The secret warriors (RPG)

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Okt 28, 2018 3:44 pm

Aiden Jales
Ich wusste echt nicht, was das hier werden sollte. Sie kam jeden Tag hierher und vergeudete eigentlich ihre Freizeit. Ich war mir sicher, dass sie in dieser Zeit eigentlich besser hätte tun können. Natürlich sagte sie, dass momentan nicht so viel los war bei der Arbeit und so. Trotzdem passte es mir nicht wirklich, dass sie so viel Zeit für mich aufwandte. Ich kam mir vor wie ein verdammter Pflegefall. Gut, eigentlich war ich das auch, aber dadurch wurde es mir halt nur noch deutlicher. Das mochte ich wirklich nicht, aber ich tat es halt einfach. Ich zuckte auf Jaels Frage hin nur die Schultern und verschwand im Schlafzimmer, damit ich mir etwas überziehen konnte. Kaum hatte ich die Boxershorts angezogen, ging auch schon die Tür wieder auf und Alenia trat in den Raum hinein. Ich runzelte die Stirn bei ihrer Frage. Sie konnte das wenige provozieren echt nicht lassen oder? „Ja, leider“, erwiderte ich trotzdem. Ich würde wohl auch ein bisschen sticheln, wenn ich mich so angestrengt verhalten würde. Vermutlich hatte ich es verdient. Ich ging auf das Bett zu und setzte mich wieder vorsichtig hin, während ich zu ihr sah. „Nein, ich denke gerade nicht, dass du mir helfen kannst.“ Ich bräuchte so etwas wie einen neuen Körper und diesen hatte ich nun einmal nicht. Ich schürzte die Lippen und fuhr mir durch das Haar. Ich sah sie neugierig an, als sie auf einmal aufstand und die Tür schloss. Was sollte das denn nun werden? Ich nickte langsam, als sie mich fragte, ob wir reden könnten. Ich wusste zwar nicht genau, über was sie reden wollte, aber meinetwegen konnten wir das tun. „Nein, du störst nicht“, beantwortete ich eine ihrer Fragen, bevor ich mir überlegte, wie ich das am besten formulieren sollte. „Ich weiss einfach nicht, was hier abläuft. Ich weiss nicht, was du hier willst. Hast du irgendein schlechtes Gewissen oder fühlst du dich auf irgendeine Art schuldig? Bist du nur deswegen hier?“, fragte ich sie zurück und schürzte die Lippen. „Ich möchte dir nichts unterstellen, aber nach diesem Abend damals bist du gegangen und ich hatte nichts mehr von dir gehört. Du hast dich nicht gemeldet und nicht auf mich reagiert. Trotzdem tauchst du dann wieder im Krankenhaus auf und nun bemutterst du mich fast schon.“ Ich stiess die Luft aus und schüttelte den Kopf. „Ich möchte doch einfach nur wissen, wo wir stehen, verstehst du? Ich meine…, wirst du wieder gehen, wenn ich gesund bin oder denkst du wirklich darüber nach, dass wir doch noch irgendeine Chance haben?“, stellte ich die finale Frage und liess mich vorsichtig auf das Bett sinken. Ich schob eines der Kissen in den Rücken, damit ich ein bisschen aufgerichtet war und sah sie nun stumm an, während ich auf ihre Antworten wartete. Ich wollte einfach nur endlich wissen, ob noch irgendwas zwischen uns war oder eben nicht. Ich mochte es, sie um mich herum zu haben und genauso unerträglich war der Gedanke, dass ich sie vielleicht nie mehr haben könnte. Denn dann sollte sie nicht hier sein und mir helfen, wieder gesund zu werden. Sie wollte doch garantiert nicht, dass ich wieder arbeiten ging. Das war garantiert nicht das, was sie beabsichtigt hatte. Wahrscheinlich wünschte sie sich sogar nichts mehr, als dass ich dort einfach kündigte und nichts mehr damit zu tun hätte. Aber das war nicht so leicht, wie sich das vorstellte. Ich hatte einen Eid abgelegt und einen Eid konnte man nicht einfach so brechen. Zuerst mussten wir aber sowieso noch die offenen Fragen zwischen uns klären.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am So Okt 28, 2018 6:39 pm

Alenia
Er hatte ja Recht, vielleicht benahm ich mich total Oberflächlich und Dumm, aber ich wollte Aiden auf gar keinen Fall zu Nahe treten oder ihn verletzten. Ich schluckte und biss auf meine Unterlippe. „Ich- Aiden sag sowas doch nicht“, ich wusste nicht was ich sagen sollte. „Es tut mir leid.“ Und er wusste gar nicht wie sehr. Ich war Naiv und Dumm wenn es darum ging mir Gefühlen umzugehen. Doch zu meiner Verteidigung war es Aiden nun auch nicht gerade. Immer noch führte er sich auf wie der Größte idiot den es gab. Konnte er sich denn gar nicht in andere Leute hinein versetzten? Jetzt lag er dort und wartete auf eine Antwort. „Ich will dir doch nur helfen.“ Und schon wieder zwang er mich zu einer Entscheidung. Wusste er nicht, wie schwer das für mich war?! Es war eine Sache zu akzeptieren, dass er beim Militär war, doch seine Einstellung war immer noch die Gleiche. Er würde sich doch nicht nur deswegen ändern, oder doch? Ich hatte Angst. Ich war eines dieser „magischen“ Wesen nach denen er Jagdt machte, glaubte er ihm ging es besser? Wenn meinesgleichen ständig danach aus war, dir jede Sekunde den Kopf abzutrennen? „Was willst du von mir hören? Du behandelst mich seid dem ich hier bin so absolut komisch. Du siehst mich ja noch nicht einmal mehr an. Du bist Sauer und das kann ich verstehen, aber ich versuch hier wirklich nur mein besten um dir zu zeigen, dass du mir nicht egal bist! Du führst dich auf wie ein bockiges Kind.“ Und warum sah er das nicht? So schwer konnte das doch gar nicht sein. Seine Stimmungen waren im Keller, aber mir zu liebe konnte er sich ja wenigstens ab und an zu einem lächeln zwingen, oder war das auch zu viel verlangt?! Taten Menschen das nicht, wenn sie versuchten einander Zuneigung zu zeigen? Wenigstens waren sie nicht so drauf wie er in der gesamten letzten Zeit. Ich verbrachte mehr lockere Zeit mit seinem Bruder als mit ihm selbst. „Wieso behauptest du solche Sachen? Du kennst mich doch gar nicht! Woher willst du wissen, dass ich wieder gehe? Ich will hier bleiben. Ich möchte mich um dich kümmern und in deiner Nähe sein. Aber ich habe verdammt noch mal Angst das-“ Die Tür- Jael und er sah wie angespannt die Situation war. Ich hatte keine Ahnung wie viel er nun mitbekommen hatte, aber im Augenblick spielte das für mich auch gar keine Rolle. „Sorry Leute ich- ähm...wusste nicht das ihr. Ich mach uns mal einen Tee oder so.“ Sein Timing war nicht gerade super. Die beiden konnten wirklich so irre anstregend sein. Ich stieß die Tür mit meinem Fuß ein wenig zu als Jael dahinter verschwunden war und musterte Aiden. Er sollte jetzt ja nicht behaupten, dass ich Angst vor ihm hätte. Denn würde ich ihm gegen sein Schienbein treten. Er wusste genau was ich meinte und genauso wenig wie er von seinen Gedanken los ließ, ließ ich es von meinen. Es war sein Recht, doch genauso gut war es meines! „Vorher war das alles doch ein kein Problem, wieso willst du jetzt ausgerechnet DAS von mir hören? Hast du Angst, dass ich dir keinen Ruf kaputt mache oder was?“ Schließlich kostete es nicht nur mich sondern auch ihn etwas, wenn ich vor gehabt hätte jedem zu erzählen, dass Aiden mit einer Meerjungfrau verkehrte. Es würde wirklich wirklich schlimm werden. Doch traute er mir das zu? War es das was ihn Sorgen bereitete. „Wir sollten uns Neu kennen lernen und nicht streiten so wie wir es jetzt die ganze Zeit machen. Für jeden von uns beiden ist die neue Situation wirklich komisch und ich weiß das keiner von uns einfach so darüber hinweg sehen kann. Was erwartest du also von mir? Selbst du kannst diese Worte nicht sagen.“ Denn auch er fing immer und immer wieder an sich in einen Streit zu verharren. Darüber, dass ich ihn angeblich alleine gelassen hatte. Es ging in diesem Streit schließlich nicht nur darum, wer der größte Idiot war. Es ging um Gefühle und wir mussten erst einmal klären, ob wir das selbe füreinander empfanden.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Okt 28, 2018 10:09 pm

Raphael Lewis
Kleo sollte jetzt nur keinen Rückzug machen. Sonst hatte sie doch auch immer so eine grosse Klappe. Da würde doch ein kleines bisschen kaltes Wasser ihr nichts ausmachen? Anscheinend war sie dann aber doch ein bisschen heikler, als dass ich es gedacht hatte. Es dauerte eine Weile und ich musste sie sogar weiter ins Wasser ziehen. „Ich bin kein Macho“, widersprach ich ihr und grinste sie an. Ich war einfach nur ein ganz gewöhnlicher Kerl, der versuchte mit einer Frau flirtete. Das konnte man mir doch nicht übel nehmen? Immerhin war sie wirklich eine attraktive Frau. Welcher Typ würde denn nicht versuchen, mit dieser Frau zu flirten? Sie war wirklich eine Schönheit und das würde ich nicht abstreiten. Ich blieb stehen, als das Wasser mir bis zum Bauchnabel reichte. Erst jetzt fiel mir auf, wie viel kleiner sie eigentlich war. Bei ihr reichte das Wasser bereits schon bis unter ihre Brust. Als ich mich ins Wasser sinken liess und ich sie eigentlich mitziehen wollte, drückte sie mich geschickt unter das Wasser. Ich stiess die Luft unter Wasser aus und ich war froh, als sie endlich ihren Fuss von meiner Brust nahm. Schnell stiess ich mich an die Oberfläche und holte tief Luft, als ich wieder über dem Wasser war. „Ach, du bist aber wirklich ein kleiner Feigling“, zog ich sie auf, als sie sich rechtfertigte, dass es zu kalt sei. So kalt ist es nun wirklich nicht. Ich grinste sie an, während sie wieder in das flachere Wasser ging. Dabei müsste sie nur ein bisschen länger im Wasser bleiben und dann würde sich ihr Körper schon daran gewöhnen. Sie setzte sich im Schneidersitz hin, während sie mich wieder einmal mehr als Loverboy betitelte. Sie schien wirklich Freude an diesem Namen gefunden zu haben. „Ach, ich brauche keine Jury. Ich weiss, wie gut ich bin.“ Ich zwinkerte ihr zu und lachte kurz auf. „Aber wenn du etwas sehen willst, dann sag es“, fügte ich breit grinsend hinzu, während ich mich bereits in Bewegung setzte. Ich schwamm zuerst noch ein bisschen weiter hinaus. Ich wollte zuerst wissen, wie tief das Wasser hier war, bevor ich reinsprang. Ich war ja nicht lebensmüde oder so und ich mochte mein Leben. Ich wollte es noch eine Weile geniessen, also würde ich garantiert nichts derartig fahrlässiges machen. Ich fand eine Stelle, die tief genug war und schwamm wieder zurück, bis ich stehen konnte. Danach lief ich aus dem Wasser hinaus und steuerte auf den Felsen zu. „Also was möchtest du sehen?“, fragte ich sie und hob grinsend eine Augenbraue. Vielleicht hatte sie ja wirklich gedacht, dass ich mich das nicht getrauen würde. Aber da war sie bei mir an der falschen Adresse. Ja, ich war schon ein bisschen ein Draufgänger, aber das musste man auch sein, wenn man als Kickboxer ‚arbeitete‘. Dabei konnte man das nicht wirklich als Arbeit bezeichnen, es war mehr ein Hobby für mich.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Okt 28, 2018 10:09 pm

