The secret warriors (RPG)

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Jan 06, 2019 10:30 am

Cailan Archer
Ja, es war durchaus nicht meine Art jemanden an mich heranzulassen oder gar zu bitten zu bleiben, wenn es mir eigentlich mies ging, aber was sollte ich denn tun? Diese Träume plagten mich seit Tagen und sie waren so heftig, dass es bis in meine Wachphasen hineinhallte. Die Bilder flackerten vor meinen Augen. Ich konnte Realität und Traum nicht mehr unterscheiden und vor allem träumte ich von Apollo. Klar, ich hatte Traumatisches durchlebt mit diesem Kerl, aber ich war kein zartes Pflänzchen, das das nicht etwa aushielt. Für gewöhnlich verfolgten mich solche Sachen nicht bis in den Schlaf. Ich hatte eigentlich geglaubt die Ereignisse an diesem Tag recht gut verkraftet zu haben. Doch das schien nicht der Fall zu sein, wenn mein Unterbewusstsein mir diese schrägen Träume auftischte. Die Nacht aus Apollos Sicht und all diese… seltsamen Vorahnungen oder was auch immer das sein sollte. Ich drehte mich auf die Seite und sah zu Alexandra herüber, die sich trotz ihrer Verwunderung langsam in mein Bett gleiten ließ. Sie rutschte zu mir und ich gab ihr ein Stückchen der Decke ab, damit sie nicht fror. Ja, in letzter Zeit schien ich viel mehr an sie und ihr Wohlbefinden zu denken als sonst. Sie schien zu überlegen. Das meiste von ihr wusste ich schon. Ich kannte ihre Akte, die Resa angelegt hatte. Ihre Vergangenheit mit ihrer Mutter, wo Resa sie gesucht hatte, war ein offenes Buch für mich. Und seit sie hier war, war sie ja praktisch nie aus meiner Sichtweite gewesen. Der einzige schwarze Fleck ihrer Vergangenheit war also AGONY und genau darauf wollte ich hinaus. Ich wollte mehr über diesen Zauberer erfahren, der das Ritual durchgeführt hatte. Ich wollte mehr von Apollo erfahren. Diese beiden Personen hatten Zugang zu mir gehabt und waren offenbar auch direkt in meinen Geist eingedrungen. Ich hatte Apollos Lebenskraft übernommen. Ich musste wissen, ob der Zauberer sowas schon mal gemacht hatte und ob es Nebenwirkungen wie meine gegeben hatte. Ich musste einfach mehr über dieses ganze Prozedere erfahren. Doch ich wollte nicht zu viel verraten. Wenn ich zu gezielt nachfragte, würde Alex sicher merken, dass etwas nicht ganz richtig lief und sie würde sofort zu Resa rennen. Ich konnte auf keinen Fall riskieren, dass Resa von all dem Wind bekam. Ich wollte erst wissen, was mit mir nicht stimmte, bevor ich mir Hilfe suchte. Wenn Resa davon erfuhr, würde er mich vermutlich für immer vom Dienst abziehen und mich als arbeitsunfähig erklären. Also musste ich es selbst herausfinden. So subtil und unauffällig wie möglich. Tatsächlich fing Alex auch direkt an von Ares zu sprechen. AGONY hatte wohl nicht allzu viele Mitglieder gehabt und Ares schien das erste davon gewesen zu sein. Ihre kleine Erzählung half mir nicht viel mehr über diesen Kerl herauszufinden. Ja, er war Hexer und er hatte offenbar einen Helferdrang - sonst hätte er wohl niemals geholfen den Feind zu retten. Nun, das war eigentlich eine gute Eigenschaft, doch bei mir schien er irgendetwas falsch gemacht oder gar mit Absicht verpfuscht zu haben. Als Alex aber nun anfing Apollo mit ins Spiel zu bringen, spitzte ich die Ohren. Das war genau der Teil, der mich interessierte und der mir Erkenntnis über all das bringen würde. Sie hatten Apollo zusammengeschlagen in einem Müllcontainer gefunden. Halt… War das der Traum gewesen, den ich gehabt hatte? Der Traum, in dem mich die Warriors zusammengeschlagen und in einen dunklen, engen Raum gesperrt hatten, wo ich mich vor Schmerzen gekrümmt hatte? War das etwa… Mir wurde beinahe schlecht, als ich begriff, was ich da geträumt hatte. Es waren Apollos Erinnerungen, die meine Alpträume spickten. Wie aber kamen diese Fragmente seiner Vergangenheit in meinen Kopf?! Plötzlich ergaben auch die Bilder aus dem Wald Sinn, wo ich im Dreck zusammengebrochen war vor Schmerzen. Waren das seine Verwandlungen gewesen? Wie zur Hölle kam dieser Teil von Apollo in meinen Kopf? Mein Unterbewusstsein konnte unmöglich diese Fragmente einfach erfunden haben. Sie passten genau auf ihre Beschreibung! Ich schluckte hart und schlang die Arme um meinen Bauch. Oh Himmel, am liebsten würde ich mich übergeben. Okay… ich musste die Ruhe bewahren. Dann waren bei dem Übergang seiner Lebenskraft eben ein paar wenige Erinnerungen von ihm mit zu mir durchgedrungen. Das war nicht schlimm. Ich würde das schon verdrängen und nach einer gewissen Zeit würde ich wieder mein eigenes Leben führen. Ich riss mich also zusammen. Ich musste mehr darüber erfahren. Ich konnte das nicht einfach so stehen lassen. Es musste eine logische Erklärung für all das geben, oder? „Dein… Freund schien ein echt guter Kerl zu sein. Möchtest du mir mehr von ihm erzählen? Ich habe das Gefühl das tut dir ganz gut. Und sein durch und durch gutes Wesen macht mich schläfrig.“, murmelte ich leise und lächelte schief. Ich wollte nicht, dass sie merkte, dass ich nachbohrte. Sie sollte genauso wenig von meiner Sorge mitbekommen wie Resa. Ich würde das schon allein geradebiegen. Vielleicht verriet sie mir einen Hinweis wo ich AGONY und insbesondere den Hexer - Ares - finden konnte. Vielleicht konnte ich mich an ihn wenden. Vielleicht konnte er dieses Chaos in mir ja auch wieder bereinigen. Sicher könnte er… seine Erinnerungen extrahieren oder so. „Ich meine… er war ein Werwolf und die Warriors haben ihm schreckliches angetan. Für gewöhnlich will man dann doch Rache, oder nicht? Gerade die Werwölfe sind dafür bekannt hitzig und übereifrig zu sein.“ So wie sie ihn beschrieb schien er ja keine einzige schlechte Zelle an sich gehabt zu haben. War das denn realistisch? Es lag immerhin in seiner Natur blutrünstig zu sein.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am So Jan 06, 2019 4:39 pm

Alex Castillo
Obwohl es immer noch schmerzte an Apollo zu denken, tat es mir gut über ihn zu reden. Cailan hatte recht ich fühlte mich befreite und es war schön ihm von seinem Lebensretter zu erzählen. Vielleicht hoffte ich auch ihm dadurch klarzumachen wie warmherzig Apollo war, dass er sein Opfer würdigen sollte. Aber gleichzeitig wusste ich nicht ob es eine gute Idee war ihm von AGONY zu berichten. Konnte ich Cailan vertrauen oder würde er die Informationen irgendwann gegen mich verwenden und somit auch Apollo verraten?
Ich sah zu ihm und biss mir auf die Unterlippe, zog die Decke bis zum Kinn und schloss für einen kurzen Moment. „Du musst mir versprechen, dass du alles was ich dir erzähle für dich behältst. Es wäre sehr wichtig für mich.“, murmelte ich und kuschelte mich in die Decke. Dann begann ich zögernd zu erzählen, „Wie du schon weißt ist…war Apollo mutig, selbstlos tapfer und unglaublich warmherzig. Für einen Werwolf ist das sehr ungewöhnlich, wobei ich nicht weiß was für Unterschiede es zwischen einem geborenen und verwandelten Werwolf gibt? Jedenfalls Apollo hat nicht unbedingt viel über sich erzählt, er war eher der Zuhörer und Seelenklempner. Doch manchmal, wenn ich ihn genug genervt hatte, dann hat er mir Geschichten über seine Kindheit erzählt.“
Viele seiner Geschichten waren traurig, deprimierend und ich ärgerte mich über die Grausamkeit der Menschen. Cailan als auch Apollo hatten einen schweren Start ins Leben gehabt, doch während Cai gerettet wurde, war der Weg meines besten Freundes ein dunkler steiniger Pfad gewesen.
„Apollos Mutter war, soweit ich weiß eine Prostituierte, die sich hat absichtlich schwängern lassen, um Geld zu kassieren. Den Namen seines Vaters hat er mir nie genannt, vielleicht kannte er ihn gar nicht? Auf jeden Fall musste er sich schon in jungen Jahren, um seine Mutter kümmern.“, fing ich an und erklärte ihm dabei, dass diese letztendlich an den Drogen gestorben war. Außerdem schwärmte ich davon wie klug und wissbegierig Apollo war, dass er schnell lernte und früher davon geträumt hatte ein Polizist zu werden. Ich erzählte ihm von unserem ersten Weinachten bei AGONY und wie Apollo mir die kräftige Schmerzsalbe und den Tee geschenkt hatte, da ich vom Kampftraining schmerzen hatte und ich schlecht schlafen konnte. Außerdem hatte er mich mutig wie er war an Weihnachten das erste Mal unterm Mistelzweig geküsst, ich erinnerte mich wie vorsichtig er war, fast so als hätte er Angst mir weh zu tun. Ich seufzte bei dem Gedanken und wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen, damals schien meine Welt fast perfekt zu sein, ich hatte meine Freunde um mich herum und rief etwas ins Leben, das ein Symbol der Hoffnung und Gerechtigkeit war. „Ich strich sacht über meine Schulter, auf die wir uns alle dasselbe Tattoo hatten stechen lassen. Es war ein Mischwesen aus allen Spezies, das AGONY wiederspiegelte. Im Moment war es nicht sichtbar, da Ares es versteckt hatte durch Zauberkraft immerhin sollte kein Warrior mein Tattoo jemals zu sehen bekommen. Es war ausschließlich für AGONY Mitglieder sichtbar.
Als er mich fragte ob Apollo sie nie rächen wollte zuckte ich nur mit den Schultern, „Das kann ich dir nicht beantworten, sicher fand er es unfair so behandelt zu werden. Ich bin oft sauer geworden deswegen und wir haben uns auch gestritten. Doch Apollo hat mir erklärt, dass er die Warrior auch verstehen konnte, sie hatten Angst vor Werwölfen, da sie gefährlich waren. Er selbst wurde unfreiwillig verwandelt und hatte jemanden verletzt. Apollo konnte verstehen wieso die Warrior ihn umbringen wollten. Doch er wünschte sich beweisen zu können, dass er anders war und dass er seine Strafe abgesessen hatte und immer noch Buße tat. Er wollte statt blutiger Rache lieber Frieden zwischen den Wesen und Warrior. Apollo wollte den Warrior verzeihen.“, murmelte ich und lächelte schwach.
„Aber er war auch nicht perfekt, Apollo hatte oft Zweifel und Depressionen. Kurz vor Vollmond war es besonders schlimm, er war oft gereizt und hasste sich dafür. Er zog sich immer mehr zurück und wurde auch oft melancholisch. Wenn ich so nachdachte, glaubte ich manchmal, dass er den Tod auch herbeisehnte. Er wollte kein Monster mehr sein, er hatte es nie sein wollen und anstatt sich bei Vollmond zu verwandeln hat er seine menschliche Form behalten, aber dafür haben ihn in der Nacht furchtbare schmerzen heimgesucht. Er wollte oft allein sein, konnte es nicht ertragen, wenn wir ihn so sahen, nur mich brauchte er ab und zu. Er meinte es würde ihn beruhigen, dass ich den Schmerz erträglicher machen würde mit meiner bloßen Anwesenheit. Ich fühlte mich geehrt und hilflos, denn einen Freund leiden zu sehen und ihm nicht helfen zu können, das ist schrecklich.“, wisperte ich und sah Cailan traurig an. „Apollo hatte mit seinen Dämonen zu kämpfen, mehr als du dir das vorstellen kannst. Er war nicht perfekt aber nahe dran, wäre er kein Werwolf gewesen, hätte er einen guten Warrior abgegeben…“, murmelte ich leise und lächelte traurig.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Jan 06, 2019 6:31 pm

