The secret warriors (RPG)

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Jan 01, 2019 7:40 pm

Lyra Evans
[Neues Aussehen] Er sah wirklich so aus, als hätte er absolut kein Auge über die Nacht zugemacht. Ich hätte wohl meine Arbeit gestern wirklich nicht ansprechen sollen, aber auch ich musste noch lernen, welches Tabuthemen waren und welche nicht. Die Forschung war auf jeden Fall das Top-Thema Nummer Eins. Ich sah es ja, dass er deswegen absolut keine Sekunde Schlaf gefunden hatte. Er setzte sich endlich hin, als ich ihm gezeigt hatte, dass er sich doch ebenfalls hinsetzen konnte. Er war sich das wirklich noch nicht gewöhnt, aber was konnte ich schon nach zwei Tagen erwarten? Er hatte gerade einmal zwei Nächte hier verbracht und seither das neue Leben am Rande mitgekommen. Vielleicht würde er ein bisschen auf andere Gedanken kommen, wenn er mal die unwissende Aussenwelt zu sehen bekam. Er würde sicher eine Menge zu sehen bekommen, was ihn neugierig machen würde. Ich hob stumm eine Augenbraue, als er mir sagte, dass er gar kein Auge zugemacht hatte. Wollte er mich damit beruhigen? Es sollte trotzdem nicht so sein, vor allem nicht hier. Er sollte hier, in meiner Wohnung, nicht daran erinnert werden, was in der Vergangenheit alles passiert war. Aber genau das hatte ich getan. Wir sollten das Thema über meine Arbeit echt einfach aussen vor lassen. Mein Job war gefährlich und ich tat eigentlich genau das, was er nicht wollte. „Ich denke, so zwischen 16 und 17 Uhr werde ich hoffentlich hier sein“, sagte ich und lächelte ihn an. Ich wusste zwar wirklich nicht, was er noch in dieser Wohnung putzen wollte. Er hatte doch schon alles geputzt. Er hatte sogar mein ganzes Schlafzimmer aufgeräumt. Er hatte eine Kleidung sortiert. Er hatte entschieden, welche schon genug lange herumlagen, um gewaschen zu werden und welche er einfach ordentlich stapelte. Er war wirklich total fleissig, obwohl er das gar nicht sein musste. Wann hatte ich das letzte Mal so eine saubere Wohnung gehabt? Vermutlich damals als ich eingezogen war. Ich war nicht wirklich die Fleissigste, was das Putzen in der Wohnung betraf. Das schien er aber sicher schon selbst bemerkt zu haben. Ich hatte aber kein Problem damit, wenn in der Wohnung ein bisschen Staub herum lag. Ich war doch sowieso nicht besonders oft zuhause, als dass ich mich darüber aufregen könnte. Ich zuckte leicht die Schultern und kratzte die letzten paar Reste vom Rührei in meinem Teller zusammen. „Ich kann die auch selbst tragen“, erwiderte ich nur und lächelte ihn an. Er musste mir ja nicht die ganze Arbeit abnehmen. „Du weisst aber schon, dass du nicht tagtäglich meine Wohnung putzen musst“, sagte ich, um ihn ein bisschen aufziehen und grinste ihn an, bevor ich meinen Kaffee austrank und aufstand. Ich sollte langsam los, wenn ich schon rechtzeitig nach Hause gehen wollte.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Jan 02, 2019 8:17 pm

Iver Sheen
Nein, es ging mir nicht so gut. Das Gespräch gestern hatte mich wieder in eine Zeit zurückkatapultiert, die ich lange verdrängt hatte. Ich hatte zumindest geglaubt sie verdrängt zu haben. Dabei hatte ich sie wohl nur aus meinem Kopf verbannt. Nun, wo das Thema wieder angesprochen worden war, war ich so verletzlich wie eh und je. Ich war schwach und ließ mich von der Vergangenheit einholen. Mein vorheriger Herr hatte mich für solche Schwäche bestraft. Ein müder Sklave arbeitete nicht so gut wie ein ausgeruhter. Mit gebrochenen Knochen jedoch ließ es sich noch schlechter arbeiten. Ich hatte Glück gehabt, dass er mich bloß ausgepeitscht hatte. Die Narben auf meinem Rücken waren Andenken genug daran. Seitdem hatte ich gelernt meine Müdigkeit zu verstecken oder aber gar nicht erst an das zu denken, was mich in meinen Träumen verfolgte. Tja und nun war ich wieder am Anfang. Ich hatte die ganze Nacht kein Auge zugetan, obwohl eigentlich gar nichts passiert war. Ich hatte nur mit ihr darüber geredet. Waren diese seelischen Narben denn wirklich so tief, dass ich sie nie verarbeitet bekam? Ich nickte leicht, als sie mir sagte, wann sie zurückkam. Bis zu dieser Uhrzeit sollte ich hier einiges geschafft haben. Wenn ich die Fenster geputzt und die Küchenschränke ausgewaschen hatte, würde ich vielleicht noch etwas Zeit haben, um meine Hausaufgaben zu machen und fernzusehen oder aber um noch ein wenig zu schlafen, damit ich zumindest bei dem Ausgang heute Abend wieder halbwegs fit war. Immerhin würde ich am besten lernen, wenn ich ausgeschlafen war und gut beobachten konnte. Nur diesem Zweck sollte dieser Spaziergang immerhin gelten. „Bis dahin sollte ich alles fertig haben. Ich werde versuchen noch etwas zu schlafen, damit ich aufnahmefähig bin, wenn ich draußen alles beobachten soll.“ Immerhin brachte es nichts, wenn ich verschlafen und blind durch die Leute torkelte. Damit erweckte ich sicher nur Aufmerksamkeit, die wir nicht gebrauchen konnten. Ich rieb mir leicht mit der Hand über das Knie und aß langsam mein Rührei weiter. Offenbar hatte ich diesmal genau die richtige Menge gekocht, denn es blieb nichts mehr übrig, aber Lyra sah nicht so aus, als würde sie noch mehr davon wollen. Denn sonst wäre ich sofort aufgesprungen und hätte ihr welches gemacht oder aber ich hätte ihr meines gegeben. „Natürlich kannst du den Einkauf auch selbst tragen. Du bist ganz selbstständig unterwegs, aber wenn du mich schon aufnimmst und dir dadurch Umstände machst, kann ich dir wenigstens helfen. Das gleiche gilt auch für das Putzen. Du arbeitest und kommst erst spät zurück und sollst dich dann noch um mich kümmern? Du solltest zumindest keinen Haushalt nebenbei führen müssen.“ Außerdem war ich es von meinem vorherigen Herren gewohnt und wusste gar nicht, was ich sonst den lieben langen Tag machen sollte. Ich war nun einmal ein Sklave. Und Sklaven arbeiteten.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mi Jan 02, 2019 10:58 pm

Alex Castillo
Als ich Cailan vor Schmerzen gekrümmt in seinem Bett liegen sah, zog sich mein Herz ein wenig zusammen, sodass ich ihm seine verletzenden und abwertenden Worte verzieh. Er war gereizt und ich wollte mir nicht ausmalen wie heftig die Entzugserscheinungen waren. Ich wartete bis er sich umdrehte und hole dann die Salbe heraus. „Ich mach das schon bleib einfach ruhig liegen, gleich wird’s dir besser gehen. Versprochen.“, sagte ich und zog sein Shirt nach oben. Die Salbe hatte ich von Ares bekommen, sie schlug ziemlich rein weshalb ich sie nur in Ausnahmefällen verwendete. Sie war aus verschieden Kräutern, deren Wirkung durch ei Ritual verstärkt wurden. Sicher würde Cailan das auch merken, besonders aber der Tee würde ihn beruhigen und helfen einzuschlafen, um diese Tortur zu überstehen.
Als er auf dem Bauch lag zog ich ihm vorsichtig sein Shirt hoch und hielt kurz inne als ich seinen vernarbten Rücken erblickte. Schon das hinschauen tat weh, ich konnte mir gar nicht vorstellen, welche Schmerzen er gehabt haben muss oder jetzt hat. Um ehrlich zu sein hoffte ich, dass er bei diesem Angriff ziemlich schnell bewusstlos geworden war, denn dieses Leiden muss furchtbar gewesen sein.
„Das könnte jetzt etwas weh tun, aber dafür wird es gleich besser werden.“, murmelte ich als ich etwas von der Salbe nahm und auf die Stelle mit der riesigen Narbe rieb. Ich versuchte vorsichtig zu sein, ihn nicht zu stark zu berühren, da er meine Berührungen trotz der Schmerzen spüren. Ich bat ihn mir zu beschreiben, wo er überall schmerzen hatte und verteilte sorgsam die Salbe auf den genannten Stellen, die geziert wurden von langen langsam verblassten Narben. Danach bedeckte ich die Stellen mit einem einfachen Verband, sodass die Salbe nicht an seine Kleidung kam und ließ von ihm ab.
„So fertig.“, meinte ich und sah wie seine verkrampfte Haltung sich langsam lockerte und sein vor Schmerz verzerrtes Gesicht sich entspannte.
„Du kannst dich jetzt wieder auf den Rücken legen und hier trink den Tee bevor er kalt ist.“, sagte ich und drückte ihm die Tasse in die Hand.
„Übrigens denke ich nicht, dass du von der kleinen Menge Pinkeln musst. Außerdem kannst du deinen Nachttopf auch selbst leeren! Wozu hast du denn sonst deine telekinetischen Fähigkeiten.“, scherzte ich und nahm einen Schluck von meinem eigenen schwarzen Tee.
Ich klammerte mich an meine Tasse und dachte an die Narben und seine Worte, Du hast ja keine Ahnung wie es ist nach all den Jahren endlich mal wieder etwas zu spüren.
Er hatte recht, ich wusste nicht wie es sich anfühlte seine Beine zu verlieren. Besonders wusste ich nicht wie es sich anfühlte, sie wiederzubekommen und wenig später abermals zu verlieren.
„Du hast recht, ich bin ahnungslos, was es heißt querschnittsgelähmt zu sein. Ich will mir gar nicht ausmalen wie es wäre nichts mehr fühlen zu können. Es tut mir leid. Doch ich mache mir eben sorgen um dich. Denn wenn ich ehrlich bin möchte ich nicht, dass du ein Risiko eingehst, erwischt zu werden.“, gestand ich ihm und behielt ihm dabei im Auge.
„Cailan, von allen Warrior bist, du derjenige der einigermaßen in Ordnung ist und noch nicht ganz eine verschrobene Sichtweise auf die mystischen Wesen hat. Ich denke, wenn du die andere Seite sehen würdest und die guten Dinge, die aus diesen Gemeinschaften entstehen, könntest du deine Meinung ändern. Was ich dir versuche zu sagen ist, dass du der erste Warrior sein könntest, der etwas verändert, wenn du wolltest. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass du derjenige sein wirst, der Resa von seinem Posten ablöst – in ferner Zukunft.“
Ich stand auf und nahm ihm die leere Tasse aus der Hand, ich hoffte, dass er irgendwann die Welt auch durch meine Augen sah und die Partei der Warrior und mystischen Kreaturen verstehen und friedlich zusammenbringen konnte.
Ich seufzte und stellte alles auf das Tablett, der Tee würde ihn müde machen und durchschlafen lassen. Zumindest war dies die Einzige Möglichkeit mich irgendwie für heute zu Bedanken.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Jan 03, 2019 6:41 pm

Cailan Archer
Sie wusste nicht wie es war den halben Körper zu verlieren. Sie war schon immer herumgetollt und hatte ihren gesamten Körper nutzen können. Sie hatte nicht ihr halbes Leben lang im Rollstuhl gesessen und mehr als drei Viertel ihres Lebens ohne Gefühl in der unteren Körperhälfte gelebt. Sie war gesund. Sie hatte nie etwas derartiges verloren, also konnte sie nicht wissen wie sehr man sich all das zurückwünschen konnte. Sie wusste nicht wie unglaublich es war nach all den Jahren endlich wieder etwas zu spüren - und sei es auch nur Schmerz! Ich genoss es richtig mit den Zeh anzuhauen. Doch diese Schmerzen, die ich gerade erlitt, waren kein Vergnügen. Sie erinnerten mich daran, was passierte, wenn die Schmerzen nachließen. Wenn das hier vorbei war, wäre mein Körper wieder taub und reglos. Doch auch die Schmerzen waren bereits unerträglich. Nur deshalb ließ ich mir helfen. Unter anderen Umständen hätte ich nie zugelassen, dass Alexandra mich so sah. Ja, sie hatte mich schon gesehen, als mein Arm zerfetzt worden war und ich kurz davor gewesen war das Bewusstsein zu verlieren, aber diese Narben hatte ich mir im Kampf zugezogen. Die Narbe auf meinem Rücken war eine Narbe, die mich daran erinnerte, dass ich krank war. Sie erinnerte mich und meine Umgebung daran, dass ich querschnittsgelähmt, verkrüppelt war. Ich drückte das Gesicht ins Kissen, als ich mich langsam auf den Bauch drehte und sie das Tshirt hochschob. Ich erinnerte mich noch genau an den Tag. Ich war absolut klar gewesen, als der Werwolf seine Zähne in meinen Rücken gegraben und mein Rückenmark zerfleischt hatte. Ich hatte die Schmerzen gespürt und ich hatte geschrien und geheult. Die ganze Zeit war ich bei Bewusstsein gewesen und im Endeffekt war es gut gewesen, dass Resa mich wach gehalten hatte. Hätte ich aufgegeben und wäre eingeschlafen, hätte ich die Nacht vermutlich nicht überlebt. Dennoch hatte diese eine Nacht meines Lebens nicht nur körperliche Narben hinterlassen. Ich schloss die Augen und atmete langsam aus, während sie die Salbe auf meinem Rücken verteilte. Sie wirkte. Das hier war genauso ein Hexenwerk wie das Elixier, aber ich hatte nichts gegen Hexer. Solange sie damit niemandem schadeten, war es mir egal, ob sie diese Kunstpraktizierten oder nicht. Gerade im Moment war ich sogar recht froh drum und drehte mich wieder auf die Seite, als sie mir nun auch den Tee gab. Ich fragte gar nicht nach, was sie dort hineingetan hatte. Wenn es mir beim Schlafen half, dann sollte es mir recht sein. Ich trank also. Die Kräutermischung schmeckte grässlich, aber es war meistens so, dass das, was widerlich schmeckte, auch wirklich half. Medizin sollte eben nicht lecker sein. Ich seufzte und ließ mir die leere Tasse wieder abnehmen, ehe ich mich tief in die Decke einwickelte. „Es… mag sein, dass ich es die letzten Tage ein wenig übertrieben habe, aber ich bin ein vernünftiger Typ. Wenn ich von dem Zeug runter bin, rühre ich es nicht mehr an, außer es ist ein Notfall. Wir wollen ja nicht, dass du durch deine Sorge noch anfängst mich zu mögen.“, murmelte ich und drehte mich ganz vorsichtig auf den Rücken zurück. Ja, sie hatte Recht. Der Tee machte mich jetzt schon müde. Hoffentlich hatte sie mir keine Schlaftabletten unter die Kräuter gemischt. „So wie es gerade mit mir aussieht, werde ich Resas Platz nicht einnehmen. Ich bin vielleicht sein Ziehsohn, aber ich bin immer noch ein Krüppel. Ich bezweifle, dass der Rat mich an Resas Posten akzeptieren würde und selbst wenn… dadurch hätte ich nicht die komplette Macht und ich würde auch nicht aufhören diese Wesen zu jagen. Es mag sein, dass einer von tausenden ganz in Ordnung ist… aber das reicht nicht aus. Die Warriors tun das Richtige. Ich dachte nach allem, was du hier schon gesehen hast, würde dir das langsam klar werden.“ Immerhin hatte sie Leute sterben sehen. Sie hatte gesehen wie die Werwölfe uns zerfetzten und wie Vampire unschuldige Schüler töteten. Doch anscheinend hatte ihr all das immer noch nicht die Augen öffnen können.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Jan 04, 2019 12:36 am

