Live your life RPG

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Sa Dez 29, 2018 6:25 pm

Taro Maekawa
Ich wusste nicht, was bei ihr so lange gedauert hatte. Ich hatte wirklich gedacht, dass sie vor mir zurück sein würde oder wir etwa um die gleiche Zeit fertig wären. Aber dass sie länger brauchte wie ich, war schon ein bisschen komisch. Sie schien jedoch nicht besonders gut drauf zu sein und das sagte schon sehr gut aus, wie es denn gelaufen war. Aber sie hatte doch nicht wirklich gedacht, dass es einfach werden würde oder? Das hätte ich ihr bereits schon sagen können und ehrlich gesagt, hätte ich gedacht, dass sie sich darauf schon eingestellt hatte. Sie hatte Einträge im Strafregister und sie hatte keinen Schulabschluss. Da konnte sie doch nicht erwarten, dass sie sofort einen Job finden würde. Es gab da draussen Leute, die einen Schulabschluss hatten und sich für den gleichen Job beawarben. Da musste sie jetzt halt einfach auf die Zähne beissen und Durchhaltewille zeigen. Sie musste zeigen, dass sie das wirklich wollte. Ich seufzte leise und sah sie an. Sie setzte sich neben mich und legte den Kopf in den Nacken. „Das stimmt nicht. Aber du kannst nicht erwarten, dass du gleich beim ersten Versuch einen Job findest. Darauf hättest du dich einstellen sollen“, sagte ich ehrlich und drehte meinen Kopf zu ihr hin. Klar konnte ich verstehen, dass es frustrierend war, aber das sollte sie nicht verwundern. Sie wusste selbst, dass sie nicht gerade die besten Qualifikationen vorzuweisen hatte. Sie durfte also nicht den Kopf hängen lassen. Er verwunderte mich nicht, als sie das Thema wechselte. Das tat sie oft, wenn sie nicht über irgendwas sprechen wollte. Ich zuckte leicht die Schultern und musste leicht grinsen, als sie mit ihren Fingern zwischen meine Rippen drückte. „Wie erwartet, ist alles in Ordnung. Er meinte, dass ich nächste Woche anfangen kann zu arbeiten“, meinte ich und legte meinen Arm auf die Rückenlehne des Sofas. Ich zog sie ein bisschen näher zu mir hin und strich mit der anderen Hand über ihre Wange. „Am Anfang werde ich sowieso nur Schreibtischarbeiten bekommen, also werde ich sogar zeitig nach Hause kommen“, sagte ich grinsend und zuckte die schultern. Wenn sie selbst einen Job hätte, würde es ihr garantiert nicht so sehr auffallen. „Es ist vermutlich gar nicht so schlimm, wie du dir das vorstellst“, versuchte ich sie zu beruhigen. Ich rettete nicht die Welt. Ich versuchte lediglich die Leben anderer zu verbessern. Sie konnte mir das doch nicht übel nehmen oder? Sie würde sich schneller daran gewöhnen, wie sie es dachte. Wenn sie einen Job hatte, erst recht im Verkauf, hatte sie selbst lange Arbeitszeiten. Da konnte sie mir nun wirklich keinen Vorwurf machen. Sie hatte genau gewusst, dass ich bald wieder anfangen könnte zu arbeiten. Ich würde sie schon nicht vernachlässigen, da musste sie sich wirklich keine Sorgen darüber machen. Ich würde sogar für sie kochen, wenn sie dachte, dass ich sie tatsächlich vernachlässigen wollte. Das hier war mir echt wichtig und ich würde mich auch wirklich bemühen, damit das hier zwischen uns funktionierte. Ich nahm es ernst.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am So Dez 30, 2018 10:45 pm

NIEVE Vaughn

Es fiel mir schwer ihn anzulügen. Mir war klar, wie es aussah. Nicht gut - vor allem für mich. Es war eine Sache ihn als Polizisten anzulügen, war etwas völlig anderes ihm als meinen Freund in die Augen zu blicken und zu lügen. Mit Absicht und völlig durchdacht. Es fiel mir schwerer als ich mir eingestehen wollte, denn eigentlich dachte ich doch immer noch, dass es keine Rolle spielte was die Polizisten so taten. Alex würde sich nicht schnappen lassen, und er hatte sich ein Ziel gesetzt. Er woltle spielen, hatte mir das mit seinem Post-It Zettel und der Waffe gezeigt. Mir war klar, was das hieß. Er war bereit dazu das alles hier mit Blut zu beenden, und eigentlich sollte das schon Grund genug für mich sein mit Taro darüber zu sprechen und ihm zu sagen, wo ich eigentlich gewesen war. Das konnte ich aber nicht. Ich konnte ihm nicht in die Augen sehen und beichten das ich gelogen hatte, erst Recht nicht jetzt. Er freute sich doch gerade erst so sehr darüber, dass er wieder arbeiten durfte. Diesen Moment wollte ich ihm nicht zerstören, ebenso wenig wie ich die Enttäuschung in seinen Augen sehen wollte. War es egoistisch von mir, so zu handeln? Wahrscheinlich. Mein Leben lang hatte ich aber genau das nicht getan. Ich hatte nicht egoistisch gehandelt, wenn es zu Alex kam. Etwas Egoismus tat doch bestimmt gut oder nicht? Schulterzuckend sah ich zu Taro. "Ich war darauf eingestellt. Es ist trotzdem etwas anderes es auch wirklich durchzumachen", antwortete ich seufzend. Er sagte das so einfach, wusste wahrscheinlich noch nicht einmal ansatzweise wie es war abgewiesen zu werden. Mehrmals. Dabei war noch nicht einmal das das eigentliche Problem. Das konnte er nur nicht wissen. Ich drehte mich zur Seite, betrachtete ihn und schmunzelte. Oh das war mir klar gewesen. Ich hatte gewusst, dass sein Arzt ihn gesund geschrieben hatte. Aus einem anderen Grund war er ja auch gar nicht zu diesem Arztbesuch gegangen. Seinen Rippen ging es wieder gut, die letzten Verletzungen seiner eigenen Dummheit waren gänzlich verschwommen und man sah nichts mehr davon, dass Alex' Leute einmal in dieser Wohnung gewesen waren. Wahrscheinlich hätte ich die Tür gleich abschließen sollen, wenn er mir schon eine indirekte Kriegserklärung überreichte. Ich nickte. Nächste Woche würde er schon wieder arbeiten können, zuerst aber ohnehin nur hinter dem Schreibtisch sitzen. Das sagte er jetzt. Es würde wahrscheinlich wirklich nicht so schlimm werden wie ich dachte, sondern schlimmer. Ich war bereits darauf vorbereitet ein weiteres Mal an seinem Bett im Krankenhaus zu hocken, nur dass ich mir dieses Mal auch wirklich Sorgen um ihn machen würde. Wobei ich das wohl schon gemacht hatte, als ich das erste Mal dort gehockt hatte. Schließlich hatte ich mich auch dazu bewegen können zurück zu kommen. Und eigentlich hasste ich mich nicht einmal dafür, denn sonst würde ich wohl kaum hier sitzen. Ich seufzte leise, hob meine Finger an und ließ meine Fingerspitzen über seinen Haaransatz streifen. "Irgendwann wirst du wahrscheinlich trotzdem nicht nachhause kommen, keine Zeit haben anzurufen und ich werde mir Sorgen machen. Ich weiß ich soll nicht den Teufel an die Wand malen, aber so läuft das doch. So ist es mit Caleb jetzt auch." Und der war nur Feuerwehrmann. Wobei das wohl so ziemlich das Gleiche war. Er lief in brennende Häuser, Taro warf sich in die Schusslinie. So oder so konnte ich keinen der Beiden verlieren, selbst wenn Caleb mir immer noch böse war. Ich rutschte gänzlich an Taro, lehnte mich an ihn und sah zur Decke. "Ich erwarte das Schlimmste. So war das Früher schon immer, damit komme ich besser klar als darauf zu hoffen das alles in Ordnung sein wird. Was wenn nicht? Dann stehe ich alleine da und bin überrascht. So ist es besser", gestand ich. Er konnte sich noch so viel Mühe geben mich zu beruhigen, konnte mir noch so oft sagen das er vorsichtig war. Alex war immer noch dort draußen unterwegs, und Taro war mir wichtig. Also konnte ich ihm nicht einfach glauben und denken, dass wirklich alles in Ordnung kommen würde. Irgendwann vielleicht, aber nicht mit diesem Verrückten dort draußen.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Jan 01, 2019 7:41 pm

Taro Maekawa
Sie durfte jetzt bloss nicht den Kopf hängen lassen. Ich wusste, dass sie gerne alles hinwarf, wenn es schwierig wurde, aber genau das durfte sie nun eben nicht tun. Sie musste dran bleiben, auch wenn es ihr nicht passte. Es gab viele Leute, die x-beliebige Bewerbungen schreiben musste und es eine ganze Weile dauerte, bis sie endlich einen Job fanden. Aber Nieve war nicht dumm und das musste sie beweisen. Sobald sie bewiesen hatte, dass sie eigentlich ein ganz schlaues Köpfchen war, Oft fehlte bei ihr einfach der Wille, dass sie es beweisen wollte. Ich seufzte leise. Natürlich war es gleich nochmal etwas anderes, wie wenn man es durchmachte. Deswegen durfte sie trotzdem nicht den Kopf hängen lassen. Sie musste dran bleiben und halt doch eine gewisse Menge an Bewerbungen schreiben. Das Leben konnte manchmal scheisse sein und bei ihr dauerte es halt nun schon eine Weile länger. Sie war jemand, der gerne sein Kopf unter das Kissen steckte und nichts mehr von seinen Problemen hören wollte. Das hiess jedoch noch lange nicht, dass diese Probleme verschwanden. Falls sie doch irgendwann mal der Kopf unter dem Kissen hervorzog, würde sie einfach wieder von den Problemen überfallen werden. Jeder normale Bürger ging arbeiten und ob sie es nun sehen wollte oder nicht, sie war inzwischen halt doch ein normaler Bürger. Sie musste arbeiten, damit sie sich eine Wohnung und Lebensmittel leisten konnte. Sie würde nicht mehr alles von Alex in den Arsch geschoben bekommen und vermutlich wollte sie inzwischen nur zu gerne darauf verzichten. Ich verdrehte leicht die Augen und sah zu ihr. „Du malst wirklich den Teufel an die Wand“, bestätigte ich ihr und schürzte leicht die Lippen. Sie erwartete das Schlimmste. Sie schien wirklich eine blühende Familie zu haben und es wäre wohl besser, wenn sie diese einfach ein bisschen hinunterschrauben würde. Ich fuhr mir durch das Haar und legte meine Finger sanft um ihr Kinn. Ich drehte ihr Gesicht zu mir und musterte ihr wunderschönes Gesicht. „Mir wird nichts passieren“, wiederholte ich meine Worte von vorhin, auch wenn ich wusste, dass sie es nicht glauben würde. Ich schüttelte leicht den Kopf und beugte mich vor, um ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen zu geben. Sie sollte wirklich nicht zu fest darüber nachdenken. Es würde sie nur noch in den Wahnsinn treiben. „Denk einfach nicht zu viel darüber nach“, fügte ich hinzu, nachdem ich mich von ihr gelöst hatte. Ich lehnte mich wieder an die Lehne zurück und verschränkte unsere Finger miteinander. Ich wusste nicht genau, was ich noch sagen sollte, um sie zu beruhigen. Ich wusste, dass sie meine Worte gleich wieder im Keim ersticken würde. Sie würde vermutlich noch nicht einmal genau hinhören, weil sie einfach von ihrer eigenen Meinung überzeugt war. „Lass uns einfach diesen Abend geniessen“, meinte ich und lächelte sie aufmunternd an. Ich würde gerade viel lieber andere Sachen machen, als mit ihr darüber zu reden, dass sie Angst hatte, dass mir irgendwas passieren könnte.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Di Jan 01, 2019 8:50 pm