Cailan Archer
Ich drehte mich leicht auf die Seite und schob einen Arm unter meinen Kopf. Ich sah zu ihr. Sie schien mit sich zu ringen. Klar, für gewöhnlich fragte ich nicht nach und vermutlich sollte ich diese Dinge auch gar nicht wissen - immerhin war ich immer noch ein Warrior - aber ich war ja schon irgendwie in diese Dinge involviert. Ich hatte Erinnerungen von Apollo in meinem Kopf und da gehörten sie definitiv nicht hin. Ich wollte wissen, was da in meinem Gehirn nistete und worauf ich achten musste. Vielleicht bekam ich diese seltsamen Träume unter Kontrolle, wenn ich mehr über sie wusste. Zumindest hoffte ich das sehr, denn sie waren beängstigend und surreal. „Keine Sorge, meine Lippen sind versiegelt. Wenn du einem Warrior sowas anvertrauen kannst, dann wohl mir.“ Ich würde sie nicht verraten. Momentan wollte ja sowieso kein Warrior etwas mit mir zu tun haben. Ich war ein Ausgestoßener. Zumindest für den Moment. Sie alle hielten mich für verrückt und sahen mich schräg an. Selbst wenn ich also etwas ausplaudern würde, würde mir niemand glauben. Doch ich würde es für mich behalten. Ich steckte ziemlich tief in dem Mist mit drin und ich wollte nicht noch tiefer hineingeraten. Im Gegenteil, ich wollte mich wieder dort hinausziehen. Bloß deshalb fragte ich sie ja nach diesen Dingen. Ich musste mehr über Apollo wissen, der in meinem Kopf herumgeisterte. Ich wollte wissen, was ich träumte und wie ich diese Erinnerungen wieder los wurde oder zumindest erklären konnte. Ich wollte sie von mir separieren, damit ich wusste was echt und von mir war und was nicht. Denn momentan waren die Träume so real und aus meiner eigenen Sicht, dass ich nicht mehr unterscheiden konnte, was zu mir gehörte und was Apollos Erinnerungen waren. Der Kerl schien ein ähnlich beschissenes Leben gehabt zu haben wie ich. Er war in armen Verhältnissen aufgewachsen - vermutlich nicht in meinem Ausmaß, aber er kannte offenbar die Probleme. Er hatte sich um seine Mutter gekümmert, wie ich damals im Dorf. Ich war dann irgendwann von Werwölfen fast zu Tode gebissen und von Resa gerettet worden, doch er war verwandelt worden. Er hatte den Angriff nicht so überstanden wie ich. Während ich im Rollstuhl gelandet war, hatte er den Fluch abbekommen. Mir war durchaus bewusst, dass es mich genauso hätte treffen können. Apollo war durch seine fehlende Selbstkontrolle zurückhaltend und ruhiger geworden, weil er sich um seine Umgebung sorgte und niemanden verletzen wollte und ich war in meinem Rollstuhl so durchgedreht, dass ich grimmig und verbittert geworden war. Bis zu einem gewissen Grat waren Apollo und ich uns also sehr ähnlich. Wir hatten bloß ab einem gewissen Punkt andere Wege eingeschlagen und uns dann verschieden entwickelt. Dennoch waren wir im Kern doch gleich. Das zu hören war schon ein wenig erschreckend. Ich meine… dieser Kerl hatte nichts falsch gemacht. Den Fluch hatte er sich nicht ausgesucht, genauso wenig wie ich mir den Rollstuhl. Wir hatten beide damit den Rest unseres Lebens leben müssen. Er war mit seinem Problemchen allerdings ein wenig besser umgegangen als ich. Er hatte es akzeptiert und sich helfen lassen, hatte Freunde gefunden und sich ein Leben aufgebaut, während ich alle von mir gestoßen hatte, mir nie hatte helfen lassen wollen und mich dann allein hochgekämpft hatte. Während Apollo den Warriors verzeihen wollte, obwohl sie ihn beinahe zu Tode geprügelt hatten, war ich all die Jahre bloß auf Rache aus und hatte besonders die Werwölfe zu hassen gelernt. Also ja, Apollo war wohl ein wenig klüger mit seiner Methode umgegangen als ich. „Bis zu einem gewissen Punkt ist er so wie ich. Wir sind ähnlich aufgewachsen, dann wurde unser Leben zerstört und während er den halbwegs friedlichen Weg finden wollte, habe ich mich im Hass gesuhlt. Na ja, es kann eben nicht jeder so selbstlos und weise sein wie dein Freund. Er wäre sicher ein guter Warrior geworden. Vielleicht sogar ein besserer als ich.“ Mir war ja bewusst, dass ich nicht perfekt war. Das wusste ich nur zu gut. Ich war zu hitzig, zu verbittert und zu eingefahren auf meinen Standpunkt. Ich seufzte und fuhr mir leicht über das Gesicht. Gut, ich wusste nun wo ein paar meiner Alpträume ihren Ursprung gefunden hatten. Damit würde ich sicher erstmal arbeiten können. Ich wollte nicht noch weiter nachfragen und sie skeptisch werden lassen. „Gut… Dann ist es jetzt sicher schon Zeit das Training anzufangen.“, murmelte ich und sah auf die Uhr. Es war früh am Morgen. In einer halben Stunde hätten wir sowieso aufstehen sollen und ich war mir sicher, dass ich auch nicht mehr schlafen könnte, selbst wenn ich wollte. Also streckte ich mich leicht und nickte. „Bringen wir es einfach hinter uns. Vielleicht kannst du heute Mittag mit einem Powernap deinen Schlafmangel, den du dank mir hast, ausgleichen.“ Ich jedenfalls hatte das Gefühl, dass ich mich jetzt bewegen musste. Ich wollte mich erstmal ablenken und diese seltsamen Gefühle von mir abschütteln.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am So Jan 06, 2019 9:03 pm

Alex Castillo
Eigentlich hatte ich geplant weiterzuschlafen, denn ich hatte nicht wirklich Lust auf mein Spezialeingewöhnungstraining mit Cailan. Während er sich streckte und aufstand, funkelte ich ihn nur wütend an. Wie konnte er das jetzt ernst meinen? Es war nicht mal um sieben! Sonst stand ich erst um neun oder zehn Uhr auf außerdem war ich gar nicht richtig ausgeschlafen und konnte überhaupt nicht kämpfen! Das funktionierte nicht und er sollte mich doch in der zwischen Zeit besser kennen. Schmollend blieb ich im Bett liegen und verkroch mich unter seiner Bettdecke. „Wieso bist du nicht mehr auf der Basis? Du solltest doch wieder auf Einsätze und Missionen?! Wir hatten doch mit Resa darüber gesprochen? Wieso bist du eigentlich wieder hier? Constance hat mir auch nichts gesagt, nur dass du mich wieder auf die Ausbildung vorbereitetest.“, fragte ich neugierig und setzte mich in seinem Bett auf. Ich fand es auf einmal sehr merkwürdig, wieso spielte er wieder den Babysitter? Er hatte sich doch lautstark dagegen gesträubt? „Soll ich mit Resa sprechen? Auf mich wird er sicher hören! Ich dachte das war ein Scherz mit dem Training!“
Maulend stand ich auf sammelte meine eigene Bettdecke auf und marschierte aus seinem Zimmer, um mein Telefon zu finden und hoffentlich Resa aus den Federn zu klingeln. Wobei dieser allerdings ziemlich munter klang und mich versuchte zu beschwichtigen. Viel erzählt hatte er nicht, außer das Cailan der einzige Kandidat dafür war, da er meine Bedürfnisse und Probleme kannte. Ich ärgerte mich maßlos und Constance schien auch nicht wiederzukommen, sie hätte ich ja vielleicht noch überreden können, dass dieses Training eine blöde Idee war. Ich verkroch mich in mein Bett und was sollte ich sagen, ich würde nicht so einfach nachgeben. Auf keinen Fall würde ich jetzt trainieren gehen!
Eine Stunde später stand ich in einer umgebauten Scheune in der Cailan mich zwang mich warmzulaufen und ein straffes Krafttraining zu absolvieren. Zum Frühstück hatte ich nur einen Multipower Riegel gesnackt, welchen wir auch bei Missionen bekamen als kleine Mahlzeit. Ich war gerade mit dem ersten Set durch, als ich eine Pause machen durfte und mich verschwitzt auf den kühlen Boden legte. „Ich will kann nicht mehr!“, jammerte ich jämmerlich, wobei das Schwachsinn war. Im Grunde war ich nur etwas aus der Puste und in den nächsten fünf Minuten wieder zu hundert Prozent einsatzfähig, doch das musste Cailan ja nicht wisse. Denn er hatte sicher genauso wenig Bock auf das hier wie ich, sicher verfluchte er mich gerade wie wild und wünschte sich woanders hin.
Während er mich hier also trainierte hätte er doch leben retten können! Es musste ihn doch aufregen und nerven hier zusammen mit mir zu sein? Ich tat mein Bestes, um ihn zu nerven, vielleicht würde er ja dann mit Resa sprechen? Denn ich war noch nicht so weit, ich konnte noch nicht weiter machen. Wenn ich daran dachte die anderen Rekruten wieder zu sehen, besonders Riley wurde mir schlecht. Sie war auch auf dem Ball gewesen, leider wusste ich nicht ob sie ebenfalls von der Bombe erwischt wurde und zumindest verletzt wurde oder wieder ihr Gift versprühte. Doch schon die Vorstellung sie irgendwann wieder zusehen bescherte mir Bauchweh.
Während wir irgendwann kämpften und ich meine Technik übte war ich nur halbherzig dabei und steckte einige Treffer ein, denn entweder war ich zu langsam geworden, oder Cailan zu schnell. Er kam mir generell für seine Verhältnisse ziemlich fit vor, das war äußerst seltsam. Was war hier los? Vor mir stand Cailan mein nerviger „Bruder“ aber er war anders, ich wusste nicht genau was es war doch mein Gefühl sagte mir, dass ich aufpassen sollte. Immerhin wusste man nie was einen erwartete als Warrior, besonders da mein Leben gerade so was von aus den Fugen glitt.
Ich stand Cailan gegenüber, meine nackten Füße fanden ihren halt auf der Matte und mit festem Blick gingen behielt ich ihm im Auge. Als er vorschnellte wich ich aus und wehrte seinen Angriff ab, um ihn meinen Ellenbogen in die Rippen zu rammen. Er wich gekonnt aus und ich fiel vorn über, rettete mich jedoch indem ich mich abrollte und sofort wieder in meine Verteidigungshaltung ging. Ich landete danach mit Glück zwei harte Treffer und konnte ihn somit eher auf abstand halten. Allerdings war er wirklich gut, erstaunlich stark und das verwirrte mich, ich bekam keinen klaren Kopf, konnte nicht richtig nachdenken wie sonst. Es war merkwürdig, weswegen ich meine Chance der Ablenkung nutzte, als Constance uns per Walki Talki zum Essen rief und ich Cailan zu Boden tackeln wollte. Allerdings drehte er den Spieß um, sodass ich wütend und enttäuscht auf dem Boden lag und versuchte ihn von mir runter zu bekommen. „Du bist verdammt schwer Cailan! Geh runter vorn mir!“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mo Jan 07, 2019 1:08 pm

Cailan Archer
Ihre Frage machte mich nervös. Ich war natürlich froh, dass Resa ihr nichts von dem Grund für meine Auszeit erzählt hatte, aber dass sie irgendwann danach fragen würde, war wohl klar. Ich konnte nicht weiter darauf beharren, dass ich von der Operation oder dem Ritual noch zu erschöpft war, denn das war ich nicht. Ich war fitter denn je und ich war ja bereits zurück in der Basis gewesen. Ich hätte normal weiterarbeiten sollen, aber es waren äußere Umstände gewesen, die mich dazu gezwungen hatten eine Zeit lang still zu sitzen. Ich war froh, dass ich zumindest Alex trainieren konnte. Sie war zwar anstrengend, weil sie einfach keine Motivation hatte und sich hängen ließ, aber ich hatte zumindest etwas zu tun. Würde ich den ganzen Tag nur im Haus hocken, würde ich noch durchdrehen. So konnte ich wenigstens weiter trainieren - mit ihr zusammen. Doch sie wollte das natürlich vermeiden. Sie war noch in ihrer Trauerphase und wollte dort auch gar nicht raus. Das Training würde ihr helfen, doch sie wollte es einfach noch nicht einsehen. Und solange wollte sie natürlich versuchen mich loszuwerden. Natürlich wäre es logischer, wenn ich auf der Basis oder auf Missionen war und arbeitete, aber das ging eben momentan nicht und genau das machte sie so skeptisch. Dadurch hatte ich ein riesiges Problem. Was sollte ich ihr denn sagen? Die Wahrheit war mir unangenehm. Ich wollte nicht, dass noch mehr Leute davon erfuhren. Es war schlimm genug, dass die Warriors auf der Basis sich so verhielten. Ich hatte mittlerweile immerhin gemerkt, dass sie irgendwie recht hatten. Etwas in mir veränderte sich. Ich war nicht mehr ganz ich selbst und ich trug diese… seltsamen Erinnerungen von Apollo in mir. Ich wollte selbst herausfinden, was es damit auf sich hatte. Ich wollte mir selbst helfen und wenn ich erstmal wieder normal war, konnte ich auch darüber reden, aber gerade bereitete es mir ehrlich gesagt bloß Sorgen. Ich war immer noch ich und diese komischen Abnormalitäten waren kein Grund mich zu verstoßen. Genau das würde aber vermutlich auch Alex tun. Es würde sie nur beunruhigen zu hören, dass Apollo in meinem Kopf herumgeisterte. Das musste sie wirklich nicht wissen. Sie trauerte schon genug und genau deswegen musste sie auf andere Gedanken kommen und wieder am Alltag teilnehmen. Dazu war ich dann ja da. Ich trainierte sie und verschonte sie nicht. Es war ein leichtes Training für den Anfang, doch ihrem Gejammer nach zu Folge schien es ihr ja schon wesentlich besser zu gehen. Sie machte nach wenigen Minuten schlapp und warf sich auf die Matte, jammerte und beschwerte sich, doch ich grinste nur und zog sie wieder auf die Beine. Wir hatten einiges vor und ich genoss dieses Training auch ein wenig. Ich wollte mich auch bewegen! Ich machte das Training also mit, schlug mit ihr auf den Boxsack ein und entschied kurz darauf, dass wir einfach gegeneinander kämpfen sollten. Klar, Alex hatte übernatürliche Kraft und war mir diesbezüglich überlegen, weil ich meine Kräfte im Training nicht einsetzte, da es zu gefährlich war, aber wenn ich ihr nur gut genug auswich, passierte ja nichts. Ich war gelangweilt und ich wollte endlich wieder kämpfen! Also stellte ich mich ihr, was sich allerdings schnell als Enttäuschung herausstellte. Sie war gar nicht ganz bei der Sache und sie reagierte viel zu langsam auf meine Bewegungen. Sie landete so häufig auf der Matte, dass ich aufhörte zu zählen. Als sie dann aber ganz plötzlich einen Überraschungsangriff starten wollte, lenkte ich ihren Schlag leicht um, zog ihr die Beine unter dem Körper weg und riss sie mit mir um, fing mich jedoch links und rechts von ihr ab, damit sie nicht unter mir zerquetscht wurde. Dennoch lag sie unter mir und jammerte wie schwer ich war. „Du hast übernatürliche Kraft, du könntest mich einhändig zur Seite schieben! Stell dich nicht so an, Alex!“, lachte ich leise und rollte mich aber von ihr herunter. Ich stand auf, war kein bisschen aus der Puste, als ich ihr die Hand hinhielt und sie ebenfalls auf die Beine zog. „Komm, Mittagessen. Für heute bist du erlöst, aber morgen wünsche ich mir mehr Einsatz. Du willst doch nicht, dass mir beim training langweilig wird. Du weißt, dass meine Langeweile dir gar nicht zum Wohl kommt.“, erinnerte ich sie schmunzelnd. Wenn ich mich beim Training langweilte, fand ich ganz besonderen Gefallen daran sie zu quälen. „Wettrennen zum Haus. Wer zuletzt da ist, muss spülen.“, rief ich und hechtete dann auch schon los. Ich rannte und rannte und… für gewöhnlich war Alex flinker als ich. Sie war immerhin schmaler und wendiger als ich mit meinen breiten Schultern. Doch diesmal schien sie mich gar nicht aufholen zu können. So langsam machte das selbst mir ein wenig Sorgen. Ich kam am Haus an und zog die Schuhe aus, ehe wir beide Constance halfen den Tisch zu decken. Wir aßen zusammen, Constance erzählte von ihrem Tag auf der Arbeit und dann half ich Alex gnädiger Weise trotzdem dabei zu spülen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mo Jan 07, 2019 7:47 pm