Aiden Jales
War es mir zu verübeln, dass ich wissen wollte, wie es zwischen uns beiden stand? Immerhin war sie diejenige gewesen, die gegangen war. Das war nicht ich gewesen, das war sie gewesen. Sie hatte mich als Monster abgestempelt und war danach gegangen, ob wir kurz vorher noch miteinander geschlafen hatten. Das verstand doch absolut kein Mann! Eines war auf jeden Fall mal sicher. Meerjungfrauen waren anscheinend genauso kompliziert wie es die menschlichen Frauen auch waren. In diesem Punkt machte sich absolut kein Unterschied bemerkbar und eigentlich war das doch ein gutes Zeichen oder? „Entschuldige dich doch nicht immer“, murmelte ich leise und sah sie an. „Wieso ich das behaupte? Du bist schon einmal gegangen, da kannst du mir doch nicht verübeln, dass ich Angst habe, dass du wieder gehst“, sagte ich und schüttelte ein kleines bisschen den Kopf. Hilflos warf ich die Hände in die Luft. „Ja, vielleicht habe ich ein kleines bisschen Angst davor, Leute zu verlieren, die ich gern hab. Kannst du mir das verübeln?“, fragte ich sie und hob eine Augenbraue. Ich hatte meine Eltern verloren. Viel früher, als dass man seine Eltern sonst verlor. Ich wollte noch nicht einmal dieses Gefühl spüren und dennoch war ich schon einmal ziemlich nahe an diesem dran gewesen. Das würde ich ihr aber nicht sagen. Sie sprach nicht fertig, als wir von meinem Bruder unterbrochen. Ich warf ihm einen verärgerten Blick zu. Konnte er denn nicht ein einziges Mal einfach uns in Ruhe lassen? Er schien wirklich das Flair zu haben, immer im unpassendsten Moment hineinzuplatzen. Das ging mir gerade ziemlich auf den Wecker. Ich schüttelte den Kopf und war froh, als er sich wieder nach draussen war. Alenia schloss die Tür wieder und ich sah sie an. „Ich habe noch nicht einmal ansatzweise an meinen Ruf gedacht. Ich mache mir eher Sorgen um dich. Es war doch nur schon fahrlässig, dass du meinen Vorgesetzten im Krankenhaus angetroffen hast“, sagte ich und schürzte die Lippen. „Inwiefern sollten wir uns denn neu kennenlernen?“, fragte ich fast schon ein bisschen naiv und seufzte leise auf. Ich streckte meine Hände nach ihr aus, nahm ihre Hände in meine und zog sie neben mich auf das Bett hin. „Ich… weiss einfach nicht, ob du mich noch willst. Du sagst, dass du hier bleiben möchtest, aber du hast absolut keine Annäherungsversuche gemacht und… ich weiss einfach nicht, ob du mich in dieser Weise überhaupt noch willst.“ Ich fuhr mir durch das Haar und sah sie dann an. „Ich bin halt einfach nur… verwirrt“, sagte ich und stiess die Luft aus. Ich liess meine Hände um ihre und schwieg dann einfach. Wie sollte ich ihr das aber auch besser erklären? In meinem Kopf war doch selbst ein totaler durcheinander. Ich legte den Kopf in den Nacken und wusste einfach nicht, was ich noch sagen sollte. Es war, als würde in meinem Kopf ein riesiges Wirrwarr herrschen. [Sorry, nächster wird besser.]

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mo Okt 29, 2018 7:13 pm

Cailan Archer
Ja, ich war immer irgendwie eifersüchtig auf sie gewesen. Sie war nie hier gewesen und ich hatte sie nie gekannt, aber dennoch war sie einfach immer und überall dabei gewesen. Ich war Einzelkind gewesen und doch hatte ich eine imaginäre Schwester gehabt, die mir vorgezogen wurde. Resa hatte das große Zimmer mit dem schönen Erker immer für sein kleines Mädchen frei gehalten. Und das obwohl ich im kleineren Nebenzimmer geschlafen hatte, in dem ich mit dem Rollstuhl viel zu oft irgendwo angeeckt war. Ich wollte mich nicht beschweren! Mein Zimmer war für ein Kinderzimmer recht groß und es war definitiv mehr als die Lehmhütte, in der ich in Mexiko mit meiner Mutter gelebt hatte, aber man wollte immer das, was man nicht bekam. Dieses Zimmer war eben einfach tabu für mich gewesen. Wieso ich ihr das alles erzählte, wusste ich aber nicht. Ich wollte mich nicht rechtfertigen oder ihr ein schlechtes Gewissen bereiten. Vielleicht hoffte ich einfach, dass sie mich nun besser verstand, wo sie wusste wie ich aufgewachsen war. Ich war streng und gut erzogen worden. Deswegen waren wir beide ja so verschieden. Sie war praktisch Staatsfeind Nummer eins und dennoch ließ Resa ihr Kinderzimmer Jahre lang bestehen und hoffte, dass sie nach Hause kam. Hätte ich das getan, hätte er mich verstoßen. Aber ich war ja auch nicht sein leibliches Kind… „Vermutlich hat er es deswegen all die Jahre so gelassen. Deine Mutter hat es eingerichtet und das erinnert ihn an sie. Er hat nicht viel, das ihm von ihr geblieben ist, weißt du… Nur das Haus und die Sachen, die er aus dem Krankenhaus vor zwei Jahren bekommen hat.“ Sie würde sich schon daran gewöhnen. Immerhin war es der gleiche Stil, in dem sie auch aufgewachsen war, oder nicht? Dann müsste sie sich ja eigentlich wohl fühlen. Doch als sie sich zu mir drehte, wirkte sie nicht so, als wäre sie entspannt. Ihre Augen wurden glasig und dann auf einmal liefen Tränen über ihre Wangen, womit ich wirklich absolut nicht umgehen konnte. Weinende Menschen generell waren eine Herausforderung, aber dann noch sie? Ich presste die Lippen aufeinander und seufzte. „Gut… komm mit.“ Ich konnte kein Auto fahren mit diesem Gips, also würden wir nicht weit kommen, aber ich kannte einen Ort, der zumindest weit weg wirkte. Ich lief die Treppe herunter und lief durch das Wohnzimmer zur Terrasse. „Wir sind ein wenig spazieren. Sind zum Abendessen zurück.“, rief ich zu Resa ins Arbeitszimmer und schob die Fenstertür auf, sodass wir in den Garten kamen, der aus einem Stück Wiese und einem daran angrenzenden Wald bestand. Resa hatte den kleinen Weg zwischen den Bäumen für mich mit feinem Schotter aufgefüllt, sodass ich mit dem Rollstuhl hindurch konnte. Nach ein paar Metern, wurden die Bäume hinter uns dichter und wir sahen das Haus nicht mehr. Dann tauchte vor uns eine Lichtung auf, die mit Gummiplatten ausgelegt war. Hier hatte Resa damals eine Rollstuhl-Schaukel und eine Art Rampe gebaut, damit ich auch im Garten ein wenig spielen konnte. Die Fläche der Rollstuhlschaukel war groß genug, dass wir beide darauf sitzen konnten. „Ist das „weg“ genug?“, fragte ich sie und ließ mich erschöpft auf die Schaukel sinken. Die starken Tabletten raubten mir auch meine letzte Kraft.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Di Okt 30, 2018 7:16 am

Alex Castillo
Ich folgte ihm nach unten, in den riesigen Garten und sah neugierig die Schaukel an bevor ich mich neben ihn setzte und mir die feuchten Wangen mit dem Ärmel meines Pullis abwischte. „Wenn ich ehrlich bin, würde ich lieber im Auto sitzen und ganz weit wegfahren, zur Not sogar zur Basis oder ins Krankenhaus. Doch dass hier reicht fürs erste, ich wollte bloß nicht mehr in diesem Zimmer sein.“, murmelte ich leise. Mein rechtes Bein winkelte ich an, schlang meine Arme drumherum und stützte mein Kinn mit dem Knie. Die Lichtung wirkte wie eine ganz andere Welt, es war sicher ein toller Rückzugsort gewesen sowie ein Platz zum Leben, Entdecken und Spielen. „Cailan, es tut mir leid, dass ich immer an erster Stelle stand. Kein Wunder, dass du mich hasst…naja außer natürlich das die Feindin der Warrior bin und euch oft platt gemacht habe.“, sagte ich und hätte lieber die Klappe gehalten, doch ich konnte nicht mehr alles in mich hineinfressen. „Was ich meine ist, als sein Sohn hättest du mehr Aufmerksamkeit bekommen sollen, als ich. Ich meine du bist das Kind und der Sohn, den er nie hatte. Resa hat dich nicht nur aus Mitleid oder einem Pflichtgefühl aufgenommen. Ich denke, er hat schon anfangs gesehen was für einen starken Willen du hast. Außerdem wollte er Vater sein, ich denke er brauchte dich genauso sehr wie du ihn.“, murmelte ich und sah wie die Sonne langsam am Horizont verschwand und sich alles verdunkelte. Wenn ich daran dachte, wie viel Mühe sich Resa hier gemacht hatte, war klar wie sehr er Cailan liebte. Vielleicht war er streng gewesen, aber sicher nur um Cailan zu stärken, er war ein Kind mit Behinderung er musste sich immer doppelt so hart anstrengen. Niemand würde Rücksicht auf ihn nehmen und wenn er einen Traum hätte, dann würde er dafür härter kämpfen müssen und das hatte Resa ihm beigebracht. Cailan war stark, klug und wenn er nicht gerade die Nerven verlor ein exzellenter Kommandant. Mit ihm hatte Resa alles richtig gemacht, was ihm bei mir verwehrt geblieben war. Jeder sah doch wie Stolz er auf ihn war, das war er auf mich nicht. Resa war bei mir nur fasziniert sein leibliches Kind zu sehen.
„Das alles hier macht mich fertig, ich wäre sogar lieber auf einer Mission als hier. Das Wissen, dass ich hier aufgewachsen wäre, was hätte sein können tut weh. Früher als Kind habe ich oft von einer heilen Familie geträumt, besonders wenn ich bei Freunden zu Besuch waren. Die meisten lebten mit beiden Elternteilen zusammen oder kannten wenigstens ihren Vater. Wenn es drum ging etwas über seinen Vater zu schreiben, habe ich mir ständig etwas ausgedacht. Resa war entweder Astronaut, Feuerwehrmann oder Eisverkäufer, aber meine Kreativität kannte keine Grenzen. Ich wollte dazu gehören und stellte mir vor was für einen Vater ich gerne hätte, einmal habe ich geschrieben das mein Vater Superkräfte hat und wie Superman die Welt rettet. Ich glaube das kommt seiner Jobbeschreibung am nächsten, doch die Lehrerin hat mir ernsthaft eine 5 draufgegeben.“, gestand ich ihm und zog etwas klein und sorgfältiges Zusammengerolltes aus meiner Hosentasche sowie ein Feuerzeug.
Ich nahm den Joint zwischen die Lippen, zündete ihn an und nahm einen kräftigen Zug. Ich schloss die Augen und genoss das bald kommende Wattegefühl in meinem Kopf. Ich war kein Süchtiger, aber ab und zu rauchte ich gern mal ein bisschen was, außerdem war es ja jetzt legal. Ich reichte Cailan den Joint, damit er auch mal ziehen konnte. „Ich habe angefangen Medizin zu studieren, - naja jedenfalls für zwei Wochen bevor dann die „Sache“ passiert ist. Im Regal stehen sogar noch die nicht ausgepackten Bücher, welche ich mir für die Kurse angeschafft habe. Ich wette in Kleiderschrank ist sicher noch meine Arbeitsuniform, denn ich habe bei Starbucks und einer Pizzeria gejobbt um mein Studium und die Miete zu bezahlen, war kein Zuckerschlecken aber die Gratisessen waren das Beste an dem Job.“, sagte ich und lächelte bei den Erinnerungen an meine zwei Jobs. Ich wäre zu gern Ärztin geworden, denn irgendwie wollte ich Menschen oder Lebewesen schon immer helfen. Jetzt tat ich es eben auf eine andere Art und Weise. „Wolltest du schon immer Warrior werden oder hast du auch an anderen Berufen Interesse gehabt?“, fragte ich neugierig.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Nov 01, 2018 12:36 pm

