eine Ewigkeit an. Es hatte sich seither viel verändert. Ich nickte, als sie mich fragte, ob sie es mir wirklich beweisen musste. Ja, das sollte sie. „Oh nein, das würdest du nicht. Garantiert nicht", versicherte ich ihr. Oder musste ich ihr das auch beweisen? Sie würde mich garantiert nicht in allem schlagen. Zum Beispiel war sie sicher viel schwächer als ich und das wäre sie sogar, wenn ich angeschlagen wäre. Das spielte keine Rolle. Ich würde sie, wenn es um das Körperliche ging, fertig machen, ob sie es wahr haben wollte oder nicht. Ich beobachtete sie, wie sie aufstand und dabei das gleiche tat wie ich vorhin – mehr oder weniger. Denn sie schummelte dabei. Ich wollte mich gerade beschweren, als sie sich bereits schon verteidigte. Ich schloss den Mund wieder und funkelte sie belustigt an. Es stimmte. Wir hatten keine Regeln aufgestellt. „Aber es war dennoch unfair", sagte ich grinsend. „Es waren nicht die gleichen Bedingungen, also hast du die Aufgabe meines Erachtens nicht bestanden.“ Ich grinste sie an und nahm einen Schluck von meinem Wein. Ich sah sie verwundert an, als sie auf einmal nachfragte, wer denn meine Ex gewesen war. Ich räusperte mich leicht, während mein Blick auf ihr ruhte. Es war ja eigentlich nicht so, als würde sie das was angehen. Allerdings wusste ich ja auch etwas über ihren Ex und die Beziehung, die sie geführt hatten. Es wäre also nur fair, wenn sie auch etwas darüber erfahren würde. „Na ja, ich denke nicht, dass du sie kennst", erwiderte ich und zuckte die Schultern. Es war schon eine Weile her und dabei war ich noch gar nicht so alt. Wenn man die Ausbildung zum Polizist antrat, war das sehr zeitintensiv und ja, ich hatte mich halt auch angestrengt. Kurz gesagt, sie hatte sich vernachlässigt gefühlt. „Sie hiess Aline", beantwortete ich dennoch ihre Frage. Ich nahm einen grossen Schluck von meinem Wein. „Was möchtest du denn über meine letzte Beziehung wissen?“, fragte ich lachend und streckte meine Beine von mir.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Mi Nov 14, 2018 9:48 pm

NIEVE Vaughn

Es überraschte mich, dass er früher im Football-Team gewesen war. Sehr sogar. Um ehrlich zu sein hatte ich wirklich nicht geglaubt das er einer dieser Kerle war, scheinbar aber veränderte sich auch das nicht sonderlich. Die hübschen Mädchen wurden Cheerleader, die gutaussehenden Jungs waren Teil des Football-Teams, und der Rest ging irgendwie unter. Fast so wie bei mir, nur das ich mir wirklich nicht sonderlich viele Gedanken über meine Schulzeit gemacht hatte, stattdessen war ich lieber mit älteren Jungs unterwegs gewesen. Zu den Coolen hatte ich wohl auch einfach nur aus diesem Grund gehört. Weil ich Zugang zu Partys gehabt hatte, zu denen andere Leute meiner Schule nicht hätten dürfen. Und mit einem älteren Freund, der sich später als vollkommenes Arschloch herausstellen würde, bekam man doch schon so einiges an Status. Football Spieler aber waren eine Nummer größer. Für gewöhnlich dachten sie doch aber auch, sie seien das Beste was der Welt jemals passiert wäre. Ich hatte sie irgendwie gehasst, aber doch nicht so wirklich, denn normalerweise hatte ich mich doch immer wehren können. Und meist hatten sie erst gar nicht versucht sich als etwas darzustellen was sie eindeutig nicht gewesen waren. Ob Taro ernsthaft auch so ein Vollidiot gewesen war? Wenn er nun schon damit anfing, konnte er doch auch nicht einfach aufhören zu erzählen. Vielleicht sollte ich ihn öfter dazu bringen Wein mit mir zu trinken, immerhin erfuhr ich so doch schon sehr viel mehr als sonst. Um ehrlich zu sein war dieser Abend aber auch sehr viel besser als ich Anfangs gedacht hatte. Lachend sah ich ihn an, irgendwann würde ich ihn noch dafür aufziehen das er Football Spieler gewesen war, ganz ohne Konsequenzen hatte er mir das nicht erzählt. Oh selbst wenn ich ihn dazu bringen würde mit Caleb und Liam zu spielen - immerhin wusste ich ganz genau, dass sie es selbst heute noch taten. Und hey, ich kannte die Regeln auch, schließlich war ich mit zwei Brüdern aufgewachsen. "Das Leben ist nun einmal nicht fair," schmunzelte ich. Was hatte er erwartet? Das ich wirklich mit fairen Mitteln spielte? Wir hatten keine Regeln gesetzt, das würde er das nächste Mal wohl nicht ganz so sein lassen. Er wollte seine Regeln, und seiner Meinung nach hatte ich auch gar nicht bestanden. Schulterzuckend drehte ich mich zur Seite und sah ihn an. Dann hatte ich seiner Meinung nach eben nicht bestanden - ich war geradeaus gelaufen, und er konnte nichts dagegen sagen. Seine Ex schien ja ein weniger angenehmes Thema zu sein, dennoch redete er. Es überraschte mich sogar ein klein wenig, denn für gewöhnlich sprach er wirklich nicht sonderlich viel von sich. Er dachte nicht das ich sie kannte? Natürlich kannte ich sie nicht, ich war nicht aus dieser Stadt hier, das wusste er selbst. Meine Eltern lebten Außerhalb, und genau dort war ich zur Schule gegangen. Genau dort hatte ich gelebt. Diese Stadt hier war nur mein Zuhause geworden, nachdem ich von zuhause ausgebrochen war. "Ich dachte auch nicht das ich sie kenne," stellte ich amüsiert fest. Weshalb fragte ich. Keine Ahnung, einfach so weil er nie wirklich etwas über sein Privatleben erzählte, und mittlerweile wohnten wir doch schon zusammen. Außerdem schlief er nun einmal zwischen meinen Beinen, also hatte ich wohl doch ein Recht darauf etwas über ihn zu erfahren. Aline, hübscher Name. Und sehr wahrscheinlich hatte sie Schluss gemacht weil er nun einmal Cop war. Wenige Frauen fanden es cool einen Polizisten als Freund zu haben, vor allem wenn es jemand war der kaum zuhause war. Genau das hatte ich ihm auch bereits gesagt. Was wollte ich wissen. "Wie war sie so? Auch so spießig wie du es jetzt bist, oder das komplette Gegenteil?" Schmunzelnd erhob ich mich und zog mir meinen Pullover aus, ehe ich ins Schlafzimmer deutete. "Red weiter, ich will nur die Hose loswerden," denn mittlerweile spielte es wirklich keine Rolle mehr ob ich denn nun mit Hose in dieser Wohnung herumlief oder nicht. Zumal ich mir ziemlich sicher war, dass er wohl schon sehr viel mehr gesehen hatte als meine nackten Beine. Und hey, ich mochte Hosen nicht wenn ich zuhause auf der Couch saß und Wein trank. Ich schlüpfte auch aus meinem Shirt, und wechselte es gegen ein weiteres, einfach weißes T-Shirt das mir bis über den Po reichte, legte auch meine Hose auf meiner Tasche ab und lief zurück zu Taro ins Wohnzimmer.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Nov 15, 2018 9:00 am

