Live your life RPG

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Do Nov 22, 2018 7:23 pm

NIEVE Vaughn

Das hier war eine dumme Idee, eine die uns sehr wahrscheinlich sehr viel mehr kosten könnte, als es uns gerade überhaupt bewusst war. War ihm eigentlich klar, was Alex tun würde, würde er hiervon erfahren? Hatte Taro überhaupt eine Ahnung was passieren würde, wenn überhaupt jemand hiervon erfuhr? Ich wohnte hier, und dass nur weil ich sonst keinen Ort hatte, an dem ich sicher war. Zumindest nicht bis Alex nicht gefasst war. Ich konnte zu meinen Eltern ziehen, die aber hatten doch ohnehin keine Ahnung was passiert war, geschweige denn was Alex sich alles geleistet hatte. Konnte das hier nicht noch für Probleme sorgen, wenn sein Vorgesetzter irgendetwas davon erfuhr, dass er sich einfach einen möglichen Drogenjunkie ins Bett holte? Ich wollte ihm wirklich keine Probleme schaffen, wollte nicht das sein Leben hier überhaupt noch mehr verändert wurde, als es ohnehin schon war - der Alkohol aber hatte eine verdammt überzeugende Wirkung. Oder war es Taro selbst, und seine heißen Finger auf meiner Haut? Es war Taro, oder? Seine Finger auf meiner Haut, die brennende Spuren und leidenschaftliches Verlangen in mir hinterließen. Er hatte doch wirklich keine Ahnung, was er hier gerade tat. Augenblicklich stockte mein Atem, und auch wenn ich mir sicher war das es gegen die Vorschriften seines Arztes war, dass er hier auch nur irgendetwas hochhob, spielte es gerade noch nicht einmal eine sonderlich große Rolle. Er würde es schon nicht tun, würde es ihn wirklich verletzen oder ihm Schmerzen zufügen. Erst als die Matratze meinen Rücken traf, und Taro sich über mich beugte, wurde es unangenehm. Ich schluckte schwer, war mir nicht sicher ob es meine Einbildung war, oder weshalb das alles hier plötzlich eine andere Richtung einnahm. Gott, ich war betrunken genug, um jetzt einfach weiterzumachen, stattdessen aber zog ich Augenblicklich mein Bein zwischen ihn und mich, drehte mich zur Seite weg und fiel vom Bett. "Nicht bewegen," bat ich ihn ein weiteres Mal. Scheiße. Scheiße, das konnte doch nicht wahr sein! Alex war nicht hier, und trotzdem spukte er in meinem Kopf herum, unterbrach hier Dinge obwohl er noch nicht einmal dabei war. Ich schluckte schwer, atmete tief ein. Er war nicht ansatzweise wie Alex, hatte noch nicht einmal etwas getan, was mich an Alex erinnerte - und trotzdem hatte es ausgereicht um mich daran zurückzuerinnern. Meine Hand rieb augenblicklich über die Stellen, die Alex damals berührt hatte, an denen er seine dunklen Male hinterlassen hatte - die mittlerweile entweder ganz verschwunden oder nur noch leicht gelb-grüne Zeichen waren. Mit einem Mal fühlte ich mich hier nicht nur unwohl, sondern auch nackt. Ich hätte wohl doch nicht mit dem Trinken aufhören sollen, hätte noch ein paar mehr Gläser kippen müssen um wirklich alles zu vergessen. Erneut schluckte ich, zerrte eines der T-Shirts an mich und zog es mir über den Kopf. Der Alkohol hatte seine Wirkung verloren, ebenso wie der Kuss und seine Berührungen. Stattdessen waren es nicht Taro's Finger, die ich auf meiner Haut spürte, sondern die des Mannes, der mich eigentlich hätte lieben sollen. Von dem ich gedacht hatte, dass er mich liebte.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Nov 22, 2018 9:50 pm

Alenica Salloa
Ich war meistens nicht besonders motiviert zum Arbeiten, was vermutlich mehr daran lag, dass ich einfach diesen Job nicht gerne ausübte. Aber das Leben war halt eben kein Ponyhof und ich hatte es selbst verbockt. Ich konnte niemand anderem die Schuld geben ausser mir selbst. Ich war da hinein gerutscht und ich wusste, dass die Gefahr ein ganzes Leben bestand, dass ich wieder dort hinunter rutschen könnte. Ich wollte ja nichts mehr damit zu tun haben, aber das war einfacher gesagt als getan. Vor allem wenn man nicht gerade in einer der wohlhabenderen Gegenden von Blueville wohnte. Ich ging hinein und sprach den Typen an, der dort sass und irgendwas schrieb. Er wirkte nicht wie ein Kellner. Gleich darauf erfuhr ich auch schon, was er hier zu suchen hatte. Seinem Vater hier gehörte der Laden. Tja, dann gehörte er wohl zu denen, die es vermutlich nie besonders schwierig gehabt hatten. Aber ich wollte keine falschen Unterstellungen machen. Vielleicht lag ich auch falsch. Er stellte sich als Finn vor. Wow, er glühte ja fast schon vor Begeisterung. Meine dagegen hielt sich in Grenzen. „Alenica, aber du kannst mich Nica nennen“, sagte ich zu ihm und ergriff seine Hand. Ich schüttelte diese kurz, bevor ich sie wieder los liess. Er sah eigentlich ganz gut aus. Aber allem Anschein nach schien er eher einer dieser Kerle zu sein, die studieren gingen und eine erfolgreiche Karriere hinlegten. Ich gehörte nicht dazu. Ich hatte schon bemerkt, dass viele Leute nichts mehr mit mir zu tun haben wollten, wenn sie erfahren, dass ich ein Ex-Junkie war. Allerdings konnte ich das nicht ändern. Ich folgte ihm daher und zog meine Jacke bei der Garderobe aus, bevor ich von ihm die Arbeitsbekleidung bekam. „Also arbeitest du hier oder wie?“, fragte ich ihn. Vielleicht verbrachte er ja gerade nur aus Spass ein bisschen Zeit hier. Vielleicht half er ja aber selbst ein bisschen aus. Ich hatte nun wirklich keine Ahnung, wie knapp sie dran waren. „Mein Chef konnte mir nicht sagen, ob ich nur heute aushelfen muss oder mehrere Tage. Weisst du da mehr?“, fragte ich nach. Immerhin war ich ja fast an der Quelle, wenn er der Sohn von Inhaber war. Solche Sachen bekam man doch sicher ab und zu in der Familie mit über oder? Jedenfalls wäre ich froh, wenn ich nicht erst heute Abend erfahren würde, ob ich erneut hierher arbeiten kommen müsste oder nicht. Meinem Chef konnte ich ja schlecht widersprechen.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Nov 22, 2018 9:50 pm

Taro Maekawa
Nieve hatte wirklich einen Hammerkörper und das wurde mir mehr denn je bewusst. Gerade war es mir egal, was für Konsequenzen das haben konnten. Mein Privatleben ging meine Arbeit nichts an. Das war schon immer so gewesen. Man würde sich noch wundern, wie viele Polizisten einen Problemfall als Ehefrau hatten oder was auch immer. Ausserdem musste ja hiervon niemand erfahren. Ich hörte, wie der Atem stockte, als ich sie hochhob. Meine Rippen waren mir in diesem Moment komplett egal. Ich spürte sie noch nicht einmal richtig. Ich legte sie sanft auf das Bett und hatte gerade mein Becken gegen ihres gedrückt, als sie auf einmal auf Abstand ging. Sie drückte ihr Bein zwischen uns, wobei der Hautkontakt zwischen uns abbrach. Ich sah sie verwundert an. Ich sollte mich erneut nicht mehr bewegen? Dann aber dämmerte es mir langsam, was hier abging. Ich sah die Furcht in ihren Augen. Langsam aber sicher merkte auch ich, was hier gerade abging. Sie hatte Angst. Das letzte Mal, als sie Sex gehabt hatte, war es schmerzhaft gewesen und vermutlich war sie auch nicht einverstanden gewesen. Das war alles andere als schön und es hatte anscheinend doch seine Spuren hinterlassen. Obwohl sie gesagt hatte, dass ich mich nicht bewegen sollte, richtete ich mich auf und trat sofort einen Schritt zurück. Mein Verlangen war immer noch da, aber es hatte inzwischen doch einen Dämpfer verpasst bekommen. Ich wusste, dass das etwas Ernstes war. Sie dagegen schnappte sich ein Shirt von mir, welches herumlag und zog es sich um den Kopf. Es war mein Fehler. Ich hatte den Schritt ins Schlafzimmer gewagt, nicht sie. Vielleicht hatte sie einfach beim Knutschen bleiben sollen. Langsam meldete sich meine Vernunft wieder. Verdammt, das alles war ein riesiger Fehler gewesen. Ich schüttelte den Kopf und trat noch einen Schritt zurück. Das Einzige, was sie vermutlich gerade von mir wollte, war Abstand und diesen würde ich ihr auch geben. Sie musste sich dafür nicht entschuldigen. Ich konnte es eigentlich sogar noch verstehen. Das war nichts, was man einfach so vergessen konnte. Sie brauchte Zeit. Sie musste sich vermutlich wieder ein bisschen herantasten und das zwischen uns wäre sowieso nicht gut geendet. Sie sollte jemanden suchen, der Zeit für sie hatte und bei dem sie an vorderster Stelle stand. „Tut mir leid, das ist mein Fehler. Ich hätte nicht so weit gehen sollen“, entschuldigte ich mich. Ja, sie hatte mich geküsst, aber ich hätte aufhören können. Stattdessen hatte ich sie wieder geküsst und mich zwischen ihre Beine gedrängt. Es war nicht umgekehrt gewesen. Verwirrt über mich selbst drehte ich mich um und ging in das Wohnzimmer. Mein Körper war innerlich zerrissen. Es hatte lange gedauert, bis irgendeine Frau es wieder mal so weit gebracht hatte. Ich versuchte an irgendwas anderes zu denken als an ihren nackten Körper, aber meine Gedanken wanderten sofort wieder dorthin, als ich ihre Kleider auf dem Boden liegen sah. Ich hob sie auf und erinnerte mich kurz an ihr Striptease. Mit einem Kopfschütteln schob ich die Gedanken beiseite und faltete die Kleider ordentlich zusammen. Danach räumte ich die Karten weg. Ich wollte sie nicht bedrängen und ich konnte nicht genau sagen, wie viel Abstand sie brauchte. Das würde ich wohl herausfinden müssen. Ich hätte es jedoch nie so weit kommen lassen dürfen. Ich war doch sonst auch immer der Vernünftige!

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am Do Nov 22, 2018 10:06 pm

Jessica Rose McDougall
Ich hasste meine Mutter. Na gut, das war vielleicht etwas übertrieben und die Gene die ich mit ihr teilte zwangen mich dazu sie irgendwie zu lieben. Aber ich hasste ihren Kontrollzwang und alles was sie mir seit Jahren antat. Meine Kindheit war noch toll gewesen, aber sobald es darum gegangen war in die Schule zu kommen, wurde ich immer nur zu den besten Leistungen gedrängt und nichts war ihnen gut genug gewesen. Selbst Jahre später, nachdem ich erwachsen war und ein eigenes Leben weit weg von ihnen führte, konnte ich mich nicht komplett ihre. Klauen entreißen. Vor allem wenn sie mich verfolgten. Ich hätte wirklich überhaupt gar kein Problem damit wenn sie mich verstoßen würden, von mir aus konnten sie mich komplett ignorieren und so tun als hätten sie keine Tochter, das alles wäre einfacher. Auf den Scheck und die halbherzige Karte zu Weihnachten und meinem Geburtstag konnte ich getrost verzichten, aber so leicht machten sie es einem nicht. Meine Mutter hätte sich wenigstens ankündigen können, denn eine Einladung oder Zustimmung hätte sie garantiert nicht bekommen. So hätte ich mich vorbereiten können und vor allem Arthur fernhalten können, stattdessen spazierte er hier einfach rein. Ich hatte nicht schnell genug reagieren können, da hatte er schon aufgeschlossen und stand im Raum. Hätte ich ihm bloß keinen Schlüssel gegeben. Da meine Wohnung bloß ein großer Raum war, trat er von der Tür einfach um die Ecke und sah uns auf der Couch sitzen. Ich hätte das hier so gern verhindert, weil ich Arthur diese Vorstellung ersparen wollte. Meine Mutter würde ihm eiskalt ihre Meinung ins Gesicht sagen und damit alles ruinieren. Ich sollte sie raus schmeißen, aber sie würde nicht gehen, sie würde stattdessen trotzig nur protestieren. Ich wischte mir schnell mit beiden Händen über das Gesicht, aber er hatte mein verschmiertes Makeup und die roten Augen bestimmt schon gesehen. "Arthur-" wollte ich ihn gerade bitten mit mir in die Küche zu gehen, um ihn hier so schnell wie möglich wieder raus zu bekommen, aber ich war nicht mal aufgestanden, da hatte er sich schon vorgestellt und sogar meiner Mutter die Hand hingestreckt. Sofort versteifte ich mich und sah gespannt zu meiner Mutter. Sie rümpfte ganz leicht, fast unbemerkbar die Nase und musterte ihn abschätzig, das hatte Arthur aber bestimmt gesehen. Was zur Hölle tat er da? Wieso fragte er mich nicht erst ob ich damit einverstanden war, dass er hier in das Gespräch mit meiner Mutter platzte, vielleicht wollte ich ja dass er sie wann anders kennenlernte, im besten Fall würde das nie sein. Tja, meine Mutter war eben schon immer unberechenbar. Glücklicherweise nahm meine Mutter wenigstens seine Hand, auch wenn sie ihn nicht begrüßte oder seine Worte erwiderte, denn ich wusste, dass sie sich nicht freute ihn kennenzulernen. Sie schätzte Arthur nicht, weder was er beruflich machte, noch dass ich ihn für gut genug befand, nichts davon war für sie von Interesse. Ich zeigte keine Regung, als er mich fragend ansah und konnte auch seinen Begrüßungskuss nicht erwidern, den ich wirklich total unangebracht vor meiner Mutter fand. Arthur wollte entweder selbstbewusst und unbeschwert wirken, mich trösten oder aber ihn machte meine Mutter wirklich keine Angst, was wiederum mich beängstigen würde. Ich sah Arthur nun von der Seite an, dann wieder meine Mutter und dann wieder zu ihm. Also, was? Würde er jetzt einfach hier sitzen bleiben? "Ähm du, musst du nicht noch etwas besorgen...oder arbeiten erledigen? Ich komm dann später zu dir?" schlug ich ihm vor und hoffte dass er die indirekte Botschaft verstand und meine Bitte respektieren würde. "Ach nein, bitte du musst ihn nicht wegschicken. Was ich zu sagen habe, kann er ruhig auch hören, immerhin ist es größtenteils seine Schuld." kam meine Mutter zuvor und ich sah schnell zu ihr. Wirklich? War das jetzt ihr Ernst? Sie stellte kokett ihre Tasse ab und verschränkte die Hände ineinander, als würden wir ein formelles Gespräch führen. "Erst durch ihn bist du so in die Öffentlichkeit geraten, hast dich in der Presse als Anhängsel eines Möchtegern Cavaliers gezeigt, wie all die anderen aufgespritzen Nutten die nur hinter dem Geld und Ruhm reicher Männer hinterher sind. Denkst du eigentlich auch an deine Familie? Was für eine Licht es auf unsere Seriosität als Ärzte wirft, wenn unsere Tochter sich so anbidert? Wir haben dich nicht erzogen, dass du damit deine Zeit verschwendest! Erst dieser lächerliche Studiengang und dann das? Willst du uns etwa bestrafen? Wir haben dir immer alles vom besten gegeben-" - "Alles? Was genau meinst du? Druck, Ziele und den Drang immer perfekt zu sein?" platzte ich raus und war im nächsten Moment selbst von mir überrascht, dass ich mich in Arthurs Gegenwart so ungefasst zeigte, aber sie trieb mich zur Weißglut. "Alles was ich von euch hatte war das Gefühl nie gut genug zu sein, als würdet ihr mich zu einem Arzt ausbilden wollen! Und wenn ich mal schwach wurde und Emotionen gezeigt habe, ihr mal wieder gemerkt habt, dass ich eure Tochter bin, dann habt ihr mir irgendein teueres Geschenk gemacht, um damit die Lücke an elterlicher Wärme zu füllen. Also um es nochmal zu sagen, alles was ich von euch hatte, war mehr Geld als Liebe. Und deswegen hast du kein recht zu bestimmten was ich mit meinem Leben mache. Ich bin erwachsen und dir kann scheiß egal sein mit wem ich zusammen bin! Ich liebe ihn und du weißt nicht wie gut er zu mir ist, außerdem kennst du ihn überhaupt nicht, also wage es nicht jemals wieder etwas schlechtes gegen ihn zu sagen!" unbemerkt war ich aufgestanden und schrie sie an, sodass ich jetzt ganz atemlos war. Meiner Mutter hatte es wohl auch den Atem und die Sprache verschlagen, denn sie sah mich doch tatsächlich überrascht an und es wurde plötzlich verdammt still. Dass ich unbemerkt in meiner Tirade gesagt hatte, dass ich ihn liebte, hatte ich wieder vergessen.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Do Nov 22, 2018 10:15 pm

NIEVE Vaughn

Das hier war anders, als es damals gewesen war. Wie lange war es mittlerweile her? Ein paar Wochen, höchstens zwei Monate? Man hatte Alex immer noch nicht gefunden, und so wie ich ihn kannte, würde er weiterhin alles dafür geben, nicht hinter Gitter zu landen. Dafür war er zu feige, zu klein. Er konnte dort doch ohnehin nicht mit den Großen mithalten, wäre verdammt schnell irgendwo weit unten in der Rangliste - ein weiterer Grund für ihn, sich nicht schnappen zu lassen. Und dann war da noch ich. Der eigentliche Grund, weshalb er sich jetzt ganz bestimmt nicht schnappen lassen würde. Er hatte gewusst, dass ich mit Taro reden würde, er hatte es mir verboten und ich hatte es getan, weil ich gedacht hatte es unter Kontrolle zu haben. Dabei hatte Taro alles durcheinander gebracht, so wie er es jetzt auch tat. Er brachte alles durcheinander, ließ mich Dinge denken und Dinge fühlen, die ich nicht für möglich gehalten hatte. Ich wollte das hier nicht denken, wollte nicht daran zurückdenken was mit Alex passiert war. Dabei war es noch nicht einmal seine Schuld. Es war nicht Taro's Schuld, dass ich hinter dem Bett hockte und auf Abstand ging, weil es zu schnell zu weit gegangen war. Wahrscheinlich war ich wirklich noch nicht betrunken genug, musste einfach noch ein paar Gläser mehr trinken. Oder ich sollte es einfach bleiben lassen, sollte erst gar nicht wieder daran denken mich an ihn ranzumachen. Wenn es doch ohnehin nur schlechte Erinnerungen weckte, wollte ich es nicht. Ich wollte seine Finger nicht noch einmal auf meiner Haut spüren, wollte nicht darüber nachdenken, wie unsagbar schlimm es sich angefühlt hatte, als er mich nicht einmal für einen kurzen Moment durchatmen hatte lassen, stattdessen hatte er meinen zerstörten Anblick genossen. Und das war wohl das Schlimmste. Die Tatsache, dass ich wirklich gedacht hatte, er hätte mich geliebt. Dabei tat er es nicht, hatte es auch nie getan. Man tat der Person die man liebte, so etwas nicht an. Man beschützte die Person, die man liebte. Man benutzte sie nicht. Alex hatte mich nie geliebt. Ich schluckte schwer, atmete ein weiteres Mal tief ein. Es half nichts, denn obwohl Taro bereits auf Abstand war, und seine Hände nicht weiterhin meinen Körper berührten, hatte ich doch das Gefühl als wäre da noch jemand. Und es machte mich krank, ließ mich heftig aufstoßen. Er dachte was? Augenblicklich hob ich meinen Blick, sah hinüber zu Taro. Er dachte, dass hier war sein Fehler. Er dachte, dass er das hier getan hatte. "Es ist nicht dein Fehler," das war es nicht. Nicht er war schuld daran, noch nicht einmal ich hätte es besser wissen müssen. Alex war Schuld daran. Er war es, der das hier verursachte. Der selbst jetzt noch in meinem Kopf war. Ohne ein weiteres Wort verließ er das Schlafzimmer, hinterließ mich nicht nur gänzlich verwirrt darüber, dass ich doch wirklich gedacht hatte einfach so tun zu können, als wäre es in Ordnung wenn wir hier rummachten. Als wäre es erwartet. Ich schob mich vom Boden hoch, zögerte für einen Moment und starrte die Matratze an. Ich brauchte eine Dusche. Gott, ich musste seine Fingerabdrücke von mir bekommen. Hierbei konnte mir Taro auch nicht mehr helfen, zumal ich noch nicht einmal wusste ob er es überhaupt wollte. Gott, ich hatte ihn heiß gemacht und dann einen Rückzieher gemacht - obwohl er ziemlich offensichtlich nicht einfach aufhören hatte wollen. Das wollte ich doch auch nicht! Ich zerrte das T-Shirt über meinen Körper, schlang die Arme um diesen und verschwand ins Badezimmer. Ich brauchte eine Dusche, und dann musste ich eine rauchen. Es war nicht sein Fehler. Scheiße es war doch wirklich nicht sein Fehler gewesen, woher hätte er denn ahnen sollen, dass es hierzu kommen würde? Vorsichtig ließ ich mich gegen das Waschbecken sinken, zog das T-Shirt das ich anhatte über meine Nase und schloss die Augen. Ich atmete tief ein. Einmal. Zweimal. Ich brauchte nur etwas Abstand, und Alex musste endlich gefunden werden. Wahrscheinlich würde es selbst dann nichts bringen. Wahrscheinlich hatte er sich einfach in meinen Kopf eingenistet, und los wurde ich ihn so schnell wohl wirklich nicht.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Copilu am Do Nov 22, 2018 10:39 pm

Finnegan „Finn“ Williams
Alenica also, ein recht ungewöhnlicher Name. Zumindest hatte ich ihn bisher noch nicht gehört und in einem Café bekam man doch schon den ein oder anderen Namen Mut. „Okay, dann schön dich kennen zu lernen Nica“, erwiderte ich lächelnd. Es schien mir angebracht ihr gegenüber nett zu sein. Sie schien keine große Zicke zu sein, nicht unbedingt motiviert, aber wir würden uns schon vertragen für die Zeit die sie hier war. Ich zeigte Nica also die Garderobe wo sie ihre Sachen lassen konnte und ich ihr welche von unserer Arbeitskleidung gab. Davon ausgehend, dass es ihr passen sollte, sonst müsste man eben noch mal nach einer anderen Größe schauen. „Nicht ganz, aber ich helfe zumindest aus, wenn ich kann oder wenn mal gerade Not am Mann ist, wie eben jetzt“, erklärte ich. Vor allem in der Zeit von der Diagnose unserer Mutter, bis nach ihrem Tod hatten Izzy und ich das meiste hier gemacht und koordiniert. Ich wusste also was ich tat und trotzdem war mir das schreiben eben noch lieber. Das Café einfach aufzugeben war dabei trotzdem nie eine Option gewesen. Dafür hatte es meiner Mutter zu viel bedeutet und inzwischen machte mein Vater ja auch wieder das meiste, sodass wir höchstens mal als Aushilfen einsprangen. Sicher würde es ihr nicht gefallen, aber ganz genau, wie lang sie hier bleiben würde wusste ich auch noch nicht. „Ich gehe schon mal davon aus, dass du ein paar Tage hier bleiben wirst. Die die durch Krankheit ausgefallen sind sind auch noch etwas krankgeschrieben. Bei den anderen hoffen wir, dass sie es irgendwie einrichten können öfter zu kommen. Mein Vater kann dir bestimmt mehr sagen, ich hab leider nicht alle Pläne im Kopf“, meinte ich entschuldigend. Bei unseren Angestellten war so ziemlich alles dabei, von Leuten die das hier als Hauptberuf machten, als Teilzeit, auch einige Studenten. Wenn es so viele Ausfälle gab war das immer schwer zu koordinieren oder jemanden zu finden, der sagte, dass er mal eben eine Schicht übernahm, weil es doch meistens mit Überstunden verbunden war. Deswegen war mein Vater auch sehr froh gewesen, als sein Kumpel gesagt hatte, dass er Nica zu uns schicken würde. „Würdest du lieber hinter dem Tresen arbeiten oder Bedienung machen oder ist dir das egal? Wenn du dich umgezogen hast kann ich dir dann auch vorne alles zeigen.“ Ich fand es lag bei ihr, wo sie hauptsächlich sein wollte, wenn sie schon mehr oder weniger zwangsweise hier war.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Nov 23, 2018 2:10 pm

Alenica Salloa
Na ja, unter anderen Umständen hatte ich es vielleicht ebenso gemocht ihn kennenzulernen. Aber unter der jetzigen Situation konnte ich da nicht vollends zustimmen. Ich hatte mich nicht freiwillig gemeldet, um hier als Aushilfe zu dienen. Es war so entschieden worden und da ich in der Ausbildung war und somit nichts zu sagen hatte, war ich nun hier. Eigentlich war es nicht mein Typ, dass ich mich einfach zurückhielt und nichts sagte. Aber ich war auf diese Stelle angewiesen. Ich wusste nicht, wie schnell ich erneut eine Stelle finden würde. Ich nickte kurz, als er erklärte, weswegen er denn hier war. Wenn sogar der Sohn des Chefs aushelfen musste, dann würde ich garantiert nicht nur einen Tag sein und genau das bestätigte er mir auch im nächsten Moment. Na toll. Natürlich wusste ich nicht, wie die Arbeit hier wäre oder nicht. Vielleicht war sie ja sogar besser wie bei meiner eigentlichen Arbeitsstelle. Aber ich hatte einen weiteren Arbeitsweg und somit musste ich früher aufstehen, jedoch sagte ich dazu kein Wort. Ein falsches Wort würde mein Chef sicher erfahren und er würde das Gefühl haben, dass ich ihn schlecht darstellen würde. Gut, das würde ich auch tun, wäre ich nicht hierauf angewiesen. Bei seiner Frage zuckte ich die Schultern. „Das spielt mir keine Rolle. Ich springe einfach dort ein, wo ich gerade gebraucht werde", meinte ich zu ihm. „Ich gehe mich kurz umziehen", meinte ich und deutete auf die Garderobe. Ich ging hinein und schloss dir Tür hinter mir. Ich zog die Arbeitskleidung an, die er mir in die Hand gedrückt hatte. Die Grösse war ganz okay. Es passte eigentlich gut, abgesehen dass das Oberteil um die Brust herum ein bisschen spannte. Aber das war eine Kleinigkeit und wenn ich beschäftigt war, würde ich es sowieso nicht merken. Ich band meine Haare noch zusammen, da sie meistens sowieso nur nervten, wenn ich sie offen trug. Daher hatte ich bei der Arbeit meine Haare eigentlich immer zusammen gebunden. Als ich räumte meine eigenen Kleider weg und trat dann wieder nach draussen. „Dann zeig mir mal wie dieser Laden läuft", erwiderte ich lächelnd. So einen grossen Unterschied zum anderen Café konnte es sicher nicht sein. Schlussendlich ging es doch immer um das Gleiche. So lange die Gäste zufrieden waren und man es sich mit keinem verscherzte, war alles okay. Der Kunde war König. Ich hasste diesen bescheuerten Spruch, aber er war leider nun einmal wahr.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Nov 23, 2018 2:10 pm

Taro Maekawa
Gott, das hätte nicht passieren dürfen. Ich hätte mich zurückhalten sollen. Ich hätte mir denken müssen, dass das Ganze bei ihr ab einem Punkt zu viel wurde. Was hatte ich mir dabei gedacht? Dass sie mit mir einfach so ins Bett springen würde, nachdem was bei ihr das letzte Mal passiert war? Nein, vermutlich nicht. Aber ehrlich gesagt, hatte ich mir dabei gar nichts gedacht. Mein Verlangen und meine Erregung hatte mich sprichwörtlich überwältigt, während mein Gehirn und damit auch mein Verstand sich abgeschaltet hatte. Deswegen sass sie nun auch auf der anderen Seite des Bettes am Boden. Es hätte nicht so verlaufen sollen. Ich schüttelte nur den Kopf, als sie mir widersprechen wollte. Es war mein Fehler. Ich hätte das Ganze abbrechen müssen. Mein Verstand sagte das, aber mein Körper verzehrte sich immer noch nach ihrem. Es konnte nicht sein, dass mein Verlangen die Oberhand ergriff und meinen Verstand verdrängte. Das durfte nicht mehr passieren. Dennoch hatte ich das Gefühl, da Nieve jetzt bereits schon meine Lust wieder geweckt, diese nicht so schnell wieder verschwinden würde. Aufgewühlt verliess ich das Zimmer. Ich konnte gerade eh nicht besonders viel ausrichten. Ich war ein Mann. Und sie hatte gerade Angst vor Männern. Sie hatte Angst vor mir gehabt. Ich räumte die Karten weg und hob ihre Kleider hoch. Natürlich half das nicht gerade wirklich, dass ich auf andere Gedanken kam. Ich rieb mir leicht die Rippe, als ich mich nach meinem T-Shirt bückte. Vielleicht war es ja so besser, dass es gar nicht so weit gekommen war und dennoch wollte mein Körper etwas ganz anderes. Er wollte sie. Ich schluckte und hörte, wie sie ins Badezimmer verschwand. Sie brauchte wohl gerade wirklich ein paar Minuten für sich alleine. Ich konnte diese Zeit nutzen, um meine Gedanken genauso wie meinen Körper wieder zu beruhigen. Ich zog mir das Shirt über und ging in die Küche, wo ich mir ein Glas Wasser einschenkte. Ich nippte leicht daran. Das Gefühl betrunken zu sein war verschwunden. Es war verschwunden, als Nieve mich mit ängstlichen Augen angeschaut hatte. Das sollte kein Vorwurf sein. Sie war eigentlich alles andere als ängstlich und das wusste ich. Ich hätte mich einfach zusammenreissen sollen und mein Verlangen unterdrücken. Nur hatte das dieses Mal nicht geklappt. Ich seufzte leise auf und leerte mein Glas mit einem Zug. Das war eine ganz schlechte Idee von mir gewesen. Ich war auf die Idee gekommen, dass wir ein Spiel spielen konnten und das war der Anfang vom Ende gewesen. Ich stellte das Glas in die Spüle, bevor ich wieder ins Wohnzimmer zurückkehrte. Ich nahm die Fotoalben und räumte auch diese wieder weg. Ich ging mit ihnen in mein Schlafzimmer, öffnete die Schublade der Kommode und legte sie wieder hinein. So schnell würde ich diese vermutlich nicht mehr nach vorne nehmen. Es war eine Ausnahme gewesen. Ich hing nicht gerne in der Vergangenheit rum. Vermutlich weil da alles noch besser und einfacher gewesen war. Jetzt war alles anders. Ich hob den Kopf und sah zur Badezimmertür ich wollte sie fragen, ob alles okay war. Ob ich ihr irgendwie helfen konnte. Aber vermutlich konnte ich ihr nur helfen, indem ich sie in Ruhe liess und mich ihr nicht aufdrängte. Ich schnappte mir eines der Kissen und eine weitere Decke aus dem Schrank. Es wäre wohl besser, würden wir heute nicht im selben Bett schlafen. Ich hätte darauf achten müssen, also würde auch ich auf dem Sofa schlafen. Ich ging ins Wohnzimmer, zog mich bis auf die Boxershorts aus und legte mich hin. Ich schob das Kissen unter meinen Kopf und die Decke über meinen Kopf. Sie sollte mich gar nicht versuchen umzustimmen. Es würde nicht funktionieren. Ich verschränkte die Arme hinter dem Kopf, während ich einfach an die Decke sah. In mir alles gerade noch ein bisschen zu aufgewühlt, als dass ich bereits schlafen könnte.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Fr Nov 23, 2018 2:46 pm

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Weshalb passierte das hier? Weshalb konnte es nicht einfach .. einfach sein? Musste eigentlich wirklich alles kompliziert sein, hatte ich mich wirklich dafür entschieden ein kompliziertes Leben zu führen, als ich mit Alex weggelaufen war? Mir war heute bewusst, dass ich auf meine Eltern hätte hören sollen, stattdessen aber hatte ich mich gegen sie gestellt und wirklich so getan, als wüsste ich es besser. Als Teenager, völlig auf sich alleine gestellt, lebte es sich nicht gut in dieser Welt. Vor allem nicht mit jemandem wie Alex an seiner Seite, denn er hatte sich nie sonderlich viel Mühe gegeben ein guter Freund zu sein. Für ihn hatte es doch ohnehin keine Rolle gespielt, tat es selbst heute nicht. Das hatte er mir mehr als deutlich gemacht, hatte er mir mehr als ein Mal gezeigt. Und nun erinnerte selbst Taro mich an ihn. Nicht weil er wie er war - Gott, Taro war doch so ziemlich das genaue Gegenteil von ihm. Er war, nett und half mir, wirkte dabei sogar fast schon so als wäre es ihm wirklich nicht gänzlich egal was mit mir war. Alex aber hatte nie so getan, als wäre es ihm wichtig. Es hatte ihn nicht weiter gebracht, hatte nur für Probleme mit seinen Leuten gesorgt. Er hätte dadurch Schwäche gezeigt, und Schwächen konnte er sich nicht leisten. Ich musste Alex endlich aus meinem Kopf bekommen, er war doch schon lange kein Teil meines Lebens mehr! Frustriert, oder konnte ich es überhaupt so nennen, ließ ich den Stoff seines Shirts wieder sinken und rieb mir übers Gesicht. Ich wollte duschen, um dieses Gefühl loszuwerden, jedoch war mir klar, dass es doch nur ein Gefühl war. Es war ein Gefühl, und Gefühle konnte man nicht einfach abwaschen wie Make Up. Wie Körperflüssigkeiten, die man eindeutig nicht an der Haut kleben haben wollte. Ich zog mir den Bademantel über, schloss diesen und verließ das Badezimmer wieder. Ich konnte nichts einwerfen - einerseits weil Taro es niemals zulassen würde, andererseits weil ich es nicht wollte. Nein, das war nicht wahr. Ich wollte es, schließlich war es für mich eine ganze Weile lang der einzige Ausweg gewesen, jedoch hieß das nicht das ich es wirklich wollte. Ich wollte mein Leben auf die Reihe bekommen, und Zigaretten halfen mir doch ebenso sehr wie irgendwelche dummen Pillen, die mich doch auch nur an Alex erinnern würden. Vielleicht sollte ich auch mit dem Rauchen aufhören. Gott. Aufgewühlt schnappte ich mir meine Zigaretten, schloss die Eingangstür noch einmal auf und verschwand hinaus. Ich war mir ziemlich sicher, dass Taro verstehen würde was ich hier tat. Er wusste das ich rauchte, und in seiner Wohnung konnte ich wohl schlecht genau das tun. Ich atemte tief ein, ließ mich auf die Treppen vor dem Haus sinken und *zensiert* eine der Kippen heraus. Ich sollte wohl wirklich aufhören mit dem Rauchen. Und ich konnte Taro hier nicht wirklich das Gefühl geben, als wäre es seine Schuld gewesen. Das war es nicht. Es war nicht seine Schuld gewesen, dass ich nun hier saß. Es war nicht so als hätte er etwas getan, es war Alex' Schuld. Es war Alex, der das hier ausgelöst hatte, und der dafür bestraft werden sollte. Und trotzdem tat Taro so, als hätte er es besser wissen sollen. Das hatte er aber nicht. Ich hatte ihm doch das Gefühl gegeben als sei es in Ordnung, Selbst das Rauchen erinnerte mich an ihn. Ich atmete tief ein, ließ meine Kippen in den Bademantel verschwinden und stampfte die angezündete Zigarette wieder auf. "Taro?" Ich hatte keine Ahnung was er dachte, oder wo er sich jetzt plötzlich versteckt hatte. Im Schlafzimmer war er nicht gewesen. Ich schloss die Tür hinter mir wieder ab, blieb für einen Moment an dieser stehen. "Können wir morgen Abend los?" Es war seine Idee gewesen, einen Ausflug zu machen. Und es war seine Idee gewesen, das hier einfach für eine Weile hinter uns zu lassen. Bevor wir den Alkohol Entscheidungen hatten treffen lassen. Ich schlang den Bademantel enger um mich, Am Wohnzimmer blieb ich stehen, immer noch auf Abstand. Er konnte nur hier sein - und er lag allen Ernstes auf der Couch. Er wollte hier schlafen? Verwirrt zog ich die Augenbrauen zusammen, atmete tief ein. Es war nett von ihm jetzt einfach hier draußen schlafen zu wollen, ihm war aber schon klar das es ganz bestimmt nicht gut enden würde, oder?