Cailan Archer
Es war seltsam sie hier zu haben. Dass sie mit mir auf der Rollstuhl-Schaukel meiner Kindheit saß, fühlte sich seltsam an. Das hier war meine vertraute Umgebung. Das war mein Rückzugsort gewesen. Sie hierher zu bringen, fühlte sich für mich seltsam nackt an. Es war als würde sie in meine Seele blicken, was mir wirklich nicht gefiel. Ich hatte ihr schon einmal etwas mehr über mich erzählt und sie hatte es eiskalt ausgenutzt und mich wirklich ziemlich heftig angegriffen. Ich hatte mich Tage lang danach noch mies gefühlt. Es war also schon unangenehm für mich sie erneut so tief in mein Leben zu lassen. Sie sah das Haus, in dem ich aufgewachsen war, sah die Fotos von mir im Rollstuhl, die im Haus herumstanden und nun kannte sie auch noch meinen Rückzugsort. Das waren alles ziemlich persönliche Dinge, die sich im Endeffekt auch wieder gegen mich verwenden könnte. Ich wusste auch nicht wieso ich sie ausgerechnet hierher gebracht hatte. Sie hätte auch selbst abhauen können… Aber vermutlich hatte ich dann doch wieder ein schlechtes Gewissen bekommen, als ich ihre tränenden Augen gesehen hatte. Es ging ihr mies, weil sie das alles so sehr an das erinnerte, was passiert war. Und ich war kein schlechter Mensch, also brachte ich sie her. Ich hoffte wirklich für sie, dass sie das nicht ausnutzte. „Na ja, mit dem Arm kann ich dich wohl nirgendwo hinfahren.“, stellte ich leise fest und schaute auf den Gips herunter, der meinen kompletten Arm umschloss. Bis zur Schulter war mein Arm steif und machte es mir vermutlich selbst schwer ein Brot zu schmieren. Der Arm würde mich vermutlich noch eine ganze Weile lang nerven. Ich war schon wirklich übel zugerichtet gewesen. Ich seufzte leise und richtete den Blick auf irgendeinen Punkt im Wald, als sie anfing über meine Kindheit zu sprechen. Ja, es war nie besonders leicht für mich gewesen… „Ich hasse dich nicht. Ich… denke ich werde bloß nicht mit dir warmlaufen. Ich meine… Freunde werden wir wohl nie sein. Wir stehen auf verschiedenen Seiten und dann ist da noch Resa…“ Ich hasste sie nicht. Das war ein viel zu starkes Gefühl dafür, dass ich sie doch kaum kannte. Ja, sie war mir nicht wirklich sympathisch, aber das musste sie auch nicht. „Er hat euren Verlust nie wirklich überwunden, weißt du? Er hat nie verstanden wieso ihr ihn verlassen habt. Er hätte alles für dich und deine Mutter getan.“ Das wusste ich, weil er es mir oft genug erzählte. Diese Worte aus Resas Mund zu hören war immer besonders schwer gewesen. Er erzählte mir wie sehr er seine richtige Familie vermisste und schickte mich dann auf mein zweite Wahl Zimmer. Resa hatte immer an seiner Tochter festgehalten. Ihre Anwesenheit hatte sich immer irgendwo in mein Leben gedrängt. Jetzt, wo ich älter war, verstand ich auch wieso, aber das hieß nicht, dass es weniger enttäuschend war. „Siehst du und das verstehe ich an dir nicht. Du hast dir immer eine Familie gewünscht und jetzt hast du deine Chance deinen Vater kennenzulernen, der im Übrigen ein super Kerl ist, und du lässt sie verstreichen. Ich weiß du willst das alles nicht machen, aber das alles hier ist Resas Versuch dich in sein Leben zu lassen und dich zu integrieren. Er will an deinem Leben teilhaben. Du solltest ihm eine Chance geben. Das ist doch das, was du immer wolltest. Deinen Vater kennenlernen.“ Ihr bot sich die Chance dazu wieder eine Familie zu haben. Resa würde sie in keine Richtung zwingen. Er würde ihr alle Wege offen halten und sie vermutlich bei allem unterstützen. „Gut, wieso machst du dann nicht das? Wenn du die Warrior so sehr hasst, wieso studierst du nicht wieder Medizin? Dir stehen ab jetzt wieder alle Türen offen.“ Resa würde alles tun, um seine leibliche Tochter zurückzugewinnen und sie glücklich zu machen. Er würde sicher einen Weg finden ihre Gabe zu verstecken und ihr ein Studium und einen normalen Job zu ermöglichen. Das wäre jedenfalls eine sicherere Zukunft für sie als gegen die Warrior zu kämpfen. Sie hatte ja gesehen, was diese Wesen anrichten konnten. „Ich hatte nie wirklich eine Aussicht auf einen anderen Job. In Mexiko habe ich nicht einmal eine Schule besucht. Ich hab in einem Dorf wie dem gelebt, in dem wir gewesen waren. Das wäre meine einzige Zukunft gewesen. Nachdem Resa mich hergeholt hat… wollte ich nichts anderes werden. Für mich gab es immer nur diese eine Wahl.“ Nach dem Trauma, das ich durchlebt hatte, war für mich klar gewesen, dass ich andere Menschen davor bewahren wollte.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Do Nov 01, 2018 6:12 pm

Alex Castillo
Ich sah auf meine Füße und ließ das nicht angewinkelt Bein baumeln. Das alles war so deprimierend und nervenaufreibend, ich hasste es so verwirrt und schwach zu sein. „Ich glaube ich hätte dich gehasst, wenn ich an deiner Stelle gewesen wäre. Es ist unfair, dass er dich nicht gleich behandelt hat, du bist mehr sein Kind als ich es je sein werde. Das einzige was uns verbindet ist unsere DNA, ich meine wie kann er ein Kind das er nicht kennt an erste Stelle stellen?“, sagte ich und sah ihn musternd an. Wieso ärgerte ihn das nicht, ich meine ich wäre eifersüchtig und wahrscheinlich würde ich ihm die Hölle heiß machen. Doch er wirkte eher wie eine Friedenstaube. Es war erstaunlich das er so verständnisvoll war und das er mich akzeptierte, wir würden nie Freunde sein oder Geschwister und das war für mich okay. Ich wollte ihn nicht als Freund oder Bruder, er war einfach ein Warrior wie jeder andere, doch er war der den ich halbwegs tolerierte.
„Ich weiß nicht wieso Mom weggelaufen ist, sie musste einen Grund gehabt haben, sonst hätte sie ihn nicht verlassen, doch eigentlich war es doch besser so oder nicht? Ich meine so hast du Resa getroffen und bist jetzt erfolgreich und hast ein tolles Leben?“, murmelte ich und starrte auf meinen Hände. Natürlich hätte es auch sein können, dass ohne Resa seine Mutter noch am Leben war und er gesund. Aber es gäbe auch die Möglichkeit das er uns seine Mutter tot oder ebenfalls Werwölfe sein könnte. Er hat mit Resa definitiv ein gutes Leben gewonnen.
So ungern ich es zugab als Kind wollte ich unbedingt wissen wie mein Vater war, ich wollte eine Familie und jetzt bekam ich sie und wollte nur noch weg. „Cailan, ich war ein kleines Mädchen ich hatte nur meine Mutter, natürlich wollte ich wissen wer mein Vater ist. Doch jetzt bin ich erwachsen, es hat sich viel verändert, ich habe es akzeptiert allein zu sein. Außerdem sei doch ehrlich keine von uns findet das hier schön, hast du etwa Lust einen auf Familie zu machen?“ Er konnte mir nicht sagen, dass er diesen Familiekram mochte.
„Außerdem ist es nicht gerade einfach, wenn man mit so viel Liebe und Zuneigung bombardiert wird. Das alles erinnert mich an Mom und was hätte sein können. Resa will so unbedingt das ich zu euch gehöre und das es mich abschreckt! Doch gleichzeitig fühle ich mich schlecht, wenn ich die Hoffnung in seinem Gesicht sehe. Ich will niemanden verletzten, doch ich weiß nicht ob ich bereit bin für das hier.“, sagte ich ehrlich. Denn momentan war alles zu neu zu frisch, ich sah die Wesen von einer neuen Seite und die Warrior, mein Vater war ein anderes Thema, ich war überfordert und musste über meine Ansichten denken. „Ich hatte gern Medizin studiert vielleicht würde ich dann das mit Resa anders sehen? Vielleicht wäre ich offener ihm gegenüber, doch nach allem was passiert ist will ich nun den Menschen und Wesen auf eine andere Art und Weise helfen. Ich denke ich mache genau das, was meine Mutter nie für mich wollte.“, murmelte ich und zupft an einem losen Faden. „Ich will diejenigen beschützen die es selber nicht können…“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Nov 01, 2018 7:21 pm

Cailan Archer
Ich zuckte leicht die Schultern und zog meinen eingegipsten Arm auf meinen Schoß, während ich uns mit dem Fuß ein wenig anstupste, sodass die Schaukel ein wenig schwang. „Glaub mir, ich war nie wirklich angetan davon. Natürlich fand ich es nicht toll, dass ich immer eine imaginäre große Schwester hatte, die an erster Stelle kam. Ich hätte mit dem Rollstuhl gern ein größeres Zimmer gehabt, in dem ich nicht ständig gegen die Kommode angeeckt wäre, mit einem großen Erker, aber ich habe es verstanden. Es war alles, was er von euch noch hatte. Es wäre nicht das gleiche gewesen es umzuräumen… Außerdem habe ich davor wesentlich schlimmer gelebt. Ich habe in einer Lehmhütte gewohnt und mich am Fluss gewachsen. Ich wollte nicht… gierig wirken.“ Ich hatte so viel von Resa bekommen, wie hätte ich nach noch mehr fragen können? Ich war nie ein besonders gieriges Kind gewesen. Ich hatte nur ungern Geschenke angenommen und hatte nie nach etwas gefragt. Ich hatte nie selbst um Hilfe gebeten und hatte auch im Supermarkt nie auf etwas im Regal gezeigt, das ich wollte. Ich war dankbar gewesen am Leben zu sein. Ich hatte also stumm akzeptiert, dass ich immer nur an zweiter Stelle kommen würde. Ich hatte zwar immer versucht mehr zu sein und Resa stolz zu machen, mir seine Anerkennung zu verdienen, aber… ich kam eben nicht an sein leibliches Kind heran. Ich zuckte leicht die Schultern. „Klar… für mich ist es vermutlich besser so, dass deine Mum Resa verlassen hat. Sonst wäre ich vermutlich tot, aber… ich hätte es mir für Resa gewünscht.“ Könnte ich die Zeit zurückdrehen… Ja, vermutlich hätte ich ihre Mutter dazu überredet Resa nicht zu verlassen. Ich hätte alles ins Lot gerückt und wäre vermutlich im Wald gestorben, aber Resa hätte bekommen, was er verdient hätte. Eine heile, perfekte Familie. Ich hätte das gern für ihn getan, aber das konnte ich nicht. Ich atmete tief durch und schaute sie an. „Hör zu, Resa ist aufgeregt, okay? Er hat dein ganzes Leben lang darauf gewartet dich kennenlernen zu dürfen. Er wird auch noch ein paar Wochen oder Monate mehr warten können. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, aber block ihn nicht ab… bitte.“ Ich wollte nur das beste für ihn. Mein Ziehvater war ein herzensguter Mensch, der es verdient hatte glücklich zu sein. Sein halbes Leben lang hatte er immer nur seine Tochter kennenlernen wollen und ich wünschte ihm, dass er jetzt glücklich mit ihr werden konnte. Auch wenn das alles nicht so gelaufen war wie es sich manche vielleicht gewünscht hätten. „Nein, ich will nicht Familie spielen… Seien wir ehrlich, wir werden vermutlich nie wirklich miteinander warm laufen, aber das ist okay. Solange wir uns benehmen und akzeptieren können, haben wir kein Problem miteinander, oder?“ Sie war schon in Ordnung. Sie würde sicher nicht meine beste Freundin werden, aber ich könnte sie akzeptieren, solange sie Resa glücklich machte. „Genau das ist das, was Resa und ich tun. Wir beschützen diejenigen, die sich selbst nicht schützen können.“ Wir waren gar nicht so verschieden. Sie hatte bloß noch nicht begriffen, dass sie auf der falschen Seite stand.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Nov 02, 2018 7:01 pm

