The secret warriors (RPG)

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The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Di Sep 04, 2018 8:36 pm

Name des RPGs» The Secret Warriors

Wem gehört das RPG»
Hallo alle miteinander! Dieses RPG gehört mir (Skyfall), also wenn ihr mitmachen wollt oder Fragen habt, meldet euch bei mir Smile

Story»
Wir leben in einer dystopischen Welt im 21. Jahrhundert. All die Geschichten, die wir unseren Kindern als Gute-Nacht-Geschichten oder einander bei Campingausflügen am Lagerfeuer erzählen, sind wahr. Die Regierung weiß Bescheid über die Kreaturen, die unter uns leben und versucht mit allen Mitteln die Geschöpfe der Nacht von den Menschen fernzuhalten. Egal was es kostet.

Damals.
Bis vor einigen Jahrzehnten wusste die Menschheit nichts davon. Dunkle Kreaturen lebten unter uns und waren so gut integriert, dass sie für uns kaum bemerkbar waren. Hier und dort gab es mal einen ungelösten Mordfall, seltsame Tierangriffe oder Bootsunfälle, aber nie hatte sich jemand etwas daraus gemacht. Nicht bis die Regierung auf etwas Ungewöhnliches gestoßen war. Ein riesiges Schiff der Navy wurde auf hoher See wie aus dem Nichts zum Kentern gebracht, Truppen der Army kehrten nicht mehr aus den Wäldern zurück und die Spezialkommandos, die nachts die Felder durchkämmten, verschwanden. Es blieb nichts von ihnen zurück, bis eines Tages die Kamera eines Kadetten auf dem Meeresgrund gefunden worden war und geborgen werden konnte. Die Aufnahmen zeigten Menschen mit Fischschwänzen, die das Schiff überfielen. Sofort setzte die Regierung sämtliche Forscher und Experten-Teams an die Aufnahmen, um ihre Richtigkeit zu überprüfen und nachdem bestätigt worden war, dass es sich nicht um gefälschte Aufnahmen handelte, wurde geforscht.
Jahrelang setzte die Regierung geheim Forscher darauf an die Meere zu erkunden und sie wurden fündig. Über die Jahre hinweg sammelte die Regierung weitere Informationen. Sie erfuhren von den Vampiren, den Werwölfen und den anderen Kreaturen, die unter den Menschen wandelten und begannen dann, sie mit den Mordfällen und Unfällen in Verbindung zu bringen. Die Soldaten und Polizisten wurden informiert, aber sonst wurde dieses Wissen der Öffentlichkeit vorenthalten, um eine Massenpanik zu verhindern. Es wurde Gang und Gebe, dass die Polizisten gegen jegliche Art von Verbrecher n ausgestattet wurde, das Militär wurde speziell ausgebildet und kurz darauf begannen die ersten Experimente.
Zuerst waren es nur Waffen, die man herstellte. Man baute Bomben und spezielle Schusswaffen, doch es gab noch zu viele Tode im Kampf gegen das Übernatürliche zu beklagen. Immer mehr Soldaten und Polizisten griffen Vampire und Werwölfe an und verloren dabei ihr Leben. Also begannen die Forscher ihre Experimente an Menschen fortzuführen. Ziel war es die Menschen zu stärken, damit sie dem Übernatürlichen gewachsen waren. Kurz darauf wurde dann an menschlichen Waffen gearbeitet. Es dauerte Jahrzehnte, bis richtige Erfolge erzielt wurden. Die Forschung belief sich auf Genmanipulation. Die Regierung arbeitete an der DNA lebender Menschen und veränderten sie so, dass die Menschheit einen Vorteil gewann. Natürlich konnten die Forscher die Gene der übernatürlichen Wesen nicht knacken, aber sie entwickelten ihre eigenen Formeln und erschufen so Menschen mit besonderen Fähigkeiten - die sogenannten Warriors, wie die Regierung sie nannte. Zu den erzielten Fähigkeiten gehörten extreme körperliche Stärke, Telekinese, Telepathie, Unsichtbarkeit und Präkognition. Diese Gaben wurden im Militär als Waffen eingesetzt, um die unschuldigen Bürger vor den grausamen Kreaturen zu schützen.

Heute.
Die Menschen.
Für die Menschen sieht die Welt aus wie immer. Der normale Bürger weiß nicht von den übernatürlichen Wesen, die unter ihnen leben und genauso wenig von den Machenschaften der Regierung und des Militärs. Sie leben ihr Leben ganz normal weiter, gehen arbeiten oder zur Schule, führen ihren Hund Gassi oder veranstalten Grillpartys mit Freunden und Nachbarn.

Die Regierung/Das Militär/Die Warriors.
Die Menschheit wird im Dunkeln gelassen, während Soldaten, Polizisten und die Regierung eingeweiht sind. Nur wenige Familien wissen Bescheid und nur wer sich freiwillig zum Militärdienst meldet und einen lebenslangen Eid schwört, wird eingeweiht. Fast jeder Soldat, der sich dazu bereit erklärt, wird im Labor mit der Gentherapie behandelt und verwandelt sich in einen Warrior mit künstlich erzeugten Kräften. Das Militär besteht also fast hauptsächlich aus Menschen mit künstlich erzeugen Fähigkeiten, die von der Regierung angeleitet werden. Durch die Genmanipulation sind bereits folgende Fähigkeiten zu beobachten gewesen:
Telekinese, Telepathie, Unsichtbarkeit, Präkognition und unmenschliche, körperliche Kraft. Es sind alles psychische Fähigkeiten.
Aber nie konnte ein Soldat mehr als eine Fähigkeit erlangen. Aber beachtet! Gene werden vererbt. Wer sich also für dieses Programm meldet, riskiert, dass seine Kinder ebenfalls Kräfte besitzen können und die Regierung behält sich vor diese Kinder als ihr „geistiges Eigentum“ anzuerkennen und zum Pflicht-Dienst im Militär einzuziehen. Es ist also durchaus möglich, dass die Kinder von Soldaten diese Fähigkeiten erben.

Das Übernatürliche.
Die Natur zeugte Kreaturen wie Vampire, Hexen, Meerjungfrauen oder Werwölfe. Sie existieren schon seit Jahrhunderten, Jahrtausenden! Sie sind Bestandteil der Welt und wollen nichts Anderes als ihr Leben zu leben. Natürlich brauchen sie dafür gewisse Dinge und ein Mord ist manchmal nicht zu vermeiden, aber so ist der Lauf der Natur. Vampire töten für Blut, Werwölfe haben sich an Vollmond nicht unter Kontrolle und Meerjungfrauen dürstet es nach dem Fleisch der Seemänner und Matrosen. Hier ein kurzer Überblick über die übernatürlichen Wesen, die unter uns weilen:

- Vampire
Die Vampire sind genau wie wir sie uns vorstellen. Sie sehen aus wie normale Menschen, aber sie sind unsterblich und brauchen Blut, um zu überleben. Vampire sind unmenschlich stark und wahnsinnig schnell, was sie zu unglaublich guten Jägern macht. Die Vampire können auch essen wie normale Menschen, aber sie wandeln nicht im Sonnenlicht, da sie darin verbrennen, was sie leicht enttarnen lässt. Töten kann man einen Vampir, indem man einen Pfahl durch sein Herz sticht, ihn köpft oder verbrennt. Ein Vampir entsteht, wenn ein Mensch mit Vampirblut im Organismus stirbt. Ein Vampir ist also genau genommen tot und kann deshalb auch keine Kinder zeugen.

- Werwölfe
Werwölfe stehen unter einem Fluch. Das Werwolf-Gen wird von Generation zu Generation weitergegeben, aber auch wer gebissen wird, wird zum Werwolf. Man kann also so geboren werden oder zu einem gemacht werden - was also bedeutet, dass Werwölfe sich im Gegensatz zu Vampiren fortpflanzen können und sterblich sind. Ein Werwolf verwandelt sich nur an Vollmond in einen Wolf und kann die Verwandlung und alles, was er währenddessen tut, nicht kontrollieren. Abseits des Vollmonds ist ein Werwolf menschlich, ist aber immer noch deutlich stärker, schneller und gefährlicher als ein Mensch es ist. Zudem können sie sich dennoch in eine Art Zwischenzustand verwandeln, wodurch sie zumindest Kontrolle über ihre Klauen und ihre Reißzähne haben.

- Hexen
Hexen können - wie man sicher schon vermutet - zaubern. Viele Hexen schreiben ihre Zaubersprüche in Bücher und dokumentieren jeden Fluch und jeden Zauber, den sie jemals ausgesprochen haben, wodurch eine lange und sehr alte Tradition herrscht. Jeder Zauber aber verlangt auch einen gewissen Tribut. Es braucht also gewisse Opfergaben, um etwas aus dem Nichts zu erschaffen, während das Verzaubern bereits vorhandener Dinge kein Opfer fordert. Es verläuft nach dem Gleichgewichtsprinzip. Man kann einen Baum wachsen lassen, wenn man Wasser und Dünger hat, aber um einen Todesfluch aufzubauen, braucht es eine Opfergabe. Hexen sind ehrenvoll und sorgen dafür, dass das Gleichgewicht in der Welt erhalten bleibt. So sind sie zum Beispiel der Grund, dass Vampire nur nachts herauskommen können und dass die Werwölfe nur an Vollmond ihre volle Kraft besitzen. Hexen sind der Anker des Übernatürlichen und der menschlichen Welt. Sie sorgen dafür, dass alles so geschieht wie die Natur es voraussetzt. Die künstlich erzeugten, psychischen Kräfte der Warriors sind demnach also etwas, das die Natur nicht vorgesehen hat und dem die Hexen mehr als kritisch nachsehen.

- Meerjungfrauen/Meermänner
Der wohl interessanteste und am wenigsten bekannte Teil. Man kennt Meerjungfrauen aus Kindergeschichten, aber keinesfalls sind die Wassermenschen so süß und freundlich wie die kleine Meerjungfrau Arielle. Die Meerjungfrauen und Meermänner können auf zwei Beinen laufen, aber auch im Wasser leben. Bei der Berührung mit Wasser verwandeln sich ihre Beine in einen Fischschwanz, der es ihnen möglich macht unter Wasser zu atmen. Auch sie können sich fortpflanzen und sind sterblich, aber genauso wie die Vampire haben sie Gelüste. Sie ernähren sich hauptsächlich von Fischen, aber begegnen sie einem Schiff auf offenem Meer, können sie nicht widerstehen die Männer und Frauen an Board unter Wasser zu zerren und sich von ihnen zu ernähren wie es Haie tun. Das ist für sie ein Leichtes, da sie durch ihren lieblichen Gesang eine Art Trance bei den Menschen auslösen. Die Matrosen folgen ihnen also freiwillig und ohne Angst ins Wasser und lassen sich mitziehen.


Steckbriefvorlage»
Jetzt seid ihr an der Reihe. Überlegt euch wie euer Chara aussehen soll. Möchtet ihr einen bösen, mächtigen Vampir erschaffen? Wollt ihr als Wassermensch das offene Meer unsicher machen? Arbeitet ihr als Warrior für die Regierung und kämpft gegen die grausame Natur? Oder seid ihr ein unwissender Mensch, der gar nicht weiß wie ihm geschieht? Werdet kreativ! Ich bin mir sicher es werden ein paar spannende Stories entstehen!

Username:
Charaktername:
Geschlecht:
Aussehen: Nur mit Link!
Alter: Bei Vampiren auch ewiges Alter
Wesen: Warrior, Vampir, Werwolf, Hexe, Meerjungfrau/Meermann, Mensch
Gabe: Nur bei den Warriors!
Vorgeschichte: Was hat euer Chara bisher erlebt?
Sonstiges: Alles, was ihr noch erwähnen möchtet Wink


Regeln»
1. Es gelten die Allgemeinen RPG-Regeln.
2. Schreibt mindestens einmal pro Woche. Bei längerer Abwesenheit wird Bescheid gegeben
3. Es wird in Ich-Form geschrieben.
4. Es steht immer der Name eures Charakteres über dem Post.
5. kein Streit & Beschimpfungen, außer es gehört zum RPG
6. wenn euer Chara spricht, dann in Gänsefüßchen setzen:“Hallo mein Name ist ….”
7. wenn euer Chara nachdenkt oder sonstiges, es deutlich hervorheben oder so schreiben: //Wo muss ich nochmal hin?//
8. Alles was nicht ins RPG gehört in Klammern setzen! (Ich muss off)
9. Keine Ein-Satz-Posts!
10. Habt Spaß Wink


Zuletzt von Skyfall am Di Sep 25, 2018 8:49 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Sep 04, 2018 9:12 pm

[Würde mir gerne einen Charakter erstellen. Hätte jemand Lust zu schreiben?]

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Mi Sep 05, 2018 6:12 pm

Jules Ivory
„Juli, Schätzchen, bitte überleg es dir doch mal. Ruf deinen Vater an und sprich mit ihm darüber. Ich halte das für keine so gute Idee.“, murmelte meine Mutter besorgt am Frühstückstisch und ich seufzte. „Wieso sollte ich ihn anrufen? Er geht… nicht ran. Und wenn, dann wird er mir keinen vernünftigen… keinen vernünftigen… uhm… Rat geben können. Er kennt seine eigene Tochter doch kaum. Er hat keine Ahnung… was das Beste für mich wäre.“, stammelte ich genervt und schmiss die Klappe der Spülmaschine wohl ein wenig zu fest zu. Die ganze Arbeitsplatte vibrierte und ließ das Geschirr in den Schubladen klappern. Shit. Ich hatte das mit meiner Motorik immer noch nicht so raus. Das war auch genau der Grund weshalb meine Mutter so besorgt war. Ursprünglich war es mein Plan gewesen Kunst zu studieren. Ich zeichnete für mein Leben gern, aber nach dem Unfall war ich fast anderthalb Jahre im Koma gewesen und hatte währenddessen unweigerlich mein Studium abbrechen müssen. Seit dem Unfall waren drei Jahre vergangen, anderthalb davon ohne dass ich sie gelebt hatte und die restlichen anderthalb waren für mich die pure Qual in der Reha gewesen. Ich war immer noch nicht topfit. Ich hatte starke Probleme damit die Wörter über meine Lippen zu bringen, die ich sagen wollte. Es lag mir auf der Zunge, aber mein Gehirn schaffte es nicht die richtigen Worte mit den Bildern in meinem Kopf zusammenzubringen. Und meine Motorik? Die konnte ich ganz in die Tonne kloppen! Ich konnte nicht einmal mehr einen Pinsel zwischen den Fingern halten. Meine Hände zitterten permanent, weshalb viele glaubten ich hätte Parkinson oder sowas, aber es war ein Defekt in meinem Gehirn, der es mir unmöglich machte meine Hände so zu koordinieren wie ich es gern wollte. Ich hatte seit drei Jahren nicht mehr gezeichnet, aber dennoch arbeitete ich nur darauf hin. Meine Eltern wollten, dass ich ein anderes Studium wählte. Sowas wie Wirtschaft oder Mathematik - Dinge, für die ich meine Hände nicht brauchte - aber ich wusste genau, dass ich damit niemals glücklich werden würde. Also wartete ich. Ich würde wieder Kunst studieren und bis dahin wollte ich mich heute in einem kleinen Café versuchen. Ich konnte nicht den ganzen Tag nur im Haus sitzen. Ich musste auch mal rauskommen und ein Job würde mir sicher gut tun. Allerdings glaubte meine Mum das nicht. Verständlich. Ich wusste selbst nicht, ob ich es schaffen würde die Becher von der Maschine bis zum Tresen oder gar bis zu den Tischen zu tragen, aber ich hätte mir eher Zuspruch von meiner Mutter gewünscht als Entmutigung. Egal. Ich würde es versuchen. Zu verlieren hatte ich ja nichts. Als ich dort ankam, war ich schon recht nervös. Ich hatte mich bloß online beworben und nichts von meinem kleinen… Problemchen gesagt. Die Sprüche konnte ich auswendig lernen. Bekannte Sätze gingen mir leichter über die Lippen als andere. Das erklärte ich auch sofort, als mich der Geschäftsleiter skeptisch ansah. Er machte sich Sorgen wegen meiner Hände. Natürlich. Wie sollte es auch anders sein? Ich versicherte ihm, dass ich mein Bestes geben würde und es sicher hinbekam, woraufhin er mir wohl eher aus Mitleid den Probetag gab. Ich legte mir also die Schürze um, band meine braunen Locken zu einem Zopf und ließ mir von einer angestellten die Bedienung der Kaffeemaschinen zeigen. Soweit so gut. Ich schlug mich an der Kasse recht gut mit den Kundengesprächen, da ich zu Hause vorm Spiegel gut geübt hatte. Diese Etappe hatte ich also geschafft. Das Bedienen der Maschine ging mir auch leicht von der Hand. Ja, ich konnte ein paar Köpfchen drücken. Das bekam ich hin. Dann blieb nur noch meine wohl größte Sorge. Die Tassen für die Besucher bekam ich einzeln recht gut zu Tisch getragen. Hier und da schwappte ein wenig etwas über, aber die Kunden blieben zumindest trocken. Nach ein paar Erfolgen allerdings kam die erste To-Go-Bestellung. Ein schwarzer Kaffee mit einem Würfel Zucker. Ich schob den Pappbecher unter die Maschine, ließ den Kaffee durchlaufen und sah mich dann um, aber hinter der Theke war kein anderer Verkäufer, der mir hätte helfen können den Becher zum Tresen zu tragen. Es waren nur wenige Meter. Ich musste ihn nur nehmen, mich umdrehen, drei Schritte machen und ihn abstellen. Nochmals sah ich mich um, aber alle schienen beschäftigt zu sein, sodass ich mir auf die Unterlippe biss und meine zitternden Finger um den Becher legte. Mein ganzer Unterarm zuckte vor Anspannung, während ich mich umdrehte und die wenigen Schritte zum Tresen machte und dann mit der rechten Hand abrutschte, sodass mir der brühend heiße Kaffee direkt über die Finger lief und ich den Becher vor Schreck sofort losließ. Der Kaffee spritzte durch die Gegend, lief über den Tresen und bespuckte in einem Schwall den Kunden vor mir. Panik durchlief mich, während ich meine verbrannten Finger mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Schürze drückte, wo sie nur munter weiterzitterten. „Ohh… es tut… uhm… tut…“ Fuck! Ich griff nach einem Lappen und versuchte den heißen Kaffee aufzuwischen, aber meine Hände schienen mir gar nicht mehr gehorchen zu wollen. Zum Glück - oder auch zu meinem Pech - kam der Geschäftsleiter hinter mir zu Hilfe. „Es tut ihr leid, wollte sie sagen. Nicht wahr?“, ergänzte er freundlich und ich biss mir nickend auf die Unterlippe. „Ja… tut mir.. leid.“, wiederholte ich seine Worte, die mir eben einfach nicht über die Lippen hatten gehen wollen. Ich sah hoch zu dem Mann, der mitleidig das Gesicht verzog und den Kopf schüttelte. Alles klar. Das war dann wohl meine Chance gewesen. Ich seufzte, löste kommentarlos den Knoten der Schürze und legte sie ihm auf den Tresen, ehe ich peinlich berührt zu den Kundentoiletten lief und meine verbrühten Finger schnell unter kaltes Wasser hielt. Schlimmer hätte dieser Tag wohl nicht werden können.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Ashes. am Do Sep 06, 2018 12:45 am