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Nov 23, 2018 3:38 pm

Taro Maekawa
Nieve war eine ganze Weile im Badzimmer und liess sich nicht blicken. Ich wusste, dass das kein gutes Zeichen war. Ich würde aber auch nicht nachfragen gehen. Ich war ihr ja nun schon wirklich genug auf die Pelle gerückt. Ich würde es ja wohl wirklich nur noch schlimmer machen, wenn ich jetzt nachfragen würde, ob alles okay wäre. Sie konnte auf mich zukommen, wenn sie bereit dazu war. Ich hörte, wie die Badezimmertür aufging. Ich setzte mich jedoch nicht auf, sondern blieb einfach auf dem Sofa liegen. Ihre Schritte kamen näher und wurden wieder leiser, als sie zu meiner Haustür ging. Diese öffnete sich und schloss sich wieder. Ich wusste nicht, was sie da draussen machte. So wie ich sie kannte, würde sie aber eine Zigarette rauchen gehen und nach ein paar Minuten wieder hineinkommen. Manchmal dauerte es länger, manchmal weniger. Es kam immer drauf an, wie viele Zigaretten sie nacheinander rauchte. Dabei kam es darauf an, wie gut sie gerade gelaunt war oder eben nicht. Heute war sie aber alles andere als gut drauf, also konnte es heute lange gehen. Ich stiess die Luft aus und starrte weiter an die Decke. Erstaunlicherweise ging es dann aber wirklich sehr schnell und ich hörte wieder, wie die Tür aufging. Ich schwieg weiterhin. Mein Blick starr an die Decke gerichtet. Ich seufzte leise auf und tastete mit meinen Fingern meine Rippen ab. Das war eine blöde Angewohnheit, die ich mir zugelegt hatte. Als ob ich dadurch spüren konnte, ob meine Knochen nun bereits schon verheilt waren oder eben nicht. „Hmm?“, fragte ich sie und richtete mich ein bisschen auf, als ich meinen Namen hörte. Sie trat näher heran und ich sah, wie sie die Augenbrauen zusammenzog. Ich würde hier schlafen und sie konnte mich nicht umstimmen. Ich konnte ihr ansehen, dass ihr das nicht passte. Dieses Mal würde sie mich aber nicht umstimmen können. Ich sollte sie in Ruhe lassen und nicht meinen Kopf zwischen ihre Brüste betten. Vor allem nicht nachdem was passiert war. Ich sollte einfach hier auf dem Sofa bleiben und mich zurückhalten. Ich blinzelte Nieve überrascht an, als sie nach dem Ausflug fragte. Sie wollte also immer noch dorthin? Ich war schon ein bisschen überrascht, dass sie die ganze Sache nicht abblasen wollte, nachdem was heute passiert war. Ich seufzte leise und nickte dann. „Wir können auch schon früher los, mir spielt das keine Rolle“, erwiderte ich und zuckte die Schultern. Ich hatte immerhin keinen Job, zu dem ich gerade gehen musste oder was weiss ich. Ich hatte momentan allgemein gerade nicht besonders viele Verpflichtungen, also konnten wir ja auch einfach für eine Weile verschwinden. Meine Eltern würden das höchstens merken, wenn sie vorbei kommen würden, aber meistens war ich derjenige, der sie besuchte. Sie wussten, dass ich die meiste Zeit gar nicht zuhause war. „Also Chesterfield?“, fragte ich sie und stützte mich auf die Unterarme ab.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Fr Nov 23, 2018 4:11 pm

NIEVE Vaughn

Ich war der festen Überzeugung, dass Taro nicht hätte wissen können, ob Alex mich immer noch fest im Griff hatte, oder ob ich mittlerweile selbst Herr über meine Launen war. Woher hätte er aber auch wissen sollen, ob ich von seinen Berührungen an etwas erinnert werden würde, an das ich schon eine ganze Weile nicht mehr gedacht hatte. Um ehrlich zu sein hatte ich es überhaupt nicht. Ich hatte die Erinnerungen daran zur Seite geschoben, sobald ich meine Aussage gemacht hatte, und lediglich Liam etwas davon gesagt. Immernoch war ich nicht sicher, ob es überhaupt eine gute Idee gewesen war, meinen Bruder wissen zu lassen was los war. Weshalb ich nun so plötzlich mit einem Polizisten als Freund bei unseren Eltern aufgetaucht war, um dann doch ganz schnell wieder abzuhauen. Meine Eltern wussten es immer noch nicht - ich hatte nicht mit ihnen geredet, nicht darüber was passiert war nachdem ich mit Alex verschwunden war, nicht was dieses Jahr über passiert war. Vielleicht hatten sie eine Ahnung, und vielleicht konnten sie es sich zusammen reimen, schließlich hatten sie mich am Bett eines ziemlich übel verprügelten Polizisten gefunden. So einfach hatte ich meine Meinung nie geändert, und auch jetzt war es immer noch so. Ich änderte meine Meinung nicht einfach so von jetzt auf sofort. Ich brauchte einen Grund dazu - so hatte es für mich immer funktioniert, und deshalb stand ich nun wohl auch hier. Ich atmete tief ein, lehnte mich mit der Schulter gegen die Wand neben mir und schob mir die Haare über die Schultern. "Du bist Polizist, ich glaube nicht das du mit Restalkohol im Blut fahren willst," stellte ich fest. Ich war aufmerksam, und ich wusste wie viel er getrunken hatte. Mir war auch bewusst, wie lange es dauerte um sämtlichen Alkohol abgebaut zu haben - selbst mit seinem Gewicht konnten wir nicht vor frühem Nachmittag losziehen. Bei mir dauerte es wahrscheinlich sogar noch länger, bis ich gänzlich nüchtern war, und das auch einem Polizisten erklären könnte. "Wenn dort nichts ist, können wir immer noch weiterfahren," zuckte ich die Schultern. Chester Fields klang doch nach .. Abenteuer, oder nicht? Nicht wirklich, es klang viel mehr nach einem kleinen Dörfchen irgendwo im Nirgendwo, mit hübschen Wäldern aber nicht sonderlich viel Abenteuer oder Möglichkeiten auf andere Gedanken zu kommen. Vielleicht brauchten wir aber auch einfach nur hübsche Wälder um Dinge verarbeiten und vergessen zu können. Vor allem diese ganze Sache hier - Ruhe würde doch bestimmt helfen. Alkohol würde ich trotzdem mitnehmen, zwar nur in meiner Tasche versteckt aber wer wusste schon, wann wir irgendwo wieder etwas zu trinken bekamen. Chester Fields klang nämlich nicht wirklich danach, als sei sonderlich viel Möglichkeit dort. Langsam setzte ich mich wieder in Bewegung, ließ mich dieses Mal selbst auf den Sessel ihm gegenüber sinken und zog die Beine augenblicklich hoch. Ich lehnte den Kopf zurück, schloss für einen Moment die Augen und seufzte. Ich hatte keine Ahnung, was ich nach dem allen hier tun sollte. Und um ehrlich zu sein half es nicht zu wissen, dass Taro einfach dort weitermachen würde, wo er aufgehört hatte, als er suspendiert worden war. Gut, das war das falsche Wort. Man hatte ihn vom Fall abgezogen, und dann hatten Alex' Leute ihn schlimm erwischt. "Denkst du sie schnappen ihn bald?" fragte ich und wandte ihm meinen Blick zu. Wahrscheinlich nicht. ich kannte Alex besser als sonst jemand, und ich wusste wie viele Verstecke er hatte. Vielleicht würden sie ihn aber auch nie schnappen.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Nov 23, 2018 11:25 pm

Taro Maekawa
Ja, dieser blöde Alkohol hatte ich fast schon wieder vergessen gehabt, denn gerade spürte ich davon nicht mehr besonders viel. Dieses berauschende Gefühl war verschwunden und auch mein Körper hatte sich langsam wieder beruhigt. Dennoch war ich immer noch aufgewühlt. Ich wusste nicht, ob sie dass merkte oder nicht. Eigentlich spielte es gar keine Rolle. Ich hatte einen Fehler gemacht und das wusste ich. Ich hatte Bescheid gewusst. Ich hatte gewusst, was ihr wiederfahren war und dennoch hatte es mich nicht davon abgehalten, mich zwischen ihre Beine zu drängen. Ich hatte eine unsichtbare Grenzen überschritten gehabt und mir hätte es eigentlich klar sein müssen, dass diese Grenze irgendwo vorhanden war. Sie hatte es nicht gezeigt und ja, sie hatte mich geküsst – nicht umgekehrt. Dennoch hätte es mir in den Sinn kommen müssen. Ich hätte mich nicht so auf sie stürzen sollen, sondern hätte zuerst auf ihre Reaktion warten müssen. Aber das war jetzt alles vorbei und vielleicht war es sogar besser so. Das war aber nur ein vielleicht und eigentlich genügte mir das nicht. Ich mochte keine vage Antworten oder Aussagen. Zudem hatten sich unsere Küsse viel besser angefühlt, als dass ich ernsthaft denken wollte, dass es vielleicht besser wäre, würde nichts zwischen uns sein. Das was heute Abend vorgefallen war, konnte man sowieso nicht mehr ändern. „Ähm, nein, will ich nicht, aber ich habe gerade nicht mehr daran gedacht", gestand ich. Also konnten wir frühestens erst am Abend los gehen. Dann könnten wir in aller Ruhe packen und danach konnte ich vielleicht die Wohnung wieder ein bisschen auf Vordermann bringen. Schaden würde es nicht. Ich nickte zustimmend. Wir hatten genug Zeit, um einfach spontan zu entscheiden, ob wir bleiben wollten oder ob es doch weitergehen würde. Sie kam um das Sofa herum und setzte sich in den Sessel neben mir, wobei ich sie nun ebenfalls anschauen konnte. Ich drehte meinen Kopf zu ihr und wusste gerade nicht recht, was ich sagen sollte. Ich seufzte leise auf und zuckte die Schultern. „Ich weiss es nicht. Ich weiss auch nicht, ob die Polizei noch mit anderen zusammenarbeitet. Vielleicht haben sie noch etwas herausgefunden, um die EDA darauf aufmerksam zu machen. Ich denke' ich werde mehr erfahren, wenn ich wieder arbeiten gehen kann", meinte ich und drehte meinen Kopf zu ihr. Ihr war garantiert bewusst, dass ich wieder an meine Arbeit gehen würde, wenn ich endlich wieder gesund wäre. Ich wäre zwar nicht mehr bei diesem Fall dabei, aber es war doch einer der grösseren Fälle und da bekam man halt doch das eine oder andere mit. „Falls es so weit sein sollte, wirst du vermutlich gleich darauf informiert.“ Jedenfalls war das so die letzten paar Male abgelaufen. Ich glaubte nicht, dass es dieses Mal anders wäre. Vielleicht wollten sie auch noch eine definitive Identifizierung, aber das würden wir dann sehen, wenn es so weit war.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Sa Nov 24, 2018 9:45 am



NIEVE Vaughn

Ich wusste nicht wirklich, wie ich mich in dieser Situation fühlen sollte. Wahrscheinlich sollte ich Angst haben, sollte darüber nachdenken was Alex alles mit mir tun könnte, würde er mich in die Finger bekommen - mir war bewusst, dass ich tot war, würde er mich jemals finden und zu sich bringen lassen. Dennoch hatte ich keine Angst. Nicht wirklich. Ich dachte darüber nach, erwartete jeden Moment loslaufen zu müssen, jedoch hatte ich keine Angst. Weil Taro hier war, und er gesagt hatte, dass ich hier sicher war. Letzten Endes stimmte es. Ich war hier sicher, denn Alex' Leute waren kein zweites Mal hier aufgetaucht, und dass obwohl sie ihren Job zwar gründig gemacht hatten, jedoch wohnte er trotzdem noch hier. Und ich ebenso. Vielleicht wussten sie das ja noch nicht einmal, oder Alex wartete auf den passenden Moment um herein zu platzen und alles ein weiteres Mal auf den Kopf zu stellen. Genau konnte ich es nicht sagen. Ich wollte es aber auch nicht wissen. Er hatte nicht mehr daran gedacht. Das wusste ich. Mir war aufgefallen, dass Taro nicht mehr darüber nachgedacht hatte, dass wir ziemlich viel getrunken hatten. Lediglich die Wirkung hatte nachgelassen, und dass einzig und alleine aus einem Grund. Alex. Langsam lehnte ich mich zurück, legte den Kopf wieder auf der Lehne ab und betrachtete die weiße Decke. Das alles hier war alles andere als das, was ich mir gewünscht hatte, als ich Alex hinter mir gelassen hatte. Ich hatte zwar nicht gedacht, dass es einfach sein würde, jedoch hatte ich auch nicht gedacht, dass es so enden würde. Ich nickte knapp. Er wusste nichts. Er wusste ebenso wenig wie ich. Ich hasste es keine Ahnung davon zu haben, was denn nun gerade so vor sich ging. Vor allem, wenn es doch eigentlich um unsere Sicherheit ging. Taro konnte sich ja noch verteidigen, ich aber war aufgeschmissen. Vor allem wenn plötzlich Alex vor mir stehen würde. Was sollte ich denn gegen ihn ausrichten? Was sollte ich tun? Es gab nichts, was ich auch nur annähernd tun könnte um Alex vor irgendetwas zu stoppen. Deshalb saß ich doch nun auch hier, und nicht alleine irgendwo in einer anderen Wohnung. Tief atmete ich ein. Wahrscheinlich sollte ich ihn einfach in Ruhe schlafen lassen. Ich hatte ihn heiß gemacht, hatte mich an ihn geworfen, und nun war doch ich es die einen Rückzieher gemacht hatte. Er konnte mir nicht sagen, dass er nicht wütend war. Wenigstens reagierte er nicht dementsprechend. Falls. Augenblicklich wandte ich ihm meinen Blick zu. Er glaubte nicht daran, dass sie ihn noch fanden. Er hatte gerade falls gesagt. Falls sie ihn finden würden, würden sie mich wohl informieren. Oh das waren tolle Voraussichten. Ich nickte knapp. "Okay," mehr fiel mir gerade nicht wirklich dazu ein. Mehr konnte ich aber auch nicht sagen. Langsam erhob ich mich wieder von meinem Sessel. "Gute Nacht Taro," ich könnte ihm doch ohnehin nichts aufbinden, könnte ihn nicht dazu bringen im Bett zu schlafen. Dabei sollte eigentlich ich auf der Couch schlafen - es war sein Bett, vor allem aber wusste ich wirklich nicht, ob ich überhaupt in ein Bett kriechen wollte. Noch einmal sah ich ihn kurz an, ehe ich ins Schlafzimmer verschwand. Von mir aus sollte er hier schlafen, er wusste das ich kein Problem damit hatte mit ihm im Bett zu schlafen. Möglicherweise würden wir nicht eng umschlungen schlafen wie sonst immer, aber sein Bett war groß genug für zwei Personen, die sich nicht berührten. Ich zog den Bademantel gar nicht erst aus, ließ mich auf die Matratze sinken und atmete tief ein. Mir war klar, dass ich nicht schlafen könnte. Das ich wahrscheinlich wieder Alpträume davon hätte. Vor allem jetzt. Langsam rutschte ich doch vom Bett, zog die Decke mit mir und ließ mich neben dem Bett auf den Boden sinken. Ich wollte nicht am Bett schlafen. Ich wollte keine Matratze unter mir spüren, wenn ich doch ganz genau wusste was er getan hatte, Alex hatte alles zerstört. Und Taro dachte, es sei seine Schuld das ich daran erinnert wurde.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Copilu am Sa Nov 24, 2018 9:09 pm

Finnegan „Finn“ Williams
Okay ihr war es egal, was sie machte, woraufhin ich nur nickte. Dann würden wir wohl einfach sehen, wo sie gerade gebraucht wurde. Wir konnten ja selber noch nicht so ganz genau sagen, wie das jetzt laufen würde, mit zu wenig Leuten. Als sie meinte, dass sie sich umziehen wollte nickte ich. „Ja, klar, ich warte vorne“, sagte ich. Ich brauchte ja nicht blöd hier rum stehen, während sie sich umzog. Also ging ich zurück zu meinem Platz von eben, wo ich meine Schreibsachen in meine Tasche packte, bevor ich schon mal nach vorne zum Tresen ging. Auf dem Weg dorthin schnappte ich mir schon mal eine der Schürzen, die ich mir einfach umband. Es dauerte nicht lange, bis sie dann ebenfalls nach vorne kam. Die Klamotten schienen ihr soweit zu passen, zumindest beschwerte sie sich nicht. Ich wollte sie jetzt aber auch nicht länger mustern, als nötig. Sanft erwiderte ich ihr Lächeln. Dann machte ich mich daran ihr zu zeigen, wo sich bei uns alles befand. Unsere Maschinen unterschieden sich ja wahrscheinlich nicht allzu sehr von ihnen. Da war es dann doch besser, wenn sie wusste, wo sich alles befand, was sie brauchte. Dann zeigte ich ihr unsere Speisekarte. Die meisten Sachen machten sie wahrscheinlich genauso, aber wir hatten auch ein paar Specials, von meiner Mutter, die sie sich erst mal merken müsste. Ich ging aber davon aus, dass sie sich die Sachen gut merken könnte, zumindest hatte ich sie mir bisher immer schnell merken können. Gerade als ich fertig war ihr so das gröbste zu erklären hörte ich die Klingel der Tür. Als ich aufsah sah ich, wie mein Vater das Café betrat und auch gleich das Schild auf geöffnet drehte. Er kam zu uns und lächelte Nica freundlich an. „Du musst Alencia sein oder? Peter hat gesagt, dass er dich vorbei schickt. Wir sind sehr froh über deine Hilfe. DU kannst mich übrigens Charles nenne“, stellte mein Vater sich ihr vor. Es war schön ihn inzwischen wieder so fröhlich zu sehen. Lange Zeit war das anders gewesen, da war er insgesamt kaum hier gewesen. Umso glücklicher war ich, dass es jetzt anders war.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Nov 25, 2018 10:37 am

Taro Maekawa
Ich hatte nicht mehr daran gedacht, dass mein Blut immer noch mit mehr als genug Alkohol versetzt war. Denn das berauschende Gefühl und das warme Gefühl in meinem Bauch vom Alkohol war verschwunden. Stattdessen war mein Körper verwirrt und noch mehr frustriert. Ich selbst konnte es verstehen, wieso es passiert war. Mein Körper dagegen nicht wirklich. Die Lust und das Verlangen waren so lange nicht da gewesen und es war mit voller Wucht zurückgekehrt – ohne das zu bekommen, was man möchte. Daher würden wir also morgen Abend los fahren. Ich könnte hier alles noch ein bisschen au Vordermann bringen und meine Tasche packen. Im Gegensatz zu Nieve lebte ich nämlich nicht aus einer Tasche, die ich einfach so packen konnte und mitnehmen. Ich schürzte die Lippen. Ich konnte ihr keine besseren Neuigkeiten geben. Ich hatte keine Ahnung, wie viele Mittel und Anstrengung die Polizei bereits schon eingesetzt hatte. Ich war in diesem Punk einfach nicht auf dem neusten Stand. Vielleicht war diese Nummer für die normale Polizei auch einfach zu gross und sie sollten die Suche nach Alex lieber an Kriminalpolizei oder so weitergeben. Meistens war man doch dafür zu eitel, immerhin hatten wir ja die ganze Arbeit gemacht. Mein Blick glitt zu ihr, als sie sich wieder erhob und mir gute Nacht wünschte. Ich glaubte jedoch nicht, dass sie jetzt bereits schon schlafen könnte. „Gute Nacht, Nieve“, wünschte ich ihr ebenfalls und ich wurde alleine im Wohnzimmer gelassen. Ich wusste, dass sie nicht wollte, dass ich hier auf dem Sofa schlief. Mein Bett wäre gross genug und trotzdem wollte ich einach kein Risiko eingehen. Wir sollten einfach vorsichtig sein und das Ganze nicht übertreiben. Ich sah noch eine Weile an die Wand bevor ich irgendwann das Licht ausschaltete. Das hiess aber noch lange nicht, dass ich schlafen könnte. Ich war noch eine ganze Weile wach und sah einfach in die Dunkelheit, bevor ich dann doch irgendwann einschlief. Es war eine der Nächte, in denen ich natürlich nicht gut schlief. Ich war heute trainieren gewesen und ich hatte Nieve hochgehoben. Vor allem das Zweite war wohl gegen die Regeln vom Arzt gewesen, aber das hatte mich in diesem Moment nicht interessiert. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, hatte ich einen Kater. Einen verdammten Kater. Ich stöhnte leise auf und drückte mein Gesicht in mein Kissen. Es pochte unaufhörlich hinter meiner Stirn. Ich hatte ganz vergessen, wie unangenehm so ein beschissener Kater war. Ich schob langsam die Decke weg und ging zuerst ins Badezimmer. Ich ging auf die Toilette und nahm mir ein Aspirin, welches ich hinunter schluckte. Leider würde es noch eine Weile gehen, bis die Pille ihre Wirkung zeigen würde. Leise ging ich in die Küche und begann mir einen Kaffee zu machen. „Ich werde wirklich alt“, murrte ich leise vor mich hin, als ich die Tasse unter die Kaffeemaschine stelle.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Nov 25, 2018 11:03 am

Alenica Salloa
Ich war es mir gewohnt, dass ich meistens die Drecksarbeit übernehmen musste, da ich einfach die Auszubildende war. Oder ich bekam diejenigen Tische ab, die sonst niemand bedienen wollte. Ich wusste ja nicht, wie das hier ablaufen würde, aber ich wäre auch hier die Neue und dazu vermutlich auch noch die Jüngste. Trotzdem musste ich da jetzt einfach durch. Ich zog mich in der Garderobe also um und ging wieder nach vorne. Er fing mit dem Erklären von den Maschinen ab, aber es waren alle recht ähnliche Modelle wie bei uns, daher sollte es eigentlich keine Probleme darstellen. Er erklärte mir noch die Speisekarte. Schlussendlich waren ja alle Speisekarten ungefähr gleich. In dieser hatte es jedoch noch einzelne Gerichte, die ich nicht kannte. Er erklärte mir diese jedoch und ich hoffte einfach, dass ich dabei nicht noch ein Durcheinander bekommen würde. Mein Chef würde sich sicher nach meinem Verhalten erkundigen und da lag halt einfach kein Fehler drin. Ich wollte es aber auch nicht riskieren. Er hatte mir ungefähr alles erklärt, als die Türe das erste Mal aufging und ein älterer Mann hereinkam. Er hatte Ähnlichkeiten mit Finn und daher tippte ich mal auf seinen Vater – womit ich Recht lag. Ich nickte leicht und schüttelte seine Hand. „Nica reicht vollkommen“, erwiderte ich mit einem Lächeln und liess meine Hand dann wieder sinken. Auf den ersten Eindruck wirkte er sehr sympathisch. Ich wusste aber, dass sich das auch noch bei vielen änderte, wenn sie denn nun im Stress waren. Ich jedenfalls hatte schon das Gefühl, dass das heute eher einer meiner stressigen Tage werden würde und ich wäre jetzt schon froh, wenn ich am Abend nach Hause könnte. Ich hoffte nur nicht, dass das Arbeiten mir hier besser gefallen würde wie bei uns. Das sollte jetzt nicht böse klingen, aber ich hatte sonst schon nicht besonders grosse Motivation bei uns im Café zu arbeiten. Würde es mir hier besser gefallen, hätte ich noch weniger Motivation und meine Ausbildung würde noch ein Weilchen dauern. Vielleicht wollte mir das Leben aber damit auch nur eines auswischen und mir zeigen, wie viel ich bereits schon falsch gemacht hatte. „Ähm, Finn hat mir eigentlich schon ziemlich viel erklärt“, sagte ich zu Charles. Vermutlich würden auch gleich die ersten Kunden vorbeikommen. „Also wo soll ich anfangen?“, fragte ich den eigentlichen Chef, Charles. Er wirkte ganz nett, aber ich hatte das Gefühl, dass er auch ziemlich durchgreifen konnte, wenn jemand seine Leistungen nicht ablieferte. Aber das war nur eine Vermutung. Wie es werden würde, würde ich wohl zuerst noch herausfinden müssen.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Shairen am So Nov 25, 2018 11:40 am

Camille Parker
Oh Gott, oh Gott, oh Gott! Das hier war eine Katastrophe, ich würde garantiert in die Hölle kommen, oh scheiße! Langsam prasselten diese Gedanken aus meinem Gewissen nun wieder in meinen Verstand, auch wenn der scherzhaft Druck in meiner Brust eigentlich viel schlimmer war. Was ich in Skyes Augen gesehen hatte, als auch er wieder realisiert hatte, das was wir da getan hatten total falsch war. Und wie er doch wirklich noch die Schuld hatte auf sich nehmen wollen! Das konnte doch nicht sein ernst sein! Wenn man es genau nahm, hatte ich nämlich den Abstand zu unserem Lippen zuerst geschlossen und ihn somit geküsst. Ja genau und sollte Raven es irgenwie mal erfahren, was ich natürlich um jeden Preis verhindern würde, dann würde ich ihm trotzdem die Wahrheit sagen und die war, dass ich als erstes schwach geworden war. Ich würde nicht zulassen, dass Raven seinem Bruder die Schuld gab oder zumindest nicht sie größte Schuld. Skye war Ravens Familie, alles was die beiden hatten und würde es hart auf hart kommen, würde ich alle Schuld auf mich nehmen, die böse sein und mich aus dem Leben der beiden entfernen, denn sie brauchten sich. "Es war nicht nur deine Schuld!" hatte ich gerade noch so Skye hinter her rufen können, ehe er sich dann schon nach oben verkrochen hatte.
Das alles war gestern gewesen, aber es erschien mir viel länger her. Ich hatte Skye seitdem nicht mehr gesehen, hatte dann das Haus verlassen und meine Vorlesungen am Vormittag geschwänzt, weil ich einfach keinen Kopf dazu gehabt hatte, stattdessen war ich planlos durch die Stadt gewandert und schließlich in einem Café gegenüber vom Park sitzen geblieben, wo ich angefangen hatte etwas zu zeichnen. Nachmittags hatte ich mich dann doch noch dazu abgerungen wenigstens in die letzte Vorlesung zu gehen, auch wenn mir mein Kopf ganz woanders gestanden war. Als mich Freunde eingeladen hatten abends noch etwas zu unternehmen sagte ich ab, nur um mich dann in der Bibliothek zu verkriechen, wo ich den Stoff meiner verpassten Vorlesungen nachgeholt hatte. Als ich dann irgendwann mal auf mein Handy gesehen hatte, was ich den ganzen Tag vermieden hatte, aus Angst Nachrichten von Raven oder Skye bekomken zu haben, hatt Skye mir trotzdem nachmittags eine SMS geschickt, dass es ihm gut ging. Trotz allem was am Morgen passiert war, hatte er trotzdem nicht gewollt, dass ich mir sorgen machte er hätte sich etwas angetan. Tatsächlich hatte ich den Gedanken mit aller Kraft verdrängt, aber es wäre nicht mal abwegig, dass er sich nach allem die Schuld gab und aus Raven und meinem Leben verschwinden wollte. Gott sei dank war dem nicht so und ich war noch bis spät abends in der Uni geblieben, erst um 22 Uhr war ich wieder zurück, Skye hatte sich nicht mehr blicken lassen und so war ich schnell ins Bett gegangen, bevor mich die Schuldgefühle und die Angst eingeholt hatte.
Jetzt würde Raven bald wieder zurück sein, es war Freitag Nachmittag und er hatte mir schon geschrieben, dass sie in der Stadt waren, aber noch die Kinder nach hause brachten. Skye war noch bei der Arbeit und so tigerte ich unruhig durchs Haus, hatte Schweißausbrüche und zittrige Hände, dabei konnte Raven es gar nicht wissen. Es würde sein wie Skye geschrieben hatte, es war nie passiert. Und als Raven dann an der Tür klingelte, konzentrierte ich mich auf die Freude und das flatterige Gefühl in meinem Bauch, dass ich in seiner Gegenwart immer verspürte, statt auf die Angst. Bis Skye wieder von der Arbeit kommen würde, hätte ich mich dann hoffentlich wieder ganz im Griff.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Nov 25, 2018 12:08 pm

Arthur Denaux
Ich würde mich nicht von ihrer Mutter einschüchtern lassen. Sie war vielleicht erfolgreich in ihrem Job und hatte in der Ärztegesellschaft ein hohes Ansehen. Aber sie hatte keine Ahnung, wie es aussah, wenn man für alle interessant war. Wenn alle dich gerne in der Öffentlichkeit sahen und vielleicht sogar anhimmelten. Natürlich war ich überrascht sie zu sehen. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet und nun wusste ich auch, wieso Rose auf meine letzte Nachricht nicht reagiert hatte. Aber sie hatte meine Eltern auch spontan kennengelernt und dabei war es vermutlich noch ein blöderer Zeitpunkt gewesen als jetzt. Jetzt wussten wir wenigstens, wo wir standen und sie wusste, was ich für sie fühlte. Ich hörte, wie Rose meinen Namen nannte, aber ich liess es mir nicht nehmen, mich ihr vorzustellen. Ich wusste, dass sie eine schlechte Meinung von mir hatte, da konnte ich ihr wenigstens gute Manieren beweisen und mich ihr gegenüber vorstellen. Sie sagte nichts und sie sah mich nur eisig an, aber sie erwiderte wenigstens meinen Händedruck. Von Rose kam keine Reaktion, nicht mal als ich sie fragend ansah oder ihr einen kurzen Begrüssungskuss auf die Lippen gab. Ich nahm s ihr in diesem Moment gerade nicht übel. Allerdings sah ich sie dann kurz perplex an, als sie mich tatsächlich loswerden wollte. Ob ich nicht noch irgendwas zu besorgen hätte? Verdammt, sie sass hier mit Tränen in den Augen und ihr Make Up zeigte deutlich, dass sie schon geweint hatte. Dachte sie ernsthaft, dass ich sie einfach so ihrer Mutter überlassen würde? Nein, damit lag sie komplett falsch. Ich hätte ihr die Bitte abgenommen, aber wäre alles andere als erfreut darüber gewesen. Ihre Mutter machte jedoch einen Strich durch die Rechnung, über die ich ehrlich gesagt ziemlich froh war. Ich wollte Rose nicht mit diesem Drachen alleine lassen. Ja, schon klar, sie war ihre Mutter, aber sie führte sich gerade ganz anders auf. Eine Mutter freute sich für ihre Tochter und wollte nicht alles zerstören. Ich sah sie an, als sie sagte, dass es grösstenteils meine Schuld sei und verzog keine Miene. Ich war es gewohnt, dass ich nicht von allen angehimmelt wurde und das war mir eigentlich ziemlich egal. Wenn sie mich nicht mochte, dann war das ihr Problem, denn ich würde deswegen noch lange nicht von hier verschwinden. Ich wollte gerade etwas erwidern, als Rose das Wort ergriff. Ihre Mutter hatte anscheinend wirklich eine unsichtbare Grenze überschritten, denn ich hatte Rose noch nie so aufgebraucht gesehen. Sie wurde laut und die Halsschlagader trat deutlich hervor. Ich sah sie verwundert an, während mir vor allem einen kleinen Teil von ihrer Rede auffiel. Sie liebte mich. Sie hatte es gesagt. Ich wusste allerdings nicht, ob sie es gemerkt hatte, denn sie wirkte nicht sonderlich überrascht. Stattdessen wurde es total still im Raum. Langsam zog ich Rose wieder hinunter auf das Sofa und drückte leicht ihre Hand, während ihre Mutter sie fast schon ein bisschen geschockt ansah. „Zuerst einmal kann Ihre Tochter so leben, wie sie will. Wenn Ihre Seriosität als Ärzte in Frage gestellt wird, nur weil Ihre Tochter ein Leben in der Öffentlichkeit führt, dann hat das nichts mit uns zu tun. Ihre Tochter hat nichts mit Ihrem Beruf zu tun, also kann sie auch keinen Einfluss darauf nehmen. Vielleicht zeigt sich jetzt erst für Sie, dass man Sie gar nie so seriös angesehen hat, als man denkt. Wenn man bedenkt, dass das nur Klatschpressen sind und die Leute diesen Klatschpressen eher glauben als Ihrem Wort, dann ist das schon ein bisschen traurig. Die Ärzte sollten sich darum kümmern Leben zu retten und nicht irgendwelche Klatschhefter zu lesen und sich davon beeinflussen zu lassen. Vor allem wenn doch die Ärzte also so kluge und gebildete Leute angesehen werden, aber anscheinend trifft das nicht immer zu. Sie sollten sich besser darum kümmern, anstatt Ihre Tochter zu schikanieren. Deswegen wäre es jetzt das Beste, wenn Sie gehen. Sie wissen ja, wo die Tür ist“, sagte ich mit kühler und ruhiger Stimme. Danach drehte ich mich von ihr ab und legte meine Hand an Roses Wange. Ich hatte ihr gegenüber nichts mehr zu sagen. Sie sollte von hier verschwinden, denn sie tat nichts anderes, als ihrer Tochter Schmerzen zuzufügen.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Skyfall am So Nov 25, 2018 2:14 pm

Skye Aldren
Ich fühlte mich schrecklich. Ich wusste ganz genau, dass ich das alles ausgelöst hatte. Es war allein meine Schuld gewesen. Ich hatte genau gewusst wie Camille empfand. Sie hatte den Mut gehabt es mir zu sagen und ich war im vollen Bewusstsein dessen gewesen, als ich mich zu ihr gebeugt hatte. Ich hätte von ihr steigen sollen, aber stattdessen hatte ich mich ihr genähert und sie dazu provoziert. Ich hatte ihre Gefühle ausgenutzt, nur weil… Ja, wieso eigentlich? Ich wusste, dass ich es mir damit schwerer machte. Ich empfand so viel für Camille und wollte, dass sie glücklich wurde. Genauso war es bei Raven. Wieso also hatte ich das getan? Ja, für den Moment hatte es sich gut angefühlt. In diesem einen Augenblick hatte ich mal nicht darüber nachgedacht, dass ich nur Unheil in die Welt brachte. Ich hatte mich gebraucht und wichtig gefühlt. Das war etwas, das für mich eine seltene Sache war. Aber ich hatte zwei Minuten voller Frieden gegen… den Rest meines Lebens in Schuld und Selbsthass getauscht. Das war zwar nichts neues für mich, aber nun betraf es auch Camilles Leben. Ich hätte das alles nicht tun sollen und ich konnte mich nicht oft genug dafür entschuldigen, um es irgendwann wieder gut zu machen. Ich ging an diesem Tag nicht arbeiten. Ich war viel zu aufgewühlt dafür und da Camille sowieso weg war und ich somit das ganze Haus für mich hatte, verkroch ich mich erstmal. Ich brauchte ein paar Videospiele, um mich wieder zu sammeln und ja, es floss vielleicht auch ein wenig Blut im Bad, aber es war keine Lüge, als ich Camille gegen Nachmittag schrieb, dass ich in Ordnung war. Ja, ich war emotional am Ende meiner Kräfte, aber zumindest tat ich mir nichts schlimmes an. Die paar Schnitte waren nicht der Rede wert und für mich waren sie wirklich nötig gewesen. Ich musste mir verinnerlichen, dass ich Mist gebaut hatte. Riesigen Mist sogar. Ich konnte Camille kaum in die Augen sehen und das war auch der Grund wieso ich ihr auswich. Am nächsten Tag quälte ich mich zur Arbeit und versuchte ihr so aus dem Weg zu gehen, weil sie heute bloß wenige Vorlesungen gehabt hatte. Ich verzog mich also in der Firma in meinem Büro, stürzte mich nahezu auf die Arbeit und konzentrierte mich mit aller Kraft auf das neue Spiel, das ich entwickeln sollte, um bloß nicht daran zu denken, dass Raven mittlerweile zu Cam nach Hause gekommen war. Ich arbeitete und arbeitete und hoffte einfach nicht nach Hause gehen zu müssen, doch spät am Abend kehrte mich dann doch die Putzkraft raus, weil sie mein Büro reinigen musste. Ich speicherte also alles ab, schnappte mir meine Tasche und nahm den letzten Bus, der noch an diesem Tag fuhr, um nach Hause zu kommen. Ich war wie gerädert und von dem anstrengenden Tag einfach müde, doch genau das war meine Intention gewesen. Ich wollte einfach nur noch ins Bett fallen und nicht weiter von Schuldgefühlen geplagt werden. Es war ja nicht nur das. Würde ich Reue empfinden, könnte ich damit noch leben, aber ich erwischte mich immer wieder dabei daran zu denken wie… schön dieser Moment gewesen war, wie sehr ich dieses Gefühl vermisste und mir wünschte es wieder empfinden zu können. Ich schlug gerade wieder einen solchen Gedanken ab, als ich in den Flur kam und mir die Schuhe von den Füßen streifte. Ich ging davon aus, dass Raven und Camille ausgegangen waren oder bereits schliefen, aber als ich in die Küche ging, um mir eine Scheibe Toast zu holen, erwischte ich die beiden im Wohnzimmer und Raven bemerkte mich natürlich sofort. Er hob den Kopf, schaute zu mir rüber und winkte mich zu sich. „Hey, Skye! Komm doch zu uns. Wir haben uns fast die ganze Woche nicht gesehen. Wir wollen einen Film sehen. Schau doch mit uns.“ Ich schüttelte nur den Kopf, deutete an, dass ich müde war und zeigte nach oben, doch Raven verdrehte nur die Augen. „Du schläfst sonst auch nur ein paar Stunden. Jetzt komm schon her! Ich will wissen wie die Woche für euch so gewesen ist. Habt ihr irgendetwas Spannendes erlebt?“ Hilfesuchend sah ich zu Camille und biss mir auf die Wange. Sie sollte Raven einfach dazu bringen mich gehen zu lassen. Ich war mir sicher, dass sie mich gerade genauso wenig in der Runde haben wollte wie ich dieses Dreiergespann aufleben lassen wollte. Das ertrug ich einfach nicht.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am So Nov 25, 2018 7:55 pm

NIEVE Vaughn

Mir war klar, dass ich nicht in seinem Schlafzimmer sein sollte. Eigentlich sollte ich doch noch nicht einmal in seiner Wohnung sein, und trotzdem lebte ich mittlerweile schon mit ihm hier. Ich sollte mich irgendwo vor Alex verstecken, mich darauf vorbereiten seiner Wenigkeit ein weiteres Mal zu begegnen, stattdessen verbrachte ich meine Tage damit, darüber nachzudenken wie ich Taro nun wieder bekochen konnte. Ich sollte aufhören damit, aufhören mir Gedanken über jemanden zu machen, dessen Leben mich so wenig anging wie meines ihn. Ich war nur hier, weil er mir half. Sobald er keine Zeit mehr dafür hatte, würde ich ohnehin verschwinden müssen. Wahrscheinlich war ein Ausflug keine gute Idee - ich sollte schon jetzt ausziehen und ihn in Ruhe lassen, schließlich lebte er sein Leben ebenso alleine, wie ich es jetzt tun würde. Es ging nur langsam für mich auf, dass ich wohl wirklich damit klar kommen müsste, dass ich von nun an alleine war. Ich hatte niemanden, außer meiner Familie, und die wollte ich nicht mit meinen Problemen runterziehen. Ich hatte schon für so viel Streit gesorgt, hatte schon für so viele Probleme gesorgt. Ich musste ihre Zukunft nicht auch noch in Gefahr bringen. Langsam drehte ich mich auf den Rücken, zog dabei die Decke hoch über meinen Kopf. Es ließ mich aufhören, darüber nachzudenken, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Ich konnte nichts, hatte nichts. Und ja ich war jung, aber hatte doch so verdammt viele Fehler begangen, dass ich mir fast schon sicher war, dass absolut niemand mir eine zweite Chance geben würde. Wer wollte einen Drogenjunkie, der noch nicht einmal wusste wie weit sie gehen konnte, ohne dabei an Dinge erinnert zu werden, an die ich nicht denken wollte. Tief atmete ich ein, sog den wärmenden Nussduft seines Duschgels ein. Ich sollte wohl wirklich gehen, sollte ihn alleine lassen. Es konnte doch nun wirklich nicht gesund sein, dass ich hier am Boden lag, weil ich mich an jemanden rangemacht hatte. Weil mich der Alkohol hatte denken lassen, dass ich mich zu ihm hingezogen fühlte - Gott, vielleicht tat ich es ja auch wirklich, und ich schob es einfach nur auf den Alkohol um nicht völlig den Verstand zu verlieren, aber wer konnte mir das schon großartig übel nehmen? Frustriert schlug ich die Bettdecke zurück. Ich konnte nicht mehr schlafen, hatte die ganze Nacht über nur an die Decke gestarrt, und der Boden fühlte sich auch nicht ansatzweise so gut an wie ich gedacht hatte. Trotzdem war es besser als eine Matratze oder ein Bett. Wahrscheinlich sollte ich ohnehin vor Taro aufwachen - er sollte nicht sehen, dass ich nicht einmal in einem Bett schlafen konnte, ohne dabei auszuflippen. Müde rieb ich mir übers Gesicht, war die Kopfschmerzen mittlerweile so sehr gewohnt, dass ich ganz genau wusste, dass es nicht mehr nur vom Alkohol kam, sondern auch der besonders kurzen Nacht. Sonderlich viel würde Taro wohl auch nicht sprechen - ich war mir im Moment aber auch nicht sicher, ob ich überhaupt mit ihm sprechen wollte. Leise warf ich die Decke zurück aufs Bett, fischte aus meiner Tasche eine Hose und schlüpfte in diese, ehe ich nach meinen Zigaretten griff. Wahrscheinlich schli- machte er allen Ernstes schon Kaffee? Ohne ein Wort zu sagen schlich ich mich an der Küche vorbei, schloss die Tür auf und verschwand zur Haustür hinaus, ließ mich auf meinen gewohnten Platz an der Treppe nieder. Etwas frische Luft, ein paar Zigaretten, danach möglicherweise Kaffee und bloß kein Gespräch was gestern passiert war. Ich hatte selbst keine Ahnung, wie ich mich verhalten sollte. Vor allem aber wollte ich ihm keinen Grund geben, mich jetzt auf der Stelle rauszuwerfen, oder zu denken das er wirklich der Grund dafür gewesen war, weshalb ich gestern Angst bekommen hatte. Das stimmte doch nicht. Nicht er war es gewesen.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Nov 26, 2018 11:34 am

Taro Maekawa
Das was gestern passiert war, würde zwischen uns stehen. Das würde nicht einfach so verschwinden. Es würde jetzt diese komische Situation zwischen uns geben, die man eigentlich immer versuchte zu vermeiden. Aber wie man selbst sah, klappte das nicht immer. Ich stand auf und lief in die Küche. Vielleicht wollte sie ja gar nicht mehr reden. Dabei war ich derjenige gewesen, der praktisch über sie hergefallen war. Ich hatte sie ins Schlafzimmer getragen und ich hatte mich zwischen ihre Beine gedrängt. So oder so würde es ab jetzt komisch zwischen uns werden. Was sollte ich sagen? War das gestern nur ein Kuss gewesen oder war doch mehr dahinter? Ich konnte es nicht einschätzen. Gestern war es ein sehr intensiver Moment gewesen und ich konnte nicht leugnen, dass ich total scharf auf sie gewesen war. Aber dieser Moment war jetzt vorbei, obwohl ich mir denken konnte, dass dieses Verlangen sehr wohl wieder auftauchen könnte. Daran lag es sicher nicht. Mein Kopf machte sich immer mehr bemerkbar, während ich ins Badezimmer ging und mir zuerst einmal ein Aspirin gönnte. In diesen Punkten merkte man es wohl wirklich gut, wenn man älter wurde. Es war halt doch nicht das gleiche, wie wenn man sich mit jungen 18 Jahren betrank. Anschliessend steuerte ich in die Küche und begann mir einen Kaffee zu machen. Ich streckte mich leicht, während ich auf den Kaffee wartete und nahm diesen dann zu mir. Ich lehnte mich an die Küchenschränke und nippte an dem Kaffee, während ich leicht meine Schläfe rieb. Das war wirklich alles andere als angenehm. Nieve hatte schon Recht gehabt, als sie gemeint hatte, dass wir beide heute sicher noch bis am Abend Restalkohol im Blut hätten. Ich hörte, wie die Tür auf und zuging und danach Schritte. Sie war also bereits schon draussen gewesen, vermutlich war sie eine rauchen gewesen. Ich hob den Kopf, als sie in die Küche trat. „Auch einen Kaffee?“, fragte ich sie. So wie sie aussah, war ich nicht der Einzige, der von Kopfschmerzen gequält wurde. So wie sie aussah, hatte sie aber auch nicht besonders viel geschlafen, denn die dunklen Augenringe traten deutlich hervor. Ich würde sie jedoch nicht darauf ansprechen. Vermutlich wusste sie es sogar schon selbst. Ich sah kurz an mir hinunter. Vielleicht wäre es doch keine schlechte Idee gewesen, hätte ich mir noch etwas übergezogen, aber das spielte nun auch keine Rolle mehr. Wortlos drehte ich mich um und begann für sie einen Kaffee zuzubereiten. Sie würde wohl kaum nein sagen, wenn es ihr gerade ähnlich erging wie mir. Ich seufzte leise auf und stellte eine neue Tasse drunter. Es war gerade wirklich mehr als komisch zwischen uns. [Sorry, nächster wird besser]

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Copilu am Mo Nov 26, 2018 1:08 pm

Finnegan „Finn“ Williams
Auch meinem Vater sagte sie, dass Nica ausreichte. Nica war schon ein recht außergewöhnlicher Name, aber Alenica war da wohl noch mal eine Stufe drüber. Mein Vater schien einen Moment zu überlegen, wo er Nica am besten einsetzte. „Bleib vielleicht erst mal hinter dem Tresen“, schlug mein Vater vor. Das hieß dann wohl, dass ich mich um die Tische kümmern würde. Vielleicht nicht schlecht. Mein Vater würde wahrscheinlich auch am Tresen sein, da könnte er Nica helfen, wenn irgendwas sein sollte. Wirklich lange konnten wir aber nicht mehr hier stehen und uns unterhalten, da die ersten Kunden kamen und wir jetzt eben arbeiten mussten.
Es war tatsächlich ein relativ entspannter Tag. Das war wahrscheinlich gut so, weil Nica sich in Ruhe auf ihre Arbeit konzentrieren konnte und sich hier erst mal zurecht finden konnte. Gegen Mittag machten wir den Laden für eine Stunde zu, damit wir selber Mittagspause machen konnten. Ich setzte mich zu Nica an einen der Tische. „Und, wie läuft es bisher so mit dem Arbeiten?“, fragte ich. Gut, ich sah sie ja während der Arbeit, aber daran alleine konnte ich schlecht erkennen, ob sie gut zurecht kam oder gerade halb am verzweifeln war. Zumindest war es bisher noch zu keinen größeren Katastrophen gekommen. Wir hatten schon ganz andere Aushilfen gehabt, wo nach fünf Minuten irgendwas zu Bruch gegangen war. Dabei musste man auch bedenken, dass sie ja eine Ausbildung machte und dadurch schon eine gewisse Erfahrung hatte. „Ich meine, wir werden ja wahrscheinlich noch etwas zusammen arbeiten. Magst du mir was über dich erzählen?“, fragte ich vorsichtig. Wirklich kennen taten wir uns jetzt nicht, aber wenn wir die nächsten Tage zusammen arbeiten würden konnten wir uns ja auch besser kennen lernen oder nicht? Wenn sie etwas dagegen hatte brauchte sie das nur zu sagen und ich würde sie in Ruhe lassen. Nicht jeder war so mittteilungsbedürftig.
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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Nov 26, 2018 5:22 pm