NIEVE Vaughn


Mir war bewusst, dass ich den Teufel an die Wand malte. Das würde Taro jedoch auch tun, wüsste er die Dinge, die ich über Alex wusste. Er hatte doch noch nicht einmal eine Ahnung was ich den ganzen Tag über getan hatte - das Alex mir eigentlich so ziemlich eine Kriegserklärung überliefert hatte. Und dass ich mir diese selbst eingeheimst hatte, indem ich genau das getan hatte, was er erwartet hatte. Alex kannte mich zu gut, wusste dass ich es einfach nicht der Polizei überlassen konnte, ihn zu finden. Ich atmete tief ein, sah Taro in die Augen und nickte. Ich wusste, dass er Recht damit hatte, dass ich mir nicht so unsagbar viele Sorgen machen sollte. Etwas anderes blieb mir nun aber nicht mehr über. Also musste ich diese Gedanken wohl für mich behalten, und gute Miene spielen. Obwohl ich auf der Suche nach einem verrückten Ex und Drogendealer war, der meinen Tod oder wenigstens sehen wollte, dass ich litt. Mir Taro zu nehmen, würde mich leiden lassen, und dass wusste Alex. "Ich versuch es", antwortete ich und lehnte den Kopf wieder zurück. Den Abend genießen klang gut. Vorher musste ich aber wenigstens die Waffe verstecken, und nicht einfach in meiner Tasche liegen lassen. Ich wollte nicht, dass Taro sie möglicherweise fand. "Ich gehe schnell duschen, danach können wir tun was du willst, okay?" Lächelnd sah ich Taro an. Ich legte meine Lippen für einen Moment auf die seinen, stand dann aber auch schon auf. "Bin gleich wieder da, versprochen", sagte ich schmunzelnd. Ich schob meine Finger beim vorbeigehen in seine Haare, ging dann mit meiner Tasche ins Schlafzimmer um sie wieder in meine Reisetasche zu stopfen. In meine Wechselklamotten wickelte ich die Waffe ein, und lief damit ins Badezimmer. Es war wohl wirklich etwas gut, dass wir noch keinen Sex hatten. Zumindest gingen wir nicht gemeinsam duschen, und dass obwohl wir wohl Beide nichts weiter als das wollten. Ich schloss die Tür hinter mir, legte meine Sachen am Waschbecken ab und betrachtete das glänzende Metal. Alex hatte schon mit meinem Kommen gerechnet und alles für mich vorbereitet. Gott, ich hasste diesen Mann. Und gerade wollte ich doch wirklich nichts weiter tun, als ihn ebenso leiden zu sehen wie ich es getan hatte. Schnell vesteckte ich das Metal im Spühlkasten der Toilette, zerrte mir meine Sachen vom Körper und stellte das Wasser an. Ich wickelte mich jedoch in ein Handtuch, und öffnete die Tür doch noch einmal. "Taro?" Ich war es so satt von Alex eingeschränkt zu sein, wenn ich doch eigentlich nichts weiter wollte als mit Taro glücklich zu sein. Ich atmete tief ein, lehnte mich in den Türrahmen und sah ihn an. "Willst du mit?" Mehr als versuchen konnten wir es wohl ohnehin nicht, und wer wusste schon. Wir waren doch ohnehin schon so viel weiter gegangen, als wir anfangs gekommen waren, und dass obwohl er mir immer noch alles an Zeit geben wollte, die er mir nur bieten konnte. "Duschen meine ich", sagte ich und deutete mit dem Kopf hinter mich. Ich ließ die Tür offen, trat wieder ein und betrachtete das warme Wasser das auf den Boden prasselte. Er würde wohl schon ins Bad kommen, wenn er mit mir duschen wollte, oder? Ich legte das Handtuch beiseite, und trat unter den warmen Wasserstrahl. Vielleicht wollte er mir ja doch noch Zeit geben, ich wusste es nicht.


Zuletzt von Arce am Di Jan 01, 2019 11:45 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am Di Jan 01, 2019 10:04 pm

Camille Parker
Ich hatte wirklich nicht erwartet, dass der Abend so gut beginnen würde. Ich hatte erwartet, dass es ganz komisch werden würde, Raven kaum mit mir reden würde, geschweige denn mit mir in die Augen sehen. Und was passierte dann? Nachdem er erst keine Hilfe von mir wollte, lud er mich zum Essen ein! Das war...wundervoll. Ich freute mich wirklich unglaublich, auch wenn ich es in Skyes Gegenwart etwas versteckte, das wäre sonst ziemlich gemein gewesen. Aber ich freute mich wirklich, das war ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn ich so meine Zweifel hatte, wie das klappen sollte, wenn wir vorher noch nicht gesprochen hatten. Wir müssten alles klären, sehen dass er mir wirklich verzieh und vielleicht hatte er immer noch Fragen. Vorher war also ein Essen oder Date keine gute Idee. Aber sein lächeln als ich zustimme gab mir Hoffnung und Gott, ich hatte dieses Lächeln vermisst. Es war zwar nicht das Lächeln, dass er mir sonst immer gechenkt hatte, aber eine kleinere und schüchterne Form. Naja, ich sollte nicht zu viel hoffen und einfach nur genießen, insbesondere die Geschenke waren mir wichtig gewesen und hoffentlich würden sie ihnen gefallen. Die Geschenke hatte ich wirklich schon länger, Ravens Buch hatte ich ersteigern müssen und rechtzeitig zugreifen, das für Skye war eher so eine spontane Sache gewesen, aber es war mir genauso wichtig. Ich war nicht überrascht, dass Raven seines so stürmisch auspackte, das war typisch er. Wenn es um sowas ging, dann war er echt ungeduldig, Skye hingegen machte seines ganz behutsam auf, als würde er das Geschenkpapier wieder benutzen wollen. Raven wirkte etwas sprachlos und das machte mich echt glücklich. Was hätte er denn erwartet? Dass ich kein Geschenk hatte, nur weil wir uns vor ein paar Wochen quasi getrennt hatten? Nein, so war ich nicht und vor allem kam ich doch nicht ohne Geschenke her, wenn ich an Weihnachten eingeladen wurde. "Ach, das ist nicht wichtig, Hauptsache es gefällt dir." sagte ich nur grinsend. "Ja sehr, danke." Da war ich beruhigt und sah nun zu Skye. Ich hoffte er würde es damit mal versuchen und sich trauen mal der Kunst eine Chance zu geben. Ich war ja davon überzeugt, dass jeder dazu fähig war Kunst umzusetzen, er musste nur die richtige Form für sich finden. Ich war zum Beispiel ganz gut im zeichnen oder malen, andere wiederum waren besser nur mit dem Bleistift, andere konnten besser mit Ton arbeiten, andere wieder mit Holz oder Metall. So konnte man die Liste unendlich weiter führen und da Skye anscheinend bisher keinen Erfolg mit Stiften gehabt hatte, glaubte ich, dass er mit Kreide vielleicht besser arbeiten konnte. Vor allem das dicke Aquarellpapier würde bestimmt besser sein, er konnte drauf besser mit Fingern arbeiten, bevor das Papier kaputt ging. Ich betrachtete grinsend Skyes Antwort. "Die Kreiden sind griffiger als Stifte und ich kann dir ein paar Techniken zeigen." Dann stellte er plötzlich ein Päckchen vor mich und ich war doch überrascht. Raven hatte mich erst vor drei Tagen eingeladen, wann hatte er dann Zeit gehabt ein Geschenk zu machen? Etwas nervös öffnete ich das Papier und dann einen Karton, um eine bunt bemalte Figur aus Ton heraus zu holen. Sofort legte sich ein grinsend auf mein Gesicht, als ich erkannte was die Figur darstellte. Es war die männliche Hauptfigur unseres Spiels, ich hatte die Elfe erfunden und Skye hatte sie tatsächlich ganz gut getroffen. Mit einem breiten Grinsen betrachtete ich sie von allen Seiten und strahlte ihn an. "Und du sagst du bist ein miserabler Künstler, die sieht toll aus, vielen Dank!" Das bedeutete mir wirklich viel! Das war eine Erinnerung an unseren Anfang, was wir gemeinsam geschaffen hatten, der Wert war unbeschreiblich. Ich drückte kurz seinen Arm, dann reichte Raven mir einen Umschlag. "Ich schätze mein Geschenk kann dann nich so ganz mithalten, aber ich bin ein noch schlechterer Künstler als Skye." mit einem zerknirschten grinsend sah er mich an, aber ich nahm genauso gespannt auch sein Geschenk an. Es war bestimmt ein Gutschein oder so etwas ähnliches, aber ich war sicher, dass er trotzdem gut durchdacht hatte und es ihm wichtig war. Es war wirklich ein Gutschein zum Schlittschuh laufen hier im Park. Im biss mir auf die Lippe und sah ihn grinsend an. "Du schenkst einem Mädchen aus Texas einen Gutschein zum Schlittschuhlaufen? Dir ist klar, dass ich mir alle Knochen brechen werde." Zum ersten Mal diesen Abend lachte er richtig und mein Herz ging einen Moment richtig auf. "Du hast nicht alles gelesen, da ist eine eine Unterrichtsstunde dabei. Du bekommst so einen kleinen Pinguin zum festhalten und...wenn du willst komme ich mit und fahre sich persönlich ins Krankenhaus, falls du dir wehtun solltest." Das brachte mich jetzt zum lachen und ich nickte. "Okay, dann lasse ich mich überreden." Das klang nach einer guten Zeit für uns oder? Also würde er mir verzeihen oder? Unsere gemütliche Runde wurde gestört, als eine Eieruhr klingelte und uns alle zusammen zucken ließ. Der Braten im Ofen war anscheinend fertig. "Ich hole den Braten aus dem Ofen und ihr deckt den Tisch, okay?" wies Raven an und ich war erleichtert, dass er mich diesmal so miteinbezog, als wäre ich die ganze Zeit hier gewesen. Es fühlte sich gut an.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Jan 01, 2019 11:39 pm

Taro Maekawa
[Neues Aussehen] Ich wusste, dass ich sie nicht beruhigen konnte und das war blöd. Das war total blöd, denn ich hätte sie nur zu gerne beruhigt und sie auf andere Gedanken gebracht. Jedoch wusste ich, dass sie sofort wieder auf solche Gedanken kommen würde, wenn ich bei der Arbeit wäre. Sogar wenn es nur Arbeiten hinter dem Schreibtisch wären, würde sie denken, dass mir sofort irgendwas Schlimmes passieren würde. Sie würde es lange denken und vielleicht würde sie sich irgendwann beruhigen, wenn sie über längere Zeit sah, dass wirklich nichts Schlimmes passiert war. Dafür würde es aber mindestens ein paar Monate brauchen, das wusste ich. Sie würde sich nicht besonders schnell davon überzeugen lassen wollen. Aber das hier war etwas Ernstes für mich und deswegen gab ich ihr gerne die Zeit, bis die Zeit selbst Nieve überzeugen konnte, dass mir nichts passieren würde. Denn ich würde es nicht schaffen, egal wie ich es versuchen würde. Sie würde sich nicht davon beeindrucken oder beeinflussen lassen. Ich schloss für einen Moment die Augen, als sich unsere beiden Lippen berührten. Ich lächelte leicht und nickte dann. „Kein Stress“, sagte ich und sah ihr hinterher, wie sie im Schlafzimmer verschwand und kurz darauf ins Badezimmer überging. Ich nippte an meinem Glas, während sie im Badezimmer war. Doch es dauerte nicht lange und ich hörte, wie sich die Tür wieder öffnete. „Ja?“, erwiderte ich, als sie meinen Namen nannte. Ich wusste nicht genau, was noch war. Ich sah perplex Richtung Badezimmer und musterte sie, als sie mich fragte, ob ich mit wollte. Das hatte sie ehrlich gesagt noch nie gefragt. Wir waren noch nie gemeinsam duschen gegangen. Wir waren zwar gemeinsam im Whirlpool gewesen, aber da waren wir nicht nackt gewesen. Jetzt fragte sie aber genau danach. Sie deutete mit dem Kopf hinter sich. Sie schien es wirklich Ernst zu meinen. Ich schürzte die Lippen und fuhr mir durch das Haar. Das Angebot war attraktiv, verdammt attraktiv sogar. Vielleicht war ich in diesem Punkt gerade einfach zu schwanzgesteuert, als dass ich nein sagen konnte. Ich verzehrte mich nach ihr, aber das wusste sie. Ich schob mich auf die Beine und folgte ihr danach in das Badezimmer. Sie hatte die Tür offen gelassen und schloss die Tür leise hinter mich. Sie war bereits schon unter die Dusche und ich sah ihre schemenhafte Figur. Ich entledigte mich meiner Kleidung, hielt dann aber doch noch einmal kurz inne. Ich wollte sie nicht bedrängen, das wusste sie sehr genau. Ich sah kurz an mir herunter, bevor ich den Block wieder hob. Ich schürzte die Lippen, aber ging dann doch in die Dusche hinein. Ich blieb mit einem kleinen Abstand vor ihr stehen, während ich sie musterte. Sie war wirklich eine wunderschöne, attraktive Frau. Es kostete wirklich eine Menge Anstrengung, damit ich mich zurückhielt und sie nicht zu sehr bedrängte. Ich überbrückte den kurzen Abstand und stellte mich zu ihr unter die Dusche und griff nach dem Shampoo, bevor ich langsam begann ihre Schultern einzuseifen. Sie konnte mir wohl kaum sagen, dass es für sie heute kein anstrengender Tag gewesen war, denn so fühlte sie sich absolut nicht an.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Mi Jan 02, 2019 12:04 am