Taro Maekawa
Ich war kein Nerd gewesen, geschweige denn ein Spiesser. Ich verhielt mich doch gar nicht wie einer! Ich arbeitete einfach viel, was war daran schon spiessig? Ich war früher wie jeder andere Junge gewesen. Ich war gut im Football gewesen und deswegen war ich auch im Football-Team der Schule gewesen. Ich war oft unterwegs gewesen und das meiste davon waren neben den Spielen die Partys gewesen. Allerdings war mir heute klar, dass wenn ich nicht auf so vielen Partys gewesen wäre, ich vielleicht das veränderte Verhalten meiner Schwester bemerkt hätte. Aber ich war zu oft unterwegs gewesen, als dass ich es hätte merken können und nun war es zu spät. Man konnte nichts mehr rückgängig machen, was passiert war. Für Nieve war ich jedoch schon immer ein Spiesser gewesen, dabei hatte ich sogar noch Mannschaftsfotos. Vermutlich waren die aber bei meinen Eltern zuhause irgendwo. Ich nickte zustimmend. Ja, das Leben war oft nicht fair. Man sah es ja nur schon bei ihr. Sehr oft spielte es auch eine Rolle, wie viel Glück man einfach hatte oder eben nicht. Bis vor kurzem war Nieve ja auch noch zufrieden mit ihrem Leben gewesen und hatte nicht Alex' Taten hinterfragt. Ich grinste kurz und zuckte die Schultern. Nieves Eltern wohnten nicht in Blueville, also war sie auch nicht hier zur Schule gegangen. Sie war wohl einfach durch Alex auf diese Stadt gekommen. Ich dachte jedoch nicht, dass sie besonders viele Leute in unserem Alter von hier kannte. Wenn dann waren es vermutlich nur zwielichtige Leute, mit denen man nicht unbedingt zu tun haben wollte. „Hey, ich bin nicht spiessig!“, wehrte ich mich und funkelte sie belustigt an. Wieso stempelte sie mich einfach so als Spiesser ab? Ich war keiner. „Sie war nicht spiessig gewesen, weil ich das auch nicht bin", deutete ich nochmals an und mein Blick folgte ihr, als sie kurz im Schlafzimmer verschwand. Wieso wollte sie all das wissen? Erhoffte sie sich etwas davon? Keine Ahnung. „Sie war klug, kreativ, immer mit Leidenschaft dabei und ziemlich direkt. Deswegen hat sie es auch nicht lange auf sich sitzen lassen, als ich bei der Polizei angefangen hatte und ich ihrer Meinung zu wenig zuhause gewesen bin", beantwortete ich ihre Frage. Ich nahm einen Schluck von dem Wein und hob den Blick, als sie wieder zurückkam. Sie trug nur noch ein weisses T-Shirt, welches gerade mal noch so ihren Hintern bedeckte. Na ja, ich lief am Morgen auch nur in Boxershorts herum. Ich hatte kein Problem damit und sie offensichtlich auch nicht. Nieve hatte mir selber schon gesagt, dass es eine Frau nicht mochte, wenn man mehr Zeit für den Job aufbrachte, als für die Frau selbst. Vermutlich hatte ich deswegen gar nicht mehr versucht, eine Frau kennenzulernen. Es würde so oder so irgendwann um das gleiche Thema gehen: dass ich zu wenig Zeit für sie hätte oder dass sie sich zu viele Sorgen um mich machte. So oder so würde es irgendwann zu Diskussionen oder Streit kommen. Dann liess ich es lieber sein. Es konnte niemand zuhause auf mich warten und mir Vorwürfe machen, wenn ich mal wieder zu lange gearbeitet hatte. Ja, es war vielleicht ein bisschen einsam, aber es war der einfachste Weg. Mein Beruf beanspruchte viel Zeit und damit kamen die Frauen halt oft einfach nicht klar. Da ich nicht der Typ war, der oft auf Partys war, gab es eigentlich auch keine One Night Stands. Davon war ich aber sowieso noch nie ein grosser Fan gewesen. Natürlich war es mir auch schon passiert, aber ich war keiner, der das wöchentlich tat. „Und sag jetzt nicht, dass du das gesagt hast", sagte ich lachend und verdrehte die Augen. Mir war es noch sehr präsent, dass sie mir das gesagt hatte.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Do Nov 15, 2018 9:52 am

