The secret warriors (RPG)

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Okt 24, 2018 10:14 am

Aiden Jales
Wir beide konnten wohl nicht genau sagen, was denn nun zwischen uns war. Aber das war ja auch nichts, was man einfach so aus der Welt schaffen konnte. Wir beide lebten eigentlich in der gleichen Welt, aber jeweils auf der anderen Seite. Wäre ich ein normaler Mensch, der nichts von dieser Welt bisher gewusst hätte, sah das ganze anders aus. Aber so war es nicht. Ich hatte eine Genmutation hinter mir und arbeitete für das Militär. Meine Gene waren so manipuliert, damit ich mit den übernatürlichen Wesen mithalten konnte. Ich selbst war kein normaler Mensch mehr. Ich wusste aber nicht, ob die übernatürlichen Wesen davon wussten, dass wir nun selbst übermenschliche Fähigkeiten hatten. Sie hatten vielleicht bemerkt, dass wir allgemein besser geworden waren, aber wussten sie von der Gentherapie? In einem günstigeren Zeitpunkt würde ich sie vermutlich danach fragen. „Sehe ich etwa aus, als wolle ich streiten?“, fragte ich sie mit hochgezogener Augenbraue. Mit all den Verbänden und was weiss ich war ich garantiert nicht in der Fassung, um richtig streiten zu können. Wir waren beide wirklich stur. Das wussten wir und genau das machte uns manchmal Probleme. Keiner wollte nachgeben. „Ich wollte mich nicht umbringen. Hätte ich das wirklich tun wollen, dann wäre ich um einiges erfolgreicher gewesen", stellte ich klar. Ich hatte das Ganze nicht mit Absicht gemacht. Ich hatte halt nur mehr riskiert wie sonst. Das hiess noch lange nicht, dass ich gleich Selbstmord begehen wollte. „Das stimmt", gab ich zu. Ich hatte wirklich nicht gemerkt, dass sie anders war. Nicht mal dann als ich mit ihr im Bett gewesen war und das war ja mehr als einmal passiert. Bei ihrer letzten Frage zuckte ich die Schultern. „Wenn du nicht irgendwelche Heilkräfte hast, von denen ich nichts weiss, kannst du vermutlich nicht besonders viel machen, damit es mir besser geht", sagte ich und zuckte die Schultern. Ich hatte jedenfalls noch nie davon gehört, dass Meerjungfrauen heilende Kräfte hatten. „Ich würde dich ja bitten hier zu bleiben, aber du musst sicher irgendwann auch wieder zur Arbeit oder?“, fragte ich sie und drückte vorsichtig ihre Hand. Wenigstens das schaffte ich noch. Ich fühlte mich gerade wirklich wie ein Wrack und ich fragte mich, wie lange ich wohl hier bleiben müsste. Wie sollte ich diesen Heilungsprozess überstehen? Ich war eingeschränkt und das vermutlich für eine ganze Weile. Ich könnte nichts tun, als nur einfach dazuliegen und an die Wand zu starren. Da musste man ja wirklich schauen, dass man nicht noch verrückt wurde. Mir war doch jetzt schon langweilig. „Könntest du mal bitte irgendeinen Arzt rufen, der mich aufklärt, was denn nun los ist und wie lange ich an dieses Bett gekettet bin? Sie halten es ja anscheinend nicht für nötig, von selbst hierher zu kommen", brummte ich und sah sie an. Wenn sie hier bleiben würde, würde ich ihr vermutlich mur die ganze Zeit auf die Nerven gehen. Ich war gerade ziemlich mürrisch und das würde sich auch nicht so schnell ändern. Die Zeit würde wohl am schnellsten vorbei gehen, wenn ich schlief, aber das war auch einfacher gesagt als getan. Die Tage hier im Krankenhaus würden die Hölle werden, aber Zuhause wäre es vermutlich nicht viel besser. Von der Arbeit war ich ja erst einmal ein paar Wochen freigestellt. Sie würden kein Risiko eingehen und mich erst einstellen, wenn ich vollständig gesund wäre. Täuschen könnte ich sie garantiert nicht, da sie mich mindestens von einem Arzt durchchecken lassen würden.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Mi Okt 24, 2018 5:05 pm

Alenia.
Das war doch eine Pfand Frage oder nicht? Aiden sah vielleicht nicht so aus, als wolle er streiten, aber manchmal wurde ich das Ungute Gefühl nicht los, dass er sich selbst nicht unbedingt sicher war, auf welcher Seite er eigentlich spielte. Er wollte mich nicht Verletzten, aber warum legte er dann so viel Wert auf dieses dumme Melitär? Wir könnten uns doch einfach vom Staub machen. Das Militär würde es doch gar nicht mitbekommen. Doch soweit waren wir doch gar nicht gewesen oder? Waren wir schon an diesem Punkt gewesen? Wir waren uns ja noch nicht einmal sicher, ob wir von Liebe sprachen. Oder von was auch immer Menschen das hier bezeichneten. Ich fühlte mich einfach wahnsinnig zu ihm Hingezogen und für mich reichten diese Gefühle schon aus. Gefühle die ich im Augenblick einfach nicht missen wollte. Ich wollte meine Zeit mit ihm verbringen. Selbst wenn er sich noch nicht sicher war, in welche Richtung sich das ganze entwickelte. Denn wenn ich eines wusste dann: Aiden Jales war absolut selbst von sich überzeugt. Er wusste schon was er tat und auf was er sich einließ. Selbst mir gegenüber schien er nicht unbedingt weicher zu werden. Selbstverliebt. Das passte zudem ganz gut. Ein Hauch war Aiden sogar Selbstverliebt. Ich beließ es, ihm darauf zu antworten, presste meine Lippen aufeinander und sah ihn an.„Im Augenblick ist es wirklich sehr ruhig bei uns im Café, ich habe mir Frei genommen.“  Als Aiden wieder ein wenig lauter wurde, hielt ich ihm die Hand auf den Mund. Wenn er sich so sehr aufregte, würde er niemals schneller Gesund werden. „Tue mir bitte nur einmal den Gefallen und halt denn Mund. Es hat dich schlimm erwischt, Aiden“, entgegnete ich und schüttelte sachte den Kopf. Spürte er das denn nicht? Mittlerweile sollte er seinen Körper doch wohl besser kennen. Durch den Stress würde er sich sicherlich nicht erholen. „Du brauchst jetzt jede Ruhe, die du bekommen kannst. Bitte mach keinen Stress. Es wird uns nichts bringen, hörst du? Du kommst nach Hause sobald die Ärzte sagen das es in Ordnung ist.“ Ich spürte das seine Mundwinkel sich entspannten als meine Finger vorsichtig und zärtlich zugleich über seine Haut glitten. Noch ein wenig weiter nach oben, bis sie bei seinen Haaren ankamen. Sanft strich ich ihr die Haare aus dem Gesicht und befreite sein Gesicht somit von seinen Haarsträhnen. Es tat mir wirklich leid ihn so zu sehen, aber was glaubte er, konnte ich nun tun? Besorgt glitten meine Augen über seine Gesichtszüge. Ich hatte das Gefühl, dass Aiden sich sofort von einer Katastrophe in die nächste hechtete ohne auch mit der Wimper zu zucken. Dabei war es wirklich wichtig, dass er sich jetzt erst einmal ein wenig ausrute. Ich zögerte, ehe ich leise nach Luft schnappte und weiter sprach. „Ich werde mit den Ärtzen reden und deinem Bruder Bescheid sagen, dass du wach bist.“ Sobald es ging würde sein Bruder ihn sicher wieder zu sich nach Hause holen, so viel stand fest. „Wir werden dich so schnell wie es geht nach Hause holen. Versprochen.“ Und es war mir egal, was für ein Bild Aiden jetzt von mir hatte oder nicht. Meinetwegen konnte er glauben, dass ich sofort wieder ging, sobald das ganze hier vorbei war, doch ich wollte wirklich versuchen etwas Dauerhaftes aufzubauen. Ich war mir sogar mehr als sicher, dass das irgendwie funktionieren könnte. Ich konnte es in seinem Blick sehen. Ich war ihm nicht egal. Das andere in seinem Blick war „Sorge“ gemischt mit „Angst“. Vermutlich wollte er das was er hatte auch einfach nicht verlieren oder aufs Spiel setzten. Sie konnten nicht nur mir weh tun, sondern auch seiner Familie und so wie ich Aiden kannte, würde er alles daran setzten, seinen kleinen Bruder so gut es geht zu beschützen. Doch jetzt ging es erst einmal um ihn und nicht um seinen Bruder.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Okt 24, 2018 10:32 pm

Aiden Jales
Ich hasste es jetzt schon, dass ich nur in diesem Krankenhausbett liegen konnte und mit meinen Bewegungen ziemlich eingeschränkt war. Es war wortwörtlich zum Kotzen. Sie hatte sich frei genommen. Dabei konnte sie mit mir ja nicht gerade besonders viel anstellen. Wir konnten uns lediglich unterhalten, aber ich war momentan recht schwer verletzt, also würde ich irgendwann vermutlich einfach einschlafen. Meine Augen wurden kurz grösser, als sie mir auf einmal einfach den Mund mit der Hand zuhielt. Ich sollte die Klappe halten? Aber ich wusste doch ganz genau, dass ich Recht hatte. Tauchten normalerweise nicht kurz nach dem Aufwachen die Ärzte auf und klärten einen über seine Gesundheit auf? Anscheinend lief das hier nicht so ab. „Das wird sicher zu lange dauern", brummte ich gegen ihre Hand. Es würde doch sicher Tage dauern, bis ich hier raus kommen würde. Hoffentlich würden sie mir nicht noch einen Rollstuhl andrehen, denn diesen würde ich garantiert nicht nutzen. Ihre Hand glitt über mein Gesicht und ich begann mich langsam wieder zu entspannen. Ich wollte trotzdem nicht einfach hier herumliegen. Was sollte ich den ganzen Tag bitteschön machen? Ich war zwar nicht an meinen Verletzungen gestorben, aber vielleicht würde ich ja tatsächlich an Langeweile sterben. Sie strich mir ein paar Haarsträhne aus dem Gesicht, während ich sie einfach ansah. „Ja, diese Ärzte sollen dich verdammt nochmal aufklären", sagte ich mürrisch. Ich wusste gerade nicht, ob ich mit meinem Bruder reden wollte. Er wollte doch sicher nur wissen, wie es dazu gekommen war und was weiss ich. Auf diese Konversation hatte ich echt keine Lust. Ich runzelte die Stirn, als sie von ‚wir‘ sprach. Wie sollte ich das interpretieren? Hatte sie vielleicht wirklich etwas mit Jael am Laufen? Ich hatte wohl zu viel gearbeitet, als dass ich dazu wirklich eine Aussage machen konnte. Ich war wirklich nur zum Schlafen zuhause gewesen und selbst das war nicht besonders viel gewesen. „Na ja, ich habe ja nicht wirklich eine andere Wahl", sagte ich und liess den Kopf wieder in das Kissen sinken. Sie sollte sich die Informationen von den Ärzten beschaffen und sich danach um meinen kleinen Bruder kümmern. Dieser konnte ein paar aufmunternden Worte vermutlich gerade ziemlich gut gebrauchen. Wir hatten bereits unsere Eltern verloren und ich wusste noch zu gut, wie zerstört er in diesem Moment gewesen war. Ich wusste, dass er es nicht verdient hatte, so etwas noch einmal durchzuleben. Trotzdem ging ich jeden Tag das Risiko erneut ein. Weil ich es als meine Verpflichtung angesehen hatte und danach hatte ich mich einfach in die Arbeit gestürzt, damit ich nicht mehr an Alenia hatte denken müssen. Trotzdem war sie mir weiterhin im Kopf herumgegeistert. Ich hatte meinen Bruder ziemlich vernachlässigt. Vielleicht wollte ich ihm auch deswegen noch nicht unter die Augen treten. Ich kannte diesen vorwurfsvollen Blick, den er aufsetzen konnte. Aber was sollte ich sagen? Ich hatte es wohl verdient, wenn er mir Vorwürfe machte. Ich seufzte tief und schloss kurz die Augen. Jedenfalls hatte ich das vor. Ein bisschen ausruhen, bevor Alenia wieder mit meinem Bruder hier in diesen Raum platzte. Nur ein winziges kleines bisschen. Dabei hatte ich keine Ahnung, wie lange ich vorhin weg gewesen war. Ich wusste ja noch nicht einmal, was für Zeit das war.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Do Okt 25, 2018 8:54 am