Alex Castillo
So merkwürdig es sich auch anhörte ich fühlte mich das erste Mal seit langem nicht ganz allein. Auch wenn wir unterschiedlich waren und er nie mehr als Cailan der Warrior für mich sein würde, war er der erste bei dem ich mich ein bisschen öffnete. Vielleicht lag daran das er mich weinen gesehen hatte oder einfach weil ich es nicht mehr in mich hinein fressen konnte. Doch es tat wirklich gut mit jemanden offen zu reden, vielleicht war das eine Ausnahmesituation und ich würde es nachher bereuen, jedoch wirkte Cailan nicht wie der Typ dafür. Cailan war als Kerl wirklich okay, Resa hatte ihn gut erzogen und wäre ich keinen Staatsfeindin könnte ich ihn sogar mehr als mögen.
„Ich fühle mich furchtbar, wenn du von deiner Kindheit erzählst, auf einer Seite schäme ich mich dafür das ich, obwohl ich immer Abwesend war, eine so große Rolle in deinem Leben gespielt haben. Außerdem sehe ich den kleinen Cailan in seinem Rollstuhl. Die Vorstellung ist so unwirklich, wenn man dich so ansieht kann man das überhaupt nicht glauben!“, gestand ich. Sicher war es nicht gerade schön für ihn über seine Vergangenheit zu reden, besonders nicht mit mir, doch es half mir ihn und Resa besser zu verstehen.
Als er davon anfing, dass er meine Mutter aufgehalten hätte zu verschwinden, biss ich mir auf die Unterlippe und war überwältigt von seiner Selbstlosigkeit. „Wie kannst du nur so etwas sagen? Du wärst damals gestorben, wenn Resa nicht da gewesen wäre! Ich verstehe nicht wie du so selbstlos sein kannst! Das ist nicht richtig! Klar wäre vieles anders und vielleicht für einen von uns besser, doch ich würde nichts verhindern. “, sagte ich ehrlich. Ich hatte trotz allem eine schöne Kindheit gehabt und ohne all das würde ich sicher ebenfalls einen Groll gegen die Wesen hegen. „Ich werde sehen was sich machen lässt, schließlich habe ich nicht geplant für immer bei den Warrior zu bleiben. Aber für die Zeit die ich hier bin versuche ich ihm eine Chance zu geben Vater zu spielen.“ Mir gefiel das alles nicht, denn wenn es soweit war wollte ich nichts vermissen, deshalb sollte ich mich nicht zu sehr an sie gewöhnen. Doch wenn ich jetzt abblockte würde ich es vielleicht eines Tages bereuen. Also was könnte ich schon verlieren? Ich würde versuchen das hier irgendwie durchzuziehen, egal wie schwer es mir auch fallen würde. „Ich werde versuchen mit dir klarzukommen, so schwer kann das ja nicht sein.“, murmelte ich leise und hörte kurz danach Constance Stimme welche uns zum Essen rief. Ich ließ den Kopf hängen und stoppte die Schaukel, dann machten wir uns auf den Rückweg und mein Magen zog sich zusammen. Ich wusste nicht ob ich je mit diesem Haus warm werden würde. Mir wurde schlecht wenn ich daran dachte Resas fröhliches Gesicht zu sehen. Langsam trottete ich Cailan hinter her und setzte mich an den Esstisch, dort lagen auch schon einige Pizzen die bereit waren, um verdrückt zu werden. Ich setze mich Cailan gegenüber und nahm mir ein Stück Pizza „Und Alexandra, wie findest du dein Zimmer?“, fragte Constance mich. Ich zuckte die Schultern, „Es ist meinem alten echt ähnlich.“, murmelte ich und stopfte mit Pizza in den Mund um nicht reden zu müssen. „Du kannst natürlich jeder Zeit etwas verändern, das Zimmer gehört dir und wir wollen das du dich hier wohlfühlst.“ Ich nickte dankend und sah kurz zu Cailan rüber, bevor Resa auch schon anfing zu reden. „Was möchtest du morgen zu deinem Geburtstag machen, Cailan?“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Nov 02, 2018 10:02 pm

Cailan Archer
Ich verzog ein wenig das Gesicht, als sie mir ihr schlechtes Gewissen erklärte. Ja, meine Kindheit war nie einfach gewesen. Weder vor meiner Lähmung, noch danach, aber das letzte, was ich wollte war so gesehen zu werden. „Das ist es, was du siehst? Einen Jungen im Rollstuhl? Wow, das ist genau das, was ich versucht habe zu vermeiden. Ich mag es nicht, wenn man mich darauf beschränkt. Ich bin nicht schwach. Nicht mehr…“ Ich seufzte leise und ließ die Fußsohle sachte über den Gummiboden streifen, den Resa hier ausgelegt hatte, damit ich einen halbwegs festen, aber ungefährlichen Untergrund für den Rollstuhl gehabt hatte. Es beruhigte mich zu hören, dass sie mein Leben nicht dafür eintauschen würde etwas an ihrer Vergangenheit zu ändern, aber… ich sah das ein wenig anders. „Ich hätte es gern für ihn getan. Es gibt viele Warriors wie mich, aber Resa hätte es verdient glücklich zu sein. Er ist es vielleicht jetzt, aber ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen es nicht so war. Das hätte ich ihm gern erspart. Mein Tod hätte nicht viel geändert. Ich hatte damals nur meine Mutter gehabt und die war bereits tot gewesen, also hätte mich niemand vermisst und ich hätte auch nichts vermisst. Ich wäre mit diesem Ende zufrieden gewesen. Ich hätte Resa vielleicht nie kennengelernt und wäre nie erwachsen geworden, aber dafür hätte ich einem wundervollen Mann ein schönes Leben bereitet. So oder so war es ja nicht mehr möglich. Ic konnte nicht in der Zeit reisen und sicher hätte ich Alexandras Mutter auch nicht überredet bekommen. Der Zug war abgefahren. Sie war tot und Resa war weitergezogen. Es war vielleicht nicht das Leben, das er sich gewünscht hatte, aber es war ein gutes Leben. Es war schon okay so wie es gelaufen war. Wir konnte nichts mehr daran ändern. „Danke, das bedeutet ihm sicher viel.“ Resa hatte sie nur hergeholt, um seine Tochter kennenzulernen. Er wollte sie bloß treffen und vielleicht mit ihr anbündeln, damit er ein wenig an ihrem Leben teilhaben konnte. Ich war recht müde, als Constance uns nun zum Essen rief. Sie hatte heute ziemlichen Stress gehabt, also hatte sie wohl keine Zeit gehabt eines ihrer unglaublichen Essen zu zaubern. Constance war eine extrem gute Köchin, aber auch sie bestellte ab und zu mal Pizza, wenn sie keine Zeit fand sich Stunden lang vor den Herd zu stellen. Als wir also zurück ins Haus kamen, lagen ein paar Pizzakartons auf dem Tisch und ich ließ mich ein wenig schwerfällig auf den Stuhl sinken, auf dem ich immer saß. Erst jetzt, wo ich aus dem Krankenhaus entlassen worden war, merkte ich wie fertig mich diese Tabletten doch machten. Die Antibiotika und die Schmerzmittel raubten mir echt die letzte Kraft. Ich würde die nächsten Tage wohl nicht allzu aktiv sein, was den Sport betraf. Ehrlich gesagt könnte ich mich auch jetzt schon ins Bett legen und durchschlafen. Ich versuchte mein Stück Pizza mit einer Hand zu essen, während Resa mich wegen morgen ansprach. „Na ja, ich werde 24. Nichts besonderes also. Ehrlich gesagt bin ich auch ein wenig erschöpft von der Operation und allem. Ich wäre froh, wenn es diesmal nur wir drei - oder… jetzt ja vier - wären. Ein ruhiger Tag, mehr nicht.“ Resa nickte leicht und biss von seiner Pizza ab. „Dann koche ich dir dein Lieblingsessen und wir spielen vielleicht ein paar Gesellschaftsspiele?“ Ich zuckte leicht die Schultern, nickte dann aber. Ja, das klang ruhig genug, so wie ich mich im Augenblick fühlte. Ich war wirklich nicht in der Stimmung großartig zu feiern. Ich war froh, wenn ich den Tag morgen überhaupt überstand.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Nov 03, 2018 1:49 pm

Alex Castillo
Ich versuchte, mein Gesicht nicht allzu sehr zu verziehen, denn die Aussicht auf Gesellschaftsspiele und Familienzeit war nicht gerade ansprechend. Mir war natürlich klar wieso Cailan nichts Großes wollte und darüber war ich froh, denn noch mehr von meiner Familie kennenzulernen war fürs erste zu viel. Ich kam ja schon mit den drein nicht klar. „Das klingt wunderbar, wir hatten lange kein kleines Beisammensein mehr. Ich telefoniere nochmal mit deinen Großeltern, ich denke sie kommen vielleicht nächste Wochenende zu uns?“, sagte Constance und hielt sich dann vor schreck die Hand vor den Mund. „Oh tut mir leid ich meinte eure Großeltern, ich wollte dich nicht ausschließen Alex!“ Mir war es unangenehm, denn ich gehörte nicht in diese Familie, „Constance, ist schon okay. Ich meine, wenn man es genau nimmt sind sie ja nicht meine Großeltern. Ich kenne sie nicht.“, versuchte ich sie zu beruhigen, doch schien nicht besonders gut gelaufen zu sein, denn plötzlich wurde es ganz still am Tisch. Es war nicht nur mir, sondern auch ihnen unangenehm, ich konnte nicht einfach gleich von wildfremden Menschen sagen saß sie meine Großeltern waren. Biologisch gesehen zwar schon, aber wir sprachen hier über die Beziehungsebene und dort waren alle für mich Wildfremde. Nur weil wir zum Teil die gleiche DNA hatten, waren diese Leute noch längst nicht meine Familie. Ich unterdrückte ein seufzen, denn mal wieder hatte ich sie vor den Kopf gestoßen, zwar unabsichtlich aber ich merkte wie die Stimmung gekippt war. Erst als Resa wieder das Wort ergriff kehrte jeder aus seinen Gedanken zurück. „Wie wäre es, wenn wir nach dem Essen vielleicht noch einen Film zusammen gucken?“, fragte er und sah speziell Cailan und mich an. „Also ich bin eigentlich ziemlich müde und würde mich gern schon etwas früher aufs Ohr hauen.“, murmelte ich leise und sah in sein gekränktes Gesicht. Constance, die neben mir saß, sah Resa sanft an und drückte seine Hand. Er schien sich wirklich viel aus mir zu machen und ich fühlte mich mies, dass ich ihm nicht mehr bieten konnte, deshalb fügte ich noch hinzu. „Wir können es ja auch ein anderes Mal verschieben!“ Dabei zwang ich mich ihn schmalen anzulächeln und sah wie diese Geste dankbar entgegennahm. Ich blockte ihn nicht ganz ab, sondern machte Kompromisse was schon mal ein guter Fortschritt war.
Nachdem Essen half ich noch mit alles ordentlich wegzuräumen und verschwand nach oben in mein Zimmer. Ich zog willkürlich eine Platte aus meiner Sammlung und legte sie auf, sodass Michael Jacksons Stimme in meinem Zimmer erklang und meine Gedanken mit davontrug. Ich schiss mich aufs Bett und starrte an die Decke an der alte Leuchtsterne angebracht waren, die sich nun zum Ende der Dämmerung zeigte. Nach einer Weile knipste ich das Nachtlicht an und zog die Schublade auf, in welche immer noch meine Bürste und eine Fotografie von Mom und mir drinnen lag. Das Bild war nicht eingestaubt, glänzte noch und zeigte meine Mutter und mich zusammen, das war nach ihrer ersten Chemotherapie, sie war schwach gewesen, aber noch so voller Hoffnung. Ich vermisste ihr Lachen, ihre stürmische Art, Stimme und ihren Duft nach Jasmin. Vorsichtig nahm ich das Bild aus der Schublade und hielt es gegen meine Brust. „Ich vermisse dich Mom, sag mir bitte was ich tun soll! Ich weiß nicht weiter…“, wisperte ich und rollte mich zu einem Ball zusammen und war in wenigen Sekunden auch schon eingeschlafen, um wilde und verrückte Träume zu haben.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Nov 03, 2018 7:23 pm

