The secret warriors (RPG)

Seite 5 von 11 Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 9, 10, 11  Weiter

Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Okt 02, 2018 7:28 am

Cailan Archer
Resa hatte mich doch schon zurückgelassen. Er hatte die Entscheidung mich gegen Apollo einzutauschen schon längst getroffen. Er war losgefahren anstatt mir Hilfe zu schicken. Und ich nahm es ihm nicht übel! Das war die absolut richtige Entscheidung für die Menschheit gewesen. Diese Rebellengruppe hinderte uns daran die Menschen zu beschützen, die Hilfe brauchten, also musste ihr der Gar ausgemacht werden. Apollo war unser bester Anhaltspunkt. Mich gegen unseren größten Vorteil einzutauschen wäre dumm gewesen! Natürlich hatte es weh getan, dass Resa mich ohne mit der Wimper zu zucken zurückgelassen hatte, aber ich wusste ja selbst, dass die ganze Menschheit wichtiger war als eine Person. Genau deswegen hatte ich Resa die Entscheidung abgenommen. Ich grub den Nagel in mein Bein und verblutete langsam. Ich spürte nichts davon. Weder den Stich, noch die Wunde. Ich wurde bloß immer schwächer und müder. Ich spürte wie die Kraft aus mir hinausfloss. Wortwörtlich. Ich konnte nur hoffen, dass Alex - wie ich aus dem Telefonat heraushörte - nicht schnell genug handelte. Sie reagierte, rief ihre Hexer und betäubte mich. Dann bekam ich nichts mehr mit. Alles war schwarz und ich fühlte mich unglaublich leicht. Das fühlte sich nicht an wie Bewusstlosigkeit. War ich nun tot? War es vorbei? Als nächstes wurde ich von viel zu grellem Licht geblendet, nachdem ich Tage lang im Dunkeln gehockt hatte. Ich blinzelte gegen das Licht an und spürte die Kanüle in meinem Arm. Sie hatten mich zwangsernährt, während ich weg gewesen war. Ich hatte die letzten Tage weder gegessen, noch getrunken. Den Vorsprung hatte ich dann wohl wieder verloren. Ich keuchte auf, als sich plötzlich zwei Arme unter mich schoben. Ich wurde hochgehoben und blinzelte benommen, ehe sich meine Lage änderte und ich plötzlich saß. Ich griff um die Lehnen meines Stuhls und dann klärte sich mein Blick. Ich sah die Räder unter mir und fing sofort an vor Anspannung zu zittern. „Nein... nein!“, stammelte ich und drückte mich mit den Armen aus dem Rollstuhl hinaus. Ich landete unsanft auf dem kalten Vinylboden und versuchte davon zu kriechen. Ich hatte kaum genug Kraft mich zu bewegen. „Nein, du bleibst hier drin. Du bist zu schwach deine Kräfte zu verwenden.“, knurrte der Kerl über mir und zerrte mich zurück in den Stuhl. Ich stieß die Luft aus und krallte meine Finger um die Armlehnen, während ich durch das Gebäude nach draußen geschoben wurde. Sie luden mich in einen Van ein. Dort saß Alex am Steuer und zwei andere auf der Rückbank. Kaum war ich angeschnallt, bekam ich bereits wieder ein Betäubungsmittel in den Rücken gesetzt. Vermutlich damit ich nicht herausfand, wo dieser Stützpunkt sich befand. Die Fahrt über war ich also wieder ausgeknockt. Wo ging es hin? War Resa etwa dumm genug gewesen sich auf den Deal einzulassen? Wieso sonst sollten sie mich wegbringen und nicht wieder zurück in die Betonzelle sperren?
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Okt 02, 2018 11:38 am

Kleo Miles
Irgendwie ging mir dieser Kerl nicht aus dem Kopf. Ich meine… er war ein Menschlein wie jeder andere auch, aber ich hatte mich irgendwie in seine Augen verguckt. An ihm war vieles, das man anhimmeln konnte, aber seine Augen hatten eine unergründliche Tiefe, die ich bisher bei keinem Menschen so bewusst wahrgenommen hatte. Mal ganz abgesehen von seinem vermutlich ziemlich durchtrainierten Körper, den vollen, schokoladenbraunen Locken und dem Bart, waren seine Augen irgendwie magnetisierend. Außerdem hatte er irgendwie Humor, auch wenn er noch recht kindlich und unerfahren wirkte - aber das hatte ich sicher bei jedem, der noch keine 80 Jahre alt war, so wie ich. Ich ließ ihn für den Abend gehen und dachte noch eine ganze Weile über ihn nach, während ich allein in dem Diner hockte, bis mich die Kellnerin rauswarf, als der Laden schließen sollte. Von da an lief ich ein wenig durch die Straßen und hoffte noch jemanden zu finden, der mir unter die Zähne geriet, aber die ganze Stadt war wie leergefegt. Ich war allein. So wie die letzten Jahrzehnte auch. Nachts zu leben war vielleicht am Wochenende ganz nett, aber unter der Woche war ich absolut allein und hatte niemanden, mit dem ich auch mal nur reden konnte. Gegen Sonnenaufgang hatte ich mich dann also wieder in meine Höhle verkrochen und in der nächsten Nacht brach ich früher auf. Ich setzte mich gleich zur Dämmerung in das Diner und erwischte so tatsächlich noch einen Trucker, dem ich ein bisschen schöne Augen machte und ihm nachher zu seinem Truck folgte. Bevor er jedoch nur auf die Idee kommen konnte, mich zu begrapschen, zog ich ihn hinter den Truck, drückte ihn an die Wand und entschuldigte mich bereits im Voraus bei ihm. Ich konnte niemanden meiner Opfer leben lassen, da das meine Tarnung gefährdete. Sie wussten wie ich aussah und damit würde ich der Regierung direkt ins Auge fallen. Also hinterließ ich bloß Leichen. Mörder, die den Tod verdient hatten, erwischte ich leider nur selten und da Trucker erst vermisst wurden, wenn ich längst weg war, waren sie sozusagen meine einzige sichere Beute. Ich bohrte meine Zähne direkt in seine Halsschlagader und saugte ihn mit schnellen Zügen leer, sodass er nicht viel spürte und einfach einschlief. Ich ließ die Leiche sinken und packte ihn dann in den Frachtraum seines Trucks. Ich suchte die Schlüssel, sowie all seine Wertsachen und sein Geld zusammen und fuhr den Truck dann eine gute Strecke aus der Stadt heraus und setzte ihn auf einem gut gefüllten Rastplatz ab. Danach blieb mir gerade noch genug Zeit bis zurück in den Wald zu laufen und der Sonne zu entfliehen. Aber ich war nun endlich gesättigt und dachte nicht ernsthaft erneut darüber nach Raphael im Wald zu beißen. Nein, das wäre keine Option gewesen. Ich konnte also frisch gestärkt zum ausgemachten Treffpunkt gehen, setzte mich auf die Stufen vor der Hütte und wartete keine zwei Minuten, da tauchte er bereits auf. „Wow, ein Kerl, der pünktlich ist. Das ist schon mal ein Pluspunkt für dich, Loverboy.“, schmunzelte ich und richtete mich auf. Ich ging die wenigen Schritte zu ihm herüber und verschränkte die Arme auf dem Rücken. „Alles klar, wo möchtest du gern anfangen? Ich habe gehört die Wasserfälle sollen bei Nacht ganz interessant sein. Oder wir schauen uns das Maisfeld an, auf dem vor hundertfünfzig Jahren ein Krieg gewütet hat. Dort sollen angeblich noch ein paar Knochen liegen.“ Ja, ich hatte meine Recherche gemacht, als ich in dies Stadt gekommen war. Ich zog meistens an die Orte, die Menschen mieden, wenn tagsüber wollte ich nicht gestört werden, wenn ich schlief.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Di Okt 02, 2018 1:03 pm


Alex Castillo
Ich startete den Motor unseres Vans und sah in den Rückspiegel zu Cailan der friedlich schlummert und alles andere als begeistert sein würde. Wir führen zu dem Verlassenen Häuschen an dem wir uns verabredet hatten und warteten. Ares hatte zur Sicherheit das Gelände mir Runen gesichert und Athena war ein Späher die uns bescheid sagte, ob Resa sich an die Abmachung gehalten hatte. Ich seufzte als ich daran dachte bei all diesen Fanatiker leben zu müssen. Jedenfalls solange bis ich wieder nachhause kam. „Sie kommen.“, gab mit Athena bescheid und fügte hinzu. „Es ist ein Wagen, dort sind dre Leute drinnen, vermutlich dein Vater, ein bewaffneter Soldat und Apollo.“ Ich dankte ihr und wandte mich an Ares um ihm zu signalisieren, dass es losgehen konnte. Er murmelte eine Zauberformel und sofort wurde um das Gelände eine Schutzgrenze gezogen, damit keine weiteren Leuten durchkommen wurden. Der Van parkte und Resa sowie ein Soldat kamen auf das Haus zu. Ich wartete mit dem bewusstlosen Cailan im heruntergekommenen Wohnzimmer und wartete darauf, dass die beiden uns fanden. Keine drei Minuten später stand Resa vor mir uns lächelte triumphierend oder glücklich? Ich hatte keine Ahnung was dieser man fühlte oder dachte, er war kein offenes Buch sowie einige seiner Soldaten. „Du hast auf dich warten lassen. Ich dachte Soldaten sind pünktlich.“, murmelte ich und stieß mich von der Wand ab und ging mit verschränkten Armen auf ihn zu. „Wo ist er?“, fragte ich und sah wie der Soldat Apollo ins Wohnzimmer brachte. Ich ging auf diesen zu und schloss ihn in meine Arme, er sah müde und ausgelaugt aus aber er war am Leben. „Alex tu das nicht, du bist zu wertvoll. Bitte ich halte das aus.“ Ich schüttelte nur den Kopf und ließ von Apollo ab bevor ich Cailan zu Resa schob, der etwas lädierter aussah. Resa zog eine braune hoch und der Soldat nahm ihn Cailan ab. Resa holte Handschellen aus seiner Tasche und legte sie mir um. „Eine Vorsichtsmaßnahme.“, erklärte er und nahm mich am Ellenbogen, um mich zum Van zu bringen. Ich sah zu Ares und Athena den es überhaupt nicht gefiel, doch stumm verabschiedete ich mich und lächelte sie an. Mich würde niemand klein bekommen. Ich war zäh und auch an mir biss man sich die Zähne aus. Im Van wurden mir die Augen verbunden, sodass nicht wusste wo wir hinführen. Während der Fahrt redeten wir nicht, Resa wollte sicher nicht irgendwas vor seinen Offizieren sagen. Doch das Schweigen war angenehm, so hatte ich wenigsten noch eine Weile meinen Ruhe vor ihm. Wir fuhren ungefähr anderthalb Stunden, bevor man mich aus dem Van holte und auf ein Zimmer brachte. Cailan wurde sicher auf die Krankenstation gebracht, denn fit war er noch lange nicht. In meinem Zimmer wurden mir die Handschellen und die Augenbinde abgenommen, sodass ich heftig blinzelte und das gut eingerichtete Zimmer sah, es gab ein Bett, Kleiderschrank, Nachttisch, Fernseher und ein angrenzendes Bad. Die Tür war abgeschlossen und vor den Fenstern Gittern, doch das hatte ich erwartete. Es dauert nicht einmal zwanzig Minuten bis Resa im Zimmer stand. „Ich hoffe dir gefällt dein Zimmer, Kleider hängen im Schrank du wirst ein neuer Rekrut sein. Du wirst hoffentlich bald verstehen, dass wir das richtige tun!“, sagte er und trat auf mich zu und zuckte etwas zusammen, als ich einen Schritt nach hinten machte. „Mach dich erst mal fertig, das andere besprechen wir später.“, sagte er und ließ mich dann allein…
avatar
Sonnentänzerin
Oberprima

