The secret warriors (RPG)

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Di Nov 06, 2018 4:20 pm


Alex Castillo
Ich versicherte mich das ich auch nichts vergessen hatte und machte mich dann auf den Weg zur Shopping Hölle. Constance hatte sich selbst ein wenig hübsch gemacht und wartete schon geduldig auf mich. „Da bin ich!“, murmelte ich und sah in ihre strahlenden Augen. Sie führte mich zum Auto und zusammen fuhren wir in die Innenstadt. Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr shoppen und um ehrlich zu sein wollte ich das hier auch nicht. Das Geld auf dieser Karte gehörte nicht wirklich mir und es fühlte sich falsch an es zu benutzen. Während der Fahrt fragte Constance mich ob ich in einen bestimmten Laden oder schon wusste was ich kaufen wollte. Ich zuckte nur die Schultern und meinte ich wollte erst mal nur gucken. Vermutlich wurden wir in viele Geschäfte gehen müssen um sie zu beschäftigen, denn ich sah ihre Sorge um Cailan deutlich. Nachdem wir das Auto in einem Parkhaus abgestellt hatten liefen wir die Hauptshoppingmeile entlang und gingen in den ersten teuren Klamottenladen der in unser Sichtfeld kam. Dort zeigte mir Constance viele teure Blusen die ich alle brav anprobierte, aber am Ende meinte sie seien nicht das was ich wirklich suchte. Während wir uns dann weiter im Laden umsahen fragte ich schließlich. „Wie bist du eigentlich all die Jahre damit klar gekommen, dass mein Dad noch eine Ehefrau hatte die er geliebt hatte. Ich meine tut das nicht furchtbar weh?“, fragte ich sie und sah den kurzen Schmerz in ihren Augen aufflackern. Sie drehte ein Kleid in ihren Händen und sah mich traurig an, „Anfangs war ich nur Cailans Ärztin und ich war mit jemand anderen zusammen. Der Mann war nicht gut zu mir uns dein Vater hat mich vor ihm gerettet. Ich denke ich habe mich schon vorher in ihn verliebt und ich wusste von seiner Frau und von dir. Doch er war so gut zu mir und kümmerte sich so liebevoll um den kleinen Cailan, da war es mir egal die zweite Wahl zu sein. Ich würde lügen wenn ich sage, dass ich nicht eifersüchtig gewesen wäre, denn es gab Zeiten in denen ich es hasste die zweite Wahl zu sein oder zu sehen das Cailan nicht an erster Stelle stand. Besonders da ich keine eigenen Kinder bekommen konnte, es war frustrierend und schmerzhaft doch ich, wusste das Resa Cailan und mir so viel Liebe gab wie er nur konnte und dafür danke ich ihm.“, sagte sie und lächelte mich an. Ich seufzte und hängte die Seidenbluse zurück, das alles klang unheimlich traurig sie war immer nur die zweite genau wie Cailan und dennoch war sie glücklich. Wäre meine Mutter zurück gekommen hätte mein Vater sie verlassen? Mit Sicherheit, meinen Mutter war die Liebe seines Lebens. „Wusstest du das deine Mutter deinen Vater Scheidungspapiere geschickt hat? Er hat sie nie unterschrieben, außerdem habe ich ihn gefragt, ob er mich heiraten wollte. Wir haben vor einem halben Jahr geheiratet und ich glaube er hat es teilweise auch nur getan um sich für all die Jahre zu entschuldigen in denen er mich als zweite Wahl gesehen hatte.“ Mit großen Augen sah ich sie an und presste die Lippen zu einer harten Linie. „Ich bin froh das er dich hat, auch wenn ich anfangs nicht begeistert von dir war.“, gestand ich ihr und lächelte vorsichtig. „Das verstehe ich aber ich bin froh das du uns eine Chance gibst. Ich wollte schon immer mal richtig shoppen gehen, mit Cailan war das immer ein quälender Akt er ist nicht dafür zu begeistern. Deshalb bin ich auch so froh dich endlich kennenzulernen, dein Dad hat mir so viel von dir erzählt, er liebt dich wirklich Alex. Ich hoffe, wir können Freundinnen werden, das würde mich freuen.“, sagte sie und ich nickte schwach.
Schlussendlich hatte ich mir ein Kleid, Lederhose sowie -jacke gekauft und ein bisschen Krimskrams sowie neues Guthaben für mein altes Handy. Wir gingen zusammen essen und ich schleppte sie noch in sehr viele Läden bis ich irgendwann nicht mehr konnte und wir uns auf den Rückweg machten. Wir machten einen Zwischenstopp und holten etwas zu essen, zuhause sprang ich aus dem Wagen und stürmte ins Haus mit meinen Taschen, welche ich in mein Zimmer schmiss und dann z Cailan ins Zimmer eilte. „Länger konnte ich sie nicht aufhalten, wie geht es dir? Ich meine geht’s wieder?“, fragte ich leise uns hörte Constance im Flur. „Wir haben was zu essen mitgebracht, ich denke sie will unten essen und sich unterhalten!“, sagte ich leise und öffnete sie Fenster uns die Vorhänge um zu lüften.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Nov 06, 2018 5:27 pm

Cailan Archer
Ich war echt am Arsch. Ich musste mich seit Jahren nicht mehr mit diesem Rollstuhl arrangieren. Ihn jetzt dort stehen zu sehen war eine Qual. Ich wollte mich nicht hineinsetzen. Ich wollte nicht zurück in diesen Stuhl. Und doch wusste ich, dass die Alternative war, dass ich im Bett liegen blieb und hier versauerte. Meine Beine funktionierten nun einmal nicht. Ich würde dieses Bett ohne den Rollstuhl nicht verlassen können. Ich wusste, dass es ohne nicht ging. Ich hatte keine andere Wahl. Also zog ich den Rollstuhl ans Bett heran, zog die Bremsen fest und schlug die Decke zur Seite. Es gestaltete sich kompliziert in einen Rollstuhl zu steigen, wenn man die Hälfte seiner Bauchmuskeln nicht nutzen konnte. Vor allem, wenn man auch nur noch einen Arm hatte, weil der anderen in einen dicken, unbeweglichen Gips eingehüllt war. Ich stemmte mich also einhändig hoch, bis ich saß, zog mich rüber an die Bettkante und zog meine Beine mit der Hand nach, sodass meine Füße den Boden berührten. Ich griff nach der äußeren Armlehne des Stuhls, hievte mich rüber und fiel beinahe aus dem Stuhl heraus, doch ich hielt mich irgendwie am Nachttisch fest und schob mich zurück in den Rollstuhl. Schnell legte ich den Rollstuhlgurt um mein Becken an, damit mein Unterkörper nicht nach vorn kippte. Mein Becken blieb damit in Position und ich musste nur meine oberen Bauchmuskeln nutzen, um aufrecht sitzen zu können. Ich seufzte leise, als ich nun saß. Es fühlte sich.. schrecklich an. Ich hatte Jahre in diesem Ding verbracht und war an es gewöhnt, aber es fühlte sich grausam an wieder hier zu landen. Ich fühlte mich schwach und nutzlos… und das war ich auch. In diesem Zustand war ich es. Ich tat mich also schwer mit der Aufgabe nicht so deprimiert auszusehen. Ich war deprimiert. Duschen konnte ich vergessen und mit dem Arm würde ich auch aus der Badewanne nicht mehr herauskommen, also wusch ich mich irgendwie notdürftig am Waschbecken und steckte meinen Kopf unter den Wasserhahn, um meine Haare zu waschen. Es war ziemlich beschissen, aber gerade konnte ich nichts anders tun. Als ich also fertig war, rollte ich zurück ins Schlafzimmer, suchte mir Klamotten heraus und legte diese aufs Bett. Da ich logischerweise nicht in die Jeans steigen konnte, kletterte ich wieder zurück auf das Bett, legte mich auf den Rücken und fädelte meine Beine in die Hosenbeine. Danach zupfte ich Stück für Stück die Hose über meinen Hintern und richtete sie, bis ich sie schließen konnte. Danach erst hievte ich mich schwermütig wieder in den Rollstuhl - auch wenn ich beim zweiten Mal schon wieder wesentlich routinierter war. Ich schnallte mich fest, zog mein Tshirt über und… saß fest. Ich aß die Pancakes und den Obstsalat, den Alexandra mir dagelassen hatte und dann… saß ich bloß herum. Ich wollte nicht herunter, weil ich genau wusste was für eine Qual es mit dem Treppenlift war. Früher hatte Resa mich oft einfach hoch oder runter getragen, aber mit dem Treppenlift hatte ich mich einfach selbstständiger gefühlt. Da ich aber unten keinen Rollstuhl stehen hatte, würde ich am Fuß der Treppe nicht weiterkommen. Doch das machte nichts. Ich hatte nicht vor heute auf große Wanderschaft zu gehen. Ich schaltete einfach den Fernseher an, zog mir eine meiner alten Decken über die Beine, damit mir nicht kalt wurde, und sah einfach fern, während ich hoffte, dass mein Körper sich erholte, doch dem war nicht so. Auch nach Stunden tat sich nichts. Ich war schwach und meine Telekinese blieb verschwunden. Also hing ich hier fest, bis Alexandra wieder ins Zimmer gestürmt kam. Sie wäre sicher begeistert zu hören, dass sie den Vormittag mit Constance verbracht und es nichts geholfen hatte. „Ich würde nicht in diesem Ding sitzen, wenn es wieder gehen würde.“, erklärte ich ihr ein wenig gereizt, doch sicher nicht von ihr. Ich saß nach Jahren wieder im Rollstuhl und wusste nicht wann ich wieder hier raus konnte. Sie verstand sicher, dass ich gerade ein wenig… enttäuscht war. „Ich denke es bringt nichts… Sie wird es sowieso erfahren.“, seufzte ich nachgiebig. Ich konnte das nicht vor ihr verstecken. Constance wusste, wenn etwas nicht stimmte und das hier war ein riesiges Problem. Sie war Ärztin. Sie kannte sich zwar nicht mit Genmanipulation aus, aber vielleicht könnte sie mir dennoch helfen, mir andere Tabletten verschreiben oder sonst etwas.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mi Nov 07, 2018 1:18 pm