Alex Castillo
Ich war gernervt, aber froh endlich wieder allein sein zu können. Cailan machte mich richtig wütend, das Training war scheiße und das Wettrennen auch, wobei ich mir keine Mühe gab. Sollte er doch gewinnen, das war mir egal. Als Entschädigung oder einfach, weil Cailan merkwürdig nett war, half er mir mit dem Abwasch, danach verzog ich mich ziemlich schnell in mein Zimmer und hängte ein „Zutritt verboten“ Schild auf. Dann ging ich duschen und schleppte mich erschöpft zum Bett, indem ich einschlummerte, bis mein Handy klingelte. Es war eine Unbekannte Nummer und ich ging zögernd ran.
„Alex geht es dir gut?“, fragte Ares in der anderen Leitung. Ich zuckte nur mit den Schultern und fing an zu Jammern wobei er mich stoppte und meinte er könne nicht lange reden.
„Wir haben Apollo vor ein paar Tagen beerdigt, ich wollte dir die Grabnummer durchgeben, damit du dich von ihm verabschieden kannst.“ Ich schniefte und sah starr auf meinen Zettel, auf dem ich mir die Nummer und den Friedhof notierte. Es war kurz nach zwei als ich mich passend anzog und nach unten ging, als ich vor Cailans Zimmer stand rief ich kurz, „Ich borge mir kurz dein Auto, keine Sorge bin gleich wieder da.“ Dann stieg ich die Treppe nach unten und ging in die Küche zu Constance, „Hey ich wollte dir nur bescheid sagen, dass ich nochmal wohin fahre. Bin in zwei Stunden wieder da.“, meinte ich und wollte gerade gehen, als sie mich fragte wo ich hinwollte.
„Ein Freund von mir ist kürzlich verstorben, ich war nicht auf seiner Beerdigung, möchte mich aber von ihm verabschieden, deshalb, fahre ich zum Friedhof.“, meinte ich und sie sah mich mitfühlend an. „Wenn du reden möchtest, ich habe immer ein offenes Ohr. Außerdem kann ich dich begleiten, wenn du willst?“ Ich schüttelte den Kopf, „Danke, aber das würde ich gern allein machen. Keine Sorge, wenn irgendwas ist, dann sage ich dir bescheid.“
Ich schnappte mir die Schlüssel von der anrichte und ging in die Garage, um das Tor hochzufahren und in Cailans schicken Wagen platz zu nehmen. Ich startete den Motor, legte die Vorwärtsgang ein und fuhr langsam los, wobei ich jedoch abrupt bremsen musste, da mir Cailan förmlich vors Auto sprang.
„Sag mal bist du bescheuert? Ich hätte dich umnieten können! Du Vollpfosten!“, knurrte ich wütend und hupte. Allerdings kam er ums Auto herum und wollte einsteigen, doch ehe ich die Türen verriegeln konnte, um ihn auszusperren saß er schon halb im Sitz drinnen.
„Verdammt Cailan! Was machst du hier? Solltest du kein Powernapping machen?!“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mo Jan 07, 2019 9:07 pm

Cailan Archer
Ich hatte wirklich versucht die Zeit mit Alex irgendwie angenehm zu gestalten. Ich wollte sie nicht mit dem Training ärgern oder so. Im Gegenteil. Ich versuchte die Zeit, die wir zusammen verbrachten, wirklich angenehm zu gestalten. Es war mein Job sie zu trainieren und sie musste sowieso wieder zurück zur Basis. Sie musste mit ihrer Ausbildung wieder anfangen und sich langsam einarbeiten. Wir beide saßen im selben Boot und im Gegensatz zu ihr ging ich mit halbwegs gutem Gefühl an die Sache heran. Ich gab mir wirklich Mühe. Ich war nett zu ihr und gestaltete das Training möglichst abwechslungsreich. Ich genoss die Zeit tatsächlich sogar ein wenig. Einfach, weil ich mich dann ablenken konnte. Was blieb mir auch sonst? Wenn ich sie nicht trainierte oder Constance bei irgendetwas in der Küche half, dann… hockte ich in meinem Zimmer und grübelte über Dinge nach, über die ich nicht nachdenken wollte. Zumindest noch nicht. Es machte mir Angst. Apollos Erinnerungen sollten nicht in meinem Kopf herumspuken. Ich sollte diese Träume nicht haben, ich sollte nach einer Operation wegen innerer Blutungen und zwei Wochen Bettruhe wirklich nicht so fit sein. So vieles sollte nicht sein und ich konnte mir nicht erklären wieso es so war. Ich verzweifelte. Ich wusste wirklich nicht mehr weiter. Ich lenkte mich also lieber ab, doch Alex schien diese Zeit mit mir ja wirklich schlimm zu finden. Sie jammerte nur und keifte mich an. Was hatte ich ihr denn getan? Ja, sonst keifte ich zurück, aber ich gab mir doch wirklich Mühe mit ihr. Schon klar, sie trauerte noch, aber das an mir auszulassen war nicht richtig. Ich seufzte und rieb mir unruhig die Hände, während ich in meinem Zimmer auf und ab lief. Vermutlich würde Alex mich rausschmeißen, wenn ich sie jetzt fragen würde, ob sie etwas mit mir unternahm. Sie wollte mich nicht in ihrer Nähe haben, also konnte ich das vergessen. Offenbar wollte sie sogar die Flucht ergreifen, denn kurz darauf rief sie durch die geschlossene Tür, dass sie sich mein Auto ausleihen wollte. Einfach so?! Oh nein! Ich schnappte mir meine Jacke, zog sie über und griff nach meinem Handy und meinem Geldbeutel, ehe ich ihr hinterherlief. Ich hörte, was sie zu Constance in der Küche sagte und lief dann aus der Tür, zur Garage und fing sie gerade noch rechtzeitig ab. Die Stoßstange stieß leicht gegen meine Schienbeine, als ich den Wagen abfing und dann schnell herumlief, ehe sie mich noch aussperrte. Ich stieg ein und schloss die Tür hinter mir. „Du nimmst mich mit.“, erklärte ich ihr schnell und schnallte mich an. Ich stieß die Luft aus und sah zu ihr herüber. Sie schien wirklich alles andere als begeistert. „Hey… ich bin diese Feindseligkeit zwischen uns wirklich leid. Ich will mich mit dir vertragen. So übel bin ich doch gar nicht, oder?“, fragte ich sie und grinste schief. Okay, vermutlich war ich sehr wohl eine üble Gesellschaft. Zumindest momentan, wo ich so durcheinander war. Immerhin hatten selbst die Warriors mich letztens erst rausgeschmissen. „Du hast mich ja nicht umgefahren und nein, ich sollte nicht schlafen. Ich halte keine Mittagsschläfchen. Ich weiß du willst mich nicht dabei haben, aber es ist eine gute Idee. Du solltest danach kein Auto mehr fahren und… na ja, vielleicht brauche ich das auch.“ Ich musste mich nicht rechtfertigen, aber sie konnte sich doch sicher denken, dass ich das auch gebrauchen könnte, oder? Klar, ich hatte Apollo nicht gekannt, aber er hatte mir die letzten Stunden seines Lebens geschenkt, damit ich überlebte und nun geisterte er in meinem Kopf herum und stellte mein gesamtes Leben auf den Kopf. Ich erhoffte mir wohl eine Art… Klarheit durch diesen Besuch seines Grabes. Gut, das klang bescheuert, aber ich wollte es zumindest versuchen. Also fuhr Alex los und ich beobachtete ein wenig die Umgebung, während sie den Friedhof ansteuerte. Sie parkte auf dem Parkplatz und dann folgte ich ihr über die schmalen Wege des Friedhofs. Es war ein ganz normaler Friedhof. Ich hätte wohl erwartet, dass sie ihn irgendwo auf einem Hügel unter einem Baum vergraben hätten, aber eine echte Beisetzung war wohl das richtige gewesen. Verdient hatte der Kerl sie auf jeden Fall nach allem, was ich so über ihn erfahren und durch ihn gesehen hatte. Dann plötzlich blieb Alex stehen und schaute auf die Grabnummer am Ende des kleinen Weges. „Ich geb dir ein wenig Zeit allein. Fünfzehn Minuten? Dann komm ich nach.“, schlug ich leise vor und drückte kurz ihre Schulter, ehe ich mich auf die Bank setzte, die am Rand stand. Ich sollte ihr ein wenig Zeit für sich geben. Immerhin hatte ich hier eigentlich nichts verloren.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Jan 08, 2019 6:52 pm

Lyra Evans
Wir hatten zwei vollkommen verschiedene Lebenseinstellungen. Na gut, ich lebte auch nicht gerade das Leben, welches jeder normale Mensch hatte. Ich wusste mehr, als die ahnungslosen Menschen da draussen. Ich hatte sogar andere Gene wie die normalen Menschen. Ich konnte Gedanken lesen und jemandem meine Gedanken sogar mitteilen. Beim Job war das wirklich nützlich. In meinem Alltag tat ich es meistens jedoch nicht. Die meisten dachten doch sowieso nur belanglose Dinge, die nicht wirklich interessant war. Ich nutzte meine Fähigkeit eigentlich nur, wenn ich etwas herausfinden wollte. Der Mensch dachte sofort daran, wenn man etwas fragte, auch wenn er vielleicht nicht mit der Wahrheit herausrückte. Ich war also genauso wenig normal wie Iver es war. Nur schien er gar nichts von dieser Genmanipulation zu wissen. Es war ja nicht so, als hätte ich das gewollt. Ich kannte gar nichts anderes. Mein Vater hatte es definitiv gewollt und ich hatte es von ihm geerbt. Ich war mit dieser Einstellung und Erziehung aufgewachsen. Obwohl ich selbst nicht normal war, wusste ich, wie ungefähr so ein normales Leben aussah. Zum Beispiel dass man seine Freunde traf, dass man ins Kino ging oder die wöchentlichen Einkäufe erledigen musste. Ich hob kurz eine Augenbraue, nickte dann aber nur kurz. Ich wusste nicht recht, was er bis dahin fertig haben wollte. Meine Wohnung war blitzblank geputzt. Was wollte er denn hier bitteschön noch putzen? Es gab doch gar nichts mehr zu putzen. Er könnte höchstens den Abwasch machen, aber auch dieser hielt sich in Grenzen. Wir waren immerhin nur zwei Personen, da fiel nicht besonders viel an Geschirr an. Aber er schien bereits schon etwas vorzuhaben. Er schien einer zu sein, der die ganze Zeit etwas tun musste oder er wusste gar nicht, wie entspannend das Gefühl sein konnte, einfach mal nichts zu tun. Er sollte schlafen, damit er sich selbst besser und wieder erholt fühlte – nicht damit er besser aufnahmefähig war. Er wollte sogar meine Einkäufe tragen. Ich verdrehte kurz die Augen und lächelte ihn an. „Es ist ja wirklich nicht so, als würdest du mir besonders viel Arbeit bereiten. Im Gegenteil – du nimmst mir unglaublich viel Arbeit ab", sagte ich zu ihm, bevor ich aufstand. War ihm das überhaupt bewusst? Ich musste praktisch nichts mehr in Haushalt machen. Iver erledigte ja alles für mich, bevor ich überhaupt bemerken konnte, dass etwas gemacht werden sollte. Ich seufzte tief und räumte mein Geschirr zur Spüle hinüber, bevor ich aus der Küche ging und dafür ins Bad. Ich band meine Haare zusammen, putzte mir die Zähne und machte mich fertig für die Arbeit. Als ich fertig war, schnappte ich meine Tasche, die mit Trainingskleidung gefüllt war und ging wieder in die Küche. „Also bis später und ruh dich noch ein bisschen aus", riet ich ihm. Ich schenkte ihm noch ein letztes Lächeln, bevor ich ihm den Rücken zudrehte und die Wohnung verliess. Im Gegensatz zu sonst würde es heute wirklich ein entspannter Tag werden.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Di Jan 08, 2019 7:49 pm