Cailan Archer
Meine Geburtstage hatten früher anders ausgesehen. Meine leibliche Mutter hatte nie viel gehabt und hatte mir deshalb auch keine großen Partys schmeißen können. Wir waren froh gewesen, wenn wir um die Runden gekommen waren. Meine Geburtstage waren also dementsprechend ruhig und unauffällig ausgefallen. Ich war aufgewacht wie jeden Morgen, meine Mutter hatte mir gratuliert und mir etwas zum Frühstück gemacht. Danach war ich ganz normal nach draußen gegangen und hatte mit meinen Freunden gespielt. An meinen Geburtstagen hatte ich frei gehabt. Ich war also nicht runter zum Fluss gegangen, um Wasser zu holen. Ich hatte nicht undichte Stellen am Haus ausgebessert und hatte auch nicht das Feuer aufgesetzt, damit wir kochen konnten. Ich hatte einfach den ganzen Tag gespielt, mich richtig dreckig gemacht und als ich nach Hause gekommen war, hatte die ganze Lehmhütte nach Kuchen gerochen. Es gab selten Kuchen, aber an meinem Geburtstag hatte meine Mutter mir extra immer Schokoladenkuchen gebacken. Es war ein einfacher Trockenkuchen gewesen, aber dennoch war es immer etwas Besonderes für mich gewesen. Ich erinnerte mich noch genau an den Geruch des Teigs und den Geschmack des Kuchens mit einem Glas Milch dazu. Heute verlief mein Geburtstag anders. Ich bekam Geschenke und die Torte, die Constance für mich backte, war mit sämtlichen Früchten und Schnickschnack verziert. Klar war das anfangs ganz cool gewesen, aber dennoch vermisste ich an diesem Tag ganz besonders meine leibliche Mutter. Ich vermisste die Lehmhütte und den Geruch ihres Kuchens. Mein Geburtstag war also nicht unbedingt nur etwas Schönes für mich. Eher im Gegenteil. Ich feierte ihn nicht gern und als Constance mich an diesem Morgen mit Frühstück im Bett weckte, musste ich mir ein Lächeln wirklich erzwingen. Ich aß die frischen Pancakes und den Obstsalat und es war lecker, aber… mir fehlte eben doch etwas. Etwas, das ich aber nie wieder zurückbekommen würde. Als Constance das leere Tablett wegbrachte, nahm ich meine Tabletten und ging mit dem Gips in einer Tüte duschen. Bereits in der Dusche wurde mir ein wenig schummrig. Die Tabletten waren ziemlich stark. Die Schmerzmittel hauten mich komplett um und die Antibiotika machten mich schläfrig und irgendwie träge. Es war wirklich anstrengend, also zog ich mich schön warm an, ging dann herunter und pflanzte mich auf die Couch, wo Resa mich bereits entdeckte und mir auf die Schulter klopfte. Ein paar Stunden hatte ich dann meine Ruhe, während Alexandra wohl noch oben war und schlief. Aber auch sie wachte irgendwann auf und dann wollte Resa von mir, dass ich den Fernseher ausstellte. Wir setzten uns also alle gemeinsam an den Tisch und aßen ein wenig von der aufwendigen Torte, für die Constance den gestrigen Abend in der Küche verbracht hatte. Es war relativ entspannt am Mittag, aber dennoch hoffte ich einfach, dass der Tag schneller vorbei ging. Ich wollte wieder in mein Bett und ich war allgemein nicht besonders gut drauf. Dennoch musste ich den Tag heute irgendwie überstehen. Also setzte ich eine gute Miene auf, als Resa und Constance mit den Geschenken kamen und sie mir über den Tisch zuschoben. Ich beschwerte mich zwar, dass ich keine Geschenke wollte, aber sie gaben keine Ruhe, also zog ich die Schachtel zu mir herüber und versuchte mich daran es zu öffnen, was mit dem Gips nicht ganz so leicht war. (Wow… sorry -.- so mies...)
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Nov 03, 2018 9:27 pm

Alex Castillo
Ich schlief um ehrlich zu sein nicht besonders lang, aber heute war Cailans Geburtstag und irgendwie wollte ich die alte Familiensphäre nicht stören. Deshalb lag ich ziemlich lang in meinem Bett und tat so als würde ich schlafen. Constance klopfte nur einmal leise an meine Tür, um zu sehen ob ich wach war und steckte zum Check ihren roten Lockenschopf in mein Zimmer. Während ich so da lag, dachte ich daran, wie wohl Cailans Geburtstag ausgesehen haben muss als Kind. Dabei wurde mir wieder ganz schwer ums Herz und ich konnte nicht glauben wie mein Herz anfing für ihn zu bluten. Ich konnte jetzt nicht weich werden, Cailan war kein Freund! Niemals durfte ich das vergessen, das alles hier ist nur auf unbestimmte Zeit, wie ein Experiment, ich würde niemals zu dieser Familie gehören. Nach einigen Stunden, in denen ich wach lag, zuhörte wie Cailan mit seinem Gips das halbe Badezimmer auseinandernahm, konnte ich es nicht länger hinausschieben. Ich musste aufs Klo und hatte riesigen Hunger, da ich das Frühstück ausfallen gelassen hatte. Außerdem war mir langweilig und ich brauchte ein bisschen Bewegung, ich machte mich kurz frisch und zog eines meiner alten Kleider an. Es war ein schlichtes beiges Strickkleid, welches ich mit einer bequemen Leggins kombinierte. Meine Haare dreht ich zu einem unordentlichen Knoten zusammen und ging dann langsam die Treppe hinunter. Ich versuchte so leise wie möglich zu sein um mir etwas vom Frühstück zu krallen und heimlich ohne sie zu essen. Doch daraus wurde nichts, da mein Masterplan von einem lauten grummeln meines Bauches vereitelt wurde. Anstatt meine Ruhe zu haben wurde ich von Resa begrüßt der mich gleich ins Esszimmer schob, indem eine Torte, Geschenke, Constance und das Geburtstagskind warteten. Etwas umständlich wünschte ich Cailan alles Gute zum Geburtstag und gab ihm die Hand und eine peinliche halbe Umarmung. Danach blies er die Kerzen aus und Constance tat jedem ein Stück Torte auf den Teller, während wir die Torte verputzen versuchte sich Cailan daran einhändig die Geschenke zu öffnen. Er war dabei so überfordert, dass ich mich nach langen 15 Minuten, des hin und her, geschlagen gab und mit ihm halb die Geschenke zu öffnen, da wir sonst ewig hier sitzen würden. Er musste eigentlich nur noch ein bisschen am Papier ziehen und reißen, biss der Inhalt zum Vorschein kam. Es war wirklich nervenaufreibend, da er alles genaustens inspizierte und sich immer übermäßig bedankte. So verging schon wieder über eine Stunde, am liebsten wollte Constance noch, dass er die Klamotten, die sie für ihn gekauft hatte anzog, doch durch den Gips schien die Sache unmöglich, ich wunderte mich eh wie er es geschafft hatte sich so anzuziehen. Nun gut, nachdem wir fertig waren mit Essen und Geschenke auspacken wollte ich verduften und vor weiterem Theater fliehen, als Resa mich aufhielt. „Alex, ich habe auch noch etwas für dich, setzt dich bitte wieder hin.“ Steifbeinig setzte ich mich wieder ihm gegenüber und sah ihn neugierig an. Dann schob er mir eine rechteckige Schachtel über den Tisch und ich nahm vorsichtig den Deckel ab. Darunter lag eine Kreditkarte mit meinem Namen drauf, auf einem weiß gepolsterten Kissen. Ich atmete hörbar ein und schob die Schachtel zu ihm zurück. „Ich will dein Geld nicht.“, sagte ich und verschränkte die arme vor meiner Brust. Resas lächeln bekam einige Risse und fiel dann in sich zusammen, sofort wurde mir mulmig, denn ich wollte nichts von Resas Geld, das war zu viel auf einmal!
Er schob die Box wieder zu mir zurück und bat mich ihn anzusehen, „Das Konto haben deine Mutter und ich damals nach unserer Hochzeit angelegt um für dich zu sparen. Nachdem deine Mom mich verlassen hat, habe ich nie damit aufgehört und auch sie hat für dich immer etwas zu Seite gelegt, für dein Studium, Träum und wünsche. All das Geld ist hier drauf, sowie ihr Erbe und die Vergütung deiner jetzigen Ausbildung und Missionen. Dies ist die vorläufige Karte, da wir das andere erst schriftlich und vertraglich Regel müssen damit ich dir das Konto offiziell übertragen kann.“, sagte er und hoffte mich damit umgestimmt zu haben. Am liebsten wollte ich jetzt verschwinden vor Scham, denn das hier war wirklich unangenehm. „Ich…ich weiß nicht Resa…“, fing ich an und sah von ihm zur Karte, bevor Constance meine Hand nahm. „Nimm sie an, du musst sie nicht benutzen, aber du würdest deinem Vater damit eine Freude machen. Er meint es nur gut und ich glaube, deine Mom würde es ebenfalls glücklich machen.“, sagte sie verständnisvoll und gab mir so ein warmes und wohliges Gefühl, dass ich die Karte umständlich und dankend annahm, bevor es mit dem Geburtstagszirkus weiterging. Immerhin war es Cailans großer Tag heute.
(jop meine auch :/ sry)
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Nov 03, 2018 11:18 pm