Jackson „Jax“ Kiyoshi Fowler
Der Mann war ein Rätsel. Ein Mysterium. Ein Geist. Seit meiner Flucht aus Japan hatte ich versucht ihn aufzuspüren. War durch die Welt gereist und hatte nach einem Lebenszeichen dieses Mannes gesucht. Und trotzdem stand ich heute noch dort, wo ich vor neun Jahren anfing – ich hatte nichts. Keinen Namen, keine Ahnung, wo er sich zur Zeit aufhalten könnte, keine Freunde oder Familienangehörige, keine ehemaligen Adressen oder Einträge in irgendwelchen behördlichen Akten. Nach dem Techtelmechtel mit meiner Erzeugerin schien er wie vom Erdboden verschluckt worden zu sein. Er mochte zwar ein Werwolf sein, doch auch diese konnten sich verdammt nochmal nicht unsichtbar machen und unbemerkt unter uns weilen! Er musste seine Wohnung verlassen, um alltägliche Dinge zu erledigen. Und irgendjemand musste ihn irgendwann dabei gesehen haben. Aber wo zur Hölle fand ich diese Person, die mir den bahnbrechenden Hinweis lieferte? „Fuck!“, rief ich aufgebracht und fuhr mir mit den Händen durchs Haar. Die ältere Dame am Tisch neben mir warf mir einen vernichtenden Blick zu, den ich mit einer Handbewegung abtat. Wenn sie so auf ihre Ruhe bedacht war, sollte sie sich vielleicht nicht in eine öffentliche Bibliothek zurückziehen, in der man auf andere Menschen treffen könnte, die möglicherweise ihre Gefühle zeigten. Ich verdrehte die Augen, ehe ich den Blick wieder auf den Bildschirm vor mir richtete. Warum ich hier war und mich mit alten Schrullen rumärgerte? Falls mein Vater jemals darauf aufmerksam wurde, dass jemand nach ihm suchte, würde er wahrscheinlich wissen wollen, wer sich so sehr für ihn interessierte. All die Spuren würden zu dieser Bücherei zurückführen, in der täglich mehrere Hundert Menschen ein- und ausgingen. Niemand würde auf die Idee kommen, dass ich dahintersteckte. So war zumindest der Plan. Ich sah hinab zu der kleinen Zeitanzeige. Es war schon … sechs Uhr? War ich nicht abends hergekommen? Hatte ich etwa die ganze Nacht hier gesessen und verbissen nach diesem Kerl gesucht? Gott, irgendwann würde ich noch den Verstand verlieren. Erschöpft fuhr ich den PC hinunter, ehe ich meine Dinge zusammenklaubte und die Bibliothek verließ. Ich brauchte Kaffee. Seitdem ich den meisten illegalen Substanzen abgeschworen hatte, war Kaffee meine neue Droge. Kaum ein Tag begann ohne eine Tasse des schwarzen Goldes. Außerdem musste ich in drei Stunden wieder auf der Arbeit sein – ich musste also schnell wach werden, wie auch immer ich das anstellen würde.
Kurze Zeit später hatte ich ein kleines Café gefunden, das mit Kaffee aus irgendwelchen speziellen Bohnen warb, die wohl besonders stark sein sollten. Hoffentlich hielten sie ihr Versprechen. Schlecht gelaunt reihte ich mich hinter einer jungen Frau ein, die lautstark in ihr Telefon brüllte und meine schon gereizten Nerven weiter strapazierte. Himmel, wie konnte man nur so furchtbar nervig sein … und das noch am frühen Morgen … Augenrollend schob ich die Hände in die Hosentaschen und starrte an die Decke, bis ich endlich an der Reihe war. Kaffee mit Zucker. Weitere Minuten vergingen. Was dauerte nur so lange? Meine Bestellung war sicherlich nicht aufwendig. Endlich drehte sich die Kleine mit einem Becher in der Hand um und mir stieg der einladende Geruch eines frisch aufgebrühten Kaffees in die Nase. Zufrieden machte ich einen Schritt nach vorne. In diesem Moment ließ die Bedienung den Becher fallen, sein Inhalt verteilte sich über der Theke und landete größtenteils auf mir. Anstatt sich zu entschuldigen, bekam die Kleine nicht mal einen geraden Satz auf die Reihe und perplex auf ihre Hände starrte. Gut, vielleicht hatte sie sich verbrannt, aber ich hatte den ganzen Scheiß auf dem Hemd! Gereizt zerrte ich mir das Jackett von den Schultern und ließ das Hemd folgen. Es war mir völlig egal, ob ich halbnackt in einem Café stand, es war nass und heiß! „Was ist das hier überhaupt? Ist das irgend so eine Inklusionsscheiße? Ist Ihre Bedienung Teil einer Minderheit, die hier arbeiten muss? Da würde ich mir nochmal Gedanken drüber machen, die ist doch vollkommen unfähig!“, beschwerte ich mich, während ich versuchte mit Serviette meine Brust zu trocknen. Klasse, nun musste ich noch vor der Arbeit nach Hause und duschen! „Denken Sie sich was aus, so werde ich sicher nicht auf die Straße gehen. Und Ihrer Angestellten würde ich sofort kündigen, so etwas darf nicht passieren! Gott, dieser Tag ist doch einfach nur beschissen!“ Knurrend drehte ich mich von dem Typen weg. Hoffentlich war er auch ihr Chef und nicht irgendein Kerl, der ausverstehen hier arbeitete. Ich hätte einfach direkt nach Hause gehen sollen – so hätte ich mir wenigstens dieses Debakel erspart.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Sep 06, 2018 6:36 pm

Jules Ivory
Wimmernd rieb ich mir den Kaffee von den roten Fingern. Der Kaffee war frisch aufgebrüht und knochenheiß gewesen. Durch den Schock hatte ich den Schmerz durch die Verbrennung erst kaum gespürt, doch jetzt, wo ich allein ins Klo geflüchtet war, spürte ich sehr deutlich wie arg ich mich verbrannt hatte. Meine Finger waren komplett rot, während ich sie unter das kalte Wasser hielt. Allerdings kamen wir wohl nicht nur deswegen die Tränen. Klar, es tat höllisch weh, aber viel schlimmer hatte mich dieses Sackgesicht am Tresen verletzt. Ich hasste mich dafür diesem fremden Menschen so viel Macht über mich zu geben, aber seit dem Unfall und seitdem ich unter diesen Folgen litt, war ich bloß noch unsicher. Dieser Ausbruch - der ja nun mal wirklich total übertrieben gewesen war - war wie ein Messerstich direkt in mein Herz gewesen. Das hätte doch jedem passieren können! Jeder hätte einen Becher umschmeißen oder fallen lassen können, das war ja nun wirklich kein Verbrechen! Er aber hatte herumgeschrien und die Aufmerksamkeit aller auf sich gezogen, als hätte ich versucht ihn mit ein wenig Kaffee umzubringen! Ihm war das Zeug immerhin nicht direkt über die Finger gelaufen. Ich schniefte und rieb meine Stirn gegen meinen Oberarm, um mir die losen Strähnen aus dem Gesicht zu streichen, das schon nass vor Angstschweiß und Tränen war. Mum hatte wohl Recht gehabt. Ich hätte es gar nicht erst versuchen sollen. Es war ja klar gewesen, dass ich scheiterte, oder? Ich zupfte ein paar Papierhandtücher aus dem Spender und rückte ganz nah an die Wand und weg von den Spiegeln, als ein Kunde durch die Tür kam. Stillschweigend wartete ich, bis sie in einer der Kabinen verschwand, ehe ich mir im Spiegel die Tränen vom Gesicht wischte und mein Make-up ein wenig in Ordnung brachte. Ich wollte nicht auch noch verheult aussehen. Ich atmete tief durch, schob die zitternden Hände in die Bauchtasche meines Hoodies und trat wieder nach draußen, nachdem ich mein restliches Selbstbewusstsein zusammengenommen hatte. Der Arsch war zum Glück schon weg, sodass ich mich nur noch dem Geschäftsleiter stellen musste, der mir wenigstens ein bisschen sanfter eine Abfuhr erteilte. Auf dem Weg nach Hause, im Bus, wurde ich wieder zum Spektakel, als ich wieder anfing ein wenig zu heulen. Als mich dann ernsthaft einer der Fahrgäste auch noch anstarrte, war es zu viel für mich und ich keifte ihn an, ob er nichts besseres zu tun hätte als so ein Rüpel zu sein. Danach mieden mich die Leute, doch das war mir nur Recht. Ich richtete den Blick aus dem Fenster und hatte mich bis zu meinem Haus soweit wieder gefasst, dass die Tränen getrocknet und meine Augen wieder ein wenig abgeschwollen waren. Auf Mums Frage wie es gelaufen sei, antwortete ich nur, dass ich den Job nicht hatte und verschwand dann nach oben. Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet den Job heute zu bekommen und ich hatte noch eine lange Liste von Dingen, die ich versuchen wollte. Ich würde mir nicht von diesem Wichser am Tresen den Mut nehmen lassen. Also setzte ich mich sofort wieder an die Bewerbungen dran, schickte neue raus und wartete drei Tage, ehe ich telefonisch nochmal die Stellen abklapperte und nachfragte. Ich hielt es in diesem Haus nicht mehr aus! Ich wollte endlich wieder etwas tun und mich nützlich fühlen. Für die meisten Bewerbungsfristen war ich schon zu spät, aber eine Stelle schien dann aber doch gewillt zu sein mich zu einem Gespräch einzuladen und mir einen Probetag zu geben, weil ich durch mein ständiges Nachfragen eine Art Engagement zeigte. Das war zwar ein anderes Wort für nervig, aber ich war um jede Chance froh, die ich bekam. Es war ein Bürojob, also würde ich nur wenig Kundenkontakt haben und meistens eher E-Mails oder Briefe schreiben. Die Kundengespräche und Meetings würden die Angestellten übernehmen - immerhin bewarb ich mich nur als Assistentin und würde nur den ganzen Kleinkram erledigen. Am nächsten Tag nahm ich meine Chance also wahr, fuhr mit dem Bus wieder ein ganzes Stück bis zum Büro. Diesmal hatte ich mir wirklich besonders viel Mühe gegeben. Ich wusste, dass ich die meisten wohl kaum mit meinem Gestammel oder meinen zittrigen Händen überzeugen konnte. Ich versuchte also einen solideren Eindruck zu machen, indem ich einen dunkelblauen Hosenanzug wählte, obwohl das vermutlich völlig übertrieben für das kleine Büro war, wie mir auffiel, als mich ein netter Herr im lockeren Jackett empfing. Er ging mit mir in einen kleinen Besprechungsraum und schien etwas stutzig zu sein, als ich bei ein oder zwei Fragen mit den Worten stockte, da ich diese Antworten nicht zu Hause vorm Spiegel geübt hatte. Ich erklärte ihm also, dass ich einen Unfall gehabt hatte und Probleme mit Motorik und Sprache hatte, das aber keine Einschränkungen auf meine gestrige Kompetenz nahm. Er schien also natürlich ein wenig skeptisch zu sein, aber auch er gab mir die Chance auf einen Probetag und begann erstmal damit mir meinen Arbeitsplatz zu zeigen. Es war ein eigenes Büro mit Schreibtisch am Eingang, direkt neben dem Sekretariat. Von hier aus führte mich Mr Mahoni also weiter und begann mir die Mitarbeiter vorzustellen. Dafür dass er sich nicht sicher war, ob er mich einstellen würde, gab er sich jedenfalls schon mal ziemlich viel Mühe…
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Do Sep 06, 2018 6:56 pm