NIEVE Vaughn

Football Spieler. Er war allen Ernstes Mitglied des Football Teams gewesen, und somit sehr wahrscheinlich ziemlich beliebt bei den Mädchen seiner Schule. Gut, das musste noch lange nicht heißen das er nicht etwa ein Spiesser gewesen war, aber wenn er so vehement darauf bestand keiner gewesen zu sein machte es eindeutig zu viel Spaß, ihn einen zu nennen. Ich zog ihn gerne auf, schließlich rieb er mir meine Fehler eigentlich auch immer ein klein wenig unter die Nase, wann auch immer er es denn nun konnte. Er war kein Spiesser gewesen, und sie war es auch nicht gewesen. Das hatte ich auch nicht gedacht. Wahrscheinlich war sie eine der typischen Mädchen gewesen, die sich mit einem Football-Star zusammen taten. Hübsch, aber nicht zwingend etwas im Kopf, und wenn doch dann war die Personalität doch nicht so prickelnd wie anfangs gedacht. So wie Taro sie aber beschrieb war sie anders. Nicht so stereotypisch wie ich gedacht hatte, und eigentlich müsste ich mich für meine Einschätzung von ihr wohl entschuldigen. Sie hatte mit ihm Schluss gemacht, richtig? So wie er über sie redete, konnten da eindeutig noch Gefühle mitspielen. Es hatte wegen seinem Job nicht mehr funktioniert, etwas was ich ihm bereits gesagt hatte, und wenn er so weiter machte würde er wirklich irgendwann alleine sterben weil er sich lieber auf seinen Job konzentrierte als seine eigene Gesundheit und Gefühlswelt. Vor allem um seine Gesundheit machte ich mir ernsthafte Sorgen, von Kaffee und Schlaf zu leben war nicht sonderlich gesund. Wenigstens aß er nicht tagtäglich mit Zucker übergossene Donuts, aber sonderlich besser machte es das auch nicht. Vielleicht sollte er sie anrufen, schließlich glaubte ich nicht das es geendet hatte weil keine Gefühle mehr da waren. Er sollte sie anrufen - er sollte sie eindeutig anrufen, wenn er nicht alleine enden würde. Wahrscheinlich würde er enden wie ich. Gut, so konnte er nun wirklich nicht enden, aber von Männern schwor ich im Moment wohl am Besten ab. Wer wusste schon was der Nächste mit sich brachte, wenn ich Alex schon hinter mir hatte. Besonders gut hatte ich bis jetzt immerhin nicht ausgewählt, vor allem mit meinem ersten Freund. Ich atmete tief ein, legte den Kopf wieder zurück an die Rückenlehne und sah zur Decke. Weiß, nicht weiter spannend, durchs Licht aber spielten einige Schatten ihre Tricks ab. "Ich habe dich im Job kennengelernt, und ich habe noch nicht einmal etwas falsch gemacht," begann ich und drehte den Kopf wieder in seine Richtung. "Dann warst du zwar auf einer Party, aber sonderlich viel Spaß hattest du auch nicht, weil du wieder im Dienst warst," und ich war dumm genug gewesen zu denken die Situation völlig unter Kontrolle zu haben, dabei war er es gewesen der mir etwas vorgespielt hatte. Und ich war allen Ernstes darauf reingefallen! "Oh eigentlich ist so ziemlich jede Interaktion gewesen als du im Dienst warst, und etwas Alex oder mich dazu bringen wolltest etwas dummes zu sagen oder zu tun," sagte ich und zuckte die Schultern. Und dann hatte er mich nur bei sich wohnen lassen, weil die Zellen voll gewesen waren und ich nicht auf der Straße hatte schlafen können. Sonderlich lange hatte das auch nicht gehalten, er war im Krankenhaus gelandet und wir danach bei meinen Eltern. Sehr abenteuerlich und spaßig klang diese Geschichte ja nun wirklich nicht. "Ernsthaft, du musst dein Spaß-Level hochschrauben wenn du nicht willst das ich denke das du ein Spiesser bist," sagte ich. Ja das musste er. Und ich musste meine Erwartungen wohl etwas runterschrauben, immerhin hatte ich ein Leben geführt das er nie im Leben auch nur ausprobieren würde. Das musste er aber auch gar nicht - es war nicht so toll wie ich gedacht hatte. Zumindest anfangs war es das noch gewesen, aber mittlerweile wusste ich wirklich nicht was ich mir gedacht hatte. "Du bist Polizist, das ist Grund genug dich langweilig nennen zu können," schmunzelte ich und drehte den Kopf wieder zurück an die Lehne um die Decke anzusehen. Wäre ich nicht angetrunken, und wäre er nüchtern, könnte ich ihm diese Dinge wohl kaum sagen. Das hätte eindeutig für Streit gesorgt.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Nov 15, 2018 10:39 am