Alenia.
Jael war anders als sein Bruder Aiden. Er war stiller, ruhiger und bedachter. Er sorgte sich sehr um seinen Großen Bruder und auch wenn Aiden das nicht als solche sah, hatte er mir Bescheid gesagt, weil er sah, dass Aiden und ich noch etwas zu klären hatten. Er hatte es getan, weil er gesehen hatte, dass es Aiden wichtig war. Selbst wenn er keine großen Worte dafür über hatte. Dafür war ich ihm sogar recht dankbar, denn wäre er nicht in dieses Café gekommen, hätte ich niemals davon erfahren was mit Aiden passiert war. Vielleicht wäre das ganze mit uns schon längst vorbei gewesen. Ich presste meine Lippen zusammen und unterdrückte mir ein seufzen. Aiden Jales konnte so unglaublich Stur sein wenn er wollte, doch was brachte es mir ihn darauf anzusprechen. Es würde das alles vermutlich nur noch schlimmer machen und im schlimmsten Fall sowas wie einen Streit provozieren. Ich hatte also keine andere Wahl. Ich erhob mich ohne ein weiteres Wort und wollte mich auf die suche nach einem Arzt begeben. Am liebsten wäre es mir wirklich gewesen, wenn er einfach ein wenig mehr Geduld aufgebracht hätte. Doch vielleicht konnte ich mich auch einfach nicht in seine Situation hinein versetzten. Anders als ich gedacht hatte, ging die Diagnose des Arztes relativ schnell, es dauerte etwas, aber schon nach drei Tagen die er im Krankenhaus bleiben musste, durfte Aiden wieder nach Hause. Sein Bruder tat dabei alles um ihm den Alltag zu erleichtern. Ich ging für die beiden Einkaufen und versuchte ihnen den Alltag ein wenig zu ehrleichtern. Versuchte eben das zu tun, was ich konnte. Das letzte was ich wollte war, dass Aiden dachte das ich ihn wirklich aus meinem Leben strich. Ich wollte mich zusammen reißen und mich um ihn kümmern. Das selbe hätte er vermutlich auch für mich getan und ich wusste, dass die beiden Jungs meine Hilfe brauchten. Denn so einfach gingen die gebrochenen Rippen und die Verstauchungen dann eben doch nicht an ihm vorbei. Sie machten sich auf jeden Fall bemerkbar. Er war vielleicht ein Warrior, aber ein großer Teil von ihm war eben immer noch einfach sterblich und zerbrechlich. Er war ans Bett gefesselt und vielleicht war das für ihn sogar die Notwendige Bestrafung dafür, dass er so fahrlässig gewesen war. Was Jael und mich betraf- wir waren Abende wach, lernten uns besser kennen und erfuhren ein wenig mehr über den anderen. Etwas was Aiden wohl auch nicht unbedingt passte, doch ich wusste was ich tat und ich hatte kein Interesse an seinem jüngerem Bruder. Er musste uns also vertrauen und so ein kleines bisschen Eifersucht schadete ja wohl keinem. Wenigstens mochte ich es, wenn er mich so giftig ansah. Auch heute hatte ich mich nach der arbeit im Café dafür entschieden Aiden und Jael einen Besuch abzustatten. Mit einem Korb voll Hausgemachten Apfelkuchen des Cafés machte ich mich also auf den Weg. Doch als keiner aufmachte, wusste ich das Aidens Bruder wohl nicht zu Hause sein musste. Ich benutzte den Schlüssel, den Jael unter der Matte platziert hatte und trat ein. „Hey Aiden“, grüßte ich an der Tür obwohl ich wusste, dass er noch im Schlafzimmer lag. Ich klopfte an die angelehnte Tür. „Kann ich rein kommen oder bist du mit dir selbst beschäftigt?“, ich lachte. Aiden war empfindlich was sowas betraf, aber trotzdem konnte ich es mir nicht heraus nehmen, gelegentlich so mit ihm zu reden. Ich nahm den Korb und stellte ihn an sein Fußende. „Ich habe Hausgemachten Apfelkuchen dabei. Der Kuchen ist der beste der gesamten Stadt“, schwärmte ich und das konnte man auch genauso unterschreiben. „Wo ist Jael?“, fragte ich aus reiner neugierde.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Okt 25, 2018 4:58 pm

Cailan Archer
Um ehrlich zu sein war ich nicht ganz so interessiert daran wie es ihr ging. Das sollte absolut nicht gemein klingen, aber sie hatte bisher auch nie wirklich Rücksicht auf mich genommen. Als ich noch bei ihr in Gefangenschaft gewesen war, hatte sie mich immerhin auch gewürgt und ich hatte wesentlich dunklere Male davongetragen, also würde sie das schon überleben. Dennoch fragte ich, denn es war immerhin meine Aufgabe sie zu beschützen. Es war mein Job auf sie aufzupassen und dafür zu sorgen, dass ihr nichts passierte. Ich nickte also leicht, als sie mir erklärte, dass es beim Schlucken noch weh tat, aber sie sonst keinerlei Probleme hatte. „Das ist gut… Denn Resa hätte mich sehr wohl umgebracht, wenn dir etwas passiert wäre. Du weißt nicht wie er sein kann. Er ist immer sehr… streng mit mir gewesen. Ich bin eben nicht sein kleiner Engel, so wie du.“ Nein, ich war der Junge, den er mitten im Wald aufgegabelt hatte. Ich schuldete ihm einiges und manchmal… glaubte ich wirklich, dass er mich damals nur aufgenommen hatte, weil er sich dazu verpflichtet gefühlt hatte. Er war immer streng mit mir gewesen, aber schlussendlich hatte mich diese Strenge ja auch hierher gebracht. Ich war ihm dankbar für diese Erziehung, denn im Endeffekt wäre ich ohne sie nie so stark geworden, aber… wenn ich sah wie sanft und verständnisvoll er mit Alexandra umging, dann wurde ich schon manchmal… neidisch. Na ja, ich wäre auch mal gern an ihrer Stelle gewesen. Vermutlich war das aber auch nur undankbar von mir. Ich verdankte Resa mein Leben und er hatte durch seine Art mit mir umzugehen einen ziemlich erfolgreichen Mann aus mir gemacht. Wäre er so weich zu mir gewesen wie zu ihr, säße ich jetzt vermutlich immer noch im Rollstuhl… Ich runzelte leicht die Stirn, als Alexandra plötzlich anfing über ihre momentanen Gefühle zu reden. Wow, damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Es fiel mir schwer zu glauben, dass sie offenbar langsam anfing zu begreifen. Zu gern hätte ich sie weiter darin bestärkt und ihr klar gemacht wie blind sie die letzten Jahre immer gewesen war, aber das würde vermutlich genau in die andere Richtung leiten. Sie war dabei es zu begreifen. Sie begann ihren Fehler zu verstehen, also sollte ich nicht eingreifen und ihr damit das Gefühl geben ich würde sie in diese Richtung schubsen. Nein, sie musste das allein herausfinden. Ich zuckte also nur leicht die Schultern über ihren Monolog. „Du wirst schon herausfinden wie diese Wesen wirklich sind. Es wurde Zeit, dass du ihre wahre Natur kennenlernst und sobald wir morgen angreifen, wirst du es hoffentlich vollends verstehen.“ Bei ihr war also noch nicht alle Hoffnung verloren. Das war gut. Ich schaute nochmal zu ihr, dann stand ich auf und lief ein wenig im Dorf herum, um alle Fronten im Auge zu behalten. Nach ein oder zwei Stunden wachten dann die ersten Dorfbewohner auf, sodass ich meine Leute abzog und sie ins Bett schickte. Die Werwölfe hatten nie tagsüber angegriffen und wenn sie es täten, wären genug Leute da, um uns zu wecken. Wir brauchten jetzt aber erstmal Schlaf, damit wir ausgeschlafen die Mission angehen konnten. Das nächste Meeting fand wieder in der Gemeinschaftshütte statt. Die anderen Kommandanten und ich holten das restliche Team zusammen und erklärten ihnen wie wir vorgingen. Rogelio hatte eine Skizze vom Camp der Wölfe gemacht, sodass wir drei Schwachstellen fanden, an denen wir angreifen konnten. Wir teilten das Team also in drei weitere Teams auf und setzten das eine auf die Rettung der Geiseln an. Offenbar waren das Mädchen und eine der verschwundenen Frauen noch dort. Die anderen würden kämpfen und so viele Wölfe auslöschen wie möglich. Noch bevor der Sonnenuntergang anbrach, machten wir uns also fertig und zogen los. Es wäre leichter, wenn wir angriffen, wenn sie noch schliefen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Okt 25, 2018 5:21 pm

Aiden Jales
Man konnte sagen, dass ich Glück gehabt hatte. Ein paar gebrochene Rippen aber das hatte ich nicht zum ersten Mal, sowie noch ein paar weitere Brüche, Prellungen und Verbrennungen. Sie verschrieben mir dringende Bettruhe, was vermutlich das schlimmste an allem war. Ich hasste es, einfach nur herumzuliegen und nichts zu tun. Natürlich war es eine nette Ablenkung, dass sie beim Einkaufen half und mir Gesellschaft leistete. Aber dass sie dafür so viel ihrer Zeit opferte, war eigentlich nicht fair. Wir waren kein Paar. Sie schuldete mir eigentlich gar nichts und dennoch half sie mir. Ja, es war besser, wie wenn ich den ganzen Tag alleine hier rumgammeln musste, aber es war nicht fair für sie. Ich verstand ja selbst nicht, wieso sie das alles tat. Zuerst hatte sie mich als Monster betitelt, war abgehauen und hatte nichts mehr mit mir zu tun haben wollen. Nun aber schaute sie zu mir und zu meinem Bruder und dafür, dass wir genügend zu Essen zuhause hatten. Ich beschwerte mich nicht, immerhin konnte ich ziemlich froh sein, dass sie so geduldig mit mir war und uns half. Ich war vermutlich ziemlich unausstehlich in dieser Zeit, aber sie kannte mich wohl gut genug, um das nicht persönlich zu nehmen. Es gefiel mir allerdings gar nicht, wie Alenia und Jael Abend für Abend auf dem Sofa sassen und bis spät in der Nacht miteinander über alles mögliche sprachen. Natürlich bekam ich es mit. Ich war ja nicht blöd. Lief zwischen den beiden wirklich etwas? Ich konnte es nicht einschätzen. Ich seufzte tief und liess es einfach sein. Vielleicht musste es ja so sein. Vielleicht waren sie füreinander bestimmt, obwohl ich nicht an solche Sachen glaubte, aber das war dahingestellt. Ich hörte, wie die Tür aufging und ich vernahm Alenias Stimme. Ich setzte mich im Bett auf und gleich darauf steckte sie auch schon ihren Kopf in mein Schlafzimmer. „Inwiefern soll ich denn mit mir selbst beschäftigt sein?“, fragte ich sie und hob eine Augenbraue, während ich sie musterte. Sie fing stattdessen von diesem hausgemachten Apfelkuchen zu schwärmen. Wollte sie mich etwa mästen? „Du weisst schon, dass ich nicht die ganze Zeit essen kann, wenn ich mein Sixpack behalten möchte?“, fragte ich sie und hob die Augenbraue. Ich bewegte mich momentan kaum und meine Muskeln würden sonst schon verdammt am Arsch sein, wenn mein Körper endlich wieder einsatzfähig war. Übernatürliche Stärke lag ja nun in meiner Natur, aber dennoch wollte ich die Muskeln, die man sah, auch beibehalten. Das gefiel ihr doch sicher auch oder? „Aber gib mal einen rüber", sagte ich dann doch. Sie hatte mir doch damit sicher nur eine Freude bereiten wollen, also sollte ich es einfach annehmen. Bei ihrer Frage runzelte ich die Stirn und zuckte dann die Schultern. Was interessierte sie Jael so sehr? „Keine Ahnung. Ich bin aufgewacht und da war er bereits weg", sagte ich und nahm den Apfelkuchen entgegen. Vielleicht war er bei seiner Lerngruppe, beim Sport machen oder wo auch immer. Er war genug alt, um sich um sich selbst zu kümmern.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Okt 26, 2018 6:48 am