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Okt 02, 2018 1:31 pm

Cailan Archer
Ich konnte nicht glauben, dass Resa so dumm war in Betracht zu ziehen mich gegen diesen Rebellenjungen zu tauschen. Dieser Apollo war unser erster richtiger Anhaltspunkt und durch ihn könnten wir die Organisation zum Einsturz bringen, wenn er Alexandra so wichtig war. Das musste Resa doch sehen. Das durfte er nicht aufs Spiel setzen. Durch meinen Tod wollte ich die Verhandlungen damit eigentlich beenden, aber irgendwie schien ich sie weiter vorangetrieben zu haben. Ich hatte nicht geschafft es zu beenden und hatte Alexandra dadurch wohl ein noch viel größeres Druckmittel gegeben. Ich hätte es tun sollen, sobald alle aus dem Raum gewesen waren. Ich hatte es absolut verbockt und ich konnte nur noch hoffen, dass Resa schlau genug war sich nicht darauf einzulassen. Doch da täuschte ich mich wohl. So eiskalt mich Resa auch im Dreck zurückgelassen hatte, er hatte sich dennoch auf einen Tausch eingelassen, denn als meine Augen sich das nächste Mal an das grelle licht gewöhnen mussten, erkannte ich die Krankenstation des Stützpunktes. Ich blinzelte gegen das Licht an und drehte den Kopf, suchte nach Anhaltspunkten, doch ich war auf einem leeren Einzelzimmer. Resa stand am Fenster, den Rücken mir zugedreht, die Hände auf dem Rücken verschränkt. Er schaute aus dem Fenster und beobachtete den Regen, der an der Glasscheibe herunter perlte. „Was hast du dir nur dabei gedacht, Cailan? Ich hatte alles unter Kontrolle. Ich hätte dich und Alexandra unversehrt herbringen können.“, rügte er mich, als er bemerkte, dass ich wach war. Ich richtete mich halbwegs auf und griff an meinen Hals, wo immer noch die Würgemale seiner Tochter zu sehen waren. Sie schien ihre körperlichen Kräfte nicht wirklich gut unter Kontrolle zu haben. Dann hob ich die Decke und schaute nach meinem Bein, das sie wohl geöffnet hatten, um die Schlagader vernünftig zu vernähen. „Du hättest diesen Jungen nie eintauschen dürfen. Nicht gegen mich und auch nicht gegen deine Tochter. Sie ist der Feind und du hast sie in unsere Reihen gelassen. Es wäre besser gewesen du hättest den Jungen behalten.“, widersprach ich ihm. Alexandra würde nie verstehen worum wir hier bei den Warriors kämpften. Sie würde nicht auf unsere Seite wechseln und damit war sie die Gefahr im Kern der Organisation. Resa drehte sich nun zu mir um und schaute mich finster an. „Sie ist meine Tochter, Cailan. Das würdest du nicht verstehen. Ich werde alles tun, um sie hinzubekommen. Sie ist unter falschen Umständen aufgewachsen. Wir können sie noch retten.“ Ich seufzte und ließ mich zurück in die Kissen sinken. Es war ihm völlig egal, oder? Er sprach die ganze Zeit nur von ihr. Wäre sie kein Faktor gewesen, hätte er mich gegen Apollo getauscht? Wäre er dann vernünftiger gewesen und hätte seinen Ziehsohn zurückgelassen? Ich hatte mein ganzes Leben bei ihm verbracht und von Alexandra wusste ich erst seit drei Tagen. War sie ihm wichtiger als ich? Ich knirschte mit den Zähnen, als Resa an mein Bett herantrat und seine Hand seufzend auf meine Schulter legte. „In ihr steckt viel Potential. Wenn wir sie auf unsere Seite holen, bricht die Fraktion der Rebellen. Mit ihr wird alles enden, Cailan. Und diese wichtige Aufgabe möchte ich dir überlassen. Du wirst ein Auge auf sie halten und sie ausbilden, ihr zeigen worum es hier geht. Sie wird dein Schützling sein. Mach deinen Job gut und wir sprechen vielleicht darüber dich zum Offizier zu erheben.“ Das war nicht fair. Er wusste genau, dass ich darauf immer hingearbeitet hatte. Seine Tochter zur Bedingung zu machen, war… war einfach nicht fair! Ich knirschte mit den Zähnen und richtete mich auf, schob die Beine aus dem Bett und zog den Rollator mittels meiner Kräfte ans Bett heran. Ich war immer noch schwach, aber das würde sicher wieder werden, wenn ich erstmal etwas gegessen hatte. „Als würdest du mir eine andere Wahl lassen.“ Und damit verließ ich den Raum und zog mich im Bad um, ehe ich in die Kantine ging und mir etwas zu Essen besorgte. Den nächsten Tag gönnte man mir noch Ruhe, doch dann begann der ganze Spaß auch schon. Es passte mir ganz und gar nicht den Babysitter zu spielen. Es würde absolut nichts bringen ihr irgendetwas zu erklären. Sie war völlig geistesgestört! Und dennoch war mir das hier wichtig. Es ging um meine Karriere und um die Zukunft der Menschen. Also stieß ich die Tür zu ihrem Zimmer um sechs Uhr früh auf und trat ein. „Aufgestanden, Rekrut. Der Unterricht wartet!“, rief ich laut genug, um sie spätestens damit aus dem Schlaf zu reißen.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Okt 02, 2018 1:52 pm

Raphael Lewis
Ich war nicht nervös. Aber ich war neugierig, wie dieses Treffen verlaufen würde. Ich wollte mehr über diese Frau erfahren. Diese Frau war einfach anders. Ich versuchte am Tag zuvor ein bisschen Schlaf nachzuholen, immerhin war ich die vordere Nacht eher später ins Bett gekommen und den nächsten Tag würde ich die ganze Nacht wach sein. Jedenfalls dachte ich das. So eine Wanderung würde vermutlich schon ein paar Stunden dauern. Wenigstens könnte ich den ganzen Tag danach im Bett liegen und einfach schlafen. Ich würde die Storen hinunterlassen, damit die Sonne mich nicht weckte. Ich machte ein bisschen früher Schluss und erledigte noch meine Einkäufe. Ich belegte sogar noch ein paar Brote, damit wir nicht noch Hunger bekommen würden. Ich wollte garantiert nicht hungrig in der Nacht durch den Wald streifen. Anschliessend packte ich die Sandwiches mit einer Flasche Wasser ein und machte mich auf den Weg zur Waldhütte. Ich sah Kleo schon von ein paar Meter weiter weg, wie sie auf den Steinstufen der Hütte sah. Ich lächelte sie an und ging die letzten paar Schritte auf sie zu. Ich lachte leise auf. „Du weisst, dass ich einen richtigen Namen habe, der nicht Loverboy heisst“, sagte ich und grinste sie an. Ich fuhr mir durch das Haar und schürzte dann leicht die Lippen. Für das, dass sie hier nicht lebte, kannte sie sich relativ gut aus. Sie hatte sich anscheinend darüber informiert, was es hier in der Gegend alles so gab. „Wir könnten ja zuerst zum Maisfeld gehen und anschliessend zu den Wasserfällen. Dann könnte man eigentlich fast sowas wie einen Rundgang machen und am Schluss wieder hierher zurückkehren“, schlug ich vor und sah sie fragend an. Es würde eine Weile dauern, aber wir haben ja eigentlich die ganze Nacht Zeit oder? Ich musste morgen nicht arbeiten, also konnte das hier eine ganze Weile dauern. Ich war ausdauernd und ich war mir sicher, dass ich fit genug war. Ich fragte mich nur, ob sie auch so lange wandern konnte. Ich konnte sie nicht einschätzen. Sie war eine zierliche Dame und trotzdem war sie anscheinend zäher, als dass sie aussah. Das hatte sie jedenfalls an diesem Abend angedeutet. Ich seufzte leise und ging dann mit ihr in die Richtung der Maisfelder. Sie stand wohl wirklich auf gruselige Orte. Wer sonst würde gerne zu einem Maisfeld gehen, um dort ein paar Knochen zu finden? „Du willst dort aber nicht stundenlang nach Knochen suchen oder?“, fragte ich sie und grinste sie an. Was wollte sie denn mit ein paar Haufen Knochen, die nicht mehr besonders viel bedeuten würden? Das waren uralte Knochen von einem Krieg. Die hatten nicht wirklich etwas zu bedeuten. Ich glaubte nicht wirklich an das Übernatürliche. Das hatte ich noch nie.

_________________
Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.
avatar
ɢedαɴĸeɴloѕ
Lehrer

Alter : 19
Anzahl der Beiträge : 1283
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Okt 02, 2018 3:58 pm

Kleo Miles
Ich schmunzelte und verschränkte die Arme verschmitzt hinter meinem Rücken, während ich leicht die Schultern zuckte. „Ja, mag sein, aber Raphael ist ein so schrecklich langweiliger Name und ich bin mir sicher, dass dir lieber ist ich nenne dich Loverboy als Raphi, oder?“ Den Spitznamen wurde er nicht mehr los. So heftig wie er mit mir geflirtet hatte, hatte er den Namen gar nicht anders verdient. Nicht, dass ich deswegen sauer war. Ich hatte es genossen für einen kleinen Moment mal einfach eine normale Frau zu sein, die begehrt wurde, aber ich war eben auch relativ schnell zurück in der Realität angekommen. Ich schaute kurz auf seinen Rucksack und runzelte die Stirn. „Du weißt schon, dass wir nicht in den Wäldern campen, oder? Hast du eine ganze Ausrüstung mit?“ Das war nur eine kleine Wanderung. Wir würden keine Berge erklimmen oder irgendwo übernachten müssen - das könnte ich auch gar nicht. Wir würden einfach ein wenig im Wald spazieren und uns den ein oder anderen gruseligen Ort ansehen. Ich hatte früher nicht an dieses übernatürliche Zeugs geglaubt, aber seit ich tot war, hatte sich das ein wenig geändert. Wenn ich daran dachte, fühlte ich mich nicht ganz so sehr wie ein Freak. Ich nickte zu seinem Vorschlag und ging schon mal vor in den Wald. Ich lebte bereits einige Tage hier und kannte mich im Wald besser aus als in der Stadt. Dennoch würde ich mir heute wohl ein Motelzimmer nehmen können. Der Trucker, den ich letzte Nacht getötet hatte, hatte eine Menge Bargeld mit sich herumgeschleppt. Ich fragte mich wirklich was er mit all dem Geld hätte machen wollen. Sicher wäre er mit der Ware und dem Geld nach Mexiko abgehauen. Ich ging voraus und schlug schon mal den Weg zum besagten Feld an. Der Krieg vor hundertfünfzig Jahren war nicht besonders groß gewesen. Es war eine Art Bürgerkrieg gewesen, der es in kein Geschichtsbuch geschafft hatte. Dennoch waren dort viele Leute gestorben und nicht alle Leichen und Überreste waren gefunden worden. Sicher hatten sich Vampire um ein paar der Leichen gekümmert. Würde hier ein Krieg toben, würde ich auch die Leichen leer saugen, anstatt Menschen zu töten. Bloß lebte ich in der falschen Zeit dafür. Ich konnte dennoch nicht behaupten, dass Krieg etwas Schönes war. Ich hatte bereits vor ein paar Jahrzehnten darunter leiden dürfen. „Nein, Quatsch. Aber es wäre schon cool einen zu finden. Vielleicht kann man den ans Museum verkaufen.“, witzelte ich und hüpfte geschickt über einen umgestürzten Baum. (Sorry... ich sollte echt nicht schreiben ._.)
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Di Okt 02, 2018 5:54 pm