Alenica Salloa
Sein Vater schlug vor, dass ich besser hinter dem Tresen bleiben sollte. Traute er mir etwa nicht mehr zu? Es sah gerade so aus. Doch mir war das eigentlich ziemlich egal. Ich arbeitete einfach dort, wo sie von mir verlangt war. Gleich darauf kamen auch schon die ersten Gäste hinein und ich begab mich hinter den Tresen. Es war eigentlich ganz okay. Es war nicht besonders viel los und ich kam hinter dem Tresen gut klar. Bei den Spezialgerichten brauchte ich manchmal ein bisschen Hilfe, weil ich mich mit diesen wirklich nicht auskannte. Aber schlussendlich ging es relativ gut. Ich hatte keinen Stress und konnte alles in Ruhe vorbereiten. Über den Mittag wurde das Café geschlossen und wir hatten etwas Zeit für uns selbst. Ich holte mir etwas zum Essen und setzte mich dann an einen der Tische hin. Ich sah auf, als Finn zu uns sah. „Ganz gut. Es ist ja nicht allzu stressig“, meinte ich und lächelte ihn an. Aber ich konnte mir auch vorstellen, dass es stressigere Momente gab. Ich würde ja anscheinend nicht nur heute hier arbeiten. Ich seufzte leise und schob mir einen Bissen in den Mund. Ich schluckte hinunter, als Finn mich vorsichtig fragte, ob ich etwas von mir erzählen wollte. Eigentlich nicht wirklich, aber na gut. „Okay“, erwiderte ich und zuckte leicht die Schultern. „Ich bin zwanzig Jahre alt und eben noch in der Ausbildung. Ich wohne alleine und hab vier ältere Brüder, die mir manchmal ziemlich auf die Nerven gehen“, meinte ich und grinste ihn kurz an. „Und wie sieht es so bei dir aus?“, fragte ich ihn. Vielleicht war er ja selbst ein älterer Bruder. Diese konnten sich ja gar nicht vorstellen, wie anstrengend sie sein konnten, aber das waren sie tatsächlich. Sie hatten einen übertriebenen Beschützerinstinkt, wobei meine Brüder mit diesem wohl damals richtig gelegen waren. Aber wie so oft wollten die Schwestern halt nicht darauf hören und das hatte ich ebenfalls nicht getan. Ich konnte nicht sagen, ob ich es wirklich bereute, denn es war trotz allem eine geile Zeit gewesen. Obwohl der Entzug viel davon wieder zunichte gemacht hatte.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von Arce am Mo Nov 26, 2018 9:39 pm

NIEVE Vaughn

Zu rauchen war nie meine erste Wahl gewesen. Ich hatte mich nie dazu gezwungen gefühlt nach draußen zu schleichen, um eine zu rauchen - noch bevor ich mit jemandem sprach. Ich hatte nie das Verlangen danach verspürt, früh morgens meinen Körper mit irgendwelchen Giftstoffen vollzusaugen, zumindest nicht mit Rauch. Ich hatte zum Alkohol gegriffen, glaubte aber nicht das Taro sonderlich viel Freude daran hätte eine Dauer-Betrunkene Mitbewohnerin um sich zu haben, vor allem nicht dann, wenn ich mich so benahm wie letzte Nacht. Und von Drogen hielt er ohnehin nichts, etwas was ich verstehen konnte. Ich hielt ebenso wenig davon, und trotzdem hatte ich mir Jahrelang etwas einwerfen müssen, um einfach durch den Tag zu kommen. Ich schlug mich doch wirklich schon gut, nicht schon längst wieder zu irgendwelchen Pillen gegriffen zu haben - deshalb würde ich doch jetzt auch ganz bestimmt nichts schlucken, und den Kater einfach so überleben. Taro hatte doch noch nicht einmal eine Ahnung, wie schwer es eigentlich war, nicht einfach irgendwohin zu laufen um Drogen zu besorgen. Er müsste davon noch nicht einmal etwas erfahren, und schließlich hatte ich behauptet ich sei ein Junkie, als sie mich beim Verhör danach gefragt hatten. Genau darauf würde es doch hinauslaufen - das ich Drogen nahm, und diese von Alex bekommen hatte. Ich wusste nicht, ob ich das alles hier überhaupt noch durhmachen wollte. Würde Alex nicht schon hinter Gitter wandern, wenn sie ihn nur für die Drogen schnappten? Würde er nicht für den Rest seines Lebens für diese Dinge im Knast hocken müssen, musste ich dafür nun auch wirklich noch darüber sprechen, und mir irgendwelche Vorwürfe anhören, dass ich es doch eigentlich nur selbst heraufbeschworen hatte mit meinem Verhalten? Ich kannte dieses Spiel doch bereits, wusste wie man es drehen würde. Ich wäre Schuld daran, ich war die Abhängige und er würde behaupten ich hätte es gewollt. Dass wir mehrmals irgendwelche Rollenspiele gespielt hätten. Das alles hier wurde von Tag zu Tag schlimmer, und ich wurde immer mehr in irgendwelche Erwartungen gewickelt, musste mir Dinge selbst erklären die ich nicht zu erklären versuchte. Schweigend sah ich Taro an. Ob ich auch einen Kaffee hatte. Eigentlich wollte ich nicken, gerade aber war mir nach nichts. Nicht nach Kaffee, und erst Recht nicht vor ihm zu stehen, wenn er noch nicht einmal ein T-Shirt angezogen hatte. Ihm war klar, was gestern passiert war, oder? Augenblicklich kehrte das flaue Gefühl im Magen zurück, und auch wenn ich eigentlich gedacht hatte es sei gut, veränderte es sich ebenso schnell, wie es zurückgekehrt war. Ich atmete tief ein, der penetrante Kaffeegeruch aber gab mir den letzten Stoß. Deshalb hasste ich es früh morgens mit einem Kater aufzuwachen, die meisten tranken danach nämlich irgendwelche Getränke die mein Magen eindeutig nicht mochte. Nüchtern ja - so aber, eindeutig nicht. Schnell drehte ich mich, verschwand im Badezimmer und warf die Tür hinter mir zu. Ich wollte keinen Kaffee, wollte ihm nicht früh morgens verkatert gegenüber sitzen und darüber nachdenken weshalb mein Kopf gestern einfach nicht hatte mitspielen wollen. Was? Dachte er etwa ich hätte es nicht gewollt, dass ich allen Ernstes nur besoffen eine Rolle gespielt hatte, die mir Alex früher einmal auferlegt hatte? Gott nein. Zum ersten Mal war ich nicht gezwungen gewesen etwas zu tun, und zum ersten Mal hatte ich mich gut dabei gefühlt etwas zu tun, dass ich auch selbst hatte wollen. Trotzdem hatte es sich einfach nur unsagbar gut angefühlt, bis es plötzlich nicht Taro gewesen war der über mir gewesen war. Ich schloss die Augen, wischte mir die Tränen von den Wangen. "Ich trinke nie wieder." Wie oft hatte ich das nun schon gesagt, und wie oft hatte ich dieses Versprechen mittlerweile gebrochen. Ich wusste noch nicht einmal mehr, wann ich damit aufgehört hatte, zu zählen wie oft ich mein Versprechen gebrochen hatte. So konnte ich Taro eindeutig nicht gegenüber treten. Er würde doch ohnehin nur denken, er sei letzten Endes daran schuld das ich nun so aussah.

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Re: Live your life RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Nov 27, 2018 9:31 am

Taro Maekawa
Natürlich wurde es komisch zwischen uns. Was hatte ich denn anderes erwartet? Ich war über sie hergefallen wie ein Verhungernder und na ja, eigentlich war ich auch etwas ausgehungert, was diesen Teil betraf. Mein Verlangen sollte sich einfach wieder schlafen legen so wie die letzten paar Jahre. Es war falsch. Nieve hatte Angst davor und ich konnte es ihr nicht verdenken. Sie hatte ein traumatisches Erlebnis gehabt und vermutlich hatte sie sich noch nicht wirklich damit auseinander gesetzt. Ich hatte sie doch völlig überrumpelt. Na gut, sie hatte am Anfang mitgemacht, aber Küssen war dann halt doch noch nicht so schlimm, wie wenn man einen Schritt weiterging. Nieve gab mir keine Antwort, also machte ich mich einfach selbst daran, einen Kaffee für sie zu machen. Aber auf einmal drehte sie sich weg und verschwand im Badezimmer. Verwirrt drehte ich mich um. Hatte ich irgendwas falsches getan? Ich konnte es nicht sagen. Ich schürzte die Lippen und schüttelte den Kopf. Den Kaffee für sie liess ich stehen und meinen trank ich in einem Zug aus. Ich streckte mich ein bisschen und ich merkte, wie sich meine Muskeln spannten. Ich merkte das gestrige Training. Ich hatte tatsächlich Muskelkater. Ich wusste nicht, wann ich das letzte Mal Muskelkater gehabt hatte. Ich konnte darüber nur den Kopf schütteln. Ich seufzte leise auf und ging ins Schlafzimmer. Ich holte mir frische Kleider hervor und setzte mich dann auf das Sofa wieder hin. Ich wollte duschen gehen, aber das konnte ich wohl so lange nicht, wie sie das Bad blockierte. Ich wollte sie aber auch nicht drängen. Ich wusste nicht, ob sie gerade erbrechen musste oder ob sie meinen Anblick einfach nicht länger hatte ertragen können. Ich wollte es gar nicht wissen. Ich wusste, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Ich seufzte leise auf und zog mein Handy zu mir. Ich hatte ein paar neue Nachrichten. Immerhin hatte ich den ganzen gestrigen Abend nicht einen Blick aufs Handy geworfen. Ich hatte eine Nachricht von meiner jüngster Schwester, sowie noch ein paar andere Nachrichten von Freunden. Meine Familie war es gewohnt, dass ich nicht immer sofort zurückschrieb. Gerade nahm ich mir aber die Zeit und beantwortete die paar Nachrichten. Ich hob den Kopf, als Nieve aus dem Badezimmer kam. Ich hatte keine Ahnung, wie sie sich gerade fühlte, aber würde ich überhaupt eine Antwort bekommen? Keine Ahnung. Ich erhob mich und steuerte auf das Badezimmer zu, wobei ich meine Klamotten mitnahm. „Ich geh kurz duschen", informierte ich sie, als unsere Wege sich kreuzten. Sie wollte vermutlich gerade nicht mehr als nötig mit mir zu tun haben. Ich fuhr mir durch das Haar und verschwand im Bad. Ich zog die Tür hinter mir zu und legte meine Kleider hin. Ich warf einen kurzen Blick in den Spiegel. Na ja, für das dass ich von einem Kater gequält wurde, sah ich gar nicht so schlimm aus. Ich zog mir die Boxershorts aus und trat in die Dusche. Ich wartete, bis das Wasser die richtige Temperatur hatte. Ich seufzte wohlig auf, als das warme Wasser über meinen Körper und meine Muskeln sich langsam begannen zu entspannen. Doch die Stimmung zwischen Nieve und mir würde sich leider nicht so schnell entspannen.

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