Cailan Archer
Ich hatte sicher schon mehr als einmal erwähnt, dass mir der Gips auf die Nerven ging. Ich hatte fast mein gesamtes Leben zuvor im Rollstuhl verbracht... auf mich wirkten Bewegungseinschränkungen jeglicher Art also grausig. Für mich gab es nichts schlimmeres. Es nervte ja schon genug, dass ich auf der Arbeit ausfiel und auf keine Missionen gehen konnte. Tja, nun saß ich also zu Hause, hockte meinen Geburtstag ab und schaffte es nicht einmal lächerliche Geschenke auszupacken. Constance verpackte sie immer besonders sorgfältig und somit saß ich eine ganze Weile dran ein Paket auszupacken. Irgendwann kam mir dann zumindest Alexandra zur Hilfe. Sie wollte vermutlich genauso ungern hier am Tisch sitzen wie ich. Ich persönlich feierte an meinem Geburtstag nicht gern. Ich dachte lieber an meine leibliche Mutter und erinnerte mich einfach an die wenige Zeit mit ihr. Außerdem Häuten die Tabletten mich wirklich um. Ich war nur noch erschöpft und müde und wollte schlafen. Doch natürlich gaben meine Eltern nicht einfach so auf. Auch Alexandra bekam an meinem Geburtstag ein Geschenk. Sie sollte sich nicht ausgeschlossen oder benachteiligt fühlen, aber das war ich ja gewohnt... Natürlich hatten meine Geburtstage auch Resa immer daran erinnert, dass er dort draußen eine Tochter hatte, die er nicht kannte. Er war immer etwas ruhiger gewesen an diesen Tagen, aber ich hatte gelernt mir daraus nichts mehr zu machen. Ich war nicht gierig und so gern feierte ich meinen Geburtstag ja auch nicht, dass ich ihn nur für mich allein reservieren konnte. Es war okay. Viel unangenehmer waren die paar Gesellschaftsspiele, durch die Alexandra und ich uns quälten, bis auch Constance sagte, dass ich ziemlich müde und fertig aussah und mich mit der Verletzung besser aufs Ohr hauen sollte. Ich wurde also früh am Abend entlassen, bedankte mich nochmal für alles und schlurfte dann in mein Zimmer. Ich verkrümelte mich in meinem Bett und schaltete den Fernseher an, um noch einen Film bei Netflix zu sehen, bei dem ich aber recht froh einschlief. Ich war wirklich groggy. Das alles war einfach zu viel für meinen angeschlagenen Körper.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am So Nov 04, 2018 11:14 am

Alex Castillo
Der gestrige Abend war furchtbar Cailan und ich hatten uns durch die Spiele gekämpft und beide keine wirkliche Lust auf das alles gehabt. Nachdem Constance Cailan von dieser Qual befreit hatte machte ich mich ebenfalls vom Acker und schlürfte völlig fertig in mein Zimmer. Dort schmiss ich meine Klamotten über den Stuhl, machte mich fertig und haute mich aufs Ohr. Am nächsten morgen wachte ich relative früh auf zog mir ein navy-blaues, knielanges Kleid an und ließ meine Haare offen über meine Schulter fallen. Danach wurde ich von einem magischen Duft angesogen und stieg eilig die Treppen zur Küche runter in welcher Resa stand und Pancakes machte. Als er mich sah lächelte er breit, „Morgen Alex, könntest du das hier vielleicht für mich zu ende machen? Ich wurde leider in die Basis gerufen, deshalb werde ich gleich losmüssen.“, sagte er und sah mich entschuldigend an. Ich nahm ihm den Pfannenwender ab und kochte weiter. Er nahm sich einen Teller mit einem kleinen Stapel Pancakes und schaufelte sich diese hinein. Ich lächelte ihn und stibitzte mir ebenfalls ein Pancake, „Das sind Moms Pancakes.“, sagte ich erstaunt, denn sie hatten diese zimtige Note. „Eigentlich sind es meine, in unserer Beziehung war ich derjenige der öfters gekocht habe auch sie Spezial Spagetti waren von mir.“ Ich biss mir in die Wange und erinnerte mich das Mom wirklich nicht viel gekocht hatte, jedenfalls nichts Außergewöhnliches. „Ich vermisse sie.“, gestand ich ihm und drehte den Pancake. „Ich auch, Alex und genau deshalb bin ich so froh dich endlich gefunden zu haben. Du bist ihr so ähnlich…“, hauchte er sah traurig auf seine Schüssel. „Ich würde gern ihr Grab besuchen und ein bisschen mit ihr reden.“ Er nickt, stand kurz auf und kam mit Autoschlüsseln wieder, „Hier, das sind Cailans Wagenschlüssel, da er momentan eh nicht fahren kann überlasse ich sie dir.“, sagte er und gab mir noch die Adresse und Grabnummer von Mom. „Du lässt mich einfach fahren? Hast du keine Angst das ich verschwinde?“, fragte ich ihn und sah sein zerknirschtes Gesicht. „Natürlich, aber ich hoffe du entscheidest dich wieder nach Hause zu kommen. Ich will dich nicht unbedingt festhalten, außerdem ist do noch das Armband mit den GPS Daten.“ Ich betrachtete das schwarze futuristisch aussehende Armband und ging dann einen Schritt auf Resa zu. „Danke, das bedeutete mir viel.“, sagte ich und umarmte ihn kurz. Diese Geste schien ihn tief zu berühren, sodass er mir mich sanft und mit wässrigen Augen anlächelte, bevor er sich von Constance verabschiedete und Cailan zurief, dass er seinen Arsch ins Esszimmer bewegen sollte, da das Frühstück fertig war. Als Cailan nach einer halben Stunde immer noch nicht unten war, machte Constance sich sorgen und bat mich nach ihm zu sehen. Ich ging also nach oben und klopfte an seine Zimmertür, bevor ich sie öffnete und in, dass dunkle Zimmer blickten. „Cailan? Schläfst du noch?“, fragte ich und ging langsam in sein Zimmer. Ich zog die Vorhänge auf und machte das Rollo hoch, sodass ich nicht ständig irgendwo hängen blieb. „Hey alles in Ordnung?“, fragte ich besorgt und sah wie er mir mit dem Rücken zugewandt dalag. Er schlief nicht, das sah ich aber er sah nicht gut aus, ob es an den Tabletten lag oder nicht wusste ich nicht. Jedoch antwortete er mir nicht, sodass ich mich auf die Kante seines Bettes setzte und ihn genau betrachtete. „Hast du Schmerzen Cailan? Soll ich Constance rufen? Rede doch mit mir!“, bat ich ihn und legte meine Hand auf seinen freigelegten Oberarm.“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Nov 04, 2018 12:17 pm

Cailan Archer
Tja, mein Geburtstag war ein ziemliches Desaster gewesen. Constance und Resa hatten wirklich alles getan, um es für mich angenehm zu gestalten, aber irgendwie machte es das alles nicht besser. Die Gesellschaftsspiele am Abend waren einfach unangenehm gewesen. Ich war müde und erschöpft durch die Medikamente gewesen und Alexandra hatte gar nicht da sein wollen. Sie war alles andere als begeistert überhaupt hier bei uns zu sein und dann sollte sie noch mit uns Spiele spielen und auf Familie tun? Das alles war einfach nur awkward gewesen und ich war froh, dass es nun vorbei war. Allerdings würde der nächste Tag noch viel schlimmer laufen als ich es mir jetzt vielleicht vorstellen konnte. Ich war komplett erschöpft und kraftlos durch die Medikamente - das kannte ich ja - aber sie waren stärker als ich sie bisher genommen hatte. Die Verletzungen, die ich mir auf Missionen zugezogen hatte, waren meistens nicht so schlimm gewesen wie diese hier und die Medikamente hatten mich damals zwar geschwächt, aber mich nicht wirklich beeinträchtigt. Diese Schmerzmittel aber waren wirklich verdammt stark. Sie hauten mich absolut um und ich hatte kaum mehr Kraft mich mit meinen Armen aus der Bettdecke zu schälen. Es war also kein Wunder, dass meine Telekinese es nicht geregelt bekam meine gelähmten Beine zu steuern. Als ich an diesem Morgen also aufstehen wollte und wie gewöhnlich meinen Beinen befahl sich aufzurichten… passierte nichts. Ich schaute einfach nur auf meinen reglosen Körper herunter. Der nächste Versuch war mir das Glas Wasser vom Nachttisch zufliegen zu lassen, aber auch das geschah nicht. Ich starrte bloß blöd das Glas an. Meine Telekinese war blockiert oder zumindest soweit geschwächt, dass ich sie nicht benutzen konnte. Die Tabletten waren vermutlich in erster Linie daran Schuld. Das und die Tatsache, dass mein Körper deutlich damit beschäftigt war meinen Arm wieder zu heilen. Ich war zu fertig durch das alles als dass ich meine Telekinese dafür nutzen könnte zu gehen. Ich war also… ans Bett gefesselt. Zuerst stieg ein wenig Panik in mir auf, doch ich versuchte mich zu beruhigen. Ich redete mir ein, dass es nur vorübergehend war, ich diesen Tag einfach im Bett verbringen und morgen aufstehen würde als wäre nichts gewesen. Von mir aus würde ich auch die Tabletten absetzen! Das würde schon wieder gehen… oder? Es musste einfach! Ich seufzte tief und zog die Decke wieder über mich. Okay, dann würde ich heute einfach… nichts machen. Es würde sowieso nicht schaden, wenn ich mich ein wenig ausruhte und gerade wenn Alexandra da war, wollte ich mich auch nicht unbedingt in den Rollstuhl setzen. Ich kam schon ohne aus. Ich hatte nichts zu erledigen, also war es okay. Allerdings sah das meine Familie wohl anders, denn nach nicht einmal einer Stunde des Rumliegens, klopfte es an der Tür und kurz darauf kam Alexandra die Tür hinein. Ich wusste nicht wieso ausgerechnet sie kam. Immerhin hatte sie sich sicher keine Sorgen gemacht wo ich blieb. Ich war ein Frühaufsteher. Es war wirklich selten, wenn ich zu Zeiten wie diesen noch im Bett lag. Aber das konnte Alexandra ja nicht wissen. Im ersten Moment wollte ich einfach so tun als würde ich noch schlafen. Dann würde sie mich sicher in Ruhe lassen und wieder gehen, richtig? Doch sie schien heute besonders motiviert zu sein. Sie kam bis an mein Bett heran und setzte sich zu mir, berührte meinen Arm und beugte sich über mich, sodass ich leise seufzte. „Ich.. ich fühl mich heute nicht so prickelnd. Ich bin müde und mein Arm tut weh… Ich würde heute gern einfach den Tag im Bett verbringen, ein bisschen ausruhen. Könntest du mir vielleicht einfach ein Brötchen oder sowas hochbringen?“ Ich hoffte wirklich, dass sie mir das abkaufte. Ich war nicht in der Stimmung dazu ihr die Wahrheit zu erzählen. Sie hielt mich doch sowieso schon für schwach.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am So Nov 04, 2018 1:30 pm

Alex Castillo
Cailan sah wirklich furchtbar aus, richtig schwach und krank. Ein bisschen tat er mir leid immerhin war sein Geburtstag gestern grausam, nicht nur dass ich ebenfalls beschenkt wurde, sondern ihm teilweise immer wieder die Aufmerksamkeit stahl. Sollte ich mich dafür entschuldigen? Eigentlich nicht immerhin war es ja Resas Schuld und vielleicht würde ich mit ihm darüber reden müssen. Bekam er nicht mit wie sehr es Cailan kränkte? Ich seufzte und betrachtete Cailan skeptisch, irgendwas stimmte nicht und ich wollte wissen was es war. Er war blass aber nicht anders als gestern, müde sah er durch die dunklen Augenringe eh immer aus, also was stimmte nicht mit ihm, denn die Schmerztabletten sollten so stark ein, dass er seien Arm eigentlich kaum mehr spüren sollte. Deshalb entschied ich mich etwas weiter nachzuforschen. „Glaubst du wirklich ich merke nicht, dass du mich anlügst? Was ist wirklich los Cailan? Ich bin nicht blöd, du siehst beschissen aus, genau wie gestern und die Pillen knocken dich aus, du dürftest eigentlich kaum etwas spüren!“, sagte ich und rückte näher an ihn heran. Ich stand auf und ging dann schnell runter zu Constance, erklärte ihr, dass er sich nicht wohl fühlte und ich mit ihm oben frühstücken würde. Ich kam also mit einem großen Tablett in sein Zimmer und stellte es auf den Schreibtisch, dann schloss ich die Tür und fing an weiter zu essen. „Wenn du mir nicht sagst was wirklich los ist, dann ruf ich Constance und die ist sicher nicht so locker, immerhin ist sie Ärztin.“, murmelte ich und schielte zu ihm, bevor ich eine Blaubeere von seinem Pancakestapel stibitzte.
Mit verenkten Augen musterte ich ihn, wieso nahm er sich seine Pancakes nicht? War er so faul, schwach oder trotzig? „Hast du etwa doch keinen Hunger?“, fragte ich ihn und nahm mir auch noch eine Banane. Dann viel es mir wie Schuppen von den Augen und ich sah ihn überrascht an, „Deine Telekinese funktioniert nicht mehr oder?“, fragte ich und hielt mir die Hand vor den Mund. Er war ans Bett gefesselt…und wieder auf den Rolli angewiesen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Nov 04, 2018 2:51 pm