• Alenia .
[Link oben] Gedankenverloren steckte ich mir das Trinkgeld in die Schürze und stellte die Teller aufeinander. „Sophie könntest du dich um Tisch drei kümmern?“, gab ich nach hinten weiter ehe ich die Teller an ihr vorbei balancierte und auf den Tresen stellte. Ich zupfte an meinen Handschuhen die mich davon abhielten, mit reglichen Flüssigkeiten in Kontakt zu kommen. Abwachsen hatte sich schon immer als eine Herausforderung herausgestellt, doch Gott sei Dank war der Laden hier so veraltet, dass es so etwas wie eine Spülmaschine nicht gab. Wir konnten Froh sein, dass wir die Kundschaft die wir hatten halten konnten und mittlerweile kannte ich jeden der hier ein und aus ging mit nahmen. Es waren die Leute, die nicht sonderlich viel Welt auf technologie hielten und her kamen, weil sie sich bei mir oder Sophie die Sorgen von den Schultern quatschen konnten und gelegentlich ein aufbauenedes lächeln von uns bekamen. Ich arbeitete seit ich denken konnte bei „The East“. Sam Eastwood, der Inhaber war ein sehr alter freundlicher Mann, der alles für seinen Laden gab. Er war allein und behandelte mich wie seine eigene Tochter. Ich konnte mich immer auf ihn verlassen. Selbst wenn es gelegentlich auch zuviel war. Er hatte Verständnis für mich. Selbst wenn ich selbst ihm mein wohl größtes Geheimnis nicht erzählen durfte. Sophie war mittlerweile so etwas geworden, was man unter den Menschen „Freundin“ nannte. Selbst wenn sie diesen Job nur machte, um sich ein wenig Geld für sich unter der Hand zu verdienen und wir uns nur während unserer Schichten sahen. Ich hatte Früh genug gelernt die Leute nicht zu verurteilen und niemand hier hielt mich für einen Freak, weil ich mich weigerte ohne Handschuhe abzuwaschen oder ich eine Schürze trug. Es ging mir darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Sich ein wenig menschlicher zu fühlen. Ich blickte vom Tresen aus über die Überschaubare Menge an Gäste die sich unterhielten. Ich lächelte als Sophie einen der Tische abwischte und sich zu mir gesellte. “Wie sieht dein Wochenende aus Prinzessin?“ Prinzessin. So nannte sie mich seit dem wir uns kannten. Vermutlich glaubte sie, dass meine Allüren irgendetwas damit zu tun hatten, dass ich eitel war. Solange es mich jedoch schützte, sollte sie das glauben. Es spielte keine Rolle. Sie wusste genauso wenig über mich, wie ich über sie. Außer das sie mich gelgeneltich mit ziemlich vielen Männer Geschichten vollquatschte. „Naja, ich denke ich werde lesen und mir einen netten Abend zuhause machen. Das übliche.“ Sie lachte. Musterte mich jedoch mit leicht skeptischen Augen. Wir hatten diese Unterhaltung nicht zum ersten Mal, doch trotzdem kam es mir immer wieder so vor, als würde sie mir diese Tatsache nicht glauben. „Wie jedes Wochenende. Sag mal Alenia, du bist so ein hübsches Ding. Wie wäre es denn mal mit rausgehen? Am Leben Teilnehmen? Einen netten Prinzen kennen lernen?“ Auf ihr Gesicht, schmunzelte ich und rollte mit den Augen. „Sehr witzig.“ Dabei wusste ich, dass sie diese Worte nicht einfach nur so aus Spaß gewählt hatte. Die Tür öffnete sich. Das Klingeln der Glocke hallte durch den Laden. „Uhh Frischfleisch“, trällerte sie mir zu als eine Gruppe Männer sich an einen der Tische setzte. Sie verschwand im Lager und überließ es somit mir, die Jungs zu bedienen. Sophie hatte Recht, es war verdammt selten, das man solch eine Altersgruppe in diesem Café antraf. Doch es sollte mich nicht zu sehr wundern. Ich zog mir die Handschuhe von den Händen und schnappte mir meinen Block. Ich musterte die Kerle die sich setzten. Sie waren Jung- in meinem Alter- aktraktiv. Muskellös und sie rochen unglaublich gut. Nach der gesamten Zeit an Land hatte ich wirklich eine Menge dazu gelernt. Ich hatte gelernt Menschen einzuschätzen. Die meisten Kerle, die aussahen wie diese hier, hielten sich für die absoluten Götter. Sie benahmen sich meistens daneben, doch manchmal fragte ich mich ob sie das nicht vielleicht auch nur taten um ihre Unsicherheit zu übertuschen. Niemand war perfekt und so Typen wie sie es waren, erst Recht nicht. „Hey. Wilkommen im „The East“, darf es schon was zu trinken für euch sein?“, ich blickte in die Runde. Sie sahen mich an. Hatte ich irgendetwas im Gesicht kleben? Menschliche Männer waren so seltsam und Interessant zu gleich. Ich wusste immer noch nicht wo ich sie einordnen sollte und trotzdem machte es mir immer wieder Spaß sie zu beobachten. Es war, als wären sie verschlossen und man musste sich damit auseiannder setzten die richtigen Worte zu finden um sich mit ihnen auseinander setzten zu müssen. Ich liebte diese Verhaltensmuster der Menschen! Es war nie Langweilig.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Ashes. am Do Sep 06, 2018 7:41 pm

Jackson "Jax" Kiyoshi Fowler
„Jackson? Geht es dir gut? Jackson, hey …“ Eine leise Stimme neben mir ließ mich aufschrecken, wobei ich einen Stapel Papiere zu Boden beförderte. Verwirrt riss ich den Blick vom dunklen Holz des Schreibtisches los und sah mich um, unsicher wo ich mich überhaupt befand oder wer ich war. „Beruhig dich, ich bin es nur. Du siehst aus, als sei der Teufel persönlich hinter dir her.“, kicherte die Stimme und lenkte meine Aufmerksamkeit auf sich. Es dauerte einige Augenblicke, bis ich die Person erkannte, die mich mit einem amüsierten Lächeln bedachte. „Fuck, Litzy. Irgendwann bringst du mich mit der Scheiße noch um.“, stöhnte ich und lehnte mich nach hinten, um mich auszustrecken. Mein Rücken tat höllisch war und meine Schultern brachten mich um. Die Folgen eines kleinen Nickerchens am Schreibtisch. Vielleicht hätte ich gestern Abend doch nach Hause gehen sollen, als die Müdigkeit mich langsam zu übermannen drohte und keine weitere Nachtschicht einschieben, die wieder mal zu keinem Ergebnis geführt hatte. Stattdessen hatte ich die Augen nur für einen kurzen Moment schließen wollen und war wohl an meinem Platz eingeschlafen. „Hey, du hast mich darum gebeten, dich zu wecken!“, protestierte sie und schwang ihre langen Beine von der Tischplatte, ehe sie ihre Hände auf meine Schultern legte. „Komm, steh‘ auf. Du kommst sonst zu spät zur Arbeit.“ Sie hatte recht. Vor einigen Monaten hatte ich Litzy hier in der Bibliothek kennen gelernt. Sie war Studentin und verbrachte oftmals die Nacht hier, wälzte Bücher oder lernte für Klausuren. Mit der Zeit hatte sich  eine Art Freundschaft gebildet, aus der dieser Deal resultierte – sie weckte mich immer dann, wenn ich über meinem Projekt eingeschlafen war und drohte, nicht pünktlich im Büro zu erscheinen. „Jaja.“, murrte ich und machte mich daran, meine Sachen zusammen zu packen. Eine weitere Nacht, ein weiterer Niederschlag. Irgendwann musste ich doch mal einen Erfolg verzeichnen können. Irgendeinen. Litzy reichte mir einen Ordner, den ich gähnend in meinem Rucksack verstaute. „Seit wir uns kennen, sitzt du jeden Tag hier und arbeitest an dieser Sache. Bist du eigentlich in allen Dingen so leidenschaftlich?“, meinte sie und zwinkerte mir zu. In den letzten Wochen hatten ihre Flirtversuche zugenommen und wurden immer direkter. Eines Tages würde sie mich direkt fragen, warum wir nicht miteinander schliefen. Dass ich jedoch neun Jahre älter war als sie schien sie nicht zu stören. „Ich bin ein ziemlich leidenschaftlicher Koch.“, entgegnete ich und ging in Richtung Ausgang. „Du solltest mal für mich kochen!“, rief sie und ich musste grinsen. „In deinen Träumen, Babe!“ Mit diesen Worten verließ ich die Bibliothek und machte mich auf den Weg zum Büro. 10 Stunden in diesem Loch und ich könnte mich endlich wieder auf die wichtigen Dinge meines Lebens konzentrieren.
Eine halbe Stunde später saß ich hinter meinem Schreibtisch und klickte wahllos irgendwelche Dinge auf dem Bildschirm meines Computers an. Eigentlich sollte ich froh sein, dass ich diesen Job überhaupt bekommen hatte. Immerhin hatte ich nicht mal einen Schulabschluss. Allerdings hatte mein Chef damals wohl mein Potential erkannt und mir die Chance gegeben. Seitdem verkümmerte ich in dieser kleinen Firma und langweilte mich zu Tode. Mein Chef sprach immer davon, mich befördern zu wollen, doch waren seinen Worten bislang nie Taten gefolgt. Immer waren es andere gewesen. Andere Angestellte mit besseren Qualifikationen, die trotzdem nicht für den Job geeignet waren. Seufzend legte ich den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Kündigen war keine Option, ich brauchte das Geld, ich musste meine Miete bezahlen. Aber vielleicht sollte ich mich nach einem anderen Job mit besseren Perspektiven umsehen … das Klopfen riss mich aus meinen Gedanken. „Hm.“, machte ich und richtete mich etwas auf, damit ich nicht gleich den Anschein erweckte, absolut unmotiviert zu sein. Mr Mahoni betrat den Raum, gefolgt von einer jungen Frau. „Mr Fowler, ich wollte Ihnen jemanden vorstellen. Ms Ivory hat heute-“ „Die?!“, platzte es entsetzt aus mir raus. Das war ein Scherz, oder? Die Kleine von gestern, die mich gestern mit Kaffee voll geschüttet hatte und danach heulend aufs Klo geflüchtet war? Sie sollte hier arbeiten? „Mr Fowler, ich verstehe nicht ganz …“, setzte Mr Mahoni an, doch ich schnitt ihm mit einer Handbewegung das Wort ab. „Die Frauenquote habe ich noch verstanden. Mehr Frauen in Führungspositionen und so ein Müll. Gibt es jetzt etwa auch noch Minderheitenquoten? Was sind wir, ein Inklusionsbetrieb? Haben Sie jemals mit ihr gesprochen? Sie bekommt nicht einen geraden Satz auf die Reihe! Wie soll ich mit so jemandem bitte arbeiten? Dann können Sie ja gleich die Penner von der Straße fragen, ob sie vielleicht in die Firma einsteigen wollen. Berufsalkoholiker wären doch eine nette Ergänzung für das Kollegium, wenn wir jetzt schon solche Leute einstellen.“ Ich warf der Kleinen einen abwertenden Blick zu, ehe ich mich wieder ihm zuwandte. „Ich will Sie sprechen. Unter vier Augen.“ Er konnte das nicht ernst meinen. Diese völlig inkompetente Person sollte für uns arbeiten? Sie war keine Hilfe! Ich konnte meine Termine besser selbst regeln! „Ein Gespräch käme mir sehr gelegen.“ Oh Fuck. Ja, ich war definitiv zu weit gegangen. Man sah es in den Augen meines Chefs. Aber er musste doch selbst merken, dass sie nicht geeignet war! Knurrend schob ich mich um den Schreibtisch herum und folgte ihm auf den Flur. Wenige Minuten später hatte er mir mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass mein Verhalten inakzeptabel war, ich mich entgegen der Firmenphilosophie verhalten hatte und mich am besten bei ihr entschuldigen sollte. Bullshit. Darauf konnte sie lange warten. Ich würde sie tolerieren, solange sie hier war, aber das war es dann. Immerhin war ich kein Betreuer in einer Einrichtung für geistig zurückgebliebene Menschen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Sep 06, 2018 8:18 pm

Jules Ivory
Ich hatte wirklich ein gutes Gefühl. Ich wusste, dass der Firmenleiter nicht allzu begeistert davon war, dass ich diese… Behinderung hatte. Na ja, das war wohl kein Chef. Niemand stellte gern jemanden ein, der sich nicht richtig verständigen und die Hände nicht still halten konnte. Aber das hieß nicht direkt, dass ich eine Enttäuschung sein würde. Ich war klug. Mein Zeugnis hatte ihm das bewiesen. Ich war eine der Besten auf der High School gewesen und auch das Studium in meinem Lebenslauf zeugten davon, dass ich doch recht intelligent war. Ich war schlau und pfiffig. Ich wirkte durch die Behinderung nach außen hin nur leider nicht so. Ich hatte meine Hände nicht wirklich unter Kontrolle und oft fehlten mir Wörter mitten im Satz, aber das hieß nicht, dass meine Gedanken genauso ungeordnet waren. Das hatte ich versucht Mr Mahoni zu erklären und er hatte mir zumindest eine Chance gegeben. Ich wollte wirklich, dass das hier klappte. Ich würde mich nicht vor Kunden zum Affen machen, wenn ich stotterte und ich musste nichts kompliziertes mit meinen Händen machen. Ich konnte tippen und lochen und tackern. Ich bekam das schon irgendwie hin, da war ich mir sicher. Ich glaubte wirklich, dass dieser Probetag gut verlaufen würde und ich den Job vielleicht sogar nicht nur aus Mitleid bekommen würde. Ich war wirklich positiv gestimmt, als wir am ersten Büro neben meinem klopften, um mich den Mitarbeitern vorzustellen. Als wir eintraten verging mir sofort das Lächeln auf meinen Lippen. Nein… Oh bitte nicht, nein! Wieso denn er? Beinahe sofort feuerte er los und unterbrach seinen Vorgesetzten, was selbst mich überraschte. Ja, ich kannte ihn nur als Sackgesicht, aber dass er so respektlos gegenüber seines Chefs war, hätte ich nicht gedacht. Fassungslos sah ich ihn direkt an, als er die gleichen niederträchtigen und widerlichen Beleidigungen um sich schmiss wie vor wenigen Tagen. Er hatte Glück, dass ich das hier wirklich brauchte und ich nicht auch noch anfing zu heulen, denn sein Chef schien schon verärgert genug zu sein. Ich riss mich wirklich zusammen. Heute war ich nicht so verunsichert wie letztens. Seine Worte machten mich eher sauer, weil ich so viel daran setzte mich zu beweisen und er mir nicht einmal die Chance gab mich zu beweisen. Am liebsten hätte ich ihm eine verpasst, aber ich wollte diesen Job und ein Anpfiff von seinem Chef war sicher erstmal Strafe genug. Sollte ich diesen Job bekommen würde ich noch genug Zeit haben, um ihm hier das Leben schwer zu machen und es ihm heimzuzahlen. Ich ließ die beiden also ihren Disput im Flur austragen und wartete bis Mr Mahoni wieder auftauchte. Hätte ich versucht diesem Idioten - Jackson wie er offenbar hieß - die Leviten zu lesen, hätte er vermutlich nur gelacht, sobald ich gestockt hätte. Ich ignorierte ihn also. Sicher regte ihn das viel mehr auf. Ich folgte Mr Mahoni vor die Tür und schloss die Tür hinter mir, während wir zum nächsten Büro gingen. „Miss Ivory, es tut mir schrecklich leid wie sich Mr Fowler verhalten hat. Das wird nicht mehr vorkommen, das verspreche ich Ihnen.“, sagte er noch unruhig, worauf ich ein kleines „Schon gut.“, murmelte und ihm dann ins nächste Büro folgte. Jackson hatte ordentlich vorgelegt, weshalb mir alle anderen Kollegen, die ich im Laufe der nächsten halben Stunde kennenlernte, erstaunlich nett vorkamen. Unfassbar, dass Jackson hier arbeitete, obwohl er so wenig in den Betrieb passte. Alle anderen waren wirklich nett hier. Mr Mahoni führte mich zurück an meinen Platz, in meinem eigenen Büro und zeigte mir die wichtigsten Programme am Computer, erklärte mir wie sie ihre Akten sortierten und inwieweit ich mit den anderen Mitarbeitern und der Sekretärin zusammenarbeitete. Es waren hauptsächlich einfache Aufgaben, aber er sagte ich könnte auch mehr machen, wenn ich mir mehr zutraute und gut von den anderen in die Aufgaben eingewiesen wurde. Die erste Stunde meines offiziellen Probetages verbrachte ich mit der Sekretärin. Sie zeigte mir wie sie Scans ablegte und welche Exceltabellen ich pflegen musste, bezüglich der Posteingänge und Emails. Sie gab mir eine Liste mit, auf denen die Ansprechpartner der jeweiligen Projekte standen, damit ich mich immer spezifisch an sie wenden konnte und am Ende war ich weit genug eingearbeitet, um mich an die ersten Emails zu setzen, die ich an die Projektleiter weiterleitete. Das alles war nicht wirklich anspruchsvoll, aber für den Probetag reichte es wohl vollkommen aus. Ich würde alles zu Mr Mahonis Zufriedenheit ausführen und dann war mir der Job vermutlich so gut wie sicher - vor allem nach dem, was Jackson Fowler sich eben geleistet hatte. Es war mies so zu denken und mich darauf auszuruhen, aber ich brauchte diesen Job und ich verdiente ihn. Ich würde mich schon im Laufe der Zeit noch beweisen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Ashes. am Do Sep 06, 2018 8:59 pm