Alex Castillo
Seine Worte nagten an mir und wieder schienen mich die Zweifel und widersprüchlichen Gefühle durcheinander zu bringen. Ich wollte nicht wie ein Warrior sein, ich wollte Resa nicht mögen und keiner von ihnen werden, weil ich ihre Philosophie nicht mochte. Doch je länger ich blieb, desto klarer wurde mir, wieso sie das taten, was sie tun. Ich sah die Gefahr dieser Wesen und ihre Kraft, die sehr schnell zerstörerisch wurde. Sie beschützen die, die zu schwach waren und das war wunderbar. Ich konnte nicht sagen, dass es falsch war, doch ich sagte auch nicht, dass alles richtig war. Cailans Worte schwirrten mir noch einige Zeit im Kopf herum und hielten mich gefangen. Was würde morgen passieren, was mich verändern würde? Meinte er, die Grausamkeit, die ich doch schon längst gesehen hatte? Freute er sich darauf Werwölfe abzuschlachten, denn wir beide wussten, wie es morgen enden würde. Kein Werwolf würde am Leben bleiben.
Nachdem Cailan uns endlich schlafen schickte, zog ich mich nur noch aus und fiel ins Bett. Kaum hatte mein Kopf, das Kissen berührt war ich auch schon im Land der Träume und bekämpfte Werwölfe, die aussahen wie Cailan und Vampire mit Resas Gesicht. Hastig wachte ich auf und blinzelte heftig, da mein Zimmer lichtdurchflutet war, ich sah auf die Uhr und stellte mit schrecken fest, dass die Versammlung schon angefangen hatte und ich viel zu spät dran war. Schnell sprang ich unter die Dusche, putzte mir die Zähne und schlüpfte in meine Uniform, legte die Ausrüstung an und eilte durch das Dorf zum Versammlungsort. Dort versuchte ich unauffällig dazwischen zu schlüpfen und so zu tun als wäre ich die ganze Zeit anwesend gewesen. Doch natürlich merke einige meine Verspätung und sahen mich tadelnd an. Zum Glück hatte ich nicht allzu wichtiges verpasst und ging zu meinem Team, dort begrüßte mich Brad und schenkte mir ein sanftes Lächeln, bevor wir unsere Ausrüstung aufstockten und in den Van kletterten. Die Fahrt verlief ruhig, ich bereitete mich mental auf die Schlacht vor und versuchte irgendwie nicht durchzudrehen. Ich hatte so etwas schon oft gemacht und ich war gut im Kämpfen doch irgendwas ließ mich immer erstarren. Ich war wie versteinert, wenn es ernst wurde, was konnte ich dagegen unternehmen?
Das Auto hielt an, wir steigen aus, stellten uns auf und jedes Team ging in Position. Mein Herz hämmerte in meiner Brust, ich sah das Dorf schon vom Weiten, konnte den Rauch des Lagerfeuers riechen und spürte diese Spannung in der Luft. All meine Kameraden sahen konzentriert und schussbereit aus, ich sah wie die Sonne sich langsam verabschiedete und es Zeit war für die Wölfe aufzustehen. Meine schwitzigen Hände umklammerten meine Waffe, mein Atem war langsam und stockend und meine Kehle schnürte sich zu, als wir schon einige Werwölfe erkennen konnten, sowie Frauen, die verängstigt dreinschauten.
Ich hielt für einen Moment den Atem an und als ich langsam ausatmete, brach das Chaos aus. Ich hörte Schüsse, Schreie, Weinen und Knurren. Einer nach dem anderen verwandelte sich, bleckte die Zähne und rannte auf einen Warrior zu. Ich bemerkte gar nicht wie unsere Gruppe sich verteilte, wie sie anderen Warrior halfen und auf die Geiseln zusteuerten. Mit riesigen Augen sah ich mich um, suchte nach Cailan, doch er war nirgendwo zu sehen, nicht im Lager der Werwölfe nicht bei den Warrior, wo war er nur hingegangen? Ich schaute zu den Soldaten, die kämpften, sie waren in der Überzahl, sie brauchten mich nicht, deshalb ging ich etwas ums Lager herum, hörte Kampfschreie, Knurren und sah Cailan. Sein Gesicht war gezeichnet, mit Schmerz, Wut, Trauer und wilder Entschlossenheit, für einen Moment blieb ich stehen und betrachtete die Szene, glaubte nicht daran, dass der Werwolf ihn je töten könnte. Doch einen Augenblick später lag Cailan am Boden, über ihn ein sabbernder und Zähne fletschender Werwolf, welcher sich an seinem rechten Arm zu schaffen machte. Ich hielt meine Waffe schussbereit, zielte und traf dem linke Arm des Werwolfes, dann seine Schulter und hörte ihn vor Schmerz heulen. Als er mich ins Visier nahm rannte ich auf ihn zu, zu zog meine Messer und stürzte mich auf ihn, sodass er nach hinten taumelte und zu Boden ging. Ich holte aus, traf ihn in die Schulter und sah, wie dickes Blut hervorquoll und sein Shirt tränkte. Mit einer Leichtigkeit drehte er uns um, „Was für ein schönes Exemplar…“, hauchte er und ich würgte bei seinem Mundgeruch. Panik stieg in mir auf und ich wusste, diesmal würde Cailan mich nicht retten, ich würde sterben oder verwandelt werden, wenn ich mir nicht selbst half und diesem Werwolf den Gar ausmachte. Ich spürte wie seine Zunge über meinen Hals und Wange strich, wie er mich markierte, dabei verspürte ich reinen Ekel und Wut. So fest ich konnte biss ich zu, ich erwischte seine Wange, schmeckte Blut und schrie, als er seine Krallen sich in meinem weichens Fleisch gruben. Er fügte mir mit seinen Krallen tiefe Schnitte zu, sodass ich fast in Ohnmacht fiel vor Schmerz. So sehr ich auch einfach aufhören wollte, ich musste kämpfen, mich bewegen und mich von dem Werwolf befreien. In meinem erbärmlichen Versuch Cailan zu retten sowie nun auch mich selbst, verpasste ich dem Werwolf einen rechten Haken, der ihn überraschte. Dann trat ich zu, kickte ihn von mir, griff mir ein Messer und stach auf ihn ein. Er spuckte Blut, zuckte und starrte mich mit großen Augen an, welche erstarrten, als ich ihm seine Kehle durchschnitt und ihn ansah. Anstatt aufzustehen oder mich zu freuen, dass ich überlebt hatte, krabbelte ich von ihm und kotzte mir die Seele aus dem Leib. Mit Tränen in den Augen schleppte ich mich zu Cailan und betrachtete seinen Arm, riss etwas vom Stoff meiner Hose ab, nahm noch einen Stock und legte ihm einen Druckverband an. Dann hauchte ich erschöpft, „Jetzt sind wir quitt.“ Ohne zu zögern, hievte ich seinen Körper hoch, und trug ihn so zu unserem Team, die sich schon wunderten, wo wir geblieben waren. Als sie uns erblicken, sah ich Schock aber auch Erleichterung in ihren Gesichert, welche jedoch gleich wieder ernst wurden und ich merkte auch wieso. Das Mädchen und die Frau saßen zusammengekauert vor einigen Leichen, beide hatten Blut an ihren Körpern, ich konnte nicht genau sagen, ob es ihr eigenes war oder dass eines Werwolfes. Tiff stand vor den Beiden eine Waffe in der Hand und zielt auf die Frau, welche wimmerte und bettele, bevor sie mit Tiffs Kugeln zum Schweigen gebracht wurde. Die tote Frau fiel in den Dreck und starrte mit ihren leblosen Augen in den klaren Sternenhimmel, der den Vollmond zeigte.
Ich hatte gar nicht gemerkt, wie ich die Luft angehalten hatte oder mir Cailan abgenommen worden war. Tiff richtete nun die Waffe auf das weinende kleine Mädchen, das sich Hilfe suchend umsah. Ehe ich mich versah, rannte ich auf das Mädchen zu und stellte mich vor sie. „Das reicht. Es sind heute schon zu viele gestorben!“ Tiff sah mich aus Schlitzen an, zielte aber immer noch auf mich, „Es werden mehr sterben, vielleicht nicht heute aber in ein paar Jahren sicher…“ „Aber sie ist erst sechs, sie ist ein Kind, sie konnte sich nicht wehren und jetzt soll sie etwa verdammt werden zu sterben? Nein, ich lasse das nicht zu.“ Wütend verzog Tiff das Gesicht und sah entsicherte die Waffe, „Ich zähle bis drei, dann heißt’s das Mädchen oder ihr beide!“ Natürlich baute ich mich vor der Kleinen auf, stand aufrecht, sofern es mir möglich war mit der Wunde an meinem Bauch. „Eins...“, fing sie an und sah mich warnend an. „Zwei…“, knurrte sie und trat auf mich zu. „…und…“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Okt 26, 2018 9:22 am

Cailan Archer
Ich dachte wirklich ich wäre bereit hierfür. Mir war von Anfang an klar gewesen, dass das hier der selbe Wald war, in dem ich damals beinahe umgekommen war. Es war der selbe Wald, bloß ein anderer Teil davon. Ich wusste auch nicht wie ich so dumm und naiv sein konnte zu glauben, dass alle Werwölfe von damals tot waren. Ich hatte geglaubt Resa hätte alle getötet, aber natürlich waren ihm welche entkommen. Es entkamen immer welche. Ich hätte mich darauf vorbereiten sollen. Ich hätte wirklich daran denken müssen, denn jetzt… jetzt war ich einfach nur noch schutzlos. Wir stiegen aus dem Van, die Teams schwärmten aus und ich stürzte mich unwissend in den Kampf. Ich erledigte zwei Werwölfe, ehe ich erstarrte, als ich ein Gesicht erblickte, das ich nur allzu gut kannte. Es hatte sich in mein Gehirn gefressen. Nacht für Nacht sah ich es in meinen Träumen. Es war tatsächlich der Werwolf, der meine Mutter getötet hatte. Er stand einfach da und grinste mich an, als wüsste er, dass ich es war. Ich biss die Kiefer aufeinander und lief blind auf ihn zu. Das war das Dümmste, was ich hätte tun können, aber all meine Kampferfahrung brachte mir jetzt nichts mehr. Ich sah nur noch rot. Ich lief auf ihn zu und spürte wie meine Gliedmaßen zuckten, als ich ihn aus dem Dorf raus bis in den Wald zerrte. Meine Hände zitterten vor Wut und dann ganz plötzlich… setzte meine Telekinese aus. Meine Beine gaben unter mir nach und ich fiel zu Boden, lag dann wie erstarrt da, als er die Zähne fletschte und sich über mich beugte - so wie damals über meine Mutter. Mein Verstand hatte mittlerweile völlig ausgesetzt. Ich lag bloß da und starrte wie gelähmt in den Nachthimmel, während die Zähne des Werwolfs sich so tief in mein Fleisch bohrten, dass ich das Schmatzen hörte. Ich spürte wie ich ein wenig über den Boden gezogen wurde, als er an der Wunde riss. Ich konnte nichts tun… Ich spürte wie ich langsam Blut verlor, aber ich lag bloß da… und dann war er auf einmal weg. Ich spürte wie meine Atmung stockte, immer flacher wurde und dann irgendwann traf auch der Schmerz ein. Ich wagte gar nicht herüberzusehen. Sicher hatte er mir die gesamte Haut von meinem Arm abgezogen so wie es sich anfühlte. Mit der Präsenz des Schmerzes, hörte ich dann auch langsam die Kampfgeräusche, ehe alles um mich herum verstummte, bis plötzlich Alexandra über mir hockte. Wow, das alles zog viel zu schnell an mir vorbei. Ich kam gar nicht mehr richtig mit. Ich blinzelte gegen die Ohnmacht an, als sie einen Druckverband um meinen gesamten Arm anlegte. Dann zog sie mich hoch und alles um mich herum drehte sich. Gott, mir wurde kotzübel, wenn ich die Augen schloss. Ich versuchte also wach zu bleiben, bis es um uns herum unsagbar hell wurde und ich auf dem Boden abgelegt wurde. Ich sah in Rogelios Augen, der über mir hockte und aufpasste, dass ich nicht das Bewusstsein verlor. Allerdings brauchte er das gar nicht, denn als ich Tiffs laute Stimme hörte, drehte ich den Kopf und sah zu der Szenerie herüber. Das Mädchen zu dessen Rettung wir eigentlich gekommen waren, kauerte auf dem Boden, vor ihr stand Alexandra und Tiff zielte auf die beiden. Ich brauchte eine Sekunde, doch dann begriff ich, was passiert sein musste. Wir waren zu spät gekommen. Das Mädchen war verwandelt und Tiff war dabei den Job „zu beenden“. Natürlich ließ Alexandra das nicht zu, doch Tiff störte das offenbar gar nicht. Ehe sie also den Finger auf den Abzug legen konnte, fand ich meine Stimme wieder. „Stopp!“, brüllte ich laut genug, dass jeder mich hörte. Alle Blicke wandten sich nun auf mich und kurz fühlte es sich wieder so an, als würde ich einfach wegdriften, aber ich hielt mich fest, blieb wach. „Ich berge für sie. Also weg von ihr, Tiff!“, knurrte ich so fest ich nur konnte. Ich durfte jetzt auf keinen Fall schwach wirken. „Aber… Kommandant Archer, Sie…“, stammelte Tiff, ließ aber die Waffe sinken. „Keine Widerrede. Du kennst die Regeln. Sie ist ein kleines Kind, Tiffany!“, zischte ich und beendete damit die Diskussion, sodass ich mir einen Moment Ruhe gönnte und die Augen schloss. Nur einen kleinen Moment… „Archer! Himmel, bleib wach, verdammt!“, knurrte Rogelio über mir, aber ich nahm ihn kaum mehr war. Ich hörte wie er irgendetwas funkte. Vermutlich riefen sie einen Helikopter, der mich hier abholte. Die medizinische Versorgung hier reichte wohl kaum aus, um mir hier zu helfen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Okt 26, 2018 11:47 am


Alex Castillo
Nur widerwillig senkte Tiff sie Waffe und deutete zwei Soldaten mit einer Handbewegung an die Kleine festzunehmen. Ein Gemurmel ging durch die Reihen und ich merkte ihre brennenden Blicke, sowie den Hubschrauber der Cailan abholte, um ihn ins Krankenhaus zu bringen. Ich blieb mit den anderen zurück und wurde notdürftig untersucht. Sie schickten mich mit ein paar anderen verwunderte Soldaten in das nächst gelegene Krankenhaus und säuberten meine Wunden nochmal gründlich, nähten die gröbsten, ich bekam ein Pflaster und Verband und erkundigte mich dann nach Cailan. Mit Muh und Not brachte ich die Schwester dazu mich zu ihm zu bringen und flunkerte ein bisschen.
Als ich Cailan erblickte wurde mir etwas mulmig, er hatte einen Dingen Verband um war an ein paar Schläuchen angeschlossen und schlief. „Wie geht es ihm?“, wollte ich wissen und sah zur Schwester. „Er wird schon wieder, aber es werden Narben zurückbleiben. Wir behalten ihn eine Weile hier, bevor er in ein amerikanisches Krankenhaus gebracht wurde. Ich setzte mich auf das freie Bett neben ihn und schnappte mir sein Telefon. Zuerst lud ich mir ein paar Apps herunter und spielte sicher eine Stunde lang Candy Crush, dann rief ich Resa an um ihn von Cailans Unfall zu berichten. Er hatte schon mitbekommen wie schief unsere Mission fast verlaufen wäre. Dann fragte er nach unserem Befinden und ich erzählte ihm grob wie die Lage aussah. Resa klang besorgt und wollte sofort herkommen, er mochte den Gedanken nicht, dass wir verletzt waren. Er murmelte unverständliches Zeug und ich glaube er bereute mich auf diese Mission geschickt zu haben. Jedenfalls klang es so als würde er sauer sein, außerdem veranlasste er sofort, dass wir beide so schnell wie möglich nach Hause gebracht wurden. Außerdem sollte ich eine Weile mit Cailan unter Beobachtung bleiben, falls wir uns infiziert hätten. Aber ich glaubte eher, dass er sich Vorwürfe und Sorgen machte.
Nach ein paar Stunden kam Brad der ein paar Sachen und Essen vorbei brachte, er fragte mich wie es mir ging uns ich zuckte nur mit den Schultern. Ich war verängstigt aber auch erleichtert, dass ich es geschafft hatte mich zu verteidigen und Cailan zu retten. Irgendwann wurde Brad wieder gebraucht, ließ mich aber bei Cailan der wenig später zu Bewusstsein sein kam. Ich rief eine Schwester die den Arzt holte welcher ihn untersuchte. Ich seufzte als der Arzt ging und sah zu Cailan, „Wie geht’s dir? Was war mit dir im Wald los, das war nicht dein erster Werwolf.“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Fr Okt 26, 2018 12:24 pm

Alenia.
Aidens Gerede über seinen „Sixpack“ war nichts, was unbedingt meine Aufmerksamkeit beanlasste. Mir war einfach nur wichtig, dass er so schnell wie es ging wieder Gesund wurde. Ich mochte ihn auch ohne seine Muskeln und ihm Augenblick wollte ich ihm schließlich auch nur eine Freude machen. Schließlich kam ich auch immer und immer wieder hier her um mich um ihn zu kümmern. Ich zögerte nicht, reichte ihm eine Gabel aus dem Korb und das Stück Apfelkuchen das sich auf einem Stück Pappe befand.Den Rest ließ ich ohne Kommentar außen vor. „Du siehst schon besser aus“, meinte ich und setzte mich auf den freien Stuhl neben seinem Bett. Vielelicht sollte er es demnächst schon wieder mit aufstehen probieren. Er hatte sich schon eigenständig aufgesetzt. Das war ein gutes Zeichen gewesen, in der gesamten ersten Zeit war er dazu dank seiner Rippen noch nicht einmal in der Lage gewesen. Es heilte und das war in der Tat ein gutes Zeichen. Schließlich konnten wir ihn auch nicht ewig ans Bett fesseln. Das hatten wir ja auch gar nicht vor. Besonders seinem Bruder ging es wirklich nur darum, seinen Bruder wieder Gesund und Munter in seinen Reihen zu haben. Er hatte mir viel von der gemeinsamen Zeit mit Aiden erzählt. Er war ihm wirklich verdammt wichtig und das einzige was er aus der Familie noch hatte. Es musste schön sein noch jemanden aus der Familie zu haben, der einem so viel bedeutete. Bei den beiden schien dies wenigstens der Fall zu sein. Ich sah Aiden dabei zu, wie er begann den Apfelkuchen zu essen. Ich konnte mir vorstellen wie es ihm ging. Er war es nicht gewöhnt sich zu schonen. Vermutlich wollte er so früh wie möglich wieder zurück an die Arbeit gehen. Doch er hatte gar keinen Grund so sauer auf sich selbst zu sein. Es war durch ein Unfall passiert, selbst wenn ich immer noch bezweifelte, dass es nicht irgendwo auch ein wenig Absicht gewesen war. So unkonzentriert kannte man Aiden nicht und selbst George- sein Vorgesetzter- hatte recht Überrascht geklungen, als es darum gegangen war zu analysieren, wieso Aidens Verletzungen aufgetreten waren. Doch wer war ich, dass zu Beurteilen. Jeder hatte mal einen schlechten Tag gehabt und was wusste ich schon, vielleicht war es bei Aiden an diesem Tag eben der Fall gewesen. Völlig in Gedanken versunken, merkte ich gar nicht wie Aiden mich ansah. Ich hatte keine Ahnung, ob er etwas zu mir gesagt hatte. Ich beschloss einfach nicht darauf einzugehen.„Vielleicht solltest du dir nachher ein wenig die Beine vertreten. Ich könnte dir helfen. Oder es wenigstens versuchen so gut es eben geht. Ich könnte dir auch helfen wenn du vor hast ein Bad zu nehmen. Es wird deinen Verletzungen sicher gut tun.“ Keine Ahnung ob Jael dafür besser in Frage kam, wenn man bedachte das mir bei der kleinsten Wasser Berührung ein Fischschwanz wuchs und Aiden noch sehr empfindlich darauf reagierte, sollte ich es vermutlich lassen. Jael wusste ja noch gar nichts von dem Glück, ein Fabelwesen unter den engsten Reihen zu haben. Sicher war, dass wenn er genauso verklemmt wie sein Bruder war, das alles definitiv in eine Falsche Richtung ging. Damit stellte ich bestimmt meine Sicherheit aufsspiel. Ich konnte es nicht einschätzen. Aber selbst Aiden wirkte immer noch alles andere als Begeistert. Es war Fazination und Hass zu gleich, wenn er mich ansah. Manchmal glaubte ich ja sogar, dass er es kaum noch wagte mir direkt in die Augen zu sehen. Trotzdem wollte ich es ihm angeboten haben. „Wenn du noch irgendetwas brauchst oder ich irgendetwas für dich tun kann, denn sag es mir bitte, okay?“ Und das meinte ich auch so wie ich es sagte. Ob Aiden jetzt zu  selbst verletzt oder Stur war, sich einzugestehen, dass er Hilfe brauchte. Für mich spielte das keine Rolle es ging um seine Gesundheit.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Okt 26, 2018 1:57 pm

Cailan Archer
Ich hatte mehr oder weniger Anspruch auf das kleine Mädchen erhoben. Ich würde für alles aufkommen, was sie anrichtete. Ich würde dafür sorgen, dass sie lernte sich zu kontrollieren. Sie würde lernen ihre Kräfte unter Kontrolle zu haben und keine Menschen anzugreifen. Dafür würde ich schon sorgen. Das alles lag nun in meiner Verantwortung und die anderen Soldaten hatten damit ihre Finger von ihr zu lassen. Allerdings war ich in meiner Verfassung gerade nicht wirklich in der Lage mich darum zu kümmern, als hauchte ich Rogelio zu, dass er sich vorerst um die Kleine kümmern musste, während der Helikopter bereits ankam und ich auf einer Trage nach oben gezogen wurde. Kaum kam ich im Helikopter an, verlor ich dann auch das Bewusstsein, bis ich wieder im Krankenhaus ankam und jemand die klebenden Stoffreste von meinem Arm fummelte. Ich knurrte vor Schmerz, während die Ärzte die klaffenden Wunden betrachteten. Mein Arm war… ziemlich angenagt. Es fehlten ganze Stücke Haut und Fleisch. Es sah wirklich übel aus. Ich hörte die Ärzte darüber diskutieren wie sie weiter vorgehen sollten. Der eine schlug vor den Arm abzunehmen, weil zu viel Haut verloren gegangen war. Der andere wollte Haut transplantieren und wieder ein anderer glaubte, dass die Haut sich regenerieren könnte. Ich war nicht wirklich in der Lage auf all das zu antworten, doch offenbar entschied man sich relativ schnell für eine Hauttransplantation, um meinen völlig zerfleischten Arm noch zu retten. Ich kam in den Operationssaal, mein linker Oberschenkel wurde freigelegt und genauso mein Arm. Sie würden mir also aus meinem Oberschenkel Gewebe entnehmen und meinen Arm damit rekonstruieren. Okay… damit könnte ich leben. Allerdings bedeutete das eine ziemlich lange Genesungszeit, über die ich nachdachte, während ich in der Narkose war. Ich war absolut fertig. Ich hätte vermutlich Tage lang durchschlafen können, aber ich hatte eine neue Aufgabe, um die ich mich kümmern musste, bevor ich verlegt wurde. Also… zerrte ich mich irgendwie selbst an die Oberfläche. Ich öffnete die Augen, obwohl sie brannten wie Hölle. Mein Blick war verschwommen, als ich den Raum versuchte abzuscannen. Ich erkannte absolut nichts. Ich hörte bloß Alexandras Stimme und sah danach den verschwommenen Schatten meines Arztes über mir, blinzelte mehrmals und klärte meinen Blick. Mir wurde erklärt, dass mein Arm mit einem Hauttransplantat aus meinem Oberschenkel wieder gerichtet wurde - was ich schon vermutet hatte - aber auch, dass der Knochen meines Unterarms gesplittert hatte, weshalb ich nun eingegipst war. Alles weitere wollte er mir erklären, wenn ich ein wenig fitter war. Momentan nahm ich nämlich nicht besonders viel von dem auf, was er da sagte. Ich stöhnte leise und versuchte mich ein wenig anders hinzulegen, da mein gesamter Rücken wund war, aber ich brachte nicht genug Kraft für die Telekinese auf, also lag ich bloß völlig bewegungslos da, während sich Alexandra in mein Sichtfeld schob. Wow, sie war immer noch hier? „Na ja, es ging mir schon mal besser.“, murmelte ich leise und schloss kurz die Augen, ehe ich tief durchatmete. Das alles hätte nicht passieren dürfen. „Um genau zu sein… war es mein erster Werwolf. Es war… der Alpha, der meine Mutter getötet hat. Ich war so voller Wut und Hass, ich habe nur noch rot gesehen und meine Telekinese hat einfach nicht mehr funktioniert. Ich bin umgefallen und war in Schockstarre… bitte sag mir, dass du ihn erledigt hast.“ Ich wollte jetzt auf keinen Fall hören, dass dieses Vieh immer noch dort draußen herum lief. Ich kniff die Augen zusammen und griff nach dem kleinen Klicker, der die Dosis des Schmerzmittels erhöhte. Das war nicht das erste Mal, dass ich in einem Krankenhaus aufwachte - aber es war sehr lange nicht mehr vorgekommen. Nicht so zumindest. „Solltest du nicht mit den anderen auf dem Weg nach Hause sein?“ Die Mission war beendet und Rogelio hatte sicher den Rückzug begonnen. Ich war verletzt und konnte nicht so leicht transportiert werden, aber alle anderen Soldaten sollten um diese Zeit sicher schon auf dem Heimweg sein.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Okt 26, 2018 4:37 pm

Aiden Jales
Sie sagte nichts zu meinem Sixpack, sondern meinte nur, dass ich bereits besser aussähe. Sie liess sich auf den Stuhl neben meinem Bett nieder und ich hob eine Augenbraue. Ich wusste wirklich nicht, wieso sie sich solche Mühe gab. Sie kümmerte sich so sehr um meine Gesundheit und wandte so viel Zeit auf. Dabei hatte sie noch vor wenigen Tagen nichts mehr mit mir zu tun haben wollen und hatte mich grösstenteils ignoriert. Woher kam auf einmal dieser Sinneswandel? Vielleicht tat sie das ja alles nur meinem Bruder zuliebe und alles andere interessierte sie gar nicht. Vielleicht hatten die beiden wirklich etwas gemeinsam am Laufen. Alenia hatte nicht irgendwelche Annäherungsversuche unternommen und auch sonst wirkte sie, als wäre sie eher auf Distanz aus. Und ich. Na ja, ich war wohl gerade nicht in der Verfassung, um irgendwelche doofen Sprüche zu machen oder mit ihr zu flirten. Ich war gerade alles andere als attraktiv. Ich nahm die Gabel und das Stück Apfelkuchen entgegen, bevor ich anfing zu essen. Ich musste eingestehen, dass der Kuchen wirklich gut war. Mein Blick lag auf Alenia, während ich am Essen war, aber sie sah gerade aus, als wäre sie mit den Gedanken an einem völlig anderen Ort und ich wollte sie nicht aus diesen reissen. Ich hob erstaunt eine Augenbraue, als sie tatsächlich davon sprach, dass ich mich bewegen sollte. Dass ich aufstehen sollte und ein paar Schritte gehen sollte. Sie war immerhin diejenige gewesen, welche mich die letzten paar Tage auf die Ersatzbank gedrückt hatte. Allerdings war ich auch nicht für besonders viel mehr in der Lage gewesen. „Ein Bad klingt nicht schlecht“, gab ich zu, schürzte aber dennoch die Lippen. Ich hatte gesehen, was mit ihr passiert war, als dieser Werwolf den Cocktail über sie geschüttet hatte. Sie war ja praktisch vor mir geflohen. Jael wusste nichts darüber. Er wusste nicht einmal, dass solche Wesen überhaupt existierten und es wäre mir eigentlich lieber, wenn er nie etwas davon erfahren würde. „Aber könnte es nicht passieren, dass du dich dann aus Versehen verwandelst?“, fragte ich sie. Das hiess nicht, dass ich sie damit bedrängen wollte. Aber sie würde es sicher auch nicht als besonders angenehm empfinden, wenn sie mit ihrer Schwanzflosse auf dem Boden unseres Badezimmers lag. Wie konnte sie überhaupt duschen gehen? Ich wusste echt nicht, wie das bei ihr funktionieren sollte. Ich wusste aber auch nicht, ob mich das überhaupt noch etwas anging. Ich ass den Apfelkuchen auf und stellte das Stück Pappe mit der Gabel darauf auf meinen Nachttisch und schob die Bettdecke weiter nach unten. „Ich sollte es wohl schon alleine schaffen, ein Bad zu nehmen“, meinte ich und schob vorsichtig meine Beine aus dem Bett. Ich war kein Invalide! Ich konnte mich immer noch sehr gut alleine fort bewegen. Vielleicht redete ich mir das aber auch nur ein, weil ich es überhaupt nicht mochte, Hilfe jeglicher Art anzunehmen. Ich wollte sie aber auch einfach nicht dieser Gefahr aussetzen, dass sie sich unfreiwillig in eine Meerjungfrau verwandelte, nur weil sie mir bei jeder Kleinigkeit helfen wollte. Es war ja nun wirklich nicht so, als wäre sie mir irgendwas schuldig. Vielleicht waren wir wirklich auf dem Weg dorthin gewesen, ein Paar zu werden. Aber wir waren nie ein Paar gewesen. Wir hatten nie eine Beziehung geführt, also schuldete sie mir auch überhaupt nichts.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Fr Okt 26, 2018 4:37 pm

Alex Castillo
Ich setzte mich auf die Kante seines Bettes und musterte ihn, „Du siehst furchtbar aus.“, murmelte ich und beugte mich über ihn. „Hat dich ziemlich erwischt, aber zum Glück ist dein Arm immer noch dran und funktionstüchtig.“ Er hatte Glück im Unglück gehabt, denn wenn er seinen Arm verloren hätte, dann hätte er sich den Traum ein Offizier zu werden sonst wohin stecken können. Um ehrlich zu sein wollte ich mir das alles nicht mal ausmalen, jetzt würde er schon ein paar Probleme haben, nicht nur wegen der Reha. Ich war mir sicher das ich bald mehrere neue Babysitter bekam und Cailan sich von mir erholen konnte. Resa würde ihn eh erst mal aus vielen Missionen streichen. Denn immerhin hätte er sterben können! „Keine Sorge der Werwolf ist Tod, habe ihn getötet…und mich dann übergeben. Gott das war, das erste Mal, dass ich jemanden umgebracht habe.“, sagte ich und verzog das Gesicht. Ich erinnerte mich nur verschwommen an den Kampf, es war so als würde man durch Milchglas schauen. Wahrscheinlich verdrängte mein Hirn diese furchtbaren Bilder als Schutz? Diese fruchtbare Fratze, diese Fangzähne die fast noch angsteinflößender waren als die eines Vampirs und dann diese unglaubliche Kraft. Ich seufzte und sah kurz aus den Fenster, draußen war es noch dunkel, doch bald würde die Sonne aufgehen und ein neuer Tag anbrechen.
„Übrigens wollte ich dir noch danken…“, sagte ich und lächelte ihn an und strich ihm eine Strähne aus der Stirn. „… ich meinen natürlich, dass du für das Mädchen gebürgt hast. Ich weiß nicht was ich getan hätte, wenn Tiffany das Mädchen erschossen hätte.“ Vermutlich wäre ich richtig ausgerastet und hätte mir dabei sicher mehrere Kugeln eingefangen, doch jemand musste dieses arme Mädchen beschützen. Für einen Moment musterte ich ihn, bisher war Cailan nicht das was ich erwartete hatte, natürlich war er manchmal oder oft total doof und hörte nie richtig zu, aber er überraschte mich. Es war nicht so das ihn bewunderte aber langsam respektiert und akzeptierte ich ihn. Doch gleichzeitig wollte ich mich nicht mehr an ihn gewöhnen, irgendwann wurde dieses Abenteuer vorbei sein und sich konnte mich an niemanden hängen. „Übrigens Resa hat angerufen, er wollte herkommen doch ich habe ihn abgewimmelt, doch du wirst so bald wie möglich in irgendeinen Militärkrankenhaus gebracht und naja fällst sicher für einige Monate aus. Resa klang richtig besorgt, vermutlich wird er in dem Moment vorbei kommen in dem du ins Krankenhaus eingeliefert wirst.“, sagte ich und schnappte mir eine Tüte mir Erdnüssen die Brad mitgebracht hat. Bevor ich mich wieder auf mein Bett pflanzte und an die Decke sah. Bei seiner frage wieso ich hier war sah ich ihn überrascht an, denn so selbst wusste ich es auch nicht. „Keine Ahnung wir wurden ins Krankenhaus gebracht und ich wollte wissen wie es dir geht. Du sahst echt übel aus, außerdem bin kein herzloses Biest, ich wollte erfahren wie es um dich steht.“, murmelte ich und verschränkte die Arme hinterm Kopf. „Tja und nachdem Resa erfahren hat das ich ein paar Kratzer habe bin ich natürlich auch verdonnert worden im Krankenhaus zu bleiben.“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Okt 26, 2018 5:49 pm