Alex Castillo
Ich seufzte, lehnte mich mit dem Rücken an das Geländer des Bettende, um ihm gegenüber zu sitzen. Dabei streckte ich meine Beine aus, die in einer pinken Pyjamahose steckte, welche von kleinen Möpsen (Hunderasse) bedruckt war und stopfte mir eines der Dekokissen in meinen Rücken. Als Cailan wieder anfing negativ über die Kreaturen zu reden, sah ich enttäuscht auf meine Hände. Um ehrlich zu sein, dachte ich, dass er vielleicht etwas aufgeschlossener gegenüber den Wesen wäre. Ich meine, da war das Mädchen, welches er verschont hatte sowie jetzt das Elixier, welches er benutzte. Sicherlich waren nicht alle Werwölfe so zahm wie Apollo (Oris) oder Vegetarier wie Great (Athena/Vampir). Meerwesen fraßen gern Menschen und die meisten versuchten sich entweder mit Hühnchen umzugewöhnen oder Fleisch von frischen gespendeten Leichen zu verspeisen. Das Einzige, dass die meisten nicht lassen konnten, war das Verführen von Menschen, doch solange sie diese nicht fraßen oder verletzten, sondern einfach nur eine schöne Zeit mit ihnen verbrachten, sprach doch eigentlich nichts dagegen? Ich hatte gehofft, dass er wenigstens ein wenig aufgeschlossener wäre und er sich vorstellen könnte, die Seite der „Monster und Bestien“ zu verstehen.
„Du hast unrecht, die Warrior haben mir die Augen geöffnet ich erkenne die dunkle Seite der Wesen und ich finde es gut, dass diejenigen die wirklich böses getan haben bestraft werden. Ich meine, böse Menschen werden auch bestraft, auch wenn sie nicht unbedingt gleich umgebracht werden.“, fing ich an und steckte heimlich meine Füße unter seine Decke, da diese sich langsam in Eiszapfen verwandelten.
„Trotz all dem bösen, was ihr in diesen Wesen seht, erkenne ich auch das gute. Außerdem denke ich, wenn die Gesellschaft oder zumindest die Warrior sie anerkennen würde als normale Bürger, dann würde es weniger Feindlichkeit geben. Man könnte zusammen mit ihnen Arbeiten, stell dir nur mal vor was man für eine Hilfe von ihnen erwarten könnte. Sieh doch nur diese Elixiere! Man könnte viele Menschen heilen, ihnen ohne viel Chemie die Schmerzen nehmen! Sag mir was daran so schlecht ist? Werwölfe könnten zum Beispiel durch ihre Sinne oder Kraft auch perfekt bei Rettungstrupps arbeiten, sie würden die Opfer schnell aufspüren und das würde Leben retten. Vampire sind durch ihr alter, ihre Erfahrungen oft Weise gelehrte sie sind Geschichte und könnten uns so viel mehr erzählen über die Welt. Außerdem könnte man mitfreiwilligen sicher Forschungen zu Heilmitteln anstellen. Meermänner und -frauen können uns über den Ozean aufklären, wusstest du das wir weiter in der Weltraumforschung sind als in der Meeresforschung? Der Planet ist zu 90% mit Wasser bedeckt und wir haben gerade mal 5 % des Meeres erforscht! Die neuen Möglichkeiten, die man durch die Zusammenarbeit hat wäre unglaublich. Man müsste nur anfangen diese Wesen richtig zu integrieren. Derjenige der das schafft würde in die Geschichte eingehen, er wäre ein Held und es könnte wirklich Frieden geben. Es muss nur einen Anfang geben, nur eine Person, die den Stein ins rollen bringt.“, sagte ich begeistert und legte meine Hände auf meine erhitzen Wangen, denn diese Vorstellung einer solchen Welt war einfach unglaublich.
„Weißt du was, ich glaube du nimmst deine gelähmten Beine manchmal viel zu ernst, sie sind keine Behinderung- außer du machst sie dazu. Du kannst gehen durch deine Fähigkeiten, du bis wie die anderen Warrior ihr seid gleichwertig. Aber anscheinend erkennst du das nicht und dadurch machst du dich selbst schlecht oder du hast Angst zu versagen. Immerhin wirst du in Resas Position viel Verantwortung haben, du musst eine Führungskraft sein und Entscheidungen treffen. Das du Resas Sohn bist, wird dir Anerkennung bringen, deine Vorgeschichte lässt dich stark aussehen, inspiriert andere Warrior, du bist ein Kämpfer der gleichzeitig Rache und „Gerechtigkeit“ ausübt. Ich denke, dass wenige einen Krüppel in dir sehen werden. So merkwürdig es auch klingt, es gibt sogar Frauen, die dich attraktiv finden würden! Deren Gunst hast du schon mal sicher. Aber vielleicht ist es auch ganz gut, wenn du nicht in Resas Fußstapfen trittst, du solltest erst deine Komplexe überwinden und dich als den starken Mann sehen, der du bist. Aber da du es erwähnst, ich denke Resas Job würde mir auch zusagen und es ist auch wichtig Frauen in Führungspositionen zu sehen außer diese sind so verrückt wie Riley, dann nehme ich alles zurück.“, sagte ich und legte meine kalten Füße unauffällig an seine Schienbeine die zu glühen schienen.
So ungern ich es zugab, Cailan war jemand der viele Menschen begeistern und inspirieren konnte. Er würde die Warrior ohne große Fragen sicher gut leiten und eine Gallionsfigur abgeben, er war ja jetzt schon in die Geschichte eingegangen als Soldat der querschnittsgelähmt war und durch seine Fähigkeiten laufen und sogar kämpfen konnte. Wäre er nur aufgeschlossener, wenn er nur die andere Seite kennenlernen würde er würde etwas ändern können, wenn er wollte…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Jan 04, 2019 12:30 pm

Cailan Archer
Ich konnte nicht glauben, dass dieses Gespräch nun schon wieder aufkam. Ich dachte wir hätten das durch. Sie hatte so viel Grauen gesehen, das durch diese Kreaturen entstanden war. Sie hatte gesehen wie unschuldige getötet und kleine Kinder verwandelt worden waren. Begriff sie denn immer noch nicht, dass fast alle von diesen Wesen böse waren? Ich konnte mir wirklich bessere Momente vorstellen, in denen sie dieses Thema anbringen konnte. Wieso ausgerechnet jetzt? Weil ich flach lag und keine Chance hatte zu fliehen? Das war nicht wirklich fair von ihr. Ich seufzte tief und legte meinen Unterarm über meine Augen, während sie sich in dem Thema immer mehr fing. Okay, sie wollte wirklich jetzt darüber diskutieren? Fein. „Du siehst also ein, dass der Großteil dieser Wesen blutrünstig ist. Du kannst die „guten“ Wesen aber nicht von den schlechten unterscheiden. Du kannst in einer Schlacht nicht mal kurz eine Umfrage starten. Diese Kreaturen sind gerissen. Sie würden lügen und dir im nächsten Moment die Kehle aufreißen. Es kann nicht funktionieren wie du es willst, okay? Wir können diese Wesen nicht verschonen und uns auf leere Worte verlassen. Das kostet zu viele unschuldige Menschenleben.“ Das musste sie doch sehen. Wir konnten nicht einfach einem Vampir begegnen und ihn dann fragen auf welcher Seite er stand. So oder so brauchte er Blut. Dafür tötete er entweder Menschen oder stahl im besten Fall Blutkonserven aus dem Krankenhaus, wo es die kranken Menschen eigentlich brauchten. Und ein Werwolf konnte noch so handzahm sein, an Vollmond tötete er seinen besten Freund. Mal ganz zu schweigen von den Meerjungfrauen und Meermännern, die Menschenfleisch aßen. Es gab keine Lösung dafür. Diese Wesen konnten nicht auf unserer Seite stehen. Ihre Triebe waren dazu ausgelegt uns zu töten. Man steckte ja auch keinen Hasen mit einem Löwen in einen Käfig. „Diese Wesen sind darauf ausgelegt uns zu töten. Das ist ihr Trieb, ihre Bestimmung. Das kannst du nicht einfach wegzüchten. Das sind keine Straßenhunde, die man sich erziehen kann. Der Werwolf tötet an Vollmond alles, was er finden kann. Die Vampire brauchen Blut und nur die wenigsten haben die Kraft unter Hunger zu widerstehen. Die Meermänner fressen uns! Sie brauchen Menschenfleisch genauso sehr wie die Vampire das Blut. Gut, Hexer sind vielleicht halbwegs harmlos. Gegen sie kämpfen wir nicht, aber auch sie bekommen ihre Strafen. Sie bekommen menschliche Strafen, wenn sie illegale Tränke anmischen. Eben gerade dieses Elixier. Menschen wie mich macht dieses Zeug süchtig. Denkst du das sollte in den allgemeinen Umlauf kommen? Wir sind tolerant, was die Hexer angeht, weil sie uns nicht vorsätzlich töten wollen, aber die anderen Wesen sind Raubtiere, Alex. Deine Wünsche und Vorstellungen sind fernab der Realität. Und du willst sie sogar an unserer Seite kämpfen lassen? Wir schlachten ihresgleichen schon seit Jahrzehnten ab und du denkst sie würden an unserer Seite kämpfen? Um ihresgleichen zu töten? Selbst wenn das alles utopischerweise klappen sollte, würde es früher oder später schief gehen. Die Triebe sind nicht kontrollierbar. Das alles kann nicht funktionieren.“ Sah sie das denn nicht? Wenn sie genauer darüber nachdachte, dann musste sie das doch auch sehen! Wie wollte sie das umsetzen? Vielleicht sollte ich ihr wirklich mal auftragen sich an einen bombensicheren Plan zu setzen und alles auszuarbeiten. Dann würde sie selbst an Ecken und Kanten stoßen. Wo wollte sie die Werwölfe an Vollmond unterbringen? Wollte sie ihre eigenen „Kameraden“ einsperren? Es funktionierte nicht! Und vor allem würden die Warrior das niemals annehmen. Ich rieb mir mit beiden Händen über das Gesicht und stieß die Luft aus. Ich an Resas Position? Das würde doch niemals so sein. Meine Beine waren ein Hindernis. In den meisten Fällen vielleicht nicht, aber sie würden mich einschränken. „Bei der letzten Mission wäre ich beinahe zerfleischt worden. Danach bin ich Wochen lang an den Rollstuhl gefesselt gewesen. Seitdem hat Resa mich keine Mission mehr anführen lassen. Ich würde sehr wohl sagen, dass diese Lähmung mich beeinträchtigt. Wer weiß ob ich überhaupt so lange überlebe, bis diese Position wieder besetzt wird? Mein Job ist immerhin nicht gerade ungefährlich. Ich schätze deine Verhandlungen über deine Geschäftsidee wirst du irgendwann mit jemand anderem führen.“ So sehr ich es auch wollte, aber ich war nicht geeignet für Resas Position. Ich war nicht halb so stark wie er - und das nicht nur wegen der Lähmung.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Jan 04, 2019 4:54 pm

Alex Castillo
Er war wie jeder andere, er verweigerte ja schon die Idee, den Gedanken daran friedlich miteinander leben zu können. Ich wusste, dass Warrior tagtäglich die Brutalität dieser Wesen sahen und auch am eigenen Leib erfuhren. Dass Warrior wie Cailan die bösen Kreaturen unter ihnen bestraften, war auch gut, doch ich wünschte mir wirklich, dass man denjenigen die Hilfe und ein normales Leben wollte, auch half. Wir hätten sicher wieder stundenlang wieder über das Thema diskutieren können und am Ende wäre ich sicher wieder wütend aus seinem Zimmer abgehauen, deshalb, war es eigentlich ganz gut, dass Nana an der Tür klopfte und uns anlächelte.
Nanas warmes Lächeln erinnerte mich immer an meine Mutter, ich war gern in ihrer nähe und ich wünschte mir wirklich ich wäre mit einer Oma wie ihr aufgewachsen. Um ehrlich zu sein beneidete ich Cailan deswegen ein wenig, er war mit ihr aufgewachsen und er konnte mir schlecht sagen, dass sie mich mehr liebte als ihn. Für all unsere Großeltern war ich das verschollene Enkelkind, ich war im Moment besonders, doch Cailan hatte seine Kindheitserinnerungen mit ihnen, das würde ich nie haben. Ich konnte jetzt das beste aus der Zeit machen, die wir noch zusammen haben würden, doch ich würde nie mit meiner Großmutter spielen oder die Welt mit ihnen entdecken.
Als Nana reinkam, sah sie uns erstaunt an, aber lächelte dann, vermutlich freute sie sich, dass ihre Enkelkinder sich gut verstanden. Da sie allerdings mit Cailan sprechen wollte, stand ich auf und sammelte alles wieder ein, um mit dem Tablett nach untern zu gehen. Gerade als ich ging, setzte sich Nana auf sein Bett und tätschelte ihm die Wangen. Nana schien sich entschuldigen zu wollen, weil sie ihn wegen mir etwas vernachlässigt hatten. Ich liebte Nana und wenn ich wirklich gehen würde, dann wäre sie die Person die ich am ehesten vermisste.
Der restliche Urlaub ging ziemlich zügig vorbei und zum Glück schien mich niemand mehr zu zwingen die Skipiste runter zu fahren. Stattdessen bekam ich von Granny Castillo Unterricht im Standarttanz, genauso wie Cailan, der sich allerdings weniger blöd anstellte als ich. Zwei Tage vor Silvester flogen wir wieder nach Hause, um uns auf den Silvesterball vorzubereiten. Dabei schleppte mich Constance zum Friseur, zur Kosmetikerin und wir guckten noch nach Schuhen sowie einer passenden Clutch. Es dauerte ewig und ich merkte, dass ich kein Mädchen war, welches gern Shoppen ging. Dennoch meckerte ich nicht rum, denn Constance schien es zugefallen, immerhin hatte sie mit Cailan nie so shoppen gehen können.
Da Resa und Cailan wieder auf der Basis waren, fuhren Constance und ich allein zum Silvesterball und trafen die beiden dort. Der Ball fand in einer im Kaiserpalast statt, welcher riesig war und wunderschön. Es gab einen Saal indem wir Speisen und das Programm des Abends sehen würden. Dazu gab es ebenfalls noch eine große Tanzfläche und einen Garten in dem wir uns später das Feuerwerk anschauen würden.
„Wir sind da.“, sagte Constance aufgeregt und lächelte mich an. „Lass uns erst mal die Jungs suchen, dein Vater meint er würde im Foyer auf uns warten und abholen.“ Ich nickte nur zustimmend und stieg aus dem Auto welche uns hierher kutschiert hatte. Der Fahrer half mir dabei noch mit meinem Kleid und zusammen ging ich mit Constance Richtung Eingang. Eingetragen, war ich als Cailans Begleitung, da nur höherrangige Warrior oder Familienmitglieder Zugang zu dieser Feier hatte. Und wir mein großes Geheimnis noch nicht offiziell machen wollten, war ich eben Cailans Begleitung.
Resa sah uns schon vom weiten und Constance ging freudig auf ihn zu, wobei ihm die Augen aus dem Kopf fielen. „Wow ihr seid wunderschön!“, meinte er und gab seiner Frau einen Kuss auf die Wange und lächelte mich an. „Cailan ist schon an unserem Tisch, lasst uns zu ihm gehen, die Veranstaltung fängt gleich an.“
Cailan stand neben unserem Tisch, mit einem Champagnerglass in der Hand und unterhielt sich mit einem ihm gleichrangigen Kommandanten. Beide trugen ihre Uniform mit Abzeichen darauf und ich musste zugeben, dass sie wirklich schick aussahen. Wäre Cailan nicht Cailan, dann hätte ich ihn sicher attraktiv gefunden, aber er war mein Bruder zumindest auf Papier und ein Warrior. Ich würde niemanden lieben können der unschuldige umbrachte. Als ich auf die beiden Zuging sah mich Cailans Gespräspartner an und ihm fielen beinahe seine Augen aus dem Kopf. Sein Mund öffnete und schloss sich wieder und ich schenkte ihm ein sanftes lächeln. Ich begrüßte ihn und er wurde leicht rot, stotterte etwas und bekam es gerade so gebacken sich als Kommandant Martens vorzustellen. Kurz danach fing das Programm auch schon an und lange Reden wurden geschwungen, Erfolge wurden gefeiert und einige wurden sogar ausgezeichnet, wie zum Beispiel Resa und Cailan. Danach gab es ein fünf Gänge Menu und es würde diskutiert über alles Mögliche. Ich hielt mich oft zurück und nippte an meinem Wein, bevor dann die Tanzfläche eröffnet wurde und die Warrior die ausgezeichnet wurden den Eröffnungstanz tanzen durften. Ich fand das natürlich wundervoll, nörgelte aber nicht rum, denn wir hatten ja lang genug mit Granny geübt. Ich musste sogar zugeben das es ein wenig Spaß machte und Cailan gut führen konnte. Wir wirbelten also über die Tanzfläche und ich musste mich nicht einmal zwingen zu einem echten Lächeln. Irgendwann klatschte Resa uns ab und wir tauschten die Partner. Resa bekam ab und zu feuchte Augen, da er nie gedacht hätte so etwas je zu erleben. Nach Resa tanzte ich noch mit einer Menge anderer Typen, biss ich auch eine Pause machte mir ein paar Häppchen reinzog und mich wie die anderen kurz vor Mitternacht auf den Weg nach draußen machten, wobei es dort ein kleines Technisches Problem gab, da die Türen nicht aufgingen. Ich sah auf die Uhr welche fünf Minuten vor Mitternacht anzeigte und riss die Augen auf, als 23:58 eine einzelne Rakete in den Himmel schoss. „Oh nein…“, hauchte ich und sah mich im Saal um, wobei dort das Licht ausging und ich Yatos Gesang wahrnahm. Wenig später spürte ich wie eine Hand nach mir griff und mich wegzog. Das alles passierte in wenigen Sekunden und bis die Warrior gecheckt hatten das AGONY dahinter steckte wäre ich verschwunden. Plötzlich aber ging das Licht wieder an, Yatos Stimme verstummte kurz, aber das reichte, um einige Warrior wachzurütteln. Ich hörte Resa meinen Namen rufen und sah Apollos verwirrten Gesichtsausduck. Anscheinend war das hier nicht geplant und einen Plan B hatten sie nicht, plötzlich hörte ich zwei Schüsse und worauf kurze Stille und dann Geschrei folgte.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Jan 04, 2019 5:50 pm