Taro Maekawa
Vielleicht musste ich ihr wirklich ein Mannschaftsfoto oder ähnliches zeigen, damit sie mir wirklich glaubte, dass ich damals kein Spiesser gewesen war. Ob sie mich dann tatsächlich nicht mehr als Spiesser abstempeln würde, wäre eine andere Frage. Aber sie wüsste, dass ich nicht immer so gewesen war. Auch ich hatte gefeiert, mal zu viel Alkohol getrunken und war über die Stränge geschlagen. Nur hatte ich bereits meine Lektion fürs Leben gelernt. Ich wusste nicht, was Nieve für ein Bild von meiner Ex-Freundin vor sich hatte. Eigentlich spielte das aber auch gar keine Rolle. Sie war Vergangenheit. Wir hatten uns ein paar Monate nach meinem Anfang bei der Polizei getrennt. Das war jetzt auch schon fast zwei Jahre her. Sie hatte sich nicht mehr gemeldet und ich ebenfalls nicht. Ich wusste nicht, ob sie überhaupt noch in dieser Stadt lebte oder was sonst so in ihrem Leben abging. Eigentlich ging mich das aber auch gar nichts an. Es hatte nicht zusammen geklappt und seither gingen wir unsere eigenen Wege. Es war ja normal, dass Paare sich trennten oder andere wieder zusammenfanden. Das war normal. Wenigstens sprach sie nicht wieder diese bescheuerte Idee an, dass sie mich mit irgendjemandem verkuppeln wollte. So etwas funktionierte ja nun wirklich nicht. Das war totaler Bullshit und das sollte sie eigentlich auch wissen. Man sah ja nur schon im Fernsehen bei diesen Kuppelshows, dass das überhaupt nicht funktionierte. Ich nahm einen Schluck von meinem Wein und leerte die Flasche, indem ich bei uns beiden wieder auffüllte. „Du hast nichts falsch gemacht? Du hast einem Typen eine Bierflasche über den Schädel gezogen.“ Ich grinste leicht, als ich mich daran erinnerte. Damald hatte sie mich noch angelogen und weniger ausstehen können wie ich. Aber sie hatte Recht. Ich zuckte leicht die Schultern. Schlussendlich hatte es ja geklappt. Ich hatte sie dazu gebracht, dass sie etwas gesagt hatte, was uns nützte und danach hatte sie sogar ein komplettes Geständnis abgelegt. Also hatte ich ja wohl wirklich einen fantastischen Job gemacht. Ich hatte sie sogar noch sicher nach Hause gebracht, während sie total zugedröhnt gewesen war. „Was verstehst du denn unter Spass? Und komm mir nicht mit Alkohol und Drogen", erwiderte ich grinsend. Alkohol ging ja noch, aber sie wusste, dass ich alles andere als begeistert von Drogen war. Ich hatte auch genügend Gründe dazu. Ich runzelte die Stirn. Ihre Aussage machte nicht wirklich viel Sinn. Wieso sollte ein Polizist langweilig sein? In Amerika konnte dieser Job ziemlich gefährlich sein, vor allem wenn man irgendwie mit Drogen, Gangs oder so zu tun hatte. „Ich habe eine Pistole in meinem Halfter und du sagst mir, Polizisten sind langweilig?“, fragte ich sie breit grinsend und nippte weiter an meinem Weinglas. Mein Job war alles andere als langweilig, aber sie hatte ja auch nicht wirklich eine Ahnung davon. Sie war doch nie in diesem Job tätig gewesen. Jedoch wäre Kriminalpolizei noch einmal viel spannender oder bei einem Geheimdienst zu arbeiten. Da bekam man einfach noch einmal viel spannendere Fälle. Es wäre jedenfalls schon mal eine Überlegung wert. Momentan war das aber noch nicht möglich, weil ich vermutlich zu wenig lange im Beruf tätig war, aber vielleicht so in ein, zwei Jahren. Diese Gedanken schob ich aber beiseite. Sie sollte mich jetzt lieber aufklären, was sie unter Spass verstand.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Do Nov 15, 2018 11:07 am