Alex Castillo
Die ersten Tage war ich nur in meinem Zimmer, ab und zu kam jemand rein und brachte mir Essen. Ich zappte durchs Programm aber langweile mich schnell, also nahm ich mein Zimmer genau unter die Lupe, doch sie hatten es gut vorbereitet. Wie lange sie wohl daran gebaut hatten? Würden die Leute hier reingesteckt um gefangen gehalten oder beschützt zu werden? Als mein Vater mir Besuche abstattete um mit mir Gespräche zu führen, mir zusagen das ich bald alles was sie hier Taten wertschätzen würde, ignorierte ich ihn nur und dachte daran wie lange es noch dauern würde hier endlich rauszukommen.
Ich lag gerade schlafend im Bett, als das Licht angemacht wurde und eine von mir gehasst Stimme ertönte. Was sollte der scheiß ich war eine Gefangene und keine scheiß Rekrutin! Ich würde mich nicht in diese Uniform zwängen oder aufstehen! Keine zehn Pferde bekamen mich aus dem Bett, deshalb blieb ich auch liegen und drehte mich mit dem Gesicht zu Wand. Innerlich machte ich mich schon auf ein Streitgespräch gefasst, teilweise freute ich mich auch darauf ihn traktieren zu können. Womit ich jedoch nicht rechnete war, dass meine Bettdecke, plötzlich davon flog und ich nun halbnackt auf meiner Matratze lag. Sofort wurde es kalt und ich rollte mich zusammen, ich würde nicht aufstehen, er musste mich schon selbst aus diesem Bett zerren. Ich drehte mein Gesicht nun zu ihm, Strich mir dunkle Strähnen aus dem Gesicht und sah ihn verschlafen aber auch wütend an. „Du Perversling, kommst zu dieser unchristlichen Stunde in mein Zimmer und ziehst mir die Decke weg.“, sagte ich und lag nun ausgestreckt auf meinem Bett. „Hat deine Mama dir nicht beigebracht, dass man so etwas nicht machen sollte? Oder wolltest du einfach mal eine richtige Frau sehen? Muss ja ne Ewigkeit her sein, wenn ich deinen Gesichtsausdruck richtig deute. “, murmelte ich und räkelte mich auf der Matratze. Ich lächelte lasziv und fragte neugierig, „Hast du es überhaupt schon mal getan? Ich meine bekommst du einen hoch oder machst du das auch mit deinen telekinetischen Kräften? Muss ja lahm sein aber wenigstens kannst du dich ja nicht fortpflanzen, damit tust du der Welt einen riesigen Gefallen.“, meinte ich und legte mit meine Hand aufs Herz. „Und jetzt hau ab, ich will weiterschlafen aber du kannst mir gern in drei Stunden Frühstück bringen. Ich stehe auf Honey Loops aber nur die originalen, nicht den billig scheiß!“
avatar
Sonnentänzerin
Oberprima

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Okt 02, 2018 6:09 pm

Cailan Archer
Diese Göre würde mir noch den letzten Nerv rauben. Sie war ohne Vater aufgewachsen, der sie auf den richtigen Weg geführt hatte und jetzt war so verzogen, egoistisch und frech. Ich hasste diesen Job jetzt schon! Sie fing an herumzunörgeln, wurde patzig und keifte herum. „Du benimmst dich wie eine 13-Jährige! Jetzt steh auf! Du hast dir diesen Scheiß selbst eingebrockt, als du verhandelt hast.“, erinnerte ich sie und zerrte mit meinen telekinetischen Kräften die Bettdecke von ihr herunter, sodass der eisige Wind aus dem Flur auf ihre nackte Haut traf. Ich fing die Decke auf und legte sie über meinen Unterarm, während ich darauf wartete, dass sie endlich gehorchte. Sie drehte sich jedoch nur auf dem Bett herum, sah mich finster an und begann dann sich zu räkeln, sodass ich genervt die Augen verdrehte. Dafür sollte ich definitiv mehr Gehalt verlangen. Das hier waren keine tragbaren Arbeitsumstände! „Du bist sozusagen meine Schwester, also glaub bloß nicht, dass ich dich attraktiv finde. Das könnte ich nicht einmal, wenn wir nicht irgendwie rechtlich verwandt wären.“ Ich schüttelte nur fassungslos den Kopf, während sie glaubte sich weitere Dinge herausnehmen zu können. Ich legte die Bettdecke weg, verschränkte die Arme vor der Brust und blieb an Ort und Stelle stehen, während meine Telekinese den Rest für mich erledigte. Mit einem Ruck, kippte die Matratze, auf der sie lag, zur Seite und schmiss sie aus dem Bett heraus auf den Boden. „Erste Regel. Du wirst behandelt wie du andere behandelst. Bist du also respektlos, landest du auf dem Boden. Merk dir das.“ Ich ließ die Matratze wieder ins Bettgestell sinken und warf die Bettdecke darauf. „Regel Nummer zwei: Ich bin Kommandant und du nur Rekrut, also hast du hier gar nichts zu sagen. Du darfst dich privilegiert fühlen nicht durch die Trompete, sondern von mir geweckt zu werden.“ Ich öffnete mit einem Blick den Kleiderschrank und zog ihre Uniform heraus, die ich ihr direkt entgegen schleuderte. „Und noch eine kleine Erinnerung… wir haben hier richtige Foltermethoden, also bin ich gespannt wie viele Finger es dich kostet, bis du endlich tust, was man dir sagt. Jetzt zieh dich an und komm raus.“ Ich würde mir ein paar nette kleine Gadgets ausdenken, mit denen ich sie den Tag über unter Kontrolle halten konnte. Vielleicht lieh ich mir eins der Elektrohalsbänder aus dem Werwolf-Labor oder aber ich lieh mir eine Paintball Pistole. Die war zwar harmlos, aber konnte ziemlich üble blaue Flecken verursachen. So oder so, ich würde sie schon dazu bringen ihren Tagesablauf einzuhalten. Wie sie sich verhielt war mir egal. Mein einziger Job war es sie durch den Tag zu bringen, der für sie vorgeschrieben war und das würde ich tun - auch wenn ich sie persönlich in den Unterricht zerren musste.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Okt 02, 2018 7:16 pm

Raphael Lewis
„Schrecklich langweiliger Name? Ich finde, dass es deutlich schlimmere Namen gibt“, erwiderte ich und grinste sie an. Ich zuckte leicht die Schultern und sah sie an. Na ja, mich nannte jeder Raphi, mit dem ich näher befreundet war. Sie dachten gar nicht daran, mich mit meinem vollen Namen anzusprechen. „Auch wenn ich vermutlich Raphi bevorzuge, würdest du mir trotzdem weiterhin Loverboy sagen, Kätzchen.“ Ich zwinkerte ihr kurz zu und schüttelte dann bei ihrer Frage den Kopf. „Wenn ich eine ganze Ausrüstung dabei hätte, dann wäre mein Rucksack wohl um einiges grösser. Ich habe nur ein paar belegte Brote dabei und etwas zum Trinken. Oder willst du etwa die ganze Nacht nichts trinken?“, fragte ich und hob eine Augenbraue. Genug zu trinken war wohl wirklich etwas wichtiges für den Menschen und viele tranken zu wenig. Später beklagten sie sich dann über Kopfschmerzen und was weiss ich und das nur weil sie zu wenig getrunken hatten. Ich folgte ihr in den Wald hinterher. Ich wusste ja nicht, wie viel sie bereits schon von dieser Stadt gesehen hatte, aber sie schien sich einigermassen auszukennen. Jedenfalls lief sie in die richtige Richtung und ich musste sie nicht korrigieren. Ich lachte leise und folgte ihr über den umgestürzten Baum, bevor ich den Kopf schüttelte. „Ich denke, der Krieg war zu unbedeutend, als dass irgendein Museum besonderes Interesse daran hätte. Und wenn, dann würdest du garantiert nicht besonders viel dafür bekommen“, sagte ich zu ihr und lief neben ihr her. Sie hatte einen ziemlich zügigen Schritt drauf und es schien sie noch nicht einmal anzustrengen. Gut, das tat es mich auch nicht, aber ich fragte mich nur, ob sie wohl irgendeinen Sport machte oder regelmässig ins Fitness ging. Ohne etwas zu tun, wäre sie sicher nicht so sportlich drauf. Eine Kampfsportart machte sie nicht, das hatte sie mir ja bereits schon gesagt. „Machst du eigentlich sonst irgendeinen Sport?“, fragte ich sie daher und musterte sie. „Du machst immerhin einen ziemlich fitten Eindruck und das zeigt sich gerade auch“, sagte ich und lächelte sie an, bevor ich ihr weiter durch den Wald folgte. Ich musste schon ein bisschen darauf achten, wo ich hintrat. Es war immerhin dunkel. Ich wusste nicht, wie es ihr erging, aber ich sah nicht mehr so besonders viel. Wenigstens schien der Mond ein wenig, aber auch der brachte nicht besonders viel Licht. Wir waren immerhin in einem Wald. Ich verlangsamte daher ein bisschen meine Geschwindigkeit. Ich wollte nicht irgendeinen Fehltritt machen und danach einen verstauchten Fuss haben. Ich würde zuhause wohl vor Langeweile sterben und richtig trainieren könnte ich auch nicht. Man brauchte immerhin seinen Fuss. Ich fragte mich gerade wirklich, wie sie so sicher durch den Wald laufen konnte. Hatte sie denn nicht Angst, dass sie irgendwie in ein Loch treten würde oder so?

_________________
Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.
avatar
ɢedαɴĸeɴloѕ
Lehrer

Alter : 19
Anzahl der Beiträge : 1283
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Okt 02, 2018 8:29 pm

Kleo Miles
„Na ja… die gibt es sicher. Und ich habe auch nie behauptet, dass dein Name schrecklich wäre, aber er ist eben schrecklich langweilig. Und langweilig wird dir definitiv nicht gerecht.“Nein, er war vieles, aber sicher nicht langweilig. Zumindest für mich nicht. Er war vielleicht dumm sich mit mir abzugeben und naiv, weil er glaubte ich könnte ihm nicht zur Gefahr werden, aber langweilig war er nicht. Ich hielt an und drehte mich mit gerunzelter Stirn zu ihm herum. „Hast du mich gerade… Kätzchen genannt? Als wäre ich eine kleine Miezekatze?“, fragte ich ihn völlig verwirrt. Wow, das klang definitiv viel zu harmlos für mich. Ich hatte zwar Krallen, aber die waren weder niedlich, noch ungefährlich. Noch nie hatte mich jemand… Kätzchen genannt. Baby, Schnecke oder Schätzchen, wenn mich irgendwelche Kerle anmachten, aber Kätzchen? Sollte man das Wort überhaupt in diesem Zusammenhang verwenden dürfen? Vielleicht war ich auch einfach schon zu alt für diese neumodische Sprache. Immerhin lebte ich nicht wirklich in Gesellschaft. Ich schaute auf, als er mir erklärte, was er da mit sich herumschleppte. Oh.. Essen und Trinken? Ja, das hatte ich ganz vergessen. Natürlich könnte ich als Mensch keine Stunden wandern gehen und nichts dabei trinken. Ich meine… als Vampir konnte ich das, aber sicher würde er mich ins nächste Krankenhaus einweisen lassen, wenn ich nach Stunden des Wanderns ohne Wasser immer noch herumhüpfte. „Oh… stimmt, das habe ich völlig vergessen… Gut, dass du etwas eingepackt hast, aber gegessen habe ich schon.“ Ich aß ungern menschliche Nahrung. Ich schmeckte nicht mehr viel davon, weil mein Körper das nicht brauchte. Außerdem war es für mich nur unnötige Verschwendung. Er sollte seine Brote lieber selbst essen, wenn er sie schon extra herbrachte. Ich kletterte über den umgestürzten Baum und drehte mich dann zu ihm um, während ich weiterlief. Der Weg hier war ziemlich uneben. Eigentlich war es nur eine Art Trampelpfad, der über die Jahre hinweg entstanden war, als die Leute von den Wanderwegen abgekommen und sich eigene Abkürzungen gesucht hatten. Aber ich sah auch im Dunkeln ziemlich gut. Ich war ein Vampir. Meine Augen waren an die Schwärze gewöhnt. Vermutlich wäre ich im Licht völlig blind, doch das würde ich nicht mehr herausfinden. Die Sonne hatte ich schon mehrere Jahrzehnte lang nicht gesehen und das würde ich wohl auch nie wieder. So weh es auch tat… Ich hatte es geliebt ihre Wärme auf meiner Haut zu spüren. Jetzt war mir eigentlich immer nur kalt. „Na ja, ich gehe laufen, aber nichts Besonderes… ich schätze ich habe einfach gute Gene.“ Von meinen Vorfahren wusste ich nicht viel. Meine Mutter war gestorben, bevor ich sie danach hatte fragen können, aber meine Vampirgene waren ziemlich gut konditioniert, das konnte man schon sagen. Immerhin war ich ein Raubtier und musste gut jagen können. Schnelligkeit und Ausdauer gehörten einfach dazu.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Okt 02, 2018 10:48 pm