Alex Castillo
Es war wirklich merkwürdig ihn so zu sehen, seine Mimik war nicht nur unheimlich traurig sondern auch wütend. Ich verstand ihn, denn nach all den Jahren ohne Rollstuhl musste es furchtbar sein wieder an ihn gefesselt zu sein. Ich konnte mir gar nicht vorstellen wie es war und um ehrlich zu sein wünschte ich mir sogar irgendwas tun zu können. Cailan hatte es nicht verdient nach allem wieder im Rolli sitzen zu müssen und sich jetzt mit Constance auseinander zu setzen war auch nicht prickelnd. So wie ich sie kennengelernt hatte war Constance sehr besorgt um Cailan er war ihr Sohn, wenn auch nicht ihr leiblicher. Sie liebte ihn und wollte ihn nur beschützen, das würde ich auch tun und solange nicht alles wieder in Ordnung war würde ich ihn nicht in den Einsatz schicken. Ich seufzte und lehnte mich an seinen Schreibtisch während ich überlegte ob es wirklich eine so gute Idee war Constance davon zu erzählen. Doch ehe wir uns anders entscheiden konnten klopfte es schon an der Tür und sie steckte ihren roten Lockenkopf durch die Zimmertür, „Hey ihr Süßen das Essen wird kalt, kommt ihr mit nach um den oder…“, fing sie fröhlich an und schaute dann von mir zu Cailan und machte große Augen als sie den ihm im Rolli sah. Ich sah zerknirscht zu Cailan und presste die Lippen fest zusammen, bevor Constance ganz ins Zimmer zu Cailan stürzte. „Oh Gott Liebling, was ist passiert? Bist du hingefallen oder schlimmer?“, fragte sie besorgt und betrachtete Cailan besorgt. Sie legte ihre Hand an seine Stirn und tastete ihn ab, als sie nichts feststellte war sie nur noch besorgte und durchlöcherte ihn mit Fragen. Sie fragte ihn seit wann er seine Kräfte nicht mehr benutzen konnte und noch einiges mehr. Da ich mich ziemlich fehl am Platz fühlte hier ging es immerhin um eine sehr private Angelegenheit und ich sah wie unangenehm es ihm war mit ihr darüber zu diskutieren.
„Wir müssen deinem Vater Bescheid sagen, dass darf so nicht passieren du musst richtig untersucht werden und du brauchst Hilfe. Wie hast du es überhaupt geschafft dir den Rollstuhl zu holen oder dich anzuziehen? Ich sollte deine alte Pflegerin anrufen...“, murmelte sie und fuhr sich durchs Haar, bevor sie in mein schuld bewusstes Gesicht sah und merkte das wir unter einer Decke steckten. Hoffentlich fühlte sie sich nicht schlecht, dass ich mir aus dem Grund mit ihr shoppen gegangen bin, um Cailan etwas Zeit zu verschaffen. Denn irgendwie hatte es mir auch gefallen, ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß gehabt, außerdem war sie echt schwer in Ordnung. Als sie jedoch von Resa anfing, sah ich wie Cailans Gesicht sich verzog und es aussah als hätte er furchtbare Schmerzen. „Constance du kannst Resa nicht anrufen, Cailan nimmt Tabletten deswegen werden seine Fähigkeiten unterdrückt. Wenn er wieder gesund ist wird er wieder gehen können, da bin ihr mir sicher.“, versuchte ich ihm zu helfen. Sie drehte sich zu mir um, Daumen und Zeigefinger presste sie gegen ihre Nasenwurzel, „Alex, bitte misch dich da nicht ein, du weißt nicht wie gefährlich und ernst das ist.“, zischte sie fast und ich war erstaunt von ihrer Ruppigkeit. Eigentlich dachte ich dass sie so etwas verstehen würde. Ich war gekränkt und fand es unfair gegen über Cailan, ich presste die Lippen zu einer dünnen Linie und ballte die Hände zu Fäusten. „Ich denke ich kann mir gut vorstellen, wie ernst und gefährlich solch ein Ausfall seiner Kräfte sein kann, doch bisher ist es nie vorgekommen. Cailan ist geschwächt von den Tabletten und seinen Verletzungen. Sein Körper konzentriert sich auf die Heilung und das ist gut so, denn je schneller er sich erholt, desto eher bekommt er seine Kräfte wieder. Außerdem wenn du Resa bescheid sagst wissen wir alle das sich Cailan sich seinen Traum als Offizier abschminken kann. Du nimmst ihn damit alles weg wofür er die Jahre gekämpft hat. Willst du das etwa? Er hat so hart dafür gearbeitet und er ist ein wirklich guter Kommandant! “, verteidigte ich
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Nov 07, 2018 2:23 pm

Cailan Archer
Nein, natürlich gefiel mir das hier nicht! Ich wollte nicht wieder in diesem Stuhl landen! Lieber hätte ich die nächsten Tage komplett im Bett verbracht und mich keinen Zentimeter bewegt. Ich hätte mich lieber verkrochen und es versteckt, aber das konnte ich nicht. Constance kannte mich. Sie hatte bereits heute Morgen gesehen, dass etwas mit mir nicht stimmte und sie würde sicher keine Ruhe geben, wenn ich weiter im Bett liegen und mich verkriechen würde. Das würde nicht mehr funktionieren. Es war vorbei. Es war nett von Alexandra gewesen mir zu helfen diesen kleinen Ausfall zu verstecken, aber ich war nicht genug auf der Höhe, um wieder laufen zu können. Vermutlich würde ich noch eine ganze Weile darauf verzichten müssen, denn diese Tabletten machten mich unglaublich schwach. Es war also kein Wunder, dass ich meine Telekinese nicht nutzen konnte. Es würde andauern und so lange konnte ich es nicht geheim halten. Als Constance also den Kopf ins Zimmer steckte, senkte ich nur den Blick. Ich wusste genau, dass sie eine riesige Welle darum machen würde. Sie sorgte sich um mich. Aber sie würde es Resa erzählen wollen und er… ich wusste nicht was er tun würde. Ich konnte wirklich nur hoffen, dass Constance sich einkriegte und einsah, dass das hier kein riesiges Ding war. Es würde vorbei gehen. Ich würde wieder laufen können, sobald ich fit genug dazu war. Das war alles… Doch sie kam sofort auf mich zu, kniete sich vor meinen Rollstuhl und begann mich abzutasten und Dinge zu fragen. Nein, ich war nicht hingefallen. Ja, es ging mir gut. Ich war bloß schwach und die Tabletten raubten mir auch die letzte Kraft. Ich versuchte es ihr zu erklären, aber sie dachte gerade nicht wie eine Ärztin, sondern wie eine Mutter. Sie wollte Resa Bescheid sagen, meine alte Pflegerin anrufen und ließ mich vermutlich gedanklich schon zurück in mein Zimmer hier ziehen. Ich verzog das Gesicht. Sie würde alles kaputt machen, was ich mir die letzten Jahre aufgebaut hatte. Wenn Resa von dem hier erfuhr, würde er mich für zu schwach halten. Er würde mich abziehen und mir vermutlich verbieten weiter als Kommandant oder gar als Offizier zu arbeiten. Er würde mir alles entziehen, wofür ich die letzten Jahre gearbeitet hatte. „Constance, bitte…“, begann ich, doch da war Alexandra bereits zur Stelle. Sie erklärte Constance erneut, dass es nur an den Tabletten und der Verletzung lag und ich bald schon wieder auf den Beinen stehen würde, doch Constance war gerade im absoluten Übermutter-Modus. Sie sah mich in diesem Ding hier sitzen und ihre Sorge kochte einfach über. Sie zischte Alexandra an, sodass sogar ich überrascht blinzelte. Constance war niemand, der schnell wütend oder ausfallend wurde. Das hier gerade hatte ich bei ihr noch nie gesehen. Sie war völlig außer sich. Und erneut versuchte Alexandra es ihr ruhig zu erklären. Sie stellte sogar meine Sachlage auf der Basis klar. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so gut verstehen würde wie viel mir an dem Ganzen hier lag. Und sie sagte sogar ich wäre ein guter Kommandant - und das obwohl sie mich nicht leiden konnte? Entweder sie war eine wirklich gute Lügnerin oder sie war gar nicht mal so übel wie gedacht. Constance wurde ein wenig ruhiger, aber die Sorgenfalte auf ihrer Stirn glättete sich nicht. Ich griff also nach ihrer Hand und sah zu ihr hoch. „Bitte… Constance… Du kannst mir das nicht antun. Ich komme wieder auf die Beine, ich bin momentan einfach… erschöpft. Du als Ärztin musst das doch verstehen. Mein Körper konzentriert sich darauf sich selbst zu heilen und dafür schlummern meine Kräfte eben. Das wird wieder… Wenn ich die Tabletten abgesetzt habe und es immer noch nicht besser wird, dann… dann kannst du es Resa erzählen. Aber ich habe zu hart gearbeitet, um das wegen eines kleinen Ausfalls aufs Spiel zu setzen. Bitte, Mum…“ Ich nannte sie so gut wie nie Mum, genauso wenig wie ich Resa Dad nannte. Dennoch erreichte ich damit einen gewissen Punkt in ihr, der ihre sorgenvolle Miene zwar nicht milderte, sie aber auflockerte. Nun war nur noch Sorge in ihren Augen zu lesen. Die Entschlossenheit war verschwunden und sie seufzte leise, während sie mir durch die Haare strich. „Lass mich zur Sicherheit heute Abend mal nach dir sehen. Ich möchte dich nur nochmal untersuchen und mir den Arm ansehen. Von mir aus… warten wir ein paar Tage… ich hoffe wirklich, dass es stimmt, was ihr beiden da sagt.“, murmelte sie leise und presste die Lippen aufeinander, ehe sie sich dazu überwand zu gehen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mi Nov 07, 2018 9:32 pm

Alex Castillo
Ich hatte Cailan noch nie so verzweifelt und ängstlich erlebt. Langsam sah ich ihn in einem ganz anderen Licht er war nicht mehr der böse Warrior oder Resas Sohn. In letzter Zeit lernte ich immer mehr Facetten von ihm kennen. Seit ich hier bin und die Familie kennenlernte, sah ich seine Schattenseiten, Vergangenheit und aber auch die guten Momente. Um ehrlich zu sein konnte ich ihn deshalb auch besser verstehen und seine Art und Weise zu handeln nachvollziehen. Als Constance nun nach unten ging blieb ich erst steif stehen und blickte zur sich schließenden Tür. Erst als ich hörte wie ihre Schritte sich entfernten, atmete ich langsam aus und fuhr mir durchs offene Haar. Das war ganz schön heftig gewesen und irgendwie war ich der Meinung, dass die Sache nicht so schnell gegessen sein wird für Cailan.
„Puh, das ist ja nochmal gut gegangen…“, durchbrach ich die Stille und sah zu Cailan rüber, der noch schlechter aussah als zuvor. „Sie macht sich nur Sorgen, du bist wie ein Sohn für sie. Constance hat Angst dich zu verlieren, immerhin ist unser Job ja nicht gerade ungefährlich und nun ja du musst zugeben, dass durch deine Umstände vieles noch gefährlicher ist. Ich denke, sie muss sich beruhigen, sie versteht dich und will deinem Traum nicht im Weg stehen. Immerhin liegt es an den Tabletten und nicht an dir, nur noch ein paar Tage und du bist genauso nervig wie immer.“, sagte ich und lächelte ihn keck an. „Das wird sicher alles wieder gut werden, zu Weihnachten werdet ihr darüber lachen.“, scherzte ich und stieß mich vom Schreibtisch ab um ebenfalls zur Tür zu gehen. Da das nun geregelt war, konnte ich ja eigentlich wieder so tun als wäre mir alles und jeder egal. Das Essen würde eh ausfallen, weshalb ich mein Kleid gegen eine Pyjamahose und ein zu großes Fan-Shirt meiner Lieblingsband anzog, dann machte ich meinen Fernseher an, packte die Klamotten aus den Tüten und sortierte sie, um sie gleich zu waschen. Mit einem vollen Wäschekorb lief ich runter und stand nun ein bisschen verzweifelt vor der Waschmaschine, bis Constance vorbeikam und mir half die Hightech Geräte zu bedienen.
„Alex, tut mir leid, dass ich dich so angemacht habe, das wollte ich nicht. Es ist nur, dass ich Cailan schon so lange kenne und Angst um ihn habe. Er war nicht immer so stark wie jetzt, als Kind hat er sehr schlimme Dinge erleben müssen. Jetzt bekämpft er die Monster und begibt sich dabei in Gefahr, stell dir mal vor was passiert, wenn es während einer Mission passiert? Er könnte sterben…das könnt ich nicht ertragen.“, gestand sie mir und schniefte. Ich sagte lieber nichts, denn ich wusste nicht wie gut Constance war Lügen zu erkennen. „Als ich bei AGONY war, da gab es auch Verletzte und Kranke, die teilweise während der Erkrankung oder Einnahme von Arzneien ihre Fähigkeiten verloren hatten. Ich denke, das ist ganz normal, es ist am besten, wenn man ihm seinen Freiraum lässt.“ Sie nicke schwach und lächelte, „Danke, dass du zu ihm gehalten hast, es ist gut wenn auch er jemanden hat der auf ihn achtet. Tust du mir den Gefallen und hast auch ein Auge auf ihn?“, nicht sonderlich begeistert nickte ich und bekam dann ein Tablett von ihr in die Hand gedrückt. „Bring ihm das nach oben, ich bin mir sicher, dass er ungern unten essen würde, hat er früher auch nicht gern.“, murmelte sie und packte jeweils immer Zwei Portionen aufs Tablett. Vorsichtig stieg ich die Treppe hoch und stieß die angelehnte Tür von seinem Zimmer sanft aus. „Essen vom Thailänder, ein Friedensangebot von Constance.“, meinte ich und stellte das Tablett vor ihm ab.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Nov 08, 2018 9:53 pm