Cailan Archer
Um ehrlich zu sein war ich kein Freund dieser Veranstaltungen. In meiner Stellung musste ich an den jährlichen Bällen teilnehmen, aber das hieß nicht, dass ich es genoss. Resa hingegen tat es. Er war auch wesentlich mehr Veranstaltungen als ich es bisher musste. Doch der heutige Abend sollte besonders werden. Ich würde heute Auszeichnungen sammeln, die ich brauchte, um demnächst vielleicht sogar in den Rang des Generals aufzusteigen. Ich war der bisher jüngste und erfolgreichste Kommandant, den die Warriors bisher verzeichnet hatten und ich plante mehr als das zu sein. Ich glaubte zwar nicht daran, dass ich irgendwann tatsächlich mal an Resas Stelle im Rat sitzen würde, aber ich wollte hoch hinaus. Die Warriors waren meine Leidenschaft, meine Berufung. Ich tat genau das, was ich hier auch tun sollte. Ich machte die Welt zu einem besseren Ort und daran wurde ich heute erinnert. Ich sammelte drei weitere Auszeichnungen an meiner Uniform. Doch es war schon traurig, dass dieser ganze Abend heute für manche bloß ein dummes Kräftemessen war. So etwa für Kommandant Martens. Er war fünf Jahre älter als ich und trug vor mir den Titel als jüngster Kommandant, den die Geschichte zu verzeichnen hatte. Ich hatte seinen Rekord gebrochen und seitdem erschien es mir so als würde er sich mit mir messen wollen. Seine Brust zierten ebenfalls einige Abzeichen, doch auch mit fünf Jahren weniger Erfahrung hatte ich bereits ein Abzeichen mehr als er - was er natürlich nicht auf sich sitzen lassen konnte. „Und? Wirst du heute Abend ausgezeichnet, Archer? Ich bin schon ganz gespannt zu hören, was du dieses Jahr so geleistet hast. Ich weiß gar nicht, ob du gehört hast, was ich so getrieben habe. Wir hatten einen Großeinsatz in Texas und haben Geiseln aus einem Vampirlager befreit. Es war wirklich… unglaublich.“, prahlte er und drückte mir ein Glas Champagner in die Hand, sodass ich leicht die Augenbrauen hob. „Nun, das klingt wirklich außerordentlich heldenhaft. Ich hoffe man bringt Ihnen dafür die Anerkennung, die Sie verdient haben. Und oh…“ Ich hielt kurz inne, als ich zur Tür sah. Constance, Resa und Alexandra kamen zur Tür hinein. Constance hatte sich wirklich alle Mühe gegeben, um Alexandra durch Höllenqualen gehen zu lassen. Sicher hatte sie sich gewehrt zu Friseuren und Stylisten zu gehen, aber… die Arbeit hatte sich definitiv gelohnt. Nicht, dass Alexandra hässlich wäre und viel Arbeit benötigte, aber so wie sie heute aussah, vergaß selbst ich beinahe, dass sie meine nervige, kleine Schwester sein sollte. Ich grinste kurz und nickte mit dem Kinn zu ihr hin. „Meine Begleitung kommt. Bitte entschuldigen Sie mich, Martens.“ Nun, auch wenn zwischen mir und Alex nichts lief, ich konnte ihm damit eine reinwürgen. Ich sah genau wie scharf er sie fand. Das war zwar irgendwie ein wenig seltsam, weil er immerhin meine gesetzliche Schwester so begaffte, aber den Sieg gönnte ich mir einfach heute mal. Er stammelte und stotterte, machte sich vor ihr total zum Affen und ich hielt an mich, ehe er es endlich hinbekam sich vorzustellen und ich ihn dann abwimmelte. Den war ich für diesen Abend sicher los. Zumindest würde er vor mir nicht mehr angeben wollen. Der Abend wurde eingeleitet und wir aßen, unterhielten uns miteinander und tanzten. Die Auszeichnungen wurden verteilt und dann ging der Ball auch schon los. Der Eröffnungstanz gebührte den ausgezeichneten Warriors und Alexandra als meine Begleitung musste leider dran glauben. Sie ließ sich gut führen - dank Grandmas kleinem Ferienlager - aber Resa löste mich bald darauf ab und ich gönnte ihm diesen Moment. Er hatte sich sicher oft gewünscht auf so einem Ball mit seiner Tochter zu tanzen. Ich kümmerte mich derweil um Constance, wirbelte auch sie eine Weile auf der Tanzfläche herum, bis sie genug hatte und erstmal eine Pause brauchte. Es schien alles wirklich wunderbar zu verlaufen. Der Abend war nicht halb so langweilig wie erwartet und das Jahr neigte sich langsam dem Ende zu. Bald waren es nur noch Minuten bis zum Jahreswechsel und alle versammelten sich an den großen Glasfronten. Wir wollten raus auf die Terrasse, doch die Türen ließen sich nicht öffnen. Ein paar Warrior liefen zum Technikraum, um zu sehen, ob mit der Hydraulik etwas nicht stimmte, doch kaum ließ sich das Problem ausfindig machen, schoss in einiger Entfernung eine einzelne Rakete in den Nachthimmel. Niemand sagte etwas. Hatten wir 0 Uhr etwa schon verpasst? Waren wir bereits im neuen Jahr angekommen? Doch es kamen keine weiteren Raketen. Zumindest noch nicht. Urplötzlich gingen alle Lichter aus und wie es nun einmal so war, brach Panik aus. Die Leute irrten umher, tuschelten unruhig und tasteten um sich, bis ein einzelner Ruf den ganzen Saal erhellte. Es war Resa, der nach Alexandra rief. Das tat er nicht einfach nur so. Das hier war kein verdammter Stromausfall! „Schaltet die Notgeneratoren an!“, brüllte ich zu den drei Warriors, die zum Technikraum gelaufen waren und Sekunden später war wieder Licht. Die Warriors und ihre Begleitungen hatten sich in einer Horde an der Glasfront gesammelt. Bloß ich und Resa standen mitten im Saal. Ich sah mich schnell um, sah unbekannte Gesichter an den Seiten des Saals stehen und erkannte dann auch Alex, die von einem Dunkelhäutigen am Arm gepackt und weggezerrt wurde. „Hey, lass sie sofort los!“, brüllte ich und lief los, als auch schon zwei Schüsse ertönten und der ganze Saal mit Geschrei gefüllt wurde. Ich sah hinter mich. Einer der Warrior hatte die Waffe gezückt und auf einen der Fremden geschossen. Diese Person löste sich einfach in Rauch auf. Eine Illusion? Ein Hexer? Dann zersprang Glas. Das Buntglas in der Decke zersprang, rieselte auf uns nieder und mehr Leute seilten sich ab. Die Person, die eben noch verpufft war, hing an einem der Seile von der Decke ab und warf etwas in die Menge. „Weg da!“, brüllte ich aus voller Brust und lief in die Menge herein, suchte nach der Granate, die geworfen wurde, doch als ich die Dose erreichte, sprühte sie bereits Rauch und binnen Sekunden konnte ich die eigene Hand vor Augen nicht mehr sehen. Es fielen mehr Schüsse, Leute schrieen und plötzlich brach Kampfgetümmel aus. Ich hörte Schüsse, das Klirren von Messern und dazu die lauten Explosionen der Raketen von draußen. Ich zog meine Waffe, bahnte mir meinen Weg nach vorn und versuchte die Richtung ausfindig zu machen, in die Alexandra verschwunden war, doch ich konnte nichts sehen. Ich hörte bloß die Leute wimmern und schreien. Dann erst langsam verzog sich der Rauch und ich erkannte vor mir erneut den Hexer, der mich mit einer einfachen Handbewegung bis ans andere Ende des Saals schleuderte, wo ich mit voller Wucht auf den Rücken krachte. Ich konnte hören wie die Rippen in meinem Brustkorb brachen. Ich keuchte, krümmte mich kurz, aber brachte mich zurück auf die Beine. Vor mir tauchte noch ein Fremdes Gesicht auf. Eine Vampirin. Sie bleckte die Zähne und lief auf mich zu. Ich fackelte nicht lange und fing sie ab, schlang meinen Arm um ihren Hals und schob sie vor mir her, während sie versuchte mit ihren Fängen an meinen Unterarm zu gelangen, der ihr die Luft abschnürte. Das würde sie nicht umbringen, aber in Schach halten. Ich begriff absolut nicht, was hier los war. Ich musste Alexandra finden! Also lief ich, schleifte die Vampirin mit mir und nutzte sie als Schutzschild. Diese Wesen arbeiteten alle zusammen. Doch ich konnte sie noch nicht zu einem Puzzle zusammensetzen. Ich begriff nicht, was hier geschah, obwohl es doch so offensichtlich war. Ich lief weiter, der Nebel lichtete sich und dann fand ich sie. Alex, die ihren Arm versuchte aus dem Griff des Fremden zu ziehen. Er hielt sie fest und schien mit ihr zu diskutieren. Ich zog mein Messer, setzte es an den Hals der Vampirin, die mit ihm zusammen hier war und stellte mich ihm gegenüber. „Hey! Lass sie los, verstanden?!“, brüllte ich und erlangte damit seine Aufmerksamkeit. Er sah zu mir herüber, schob Alex hinter sich und bleckte ebenfalls die Zähne. Seine Hände formten sich zu Klauen und dann blickte ich nur noch in die Fratze eines Werwolfs. „Lass du sie zuerst los.“, knurrte er und ich versteifte mich. Was tat ich hier nur? Ich hatte nur dieses beschissene Steakmesser! Wie sollte ich damit gegen einen Vampir, einen Werwolf und was wusste ich wie viele Wesen hier noch herumliefen, ankommen?! „Wenn du ihr auch nur ein Haar krümmst, reiß ich dir den Kopf ab. Lass Alex los!“, zischte ich und näherte mich ihm, woraufhin er erneut knurrte. Ehe wir diesen äußerst aufschlussreichen Geiselaustausch vollziehen konnten, rollte etwas über den Boden und kam genau hinter Alex zur Ruhe. Zuerst wollte ich es als eine weitere Rauchbombe abstempeln, aber bei genauerem Hinsehen erkannte ich, dass es eine Granate von uns war. Eine echte Granate! „Fuck!“, brüllte ich, schubste die Vampirin von mir und rannte so schnell ich konnte auf die beiden zu. Der Werwolf sah das wohl als Angriff, kam mir entgegen und wollte mich zu Boden reißen, doch ich wich ihm aus, sodass er mir dicht auf den Fersen war. Ich lief zu Alexandra, stieß sie mit voller Wucht weg und trat gegen die Granate, als der Werwolf mich gerade erreicht hatte. Die Granate zündete und die Welle drückte uns beide weg, schleuderte uns in hohem Bogen gegen die nächste Wand. Die Explosion hallte im ganzen Saal nach. Die Kämpfe verstummten, die Schreie ebenso. Ich stieß die Luft aus und spuckte dabei einen Schwall meines Blutes mit mir aus. Meine Finger tasteten nach meinem Hals. Seitlich floss Blut auf den Boden. In meinem Hals steckte ein Splitter der Granate. Langsam aber sicher füllte sich mein Mund mit Blut, ebenso wie meine Lungen. Scheiße, das war’s jetzt. Das würde ich nicht überleben. Das wusste ich sofort.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Jan 04, 2019 7:38 pm

Alex Castillo
Ich war verwirrt und stand unter Druck, meine Freunde wollten mich befreien und waren extra heute ausgerückt. An sich keine schlechte Idee, aber wer auch immer nicht an den Notstromgenerator gedacht hatte, der hatte dieses Chaos zu verantworten. Zum Glück war Apollo so angezogen, dass er unter der Masse von Warrior nicht auffiel, sodass viele uns durchließen. Während mich Apollo gewaltsam weiterzog versuchte ich auf ihn einzureden, doch er wollte einfach nicht hören. „Apollo, hör mir zu ihr müsst sofort die Mission abrechen. Sie werden euch sonst kriegen. Außerdem werden Leute sterben oder sich verletzten und einige da drinnen sind keine Warrior, sondern Zivilisten!“
„Alex wir gehen nicht ohne dich, das ist eine Rettungsmission außerdem haben wir schon viele Missionen gehabt, die genauso schief gegangen sind. Es wird sicher alles gut gehen.“
Er tat alles so leicht ab, dabei war es wirklich ernst, die Warrior hier waren Offiziere, Generäle erfahrene Kämpfer, die in Notsituationen klarkamen. Sie waren nicht wie die Trupps da draußen, wieso verstand Apollo das nicht? Ansonsten war er doch der vernünftige und er würde nie solche eine Gefahr eingehen?
„Apollo hör mir zu ich kenne die Warrior, ich weiß wozu sie im Stande sind und wenn ich jemals solch eine Mission mit euch durchgezogen hätte, dann wäre jetzt der Punkt, an dem ich den Rückzug angeordert hätte. Bitte verschwindet von ihr, ich werde sie ablenken. Doch ihr müsst mich hierlassen. Mir geht’s gut, versprochen und ich komme wieder. Aber jetzt müsst ihr euch in Sicherheit bringen.“
Apollo hielt mein Handgelenk weiterhin fest umklammert und sah mich ernst an. „Du wirst eine von ihnen werden, wenn du länger bei denen bleibst. Ich will dich nicht verlieren Alex, wenn du bei ihnen bleibst siehst du nur Tod und Leid. Du wirst sie nie überzeugen können, dass wir nicht gefährlich sind, sei doch vernünftig. Wir finden einen anderen weg.“
Ich wollte gerade etwas erwidern, als ich Cailan sah, der Greta im Würgegriff hatte und mit einem Steakmesser bedrohte. Das hatte uns gerade noch gefehlt, denn sofort wollte Apollo den Beschützer spielen und stellte sich vor mich. Ich versuchte ihnen reinzureden, doch dann ging alles so schnell. Das ticken der Granate hörte ich erst gar nicht, erst als ich Cailans gehetzten Gesichtsausdruck sah merkte ich das etwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Ich hörte Schreie und spürte die Welle der Detonation in meine Knochen. Mir war schlecht, mein Kopf hämmerte und gegen aller Vernunft richtete ich mich auf und sah das ausmaß der Katastrophe, viele überall schrien und weinten Menschen. Ich saß Blut, doch das meiste war nicht einmal mein eigenes.
Langsam kamen die Erinnerungen zurück und ich sichte hastig den Saal nach Cailan und Apollo ab, welche ich einige Meter weiter entfernt liegen sah. Blutpfützen bildeten sich um sie herum und ich taumelte zu ihnen, ließ mich zwischen ihnen auf die Knie fallen und sah Apollos zerfetzten Körper indem Granatsplitter und Scherben vom Fenster steckten. Cailan röchelte, hielt sich seinen Hals und ich sah den riesige Granatsplitter darin.
„Nein, nein, nein...“, hauchte ich und sah das Blut fließen, ich konnte nichts für sie tun, die beiden würden Sterben. Apollos halber Körper war zerfetzt und Cailan würde qualvoll ersticken. Tränen rannen über meine Wangen und ich raufte mir die Haare, denn ich wusste nicht was ich machen sollte, um mich herum herrschte Chaos. Yato versuchte die Warrior in Schach zu halten, genauso wie Greta. Neben bei bekam ich mit wie Resa unsere Namen schrie und zu uns wollte, doch es die manipulierten Warrior hielten ihn auf.
Ich spürte Ares hinter mir, seine Aura war düster und ich konnte den Sturm in seinen Augen sehen als er Apollos verkrüppelten Körper sah. Seine Augen wurden schwarz und vor Wut und Verzweiflung stieß er einen markerschütternden Schrei aus, der alle verstummen ließ.
Ich sah zu Apollo der halb bei Bewusstsein war und unter Schmerzen röchelte, „Rettet ihn. Ares bitte rette ihn.“ Ich riss die Augen auf und schüttelte den Kopf, „Aber dann stirbst du…“, wisperte ich und griff nach seinen Klauen. „Ich…ich sterbe auch so, wir beide tun das…bitte, rettet wenigsten einen von uns.“, murmelte er und ich drehte mich zu Ares um. Er sah aus wie ein Todesengel und mit versteinerter Mine murmelte er eine Formel.
Das Blut der beiden formte ein Pentagramm und Apollo drehte den Kopf zur Seite und nahm Cailans Hand in seine, das Pentagramm leuchtete und brannte sich ins Parkett ein. Ich trat zurück neben Ares und beobachtete das Specktakel.
Ares schnitt sich in die Hand, ließ jeweils ein Tropfen Blut auf die Spitzen des Pentagramms tropfen. Dann murmelte er Zauberformeln in einer Sprache, die ich nicht verstand, er sang sie und beschwor irgendeine uralte Magie, die so düster war, dass die Zimmertemperatur sank und ein schwarzer Nebel sich im Raum ausbreitete. Ares wurde lauter, drängender, die dunklen Wolken sammelten sich um die beiden sterbenden umhüllten die beiden komplett. Die Wolke um Cailan klärte sich und ich sah wie sein ganzer Körper mit dem Blut des Pentagramms bedeckt wurde. Es sah aus als würde mit roter Farbe angemalt sein, wobei diese sich schwarz verfärbte. Draußen tobte ein Orkan und als es blitzte und donnerte zerbröckelte das schwarze Blut und man sah Cailan, welcher nun unverletzt auf dem Boden lag. Neben ihm lichtete sich auch der Nebel um Apollo der nun ein einen auf aufgeschlitzten Hals hatte und mit leerem Blick in Cailans Richtung blickte.
Ich kniete immer noch vor dem Pentagramm und blieb einfach sitzen als Ares Apollos Körper mitnahm und mit dem dunklen Nebel verschwand. Auch Yato und Greta waren weg, die Warrior kamen langsam aus ihrer Trance und ehe ich mich versah wurde ich zu Boden gedrückt, bekam Handschellen umgeschnallt und wurde abgeführt. Ein Sanitäter kam für Cailan, welche ihn wegbrachten. Resa gab einige Kommandos und stieg dann aber mit in den Krankenwagen. Ich war zu schwach und benommen, um mich zu wehren und wurde in einem Gefängnistransporter weggefahren, wobei mein Körper das nicht lange mitmachte und ich durch den traumatische Erlebnis das Bewusstsein verlor.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Jan 04, 2019 8:18 pm