Jackson "Jax" Kiyoshi Fowler
Um ehrlich zu sein wusste ich selbst nicht, was eben in mich gefahren ist. Es war kein Geheimnis, dass ich keine besonders freundliche Person war und es meinen Mitmenschen schwer machte, soziale Bindungen mit mir einzugehen. Deswegen hatte ich auch keine Freunde. Litzy war die Einzige, die ich als engere Bekannte bezeichnen würde und das auch nur, weil sie anscheinend ein Auge auf mich geworfen hatte. Allerdings legte ich auch keinen gesteigerten Wert auf Freundschaften. Ich war schon immer ein Einzelgänger gewesen und hatte Probleme damit gehabt, Beziehungen einzugehen. Ich vertraute anderen nur schwer und so hatte ich mit der Zeit einen Schutzmechanismus angelegt, der mich davor schützen sollte, auf die falschen Leute reinzufallen. Dass ich damit die meisten abschreckte störte mich nicht. Über meine Sorgen sprach ich sowieso nicht und wenn ich mich nach körperlicher Nähe sehnte, verbrachte ich die Nacht mit einer Prostituierten – wofür brauchte ich also Freunde? Nichtsdestotrotz hatte ich nicht mit einem Ausbruch dieses Ausmaßes gerechnet. Wahrscheinlich lag es an dem andauernden Schlafmangel, der mich leicht reizbar machte. Ob ich mich entschuldigen sollte? Nein, ich hatte doch recht. Die Kleine sprach als sei sie zurückgeblieben und sollte die Position der Assistentin übernehmen. Irgendwann würde sie auch Anrufe beantworten müssen und Kunden empfangen müssen. Wie stellte sie sich das vor, wenn sie für ihren eigenen Namen zehn Minuten brauchte? „Fuck!“, presste ich zwischen zusammen gebissenen Zähnen hervor, ehe ich in mein Büro zurückkehrte und mich wieder an meinen Schreibtisch setzte. Nach dieser Aktion würde ich mich anstrengen müssen, um Mr Mahoni milde zu stimmen. Ich konnte es mir nicht leisten, diesen Job zu verlieren. Zwar hatte ich mir während unserer Zusammenarbeit schon einige Fauxpas geleistet, aber so weit war ich noch nie gegangen. Ich müsste ihm in den Arsch kriechen, um ihn diesen Ausrutscher vergessen zu lassen. Und damit würde ich jetzt anfangen.
Tatsächlich schaffte ich es, mich die nächsten Stunden auf die Arbeit zu konzentrieren. Ich kam mit meinem Projekt gut voran und würde wohl nur noch eine Woche investieren müssen, bis ich es endlich abschließen konnte. Mahoni dürfte diesen Fortschritt begrüßen. Als er mich mit dieser Aufgabe betraute, hatte er ausdrücklich darauf hingewiesen, wie wichtig sie für diese Firma war. Nach heute bereute er seine Entscheidung vermutlich. Grinsend beugte ich mich nach vorne und sortierte die Ausdrucke, bevor ich mich nach einem Locher umsah. Hatten meine Kollegen mich tatsächlich meines Lochers beraubt? Augenrollend erhob ich mich und verließ den Raum. Ich war gewiss nicht der Liebling meiner Abteilung, aber irgendwelche Gegenstände aus meinem Büro zu entwenden war doch Kindergartenniveau. Mit dem Ordner unter dem Arm und den Papieren in der Hand ging ich zum Büro der Assistenz oder besser gesagt das Mädchen für alles. Selbst irgendwelche Tabletten hatten die Damen dort. Mit dem Ellenbogen klopfte ich an und öffnete unbeholfen die Tür, ohne etwas fallen zu lassen. „Könnten Sie mir das bitte lochen?“, fragte ich und ließ die Sachen auf den Schreibtisch fallen, ehe ich die Frau ansah. Erst da fiel mir wieder ein, wer heute seinen Probearbeitstag hatte. „Sie. Ich bin überrascht, dass Sie noch immer hier sind. Wenigstens beinhaltet die Arbeit keinen Kaffee, hm?“ Ich hob eine Braue und verschränkte die Arme vor der Brust. Es war für sie von Vorteil, dass ich zu müde war, um irgendwelchen dummen Sprüche zu bringen. Gedanklich befand ich mich schon wieder in der Bibliothek und bei meinen Nachforschungen. Bevor ich jedoch ganz abschalten konnte, musste ich dem Chef noch diese blöden Berichte bringen. Und je länger sie brauchte, desto später konnte ich Feierabend machen und darauf hatte ich wirklich keinen Bock.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Do Sep 06, 2018 9:23 pm

Jules Ivory
Ich wollte das hier wirklich gut machen. Ich wollte allen beweisen, dass ich das hier konnte - vor allem dem Sackgesicht aus Raum 013. Er hatte es verdient, dass man ihm unter die Nase rieb wie wenig Recht er doch behielt. Was glaubte er eigentlich von mir? Vermutlich dachte er wirklich ich wäre geistig behindert, oder? Das war ich ja nicht einmal! All diese Defizite, die ich aufwies, waren rein körperlich und allein der Hypoxie - also dem Sauerstoffmangel - zuzuordnen. Ich war also höchstens körperlich behindert, was nicht bedeutete, dass ich gleich dumm war, nur weil ich vielleicht nicht ausdrücken konnte, was mir in meinem Kopf vorschwebte. Ich hängte mich also richtig rein. Dieser Drecksack würde schon sehen, was er davon hatte. Klar, ich war wohl kaum jemand, der ihm das Leben schwer machen konnte, aber allein, dass er mich jeden Tag sehen würde und ich ihm unter die Nase reiben konnte wie falsch er lag, reichte mir als Genugtuung schon aus. Ich fing klein an. Mich zu beweisen war schon mal ein riesiger Schritt nach vorn. Ich kümmerte mich also um die Emails, sortierte den Spam aus, scannte ein paar wichtige Dokumente ein und legte sie der Ordnerstruktur gemäß ein. Ich schlug mich richtig gut, allerdings waren es auch verdammt einfache und langweilige Aufgaben, die mich absolut nicht forderten. Ich machte mir also keine großen Sorgen mich blöd anzustellen. Solange ich noch nicht telefonierte und mich damit auseinandersetzen musste, war ich gut in dem hier. Ich heftete den letzten Ausdruck im Ordner ab und schob diesen ins Regal, als die Tür zu meinem Büro sich nach kurzem Klopfen öffnete. Ich bereitete mich bereits seelisch darauf vor, dass Mr Mahoni nach mir sehen kam oder irgendein Mitarbeiter etwas von mir wollte, doch als ich wieder dieses Gesicht und die Tattoos am Hals sah, verdunkelte sich meine Miene wieder. Ich pustete mir unbekümmert eine Haarsträhne aus dem Gesicht und entschloss mich schon dazu ihn einfach zu ignorieren, weil er sicher nur irgendetwas holen wollte, als er mich ernsthaft ansprach. Er legte mir den Ordner auf den Tisch und ich sah hoch zu ihm, als auch sein Blick mich nun traf. Seine dunkelbraunen Augen sahen mich aus Schlitzen an - und das sagte ich nicht nur, weil er Asiate war, er sah mich generell nur so skeptisch an! Ich verdrehte die Augen und verzichtete darauf ihm zu antworten. Ich wollte ihm keine Möglichkeit geben sich über mich lustig zu machen oder auszulassen. Also entschied ich mich für eine Geste, die wohl allgemein bekannt war und die keinerlei Worte brauchte. Ich hielt ihm genervt den Mittelfinger entgegen, nahm aber seinen Ordner an, zog den Stapel Papier heraus und legte ihn in den großen Locher ein, ehe ich mit einem Schwung den ganzen Satz Blätter lochte, ihn in den Ordner einheftete und die Heftklammer zuzog. Ich drehte ihm den Ordner wieder zu und sah ihn scharf an. „Sonst noch was?“, brachte ich ohne zu stottern über die Lippen. In mir machte ich gerade einen Freudentanz, weil ich es geschafft hatte ihm das in einem perfekten, ununterbrochenen Satz vor die Füße zu spucken. Einfache Sätze und Wörter waren an sich kein Problem für mich. Ich hing eher an den etwas längeren, schwierigeren Worten fest, die mein Gehirn einfach nicht mit meinen wortlosen Gedanken verbinden wollte. Aber unter Stress und Unruhe entglitten mir selbst die einfachsten Worte, weshalb ich jetzt wirklich stolz war es ihm gezeigt zu haben, auch wenn ich es mir nicht anmerken ließ.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Sep 06, 2018 10:04 pm

Aiden Jales
Heute war seit langem mal wieder ein freies Wochenende. Die letzten paar Wochenende hatte ich mehr oder weniger durchgearbeitet. Es machte mir nichts aus, wenn ich viel arbeitete. Wenn dafür mehr von diesen Monster starben, war es ja für einen guten Zweck oder? Es waren so viele da draussen und ich wusste nicht, ob wir es jemals schaffen würden, alle zu kriegen. Doch es war nur schon eine Genugtuung, ein paar von ihnen zu töten und ihnen somit zu zeigen, dass sie sich vor uns in Acht nehmen sollten. Wir waren nicht mehr so schutzlos, wie wir es einmal gewesen waren. Wir konnten sie fertig machen und wenn ich die Mörder meiner Eltern gefunden hatte, würden sie es bereuen, dass sie meine Eltern getötet hatten. Ich wusste, dass es Vampire gewesen waren. Also hatte ich wohl wirklich sprichwörtlich alle Zeit der Welt, um sie zu finden. Und ja, ich würde sie finden. Ich würde sie finden und danach zur Strecke bringen. Vielleicht sollte ich sie ausbluten lassen, immerhin hatten sie das gleiche mit meinen Eltern gemacht. Aber bis dahin würde es wohl noch eine Weile gehen. Ich hatte den Morgen ein bisschen genutzt, um meine Wohnung wieder ein bisschen auf Vordermann zu bringen. Mein kleiner Bruder Jael war gerade echt zu beschäftigt mit der Universität, vielleicht auch mit den Frauen, als dass er sich darum kümmern würde. Aber in seinem Alter wäre ich wohl nicht anders gewesen, wenn unsere Eltern nicht gestorben wären. Ich hatte zwar die Universität nicht besucht, aber ich war froh, dass ich ihm das hatte ermöglichen können. Ich hatte dafür echt viel Zeit und Geld investiert und zum Glück wusste er das zu schätzen. Später verabredete ich mich mit ein paar ehemaligen Kumpels. Einer davon wollte unbedingt an so ein Restaurant nahe am Meer gehen, also gingen wir dorthin. Auf den ersten Blick machte dann die Bude aber eher eine schmuddeligen Eindruck. Sie war nicht gerade auf dem neusten Stand und ich fragte mich gerade wirklich, wieso wir eigentlich hierher gekommen waren. Ich hob nur schweigend die Augenbrauen, bevor wir hineingingen. Wir setzten uns hin und gleich darauf kam auch schon die Bedienung. Und verdammt, sie war wirklich eine Schönheit. Ich wusste nicht, wann ich das letzte Mal so eine wunderschöne Frau gesehen hatte. Es wurde für einen Moment still zwischen uns und wir alle starrten sie für einen Moment an, bevor ich mich räusperte. „Ein Bier, für jeden von uns“, teilte ich ihr mit, bevor ich dem Kumpel neben mir einen kleinen Schlag verpasste, damit er sich aus der Starre löste. Sie verschwand und ein breites Grinsen erschien auf meinem Gesicht. Ich lachte leise und sah zu Ben. „Jetzt weiss ich, wieso du hierher hast kommen wollen“, zog ich ihn auf und alle am Tisch lachten auf. Es wurde dann aber wieder ein bisschen ruhiger, als die Bedienung wieder auf uns zukam. Mein Blick glitt kurz über ihren Körper, aber dann riss ich mich zusammen. Ja, ich hatte schon lange keine Frau mehr gehabt, aber ich war keiner, der eine Frau einfach so unverhohlen anstarrte. Ich war mit Manieren erzogen worden. Daher drehte ich ihr freundlich den Rücken zu und setzte mich richtig auf den Stuhl hin.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Ashes. am Do Sep 06, 2018 10:53 pm

Jackson "Jax" Kiyoshi Fowler
Es gab nur drei Gründe, warum die Kleine noch immer hinter diesem Schreibtisch saß. Entweder der Boss hatte eine Wette verloren und war nun gezwungen, einem völlig inkompetenten Menschen einen Probearbeitstag anzubieten, um ihn danach abblitzen zu lassen. Oder sein Vorgesetzter bestand darauf, dass unser Betrieb nun auch Rücksicht auf Minderheiten nahm und Personen mit deutlichen Defiziten einstellte. Oder aber jemand aus meinem Team hatte das Desaster im Café vor wenigen Tagen beobachtet und spielte mir einen schlechten Streich. Im Café war mir jedoch kein bekanntes Gesicht aufgefallen, eine derartige Mitteilung des obersten Chefs wäre auch an uns weiter geleitet worden und Mr Mahoni spielte nichts außer Golf. Ich konnte mir also bei bestem Willen nicht vorstellen, was die Kleine dazu berechtigte, weiterhin Assistentin zu spielen. Oder war sie etwa die Tochter einer unserer Leute und genoss deswegen gewisse Vorzüge. Ich verbrachte meine Mittagspausen immer außerhalb dieses Gebäudes und war aufgrund dessen nicht vertraut mit dem aktuellsten Klatsch oder Familiengeschichten der anderen. Sollte dem aber so sein, hätte Mahoni sie nicht den Kollegen vorgestellt. Die einzig logische Erklärung war also, dass Mahoni Mitleid für sie empfand und ihr wenigstens einen Tag lang das Gefühl geben wollte, sie würde gebraucht werden oder könne etwas. Danach würde er hoffentlich wieder zur Besinnung kommen und sich um eine vernünftige Assistentin kümmern, auf die man sich auch verlassen konnte. Auf meine Worte hin reagierte sie nicht. Ich konnte es ihr nicht verübeln. Würde mich jemand so rüde angehen, würde ich wohl auch freiwillig auf ein Gespräch verzichten. Dann aber tat sie etwas, womit ich nicht gerechnet hatte – sie streckte mir kommentarlos den Mittelfinger entgegen, als Antwort auf meinen dummen Spruch. Etwas perplex wandte ich den Blick ab, konnte aber nicht verhindern, dass sich ein Grinsen auf meine Lippen schlich. Mutig, das musste ich ihr lassen. Nach dem Erlebnis im Café hatte ich fast erwartet, sie würde in Tränen ausbrechen und beim Chef petzen gehen. Zu meiner Überraschung kam sie dennoch meiner Bitte nach und lochte die Unterlagen. Ihre Frage ließ mich schmunzelnd den Kopf schütteln. Nein, vorerst nicht. „Nur noch etwas mehr Übung. Dann kommen Sie auf mein Niveau hinab. Vielleicht treffen wir uns dort.“, stellte ich fest und schenkte ihr das falscheste Lächeln, das ich irgendwie aufsetzen konnte, bevor ich mit meinen Unterlagen das Büro verließ. Gerne hätte ich mir weiter Gedanken über die Kleine gemacht und ihre erstaunlich streitlustige Art, doch nun hieß es erstmal Schadensbegrenzung betreiben. Also brachte ich persönlich den Ordner zu Mr Mahoni, entschuldigte mich für mein Verhalten und beteuerte ihm, dass Ms Ivory ihren Job wirklich ganz ausgezeichnet machte und ich sie nur empfehlen konnte. Dabei schien er nicht einmal zu merken, dass ich keins meiner Worte ernst meinte und ihm das Blaue vom Himmel hinab log. Ich wollte doch nur sicher gehen, dass ich diesen Job behielt. Glücklicherweise glaubte er mir und versicherte mir, er habe schon ein neues Projekt für mich. Etwas Großes, womit ich mir meine Beförderung verdienen könnte. An diesem Punkt wurde ich hellhörig. Beförderung? Darauf wartete ich schon seit Jahren! Egal was es war, ich würde alles durchziehen. Mit dem Geld könnte ich endlich in eine größere Wohnung ziehen, mir ein neues Auto kaufen und … Er sprach noch mit mir und erklärte weitere Details, aber ich hörte schon gar nicht mehr hin. Viel zu sehr war ich in den Gedanken versunken, was ich mit dem Geld anstellen würde. Vielleicht ein eigenes Heimkino? Oder eine große Dachterrasse? Ein Pool? Er bat mich in meinem Büro zu warten und ich nickte ihm gedankenverloren hinter her. Nein, ein eigenes Schwimmbad in der Wohnung. Vielleicht ein Haus am Meer mit Privatstrand? „Mr Fowler, ich freue mich, dass Ihnen das Projekt so zusagt. Wie ich bereits sagte, werden Sie mit einem Kollegen zusammen arbeiten …“ Ich bekam nicht einmal mit, dass Mahoni das Büro betreten hatte. Seine Stimme verschwamm zu einem eintönigen Brei, ohne Sinn oder Verstand. Doch ein Wort, mehr ein Name, ließ mich aufschrecken. „Sie werden mit Ms Ivory zusammenarbeiten. Ihrem Urteil nach hat sie heute wirklich gute Arbeit geleistet und auch von den anderen habe ich nur Positives über sie gehört. Ms Ivory, ich bin begeistert. Wenn Sie Interesse haben, würde ich Ihnen gerne eine Art Praktikum über drei Monate anbieten, natürlich mit Vergütung. Danach werde ich entscheiden, ob wir Sie vollständig übernehmen. In der ersten Zeit werden Sie in dieser Abteilung eingesetzt, Mr Fowler wird Sie etwas unter seine Fittiche nehmen. Er hat mir nur Gutes über Sie berichtet. Ich bin mir sicher, dass diese Zusammenarbeit Ihre anfänglichen Komplikationen beseitigen kann, nicht wahr?“ Entsetzt starrte ich den Mann an, als hätte er den Verstand verloren. Ich sollte an einem Projekt arbeiten. Gemeinsam. Mit ihr. Für drei Monate. Fuck. Wenn ich Nein sagte, konnte ich meine Beförderung gleich vergessen. Es blieb mir kaum etwas anderes über, als … „Ja, sehr gerne.“ Ich hatte es gesagt, noch bevor ich den Gedanken zu Ende denken konnte. Was war nur falsch mit mir?! Zusammenarbeiten mit der Kleinen, die weder sprechen noch ihre Hände koordinieren konnte?! Wahrscheinlich würde sie mich ausversehen in Kaffee ertränken! Obwohl ich das sogar in Kauf nehmen würde, wenn das bedeutete, dass ich schneller aus diesem beschissenen Projekt rauskam. Oh Scheiße.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Do Sep 06, 2018 11:52 pm