Cailan Archer
Constance zu überzeugen war wichtig. Man konnte sogar sagen, dass meine gesamte Karriere davon abhing, denn das tat sie. Würde Constance auch nur ein Wörtchen gegenüber Resa verlieren, würde er mich sofort vom Dienst abziehen und meine Chance darauf Offizier zu werden oder gar Kommandant zu bleiben war dahin. Er würde mich nicht mehr arbeiten lassen, weil er sofort denken würde, dass das ständig vorkommen würde, aber so war es nicht! All die Jahre war es mir nie passiert. Ich hatte mit der Telekinese immer meine Beine steuern können. Ich hatte nie einen Fehler gemacht und nun… war ich dem Werwolf begegnet, der meine Mutter getötet hat und mein Leben völlig verändert hatte. Jeder wäre da in Schockstarre verfallen und diese Tabletten hauten jeden um! Es war also kein Wunder, dass meine Kräfte ausblieben. „Durch meine Umstände ist nichts gefährlicher. Ich habe härter trainiert als jeder andere. Ich bin Kommandant, weil ich dazu geeignet bin. Meine Lähmung ändert nichts daran. Die gleiche ich mit der Telekinese aus. Also in meinem Job habe ich kein Handycap.“ Es gab immerhin viele Warriors, die nicht einmal diese genetisch veränderten Kräfte besaßen, sondern nur Fußsoldaten waren. Ich hatte mehr als das. Meine „Umstände“ waren keine Umstände mehr. Zumindest nicht, solange ich nicht diese Hammertabletten schluckte, die meine Kräfte blockierten. Ich seufzte und schaute herunter auf meine reglosen Beine. Ich hasste es jetzt schon. Jede Stunde, jede Minute hier drin würde zur Qual für mich werden. Ich würde mich nie hieran gewöhnen. Ich würde nie damit leben können. All die Jahre und ich hatte mich immer noch nicht daran gewöhnt so zu sein. Das würde ich auch nie. Und sobald ich meine Kräfte zurück hatte, musste ich das auch nicht. „Ich hoffe du hast recht.“, murmelte ich und fuhr den Rollstuhl an den Schreibtisch heran. Ich wusste nicht, ob Constance so schnell darüber lachen könnte. Ich selbst würde es vermutlich nie witzig finden von meiner Zeit im Rollstuhl zu erzählen. Alexandra ließ mich wieder allein und ich nutzte die Zeit, um Juan und Ryan abzuwimmeln, die heute Abend anlässlich meines Geburtstages feiern gehen wollten. Ich erklärte ihnen, dass ich von der Mission noch ziemlich erschöpft war und die Verletzung sehr langsam heilte. Gelogen war es ja nicht. Ich ließ nur einen entscheidenden Fakt aus, der sie nichts anging. Niemand auf der Basis - außer Resa - hatte mich je im Rollstuhl gesehen und das sollte auch so bleiben. Keiner von ihnen sollte mich je als schwach sehen können. Genau deshalb gab es auch nur in diesem Haus und meiner Wohnung Fotos von mir im Rollstuhl. Niemand anderes sollte sie je in die Finger bekommen. Ich mochte vielleicht paranoid sein oder überreagieren, aber ich wusste eben wie die Leute auf sowas reagierten. Ich war zufriedener damit, wenn sie sich mich nicht im Rollstuhl vorstellen konnten, sondern nur fest auf beiden Beinen, mitten in einer Mission. So wollte ich gesehen werden und so war ich auch. Ich war nicht mehr schwach… Ich seufzte und füllte mit der linken Hand so gut es ging den Bericht zur Mission am Computer aus, als meine Zimmertür wieder aufgestoßen wurde und Alexandra erneut hereinkam. Sie brachte mir ein Tablett mit Essen mit und ich seufzte zufrieden. Ja, ich hätte mich jetzt wirklich ungern in den Treppenlift gesetzt und jemanden meinen Rollstuhl heruntertragen lassen. Ich aß lieber hier oben. „Danke…“, murmelte ich und schaute auf das Tablett, auf dem zwei Teller standen. Sie wollte mit mir essen? Oder würde sie das Essen mit auf ihr Zimmer nehmen? Sie mochte mich ja nicht besonders. Wieso sollte sie also bleiben? Dennoch schaute ich hoch zu ihr und deutete auf meinen Schreibtischstuhl. „Setz dich ruhig.“ Ich mochte es nicht, wenn sie so vor mir stand und auf mich herunter sah. Das erinnerte mich nur daran, dass ich nicht aufstehen und sie überragen konnte.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Nov 10, 2018 9:26 pm

Alex Castillo
Ich setzte mich auf den Stuhl den er mir angeboten hatte und nahm meinen Teller. Eigentlich hatte ich geplant in meinen Zimmer zu essen, mir ein paar Serien anzuschauen und den Abend allein zu verbringen, doch nun da Cailan mich schon gebeten hatte zu bleiben konnte ich nicht einfach abhauen. Ich rutschte auf dem Bürostuhl herum und versuchte die Nudeln mit den Stäbchen zu essen. „Ich denke, du bist durchaus geeignet für seinen Job und fähig dazu Missionen zu leiten, es ist nur so, wenn deine Fähigkeiten versagen bist du eben an den Rolli gefesselt und andere nicht. Bitte verstehe mich nicht falsch ich denke, dass deine Lähmung kein Hindernis darstellt, da deine Kräfte normaler Weise nicht ausfallen.“, versicherte ich ihm und sah ein bisschen peinlich berührt zu deinem Flachbildfernsehr. Dort konnte ich auch schon sehen das er gerade dabei war sich einen Film auszusuchen. Vielleicht war es kein schlechter Plan sich jetzt etwas anzugucken, so mussten wir uns nicht dazu zwingen uns zu unterhalten. Es war nicht so, dass ich keine Lust hatte, doch ich fand es schwer Themen zu finden über die wir uns unterhalten konnten. Entweder über unsere Arbeit und unterschiedlichen Ansichten bezüglich einiger ernster Themen oder über Resa, beides wollte ich momentan vermeiden. Dieses Familiending war mir eh nicht ganz geheuer, Cailan war die einziehen Bezugsperson, die ich hatte. Ich kannte ihn von allen wirklich am besten und deshalb verbrauchten wir die Zeit öfter als geplant zusammen. Wir waren keine Freunde oder mochten uns besonders, doch um nicht ganz in sie Einsamkeit abzudriften war er eben da. Ich seufzte bei dem Gedanken und schnappte mir seine Fernbedienung und klickte mich durch seine Merkliste, erstaunt und beeindruckt von seiner Auswahl wählte ich Maniac, eine ziemlich schräge neue Serie, die ich unbedingt gucken wollte. „Ich hoffe es ist okay, wenn ich die Serie anmache?“, fragte ich und wickelte die Nudeln auf meine Gabel, bevor meine ganze Aufmerksamkeit am Fernseher klebte. Nach der ersten Folge war ich vollgefressen und spürte durch den unbequemen Stuhl meinen Po nicht mehr. Ohne groß zu Fackeln stand ich auch und stieg über Cailan rüber um es mir auf meinem großen Bett bequem zu machen. „Sorry aber dein Stuhl ist wirklich unbequem.“, sagte ich und machte es mir gemütlich. Es war ja nicht so als würde ich hier übernachten oder ihn angraben wollte. Ich wollte einfach nur die Serie weitergucken mehr nicht. „Keine Sorge, ich fall schon nicht über dich her.“, sagte ich und rückte etwas von ihm Weg.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Nov 11, 2018 12:54 pm

Cailan Archer
Ich lag lieber reglos in meinem Bett und kam nicht von der Stelle, als mich in diesem Rollstuhl wiederzufinden. Ich hatte Jahre hier drin verbracht und ich hasste es immer noch. Diesmal vermutlich sogar mehr als bisher. Ich hatte endlich meine telekinetischen Fähigkeiten. Ich war durch die Hölle gegangen, um endlich wieder laufen zu können und jetzt wo ich es konnte, hauten mich ein paar kleine Tabletten so um, dass ich wieder in diesem verdammten Stuhl landete. Also nein… ich saß nicht länger darin als es nötig war. Lieber hievte ich mich wieder zurück in mein Bett, deckte mich zu und erweckte somit den Anschein, dass alles gut wäre. Ich lag bloß im Bett, das war nichts Ungewöhnliches. Ich war einfach… müde und erschöpft von dieser Wunde und ruhte mich aus. Zumindest redete ich mir das ein. Ich durfte jetzt nicht in Panik oder Angst verfallen. Das würde alles wieder werden. Diese Situation war nur vorübergehend. Ich stellte also das Tablett auf meinen Schoß und versuchte mit einer Hand, da die andere immer noch eingegipst war, die Nudeln zu essen. Dennoch aber besaß ich noch zu viel Stolz, um direkt zur Gabel zu greifen. Man brauchte ja auch nur eine Hand zum essen mit den Stäbchen. Das war auch nicht das Problem. Ich war geschickt und konnte mit den Stäbchen umgehen. Das Problem war eher, dass ich meine Bauchmuskeln nicht nutzen konnte und so auf Risiko gehen musste, während ich die Stäbchen bis zu meinem Mund führte. Ich saß zwar halb, aber dennoch klaffte zwischen dem Teller und meinem Mund eine ziemlich große Lücke, in der das Essen verloren gehen konnte. Doch ich griff fest zu und sorgte dafür, dass die Ladung gesichert war, bevor ich sie zu meinem Mund führte. Ich wollte mich jetzt nicht auch noch vor ihr bekleckern, auch wenn sie ziemlich gebannt die Serie schaute und mich wohl gar nicht beachtete. Ehrlich gesagt hätte ich erwartet, dass sie wieder gehen würde, aber offenbar hatte sie noch weniger Lust darauf allein in ihrem Zimmer zu hocken als sich mit mir abzugeben. Es wunderte mich ein wenig, aber ich sagte nichts dazu, sondern ließ es einfach zu. Ich war ja auch nicht gerade scharf darauf den ganzen Abend ans Bett gefesselt zu sein und nur darüber nachdenken zu können. Und diese… creepy Serie lenkte mich zumindest auch für eine Weile davon ab. Na ja, zumindest bis Alexandra aufstand und einfach über mich kletterte. Ich lehnte mich zurück und blinzelte, während sie einfach über mich hinweg stieg und sich dann in mein Bett legte. Stirnrunzelnd sah ich zu ihr herüber. „Darüber mache ich mir auch keine Sorgen.“ Sie und über mich herfallen? Na klar… Höchstens um mich in der Nacht zu erwürgen und im Wald zu begraben. Ich seufzte müde, stellte das leere Tablett auf meinem Nachttisch ab, weil ich mit meinem Arm nicht weiter kam und stellte die nächste Folge an, legte die Fernbedienung zwischen uns und rutschte etwas zurück, da ich langsam müde wurde. Vor etwa einer halben Stunde hatte ich meine Antibiotika geschluckt und jetzt wurde ich langsam wirklich schläfrig. Ich war immer noch halb aufgerichtet, als ich langsam einschlief und meine gelähmten Bauchmuskeln mich zur Seite kippen ließen. Ich rutschte in den Kissen herunter, bis ich irgendwann auf der Seite lag und mein Kopf direkt neben ihrem Bein ruhte. Ich war absolut fertig und ich war sicher nicht mit Absicht in ihre Richtung gefallen!
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Di Nov 13, 2018 7:05 am