Raphael Lewis
Langweilig wurde mir nicht gerecht? Damit lag sie wohl richtig. Ich war keiner, der gerne zuhause rumsass und nichts tat. Ja, wenn ich einen anstrengenden Tag oder einen anstrengenden Wettkampf gehabt hatte, lag ich sehr gerne mal nur einen Abend auf der Couch und zog mir einen Film hinein. Aber ich verstand diejenigen nicht, die das jedes Wochenende taten. Ich unternahm gerne Ausflüge und hatte auch kein Problem, irgendwohin alleine zu gehen. „Tja, ich kann ihn wohl schlecht ändern“, meinte ich grinsend und zuckte die Schultern. Es war mir lieber ich hatte einen langweiligen Namen als einen Namen, den man nie wusste wie aussprechen geschweige denn schreiben. Bei mir kam höchstens die Frage auf, ob man den Namen denn nun mit ‚ph‘ schrieb oder mit ‚f‘. Das war es dann aber auch schon gewesen. „Ja, so habe ich dich genannt, Kätzchen“, sagte ich und lachte leise auf. Man sah ihr deutlich an, dass ihr dieser Name nicht wirklich passte. „Das liegt halt an deinem Namen. Kleo… das erinnert halt irgendwie an eine Katze.“ Ich zuckte leicht die Schultern, während ich weiter mit ihr durch den Wald lief. Ich wusste zwar nicht wirklich, wie man einfach ohne trinken aus dem Haus gehen konnte, wenn man wusste, dass man in einen Wald ging, wo man nicht gerade auf einen Supermarkt treffen würde. Aber ich hatte genug für uns beide dabei, also musste sie sich in dieser Sache wohl keine Sorge machen. „Wenn du trotzdem Hunger hast, hat es jedenfalls genug“, bot ich ihr dennoch an, als sie meinte, dass sie schon gegessen hätte. Ich hatte ja auch am früheren Abend etwas gegessen, aber nun war es schon deutlich später und ich wollte nicht mit knurrendem Magen durch diesen Wald wandern. Ich war gezwungen, mein Tempo ein bisschen zu verlangsam, da der kleine Trampelpfad nicht gerade besonders eben war. Für mich wirkte es so, als würde sie mit dem gleichem Schritttempo weiterlaufen. Ich dagegen musste mich aber ein bisschen mehr darauf konzentrieren, wo ich denn nun meine Füsse hinsetzte. Ich wollte es ja nicht riskieren, dass ich später einen verstauchten Fuss hatte. Besonders in der Nacht in einem Wald wäre das nicht besonders angenehm und ja, ich würde auch nicht gerne ihre Hilfe in Anspruch nehmen. In diesem Punkt war ich wohl ein Mann wie jeder andere und ich würde ihr zeigen wollen, dass es nur halb so schlimm war und ich alleine wieder aus dieser Sache hinauskommen könnte. Besonders angenehm wäre es aber dennoch nicht. „Es sieht wohl ganz danach aus“, murmelte ich leise, als sie ihre gute Gene erwähnte. Mit der Zeit gewöhnten sich meine Augen ein bisschen besser an die Dunkelheit, aber das hiess noch lange nicht, dass ich viel mehr sah. Ich sah die Umrisse der Bäume und die schemenhafte Figur von Kleo, die sich vor mir durch die Bäume bewegte. Bildete ich mir das nur ein oder schien sie mit der Dunkelheit viel weniger Probleme zu haben?

_________________
Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.
avatar
ɢedαɴĸeɴloѕ
Lehrer

Alter : 19
Anzahl der Beiträge : 1283
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mi Okt 03, 2018 10:21 am


Alex Castillo
Ich war hart auf dem Boden gelandet und schnaubte wütend. Was er sich einbildete, er sollte sich in Acht nehmen denn die Freche 13-jährige in mir würde ihn fertig machen. Ich fing damit an auf den Boden liegen zu bleiben, er wurde mich hier rauszerren müssen, denn einfach wurde ich es ihm nicht machen. „Erstens Herr Kommandant bin ich als Gefangene hier und nicht als Rekrut. Ich habe bei den Verhandlungen nie so etwas erwähnt.“, sagte ich und verdrehte die Augen. „Zweitens ich bin nicht deine fucking Schwester, ich bin dein schlimmster Alptraum. Außerdem finde ich dich auch nicht attraktiv, ich steh nicht auf Weicheier. Ich meine sicher kannst du deine Liebschaften an einer Hand abzählen.“, sagte ich und grinste frech. „Drittens, bist du weiter so ein Arschloch werde ich dir jeden Tag zur Hölle machen. Ich wäre sogar froh, wenn ich nicht als erstes deine Hackfresse sehen müsste.“, sagte ich und fing die hässliche Uniform auf um sie dann schnell auf den Boden fallen zu lassen. Mich würden niemand dazu bringen in diese Uniform zu steigen. „Außerdem wissen wir doch beide, dass mich hier drin niemand Foltern wird, denn wenn doch wird Resa toben. Vor allem wenn ich nutzlos wäre und keine Finger mehr hätte- du Vollpfosten.“, fauchte ich und verschränkte die Arme. Dann wartete ich bis er draußen war und die Tür schloss, bevor ich blitzschnell den Kleiderschrank vor die Tür schob, sowie den Schreibtisch. Er würde nicht mehr hier reinkommen und ich würde für die nächsten drei Stunden sicher nicht aus diesem Bett kommen. Was dachte Resa sich eigentlich dabei? Ich war eine gefangene und kein Rekrut, er musste doch ahnen, dass ich nicht mitmachen würde. Was hatte er nur vor? Wollte er mich wirklich zu einem Warrior machen, der einfach auf Befehl tötete. War er wirklich so dumm? Wie konnte er nur glauben das er mich ändern konnte und ein Monster werden wurde? Naja, im Moment wollte ich nur weiterschlafen, doch innerlich freute ich mich schon darauf Cailan ausrasten zu sehen. Er hatte es immerhin verdient und wenn er Babysitter spielen musste würde ich ihm eine extra Behandlung versprechen, sodass er am liebsten kündigen würde. Denn mein Vater würde keinen anderen Soldaten so ins vertrauen ziehen, Cailan war darauf dressiert die Wünsche meines Vaters zu erfüllen. Er war loyal wie ein Hund und sabberte Resa auch so hinterher. Es war echt widerlich und auch irgendwie traurig, dass er sich so auf das alles hier versteift hatte. Ich seufzte und deckte mich zu, kuschelte mich in die Kissen und schloss die Augen.
Der Tag würde spannend werden…
avatar
Sonnentänzerin
Oberprima

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Okt 03, 2018 10:56 am

Cailan Archer
Ich hatte ihr die letzte Chance gegeben. Sie war nun wach und sie hatte ihre Uniform vor sich liegen. Wenn sie schlau war, würde sie sie einfach nehmen, anziehen und mit mir kommen. Sie hatte den Verhandlungen eingewilligt und hatte sich selbst in diese Lage gebracht. Hätte sie mich einfach sterben lassen, wäre sie auch nicht hier. Sie hatte sich das also selbst eingebrockt. Ich beschwerte mich gar nicht am Leben zu sein. Ich war froh darum nicht abgekratzt zu sein, aber das hier war kein super Start, nachdem ich beinahe gestorben wäre. Sie würde mir das Leben zur Hölle machen und das wussten wir beide. Aber das hieß nicht, dass ich das nicht auf tun könnte. Nachdem ich ihr einige Minuten Zeit gegeben hatte, drückte ich die Türklinke herunter und versuchte die Tür zu öffnen, doch natürlich klemmte sie. Ich versuchte gar nicht sie weiter zu öffnen. Mir war klar, dass sie vermutlich irgendetwas vor die Tür geschoben hatte. Das Bett oder den Kleiderschrank etwa. Natürlich könnte ich den Gegenstand einfach mit meiner Telekinese zur Seite schieben und sie an ihren Haaren aus dem Bett zerren, aber das wäre viel zu einfach gewesen. Nein, ich wollte unbedingt unsere neuste Foltermethode ausprobieren. Sie hatte schon Recht damit, dass ich ihr laut Resas Anweisungen keinen Schaden zufügen durfte, aber das galt nur körperlich. Ich seufzte also, öffnete die kleine Metallklappe neben der Tür und gab den Code auf dem Bedienfeld ein. Danach suchte ich mir eine schöne Kombination aus, sodass die Lautsprecher in ihrem Zimmer sich einschalteten und mit voller Lautstärke das wohl nervigste Lied aller Zeiten spielten. Es würde wohl kaum eine halbe Stunde dauern, bis sie aus dem Raum gelaufen kam. Bis dahin funkte ich einen Kollegen aus dem Werwolflabor an und ließ mir tatsächlich ein kleines Elektroschock-Armband bringen. Das würde ihr keinen Schaden zufügen, aber in dem Moment, in dem es aktiviert wurde, würde es höllisch weh tun. Ich würde ihr das erklären und wenn sie dann noch aus der Reihe tanzte, wäre sie das ebenfalls selbst schuld. Ich wartete also vor der Tür, bis sie genug von diesem schrecklichen Song hatte und als sie dann herauskam, packte ich sie am Handgelenk, legte ihr das Armband um, das sich automatisch verschloss und einrastete. „Na also. War das denn so schwer?“
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Okt 03, 2018 10:56 am

Kleo Miles
Ich zuckte leicht die Schultern und grinste ihn schief an. „Nein, mag sein. Aber ich kann ihn ändern.“ Natürlich konnte er nicht einfach so seinen Namen ändern und einen neuen Pass beantragen, so weit musste all das auch nicht gehen, aber ich konnte ihn ja einfach anders nennen. Das tat ich ja bereits, denn Raphael? Na ja, der Name war irgendwie so typisch für leicht gebräunte Kerle mit langen Locken und einem perfekten Bart. Nein, das war mir einfach zu sehr Klischee. Und ich hatte schon so viel Normales und Gewöhnliches in meinen 80 Jahren auf dieser Erde erlebt. Es reichte. Ich ließ mich nun endlich wieder auf einen Menschen ein und dann wollte ich auch etwas erleben und nicht direkt das erste Klischee mit seinem Namen beginnen lassen. Nein, Loverboy war schon gut. Es passte zu ihm. Wäre er nicht so gescheit, würde er sicher als genau das ändern und irgendwie war die Ironie darin auch ganz witzig. Sein Name für mich allerdings war ziemlich unpassend. Er dachte bei Kleo an Kätzchen? „Willst du damit sagen ich hätte einen Haustier-Namen? Oder implizierst du das K direkt mit einer Katze? Denn ich bin wesentlich gefährlicher als ein Babykätzchen, kapiert? Wenn dann bin ich ein Tiger oder ein Puma.“ Nicht, dass ich mir das jetzt noch aussuchen dürfte. Er würde mich damit sicher weiter quälen wollen. Ich schob ein paar Äste aus dem Weg, damit er nicht darüber stolperte. Er schien mit der Dunkelheit wirklich ein wenig mehr zu kämpfen zu haben als ich, also schaltete ich einen Gang herunter und ging etwas langsamer neben ihm her. Es war ja logisch. Ich hatte seit 55 Jahren kein Sonnenlicht mehr gesehen, also war es ja klar, dass ich im Dunkeln besser sah. Meine Augen waren nichts anderes gewöhnt. Ich kickte hier und dort ein paar Steine aus dem Weg, damit er nicht stolperte und führte uns dann hinaus auf das Maisfeld. Grinsend blieb ich vor dem Rand stehen und schaute mir die Maisstauden an, die locker einen ganzen Kopf größer waren als ich. „Hm… was hältst du von einem Versteckspiel?“, schmunzelte ich, grinste ihn herausfordernd an und preschte dann voraus in das Feld hinein. Ich spielte mit unfairen Mitteln, denn ich nutzte meine übernatürliche Geschwindigkeit, um mir einen Platz mitten im Feld zu suchen, wo ich mich hinhockte und dann mein Gehör arbeiten ließ. Ich machte anhand seiner Schritte aus wo er war und lief vor ihm weg, versteckte mich im nächsten Abschnitt und kicherte, wenn er in die völlig falsche Richtung lief, sodass er mich wieder finden konnte. Allerdings machte ich es ihm auch wirklich zu schwer, weshalb ich einfach auf ihn zulief und mich auf ihn warf, als ich ihn fand. Ich lachte, während ich ihn zu Boden riss und mich auf seine Brust setzte. „Hab dich.“, schmunzelte ich und rollte von ihm herunter, um mich neben ihm ins Feld zu legen.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Okt 03, 2018 1:04 pm