• Alenia .
Einer der Jungs entschied sich dafür einen Snack zu bestellen. Also würden sie wohl auch Karten benötigen. Auf ihre Bestellung machte ich mich zurück zur Theke, klemmte mir vier Karten unter den Arm und brachte jeden der Vier Jungs sein Bier. Es war kaum zu überhören das die Jungs über etwas tuschelten. Als ich den Tisch erreicht hatte, trat Stille ein.„Ruft einfach wenn ihr euch entschieden habt“, fügte ich hinzu und warf einen lächelnden Blick in die Runde. Besonders aber spürte ich die braunen Augen des Mannes neben mir. Unsere Blicke trafen sich und ich lächelte ebenfalls. Ich drehte mich und verschwand wieder hinter die Theke. Als dieser Blick jedoch nicht nachließ, zog ich ebenfalls die Augen ein wenig zusammen. Checkte er mich gerade ab? War das, dass was ich immer so unter den Menschen beobachtete? Als er bemerkte wie er mich ansah, fühlte er sich kurz beinahe ertappt, richtete seine Haltung auf seinem Stuhl und blätterte in der Karte herum. Trotzdem schenkte ich ihm ein kurzes lächeln. Süß. Menschen waren immer so unkompliziert. Nicht das es bei uns „Wesen“ anders funktionierte, aber manches war für uns eben nicht so Relevant. Wir waren weniger auf Gefühle gesteuert. Für uns waren es andere Dinge. Wir Meerjungfrauen zum Beispiel hatten große Schwierigkeiten damit, anderen Gefühle mitzuteilen wie Wut und Trauer. Wir waren sehr Verspielt und wirklich nur selten traurig, während Menschen in ihren Gesprächen immer volle emotionen zeigten. Genau das trat uns laut mythelogie meist zu Gute. Wir waren gut darin Männer um den Finger zu wickeln. Was jedoch nicht hieß, dass ich gerade diesen Scharm spielen ließ. Ich war eine Küchenkraft und trug eine schmutzige Schürze. Nichts daran war anziehend. “Heeey. Hat die kleine Unschuldige Alenia etwa gerade geflirtet?“, fing Sophie mich ab während sie das Geschehen wohl beobachtet hatte. Ich tat so als würde ich die Gläser polieren. „Er ist süß. Ich meine, nein. Er ist mehr als Süß- bitte tue das was ich tun würde.“ Ich hielt in meiner Arbeit inne. „Was da wäre?“ Sie gab mir zu verstehen, dass ich auf ihn zu gehen sollte. Ich schüttelte abwegig den Kopf. Ich erhob den Blick als einer der Jungs die Hand erhob. Ich ließ den Kugelschreiber schnipsen und kritzelte die Nummer des Tisches auf den Block. Aufmerksam blickte ich in die Runde. „Also was darf es sein Jungs?“ Erneut lagen alle Blicke auf mir. „Wie wäre es mit deiner Handynummer?“, witzelte einer von ihnen ehe er wieder verstummte und seinen Blick als ernster von mir nahm. Glaubte er wirklich ich war so leicht zu beeindrucken? Ich kannte die Menschen zu gut als mich auf sowas einzulassen. Nachdem siesich dafür entschieden hatten zu ihrem Bier eine Portion Nachos mit Dip zu bestellen, nickte ich. Der Typ mit den Braunen Augen hielt sich sehr zurück. Ich hatte sie hier noch nie gesehen. Einer meiner besten Auffassungen war es, Leute zu beobachten und diese Kerle waren mir hier wirklich noch nie untergekommen. Auch wenn dieser Laden nicht viel hergab, es war meiner Meinung nach immer noch am besten hier gewesen. Sie waren Interessant. „Kommt sofort“, meinte ich, entfernte mich und reichte Sophie den Zettel. Sie gab ihn an die Küche weiter und hängte ihn an die Leine. „Alenia ich meine es ernst. Das wäre das Ding- für ein Wochenede. Nur ein Wochenede. Ich meine, was soll den passieren? Wenn er ein verrückter Freak ist, denn schickst du ihn weg. Gar kein Interesse? Nicht einmal ansatzweise? Noch nicht einmal für nur ein Date? Er hat sichtlich gefallen an dir.“ Und doch war es zu Riskant. Auch wenn es darum noch nicht einmal ging. „Ich kann ihn doch nicht einfach so fr-“, doch dafür war es dann auch schon zu spät, Sophie befreite sich von ihrer Schürze, schob sich einen Stuhl an den Jungstisch und sprach den Braunäugigen Kerl an. Er sah zu mir als Sophie irgendwie versuchte – keine Ahnung- was versuchte sie? Was erzählte sie? Als sie alle in meine Richtungen sahen, polierte ich weiter das Glas. Warum war sie so hartnäckig? Sollte sie sich nicht lieber um ihr eigenes Leben kümmern und nicht um meines? Das war gar nicht gut. Erst als ich es nicht mehr ignorieren konnte und sie mir mit einem nicken zu verstehen gab, dass ich kommen sollte, leckte ich mir nervös meine Lippen und warf ihr einen entnervten Blick zu. Das hätte nicht Not getan. Die Jungs sahen mich an. “Ich habe die Jungs gerade eben gefragt was sie heute Abend so machen. Scheint als würden wir schick ausgehen Süße.“ Ich-? Ausgehen? „Inwiefern du weißt doch ich hab schon was vor“, warf ich zusammen und seufzte. „Bücherlesen und Chillen, wie jedes Wochenende. Ich weiß, aber bei so netter Gesellschaft. Ich bin übrigens Sophie und das ist meine Freundin Alenia.“ Sie reichte den Jungs die Hände ehe ich das selbe tat. “Ein sehr seltener Name.“, bemerkte einer von ihnen. „Ja, nicht wahr? Ich habe ihn von meinen Großeltern.“ Und wie lange sollte das hier jetzt so gehen? Das waren doch meine Arbeitszeiten. Ich sollte das nicht tun. Ich fühlte mich nicht wohl dabei. Ich war nicht so ein Mädchen wie Sophie. Ich war gar kein Mädchen, ich war ja noch nicht einmal ein Mensch. Sowas lag mir einfach gar nicht.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Sep 07, 2018 7:54 am

Aiden Jales
Es wurde wieder still am Tisch, als sie mit dem Bier kam. Sie reichte uns noch die Karten dazu. Sie stand gleich neben mir und ich nutzte diese Chance, um sie mal genauer zu betrachten. Ich hatte bisher noch keinen Makel gefunden und das war erstaunlich. Niemand war perfekt. Das war ja noch nicht einmal ich. Aber sie schien irgendwie der Sonnenschein in Person zu sein. Obwohl sich die Jungs gerade mehr als kindisch benahmen, lächelte sie trotzdem fröhlich vor sich hin und wirkte sogar noch so, als würde sie diesen Job hier gerne machen. Dabei gab es doch weitaus bessere Jobs als dieser hier. Sie schien meinen Blick zu spüren, denn sie drehte sich zu mir und nun lächelte sie mich ebenfalls an. Lächelte diese Frau denn irgendwann mal nicht? Sie hatte mich aber gerade dabei erwischt, wie ich sie ziemlich offensichtlich abgecheckt hatte. Sie war nicht besonders gross, aber das gefiel mir. Trotzdem hatte sie schöne lange Beine und vermutlich hatte sie einen verdammt knackigen Hintern. Beim Bauch sah man noch nicht einmal eine einzige kleine Wölbung. Die nächste grosse Wölbung die kam, waren ihre Brüste. Dafür dass sie so schlank war, hatte sie wirklich einen echt guten Vorbau. Ihr Gesicht war einfach… wunderschön. Die sanft geschwungenen, vollen Lippen, die gerade Nase und die braunen Augen, die ihr Gesicht verzierten. Ihr Haar glitt in sanften Wellen ihren Rücken hinunter und vermutlich fühlte sie sich genau so sanft an. Ich richtete mich schnell ein bisschen auf, als sie mich dabei erwischte und begann in der Karte zu blättern. Bestimmt dachte sie nun, dass ich irgendein notgeiler Typ war. Na ja, so falsch war das ja noch nicht einmal. Es war lange her, seit ich das letzte Mal Sex gehabt hatte und es war einfach nicht das gleiche, wie wenn man selbst Hand anlegte. Ich schüttelte leicht den Kopf und schob due schmutzigen Gedanken weg. Wir würden gleich essen, da hatte solche unartigen Gedanken garantiert nichts zu suchen. Wir einigten uns auf Nachos mit mehreren Dipsaucen. Ben hob die Hand und die Kleine setzte sich sofort wieder in Bewegung. Wow, sie schien wirklich motiviert zu sein. Ich lachte leise auf, als mein Kumpel so einen schlechten Anmachspruch raushaute, wie ich ihn schon lange nicht mehr gehört hatte. Er verstummte dann gleich darauf auch und schien selbst zu merken, wie dieser Spruch nach hinten los gegangen war. Die Kellnerin ging noch nicht einmal darauf ein und wir gaben die Bestellung auf. Trotz dem schlechten Anmachspruch lächelte sie uns dennoch an und ging wieder zurück. Als sie am Zurücklaufen war, warf ich ihr einen kurzen Blick hinterher. Ja, sie hatte wirklich einen überaus ansehnlichen Hintern. Ich bekam von Jason einen Ellbogen in die Rippen. „Du schaust zu lange, Kumpel", bemerkte er mit einem schiefen Grinsen. Ich drehte den Kopf wieder um, so dass ich mit dem Rücken zu ihr sass. Wir blieben aber nicht lange alleine, denn gleich darauf setzte sich eine andere Frau neben mich heran. „Sie scheint dir zu gefallen", lauteten ihre erste Worte und ich grinste leicht entschuldigend. Es war wohl mehr als offensichtlich gewesen. „Na ja, sie ist eine totale Bombe", gab ich zu, während mein Grinsen breiter wurde. „Wie wäre es, wenn wir alle zusammen heute ausgehen?“, ging sie dann auch schon in die Offensive und für einen kurzen Moment fragte ich mich, ob sie das für die Kleine da hinten stand, die uns heimlich beobachtete oder ob sie es für sich selbst tat. Wir stimmten natürlich alle sofort zu und sie winkte ihre Freundin heran. Sie weihte ihre Freundin ein, worauf diese ziemlich perplex aussah. Sie versuchte sich sogar herauszureden, aber ihre Freundin war so gemeint und verriet sie vor uns allen. Diese, welche bei uns am Tisch sass, stellte sich als Sophie vor und die scheue Kleine war Alenia. Es war wirklich ein Name, den ich noch nie gehört hatte. Sie meinte, dass sie ihn von ihren Grosseltern hätte. Na ja, so altmodisch wirkte der Name gar nicht. „Und wann treffen wir uns?“, fragte ich in die Runde, bevor mein Blick wieder auf der Schönheit namens Alenia lag. Es wurde ein Club vorgeschlagen und gleich darauf die Uhrzeit. Ich hatte heute frei, also war es mir ziemlich egal wann. Die Jungs nickten alle zustimmend, bevor wir dann die beiden Frauen fragend ansahen. Es sprach doch nichts dagegen oder? Es war ein stinknormaler Club. Ein bisschen betrinken und Spass haben. Das hörte sich doch ganz gut an.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Fr Sep 07, 2018 10:16 am