NIEVE Vaughn

Ich hatte nichts falsch gemacht, und dennoch hatte Taro mich behandelt als sei ich eine ebenso schlimme Verbrecherin wie Alex es war. Dabei war er es, der Einfluss auf meine Handlungen hatte. Er hatte mich doch ohnehin zu den meisten Dingen meiner kriminellen Laufbahn gebracht, letzten Endes aber war es doch ich gewesen die nicht abgewogen und es getan hatte. Ich konnte für meine eigenen Taten zur Rechenschaft gezogen werden, denn ich hatte gewählt diese Dinge zu tun, selbst wenn Alex mir erzählt hatte das ich es tun musste um ihm zu zeigen wie viel er mir wert war. Die Bierflasche hatte noch nicht einmal er mir in die Hand gedrückt, ich aber wusste wie es geendet hätte. Ich wusste ganz genau wie dieser Streit, die Prügelei, geendet hätte. So oder so wären wir auf der Polizei gelandet, und wirkliche Konsequenzen hatte mein Handeln schließlich auch nicht mit sich getragen. Schulterzuckend schürzte ich die Lippen und sah zur Decke. "Er hat es doch überlebt. Du hast doch keine Ahnung was passiert wäre wenn ich sie ihm nicht über den Kopf gezogen hätte," ich aber wusste es schon. Und wir wussten Beide wie schnell diese Situation denn nun letzten Endes ausarten hätte können. Die Polizei war bereits vor Ort gewesen, und Waffen waren ebenso nahe gewesen wie sie selbst es waren. Möglicherweise hätten sie diese nie von ihren Besitzern losreißen können, aber wer wusste ob nicht irgendeiner der Gäste etwas dabei gehabt hätte. Ich hatte also nur so gehandelt weil ich bereits meine Erfahrung mit diesen Streitigkeiten hatte, und weil ich wusste wie schlimm es eigentlich hätte enden können. Ein minimal verletzter Mann im Krankenhaus war eindeutig besser als eine Schießerei, oder nicht? Sie hatten mich ja noch nicht einmal gefragt weshalb ich es getan hatte, viel mehr hatten sie über Alex Bescheid wissen wollen. Weil nur sein Name gefallen war, als dieser Idiot seine Aussage gemacht hatte. Ich sollte ihn wohl nicht Idiot nennen, immerhin war er Teil des Grundes weshalb ich nun hier saß und nicht etwa bei Alex. Damals hatte ich noch Spaß gehabt, nun aber gab es den wirklich nicht mehr so Recht. Mittlerweile war ich wohl doch schon zu einer langweiligen Gesellschaft geworden, mit der ich selbst nichts zutun haben wollen würde könnte ich wählen. In nur kürzester Zeit hatte ich mich zu etwas entwickelt, das ich wirklich nie hatte sein wollen. "Sex?" Das war wohl die dritte Antwort die er nicht von mir hatte hören wollen. Ich schmunzelte schulterzuckend, trank noch einen Schluck von meinem Wein. "Ich schätze du würdest es nie tun, weil alles einen Haken hat," antwortete ich ihm. Alles hatte einen Haken, weil alles zum Teil verboten war. Mehr oder weniger zumindest, wenn man nicht erwischt wurde spielte es noch nicht einmal sonderlich viel Rolle. "Also bevor du aufgetaucht bist war ich täglich unterwegs, bin vielleicht oder vielleicht nicht irgendwo eingestiegen, schwimmen war auch immer ganz witzig." Ich gab hier nichts zu. Jedoch wusste ich schon jetzt, dass Taro doch ohnehin niemals auch nur irgendwie mitmachen würde. Schmunzelnd sah ich Taro wieder an. Ach, er dachte das eine Waffe ihn nicht langweilig machte? "Dir ist klar das ich auch schießen kann? Und das ich so ziemlich immer von den Dingern umzingelt war?" Das musste er wissen, immerhin war ich eindeutig nicht mit Menschen unterwegs gewesen, die es mir nicht nicht beigebracht hatten. Alex hatte es mir aber auch nicht gezeigt, viel mehr aber war es einer seiner Leute, nachdem ich ihn beinahe mit diesem Ding angeschossen hatte. Dabei war er noch nicht einmal so schlimm wie Alex selbst es war. Er war nett gewesen, war es wohl selbst heute. Er war eindeutig nur auf der falschen Seite des Gesetzes gelandet, weil er in einer schlechten Gegend aufgewachsen war.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Nov 15, 2018 12:21 pm