Alex Castillo
Ich musste irgendwann eingeschlafen sein, denn als ich das nächste Mal die Augen öffnete, spüre ich etwas Schweres auf meinem Oberkörper liegen. Draußen war es dunkel und der Fernseher fragte mich ob ich die Serie weiterschauen wollte oder nicht. Schlaftrunken sah ich wie Cailans eingegipster Arm quer über meinem Bauch lag und sein Kopf halb in meinem Schoß und halb auf einem Kissen lag. Ich wollte ihm sagen, dass er sich verziehen sollte, doch dann merkte ich das es sein Bett war und ich gehen müsste. Mit Gliedern aus Bleib versuchte ich mich zu bewegen, hörte ihn murren und rutschte ein Stückchen runter, sodass ich neben ihm lag. Anstatt seinen Gips spürte ich nun seinen riesigen Kopf auf meinem Bauch. Ich war unheimlich erschöpft vom Shoppen und der Sauerstoffmangel machte alles nicht viel besser, ehe ich mich versah hatte ich den Kampf aufgegeben, um in mein Bett zu wandern. Außerdem was passierte schon groß? Wir hatten schon mal nebeneinander geschlafen, schlimmer als letztes Mal konnte es ja nicht werden.
Ich wurde von einem leisen klopfen geweckt und zuckte zusammen als plötzlich der schönste Sonnenschein das Zimmer durchflutete. Brummend wollte ich mich umdrehen und der Sonne entkommen, als mir klar wurde, dass ein schwerer Stein auf meiner Brust lag und mich ans Bett fesselte. „Oje, das hatte ich jetzt nicht erwartet.“, murmelte Constance leise Stimme und ich riss die Augen weit auf. Sie Cailan und mich überrascht an und rieb sich das Kinn, ich antwortete erst nicht, war viel zu verwirrt und müde dafür. „Es…nein…nicht so wie es aussieht.“, murmelte ich und sie lächelte nur schmal. „Ich weiß, keine Sorge.“, meinte sie und zog sich dann langsam aus dem Zimmer zurück. „Unten ist das frühstück fertig, bitte, kommt doch beide runter.“ Nachdem sei gegangen war, sah ich an mir runter, Cailan hatte seinen Kopf auf meiner Brust gebetet, den Gipst auf meinem Bauch abgelegt und schien noch zu schlummern, doch er war sicher auch ein guter Schauspieler. Ich strich ihm eine Strähne aus dem Haar und sagte „Hey, kannst du von mir runter gehen? Ich muss mal aufs Klo und habe Hunger.“, sagte ich und tätschelte ihm die Wangen, um ihn wach zu bekommen. Außerdem wurde es nun ein bisschen unangenehm hier zu liegen, wacher ich wurde, desto deutlicher nahm ich ihn war und seine warmen Körper. Ich seufzte und sah ihn schläfrig an, hätte nicht gedacht, dass er ein Kuschler ist. Das letzte Mal, das ich jemanden so gehalten hatte, war Ares kurz bevor wir die Vampire befreit hatten. Er fehlte mir zumindest die körperliche Nähe, doch am meisten vermisste ich Artemis und Apollo. Sie waren meine besten Freunde und ich wünschte mir endlich wieder mit ihnen reden und lachen zu können. Cailan war mein Ersatz, auch wenn das vielleicht überhaupt nicht wollte oder Begriff. Doch so schlimm wie ich dachte, war er überhaupt nicht, wenn man ihn näher kennenlernte könnte er fast so was wie ein freund werden. Waren wir keine Feinde und hatte ich ihn zufällig getroffen, dann hätten wir dies sogar werden können. Doch jetzt musste ich erst einmal hier raus.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Nov 14, 2018 7:02 pm

Cailan Archer
Ich konnte nicht wirklich etwas dafür, dass ich so zur Seite kippte. Himmel, ich war völlig zerstört. Ich war bauchnabelabwärts gelähmt und mein kompletter Arm war eingegipst. Man konnte mir also verzeihen, dass ich nicht im Sitzen schlafen konnte, oder? Ich konnte meine Bauchmuskeln nur bedingt nutzen und als ich langsam müde geworden war… war es einfach passiert. Außerdem war es ja auch nichts schlimmes, oder? Ich meine… gewissermaßen war Alexandra ja meine Schwester. Und zu meiner Verteidigung: ich merkte es nicht. Hätte ich mitbekommen, dass ich auf ihrem verdammten Bauch lag, hätte ich mich sofort zurückgezogen - egal wie. Doch ich schlief durch die starken Schmerzmittel und die heftigen Antibiotika eben wie ein Stein. Ich wachte nicht einmal auf, als Constance wie früher in mein Zimmer kam und die Vorhänge aufzog. Selbst da schlief ich noch wie ein Baby. Erst als mich etwas - oder jemand - an der Stirn kitzelte und mir die Haare aus dem Gesicht strich, öffnete ich langsam die Augen und verzog schnell danach wieder das Gesicht. Es war so hell und ich war immer noch wirklich erschöpft. Dennoch bemerkte ich langsam, dass ich auf etwas Weichem lag, das nicht mein Kissen war. Ich blinzelte verschlafen, stemmte meinen gesunden Ellenbogen in die Matratze und drückte mich hoch, sodass ich sah, worauf ich gelegen hatte. „Oh fuck… sorry.“, murrte ich nur leise, da ich in dem Moment wirklich zu müde war, um mich zu schämen, drückte mich zurück und blieb auf den Rücken liegen, schloss aber wieder die Augen. Ich war absolut fertig. Diese Medikamente hauten mich um und mein Körper konzentrierte sich voll und ganz darauf zu genesen. Ich glaubte nicht, dass ich heute sonderlich viel unternehmen würde. Der Tag heute würde wohl noch beschissener werden als gestern. Niemals würde ich es in meinem jetzigen Zustand schaffen mich einhändig zurück in den Rollstuhl zu heben. Nein, den heutigen Tag würde ich wohl oder übel im Bett verbringen. Ich würde mich sicher nicht in den Stuhl heben lassen. Lieber würde ich hier im Bett versauern. Ich zog die Decke wieder bis unter mein Kinn und seufzte schwer. Ich war so unglaublich fertig. Am liebsten wollte ich den ganzen Tag durchschlafen. Nur leider war ich jetzt einmal wach und mein Körper hatte wohl entschieden, dass es sich nicht mehr lohnte einzuschlafen. Also lag ich wach und konnte mich nicht mehr zurück in den Schlaf wiegen. Ich seufzte, öffnete die Augen und schaute an die Decke. „Kannst du mir wieder etwas zu Essen hochbringen?“, fragte ich sie müde. (Sorry, beschissen...)
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Do Nov 15, 2018 7:47 am

Alex Castillo
Ich dachte, das Cailan irgendwie beschämter sein würde, doch er drehte sie nur auf den Rücken und schien weiterschlafen zu wollen. Es kostete mich viel Kraft aus der Decke hervor zu kriechen, denn diese war kuschelig war. Aber Cailans lange Beine die sich an meine pressten veranlassten mich dazu schnell aus dem Bett zu klettern. Ich schlürfen zum Bad und hielt inne als Cailan mich bat ihm Essen zu holen, ich brummte nur ein kurzes „Hm, okay.“, und machte mich im Bad frisch. Danach zog ich mir eine Jeans und einfaches Shirt an, bevor ich runter ging und mir ein Tablett schnappte, um dort alles zusammenzustellen und Cailan zu bringen. Als ich jedoch losgehen wollte kam Constance in die Küche und fragte, „Was machst du da?“ Erschrocken zuckte ich zusammen und sah aufs Tablett. „Ich bringe Cailan sein Frühstück?“ Constance verschränkte wütend die Arme und schüttelte den Kopf. „Nein lass das mal Cailan darf sie nicht verkriechen, sag ihm das er runter kommen soll, wenn er essen will und weiter meine Verschwiegenheit möchte. Ich schluckte hart und nickte, das würde ihm sicher nicht gefallen, sicher war er dann den ganzen Tag schlecht gelaunt, doch Constance hatte recht er konnte sich nicht verkriechen.
Ich klopfte an seine Zimmertür und öffnete diese, „Ich soll die von Constance sagen das du runter kommen sollst zum Essen sonst lässt sie dich verhungern und verpetzt dich an Resa.“ Mit einer entschuldigenden Mine sah ich ihn an. Ich konnte mir nicht vorstellen wie es war gelähmt zu sein und besonders wenn man weißer laufen konnte und nun wieder an den Rollstuhl gefesselt war. „Brauchst du Hilfe? Ich meine, in den Rollstuhl zu kommen oder so?“ Einhändig konnte ich mir kaum vorstellen wie er es schaffte sich fertig zu machen. Wie wusch er sich bitte schön? Da ich wusste, dass er mein Angebot ablehnen würde ging ich einfach zu ihn, griff unter seine Achseln und setzte ihn in seinen Rolli. Dann schob ich ihn ins Bad legte ihm sein Handtuch zurecht, einen Lappen und drückte ihm seine Zahnbürste mit Zahnpasta in die Hand. Ich tat das nicht zum ersten Mal, meine Mutter hatte ich auch ab und zu pflegen müssen. Zurück im Zimmer suchte ich Boxers, Socken und ein Shirt ab, welches ich ihm ins Bad brachte, bevor ich ihm dann noch Jogginghose aus Bett legte und an seine Tür klopfte, „Ruf mich wenn du fertig bist.“ Ich setzte mich aufs Bett und schaltete den Fernseher ein, um mir eine Serie anzuschauen und zu warten.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Nov 16, 2018 10:58 am

Cailan Archer
Ich fühlte mich noch beschissener als gestern. Für mich gab es keinen Grund mich heute aus dem Bett zu quälen. Ich wollte nicht zurück in diesen Stuhl und mir war klar, dass ich es heute auch gar nicht schaffen würde mich hinein zu hieven. Ich war verletzt und schwach. Gestern wäre ich bereits beinahe gefallen, aber heute würde ich mich nicht einmal aus dem Bett herausschieben können. Ich war wirklich am Ende. Also gab es für mich keinen Grund mich zusammenzureißen und mich nach dort draußen zu quälen. Ich war also erleichtert, als Alexandra zustimmte mir etwas zu Essen hochzubringen. Ich wusste, dass sie keine Lust hatte für mich den Diener zu spielen, aber sicher war sie auch froh, wenn sie mich ein paar Stunden los war. Ich glaubte wirklich, dass das hier ein ganz ruhiger, angenehmer Tag werden könnte. Doch ich hätte mir denken können, dass Constance das nicht so sah. Sie war etwas strenger, was das alles anging. Sie war Ärztin und glaubte immer alles besser zu wissen. Sie wusste nicht wie ich mich fühlte. Sie war ja keine Psychologin, aber sie glaubte, dass mir Bewegung und frische Luft gut tun würde. Es hätte mich also nicht wundern dürfen, dass Alexandra kurz darauf ohne ein Tablett mit Essen hochkam. Sie überbrachte mir Constance Drohung und ich seufzte tief. Mit dem Hunger hätte ich noch leben können, aber wenn sie mir mit Resa drohte, hatte ich keine andere Wahl als mich in den Stuhl zu befördern. So sehr ich es auch hasste… ich musste unbedingt verhindern, dass Resa hiervon Wind bekam. Ich würde nicht nur meine Würde, sondern auch meinen Job verlieren, für den ich so hart gekämpft hatte. Mir blieb also nichts anderes übrig. Ich setzte lieber nur meine Würde aufs Spiel als auch alles, wofür ich gearbeitet hatte. „Nein, ich krieg das schon hin.“, wollte ich antworten, doch ehe ich sie abwimmeln konnte mir zu „helfen“, stand sie schon neben mir, griff unter meine Arme und zerrte mich hoch. „Hey, lass mich los! Ich krieg das allein hin!“, knurrte ich beschämt und krallte die Finger fest um die Armlehne des Rollstuhls, während sie mich einfach ins Bad schob als wäre ich ein Pflegefall, der das nicht allein hinbekommen würde. Ich biss fest die Kiefer aufeinander, als sie mir alles zurechtlegte. Ich wollte ihre Hilfe nicht! Begriff sie das nicht? Ich knirschte mit den Zähnen und klammerte mich an der Zahnbürste fest, während sie mir ernsthaft auch noch meine Klamotten herauslegte. Gott, wie ich es hasste mich so willenlos und schwach zu fühlen! Dann aber schloss sie endlich die Tür und ich atmete aus. Selbst die Anspannung war anstrengend. Ich begann mir müde die Zähne zu putzen, zerrte mir das Tshirt über den Kopf und wusch mich mit dem Lappen so gut es ging am Waschbecken, ehe ich das neue Tshirt überzog und mich an der Hose zu schaffen machte. Es war eine scheiß Tortur mir im Sitzen die Boxershorts vom Hintern zu ziehen, aber ganz sicher würde ich Alexandra nicht rufen, damit sie mich zurück aufs Bett legte, wo es für mich leichter war mich unten herum anzuziehen und zu entkleiden. Nein, wenigstens das wollte ich allein machen. Ich lehnte mich seitlich aus dem Stuhl heraus, bis mein Becken sich hob und ich den Gummizug über meinen Hintern ziehen konnte. Ich zupfte und zog am Stoff, bis ich ihn endlich los war und meine Katzenwäsche fortführen konnte. Die frische Boxershorts wieder anzuziehen dauerte dafür noch länger. Ich war sicher fast eine halbe Stunde hier im Bad beschäftigt, ehe ich den Stuhl mit einer Hand drehte und mich aus dem Bad rollte, während ich die Hand immer von einem Rad zum anderen wechselte, um geradeaus zu fahren. Wenn der Gips morgen abgenommen wurde, würde ich zumindest die Reifen wieder allein bedienen können.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am So Nov 25, 2018 11:19 am