Cailan Archer
Sie beugte sich über mich und ich atmete tief aus. Ich fühlte mich, als hätte mich ein Panzer überrollt. Mein ganzer Körper schmerzte, aber das hatte ich sicher dem Blutverlust zu verdanken. Ich war komplett k.o.. „Danke, sehr reizend von dir.“, murmelte ich leise, als sie mir offen ins Gesicht sagte, dass ich furchtbar aussah. Na sowas hörte man doch wirklich gern, wenn man im Krankenhaus lag und sich scheiße fühlte. Aber gut, ich hatte mir noch nie sonderlich viel aus meinem Aussehen gemacht, auch wenn einige Frauen sehr auf meine mexikanischen Wurzeln abfuhren. Aber das war nicht meine erste Priorität - um ehrlich zu sein, war es absolut nicht meine Priorität. Ich war allein und das war gut so. Eine Beziehung würde mir sowieso nur Unheil bringen, also musste ich auch für niemanden gut aussehen. Ich schloss die Augen und nickte leicht, als sie mir erklärte, dass sie ihn getötet hatte. Sie hatte den Mörder meiner Mutter zur Strecke gebracht… und sich danach übergeben. „Ja, das erste Mal ist wirklich hart… aber dieses Monster war sicher nicht unschuldig. Es hatte den Tod verdient, also hast du das Richtige getan. Du hast heute dadurch viele Menschen gerettet.“ Ich sprach vom Dorf, aber auch mir hatte sie den Arsch gerettet, das gab ich ganz ehrlich zu. Ich war nicht so stolz und eingenommen von mir selbst. Ich hatte heute versagt und diese Schwäche gestand ich mir auch ein, um daran arbeiten zu können. Ich zog die Decke bis unter mein Kinn und schaute zu ihr hoch, als sie plötzlich… meine Haarsträhne aus der Stirn schob. Wow, was war in sie gefahren? Diese Art Sanftheit kannte ich von ihr gar nicht. Bisher war sie immer sehr kratzborstig und fies zu mir gewesen. Es ging um das Mädchen… „Das habe ich nicht für dich getan, Alexandra. Klar, ich hab verhindert, dass Tiffany dich abknallt, aber das hätte ich sowieso getan. Die Warrior lassen immer irgendwelche Schlupflöcher offen. Vor allem wenn es um Kinder geht. Jemand meines Ranges oder höher… kann über Kinder entscheiden, die verwandelt wurden. Allerdings werde ich ihr Leben lang nach ihr sehen müssen. Ich werde dafür sorgen müssen, dass sie niemanden angreift. Jeder Mensch, den sie verletzt, geht auf meine Kappe. Wenn niemand für ein solches Kind bürgt, dann… gibt es keinen Verantwortlichen und das Kind muss sterben.“, erklärte ich ihr. Sie sollte wissen, dass ich das Mädchen jetzt nicht einfach zu ihrer Familie zurückschickte und damit fein raus aus der Sache war. Aber das Mädchen war wie ich einfach in diese Sache hineingeraten. Sie hatte bloß nicht so viel „Glück“ gehabt wie ich damals. „Sobald das Kind zur Bedrohung wird, die sich nicht mehr kontrollieren lässt, wird es meine Aufgabe sein das alles zu beenden. Das ist dir hoffentlich klar.“ Es war eben nicht immer so einfach wie es heute Nacht verlaufen war. Ich würde für das Mädchen sorgen, aber damit stand nicht fest, dass sie ein sicheres, ruhiges Leben führen könnte. Sie selbst würde entscheiden wie es verlief. Ich seufzte tief, als sie mir davon erzählte, dass Resa Bescheid wusste. „Ja… ich hatte lange keinen Zwischenfall mehr. Er denkt sicher es wäre wirklich übel… Na ja, ich lebe noch, also ruf ihn bitte an und sag ihm er soll einen Gang zurückschalten, ja?“ Resa hatte wirklich wichtigeres zu tun als an mein Krankenbett zu kommen, mein Händchen zu halten und mich zu tadeln wie dumm es von mir gewesen war den Alpha allein angegriffen zu haben. Auch wenn er sich sorgte, ein wenig Strenge schwang eben immer in seinen Worten mit. „Wann werden wir dann verlegt? Ich möchte nicht länger hier in Mexiko bleiben als ich muss.“ Das alles ließ zu viele alte Erinnerungen hochkommen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Fr Okt 26, 2018 6:05 pm

Alenia.
Er wollte sich nicht von mir helfen lassen. Wenigstens wirkte es auf mich auf den ersten Blick so. Aiden Jales hatte ein zu großes Ego, so viel stand fest. Ich zuckte nur die Schultern als er sich erhob und seinen Teller auf den Nachttisch stellte. Ich nahm den Pappteller nachdem er in seinem Badezimmer verschwand und räumte die Sachen in die Küche. Wie sehr mich es auch nach ihm und seine nähe verzerrte, beließ ich es aufs erste ihn nicht weiter zu bedrängen. Nachdem ich damit fertig war, machte ich mich daran sein Bett zu machen und seine Kissen ein wenig aufzuschütteln. Ich hörte wie das Wasser durch die Rohre floss und setzte mich auf sein Bett. Zum Teil war ich wirklich zu Neugierig und wollte nachsehen. ob er zu Recht kam. Auf der anderen Seite, weil ich mich auch irgendwie danach verzerrte, mal wieder von ihm angesehen zu werden wie etwas, was er begehrte oder wieder von ihm berührt zu werden, doch das spielte im Augenblick keine große Rolle. Es ging hier nur darum, dass Aiden wieder so schnell wie es nur ging auf die Beine kam. Ich musste nur daran denken, dass Aiden wieder Gesund wurde. Nur das war wichtig! Nicht sein muskellöser, männlicher Oberkörper oder sein rauer und flacher Atem. Mich aufzuspielen wie eine billige Tussi, half mir rein gar nichts. Ich erhob mich und zögerte. Beinahe automatisch hatte ich mich wieder auf meine Füße geschoben und stand vor der Badezimmertür. Ich erhob die Hand. Bereit die Klinge herunter zu drücken, doch ehe sie umschlossen hatte, fiel die Tür hinter mir auf. Jael. “Hey Alenia. Gut das ich dich erwische. Hilfst du mir vielleicht mal kurz, mit den Kisten vor der Tür?“ Ich zögerte. Was sollte ich tun- es war vermutlich besser so. Besser so, als wenn ich das was Aiden und ich hatten noch weiter gefährdete. Was erwartete ich sowieso? Ich war ja noch nicht mal in der Lage mit Aiden gemeinsam duschen zu gehen. Ein Tropfen Wasser und ich verwandelte mich in einen Wal. Was Aiden von mir in dieser Gestalt hielt wusste ich doch- warum sollte ich es also hinaus zögern? Ich nahm mit meiner Größe sicherlich den Platz des gesamten Bades ein. Alleine mit diesem Gedanken wollte ich mich nicht anfreunden. Ich könnte Aiden in diesem Zustand vermutlich nicht einmal berühren. Es war seltsam und zum Teil wünschte ich mir wirklich, dass Aiden einfach darüber hinweg sehen könnte, doch ich wusste, dass er das nie würde. Eine wirklich schlechte und un durchdachte Idee. Also war es besser, es zu belassen. Wie Jael es sagte, ging ich Richtung Tür und half ihm mit den Kartons. „Was ist das alles für Zeug?“, fragte ich und versuchte Anhaltspunkte zu finden die darauf hin deuteten, woher diese Kisten waren. Nichts. „Bücher. Ich weiß ich sehe vielleicht nicht so aus, aber ich stehe auf so alten Scheiß. Legenden und Mythen. Krasse Geschichten,.“ Süß. Aiden und Jael unterschieden sich in so vielen Sachen: Jael war noch so voller Energie und blühender Fantasie. Er war Feuer und Flamme für alles und wollte so viel in seinem Leben erreichen und unternehmen. Ich bezweifelte sogar manchmal, dass er gar nicht wusste, dass Fabelwesen existierten. Vermutlich tat er das nicht. "Mein Bruder hasst diese ganzen Geschichten und Märchen, vielleicht lese ich ihm heute Abend ein wenig daraus vor. Wann komme ich besser an die Gelegenheit ihn mit solchen Sachen zu quälen. Weit kommt er ja nicht in seinem Zustand." Wenn er wüsste. Aiden war wieder einigermaßen auf den Beinen. So schnell würde er sich sicher nicht wieder ans Bett fesseln lassen. "Was das betrifft, wäre ich mir nicht so sicher, Kleiner."
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Okt 26, 2018 8:20 pm

Aiden Jales
Ich war froh, dass sie nicht darauf bestand, mir helfen zu wollen. Das hätte nur wieder in einer riesigen Diskussion ausgeartet und ich wollte wirklich nicht mehr mit ihr streiten. Ich wollte mich einfach nur normal mit ihr unterhalten. Wer wusste schon, vielleicht gab es ja noch so etwas wie Hoffnung für uns. Ich konnte es aber nicht genau einschätzen. Sie machte keine Annäherungsversuche und ich würde garantiert nicht den ersten Schritt machen. Sie war gegangen, also sollte sie auf mich zukommen. Ich wollte sie nicht bedrängen oder so. Wer wusste es schon, vielleicht hatte sie ja bereits schon einen Typen. Vielleicht war es sogar mein Bruder oder sonst irgendeinen. Es ging mich eigentlich nichts an und dennoch würde es mich unglaublich stören. Es störte mich ja jetzt schon, wenn sie nur schon mit meinem Bruder auf dem Sofa sass und mit ihm bis in die Nacht sprach. Ich hatte noch nie mitbekommen, dass irgendwas zwischen den beiden lief und dennoch frass mich die Eifersucht fast schon auf. Vorsichtig richtete ich mich auf. Mein ganzer Körper schmerzte und ich spürte das Ziehen, aber es war mir egal. Ich wollte jetzt duschen gehen, also würde ich das auch tun. Das Stehen wäre anstrengend, aber ich war noch nie ein Weichei gewesen und kneifen würde ich erst recht nicht. Wenigstens trug ich nur meine Boxershorts, wodurch ich mich nicht besonders gross abmühen musste, die Kleider loszuwerden. Ich stellte mich unter die Dusche und verdammt, es fühlte sich verdammt gut an. Endlich mal wieder Wasser, dass über meinen Körper lief und das beste war, dass ich gerade einfach für ein paar Minuten etwas alleine schaffte. Nach der Dusche trocknete ich mich ab und wickelte das Handtuch um meine Hüften. Ich hatte nicht daran gedacht eine frische Boxershorts mitzunehmen. Ich trat also langsam aus der Dusche heraus und hob den Blick, als ich Jael im Wohnzimmer sehen sah – und eine Menge Kartons. Ich runzelte die Stirn und hob kritisch eine Augenbraue. „Was willst du mit all diesen Kartons? Und was ist da drin?“, fragte ich ihn skeptisch, während ein breites Grinsen sich auf seine Lippen schlich. „Bücher über Legenden und Mythen“, beantwortete er meine Frage, worauf ich die Augen verdrehte. „Hast du immer noch nicht genug von diesem Scheiss?“, fragte ich ihn und schüttelte nur kurz den Kopf. Er war total vernarrt in diesen Scheisse. Ich fragte mich, ob er das wohl immer noch wäre, wenn er die Wahrheit über diese Kreaturen wusste. Wenn er wüsste, dass solche Kreaturen unsere Eltern umgebracht hatten. Nein, vermutlich war er dann nicht mehr so erfreut darüber, aber er sollte lieber im Ungewissen bleiben und sich stattdessen diese Bücher reinziehen. Solange er es nur als Fantasie sah, war ja alles in Ordnung. Ich warf noch einen letzten Blick auf die Kartons und ging ins Schlafzimmer. Schob die Tür ein bisschen zu, aber nicht ganz. Ich kam mir vor wie eine unglaubliche Schnecke. Ich war so langsam, dass es mich selbst aufregte. Ich schaffte es aber zu meinem Kleiderschrank und liess das Handtuch erst einmal auf den Boden fallen. Mit angespanntem Kiefer bückte ich mich und holte die frischen Boxershorts heraus. Langsam zog ich sie mir über. Leider musste ich mir aber eingestehen, dass diese kurze Dusche mich schon ziemlich fertig gemacht hatte.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Fr Okt 26, 2018 8:55 pm

Alenia.
Ich hörte die Tür von Aidens Zimmer. Ich musterte eines der Bücher und drehte mich in die Richtung aus der seine Stimme kam. Es war wirklich furchtbar zu sehen wie er sich voran schleppte. “Wieso bist du schon auf?“, fragte Jael etwas besorgt, schien sich jedoch nicht weiter darum zu kümmern. Ich warf den beiden einen Blick zu, ehe ich das Buch zurück legte und Aiden wieder in sein Zimmer verschwand. Vielleicht hatte er eingesehen, dass die Schmerzen doch noch zu Groß waren. Oder er hatte ganz einfach kein Bock auf dieses Thema. Jael schien sich nicht darum zu bemühen, seinem Bruder hinterher zu eilen. Er war viel zu sehr mit seinen Büchern beschäftigt. Statt dessen tat ich es jedoch. Ich schaute durch den schmalen Tür schlitz und wartete bis Aiden sich etwas über gezogen hatte, erst dann stieß ich die Tür ein wenig auf. „Wohl doch noch nicht so Fit wie gedacht mh?“, fragte ich und vergaß für einen Augenblick, wie sensibel Aiden doch auf dieses Thema war. Wenn es um ihn und sein Ego ging. Super, selbst wenn ich alleine mit ihm war und es gar nicht Böse meinte, trat ich in diese dämlichen Fettnäpfchen. Es war ja nicht so, als sei die Situation zwischen ihm und mir nicht schon angespannt genug. Ich schüttelte leicht den Kopf und strich mir meine langen schwarzen Haare aus dem Gesicht. „Ich meine- das ist auch vollkommen in Ordnung, wenn man bedenkt, was du alles durch gemacht hast.“ Ich verzog das Gesicht. Diese Worte machten es auch nicht besser. Himmel nochmal! Warum konnte ich mich in seiner Gegenward nicht einfach zusammen reißen? „Ich meine, ich- kann ich dir bei irgendetwas helfen? Brauchst du was?“ Manchmal fragte ich mich wirklich für wie lange er mich so ansehen wollte? Hatte ich das was zwischen uns passiert war, nicht schon längst wieder gut gemacht? Denn irgendwie wurde ich trotzdem das Gefühl nicht los, dass etwas zwischen uns nicht in Ordnung war. Das etwas nicht ausgesprochen wurde. Die Greifbare Anspannung. Die Spannung wenn wir uns nahe waren oder uns fast berührten. Das merkte doch nicht nur ich- oder glaubte er wirklich ich war nur noch hier wegen meinem schlechten Gewissen? Klar hatte Jael mir schon erzählt wie sehr sein Bruder für seinen Job lebte und das ihn es sehr frustrierte das er ans Bett gefesselt war und in nächster Zeit nicht arbeiten konnte, doch ich wusste das es nicht nur das war. Es konnte nicht nur das sein. Zögernd warf ich einen Blick zurück ins Wohnzimmer, ehe ich die Tür schloss und somit Aidens Blick auf mich zog. Jael war jetzt eh eine Zeit lang beschäftigt. Wir würden uns einfach die Minuten nehmen und versuchen so viel wie es eben ging zu klären. Unsicher stand ich dort. Sein Blick löste in mir eine Unsicherheit aus. Wahnsinn. „Können wir reden?“, fragte ich und kam mir dabei so Blöd, wie schon lange nicht mehr vor. Wir hatten doch erst vor kurzem geredet und er hatte mir bereits alles gesagt. Aber es hatte es schließlich nicht besser gemacht. „Ich meine halt mich für Blöd, aber kann es sein das irgendetwas nicht in Ordnung ist? Ich meine, verstehe mich bitte nicht falsch. Ich versuche wirklich mein bestes und trotzdem werde ich das Gefühl nicht los dass du...das gar nicht willst. Störe ich? Wenn du mich nicht hier haben willst und etwas Zeit für dich brauchst, denn musst du mir das sagen. Ich bin nicht besonders gut darin Gefühle zu deuten, aber wir haben uns in der gesamten letzten Zeit nicht sonderlich viel zusagen gehabt.“ Seine Gestik und Mimik waren einfach die gesamte Zeit über so furchtbar angespannt. Und wenn er an das Thema „Fischschwanz“ kam so wie gerade eben, versuchte er es abzutun. Hatte das mit dem Mord seiner Eltern zu tun? Ich wollte nicht das er mich damit in Verbindung brachte oder schlecht über mich dachte. Ich würde ihm oder Jael nie etwas antun. Wenn es darauf ankam, würde ich sie beschützen. Doch ich wusste nicht ob es Aiden das so klar war wie mir.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Okt 27, 2018 8:54 am

Alex Castillo
Manchmal dachte ich wirklich, dass ich mit ihm reden konnte und wenn ich es dann tat, versaute er alles. Vermutlich merkte er nicht einmal was er tat, er war manchmal so unsensibel! Seine Stimme war so hart, bestimmend und endgültig, dass ich ihm am liebsten das Schmerzmittel weggenommen hätte. Doch ich trat keine Hunde, die am Boden lagen und das tat er. Aber dennoch sollte er merken, dass ich es nicht gut fand und es mich schon ein bisschen verletzte, denn natürlich wusste ich, dass er das Mädchen nicht mir zuliebe gerettet hatte. Dennoch musste er nicht so abweisend und kalt sein, dafür hasste ich ihn wirklich. Es war verletzend und jedes Mal fühlte sich wie ein Tadel an, so als wäre ich dumm. Ich mochte es nicht, wenn mich jemand so behandelte, besonders nicht, wenn ich ihm sein Leben und scheiß Arm gerettet hätte. Gott, ich merkte mal wieder wie es anfing in mir zu brodeln und wie ich mich dazu zwang ruhig zu bleiben. Nach einer Weile sagte ich, „Weißt du ich bin nicht blöd, natürlich weiß ich, dass du es nicht wegen mir gemacht hast. Aber manchmal könntest du wirklich einfach ein Danke annehmen, ohne etwas zu erwidern oder dich zu erklären. Mir ist klar, dass ein Kind große Verantwortung ist und man es ausschaltet bevor es mehr schaden anrichten kann. Ich hasse es, dass ihr nicht mehr das kleine menschliche Mädchen seht, sondern nur die Gefahr, die von ihr ausgeht.“, sagte ich und legte eine Hand auf meinen Verband. „Sie wächst mit dem Gefühl auf etwas falsch gemacht zu haben, dabei war es nicht ihre Schuld. Im Übrigen hat die Frau sich auch nicht entschieden gebissen zu werden, sie zu erschießen war einfach grausam und kaltblütig. Wusstest du das sie Kinder hat? Was passiert mit ihnen?“ Genau in solchen Momenten hasste ich die Warrior, ich wollte diese billigen ausreden nicht hören, denn man könnte ihr wenigstens eine Chance geben. Doch natürlich was dies zu zeitaufwendig! „Ach ja, bitte erwidere jetzt nichts ich will mich nicht streiten und dir dann doch deinen Arm abreißen.“, sagte ich und hoffte einfach, dass er es bei dem gesagten beruhen ließ. Als er wollte das ich Resa anrief, warf ich ihm sein Telefon aufs Bett, „Mach’s selbst, ich gehe mal frische Luft schnappen.“, presse ich hervor und stand auf um das Zimmer zu verlassen und die grellen Krankenhausflure entlang zu wandern und mich draußen auf eine Bank zu setzen und auf den Sonnenaufgang zu warten.
Als es heller wurde, sah ich ein Münztelefon und wählte eine Nummer, es piepte und knarzte als derjenige von der anderen Leitung abnahm. „Werners Autovermietung, wie kann ich ihnen helfen?“, fragte eine mir bekannte Stimme.
„Ich hätte gern einen schwarzen Skodas und dass folgende Nummernschild 4864.“, sagte ich mit zittriger Stimme und hörte ein keuchen.
„Alecto bist du es?“
Ich nickte und sagte, „Ja, ich bins.“
„Wie geht es dir? Wo bist du? Wir versuchen dich rauszuholen, doch in die Basis kommen wir einfach nicht rein!“, schrie Apollo schon fast schrill.
„Apollo, ich habe einen Werwolf getötet und einen Warrior.“, ich schluchzte und ließ die Tränen laufen, bevor ich ihm die ganze Story erzählte.
„Ich weiß nicht mehr was ich denken soll, was richtig ist und was falsch? Mache ich einen Fehler? Was mache ich überhaupt noch hier?“, fragte ich und wischte mir die Tränen von der Wange.
Am Ende der Leitung war es still, Apollo schwieg, denn vermutlich war das selbst für ihn als sanftesten und verständnisvollsten von AGONY schwierig. Nach einer unendlich langen Minute seufzte er und sagte sanft, „Hör mir zu Alex, dass was dir passiert ist der Biss und die Werwölfe, das war furchtbar und grausam. Genauso wie der Mord an dem Jungen und die Wandlung des Mädchens, ich weiß wie scheiße das ist…“ Er holte tief Luft und setzte dann seinen Redeschwall fort. „…doch ich kann dir nicht sagen was richtig und falsch ist. Ich kenne die Brutalität der Werwölfe, deswegen hat Ares meine Kräfte versiegelt. Ich bin stolz auf dich, dass du Leben gerettet hast du wirst dich für den richtigen weg entscheiden, wie immer er auch aussehen mag. Wer sagt denn, dass alles schwarz und weiß sein muss? Die Mischung machst und das musst du ihnen zeigen. Versuche so viel zu erleben und zu sehen, wie es dir möglich ist. Lerne Resa kennen, wir beide wissen, dass du das willst und keiner wird es dir übelnehmen, wenn er wirklich der ist, der er vorgibt zu sein, dann klingt er, schwer in Ordnung. Hab keine Angst irgendwie wird sich alles einrenken, wir werden dich holen kommen wir brauchen nur noch ein paar Sachen. Willst du überhaupt schon nach Hause kommen?“, fragte Apollo und ehe ich auflegen konnten war das Geld alle, sodass die Verbindung unterbrochen wurde.
Langsam trottete ich wieder ins Zimmer und warf mich aufs Bett, rollte mich zusammen und dachte über Apollos Worte nach. Wollte ich überhaupt nachhause kommen? Wo war mein Zuhause neuerdings? Wieso war ich nur so verwirrt. Ich fühlte mich wieder wie mit sechzehn, als ich mich fragte was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Wie damals war ich verwirrt und fühlte mich überfordert, doch damals hatte ich Mom die mich in allem unterstützt hatte und nun war ich allein. Ich seufzte und legte den Arm über meine Augen, was machte ich hier nur?
„Und hast du ihn angerufen?“, fragte ich ihn und sah an die Wand, mir hatte er nicht gesagt, wann wir verlegt werden würden. Aber dank seiner Kontakte sicher sehr bald.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Okt 27, 2018 10:20 am

Cailan Archer
Ich wusste ja, dass ich es verkackte. Es war egal, was ich sagte, ich traf wohl immer einen wunden Punkt. Wir durften absolut nicht über diese Kreaturen und die Ansichten der Warriors reden, denn dann fühlte Alexandra sich immer direkt angegriffen. Mittlerweile machte ich mir nichts mehr daraus. Ich konnte nichts dafür, dass es einfach nicht mit uns lief. Ich hatte es ja wirklich versucht, aber ich wusste nicht, was ich noch tun sollte, um ihre Gunst zu gewinnen. Resa musste sich wohl oder übel damit zufrieden geben, dass wir uns einfach nicht gut verstanden. Wir waren zu unterschiedlich, auch wenn wir manchmal recht gleiche Züge hatten. So wie unser Helferdrang. Wir versuchten beide zu helfen, wo es ging, nur leider kannte ihrer keine Grenzen. Sie half einfach jedem und brachte dadurch logischerweise die andere Seite in Gefahr. Wenn sie uns half, brachte sie die Wesen in Gefahr, wenn sie den Wesen half, brachte sie die unschuldigen Menschen in Gefahr. Sie konnte nicht ewig auf beiden Seiten stehen. Das schien sie zumindest langsam zu begreifen. Ich sagte also nichts mehr auf ihren Monolog hin. Ich hatte selbst keine Nerven mehr dafür jetzt zu streiten. Ich war gerade erst aus der Narkose aufgewacht, ich hatte ziemliche Schmerzen und dann kam noch der Stress mit Resa dazu, der natürlich wieder einen riesigen Wirbel um alles machte. Ständen wurden Soldaten verletzt. Er konnte für mich nicht einfach Extrawürste machen. Ich nahm also das Telefon von meinem Bauch und rief ihn an. „Hey Resa, störe ich gerade?“, fragte ich ihn als aller erstes. Ich wollte ihn nicht aus irgendeinem Meeting herausholen. Dann könnte ich auch gleich später anrufen. „Cailan? Nein, nein. Nein, du störst nicht. Wie geht es dir? Was haben die Ärzte gesagt? Wird der Arm wieder? Alex konnte mir eben noch nicht wirklich viel dazu sagen.“ Ich seufzte und schaute an die Decke. „Ja, wird schon alles wieder. Es ist ein kleiner Splitterbruch und sie haben Gewebe aus meinem Bein entnommen, also wird das wohl eine Weile dauern zu heilen.“ Natürlich passte mir das gar nicht, denn ich wollte nicht ausfallen. Ich wollte weiter arbeiten, aber mit dem Arm in diesem riesigen Gips würde das wohl ziemlich schwierig werden. Das war nicht so leicht zu handeln wie mit meinen Beinen. Wenn mein Bein gebrochen war, spürte ich es nicht, also konnte ich damit auch arbeiten gehen, aber mit meinem Arm war das leider etwas anderes. Meinen Arm bewegte ich außerdem auf natürliche Weise, also musste der Knochen vernünftig heilen, damit ich den Arm auch weiterhin vernünftig bewegen konnte. „Aber eigentlich rufe ich an, weil ich fragen wollte, wann wir verlegt werden können. Ich hasse die mexikanischen Krankenhäuser. Oh und… mach dir nicht so einen Stress zu kommen, ja? Ich bin wach, mir geht es gut und ich liege vermutlich auch noch in einer Woche irgendwo im Bett und bin genervt, weil ich nichts tun kann. Kümmer dich also um deinen Kram und komm, wann du Zeit hast, ja?“ Leider konnte ich Resa in dem Punkt wohl nicht umstimmen. Er machte wieder viel Wind um nichts, aber er ließ sich ja nicht beruhigen, wenn er einmal drin war. Offenbar konnte ich verlegt werden, sobald ich transportfähig war. Da ich nun wach war, würde Resa die Verlegung für morgen ansetzen und uns so schnell es ging zurück nach Hause holen. Das war immerhin ein Anfang. Hier in Mexiko kamen einfach zu viele alte Erinnerungen hoch. Ich gähnte müde, als Alexandra wieder ins Zimmer kam und sich nach Resa erkundigte. „Es ordnet die Verlegung für morgen an. Wenn wir Glück haben sind wir also morgen um diese Zeit hier raus.“ Wie gesagt: Ich konnte es kaum erwarten hier weg zu kommen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Okt 27, 2018 12:33 pm

Kleo Miles
Wow, durch meinen Rückzug vor den Menschen hatte ich wirklich in absoluter Isolation gelebt. Ich hatte nie jemanden an mich herangelassen, weil ich Angst gehabt hatte. Seit meiner Verwandlung hatte ich mich immer von den anderen separiert. Ich hatte mich von den Menschen ferngehalten, weil ich befürchtet hatte aufzufliegen. Ich hatte mich selbst in die Position des ständigen Außenseiters gestellt. Ich hatte mich einfach abgekapselt. Es war also kein Wunder, dass ich so wenig von der Zeit, in der ich lebte, wusste. Klar, das ein oder andere schnappte man nachts auch auf, wenn man Trucker anbaggerte, damit man sie hinter dem Diner aussaugen konnte, aber gerade in diesem Moment wurde es mir nur noch klarer. Ich kannte gewisse Ausdrücke der heutigen Sprache nicht. Himmel, ich müsste heutzutage eigentlich eine Oma sein! Ich hatte den Krieg miterlebt! Eigentlich hätte ich heute zahnlos in irgendeinem Altersheim sitzen und mich beschweren müssen, dass meine Enkelkinder mich nicht besuchen kamen. So hätte mein Leben eigentlich aussehen sollen. Stattdessen war ich einfach nur alt und lebte in vergangenen Zeiten. Aber davon wollte ich mir den Moment jetzt nicht kaputtmachen lassen. Ich wollte nur für eine Nacht mal so tun als wäre ich eine völlig normale, menschliche Frau, die nicht zu befürchten hatte, dass man sie aufdecken und ihr einen Pfahl durchs Herz treiben würde. Ich stand bis zu den Knöcheln in eiskaltem Wasser und hatte das erste Mal seit Jahrzehnten wirklich wieder ein wenig Spaß. Mir war klar, dass ich mich nicht daran gewöhnen durfte… Genau deswegen musste ich es ja genießen. Ich schmunzelte also nur amüsiert über Raphaels miesen Flirtversuch. Damit würde er bei mir nicht weit kommen. Ich war in anderen Zeiten aufgewachsen. Ich mochte es lieber elegant. Aber selbst dann würde ich mich nicht auf ihn einlassen. Die Gefahr war einfach zu groß. „Wow, du bist doch ein richtiger Macho, oder? Wie bin ich nur an einen Kerl wie dich geraten?“, schmunzelte ich nur kopfschüttelnd, aber ließ mich doch von ihm ein wenig tiefer ins Wasser ziehen. Er lief weiter, bis ihm das Wasser bis zum Bauchnabel reichte und mir damit praktisch bis unter die Brust, weil ich ein ganzes Stück kleiner war als er. Ich hob eine Augenbraue und sah ihn an, als er meinte, dass es nicht so kalt wäre. Glaubte er das, ja? Ich war zwar tot, aber lustiger Weise konnte ich dennoch frieren und das sogar recht schnell. Also legte ich meinen Arm um meinen Bauch und kniff die Augen eng zusammen. Dennoch war ich hier, oder? Ich war stark genug, um mich gegen ihn zu wehren. Ich war ein Vampir und hätte ihm mit Leichtigkeit standgehalten. Genauso auch jetzt. Er zog mich mit sich, als er sich ins Wasser sinken ließ. Allerdings war mir das dann doch ein wenig zu kalt und ich wich ihm geschickt aus. Oh nein, ich würde sicher nicht ganz untertauchen! Dafür war ich dann doch zu empfindlich. Als Raphael aber unter Wasser war, drückte ich meinen Fuß auf seine Brust und drückte ihn somit tiefer herunter und bis an den Grund, auf dem wir standen. Schmunzelnd aber ließ ich von ihm ab, damit er nicht noch ertrank. „Entschuldige… aber ich will wirklich nicht erfrieren.“, lachte ich leise und ging ein paar Schritte zurück, bis das Wasser wieder flach genug war, dass ich mich hinsetzen konnte. Ich ließ mich sinken, zog die Beine in den Schneidersitz und ließ meine Handflächen über die Wasseroberfläche gleiten, während ich ihm zusah. „Also, Loverboy, stehst du auf Turmspringen? Ich könnte deine Jury sein.“, schlug ich herausfordernd vor und deutete auf die Felsen, die den See umgaben.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Okt 27, 2018 1:48 pm

Alex Castillo
Ich verdrehte die Augen als mir die Schwester zum dritten mal erklärte wieso wir ein gemeinsames Zimmer bekamen und keine Einzelne. „Es tut mir leid Miss Chadwick, aber die anderen Räume sind belegt, dass ist das einzige Zimmer, dass wir auf die kürze für sie zur Verfügung stellen konnten. Außerdem möchte ich Sie daran erinnern, dass wir in einem Krankenhaus und keinem Hotel sind!“, sagte die Schwestern und ging an mir vorbei um in Cailan und mein Zimmer zu gehen und ihm Schermerzmittel zu verabreichen. Als ich mich aufs Bett legte, deutete sie mir an, mein Shirt hochzuziehen, damit sie meine Wunden versorgen konnte und zog unsanft das Pflaster ab. „Autsch…“, fluchte ich und funkelte sie an, während sie die Wunden versorgte und mir erklärte das alles gut abheilte. Das neue Pflaster klebte sie mir dann doch sanfter auf und brachte uns dann unser Essen. Zu meinem Glück gab es Spagetti, die herrlich dufteten und ganz anders schmeckte als die, die ich früher immer bekommen hatte. Doch als ich gerade den zweiten Bissen nehmen wollte, platzte Resa ins Zimmer sah uns mit elterlicher Führsorge an. Mir wurde schlecht und ich ließ die Gabel auf das Tablett sinken. Na klasse, das hatte mir jetzt noch gefehlt eine Auseinandersetzung mit Resa, aber vielleicht konnte ich ihn überzeugen mich zu entlassen, denn er war derjenige, der uns zu dem hier verdonnert hat. Für Cailan war es das richtige doch ich konnte mir selbst Salbe auf die Wunden schmieren. „Endlich!“, sagte er und stürmte zu uns, drückte erst mich sanft an sich, bevor er dann Cailans Haar zerzauste und ihn besorgt ansah. „Die Ärzte haben mir einen genauen Bericht über deine Verletzungen gegeben, du hast wirklich Glück gehabt.“, sagte er und drückte sanft seine gesunde Hand. „Nur ein weiter oder tieferer Biss und sie hätten deinen Arm nicht mehr retten können oder schlimmer…du wärst verwandelt worden.“
Keiner von uns sagte etwas, denn so emotional hatte ich Resa noch nie gesehen, jedenfalls nicht gegenüber von Cailan. Ich steckte die Beine auf dem Bett aus und betrachtete die zwei mir gegenüber. „Aber nun erklärt mir bitte erst einmal wie das überhaupt passieren konnte! Deine Vertretung hat immer noch nicht geschafft einen Bericht abzugeben und ich möchte es von euch zwei hören. Was ist schiefgelaufen, dass es euch zwei erwischt hat?“, fragte er und sah uns abwartend an.
Ehe Cailan etwas erwidern konnte fing ich an zu sprechen, „Eigentlich lief alles nach Plan, doch als alle mit dem Kampf im Dorf beschäftigt waren, hat mich der Alpha erwischt und in weggezerrt.“, ich deutete auf die Wunde. „Cailan hat es als einziger bemerkt, wollte mich retten, hat mir dem Alpha gekämpft und wurde verletzt…so ist das ganze passiert. Er hat mir das Leben gerettet.“, flunkerte ich ein bisschen und stocherte in meinem essen herum. Resa sah Cailan voller Stolz an, was ziemlich herzerwärmend war, denn dass war doch genau was Cailan wollte Anerkennung von Resa, oder? Ich meine auch wenn ich ein bisschen geflunkert hatte stimmte es ja Cailan hatte mich vor einem Werwolf gerettet.
„Ach übrigens Resa, ich denke ich bin wieder fit, ich kann mich auch Zuhause schonen und meine Salbe auftragen. Ich sollte kein ganzes Bett belegen, andere brauchen es sicher mehr als ich. Kann ich nicht wieder in die Basis?“, fragte ich und sah ihn flehend an. Ich hasste Krankenhäuser, sie erinnerten mich immer an Mom, die Chemotherapie und ihren Tod…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Sa Okt 27, 2018 6:06 pm

Cailan Archer
Ich war froh so früh verlegt zu werden, aber meine gute Laune wurde schnell wieder getrübt. Der Transport fand im Hubschrauber statt, da wir direkt an der amerikanischen Grenze im Krankenhaus waren und die Strecke nicht allzu weit war. Außerdem wollte man mir noch nicht erlauben aufzustehen und mich in einen normalen Flieger zu setzen, also wurde ich im Liegen transportiert, was für mich völliger Schwachsinn war. Aber wir waren zumindest schnell da und wurden auf unser Zimmer verlegt. Ja, richtig gehört. Unser Zimmer. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass Alexandra und ich uns ein Zimmer teilen durften. Das Krankenhaus war ziemlich voll und Einzelzimmer wurden zur Zeit nicht vergeben. Ich fand mich recht schnell mit der Situation ab, auch wenn ich alles andere als begeistert war. Natürlich hätte ich lieber ein eigenes Zimmer gehabt und hätte in Ruhe dort genesen können, aber es ging nun einmal nicht anders. Ich schlief ja sowieso die Hälfte der Zeit. Ich war immer noch ziemlich durch von dem Blutverlust und auch die Schmerzmittel knockten mich ziemlich aus. Ich war also die meiste Zeit sowieso nicht wirklich anwesend. Wenn ich allerdings wach war, schlug ich mich die meiste Zeit damit herum zu versuchen zu Essen. So auch heute, als uns Spagetti ans Bett gebracht wurden. Für gewöhnlich drehte ich die Spagetti mit der Gabel im Löffel auf, aber da mein Arm komplett eingegipst war, ging das nicht. Außerdem durfte ich mich auch damit herumschlagen, dass ich es mit links probieren musste. Ich aß also sehr langsam mit der linken Hand und versuchte so wenig wie möglich zu versauen, während ich die Spagetti einfach von der Gabel abbiss. Ich hatte kaum zwei Gabeln genommen, als Resa ins Zimmer gestürmt kam und mir damit vermutlich auch die letzte Ruhe nahm, die mir heute noch geblieben wäre. Er ging zu Alexandra und kam dann zu mir, wo er anfing wieder die alte Vaterrolle zu spielen, in der er die letzten Jahre eigentlich kaum mehr gewesen war. Ich war mittlerweile erwachsen und Resa hatte mich lang nicht mehr so bemuttert wie gerade. „Du hättest nicht extra dafür herkommen müssen. Es geht mir gut und es heilt bereits ab.“, beruhigte ich ihn ein wenig, als er mir erklärte wie schlimm diese Verletzung hätte enden können. Dessen war ich mir absolut bewusst. Ich hatte selbst kurz geglaubt, dass man den Arm sicher nicht mehr retten könnte. Aber es war alles gut gegangen und dass Resa jetzt extra hergekommen war, änderte nichts daran. Er hätte sich auch etwas mehr Zeit lassen können. Wir waren immerhin noch nicht lange hier und er hatte sicher auch einiges zu regeln auf der Basis. Vielleicht wollte ich ihm aber auch nur ein wenig ausweichen. Ja, ich wollte ihm nicht erklären müssen wie das hier passiert war. Ich hätte ihm dann sagen müssen, dass ich aus Angst und Wut einfach erstarrt war und meine Kräfte versagt hatten. Er hätte erfahren, dass ich mitten in einer Mission zusammengeklappt war. Doch so wie es aussah, kam ich nicht darum herum und aufschieben konnte ich es auch nicht länger, als Resa nun danach fragte. Ich atmete tief durch und bereitete mich darauf vor von ihm ziemlich zusammengefaltet zu werden, weil ich mich an etwas gewagt hatte, für das ich noch nicht bereit war, als Alexandra plötzlich ansetzte und begann die Geschichte zu erzählen. Ich schluckte hart, doch als der entscheidende Part kam, wandelte Alexandra die Geschichte ab und… log. Sie log, um mich nicht wie den Schwächling darzustellen. Überrascht sah ich zu ihr herüber, als sie das Thema auch nun geschickt abwendete. War ihr eigentlich klar, was für einen Gefallen sie mir damit gerade getan hatte? Ich hielt mich nur aus der Konversation heraus. Ich fühlte mich ein wenig mies, dass wir Resa belogen hatten und ich Lorbeeren für etwas einzusacken, was ich nicht getan hatte, aber die andere Situation wäre wesentlich unangenehmer gewesen. „Na ja, ich denke du hast Recht… Du musst nicht hier im Krankenhaus sitzen, aber ich möchte auch nicht, dass du auf der Basis hockst. Ich habe mir die nächste Woche freigenommen, also bin ich auch über Cailans Geburtstag zu Hause, also… würde ich dich gern zu mir nach Hause einladen. Meine Frau könnte sich ein wenig um dich kümmern und ich hätte dich und Cailan im Auge, während ihr wieder fit werdet. Ich… ich rufe nur kurz Constance an, dass sie ein Bett für dich fertig machen soll.“ Gefangen in der Vorstellung einer völlig intakten und wundervollen Familie, lief Resa aus dem Zimmer und rief dort vermutlich meine Stiefmutter an, während ich nur überrasch blinzelte. Er wollte mich zurück ins Haus holen, während ich gesund wurde? Ich schluckte hart und sah dann zu Alexandra. „Du… du hättest nicht lügen müssen, das weißt du, oder?“, murmelte ich leise und biss mir auf die Unterlippe. „Aber… danke… das hat mir wirklich einiges erspart. Resa wäre ausgeflippt, hätte er die Wahrheit erfahren.“
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Sa Okt 27, 2018 10:21 pm