Cailan Archer
Ich wollte mich jetzt wirklich nicht mit dieser beschissenen Situation auseinandersetzen. Es ging mir mies genug, dass ich hier ans Bett gefesselt war, ich wollte nicht, dass auch noch die anderen das mitbekamen. Wenn Resa davon erfuhr, würde er ein riesiges Ding daraus machen. Er würde sagen, dass er gewusst hatte, dass er mich nicht unter so viel Druck setzen konnte, aber das konnte er! Ich war ein guter Kommandant und diese Situation hier… die war allein meiner Verletzung und den Medikamenten zu verschulden. Jeder Mensch wäre zu diesem Zeitpunkt schwach und ausgelaugt und bei mir schlug das als aller erstes eben auf meine übernatürlichen Fähigkeiten, durch die ich laufen konnte. Dementsprechend war ich eben gelähmt, ja. Ich fühlte mich wie in mein altes Leben zurückkatapultiert und ich wollte mir das jetzt nicht noch von meinen Zieheltern oder Alexandra anhören müssen. Ich seufzte genervt, als Alexandra natürlich nicht locker ließ. Sie kaufte es mir nicht ab. Ernsthaft? Sie kannte mich doch kaum. Jeder hatte mal einen dieser Tage, an dem man nur im Bett liegen und nichts tun wollte, oder? Vor allem, wenn man verletzt war! Himmel musste sie meine Worte denn so auseinandernehmen? Na wenigstens ging sie herunter und holte mir etwas zu Essen hoch, sodass ich aus der Sache schon mal raus war. Allerdings stellte Alexandra das Tablett auf den Schreibtisch, an den ich natürlich nicht herankam. Ich biss mir also auf die Unterlippe und drehte mich auf den Rücken, zog meine Beine irgendwie mit und zog die Decke mit einer Hand bis unter meine Arme. „Ich fühl mich auch beschissen! Ist es dann zu viel verlangt mir einfach mal einen Tag Ruhe zu geben?“, konterte ich. Ja, ich sah beschissen aus und die Medikamente machten mich echt fertig, aber auch das war ein Grund im Bett zu bleiben, oder? Also wieso musste sie so skeptisch sein? Sonst juckte es sie doch auch nicht, wenn es mir mies ging, oder? Sie könnte einfach wieder gehen und sich freuen, dass sie den Tag frei hatte. Hungrig sah ich dabei zu wie sich Alexandra von meinen Pancakes bediente. Himmel, musste sie es mir so schwer machen? Ich knirschte leicht mit den Zähnen, als sie plötzlich die Augen aufriss und die ganze Situation zu begreifen schien. „Die… Medikamente sind ziemlich stark, das schwächt mich. Jetzt… gib mir einfach das Frühstück, okay? Ich brauch nur ein paar Minuten.“ Ich würde mich irgendwie schon aufraffen können. Ich brauchte nur eine richtige Mahlzeit, etwas Ruhe und weniger von diesen Tabletten und ich würde wieder laufen. Gar kein Problem. Lieber riskierte ich eine Infektion als wieder in diesen Rollstuhl zu steigen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am So Nov 04, 2018 5:55 pm

Alex Castillo
Ich verschränkte die Arme vor meiner Brust und streckte die Beine aus, so einfach würde er mich nicht loswerden. Natürlich würde ich ihn nicht verurteilen oder auslachen nur weil er seine Fähigkeiten verloren hatte unter dem Einfluss der Schmerzmittel. Doch er durfte auch nicht so unvorsichtig sein, „Stell dir vor Constance wäre hier hochgekommen, sie ist Ärztin und deine Mutter, ihr wäre ziemlich schnell klar geworden, was mit dir nicht stimmt. Sie hätte vermutlich Resa informiert und der hätte dich erst einmal für eine lange Zeit hinter den Schreibtisch gesetzt. Zu deinem Glück, jedoch bin ich gekommen und Resa wurde heute zur Basis einberufen. Das heißt, im Klartext das ich die einzige bin, die dir bei deinem kleinen Problem helfen kann. Außer natürlich du überzeugst mich, dass ich falsch liege.“, sagte ich und hielt ihm den Teller hin, jedoch so dass er dennoch aufstehen musste. „Ganz deine Entscheidung, aber ich würde mich beeilen, bevor die Pancakes komplett kalt sind.“, murmelte ich. Mir machte es keinen Spaß, ihn so zu drohen, denn ich verstand, dass er Angst hatte und nicht wieder in diesen Rollstuhl wollte. Er war auch zu stolz dafür besonders weil ich ihn nicht als Schwächling sehen sollte. Ich seufzte, „Ich will dir nur helfen Cailan, stell dir vor, dass deine Kräfte während einer Mission versagen, wegen Schmerzmittel oder eines Aussetzers! Glaub mir deine Eltern würden es nicht ertragen dich so zu verlieren und sag nicht, dass das kein Ding ist, denn wir beide Wissen, dass ich dich melden müsste.“, erklärte ich sachlich. „Und wehe du hörst auf das Antibiotika zu nehmen oder die Schmerzmittel, denn glaub mir deinen Arm willst du wegen deines Stolzes sicher nicht verlieren. Ein wunder das er überhaupt noch dran ist.“, murmelte ich und sah zu seinem Gips. Es hatte ihn schlimm erwischt und er durfte jetzt nicht leichtsinnig sein, denn sonst wäre nicht nur seine Karriere im Arsch. Hätte er solch einen Aussetzer während einer Mission, dann war nicht nur er in Gefahr, sondern auch seine Kameraden, die ihm folgten. Hoffentlich verstand er, dass ich ihm nichts Böses wollte. „Wenn du artig bist, schaffe ich dir Constance vom Hals, jedenfalls für bis zum Nachmittag, vielleicht hast du dich bis dahin genug ausgeruht und vielleicht auch mal geduscht…“, sagte ich und sah ihn abwartend an.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Nov 04, 2018 6:59 pm

Cailan Archer
Gut, sie wusste es nun also. Was sollte ich dagegen auch machen? Sie war von allein drauf gekommen. Allzu abwegig war es ja nicht. Die meisten Antibiotika machten träge und müde. Es war also recht naheliegend, dass es bei den Warriors zuerst die zusätzlichen Fähigkeiten und den Körper betraf. Also ja, es war irgendwie vorherzusehen, aber niemand hatte darüber nachgedacht, weil… Na ja, weil ich seit einigen Jahren wieder herumlief als wäre ich nicht irgendein gelähmter, hilfloser, kleiner Junge. Es nervte mich unglaublich, dass ausgerechnet Alexandra es herausfand. Ja, bei ihr war es vielleicht weniger fatal, weil meine Zieheltern beide ziemlich ausrasten würden und mich vermutlich von meinem Dienst abziehen wollten, aber vor Alexandra war es mir weitaus unangenehmer. Sie hielt mich doch sowieso schon für schwach! Bereits auf der Mission hatte ich einfach ausgesetzt… Himmel, ich musste in ihren Augen wie ein absolut inkompetenter Idiot wirken und nun das hier… Es hätte für mich wirklich nicht schlimmer kommen können. Das hier war der Albtraum, vor dem ich mich immer gefürchtet hatte. Irgendwann aufzuwachen und meine Beine nicht benutzen zu können, wieder zurück in diesem Rollstuhl landen zu müssen. Das war mein ganz persönlicher Albtraum. Ich seufzte erschöpft, als ich meine Hand nach dem Teller ausstreckte, weil mein Magen wie irre knurrte. Ich hatte Hunger! Aber sie hielt den Teller noch zu weit von mir weg. So kam ich da doch nicht dran. Und genau das wusste sie. Was versuchte sie hier zu erreichen? „Was soll das werden? Ja, du hast jetzt etwas gegen mich in der Hand, also was willst du dafür?“ Sie drohte mir ganz offensichtlich damit, dass sie es Resa oder Constance sagte. Wenn die beiden es erfuhren, würde es ein ziemliches Desaster werden und das wusste sie auch. Also was wollte sie von mir dafür, dass sie schwieg und mich deckte? „Was? Soll ich dir bei deiner Flucht helfen? Oder Resa überreden dich nicht mehr kennenlernen zu wollen?“ Denn ehrlich gesagt war es genau das, was ich von ihr erwartete. Ich wusste, dass Alexandra nicht ganz so übel war wie ich anfangs angenommen hatte, aber sie war dennoch in der Lage dazu gewesen mir zu sagen, dass der Tod meiner Mutter meine eigene Schuld gewesen war. Sie erfuhr, dass ich gelähmt im Bett lag und wollte offenbar irgendeinen Profit daraus schlagen, also was könnte sie schon wollen außer dieser Dinge? Ihre nächsten Worte aber ließen mich die Stirn runzeln. Was? Wollte sie mich nun beschützen? „Also soll ich brav meine Tabletten schlucken und abtreten? Du denkst ich wäre nicht geeignet für diesen Job, oder?“ Ja, ich war querschnittsgelähmt, aber bisher hatte mich das zumindest in meinem Beruf nicht eingeschränkt! Das hier war eine Ausnahmesituation. Ich hatte das selbst vorher auch noch nie gehabt! Wann schluckte ich denn schonmal so heftige Tabletten? Das würde nicht wieder vorkommen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am So Nov 04, 2018 8:12 pm

Alex Castillo
Ich seufzte und sah in sein verwirrtes Gesicht, „Hör zu wenn man deine körperliche Verfassung betrachtet bist du mehr als ungeeignet für diesen Job. Allerdingst sage ich nicht das du abtreten sollst. Ich gebe es nicht gern zu aber du bist ein durchaus guter Kommandant, niemals hätte ich gedacht, dass jemand wie du so etwas schaffen würde, doch da war ich sicher nicht die einzige.“, murmelte ich und stellte die Pancakes fürs erste wieder aufs Tablett. „Aber stell dir mal vor deine Kräfte versagen, wie auf der letzten Mission mit dem Werwolf, du standst dort nicht unter Pillen und deine Telekinese haben versagt. Stell dir vor so was passiert wieder, ich meine klar ist das hier wegen der Tabletten, doch wieso konntest du gestern und vorgestern noch deine Telekinese benutzen und heute nicht mehr?“, fing ich an und wedelte mit dem Armen. Natürlich konnte alles bald wieder so sein wie vorher, dennoch hatten seine Kräfte versagt und sie taten es wieder, er musste etwas dagegen unternehmen. „Rede mit deinem Therapeuten über diesen Vorfall, es ist wichtig, dass so was nicht nochmal passiert, okay?“, sagte ich und fühlte mich etwas unwohl, da ich ihm eigentlich nichts Böses wollte, ich wollte aber nicht zugeben, dass ich ihm half, denn ich wusste was passierte, wenn Constance ihn so entdeckte. „Ich biete dir meine Hilfe an, dich zu decken, sodass deine Eltern Constance und Resa nicht merken, dass du momentan ziemlich eingeschränkt bist. Dafür habe ich einen Gefallen bei dir gut, den du ohne zu zögern und großes drum herum erfüllen musst.“, bot ich ihm an, denn wer konnte ihm denn definitiv sagen, dass Constance heute nicht nach ihm sehen würde? „Ich lenke Constance ab indem mich dazu hinreisen lasse mit ihr einkaufen zu gehen und zu plaudern und ein bisschen Zeit mit ihr zu verbringen und du kannst dich „ausruhen“ und schauen ob du deine Telekinese wiederbekommst. Übrigens ohne deine Tabletten abzusetzen, denn die brauchst du wirklich! Denn ohne Arm hast du es noch viel schwerer!“, sagte ich schließlich und brachte ihm das Tablett an Bett, da ich Constance hörte, die die Treppe hochkam. „Also Entscheide dich, deine Mutter kommt, soll ich dir helfen oder nicht?“, murmelte ich und drückte das Tablett auf seinen Schoß, bevor ich meinen Teller nahm und mir einen Pancake in den Mund stopfte, bevor Constance an seine Zimmertür klopfte.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Nov 04, 2018 9:04 pm