Taro Maekawa
Sie war nicht unschuldig und das wusste sie. Sie hatte einem Mann ohne zu zögern mit der Flasche eines über seine Birne gezogen. Sie hatte es getan, um Alex zu schützen. Alex hätte nicht fair gegen diesen riesigen Typen gewinnen können. Also hatte er, oder besser gesagt Nieve in diesem Fall, unfair gespielt. Zwei gegen einen war ja sowieso nicht besonders fair. Er hatte es überlebt? Na, das waren ja aufmunternde Worte. Dieser Typ hätte sicher nicht besonders Freude daran gehabt. Ich schürzte die Lippen und zuckte die Schultern. Ja, es hätte ausarten können, aber es hätte auch anders ausgehen können. Hätte Alex einfach nachgegeben und dem Typen das Geld oder neuen Stoff gegeben, wäre es gar nie so ausgeartet. Der Typ im Krankenhaus hatte ein umfangreiches Geständnis abgelegt und zugegeben, dass er Alex wegen den Drogen blöd angemacht hatte. „Hätte Alex anders reagiert, wäre es gar nie so weit gekommen", meinte ich. Dann sässen wir vermutlich aber auch nicht hier. Dann wäre sie immer noch bei Alex und würde ihm weiter hinterherlaufen. Ob es positiv oder negativ war, musste sie wohl zuerst noch selbst herausfinden. Ich hob eine Augenbraue. „Ernsthaft, Sex? Also wenn dir langweilig war, bist du einfach zu Alex gegangen, um mit ihm Spass zu haben?“, fragte ich und lachte kurz auf. Das meinte sie doch etwa nicht ernst? Ausserdem hatte ich keine Freundin, also wie sollte ich an Sex kommen? „Ich hab dir schon mal gesagt, dass ich nicht mit einer wildfremden Frau ins Bett steige", erinnerte ich sie und hob eine Augenbraue. Das wusste sie sehr gut. Darüber hatten wir bereits schon gesprochen. Wieso kamen wir überhaupt immer wieder auf dieses Thema zu sprechen? Ja, ich hatte kein Problem darüber zu sprechen, jedoch hatte ich das Gefühl, als würden wir nur immer um mein Sexleben sprechen – dabei war das ja noch nicht einmal wirklich vorhanden. Ich sagte ja nicht, dass Sex nicht Spass machen konnte. Sex machte definitiv Spass und konnte geil wie schön sein. Aber ich war keiner, der mit fremden Frauen Sex haben wollte und für anderes hatte ich keine Zeit. Eine Freundin war gerade einfach zu zeitintensiv. Ich wollte damit nicht herzlos sein, aber wenn wir sowieso nur stritten, war es einfach nicht sinnvoll. „Was ist an schwimmen witzig?“, fragte ich sie. Ich glaubte jedoch nicht, dass jemand meine grün- und blaugefärbte Haut im Hallenbad beobachten wollte. Ich lachte leise auf und schüttelte den Kopf. „Nur weil du dir Waffen gewöhnt bist, ist es langweilig, dass ich Polizist bin?“, fragte ich sie und musterte sie. Ich nahm erneut einen Schluck von meinem Wein und stellte es dann auf den Tisch. Ich wusste ja nicht, wie sehr sie sich betrinken wollte, aber die erste Flasche Wein wäre auf jeden Fall leer. Ich drehte den Kopf zu ihr. „Dann bin ich halt ein Langweiler für dich. Ich kann damit leben", erwiderte ich grinsend. Mein Leben war ganz okay, wenn man von der jetzigen Situation absah.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Do Nov 15, 2018 12:45 pm

NIEVE Vaughn

Es war nicht angebracht von mir Alex in Schutz zu nehmen. Er war ein Arschloch. Ein riesen großer Idiot, der die Welt zu einem sehr viel schlimmeren Ort machte, als es eigentlich war. Er war Schlecht, Böse und ein kriminelles Köpfchen das hinter Gitter sitzen sollte, statt die Welt unsicher zu machen. Er sollte eigentlich schon längst geschnappt sein, stattdessen aber schien er wirklich ein ziemlich großes Netzwerk in dieser Stadt zu haben. Wenn er überhaupt noch hier war, und nicht einfach nur seine Leute dazu brachte seine Drecksarbeit zu erledigen. Ich verfiel wohl in alte Muster, ständig darüber nachdenkend was Alex wollen würde, was er tun würde - und was ich für ihn tun musste. Und irgendwie verfiel ich wohl wirklich in alte Muster, indem ich ihn vor jemanden verteidigte der genauso gut wie ich wusste, dass er es nicht verdient hatte. "Es war doch nicht einmal seine Schulter. Er hat den Streit am Strand nicht angefangen, der Idiot im Krankenhaus ist einfach auf ihn los," verteidigte ich Alex und schüttelte den Kopf. Wow. Augenblicklich hielt ich inne und öffnete den Mund, konnte meinen eigenen Worten nicht glauben. Ich sollte gar nicht mehr so über ihn denken, konnte aber wohl kaum verneinen das wir auch gute Momente gehabt hatten. Es hatte sehr viele dieser Momente gegeben, Momente in denen es fast schon so gewirkt hatte, als sei er total normal. Und als sei er völlig auf mich eingegangen, statt allen Ernstes mit anderen Frauen zu schlafen, wenn ich einmal nicht hinsah. "Wenn ich das noch einmal sage, musst du mich Ohrfeigen. Oder meinetwegen wegsperren wenn du mich nicht schlagen willst," sagte ich und sah zu Taro. Ernsthaft ich konnte das nicht noch einmal tun, hatte gedacht das Alex einfach in meiner Vergangenheit war. Er suchte nach mir, oder uns, und ich wäre wohl wirklich irgendwann unter der Erde weil er einfach nicht von der Polizei geschnappt wurde. Mittlerweile sprachen wir aber wirklich sehr viel öfter über Alex als ich wollte. Das Problem lag wohl einzig und alleine an der tatsache das die letzten Jahre meies Lebens von ihm eingenommen gewesen waren, dass er der Anfang und das Ende meines Tages gewesen waren. "Darüber spreche ich mit dir nicht," antwortete ich und zuckte die Schultern. Sex mit Alex war ein Thema, jedoch hatte es mittlerweile einen ziemlich bitteren Beigeschmack den ich eindeutig nicht noch einmal in Erinnerung haben wollte. Das Gespräch musste eindeutig in eine andere Richtung gebracht werden, denn wenn ich hier noch sehr viel länger über Alex nachdachte wenn ich betrunken war, würde dieser Abend eindeutig nicht mehr sonderlich gut enden. Wahrscheinlich würde ich sogar auf die Suche nach ihm gehen, und völlig ignorieren was er getan hatte. "Also ich bin auch fremd und trotzdem beschwerst du dich nicht wenn du mit mir das Bett teilst," so hatte er es aber auch nicht gemeint. Dennoch grinste ich ihn breit an. Die Dinge über die wir hier sprachen, waren eindeutig nicht mehr so witzig wie gedacht. Schmunzelnd zog ich die Beine unter meinen Körper, stellte mein Glas auf dem Tisch ab und lehnte meinen Kopf in meine Hand. Vielleicht konnte ich das Gespräch so einfach wieder auf ihn lenken.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Nov 15, 2018 1:26 pm

Taro Maekawa
Ich sah sie kurz ungläubig an. Das meinte sie doch gerade nicht ernst oder? Sie verteidigte ihn doch tatsächlich. Ich schüttelte den Kopf und sah sie mit gerunzelter Stirn an. Dieser Alex schien ihr ja wirklich eine sehr krasse Gehirnwäsche unterzogen zu haben. „Ich glaube da eher an die Story von dem Krankenhaus-Typen", sagte ich immer noch mit gerunzelter Stirn. Sie wusste, dass ich das nicht glauben würde. Gleich darauf schien sie aber selbst zu merken, was für ein Bullshit sie rausgelassen hatte. Kurz huschte ein Schmunzeln über meine Lippen. „Gut, dann schlage ich dich das nächste Mal", erwiderte ich und schüttelte leicht den Kopf. Wir waren definitiv noch zu wenig betrunken. Jedoch hätte ich kein Problem damit, ihr eine Ohrfeige zu verpassen. Sie hatte mich dazu aufgefordert, dass ich sie schlagen sollte und ich hatte zwei Schwestern gehabt. Wenn die mich genervt hatten, hatten sie auch ab und zu einen Schlag abbekommen. Ich hob abwehrend die Hände, als sie sagte, dass sie nicht mit mir darüber sprechen würde. „Ich habe nicht damit angefangen", verteidigte ich mich. Allerdings vergass ich auch manchmal, was ihr widerfahren. Das letzte Mal, als sie mit Alex Sex gehabt hatte, war das nicht besonders prickelnd verlaufen. Ich wusste nicht, wie der Arzttermin abgelaufen war und in diesem Punkt ging es mich auch wohl einfach nichts an. Wir waren keine Freunde. Ich stand auf, um uns etwas stärkeres zu besorgen und ging in die Küche. Besonders viel Alkohol hatte ich nicht zuhause, aber dennoch hatte ich was da. Ich öffnete eines der oberen Küchenschrank und holte eine angefangene Flasche Whiskey heraus. Ich wusste nicht, wann ich die angefangen hatte. Es musste also schon eine Weile her sein. Ich schnappte mir dennoch die Flasche und zwei frische Gläser, bevor ich damit an den Tisch zurückkehrte. „Ich liege vielleicht zwischen deinen Beinen, aber wir haben nie den anderen an irgendwelchen intimen Stellen berührt. Oder willst du mir etwa irgendwas beichten?“, fragte ich sie grinsend und zwinkerte ihr zu. Ich stellte alles auf den Tisch und schenkte uns beiden dann grosszügig ein. „Vielleicht konntest du ja einfach nicht widerstehen und hast unartige Sachen gemacht oder gedacht, während ich am Schlafen war", zog ich sie auf und grinste sie über die Schulter hinweg an. Ich reichte ihr eines der Gläser und lehnte mich dann ebenfalls wieder zu ihr nach hinten. Sie wusste, dass ich sie damit nur ein bisschen aufziehen wollte. Ich glaubte nicht, dass mal zwischen uns etwas laufen würde. Nicht, dass sie nicht attraktiv wäre. Das war sie auf jeden Fall. Aber das ganze zwischen uns war einfach zu… verstrickt. [Sorry, nächster wird besser]