Cailan Archer
Meine Lunge füllte sich mit Blut. Jeder Atemzug erschwerte es mir mehr und mehr. Ich bekam keine Luft mehr, Blut floss in meinen Mund und aus meinen Mundwinkeln hinaus. Der Splitter steckte tief in meinem Hals. So tief, dass das Blut die Luftzufuhr verhinderte. Ich spuckte, hustete und röchelte. Ich wurde immer mehr Blut los, aber das Atmen fiel mir nicht leichter. Ich schloss die Augen. In meinen Ohren erklang bloß dieses grausame Fiepen. Es war als hätte ich Wachs in den Ohren. Die Explosion hatte mein Trommelfell erheblich geschädigt. Ich konnte kaum etwas hören. Die Stimmen um mich herum erklangen wie durch Wasser. Ich blinzelte, drückte die Finger fest auf meinen Hals und versuchte den Blutfluss zu stoppen, doch je weniger Blut aus der Wunde floss, desto mehr floss in meine Lungen, also löste ich meine Finger einfach von dem Splitter. Es hatte keinen Sinn zu kämpfen. Ich würde hier verrecken. Das Loch in meinem Hals würde niemand flicken können. Ich hatte keine Luft mehr in meinen Lungen, fast nur noch Blut. Ich hörte es in meiner Kehle rasseln, wenn ich versuchte zu atmen. Doch wenn ich hier schon auf dem Boden des verdammten Ballsaals verreckte, dann wollte ich wissen, ob es sich gelohnt hatte. Hatte ich Alexandra weit genug wegstoßen können? War sie unverletzt? Oder würde sie zumindest überleben? Diese Granate hätte sie in tausend Stücke gesprengt, wenn sie dort stehen geblieben wäre. Ich öffnete die Augen, versuchte durch das Blut hindurch etwas zu sehen und… da war sie. Alexandra hockte über mir, ihr Gesicht vor Verzweiflung verzerrt und von Tränen nass. Ich konnte sie gar nicht schluchzen hören, doch ihr ganzer Körper bebte. Ihr Blick glitt neben mich und erschöpft folgte ich ihr mit dem Kopf. Ich drehte ihn zur Seite, das Blut lief aus meinem Mund und ich sah ihn dort liegen… Der Dunkelhäutige, der Alexandra hatte entführen wollen. Sein Blick war ganz klar, als er mich ansah. Er sah echt übel aus. Sein gesamter Körper war von Brandwunden überseht. Es sah aus als wäre sein Fuß weggesprengt worden. Jedenfalls war an dieser Stelle wirklich eine Menge Blut. So viel Blut, dass vermutlich auch er es nicht überleben würde. Doch sein Blick zu mir war nicht voller Hass. Es war mehr eine Art… Verständnis, die ich ihn ihm sah. Und dann begriff auch ich es endlich. Er war AGONY. Er und all die anderen Wesen, die Alexandra hier herausholen wollten. Das war AGONY gewesen. Sie hatten Alexandra bloß „befreien“ wollen und hatten dabei unzählige Menschen in Gefahr gebracht. Der Werwolf sah das jetzt. Er blickte mich mit einem solchen Verständnis an, obwohl er die Schmerzen seines Lebens haben musste. Er verstand, dass ich Alexandra gerettet hatte. Er wusste, dass ich ihn nicht angegriffen, sondern Alex gerettet hatte, als ich die Granate weggetreten hatte. Wir beide lagen hier, weil wir Alexandra auf gewisse Art hatten retten wollen. Während ich das alles begriff, war ich absolut klar. Zumindest bis er den Blickkontakt brach, etwas herumschrie und ich wieder zu röcheln begann. Ich war mir sicher, dass ich innere Blutungen hatte. Diese Druckwelle musste uns beide extrem geschädigt haben. Wir würden hier beide sterben. Zumindest wenn man von der Logik ausging. Für gewöhnlich wäre ich wohl gestorben, wäre nicht ein Hexer anwesend gewesen, der die Befehle des Werwolfs offenbar ausführte. Vor meinen Augen wurde plötzlich alles weiß und ich stand in einem völlig leeren Raum dem Werwolf gegenüber. Um uns herum war nichts. Wir beide waren unversehrt. Was zur Hölle passierte hier? „Er kann nur einen von uns retten. Du hast die besseren Chancen. Ich kenne diesen Zauber. Ares hat ihn schon einmal ausgeführt. Der Zauber überträgt dem Schwächeren die Wunden des Überlebenden. Der Überlebende bekommt die Stärken des Sterbenden.“, erklärte der Wolf und ließ sich auf den Boden sinken. Er verschränkte die Beine im Schneidersitz und schloss die Augen, während ich mich weiter umsah, nach einer Tür oder etwas ähnlichem suchte. „Du wirst es sein. Du wirst das hier überleben. Ich hoffe, dass diese Entscheidung die richtige von mir gewesen ist. Ich rette dich nicht umsonst, Warrior. Du hast sie beschützt, das ist der einzige Grund wieso ich dir mein Restleben schenke. Vergeude es bloß nicht, verstanden? Ich will, dass du es nutzt, um Alecto zu beschützen.“, sprach er weiter, öffnete die Augen und sah mich mit seinen dunklen Augen an. Ich schüttelte nur verwirrt den Kopf. Wovon sprach er denn? Keiner von uns würde das überleben. Wir würden beide sterben, sah er das denn nicht? Vermutlich waren wir beide schon tot. Ehe ich ihm das aber klarmachen konnte, wurde seine Erscheinung blasser. Er verlor an Dichte, verschwand langsam und dann war er auch schon komplett weg und der weiße Raum wurde rabenschwarz. Ich keuchte und riss die Augen auf, wurde augenblicklich von viel zu hellem, künstlichen Licht geblendet. „Cai, nicht… Bleib bloß ruhig liegen, ich rufe eine Krankenschwester!“, erklang Resas gehetzte Stimme und ich senkte den Blick zu ihm. Er griff nach dem Notknopf und ich führte meine Hand an meinen Hals, doch er war unversehrt. Keine Naht, keine Wunde, kein Verband. Dafür aber ein Verband, der meinen gesamten Oberkörper umschlang. „Mein Junge, du hattest so ein Glück. Die Granate hat dich und diesen Werwolf voll erwischt. Er war komplett durchlöchert und du hast bloß ein paar schwächere innere Blutungen gehabt. Es ist ein Wunder, dass du überlebt hast!“, keuchte Resa und führte meine Hand, die er umschloss, an seine Stirn. Er trug immer noch seine Uniform, doch draußen war es hell. Wie viele Stunden waren vergangen? Waren es vielleicht sogar Tage, die Resa das Krankenhaus nicht verlassen hatte? „Wie lange war ich weg? Was ist mit Alex? Wie… wie..?“ Wie zur Hölle hatte ich das überlebt? Wo waren meine Wunden hin und vor allem… was war das für ein Zauber gewesen, in den man mich verwickelt hatte.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Jan 04, 2019 10:03 pm

Alex Castillo
Als ich langsam wieder wach wurde, leuchtet man mir mit einer Lampe in die Augen. Ich blinzelte heftig und sah mich verwirrt um. Der Raum war für ein Krankenzimmer relativ klein, es gab keine Fenster und das Neonlicht war unglaublich hell. „Wo bin ich?“, fragte ich mit krächzender Stimme, wurde aber von dem Arzt wieder auf die Untersuchungsliege gedrückt. „Sie sind im Arizona Bundesgefängnis in der Nähe von Phoenix.“, sagte knapp und sah mich ernst an. „Was ist passiert? Wieso bin ich hier?“, fragte ich und sah mich erschrocken um. Der Arzt seufzte und sah zu dem durchtrainierten Kerl, welcher sich als General Maison vorstellte und mir kurz und knapp von den Ereignissen dieser Nacht berichtete. Sofort bekam ich Kopfschmerzen als die Bilder vor meinem inneren Auge auftauchten und wieder an den Vorfall dachte. Mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen und ich bekam eine Panikattacke und hatte Probleme zu atmen. Ich raufte mir die Haare, kniff die Augen zusammen und versuchte die grässlichen Bilder zu verdrängen.
„Sie ist instabil, Sir. Sie muss sich erst beruhigen, bevor sie die Befragung durchführen können.“, sagte der Arzt zum General Maison. Dieser schüttelt wiederum den Kopf. „Ausgeschlossen, wir brauchen sie und ihre Erinnerungen, sie ist die einzige die AGONY Live gesehen hat. Ihre Eindrücke brauchen wir frisch, denn sonst nützen sie uns nichts. Außerdem müsse wir ebenfalls untersuchen ob sie eine beteiligte des Verbrechens war oder nicht.“ Der General nahm einen Rollstuhl in welchen er mich verfrachtete und legte mit Handschellen an, wobei ich eh nicht wegrennen konnte. Dann brachte er mich in einen Verhörraum indem noch ein anderer Typ saß, welcher einen Block und Stift in der Hand hatte. General Maison rollte mich an den Tisch und setzte sich mir gegen über. „Bitte nennen sie ihren Namen, ihr Geburtsdatum, ihre aktuelle Tätigkeit und den Grund wieso sie auf dem Silvesterball waren.“
„Mein Name ist Alexandra Chadwick, ich bin am 07. Juli. 1998 geboren und absolviere die Warriorausbildung, meine Kadettennummer ist die 874479. Ich bin ein Warrior der neuen Generation, ich bin übermenschlich stark diese Fähigkeit habe ich von meinem Vater vererbt bekommen. Den Silvesterball habe ich als Begleitung von Cailan Archer besucht, wer war für eine kurze Zeit mein Mentor.“, sagte ich und sah wie sich seine Pupillen vergrößerten.
„Wie lautet der Name ihres Vaters?“, fragte General Maison. „Das weiß ich nicht, meine Mutter hat nicht über ihn geredet. Ich war ein Ergebnis aus einer einmaligen Nacht und als meine Mutter meinen Vater gerade fand, war dieser frisch unter Erde.“
„Das tut mir leid. Aber zum Silvesterball, schildern sie uns bitte die Geschehnisse und wenn möglich würden sie uns das Aussehen der Personen beschreiben, die sie gesehen haben? Die Kameras waren nämlich abgeschaltet und wir möchten die Verantwortlichen gern zur Rechenschaft ziehen. Ich nickte und fing an von dem Abend zu erzählen, wobei ich immer wieder Pausen brauchte und anfing zu weinen. Apollo war tot. Ich sah nur noch seinen zerschundenen Körper vor mir und seine Augen, die trotz allem so wundervoll geleuchtet hatten. Er war mutig gewesen bis zum Schluss. Doch dieser Mut hatte ihn auch getötet, er hatte das nicht verdient. Apollo war wundervoll gewesen, er war ruhig und sanft gewesen. Er hätte niemals jemanden absichtlich wehgetan.
Ich schluchzte und war müde, um ehrlich zu sein wollte einfach nur noch schlafen. Die Befragung war anstrengend und die Beschreibungen auch, ich versuchte sie nicht zu genau zu beschreiben, ihnen markante und verschiedene Merkmal zu nennen. Irgendwann merkten auch sie, dass ich total fertig war und brachte mich in eine Zelle. Dort lagen frische Kleidung auch, wenn es ein Gefängnisoverall war, war das immer noch besser als mein mit Blut vollgesaugtes Kleid. Eine Gefängniswärterin brachte ich zu den Duschen und ich hatte zehn Minuten, um mir das Blut vom Körper zu schrubben. Danach durfte ich mich hinlegen und weinte mich in den Schlaf, wobei dies äußerst schwierig war mit alle den Gedanken in meinem Kopf.
Die nächsten Tage verliefen ähnlich ich wurde befragt, ob ich etwas mit ihnen zu tun oder ich von dem Vorfall gewusst hätte. Ich wurde mir fragen durchlöchert musste den Abend immer Revue passieren lassen. Es quälte mich und ich wollte mich nur noch unter der kratzigen Gefängnisdecke verstecken. Ich wusste nicht wie lang ich in der Anstalt war, für mich war es eine Ewigkeit. Doch nach einer Woche kam ein Gefängniswärter und meinte ich würde entlassen werden. Ich hatte keine anderen Sachen und bekam ausgeleierte Jeans, ein weißes Shirt und Turnschuhe, sowie mein Ballkleid und Clutch. Das Ballkleid allerdings stopfte ich in den Müll und nahm mit ein Cap um meine unordentlichen fettigen Haare zu verstecken. Ich musste furchtbar aussehen, meine Augenringe waren dunkel und riesig und richtig gegessen hatte ich ebenfalls nicht. Ich wollte mich einfach nur verkriechen und nie wieder aus meinem Versteck herauskommen. Im Wartezimmer sah ich Constance die mich besorgt in den Arm nahm und mit mir zu ihrem Auto lief. Sie hatte mir erklärt, dass Resa nicht hier sein konnte, weil sie wie verrückt nach den Tätern suchten und natürlich war er besorgt um Cailan. Mich hatte er ebenfalls versucht rauszuholen, konnte allerdings nicht hier sein, denn unsere Tarnung sollte nicht aufliegen. Ich wurde erst einmal beurlaubt, genauso wie Cailan, welcher vermutlich erst einmal von sämtlichen Ärzten untersucht wurde. Immerhin wurde er durch schwarze Magie gerettet, die nicht so angesehen war bei den Warrior.
Zuhause ging ich erst einmal geradewegs die Treppe rauf in mein Zimmer und riss mir die ekligen Klamotten vom Leib, ging in eine heiße Badewanne und verkroch mich in meinem Bett. Constance hatte mir etwas zu Essen hingestellt, allerdings hatte ich keinen wirklichen Hunger. Mein Zimmer war verdunkelt und ich hörte mir alte Platten von den Beatles an, dachte an die schönen Momente mit Apollo und dass er nicht mehr da sein würde, wenn ich zu den anderen zurückkehren würde. Mein Kopf schmerzte und ich wollte einfach, dass alles aufhörte, ich wollte die Zeit zurückdrehen, aber das würde nicht funktionieren. Ich war zu nichts mehr fähig und wollte einfach allein bleiben. Constance machte sich als Ärztin sorgen und versuchte mich zu ermutigen rauszugehen, doch dazu war ich noch nicht fähig. Ich half nicht mal bei dieser dummen Party für Cailan, der aus dem Krankenhaus kam und erst mal wieder nach Hause zog auf Resas Anordnung. Der Tag, an dem er wieder nach Hause kam, war regnerisch und ich hatte eh nicht vorgehabt Constance zu begleiten, also blieb ich in meinem Zimmer und legte mich zurück in mein Bett.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Jan 04, 2019 10:28 pm

Cailan Archer
„Es geht ihr gut, Cai, beruhige dich!“, versuchte Resa erneut mich zu beschwichtigen. Scheiße, ich hatte mich nicht umsonst vor eine Granate geworfen. Ich wollte wissen wie es ihr ging und nicht, dass sie überlebt hatte. Ich hatte sie gesehen, bevor ich das Bewusstsein verloren hatte. Aber hatte sie Verletzungen? Hatte sie noch alle Gliedmaßen? Was war mit dem seltsamen Werwolf, der mit im Traum erschienen war? Was zur Hölle hatten die mir im Krankenhaus gegeben, dass ich diese seltsamen Dinge träumte und halluzinierte. „Sie hat nichts abbekommen außer einen kleinen Schock, okay? Sie ist unverletzt. Du hast sie gerettet, Cailan. Und jetzt bleib bitte liegen. Du hast eine schwere Operation hinter dir wegen der inneren Blutungen. Du musst dich ausruhen.“, beharrte Resa und drückte mich an den Schultern tiefer in die Matratze herein, weil ich versucht hatte mich aufzubocken. Doch um ehrlich zu sein war ich viel zu müde, um mich aufzusetzen. Meine Gliedmaßen fühlten sich unglaublich schwer und taub an. Ich verstand einfach nicht, was los war. Die Wunde an meinem Hals war verschwunden. Aber ich hatte mir doch nicht eingebildet Blut eingeatmet zu haben. Ich hatte mir nicht eingebildet, dass mir ein Splitter der Granate im Hals gesteckt hatte. Sowas träumte man doch nicht einfach! Ich musste wissen, was passiert war. Vor allem aber wollte ich wissen, was mit Alexandra war. Irgendetwas in mir verspürte einfach dieses dringende Verlangen mich nach ihr zu erkundigen. Ich war für sie verantwortlich. Vermutlich lag es daran. „Bitte, Resa… erklär es mir einfach. Was ist passiert?“, bettelte ich erneut. Das war eigentlich nicht meine Art, aber welche Wahl ließ er mir denn? Er schien mir nichts verraten zu wollen. Ja, ich hatte eine Operation hinter mir, aber ich war bei Bewusstsein. Ich musste wissen, was los war. „Cai, bitte du solltest dich jetzt nicht aufregen… Gut, ich werde dir erzählen, was vorgefallen ist. So gut ich kann, denn verstehen tut es bisher keiner.“ Resa kannte mich. Er wusste genau, dass ich Stress machen würde, bis er mit der Sprache herausrückte. Also fing er endlich an mir zu erklären, was passiert war. Bis zu der Granate war ich bei vollem Bewusstsein gewesen, aber danach? Danach war alles durcheinander und wirr. Ich konnte mich an Brandnarben erinnern, einen weggesprengten Fuß und den Splitter in meinem Hals. Ich hätte tot sein müssen. Die Wunden, die ich getragen hatte, hätten drei Männer getötet. Und nun war mein Fuß wieder da und mein Hals war unversehrt. Resa aber klärte mich auf. Ich war mit dem Werwolf zusammen von der Granate getroffen worden. Den Splitter im Hals hatte ich mir nicht eingebildet, aber was die anderen Verletzungen anging… diese hatte ich nie getragen. Sie waren dem Werwolf widerfahren, der neben mir gelegen hatte. Resa erzählte mir auch von dem Hexer und dem Ritual. Er versuchte es bis ins kleinste Detail zu schildern, doch so richtig verstehen konnte ich es dennoch nicht. Was war passiert und was hatte dieser Zauber bewirkt? „Deine Wunde wurde auf den Werwolf übertragen und du hast dafür vermutlich seine letzte Lebenskraft bekommen. So ähnlich haben die Forscher versucht es mir zu erklären. Sie werden die Tage nochmal vorbeikommen und dich weiter testen. Wir wollen ausschließen, dass etwas mit dir vielleicht nicht stimmt.“ Ja, das war nur vernünftig. Dieses Ritual hatte Teile von mir in den Wolf und Teile von ihm in mich übertragen. Es war also nur verständlich, dass die Warriors sich sorgten, dass mein Körper irgendwie… Schaden genommen hatte. Zuerst wurde ich auf Lykanthropie getestet. Der Test fiel zum Glück negativ aus. Ich hatte immer noch meine telekinetischen Kräfte, meine Werte waren die Selben. Ich hatte die gleiche Blutgruppe, die gleiche chemische Zusammensetzung und ich war immer noch ein genmanipulierter Warrior. Es schien soweit alles gut zu sein, doch bei dem Reflextest, schlug mein Bein aus. Als sie mir das zweite Mal mit dem Hammer gegen das Knie klopften, blieb mein Bein allerdings still wie eh und je. Ich hatte den Forschern versichert, dass ich diesen Schlag eben gespürt hatte, doch sie hielten es nur für ein Überbleibsel von all dem Schock. Natürlich. Ich bekam nicht einfach so meine Beine wieder, nur weil ich beinahe gestorben war. Das bestätigte sich auch in der Nacht darauf, als der übermüdete Resa seinen kochenden Kaffee über mein Bein schüttete. Nein, es war alles beim alten. Zumindest körperlich… Emotional jedoch fühlte ich mich… seltsam. Ich schob es auf den ganzen Stress und die neuen Umstände. Jeder behandelte mich so mit Vorsicht, weil ich mit schwarzer Magie gerettet worden war. Jeder von ihnen erwartete wohl, dass ich mich plötzlich in einen Wolf verwandelte und alle umbrachte. Doch die Tests beruhigten die große Masse zumindest ein wenig. Ich heilte und wurde dann auch wieder nach Hause gelassen. Ich war immer noch erschöpft und recht kraftlos, aber ich konnte mich auf meinen eigenen Beinen halten, als Resa mir die Haustür aufschloss und mich hineinließ. Es erwartete mich sogar eine kleine Party mit meinen Eltern, Nana und Grandpa Michael. Reflexartig sah ich mich nach Alex um, doch sie war nicht hier, was in mir erstaunlicherweise ein Gefühl der Enttäuschung auslöste. Ich ließ mich auf die Couch begleiten und genoss einen warmen Tee und ein paar Gespräche mit meiner Familie, ehe Resa meine Müdigkeit bemerkte und meine Großeltern nach Hause schickte. Constance verschwand in der Küche und ich entschuldigte mich, weil ich nur in mein Bett wollte. Ich schleppte mich also die Stufen hoch, lief den Flur entlang und… hielt inne, als ich aus Alex Kinderzimmer die Musik hörte. Ohne zu zögern stieß ich einfach die Tür auf - ein stürmischer Reflex, der mir gar nicht ähnlich sah - und ging zu ihrem Bett. Sie hatte sich bereits erschrocken aufgerichtet, als ich meine Arme um sie geschlungen und sie fest an meine Brust gedrückt hatte. So fest, dass meine Op-Narbe ein wenig schmerzte, doch das war mir gerade egal. „Ich bin so froh, dass es dir gut geht. Resa hat mir erzählt, was sie mit dir gemacht haben. Das ist echt unfassbar! Immerhin wärst du aus ihrer Sicht das Opfer gewesen!“, murmelte ich an ihrem Nacken und löste mich ein wenig von ihr, um sie ansehen zu können. Ich lächelte sie sanft an und strich mit meinen Fingerkuppen über ihre Schläfe. Dort hatte sie eine kleine Platzwunde von meinem Stoß davongetragen, aber ansonsten war sie unversehrt. „Ich hab dich echt vermisst, Alect… uhm.. Alex.“ Ich blinzelte kurz verwirrt. Hatte ich das gerade wirklich gesagt und dabei auch noch komisch gestammelt? Wow, ich mutierte wohl doch noch zum fürsorglichen, liebevollen, großen Bruder, was? Diese Nahtoderfahrung schien mich echt verändert zu haben.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Jan 05, 2019 12:06 am