Alex Castillo
Ich legte die weiße Lilie auf Apollos frisches Grab und zündete eine Kerze an. Vorsichtig strich ich über den schwarzen Mamorgrabstein, mit einer kursiven goldenen Schrift waren die Lebensdaten und sein echter Name eingetragen. Darüber war eine goldene Silhouette des Gottes des Lichtes, der Heilung, des Frühlings und der schönen Künste namens Apollo(n) eingraviert. Traurig stand ich da, das Wetter war kalt, der Himmel grau und es würde mich es nicht wundern, wenn es bald die ersten Regentropfen auf die Erde prasselten.
„Ich vermisse dich Apollo. Wieso habt ihr nicht gewartet? Wenn ihr gewartet hättet, dann wärst du noch am Leben.“, wisperte ich leise und nahm mir ein Taschentuch aus meiner Handtasche. „Ich brauche dich, ohne dich kommt mir alles so hoffnungslos vor. Sind wir wirklich so stark zum Kämpfen? Bin ich gut genug? Was ist, wenn wir nicht alle beschützen können? Es gibt Wesen die böse sind, ich habe es gesehen ein Mädchen, dass verschleppt und verwandelt wurde.“, ich machte eine kurze Pause und schnaubte mir die rote Nase. „Ich will Gerechtigkeit und manchmal, bin ich froh das es Warrior gibt, die Menschen beschützen können. Aber nicht alles Wesen sind so gefährlich und wenn auch diese geschützt und gefördert werden, dann wäre die Welt um ein Stückchen besser nicht wahr?“, fragte ich und wünschte mir eine Antwort.
„Am liebsten möchte ich nach Hause zu euch, ich könnte mich bei Athena ausheulen und mich in dein Bett verkriechen. Mir fehlt unser Hauptquartier, aber gleichzeitig bin ich auch froh Resa und naja meine andere Familie kennenzulernen.“, gestand ich ihm und fühlte mich irgendwie schuldig.
Ich erzählte ihm ausgiebig von meinem Skiurlaub mit der Familie, dem Tag an dem ich abgehauen bin und Resa verrückt geworden ist und von Grandpa Michael der mich sicher am liebsten Tod sehen würde.
„Danke das du Cailan gerettet hast, er ist zwar nervig aber im Grunde ein guter Kerl. Ich denke, wenn er erkennen würde das nicht alle Wesen blutrünstig sind, dann würde er seine Meinung ändern. Dennoch wünschte ich mir, dass das alles nicht passiert wäre, du bist viel zu jung gewesen zum Sterben. Ach ja, halt mir da oben einen Platz frei oder wo auch immer du jetzt bist.“
Ich schlag die Arme um mich selbst und versuchte die Tränen zurück zu halfen, „Ich hab dich geliebt Apollo und ich tue es noch. Ich weiß nicht wie ich weitermachen soll. AGONY ist ohne dich nicht mehr dasselbe und wird es nie wieder sein…“, wisperte ich und hörte Schritte hinter mir die sicher von Cailan stammen mussten. Ich wischte mir die Augen trocken und trat etwas vom Grab weg, damit er neben mir stehen konnte. „Cailan, wieso machts du dir so viele Gedanken, um mich und Apollo? Du musst nicht nett zu mir sein, nur weil Apollo gestorben ist. Es passt nicht zu dir, nett und zuvorkommend zu sein, jedenfalls nicht zu mir.“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Jan 08, 2019 8:39 pm

Cailan Archer
Ich wusste ehrlich gesagt nicht so recht, was ich hier wollte. Ich hatte sie in der Küche darüber sprechen gehört und irgendetwas hatte mich einfach zum Auto gezogen. Ich kannte diesen Apollo nicht und Alex brauchte sicher ihre Zeit, um mit der Trauer fertig zu werden. Er war ihr Freund gewesen und sie sollte allein und ungestört sein, um an seinem Grab nachzudenken, aber… ich musste mit. Ich konnte nicht mehr bei mir im Zimmer sitzen. Ja, es war vielleicht egoistisch, aber ich war nicht nur mit ihr mitgefahren, weil ich mich beschäftigen wollte oder so. Ich machte das hier nicht nur aus Langeweile. Etwas zog mich hierher. Es war schwer zu beschreiben, aber da war eine Art Anziehungskraft, die ich nicht verstand. Vielleicht hing es mit den seltsamen Erinnerungen von Apollo zusammen, die in meinem Kopf steckten. Ich träumte von seinem Leben. Ich meine… das war schräg genug, aber jetzt wollte ich auch noch zu seinem Grab gehen. Aber… ganz so seltsam war das ja nun auch nicht, oder? Immerhin hatte dieser Typ mein Leben gerettet. Klar, wir wäre beide gestorben und so hatte wenigstens einer überleben können, aber er hatte unter vermutlich übelsten Schmerzen entschieden, dass er seinen Tod nutzen wollte, um mich zu retten. Ich wusste nicht, was ich mir davon versprach sein Grab zu besuchen, aber ich musste es tun. So sehr mich Alex auch dafür hasste, weil sie allein sein wollte. Ich brauchte Antworten und aus irgendeinem Grund hoffte ich diese von einem Grabstein zu bekommen. Das war völlig verrückt. Ich seufzte und stützte die Arme auf den Knien ab und fuhr mit meinen Fingern durch meine dunklen Haare, ehe ich wieder auf die Uhr sah. Na ja, zehn Minuten waren noch nicht um, aber ich sollte zumindest mal nach ihr sehen. Ich hatte ja nicht wissen können, dass sie laut mit seinem Grabstein sprach. Ich näherte mich dem Grab und hielt inne, als ich bemerkte, dass sie redete. Ich sollte wirklich umdrehen. Diese Gespräche gingen mich nichts an. Es war privat. Doch… ich wollte meine Antworten doch bekommen, oder? Ich ging also näher auf sie zu und lauschte ein wenig. Ich fühlte mich wirklich mies deswegen, aber als ich heraushörte wie sie sagte, dass sie ihn liebte, schien es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen zu fallen. Natürlich liebte sie ihn. Scheiße, sie waren mehr als nur Freunde gewesen. Es war als hätte ich diese Information schon mal irgendwo gehört, aber ich war mir sicher, dass niemand davon wusste und sie hatte es mir sicher noch nie erzählt. Nein, das… das war sicher nur so ein seltsamer Déjà-vu Moment. Ich seufzte also, ehe ich mich von dem Gras auf den Schotterweg bewegte. Hier hörte sie mich kommen und das tat sie auch. Sie richtete sich auf, strich sich offenbar Tränen von den Wangen und trat zurück, bis sie neben mir stand. Ich schob unangenehm berührt die Hände in die Hosentaschen und zog die Schultern ein wenig an, als sie mich plötzlich mit einer Frage bombardierte, auf die ich keine Antwort wusste. „Na ja, ich… hab das Gefühl ich wäre es ihm schuldig. Ich will wissen wer er war. Das kommt mir nur richtig vor.“ Ja, immerhin hatte er mein Leben gerettet. Natürlich konnte ich mich erkenntlich zeigen und zumindest erfahren wer dieser Mann gewesen war. Das musste nicht unbedingt komisch sein. Das war es nur, weil ich das Gefühl hatte, dass ich verrückt wurde. Ich seufzte und sah dann zu ihr rüber. „Du bist in Ordnung, Alex. Ich will nicht immer nur gemein zu dir sein, also gewöhn dich schon mal dran, kleine Schwester. Von jetzt an werde ich der vorbildliche, nette, große Bruder sein, den du dir nie gewünscht hast.“, schmunzelte ich und stupste sie leicht mit meinem Ellenbogen an. „Wollen wir einen Kaffee trinken gehen? Du kannst mir mehr über ihn erzählen - wenn du willst… Ansonsten reden wir über etwas anderes.“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Di Jan 08, 2019 9:45 pm

Alex Castillo
Wir waren noch eine Weile an Apollos Grab, standen im Nieselregen und hingen beiden unseren Gedanken nach. Als es stürmischer wurde, machten wir uns auf den Weg zum Auto und retteten uns schnell ins Trockene. Cailans startete den Wagen und zusammen fuhren wir in ein modernes Café. Eine Kellnerin brachte uns zu einer Sitzecke, zündete die Kerze an und brachte und zwei Karten. Ich Cailan bestellte sich einen Kaffee und ich einen Jasmin Tee, um mir die Hände an der großen Tasse zu wärmen.
„Weißt du Cailan, ich werde nicht für immer bei euch bleiben. Irgendwann gehe ich wieder nach Hause, ich werde die Ausbildung machen und verkürzen und dann verschwinde ich. Die Warriors, sind nicht meine Welt ich verfolge ein anderes Ziel.“, erklärte ich ihm und bedankte mich bei der Bedienung für den Tee.
Ich wollte nicht böse klingen, aber es war die Wahrheit. Irgendwann würde ich verschwinden und dann wäre es besser, wenn wir die Verbindung ganz kappen würden. Es wäre besser so, denn mal ehrlich eine Bilderbuchfamilie würden wir nicht werden. Ich war dankbar meine genetische Familie kennenzulernen und sagen zu können, dass ich meinen Vater und meine Großeltern kannte. Allerding führten wir ein unterschiedliches Leben und auf Dauer, würden wir es nicht zusammen aushalten. Er musste das doch verstehen, immerhin hatte er mich von der ersten Sekunde an loswerden wollen.
Ich nippte an meinem heißen Tee, verbrannte mir die Zunge dabei, daraufhin fluchte ich leise und biss mir in die Wange. Das tat weh, au Backe!
„Aber egal, wenn du wirklich auf großen Bruder machen willst, dann erzähl mir etwas über dich. Ich habe schon so viel über mich geredet, jetzt bist du an der Reihe. Du hast sicher einer Menge spannender Sachen erlebt nicht wahr?“, fragte ich ihn lehnte mich zurück. Ich kannte ihn zum Teil aber eben auch nur ein bisschen zu wenig, um mir ein richtiges Bild zu machen.
„Ich kenne nur deine traurigen Geschichten, erzähl mir etwas aus deiner Schulzeit. Hattest du Freunde? Hast du immer noch welche vielleicht auch außerhalb der Basis und Arbeit? Erzähl mir von deiner Freundin und anderen Sachen. Ich kenne dich auf diesen weg gar nicht!“ Wenn er nett sein wollte, dann sollten wir anfangen uns besser kennenzulernen, um einander vertrauen zu können…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Jan 09, 2019 1:28 pm

Cailan Archer
Ich wollte sie hierbei nicht stören. Eigentlich hatte ich nicht viel hier verloren, wenn sie bei Apollos Grab stand und trauerte und nun wusste ich auch warum. Die beiden waren mehr als bloß Freunde gewesen. Es war also nur verständlich wieso Alex so sehr trauerte. Sie hatte ihre große Liebe verloren und ich drängte mich auch noch auf und fuhr mit ihr zu diesem Grab hin. Ich konnte nun verstehen wieso sie wütend deswegen war. Sie hätte hier allein sein sollen. Dass ich mitgefahren war, war nicht richtig gewesen, auch wenn ich natürlich selbst mehr über Apollo herausfinden wollte. Vielleicht würde ich wiederkommen, wenn ich irgendwann mal allein war. Jetzt erschien es mir nicht richtig mehr nachzufragen. Sie hatte ihre Ruhe verdient. Also fuhren wir zusammen in ein Café, wo ich hoffte, dass sie ein wenig herunterkam und das alles hinter sich lassen konnte. Diese Grabsichtung sollte ihr einen Abschluss bringen. Den hatte sie verdient. Sie hatte wirklich lang genug getrauert. Ich wünschte mir für sie, dass sie ab jetzt wieder langsam glücklicher sein könnte. Doch offenbar schien sie andere Pläne zu haben, denn unser Gespräch verlief in eine Richtung, die mir nicht unbedingt gefiel. Ich senkte meinen Blick in den Kaffee, den ich zwischen meinen Händen hielt und seufzte. „Du weißt du musst nicht gehen… Wir wissen, dass du bei AGONY bist und es ändert für uns nichts. Ich denke Resa und ich sind uns einig, wenn ich sage, dass du auch noch unsere Familie bist, wenn du auf der anderen Seite kämpfst. Nicht alle Wesen sind schlecht, aber die Arbeit der Warriors ist es auch nicht. Bloß wegen dieser Meinungsverschiedenheit musst du uns nicht wieder verlassen.“ Sie konnte auch bei uns wohnen und mit uns leben, wenn sie an der anderen Front kämpfte. Wir mussten nicht über die Arbeit reden. Ich drehte die Tasse in meinen Händen leicht nervös und zuckte nur leicht die Schultern. Sie wollte wirklich mehr über mich erfahren? Bisher war es ihr doch auch immer egal gewesen, oder? Sie hatte sich nie wirklich darum gekümmert wer ich war oder wie meine Kindheit so verlaufen war. Vermutlich weil sie sich sowieso dachte, dass sie mies verlaufen war und damit lag sie auch nicht so falsch. „Meine Schulzeit war scheiße. Ich habe in einem Dorf gelebt, wo jeder Subsistenzwirtschaft betrieben hat. Auf Lesen oder Schreiben hat da nie wirklich jemand wert gelegt und als Resa mich in Amerika aufgenommen hat, konnten die andren Kids in meinem Alter all das schon. Ich war anfangs also auf einer Art… Förderschule. Ich musste eine neue Sprache lernen, musste lernen zu lesen und zu schreiben und mit meiner neuen Lebenssituation klarzukommen. Irgendwann habe ich es dann aufgeholt. Ich meine… ich saß im Rollstuhl. Viel hatte ich in meiner Freizeit nicht zu tun. Ich ging also irgendwann auf die normale Schule, wurde dort von sämtlichen Kindern fertiggemacht und habe dann irgendwann Devin kennengelernt. Na ja… den Ausgang dieser Geschichte kennst du ja bereits. Sie war da, als ich meinen Schulabschluss gemacht habe und mich bei den Warriors eingeschrieben habe. Dann kam die ganze Prozedur mit der Gentherapie, die Reha und Lernphase und dann bin ich auch schon auf Missionen geschickt worden. Allzu viel habe ich in meinem Leben also nicht vorzuweisen.“ Eine beschissene Kindheit voller Mobbing, eine tote Freundin und meine Ausbildung bei den Warriors. Aus mehr bestand mein Leben ja quasi nicht mehr. „Freunde habe ich nur Warriors… na ja und dich, wenn ich dich dazu zählen kann. Mit den Kids von der Schule wollte ich nichts mehr zu tun haben und da ich so gut wie keine Freizeit habe, lerne ich auch keine Normalos kennen.“ Vielleicht würde mir das mal ganz gut tun, aber um ehrlich zu sein wollte ich das gar nicht. Ein Leben voller Geheimnisse konnte ich nicht auch noch gebrauchen. Mein Leben war kompliziert genug.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mi Jan 09, 2019 6:10 pm