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Do Nov 15, 2018 2:00 pm

NIEVE Vaughn

Alex war meine Vergangenheit. Vergangenheit - er hatte nichts mehr in meinem Leben zu suchen, hatte nichts mehr zu sagen und konnte nichts tun. Er hatte keine Macht über mich, absolut nichts gegen mich in der Hand. Dafür hatte ich gesorgt, als ich mit den Polizisten darüber gesprochen hatte, was wir getan hatten. Was er getan hatte, und was ich getan hatte. Vor allem was ich getan hatte um Teil der Gruppe zu sein, des inneren Kreises. Es war wichtig das ich ehrlich gewesen war, und genau das war ich gewesen. Es war das erste und sehr wahrscheinlich einzige Mal das ich allen Ernstes mit jemandem über meine Probleme und Fehler gesprochen hatte, denn danach hatte ich sie einfach nur noch vergraben und nie mehr wieder daran gedacht. Zumindest versuchte ich es nun einmal nicht zu tun. Ich ging noch nicht einmal mehr auf das Thema ein, stattdessen ignorierte ich es einfach. Taro wusste ebenso gut wie ich, dass dieses Thema etwas war das ich nicht gerne in Erinnerung hatte. Etwas, das mich sehr wahrscheinlich sehr viel mehr verletzte als sonst irgendetwas in diesem Leben. Das war eine Lüge, nichts hatte mich mehr verletzt als der Blick meiner Eltern als sie verstanden hatten, wie sehr ich sie eigentlich enttäuscht hatte. Deshalb sprach ich doch nun schon seit Tagen wieder nicht mit ihnen. Und sehr wahrscheinlich hielt Liam sie davon ab mich anzurufen, da er dachte ich brauchte einfach nur etwas Zeit. Zeit. Es war wirklich witzig wie oft man glaubte das Zeit etwas gegen diese Dinge brachte - Zeit heilte Wunden, aber auch nicht alle Weltprobleme. Amüsiert lachte ich auf und sah zurück zu Taro. Er hatte scheinbar nicht vor jetzt schon aufzuhören zu trinken, stattdessen holte er allen Ernstes noch eine Flasche Whiskey. Wow. Ich hatte wirklich gedacht das er nach dem letzten Glas Wein aufhören würde. "Ich? ich bin unschuldig," antwortete ich und blinzelte ihm entgegen. Was sollte ich ihm beichten? Oh, ich könnte ihn gerade wahrscheinlich wirklich sehr aus der Fassung bringen, würde ich einfach weiter auf das eingehen was er gerade angesprochen hatte. Gut ich hatte es angesprochen, nicht er. Amüsiert trank ich einen großen Schluck vom Whiskey, ehe ich das Glas wieder am Tisch abstellte und mich zurücklehnte. "Du denkst du hättest es nicht gemerkt, wenn ich was von dir wollen würde?" Das glaubte er nicht wirklich. Schmunzelnd beugte ich mich ihm entgegen, zog ihn zurück auf die Couch -aufpassend das ich ihn dabei nicht zu schnell bewegte- und schmunzelte. "Vielleicht habe ich ja wirklich etwas getan, während du tief und fest geschlafen hast." Ich drehte mich ihm nun gänzlich zu und betrachtete ihn schmunzelnd. Er hätte es gemerkt, hätte ich etwas getan. Selbst wenn ich nur daran gedacht hätte, hätte er es eindeutig gemerkt. Ich hielt mich nicht gerne zurück, und das wusste er ganz genau. Zumindest sollte er das wissen. Ich schob meinen Finger seine Wange entlang und zuckte die Schultern. "Aber du wirst es wohl nie wissen. Wenn du schon so tief und fest schläfst und nichts merkst, werde ich hier nichts beichten," sagte ich. Zumal es nichts zu beichten gab, das wusste er aber auch nicht. Er hatte im Moment doch ohnehin Probleme damit Leute einzuschätzen.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Nov 15, 2018 2:26 pm

Taro Maekawa
Dieses Gespräch hier ging völlig in die falsche Richtung. Aber anscheinend landeten wir immer wieder irgendwie bei diesem Thema. Ich glaubte aber nicht, dass es daran lag, dass wir jede Nacht im selben Bett schliefen. Obwohl… vielleicht hatte es einen kleinen Einfluss. Immerhin war es nicht so, als würde sie auf der einen Seite schlafen und ich auf der anderen. Ich sass zwischen ihren Beinen und mein Kopf lehnte irgendwo an ihren Brüsten. Ich musste wohl nicht sagen, dass es immer schön bequem war. „Nein, nein. Ich schätze dich eher so ein, als bist du alles andere als unschuldig", meinte ich und grinste sie an. Ich holte für uns den Whiskey hervor und kehrte mit der Flasche und zwei Gläser wieder zurück. Ich schenkte uns beiden ein und reichte ihr das Glas. Sie nahm dann auch schon einen grossen Schluck davon, wobei sie mich auf das Sofa zurückzog. Andere hätten schon längst wieder meine gebrochenen Rippen vergessen und mich einfach auf das Sofa gezogen. Sie schien aber in diesem Punkt wirklich sorgfältig zu sein und zog mich langsam auf das Sofa. Ich liess mich neben ihr sinken und nahm ebenfalls einen Schluck von dem Whiskey. Ich zuckte die Schultern breit grinsend, als sie tatsächlich darauf einging. „Wer weiss, vielleicht hast du es ja ausgenutzt, dass ich Schmerzmittel nehmen musste und deswegen nichts davon mitbekommen habe.“ Ich lachte erneut kurz auf. Allerdings glaubte ich, dass ich es schon bemerkt hätte, wenn sie auf irgendwelche solche Ideen gekommen wäre. Ich hatte zwar lang keinen Sex mehr gehabt, aber schlussendlich war ich doch auch nur ein Mann gewesen. Ich schürzte die Lippen, als ihr Finger an meiner Wange entlangfuhr. Es war… ungewohnt. Sie hatte mich noch nie gross berührt ausser in der Nacht, aber das war etwas anderes. Aber nur weil es ungewohnt war, hiess es nicht, dass es sich schlecht anfühlen würde. „Dann bilde ich mir einfach meine eigene Meinung“, sagte ich zu ihr und führte das Glas wieder an meine Lippen. Ich hatte sie damit nur aufziehen wollen. Ich war mir sicher, dass ich es gemerkt hätte, wenn sie irgendwie an mir herumgespielt hätte. Ob sie überhaupt schon wieder zu sowas bereit war, war die andere Frage. Ich jedenfalls würde keine Annäherungsversuche mache. Ich wusste ja, wo sie durch hatte müssen und schlussendlich würde es doch sowieso nur zwischen uns stehen. Eigentlich hatte ich sie damit ja nur ein bisschen auf andere Gedanken bringen wollen. Mehr oder weniger war mir das vielleicht auch gelungen. Hoffte ich jedenfalls. Ich wollte nicht, dass sie der Vergangenheit nachhing. Sie musste nach vorne schauen. Das mussten wir alle wohl irgendwie. Solange ich jedoch nichts gross unternehmen konnte, war das einfacher gesagt als getan.

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Re: Live your life RPG

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