• Alenia.
[Link oben] Kaum zu glauben, dass ich mich dazu breit schlagen ließ. Nach unserer Schicht ging ich tatsächlich mit den anderen feiern. Auch wenn das alles andere war als das, was ich am Wochenende machen wollte. Ich hatte mich wirklich in eine ziemlich tiefe schwarze enge Bluse gezwängt. Einfach, weil ich wusste, dass Menschen sich so verhielten wenn sie feiern gingen. Sie takelten sich heraus um mit ihren Konkurrenten mitzuhalten. Im Eigentlichen hatte ich eigentlich gar kein Party Outfit. Ich ging nie raus feiern. Wozu auch? Warum? Selbst wenn diese Kerle wirklich nett aussahen. Im Club herrschte eine sehr stickige Luft. Es qualmte, stank nach Schweiß, Menschen, Drogen und Alkohol. Sophie überraschte mich schon von weitem. „Prinzessin. Bist du bereit für ein bisschen Party?“ Nein und Nein. Würde ich wohl auch nicht werden. „Ein wenig. Ja Ich schätze schon.“ Ein unsicheres lächeln glitt über meine Lippen. „Ladies.“ Einer der Jungs aus dem Cafè und ehe ich mich versah, waren sie alle da. Der Bass unter meinen Füßen dröhnte und nach und nach suchten wir uns einen Tisch und waren in eine etwas ruhigere Ecke getrieben. Der Alkohol floss und wir redeten, selbst wenn ich sehr zurück hielt. Letztendlich verzog sich Sophie im Laufe des Abends mit einem der Jungs während die anderen weiter tanzten und versuchten Frauen aufzureißen. Auch typisches Männliches Verhalten, wenn Alkohol im spiel war. Außer der Kerl vor mir anscheint. Während des Abends hatte ich heraus gefunden, dass sein Name Aiden gewesen war. Seine braunen Augen nahmen nicht ab. Er schien aufmerksam zu bleiben. „Ich bin nicht so der Fan von diesen Diskotheken um ehrlich zu sein. Tut mir leid, falls du dir was anderes vorgestellt hast.“ Ich kaute nervös auf meinem Strohhalm herum. Was sollte ich sagen. Besoffen war ich vielleicht auch schon, aber noch nicht so sehr, dass ich Hilflos war. „Können wir wo hingehen, wo es leiser ist?“, fragte ich und erhob mich. Ich taumelte. Der Alkohol setzte ein. Taumelnd schaffte ich es mich auf meinen Absatzschuhen aufrecht zuhalten, indem ich mich bei meinem Gegenüber abstützte. Aiden fing mich auf, während seine Hände sich behutsam um meine Hüfte legten. Sie waren weich und ich spürte wie er auf Körpernähe aus war. Doch es störte mich nicht, es hinterließ ein Kribbeln auf meiner Haut. Er kam näher an mein Ohr, während seine Hand auf meiner Hüfte verweilte. Es war echt Wahnsinn, dieses Gefühl von Alkohol und Nähe. Vermutlich eine andere Art von Adrenalin. Gefühle die mir eigentlich fremd waren, da ich diese Situationen bewusst mied. Doch im eigentlichem stellte sich dies doch eigentlich mehr als angenehm heraus. Aiden ging mit mir gemeinsam weiter Richtung ,Exit‘. Er stieß die Tür auf und ein kühler Windstoß fuhr durch meine Haare. Ich atmete tief ein und ließ meine Hände an seinen starken Unteratmen liegen. Leicht benommen sah ich auf. Ich war doch gar kein Typ für sowas. Wieso zog er mich jetzt so in seinen Bann? Diese verfluchten Menschen mit ihrem Nervengift! „Entschuldige", murmelte ich und presste meine Lippen feste zusammen. Zögernd nahm ich meine Hände von ihm. Doch plötzlich schaltete ich nicht mehr. Ich ließ mich leicht zurück drängen, spürte die Wand hinter mir und spürte die Lippen von Aiden auf meinen. Was sollte es werden?? Wollte er mich lieber küssen, als mit mir zu sprechen? Weil ich sonst zu langweilig war? Ich hatte noch nie jemanden geküsst. Ich zögerte. Was sollte ich tun? Nur zögernd erwiderte ich den Kuss dann doch und legte meine Hände um seinen Nacken zu legen. Dieses Gefühl war zu dominant. Wow. Das kam wirklich ziemlich plötzlich. Von der Stubenhockerin zum – was tat ich bitte? Mein Atem beschleunigte sich. Ich wurde unruhiger und löste mich von seinen Lippen. „Woow", brachte ich heraus und lächelte als er mir in die Augen sah. Auch wenn man sowas sicher nicht sagte. Ich konnte es gerade nicht unterbinden. Mit strahlenden Augen sah ich auf. „Wie betrunken bist du?“ Vermutlich nicht so betrunken wie ich es war. Unsere Augen trafen aufeinander. Es war als würden unsere Augen sich in dem des anderen spiegeln. Leicht zitternd legte ich meine Hände um meinen eigenen Körper. Es wurde frisch und vermutlich war es auch schon spät. „Schade das es zum Ende des Abends doch noch ein wenig interessant wird.“ Dieses Gefühl war einfach nicht zu beschreiben. Menschen waren so interessant. Ich könnte mich einfach ewig damit auseinander setzten. „Sag mal. Küsst du mich nochmal?“, hauchte ich und legte meine Hände ein weiteres Mal um seinen Nacken. Er war ein Stückchen größer als ich, doch das störte mich gerade nicht. Ich stellte mich auf meine Zehenspitzen und legte meine Lippen sanft auf seine. Ich wollte nur dieses eine Gefühl das so Menschlich war wieder erleben und es nicht wieder vergessen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Sep 07, 2018 10:58 am

Aiden Jales
Die Zeit war vereinbart und der Ort auch. Wir assen noch unsere Nachos uns verliessen später das Café wieder oder wie man das auch immer nennen sollte. Die Nachos und die Dipsaucen waren auf jeden Fall gut gewesen, aber das war ja eigentlich gar nicht so ein Meisterwerk. Zuhause duschte ich und rasierte mich. Ich wählte ein enganliegendes, weisses Shirt, welches leicht über der Brust spannte und dazu eine schwarze Hose. Ich brachte noch meine Haare in Ordnung und kochte für meinen Bruder und mich etwas. Es war immerhin nicht besonders geschickt, wenn man auf leeren Magen trank, also sorgte ich vor. „Vielleicht komme ich heute mit Besuch nach Hause", informierte ich meinen Bruder, woraufhin der anfing zu grinsen. Er wusste genau, was ich damit meinte. Er war immerhin selbst ein Mann und es war ja nicht so, als hätte er noch nie eine Frau mit nach Hause gebracht. Ich wusste nicht, ob es klappen würde, aber ich wollte nicht, dass plötzlich mein Bruder hineinplatzte, während wir ziemlich beschäftigt wären. Also sorgte ich lieber vor. „Keine Angst, falls ich zuhause bin, bin ich brav in meinem Zimmer. Aber seid nicht zu laut", bemerkte er noch. Ich lachte auf und ass mein Essen fertig. Jael übernahm den Waschdienst, während ich bereits los musste. Ich war einer der letzten von der Gruppe, der eintraf. Ich begrüsste die restlichen und wir gingen in den Club hinein. Wir gingen zu den Sofas, die eher in einer ruhigeren Ecke war. Es wurde viel geredet und noch mehr getrunken. Doch die Kleine, Alenia, hielt sich zurück. Von ihr kam nicht wirklich viel. War sie so scheu? Dabei sah sie in ihrem schwarzem Top mit dem wirklich grosszügigen Ausschnitt so verdammt heiss aus. Ihre Kollegin verschwand irgendwann mal und die Jungs begaben sich auf die Tanzfläche. Anscheinend hatten sie eingesehen, dass bei Alenia nichts zu holen war, aber so schnell gab ich nicht auf. Mein Blick ruhte auf ihr. Ich merkte den Alkohol in meinem Blut, aber dennoch war ich bei allen Sinnen. Ich war ein sehr gut ausgebildeter Soldat. Ich gab nicht so leichtfertig meine Kontrolle auf. Alenia entschuldigte sich tatsächlich für ihre Zurückhaltung. „Du scheinst nicht besonders oft feiern zu gehen", bemerkte ich und nickte dann. „Gehen wir ein bisschen raus", schlug ich vor, als sie fragte, ob wir an einen leiseren Ort hingehen konnten. Ich wusste, dass das meine Chance wäre. Sie stand auf und als ich sah, wie sie taumelte, stand ich ebenfalls schnell auf und legte mein Arm um ihre Hüfte. Meine Finger berührten ihre nackte Haut an der Stelle, an der das Top ein bisschen hochgerutscht war. Ich beugte mich ein bisschen vor. „Den Alkohol scheinst du dir auch nicht so gewöhnt zu sein", sagte ich in ihr Ohr und grinste leicht. Ich steuerte mit ihr auf den Ausgang zu und als ich die Tür öffnete, fegte uns ein kühler Windstoss entgegen. Ich sah zu ihr, die mich gleich darauf los liess und sogar entschuldigte. Was sagte man? Angriff war die beste Verteidigung. „Du musst dich nicht entschuldigen", murmelte ich mit leiser Stimme. Sie liess sich zurückdrängen, bis die Wand sie aufhielt. Sie sah zu mir hinauf und ich senkte meine Lippen auf ihre. Erneut legte sich meine Hand auf ihre Hüften. Es dauerte kurz, aber dann erwiderte sie den Kuss – und verdammt, der Kuss fühlte sich genauso gut an, wie ihre Lippen aussahen. Ihre Hände legten sich in meinen Nacken, aber dann löste sie sich bereits schon wieder von mir. Ich sah zu ihr hinunter und grinste leicht. „Nicht so betrunken wie du", erwiderte ich auf ihre Frage und liess meine Hand, wo sie war. Ihre Augen blickten strahlend zu mir hinauf. Es schien ihr wirklich gefallen zu haben und ich, ich wollte mehr davon. Sie legte die Arme um ihren eigenen Körper. „Der Abend muss noch nicht enden", sagte ich verheissungsvoll und ein kleines Lächeln umspielte meine Lippen. Ich war überrascht, als sie in die Offensive ging. „Da sage ich sicher nicht nein", raunte ich leise, während sich ihre Hände um meinen Nacken legten. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und dieses Mal war sie diejenige, die mich küsste. Ich erwiderte den Kuss augenblicklich und drängte meinen Körper leicht an ihren. Meine Finger strichen über ihre frei gewordene Haut am Bauch durch das nach oben gerutschte Top. Meine Zunge drängte sich in ihren Mund und ich merkte langsam wirklich, wie das Verlangen und die Lust nach mehr in mir erwachte. Ich löste mich von ihr und mein Herz schlug schnell gegen meine Brust. „Lass uns zu mir nach Hause gehen. Das ist nicht weit von hier", schlug ich vor und nahm ihre Hand. Ich grinste sie an und zog sie dann mit mir mit. Sie war einverstanden damit und ein bisschen später standen wir vor meiner Wohnung. Ich schloss die Tür auf und schloss sie gleich wieder hinter uns. Ohne Umschweife zog ich sie in die Richtung meines Sofa. Ich setzte mich hin und zog sie auf meinen Schoss, bevor meine Hände an ihren Seiten hinaufglitten. Erneut legte ich meine Lippen auf ihre und seufzte zufrieden auf. Oh ja, das hier würde sicher gut enden. Sehr gut sogar.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Fr Sep 07, 2018 12:46 pm

• Alenia.
Das ganze wirkte wie eine Droge. Es war lustig. Noch nie hatte ich einen Mann so nahe an mich heran gelassen. So nahe wie ihn. Er war ein Mensch. Wenn wüsste , was ich gewesen war, würde er sicherlich nichts weiter mit mir zu tun haben wollen. Als er mich zu sich nach Hause einlud, sagte ich ebenfalls nicht nein. Er schien nett zu sein, trotz der Tatsache, dass er wohl ein auge auf mich geworfen hatte. Er schloss dir Tür auf und ich sah mich in seiner Wohnung um. Dem Schlüssel nach zu Urteilen schien er jedoch nicht alleine zu wohnen. Ich schätze auf einen Geschwisterteil. Vorsichtig ließ ich mich von ihm an der Hand durch die Wohnung auf die Couch ziehen während mein Blick noch an seiner Umgebung hing. Ich fühlte mich beinahe schon wie ein Kleines Kind. Was wollten wir bei ihm? „Deine Wohnung ist echt schick“, meinte ich als er sich setzte und mir zu verstehen gab, dass ich mich setzten sollte. Unsere Blicke trafen aufeinander und er gab mir zu verstehen, dass ich mich auf seinem Schoß setzten sollte. Das tat ich dann auch, wenn auch zögerlich. Seine Augen waren zusammen gezogen, sein Atem beschleunigt Seine Hände glitten übet meinen Körper. Das hier waren Sachen, die ich noch nicht beobachtet hatte. Verzerrte er sich gerade wirklich nach mir? Ich hatte keine Ahnung ob ich das jetzt Fürchten sollte. Vermutlich nicht, denn alles in einem schien Aiden trotzdem ruhig zu bleiben. Ich legte meine Hände auf seine Brust. Doch als et begann meinen Nacken zu küssen, entzog ich mich ihm. Nun langten seine Finger unter mein Shirt. Ich keuchte auf als ich seine kalten Finger auf meiner Haut spürte.  „Machst du das öfters?“, platzte die Neugierde aus mir heraus. Trotzdem wehre ich mich nicht unbedingt. Bis jetzt hatte ich keinen Anlass. Ich wollte nur verstehen. „Naja, ich meine sowas.“ Ich hielt inne. Vermutlich konnte er es sich vorstellen was ich meinte. Ich wollte wissen ob er jeden Abend eine Frau abschleppte und ob ich eine von ihnen war. Nicht weil es mich störte, doch ein Teil von mir beschäftigte sich viel zu sehr damit, heraus zu finden, wieso manche Menschen sich nicht auf einen festen Partner einlassen konnten. Sie gingen so doch der tollsten Sache die es gab aus dem weg. Liebe. Zu Lieben war etwas was ich noch nie in meinem Leben gefühlt hatte. Seine Berührungen ließen mich aufhorchen. Auch mein Atem hatte sich ein wenig beschleunigt, doch ich konnte nicht einfach die Klappe halten. Vor allem aber wenn ich nicht wusste, in welche Richtung das ganze ging. Meine Finge krallten sich in sein Shirt und ich neigte den Kopf nach hinten. Als er mit mir sprach trafen unsere Blicke aufeinander. „Du scheinst nicht alleine zu Wohnen", stellte ich fest als mir auffiel, dass ein weiteres paar Schuhe im Wohnzimmer stand. Männerschuhe. Also hatte sich mein Verdacht bestätigt. Vermutlich sein Bruder. Keine Ahnung ob es ich  abschreckte, aber irgendetwas an seinem Blick veränderte sich. „Hab ich was falsches gesagt?“ Ich wollte das hier nicht Falsch machen. Alles andere als das. Doch bisher war ich wirklich mir in solch eine Situation gekommen. Klar wurde man gelegentlich angefiltert, aber wenn ich nicht gerade im Meer umher schwamm, hielt ich mich im Cafè oder Zuhause auf. Ich wusste wie Riskant es war mit einem Fremden nach Hause zu gehen. Es konnte viel zu viel passieren. [Auch sehr kurz Sorry]


Zuletzt von Troian. am Fr Sep 07, 2018 2:42 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Sep 07, 2018 1:55 pm

Aiden Jales
Sie ging total darauf ein, also wieso sollte ich sie nicht nach Hause nehmen? Aber kaum waren wir in meiner Wohnung, änderte sich ihr Verhalten ein bisschen. Ich sah, wie sie sich in der Wohnung umsah. „Danke“, erwiderte ich, als sie meine Wohnung als schick bezeichnete. Kurzerhand.. es war nichts spezielles. Es war eigentlich eine ganz normale Wohnung. Ich zog sie zu mir und musste ihr zuerst einmal zu verstehen geben, dass sie sich auf meinen Schoss setzen sollte. Sie wollte das doch auch oder? Meine Hände glitten über ihre Seite und ihre Hände legten sich auf meine Brust. Meine Lippen wanderten von ihren Lippen ihren Hals hinunter. Doch als ich begann, ihren Hals mit kleinen Küssen zu verwöhnen, entzog sie sich mir. Meine Finger schoben sich dennoch ein bisschen unter ihr Shirt und ich hörte ihr Keuchen. Ja, sie war erregt und sie konnte das genauso schlecht abstreiten wie ich das konnte. Aber wieso liess sie mich denn nicht ran? Ich runzelte die Stirn, als sie fragte, ob ich das öfters machen würde. Ich schüttelte den Kopf. „Nein, ich hatte schon lange keine Frau mehr bei mir zuhause“, beantwortete ich ihre Frage und zog sie wieder ein bisschen näher an mir heran. Doch sie wollte so schnell gar nicht aufhören. Ihre Finger krallten sich in mein T-Shirt, während sie gleichzeitig den Kopf in den Nacken legte, wodurch sie es mir nicht mehr ermöglichte, dass ich sie küssen konnte. Wieso denn das plötzlich? Ich seufzte leise auf, als ihre Fragerei weiterging. Das hier war keine Quizstunde. Ich wollte Spass mit ihr haben. Hier auf dem Sofa oder in meinem Bett. Das spielte mir keine Rolle. Aber ich wollte sie. Sie hatte das Verlangen in mir geweckt, welches viel zu lange in mir geschlummert hatte. Wieso also liess sie mich jetzt plötzlich nicht mehr ran? „Ich wohne mit meinem Bruder hier, aber keine Angst, wir sind heute alleine“, erwiderte ich darauf und lehnte mich nach hinten an die Lehne des Sofas. Es sah langsam immer mehr danach aus, als würde das heute doch nicht mehr so enden, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich runzelte leicht die Stirn. Das Verlangen ebbte langsam wieder ab, was wohl keinen verwunderte. Wieso musste sie aber auch so viel reden? Am liebsten hätte ich ihren Mund mit meinen Lippen versiegelt, aber das Risiko wäre da gewesen, dass sie dann ausgeflippt wäre oder mich als respektlos bezeichnet hatte. Ich stiess die Luft aus und fuhr mir durch das Haar, als sie fragte, ob sie etwas falsch gemacht hätte. „Du redest zu viel. Wir sind doch nicht hierher gekommen um zu reden?“ fragte ich sie stattdessen zurück und beschloss einen neuen Versuch z u starten. Ich legte meine Hände an ihren wirklich knackigen Hintern und zog sie näher an mein Becken heran. „Ich möchte Spass haben“, murmelte ich und beugte mich wieder vor, um sie zu küssen. Sie konnte sich immer noch nachher in der Wohnung umsehen und Fragen stellen, wenn wir unseren Spass gehabt hätte. Ihr Becken drückte sich leicht gegen meines und ich verharrte kurz vor ihren Lippen. Sie hatte mich vorhin doch nicht grundlos abgewiesen oder? Also wieso hatte sie nicht gewollt, dass ich ihren Hals küsste? Ich sah ihr in die Augen, um herauszufinden, ob sie das genauso sehr wollte wie ich. Sie hatte vorher schneller geatmete genauso wie ich und das war eigentlich ein gutes Zeichen. Aber gerade sah man nichts mehr davon. [Die sind alle gut Very Happy]