NIEVE Vaughn

Ich wollte mich nicht von Alex einschränken lassen, wie ich es die letzten Jahre über immer getan hatte. Er hatte darüber bestimmt, wann ich wohin ging. Er hatte gesagt, was ich mir erlauben durfte und was ihm nicht passte. Es war seine Entscheidung gewesen, wie ich mein Leben zu leben hatte. Und Alex war es gewesen, der mir nun die Möglichkeit genommen hatte, einfach weiterzumachen und ihn zu vergessen. Wie sollte ich ihn denn aber auch vergessen? Er war mein erster Freund gewesen, meine erste Liebe. Selbst wenn diese Beziehung möglicherweise auf seiner Seite von Anfang an nur gespielt gewesen war, konnte ich ihn nicht einfach so vergessen. Ich hasste ihn jedoch. Ich hasste ihn dafür, dass er es mir so schwer machte loszulassen. Und ich hasste ihn dafür, dass er selbst heute noch in meinem Kopf herumspukte, dass er selbst jetzt noch Einfluss auf mich hatte. Obwohl er nicht mehr hier war, und ich eigentlich schon seit Wochen frei von ihm war. Taro war anders. Er gab mir Sicherheit, gab mir eine Chance selbst zu entscheiden, bot mir die Möglichkeit mein eigenes Leben aufzubauen. Er tat so viele Dinge anders als Alex, und trotzdem gab es einen Punkt, in dem sie doch Gleich waren: sie gaben mir das Gefühl, zuhause zu sein. Alex hatte es mir vorgespielt. Taro hingegen tat das nicht. Er wollte mich hier, hatte noch nicht einmal vor so vielen Wochen etwas dagegen gehabt, dass ich hier wohnte. Dabei hatte er es nicht tun müssen, dabei hätte er mich nicht bei sich aufnehmen müssen. Er war zu gut für diese Welt, und ich belog ihn gerade ein weiteres Mal. Ich wollte, dass das hier funktionierte. Und ich machte mir Sorgen, dass ich es sein würde die ihn letzten Endes vor den Kopf stieß. Das ich es sein würde, die das alles hier aufs Spiel setzte, wegen einem Mann den ich lieber der Polizei lassen sollte, als selbst Rache üben zu wollen. Dabei wollte ich nur Sicherheit. Für mich und meine Familie, für Taro. Für alle hier in Blueville, die jemals etwas mit diesem Arschloch zutun hatten. Es war nicht fair, dass ich Taro so viele Dinge verschwieg und ihn belog. Und es war nicht fair das ich so tat als sei alles in Ordnung. Ich sollte mit ihm reden, wenn ich Probleme hatte. Weil es das war, was man in Beziehungen tat. Man sprach über Probleme und fand eine gemeinsame Lösung. Ich tat das hier wieder alleine, obwohl ich nicht mehr alleine war. Taro aber würde es doch nicht verstehen. Er würde mir lediglich sagen, dass ich mir keine Gedanken machen sollte. Das ich mich beruhigen musste. Tief atmete ich ein, als Taro vor mir stand. Er hatte mein Angebot angenommen, und war mit mir unter die Dusche gekommen, dennoch blieb er auf Abstand und war so unsagbar zärtlich zu mir, dass ich es fast schon nicht ertrug. Ich schloss die Augen und lächelte für einen Moment. Seine Finger glitten über meine nasse Haut, hinterließen ein angenehmes Brennen das ich schon von so oft kannte, und doch nie wirklich auskosten konnte. Seine Berühung kitzelte über meine Haut. Langsam drehte ich mich zu ihm, sah ihm in die Augen. Ich wollte, dass dieser Moment nicht von einem dunklen Schatten überdacht wurde, wollte wenigstens das hier mit niemandem außer Taro teilen. Weil das hier nur wir waren - wir Zwei, und sonst nichts und niemand. Ich wusste, dass Taro sich das alles hier anders vorgestellt hatte. Das er sich schon längst mehr gewünscht hatte als das, was er bis jetzt bekommen hatte. Und das tat ich auch. Ich hatte das Gefühl, als würde ich ihn doch nur jedes Mal aufs Neue enttäuschen, wenn ich mich ihm entzog, aus Angst weiter zu gehen als ich vertrug. Dabei versicherte er mir doch jedes Mal das es in Ordnung sei, dass er Rücksicht zeigen würde und wollte. Weil ich ihm etwas bedeutete. Ich war es leid, dass er Rücksicht zeigen musste. Erneut bewegte ich mich langsam, beugte mich zu ihm und hielt vor seinen Lippen inne. Ich sah in seine Augen, ehe ich tief einatmete. Sein betörender Duft umhüllte mich, liebkoste jeden Zentimeter meines Körpers, der sich nach ihm sehnte. "Berühr mich", flüsterte ich leise. Ich bat ihn darum, weil ich wusste das er es sonst nicht tun würde. Weil er sich nicht sicher war, was erlaubt war und was nicht. Dabei wusste ich es ebenso wenig. Meine Finger glitten über seinen Oberkörper, und mit gespreizten Fingern griff ich in seine Haare, legte dabei meine Lippen auf die seinen. Mein Körper fand den seinen, unsere Haut traf aufeinander als es auch unsere Zungenspitzen taten. "Ich will von dir endlich angefasst werden", flehte ich ihn beinahe schon an. Ich presste meinen Körper an seinen, das Wasser warm auf uns herab prasselnd. Er hatte es nur ein einziges Mal unaufgefordert versucht, und wir waren kläglich gescheiert. Nun aber bat ich ihn darum, wollte das er mich endlich anfasste wie er es auch wollte. Dabei konnte ich nicht einmal sagen, ob wir denn nun weiter gehen könnten oder nicht. Vielleicht bildete ich mir auch alles einfach nur ein, und machte es uns schwerer als es war. Vielleicht, sehr wahrscheinlich, hielt ich mich selbst davon zurück weil ich doch nur ein schlechtes Gewissen hatte.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Jan 02, 2019 11:55 am

Taro Maekawa
Wir waren noch nie gemeinsam duschen gegangen. Ich hielt immer noch Rücksicht auf sie. Das wusste sie selbst. Ich war ihr nie einfach so in die Dusche gefolgt. Natürlich war es etwas Schönes, wenn man gemeinsam duschen gehen konnte – vor allem weil es meistens nicht nur beim Duschen endete. Aber das war bei uns nicht der Fall. Jedenfalls noch nicht in diesem Moment. Ich hoffte, dass dieser Moment bald kommen würde, aber ich würde sie garantiert nicht zu irgendwas zwingen. Ich würde mein Verlangen einfach so lange zurückstecken, bis sie bereit dazu wäre. Ich zögerte kurz, aber folgte ihr dann doch in das Badezimmer. Als wir im Whirlpool gewesen waren, waren wir nicht nackt gewesen. Ich war halt doch nur ein Mann und deswegen folgte ich ihr halt doch ins Badezimmer. Ich zog mich aus und betrachtete ihre schemenhafte Figur, bevor ich den Duschvorhang zur Seite schob und zu ihr unter den Strahl trat. Ich sah, wie sie die Augen schloss, als meine Hände über ihre Schultern glitten. Sie drehte sich zu mir und unsere Blicke trafen aufeinander. Ich seufzte leise auf als sich unsere Lippen einander näherten. Sofort war da diese gewisse Anspannung zwischen uns wieder vorhanden. Es war aber eine angenehme Anspannung. Sexuelle Anspannung. Ihr Atem streifte meine Haut und löste eine Gänsehaut auf meiner Haut aus. Meine Arme legten sich um sie und dann endlich küsste sie mich. Unsere Körper schmiegten sich uns aneinander und das Brennen begann genau an diesen Stellen. Ich seufzte an ihren Lippen auf, als sie sagte, dass sie endlich von mir angefasst werden wollte. Das war leichter gesagt als getan. Ich wusste noch damals, wie ich eine Grenze überschritten hatte und wie ich die Angst in ihren Augen gesehen hatte. So etwas wollte ich nicht mehr sehen. Ich wollte sie nicht bedrängen. Ich wollte mit ihr Zeit verbringen, angenehme Zeit und nicht solche, bei der ich Angst in ihren Augen sah. Das Wasser prasselte weiter auf uns hinunter, aber ich nahm es fast nicht mehr wahr. Meine Hände glitten über ihren Rücken hinunter, hielten kurz an ihrem Kreuz an, bevor sie noch weiter hinunter glitten und sich um ihre Rundungen legten. Ich drückte sie vorsichtig gegen die kühle Wand an ihrem Rücken. Meine Zähne gruben sich in ihre weiche, volle Unterlippe, bevor ich sanft daran zog. Meine Lippen lösten sich dann jedoch von seinen, bevor sie über ihre weiche Haut glitten. Sie hatte gesagt, dass sie berührt werden wollte. Und verdammt, ich wollte ihre Haut unter meinen Fingern, unter meinen Lippen spüren. Ich würde davon nicht so schnell genug bekommen. Das bezweifelte ich wirklich. Ich hatte schon bei unserem ersten Treffen festgestellt, wie attraktiv und wunderschön sie war und das hatte sich seither nicht geändert.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Mi Jan 02, 2019 12:16 pm

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Ich war es leid, nicht das tun zu können, wonach mir war. Ich wollte ihn, und ich wollte ihn jetzt. Nicht irgendwann in Zukunft, nicht irgendwann später wenn ich darüber hinweg war, was Alex getan hatte. Ich wusste doch, dass Taro es ebenso sehr wollte, dass er sich immer noch zurückhielt obwohl ich ihm gesagt hatte, das er keine Rücksicht zeigen musste. Das ich damit klar kam. Wie sollte das denn in Zukunft funktionieren, wenn er selbst auf mein Bitten hin noch Rücksicht nahm? Die Situation war elektrisierend, und seine Finger in meinem Rücken ließen mich erschaudern. Er tat das, was ich von ihm wollte. Dennoch war er vorsichtig, dennoch wollte er nicht einfach zu weit gehen und die Situation wieder so enden lassen, wie beim ersten Mal. Genüsslich schloss ich die Augen und brummte in den Kuss, als seine Zähne sich in meine Lippe bissen. Die kalte Wand an meinem Rücken, und sein hitziger Körper vor mir, machte es mir schwer zu denken. Ich sehnte mich nach seinen Berührungen, danach das er nicht so vorsichtig mit mir umging. Ich liebte ihn dafür, dass er es dennoch tat. Das er nicht ansatzweise so war wie Alex es immer gewesen war, gerade aber wollte ich ungestümt geküsst werden, wollte seine heiße Haut auf meiner. "Tu ein Mal das, was du willst", bat ich ihn heiser. Mir war klar, dass er genau das nicht einfach so tun würde. Er nahm Rücksicht, und würde es immer tun. Das hatte er mir bereits gesagt, und darüber hatten wir nun einmal mehrmals diskutiert. Weil er nicht ein weiteres Mal so angesehen werden wollte. Dabei hatte ich keine Angst vor ihm! Ich hatte keine Angst vor ihm und seinen Berührungen - er aber dachte, das er Schuld daran war, wenn ich daran zurückdenken musste. Seine Hände sanken tiefer, hinterließen ein sehnsüchtiges Brennen in meinem Körper, das nach mehr verlangte. Ich wollte nicht warten, wollte nicht alt und grau werden bevor er mich anfassen konnte wie er wollte. Gott, für gewöhnlich dauerte es doch nie so lange, bis man sich in einer Beziehung nahe kam - außer man war das genaue Gegenteil von mir. Für gewöhnlich war ich nicht zurückhaltend, und bis jetzt hatte ich ihn doch schon so oft provoziert, hatte mir schon so oft etwas Mühe gegeben um ihn anzumachen. Mittlerweile glaubte ich fast schon, dass er der einzige Mann war, der wirklich den Willen dazu hatte, sich von mir fernzuhalten. Ich keuchte auf, grub meine Finger in seine Schultern. "Ich will dich Taro, lass mich hier nicht im trockenen", sagte ich und zog seine Lippen wieder an meine. Ich schob meine Hand tiefer, mein Bein dabei zwischen die seinen um ihm noch näher zu kommen. Ich wollte ihn doch nur spüren. (Sorry, oml nächster wird wieder besser versprochen)