Alex Castillo
Ich wartete eine ganze Ewigkeit auf ihn und hatte schon mehr als eine Folge von Maniac weitergeguckt, als Cailan umständlich aus dem Band heraus gerollt kam. Ich wich seinen Blick aus, da es mir ein bisschen unangenehm war ihm das hier anzutun. Ganz sicher wollte ich das nicht, um ehrlich zu sein fühlte ich mich furchtbar deswegen. Ich sah wie gekränkt, wütend und beschämt er war, weil ich ihm half. Ich wünschte wirklich er würde bald seine Kräfte wiederbekommen, denn diese Situation würde ihn auch psychisch fertig machen. Wenn mir das passieren würde, wäre ich nicht so gefasst wie er. Um ehrlich zu sein würde ich heulen, schreien und einfach nur unausstehlich sein. Als er einhändig aus dem Bad rollte machte ich den Fernseher aus und kam ihm zur Hilfe auch, wenn er sich dagegen wehrte. Deshalb ignorierte ich ihn und schob den Rollstuhl zur Treppe und half ihm dabei sich auf den Lift zu setzten. Es war eine ganz schöne Tortur ihn runter zu bekommen, nicht nur weil der Lift teilweise kaputt war und sondern auch da Cailan einen Aufstand machte beim runter tragen der Treppe.
In der Küche saßen wir beide mit versteinerter Mine und stocherten in Constances Rührei herum. Sie lächelte uns freudig an und goss uns jeweils Kaffee ein, dann bot sie uns noch frisch gebackene Schokoladencroissant an und schob dem Miesepeter mir gegenüber seinen Tablettencocktail rüber, „Ich habe noch ein anderes Schmerzmittel für dich gefunden, welches deine Fähigkeiten vielleicht nicht mehr unterdrückt.“ Neugierig betrachtete ich die bunte Mischung, die größtenteils nicht aus Vitamin-Pillen bestand. Gott musste er wirklich so viele Tabletten schlucken? Seine Nierenwerte mussten ja unterirdisch sein.
Das Frühstück verlief unterkühlt, obwohl Constance sich bemühte Gespräche anzufangen. „Und was hast du für heute schönes geplant Alex?“, fragte sie und strahlte mich an. Seufzend zuckte ich die Schultern, „Ich wollte heute meine Mutter auf dem Friedhof besuchen.“ „Oh…das ist eine gute Idee, aber leider kann ich dich nicht hinfahren, ich muss eh gleich zum Dienst in die Praxis.“
„Keine Sorge, Resa hat mir Cailans Autoschlüssel gegeben, damit ich zu ihr fahren kann.“ Erstaunt sah Constance mich an und dann zu Cailan, „Oh könntest du mir einen Gefallen tun und die Medikamente für Cailan abholen? Von den neuen habe ich nämlich nicht so viele Zuhause.“ Ich nickte nur und sah auf meinen Teller, „Weißt du was, du könntest Cailan ruhig mitnehmen etwas frische Luft wird ihm gut tun!“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mo Nov 26, 2018 3:46 pm

Cailan Archer
Das hier war einfach nur erniedrigend. Ich hatte es immer gehasst so hilflos zu sein. Ich wollte nicht, dass man mir helfen musste oder anfing mich zu bemitleiden. Ich wollte nicht als schwach und minderbemittelt angesehen werden! Also gefiel mir diese ganze Situation ganz und gar nicht. Nach Jahren, die ich wieder wie ein Mensch mit zwei funktionierenden Beinen hatte leben können, landete ich wieder hier drin und hatte nicht einmal meinen Arm zur Verfügung, um mich zumindest selbst fortbewegen oder abstützen zu können. Dass aber ausgerechnet Alexandra mich in diesem Zustand erleben musste, ging mir erst recht auf den Sack. Ich hasste das alles hier! Ich wollte bloß in meinem Bett liegen und verdammt nochmal nicht vor diese Tür gehen, doch das ließen offenbar weder Constance, noch Alexandra zu. Ich hatte das Bad kaum verlassen, da hatte Alexandra sich bereits hinter meinen Stuhl geschoben und begann mich zu schieben. Ich presste die Lippen aufeinander und krallte die Finger meiner Hand fest um die Armlehne meines Stuhls. Ich wollte das hier nicht! Aber wie sollte ich es schon verhindern? Natürlich konnte es nicht noch schlimmer werden, richtig? Falsch gedacht. Der Lift, den ich seit Jahren nicht mehr hatte benutzen müssen, war kaputt. Er funktionierte nicht und das brachte Alex auf die glorreiche Idee mich zu tragen. Ich wehrte mich natürlich dagegen, doch mit einem Arm kam ich da wohl nicht weit. Ich hatte also keine andere Wahl, aber besonders glücklich war ich darüber am Ende nicht und das zeigte ich auch deutlich. Ich schwieg, ließ mich mit langem Gesicht an den Tisch heranfahren und saß bloß da, kaute lustlos auf meinem Müsli herum und wünschte mir eigentlich nur zurück in mein Zimmer zu kommen. Nicht einmal Constance Rührei fasste ich an. Ich nahm bloß die Tabletten, die ich nehmen musste und schwieg. Auch wenn ich gewissermaßen wieder laufen konnte, arbeitete mein Körper nicht so als würde er es tun. Meine Muskeln arbeiteten ja eigentlich nicht, sondern wurden nur von meinen Kräften gesteuert. Also hatte ich dennoch die Probleme mit meinen Nieren und Organen, die nicht richtig arbeiteten, weil mein halber Körper eben… gelähmt war. Doch zumindest hatte ich laufen können. Gerade fühlte ich mich dafür einfach nur in die Vergangenheit zurück versetzt. Constance Aussicht auf Tabletten, die meine Kräfte vielleicht nicht unterdrückten, ließ mich zwar wieder etwas bessere Laune haben, aber freuen tat ich mich dennoch nicht. Ich hatte bei sowas nie Glück, also wollte ich mich nicht zu früh freuen. Als Constance nun merkte, dass sie mit mir wohl kein besonders gutes Gespräch aufbauen konnte, wandte sie sich stattdessen an Alexandra und plauderte mit ihr eine Weile. Ich grummelte leise, als ich nun hörte, dass Resa meinen Wagen einfach an Alexandra verliehen hatte. Welches Recht hatte er dazu?! Das Auto gehörte immerhin mir und nicht ihm. Er konnte nicht einfach die Schlüssel verteilen wie er wollte! Ich knirschte mit den Zähnen und legte den Löffel zurück in die Schüssel. Mir war der Appetit endgültig vergangen, als Constance nun auch noch auf die tolle Idee kam, dass Alexandra mich mitnehmen könnte. „Ich will nicht auf den Friedhof. Und ich finde es auch nicht toll, dass Resa mein Auto verleiht ohne mit mir darüber zu sprechen.“, knurrte ich. Wow, ich war ein echter Griesgram, wenn ich in diesem Stuhl saß. Doch bei meiner jetzigen Situation hatte ich dazu wohl auch das Recht.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mo Nov 26, 2018 9:43 pm

Alex Castillo
Das alles war sie unangenehm, merkte Constance das nicht? Cailan war nicht in der Lage über einen Friedhof zu rollern und ich wollte ihn auch nicht unbedingt dabeihaben, besonders nicht, wenn er so grantig war wie jetzt. Constance schien seine Antwort gar nicht zu gefallen, sie legte wie Cailan ihr Besteck zu Seite, faltete die Hände und sah ihn mit einem ernsten Gesichtsausdruck an. „Ich verstehe das momentan deine Situation für dich sehr schlimm ist, doch ich lasse es nicht zu, dass du in deinem Zimmer hockst und rumschmollst nur weil deine Fähigkeiten weg sind. Stell dir doch mal vor das eines Tages deine Kräfte für immer nachlassen? Du kannst dich nicht wieder verkriechen, damals warst du doch auch so ein lebenslustiger Bengel, denk doch nur an deine Zeit mir Devin (seine tote Freundin). Du hast sie lange nicht mehr besucht, außerdem was denkst du würde sie zu dir sagen, wenn sie dich so anschauen würde? Sie würde dich raus in die Welt zerren mit Gewalt und dich wieder zum lächeln bringen.“ Neugierig spitzte ich die Ohren, ich wusste von meinem Wutausbruch, das Cailan eine Freundin gehabt hatte jedoch ahnte ich nicht, wieso sie nicht mehr zusammen waren. Ich seufzte und sah zu Cailan, „Ich wusste nicht, dass Resa dich nicht gefragt hat. Von mir aus kann ich auch den Bus nehmen.“ Constance sah nicht glücklich über meinen Vorschlag aus, „Aber mit dem Bus brauchst du sicher eine Stunde bis zum Friedhof!“ Ich winkte ab, „Ich nehme mir ein bisschen Musik mit sowie ein Buch. Führer bin ich auch ständig mit Bus gefahren, wir konnten uns damals das Auto nicht mehr leisten.“, murmelte ich und zuckte nur die Schultern.
Empört sah Cailans Ziehmutter ihn an und wartete anscheinend darauf das er sich entschuldigte. „Außerdem glaube ich, dass es keine gute Idee ist Cailan mitzunehmen, er braucht Ruhe und ist zu schwach, um nach draußen zu gehen. Wenn er hier bleibt kuriert er sich sicher viel schneller und ist dann bald wieder fit.“ Constance presste hart die Lippen zu einer Linie, anscheinend wiedersprach man ihr nicht oft. „Ich glaube auch nicht, dass es besonders gut wäre, wenn ich bei dem Treffen mit Cailans…Freundin dabei wäre. Aber wenn sie ihm einen Arschtritt geben soll, kann Devin doch herkommen?“, murmelte ich und sah auf meinen Teller.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Nov 27, 2018 10:19 am