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Fr Sep 07, 2018 4:13 pm

• Alenia.
Gefasst presste ich meine Lippen zusammen. Seine Worte schienen für ihn selbst Sinn zu machen, doch was genau wollte er gerade von mir? Leicht verwundert nickte ich nur. Wir waren doch hier um Spaß zu haben, oder? Was wusste ich was Spaß machte. Machte man sowas normalerweise, wenn man mit jemanden nach Hause ging? Ein wenig konzentriert versuchte ich ruhiger zu werden. Meinen Atem wieder zu stimmulieren. Ich redete ihm also zu viel. Vielleicht sollte ich es wirklich unterbinden zu reden. In seinen Augen spiegelte sich Begierde wieder. Als ich weiter auf seinen schoß rutschte schmunzelte ich leicht. „Hast du keinen Spaß?“, fragte ich heiser, näherte mich seinen Lippen und legte meinen Zeigefinger an sein Kinn. Ich schob es leicht nach oben und blickte in seine braunen dunklen Augen. Er musste mich ansehen. Irgendetwas an ihm war anders als die meisten Männer die ich beobachtete. Er keuchte auf als ich mich auf seinem Schoß bewegte. „Das sieht ganz danach aus, als würdest du dich tierisch freuen, dass ich hier bin.“ Ich blickte an mir herunter und zwischen seine Beine. Ein kleines neckisches grinsen kam auf meine Lippen. Das- war auch typisch Mann. Meine andere Hand verweilte in seinem Nacken und strichen über seine warme Haut. „Was tust du wenn du Spaß haben willst?“, fragte ich leise und versuchte es nicht wie eine wirkliche Frage klingen zu lassen. Ich hatte keine Ahnung ob es mir gefallen würde oder nicht, schließlich hatte ich das ja auch noch nie getan. Sollte ich das wirklich probieren? Mit einem Fremden? Es war mehr als Offensichtlich, dass diese Nummer hier auf Sex raus ging. Doch musste ich nicht auch einmal meine Erfahrungen machen? Wenn nicht jetzt wann dann? Denn ganz so wie es aussah, war es wohl so, dass man sich nach so genannten One-Night-Stands nicht wieder sah. Ich näherte mich ihr und legte meine Lippen auf seine. Sie waren so unglaublich weich und verzauberten mich auf eine sehr spezielle Art und Weise wie ich es mir nicht vorstellen konnte. So hatte ich mich in der Tat noch nie gefühlt. War das das Adrenalin über das die Leute immer sprachen wenn sie Nachts heimlich über den Bordstein nach Hause schlichen? Mit ihren Schuhen in den Händen, den durcheinander gewuschelten Haaren und dem Blick der Schade auf dem Gesicht? Trotzdem hatten sie etwas unbeschwertes an sich. Vrosichtig zog in an seiner Unterlippe. Es war ein wirklich interessantes Gefühl, sein Objekt der Begirde zu sein. All diese Dinge auzuprobieren und zu fühlen, dass es sofort funktionierte. Das leuchten und das lächeln auf meinen Lippen blieb. Leicht verwundert sah ich ihn an. Was machte ihn nur so Geheimnissvoll das ich mich nicht von ihm lösen konnte? Menschen- nein, Männer waren wirklich eine Verrückte Spezis. Sobald jemand einen Arsch und Titten hatten, brachte es sie um den Verstand. Er wusste noch nicht einmal wer ich wirklich war, doch ich war mir mehr als sicher, dass wenn er es wüsste, er weniger mit mir zutun haben wollen würde. Meine Finger glitten über deinen Hinterkopf. „Sag mir Aiden, was bist du für ein Typ?“, flüsterte ich als er mich ansah und sich beinahe verträumt von meinen Lippen löste. Es interessierte mich wirklich. Irgendetwas an ihm was Besonders. „Erzähl mir was von dir“, hauchte ich und hauchte ihm erneut einen Kuss auf die Lippen. Meine Hände glitten unter sein Shirt über seinen Oberkörper. Seine Muskeln waren genauso definiert und durchtrainiert wie ich es mir vorgestellt hatte. "Ich möchte mehr über dich wissen." Ob ich nun viel mit ihm redete oder nicht, es spielte doch gar keine Rolle. Wenn er mich "wollte", musste er da durch und sich dem stellen. Ein Teil von mir hatte wirklich ein wenig Spaß daran, ihn so auf die Folter zu spannen. Zu sehen, wie er es mich ansah.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Sep 07, 2018 5:02 pm

Jules Ivory
Ich würde diesem Sackgesicht schon noch zeigen wo es lang ging! Ich war durch diese Behinderung vielleicht weniger selbstbewusst und oft unsicher, aber im Herzen war ich immer noch das freche, vorlaute Mädchen von damals. Vor allem, wenn mich etwas oder jemand so wütend machte, dass ich allein aus Trotz beweisen wollte, dass ich es immer noch drauf hatte. Ja, ich konnte nicht mehr zeichnen und meine Sprache war eine Katastrophe, wenn ich nicht gerade nur auf Ja-Nein-Fragen antwortete, aber das hieß nicht gleich, dass ich auch geistig eingeschränkt war! Und selbst wenn ich es wäre, hätte dieser Arsch nicht das Recht besessen sich darüber auszulassen! Ich konnte diesen Menschen einfach nicht verstehen. Wie konnte man so viel Hass in sich tragen, dass man ihn geballt auf eine ganze Gruppe von Menschen, die man gar nicht kannte, richten musste, nur um sich besser zu fühlen? Wie krank mussten diese Menschen erst sein? Für mich glich das viel mehr einer Behinderung als ein wenig eingeschränkt zu sein. Als er sagte, dass er nichts mehr brauchte, setzte ich mich wieder auf meinen Schreibtischstuhl und beachtete seinen dummen Spruch nicht weiter. Er hatte es ja gerade schön selbst gesagt: Ich war noch lange nicht auf sein Niveau herabgesunken und das würde ich auch sicher nicht. Mit ihm wollte ich wirklich wenig zu tun haben. Ich würde die Dinge machen, die er von mir verlangte, aber ich würde nicht mehr für ihn tun als ich musste. Ich war mir sicher, dass mir jeder andere in dieser Firma sympathischer war. Ob ihn die anderen auch mieden und nicht leiden konnten? Und wie hatte er diesen Job überhaupt bekommen? Mal ganz abgesehen von seiner abartigen Persönlichkeit, war er bis zum Hals tätowiert. Nicht, dass ich etwas gegen Tattoos hätte - wäre er nicht so ein Arsch, hätte ich mich vielleicht für die künstlerischen Motive auf seiner Haut interessiert und ihn danach gefragt - aber wenn ich ihn so mit Mister Mahoni verglich, der im schicken Jackett, einer teuren Uhr am Handgelenk und Markenschuhen hier aufkreuzte, passte er nicht wirklich in diese Firma. Er passte generell nicht in ein Büro. Ich schickte gerade eine Email ab, als Mr Mahoni durch die Tür kam und mir andeutete kurz mitzukommen. Oh nein. Es war doch nicht wieder Mr Fowler gewesen, oder? Er konnte unmöglich zu ihm gelaufen sein und sich darüber beschwert haben wie schlecht ich seine Hefte gelocht hatte. Er hatte keine Grundlage, um Beschwerde einzureichen. Ich folgte Mr Mahoni in sein Büro, wo tatsächlich Sackgesicht persönlich auf dem Stuhl vor seinem Schreibtisch saß. Wenn meine Gesichtszüge noch nicht entgleist waren, dann taten sie es spätestens jetzt, als Mr Mahoni freudenstrahlend erklärte, dass er mich in eine Zusammenarbeit mit diesem Vollidioten steckte. Ich sollte für ihn arbeiten? Denn das war es doch, oder? Ich war Assistentin - Praktikantin! Ganz sicher würde er mich nur herumschubsen, weil er mir mehr nicht zutraute. Dass er mich in höchsten Tönen hier bei Mr Mahoni gelobt haben sollte, kam mir auch eher suspekt vor. Entweder log Mr Mahoni, damit ich mich etwas besser fühlte oder aber Mr Fowler war ihm nach dem Vorfall heute Morgen so tief in den Arsch gekrochen, weil er alles sagen würde, nur um seinen Chef zufrieden zu stimmen. Selbst jetzt tischte er ihm die dickste Lüge auf, die ich seit Langem gehört hatte. Sehr gerne? Aber natürlich. Ich unterdrückte es die Augen zu verdrehen und sah zu Mr Mahoni. „Sind Sie sicher, dass das eine gute… uhm.. Idee ist? Ich könnte auch mit etwas Kleinem anfangen.“, schlug ich vor. Oh ich wollte ganz sicher keine drei Monate mit diesem Idioten zusammenarbeiten! Aber Mister Mahoni lächelte nur zuversichtlich. „Sie schaffen das schon, Miss Ivory. Ich setze großes Vertrauen in Sie. Na dann mal an die Arbeit Sie beide.“, sagte er, drückte Mr Fowler mehrere Ordner in die Arme und schickte uns dann aus seinem Büro. Ich war ganz und gar nicht begeistert von dem Resultat. Vermutlich wäre mir lieber gewesen er hätte mich gar nicht erst eingestellt. Schlimmer hätte es mich ja nicht treffen können, oder?
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Sep 07, 2018 5:27 pm

Aiden Jales
Sie rutschte ein bisschen auf meinem Schoss herum, was mein Verlangen gerade nicht viel besser machte. Spielte sie etwa mit mir? Wollte sie mich auf die Folter spannen? Es sah nämlich gerade alles danach aus. Sie kam näher, aber unsere Lippen berührten sich noch nicht. Ihr Zeigefinger legte sich unter mein Kinn und sie hob es ein bisschen an. Ich sah ihr in die Augen und keuchte ein bisschen auf, als sie sich erneut auf meinem Schoss bewegte und dabei an mein Becken stiess. „Natürlich freue ich mich“, erwiderte ich und sah, wie sie zwischen meine Beine sah. Wollte sie sehen, wie sehr sie mich anmachte? Ich wollte sie und ja, es war in meiner Hose nicht mehr so viel Platz wie vorher, aber es war noch nicht so, als hätte ich gar keinen Platz mehr. Allerdings konnte sich das noch schnell ändern. Ich sah das kleine neckische Lächeln auf ihren Lippen, während ihre andere Hand immer noch in meinem Nacken lag. Ihre nächste Frage war leise und dennoch hörte ich sie gut. Was war denn das für eine überflüssige Frage? „Das kann ich dir gerne zeigen“, raunte ich ihr zu und grinste sie an. Es musste ja nicht als One Night Stand enden. Vielleicht könnten wir uns ja danach noch ein paar Mal treffen. Vielleicht könnten wir ja den Sex, vorausgesetzt er war gut, noch ein paar Mal wiederholen. Dieses Mal war sie es wieder, die mich küsste. Ich erwiderte den Kuss und schob meine Hand wieder unter ihr Shirt, um ihre Haut zu fühlen. Verdammt, ich wollte mehr. Ich wollte viel mehr. Ich wollte ihren Körper unter meinem spüren. Ihre nackte Haut an meiner. Wieso spannte sie mich so auf die Folter? Sie zog leicht an meiner Unterlippe und als Reaktion drückte sich mein Becken dem ihrem entgegen. Sie löste sich dann aber wieder von mir und ich sah sie an. Ihre Finger glitten über meinen Hinterkopf und ich seufzte leise auf. Wollte sie jetzt etwa wieder reden? War es nicht deutlich genug gewesen, als ich ihr gesagt hatte, dass sie zu viel sprach? Ich konnte es nicht sagen. „Ich bin ein ganz gewöhnlicher, durchschnittlicher Typ. Niemand Spezielles“, erwiderte ich und sah zu ihr hoch. Ich war zwar beim Militär und hatte einen ganz guten Rang für mein Alter. Okay, meine Gene waren verändert worden, also war ich eigentlich kein gewöhnlicher Mensch mehr, aber ich hatte einen Eid gesprochen, also durfte ich darüber nicht sprechen. Es ging sie auch nicht wirklich etwas an. „Können wir nicht später über mich reden?“, fragte ich sie und genoss es, wie sie mich endlich anfing zu berühren. Kurzerhand ergriff ich den Saum meines T-Shirts und zog es mir über den Kopf. „Ich bin 24 und habe einen kleinen Bruder, mit dem ich hier wohne. Ich habe einen sicheren Job, habe keine Freundin und wie schon gesagt, hatte ich länger keinen Sex mehr, weswegen ich ein bisschen ungeduldig bin, wenn so eine scharfe Frau auf meinem Schoss sitzt“, sagte ich ehrlich und sah sie an. Ich warf das T-Shirt einfach mal weg, während ich nun halbnackt vor ihr sass. Zu schön wäre es, wenn sie sich auf ihrer Kleider entledigen würde, aber vielleicht brauchte sie da ein bisschen Hilfe. Ich verstand es ja selbst nicht, wieso sie so lange zögerte. Waren die Frauen meistens nicht genauso scharf wie die Männer? Verdammt, mein ganzer Körper verzehrte sich nach ihr.