Alex Castillo
Ich hatte den ganzen Tag nur im Bett gelegen, wie die letzten fünf obwohl Nana und Granny versucht hatte mich aus meiner Höhle rauszuholen war ich stur geblieben. Sie konnten, das nicht verstehen. Die beiden hatten noch nie jemanden sterben sehen auf so brutale Weise. Ich hatte meinen Besten Freund und erste große Liebe verloren. Niemand konnte das verstehen, weil niemand davon nur Greta und Ares hatte es zum Teil geahnt.
Wir waren damals auf einem Rundgang gewesen, als wir Apollo in einem Müllcontainer gefunden hatten. Er war zusammengeschlagen worden und halb tot, seine Knochen waren gebrochen und ohne Ares Magie wäre er vermutlich schon damals gestorben. Also pflegten wir ihn Gesund, insbesondere war ich diejenige die sich um ihn kümmerte. Dabei wurden wir Freunde und verbrachten viel Zeit miteinander, irgendwann kam der Punkt, an dem es mehr wurde als Freundschaft. Ich hatte ihn geliebt wie verrückt und eine Zeitlang waren wir glücklich, doch eines Tages kam er zu mir und meinte, dass er nur mit mir befreundet sein wollte. Ich hatte ihn geragt wieso, was ich falsch gemacht hätte, doch er antwortete nur ausweichend darauf und anstatt zu kämpfen, war ich deprimiert und kam seinem Wunsch nach. Ich fiel in ein Loch und war enttäuscht und fühlte mich furchtbar traurig, darum versuchte ich ihn mit Ares eifersüchtig zu machen, doch das funktionierte nicht. Apollo respektierte seinen Lebensretter viel zu sehr als ihn eifersüchtig anzuschnauzen und es mit uns nochmal zu versuchen. Ab da an führten Ares und ich diese On/Off Beziehung und Apollo und ich blieben nur noch gute Freunde. Es zerriss mir das Herz daran zu denken, an die sorgenlose Zeit in der AGONY meine Familie war. Zwar fühlte ich mich jetzt auch umsorgt und ich wusste das Resa mich liebte, genauso wie meine Großeltern. Doch ich war nicht ich selbst, ich spielte eine Rolle und war eigentlich ein Vogel in einem goldenen Käfig. Ich lehnte mich wieder zurück in die Kissen und wollte einfach nur…ja was wollte ich eigentlich? Seit Tagen lag ich einfach nur rum, hörte alte Platten, weinte und vegetierte vor mich hin? Ich wusste nicht was ich tun sollte. Irgendwie machte nichts mehr einen Sinn, ich hatte keinen antrieb mehr und im Moment fühlte sich mein Leben an wie ein unendlicher freier Fall.
Als die „Welcome Home“ Party für Cailan unten stattfand, hörte ich die aufgeregten Stimmen von unseren Großeltern. Er war ihr Held und ein Wunder, sie feierten ihn und es tat ihm sicher gut. Cailan hatte mir schließlich auch das Leben gerettet, wäre er nicht gewesen dann wäre mein Körper jetzt in tausend Stücke zerfetzt worden. Durch seinen Stoß hatte ich nur leichte Prellungen und Platzwunden, die für Warrior nur kleine Wehwehchen waren.
Während alle unten waren, kam Resa zu mir nach oben, um zu sehen wie es mir ging. Außerdem entschuldigte er sich, dass er mich nicht schneller dort rausgeholt hatte. „Du hättest Cai, sehen müssen er hat getobt, als ich ihm erzählt habe, dass du in U-Haft bist. Es tut mir leid, Alex. Ich war so auf Cailan fixiert, ich habe gar nicht mitbekommen wie sie dich mitgenommen haben. Wenn du irgendwas brauchst, dann sag es mir okay? Ich bin für dich da, du kannst mit mir reden in Ordnung?“ Ich nickte schwach, aber ich würde ihm sicher nichts über AGONY und Apollo erzählen, er würde mich eh nicht verstehen. Niemand würde das, ich konnte nicht trauern, mit niemanden reden. Ich war allein hatte niemanden und ich wusste nicht wie ich normal mit meinem Leben weitermachen sollte.
Resa hatte mir ein Stück Kuchen mit nach oben gebracht und das angebissene Sandwich von heute früh wieder mitgenommen. Ich sah den Kuchen eine Weile an, war aber zu faul aufzustehen und zu essen. Erst später am Abend, als meine Tür so ruckartig aufgestoßen wurde schreckte ich schnell hoch und befand mich wenig später in Cailans Armen wieder.
Mein Körper versteifte sich und ich erwiderte ich Umarmung nicht. Ich war zu perplex und seine Worte machten es nicht besser. Wenn ich ehrlich war dann machte er mir schon ein wenig Angst. Diese stürmische und fürsorgliche sowie liebevolle Art war so ganz untypisch für Cailan. Als er sich von mir löste, sah ihn verwirrt an und rückte etwas von ihm ab. Das alles war zu viel des Guten, besonders tat es weh ihn wieder zu sehen. Er war zwar verletzt und hatte Operationen über sich ergehen lassen müssen, dennoch saß er hier vor mir und war lebendig. Als er mich los ließ vermied ich Augenkontakt, auch wenn seine sanfte Berührung mich förmlich zwang ihn anzusehen.
Ich war echt verwirrt und wusste auch nicht was ihm jetzt darauf Antworten sollte, denn sonst interessierte er sich doch einen Scheiß für mich? „Du hast mich vermisst?“, fragte ich skeptisch und rückte ein Stück von ihm ab. Eigentlich wollte ich keine Antwort von ihm, er sollte nur gehen, er hatte überlebt. Apollo hatte ihm sein Leben geschenkt, sicher würde das nichts an seiner Meinung ändern. Cailan wurde von einem Hexer und einem Werwolf gerettet und er würde sie immer noch verurteilen. Doch hätte er mich nicht weggestoßen wäre ich jetzt Tod, vielleicht sollte ich ihm danken? Ob er mich dann in ruhe lassen würde? Ich seufzte, ein versuch war es ja wert oder nicht?
„Danke das du mich gerettet hast und tut mir leid, dass du…verletzt…wurdest.“, presste ich hervor. „Ich bin froh das es dir wieder gut geht, aber ich wäre jetzt wirklich gern allein. Könntest du bitte gehen?“ Ich versuchte ihn anzusehen, aber immer wieder sah ich die Bilder vor mir, wie er an seinem Blut erstickte und wie selbstlos Apollo ihn gerettet hatte. Als er sich nicht wegbewegte wurde ich etwas forscher, „Cailan, geh. Ich will dich nicht in meiner Nähe haben. Geh einfach.“ Ich drehte mich auf die Seite und versuchte die Tränen zu unterdrücken, ich wollte nicht mehr weinen, ich hatte dafür eigentlich zu oft geheult. Besonders aber wollte ich nicht vor ihm weinen, er erinnerte mich an den Vorfall und es tat weh ihn anzusehen. Außerdem war es mir unheimlich, wie er sich verhielt war er zu hart mit dem Kopf aufgekommen oder wieso tat er auf besorgten Bruder? Müsste er nicht eh in seinem Bett bleiben und sich von den OPs ausruhen? „Falls es dich beruhigt, die U-Haft war nicht schlimm. Es gibt wesentlich schlimmere Dinge, aber du müsstest doch verstehen, dass es eine Standartmaßnahme ist?“, murmelte ich und drehte mich dann komplett auf die Seite.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Jan 05, 2019 11:23 am

Cailan Archer
Ich spürte deutlich, dass sie sich in meinen Armen versteifte. Es… tat schon ein wenig weh. Früher hatte sie sich nie versteift, wenn ich sie umarmt hatte. Andererseits hatte ich sie bisher auch so gut wie nie umarmt, also konnte ich mir nicht erklären woher diese Gedanken nun plötzlich kamen. Wir konnten einander immer noch nicht wirklich leiden. Wieso also fühlte es sich so mies an von ihr abgewiesen zu werden. Sie löste sich aus meiner Umarmung und ich presste die Lippen fest aufeinander. Hatte ich etwas falsches gesagt? Wunderte es sie wirklich so sehr, dass ich sie vermisst hatte? „Ja, du… ich meine… wir waren die letzten Monate fast rund um die Uhr zusammen. Es ist seltsam deine nervige Stimme plötzlich nicht mehr um mich zu haben.“, suchte ich nach einer logischen Erklärung. Ja, sie war die ganze Zeit bei mir gewesen und dann hatte ich eine Woche lang im Krankenhaus gelegen. Ich hätte es vielleicht nicht unbedingt als Vermissen bezeichnet, aber in gewisser Weise hatte ich durchaus bemerkt, dass da etwas in meiner Umgebung fehlte, das sonst immer da war. Dieses „Vermissen“ war mir wohl einfach rausgerutscht. Als sie nun anfing von dieser Nacht zu sprechen, hielt ich inne. Wieso musste sie das jetzt ansprechen? Das war ein Thema, von dem wir beide sicher nicht gern sprechen wollten. Ich wäre auf dem Boden dort beinahe verreckt und war durch einen schwarzen Zauber gerettet worden, den mir bisher niemand erklären konnte. Ich presste die Lippen aufeinander und senkte den Blick. „Ich wünschte es wäre gar nicht erst nötig gewesen dich zu retten. Die Granate war eine von unseren. Jemand aus unseren Reihen hat sie geworfen. Das hätte nicht passieren dürfen. Es… es tut mir leid, dass dein… dein Freund dabei…“ Ich brachte es nicht über mich es auszusprechen. Der Kerl war in der Luft zerfetzt und verbrannt worden. Er hatte gewusst, dass er sterben würde und er hatte dennoch das Gefühl gehabt, dass ich es wert gewesen wäre gerettet zu werden. Er hatte seine letzten paar Minuten auf dieser Welt eingetauscht, um mir seine restliche Überlebenskraft zu schenken. Er hatte gewusst, dass wir beide sterben würden und während ich bloß röchelnd auf dem Boden gelegen hatte, hatte er die Initiative ergriffen und zumindest einen von uns gerettet. Scheiße, dieser Werwolf war tapferer und selbstloser gewesen als ich es in einem solchen Moment hätte sein können. Das musste ich leider zugeben. Ihre nächsten Worte klangen harsch. Sie wollte mich nicht in ihrer Nähe haben. Früher wäre ich wohl aufgestanden und wäre liebend gern gegangen, aber gerade fühlte ich mich doch ziemlich vor den Kopf gestoßen. Hatte ich etwas falsch gemacht? Wieso sagte sie sowas zu mir? Ich biss mir auf die Unterlippe und ließ sie los, als sie sich zurück in ihr Bett lümmelte und mir ihren Rücken zudrehte. „Resa hat mir erzählt, was du die letzten Tage seit der U-Haft gemacht hast… Du solltest dich nicht weiter hier allein verkriechen. Das hätte Apollo nicht gewollt und das weißt du.“ Woher ich seinen Namen wusste? Keine Ahnung… Sein Name war in dieser Nacht kein einziges Mal gefallen, aber dennoch schwebte er in meinen Gedanken herum. Na ja, ich hatte einen Teil von ihm absorbiert, da sollte ich wohl zumindest seinen Namen kennen, oder? „Die U-Haft ist eine Standardmaßnahme, wenn es um Verdächtige geht. Aus den Augen der Warriors - von denen, die nicht wussten, dass du zu diesen Leuten gehörst - wärst du ein Opfer gewesen. Du bist aus ihrer Sicht immerhin entführt worden. Dich dann in U-Haft zu stecken, nur weil sie keine anderen Zeugen hatten, die nah genug am Geschehen dran waren, war nicht richtig.“ Sie hätten mich genauso in U-Haft stecken können, wenn sie nach diesem Verfahren Leute einbuchten wollten. Aber mich hatten sie nicht angerührt. Wieso? Hatten sie etwa schon einen Verdacht? Alex war die beste ihres Jahrgangs, sie hätten sie nicht verdächtigen dürfen. Sie war eine Musterschülerin - zumindest in den Augen der Unwissenden. Ich seufzte und schob meine Hand sachte auf ihren Oberarm, strich mit dem Daumen über ihre Haut und ließ mich vorsichtig zu ihr in das Bett sinken. Unaufdringlich rückte ich an sie heran, zog sie an meine Brust und legte meinen Arm um sie. Aus irgendeinem Grund hatte ich das Gefühl, dass sie das beruhigte. Es fühlte sich an, als hätte ich es schon öfter geschafft sie durch sowas zu beruhigen, aber… ich war Alex eigentlich noch nie so nah gewesen - außer in dieser einen Nacht, wo wir zusammen eingeschlafen waren. Doch es war okay. Sie trauerte und brauchte ein wenig Trost. Ich kümmerte mich nur um sie. Immerhin schien es ja sonst niemand zu tun.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Jan 05, 2019 1:33 pm

Alex Castillo
Ich fühlte mich merkwürdig, einerseits war ich verwirrt und auf der anderen Seite spürte ich eine leere in mir, die ich nie wiederfüllen konnte. Meine Gedanken wirbelten nur so durch meinen Kopf, doch nichts davon machte Sinn. Daran zu denken irgendwann wieder in die Basis zu gehen, zu trainieren und ein Warrior zu werden, war unwirklich. Wieso tat ich das eigentlich? Was wollte ich damit bezwecken? Ich würde die Warrior eh nicht ändern können, ich hätte niemals mit Resa mitgehen sollen oder zumindest hätte ich früher ausbrechen sollen. Das hier war doch nicht mein Zuhause, hier eine Handvoll Leute die genetisch mit mir verwandt waren oder eben auf dem Papier. AGONY war meine Familie, sie waren immer für mich da, sie unterstützen mich und hatten mich befreien wollen. Vielleicht hätte ich einfach schneller laufen sollen? Ich hätte die Bombe hören müssen, dann hätte ich zumindest Apollo vor dem Tod beschützt. Allerdings war ich zu unvorsichtig, zu emotional gewesen als auf meine Umgebung zu achten. Das alles hatte ich zu verantworten, die Verletzten und Apollos Tod. Ich war wie eine Schneeflocke eiskalt und zerbrechlich, ich war unfähig mich zu wehren oder zu kämpfen. Der Gedanke weiterzuleben ohne Apollo jemals wieder zu sehen, war unerträglich. Er war meine erste große Liebe, ich habe ihn so sehr geliebt und jetzt war er fort – für immer.
Als Cailan sich zu mir legte, sah verkrampfte ich mich für einen kleinen Moment, entspannte mich jedoch schnell. Es tat gut gehalten zu werden, wenn man das Gefühl hatte, dass die eigene Welt zusammenbrach. Vorsichtig kuschelte ich mich an ihn, ich legte meine Hand auf Cailans Bauch und betete meinen Kopf an seine Brust. „Ich dachte eigentlich das du jede freie Minute ohne mich genießt, immerhin sind wir ja nicht besonders erpicht darauf Zeit miteinander zu verbringen.“, murmelte ich leise. Im neuen Jahr hätten sich unsere Wege eh getrennt, er wäre wieder auf Missionen gegangen und ich hätte weiter trainiert. Er hatte doch Resa förmlich angefleht nicht mehr mein Mentor zu sein und ich war ihm deswegen nicht einmal sauer, denn auf Dauer, waren wir keine gute Kombi.
Als ich an die Silvesternacht dachte zogen wieder die Bilder vor meinem inneren Auge vorbei, „Sie sollten lieber denjenigen finden, der die Granate geworfen hat! Welcher Vollidiot macht so etwas nur bei solch einer großen Menschenmasse…“, sagte ich zerknirscht, ballte die Hand zu einer Faust und vergrub mein Gesicht an seiner Brust. „Woher kennst du eigentlich seinen Namen? Ich bin mir nicht sicher ihn erwähnt zu haben…“, fragte ich und sah verwirrt an. Ich stützte mich etwas ab, sodass ich ihn von oben herab ansehen konnte. Es war sehr seltsam, dass er genau wusste, dass das Apollo war, lag das mit dem Ritual zusammen? Ich musterte ihn eingehend, konnte es mir jedoch nicht vorstellen, wenn er nicht 100 %tig Cailan war, dann hätten ihn die Ärzte nicht ausgewiesen. Aber befragt haben sie deswegen nicht, weil sie vielleicht Angst hatten das irgendwas mit ihm nicht stimmt? Weil er zu labil war? Ich wusste es nicht, doch ich wollte auch nicht länger darüber reden, die U-Haft hatte ich hinter mir und wollte keine Gedanken mehr daran verschwenden. Wenn ich ehrlich war hatte ich ihnen auch nicht immer die Wahrheit gesagt, doch meine Aussagen wäre wahrscheinlich nicht aussagekräftig. Ich war zu traumatisiert von allem, außerdem falls sie jemanden schnappen sollten, wovon ich nicht ausging, denn AGONY würden sich erst einmal für eine Weile bedeckt halten, dann würde Resa sicher auch nicht zulassen das ich an den Verhandlungen teilnahm.
Ich seufzte und zeichnete Kreise auf Cailans Bauch, während ich darüber nachdachte wie surreal das alles hier war. Ich musste echt verzweifelt sein, um zu zulassen, dass er mich so verletzlich sah und mich in seinen Armen hielt. Doch es fühlte sich gleichzeitig so vertraut und gut an. Diese nähe verwirrte mich, ich labte mich an ihr saugte sie auf aber als ich dann realisierte, dass es Cailan war der mir so nahe war…wollte ich am liebsten weinen. Früher wenn ich meine Mutter vermisst hatte, war Apollo ebenfalls immer zu mir gekommen, hatte sich zu mir gelegt und mich einfach nur gehalten. Ich hatte geweint und manchmal sogar angeschrien, wieso die Welt so unfair war, doch er würde mich nie wieder so halten können. Apollo würde mich nie wieder zum Lachen bringen oder ich ihn. Das alles für immer vorbei und das wollte ich nicht wahrhaben…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Jan 05, 2019 2:52 pm