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jan 02, 2019 2:27 pm

Skye Aldren
Ich war ganz sicher kein Künstler. Ich hatte es in der Therapie versucht. Ich hatte mich dem angenommen und hatte versucht zu zeichnen. Mit Pinseln und Stiften konnte ich einfach nicht umgehen. Ich hatte nicht genug Kontrolle über diese, um das zu zeichnen, was ich vor meinem Auge gern sehen wollte. Ich war Programmierer. Im Computer gab ich ein, was geschehen sollte und es passierte. Da brauchte ich keine Kontrolle über meine Hände. Ich musste nur die richtigen Tasten drücken. Ich war mittlerweile wirklich der Meinung, dass ich nicht gut darin war mit meinen Händen zu arbeiten. Ich hatte es eigentlich schon aufgegeben und hatte mich noch vor Weihnachten von der Kunsttherapie abmelden wollen, doch nun hatte ich ein paar neue Utensilien bekommen, mit denen ich arbeiten konnte. Die Kreide würde ich sicher durch die Einlasskontrolle bekommen. Kreide und Papier bekamen wir drinnen auch zur Verfügung gestellt, bloß war es billige, weiße Schulkreide und dünnes Papier, das sich vom Wasser direkt wellte. Ich war mir nicht sicher, ob dickeres Papier und Kreiden einen Unterschied machten, aber ich würde mich nicht scheuen es auszuprobieren. Dort drin hatte ich Zeit ohne Ende und konnte mich kaum richtig beschäftigen. Ich könnte es nochmal ausprobieren und wenn Camille mir sogar versprach mir ein paar Techniken zu zeigen, hieß das nur, dass sie öfter vorbeikommen würde und das stimmte mich natürlich auch glücklich. Ich hatte mich noch nie so sehr für Kunst interessiert, aber wenn es mich Camille näher brachte, dann würde ich alles versuchen. „Das klingt toll. Danke.“, schrieb ich ihr und lächelte sie dankbar an. Ich schloss die kleine Blechdose der Kreiden wieder und legte sie säuberlich auf Seite, sodass Camille genug Platz hatte, um nun auch ihr Geschenk auszupacken. Ich war nicht wirklich zufrieden mit dieser Figur, aber ich hatte es versucht und durch die Farben konnte man nun ganz gut erkennen, was mit dieser Figur gemeint war. Man erkannte, was ich damit hatte darstellen wollen und das reichte für den Anfang. Ich hatte versucht so viele Details wie möglich mit anzubringen. Darunter auch den Köcher mit den vielen Pfeilen auf dem Rücken des Elfen. Die Pfeile sahen jedoch eher wie Zahnstocher aus und die Ohren des Elfen waren nicht wirklich spitz genug. Es war recht schwer gewesen mit dem Ton zu arbeiten und kleine Details einzubauen, wenn wir keine spitzen Utensilien zum Formen nutzen durften. Doch auch wenn ich nicht ganz zufrieden war, schien zumindest die Überraschung funktioniert zu haben. Camille lächelte bis über beide Ohren und das zeigte mir, dass mein Geschenk zumindest halbwegs gut eingeschlagen war. Ich hätte ihr gern etwas besorgt, ihr etwas gekaut, das ihr gerecht wurde, aber da ich in der Psychiatrie keine andere Möglichkeit gehabt hatte als etwas selbst zu machen, war das das Persönlichste, was ich hätte machen können. Dass es ihr gefiel war ein kleiner Erfolg für mich, also lächelte auch ich. Es gefiel ihr sogar. Sie fand anscheinend wirklich, dass es gut war und das brachte mich zum schmunzeln. Ich fand es war nicht annähernd so gut wie ihre Zeichnungen damals, aber zumindest war sie zufrieden. Ich lächelte und fühlte mich für einen Moment wirklich großartig, bis Raven sich einmischte. Er unterbrach diesen besonderen Moment. Er schob Camille den Umschlag herüber und für einen kurzen Moment machte mich das wirklich irgendwie… sauer. Das war unser Moment gewesen. Klar, so zu denken war dumm und egoistisch und ich wollte ja, dass Camille Raven wieder näher kam, aber dennoch hätte ich diesen Moment gern länger genossen. Immerhin würde es demnächst nicht mehr allzu viele solcher Momente geben. Ich senkte den Kopf, als Camille sich nun über Ravens Geschenk freute. Mit dem Schlittschuhgutschein würden die beiden mehr Zeit miteinander verbringen. Auch wenn das mein Ziel gewesen war, fühlte ich mich in dem Moment dennoch ein wenig ausgeschlossen. Die beiden würden Zeit allein miteinander verbringen. So wie früher. Wieso löste das bei mir nun so andere Gefühle aus? Ich sollte mich für die beiden freuen. Die Eieruhr riss uns wohl alle aus unserer eigenen Realität. Raven stand als erstes auf und kümmerte sich um den Braten, während ich mich erst wieder sammeln musste. Ich fühlte mich unwohl dabei in der Klapse zu sitzen, während die beiden Schlittschuhlaufen gingen. Ich hasste jegliche Art von Sport, weil ich einfach körperlich nicht dafür gemacht war, aber dennoch wäre ich lieber mitgegangen. Ich schluckte kurz, dann stand ich auf und begann mit Camille den Tisch zu decken. Wir stellten Teller, Geschirr und Gläser auf den Tisch und holte eine Flasche Rotwein heraus. „Du darfst nicht wegen deiner Medikamente, richtig?“, fragte er mich, sodass ich einen Moment inne hielt. Ja, ich bekam Antidepressiva und sollte deswegen nicht trinken, aber das hätte er auch ruhig etwas subtiler und vor allem leiser fragen können. Camille musste nicht wissen, dass ich mit Pillen vollgepumpt war. Dadurch kam ich mir nur noch kränker vor. Ich schüttelte also nur leicht den Kopf und Raven holte zwei Weingläser hervor und ich kehrte an den Tisch zurück. Unsicher setzte ich mich hin und zog beide Beine unter meinen Körper. Raven setzte sich wieder mit gegenüber und schenkte zwei Weingläser ein, ehe er den Braten auf den Tisch holte und ihn anschnitt. Dazu gab es Spargel im Speckmantel und Kartoffelspalten. Diesmal konnte ich allerdings nicht widerstehen. Nachdem alle Teller voll waren, begann ich das Rosmarin und die anderen Gewürze von den Kartoffeln zu kratzen, zog die Schale ab und ließ den Spargel komplett außen vor. Vom Fleisch aß ich die Kruste nicht mit. Tja, den Keks hatte ich zwar eben so gegessen, aber das hieß nicht, dass das überall so war. Ich war eben nicht von jetzt auf gleich geheilt.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am Mi Jan 02, 2019 4:10 pm

Camille Parker
Weihnachten war wirklich schön gewesen. Klar, es war nicht so wie es gewesen wäre, wenn wir uns nicht zerstritten hätten, aber es war ein Anfang und das gab mir Hoffnung. Sobald ich also nach den Winterferien auch die letzte Prüfung hinter mich gebracht hatte, hatte ich wieder mehr Zeit und ich hoffte, dass ich diese wieder mit Raven verbringen könnte. Jedoch musste er den ersten Schritt machen, wenn er so weit war und mit mir essen gehen wollte, dann würde er sich schon melden, oder? Andererseits hatte er mir den Gutschein zum Schlittschuhlaufen geschenkt, also könnte ich ihn fragen ob er mitkommen wollte... Ja das nahm ich mir vor. Ich hatte aber noch andere Pläne für meine wieder mehr gewordene Freizeit. Bei dem letzten Besuch von Skye hatte ich mich mit einem Pfleger und der Leiterin der Psychiatrie unterhalten. Ich hatte mich nochmal genauer über die Kunsttherapie erkundigt und herausgefunden, dass der Lehrer ein ehemaliger Professor war, der eigentlich schon in Rente war. Ursprünglich hatte ich vorschlagen wollen ihm zu assistieren, aber die Leiterin meinte, dass ich, wenn ich mich eingearbeitet und bewiesen hatte, gerne auch ein paar Stunden selbst übernehmen könnte. Ich hatte ihr ein paar meiner Arbeiten auf dem Handy gezeigt und sie war sehr froh über meine Hilfe, außerdem kam ehrenamtliches Engagement sehr gut in meinem Zeugnis. So packte ich also an einem Donnerstag Nachmittag meine Sachen und ging in die Psychiatrie, statt aber zu Skyes Zimmer, ging es diesmal in den Werkraum. Der Professor, Mr. Drew, zeigte und erklärte mir alles, bevor die ersten anfingen zu kommen. Ich wurde neugierig beäugt, aber keiner wirkte abgeneigt. Als dann alle da waren, wollte Mr. Drew beginnen und ich war enttäuscht, denn Syke war nicht unter den Teilnehmern, dann ging jedoch in letzter Sekunde die Tür nochmal auf. Ich fing direkt seinen Blick auf und grinste etwas zufrieden, dann begann Mr. Drew mit seiner Ansprache. "Heute haben wir einen neuen Gast unter uns. Miss Parker wird mir ein paar Stunden zur Seite stehen und wenn sie sich eingelebt hat, wird sie mir sogar ein paar Stunden abnehmen, was einem alten Mann wie mir ganz gut tun wird." Ich kicherte, sogar ein paar der Teilnehmer hatten ein schmunzeln auf den Lippen. "Genau so ist es. Ich bin Kunststudentin im 3. Semester und werde all mein Wissen mit euch teilen, bestimmt kann ich auch noch einiges von euch lernen." fügte ich hinzu. Ja, ich glaubte das hier wurde gut werden und nicht nur wegen Skye, ich könnte hier bestimmt meinen Horizont erweitern. "Okay, dann sucht euch eure Bilder der letzten Stunde wieder raus und macht weiter." Die Gruppe fing an zu arbeiten und ich ging nach hinten zu Skye. "Hey. Ich schätze damit hast du nicht gerechnet, aber ich dachte es wäre mal etwas neues. Also... Woran arbeitest du gerade?"
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jan 02, 2019 4:28 pm

Skye Aldren
Ich vermisste Camille schon am ersten Tag, den ich wieder zurück hier in der Psychiatrie war. Nach Weihnachten fiel es mir sogar noch schwerer weg zu sein. Ich wollte nicht hier sein. Das wurde mir am ersten Tag nach dem Ausgang nur wieder bewusst. Meine Familie war da draußen, während ich hier drin eingesperrt war. Ich war ein Gefangener. Das wurde mir nur allzu bewusst, als man mir doch tatsächlich versucht hatte die Kreide abzunehmen, die Camille mir geschenkt hatte. Bloß weil Raven alles erklärt hatte, hatte ich sie letztendlich doch behalten dürfen. Ich war durchgecheckt worden und nun hockte ich wieder in meiner einsamen, leeren Zelle. Lieber wäre ich jetzt zu Hause, vorm Kamin und würde Camille dabei beobachten wie sie sich in die Kuscheldecke einwickelte. Sie fror hier einfach immer. Sie war es in Texas nur warm gewohnt und die Winter hier waren für sie immer besonders kalt, was mich oft zum Schmunzeln brachte. Doch das war jetzt erstmal vorbei. Ich war hier drin und Raven würde mit ihr Schlittschuhlaufen gehen, mit ihr Glühwein trinken und sich wieder mit ihr versöhnen. Er hatte zwar irgendwie nachdenklich und beunruhigt gewirkt, aber er hatte sie ja auch zum Essen eingeladen. Dort draußen lief alles genau so wie es sollte. Ich musste hier drin nur noch ein wenig länger durchhalten, dann könnte ich gehen. Darüber wie ich gehen würde, hatte ich mir allerdings noch keine Gedanken gemacht, immerhin war ich nicht freiwillig hier drin, auch wenn ich es mir einredete. Doch meine Entlassung war noch etwas entfernt. Erst musste ich Raven und Camille die Zeit geben sich wieder anzunähern. Das änderte aber nichts daran wie einsam ich mich hier gerade fühlte. Ich ließ die Therapie die ersten zwei Tage ausfallen, dann aber quälte ich mich doch wieder in die Kunsttherapie zurück und machte weiter. Camille hatte mir diese Sachen nicht umsonst geschenkt und ich wollte ihr präsentieren und zeigen, dass ich damit gearbeitet hatte, wenn sie mich das nächste Mal besuchen kam. Ich versuchte aber dennoch klein anzufangen. Ich dachte ich könnte unseren alten Hund malen. Als Mom noch gelebt hatte, hatten wir einen Hund gehabt, um den ich mich gekümmert hatte. Als unsere Mutter dann gestorben war, war er irgendwann weggelaufen. Er hatte vermutlich genauso sehr unter dem Kummer gelitten wie ich. Also fing ich damit an. Als ich das nächste Mal in den Kunstraum platzte, hatte der Unterricht bereits begonnen und als ich mich an Mr Drew wenden wollte, um mich zu entschuldigen, sah ich sie. Camille war hier. Sie stand neben Mr Drew und begrüßte die ganze Runde, während ich mich langsam und ziemlich perplex auf einen der freien Stühle sinken ließ. Verwirrt klappte ich meinen Zeichenblock auf und legte die Kreiden heraus. Mr Drew hatte mir gezeigt wie ich damit umgehen musste, aber wirklich gut war ich darin noch nicht geworden. Ich sah zu Camille auf, als diese an meinen Tisch herankam. Ich nickte bloß immer noch verwirrt und holte einen zweiten Block heraus, auf dem ich nun schreiben konnte. „Du willst jetzt hier arbeiten?“, fragte ich dennoch nochmal nach. Sie war die Assistentin des Professors und würde sogar ein paar Stunden allein übernehmen. Sie arbeitete offenbar wirklich hier. Ich wusste nicht so recht was ich davon halten sollte. Natürlich freute ich mich unglaublich darüber sie ab jetzt sogar noch häufiger sehen zu können, aber andererseits musste ich ihre Aufmerksamkeit nun mit einem ganzen Raum voller Irrer teilen. Ich sah auf mein Blatt herunter und biss mir auf die Unterlippe. Ja, mit Kreiden konnte ich besser umgehen als mit Stiften, aber dennoch klappte es nicht ganz so wie ich wollte. „Das ist Noodle. Er war der Familienhund, als Mom noch gelebt hat. Raven und ich haben uns immer um ihn gekümmert.“, erklärte ich ihr. Ich hatte den Hundekopf schon skizziert und langsam angefangen ihn mit Brauntönen auszufüllen, aber die Fellstruktur war ziemlich schwer hinzubekommen. Doch für genau solche Notfälle war sie ja hier, oder? Sie hatte immerhin versprochen mir hierbei zu helfen.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am Mi Jan 02, 2019 5:50 pm