Cailan Archer
Sie wollte wirklich Profit aus der Sache herausschlagen. Hätte sie mir nicht einfach so helfen können? Sie hätte mich einfach so decken können, oder? Immerhin hatte ich ihr auch schon den ein oder anderen Gefallen getan und ihr bereits mehr als einmal das Leben gerettet. Gut, das hatte ich freiwillig getan und verlangte dafür keine Gegenleistung, aber… ich hätte wirklich nichts dagegen, wenn sie Resa und Constance einfach nichts sagen könnte. „Jemand wie ich? Ich kann das, okay? Ich bin gut in dem was ich mache und ich sollte es weiter machen. Das letztens… das war ein Aussetzer. Ich war in Schockstarre, weil der Werwolf, der meine Mutter getötet hat mir gegenüberstand. Da wäre jeder ein wenig ausgerastet. Diese Schockstarre hätte jeden treffen können, der ein Trauma erlitten hat. Das macht mich nicht weniger geeignet für den Job. Und so starke Tabletten nehme ich nicht während der Arbeit. Diese Aussetzer sind bisher in meiner Karriere kein einziges Mal vorgekommen, außer ich habe mich überarbeitet und das habe ich unter Kontrolle. Ich werde nicht noch einmal versagen.“, brach es aus mir heraus. Dieser Job war mein Leben… Ich konnte das nicht aufgeben. Ich war gut hier drin. Ja, ich war vielleicht in letzter Zeit ein wenig… schwach, aber das war wegen Überarbeitung, dieser heftigen Tabletten und dem Flashback gewesen, den ich auf der Mission erlitten hatte. Der Werwolf war tot, ich war nicht mehr für Alexandra verantwortlich - zumindest nicht zu hundert Prozent - und sobald ich gesund war, würde ich die Tabletten absetzen. Dann gab es keinen Grund mehr weshalb ich aufpassen musste. Ich war vielleicht körperlich nicht immer so fit wie alle anderen Warriors, aber ich war ein guter Kommandant. „Ich habe diesen Job verdient und ich bin nicht weniger dafür geeignet als alle anderen auch.“ Wieso nur hielt ich es für nötig das laut auszusprechen? Ich war selbst unsicher. Ich merkte selbst, dass ich immer wieder versagte, weil mein Körper nicht mitmachte. Wem versuchte ich hier also etwas zu beweisen? Ich seufzte und fuhr mir mit der Hand durch das Gesicht, als sie mir endlich den Teller auf den Schoß stellte, damit ich essen konnte. Mein Magen knurrte bereits wie verrückt, weil ich heute noch kein einziges Mal das Bett verlassen hatte. Ich war bauchnabelabwärts gelähmt, also fiel es mir auch ohne Bauchmuskeln ein wenig schwer mich aufzusetzen und ins Bad zu befördern. Es war sogar unmöglich. Zumindest ohne meinen Rollstuhl. „Fein! Du hast was gut bei mir…“ Mir war klar, was dieser Gefallen für Ausmaße haben konnte, wenn es um sie ging, aber was sollte ich denn tun? Meine Zieheltern durften hiervon nichts erfahren! Sonst müsste ich mich sicher nicht mehr darum kümmern in Zwangsurlaub zu gehen. Ich seufzte völlig fertig mit den Nerven, als Constance nun die Tür einen Spalt weit öffnete und ins Zimmer schaute. „Ich wollte nur sehen, ob alles in Ordnung ist bei euch. Cailan, fühlst du dich nicht gut?“, fragte sie besorgt und ich zuckte nur leicht die Schultern. „Nur ein wenig müde von den Tabletten. Ich frühstücke im Bett und leg mich noch etwas hin.“, kündigte ich ihr an, woraufhin sie ein wenig besorgt die Stirn runzelte. Sie kannte mich zu gut. Sie wusste, dass ich nie einen ganzen Tag einfach nur so im Bett verbrachte. Ich sah also hilfesuchend zu Alexandra. Sie hatte gesagt sie würde mir helfen, oder? Dann sollte sie mich hier rausboxen, sonst könnte sie ihren offenen Gefallen vergessen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mo Nov 05, 2018 7:50 am

Alex Castillo
Ich sah gespannt zwischen ihm und Constance hin und her, bevor ich seinen Rettungsanker spielte und ein strahlendes Lächeln aufsetzte. „Constance, weißt du ich glaube, ich würde gern meine Garderobe ein wenig aufstocken. Ich meine die meisten Sachen sind bald über zwei Jahre alt und ich glaube viele Sachen passen einfach nicht mehr zu meinem style. Würdest du heute mit mir ein wenig bummeln gehen?“, fragte ich und legte meinen Teller auf das Tablett. Überrascht sah sie mich an und fing an zu lächeln, bevor ihr Blick zu Cailan wanderte und sie ihn besorgt musterte. „Oja ein bisschen frische Luft wird uns gut tun.“, meinte sie. „Wenn ich ehrlich bin würde ich lieber ein bisschen Zeit mit dir allein verbringen und dich besser kennenlernen. Außerdem glaube ich das Cailan sie viel lieber ein bisschen ausruhen würde wollen immerhin soll er sich schonen und Shopping ist da sicher nicht hilfreich.“ Sie sah immer noch relativ baff aus aber irgendwie auch glücklich, vermutlich wurde sie heute ein langes Gespräch mit Resa am Telefon führen über unseren Fortschritt. Ich stöhnte innerlich, ließ mir jedoch nichts anmerken. „Natürlich ich meine, ich freue mich sehr dich endlich kennenzulernen. Und du Cailan ruh dich aus, du siehst wirklich ziemlich müde aus, eine Mütze schlaf tut dir sicher gut. Du arbeitest einfach zu viel.“, sagte sie mit mütterlicher Fürsorge und lächelte dann breit. „Wie wäre es wenn wir uns in einer halben Stunde unten treffen ich würde noch gern mit Cailan zu ende frühstücken.“, sagte ich und sie willigte fröhlich ein, bevor sie verschwand und ich laut ausatmete. „Puh das wäre geschafft, jetzt musst du nur noch aufessen und mir sagen wie dein Rollstuhl ist, du kannst nicht die ganze Zeit hier rumliegen und nichts tun.“, sagte ich und öffnete sein Fenster zum lüften. „Ich werde versuchen sie solange zu beschäftigen wie es geht und du wirst in der zwischen Zeit dich frisch machen, was anziehen und nicht deprimiert aussehen. Wenn du fertig bist gehe ich runter räume alles weg und bring dir was für heute Mittag hoch, oder du tust es selbst. Resa wird nicht wieder kommen also hast für das Haus für dich allein.“, beendete ich meinen Monolog und sah ihn abwartend an. „Irgendwelche Einwände?“, fragte ich wartete jedoch nicht das er zustimmte. Ich ließ ihn fürs erste allein und ging auf den Dachboden um mir den weit in die hintersten Ecke geschobenen Rollstuhl zu holen. Diesen trug ich dann in Cailans Zimmer und stellte ihn an sein Bett, bevor ich dann sein Geschirr nach unten brachte und ihm Snacks sowie ein Sandwich für später nach oben brachte. Danach machte ich mich noch schnell fertig und legte seit langem etwas Mascara, Rouge und einen zarten Lippenstift auf. Ich seufzte und betrachtete mein Spiegelbild, ich sah seit langem mal wieder etwas weiblicher aus und hatte meine Augenringe mit etwas Concealer versteckt, meine Haare ergossen sich über meine Schultern und ich war zufrieden mit mir, dann schnappte ich mir meine Tasche und stopfte mein altes Handy mit der Prepaidkarte ein, bevor ich zurück zu Cailan ging. „Gib mir seine Nummer, dann schreibe ich dir, wenn wir auf dem Rückweg sind. Brauchst du sonst noch irgendwas?“, fragte ich ihn und tippte seine Nummer in mein Handy.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Nov 06, 2018 6:49 am

Cailan Archer
Ich musste unbedingt aus dieser Situation hier raus. Constance war Ärztin. Sie wusste genau, wenn etwas nicht stimmte. Sie kannte mich seit ich ein Kind war. Sie würde merken, dass etwas nicht stimmte. Ich war einfach nicht mehr der Typ, der seine freien Tage im Bett verbrachte. Früher, als ich noch im Rollstuhl gesessen hatte, hatte ich das gemacht, aber nicht seit ich wieder laufen konnte und jede freie Minute damit ausnutzte. Dass ich also heute nur im Bett liegen wollte, war seltsam. Ich würde selbst mit zwei gebrochenen Beinen noch herumrennen, das wusste Constance. Hätte Alexandra sie im nächsten Moment also nicht abgelenkt, wäre es ihr sicher aufgefallen. Alexandra schenkte ihr das, was Constance sich immer irgendwo gewünscht hatte: einen Shoppingtag mit der Tochter, die sie nie hatte. Zum Glück konnte Alexandra ihr erfolgreich austreiben mich mit auf diesen Trip zu schleppen. Mal abgesehen von meinen Beinen wäre ich sowieso nicht der Typ, der gerne einkaufen ging. Ich hätte mich also so oder so herausgeredet, wenn Alexandra das nicht schon sehr geschickt angestellt hätte. Als Constance weg war, verriet ich Alexandra ein wenig widerwillig, dass mein Rollstuhl auf dem Dachboden stand. Ich kam wohl oder übel nicht drum herum ihn heute zu benutzen. Ich konnte nicht die ganze Zeit hier liegen. Ich seufzte leise, als ich den Rollstuhl neben meinem Bett stehen sah. Ich wollte das hier nicht machen, aber ich hatte keine andere Wahl. Es war unfair, aber so war es nun einmal. Ich konnte froh sein überhaupt wieder laufen zu können. „Ich kriege das schon irgendwie hin. Halte sie nur lang genug von hier fern. Ich bin nicht mehr so schnell wie früher.“, murmelte ich leise. Ich würde eine ganze Weile brauchen, bis ich mich in die Wanne hinein und wieder herausgehoben hätte. Ich hob den Blick, als Alexandra sich meine Nummer im Handy einspeicherte. Wow... wenn sie Make-up trug, sah sie plötzlich ganz anders aus. Ich meine... sie war sowieso schon nicht so breitschultrig und groß wie die Warrior-Frauen, aber mit dem Make-up glich sie keiner von ihnen, auch wenn sie deutlich stärker war als viele von ihnen. Okay, diese Gedanken sollte ich wirklich nicht zulassen. Ich hatte gerade andere Dinge im Kopf. „Ich... nein danke. Den Rest besorge ich mir irgendwie selber.“ Ich hoffte wirklich, dass es bis heute Mittag wieder klappte und ich fit genug war wieder zu kaufen, denn wenn nicht, wäre die ganze Beschäftigung am Vormittag nutzlos gewesen. Wenn ich es nicht in den Griff bekam, würde Constance merken, was nicht stimmte und davor hatte ich wirklich Angst. Wenn sie es Resa erzählte, würde er mich sicher nicht weiter als Kommandant arbeiten lassen. (Sorry, mies... Handypost)
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