Alex Castillo
Ich lehnte mich zurück und lächelte, als Cailan meinte, dass wir doch weiterhin eine Familie sein konnten. Aber wie genau stellte er, dass denn vor? „Cailan, es ist zwar nett, dass du das jetzt sagst aber wir beide wissen doch, dass es nicht ganz so einfach ist. Sollen wir uns Sonntag beim Familienessentreffen, wenn wir uns doch gegenseitig bekämpfen? Wir plaudern ein wenig über die letzte Woche? Eine gesunde Beziehung würde ich dass nicht nennen, wir würden uns sicher irgendwann hassen, da wäre es besser vorher den Schlussstrich zu ziehen. Vor allem was würde Grandpa Michael sagen, wenn er davon erfährt denn ein Geheimnis bleibt nicht lange geheim. Früher oder später wird jemand es herausfinden und sie werden mich wieder in Untersuchungshaftstecken. Weißt du was los ist, wenn sie herausfinden, dass Resa mein Vater ist? Ihr würdet beide sicher als Verräter bezeichnet werden und hättet dann die Arschkarte. Sicher möchte keiner von euch das jemals erleben, deshalb ist es besser einen sauberen Cut zu machen. Außerdem mochtest du mich doch eh nicht, euer Leben wird sein wie vorher. Resa, Constance, deine Großeltern und du währt dann immer noch eine große glücklich Familie viel ändern wird sich eh nicht.“, erklärte ich ihm und nahm einen Schluck von meinem Tee.
Ich mochte meine Familie und ich konnte nicht leugnen, dass mir jeder von ihnen ans Herz gewachsen war, einige mochte ich mehr andere weniger. Selbst Cailan wurde von einer Nervensäge zum führsorglichen großen Bruder. Das war merkwürdig, allerdings auch ganz angenehm, er nörgelte viel weniger und war nett. Natürlich würde ich meiner Familie weh tun, aber man konnte ihnen ja sagen, dass ich nach Italien gezogen wäre. Unsere Großeltern wären zu alt, um so weit zu fliegen und Resa, Constance und Cailan wüssten den wahren Grund ebenfalls. Aber ich hatte ja noch Zeit mir etwas auszudenken.
„Das seine Lebensgeschichte nicht gerade schön war wusste ich. Cailan musste leiden und tapfer sein, doch er war clever, fleißig und ehrgeizig, dass hat ihn immerhin hierhergebracht. Dennoch tat es mir leid, er hatte das alles nicht verdient. „Ich glaube jeder bezeichnet seine Schulzeit als scheiße, glaub mir meine war auch nicht schön aber vermutlich hatte ich es leichter als du. Aber hey, sie was aus dir geworden ist? Du bist jüngster Offizier, der dich um seine nervige kleine Schwester kümmern darf die eigentlich ja seine Feindin ist. Also sieh es doch positiv, schlechter kann es doch nicht mehr werden.“, versuchte ich ihm aufmunternd zu sagen, wobei ich das definitiv nicht gut konnte.
„Sag mal wie hast du Devins Tod überwunden, sie war immerhin deine Freundin und sie zu verlieren muss furchtbar gewesen sein.“, fragte ich neugierig und nahm mir den Keks, welchen die Kellnerin uns noch dazu gestellt hatte.
Ich biss mir in die Wange als er mich fragte ob wir Freunde wären, wobei ich nicht genau einschätzen konnte unter welche Kategorie ich zählte. Normalos fiele ja schon mal flach genauso wie Warrior. „In einer gewissen Art sind wir wohl Freunde, ich denke,1 dass man aber noch daran arbeiten müsste. Vielleicht solltest du an deinen freien Nachmittagen öfters ausgehen? Keine Ahnung wie wäre es mit tanzen? Du bist darin eigentlich ganz gut oder geh zu Blind Dates, so was kann auch witzig sein. Tu einfach irgendwas, um raus zu kommen, wenn nicht schaffe dir einen Hund an und gehe mit ihm Spazieren, die Frauen werden dich lieben und du wirst mehr soziale Kontakte knüpfen als dir lieb ist. Vielleicht brauchst du mal wieder eine Freundin, jemand der für dich da ist. Ich denke, Devin hätte nicht gewollt das du allein bleibst und wenn doch kann sie dir ja ein Zeichen aus dem Himmel schicken? Was sagst du dazu? Bist du bereit jemand neuen kennenzulernen? Ich helfe dir auch dabei.“, bot ich ihm an und lächelte verschwörerisch.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Jan 09, 2019 8:18 pm

Cailan Archer
Dass sie das so sah, tat schon ein wenig weh. Also war sie einfach nur so mit uns gekommen und bei uns geblieben? Ich dachte wirklich, dass sie das ganze hier genauso wichtig fand wie wir alle. Wir waren froh sie in der Familie zu haben. Klar, anfangs hatte ich es nicht so super gefunden und auch vor wenigen Wochen noch war ich alles andere als begeistert gewesen, aber wenn ich jetzt so darüber nachdachte, dass sie wieder verschwinden würde, dann wollte ich das nicht. Ich wusste nicht ob das daran lag, dass mein Körper gerade diese seltsame Phase durchmachte oder aber daran, dass ich sie wirklich anfing zu mögen. So oder so fühlte ich eben gerade so. Ich wollte nicht, dass sie ging und einfach verschwand. „Hast du nicht vor ein paar Wochen noch gesagt ohne Apollo gibt es kein AGONY? Ich meine… klar, du kämpfst immer noch für diese Wesen, aber musst du es von dieser Seite aus tun? Du hast es doch schon mir vorgeschlagen. Du wolltest mich umstimmen, weil du denkst ich könnte irgendwann mal General sein oder gar Resas Platz im Rat übernehmen. Ich meine… du hast geglaubt, dass ich von dort aus genug Macht habe um etwas wirklich zu ändern und da hast du ja auch Recht. Wäre es für dich dann nicht sinnvoller es selbst zu tun? Du bist gerade mitten unter uns. Du könntest die Warriors von innen heraus umstrukturieren. Zumindest ein wenig. Du müsstest dich hocharbeiten und die Leute an den Gedanken gewöhnen. Ich meine… wenn du sie von AGONY’s Seite aus nur angreifst, werden sie sicher nicht anfangen eure Ideen umzusetzen. Du bist genau dort, wo du hingehörst und das weißt du auch.“ Ich konnte mir vorstellen, dass sie ihre Teamkollegen vermisste, aber die konnte sie ja an den Wochenenden sehen. Sie aber war genau am richtigen Platz, um etwas zu verändern und das wollte sie doch, oder? Für das alles musste sie uns nicht verlassen und sich ausklinken. Sie war doch schon so weit vorgedrungen. Das war einfach der friedvollste, klügste Weg. Ich wollte mich nicht damit zufrieden geben, dass sie einfach so einen Cut zog und abhaute. Konnte sie das? Waren wir ihr so egal? Irgendwie tat das schon weh, wenn sie das sagte. Ich seufzte leise und senkte den Blick wieder in meine Kaffeetasse, als sie wieder auf Devin zu sprechen kam. Ich hatte sie eigentlich nur am Rande erwähnen wollen, doch nach dem, was ich auf dem Friedhof gehört hatte, konnte ich nun auch verstehen wieso sie nachfragte. Sie wollte über Apollos Tod hinwegkommen. Nur leider hatte ich da keine guten Nachrichten für sie. „Das bin ich nie. Ich bin nie darüber hinweg gekommen. Überwinden kann man sowas nicht. Man lernt mit dem Schmerz zu leben und irgendwann tut es weniger weh, wenn man darüber nachdenkt. Glaub mir… es wird besser mit der Zeit. Der Schmerz wird vergehen, ich weiß wovon ich spreche.“ Natürlich war der Schmerz noch da und ich machte mir Vorwürfe und glaubte an all dem Schuld zu sein, aber irgendwie musste ich damit leben und das hatte ich eben akzeptiert. „Hey, ich… bin wirklich zufrieden mit den Freunden, die ich auf der Basis habe. Ich will keine Freunde, vor denen ich etwas verstecken muss und vor allem will ich keine Freundin oder sowas. Ich könnte jeden Tag auf einer Mission sterben. Das ist nicht das richtige Umfeld. Über einen Hund würde ich vielleicht noch mit mir reden lassen, aber ich brauche das wirklich nicht. Aber wenn du so euphorisch darüber sprichst… wieso gehst du nicht mal ein wenig aus, huh? Du hast genauso wenig Freunde wie ich.“ Sie hatte ihre AGONY-Leute und ein oder zwei Freunde auf der Basis, aber damit hatte sie nicht viel mehr Bekanntschaften als ich. Vermutlich waren wir beide eben einfach nicht die geselligsten Menschen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mi Jan 09, 2019 9:46 pm

Alex Castillo
Cailans Reaktion auf mein Verschwinden nach der Ausbildung, machte mich regelrecht stutzig. Ich hätte nie gedacht, dass es ihn so mitnehmen würde. Für ihn war ich doch immer nur der Eindringling, das schwarze Schaf der Familie. Hatte ihn diese Nahtoderfahrung etwa so stark verändert? Er schien wie ausgewechselt, jedenfalls mir gegenüber. Er schlug mir sogar einen weg vor die Warrior von innen zu verändern, was mich sehr überraschte. „Du willst mich wirklich überreden bei euch zu bleiben? Wir sollen tatsächlich eine Familie werden und die Feiertage zusammenverbringen, vermutlich machen wir auch weiter wundervolle Familienurlaube. Ich kann nicht fassen, dass du mir wirklich einen solchen Vorschlag machst. Könntest du nicht ärger bekommen für so was?“, fragte ich ihn und schaute mich panisch um, wobei ich wahrscheinlich keinen Warrior erkannt hätte, immerhin hatten wir ja kein Tattoo auf der Stirn oder so was. Wenn jemand von mir erfahren würde, dann würde ich sicher eingesperrt werden.
„Du hast doch selbst, gesagt das die Warrior umzustimmen sehr sinnlos sei! Du meintest, so etwas würde nicht funktionieren. Wenn du General wärst und ich dich darum bitten würde die Warrior umzustimmen, würdest du es nicht tun, weil du nicht an so etwas wie Zusammenarbeit glaubst! Weißt du Cailan deine Kräfte sind extrahiert aus der DNA einiger Wesen vermutlich eines Hexers. Ist dir nie aufgefallen, dass andere Menschen die durch Autounfälle gelähmt wurden nicht ebenfalls von so etwas profitieren konnten oder zumindest Heilmittel gefunden werden? Zusammen könnten wir so etwas herausfinden, eine Zusammenarbeit mit den verschiedenen „Völkern“ das wäre ein Durchbruch, damit würde man in die Geschichte eingehen. Aber du meintest, dass das zu utopisch wäre du machst mir das alles nur schmackhaft, weil du nicht willst das ich gehe, nicht weil du denkst, dass das klappen könnte!“ Ich beendete kurz meinen Monolog als die Kellnerin kam und fragte ob wir noch was brauchten. „Ich nehme noch einen Jasmin Tee, und könnte ich bitte noch einige von den hausgemachten Cookies zum Mitnehmen haben?“
Nachdem sie gegangen war, wandte ich mich wieder Cailan zum „Wow waren wir stehengeblieben, ach ja – dass ich euch von innen aus umkrempeln soll! Die Idee ist nicht schlecht, aber ich bin Resas Tochter ich will nicht, dass jemand das erfährt. Was denkst du werden die Warrior sagen, wenn es sich herumspricht das ich bei Resa Castillo wohne? Ich denke die Leute werden eins und eins zusammenzählen können und sich fragen wieso er es verheimlicht hat. Tja und falls ich irgendwann Generalin werden sollte, werden sie jeden noch so kleine Lücke in meinem Lebenslauf untersuchen und davon habe ich eine Menge. Ich werde nie Generalin werden jedenfalls nicht legal. Tja und Hochschlafen will ich mich auch nicht unbedingt, ich will von keinem Mann abhängig sein! Es ist ja echt niedlich von dir, dass du mir so etwas vorschlägst aber das wird nicht funktionieren. Außerdem hat AGONY den Verdacht, dass ich die Seiten wechsle. Wir sind nicht weg vom Fenster, nur sind wir geschwächt und ich kann nicht versprechen, das AGONY so friedlich bleibt. Ich kenne Ares er ist sehr impulsiv und leidenschaftlich. Er will jedem helfen und Apollo zu verlieren wird ihn sehr getroffen haben. Ich vermisse sie, sag mir wie ich mit ihnen zusammenarbeiten könnte, wenn die Warrior überwachen? Sie würden sich verraten fühlen und mich als Spionin hinstellen. Ich kann kein Warrior sein, außerdem hasse ich das kämpfen. Meine Mutter wollte genau, dass ich das nicht machen muss und zum Schluss ende ich als Warrior. Ein Glück muss meine Mutter das nicht miterleben, doch ohne ihren Tod würde es kein AGONY geben, hätte mich Resa früher gefunden, dann wäre ich vielleicht verängstigt aber leichter umzustimmen gewesen. Tja so ein Pech für die Warrior.“, sagte ich und bekam dann die zweite Runde serviert. Er hatte ja irgendwie schon damit recht, ich fühlte mich auch bei ihnen wohl nur glaubte ich nicht das ich zwei verschiedene Leben leben wollte und konnte.
Genauso wenig glaubte ich, dass auch ich jemals über Apollos Tod hinwegkommen würde, Cailan hatte Recht man lebte mit dem Schmerz und er wurde milder war aber immer gegenwärtig. Ich seufzte und fuhr mir durch die Haare, „Auch wenn du ein paar Freunde auf der Basis hast, wie oft triffst du dich außerhalb mit ihnen? Geht ihr mal aus oder was trinken? Ich rede hier nicht vom Fitnessstudio in der Basis. Du musst mehr Leute kennenlernen, auch wenn du einen gefährlichen Job hast, deinen Freunden einige Sachen nicht sagen darfst und sterben könntest, ist es nicht einen versuch wert? Sie dir Resa und Constance an, sie sind glücklich sie sind eine Familie. Was tust du, wenn du irgendwann pensioniert wirst oder wenn du deine Freunde im Kampf verlierst? Normalos sterben nicht so schnell und sind eine Abwechslung gegenüber den Warrior. Wahrscheinlich bin ich nicht besser, aber ich würde ausgehen nur wurde ich ja bisher immer bewacht außerdem denke ich mir auch immer was AGONY denkt, wenn ich frei herumlaufe und nicht zurückkommen. Ganz im Ernst was würdest du denken?“, fragte ich und schürzte die Lippen.
„Wenn ich ausgehe solltest du es aber auch machen, sonst wirst du für immer allein bleiben und später sicher mehr als einen Hund oder Katzen haben. Wir können ja auch mal ins Tierheim fahren und uns ein paar Hunde angucken?“, schlug ich ihm vor und stellte mir vor wie wir sicher mit mehr als einem Hund aus dem Tierheim adoptieren würden.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Jan 10, 2019 10:33 am

Iver Sheen
Ich konnte einfach nicht hier bei ihr zu Hause herumsitzen und nichts tun. Wenn ich schon hier wohnte und sie mich nicht als Sklaven hielt, dann wollte ich mich zumindest freiwillig beteiligen. Das lag mir einfach im Blut. Sie hatte mir das Halsband abgenommen, das sich immer noch durch die blasse Haut von meinem Hals abhob. Sie wollte mir ein Leben in Freiheit schenken und mich lehren wie ich damit leben konnte. Ich war ihr so vieles schuldig, denn wegen mir setzte sie ihren Job aufs Spiel. Eigentlich hätte sie mich töten sollen und auch darum wäre ich dankbar gewesen, aber stattdessen machte sie mir ein noch viel größeres Geschenk. Ich verdankte ihr also alles. Meine gesamte Zukunft. Und was tat ich dafür? Ich räumte ein wenig auf und putzte ihre Wohnung. War das ein fairer Deal? Nicht wirklich, oder? Ihre Seite wog definitiv über. Also konnte ich nicht auch noch damit aufhören und mich komplett auf ihr ausruhen. „Ich bereite dir mehr Arbeit als ich dir abnehme, glaub mir. Du musst vielleicht keinen Haushalt mehr führen, aber ich habe nie eine Schule besucht. Ich war nie unter Menschen. Ich habe nie etwas wirkliches gelernt außer zu gehorchen. Und solange ich hier bin, musst du Nahrung und all das für mich mit kaufen. Dass ich ein wenig die Wohnung putze gleicht das alles nun wirklich nicht aus.“, erinnerte ich sie. War ihr überhaupt klar, was sie da alles im Begriff war für mich zu tun? Wusste sie, was auf sie zukam? Vielleicht realisierte sie das noch gar nicht. Ich wäre ihr jedenfalls nicht böse, wenn sie doch abbrach, wenn sie merkte wie viel Arbeit ich ihr bereiten würde. Ich könnte das verstehen. Ich käme damit klar, wenn sie mich auf einem Markt verkaufen würde. Das wäre ja auch mein eigentliches Schicksal gewesen. Während sie aufstand und sich für die Arbeit fertig machte, räumte ich den Tisch ab und brachte das Geschirr in die Spüle. Ich ließ bereits Wasser ein und ließ die Teller ein wenig darin liegen, während ich den Tisch abwusch und die Sachen zurück in den Kühlschrank räumte. Ich war gerade dabei die Teller abzuwaschen, als Lyra wieder ins Wohnzimmer kam, um sich zu verabschieden. Ich nickte, als sie mir riet noch ein wenig zu schlafen. Ich würde es versuchen, wenn ich konnte. Ich wollte sie nicht enttäuschen. Ich trocknete die Teller ab und räumte alles wieder in die Schränke zurück, ehe ich mich daran machte die Fenster zu putzen. Ich hatte viel Zeit bis Lyra zurückkam und es fiel mir leichter mich auszupowern, bevor ich versuchte noch zu schlafen. Ich putzte also alle Fenster, die sie in der Wohnung hatte, machte ihr Bett, damit es schön ordentlich aussah und ging danach nochmal duschen. Wenn ich heute rausgehen sollte, wollte ich nicht auffallen. Also zog ich auch meine Klamotten aus, die sie mir am Tag unserer Begegnung gegeben hatte und wusch sie im Waschbecken per Hand aus und hängte sie auf, damit sie bis heute Nachmittag wieder trocken waren und ich sie anziehen konnte. Danach… setzte ich mich auf die Couch, stellte mir einen Wecker, damit ich - falls ich einschlief - vor ihr wieder wach wurde und legte mich dann hin. Ich ließ den Fernseher im Hintergrund laufen und schaute mir ein paar Dokus an, um mehr zu lernen, doch glücklicherweise schlief ich nach der ersten Doku auch schon ein und fand eine Weile Ruhe.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Jan 10, 2019 10:48 am

Cailan Archer
Sie hatte ja Recht, dass es nicht so leicht werden würde, aber was hatte sie denn erwartet? Sie würde nicht einfach so Generalin werden und vor allem würde sie nicht von jetzt auf gleich alle Warriors umgestimmt bekommen. Das, was sie da vorhatte sollte die ganze Welt verändern, richtig? Das passierte nicht von einem Tag auf den anderen. Sie konnte nicht von jetzt auf gleich aufsteigen, von allen das Vertrauen gewinnen und sie anführen. „Aber Alex… mal ganz im Ernst: Denkst du, wenn du weiter bei AGONY bist und die Warriors angreifst, wird es irgendjemand verstehen? Wir sehen in euch nur Rebellen. Rebellen, die keine Lust auf uns haben und uns deswegen aus Lust und Laune angreifen. Aus unserer Sicht macht AGONY uns nur das Leben schwer, weil sie Spaß daran haben. So wird es nicht funktionieren. AGONY wird nichts erreichen, das musst du doch bereits gesehen haben, oder?“ Ich meine… Ja, die hatte geschafft die Leute, die bei AGONY waren umzustimmen, aber wie lange würde es wohl dauern auf Menschen einzureden, bis sie genug Leute zusammen hatte, um die Warriors zu ersetzen? Wollte sie uns denn angreifen und uns alle auslöschen, nur damit AGONY regieren konnte? Was genau war ihr Plan diesbezüglich? „Du bist doch jetzt schon mitten in unserem System. Von deiner jetzigen Position aus kannst du mehr erreichen als mit einer riesigen Gruppe von Rebellen. Resa ist dein Vater und er sitzt im Rat… Willst du wirklich zurückgehen und wieder gegen uns kämpfen? Ich meine… du hast gesehen, dass wir nicht böse sind. Wir töten diese Wesen nicht, weil wir es so toll finden, sondern weil die meisten davon wirklich gefährlich sind.“ Sie hatte es doch gesehen in den Wochen und Monaten, die sie nun schon bei uns war. Wollte sie das einfach so aufgeben? Wollte sie einfach so abhauen und ihre Familie verlassen? Ich seufzte und fuhr mir leicht durch die Haare. Es tat wirklich weh das zu hören. Sie wollte uns verlassen und nie wieder sehen, nur um zurück zu ihren Rebellen zu gehen. Zurück zu AGONY und weg von mir. Ich schlug meinen Blick nieder und drehte die Kaffeetasse nervös in meinen Händen. „Wenn du wirklich gehen willst, dann tu es. Wenn du glaubst dort glücklicher zu werden als mit deiner Familie.“ Ja, ihre Worte hatten wirklich gesessen! Es machte keinen Sinn mehr sie umzustimmen. Ich würde nie das für sie sein, was AGONY für sie war. Ich war nur… ihr Bruder. Und selbst das war ich nicht wirklich. Immerhin waren wir nicht blutsverwandt. Und was versuchte sie jetzt? Wollte sie mir Freunde suchen, damit ich sie nicht vermisste, wenn sie erstmal weg war? Sie hatte ja Recht, ich besaß nicht viele Freunde und mit denen traf ich mich bloß während der Arbeitszeit oder im Studio zum Trainieren. Sie war die einzige, die in meiner Freizeit um mich herum war und das war anfangs nur gezwungenermaßen gewesen. Glaubte sie ein paar menschliche Freunde würden das ändern? Dachte sie das würde dafür sorgen, dass es mir egal war, dass sie ging? „Ich will keine Normalos als Freunde, okay? Und ich brauche keine Beschäftigung für meine Freizeit. Ich habe kaum welche. Ich brauche keine Freunde und schon gar keine Freundin. Das will ich gar nicht.“ Wir hatten schon gesehen wohin das führte, oder? Ich würde alle Normalos um mich herum bloß mit in diesen Kampf hineinziehen. Sie würden sterben und das nur weil sie mit mir befreundet waren. Doch abgesehen davon war es einfach nichts für mich. Ich seufzte, als sie davon sprach einen Hund zu adoptieren. Ja, das wäre vielleicht ganz nett, aber gerade war ich wirklich mies drauf. „Lass uns einfach nach Hause fahren. In ein paar Wochen willst du doch sowieso verschwinden. Je weniger wir bis dahin miteinander zu tun haben, desto leichter fällt es dir.“ Ja, ich war zutiefst verletzt. Ich konnte mir nicht erklären woher diese Gefühle kamen. Vor ein paar Wochen wäre ich noch froh gewesen sie los zu sein, aber gerade schmerzte der Gedanke bloß.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Do Jan 10, 2019 7:57 pm

Alex Castillo
Nachdem Cailan bezahlt hatte, saßen wir wieder im Auto. Ich machte mir gerade die Sitzheitzung an und drehte die Lüftung auf die wärmste Stufe, dann sah ich aus dem Fenster und dachte über unser Gespräch nach. Er hatte schon recht, ich war bei den Warrior, womöglich könnte ich eines Tages eine Generalin werden und versuchen etwas zu verändern, doch was war mit AGONY? Sie waren meine Familie und sie misstrauten mir sicher schon. Was würden sie in der zwischen Zeit tun? Gäbe es AGONY überhaupt oder wäre ich wieder allein gegen den Rest der Welt? Nachdenklich sah ich Cailan an dessen Hände sich angestrengt ums Lenkrad krallten. Er sah aufgebracht aus und zugleich traurig, das verwirrte mich und machte mir ein schlechtes Gewissen.
„Du hast Recht.“, fing ich an und sah zu ihm. „Ich könnte nach einer Gewissen Zeit und mit einer bestimmten Position vielleicht Dinge verändern. Womöglich habe ich auch gute Chancen durch Resa. Vermutlich sollte ich sogar bei euch bleiben und so tun als ob, bis ich irgendwann Generalin sein werde. Es wäre auf jeden Fall der beste Weg, da hast du recht.“, murmelte ich und spürte wie ich in den Sitz gedrückt wurde, als Cailan auf der Autobahn Gas gab.
„Allerdings ist AGONY auch meine Familie und sie brauchen mich, ich hatten nie geplant hier zu bleiben. Du warst doch auch derjenige der mich so schnell wie möglich loswerden wollte, im Urlaub warst du sogar eifersüchtig auf mich! Ich hatte nie das Gefühl als wolltest du, dass ich Teil dieser Familie werde, bis jetzt. Wieso hätte ich bei euch bleiben soll, wenn es Menschen gab, die mich nicht dahaben wollten?“, fragte ich ihn.
„Übrigens ich bin glücklich, ich finde Resa schwer in Ordnung und Constance mag ich auch sowie unserer Großeltern, du hast großes Glück mit ihnen aufgewachsen zu sein. Und bevor du weiter so einen Flunsch ziehst, du bist mir auch ans Herz gewachsen, leider verwirrst du mich momentan sehr und ich kann mit all den Gefühlen nicht gut umgehen.“, erklärte ich ihm und legte meine Hand aus seine die gerade auf dem Schaltknüppel ruhte.
Ich hätte nicht gedacht, dass er sich das so zu Herzen nehmen würde, vor allem aber grübelte ich über seine Vorschläge. Ich wäre wirklich dumm, wenn ich meine gute Stellung bei den Warriors versauen würde indem ich reißausnahm. Aber AGONY brauchte mich auch, wie sollte ich die zwei Sachen unter einem Hut bringen, vor allem aber zwei Familien die sich hassten? Ich seufzte, „Weißt du ich wäre ja nicht sofort gegangen, nach der Ausbildung wäre ich abgehauen oder später wer weiß. Versuch mich doch zu überzeugen, dass ich bei den Warriors, Resa und dir bleiben soll? Du hast ja noch ein wenig Zeit dafür! Und das mit den Freunden, das werden wir auch hinbekommen. Wir beide sollten vermutlich mehr unter Menschen kommen du hast nur Warrior als Freunde und ich hauptsächlich mystische Wesen, vielleicht bräuchten wir beide mal eine Abwechslung?“ Ich lächelte ihn sanft an und druckte seine Hand. „Ich will niemanden verletzten, ich hätte nie gedacht das dich mein Verschwinden jemals so sehr treffen könnte…“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Jan 10, 2019 8:18 pm

Cailan Archer
Sie hatte kein einziges Wort mehr darüber verloren! Sie hatte einfach geschwiegen und war wieder zurück zum Auto gegangen als hätte sie mir nicht eben gesagt, dass sie einfach wieder verschwinden würde und unsere Familie damit zerreißen würde. Es hatte lang genug gedauert sie zu akzeptieren und nun wollte sie abhauen, weil ihre andere Familie besser war? Natürlich tat das weh! Vor allem aber, weil das bedeutete, dass ich sie nicht mehr sehen würde. Sie würde verschwinden und AGONY würde nicht wollen, dass sie Kontakt zu mir hatte, das war doch klar. Also war ihr das so egal? Könnte sie wirklich einfach verschwinden? Würde sie Resa und Constance nicht vermissen? Und unsere Großeltern? Mich? Klar, wir hatten nicht den besten Start, aber… wir hassten einander ja nicht… oder? Meine Gedanken kreisten immer noch um dieses Thema und je mehr ich drüber nachdachte, umso schlimmer wurde es. Es machte mich wütend, dass wir ihr anscheinend so egal waren. Ich hatte mich wirklich angestrengt und dabei interessierte sie sich gar nicht für mich? Ich verspannte mich leicht, während ich das Lenkrad hielt. Dann endlich schien sie zu all dem auch wieder etwas zu sagen zu haben. Sie stimmte mir zu. Sie wusste also, dass es der bessere Weg für ihre Rebellion war die Warriors von innen heraus umzukrempeln, doch so wie sie es sagte, klang das alles nach einem großen Aber, das noch kommen würde. Wieso fiel es ihr so schwer einfach zu bleiben? Waren die letzten Wochen denn wirklich so schlimm für sie gewesen? „Ich meine… ja, wir hatten keinen guten Start, aber das heißt doch nicht direkt, dass ich dich hasse. Ich konnte nicht gut damit umgehen, dass plötzlich jemand in der Familie war, den es vorher nie gegeben hatte. Ich meine… Resa hat dafür gesorgt, dass ich immer an dich erinnert wurde. Du warst nie da, aber ich bin immer in deinem Schatten aufgewachsen und dass du endlich da warst, war… schwer. Weil sich alle bloß um dich gekümmert haben. Na ja, es war eben nicht so einfach für mich, aber das heißt nicht, dass ich dich nicht leiden kann. Ehrlich gesagt… ja, an Weihnachten wäre es mir lieber gewesen du wärst bei AGONY geblieben, aber das ist nicht mehr so. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dass du einfach so verschwinden könntest, dann verletzt mich das.“ Ich konnte mir ja auch nicht erklären woher das kam. Ja, anfangs hatte ich sie nicht leiden können und hatte mir gewünscht sie wäre nicht da und von jetzt auf gleich hatte sich das einfach so geändert. Ich hatte sie zwar irgendwann akzeptiert, aber nie hatte ich mir gewünscht, dass sie hier bei uns blieb. Diese Gefühle waren auch für mich neu und das verwirrte mich genauso sehr wie es sie verwirrte! Vor allem als sie ihre Hand auf meine legte und ich für den Bruchteil einer Sekunde Apollos Hand sah, die sie da ergriff. Ich blinzelte schnell, dann sah ich wieder meine Hand vor Augen und drehte sie auf dem Schaltknüppel, sodass ich ihre Hand ebenfalls leicht drücken konnte. Ich lächelte schief, als sie mir umständlich erklärte, dass sie mich gut leiden konnte. „Ich bin dir ans Herz gewachsen? Du magst mich! Du hast mich gern! Komm gib es zu!“, lachte ich leise. Hey, ich war froh darüber. Die letzten Wochen hatte ich wirklich oft das Gefühlt gehabt, dass sie mich nicht ausstehen konnte und dieser Gedanke hatte mir gar nicht gefallen. Ihr kleines Geständnis hier ließ mich zumindest für den Moment wieder lächeln. „Vielleicht sollten wir mit den Freundschaften klein anfangen.“, schlug ich vor und setzte den Blinker. Ich fuhr die nächste Abfahrt ab und suchte das nächste Tierheim auf. Ein weiteres Familienmitglied wäre ein Grund mehr für sie nicht zu gehen. „Na gut, komm. Das war deine Schnapsidee.“, erinnerte ich sie und stieg aus. Diese spontanen Sachen waren eigentlich absolut nicht mein Ding, aber es fühlte sich richtig an. Wieso auch nicht? Wir würden einem armen Tier ein neues Zuhause schenken. So wie man mir damals eines geschenkt hatte…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Jan 11, 2019 3:29 pm

Alex Castillo
Es war als würde die Sonne eine dichte graue Wolkendecke durchbrechen. Die Stimmung war durch ein paar einfachen Worten gerade rasant gehoben worden. Cailans breites grinsen war ansteckend gewesen und ich fragte mich, wie es soweit kommen konnte, dass wir hier zusammen in einem Tierheimstanden?
Cailan war -direkt nach unserer Versöhnung- von der Autobahn abgefahren und suchte das nächst gelegene Tierheim auf. Er war auf einmal so glücklich, er war wie ausgewechselt und ich konnte nicht anders als ebenfalls dümmlich zu lächeln. Besonders aufgeregt war ich als wir endlich vor dem Tierheim hielten, ausstiegen und freundlich von einer Dame Empfangen wurden. Sie stellte sich als eine der Pflegerinnen vor uns zeigte uns auf unseren Wunsch hin das Tierheim welche sehr groß zu seien schien. Während wir durch die Gänge Schritten, wurde mein Herz immer weicher, denn die Hunde hatten es mir echt angetan. Sie sahen alle so niedlich und süß aus. „Wir haben einen Spielbereich, einen Ruhebereich in denen sie ein Nickerchen machen können. Wenn sie möchten, können sie ihre Sachen hier ablegen und die Hunde kennenlernen.“, sagte die etwas ältere Lady und brachte uns in einen größeres Zimmer in dem einige Hunde schliefen, andere miteinander spielten oder auch etwas fraßen.
Mein Herz zog sich bei all dem niedlichen Tieren zusammen, „Cailan, ich glaube wir müssen sie alle adoptieren!“, murmelte ich und kniete mich ihn, sodass einige der Hunde mich beschnuppern konnten.
Die Pflegerin erklärte das einige der hier lebenden Tiere schlimmes durchgemacht hatten und viel liebe und Zuwendung brauchten. „Sehr viele Menschen kaufen sie Tiere oder Hunde und unterschätzen die Arbeit. Ein Hund ist eine große Verantwortung, er braucht ein stabiles Zuhause und Umfeld, wenn sie einen mitnehmen, sollten sie sich im Klaren sein was so ein Tier bedeutet.“ Ich nickte rasch, natürlich verstand ich das wir uns, um dieses Tier sorgen müssten und genau das wollten wir ja auch.
Seitdem wir reingekommen waren, wuselte eine kleine bernsteinfarbene Bolonka Zwetna Hündin um meine Beine und wollte spielen. Sie war sehr zutraulich und verspielt, ich hob sie vorsichtig hoch und suchte Cailan, welcher gerade einem deutschen Schäferhund den Bauch kraulte. „Cailan, willst du unseren zukünftigen Hund kennelernen? Sag Hallo zu Rita!“, sagte ich und setzte die kleine vor seinen Füßen ab. Allerdings schnupperte sie nur kurz an ihm und rannte zu Tür, um die neuen Besucher zu begrüßen.
Etwas entsetzt und traurig sah ich ihr hinterher und schob schmollend die Unterlippe nach vorn.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Jan 11, 2019 4:01 pm

Cailan Archer
Eigentlich war ich nie der Typ gewesen, der sich ein Haustier anschaffte. Ich hatte immer gewusst wie viel Arbeit so ein Tier sein würde und hatte es gelassen. Na ja, es war nicht so, dass ich Tiere nicht mochte, aber ich hatte bisher auch nicht allzu viel mit ihnen anfangen können. Langsam aber glaubte ich, dass es eine gute Idee sein könnte. Ich könnte mir die Arbeit mit Alexandra teilen und Constance könnte sicher auch jemanden gebrauchen, der zu Hause war und sie ein wenig auf Trab hielt, während Resa arbeiten war. Vor allem aber wäre es ein neues Familienmitglied, das Alex davon abhalten würde uns einfach so zu verlassen. Na ja, ich tat es nicht nur deswegen. Ich erwartete auch nicht viel, als wir in das Tierheim eintraten. Ich ging davon aus, dass es ein wenig dauern würde, bis wir einen Hund gefunden hatte, der zu uns passte. Für gewöhnlich lief man ja nicht in ein Tierheim hinein und fand direkt einen passenden Hund. Die Chemie musste stimmen. Immerhin waren wir hier, um einen Hund zu adoptieren und ihn nicht zu kaufen wie ein schickes Accessoire. Ich ließ Alex vorgehen. Sie regelte die Sachen sowieso besser als ich. Ich sah mich derweil einfach schon mal ein wenig um. Als wir an den Katzen vorbeikamen, wurde ich von den meisten Katzen angefaucht, was ich mir absolut nicht erklären konnte. Allerdings waren Katzen sowieso komplizierte Wesen. Ich folgte also weiter zu den Hunden, trat mit Alex in das kleine Gehege ein und schloss das Gitter hinter uns, ehe wir auch schon von einer Horde Hunde begrüßt wurden. Die meisten waren recht zutraulich, doch einige saßen auch in der Ecke und trauten sich nicht wirklich voran. Ein Schäferhund stupste mich die ganze Zeit mit seiner Nase an, also ging ich auf die Knie und er drehte sich sofort auf den Rücken, ließ die Zunge heraushängen und hechelte, während ich seinen Bauch kraulte. Wir waren keine zehn Minuten hier drin, da kam Alex schon mit ihrer Auswahl an. Es war ein winziger, strubbeliger Hund mit Zöpfen im Fell. Unverständlich sah ich sie an, als das Vieh kurz an mir schnupperte und sich dann lieber aufgeregt dem Frischfleisch an Besuchern zuwandte. „Niemals werde ich mich mit so einer Trethupe sehen lassen. Außerdem ist sie ziemlich untreu, findest du nicht?“, schmunzelte ich und hörte auf den Schäferhund zu kraulen, der sich nun auch den neuen Leuten zuwandte. „Einen Schäferhund könnte man gut mit zur Jagd nehmen, aber ich denke er bringt nicht die richtige Persönlichkeit mit. Wir brauchen keine aufgeregten, anstrengenden kleinen Hamster und auch keine riesigen, aggressiven Hunde.“, erklärte ich ihr stirnrunzelnd, als eine weitere, kalte Schnauze sich in meine Handfläche schob. Ich drehte mich um und sah den leicht zotteligen Haufen Fell an, der sich ganz zaghaft unter meine Hand schob, sodass ich ihm den Kopf kraulte. Ich lächelte schief und streichelte ihn. Seine Augen schlossen sich genüsslich und dann legte er sich neben mich, legte seine Schnauze auf meinem Bein ab und junkte leicht - fast schon so als würde er verstehen, dass mit meinen Beinen etwas nicht ganz stimmte. Ich legte den Kopf schief und musterte den Hund, der nun auch direkt zu mir aufsah. „Was hältst du von einem Australien Shepherd?“, schmunzelte ich und nickte zu dem Fellknäul mit braunen, schwarzen und blonden Flecken, mit denen er aussah wie ein Marmorkuchen. Ich ließ meine Finger leicht durch sein Fell wandern und kam dann an eine kleine, kahle Stelle an seinem Hinterlauf an. Vorsichtig ließ ich meine Finger über seine vernarbte Haut gleiten und fragte mich was dieser arme Hund wohl bereits durchlebt haben musste.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Jan 11, 2019 5:30 pm