Cailan Archer
So lieb und herzensgut Constance auch war, so streng und unnachgiebig konnte sie auch sein. Constance hatte so viel für mich getan und ich war ihr dankbar für alles, aber manchmal trieb sie mich wirklich zur Weißglut. Ich war kein Kind mehr. Sie konnte schon lange nicht mehr über mich bestimmen. Mein Leben würde nicht so verlaufen. Ich hatte mich aus dieser Misere herausgekämpft. Ich war nicht mehr an diesen Stuhl gebunden. Ich musste nicht mehr hier drin sitzen! Dieser Zustand hier war vorübergehend und ich wollte einfach nur warten, bis es wieder vorbei war. Ich krampfte meine Hand zusammen und knirschte mit den Zähnen, als sie nun auch noch Devin mit ins Spiel brachte. Ich würde meine Kräfte nicht für immer verlieren. Ich hatte sie mir hart erkämpft und meine Gene veränderten sich nicht einfach wieder! „Aber sie ist nicht hier, Constance! Das ist sie nicht und was ich mit meinem Leben mache, entscheide nur ich.“, knurrte ich. Musste sie es mir denn so schwer machen? Sie wusste genau, dass es nicht fair war die Devin-Karte auszuspielen. Ja, zu ihren Zeiten war ich glücklicher gewesen. Ich hatte Devin kennengelernt, als ich noch im Rollstuhl gesessen hatte und sie hatte mich trotzdem glücklich gemacht. Noch perfekter aber war es gewesen, als ich bei den Warriors aufgenommen worden war und gelernt hatte wieder zu laufen. Diesen ganzen Prozess hatte Devin mitgemacht und ich hatte wirklich geglaubt mit dieser unglaublichen Frau alt zu werden. Tja… falsch gedacht. Ich war kurz sogar ein wenig dankbar, als Alexandra sich einmischte. Sie hatte genauso wenig Lust mich mitzunehmen wie ich Lust hatte mitzukommen. Das war also gut. Doch ihre nächsten Worte, lösten eine ziemlich üble Welle aus. Alexandra ging davon aus, dass Devin lebte und einfach mit mir Schluss gemacht hätte. Tja, zu schön wäre es gewesen. Es wäre leichter gewesen, hätte sie mich einfach nur verlassen. Selbst Constance wurde kurz ruhig und es herrschte eine drückende Stille am Tisch. Ich schluckte nur und wandte den Blick ab. Ich wollte bloß zurück in mein Zimmer. „Devin… wird sich wohl kaum vom Fleck bewegen. Sie liegt auf dem gleichen Friedhof wie deine Mutter, Alex.“, erklärte Constance nun wesentlich sanfter und ich hoffte wirklich sie würde endlich verstehen und mich in Ruhe lassen, aber offenbar brachte sie das nur noch mehr dazu mich aus dem Haus zu drängen. „Es ist wichtig, dass du hier raus kommst, Cai. Und du solltest sie mal wieder besuchen. Du warst viel zu lange nicht dort. Also keine Widerrede. Alex fährt deinen Wagen und du fährst mit ihr.“ Dummerweise wusste ich, dass ich keine Wahl hatte. In diesem Stuhl hatte ich nicht viele Möglichkeiten mich zu wehren. Ich konnte den Stuhl mit dem eingegipsten Arm ja nicht einmal lenken. Constance würde mich nicht in mein Zimmer lassen. Sie könnten mich hinbringen wo auch immer sie wollten. Ich konnte mich ja nicht wehren, aber ich konnte mich weigern das alles gut zu finden. Es war nicht fair von Constance und das wusste sie auch.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Di Nov 27, 2018 2:46 pm


Alex Castillo
„Oh das wusste ich nicht, tut mir leid.“, sagte ich peinlich berührt und biss ich mir auf die Unterlippe. Wie immer war ich in das fetteste Fettnäpfchen getreten was mir zur Verfügung stand. Natürlich konnte ich nicht wissen das Cailans Freundin tot war. Ich fühle mich total mies und wollte am liebsten im Erdboden versinken. Jetzt auch noch nicht ihm zum Friedhof zu fahren würde noch beschissener werden als sonst schon. Es würde eine Tortur werden ihn ins Auto zu bekommen, besonders wenn er es allein machen wollte. Innerlich bereite ich mich schon auf einen Kampf vor. Constance konnte ich wohl auch nicht mehr umstimmen.
Nachdem kurzen Gespräch half ich mit den Tisch abzuräumen und verdrückt mich in mein Zimmer immerhin würden wir uns erst am frühen erst am frühen Nachmittag auf den Weg machen. Ich lag ausgestreckt auf dem Bett, hörte einen Song über Liebe, Verlust und einen Neuanfang an. Ich packte meinen Sachen zusammen zog mir meinen Lieblingspulli an und bequeme Jeans, bevor ich Cailan bescheid sagte, das ich loswollte.
Nachdem er endlich im Auto saß verstaute ich den Rollstuhl und setzte mich auf den Fahrersitz, stellte alles ein und ließ den Motor an. Cailan fuhr einen Schaltwagen, was ich nicht erwartete hatte, doch ich liebte es Gänge zu schalten, manchmal kam ich mit ein bisschen so vor wie ein Rennfahrer. Ich startet wie gewöhnt den Motor und legte den ersten Gang ein um loszufahren. Anfangs war es etwas ungewohnt und ich musste mich an seinen Wagen gewöhnen, denn dieser war wesentlich Moderner und hatte mehr PS als meine lahme Ente von früher. Deshalb machte es enorm viel Spaß auf der Landstraße in die zu fahren. Vielleicht würde ich auf dem Rückweg die Autobahn nehmen, wobei Cailan ziemlich angespannt neben mir saß. Nach einer Weile des Schweigens sagte ich schließlich, „Das mit deiner Freundin tut mir leid und auch das Constance dich hierzu zwingt. Es ist nicht richtig, dass von dir zu verlangen ich meine nicht mit deinem gebrochenen Arm.“, murmelte ich, bremste bei einer roten Ampel und setzte den Blinker. „Ich weiß das dir das hier nicht gefällt und das du auch keine Hilfe annehmen willst, das ist verständlich. Doch ich hoffe du verstehst das ich dir nichts böses will, wenn ich dir helfe? Wenn ich in der Situation wäre würdest du mir dann nicht auch helfen?“
Ich parkte den Wagen auf dem Schotterparkplatz und stellte ihm den Rollstuhl hin. Ich werde schnell Blumen holen gehen. Welche mochte Devin am liebsten?“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Nov 27, 2018 4:29 pm

Cailan Archer
Natürlich wusste sie es nicht. Ich hatte nicht vorgehabt ihr von Devin zu erzählen. Ich hatte nicht vor überhaupt jemandem von Devin zu erzählen. Sie war meine große Liebe gewesen. Sie wäre die Eine gewesen, da war ich mir ganz sicher. Ich hatte vorgehabt ihr einen Antrag zu machen. Ich hatte diese Frau heiraten wollen. Sie wäre mein Happy End gewesen und ich hatte zugelassen, dass man sie tötete. Es war mein Versagen gewesen, das sie in den Tod getrieben hatte. Wieso also sollte ich davon erzählen? Doch Constance war das egal. Sie dachte nicht darüber nach wie es mir damit ging. Sie tat das, wovon sie glaubte, dass es richtig war, aber achtete nicht auf das, was ich wollte. Sie glaubte ernsthaft mir damit zu helfen, aber sie machte es mir nur noch schwerer. Das restliche Frühstück verlief in absolutem Schweigen. Niemand sprach mehr und nachdem aufgeräumt war, verzog sich Alexandra auf ihr Zimmer und ließ mich damit mit Constance allein. Ich buchsierte mich irgendwie ins Wohnzimmer, schaltete den Fernseher an und schaute mir die übelste Realityshow an, die ich finden konnte, nur damit Constance mich nicht nervte oder mit mir sprechen wollte. Ich schlug irgendwie die Zeit tot, um Alexandra nicht fragen zu müssen mich wieder nach oben zu tragen. Außerdem quälte mich Alexandra ja kurz danach noch damit ins Auto zu steigen. Ich fuhr einen Sportwagen… Es war nicht gerade leicht mich halb gelähmt und mit gebrochenem Arm hineinzuzerren. Ich tat es zwar zum größten Teil, aber Alexandra musste mir dennoch meine Beine hinterhertragen und das hob meine Stimmung auch nicht besonders. Ich wollte das einfach hinter mich bringen. Welche Wahl hatte ich auch sonst? Ich lehnte meine Stirn an die kühle Scheibe und schaute nach draußen, beobachtete wie die Bäume umherflogen und grummelte jedes Mal, wenn Alexandra die Kupplung nicht richtig kommen ließ und den Wagen zum ruckeln brachte. Ja, Schaltwagen waren hier in Amerika nicht unbedingt Standard, aber allzu kompliziert war die Sache ja nun auch nicht. „Ist ja nicht deine Schuld… aber du verstehst, dass ich es nicht gerade toll finde, wenn ich herumgetragen werde, oder? Also… lass einfach gut sein. Ich will weder darüber sprechen, noch weiter daran denken. Sobald ich die Tabletten absetzen kann, wird es wieder beim Alten sein.“ Ich wollte einfach wieder der Kerl sein, den sie hassen konnte. Das war wesentlich leichter gewesen. „Hyazinthen… Sie mochte fliederfarbene Hyazinthen.“ Das wusste ich noch ganz genau. Ich konnte sie praktisch vor mir sehen, mit den Blumen im Haar. Ich schluckte, als Alexandra mich allein ließ. Ich nutzte die Zeit, um mich selbst irgendwie in den Rollstuhl fallen zu lassen. Ich zerrte mich hoch, setzte mich hin und band den Gurt um mich. Ich saß nicht gut, aber zumindest hatte ich es allein geschafft.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Di Nov 27, 2018 7:14 pm


Alex Castillo
Ich verdrehte heimlich die Augen als er wieder anfing grimmig zu werden und machte mich auf den Weg zum Blumenladen um lavendelfarbene Hyazinthen sowie einen kunterbunten Blumenstrauß für meine Mutter. Sie hatte nie eine Lieblingsblume gehabt, und wenn doch wusste ich diese nicht. Was ich jedoch wusste war, dass sie Farben liebte und ihr dieser Strauß sicher gefallen hätte. Als ich wieder bei Cailan war reichte ich ihm den Strauß schloss das Auto zu, bevor ich ihn kurz musterte. „Ich schätze mal das sich unsere Wege erst einmal trennen, ruf mich einfach an, wenn du wieder gehen willst. Sicher willst du allein zu ihr gehen oder?“, fragte ich und machte mich dann in Richtung des riesigen Eingangstors. Überall standen irgendwelche gruseligen Statuen und manche Gräber waren so alt, dass man die Innenschriften gar nicht lesen konnte. Resa hatte mir den die Grabstelle aufgeschrieben, doch nach langen Suchen musste ich mich an einen Friedhofswächter wenden, der mich zu meiner Mutter brachte.
Sie war in der Familiengruft der Castillos beerdigt worden und hatte ihr eigenes kleines Grab. Die Gruft war aus Marmor, welche gepflegt wurde, denn der Boden glänzte und sicher hätte man vom Boden essen können. Ich setzte mich auf die Bank in der Mitte und legte die Blumen auf zu ihrer Grab, auf ihrem schwarzen Marmorstein war in goldenen und kursiven Buchstaben „Der Tod ist nicht das Ende, nicht die Vergänglichkeit, der Tod ist nur die Wende, Beginn der Ewigkeit.“ Ich legte meine flache Hand auf die Grabplatte an der Wand und dachte daran das die Urne meine Mutter dahinterstand. Es war merkwürdig zu wissen, dass ihr Körper nur noch Asche war. „Ich vermisse dich Mum, es tut mir leid, dass ich dich erst jetzt besuche und nicht auf deiner Beerdigung war. Ich hatte zu viel Angst vor Resa und den Warriors, ich bin weggelaufen wie wir es schon immer gemacht hatten. Um ehrlich zu sein bereue ich es.“, sagte ich leise. „Resa ist ganz anders als ich es mir vorgestellt habe, ich bin mir noch nicht sicher ob ich ihm vertrauen kann oder was mit den Warrior ist. Alles ist neu und anders als erwartet, doch ich vermisse dich und meine Freunde.“ Die Trauer überkam mich, jedoch nicht so schlimm wie erwartet, ich hatte wässrige Augen musste jedoch nicht heulen. Für Mum wollte ich tapfer sein, sie hätte nicht gewollt das ich weine. Vermutlich würde sie wollen, dass ich offener wäre meinem Vater und seiner oder meiner Familie gegenüber. Allerdings war ich kein kleines Mädchen mehr und ich konnte auch nicht einfach so tun als würden wir nicht aus verschieden Welten kommen. Ich blieb sicher noch eine halbe Stunde am Grab und sprach mit ihr, danach fühlte ich mich besser, irgendwie erleichtert. Ich machte mich deshalb mit einem guten Gemüt auf die Suche nach Cailan, welcher mir noch nicht geschrieben hatte. Auf dem Parkplatz war er nicht mehr - zum Glück! Also hielt ich nach ihm Ausschau und entdeckte ihm bei einem Grab, welches sehr gepflegt aussah. Devin sah auf dem Foto wunderschön aus, sie war eine Naturschönheit und ich verstand wieso Cailan sich in sie verliebt hatte. Aber sicher auch wegen ihres Charakters, denn nicht jeder war bereit mit einem Mann Zusammensein er eine Behinderung hatte. Ich wollte ihn nicht stören, doch ich war neugierig wer Devin war. Sie hatte ihn verändert, hatte ihn unterstützt und sicher genauso sehr geliebt wie er sie. Dieser Kummer seine Liebe zu verlieren, wahr sicher schlimm. Ich ging einen Schritt näher und stand ein wenig versetzt neben Cailan. „Sie war wirklich wunderschön.“, wisperte ich und schenkte ihm ein aufrichtiges Lächeln. Ich wusste, dass ich nichts aufmuntern konnte, ihr Verlust war sicher zu heftig für ihn gewesen. „Warst du dabei?“, fragte ich und spielte auf ihren Tod an.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Nov 27, 2018 8:27 pm