Raphael Lewis
Sie würde so schnell nicht aufgeben. Sie würde mich einfach weiterhin Loverboy nennen. Ich fand zwar nicht, dass ich so schlimm war wie ein Loverboy. Ich hatte vielleicht ein bisschen angegeben und auch geflirtet, aber ich hatte nie irgendwelche näheren Andeutungen gemacht. Ich war ihr weder besonders nah gekommen, noch hatte ich sie sonst versucht um den Finger zu wickeln. Sie hatte immerhin gesagt, dass das hier ein freundschaftliches Treffen werden würde. „Ich hatte auch nicht besonders viel Hoffnung, dass du mich nicht weiterhin so nennst", meinte ich und grinste sie an. Wir gingen weiter, während sie fast schon ein bisschen gekränkt schien, weil ich sie nur als Kätzchen betitelte. Ich fand, dass der Namen sehr gut zu ihr passte. „Ich hab dich nicht als Babykätzchen betitelt, sondern als Kätzchen“, meinte ich grinsend. Ich fuhr mir durch das Haar und richtete meinen Blick wieder auf den Boden. „Bis jetzt schätze ich dich eher als Kätzchen ein. Du hast ja nicht deine Krallen ausgefahren.“ Ich zwinkerte ihr kurz zu und merkte dann, wie sie ein bisschen langsamer wurde. Ich fragte mich gerade, ob sie sich meinem Tempo anpasste oder ob sie ebenfalls Mühe mit der Dunkelheit hatte. Kurze Zeit später kamen wir beim Maisfeld an. Bevor ich etwas auf ihre Frage erwidern konnte, war sie bereits im Maisfeld verschwunden. „Hey, das ist nicht fair", erwiderte ich lachend und folgte ihr hinterher. Aber das ganze war schwieriger als gedacht. Es war immerhin dunkel und das Maisfeld war grösser als wir beide. Manchmal ging ich in die richtige Richtung und dennoch kam ich nie nahe genug ran, als dass ich sie erwischen konnte. Teilweise lief ich sogar komplett in die falsche Richtung und ich hörte sie kichern. Woher konnte sie so gut einschätzen, wo ich war? Ich hörte hier und da ein Rascheln, aber ich konnte nie genau einordnen, woher dieses Lachen denn nun kam. Irgendwann lief ich nur noch im Kreis. Jedenfalls fühlte es sich so an. Ich keuchte erschrocken auf, als sie auf einmal auf mich sprang und mich zu Boden riss. Sie setzte sich auf meine Brust und ich lachte auf. „Ich dachte, das hier wird ein freundschaftliches Treffen", zog ich sie auf und grinste sie breit an. Sie rollte sich dann aber auch schon von mir hinunter und legte sich neben mich hin. „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du irgendeinen heimlichen Vorteil hast, von dem ich nichts weiss", meinte ich und seufzte leise auf. Ich strich mir die Locken aus dem Gesicht und sah zu ihr hinüber. Eine kleine Verschnaufpause wäre nicht schlecht. Ich wusste nicht, wie lange wir beide in diesem Maisfeld umhergeirrt waren. Dabei hatte ich das Gefühl, dass ich um einiges desorientierter gewesen war als sie. An dieser Frau war wirklich etwas anders.

_________________
Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.
avatar
ɢedαɴĸeɴloѕ
Lehrer

Alter : 19
Anzahl der Beiträge : 1283
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mi Okt 03, 2018 1:14 pm

Alex Castillo
Ich war gerade dabei wieder einzuschlafen und mich in meine süßen Träume zu flüchten, als diese grässliche Musik angemacht wurde. „Dieses Arschloch…“, knurrte ich und verkroch mich unter meiner Bettdecke. Zuerst dachte ich würde es schaffen, doch nach einer Weile wurde es unerträglich, mein Kopf schien zu zerplatzen und ich wollte einfach nur noch schreien. Doch den gefallen tat ich ihm nicht, ich hielt es über eine dreiviertel Stunde aus, biss ich aufgab und mein Rachedurst so überwältigend war, dass ich mich fertig machte und diese abgrundtief hässliche Uniform anzog. Das schlimmste war noch dazu, dass sie kratzte wie verrückt. Gott so mussten sich die Kinder gefühlt haben, welche immer wieder von ihren Großeltern diese Strickpullis bekommen hatten. Früher hatte ich sie beneidet, doch nun erkannte ich wie grausam so etwas war. Ich vermisste meinen lässiges Kampfoutfit, ich sah nicht nur supergut aus, sondern konnte mich auch gut bewegen. Das hier war…schrecklich. Ich meine ich sah dennoch gut aus, doch einfach nur etwas vom Militär zu tragen war furchtbar. Als ich die Tür frei räumte und öffnete, die natürlich plötzlich offen war, bekam ich gleich ein dünnes Armband um mein Handgelenk gelegt und funkelte ihn an. „Ich werde dich töten, eines Tages wirst du dir wünschen nie geboren zu sein.“, knurrte ich und presste die Lippen zusammen. Mich juckte es in den Fingern ihn nicht einfach gegen eine Wand zu schleudern und bewusstlos zu prügeln. je weiter wir gingen desto schlimmer wurde es. Er hatte mir ein Elektroschockarmband angelegt, wie einem räudigen Hund. Er würde es so was von bereuen…
Als wir einen Flur runter liefen, welcher genauso aussah wie alle anderen und an einem Zimmer hielten indem schon andere Leute in meinem Alter im Zimmer saßen. Sofort drehte ich mich um und wollte wieder rausgehen, doch Cailan stand in der Tür und versperrte mir den Weg. „Ihr wollt mich doch verarschen, ich mach den scheiß sicher nicht mir.“, fauchte ich und hörte dann den Lehrer. Er war relativ alt, graue Haare, großer Zinken, eine große Brille und er trug viel zu große Kleidung für seine Statur. Er sah erst verwirrt zu Cailan und dann zu mir, „Eine neue Rekrutin? Wie schön wir haben gerade ein neues Thema angefangen. Wollen sie sich vorstellen?“, fragte er und sah mich an. Ich schüttelte den Kopf und sah seinen stutzigen Gesichtsausdruck. Ohne abzuwarten ging ich durch die Reihen und ertrug die neugierigen Blicke der anderen, welche mich und dann Cailan sowie den Lehrer anguckten. Anscheinend hatten alle hier im Raum keine Eier oder waren schon so manipuliert, dass sie loyale Marionetten waren.
Der Lehrer erkundete sich bei Cailan wie ich hieß und mache dann weiter mit seinem Unterricht. Ich seufzte und sah aus dem Fenster, die Freiheit war so schön und hier drinnen gefangen zu sein war ätzend. Außerdem hatte ich Hunger, war müde und brodelte innerlich, wie konnten sie nur so dumm sein und denken ich würde mitmachen? Jetzt saß er auch noch mi im Unterricht, der Lehrer fühlt sich total unwohl sowie die anderen Rekruten, welche anscheinend von seiner mickrigen Persönlichkeit eingeschüchtert waren.
„Miss Chadwick? Was können Sie mir über den Vampirangriff 1978 sagen?“, fragte er und sah in meine Richtung. Ich drehte mich um, aber da niemand reagierte war ich wohl dran. Der Lehrer deutete mir aufzustehen und ich gehorchte, „In einem Wohnhaus wurde eine Bombe gezündet, es starben über vierzig Personen, darunter auch Kinder.“, fing ich an die Fakten aufzuzählen. „Es lebten 22 Vampire in diesem Gebäude, damals gab es noch keine Genmutationen, doch Warrior haben modernisierte Bomben gezündet, sodass das Haus zerbombt wurde. Allerdings sind einige Vampire entkommen…“, fuhr ich weiter und sah, dass erst einmal zufrieden war mit meiner Antwort. „…diese haben sich dann verteidigt und Warrior angegriffen, da viele ihrer Gefährten bei der Detonation gestorben oder verbrannt wurden. Die Warriors waren zu schwach, langsam und dumm, um gegen die Vampire anzukommen, deshalb sind alle abgekratzt. Im Fernsehen wurde berichtet, dass das Militär eine Terrorgruppe gejagt hatten, aber die Soldaten leider eines heldenhaften Todes gestorben sind.“ Ich machte dabei Anführungszeichen und zuckte dann die Schultern. Der Lehrer sah mich perplex an, „Es hört sich so an als würden Sie es nicht gutheißen, dass die Warrior die Vampire getötet haben?“ „Ich habe ihn die Fakten geliefert, die Vampire wurden angegriffen und haben sich verteidigt. Die Warrior waren mit keinen Genmutationen ausgestattet oder supermodernen Waffen und deswegen waren sie schwach und langsam!“ Er zog die Augenbrauen zusammen und musterte mich streng, „Und was ist damit das sie dumm waren?“ Nun grinste ich, „Nun ja sie waren in der Unterzahl und der Zeitpunkt war doch auch sehr ungünstig gewählt immerhin war es am Abend. Hätten sie es tagsüber gemacht, wären alle Vampire gestorben und die Warrior würden sogar noch am Leben sein. Es ist pure Dummheit, dass sie es nachts gemacht haben. Sie hätten das Gebiet sperren sollen um Zivilisten zu vermeiden und nicht auf die Abenddämmerung warten sollen. Tja wie sagt man so schön, Dummheit wird bestraft.“ Der total baffe und rot angelaufene Lehrer klappte den Mund auf und zu und gut sammelte sich kurz. Ich setzte mich wieder hin und überlegte mir was ich noch anstellen könnte um ihn aus der Ruhe zu bringen. Denn nun waren die Helden des Anschlages 1978 nur noch Trottel.
avatar
Sonnentänzerin
Oberprima