Camille Parker
Ich machte das hier nicht nur wegen Skye, obwohl es eine gute Gelegenheit war ihn häufiger zu sehen und so seine Erfolge in der Therapie hier zu verfolgen. Außerdem war ich sicher, dass es Skye gut tun würde mich zu sehen, ein bekanntes Gesicht und jemand dem er sich anvertrauen könnte, auch wenn ich eine Grenze wahren sollte. Ich wollte ihn nicht bedrängen oder die Ziele seiner Therapie irgendwie verpfuschen, bestimmt würde es auch Raven nicht sehr gefallen, wenn er wissen würde, dass ich jetzt noch mehr Zeit mit seinem Bruder verbrachte, obwohl dieses sich eigentlich um seine geistige Gesundheit kümmern sollte. Das hier war also ein größeres Projekt, es ging nicht nur um ihn, sondern darum, dass auch noch was lernen könnte. Ich konnte mich als Lehrer üben, aber auch etwas über geistige Erkrankungen lernen und den Umgang mit etwas anderen Menschen. So oder so, ich konnte hieraus nur gewinnen. "Ja, ich wollte schon immer mal ehrenamtlich arbeiten und wieso dann nicht auch gleich das nutzen, was ich im Studium lerne? Das ist doch okay für dich, oder?" fragte ich und lehnte mich an die Tischkante seines Tisches. Wenn es ihn zu viel war mich hier so häufig zu sehen, dann würde ich das akzeptieren und nicht mehr her kommen, er sollte sich nicht von mir bedrängt oder beobachtet fühlen. Ich war nur hier um ihm bei seinen Bildern zu helfen, ihm dadurch bei seiner Heilung zu helfen. Es freute mich, dass er mein Geschenk an ihn benutzte und sich damit etwas neues traute. Neugierig sah ich das Bild eines Hundekopfs an, dass teilweise noch aus Bleistift Skizzen bestand, teilweise aber schon mit rotbraun und braun ausgefüllt wurde. Skye erklärte mir die Geschichte dazu und einen Moment spürte ich wieder dieses Gefühl in meiner Brust, aber ich unterdrückte es schnell wieder. "Er sieht sehr süß aus, aber ich hab noch einen Tipp wie du die Haare, also is Fell besser hinbekommst." Noch sah alles sehr eindimensional und ohne Struktur aus, es wirkte unbelebt. Ich nahm also eine gelbe und eine goldenen Kreide und zeigte sie Skye. "Du musst dreidimensional denken, so als würdest du eine Figur programmieren, aus einer eindimensionalen Skizze eine 3D Figur machen. Das Licht spielt die wichtigste Rolle, wie es auf sek Gegenstand und in dem Fall dem Fell reflektiert. Du musst also helle Strähnen einbauen, als würde die Sonne sich spiegeln. Ich denke mal ihr Fell hatte goldenen Akzente oder? Am besten nutzt du das rotbraun zum grundieren, die Funke Kreide für Partien um Augen, damit ziehst du feinere Linien und die goldenen nimmst du um einzelne Haare anzudeuten, sie setzt sich klasse von dem rotbraun ab. Falls die Kreide dir zu dick ist, um Haare zu malen, kannst du auch einen Buntstift nehmen, oder..." Ich stoppte und sah ihn verlegen an. "Oh Gott, tut mir Leid, ich hab mich mitreißen lassen. Hast du mir irgendwie folgen können?" Wenn es um Kunst ging, geriet ich gerne mal ins Schwafeln, vor allem da ich auch ein Fan von Kreiden war.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jan 02, 2019 6:17 pm

Skye Aldren
Camille als meine Kunstlehrerin? Ich hätte nie gedacht, dass es mal soweit kommen würde, aber gerade war ich froh drum. Ich hatte hier in der Psychiatrie so gut wie niemanden. Keiner hier sprach mit mir, weil es zu umständlich war. Ich hatte bloß meinen Therapeuten und Mr Drew, doch auch er verzweifelte oft an mir und ging lieber zu den anderen Schülern. Verübeln konnte ich es ihm nicht. Ich wusste wie schwer es für außenstehende Leute war mit mir umzugehen. Das war einfach nicht so leicht und brauchte viel Zeit, die sich nicht unbedingt jeder nehmen wollte. Camille aber hatte sich von Anfang an Zeit für mich genommen. Sie war da gewesen, obwohl es nur ihr Job hätte sein sollen. Und nun brachte ihre Arbeit sie wieder zu mir. Sie arbeitete also ehrenamtlich hier in der Klapse? Sie wollte Verrückten das Malen beibringen. Na ja, das würde sich sicher unglaublich gut auf ihrem Zeugnis machen, aber vor allem war sie jetzt hier bei mir. Ich wollte mir gern einreden, dass sie deswegen hier war. Ich wünschte es wäre nur das, weil sie mehr Zeit mit mir verbringen wollte, aber das wäre wohl etwas zu naiv. Nein, wir verstanden uns gut, aber diese Arbeit würde ihr in vielerlei Hinsicht helfen. Ich nickte also. Natürlich war es okay für mich und selbst wenn nicht, wäre es auch nicht an mir das zu entscheiden. Ich war froh sie sehen zu können und sie würde hier einige Erfahrungen sammeln können. Das passte alles sehr gut zusammen. Als ich den Block aufschlug, schaute sie sofort interessiert auf die kleine Skizze, die ich angefertigt hatte. Ich hatte bereits angefangen mit den paar Brauntönen das Fell anzudeuten, aber es sah einfach zu flächig und flach aus. Natürlich hatte Camille ein paar Tipps dafür. Es war klar, dass sie direkt auf Anhieb wusste, was zu tun war. Ich lächelte leicht, als sie anfing die Kreiden zu durchsuchen. Der Staub setzte sich an ihren Fingern ab und ich musterte sie leicht von der Seite, während sie sprach und erklärte. Ich hätte vermutlich auf die Zeichnung und ihre Finger schauen sollen, doch ihr Gesicht war einfach zu einnehmend. Ihre Augen funkelten leicht, während sie erklärte, sie rümpfte leicht ihre Nase, wenn sie mit dem Finger über das Papier wischte und die Kreide leicht verteilte. Ihre Lippen bewegten sich schnell, während sie erklärte und arbeitete. Dieser Anblick fing mich einfach. Wie hätte ich da auch wegsehen können? Als sie nun aufhörte zu reden und zu mir sah, blinzelte ich ertappt und nickte. Ja, ich hatte ihr folgen können. Als ich nun auf das Blatt Papier sah, verstand ich auch, was sie da geredet hatte. Sie hatte feine Linien gezogen, die die Struktur des Fells zeigten. Durch die Farben hatte sie schattiert und Lichtakzente gesetzt. Es war ähnlich wie beim Programmieren, ja, da hatte sie Recht. Aber dennoch war das hier wesentlich schwerer und dauerte auch viel länger. Ich lächelte sie an, als sie bemerkte, dass sie ziemlich durcheinander gesprochen hatte. Es war irgendwie süß wie ihr das nun auffiel. Ich nahm ihr vorsichtig die Kreide aus der Hand - wobei ich schwören konnte, dass zwischen uns deutlich Funken ausgetauscht wurden - und lehnte mich über das Blatt. Konzentriert klemmte ich die Zunge wie immer zwischen meinen Lippen ein und zog ein paar geschwungene Striche an den Stellen, die hervortreten sollten. Ich betonte das Fell um die Nase herum, auf der Stirn und den Augenbrauen. Ich begriff wie sie es meinte und griff im Eifer nach der dunkelbraunen Kreide und machte damit das gleiche. Ich zog mehrere Striche in den dunkleren Partien und ließ sie sanft auslaufen, indem ich sie mit meiner Fingerkuppe leicht verwischte. Es half. Der Kopf nahm Dimension an. Lächelnd ließ ich die Kreide kurz sinken und gebärdete mit den bunten Fingern ein kurzes Danke zu Camille, ehe auch schon der nächste Patient nach ihr rief. Ich lächelte noch kurz und ließ sie dann gehen. Das hier war vermutlich genau das Richtige für sie. Sie konnte helfen und sie war öfter hier bei mir. Mir gefiel das ganz gut. Ich hoffte nur, dass auch Raven damit keine Probleme hatte…
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am Mi Jan 02, 2019 8:50 pm

Camille Parker
Es verging nochmal eine Woche bis ich mich traute Raven zu schreiben und zu fragen, ob er mit mir Schlittschuhlaufen gehen wollte. Der Gutschein war zwar nur für eine Person, aber er hatte ja angeboten mich zu begleiten, falls ich mir doch noch alle Knochen brach. Das hatte er nach unserer Situation bestimmt nicht einfach so gesagt, sondern schon mit Bedacht. Und da die Kunsttherapie echt gut lief, ich mit den Leuten gut klar kam und Skye Fortschritte machte, hatte ich nun endlich den Mut gefunden mich bei Raben zu melden. Hi. Habe seit Weihnachten nichts mehr von dir gehört, hoffe aber dass es dir gut geht. Ich wollte dich fragen ob du Lust hättest am Wochenende mit mir Schlittschuhlaufen zu gehen und mein Retter zu sein. Du bekommst bestimmt auch eine gute Lachnummer geboten. Okay, diese Nachricht war irgenwie schräg. Am Anfang so höflich und dann versuchte ich es wieder lustiger zu machen, hoffentlich merkte er nicht, dass ich nervös war. Er sagte aber zu und war total lieb, was hatte ich auch anderes erwartet? Raven war schon immer super nett gewesen, naja gut, bis auf diesen einen Tag, Aber das hatte ich selbst verschuldet. Ich war unglaublich erleichtert, dass er zustimmte und hoffte, dass wir uns dann bei einem Glühwein vielleicht noch aussprechen konnten. Ich wollte ihn unbedingt wieder die ganze Zeit um mich herum wissen, ich vermisste ihn sehr, unsere Gespräche, das kuscheln und die Küsse... Gott seine Küsse. Ich vermisste seine weichen Lippen, sie hatten sich so nach zu hause angefühlt. Wir verabredeten uns also für Freitag Abend im Park, an dem See um den wir damals bei unserem ersten Date spaziert sind. Das musste doch ein gutes Zeichen sein oder?
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jan 02, 2019 9:05 pm

Raven Aldren
Es fiel mir schwer das alles richtig zu begreifen. Camille und Skye hatten sich geküsst. Sie hatten es beide gleichermaßen erwidert und es vor mir versteckt halten wollen. Sie mochten einander. Ich sah wie Skye sie ansah. Er sah Cam auf eine Weise an wie ich es bei ihm noch nie gesehen hatte. Den meisten Menschen trat er ängstlich oder gar nicht gegenüber. Bei Camille war es von Anfang an anders gewesen. Schon damals im Krankenhaus hatte er sie näher an sich herangelassen als jeden anderen Fremden. Ich konnte nicht glauben, dass ich so lange zu blind für all das gewesen war. Skye war in Camille verliebt und das vermutlich schon seit einiger Zeit vor dem Kuss. Ich hatte in dieser Zeit nicht darauf geachtet was mein Bruder empfand. Ich war einfach mit ihr zusammen gewesen und hatte ihn dabei völlig ignoriert. Es war also wirklich kein Wunder gewesen, dass dieser Kuss früher oder später passieren musste und was tat ich dann? Ich bestrafte ihn dafür und zeigte ihm, dass es falsch war. Aber war es das? Skye hatte endlich jemanden gefunden, dem er genug vertraute. Er hatte etwas Besonderes in Camille und wenn ich ehrlich war, dann war sie sogar die perfekte Frau für ihn. Sie war fürsorglich und gütig. Scheiße, ich war wirklich blind gewesen das nicht zu erkennen. Skye war so begeistert von ihr. Er erzählte mir bei meinem nächsten Besuch sogar davon, dass Camille nun ehrenamtlich in der Klapse arbeitete, in der er saß. Sie gab Kunsttherapie-Unterricht und arbeitete dort mit Skye zusammen, worüber er unglaublich glücklich war. Wie konnte ich sein Glück denn zerstören wollen? War das nicht das, was ich für ihn immer gewollt hatte? Es fühlte sich nicht richtig an mich Camille wieder anzunähern, obwohl ich wusste, dass es Skye verletzte. Genauso blieb er immerhin in der Psychiatrie und nahm sich zurück, damit ich nicht verletzt war. Er gab Acht auf mich und ich auf ihn. Ich wollte mich zurückziehen, doch Camilles Weihnachtsgeschenk würde ich wohl noch einlösen. Natürlich würde ich mit ihr Schlittschuhlaufen gehen. Ich war zwar nicht der allerbeste darin, aber ein paar kleine Tricks hatte ich schon drauf und nur, weil ich nicht mehr mit ihr zusammen sein konnte, hieß das ja nicht direkt, dass ich auch keinen Kontakt mehr zu ihr haben dürfte, oder? Wir beide liebten Camille. Sie würde nicht aus unserem Leben verschwinden, nur weil ich nicht mehr mit ihr zusammen war. Sie würde immer unsere Familie sein. Egal wie es ausging. Also stimmte ich zu und traf sie am Wochenende an dem See wieder, der jedes Jahr um diese Uhrzeit so sehr zufror, dass die Stadt Barrieren darum errichtete und ihn als Eisfläche nutzte. Ich begrüßte Cam mit einer kurzen Umarmung, begleitete sie dann zum Verleih und lieh mir ein paar Schuhe aus, während sie für ihren Gutschein ein Paar in ihrer Größe bekam. Auf einer Parkbank zogen wir die Schlittschuhe an und ich reichte ihr die Hand, damit sie mir nicht auf dem kurzen Stück bis zum Eis umkippte. Ich führte sie bis zum Geländer und stieg auf das Eis, wo ich dann auf sie wartete und einen der Lauflernhilfen für die Anfänger vom Eis fischte. Ich schmunzelte, als ich ihr den kleinen Pinguin zuschob und sie damit beinahe umkegelte. „Entschuldige. Du musst dich hier festhalten. Stell die Kufen schräg, dann kannst du dich abstoßen. Etwa so.“, erklärte ich ihr und machte es kurz vor. „Schlittschuhlaufen ist im Grunde nichts anderes als Inliner fahren. Das kennt ihr doch auch in Texas, oder?“
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am Do Jan 03, 2019 4:34 pm

Camille Parker
Ich war so froh Raven wieder zu sehen! Das gab mir die Hoffnung, dass er mir meinen Fehler vielleicht verzeihen könnte und wenn er noch mehr Zeit brauchte, dann war mir das Recht, aber ich wollte nur wieder mit ihm zusammen sein. Ich brauchte ihn, er war mein Seelenverwandter und mein Glück. Dass ich mir den Kuss selbst vermutlich nie verzeihen würde, weil ich damit Ravens und Skyes Gefühle so durcheinander gebracht hatte, war unwichtig. Für Raven wollte und würde ich wieder die perfekt Freundin sein, darauf könnte er sich verlassen und ich war mir sicher, dass wir gemeinsam alles schaffen könnten. Er überraschte mich direkt, indem er mich im Park sogar zur Begrüßung umarmte. Das war doch ein sehr gutes Zeichen, oder? Er ekelte sich sich nicht oder fand es komisch mich zu berühren, obwohl ich seinen Bruder geküsst hatte. Gott, dass beruhigte mich. Schnell hatte ich dann Schlittschuhe an, auch wenn ich mich erst mal an die schweren Dinger gewöhnen musste, besonders wie man darauf ein paar Schritte auf normalen Boden lief, aber Raven war ein Schatz und half mir. "Ich stell mich an wie eine behinderte, aber danke." lachte ich und hielt mich dann an der Bande fest, während er einen Pinguin für mich besorgte. Die Dinger waren echt klein, da sie für Kinder waren, ich musste mich also auch noch etwas runter beugen und sah bestimmt noch affiger aus als eh schon. Ich fühlte mich so wie Bambi, als es noch ganz klein war und nicht richtig laufen konnte, dann knickten seine Beine auch ein nach außen weg und so ungefähr fühlte ich mich, als ich versuchte meine Füße auf dem Eis zu bewegen. "Ja schon, aber das ist etwas anders." Nachdem ich die Angst hinzufallen erst mal überwunden hatte und ein paar Schritte machte, bekam ich langsam etwas Gefühl und fing an mich anzustoßen, Raven war dabei immer vor mir oder neben mir, wobei er überhaupt gar kein Problem hatte auch rückwärts zu fahren. Was konnte dieser wunderbare Mann eigentlich nicht? Ich legte mich zweimal auf den Hintern, weil ich die Kufen nicht richtig aufs Eis gebracht hatte, aber ich lernte aus meinen Fehlern. Ich bekam den Dreh langsam raus und stellte den Pinguin dann weg, hielt mich dann noch etwas an der Bande und schaffte es schließlich ohne. "Du hast Recht, es ist Inliner fahren sehr ähnlich." Man musste eben das Gleichgewicht halten können und Körperspannung besitzen, was ich durchs reiten beides ganz gut konnte. So drehte Wir unsere Runde, Raven zeigte mir, dass er sich sogar drehen konnte und es machte echt Spaß, vor allem da es dann schon anfing zu dämmern und die Lichter alles noch viel schöner machten. Nacht bestimmt 2 Stunden taten mir die Füßen dann weh, weil sie so eng eingeschnürt waren. Wir gaben Dan Schuhe dann also wieder ab und ich seufzte zufrieden, als ich meine eigenen Stiefel wieder tragen konnte und wir es uns mit einem Glühwein auf einer Bank bequem machen. "Das war echt lustig, danke." bedankte ich mich grinsend und legte meine kalten Hände um die Tasse. Eine Weile war es still und wir sahen den Leuten beim Eislaufen zu. Irgendwann jedoch hielt ich es nicht mehr aus, Da das Schweigen aber nicht unangenehm war, traute ich mich jetzt einfach. "Ähm...hast du mal über uns nachgedacht, wie es weiter geht? Ich weiß du wolltest Zeit und ich bedränge dich nicht, aber ich wollte mal wissen wie du denkst. Falls du...Fragen hast oder so, dann kannst du immer mit mit reden."
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Skyfall am Do Jan 03, 2019 4:57 pm

Raven Aldren
Ich trieb Sport seit ich klein war. Auch in England damals sind die Seen zugefroren. Ich war oft mit Freunden auf dem Eis gewesen und im Sommer war ich Inliner gefahren. Skye hatte damals noch mitgemacht. Er hatte auf seinen Rollschuhen genauso hilflos ausgesehen wie Camille jetzt auf dem Eis. Es war ein wirklich niedliches Bild, das sie abgab. Ihre Beine wirkten zittrig und die Kufen ließen ihre Füße unkontrolliert über das Eis rutschen. Sport war eben schon immer irgendwie mein Element gewesen. Bis auf das Reiten bekam ich eigentlich fast alles halbwegs gut hin und das Schlittschuhlaufen hatte mir immer irgendwie Spaß gemacht. Auf dem Eis konnte selbst ein muskulöser Koloss wie ich elegant wirken. Ich schmunzelte und half Camille vom Eis auf, als sie weggerutscht und sich auf den Hintern gesetzt hatte. Schlittschuhlaufen war eben nicht ganz ohne. Es war rutschig und man brauchte Übung. Irgendwann aber konnte sogar Camille den kleinen Pinguin als Lauflernhilfe links liegen lassen. Ich schob das Teil an den Rand und fuhr neben ihr her, während sie sich an der Bande festhielt und langsam über das Eis schlitterte. Sie schien nun langsam zu begreifen, dass sie nichts zu verlieren hatte. Wenn sie Inliner gefahren war, konnte sie auch Schlittschuhlaufen. Hier fiel sie nicht ganz so hart wie auf dem Asphalt - oder zumindest holte sie sich hier keine Schürfwunden und Verletzungen konnten sofort gekühlt werden. Doch Camille schlug sich wacker. Sie fiel bloß zwei Mal und brach sich keinen Knochen. Nach zwei Stunden aber taten ihr die Füße weh. Schlittschuhe waren nun einmal nicht die bequemsten Schuhe, zumal man die Füße verkrampfte, um sich auf den dünnen Kufen halten zu können. Wir beendeten den Unterricht also an dieser Stelle und ich besorgte uns zwei Glühwein am Stand nebenan. Auf der Parkbank fanden wir dann einen Sitzplatz und ich legte meine behandschuhten Finger um die heiße Tasse. „Ja, das war lustig. Ich ärgere mich ein wenig, dass ich es nicht gefilmt habe. Für Skye. Er hätte sich sicher besser gefühlt, wenn er gesehen hätte, dass du auch eine kleine Niete im Schlittschuhlaufen bist.“, schmunzelte ich und senkte den Blick in meinen Glühwein. Ja, Skye… Ihn jetzt anzusprechen war wohl keine allzu gute Idee. Ich hätte mir damit mehr Zeit lassen sollen. Ich hätte den richtigen Moment abwarten sollen, um mit Camille darüber zu sprechen, aber offenbar war es dafür wohl schon zu spät. Natürlich wollte Camille wissen wie es aussah. Immerhin ließ ich sie ja ziemlich zappeln. „Cam… du weißt, dass ich dich gern hab. Sehr sogar. Ich denke ich kann dir verzeihen, dass du meinen Bruder geküsst hast. Ihr beide habt Gefühle füreinander und was wäre ich für ein Mensch, wenn ich dafür kein Verständnis hätte? Aber… es kann nicht wieder so sein wie früher. Es liegt nicht an dir oder an diesem Kuss…“ Nein, das alles hätte ich hinter mir lassen können, aber das war nicht der springende Punkt, der mich dazu gebracht hatte diese Entscheidung zu fällen. „Ich hätte viel früher merken müssen, dass Skye sich in dich verguckt hat. Ich hätte bloß die Augen aufmachen müssen, um es zu sehen. Skye ist schon seit einer Weile in dich verliebt. Und damit meine ich wirklich… richtig verliebt. Ich meine… er hat noch nie jemanden so nah an sich herangelassen wie dich. Nicht einmal mich. Ich kann seine Gefühle nicht außer Acht lassen. Ich will ihm nicht noch mehr Schaden zufügen.“ Skye war in Camille verliebt, das brauchte mittlerweile niemand mehr zu leugnen. „Wir haben dich beide sehr gern und du bist unsere Familie, okay? Du wirst für uns beide immer etwas mehr als nur eine Freundin sein, aber… ich kann nicht mehr mit dir zusammen sein. Nicht solange Skye diese Gefühle für dich hat. Das kann ich ihm nicht antun.“ Nur weil wir keine Beziehung mehr hatten, mussten wir uns aber ja auch nicht gleich voneinander trennen. Sie wäre immer nur unsere Familie. Sie würde immer noch zu uns gehören. Es würde eben nur ein wenig anders ablaufen. „Vielleicht ist es auch besser so. Ich meine… ich bin auch nicht mehr der Jüngste. Du bist noch mitten in deinem Studium und ich denke schon über Kinder nach. So schön es auch war, ich denke auf lange Sicht hätten sich uns einige Steine in den Weg gestellt…“ Ich war zehn Jahre älter als sie. Ich wollte nicht schon vierzig sein, wenn ich mein erstes Kind in die Welt setzte. Ich seufzte und nahm einen tiefen Zug von dem Glühwein. „Ich hoffe du kannst das verstehen oder siehst es vielleicht genauso… Aber ich kann verstehen, wenn du jetzt nicht mehr mit mir essen kommen möchtest.“
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am Do Jan 03, 2019 9:46 pm

Camille Parker
Der Nachmittag war bisher echt toll gewesen, man hatte nicht gemerkt, dass etwas passiert war. Wir hatten gelacht, Raven hatte mir geholfen wenn ich mich zum Affen gemacht hatte und ich hatte diese Momente unglaublich genossen. Es war so leicht gewesen und auch jetzt ärgerte Raven mich wieder und fing sich einen Schlag gegen den Unterarm ein. "Hey, ich kann mich wenigstens auf einem Pferd halten, also sei bloß ruhig." Ich hatte ja auch nicht gefilmt wie er von Pferd geflogen war und auf seinem Hintern gesessen hatte, obwohl das wirklich zu schreien gewesen war. Naja lustige Themen hin oder her, es war gerade echt locker zwischen uns und ich traute mich endlich das unausgesprochene zu sagen, denn ewig könnten wir nicht drum herum tanzen. Ich würde sonst noch verrückt werden, wenn ich mich die ganze Zeit von ihm fern halten musste. Er hatte es vielleicht nicht erwartet, aber ich gab ihm ja nochmal die Chance auszuweichen, wenn er mir dann nur sagen könnte wann er bereit dazu war. Mich beschlich aber schon ein komisches Gefühl, als er damit begann, dass er mich gern hatte. Natürlich wusste ich das, wieso glaubte er mich nochmal überzeugen zu müssen? Und je weiter er sprach, desto sicherer war ich mir, dass das alles auf ein großes ABER zusteuerte. Er sagte er verzieh mir und Skye, was ich einerseits nicht ganz verstand, denn ich hatte es nicht erwartet. Er hatte uns nicht verziehen müssen, Es vielleicht akzeptieren oder darauf bestehen, dass es nie wieder passierte, wäre auch genug gewesen. Und da war es, das riesige, fette, Hoffnung zerstörende und grässliche Aber. Ich glaubte in dem Moment setzte mein Herz kurz aus und es schien komplett still in mir zu werden, als würde alles darauf warten bis er weiter sprechen und es erklären konnte, auch wenn was er gesagt hatte schon so unendlich klang. Der Moment schien sich ewig zu ziehen und die Lichter um mich herum erschienen Mir plötzlich zu grell und die Menschen zu laut, während ich mit aller Gewalt zurück hielt, dass sich Tränen in meine Augen bahnten. Als er weiter sprach, ließ der Druck in meiner Brust nicht nach, nein es wurde noch schlimmer weil jetzt auch noch Schuldgefühle dazu kamen Skye gegenüber. Natürlich hatte ich nicht erwartet, dass Skye nach sieben oder acht Wochen plötzlich keine Gefühle mehr haben würde, aber ich dachte er hätte mit Raven gesprochen, ihn garantiert dass diese Gefühle weg gehen würden oder er nicht mehr werden würden. Ich meine, dass musste ich doch auch machen, ich verdrängte die Gefühle seit Woche und ich hatte das Gefühl sie im Griff zu haben, ich machte mir momentan keine sorgen, dass ich Skye wieder Küssen würde, durch Raven hatten und den ausrutscher hatten meine Gefühle sich wieder mehr auf ihn gelenkt. Ich hatte am liebsten laut geschrien, als er sagte, dass er Skye keinen Schaden zufügen wollte. Wirklich, darum ging es hier? Er wollte die Gefühle von Skye nicht verletzen und dabei war es ihm egal, dass er meine Gefühle verletzte? Er war so sauer gewesen als er vom Kuss erfahren hatte und jetzt wollte er sich einfach aus dem Weg stellen, damit Skye nicht verletzt wurde? Was war mit mir? Was war mit meinen Gefühlen und dass ich Raven wollte? Er beschützte wieder seinen kleinen Bruder, wie er es von Anfang an getan hatte, diesmal aber vor sich selbst, weil er Skye nicht verletzen wollte, indem er mit mir zusammen war. Das konnte nicht sein ernst sein! Natürlich dachte ich auch an Skyes Gefühle, ich war ja nicht herzlos, aber wir wussten doch alle dass ich zu Raven gehörte und Skye würde seine Gefühle für mich genauso verdrängen, so wie ich es machte und irgendwann würde es nicht mehr wehtun. Aber was Raven machte, das war doch keine Lösung! Ich war ihre Familie? Was sollte das bedeuten? Ich war ihnen wichtig, aber ich konnte nicht mit Raven zusammen sein? Ich wollte das alles nicht verstehen, für mich ergab es keinen Sinn. Sie wollten mich beide in ihrem Leben, Raven wollte nicht dass Skye verletz wurde, aber was ich wollte war egal. Dass er dann versuchte das mit seinem Alter oder dem Kinderwunsch zu begründen, fand ich lächerlich. Ja ich wollte nicht so gemein denken, aber seine Begründung war lächerlich, er versuchte nur Gründe zu suchen. Ich...mir war das gerade echt zu viel. Ich wollte schreien, weinen, ihn schütteln, den Sturm der in mir war raus lassen und ihn damit festhalten. Ja vielleicht wollte ich auch gemein sein, weil seine Entscheidung mich verletzte, aber...ich blieb still. Ich starrte in meinen Glühwein und wischte mir schnell über die Wange, als sich unbemerkt eine Träne aus meinem Auge gestohlen hatte und in die Tasse tropfte. Keine Ahnung wieso, aber in meinem Kopf gewann die Vernunft. Vielleicht weil mir klar war, dass ich Raven nicht umstimmen konnte, wenn es darum ging seinen Bruder zu beschützen und auch, weil ein Teil in mir wusste, dass ich diese Strafe verdient hatte. "Wie du dich immer als alten Sack darstellen musst, du spinnst doch. Aber ja, ich verstehe dich, auch wenn mir nicht klar war, dass Skye noch solche Gefühle für mich hat." sagte ich leise und räusperte mich, dann sah ich wieder in sein Gesicht. "Hast du...mit ihn darüber geredet, also in letzter Zeit? Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass er es verstanden hatte und im Griff hatte." Oder was ich es diesmal die so blind war? Lag es vielleicht daran, dass ich zu viel in der Psychiatrie war?
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Skyfall am Do Jan 03, 2019 10:09 pm