Cailan Archer
Ich hatte gar nicht vor weiter auf den Friedhof zu gehen. Ich hatte nicht einmal vorgehabt hierher zu kommen. Ich wollte nicht hier sein. Aber das hatte ich nicht entscheiden dürfen. Man hatte mich gezwungen herzukommen, aber niemand würde mich zwingen zu ihr zu gehen. Devins Grab… Da wollte ich nicht hin. Ich wusste, was das bei mir auslöste und das war etwas, das ich jetzt wirklich nicht gebrauchen konnte. Ich war emotional gerade wirklich alles andere als stabil und jetzt noch zu Devins Grab zu gehen… das war zu viel. Aber nun hatte ich ihre Lieblingsblumen auf meinem Schoß liegen. Es war ein frischer Strauß und Devin hatte diese Blumen über alles geliebt. Ihre Wohnung war immer von diesem Duft erfüllt gewesen. Ich war so lange nicht mehr bei ihr gewesen. Ich hatte ihr Grab gemieden und sie viel zu selten besucht. Es wäre nicht fair, wenn ich jetzt bloß hier auf dem Parkplatz bleiben und ihre Blumen wegwerfen würde. Ich brauchte sicher zehn Minuten, um mich zu überwinden und loszufahren. Der Rollstuhl mit dem Joystick erlaubte mir zumindest einhändig den Stuhl zu steuern. Ich fuhr also tatsächlich auf den Friedhof, schlängelte mich durch die schmalen Trampelpfade zwischen den Gräbern und kämpfte mich vor bis zu Devlins Grab. Ich positionierte den Rollstuhl vor ihrem Grab, platzierte die Blumen so gut ich konnte auf dem Sims ihres Grabsteines und atmete zitternd aus. Ich fühlte mich schrecklich. Ihr Grab zu besuchen spendete mir nicht wirklich Trost. Es erinnerte mich bloß immer wieder an die Ereignisse ihres Todestages. Ich schluckte hart und senkte den Blick. „Egal wie oft ich hier bin, ich kann dir gar nicht oft genug sagen wie leid es mir tut. Das alles war mein Fehler. Bloß meiner. Glaub mir, das werde ich mir selbst nie verzeihen.“ Das alles aber würde nichts ändern. Nichts könnte das, was ich getan hatte, wieder gut machen. Devin war tot und ich konnte gar nicht so viel Reue zeigen, um das zu sühnen. Es änderte nichts. Ich könnte mein Leben im Kloster verbringen, mich selbst aufhängen oder mein Leben irgendwie weiterführen, aber das alles würde nichts wieder gut machen. Nichts würde Devin das Leben zurückgeben. Ich schloss die Augen, als ich spürte wie mir die Luft wegblieb. Ich spürte wie die altbekannten Panikattacken wieder aufkamen. Meine Kehle schnürte sich zu, die Tränen stiegen mir in die Augen und ich war kurz davor durchzudrehen, aber mittlerweile hatte ich genug Übung darin es herunterzuschlucken. Ich atmete tief durch, dann aber zuckte ich zusammen, als ich Alexandras Stimme hörte. Schnell wischte ich mir eine Träne von der Wange, öffnete die Augen und unterdrückte dieses enge Gefühl in meiner Brust. „Sie war wunderschön, ja.“ Sie war die schönste Frau, die ich je gekannt hatte. „Ich habe sie gefunden… Wir waren im Urlaub, weil ich so viel gearbeitet habe. Ich hatte kaum Zeit für sie gehabt und ich wollte sie überraschen. Ich habe sie… nach Florida gebracht. Wir waren im Hotel, als ich die Nachricht wegen der Mission bekam. In der Nähe von Miami hatte man ein Rudel Werwölfe gesichtet. Ich dachte, dass ich einen Abend nutzen konnte, um… um schnell einzugreifen. Ich war auf dieser Mission und habe die Sache erledigt, nur nicht ganz. Ein Werwolf hat es rausgeschafft, hat mein Gesicht erkannt und als ich zurück ins Hotelzimmer gekommen bin… war sie tot. Das ganze Zimmer war getränkt von ihrem Blut. Sie war… verstreut auf dem gesamten Boden. Hätte ich einfach meine Arbeit zu Hause gelassen und hätte mit ihr diesen blöden Urlaub gemacht, dann… wäre sie jetzt noch am Leben. Ich hätte ihr einen Antrag gemacht und hätte sie geheiratet. Himmel, vielleicht hätten wir mittlerweile sogar Kinder und ein Haus. Stattdessen habe ich sie in den Tod gestürzt. Ich konnte nicht eine Woche ohne meine Arbeit aushalten und die Zeit mit ihr genießen, sondern musste alles zerstören.“, hauchte ich leise. Ich hatte einfach alles kaputt gemacht.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mo Dez 03, 2018 3:40 pm

Alex Castillo
Traurig sah ich ihn an, wobei er meinen Blick mied und nur auf Devins Grabstein schaute. Jeder konnte seinen Kummer erkennen und seine Liebe zu ihr, es war furchtbar so etwas zu erleben. Um ehrlich zu sein konnte ich mir gar nicht vorstellen jemanden zu verlieren in den ich verliebt war. Vorsichtig legte ich meine Hand auf seine Schulter und drückte diese sanft, den Schmerz konnte ich ihm nicht nehmen aber ich konnte für den Moment für ihn da sein. „Das tut mir leid, es ist unfair, wenn jemand so junges und geliebtes aus dem Leben gerissen wird.“, fing ich an und hockte mich hin, ich in sein gerötetes Gesicht sah. Cailan hatte anscheinend geweint, zurecht natürlich, immerhin war es sicher nicht leicht das alles zu verarbeiten und hier zu stehen, drei Meter über dem Körper seiner toten Freundin. „Hey Cai, ihr Tod ist nicht deine Schuld, sondern die des Meermanns. Wie hättest du ahnen können, dass er dich aufsucht?“ Ich hoffte er verstand mich, doch vermutlich würde er sich immer die Schuld geben. „Wir dürfen nicht an das „Was wäre, wenn“ klammern, nicht in unserem Job. Das würde uns auf Dauer langsam umbringen. Ich weiß, dass das einfacher gesagt ist als getan, doch wir dürfen uns nicht kaputt dadurch machen, nicht wenn wir die Aufgabe haben andere vor solch einer Grausamkeit zu beschützen.“, sagte ich leise und betrachtete die lavendelfarbenen Hyazinthen. Ich dachte gleichzeitig nach was das für eine Überwindung gewesen sein musste hierher zu kommen. Er hatte sich eine Zukunft ausgemalt mit seiner Freundin, sie zu heiraten und Kinder mit ihr zu bekommen. In unserem Job fing man damit früher an als normaler Weise in unserer Gesellschaft, denn das Risiko das wir keine vierzig wurden war ziemlich hoch. Gleichzeitig fand ich es jedoch komisch mir Cailan verheiratet und mit Kindern vorzustellen, um ehrlich zu sein hätte ich nicht gedacht das er so etwas wirklich wollte. Jetzt sicher garantiert nicht mehr, nicht nachdem er sehen hätte was mit den Menschen die er liebte passieren konnte. „Komm lass uns nachhause gehen.“, murmelte ich leise.
Die Woche ging ziemlich schnell vorbei und durch die Medikamentenumstelllung sowie Ruhe konnte Cailan bald wieder laufen und ruhte sich weiter aus. Constance hatte Wort gehalten und Resa nichts gesagt, auch wenn sie ihn gezwungen hätte rauszugehen und nicht in seinem Bett Trübsal zu blasen. Er war ganz schön deprimiert gewesen nach unserem Besuch auf dem Friedhof und das zwischen uns beiden hatte sich ebenfalls verändert. Ich fand ihn nicht mehr allzu lästig und nervig, doch teilweise war mir seine Nähe auf andere Weise unangenehm. Ich hatte ihn in seinem schwächsten Momenten erlebt und konnte es auch nicht ungeschehen machen. Zum Glück blieb er noch eine weitere Woche Zuhause, sodass ich mich nicht mehr mit ihm auseinandersetzen musste. Erstaunlicher Weise ließ mir Resa auch mehr Freiraum und das hieß nicht ständige Bewachung. Ich bekam dennoch mein Sondertraining und traf mich jeden Mittwochabend mit Resa, um mit ihm zu essen. Nach einer Woche kam auch Cailan wieder, er sollte sich noch schonen und würde mich nicht bewachen. Er würde nur mit mir mein Sondertraining durchführen, wahrscheinlich saß er nur da und korrigierte meine falschen Bewegungen oder er holte sich Brad dazu, welcher mich nicht mehr nur bewachte, weil es ein Befehl war. Mit ihm konnte man gut reden, ich hatte ihn sogar aus Neugier über Devin ausgefragt. Doch er hatte mir nicht sehr viel Neues verraten, nur das Cailan ein anderer geworden war nach ihrem Tod…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Dez 06, 2018 7:06 pm

Cailan Archer
Seit dieses Auftrags war es mir zunehmend unangenehm in Alexandras Nähe zu sein. Sie hatte mich in Momenten erlebt, die ich niemandem zeigen wollte. Bloß Resa und Constance hatten mich so gesehen. Sie waren die einzigen Menschen, die noch in meinem Leben verweilten, die mich im Rollstuhl sitzend und völlig am Boden zerstört kannten. Sie waren die einzigen Menschen in meinem Leben, die mich jemals hatten weinen sehen. Seit ich Warrior war, war ich ein anderer Mensch geworden. Ich wollte nicht mehr, dass mein Ruf mir voraus eilte. Tja, doch nun war da Alexandra. Die verloren geglaubte „Schwester“, die bloß gegen uns arbeitete statt mit uns. Sie hatte mich so gesehen. Ausgerechnet sie, wo sie doch den Feind sympathisierte! Das passte mir ehrlich gesagt absolut nicht und deswegen wich ich ihr aus. Das fiel jedoch immer schwerer aus, weil Resa auf Biegen und Brechen versuchte uns in die Form einer Familie zu pressen. Er tat schon fast so als wäre Alexandra wirklich meine Schwester. Wusste er was er mir und Constance damit antat? Und als wäre das noch nicht genug, wollte Resa nun auch noch von mir, dass ich einen auf Mentor machte. Ich war Kommandant. Mein Job war es meine Jungs auf Einsätzen anzuführen. Ich spielte sicher nicht Lehrer! Mein Gips war ab, ich war von den Medikamenten runter, die meine Kräfte beeinflussten und damit war ich wieder einsatzbereit! Wäre mein Vorgesetzter jemand anderes als Resa, würde ich schon wieder auf Einsätze fahren und Leben retten! Stattdessen hockte ich immer noch hier in der Basis und wartete darauf, dass mein Ziehvater mir die Erlaubnis erteilte wieder auf Außeneinsätze zu gehen. Doch er tat es nicht. Er nervte mich bloß jeden Tag wieder damit, dass Alexandra sich so gut anstellte und sie vermutlich ihre Ausbildung zum Warrior verkürzen könnte, so wie ich es damals getan hatte. Glaubte er, dass mich das interessierte? Ich war kein Lehrer und ich wollte auch keiner sein, also ging mich Alexandras Ausbildung absolut nichts an. Das dachte ich zumindest… denn zu Beginn des nächsten Schuljahres hatte Resa mich gegen meinen Willen als Mentor eingetragen und das auch noch für Alexandra. Ich sollte also ihren Lehrer spielen. Ich sollte sie beaufsichtigen und trainieren und wieder massig Zeit an ihr verschwenden. Resa begriff einfach nicht, dass sie das alles doch gar nicht wollte. Und er wollte genauso wenig verstehen, dass ich das hier hasste! Doch welche Wahl blieb mir denn, nachdem er mir damit drohte Alexandra entweder als Mentor zur Seite zu stehen oder nie wieder auf einen Einsatz mitfahren zu dürfen? Er hatte die Macht dazu. Er könnte meine gesamte Karriere einfach so beenden, nur weil ich meiner „Schwester“ nicht helfen wollte. Also blieb mir nichts anderes übrig als pünktlich zur Zeit des Unterrichtsbeginns, aber an einem Samstag, vor Alexandras Zimmertür zu stehen und genervt zu klopfen. Sie würde von all dem hier genauso begeistert sein wie ich. Sicher konnte sie mir spätestens seit dem Ausflug auf den Friedhof kaum mehr in die Augen sehen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Do Dez 06, 2018 7:51 pm