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Okt 03, 2018 4:45 pm

Cailan Archer
Ich war nun wirklich niemand, der darauf stand andere Menschen zu verletzen. Ich war nicht gewalttätig, auch wenn ich Monster jagte. Es gefiel mir absolut nicht jemanden zu verletzen, aber in dem Fall musste es eben sein. Sie brachte sich und so viele andere Menschen in Gefahr, weil sie nicht begriff was in der Welt ablief! Es war mein Job ihr zu zeigen, dass sie falsch lag. Ich musste sie davon überzeugen, dass sie für die falsche Seite kämpfte. Natürlich gab es ab und zu auch mal Monster, die vielleicht ein relativ gewaltloses Leben führten, aber 98% dieser übernatürlichen Wesen waren nun einmal wirklich blutrünstige Monster. Wir hatten keine Zeit zu unterscheiden und jeden zu prüfen. Es ging hier um Menschenleben, die auf dem Spiel standen. Und sie schien das noch nicht so ganz begriffen zu haben. Sie hing mit ihren Werwolffreunden ab und sah nicht, was diese Monster jedem einzelnen von uns antun konnten - oder angetan hatten. Die meisten Warriors waren hier, weil sie bereits gewisse Vorgeschichten mit der Welt dort draußen gehabt hatten. „Aber natürlich, Schätzchen.“, erwiderte ich bloß genervt auf ihre Drohung. Das hatte sie mir bereits in dieser kleinen Betonzelle gesagt und doch hatte sie es nicht gewagt mich ernsthaft zu verletzen. Diesen Job hatte ich schlussendlich selbst erledigen müssen. Ich brachte sie zu ihrem Unterricht, den Resa ihr auf den Tagesplan gesetzt hatte und versperrte ihr den Weg nach draußen, als sie wieder abhauen wollte. Nein, so lief das nicht. „Himmel, setz dich einfach hin!“, knurrte ich sie an, als der Lehrer einschritt und sie freundlich begrüßte. Mr Sanchéz begrüßte sie herzlich und wollte, dass sie sich vorstellte, aber natürlich verzichtete Alexandra darauf wie ein patziges, kleines Kind. Sie wollte doch auch schnell hier durch und das wäre sicher leichter, wenn sie einfach mal mitspielte. Ich verdrehte die Augen, als sie sich beleidigt hinsetzte und schloss die Tür, ehe ich dem Lehrer ihren Namen notierte. Alexandra Chadwick. Sie war als neue Rekrutin hier und niemand sollte wissen, dass sie Resas Tochter war. Kein anderer Warrior hätte sich so viel herausnehmen dürfen wie seine Tochter. Wäre sie irgendein Mädchen, wäre sie vermutlich in einer Zelle gelandet - oder noch schlimmeres. Ich ließ mich auf den Stuhl neben ihr sinken und konnte nicht glauben, dass ich ernsthaft wieder im Unterricht saß. Den hatte ich bereits im Rollstuhl hinter mich gebracht, noch bevor ich volljährig geworden war. Tja und nun? Nun saß ich wieder in der Klasse, als erfolgreichster Junior-Kommandant, und wurde von allen Schülern angestarrt, weil sie mich sehr wohl kannten und von mir gehört hatten. Der Lehrer begann den Unterricht und die meisten versuchten ihn zu verfolgen. Seinen Versuch Alexandra am Unterricht zu beteiligen, hätte ich lieber abgewandt, aber natürlich sprang Alexandra gern ein, um ein schlechtes Wort über die Institution zu verlieren. Natürlich konnte sie es nicht einfach dabei belassen. Nein, sie nutzte jede Chance zu rebellieren. Ich seufzte genervt und schrieb eine Sms an Resa, während Alexandra über die Warriors herzog. Mir war es schlussendlich egal, doch als der Lehrer nicht die richtigen Worte fand, um ihr Einhalt zu gebieten, verdrehte ich die Augen. „Tja, da unsere Miss Klugscheißerin ja so schön ihre Hausaufgaben gemacht hat, hat sie sicher bloß vergessen zu erwähnen, dass die Vampire in dem Gebäude um die 100 Menschen als versklavte Blutbeutel und Geiseln gehalten haben, die es so schnell wie möglich zu befreien galt. Es gab keine Zeit einen guten Zeitpunkt abzuwarten, also griffen die Warriors sofort ab und befreiten 60 Menschen aus ihren Zellen, darunter 7 Kinder.“, griff ich ihre Worte von vorhin auf. „Die Warriors haben so schnell wie möglich gehandelt, um so viele Geiseln wie möglich in Sicherheit zu bringen. Hätten sie noch 7 Stunden bis zum Sonnenaufgang gewartet, wären zwar alle Vampire, aber auch alle Menschen tot gewesen.“, korrigierte ich ihren Vortrag über die Dummheit der Warriors. Es war vielleicht dumm gewesen bei Nacht anzugreifen, aber es war genauso auch mutig und eine menschliche Entscheidung gewesen. „Merkt euch: Es geht uns eben nicht nur um das Töten selbst, sondern hauptsächlich darum die Menschen zu beschützen. Und diese 60 Menschen, die gerettet worden sind, waren den Tod unserer Soldaten wert. Genau dafür hatten sie gekämpft.“, fügte ich hinzu, ehe die Schulklingel läutete und der Unterricht damit beendet war. Ich stand auf und steckte mein Handy weg, das ich während des Vortrags weiter angeschaut hatte, um Resa einen Statusbericht auszusenden. „Gut, weiter geht’s. Als nächstes hast du Sport… also Kampftechnik.“ Durch ihre körperliche Kraft würde sie sicher jemandem mit gleichen Kräften zugeteilt werden und ich würde schon dafür sorgen, dass es einer der höheren Semester war. Sie hatte immerhin schon Kampferfahrung, aber hatte keine Technik.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Okt 03, 2018 5:40 pm

Kleo Miles
„Kätzchen klingt viel zu süß und harmlos.“, murmelte ich stirnrunzelnd vor mich hin. Gestern erst hatte ich einen Trucker auf einen Parkplatz gelockt, ihm die Pulsader aufgebissen und ihn völlig blutleer gesaugt. Danach hatte ich seine Leiche und seinen Truck versteckt. Himmel, ich war eine Mörderin und ganz sicher nicht süß oder harmlos. Das absolute Gegenteil war der Fall, auch wenn ich mir das nie ausgesucht hatte. Natürlich wollte ich das nicht, aber welche Wahl hatte ich schon? Ich war nun einmal ein Monster, ein Raubtier. Daran würde sich nicht einfach so etwas ändern. Auch nicht, wenn sich irgendein Typ süße Namen für mich ausdachte. Es war echt nett von ihm, denn dadurch fühlte ich mich kurz ein wenig menschlicher, aber in ein paar Tagen wäre das alles hier bereits wieder Geschichte. Ich hatte nur diesen einen Abend. Ich konnte die heutige Nacht genießen, aber danach wäre ich wieder das Monster. „Oh du willst nicht erleben, wenn ich meine Krallen ausfahre. Sei froh, dass du mir bisher noch keinen Grund dafür gegeben hast.“ Denn ich hatte Krallen, die ihn in den Tod stürzen würden. Ich war nicht so harmlos wie ich aussah. Das war ja das Problem an uns Vampiren. Ich sah normal aus und andere Leute behandelten mich so. Dabei hatte ich es gar nicht verdient so behandelt zu werden. Ich war eine Mörderin. Man sollte mich hassen und doch hielt mich jeder für das süße, kleine Mädchen. Das machte mich nur noch gefährlicher. Ich war schneller als er, stärker als er, meine Sinne waren schärfer als seine. Er hatte keine Chance gegen mich. Noch nicht einmal beim Versteckspielen im Maisfeld. Nein, ich wich ihm ständig aus, ließ ihn suchen und erlöste ihn dann doch schließlich, weil er es einfach nicht hinbekam. Ich riss ihn um und hob eine Augenbraue, als er diesen dummen Kommentar abließ. „Achso? Und Freunde dürfen sich nicht berühren, huh? Gut zu wissen, na dann.“, sagte ich schulterzuckend, rollte mich von ihm herunter und nahm meine Hände wieder zu mir. Ich hatte ja nicht gerade mein Knie zwischen seine Beine gedrückt. Ich hatte ihn einfach zu Boden geworfen und festgehalten. Machte man das beim Kampfsport nicht auch? Ich kicherte leise, als er mir seine Vermutung offenbarte. Er hatte ja keine Ahnung wie recht er damit hatte. Ja, ich hatte einen gewaltigen Vorteil ihm gegenüber. „Ich bin ein Ninja, weißt du? Du kannst gar nicht gegen mich gewinnen.“, erklärte ich ihm und biss mir auf die Lippe, um mein Grinsen zu verstecken. Das würde er mir sowieso nicht glauben, also ließ ich es einfach und lachte leise. „Ich bin klein und es ist dunkel. Mich im Maisfeld zu suchen ist als würdest du die Nadel im Heuhaufen finden wollen.“ Als Mensch war das eben unmöglich. Als Vampir jedoch… war einiges anders.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mi Okt 03, 2018 6:39 pm

Alex Castillo
Ich hätte ihm am liebsten geschlagen im Unterricht und alle anderen ebenfalls, mir wurde fast schlecht dabei wie sie ihn alle anhimmelten. Leider Gottes musste ich ihm hinterher trotten und in eine sicher versiffte ekelhafte Sporthalle, in der es nach Schweiß roch. Dort wurde ich in eine Damenumkleide gesteckt und bekam Sportklamotten. Widerwillig zog ich mir die Klamotten an und versuchte die Blicke der neugierigen Tratschten zu vergessen. Immerhin hatte ich gute Ohren und wusste, dass sie über mich redeten. Eigentlich freute ich mich ein bisschen auf den Kampfsportunterricht, denn nun konnte ich unbedingt endlich jemanden in die Fresse hauen und mich abreagieren. Als ich fertig war ging ich in die Halle in der die meisten schon stramm dastanden und sich wie kleine Minisoldaten aufführten. Ich stellte mich dazu aber mit wesentlich weniger Elan als sie. Der Lehrer/Trainer oder was auch immer rief unsere Namen auf und wir traten ein Stück vor, dann mussten wir zwanzig Runden um einen beschissenen Sportplatz laufen und dass bei dem Wetter. Ich fror mir hier den Arsch ab, dennoch tat es gut sich mal wieder richtig bewegen zu können. Tja und für Menschen mi Kräften, waren zwanzig Runden fast nix, die meisten keuchten nach Acht. Mit ein paar anderen die fertig waren, dehnten wir uns bevor wir durch unsere Kräfte in Gruppen und Pärchen eingeteilt wurden. Meine Gruppe war kleiner als die der Non-Gens wie man sie hier nannte. Ich musste mit einer Riley kämpfen, sie war groß, blond, hatte blaue Augen und Beine die meterlang waren. Sie lächelte freundlich, doch ich merkte, dass dies nur Fassade war, sie wollte mich mit einer „neuen Rekrutin“ kämpfen. Ich hatte gesehen wie sie den Trainer angeschaut hate, fühlte sie sich etwa unterfordert, wenn ja würde sie ein blaues Wunder erleben! „Hört zu Rekruten, ihr wurdet euren Partner zugewiesen. Zwei Paare werden jeweils aufgerufen und Kämpfen gegen einander. Wir werden den Kampf und Technik bewerten um zu sehen wie weit ihr seid.“ Beim Rest hörte ich nicht mehr hin, sondern sah interessiert den ersten Kämpfen hin. Die meisten waren ungeübt und schnell aus der Puste oder wussten sich nicht zu helfen. „Als nächstes Riley Higgins und Alexandra Chadwick sowie Wilhelm Smith und Jackson Crombie.“, wurde durch den Raum gerufen und wir fanden uns in unserem Feld und wurden noch mal unterwiesen. Es war ein Nahkampf mit Waffen, wir beide bekamen einen Kampfstock aus Holz und sollten uns aufstellen, verbeugen und bei Startschuss loslegen. Viele waren neugierig auf uns, die neue und die ungeschlagene, wie ich herausgehört hatte, aber mal sehen wie lange noch.
Ich drehte den Stock in meinen Händen und überlegte wie ich sie am besten treffen konnte, sie sah genauso konzentriert und wild aus. „Na schiss?“, fragte sie und grinste. „Vor wem denn? Ich sehe hier keine große Gefahr für mich.“, sagte ich und grinste sie an. Ihre Nasenflügel bebten und ihre Augen verdunkelten sich, als sie sich in Position brachte. Als der Startschuss ertönte hörte ich das aufeinander prallen der Stöcker von Jackson und Wilhelm. Doch Riley bewegte sich nicht, sie musterte mich nur, wollte sie etwa das ich anfing? Ich drehte den Stab in meinen Händen, verdrehte die Augen und fing an.
Riley parierte den Schlag mühelos, sie war stark, wachsam und flink, doch ich was das auch und ihr gefiel das überhaupt nicht. Ihre Kampfschreie waren laut und ihr schlag heftig, doch keiner von uns landete einen annähernden Treffer. Die Jungs waren schon fertig und sahen wie alle anderen uns zu. Da ich nicht ewig hier rumhängen wurde, suchte ich mir eine andere Art sie zu bekämpfen. Ich sprang über sie hinweg, landete hinter hier und rammte ihr meinen Stab in den Rücken, sodass sie noch vorne taumelte. Erschrocken richtete sie sich auf und sprang weg, als ich den nächsten Treffer landen wollte. Nun war pure Mordlust und Rache in ihren Augen. Ihre Bewegungen wurden schneller man hörte nur noch keuchen, schreien und die Stöcker, die aufeinander krachten. „Gib auf, du hast keine Chance!“, fauchte sie als sie ausholte und mich fast erwischte. „Ja das hast du, keine Chance!“, keuchte ich und deutet einen Sprung an um sie zu verwirren und holte aus mit meinem Stab und holte sie von den Beinen. Sie viel nach hinten auf den Rücken ließ ihren Stab fallen, den ich schnell wegkickte, bevor ich mich auf sie stürzte und auf dem Boden festnagelte. Sie schrie verärgert griff nach meinen Haaren und zog daran. Tränen traten mir in die Augen als ich merkt wie sie mir die Haare regelrecht ausriss. Also verpasste ich einen Hieb in den Bauch, doch sie ließ nicht locker und ich schrie vor Schmerz auf. Kurz darauf wurden wir auseinandergerissen, beide nach Luft ringend, wütend und mit Kratzern und Blauen Flecken am ganzen Körper. Es war ganz still geworden in der Halle, mein Kopf schmerzte und ich hatte schrecklichen Durst.
„Was für ein scheiß Tag…“, murmelte ich und fuhr mir mit der Hand über die verschwitzte Stirn.
avatar
Sonnentänzerin
Oberprima