Raven Aldren

Dass sie mir die Pferdestory vorhielt, war wirklich nicht fair. Ich hatte mein Bestes versucht und Pferde waren Tiere, die mit all dem auch einverstanden sein mussten. Es war ja nicht so, als hätten ihre Schlittschuhe ein Eigenleben gehabt und gegen sie gearbeitet. Dieses Pferd allerdings hatte mich nicht auf seinem Rücken gewollt und da hätte ich ein noch so begnadeter Reiter sein können, ich hätte mich nicht auf ihm halten können. So war es nun einmal. Vielleicht hätte ich mich auf Skyes Pferd besser geschlagen, wenn das nicht vor mir weggerannt wäre. Es hatte immerhin selbst vor Skye gescheut. Doch die Erinnerungen verdrängte ich jetzt vorerst. Es gab wesentlich wichtigeres, über das wir reden mussten. Sie hatte das Thema auf den Tisch gebracht und ich hatte bereits seit einer Weile entschieden wie ich verfahren wollte. Ich würde meinen psychisch kranken Bruder nicht noch weiter belasten. Er war krank genug, hatte genug Gründe sich umbringen zu wollen. Ich wollte ihm keinen weiteren liefern, indem ich die Frau datete, die er liebte. Das war nicht fair. Klar, ich war zuerst mit Camille zusammen gewesen, aber wenn ich so recht darüber nachdachte, konnte ich nicht genau sagen, ob Skye nicht sogar schon damals in sie verliebt gewesen war. Er hatte sie immerhin schon damals so nah an sich herangelassen. Er war ihr von Anfang an offener gegenübergetreten als den meisten Fremden. Doch es ging nicht darum wer sie zuerst hatte haben wollen, sondern darum wie es momentan war. Ich fühlte mich immer noch betrogen, aber ich verzieh es den beiden. Sie konnten immerhin nichts für ihre Gefühle. Vor allem aber würde ich nicht mit der Frau zusammenkommen, die mein Bruder liebte. „Aber es ist so. Ich bin zehn Jahre älter als du, Cam. Ich hätte am liebsten schon drei Kinder und würde sie morgens zur Schule bringen und nachmittags wieder abholen. Ich meine… Ich könnte bereits Vater sein. Ich wäre bereit dazu. Ich will zur Einschulung meines Sohnes nicht schon Rentner sein.“ Klar, das war jetzt vielleicht ein wenig übertrieben und auch nicht gerade nett das ihr gegenüber zu erwähnen, aber dieses Thema hatte schon immer irgendwie zwischen uns gestanden. „Das Alter war immer ein Thema, aber es ist nicht das ausschlaggebende.“ Das hatte ich ihr auch schon erklärt. Ich senkte den Blick, als sie mich nach Skyes Gefühlen fragte. „Ja… ich hab mit ihm darüber geredet. Er war ehrlich und hat mir gesagt, dass er noch etwas für dich empfindet. Skye ist eine treue Seele. Er hört nicht so schnell auf für jemanden etwas zu empfinden. Er wollte mir erklären, dass er es unterdrücken kann, dass er so tun könnte als wäre nichts, aber so kann ich nicht damit leben. Wie kann ich mit dir zusammen sein, wenn ich weiß, dass es Skye unglücklich macht? Sein Herz blutet. Ich sehe es in seinen Augen, wenn er über dich spricht. Glaub mir, ich kenne meinen Bruder schon mein ganzes Leben und er ist noch nicht über dich hinweg. Ich bin mir nicht sicher, ob er es jemals sein wird.“ Skyes Gefühle waren echt und aufrecht. Er liebte jemanden nicht einfach nur so. Wenn er sich Camille ausgesucht hatte, dann würde er keine andere lieben oder sich von diesen Gefühlen abwenden. „Es ist wichtig, dass du in seinem Leben bleibst. Du musst ihn ja nicht auf die gleiche Weise lieben, aber… er braucht dich in seinem Leben. Und wenn ich ehrlich bin bist du alles, was ich mir für meinen kleinen Bruder immer gewünscht habe. Ob nun Freundin oder Familie… Er braucht das und ich möchte, dass es ihm gut tut und er durch Kummer nicht noch mehr leiden muss.“ Schon das letzte Jahr musste er heimlich darunter gelitten haben, dass Cam und ich uns mehr aufeinander konzentriert hatten, obwohl er um ihre Aufmerksamkeit gekämpft hatte. Es war wohl besser, wenn wir einfach weiter ein Team waren.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am Fr Jan 04, 2019 7:49 pm

Camille Parker
Ich konnte das alles noch nicht so fassen, es erschien mir surreal. In meiner Vorstellung war ich sicher gewesen, dass Raven und ich wieder zusammen kommen würden, ich hatte fest daran geglaubt, dass er meine Zukunft war, ihn konnte ich mir als Ehemann vorstellen, auch wenn ich vorher mit dem Gedanken noch nich gespielt hatte. Er war perfekt. Und genau da war sein Fehler. Er war der super liebe und fürsorgliche Bruder und genau das stand uns im Weg. Er stellte Skye vor mich, ihm war es wichtiger, dass er nicht verletzt wurde, wie es mir dabei ging war zweitrangig. Und gerade weil diese Entscheidung so selbstlos und unglaublich von ihm war, durfte ich ja quasi nicht sauer auf ihn sein und das, Ja das machte mich innerlich noch wütender. Hatte er mich gefragt wie ich mit Skyes Gefühlen umgehen wollte? Wie es mir dabei ging? Ob ich auch noch Gefühle für ihn hatte? Nein, denn alles was für Raven zählte war, dass Skye Gefühle für mich hatte und solange konnten wir nicht zusammen sein. Irgendwie war also Skye dafür verantwortlich, dass Raven nicht mit mir zusammen sein wollte. Ich durfte nicht böse auf Skye sein, weil er sich, Ravens Aussage nach, in mich verliebt hatte. Man konnte ja nicht jemand bestrafen, weil er sich in einen verliebt hatte, das war unmenschlich. Und das allerschlimmste an dem war, dass ich ja nicht mal behaupten konnte, dass Skyes Gefühle sinnlos waren, dass ich nicht so wie er empfand, denn ich wusste, dass tief in mir auch noch Gefühle waren, nur waren die für Raven stärker. Ja ich fühlte mich geehrt und geschmeichelt, dass ich für Skye etwas besonderes war, aber so wie der Kuss, was doch alles zwischen uns ohne Zukunft. Raven jedoch war davon überzeugt, dass Skye vielleicht nie keine Gefühle für mich haben würde und das brachte mich doch zur Verzweiflung. Wie sollte das dann bitte ewig so weiter gehen? "Aber ich empfinde nicht so für ihn, wie er für mich. Ja er ist mir wichtig und irgendwie auch mehr als nur ein normaler Freund, aber... Du warst doch zuerst da, Wir haben uns zuerst ineinander verliebt, das ist der Grund warum du ohne schlechtes Gewissen mit mir zusammen sein könntest. Aber ich weiß schon, du kannst nicht so egoistisch sein." Nein, dafür war er eben zu gut. Als er dann davon sprach, dass ich auf jeden falls in Skyes Leben bleiben musste, brach es mir fast das Herz. Ach ja? Ich war also zu etwas verpflichtet? Ich stellte den Glühwein weg, der war mittlerweile sowieso kalt und verschränkte meine Hände, ehe ich darauf sah. "Ach und was ich bei allem fühle ist egal? Hauptsache Skye wird nicht verletzt. Schon mal daran gedacht, dass er nur noch mehr leidet, wenn ich ständig in seiner Gegenwart bin, aber seine Liebe nicht erwidere? Am besten ifu würde mich von ihm fernhalten, damit er seine Gefühle los wird, denn wir wissen doch beide, dass...das Syke und ich keine Zukunft haben. Ich meine, mal ernsthaft. Es klingt indirekt so, als würdest du dir wünschen, dass ich mit ihm zusammen komme und Raven...das ist doch etwas zu viel des guten." sagte ich leise und hob den Blick nicht, er sollte die Tränen in meinen Augen nicht sehen, wobei ich nicht mal sagen konnte, ob es Tränen der Wut oder des Schmerzes waren.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Skyfall am Fr Jan 04, 2019 8:37 pm

Raven Aldren
Natürlich war sie wütend. Dieses Recht hatte sie. Ich war auch wütend gewesen, als ich von dem Kuss gehört hatte. Dieser hatte unsere Beziehung unglaublich ins Wanken gebracht. Aber ich beendete eben diese gerade. Wir waren ein Jahr lang zusammen gewesen und alles war beinahe perfekt verlaufen. Ja, wir hatten ab und zu mal gestritten, aber wir hatten einander geliebt. So sehr, dass es uns blind für das gemacht hatte, was direkt vor unseren Augen passiert war. Ich hatte es nicht gesehen oder aber ich hatte es einfach nicht sehen wollen. Ich seufzte leise, als Camille versuchte Argumente zu finden, die für eine Beziehung sprachen. Es änderte aber nichts mehr. Die Entscheidung war gefallen. Ja, es war unfair sie in all das nicht mit einzubeziehen, aber in dem Fall war die Entscheidung die einzig richtige. Sie hatte gerade erst davon erfahren und war noch zu emotional, um genau zu durchdenken, was sie da sagte. „Glaub mir, Cam, er weiß das. Er weiß, dass du nicht so für ihn empfindest wie er für dich. Er glaubt, dass du das auch niemals wirst. Dass es niemals jemand könnte. Er glaubt, dass er es nicht wert ist geliebt zu werden und deshalb wünscht er sich uns beide wieder zusammen. Das hier ist nicht Skyes Entscheidung, vergiss das nicht. Wenn es nach ihm ginge, würde er uns beide wieder zusammen stecken und sich selbst in all dem Kummer das Leben nehmen. Du musst nicht mit ihm zusammen sein, Cam. Du musst nicht so empfinden wie er es tut. Aber er braucht dich, okay? In dem Jahr seit er dich kennt, hat er so oft gelächelt wie ich es sein ganzes Leben lang nicht gesehen habe. Er hat sich weniger selbst verletzt, ist mehr aus sich herausgekommen… Du tust ihm gut. Auch bloß als seine Freundin.“ Sah sie das denn nicht? Sie erntete die meisten von Skyes seltenen, aufrichtigen Lächeln. Er strahlte sie an, wenn sie die Tür hineinkam. Sowas hatte ich bei meinem kleinen Bruder bisher noch nie gesehen und ich wollte einfach, dass es auch weiterhin so war. „Warum denkst du, dass ich zuerst da war? Skye kannte dich schon Wochen, bevor ich dich kannte und im Krankenhaus hat er dich in sein Zimmer gelassen. Er hat dir schon damals mehr erlaubt als jedem anderen Fremden. Ich denke, dass Skye diese Gefühle schon sehr viel länger in sich hegt als uns vielleicht bewusst ist.“ Ich wollte nicht den Teufel an die Wand malen und sagen, dass er schon in Cam verliebt war, bevor ich es war - das wusste ich nicht - aber er quälte sich schon eine ganze Weile mit diesen Gefühlen herum, während ich ganz dreist vor seinen Augen mit Camille herumtollte und kuschelte. „Nein, es ist nicht egal wie du bei all dem fühlst. Das hat niemand gesagt. Aber nun spiel doch mal jede Möglichkeit durch. Wenn wir wieder zusammenkämen, würden wir Skye damit quälen. Er wird sich wieder allein gelassen und ausgeschlossen fühlen. Vermutlich treiben wir ihn damit bis in den Tod. Könntest du damit leben? Ich nämlich nicht… Selbst wenn er nicht suizidgefährdet wäre, würde ich das meinem Bruder nicht antun.“ Das würde kein guter Bruder tun. Egal in welcher Situation man war. Man vögelte nicht die Frau, die sein Bruder liebte. „Die zweite Möglichkeit wäre, dass du verschwindest und Skye und mir damit das einzige nimmst, was in unserem Leben momentan noch Bedeutung hat. Du bist momentan alles, was Skye zum Lächeln bringt, das weißt du doch… Wenn du weg wärst…“ Skyes Welt würde zusammenbrechen, wenn Camille verschwinden würde. Sie würde all die Freude, die sie in sein Leben gebracht hatte, mit einem Ruck wieder mit sich nehmen. Das würde er nicht ertragen. „Die dritte Möglichkeit ist vermutlich keine Option. Ich meine du und Skye… ihr wärt schon ein süßes Paar, aber du hast Recht. Welche Zukunft hättest du mit ihm schon? Er könnte dir nicht das geben, was du brauchst.“ Wir mussten ehrlich sein. Skye würde als Freund eine scheiß Figur machen. Vermutlich würde er Camille nie das bieten können, was sie im Leben wollte. Er bekam ja sein eigenes Leben noch nicht mal auf die Reihe. „Und die letzte Möglichkeit wäre, dass du bleibst und wir das alles locker angehen. Skye und ich hätten dich noch in unserem Leben und du wärst noch bei uns. Wir hätten einander. Wenn das aber zu viel für dich ist, dann… dann zwingt dich niemand bei uns zu bleiben. Ich dachte nur, wenn du so fühlst wie wir, dann würdest du lieber mit uns befreundet bleiben als uns ganz zu verlieren.“ Zumindest empfand ich das so und Skye sicher auch. Er hatte immerhin nie mehr von Cam bekommen als Freundschaft. Er war seit einiger Zeit in der Friendzone und kam damit besser klar als bisher in seinem Leben.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am So Jan 06, 2019 11:38 am