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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Troian. am Fr Sep 07, 2018 7:29 pm

• Alenia.
Vielleicht kam hier gerade mein Wesen zu sehr zum Vorscheinen. Ich konnte von Glück sagen, dass er es nicht bemerkte. Würde er auch nicht. Die meisten Menschen bemerkten es nicht, wenn sie einer Mystischen Kreatur in die Finger fiehlen. Es wurde ihnen egal. Ich leckte mir über die Lippen, als er sich hastig von seinem Shirt befreite und es in die Ecke pfefferte. Sein Körperbau war wirklich erstaunlich. Aiden hatte es mehr als eilig. Vermutlich war das der Augenblick wo wir unseren Sirenengesang benutzten, um unsere Beute unter Wasser zu ziehen. So würden sie vermutlich irgendwann ertrinken. Es war der Lockstoff den wir freisetzten und ich war mir sicher, dass auch Aiden sich gerade nicht davor retten konnte. Vermutlich machte es das alles nur noch sehr viel Intensiver. Ich hatte keine Ahnung zu wie viel Prozent das gerade überhaupt noch eine Rolle spielte. Im Ernst, ich wollte das hier ausprobieren. Ich wollte mich wie eines dieser Weg geworfenen Mädchen fühlen. Ich wollte mich menschlich fühlen. Und dieses Gefühl, war auch ein Gefühl. Die Art und Weise wie er mich ansah war verrückt. Sein ungeduldiger und Gieriger Blick lag auf meinem Körper ehe ich langsam den Reißverschluss meiner Bluse öffnete und mich davon befreite. Ich hatte die Zügel in der Hand und das obwohl ich nicht die Erfahrende war. Elegant viel der Stoff von meiner Haut zu Boden. „Freut mich Aiden“, hauchte ich und küsste nun seinen Nacken. Ich war ein Anfänger. In allem. Doch es schien einfach in meiner Natur zu liegen, Dinge richtig zu machen. Und das tat ich! Aiden verlor sich komplett und ehe wir uns versahen kam es zum heißen innigen Sex auf der Couch. Total erschöpft ließ ich mich auf ihm nieder und sah wie meine Fingerspitzen spuren auf seiner Haut hinterlassen hatte. „Das war nett“, witzelte ich als ich sah wie schnell sein Brustkorb sich hob und senkte. Er schien einen kurzen Augenblick zu brauchen um sich zu fangen. Trotzdem hatte ich wirklich keine anderen Worte um dies zu beschreiben. War es das- von dem die Menschen so besessen waren? „....intensiv“, verbesserte ich leicht schmunzelnd meine Worte und griff nach der Decke die am anderem Ende des Bettes lag. Ich setzte mich auf, hielt mir die Decke vor die Brust und schob mich auf meine dünnen Beine. Obwohl sie schon seit einer etwas längeren Zeit ein Teil von mir waren, war es immer noch komisch sie nackt sehen zu müssen. Vor allem wenn andere sie ansahen. „Du machst viel Sport schätze ich?“, fragte ich während ich mich aufsetzte und nach meiner Bluse griff. Ich war nicht drum herum gekommen zu bemerken wie unglaublich stark und präzise er war. Konnte man das so nennen? Während unserer gmeinsamen Zeit zusammen- gerade-, war er gelegentlich auch ein wenig über die Stränge geschlagen. Doch es störte mich nicht. Auch für mich war es sehr interessant gewesen. Nichts um der Welt kam dem Gefühl von Wasser auf der Haut nahe, doch es war in der Tat etwas sehr aufregendes. Genauso schnell wie die auf dem Boden gelandet war, schob ich mir das Stück Stoff auch schon wieder über den Körper. Ich strich mir meine dichten schwarzen Haare aus dem Gesicht und drehte meinen Kopf zu ihm. Seinem Blick nach zu Urteilen stimmte was nicht? Aber was? Sollte ich mich jetzt neben ihn legen? Machten Menschen das so? Und dann? Ich zögerte ehe ich mich setzte und ihn ansah. Ich konnte froh sein, dass er immer noch glaubte ich sei ein kleines schüchternes Mädchen, dass sich nicht selbst helfen konnte. Doch das war ich nicht. Und genau aus diesem Grund schien er wohl auch ein wenig irritiert. „Was schaust du mich an?“, fragte ich und legte den Kopf schief. Ich erhob mich und kam wieder ein klein wenig näher an ihn heran. „Hat es dir etwa nicht gefallen? Ich hätte gehofft, es bei der nächsten Gelegenheit vielleicht noch einmal zu wiederholen“, raunte ich verführerisch und funkelte ihn auch genauso an. Es machte mir viel zu viel Spaß ihn so zu umgarnen. Vorsichtig hauchte ich ihm einen Kuss auf die Lippen, ehe ich mich erhob und mir meine Unterwäsche und dann die Shorts über zog. Er hatte doch das was er wollte.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Ashes. am Fr Sep 07, 2018 8:07 pm

Jackson "Jax" Kiyoshi Fowler
Jahrelang arbeitete ich nun schon in dieser Firma. Hatte mir von Anfang an den Arsch aufgerissen. Hatte über Wochen, ja sogar über Monate, jeden Tag Überstunden geschoben und mir die Nächte im Büro um die Ohren geschlagen. Ich übernahm selbst das kleinste Projekt und kümmerte mich um die einfachsten Aufgaben. Ich hatte alles getan um Mr Mahoni zu beweisen, dass es kein Fehler gewesen war mich einzustellen. Dass auch ein Kerl wie ich, ohne Schulabschluss oder irgendwelche Qualifikationen, beruflich erfolgreich sein konnte. Jahrelang hatte ich auf die Beförderung hingearbeitet, mit der ich mir endlich lang ersehnte Träume erfüllen wollte. Nach so langer Zeit war sie nun zum Greifen nahe und war nur an eine einzige Bedingung geknüpft – ich musste drei Monate lang mit dem Menschen kooperieren, den ich nach ihrer Kaffeeattacke eigentlich nicht wiedersehen wollte. Und doch stand ich nun hier, stimmte Mr Mahoni selbstverständlich zu – ansonsten könnte ich die Beförderung gleich vergessen – und überlegte krampfhaft wie ich die nächsten Monate überstehen sollte, ohne gleich am ersten Tag unser gemeinsames Projekt zu beenden und so meinen Job zu riskieren. Solange ich keine andere Stelle in Aussicht hatte, musste ich gezwungenermaßen in diesem Büro bleiben. Anders konnte ich die Miete nicht bezahlen.
Glücklicherweise schien auch die Kleine nicht sonderlich begeistert von der Idee zu sein und versuchte Einwände zu erheben. Vielleicht ließ Mr Mahoni sich von ihr dazu verleiten, nochmal über die ganze Sache nachzudenken. Immerhin war es bloß ihr Probearbeitstag und er bot ihr schon einen Job über mehrere Monate an. Doch auch sie konnte ihn nicht von seinem Plan abbringen und so setzte er uns bestens gelaunt vor die Tür. Perplex starrte ich die geschlossene Tür an. Dann sah ich auf die Papiere in meinen Armen, anschließend zu Ms Ivory. Scheiße! Wenn ich das Geld wollte, musste ich mich wirklich anstrengen und durfte mir keine Fehler erlauben. Ich würde mit ihr zusammenarbeiten müssen, ohne mir anmerken zu lassen, dass ich sie für inkompetent und schlichtweg dumm hielt. Und fuck, drei Monate konnten lang werden. „Jackson Fowler.“, stellte ich mich also vor, verzichtete aber darauf ihr die Hand zu geben. Nur weil wir jetzt Partner waren, mussten wir es ja nicht übertreiben. „Machen Sie Ihren Job, ich mache meinen. Kommen Sie nicht in mein Büro, außer es ist wichtig. Um meine Termine kümmere ich mich selbst.“ Es war egal, was ich über sie dachte. In der nächsten Zeit musste ich mich zusammenreißen und mich auf die Arbeit konzentrieren. Ich brauchte das Geld! Aber vorher musste ich hier raus, ich brauchte Ablenkung. „Ich mache Feierabend.“, ließ ich sie wissen und verschwand in meinem Büro, wo ich meine Sachen packte und den Computer runterfuhr. Einen kurzen Moment hielt ich inne und schloss die Augen, atmete tief durch. Wie schlimm könnte es schon werden? Wenn jeder sich auf sein Ding konzentrierte, würden wir uns kaum in die Quere kommen und könnten den Kontakt auf ein Minimum beschränken. Hoffentlich behielt ich recht. Seufzend löste ich die Hände von der Tischplatte und machte das Licht aus, bevor ich aus dem Raum trat. Ich warf der Kleinen einen letzten Blick zu, ehe ich mich auf den Heimweg machte. Nach den Erlebnissen des heutigen Tages war nicht mehr an einen Abstecher in die Bibliothek zu denken – ich wollte einfach nur in mein Bett.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Skyfall am Fr Sep 07, 2018 8:41 pm

Jules Ivory
Ich konnte nicht glauben, was hier gerade passiert war. Hatte mich Mister Mahoni gerade wirklich dem einen Mitarbeiter zugeteilt, der sich bereits heute Morgen wie ein absolutes Arschloch mir gegenüber verhalten hatte? Dieser Betrieb hatte knapp dreißig Mitarbeiter, also wieso er? Wieso ließ mich Mister Mahoni nicht weiter kleine Dinge machen? Wieso teilte er mich ausgerechnet diesem Sackgesicht zu, der doch mehr als offensichtlich etwas gegen mich hatte, nur weil ich nach außen hin eine Behinderung hatte? Wieso sollte ich mit der Diskriminierung in Person arbeiten? Das war wirklich unfassbar. Ich konnte gar nicht glauben wie inkompetent Mr Mahoni war, wenn er tatsächlich glaubte, dass dieser Kerl hier mir im Laufe unserer Zusammenarbeit auch nur den Hauch einer Chance gab mich zu beweisen. Vermutlich würde er mich den ganzen Tag nur Akten schreddern lassen, weil er mir nicht mehr zutraute. War das fair? Nein, verdammt nochmal! Und doch stand ich nun vor verschlossener Tür und sollte mit diesem Arschloch hier arbeiten. Fassungslos drehte ich mich zu ihm um, als er sich mir erneut vorstellte. Klar… Immerhin waren wir recht rüde von ihm unterbrochen worden, als er mich mit Pennern und Berufsalkoholikern verglichen hatte. „Jules Ivory.“, brummte ich der Höflichkeit halber. Seine Ansage danach war ziemlich deutlich. Wir würden also getrennt arbeiten und jeder würde sein Ding machen. Wir würden nur so viel miteinander zu tun haben wie wirklich nötig war und das war mir nur zu recht. Allerdings verriet er mir nicht, was denn meine Aufgaben waren. Ich konnte meine Arbeit immerhin schlecht erledigen, wenn er mir nicht verriet, was ich tun sollte. Ich hatte bisher noch nie im Büro gearbeitet. Ein paar Mails schreiben, Akten sortieren und Scans ablegen konnte ich, aber was hatte ich mit seinem neuen Projekt zu tun? Jackson schien jedenfalls nicht vor zu haben mir zu erklären, was ich für ihn tun sollte, denn er war gedanklich schon im Feierabend. Fein. Sollte er doch gehen. Das hier war mein erster Arbeitstag, also würde ich sicher nicht sofort abhauen, sondern ein wenig vorarbeiten. Vor allem, weil ich Jackson beweisen wollte, dass ich ihm sicher nicht zur Last wurde. Als er also weg war, schlich ich mich in sein Büro, nahm die Ordner rüber mit zu meinem Schreibtisch und begann Jacksons Emailadresse, seine Telefonnummer und Kontaktdaten an alle Projektbeteiligten herumzuschicken, sodass er erreichbar war. Ich legte auf dem Server bereits einen Ordner mit der gewöhnen Ordnerstruktur des Büros an, sodass er es leichter haben würde Dinge wie Post oder Skizzen einzuscannen und abzulegen. Danach machte ich mich daran die wilden Unterlagen von Mr Mahoni zu sortieren, trennte sie mit Trennblättern ab und beschriftete alles durchgehend. Danach stellte ich noch eine Liste mit den Projktbeteiligten für Jackson zusammen, programmierte sein Telefon auf Kurzwahltasten für seine Ansprechpartner und schrieb sie ihm alle auf die Liste, die ich ihm auf den Schreibtisch legte. Nach gut zwei Stunden hatte ich das ganze Projekt soweit vorbereitet, dass Jackson morgen sofort einsteigen konnte, ohne vorher irgendetwas sortieren und sich etwas aus den ganzen Unterlagen heraussuchen zu müssen. Er könnte mit einem Blick alles finden, was er brauchte und bei Neuigkeiten würden die Emails direkt an ihn weitergeleitet werden, da ich seine Kontaktdaten bereits verteilt hatte. Das war ein guter Einstieg für den ersten Tag, also beließ ich es dabei und legte ihm alles auf seinem Schreibtisch bereit, ehe ich dann auch das Büro verließ und nach Hause fuhr. Nach diesem heftigen Tag aber fiel ich nur noch ins Bett und rollte mich zusammen. Ich war völlig fertig und eigentlich wollte ich wirklich alles andere als morgen in dieses verdammte Büro, zu diesem verdammten Jackson zurückzugehen.
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Re: The secret warriors (RPG)

Beitrag von Ashes. am Fr Sep 07, 2018 9:50 pm

Jackson "Jax" Kiyoshi Fowler
Das Piepsen meines Handys riss mich aus meinem wohl verdienten Schlaf. Zunächst versuchte ich es zu ignorieren, doch anstatt aufzuhören wurden die Abstände zwischen den Tönen immer kürzer. Stöhnend wälzte ich mich auf die Seite und streckte die Hand nach der Geräuschquelle aus. Nachdem ich es entsperrt hatte, öffnete ich meine Nachrichten. Jackson? Weiter. Jax? Bist du schon wach? Weiter. Jax, Babe. Sehe ich dich heute in der Bibliothek? Wenn die nächsten fünf Nachrichten auch von ihr waren, dann vermutlich nicht. Hör auf mich zu ignorieren und antworte mir! Diese Frau verstand wirklich nicht, dass es Menschen gab, die auch mal schlafen mussten. Hol mich von zu Hause ab und bring mich zur Uni. Hab den Bus verpasst Sad Darauf wollte Litzy also hinaus. Sie hatte Glück gehabt, dass ich vor meinem eigentlichen Wecker aufgewacht war und genügend Zeit hatte, mich für die Arbeit fertig zu machen. Also ließ ich sie schnell wissen, dass ich ihr Taxi spielen würde und in einer halben Stunde da wäre. Seufzend schlug ich die Decke zur Seite und schwang mich aus dem Bett. Es würde sich nicht lohnen, mich für 20 Minuten nochmal hinzulegen, also konnte ich gleich aufbleiben.
Eine Stunde später parkte ich meinen Wagen auf dem Mitarbeiterparklatz des Büros und machte mich auf den Weg zur Arbeit. Gestern Abend hatte ich noch lange wach gelegen und mir den Kopf darüber zerbrochen, wie ich mit meiner neuen Kollegin umgehen sollte, doch ich war nicht zu einer Lösung gekommen. Vermutlich sollte ich einfach versuchen, ihr möglichst aus dem Weg zu gehen und mich auf das Projekt zu konzentrieren – um was auch immer es sich handelte. Nachdem Mahoni uns damit betraut hatte, war ich nicht mehr dazu gekommen mich einzulesen. Ich ging aber davon aus, dass es nicht sonderlich kompliziert sein durfte, wenn er es sogar der Kleinen zutraute. Ich freute mich schon darauf, sie wiederzusehen. Es gab keinen besseren Start in den Tag als mit jemandem zu reden, der keinen geraden Satz auf die Reihe bekam. Augenrollend betrat ich das graue Gebäude, begrüßte die Empfangsdame mit einem Kopfnicken und fuhr mit dem Fahrstuhl hoch in meine Etage. Schnell huschte ich über den Flur zu meinem Büro, um möglichen Gesprächen mit gewissen Personen zu entgehen. Für solche Konfrontationen war es definitiv zu früh. Ich setzte mich an den Computer und richtete meinen Arbeitsplatz für den Tag ein. Es dauerte einen Moment bis ich bemerkte, dass bereits Unterlagen neben mir lagen. Verwirrt hielt ich in der Bewegung inne und sah mir den Ordner genauer an. Er war versehen mit dem Namen unseres Projekts. Die Unterlagen waren gut sortiert und schon in der Richtung Reihenfolge. Auch fand sich darin eine Liste mit weiteren Beteiligten und ihren Kontaktdaten, die im Notfall unsere Ansprechpartner wären. Sie hatte nicht … oder hatte sie doch … ? Hatte sie etwa gestern Abend noch im Büro gesessen und all das vorbereitet? Nachdem ich sie so scheiße angemacht hatte? Ich musste zugeben, dass sie wirklich gute Arbeit geleistet hatte. Die meisten Assistentinnen, die im Laufe der Zeit hier gearbeitet hatten, hatten diese banalen Dinge nicht mal innerhalb von mehreren Wochen geschafft. Sie brauchte lediglich einen Abend dafür. Ich war überrascht, durchaus positiv. Allerdings musste man auch ehrlich sein, dass diese Aufgaben nicht sonderlich schwer gewesen waren. So ziemlich jeder Mensch mit etwas Verständnis für Computer und Ordnungssysteme hätte sie bewältigen können, also hatte sie wirklich nichts Großartiges geleistet. Dennoch würde ich mich bei ihr bedanken. Nicht etwa, weil ich ihre Arbeit tatsächlich schätzte, sondern weil ich Mr Mahoni keinen Anlass zum Zweifel an meiner Arbeitsbereitschaft geben wollte. Er sollte ruhig den Anschein gewinnen, dass ich mich auf dieses Projekt mit ihr freute. Deswegen erhob ich mich von meinem Stuhl und ging hinaus auf den Flur. Ich vermutete sie in ihrem Büro, also klopfte ich an und wartete auf eine Antwort ihrerseits. Danke sagen, ein kurzes Lächeln und ich hätte es geschafft. So dramatisch war das echt nicht.
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