Alex Castillo
Ich wusste ja noch nie was ich von Resa und den Warrior halten sollte. Einerseits verstand ich sie und fand die Idee Menschen zu beschützen großartig, doch andererseits verstand ich ihr aggressives der unschuldigen Wesen nicht. Ich war im Zwiespalt mit meinem Gewissen und von meinen Gefühlen braucht ich gar nicht anfangen, denn hatte ich geplant längst von hier weg zu sein. Was mich hier hielt wusste ich nicht genau. Die Warrior waren die Feinde, sie waren böse, sie waren doch die Monster! Aber je mehr ich hier war, glaubte ich mich darin geirrt zu haben. Die Warrior waren nicht perfekt, doch mit ein wenig mehr Offenheit im Bezug auf die Wesen und man hätte das Problem gelöst. Man könnte sogar mit ihnen zusammenarbeiten! Vielleicht war es das was mich hierbleiben ließ, der Gedanke daran Frieden zu schließen? Ich seufzte und schüttelte den Kopf, während ich mir meine feuchten Haare auswrang und in den Spiegel sah. Als es an der Tür klopfte, sah ich verwirrt auf die Uhr, es war erst halb neun, Brad wollte mich doch erst halb Zehn zum Frühstück abholen? Ich wickelte mein Handtuch etwas enger um meinen Körper und ging zur Tür. Ich hoffte, dass Brad die Augen ein wenig aus dem Kopf fielen, immerhin trieb er es oft ziemlich weit mit seinen Flirtversuchen. Ich wollte ihn einfach einmal sprachlos erleben, deshalb öffnete ich die Tür. „Morgen mein Hübscher, du bist aber früh dra...!“, raunte ich, stockte und sah ihn überrascht an. Ich war nicht vorbereitet ihm zu begegnen, jedenfalls nicht allzu bald, die Ereignisse auf dem Friedhof waren noch ziemlich frisch und ich glaubte eigentlich, dass ihm es genauso unangenehm gewesen wäre wie mir?! In Schockstarre starrte ich da und sah ihn irritiert an, bevor ich die Tür nach vorn schob und meinen Körper hinter ihr versteckte. „Oh ich dachte du wärst jemand anderes…“, entschuldigte ich mich und bekam rote Wangen. Ihn hatte ich als letztes hier erwartet, was wollte er überhaupt hier? Sicherlich nicht um Hallo zu sagen, wenn es nahm ihm ginge würden wie sicher nie wieder ein Wort miteinander wechseln!
Ich presste fest die Lippen aufeinander und versuchte mich von dem kleinen Schock zu erholen, um cool zu bleiben, das Letzte was ich gebrauchen konnte, war es auszuflippen! „Was machst du hier? Ich dachte ich wäre jetzt Babysitter frei? Resa hat mir mehr Freiraum gegeben, solltest du nicht auf irgendeiner Mission sein und naja deinen Job machen und böse Leute daran hindern böses zu tun?“, fragte ich ihn krallte mich an die Zimmertür. Ich war wirklich neugierig, wieso er sich dazu herabließ mich zu besuchen, auch wenn ich mir schon dachte, dass irgendwas im Busch wäre. Jetzt konnte man es nicht mehr leugnen, es würde ein so unangenehmer Tag werden, denn es sah nicht so aus, als würde er mir eine freudige Nachricht überbringen!
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 09, 2018 2:08 pm

Lyra Evans
Meine Hand traf auf den Wecker und ich richtete mich im Bett auf. Noch ein bisschen verschlafen strich ich mir die Haare aus der Stirn. Heute war eine Räumung angesagt. Ich schwang die Beine aus dem Bett und lief mit leisen Schritten in mein Badezimmer. Ich duschte und trocknete mich danach ab. Meine noch leicht feuchten Haare band ich zu meinem typischen Zopf zusammen. Sonst nervten sie mich nur bei der Arbeit. Ich schlüpfte in meine typischen Arbeitskleider, bevor ich durch meine kleine Wohnung lief in die Küche, um mir etwas zum Frühstück vorzubereiten. Nachdem ich gefrühstückt hatte, schwang ich meinen Rucksack über meine Schultern und trat nach draussen. Ich atmete tief die frische Luft ein, bevor ich mich auf den Weg zu Zentrale machte. Die Leute liefen an mir vorbei. Ich hatte es mir abgewöhnt von jedem dieser Leute die Gedanken zu lesen. Ich blendete es aus. Die meisten hatten nur unwichtige Dinge im Kopf. Sie wussten nicht, was wirklich zählte im Leben. Sie wussten nicht, was da draussen wirklich auf sie lauerte. Ich pfiff leise vor mich hin, als ich eintrat und die Tür hinter mir schloss. Nachdem ich mich ausgewiesen hatte, trat ich in die Zentrale ein und meldete mich bei meinem Chef. Darauf wurden wir auch schon alle versammelt und uns wurde die heutige Mission erklärt. Es war eine Räumung, bei der teilweise auch übernatürliche Kreaturen verkauft wurden. Menschenhandel war schon immer etwas Schreckliches gewesen, nur ging es hier nicht um Menschenhandel. Das waren Tiere. Nein, sogar noch schlimmer. Ich hatte inzwischen schon ein paar dieser Kreaturen gewesen. Sie wollten töten. Das war das Einzige, was ihnen wichtig war. Die Anweisungen waren klar. Man sollte keine übernatürliche Kreatur verschonen und die Menschen so gut wie es ging da raus halten. Uns war aber auch bewusst, dass einzelne Menschen davon wussten. Immerhin hielten sie Werwölfe, Vampire oder was auch immer als Haustiere. Sie waren eigentlich schlechte Menschen, aber hier ging es nicht um schlechte Menschen. Hier ging es um böse Kreaturen. Kreaturen, die die Menschheit gefährdeten. Wir bekamen alle nötigen Informationen und anschliessend bekamen wir die Waffen. Ich steckte je einen Dolch in meine beiden Stiefel, nahm sonst alles was ich brauchte und nahm die Schusswaffe entgegen. Nachdem alle ausgerüstet waren, stiegen wir in die Wagen und fuhren los. Es war ein bisschen ausserhalb, jedoch nicht besonders weit weg. Das grösste Ziel war immer möglichst viele Kreaturen auszuschalten und dabei so diskret wie möglich zu sein. Es sollte niemand davon erfahren. Die Polizei war über die Räumung informiert und würde nicht ausrücken, falls sie einen Notruf erhalten würden. Ich sah, wie die Landschaft an uns vorbeizog und die Wagen anhielt. Ich stieg aus dem Wagen. „Evans!“, hörte ich meinen Namen und setzte mich in Bewegung. Die erste Gruppe stürmte den Laden, die zweite Gruppe fing die übernatürlichen Wesen ab. Besonders schwierig war es nicht. Wir brachten uns bei den Ausgängen in Position, bevor die erste Gruppe reinging und kurz darauf die Ausrufe und Schreie losgingen.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Dez 09, 2018 4:38 pm

Cailan Archer
Ich musste wohl gar nicht erwähnen wie beschissen das alles hier war. Ich hatte absolut keine Lust gehabt ihren Aufpasser und Babysitter zu spielen, aber nun auch noch ihr Mentor zu sein? Das war zu viel des Guten! Ich gönnte es Resa ja, dass er seine lang verschollene Tochter endlich gefunden hatte, in dessen Schatten ich immer gestanden hatte - auch wenn sie nicht die perfekte Tochter war - aber musste er mich nun auch mit in den ganzen Mist hineinziehen? Er wusste doch genau, dass ich nicht einen auf Familie machen wollte. Ich wollte nicht so tun, als wäre alles in Ordnung und super. Das war es nicht. Wir waren keine glückliche große Familie. Das war ein Trugbild, das Resa versuchte uns allen aufzudrängen. Vor allem ich wollte nicht den großen Bruder spielen. Ich war nicht ihr Bruder und das würde ich auch niemals sein. Und genauso wenig würde ich ihren verdammten Mentor spielen! Ich war kein Lehrer. Ich war Kommandant und ich sollte Missionen leiten und nicht irgendwelche Rotzgören unterrichten, nur damit sie ihren verfrühten Abschluss schafften, den sie gar nicht wollten. Alexandra würde davon genauso wenig halten wie ich, deshalb versuchte ich es auf diesem Wege. Sie würde Resa schon klarmachen, dass das hier nicht funktionierte. Wenn sie es ihm sagte, würde er es sicher verstehen. Er tat ja immerhin alles für sein kleines Prinzesschen, das erst sein ein paar Wochen bei uns war. Wenn sie ihn darum bat einen anderen Lehrer zu bekommen, würde Resa mich sicher wieder gehen und meinen Job machen lassen. Was sollte ich auch hier? Ich klopfte also an Alexandras Tür und hoffte von ihr diesbezüglich unterstützt zu werden, doch als sie die Tür öffnete, war sie praktisch halbnackt. Sie trug nichts weiter als das Handtuch, das sie vor ihrer Brust zusammen hielt. Für gewöhnlich sah ein Kerl in solchen Momenten wohl weg, mich aber juckte das kein bisschen. Ich starrte sie nicht an - sie sollte ja schließlich sowas wie meine Schwester sein, also sah ich ihr bloß unbeeindruckt ins Gesicht, als sie ihre Worte realisierte und merkte, dass ich wohl der falsche Kerl war. „Jemand anderes? Wen hast du denn erwartet? Etwa ein Sexdate?“, murmelte ich bloß und sah zu wie sie sich hinter die Tür schob als würde sie sich schämen. Nun… wir waren vielleicht nicht die besten Freunde, aber wenn ich ehrlich war, hatte sie nichts, wofür sie sich schämen musste - im Gegenteil. Na ja, vielleicht für ihre Ansicht was diese Viecher anging, aber rein vom Körperlichen gesehen meinte ich nun. „Oh glaub mir, dort wäre ich auch am liebsten. Ich bin sicher nicht hier, weil es mir so sehr Spaß macht. Resa will mich dazu verdonnern deinen Mentor zu spielen. Praktisch sowas wie deinen Privatlehrer, damit du die verkürze Ausbildung zur Warrior schaffst… Ich bin nur hier, weil du mit ihm darüber reden sollst. Sprich es auf einem eurer Abendessen an und mach ihm klar, dass das nicht geht, okay? Ich muss zurück auf die Missionen und sollte sicher nicht deinen Lehrer spielen. Das endet nur in einem Krieg.“, überbrachte ich ihr nun also die frohe Botschaft und bat sie direkt darum diese Katastrophe zu verhindern. Wenn sie vor Resa ein wenig mit den Wimpern klimperte, würde sie das schon durchgesetzt bekommen.
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