Camille Parker
Das war's? Das sollte es also gewesen sein? Alles wofür wir das letzte Jahr gekämmt hatten, was wir uns aufgebaut hatten, sollte jetzt weg sein? Raven entschied dass einfach für uns alle, als wäre es egal was Skye und ich darüber dachten. Ich wusste nämlich, dass Skye wollte, das sein Bruder und ich wieder zusammen kamen und das wollte ich auch, nur Raven war der Meinung den Samariter spielen zu müssen. Ich verstand meine Ambition, ich war ja nicht herzlos, aber ich war sauer, dass er das einfach so entschied. Da hätte ich ja noch eher verstanden, wenn er einfach gesagt hätte, dass er mir den Betrug nicht verzeihen konnte und wir deswegen nicht mehr zusammen kommen würden. Als er dann davon sprach wie gut ich Skye tat, wie viel er in meiner Gegenwart gelächelt hatte und wie besser es ihm ging, erfüllte das einen Teil meines Herzens. Gleichzeitig hätte ich am liebsten gesagt er solle seine verdammte Klappe halten, weil es mir wehtat mir so vor Augen zu führen weswegen wir nicht zusammen sein konnten. Ach verdammt, wieso musste es so kompliziert sein? Vermutlich wäre es wirklich am einfachsten, wenn ich einfach komplett aus ihrem Leben verschwand, vielleicht sogar eine andere Uni besuchte, das wäre eine sauberer Schnitt. Aber nein, Raven wollte ja unbedingt, dass ich in ihrer beiden Leben blieb, ich war ihre Familie... Tz, was für eine verkorkste Familie war das bitte? Ich war mir sicher, dass Raven die Vorstellung gefallen würde, wenn ich Skye als festen Freund hätte, denn vermutlich hatte Raven die Hoffnung aufgegeben, dass sein Bruder je eine Frau finden würde, aber er hatte recht. Skye würde nicht in der Lage sein eine richtige Beziehung zu führen, er hatte sich die meisten Zeit ja selbst kaum im Griff. "Ich kannte Skye damals 2 Wochen, ich glaube nicht dass er sich da schon in mich verliebt hat und ich habe mich zuerst für dich entschieden, zählt es denn nicht was ich will?" gab ich erschöpft zurück, da ich ja wusste das es sowieso keinen Sinn machte. Für Raven war das alles entschieden, er hatte seine Pläne geschmiedet. Die Optionen die er aufzählte, gefielen mir alle nicht, denn keine davon beinhaltet, dass Raven und ich zusammen kamen und es wieder wurde wie früher. Ich blinzelte die Tränen wieder weg und versuchte ein tapferes Lächeln aufzusetzen. "Natürlich will ich euch auch nicht verlieren, aber... Ich weiß nicht ob ich das kann. In deiner Gegenwart sein, obwohl nie wieder mehr zwischen uns sein wird und Skye...seine Gefühle werden ihn irgendwann anfangen zu quälen, weil sie nicht erwidert weden." Was glaubt er, dass ich meine Gefühle für ihn einfach so ignorieren konnte? Dass ich bloß wieder eine Freundin, statt seine Freundin sein konnte? Er stellte sich das zu einfach vor. Ich schlang die Arme um mich und sah ihn dann eine Weile an. "Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass ich heute mit dir essen möchte. Ich muss nachdenken und brauche etwas Zeit, bis ich weiß für welche Option ich mich entscheide." Es war nur fair jetzt Abstand zu wollen, oder? Er hatte es genauso gemacht.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Skyfall am So Jan 06, 2019 12:19 pm

Raven Aldren
Ja, natürlich verstand ich sie. Sie hatte gehofft, dass wir heute hierher kamen, zusammen übers Eis tanzten und uns danach küssten und vertrugen. Sie hatte vermutlich erwartet, dass dieses Date heute dazu führen würde, dass wir wieder zusammen kamen, doch ich hatte ihr etwas völlig anderes erklärt. Ich hatte unsere Beziehung aufgelöst. Ich hatte ihr die Chance auf eine Beziehung mit mir genommen und damit auch ihre Hoffnung, dass alles wieder so werden würde wie vorher. Aber das konnte es nicht. Ich wusste nun, was ablief. Es war schlimm genug gewesen, dass ich nicht bemerkt hatte, was in meinem kleinen Bruder vorging. Noch schlimmer aber wäre es, wenn ich weiterhin mit Camille zusammen wäre, obwohl ich wusste, dass es Skye verletzte. Ich kannte ihn. Er wünschte sich, dass wir beide weiterhin glücklich waren, aber das tat er in dem Wissen, dass es ihm das Herz aus der Brust reißen würde. Er traf seine Entscheidungen nicht, weil es für ihn okay war, sondern weil er nur das Beste für andere wollte. Ich musste ihn in dem Fall vor sich selbst schützen. Wir beide wussten, dass Skye nicht weiterhin seelenruhig dabei zusehen konnte wie ich mit der Frau, die er liebte, zusammen war. Es würde ihn zerreißen, doch das war ihm egal. Mir jedoch nicht. Ich wollte meinen Bruder nicht eines Tages in seinem eigenen Blut liegend in der Badewanne finden und wissen, dass er sich das aus Kummer angetan hatte, den ich verursacht hatte. „Natürlich zählt auch was du willst… Aber für eine Beziehung braucht es zwei und ich kann das nicht mehr mit meinem Gewissen ausmachen. Es tut mir leid, Cam… Ich kann verstehen, wenn du sauer bist. Du hast jedes Recht dazu.“ Ich hatte das für uns beide entschieden. Es brauchte eben zwei Menschen, die diese Beziehung wollten und ich konnte das einfach nicht mehr. Damit hatte ich für uns beide entschieden. Ich seufzte und fuhr mir nervös durch die Haare. Dieses Gespräch verlief so viel unangenehmer als ich es gehofft hatte. „Also was? Dann verlässt du uns lieber ganz? Siehst uns nie wieder? Ziehst nach Texas zurück und tust so als wären wir nie da gewesen? Wäre das die leichtere Option für dich?“, erwiderte ich nun selbst ein wenig harsch. Ich wollte, dass sie blieb, ja, aber es war ihre Entscheidung. Also nahm ich mich ein wenig zurück. Ich hatte eine Entscheidung getroffen, die ihr nicht passte und sie hatte das gleiche Recht dazu. „Du hast das Recht dazu zu gehen. Niemand zwingt dich bei uns zu bleiben. Es ist allein deine Entscheidung. Wenn du Zeit dafür brauchst, dann werde ich sie dir geben. Du weißt wie du mich erreichen kannst… Soll ich dich noch nach Hause begleiten?“ Ich kannte die Antwort darauf. Sie war sehr wahrscheinlich ein eindeutiges Nein. Ich seufzte und nahm ihre leere Tasse, um sie wieder zurück zum Glühweinstand zu bringen. Wenn sie wirklich verschwand, würde das Skyes kleines Herz sicher mehr brechen als wenn ich weiterhin mit ihr zusammen gewesen wäre. Doch es war die richtige Entscheidung. Ich konnte nicht so egoistisch sein. Wenn Camille sich wirklich dazu entschied zu gehen und uns nicht mehr wiederzusehen, dann hatte ich zumindest die richtige Entscheidung getroffen und würde mehr für Skye da sein als bisher. Ich würde nicht mehr zulassen, dass er sich verletzte.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am Mo Jan 07, 2019 10:22 am

Camille Parker
Es zählte also was ich dachte? Wieso hatte er dann erst mit mir geredet, mir erzählt wie es mit Skyes Gefühlen aussah und uns dann zusammen weiter überlegen lassen? Er hatte das alleine entschieden und ja auch wenn ich ihn noch vor Wochen quasi mit seinem Bruder betrogen hatte, war ich es jetzt die sauer war. Er hatte gerade einfach so meine Zukunft umgeschrieben und machte mir dann noch ein schlechtes Gewissen, dass ich ja trotzdem in Skyes Leben bleiben sollte, weil er sich ja sonst wieder was antun könnte. Was hier gerade passiert, grenzte schon etwas an emotionale Erpressung und ich fühlte mich unglaublich unter Druck gesetzt, als müsste ich mich jetzt auf der Stelle entscheiden, wie es mit uns weiter gehen würde. Und dieses Wort "Familie" wie er uns nannte, das wiederte mich irgendwie an und ja es tat auch weh. Was für eine Familie sollten wir bitte sein? Ich hatte beide Bruder geküsst, war mit dem einen ein Jahr zusammen gewesen und der andere war angeblich unsterblich verliebt in mich? Das war doch schon etwas krank. Ich wiederum liebte immer noch Raven, aber dieser wollte mich nicht mehr. Es war also aussichtslos, ganz ehrlich, ich sah nicht dass wir zu dritt wieder je Mals so sein könnten wie vor dem Kuss. Raven erkannte auch, dass mir der Vorschlag auf eine andere Uni zu wechseln durch den Kopf ging und ich zuckte nur erschöpft mit den Schultern. "Vermutlich wäre es das beste, wenn ich einfach weg gehe. Skye würde sich nicht mehr mit seinen Gefühlen für mich herum schlagen müssen und ich müsste dich nicht die ganze Zeit sehen und wissen, dass nichts wieder wie früher sein wird. Für unser aller Seelenfrieden wäre es bestimmt das beste, aber keine Sorge, so schnell kann ich eh keine neue Uni auftreiben und es ist mitten im Semester." Wenn ich wirklich vorgehabt hätte zu wechseln, hätte ich schon früher einen Uni suchen müssen, die mir auch ein Stipendium gab, das wäre bestimmt einfach nur unglaublich schwer und viel zu viel Papierkram. Ich könnte auch in Blueville bleiben und die beiden eine Weile nicht sehen, es war ja nicht so dass ich ihnen über den Weg laufen würde, immerhin war Raven die meiste Zeit in der Grundschule oder zu hause und Skye saß in der Psychiatrie fest. Keiner von beiden trieb sich also in der Nähe meiner Uni rum. Traurig sah ich Raven hinter her als er die Tassen wieder zurück brachte und da wurde mir nochmal schmerzhaft bewusst, dass ich diesen tollen Mann nie wieder meinen Freund nennen konnte, ich hatte ihn endgültig verloren. Meine Brust zog sich krampfend zusammen und ich hatte wieder einen Kloß im Hals. Ich spürte, dass sich da ein riesiger Heulkrampf anbahnte, ich sah also zu, dass ich schnell in mein Wohnheim kam und nicht noch vor Raven zusammen brach. Als dieser zurück war und mir anbot mich zum Campus zu begleiten, stand ich auf, schüttelte schnell den Kopf und räusperte mich, damit meine Stimme nicht belegt klang. "Nein, ich finde schon alleine zurück, trotzdem danke. Ich melde mich dann irgendwann. Und sag Skye, dass ich diese Woche nicht mehr in die Psychiatrie komme, ich...brauche Zeit. Also dann, machs gut." Ich zwang mich zu einem Lächeln, winkte kurz und ging in die entgegengesetzte Richtung, um zurück zum Campus zu laufen. Am Anfang lief ich ziemlich schnell, als könnte ich vor dem was Raven gesagt hatte wirklich davon laufen, aber dann ging mir langsam die Kraft aus und ich schaffte es nicht mal bis zum Campus, bevor die Welle über mir zusammen schlug und die Tränen anfingen unkontrolliert zu laufen. Ich suchte mir also die nächst beste Bank die unter einem Baum halbwegs versteckt war und ließ erst mal den ganzen Schmerz raus, damit ich wieder etwas besser atmen konnte.
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