Cailan Archer
Früher hätte ich sowas vermutlich nie gemacht. Ich war Alexandra immer aus dem Weg gegangen. Wir hatten uns nie mehr berührt als nötig und wenn wir uns berührt hatten, dann meistens in den Trainingskämpfen, wo ich sie zu Boden geworfen hatte. Ansonsten standen wir uns nie wirklich nahe. Ja, wir waren in die Geschwisterrollen hineingedrängt worden, doch um ehrlich zu sein hatte keiner von uns das je wirklich akzeptiert. Wir hatten immer versucht uns dort herauszuwinden. Dabei… war sie gar nicht so übel, oder? Ich meine, ich kannte sie eigentlich viel zu wenig, um mir ein Urteil über sie zu erlauben. Sie war doch eigentlich ganz in Ordnung und außerdem… trauerte sie gerade. Sie hatte einen Freund verloren - auch wenn es ein Werwolf gewesen war, der die Warriors schon mehr als einmal angegriffen hatte. Er war ihr Freund gewesen und sie war in tiefer Trauer und niemand tröstete sie, weil außer Resa und mir niemand wusste wie sie zu AGONY stand. Bloß wir beide wussten, was mit Alex los war und Resa… naja, Resa war kein Mann der großen Gefühle. Eigentlich hatte ich geglaubt, dass er diese Unbeholfenheit, was große Gefühle anging im Laufe der Erziehung an mich weitervererbt hatte, doch gerade im Moment schien ich das erste Mal wirklich zu wissen, was mein Gegenüber gerade brauchte. Ich erwartete zwar, dass sie mich wegstieß, weil sie gerade nicht getröstet werden sollte und meine Annäherung total unangebracht war, aber erstaunlicherweise war es nicht so. Ich schien genau den richtigen Riecher gehabt zu haben, denn kaum hatte ich mich zu ihr ins Bett gelegt, klettete sie sich an meine Seite und klammerte sich an mir fest wie eine Ertrinkende. Ihre Hand legte sich auf meinen Bauch, wo immer noch die Naht von der Op war, doch ich sagte nichts. Es tat kaum mehr weh. Sie hatte Recht. Bis vor wenigen Tagen noch war ich froh gewesen, wenn ich sie mal ein paar Minuten vom Hals gehabt hatte. Ich hatte sie sogar auf Michael abgeschoben. „So übel bist du nun auch wieder nicht. Und außerdem trauerst du. Damit solltest du nicht allein sein. Ich bin vermutlich kein allzu großer Trost, aber… na ja, ich bin dir und deinem Freund einiges schuldig. Wir wären beide dort gestorben, wenn er den Hexer nicht überredet hätte zu tun… was auch immer er da mit uns beiden gemacht hat. Ich verstehe es immer noch nicht wirklich, aber… ich weiß es zu schätzen. Glaub mir, das tue ich. Apollo war ein ehrenvoller Kerl. Er war zwar ein Werwolf, aber dafür… war er wirklich ganz okay und das sagt jemand, der am liebsten die ganze Rasse auslöschen würde.“, murmelte ich leise. Ich hatte das Gefühl, dass wir darüber reden mussten. Immerhin war ihr engster Freund gestorben und dafür lebte ich weiter. Ich war mir sicher, dass sie sich lieber für ihn entschieden hätte. Ohne zu zögern hätte sie sein Leben gerettet. Doch stattdessen weilte ich noch in der Welt der Lebenden. Es musste unglaublich unfair für sie erscheinen. Sie sollte zumindest wissen, dass ich diesen Wesen wirklich dankbar dafür waren, was sie an diesem Abend geleistet hatten. Dem Hexer und auch dem Werwolf. „Ich werde dafür sorgen, dass man denjenigen findet. Wenn ich erstmal General bin, ziehe ich den Verantwortlichen für all das zur Rechenschaft. Wenn du willst… finde ich ihn auch allein und händige ihn AGONY aus.“ Auch das passte nicht wirklich zu mir. Wollte ich eine Gruppe von Rebellen wirklich Rache an einem meiner Leute ausüben lassen? Es schien mir nur gerecht zu sein. Dieser Mann hat theoretisch zwei Menschen getötet und mehrere verletzt. Ihn ungestraft davonkommen zu lassen, erschien mir plötzlich so… falsch. Egal unter welchen Vorraussetzungen er gehandelt hatte. Als sie mich auf Apollos Namen ansprach, runzelte ich nur leicht die Stirn. Ja, da hatte sie recht. Ich konnte mich nicht erinnern sie diesen Namen sagen gehört zu haben. Nach der Granate war ich so gut wie taub gewesen. Ich hätte nichts gehört, selbst wenn sie den Namen gesagt hätte. „Ich… ich weiß es nicht. Na ja, irgendwann musst du ihn wohl erwähnt haben, sonst wüsste ich ja nicht wer er gewesen ist… Ich kann ja keine Gedanken lesen.“, beschwichtigte ich sie. Doch mich beschäftigte diese Tatsache. Woher wusste ich seinen Namen? Ich meine… wir waren uns vorher noch nie begegnet.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Jan 05, 2019 4:58 pm

Alex Castillo
Was war nur mit mir los? Neben Cailan so ruhig zu liegen war eigentlich falsch, er war ein Warrior, ein Vorgesetzter, mein Bruder und eigentlich auch mein Feind. Mich an ihn zu klammer war eigentlich nicht meine Art, wenig Menschen an mich herangelassen. Natürlich hatte Cailan mich schon in vielen dunklen Stunden gesehen, doch damals war er distanzierter gewesen. Ich versuchte irgendeinen Grund zu finden, dass hier zu rechtfertigen, Cailan war mein Bruder, wir beide hatten furchtbares erlebt, insbesondere er. Er fühlte sich schuldig wobei er nichts Falsches getan hatte, er hatte mein Leben gerettet und dafür hat Apollo ihm seines geschenkt. Es war nicht fair, dass Apollo gestorben ist, er war der mutigste und friedlichste Werwolf, den ich je kennenlernen durfte. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass es noch weitere wie ihn dort draußen gab, doch ich wollte die Hoffnung nicht verlieren. Vermutlich hatte Cailan sogar recht, denn Apollo hätte mich nicht so sehr trauern lassen. Er war derjenige der immer positiv dachte, er sah in jedem Wesen etwas Gutes. Denn niemand wurde böse geboren, es waren die Umwelt und Gesellschaft die darauf Einfluss nahmen und natürlich auch die Anfälligkeit der betroffenen Person. Ich war nie so gutgläubig wie Apollo, doch ich versuchte mir einzureden, das nicht jeder böse sein konnte. Außerdem wollte ich, dass auch Werwölfe wie Apollo frei und ohne Angst leben konnten.
Als Cailan anfing für seine Verhältnisse Wirres Zeug zu reden, setzte ich mich auf musterte ihn bedächtig. Auch wenn die Worte freundlich und sogar ernst gemeint waren, beunruhigten sie mich ein wenig. „Du bringst mich durcheinander.“, gestand ich ihm und blieb ein einige auf Abstand. „Es ist merkwürdig, wenn du so nett zu mir bist. Nicht das du sonst nicht nett wärst, aber sonst bist du nie so führsorglich und verständnisvoll gewesen. Das ist sehr seltsam, besonders wenn du über Ares und Apollo sprichst.“
Ich zog meine Beine an die Brust und spürte die Zerrissenheit in mir. Auf der einen Seite wollte ich mich bei Cailan ausheulen, brauchte ihn. Aber andererseits war es doch auch falsch, es war als wäre Cailan nicht wirklich der echte Cailan. Das war alles weird und wenn ich weiter darüber nachdachte bekam ich Kopfschmerzen. Besonders aber als er denjenigen der für die Granate zuständig war zur Rechenschaft ziehen und sogar AGONY aushändigen wollte. Ungläubig schüttelte ich den Kopf, „Cailan, was redest du denn da? Derjenige der die Granate geworfen hat, der hat einen großen Fehler begangen. Ich sage nicht das AGONY unschuldig an den Chaos und den Verletzten ist. Aber du redest, von eine Warrior jemand der genau das tat, was du eigentlich auch tust. Du jagst Werwölfe, Hexer, Meerwesen und Vampire!“, fing ich an und versuchte ihm klar zumachen wie dumm seine Idee war. „Das der Warrior zur Rechenschaft gezogen wird, dass wäre gut, aber wir beide Wissen doch das die Sache vertuscht wird. Solange kein Warrior gestorben ist wird es so ausgelegt, dass die Bombe von AGONY war. Außerdem wenn du denjenigen AGONY vorwirfst, dann stellst du uns in ein falsches Licht. Dann sind wir wieder die bösen und ich will einfach nur das meine Leute für eine Weile in Sicherhit sind, trauern können und versuchen anderen Wesen zu helfen. AGONY sind keine Mörder…wir wollten doch nur die Wesen beschützen. Wir wollten nie Schmerz verbreiten, wir wollten das Leid beenden…“
Ich schlag die Arme um mich, ich wusste das er andere Ansichten hatte. In meiner Verfassung wollte ich allerdings nicht wieder mit ihm darüber diskutieren wie unwahrscheinlich es doch war, dass die Wesen mit den Menschen friedlich Ko-Existieren konnten. „Außerdem gibt es AGONY nicht mehr, nicht ohne Apollo…“
Er war der Kleber gewesen, der uns zusammengehalten hatte, er war derjenige der einen aufgebaut oder in Not gerettet hat. Denn dank Ares war Apollo in die Kräuterheilkunde reingerutscht und hatte angefangen Kranke zu pflegen oder unsere Wunden mit Natursalben zu heilen. Ohne ihn war es nicht mehr dasselbe.
„Weißt du Cailan, ich wäre jetzt wirklich gern allein. Ich bin müde und möchte schlafen, im Moment möchte ich nicht mehr an Silvester oder Apollo denken. Außerdem siehst du auch ziemlich fertig aus, deshalb wäre es wirklich an der Zeit zu gehen. Bitte.“
Ich schickte ihn weg, weil er mich verwirrte und ich mochte das nicht. Ich trauerte und musste irgendwann mal wieder einen klaren Kopf bekommen. Doch das schaffte ich nicht mir Cailan an meiner Seite…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Jan 05, 2019 6:48 pm

Cailan Archer
Ich verstand meine Gefühle momentan selbst nicht. Es war verwirrend und neu und die Art wie ich mit Dingen umging hatte sich ebenso geändert. Ich konnte es nicht einordnen. Sollte es mich beunruhigen oder war ich einfach endlich ein wenig dankbarer im Leben geworden? Ich meine… ich wäre gestorben. Ich war dem Tod noch nie so nah gewesen wie in dieser Nacht. Vielleicht… war ich einfach anders, weil ich nun wusste wie schnell es vorbei sein konnte. Vielleicht wollte ich weniger Zeit damit verbringen wütend zu sein oder andere negative Gefühle zu empfinden. Vielleicht hatte diese Nahtoderfahrung mich einfach geändert. Möglich war es doch. Aber sie hatte Recht. Es sah mir nicht ähnlich und als sie mich darauf ansprach, wurde mir das auch erst wirklich bewusst. „Na ja… dein bester Freund ist tot und ich habe überlebt. Ich sollte ab jetzt ein wenig netter zu dir sein. Und Apollo und… Ares, der Hexer, haben mir das Leben gerettet. Ich bin ihnen eben dankbar dafür. Ich bin niemand, der sich dann noch beschwert. Ich habe den beiden viel zu verdanken und sollte mich wohl auch erkenntlich zeigen.“ Vielleicht wäre die typische Cailan-Reaktion gewesen patzig von Dannen zu ziehen, aber ich… hatte mich einfach ein wenig besonnen. Ich war wohl nun einfach ein wenig klüger, vernünftiger und lebte bewusster. Das war vielleicht auch einfach ganz normal, wenn man beinahe starb. Was allerdings nicht normal war, war meine Aussage über denjenigen, der die Granate geworfen hatte. Klar, dieser jemand hatte vermutlich nicht vorsätzlich gehandelt, aber zwei Leute wären bei dieser Explosion gestorben. Eine Granate in eine Menschenmenge zu werfen war fatal und absolut nicht tragbar. Dieser jemand musste zur Rechenschaft gezogen werden und irgendwie wollte ich denjenigen AGONY ausliefern. Er hatte immerhin einen von ihnen auf dem Gewissen und ich war… wütend. Ja, ich war wütend weil ich wegen dieser Dummheit beinahe gestorben wäre! Doch Alex richtete sich schnell auf und sah mich fassungslos an, sodass diese Gedanken fast augenblicklich wieder aus meinem Kopf verschwanden. Nein. Nein, es war nicht meine Art jemanden Rache üben zu lassen. „Nein, ich… du hast Recht. Ich habe mich wohl zu sehr mitreißen lassen. Wir sollten denjenigen finden und vor Gericht stellen. Das wäre bloß fair. Rache zu üben wäre nicht richtig. Keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht habe.“ Ich konnte es mir wirklich nicht erklären. Wie war dieser Gedanke überhaupt entstanden? Ich war der vernünftige, gerechte, immer korrekte Cailan. Ich lieferte keine Leute aus, nur weil sie in der Panik einen Fehler gemacht hatten. „Ich werfe keine Granaten in offene Menschenmengen. Auch nicht wenn diese Wesen darunter sind. Das war nicht nur ein Fehler, das war fahrlässig. Die Warriors werden das nicht vertuschen, glaub mir. Sie werden denjenigen finden und bestrafen. Immerhin sind auch Warriors dabei verletzt worden.“, erinnerte ich sie. Ja, vermutlich wäre es vertuscht worden, wenn dabei nur Wesen verletzt oder getötet worden waren - was ich auch nicht richtig fand - aber so tickte die Regierung nun einmal. Mittlerweile dachte ich auch ein wenig anders darüber nach. Ich wollte den Wesen nicht ihre Wehwehchen verarzten, aber sie in die Luft zu sprengen war nicht unbedingt der richtige Weg. Ich seufzte leise und strich ihr ein letztes Mal eine ihrer dunklen Strähnen hinter das Ohr, ehe ich leicht nickte und mich aus ihrer Umarmung befreite. „Du weißt wo du mich findest. Tu dir selbst einen Gefallen und verkriech dich nicht nur hier. Du kannst zu mir kommen, wenn etwas ist, okay? Gute Nacht, Alect… Alex.“ Fuck, wieso verhaspelte ich mich bei ihrem Namen bloß so sehr? Es war als würde meine Zunge die Bewegung nicht ausführen wollen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Jan 05, 2019 8:28 pm