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Okt 03, 2018 9:58 pm

Cailan Archer
Ja, ein klein wenig schadenfroh war ich schon. Sie hatte die Warriors vor der ganzen Klasse in den Dreck ziehen und gleichzeitig mit ihrem Wissen angeben wollen, doch ich hatte beides komplett zunichte gemacht, während ich völlig desinteressiert an meinem Handy gesessen hatte. Es hätte sie unglaublich genervt und das war Genugtuung für mich. Verdient hätte sie es auf jeden Fall. Sie kannte nur die Hälfte der Geschichte und glaubte sich dann ein Urteil bilden zu können. Hier wurde sie nun eines besseren belehrt. Sie würde lernen wie die Welt wirklich aussah und dass sie sich nicht ewig wie ein patziges kleines Kind aufführen konnte, das alles tat, um seinen Daddy aufzuregen und dabei das Schicksal der halben Welt aufs Spiel setzte. Irgendjemand musste sie auf die rechte Spur bringen und ein Tritt in den Arsch würde ihr sicher gut tun, weshalb der nächste Unterricht doch ganz gelegen kam. Kampfsport und Verteidigung. Ich drückte ihr die Sporttasche in die Hand, damit sie sich umziehen konnte und ging voran in die Halle, wo ich sofort zum Trainer ging. Ich fragte ihn nach seinem besten Schüler, der die gleichen körperlichen Kräfte besaß wie Alexandra und er schickte mich zu Riley Higgins. Um ehrlich zu sein, hatte ich ihren Namen bisher noch nie gehört und es war mir unangenehm, dass die meinen Namen kannte, als ich auf sie zuging. Allerdings war ich hier auch recht bekannt. Nicht jeder hatte sich trotz einer Verletzung so weit und schnell hochgearbeitet. „Ich will, dass du ihr richtig in den Arsch trittst, okay? Sie muss lernen, dass sie nicht unbesiegbar ist. Ich vertraue darauf, dass du das hinbekommst.“ Ihren folgenden Blick konnte ich nicht ganz deuten, aber sie nickte, also schenkte ich ihr ein Lächeln und nahm meinen Platz neben dem Trainer ein, während die Schüler sich bereits warm liefen. Ich musste wirklich zugeben, dass die Schüler früher fitter waren, aber zumindest Riley machte einen gesunden, starken Eindruck, weshalb ich viel auf den Kampf setzte. Sie traten schließlich nach vorn und begannen zu kämpfen. Rileys Technik war hervorragend und sie war ziemlich flink und schlau, allerdings hatte Alexandra den Vorteil der Erfahrung, auch wenn ihre Technik grottig war. Sie waren etwa gleich auf, aber beide zu stolz aufzugeben und nachzulassen und als sie die Stöcke fallen ließen und stattdessen mit den Fäusten kämpften, hörte es auf. Der Trainer und ich griffen ein. Ich packte Alexandra und zerrte sie weg und der Trainer Riley. Ich schleppte Alexandra drei Meter weit weg und ließ sie dann los. „Bist du völlig durchgedreht? Das hier ist Unterricht und kein Kampf auf Leben und tot. Du sollst sie nicht umbringen, sondern trainieren! Dass soll euch beiden helfen... Himmel!“ Begriff sie den Sinn dahinter nicht? Sie könnte hier wirklich etwas lernen und daran wachsen, aber sie setzte bloß alles daran uns zu hassen und sich gegen uns zu wehren. „Wie wäre es, wenn du dich einfach mal drauf einlässt und dir eine Chance gibst etwas mehr darüber zu lernen? Das würde es uns beiden leichter machen. Von mir aus kannst du und dein restliches Leben weiter hassen. Glaub mir, ich will dich hier auch nicht unbedingt haben. Aber dann such dir in der Zeit, die du unvermeidlicher Weise hier bist die richtigen Gründe, um gegen uns zu kämpfen und spiel nicht bloß das patzige Kind, das seinen Vater hasst.“ Das war doch wohl ihr Hauptgrund diese ganze Organisation zu hassen, oder? Sollte sie die Zeit dich nutzen mehr Gründe zu sammeln und danach sollte sie damit machen, was sie wollte. Aber das würde uns beiden die Zeit, die sie hier war wirklich erleichtern.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Mi Okt 03, 2018 11:11 pm

Alex Castillo
Ich wusste gar nicht was schlimmer war, de Wut auf Riley, meinen Vater oder ihn! Ich meine hatte ich nicht das gemacht was von mir verlangt wurde? Ich habe gegen die scheiß Tusse gekämpft und sicher auch gewonnen, wären die beiden nicht dazwischen gegangen! Ich habe verdammt nochmal trainiert, denn da draußen überlebst du nicht mit einer Kampftechnik, doch das verstand er ja nicht, er verstand einfach gar nichts. Ich war es leid ihm alles erklären zu müssen, doch gleichzeitig war ich unter Strom und wollte einfach nur noch auf etwas einschlagen. „Boah was hast du nur für ein beschissenes Problem? Ich mach den scheiß hier mit, wie du es wolltest! Außerdem hast der scheiß hier Kampftraining, was soll man sonst hier machen außer kämpfen? Ich habe gekämpft, so wie ich es kenne und so wie es immer für mich funktioniert hat. Da draußen ist es egal wie gut deine Technik ist, denn manchmal sollte man sich nicht auf so einen scheiß versteifen.“, sagte ich hastig und atmete immer noch schwer vom Kampf. Wieso verstand er das nicht? Es war nur logisch den Gegner bestmöglich zu besiegen?! Gott wieso regte ich mich darüber auf, ich wollte das alles sowieso nicht.
„Ich will nichts über euch Warrior lernen, kapierst du das denn nicht? Ich bin nur solange hier bis ich einen Weg hier rausfinde? Du bist dümmer als ich angenommen habe und ich werde mich so nicht anpassen, damit es leichter für „uns“ ist. Sein wir doch mal ehrlich du wurdest zum Babysitten verdonnert und wahrscheinlich kannst du dich nicht mal rausreden. Wie lange wird das so gehen? Bestimmt bis ich eine von euch bin nicht wahr? Wir beide wissen, dass das niemals passieren wird. Also werde ich das hier so beschissen wie möglich für dich machen!“ Oh ja er würde sehen was er davon hatte, genauso wie Resa beide verstanden mich nicht und würden es auch nie tun. „Glaub mir ich habe meine Gründe die Regierung zu hassen, nicht nur weil sie drauf los tötet. Sie haben das leben meiner Mutter zerstört, diese dumme Regel das Kinder mi Kräften zum Militär müssen ist einfach abartig. Genau deswegen ist meine Mutter weggelaufen, weil sie nicht wollte das ich hier sein werde. Sie wollte das ich selbst entscheiden konnte was ich als Erwachsener tun und lassen würde. Du kannst das nicht verstehen, immerhin hattest du eine freie Wahl und ich nicht. Du hast dich hierfür entschieden, weil du es wolltest. Aber da draußen gibt es so viele die so sind wie ich, die einfach Pech haben mit solche einer Kraft geboren worden zu sein. Wir müssen das hier machen, niemand kommt drum herum! Ich bin mein ganzes Leben lang vor der Regierung und meinem Vater geflohen, zuerst hatte ich nur was dagegen, dass sie mich zu etwas zwingen was ich nicht tun will. Doch dann habe ich gesehen wie sie wirklich vorgehen und andere Kreaturen einfach töten die sich nichts haben zuschulden kommen lassen. Ich verabscheue euch mehr als alles andere, aber mein Vater hat mir etwas genommen, das ich nie wiederbekommen könne und deshalb hasse ich ihn.“, fauchte ich und ging in die Umkleide, da ich keinen Nerv mehr zum Diskutieren hatte, ich war hungrig und müde und ich war mir sicher, dass der Tag noch nicht vorbei war. Ich setzte mich auf die Bank und vergrub die Hände in meinen Haaren, manchmal wünschte ich mir einfach ein normales Leben, wie jeder andere auch…
avatar
Sonnentänzerin
Oberprima

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Okt 03, 2018 11:43 pm

Raphael Lewis
„Na ja, bis jetzt bist du auch süss und harmlos", sagte ich mit einem kleinen Lächeln. Sie versicherte mir, dass ich nicht sehen wolle, wie sie die Krallen ausführe. „Ich denke, es kommt ganz auf die Situation darauf an", meinte ich und zwinkerte ihr zu. Sie wusste sicher, was ich damit meinte. Kleo schien ja wirklich sehr überzeugt von sich zu sein, dass sie anscheinend eine kleine Killermaschine war. Ich wusste ja nicht, wie ernst sie das meinte oder eben nicht. Gleich darauf irrte ich mehr im Maisfeld umher, als dass ich wirklich eine Ahnung hatte, wo Kleo sich denn versteckte. Sie schien sehr geschickt darin zu sein und ich… wohl eher ungeschickt. Manchmal hörte ich sie sogar lachen, wenn ich in die falsche Richtung lief. Nach einer Weile fragte ich mich wirklich, ob ich mich so doof anstellte. Auf einmal wurde ich plötzlich von ihr umgerissen und wir landeten beide gemeinsam auf den Boden. Sie kniete sich auf meine Brust, bevor sie sich auf den Rücken wälzte. „Natürlich darfst du mich berühren", erwiderte ich sofort, als sie ihre Hände gleich zurückzog. Sie hatte doch sicher gemerkt, dass ich nur einen doofen Spruch hatte machen wollen. Ich hatte ja nicht gesagt, dass es unangenehm wäre. Es war ja nicht so, als wäre sie besonders schwer. So sah sie nicht aus und so schwer war sie tatsächlich auch nicht gewesen. „Ein Ninja, natürlich.“ Ich lachte auf und schüttelte leicht den Kopf. Sie hatte doch selbst im Dinner gesagt, dass sie nicht wirklich etwas mit Kampfsport am Hut hatte. Sie hatte gesagt, dass sie wusste, wie man einem Mann in die Eier trat, aber das war es dann anscheinend auch schon gewesen. „Ja…, so habe ich mich auch gefühlt“, gestand ich und grinste sie an. Ich richtete meinen Oberkörper leicht auf und stützte mich auf meinen Ellbogen ab. „Dabei hätte ich gerne gegen dich gewonnen", zog ich sie auf und zwinkerte ihr zu. Ich setzte mich ganz auf und legte den Kopf in den Nacken. Ja, es war wirklich eine schöne Nacht und dabei hatte sie erst gerade angefangen. Langsam sah ich wieder zu ihr. „Wollen wir dann weiter zu den Wasserfällen?“, fragte ich sie und sah zu ihr hinüber. Diese Frau hatte einfach etwas an sich und ich wollte herausfinden, was e war. Nur würde sich das wohl als schwieriger herausstellen, als dass ich wohl vermutet hatte. Würde ich es überhaupt herausfinden? Ich wusste ja nicht, wie lange sie noch hier bleiben wollte und ob sie mich nach dieser Nacht überhaupt noch sehen wollte. Wie im Dinner bereits konnte ich sie nicht so recht einschätzen. Es gab Frauen, die konnte man problemlos in eine Schublade stecken. Kleo war aber alles andere als so eine Frau und genau das, war das faszinierende.