Alex Castillo
Zuerst war ich ganz froh, dass Resa meiner Meinung war, dass das Krankenhaus für mich und meinen Zustand nicht nötig war. Um ehrlich zu sein, freute ich mich sogar darauf wieder in der Basis zu sein, dort gab es einen geregelten Alltag, sodass ich die Geschehnisse teilweise verdrängen konnte. Das größere übel war, dass ich Riley wiedersah und immer noch von ihr, wegen Jackson Tod gemobbt wurde. Zwar hat Resa es vertuscht und ein Sicherheitsleck der Grund für den Ausbruch gewesen war, dennoch änderte es nichts daran, dass sie es wusste. Zum Glück glaubte ihr die anderen nicht, sie mochten Riley ohnehin nicht, weshalb die meisten auf meiner Seite waren. In letzter Zeit verstand ich mich gut mit Page, wir hingen oft zusammen ab im Unterricht und in den Pausen. Es war schön nicht gänzlich allein dazusitzen, aber dennoch konnte ich nicht offen mit ihr reden. Ich fühlte mich allein und dass war schrecklich. Jedoch wurde diese Gedanken und Zweifel sofort begraben, als Resa mich euphorisch und mit einem fetten Grinsen zu sich nach Hause einlud. Meine Mundwinkel rutschten sofort nach unten und ich sah ihn fassungslos an. Das Gespräch verlief vollkommen falsch, ich wollte nicht zu ihm nach Hause, besonders wollte ich seine neue Ehefrau kennenlernen oder mit Cailan zusammen seinen Geburtstag feiern! Das lief gerade völlig falsch! Gerade als ich ihm wiedersprechen wollte, lief er eilig raus und hielt sein Telefon in der Hand um mit „Constance“ zu reden. Zu verwundert über Resas plötzliches Sinneswandel, bekam ich Cailans Worte gar nicht richtig mit, sondern konzentrierte mich nur noch darauf eine Ausrede zu finden nicht mit in die Hölle zu kommen.
Es hatte nicht funktioniert, wir wurden beide pünktlich um Ein Uhr nachmittags abgeholt. Resa fuhr mit seinem fetten Audi vor und ich setzte mich sofort nach hinten. Cailan hatte morgen Geburtstag, weswegen Resa gerne etwas Familiäres machen würde zu viert. Nicht nur um zu feiern, sondern auch umeinander besser kennenzulernen. Doch ich wollte seine Familie nicht kennenlernen, ich wollte lieber allein sein. Doch es war sinnlos zu diskutieren, besonders bei seinem Blick, da er sich wirklich freute und auch echt nervös war. Wir fuhren ungefähr eine Stunde, bis wir in eine hübsche und reiche Vorstadtsiedlung kamen, das Grundstück in dessen Auffahrt wir fuhren war riesig. Das Haus war eine kleine Stadtvilla und sicher alles was meine Mutter geliebt hatte. Nur wiederwillig stieg ich aus dem Auto und ging den beiden hinterher während Resa ein paar Fakten über das Haus verlor. Anscheinend hatten meine Eltern ich für das Haus entschieden, kurz nachdem sie geheiratet hatten. Meine Mutter hatte alles selbst ausgestattet und in den Jahren war es größtenteils auch so geblieben. Ich fragte mich wie Constance damit klarkam immer im Schatten meiner Mutter gestanden zu haben.
Resa klingelte an der Haustür und wenig später wurde diese von einer zierlichen Frau mit roten Locken geöffnet. Sie trug eine Jeans mit einer eleganten Bluse, ihr lächeln war breit und ich hasste sie dafür gleich sympathisch zu finden. Constance bekam einen Kuss von Resa auf den Mund gehaucht und umarmte dann anschließend Cailan fest. Ich stand immer noch auf mittlerer Stufe der Treppe, als Resa uns vorstellte, „Constance, das ist meine Tochter Alexandra und Alex das ist Constance, meine Ehefrau.“ Ich wollte ihr freundlich die Hand geben, als sie schon ihre Arme um mich legte und an sich drückte. „Du weißt gar nicht wie sehr ich mich freue dich kennenzulernen, dein Vater hat mir schon so viel von dir erzählt!“, sagte sie und ich stand nur steif da und zog die Augenbraue hoch.
Als sie mich los ließ lächelte ich gezwungen und murmelte, „Ich mich auch…“ Um ehrlich zu sein wusste ich nicht wie viel sie wusste von meine Mom, den Warrior und mir. Ich war sicher keine Vorzeigetochter und ich konnte im Moment sicher auch nicht begeistert aussehen, immerhin schrie in mir alles „Renne Alex! Lauf um dein Leben!“. Constance hakte mich bei ihr ein und zog mich mit in das Haus, indem ich hätte aufwachsen sollen. Es war das Haus indem meine Mutter eine Zukunft mit Resa aufbauen wollte. Hier hätte ich aufwachsen sollen, in diesem großen Haus, mit zwei Elternteilen, die mich geliebt hätten. Als sich die Tür hinter mir schloss, fühlte es sich an als wäre ich in einem Gefängnis, ich wollte hier raus. Das alles war nicht meine Welt, ich konnte hier nicht bleiben, nicht wenn ich überall den style und die Liebe meiner Mutter wiedererkannte. Wie krank war das bitte schön? Sie zeigten mir das Haus und gingen die Treppe mit mir hoch wo Resa mir mein Zimmer zeigte. Er war ganz aufgeregt, als ich die Tür öffnete und erklärte mir, dass das mein Kinderzimmer hätte werden sollen. Doch als ich das Zimmer betrat stockte mir der Atem, ich öffnete den Mund und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. „Was…was soll das?“, hauchte ich nur und betrat mein altes Zimmer von vor zwei Jahren. Die Wände hatten dieselbe Farbe, der Schrank war ebenfalls der gleiche und mein Bett ebenfalls. Ich zog alte Bücher aus dem Regal und entdeckte dort meine Notizen drin. Aber am schlimmsten war es, als ich meinen Kleiderschrank öffnete und meine alten Kleider sah. Jedes Fach war befüllt. „Und wie findest du es?“, fragte Resa hoffnungsvoll und lächelte schwach. „Ich…ich bin sprachlos…“, murmelte ich und sah Constances besorgten Blick. „Weißt du, wenn du willst können wir auch etwas verändern, du sollst dich ja wohl hier führen und wegen den Kleidern, ich würde mich freuen, wenn wir mal zusammen bummeln gehen. Wie wäre es mit morgen Nachmittag?“ Sie sah begeistert aus und deutete meinen Gesichtsausdruck als ein Ja, dann ließen die sie mich endlich in Ruhe und ich stand verloren in meinem Zimmer während ich versuchte die Tränen zu verdrängen. „Was zum Teufel sollte das alles? Ich würde hier nie wieder herkommen wollen! Das Zimmer war schrecklich, es katapultierte mich in eine andere Zeit, in der die Welt noch in Ordnung war. Was für eine schreckliche Illusion das hier war, sicher würde ich kein einziges Auge zu machen…das war wie in einem Albtraum aufzuwachen…in einer Lüge. Ich würde die Zeit hier nicht überstehen…nie im Leben…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am So Okt 28, 2018 8:49 am

Cailan Archer
Ich war genauso wenig begeistert von der Idee wie Alexandra. Ich konnte mir besseres vorstellen als meinen Geburtstag mit meiner Familie und ihr zu feiern. Mir war klar, dass Alexandra nicht auf glückliche Familie tun wollte. Genauso wenig wollte ich es. Sie war nicht meine Schwester, aber dennoch wollte Resa es gern so haben. Er wünschte sich so sehr, dass wir uns vereinten und zusammen eine Familie waren, aber es würde vermutlich nie so sein. Alexandra verachtete uns nach wie vor, verstand er das denn nicht? Sie wollte nicht hier sein und sicher wollte sie noch weniger mit uns unter einem Dach leben. Mir ging es da genauso. Es war seltsam genug gewesen sich mit ihr ein Zimmer im Krankenhaus teilen zu müssen. Doch auch mein kleiner nächtlicher Anruf bei Resa hatte nichts gebracht. Ich hatte ihm erzählt, dass es keine so gute Idee war, aber natürlich hörte er nicht auf mich, wenn er einmal so begeistert von einer Idee war. Er würde es durchziehen, also kniff ich die Arschbacken zusammen und musste wohl einfach da durch. Eine Woche war sicher schneller vorbei als ich glaubte. Dann wären Resa und Alexandra wieder auf der Basis und ich wäre mit Constance allein, während ich wieder gesund wurde. Das redete ich mir einfach ein, als Resa uns am Tag unserer Entlassung mit seinem Wagen abholte. Ich stieg vorn ein und kämpfte ein wenig mit meinem Gips, als ich mich anschnallen wollte, doch es klappte soweit und so fuhren wir eine ganze Stunde in Schweigen bis zu meinem Elternhaus. Ich schaltete unterwegs die Musik an, um die erdrückende Stille zu füllen, aber auch das bereitete mir keine Freude auf das, was kam. Resa parkte den Wagen auf der Auffahrt und ich kämpfte damit aus dem Wagen herauszukommen, während Constance bereits begeistert ihre neu gewonnene Tochter begrüßte. Erst dann kam sie zu mir und drückte mich kurz, ehe wir alle hineingingen. Während die beiden also mit Alexandra beschäftigt waren und ihr stolz das ganze Haus zeigten, ging ich in die Küche und holte mir ein Glas Wasser. Ich stellte es in die Spüle, ließ Wasser hineinlaufen und schnappte mir dann mit der gleichen Hand meine Pillendose aus dem Rucksack. Die Schmerzmittel und Antibiotika musste ich immer noch nehmen, aber die Wunden heilten langsam. Ich schluckte also meine Tabletten, räumte das Glas danach schön in die Spülmaschine und zog mir den Rucksack auf die Schulter. Resa hatte mir aus der Basis ein paar Klamotten mitgebracht, die ich hier anziehen konnte. Ich ging die Treppe hoch, wo mir meine Zieheltern entgegenkamen und vorschlugen Pizza für alle zu bestellen, ehe ich weiter hochging und an dem Zimmer stehen blieb, dessen Tür eigentlich immer geschlossen war. Ich wusste wie es dort drin aussah, aber eigentlich war die Tür immer verriegelt gewesen. Ich lehnte mich in den Türrahmen und sah Alexandra an, die sich im Zimmer umsah als würde sie Geister sehen. Vermutlich tat sie das auch. Das Zimmer sah vermutlich ziemlich ähnlich aus wie das, in dem sie aufgewachsen war. „Sie haben das Zimmer so gelassen, weißt du? Deine Mutter hat es eingerichtet, bevor sie abgehauen ist und Resa hat es seitdem nicht angefasst. Er hat immer gehofft, dass du irgendwann zurückkehrst… Deswegen habe ich auch nicht dieses Kinderzimmer bekommen, sondern das kleinere den Flur herunter. Er war nie bereit dich aufzugeben.“, erklärte ich ihr ruhig. Ich war immer nur das zweite Kind gewesen. Ich hatte mein Leben lang mit einer kleinen Schwester gelebt, die gar nicht existiert hatte. Auch wenn Alexandra nie hier gewesen war, war ich immer an zweiter Stelle gekommen - zumindest für Resa. Ich hatte das kleinere Zimmer bekommen, er war mit mir besonders streng gewesen, weil sein erstes Kind den falschen Weg gewählt hatte. Ich war… der zweite Versuch für ihn. Das hatte ich immer gewusst, aber dennoch war ich dankbar dafür. Auch wenn ich es manchmal gehasst hatte im Schatten einer Schwester zu leben, die gar nicht existierte, wäre die andere Option gewesen als Vollwaise zu enden.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am So Okt 28, 2018 1:43 pm

Alex Castillo
Ich zuckte zusammen als Cailan hinter mit auftauchte, ich schlang meine Arme um meinen Bauch und sah mich in diesem Zimmer um. „Das ist so…so krank.“, hauchte ich leise und betrachtete mein altes neues Zimmer. „Es fühlt sich wie ein Zeitsprung an, als wäre ich wieder in in meinem alten Leben, in dem noch alles in Ordnung war. Mein Plattenspieler, die alten Vinyl-Platten die ich für zehn Dollar auf dem Flohmarkt gekauft habe mein Schreibtisch mit den Collegebüchern. Das einzige das fehlt ist Mom…“, wisperte ich und hatte Mühe mich zusammenzureißen. Ich wünschte ich hätte Resa vorgestern mehr widersprochen denn eine Woche in diesem Mausoleum würde ich sicher nicht durchstehen. Es erinnerte mich alles, an meine Zeit mit Mom.
In diesem Zimmer steckte förmlich meine Mutter, sie geisterte hier rum und so sehr ich sie auch liebte, ertrug ich es nicht hier drinnen zu sein. Cailans Worte, die mich vielleicht aufheitern sollten, bewirkten eher das Gegenteil, ich konnte nicht länger die Tränen zurückhalten, wollte jedoch nicht vor ihm weinen – nicht schon wieder! Es war traurig, dass Cailan nicht einfach dieses Zimmer bekommen hatte, welches für ihn früher sicher besser gewesen wäre. Ich war ganz niedergeschlagen bei dem Gedanken wie der kleine Cailan in dem kleineren Zimmer leben musste, wo doch so ein großes Zimmer unbewohnt war. Natürlich war sein Zimmer nicht winzig, es war vermutlich groß genug für einen im Rollstuhl sitzendes Kind, welche vorher nichts gehabt hatte. Ich seufzte und zog eine Platte von den Beatles raus, legte sie auf und bekam eine Gänsehaut, dass alles war zu vertraut aber gleichzeitig fremd. Ich war nicht mehr das 18-jährige Mädchen von damals, dass mit ihrer Freundin telefonierte, sich Nägel lackierte und nachts aus dem Haus schlich. In den letzten zwei Jahren bin ich erwachsen geworden, ich hatte etwas aufgebaut und war nun abgehärtet gegen das böse in deiser Welt - zu mindest zum Teil. Dennoch bekam ich Heimweh und ich wünschte mir so sehr meine Mutter an meiner Seite, dich mich in den Arm nahm und tröstete. Aber leider war hier nur Cailan, Resa und Constance sie bemühten sich aber genau das fand ich furchtbar. Ich wusste nicht, was ich von dem Familiengetue halten sollte, denn wir waren keine Familie! Zumindest gehörte ich nicht zu ihnen, egal wie sehr Resa das auch wollte. Ich war ein Parasit und völlig fehl am Platz. Jeder konnte das doch sehen! Wieso merkte er das nicht? Aus uns würde nie eine Familie werden, es war einfach zu spät dafür.
Als ich mich zu Cailan umdrehte rannen die ersten Tränen über meine Wange.
„Kannst du mich von hier wegbringen?“, bat ich ihn und sein Gesicht verschwamm vor meinen Augen. „Bitte, ich…ich ertrag das hier nicht, dass ist zu viel.“, flehte ich ihn an und würde alles dafür tun nur für einen Moment zu verschwinden. Das alles schien mich zu erdrücken und schnürte mir die Luft. „Bring mich hier weg…nur für ein paar Stunden, Cailan.“
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