Alex Castillo
Ich sah gerührt dabei zu wie der Asutrailian Sheperd sich an Cailan schmiegte. Der kleine schnupperte vorsichtig an ihm und betrachtete ihn genau, es war als würde er uns abchecken, ob wir gut genug für ihn fahren. Ich ging in die Hocke und hielt dem Hund meine Hand, er schnupperte kurz an ihn bevor er seinen Kopf in meine Handinnenfläche schmiegte. „Er ist wunderschön!“, meinte ich und lächelte Cailan an.
Muffin ließ uns nicht mehr aus den Augen, er war die ganze Zeit bei uns, wenn andere Hunde uns beschnupperten ließ er es zwar zu, aber sichtlich erfreut war er nicht. Wir spielten mit ihm und durften sogar eine kleine Runde mit ihm auf dem gehen Gassi gehen. Im Schnee tobte er, rannte jedem Ball hinter her und wirbelte vergnügt herum. Ziemlich schnell wurde uns klar, dass Muffin unser neues Familienmitglied werden musste. Als wir der Pflegerin bescheid gaben, dass wir einen Hund gefunden hatten, den wir gerne adoptieren wollten, war sie begeistert und meinte sie würde mit uns den Papierkram regeln.
Cailan ließ sich als Besitzer eintragen und füllte alle Pflichtfelder aus. Wir bekamen alle Dokumente vom Tierarzt und auch eine kleine Hintergrundgeschichte wie ein paar Tipps wie Muffin sich schnell und gut in seinem neuen Zuhause einleben würde. Als wir Muffin dann mitnahmen wedelte er aufgeregt mit dem *zensiert*. Im Auto setzte ich mich zu Muffin auf die Rückbank und streichelte ihn, als auf der zum Glück großen Rückbank zusammenrollte. Ich setzte mich zu ihm nach hinten und wies Cailan an in den nächsten Tiershop zu fahren der nicht allzu weit entfernt war. Dort kauften wir alles nötige ein, wie Futter, Näpfe, eine Leine, ein Halsband, Spielzeug, Leckerli, einen Wintermantel und noch vieles mehr. Muffin durfte zum Glück mit reinkommen und erkundete alles neugierig. Am Ende schnallten wir ihm sein Geschirr um und klickten den Gurt ein, sodass Muffin auf der restlichen Heimfahrt gut gesichert war.
„Willkommen in deinem neuen Zuhause Muffin!“, murmelte ich und sah neugierig zu wie Muffin alles abcheckte. Ich zog mich aus und befreite auch ihn von seinem Geschirr und lobte ihn fürs stillhalten. Dann ging ich zusammen mit Cailan und Muffin in ins Wohnzimmer, um Constance ihren neuen Mitbewohner zu zeigen. „Constance darf ich dir Muffin vorstellen er ist unser neues Familienmitglied.“
Zuerst viel sie natürlich aus allen Wolken und sah uns fassungslos an, aber keine zehn Sekunden später verliebte auch sie sich in Muffin. Wir führten Muffin durch das Haus und in den großen Garten, dann packten wir die ganzen Einkäufe aus und legten ihm im Wohnzimmer ein Körbchen hin, in Cailans und meinem Zimmer ebenfalls.
Während Constance sich kurz gerade mit Muffin beschäftigte, ging ich zu Cailan. „Ich finde, dass echt schön, dass wir ein neues Familienmitglied haben und glaub mir, das wird bald mehr geliebt als wir beide zusammen.“, murmelte und gab ihm einen Kuss auf die Wange, bevor ich ihn anschließend umarmte
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Jan 11, 2019 5:52 pm

Cailan Archer
Anscheinend waren Muffins Vorbesitzer so einfallsreich gewesen wie ich. Der Hund sah mit seinen bunten Flecken aus wie ein Kuchen und war im Tierheim mit dem Namen Muffin registriert. Alex und ich war sofort klar gewesen, dass wir das nicht ändern würden. Muffin war mit seinen drei Jahren zwar noch relativ jung, aber dennoch kannte er seinen Namen und wir wollten ihn nicht umgewöhnen. Um ehrlich zu sein war der Name ja auch ziemlich süß und passte irgendwie zu ihm. Wir beide waren hin und weg von ihm. Er war ruhig und zaghaft, aber er konnte auch wild und verspielt sein, wie wir beim Gassi gehen herausfanden. Er war zutraulich und sanft und war sicher sehr dankbar für ein neues Zuhause. Laut der Vorgeschichte hatte er bei seinen alten Besitzern nicht immer nur gute Erfahrungen gemacht. Die Eltern hatten ihren kleinen Sohn mit dem Hund spielen lassen, ohne ihm Tabus zu erklären. Er hatte den Hund am *zensiert* gezogen, ihn getreten und geschlagen und eines Tages im Garten auch mit einem Stein beworfen, wovon Muffin die kleine kahle und vernarbte Stelle am Hinterlauf hatte. Der arme Hund hatte einiges durchmachen müssen, aber dennoch war er nicht aggressiv geworden. Er hatte keine Angst vor den Menschen, die offen auf ihn zugingen. Er war wirklich ein tapferes kleines Kerlchen. Alex und ich entschieden uns also ziemlich schnell. Wir adoptierten ihn und ich füllte den Papierkram aus. Kaum hatten wir Muffin aus dem Tierheim gebracht, fuhren wir in den nächsten Tierladen und besorgten alles, was der Hund so brauchte. Während ich das Geschirr mit ihm anprobierte und mich vom Verkäufer beraten ließ, sammelte Alex wie verrückt Futter und Spielzeuge für das Tier. Auch wenn Constance vermutlich ziemlich baff sein würde, wenn wir mit einem Hund ankamen, würde sie ihn sicher so sehr lieben lernen wie wir in den letzten paar Minuten. Und ja, sie war überrascht. Ich hätte damit gerechnet, dass sie sich erst aufregen würde, weil durch den Hund mehr Dreck im Haus anfallen würde, doch kaum hatte Muffin sich zu ihr geschlichen, war diese Sorge verflogen. Sie mochte ihn und wer konnte es ihr verdenken? Dieser Hund war einfach klasse. Ich stellte die beiden Näpfe in die Küche, räumte ein Regal aus, um das Trocken- und Nassfutter einzuräumen und hängte die Leine und sein Geschirr im Flur an der Garderobe auf. Danach ging ich wieder ins Wohnzimmer und beobachtete Constance, die auf dem Boden saß und immer wieder den kleinen Ball für Muffin warf. Sie war wirklich begeistert von ihm. Ich fragte mich bloß wie Resa es finden würde. Ich sah zu Alex, als sie sich neben mich stellte und mir plötzlich einen Kuss auf die Wange drückte. Ich blinzelte kurz überrascht. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Schon gar nicht mit der Umarmung, die folgte. Ich konnte kurz nichts tun, doch dann legte auch ich die Arme um sie und drückte sie kurz an mich. „Dann weißt du auch mal wie das ist in jemandes Schatten zu stehen.“, schmunzelte ich und ließ sie dann langsam los. Diese Umarmung war wirklich schön gewesen. Klar, wir konnten uns vielleicht nicht immer gut leiden, aber im Grunde war Alex wirklich schwer in Ordnung und sie hatte heute auch zugegeben, dass sie mich einigermaßen mochte.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Jan 11, 2019 7:57 pm

Alex Castillo
Die nächsten Tage beschäftigten wir uns ausschließlich mit Muffin, zwar ließ Cailan das Training nicht ausfallen, aber ich war nicht mehr so traurig und melancholisch wie vor ein paar Tagen. Muffin schlief oft bei mir im Zimmer ein und irgendwann wen Cailan wieder einen seiner Alpträume hatte, wanderte er zu ihm und schmiegte sich an ihn. Es war eine Art Ritual geworden, genau wie die alltäglichen Runden, die wir mit ihm gingen. Oft waren es Cailan, wir trainierten ihn an jeder Straßenkreuzung sitzen zu bleiben und auf uns zu hören, wenn wir ihn ohne Leine laufen ließen. Er tat sich ganz gut und wurde auch immer mit ausgiebigen Spiel-/ und Kuscheleinheiten belohnt. Besonders vorteilhaft war es auch, dass unser Grundstück riesig war, denn durch mein Kraft konnte ich besonders weit werfen, sodass Muffin wie ein Wirbelfind dem Ball hinterherjagen konnte und wenn er mal zu weit weg war, konnte Cailan diesen mit seinen telekinetischen Kräften wieder zurückholen.
Die Zeit wie wir nun zusammen verbrachten war anders, wir konzentrierten uns auf Muffin und redeten dabei normal miteinander, es war schön und tat uns beiden gut. Seitdem Muffin bei uns war, saß ich nicht mehr den ganzen Tag traurig rum, das ließ Muffin gar nicht erst zu. Er wollte mir immer die Tränen von der Wange stehlen und brachte mich damit wieder zum Lachen.
Es war Samstag und damit einer unserer freien Tage, es war kurz nach neun Uhr am Morgen als wir gerade wieder nach Hause kamen, da sah ich auch schon jemanden an der Tür stehen. Unwillkürlich verssteifte ich mich und blieb kurz stehen, dies bemerkte auch Muffin und bellte den Besucher nun an. „Schh…aus Muffin, nicht bellen.“, tadelte ich ihn und sein bellen verstummte. „Kein Wunder, dass mir niemand aufmacht! Ihr seid ja alle außer Haus heute früh.“, meinte Josh und lächelte uns mit seinem strahlenden Lächeln an.
Ich hatte Josh seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen, er schrieb zwar ständig aber ich hatte nie geantwortet, da ich getrauert hatte. Jedoch stand er jetzt vor uns und ich wusste nicht ob er etwas von mir wollte und oder von seinem besten Freund Cailan. Vor allem aber wollte ich nicht das Josh sich verplapperte, denn ich wusste das er mehr wollte. „Josh was machst du hier?“, fragte ich ihn und schloss die Haustür auf, ich ließ ihn und Cailan vor, sodass ich danach Muffin die Pfötchen und den Bauch abtrocknen konnte. Danach zog ich mich ebenfalls aus und ging zu den Jungs ins Wohnzimmer. „Ich bin hier, weil ich nach meinem besten Freund sehen wollte, aber mich interessiert brennend, was du hier machst?“, murmelte er und verschränkte die Arme. War er jetzt sauer auf mich? Wieso das denn? Ich hatte nichts falsch gemacht, meine Identität war uns sollte ein Geheimnis bleiben, genau wie das zwischen Josh und mir. Leider musste ich mich neben ihn setzen da kein anderer Platz frei war und nahm etwas von meiner Tasse Tee, die Cailan für mich gebrüht hatte. „Also ich wollte eigentlich fragen wie es dir geht, aber jetzt interessiert es mich eher wieso DU hier bist? Ich dachte ihr hasst euch?“, sagte er und legte für einen Moment seine Hand auf meinen Oberschenkel, welche ich jedoch schnell entfernte. Das war sehr peinlich besonder vor Cailan.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Jan 11, 2019 10:35 pm

Cailan Archer
Muffin tat uns gut. Vor allem Alex. Sie gab es vielleicht nicht zu, aber Muffin zog sie aus der Trauerphase. Er hielt sie auf Trab und so hatte sie keine Zeit mehr sich weinend in ihrem Zimmer zu verkriechen. Muffin machte da einen weitaus besseren Job als ich. Ich hatte versucht sie mit dem training abzulenken, stattdessen aber war sie bloß sauer auf mich gewesen. Muffin schaute sie einfach mit seinen riesigen Augen an und sie tat alles, was er von ihr wollte. Er war einfach zu liebenswürdig als dass man ihm irgendetwas ausschlagen konnte. Selbst Constance ließ ab und zu am Frühstückstisch „aus Versehen“ etwas fallen ,weil sie seinem Blick nicht widerstehen konnte. Doch vor allem sorgte Muffin dafür, dass Alex und ich ein wenig mehr Zeit miteinander verbrachten. Wir spielten zusammen mit ihm, wir warfen ihm gemeinsam den Ball im Garten und gingen gemeinsam mit ihm Gassi. So wie jetzt. Alex führte ihn bis zu unserer Haustüre, wo er dann anfing zu bellen. Stirnrunzelnd hob ich den Kopf, da Muffin normalerweise nie bellte, und sah Josh, der auf unserer Veranda stand. Das wunderte mich schon ein wenig. Immerhin hatte auch er Abstand von mir genommen, nach dem, was an Silvester passiert war. So wie alle auf der Basis. Ich runzelte leicht die Stirn und drängte mich an ihm vorbei, um die Tür aufzuschließen. Während Alex sich wie immer um Muffins Pfoten kümmerte, stellte ich den Wasserkocher für sie an. Es war mittlerweile zu einer Art Routine geworden. Ich wusste, dass sie gern ihren Tee nach der Runde trank und Muffin spielte mir gern Streiche, wenn ich versuchte ihn sauber zu machen. Ich brühte ihr den Tee auf und deutete Josh, dass er sich setzen konnte. Ich wusste immer noch nicht, was er hier wollte. Ich seufzte und ging mit den zwei Tees ins Wohnzimmer, wo dann auch Muffin und Alex uns erreichten. Muffin setzte sich vor mir auf den Boden und ich kraulte sein Kinn, während Josh sein Erscheinen erklärte. „Ach ja? Du wolltest nach mir sehen? Sehr witzig. Immerhin hast du dich auf der Basis nicht wirklich für mich interessiert.“, erinnerte ich ihn. Er war abgehauen wie alle anderen Warriors auch. Mir sollte es egal sein, aber vor allem wollte ich von der Auseinandersetzung wegen Alex ablenken. Um ehrlich zu sein war ich ja nicht gerade blind und Josh war noch nie wirklich so dumm gewesen. „Wir hassen uns nicht, Josh.“, korrigierte ich ihn. Ja, beim Training damals hatte es wohl das ein oder andere Mal so ausgesehen, aber das taten wir nicht. Zumindest taten wir es jetzt auf jeden Fall nicht mehr. Ich fing an Alex wirklich zu mögen. Sie war… eine wirklich gute Freundin geworden. Vermutlich meine einzige, richtige Freundin, wenn man Josh, den Heuchler mal außen vor ließ. „Seien wir ehrlich miteinander. Du weißt wieso sie hier ist, oder? Du weißt es schon eine Weile lang.“ Wir hatten nie besonders gut versteckt, wer Alex war. Sie war einfach so in das Warriorprogramm eingestiegen und niemand hatte je geklärt woher sie gekommen war. Sie war von jetzt auf gleich mit Josh und mir auf eine Mission gekommen, die nur ausgewählte Warriors geführt hatten und sie war mit der ganzen Familie Castillo auf den Silvesterball gegangen. Spätestens da hätte zumindest Josh sicher alle Puzzleteile zusammengesetzt gehabt. Und nun sah er sie hier, in unserem Haus. Er wusste es bereits. Wir mussten uns nicht länger damit aufhalten so zu tun als wäre es nicht so.
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