Resa Castillo
Ich lag wach im Bett, es war kurz nach ein Uhr nachts und Alex hörte immer noch in dauerschleife die traurigsten Lieder aller Zeiten. Constance hatte sich an mich gekuschelt und hielt mich fest umklammert. „Lass sie Resa, sie hat viel durchgemacht, sie braucht das jetzt.“, murmelte sie in meinen Armen und ich strich ihr über das goldblonde Haar. „Ich will ihr helfen, aber ich weiß nicht wie, gleichzeitig ist da auch noch Cailan. Du weißt genauso gut wie ich wie durcheinander er ist und wie unausstehlich er wird, wenn ich ihn wieder so lange beurlauben lasse.“ „Er wird das verstehen, aber Cailan hat wirklich glück gehabt. Ich denke du solltest dir nicht so viele Gedanken machen. Die beiden sind stark, besonders Cai.“
Ich sah zu meiner Frau und blickte direkt in ihre eisblauen Augen, „Aber was ist…“, begann ich, doch sie legte mir nur einen Finger auf die Lippen. „Deine Kinder sind erwachsen Resa. Sie haben beide viel erlebt und jeder geht anders damit um. Wenn du willst kümmere ich mich um Alex. Du bist zwar ihr Vater, doch wenn es um so etwas geht, dann denke ich sollte ich lieber mit ihr versuchen zu reden. Aber vor allem bin ich auch Ärztin. Ich habe viele Patienten die traumatischen Erlebnisse durchgemacht haben. Ich weiß wie ich mit labilen Personen umgehen muss.“ Constance gab mir einen Kuss auf die Brust und kuschelte sich wieder an mich, während ich immer noch wach lag und überlegte, ob ich die richtigen Entscheidungen getroffen hatte und wie ich meine Kinder zurückbekam. Nach einer weiter halben Stunde stand ich auf und ging zu Alex Zimmer, dort brannte noch Licht und eine Kerze war an. Alex jedoch schlief tief und fest, ich machte die Anlage und Kerzen aus klappte ein Fenster an und sah in ihr friedliches Gesicht. Tränenspuren und rote Wangen zierten ihr Gesicht, ich wünschte ich konnte ihr helfen, sie irgendwie trösten. Wenn Minerva hier wäre, dann wüsste sie sicher die richtigen Worte. Ich vermisste sie und der Schmerz ihres Verlustes war eine Wunde, die nie richtig heilen würde. Diesmal fragte ich mich wieder einmal ob es richtig war was ich hier tat. Ob ich wirklich wollte, dass Alex und Cailan ein Leben führten in dem Schmerz und Tod ein ständiger Begleiter waren?
Ich raufte mir die Haare und ging dann wieder zu Constance in unser Bett und versuchte ein paar stunden Schlaf zu bekommen.
Durch Überfall von AGONY war einiges los in der Basis, ich hatte viel Papierkram zu erledigen und musste an Konferenzen teilnehmen. Durch den Stress blieb ich auch in meiner Wohnung in der Basis, da ich sonst keinen Schlaf bekommen würde. Es war generell schon schwer sich zu konzentrieren mit den ganzen Problemen, die wir hatten. Die Tage verschwammen ineinander und noch immer hatte sich nichts ergeben. Die Beschreibungen von Alex waren natürlich oberflächlich und nicht besonders hilfreich. Doch genauso schleppend ging es voran denjenigen ausfindig zu machen, der die Bombe in die Menschenmenge geworfen hatte. Es war ein hin und her, vor allem aber da jeder etwas wollte. Ich musste noch duzend Missionen absegnen und mich mit dem Rat zusammensetzten, dabei hatte ich ständig noch Cai und Alex im Kopf – es war furchtbar! Nach einer Woche war Cailans wieder in der Basis und machte sich bereit, um wieder ins Team eingegliedert zu werden. Dabei musste er abermals Tests durchlaufen werden, bevor er wirklich mit dem Aufbautraining anfangen konnte. Die ersten Tage musste er wieder Muskeln aufbauen und seine Ausdauer trainieren. Ich begutachtete seine Entwicklung und war relativ zufrieden mit seinem Tempo. Er fand sich schnell wieder zurecht und wirkte fit genug, um bald Einsätze zu leiten. Ich hatte eigentlich geplant Cai an Silvester zu erzählen, dass er den Rang des ersten Offiziers bekommen sollte. Es sollte eine Neujahrüberraschung werden, doch dann war einiges schiefgegangen und alles hatte sich nach hinten verschoben. Nichts desto trotz wollte ich an meinen Entscheidungen festhalten und ihm seinen Traum zu erfüllen. Er hatte so hart gekämpft und war aus meiner Sicht bereit eine solche Verantwortung zu tragen. Doch nach dem Vorfall waren einige Ratsmitglieder besorgt, dass etwas nicht mit ihm stimmte, was jedoch völliger Blödsinn war. Cailan war immer noch ein und derselbe, ein starker verantwortungsbewusster, tapferer, kämpferischer und gerechter junger Mann.
Ich trug mein Trainingsoutfit als ich zu ihm in die Halle ging, um mir selbst ein Bild zu machen und ihm später die Neuigkeiten erzählen zu können.
„Du musst mehr in die Knie gehen, wenn du deine Beinmuskulatur stärken und Tritte verteilen möchtest.“, sagte ich und lächelte ihn an. Dann half ich ihm seine Übung richtig zu machen und machte mit. „Lust auf ein bisschen Kampftraining mit deinem alten Herrn?“, fragte ich ihn und warf ihm seine Bandagen zu.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Jan 05, 2019 9:02 pm

Cailan Archer
Ich wusste wie ich vor dieser ganzen Silvester-Sache gewesen war. Ich war der kühle, distanzierte, immer korrekte Cailan gewesen. Ich hatte für meinen Job gelebt und ich war gut darin gewesen, aber jetzt? Es fühlte sich fast schon so an, als wäre ich fremdgesteuert. Ich tat Dinge, die ich sonst nie tun würde. Es waren… Reflexe. Es passierte einfach. Ich kümmerte mich mehr um Alex, machte ihr Frühstück und versuchte sie ab und zu ein wenig aufzumuntern oder aber einfach neben ihr zu liegen und zu schweigen. Die Woche, die ich zu Hause war, widmete ich beinahe nur ihr. Früher hätte ich vermutlich alles getan, außer die ganze Zeit in ihrem Zimmer zu hocken, doch jetzt… fühlte ich mich seltsamerweise verantwortlich für sie. Und sie war auch gar nicht so übel. Klar, gerade heulte sie nur, schwieg oder saß bloß da, aber sie war ganz okay - eigentlich. Doch ich war dennoch froh, als ich zurück in die Basis berufen wurde. Mein Job war mein Leben und ich wollte wieder arbeiten. Vor allem da ich in letzter Zeit diese seltsamen Gefühle in mir hegte, die ich nicht verstehen konnte. Es schien plötzlich alles um mich herum so… scharf und extrem real. Ich meine, das klang jetzt vielleicht seltsam, aber es war als würde ich von einem alten Röhrenfernseher auf HD umschalten. Ich fühlte mich anders, hatte ein anderes Körpergefühl und manchmal träumte ich völlig wirre Dinge. Also ja, ich brauchte Ablenkung und mein Training, um wieder zu meinem alten Ich zu finden. Ich verweichlichte nur, wenn ich zu Hause hockte und mit Alex Elvis hörte. Zurück in der Basis zu sein tat unglaublich gut, aber ich merkte sehr wohl, dass sich etwas verändert hatte. Nicht nur, was mich anging, sondern auch die anderen. Natürlich hatte jeder gehört, was an Silvester passiert war. So gut Resa auch versucht hatte es zu verheimlichen, es war herausgekommen. Die gesamte Basis wusste, dass ich im Sterben gelegen hatte und ein Werwolf und ein Hexer mich gerettet hatten. Die Warriors wurden darauf trainiert alle Wesen zu hassen und wenn diese schändlichen Kreaturen einem das Leben retteten, galt es wohl eher als Schande. Ich als Warrior hätte immerhin mehr Stärke beweisen müssen als diese Kreaturen, doch eine Bombe war wohl nicht so gut zu kontrollieren. Dass ich die Granate von der Menge und Alex weggestoßen hatte und dadurch niemand sonst getötet worden war oder dass einer von den Warriors diese Granate erst geworfen hatte, davon sprach niemand. Ich spürte nur wie sie mich alle schräg ansahen. Mein bester Kumpel Josh (Der Typ, mit dem Alex n bisschen was hat und von dem wir beide den Namen vergessen haben, also hier ein neuer Name xD) aber war zumindest so nett mir beim Einstieg dennoch ein wenig zu helfen. Er ging mit mir trainieren, wenn die anderen in der Kantine waren. Die restlichen Stunden am Tag trainierte ich allein. Ich war Kommandant. Ich war es gewohnt allein zu arbeiten und das Team anzuführen. Man war eben nicht immer beliebt, das kannte ich bereits. Ich trainierte also allein, hängte den Boxsack auf und begann mit ein paar Kicks. Meine Beine zu kontrollieren war immer meine Schwäche gewesen. Ich kämpfte gut mit den Fäusten, aber meine Beine waren gelähmt. Sie waren praktisch nur zwei nasse Säcke, die ich mit Hilfe meiner Gedankenkraft bewegte, also… war es ab und zu recht schwierig für mich alles perfekt auszuführen. Dennoch wusste ich mir zu helfen. Meine Beine waren mir bisher nur auf einer Mission im Weg gewesen und die hatte mich emotional aus der Bahn geworfen. In dieser Situation wäre wohl jeder gelähmt gewesen. Ich trat gerade erneut zu, als plötzlich eine Stimme durch die leere Turnhalle hallte. Ich hielt inne, wischte mir den Schweiß von der Stirn und sah zur Tür, in der Resa stand und mich beobachtete. Er hatte seine Trainingsklamotten an, also wusste ich direkt was mir blühte. „Du weißt, dass Beinarbeit nicht gerade meine Stärke ist.“, witzelte ich und lachte leise. Auch das war neu. Ich war normalerweise nicht so zu Scherzen auferlegt, wenn es um meine Lähmung ging. Doch Resa grinste und kam auf mich zu. Er warf mir die Bandagen rüber, also wusste ich, was er vorhatte. „Boxen, huh? Dann schnapp dir mal die Puffer.“, sagte ich und nickte zu den kleinen gepolsterten Tellern, die Resa sich auf seine Handflächen schnüren sollte. Ich wickelte mir derweil die Bandagen um die Hände und Handgelenke. Ich zog sie schön fest, verzichtete auf die Boxhandschuhe und stellte mich breitbeinig vor ihn hin. Ich begann mit dem ersten Schlag, übte neue Techniken und Abläufe und fiel völlig in den Trainingsmodus. Ich schlug und schlug und fand beinahe kein Ende mehr. Dann aber schlug ich so fest zu, dass Resa kurz inne hielt und ein Timeout verlangte. „Oh… Sorry, Resa, war das zu fest?“, flüsterte ich leise und ließ die Fäuste sinken. Er rieb sich das Handgelenk. Das dürfte eigentlich nicht passieren. Er wusste wie er die Dinger halten musste, damit die Kraft abgeleitet wurde. So fest konnte ich doch gar nicht geschlagen haben…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Jan 05, 2019 10:01 pm

Resa Castillo
Cailan war schon immer flink gewesen und lernte schnell, seine Schläge und Tritte waren präzise und genau, deshalb taten sie auch weh. Allerdings war diese Trainingseinheit anders, er teilte unaufhörlich Treffer aus, seine Bewegungen waren geschmeidig und ich hatte oft zutun mitzuhalten, da er sehr schnell war. Am Ende war ich sogar ein wenig mehr aus der Puste, als er und mein rechtes Handgelenk hatte übel geknackst. Ich rieb mir das Handgelenk und sah zu ihm als er einen Schluck aus seiner Wasserflasche nahm. Er war noch in Topform, obwohl wir sicher schon eine Weile trainierten hatten und er davor ebenfalls allein. Ich sah auf mein Handgelenk welches langsam etwas anschwoll und erklärte ihm, dass er ein hundert Klimmzüge machen sollte, um mich dann draußen im Parkour zu treffen. Während er beschäftigt war, holte ich mir einen Kühlpad und legte es um mein Handgelenk, sodass die Schwellung zurück ging. Nach einer halben Stunde kam Cai endlich zu mir raus und ich wies ihn an einige Runden mit mir zu rennen. Wir sprinteten, liefen durch verschiedenes Gelände und Cai blieb immer an meiner Seite. Ich zog mein eigenes Training durch, und kam selbst an meine Grenzen, doch wo Cai früher aufgegeben hat, war er jetzt immer noch voll dabei. Zum ende hin atmeten wir zwei beide schwer aber es war ein wunder, dass er überhaupt noch die Kraft hatte sich aufrecht zu halten! Ich warf ihm seine Flasche zu, welche er ohne Schwierigkeiten auffing. „Alles in Ordnung mit dir? Ich hätte nicht gedacht, dass du so schnell wieder fit werden würdes.“, murmelte ich und zog ihn beiseite als zwei andere Offiziere sich aufwärmten und uns grüßten. Ich seufzte und fuhr mir durchs Haar, das war nicht normal, doch Cailan hatte doch keine veränderten Anzeichen gehabt oder? Vielleicht sollte ich ihn nochmal ins Labor schicken? „Cailan, ich muss noch was erledigen aber bitte gehe noch mal zu Dr. Sanchez er wollte noch ein paar Bluttests machen. Er hat mich heute früh nochmal angesprochen…ach ja und bitte komm doch am Freitag zu mir ins Büro. so gegen zwei Uhr? wir haben noch etwas zu besprechen, was ich nicht länger aufschieben möchte.“, murmelte ich und sah mir meinen Sohn noch einmal genau an.
„Die Tests waren alle im normalen Bereich und beim Training konnte man ebenfalls nichts feststellen Mr. Castillo, - ihr Sohn ist gesund. Außer der Warrior DNA hat ihr Sohn keine andere mutationsähnlichen Veränderung in sich. Er erholt sich gut und ist bald wieder bereit auf Missionen ausrücken zu können.“, erklärte mir Dr. Sanchez einige Tage später am Telefon und ich seufzte nur, bevor ich mich verabschiedete, da ich Cailan erwartete. Er lief aufrecht zu mir und ich bat ihn sich zu setzten, bevor ich die Hände faltete und ihn ernst ansah. „Cailan ich wollte dir das eigentlich schon vor einer Weile sagen. Eigentlich an Neujahr, doch uns ist ja etwas dazwischengekommen.“, fing ich an und behielt ihm fest im Blick. „Ich hatte ein interessantes Gespräch mit dem Rat und Kongress vor einigen Wochen geführt. Wir suchen neue Offiziere und ich habe dich vorgeschlagen, deine eigenen Truppen zu fuhren.“, begann ich und lächelte ihn an. „Ich habe von beiden die Zustimmung bekommen und sollte dich eigentlich so schnell wie möglich vereidigen und einsetzten, was angesichts der Umstände etwas schwierig war und ist…“, murmelte ich und sah ihn streng an. „Durch den Vorfall gibt es einige aufruhen in den Truppen, deshalb können wir dich Momentan nicht als ersten Offizier einsetzen. Der Rat und Kongress haben beschlossen dich zu vereidigen, allerdings wirst du für eine kurze Zeit lang keine Einsätze leiten können. Aber nur solange bis sich die Lage etwas beruhigt hat. Bis dahin wirst du beurlaubt. Es tut mir leid. Aber das ist ein Befehl von ganz oben, dem kann nicht mal ich mich wiedersetzten.“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Jan 05, 2019 10:56 pm

Cailan Archer
Ich trainierte seit ich wieder Beine hatte, die halbwegs funktionierten. Ich nahm meine Zeiten, miss meinen Puls, zählte die Kilometer. Topfit zu sein war nötig für meinen Job und dementsprechend wurde ich auch erprobt. Nach dem Vorfall mit den Werwölfen und nachdem ich wegen meines Armes einige Wochen ausgefallen war, hatte ich das Training wieder begonnen, war aber noch nicht in Topform gewesen, als Silvester wieder diese Sache passiert war. Ich war erneut zwei Wochen ausgefallen und nun stand ich erst seit wenigen Tagen wieder in der Halle und trainierte und dennoch war ich besser in Form als jemals zuvor. Ich hatte meine kraft unterschätzt und Resa beim Trainieren das Handgelenk verstaucht, ich hielt beim Laufen mit ihm mit, obwohl ihn so gut wie niemand bei Langläufen schlug und ich machte mehr Klimmzüge denn je. Es war fast schon ein wenig beängstigend wie gut ich in Form war, doch einem geschenkten Gaul schaute man nicht ins Maul. Ich war natürlich froh darum in den Sporttests so gut abzuschneiden. Ich war froh diesmal meinen eigenen Rekord geknackt zu haben. Ich konnte mir eben nur nicht erklären woher diese plötzlichen Fortschritte kamen. Für den Moment jedoch war es egal. Im Training blühte ich richtig auf - auch wenn ich die meiste Zeit allein trainierte, weil immer noch die Gerüchte von der Silvesternacht herumgingen. Ja, sie machten auch mich etwas paranoid, doch, dass Dr Sanchéz mir versicherte, dass alles in Ordnung war und alle Werte im normalen Bereich lagen, beruhigte mich doch sehr. Natürlich machte ich mir immer noch Sorgen, weil ich mich so anders fühlte, ganz seltsame und wirre Träume hatte und kräftiger war als ich eigentlich sollte, aber… für den Moment war es mir egal. Ich lenkte mich ab mit Training. Da ich nun wieder in meine kleine Wohnung auf der Basis gezogen war, konnte ich auch bis spät abends noch trainieren gehen. So gruselig es auch war, ich fand wirklich Gefallen an meinen neuen Kräften und ich fühlte mich bereit. Ich fühlte mich verdammt stark. Stark genug, um endlich wieder auf Missionen gehen zu können. Ich wollte nicht hier in der Halle sitzen und bloß gegen den Boxsack schlagen. Ich hatte also große Erwartungen, als ich endlich in Resas Büro ging. Ich erwartete, dass er mich wieder auf neue Außeneinsätze schickte, mir meine alte Truppe zurückgab und ich endlich wieder meinen Job ausüben konnte, doch als ich in sein Büro kam, hatte er diese zwei kleinen Falten zwischen seinen Augenbrauen auf der Stirn stehen. Das hieß eigentlich nie etwas Gutes. Ich runzelte also leicht die Stirn, ging zum Tisch und setzte mich auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. Das Gespräch fing vielversprechend an. Er sprach endlich von meiner Beförderung zum Offizier. Das war das, worauf ich all die Jahre hingearbeitet habe. Ich würde als jüngster Offizier in die Geschichtsbücher eingehen. Doch ich hatte noch nicht wirklich Grund mich darüber zu freuen. Resa sah immer noch ziemlich besorgt aus. Dann rückte er auch endlich mit der Sprache heraus. Es waren die Truppen, die das Problem darstellen. Meine Leistungen reichten aus, um den Rat zu überzeugen und ich würde meinen Aufstieg zum Offizier tatsächlich bekommen, aber kein Warrior schien mich momentan als seinen Offizier haben zu wollen. Die Ereignisse von Silvester waren offenbar noch zu frisch. Ich wusste wovon er sprach. Ich spürte diese Ablehnung jeden Tag. Beim Training. In der Kantine. Auf den Fluren. Die Leute beäugten mich argwöhnisch, als würde ich jeden Moment durchdrehen. „Die Männer trauen mir nicht. Sie denken ich wäre verrückt oder mutiert seit der Silvesternacht, richtig? Sie halten mich nicht für fähig dazu…“, sprach ich es nun laut aus. Er hatte es wirklich sanft formuliert, doch wir konnten ruhig ernst darüber reden. Ja, ich war in deren Augen bloß ein seltsames Experiment. Ich seufzte leise und nickte. „Ich… ich freue mich wirklich über die Beförderung. Gegen die Beurlaubung kann ich mich wohl nicht wehren… Dann werde ich warten, bis die Unruhen sich gelegt haben. Ich hoffe das wird schnell geschehen. Man sollte einen Offizier nicht irgendwo auf dem Land versauern lassen.“ Also ja, ich war enttäuscht. Natürlich freute ich mich über die Beförderung, aber was nützte mir diese, wenn ich nicht arbeiten durfte? Ich ließ es zu. Was blieb mir auch anderes übrig? Resa erklärte mir, dass ich zumindest Alex zu Hause trainieren sollte. Der Rat hatte beschlossen sie wieder langsam in das Ausbildungsteam einzugliedern und da ich mich im Zwangsurlaub befand, fanden sie es nur sinnvoll mich dafür einzusetzen. Ich sollte also mit wenigen Stunden am Tag anfangen und Alex immer weiter darauf vorbereiten wieder ihre Ausbildung fortzuführen. Das war zumindest eine Aufgabe für mich. Ich zog also von der kleinen Wohnung in der Basis wieder zurück in mein Elternhaus und bereitete mich nach der Vereidigung als Offizier darauf vor Alex zu trainieren. Ich wollte meine Aufgabe ernst nehmen und sicher würde es auch Alex gut tun. Sie sollte wirklich langsam wieder anfangen etwas zu tun. Sie konnte sich nicht immer nur in ihrem Bett verkriechen. Es würde ihr helfen. Ich würde mein bestes geben. Mehr blieb mir für den Moment ja auch nicht übrig.
Ich brüllte und setzte mich ruckartig in meinem Bett auf. Mein Atem ging schwer, als ich mir die Hand vor den Mund presste. Ich hatte nicht so laut schreien wollen. Es war bloß so… real gewesen. In einem Moment hatte ich noch friedlich geschlafen und im nächsten hatte ich an mir herabgesehen und meinen weggesprengten Fuß entdeckt. Ich hatte den Schmerz gespürt, die Schreie gehört, den Rauch vor Augen gehabt und das Blut gerochen - mein eigenes Blut. Mein ganzer Körper war bedeckt gewesen mit Brandwunden und Schnitten von Scherben und Splittern. Ich hatte aufgesehen zu Alex, hatte nach ihr greifen wollen und dann war es wieder passiert. Ich lief, versuchte meinen Vordermann zu erwischen und die Druckwelle riss mich von den Füßen. Die ganze Zeit lag ich wie erstarrt da, doch als es das dritte Mal wieder losging, schrie ich. Es war einfach passiert und offenbar hatte mein eigener Schrei mich geweckt, denn als ich erstmal kerzengerade im Bett saß und die Decke von meinen Beinen gerissen hatte, wusste ich, dass es nicht real war. Ich war an einem Stück. Es ging mir gut. Diese schreckliche Nacht war vorbei.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Jan 05, 2019 11:42 pm

Alex Castillo
Als Cailan wieder in der Basis war hatte sich zwischen Constance und mir langsam ein Alltag eingependelt. Sie machte Frühstück und ich setzte mich an den Tisch und versuchte zu essen, denn Constance eine echte Angst machen. Sie hatte mir gedroht mich ins Krankenhaus einzuliefern, wenn ich nicht vernünftig aß, deshalb versuchte ich mich in ihrer Gegenwart oft vollzustopfen. Meistens ging sie danach in die Klinik und ich wieder in mein Zimmer, mittagsrum kam sie nach Hause und ich versuchte etwas zu kochen, wobei Constance oft noch etwas anderes von unterwegs mitbrachte, ich war keine gute Köchin. Wir aßen und sie wies mir ein paar Hausarbeiten zu die mehr oder weniger danach erledigte. Leider wurde dieser kleine Fortschritt sofort wieder zunichte gemacht, als Cailan beurlaubt wurde und nun wieder bei uns wohnte und mich trainieren sollte. Ich war natürlich begeistert und durfte mir erst einmal morgens wieder ein straffes Programm reinziehen. Mein Plan hing schon am Kühlschrank und ich hasste mein Leben momentan total, ich wollte nicht trainieren. Im Moment fühlte ich mich noch nicht so weit, ich wollte einfach schlafen und trauern. Leider wurde mir nicht einmal der Schlaf gegönnt denn seit den zwei Tagen die Cailan wieder hier war hatte er oft böse Träume. Er schrie im Schlaf, schlafwandelte sogar ab und zu und weckte somit nicht nur Constance, denn diese war ein Elefant im Porzellanladen!
Diese Nacht passierte es wieder, ich schreckte auf durch Cailans Brüllen und Constance die zu ihm eilte und versuchte ihn zu beruhigen. Ohne großen Erfolg kam sie zu mir und bat mich ein Auge auf ihn zu haben, da sie in die Praxis musste, um ein paar Beruhigungstropfen zu holen. Ich stöhnte nur und schlang meine Bettdecke um mich und wurde in Cailans Zimmer geschoben, bevor Constance nach unten rannte, um loszufahren.
Ich stand mitten in Cailans Zimmer welches nur durch das Mondlicht erhellt wurde, es war zunehmender Mond und in ein zwei Tagen hätten wir Vollmond. Seufzend sah ich zu Cailan der schwer atmend dasaß und seine Beine anstarrte und en Blick über seine Hände, Arme und Oberkörper gleiten ließ. Verwirrt sah ich ihn an, was war nur mit ihm los? Vor ein paar Wochen hatte er doch noch keine Albträume und viel erinnern konnte er sich doch ebenfalls nicht, an das was passiert war oder kam gerade alles zurück wie ein Flashback? Ich ließ meine Decke fallen und ging in Shirt und kurzen Pyjamashorts zu Cailan ans Bett. „Cailan? Cai? Du hast nur geträumt, du bist Zuhause in deinem alten Zimmer.“, fing ich an und setzte mich sacht neben ihm. Sein Blick war fast verstört und es sah fast so aus als würde er mich gar nicht wirklich hören, wobei er jedoch wach war?!
„Ich bin’s Alex.“, murmelte ich und nahm seine Hände in meine, drückt sei sanft und hoffte ihn erreichen zu können. „Constance ist kurz in die Praxis gefahren, um ein paar Beruhigungstropfen zu holen…du machst uns wirklich ein bisschen Angst.“, gab ich leise zu und legte meine rechte Hand an seine linke Wange, sodass er mich ansehen musste. „Willst du…willst mir erzählen was passiert ist?“, fragte ich sanft und breitete die Decke wieder über seine Beine aus, da sein Zimmer ziemlich kühl war. Er machte mir ein wenig Angst, denn ich hatte ihn noch nie so verwirrt und ängstlich gesehen wie gerade eben.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Jan 06, 2019 12:05 am

Cailan Archer
Diese Träume waren neu. Sie hatten relativ harmlos angefangen. Ich hatte geschlafen und plötzlich erinnerte ich mich an kurze Momente in meinem Leben, die wirr aneinandergereiht waren. Es waren Träume, die mich innerlich aufwühlten und mir am nächsten Morgen nicht sonderlich viel Erholung geboten hatten. Diese Alpträume hatten erst später begonnen. Vor allem aber waren sie total surreal. Das alles waren Dinge, die mir nie passiert waren und die völlig aus dem Kontext gerissen waren. Zuerst hatte ich Warriors in meinem Traum gesehen. Sie hatten auf mich eingeschlagen, mich zu Boden getreten und danach in einen dunklen, engen Raum gesperrt, wo es kalt und feucht war. Natürlich hatte ich erstmal geglaubt, dass diese seltsamen Ängste der derzeitigen Situation entstanden waren. Immerhin waren viele Warriors momentan eher skeptisch mir gegenüber eingestellt, aber keiner von ihnen würde mich zusammenschlagen und verscharren. Danach waren es dunkle Nächte im Wald gewesen, wo ich gefroren und gehungert hatte. Tja und neuerdings waren es die Erinnerungen an die Silvesternacht. Doch es waren nicht meine Erinnerungen. Mein Gehirn reihte die Geschehnisse irgendwie aus anderer Sicht zusammen. Wenn ich an mir heruntersah, sah ich Apollos zerfetzten Körper und nicht meinen. Ich drehte den Kopf und sah in mein eigenes Gesicht. Ich sah mir selbst dabei zu wie ich röchelte und langsam an meinem eigenen Blut erstickte. Diese Träume… ich verstand nicht was sie zu bedeuten hatten. Wollte mein Gehirn mir damit zu verstehen geben, dass Apollo ein guter Kerl war. Ja, ich hatte ihn ja schon als einen der Guten akzeptiert. Wieso nur quälten mich diese Momente immer wieder? Es war ja nicht so, als wäre ich davon befreit, wenn ich aufwachte. Nein, ich richtete mich auf, war wieder im Hier und Jetzt, aber wenn ich an mir heruntersah, flackerten die Bilder vor meinen Augen. Es war als würde ich im Strobe-Light stehen. Immer wieder wurde mir für eine Millisekunde schwarz vor Augen und wenn ich wieder sah, dann war meine Haut plötzlich dunkel. Ich sah an mir herunter, aber es war nicht mein Körper, den ich dort sah. Zumindest einige Sekunden nicht. Ich blinzelte heftig, während mir der Atem stockte und dann war da wieder ich. Meine blassen Beine, meine kurzen Pyjamashorts, meine Hände, die sich in meine Decke verkrampft hatten. Ich zuckte leicht zusammen, als die Matratze neben mir sich langsam senkte. Es war Alex. Ich hatte gar nicht mitbekommen wie sie gekommen war. Ich hatte auch nicht bemerkt, dass Constance bereits vor ihr hier gewesen war. „Ich… ich hab wohl schlecht geträumt. Entschuldige. Ich wollte dich nicht wecken.“, murmelte ich noch ein wenig benommen, blinzelte erneut und atmete tief durch, da ich nun wieder das Gefühl hatte Luft zu bekommen. Ich sah herunter auf meine Hände, die sie in ihre genommen hatte und schüttelte sachte den Kopf. „Es war nur ein dummer Alptraum. Nichts wildes.“, log ich und zupfte dabei unbewusst mit zwei Fingern an meinen Shorts. Ein seltsamer Tick, den ich vorher noch nie an mir bemerkt hatte. Ich war gut im Lügen. Jetzt aber machte es mich nervös und irgendwie musste ich meine Finger bewegen, um das zu kompensieren. Ich rückte ein Stück zur Seite und ließ mich wieder langsam in das Bett sinken, klopfte neben mich, damit sie sich zu mir legte. „Bleibst du noch etwas hier? Erzähl mir etwas. Etwas, was ich noch nicht aus deinem Leben weiß.“ Gut, damit steuerte ich direkt auf AGONY zu. Es musste einen Grund dafür geben wieso ich mich seit diesem Ritual so… verändert hatte. Zumindest musste es einen Grund geben wieso diese Alpträume mich verfolgten, die absolut keinen Sinn ergaben. Vielleicht konnte Alex Zeit bei AGONY mir etwas Klarheit darüber verschaffen. Genauer gesagt wollte ich mehr über Apollo und Ares erfahren. Es musste etwas damit zu tun haben. Entweder das oder aber ich wurde langsam aber sicher verrückt!
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am So Jan 06, 2019 1:35 am

Alex Castillo
Verwundert sah ich ihn an, als er neben sich klopfte und mich bat zu bleiben. Sonst war er doch immer so empfindlich, wenn ich ihn in einen seiner schwachen Momente erwischte. Der Albtraum musste ihn ja ganz schön mitgenommen haben, wenn er mich bat zu bleiben. Ich legte mich neben ihm, bekam sogar noch etwas Decke ab.
„Etwas das du noch nicht weißt…“, murmelte ich und sah ihn stirnrunzelnd an. Eigentlich wusste er fast alles über mich, dank Resa und meiner Akten. Das einzig große schwarze Loch war AGONY, allerdings war dies etwas Privates und ich würde ihm ein Teil von mir offenbaren, der eigentlich nicht für die Warrior bestimmt war. Hin- und Hergerissen entschloss ich mich letztendlich doch dafür ihm wenigstens einen kleinen Teil zu offenbaren. Vielleicht Verstand er uns dann besser? Ich seufzte und fing an zu erzählen wie ich Ares getroffen hatte. „Ich habe in einer heruntergekommenen Bar gejobbt als Kellnerin und wurde schlecht bezahlt, doch ich brauchte einen Arbeitgeber, der keine Fragen stellte. Die Männer dort waren wirklich ekelig und hatten oft ihre Hände nicht unter Kontrolle, an dem Tag, an dem ich ihn kennenlernte war meine Mutter gerade mal vier Wochen Tod. Ich war arm, verzweifelt und er mein Retter in der Not. Die Kerle wurden handgreiflich und ich versuchte mich zu wehren, wobei ich das damals nicht wirklich hinbekam, besonders nicht durch meine Kräfte, die ich nicht kontrollieren konnte. „Ares hatte mich gerettet und aus dem Drecksloch geholt, wobei seine Wohnung nicht viel besser aussah.“, murmelte ich und lächelte schwach bei der Erinnerung. „Ich war allein, verängstigt und brauchte jemanden der mich auffing und das tat Ares. Er rettete nicht nur mich, sondern uns alle, wobei wir die ersten drei Monate zu zweit auf der Flucht waren. Bis wir durch Zufall Apollo fanden, er war von Warrior zusammengeschlagen und zum Sterben in einem Müllcontainer zurückgelassen wurde. Er sah furchtbar aus, hätten wir ihn nicht gefunden wäre er damals allein in der Kälte verreckt. Ich hatte bis dahin noch nie so viel Brutalität gesehen und Blut. Nur dank Ares Hilfe schafften wir es Apollo aufzupäppeln, seine Narben verheilten und er sah nach Wochen wieder aus wie ein Mensch. Sobald Apollo sprechen konnte, warnte er uns vor sich selbst und meinte, dass wir ihn lieber hätten sterben lassen sollen, da die Warrior jetzt sicher auch hinter uns her waren.“ Ich wischte mir eine Träne aus dem Augenwinkel und fuhr fort.
„Ich hatte damals angefangen zu lachen was Apollo verstört hatte, doch ziemlich schnell legte auch ich die Karten auf den Tisch und erzählte ihnen meine Geschichte. Ares war zuerst sauer, aber mehr auf sich als auf mich, da er dachte ich wäre bloß ein Mensch. Für die nächste Zeit war er ziemlich distanziert und suchte allein nach verlorenen Seelen weiter, während ich mich um Apollo kümmerte.“ Bilder von uns beiden wie wir nächtelang redeten, ich Apollo mit den Salben pflegte und wir zusammen lachten, tauchten in meinem Geist auf und zauberten mir ein trauriges Lächeln aufs Gesicht. „Nachdem Apollo gesund war und Ares sich wieder abreagiert hatte, lehrte er Apollo alles was er über Heilkräuter wusste und besorgte ihm viele Bücher oder auch ein Labor damit er forschen konnte. Denn Apollo half und pflegte viele verwundete Seelen, welche Ares aufgabelte. Nur wenige allerdings blieben bei uns. Damals waren wir noch nicht AGONY erst mit Athena und Acheron, gründeten wir die Organisation, um diesen Wesen zu helfen. Jeder von uns hatte Fähigkeiten, die uns bei Rettungsmissionen halfen. Zuerst waren es nur kleine Sachen, doch AGONY wurde bekannter und immer mehr suchten nach uns, wollten sich uns anschließen, doch wir hatten nun auch weitere Feinde und so war er schwerer ein Teil von unserer Organisation zu werden.“, erklärte ich und dachte an die Zeit von damals zurück.
„Apollo war mein bester Freund…“, und noch mehr- fügte in Gedanken hinzu. „Er hat durch Ares und sein eigenes Wissen vielen Wesen geholfen, aber auch Menschen, die nach dem Wunderheiler gefragt hatten auch wenn es nicht viele waren. Er hatte Missionen gehasst und wollte nie eine Waffe tragen, doch ich drängte ihn dazu. Jedoch nur um sich selbst zu schützen, wenn er angegriffen wurde. Er war der einzige der seine Waffe nie benutzt hatte, er hatte Angst davor sich in eine blutrünstige Bestie zu verwandeln, wenn er tötete, selbst wenn es aus Schutz war.“
Es fühlte sich merkwürdig an ihm von Apollo zu erzählen, seinem Lebensretter. „Apollo war ein Werwolf, wurde verwandelt als er helfen wollte. Dann bei seiner ersten Verwandlung hatte er Pech gehabt angepöbelt zu werden. Er konnte sich nicht kontrollieren und dann passierte alles so schnell, dass er sich nicht einmal richtig an alles erinnern konnte. Dem Arschloch fehlte sein Arm und anstatt abzuhauen, rief er den Krankenwagen und die Polizei.“ Ich atmete zitternd ein und aus, „Er war gut und wollte nur das richtige tun. Apollo war mein Held, er war so warmherzig, selbstlos und tapfer. Ich wollte genauso sein, ich wollte das er sich nicht verstecken musste. Die Warrior sollten sehen wie fantastisch Apollo aber auch die anderen von AGONY waren. Apollo hat mich zu dem gemacht die ich jetzt bin. Nach dem Training hatte er meine Wunden versorgt und meine Schmerzen gelindert. Er hat uns alle inspiriert, aufgemuntert und zusammengehalten. Für ihn habe ich das alles gemacht…“, murmelte ich und ballte meine Hand zu einer Faust. Ich wollte nicht schon wieder anfangen zu weinen, doch wenn ich an unsere Gemeinsame Zeit dachte und daran, dies nie wieder erleben zu können, dann fiel ich wieder in dieses dunkle Loch.
Ich schniefte und drehte mich weg, „Ich wusste nicht genau wieso ich ihm unbedingt von Apollo erzählt hatte. Vielleicht weil ich wollte das er sein Opfer wertschätzte? Keine Ahnung wieso aber mehr konnte ich ihm nicht erzählen, das musste reichen. Ich vermisste Apollo unheimlich und niemand konnte ihn mir je zurückgeben. Ich hoffte einfach nur das er jetzt n einem besseren Ort war…
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Re: The secret warriors (RPG)

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