_________________
Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.
avatar
ɢedαɴĸeɴloѕ
Lehrer

Alter : 19
Anzahl der Beiträge : 1283
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Okt 04, 2018 12:28 pm

Cailan Archer
Dieses Mädchen trieb mich noch zur Weißglut. Reichte es nicht, dass sie mir den Morgen bereits zur Hölle gemacht hatte? Musste sie nun auch noch den gesamten Unterricht sabotieren und mir damit noch mehr Probleme machen? Ich hatte hier die Verantwortung für sie und sie machte es mir alles andere als leicht. Sie schien einfach alles dafür zu tun, dass ich hier noch durchdrehte. Das hier war eine Trainingseinheit und kein Kampf auf Leben und Tod. Sie sollte hier mehr über die Technik zu kämpfen lernen. Über Abwehr und Verteidigung, über Schritte und Griffe. Sie sollte einer Mitschülerin nicht die Augen auskratzen. Sie begriff einfach absolut nicht wieso sie überhaupt hier war. Ihr Vater wollte ihr ein neues Leben zeigen. Sie bekam eine zweite Chance, in der sie nicht vor der Regierung flüchten musste. Sie könnte das Richtige tun. Sie hatte die Chance wieder gutzumachen, was sie ihr Leben über angerichtet hatte und dafür bekam sie nicht einmal eine Strafe. Sie hatte so ein Glück und doch nörgelte sie die ganze Zeit nur rum. Wir hätten sie beim Einsatz genauso gut umlegen können, so viel Schaden wie sie bereits angerichtet hatte. Sie aber schien das alles gar nicht sehen zu wollen. Sie wollte sich bloß aufregen. „Glaub mir, ich will auch, dass du so schnell wie möglich wieder verschwindest. Ich will dich hier genauso wenig haben, aber solange wir aufeinander hocken, könnten wir zumindest versuchen halbwegs zu kooperieren. Je mehr er dir vertraut und je mehr Erfolge er sieht, desto mehr Freiheiten lässt er dir, um abzuhauen.“, erinnerte ich sie zischend. Natürlich konnte sie es uns beiden weiter schwer machen, aber wir wollten beide das Gleiche. Würde Resa mir dafür nicht sämtliche Titel aberkennen, würde ich ihr selbst zur Flucht verhelfen. Je eher sie mich als ihren Aufpasser also loswurde, desto eher konnte sie auch fliehen. Konnte oder wollte sie das nicht begreifen? Ich schnaubte bloß wütend und ließ sie abziehen. Es war mir echt egal, wenn sie jetzt die Beleidigte spielte. Ich ging also erstmal zu Riley und entschuldigte mich bei ihr, dass ich ihr dieses völlig verrückte Gör auf den Hals gehetzt hatte. Ihr Ärger schien kurz verpufft zu sein, als sie mir sagte, dass es schon okay war und sie so eine neue Herausforderung gefunden hatte. Ich lächelte sie kurz dankend an und drückte kurz ihre Schulter, ehe ich sie zurückließ und mich lieber wieder um mein Hauptprojekt kümmerte. Ich ging zum Ausgang der Damenumkleiden und lehnte mich dort an die Wand. Nun kam der wohl mit Abstand unangenehmste Teil des Tages. Als Alexandra dann endlich aus der Umkleide kam, seufzte ich. „Als nächstes steht Nachhilfe auf dem Plan. Du kämpfst stark, aber nicht sauber genug. Glaub mir Technik und Erfahrung machen den guten Kämpfer aus und da du offenbar nicht viel von Technik hältst, brauchst du die Nachhilfe, was für uns beide ziemlich nervig wird, weil Resa mich aufgetragen hat eventuelle Lücken aufzufüllen. Also… tu mir einfach den Gefallen und pass im Unterricht demnächst besser auf, damit wir beide uns diese Nachhilfe später mal sparen können, ja?“
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Sonnentänzerin am Do Okt 04, 2018 2:41 pm

Alex Castillo
Ich saß auf der Umkleidebank und nahm mir mein Wasser, welches ich gierig austrank und mir dann die Haare raufte. Ich war nicht mal eine Woche hier und schon hasste ich meine Entscheidung mich anzubieten. Natürlich würde ich es wieder tun und Apollo retten, doch mir den ganzen scheiß gefallen zu lassen war schrecklich. Es war demütigend, ich war die Anführerin von AGONY und ich beschützte die unschuldigen Wesen vor der Regierung. Hier drinnen war ich eine privilegierte Gefangene, die nun in den Genuss einer Warrior-Ausbildung kam. Was hatte ich doch bloß für ein Glück, den mächtigsten Mann in diesem Dreckshaus, als Vater zu haben? Ich seufzte und dachte über Cailans Worte nach, er hatte dummerweise Recht und ich hasste das. Natürlich würde ich nicht ewig so weitermachen können, wenn ich tun würde was sie wollten, dann bekam ich mehr Freiheiten und mehr Chancen zu fliehen. Ich presste die Lippen aufeinander und dachte an meine Mutter, was würde sie denken, wenn sie wissen würde, was aus mir geworden war? Bestimmt wäre sie nicht glücklich, sie hatte Warrrior nie gehasst, nur die Regierung. Ich wusste nicht mal ob sie für oder gegen Kreaturen war und ob sie es gutheißen würde, dass ich diejenigen beschützte die gejagt wurden. Bestimmt hätte sie gewollt, dass ich mich mit meinem Vater versöhnte und wir nun eine kleine Familie waren. Mit Sicherheit hätte sie auch Cailan gemocht, was ich total doof gefunden hätte, doch meine Mutter mochte jeden Menschen sie war immer positiv gestimmt. Ich denke, deshalb war es einfach sie zu lieben. In den Jahren hatte sie viele Verehrer, doch sie hatte nie mit einem angebändelt, sie war meinem Vater immer treu. Kopfschüttelnd stand ich auf, ich wollte nicht über sie nachdenken, ich musste hier rauskommen und auch wenn ich es hasste, hatte Cailan recht.
Niedergeschlagen stand ich auf wusch mir noch schnell Gesicht und Hände bevor ich wieder rausging und sofort in dieses ätzende Gesicht sah. Als er auch noch die Nachhilfe erwähnte, schloss ich die Augen und stöhnte genervt. Was für ein scheiß, ich war müde und K.O. der halbe Tag war schon um und ich hatte noch nichts gegessen. Wie sollte ich da überhaupt etwas machen? Immerhin war das Frühstück, die Wichtigste Mahlzeit am Tag! „Lass es uns schnell hinter uns bringen ich ertrag deine Hackfresse und Stimme nicht länger.“, knurrte ich und trottete mit ihm in einen Extraraum der Turnhalle, da die anderen weiter trainierten.
Ich schloss die Tür hinter mir und sah den Raum mit den Spiegeln und Matten, es roch nach Gummi und stickiger Luf. Cailan zog seine Schuhe aus, sowie sein Oberteil der Uniform, darunter trug er ein weißes Hemd und ich sah das Symbol von AGONY noch auf seiner Schulter. Ich musste grinsen und zog ebenfalls meine Schuhe aus, bevor ich mich zu ihm gesellte. Wir würden heute einige Figuren aus dem Krav Maga üben, es war eine effektive Nahkampftechnik durch die man gut Feinde entwaffnen konnte und Leute bzw. Kreaturen ausschalten konnte. Zuerst verbeugte man sich jedenfalls beim Training und Wettkampf voreinander bevor es losging. Zuerst zeigte Cailan mir die Grundstellung und -figuren. Ich wiederholte sie ein paarmal einzeln bevor er mir zeigte wie ich jemanden entwaffnete und gleichzeitig die Waffe an mich nehmen konnte. Ich machte es ihm nach und merkte wie die einzelnen Übungen wie eine Choreographie oder eine Art von Tanz übergingen. Wir übten zuerst die Defensive, da diese Taktiken, die waren auf die man aufbaute. Es war wichtig sich zu schützen, dabei spielte die Beinarbeit eine große Rolle, was mir zuerst schwerviel, sodass ich oft auf dem Boden landete und frustriert war. Doch nach und nach erkannte ich seine Angriffe und duckte mich, parierte oder sprang hoch um nicht getroffen zu werden.
Es war anstrengend und ich kam ins Schwitzen, meine Kräfte drosselte ich fürs Training außerdem war ich erschöpft und hungrig, weshalb ich sie eh nicht richtig hätte einsetzen können. Wenn ich ehrlich war, machte es sogar ein wenig Spaß, denn obwohl ich es ungern zugab war Cailan ein wirklich guter Lehrer. Ab und zu machte ich zwar ein paar abwertende Kommentare, aber ansonsten verlief die Nachhilfe ohne größere Probleme. Ich lernte schnell und viel, zwar gewann ich noch nicht bei einem Kampf, was mich sehr missmutig werden ließ, doch dafür, dass ich noch nie Krav Maga angewandt hatten machte ich es wirklich gut Um ehrlich zu sein wusste, ich nicht ob die Lernfähigkeit ebenfalls vererbt wurde, denn dann verdankte ich dies wieder meinem Vater. Ich wunderte mich immer noch wieso er mich nicht hasste, wie alle andere es sicher tun würden? Meine Mutter hatte selten über meinen Vater geredet, nur vor ihrem Tod hatte sie von ihm gesprochen. Sie war traurig, dass ich ihn nie kennenlernen würde, da wir uns so ähnlich waren, beide Sturköpfe und geborene Anführer. Sie hatte ihn geliebt und sich gewünscht, dass wir eine Familie hätten sein können, vielleicht hatte sie es auch bedauert weggegangen zu sein. Sie erzählte mir an dem Abend von ihrem Kennenlernen, ihrer Hochzeit, ihren gemeinsamen Reisen und seinen strahlenden Gesichtsausdruck, als sie ihm erzählt hatte, dass er Vater werden würde. Den Abend hatte ich geweint und mir vorgestellt wie es wären mit beiden Eltern aufzuwachsen, doch dafür zum Militär gehen zu müssen. Im Endeffekt kam raus, dass ich zufrieden war mit meinem Leben, denn ich hatte meine Mutter, zumindest noch. Allein zu sein hatte mir Angst gemacht und machte es immer noch, denn meine neue Familie war weit weg und dass was mein Vater hier versuchte fühlte sich einfach falsch an.
Ich seufzte und bat um eine Pause um mir etwas zu trinken zu nehmen, ich wischte mit einem Handtuch den Schweiß von der Stirn und merkte, dass ich morgen einen höllischen Muskelkater haben wurde. „Ich brauche etwas zu essen, ich hatte kein Frühstück und das Mittagessen ist auch überfällig. Also wenn du nicht willst das ich zusammenklappe, dann gib mir was zu Futtern!“, sagte ich und dehnte meine Beine ein bisschen.

avatar
Sonnentänzerin
Oberprima

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Okt 05, 2018 10:10 am

Cailan Archer
Ich war genauso begeistert von dieser blöden Nachhilfe wie sie. Ich wollte das genauso wenig. Es war eine extrem beschissene Idee von Resa gewesen mich das machen zu lassen. Wir würden die nächsten Wochen ja nun wirklich oft und lang genug aufeinander hocken. Ich musste dann doch nicht gezwungenermaßen noch nach dem Unterricht ihren Babysitter spielen, oder? Wir konnten einander nicht leiden, auch wenn Resa es gern so hätte. Sie war diejenige, die uns schon seit geraumer Zeit extreme Schwierigkeiten beim Ausüben unseres Jobs bereitete. Das verzieh ich ihr sicher nicht so schnell, nur weil sie Resas Tochter war. Im Gegenteil. Gerade sie sollte es doch besser wissen. Durch ihre Behinderung unserer Arbeit, waren Monster entkommen und unschuldige Menschen hatten sterben müssen. Das war unverzeihlich, aber Resa hatte ihr das alles einfach so vergeben und ihr eine Chance gegeben, die sie sich nicht verdient hatte. Also ja: ich konnte es kaum erwarten, dass sie endlich wieder verschwand, aber das würde sicher nicht unter meiner Aufsicht passieren. Ich seufzte tief und zog mir die schwere Uniformjacke von meinen Schultern, ehe ich diese über eine der Bänke in der Halle legte. Ich ging mit ihr auf die Matte und war überrascht, dass sie nun doch endlich mitarbeitete. Sie konnte zwar ihr vorlautes Mundwerk nicht halten und nervte mich schrecklich mit ihren halbherzigen Beleidigungen, aber das ignorierte ich gekonnt. Je reibungsloser das alles hier klappte, desto eher wäre ich sie wieder los und das schien sie wohl nun endlich auch begriffen zu haben. Ich startete also mit Krav Maga. Das würde sie dieses Schuljahr als erstes beherrschen müssen. Sie gab sich Mühe, also begriff sie auch schnell und stellte sich gar nicht mal so dumm an. Ihre Technik war sauber und koordiniert, dabei hätte ich von einer Straßenkämpfern anderes erwartet. Ich war zufrieden mit ihr. Sie ließ ihre Sprüche sein und machte einfach mit. So war es mir wesentlich lieber. Irgendwann aber brauchte sie eine Pause. Logisch, sie hatte das Frühstück heute Morgen verpasst. „Wenn du demnächst Frühstück willst, musst du dich vor dem Unterricht in der Kantine melden. Der Luxus ist jetzt erstmal vorbei.“ Vorher hatte man ihr sicher Essen ins Zimmer gebracht. Ich wusste es nicht, ich hatte ja auf der Krankenstation gelegen. „Aber es ist gleich Mittagszeit. Wir können also für heute aufhören.“, erklärte ich ihr und nahm mir selbst eine Wasserflasche und meine Jacke. (Sorry… auf der Arbeit werden die nicht besser >.<)
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1183
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 5 von 11 Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 9, 10, 11  Weiter

Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten