The 100 RPG

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Di Dez 11, 2018 6:39 pm

John Murphy
Ich wagte es mir einen Blick über die Schulter zu werfen und danach die Tür hinter mir sorgfältig zu schließen. Nachdem Arkadia sich in eine Geisterstadt verwandelt hatte, kam es mir so vor, als hätten die Wände Ohren. Außerdem musste ja keiner wissen, dass gerade ich mit Raven unter einer Decke steckte. Bei dem, was auch immer das hier war. Wir schienen immerhin die einzigen normalen Menschen in diesem Camp zu sein. Wir gerieten in der letzten Zeit eben doch immer öfter aneinander und auch wenn sie es nicht wahr haben wollte, im eigentlichen Sinne, vertrugen wir und ja eigentlich ganz gut. Trotz der Dinge die passiert waren. Stirn runzelnd kam ich näher auf sie zu und hörte mir das an, was sie mir zu sagen hatte. Stimmte das was sie sagte wirklich? Abby war eine von ihnen? Wann war das passiert? Hatte Jaha sie etwa auch um seinen Finger gewickelt? Aus irgendeinem Grund wusste er immer direkt, welchen Nerv er bei den Menschen treffen musste um sie auf seine Seite zu ziehen. Niemand konnte uns versichern, dass Kane nicht auch schon „besessen“ war. Das lief ja ziemlich „Gut“ für uns bis hier hin. Wir hatten keinen blassen Schimmer was hier abging. „Das sind ja sehr erfreuliche Nachrichten“, murmelte ich sarkastisch in mich hinein. Da Raven nicht den Anschein hatte sich zu bewegen, beließ ich es einfach ihr ein weiteres Mal meine Hilfe anzubieten. Sie war sich eben zu Stolz dafür, so wie ich sie kannte. Anstelle davon ließ es also einfach und ließ mich direkt von ihr an der Wand sinken. Stille kam auf, während mein Blick auf der kleine blaue Teil in ihrer Hand fiel. Raven machte gerade jedoch wohl nicht den Anschein, als würde sie ihn mir reichen wollen. „Was soll das sein?“, fragte ich, als sie es in das Licht hielt. Es war für eine Tablette reltaiv groß, durchsichtig und leicht bläulich. Zudem war ein Zeichen darauf zu sehen, dass wie ein kleines dunkles Unendlichkeitszeichen aussah. Solange ich hier unten in Arkadia lebte, hatte ich so etwas noch nie gesehen. Wie konnte so ein kleines Teil dafür sorgen, dass die Leute um uns herum so komplett austickten?„Sie hat dich dazu überreden wollen, dieses Teil zu schlucken?“ Ich kannte Abby und ihre Methoden und mittlerweile hatte ich auch eine ziemlich lange Zeit auf der Krankenstation verbracht um zu wissen, dass es sich bei diesem Teil um keine neuartige „Pille“ handelte. In meiner Zeit dort wäre mir sicherlich irgendetwas unter die Augen gekommen was so ausgesehen hatte wie dieses Teil. War es aber nicht. Wirklich schlüssig wurde mir die Sache nicht. Es sollte dafür sorgen, dass sie ihre „schmerzen“ vergaß. Nachdenklich verzog ich das Gesicht. Diese Sachen die hier passierten machten mir Kopfschmerzen. Dieses Teil musste das gewesen sein, was Jaha in der Mensa verteilt hatte. Wenigstens diese Tatsache erschien auf einmal Sinn zu ergeben. „Ich hatte gestern Abend eine sehr merkwürdige Begegnung mit Jaha“, leitete ich das nächste Thema ein. Ich wusste das es sie irgendwie Interessieren musste, denn auf Umwegen hatte es ja schon mit den ganzen Geschehnissen zu tun die in letzter Zeit so passierten. „Er wollte mir die Stadt des Lichtes zeigen nachdem ich ihn unsanft aus seinen Yoga Übungen gerissen habe“, gab ich einen Bruchteil des Gespräches wieder. Das es Absurd klang wusste ich. Jaha tat gerade so, als wäre diese Stadt des Lichts eine aufklappbare Pappstatt in seiner Hosentasche. Bullshit. Erneut fiel mein Blick auf die kleine „Kapsel“ in Ravens Fingern. Wenn dieses Ding dafür verantwortlich war, dass die Leute so abwesend waren, Hatte das Teil etwa mit der Stadt des Lichtes zu tun?! „Ich weiß nicht wie es dir ergeht, aber im Augenblick fühle ich mich in Arkadia alles andere als „wohl“.“ Doch wann hatte ich das mal? Ich war nie wirklich Willkommen hier unten gewesen. Man konnte eben sagen, dass ich überall lieber gewesen wäre als hier, für meinen Anteil. Für meine Verhältnisse war dies aber auch keine sonderlich neue Tatsache. „Ich nehme an Jaha hat genau diese Teile heute in der Mensa an die anderen Verteilt und große Predigten darüber gehalten. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen bevor ich hier her gekommen bin. Ich hab hart damit gerechnet das du noch die Alte bist.“ So skeptisch wie Raven allem und jeden immer gegenüber stand, war es kein Wunder, dass dieses Teil noch nicht geschluckt hatte. Ich konnte wirklich erleichtert darüber sein. Ich zog meine Knie an mich heran und sah zu Raven herüber. Ich hatte in ihren Augen die Erschöpfung gesehen und den Schmerz den sie augenblicklich versucht hatte zu vertuschen. Es war hart sie so zu sehen vor allem weil sie es nicht verdient hatte, dass sie litt. Es war mein Schuld und dieses Gefühl von Schuld würde mir auch auf ewig hinterherlaufen. Vielleicht sah man es mir nicht an, aber ich war nicht immer ein Arsch. Stille breitete sich um uns herum aus, ehe ich den Kopf an die Wand hinter mir lehnte und seufzte. „Was machen wir jetzt?“ Dieses mal war Raven an der Reihe, ich ließ einfach sie darüber entscheiden. Wir wussten nicht um was genau es sich handelte und was das für ein Teil in ihrer Hand war. Kaum zu glauben das ich das Wort "wir" überhaupt in den Mund nahm, aber bis jetzt gab es keinen anderen den ich mich anvertrauen würde um über dieses Thema zu sprechen. Bei Raven war ich mir ganz sicher, dass sie eben immer noch sie selbst war und keiner von diesen unheimlichen Freaks die um uns herum schwirrten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Dez 12, 2018 11:47 am

Raven Reyes
Ich seufzte tief und zuckte mit den Schultern. Ich konnte auch nichts dafür, dass ich keine besseren Neuigkeiten hatte. Ich erzählte ihm nur das weiter, was ich erfahren hatte. Ob ich es mochte oder nicht, wir waren beide aufeinander angewiesen. Wir waren hier fast noch die einzigen Normalen und deshalb mussten wir uns gegenseitig helfen und uns alles erzählen, was wir erfuhren. Natürlich war es alles andere als erfreulich, aber ich konnte das wohl schlecht beeinflussen. Aber irgendwas mussten wir doch dagegen tun können. Murphy setzte sich mir gegenüber. Ich hob dieses kleine Ding gegen das Licht und betrachtete es. Ich zuckte die Schultern und richtete meinen Blick auf ihn. „Ich weiss es nicht. Für mich sieht es wie eine Art Chip aus oder so. Aber seit wann gibt es so eine Technologie auf der Erde und wieso verändert das die Leute?“ Ich hatte das Gefühl, dass immer mehr Fragen auftauchten, als dass ich wirklich beantworten konnte. Ich nickte bei seiner Frage. „Ja, ich solle es schlucken, hat sie mir geraten", murmelte ich leise vor mich hin, während ich das kleine Teil in den Fingern drehte. Es sah für mich nicht aus, als hätte es eine auflösende Wirkung oder so. Aber was passierte denn, wenn man es herunterschluckte? Würde es wirklich die Schmerzen verringern? Ich hätte keine Ahnung. Es reizte mich das herauszufinden und gleichzeitig wusste ich, dass ich besser die Finger davon lassen sollte. Ich wusste nicht, was passiert wäre, wenn Murphy nicht gekommen wäre. Jedoch wussten wir auch nicht, was passieren würde, wenn ich dieses kleine Teil schluckte. War es wirklich für dieses emotionslose, starre Verhalten der anderen verantwortlich? Das war immerhin eine ziemlich grosse Wirkung für ein solches kleines Teil. „Er wollte dir die Stadt des Lichts zeigen? Also so als würde sie gleich um die nächste Ecke liegen oder was?“, fragte ich ihn und runzelte die Stirn. Ich hatte doch gesagt, dass Jaha total abgedreht war. Aber war er für all das verantwortlich? Was stellte er bloss an? So viele Fragen und es wurden immer mehr. Antworten jedoch fanden wir fast keine. „Es gab schon schönere Momente", stimmte ich ihm zu, als er meinte, dass er sich hier nicht mehr besonders wohl fühlte. Aber wir konnten ja nicht sonst irgendwo hin. Da draussen waren Grounder und ich mit meinem Bein würde es sowieso nicht weit schaffen. „Hilf mir mal", sagte ich dann doch und streckte ihm meine Arme entgegen, damit er mir aufhelfen konnte. Was wir nun tun würden, war eine gute Frage. „Ich hab mir überlegt, ob ich es auseinander nehmen soll. Ich weiss jedoch nicht, ob das besonders viel bringt", sagte ich und drehte es einmal mehr in meinen Händen. Verdammt, wieso waren alle am Durchdrehen? Was stellte dieses Teil mit ihnen an? Ich fände es wirklich toll, wenn wir mal eine Antwort herausfinden könnten, bevor gefühlte hundert andere Fragen wieder auf uns niederprasseln würden. Aber das konnten wir nicht kontrollieren und wir konnten nur versuchen das beste daraus zu machen. Ich schürzte die Lippe und sah zu ihm. „Sonst hast du von Jaha nichts herausfinden können?“, fragte ich ihn. Immerhin schien er zu ihm einen besseren Draht zu haben wie zu mir.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mi Dez 12, 2018 3:34 pm

John Murphy
Verwundert zuckte ich die Schultern. Wenn ich das doch selbst nur gewusst hätte. Selbst, wenn mir irgendetwas sagte, dass ich diese berühmte „Stadt des Lichtes“ nicht sehen wollte. Es handelte sich um ein Märchen! Das Jaha sich so aufführte, als würde die Stadt des Lichtes exisitieren war wirklich nichts neues. Er faselte seit geraumer Zeit über nichts anderes. Das er jedoch glaubte sie lag für jede Greifbar, war eine andere Geschichte. War es vielleicht wirklich so, dass die Stadt des Lichtes näher lag, als wir es glaubten? Meine Augen fixierten das kleine Teil in Ravens Händen. Konnte es Möglich sein?! Die Sache hier wurde echt immer schräger! Konnte es sein, dass es etwas mit diesen seltsamen Dingern zu tun hatte?! Ich sah auf und behielt diese Gedanken zunächst einmal für mich. Raven war nicht auf den Kopf gefallen und ich war mir sicher, dass auch sie sich schon ihre Vermutungen zusammen reimte. Ein anderer Gedanke überkam mich. „Du hattest doch nicht wirklich vor dieses Teil zu schlucken, oder?“ Raven musste mächtig fertig sein, wenn sie solch ein Teil von Abby annahm. Ich sah sie an und verspürte Mitleid. Sie konnte es nicht übertuschen, dass sie bevor ich gekommen war den Tränen nahe gewesen war. Sie sollte endlich aufhören so unglaublich Stur zu sein und Hilfe von den Menschen um sie herum annehmen. Gerade als ich sie erneut nach Hilfe fragen wollte, bat sie mich und streckte ihre Hand nach mir aus. Ich erhob mich schlagartig und streckte ihr meine Hand entgegen. Ihre weichen Hände waren kalt. Ein weiteres Zeichen dafür, dass es ihr nicht unbedingt gut zu gehen schien. Als sie sich an einen der Tische abstützte, ließ ich von ihr. Es schien etwas nicht mit ihrer Beinprothese zu stimmen, aus diesem Grund ging ich in die Knie und versuchte das Teil Vorsichitg zu entkeilen. Sie kannte sich damit vermutlich besser aus, aber im Augenblick wollte ich nicht wie ein Hilfloser Trottel neben ihr stehen. Sie brauchte dazu auch nichts zu sagen. Innerlich wusste ich jedoch, dass sie im Augenblick nicht über dieses Thema reden wollte. Egal mit welchem Schmerz es jetzt mehr zu tun hatte. Nachdem sich der Widerstand gelöst hatte, erhob ich mich wieder und mied ihren Blick. Ich hasste emotionale Scheiße und bedanken brauchte sie sich bei mir für rein gar nichts. „Sagen wir, Jaha hat versucht die Richtigen Knöpfe bei mir zu drücken und es nicht geschafft.“ So leicht würde ich eben nicht einknicken. „Es war nicht der rede wert, nur irgendwelche belanglosen Dinge.“ Obwohl ich immer und immer wieder versuchte Jaha auf Distanz zu halten, fühlte es sich so an, als wäre er „in“ mir. Als würde er wissen was ich fühlte und wie es mir ging. Niemand anders versetzte sich so in meine lage wie er. Er schien genau zu wissen, was er zu mir sagen sollte. „Ich weiß nicht wie es dir ergeht, aber ich finde, wir sollten von hier verschwinden.“ Ich konnte mir nicht vorstellen wie Raven dieses Dinge genau unter die Lupe nehmen wollte. Dieser Bereich lag mir auch einfach überhaupt nicht, als das ich eine Ahnung davon haben könnte. Geschweige das ich wusste, was sie dazu brauchte. Fakt war, dass wir hier absolut nicht sicher waren. Ich wollte mich gerade zur Tür drehen und die Klinke herunterdrücken, da wurde ich auch schon fast von jemanden in die Zange genommen. Er stand einfach nur so um Türrahmen. Miles- er stand vor mir und versperrte mir somit den Weg. „Was geht Murphy?“, meinte er und sah an mir vorbei zu Raven. Er nickte ihr zu und ich verzog das Gesicht. Wie lange hatte er dort vor der Tür gestanden!? Hatte er etwas mitbekommen? Ich sah ihn an, versuchte seine Gesichtszüge detailliert zu beobachten und heraus zu finden ob er nicht vielleicht doch schon zu einem Zombie mutiert war. War er einer von ihnen? Auf anhieb ließ es sich jedenfalls nicht sofort heraussehen. Raven war schlau, gerade hoffte ich einfach dass sie sich nicht zu sehr von ihrem „Vertrauen“ in die anderen 100 leiten ließ. “Ich hab gehört, dass es dir nicht sonderlich gut geht. Ich meine, ich wollte dich schon ansprechen als du die Krankenstation verlassen hast, hab aber gesehen das du nicht sonderlich gut drauf bist. Kann ich irgendetwas für dich tun?“ Wow. Was sollte das denn werden? Hatte da jemand ein Auge auf Raven geworfen? Auf sowas ging Raven doch nicht ernsthaft ein- oder?! Zombie hin oder her, Miles war doch absolut nicht ihr Typ. Niemand war Ravens Typ- nach der Sache mit Finn glaubte ich das jedenfalls zu wissen. Ich machte Miles platz als er an mir vorbei Schritt und warf Raven einen fragwürdigen Blick zu. Wir mussten uns jetzt auf nur eine Sache andere konzentrieren! Ich verdrehte die Augen und versuchte mir nicht anmerken zu lassen, dass mir das gerade nicht wirklich passte. Raven und ich hatten im Augenblick keine Zeit auf Dinge wie diese hier.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Dez 12, 2018 8:12 pm

Raven Reyes
Momentan waren wir ziemlich überfordert in dieser Situation und das konnten wir auch zugeben. Aber es war ja eigentlich auch nicht normal, dass man dermassen alleine auf sich gestellt war. Ja, ich hatte noch Murphy, aber das war es bereits schon gewesen. Abby war bis jetzt immer eine sehr zuverlässige Hilfe gewesen, aber darauf konnten wir nicht mehr zählen. Ich hatte heute selbst gesehen, wie sie drauf gewesen war. Wir hatten uns sonst immer gut verstanden, aber jetzt… sie hatte mir noch nicht einmal richtig in die Augen geschaut. Hatte sie die Untersuchung überhaupt ernst gemeint? Für mich hatte es so gewirkt, als wäre es lediglich wichtig gewesen, dass sie mir diesen Chip oder was auch immer das war, hatte andrehen können. Das war noch vor wenigen Tagen anders gewesen, aber anscheinend hatte sich innerhalb von kürzester Zeit viel geändert. Als hätte ich nicht schon genug zu tun mit meiner Arbeit! Da bräuchte ich so eine Scheisse nicht auch noch. Ich hob eine Augenbraue, als er mich das fragte. Ob ich es hatte schlucken wollen? Ja, ich hatte es mir überlegt, aber das würde ich ihm nicht sagen. Er würde mich für vollkommen bescheuert halten. Ich ignorierte seine Frage daher und bat ihn, mir beim Aufstehen zu helfen. Ich ergriff seine Hand, die sich zu meiner schön warm anfühlte und er zog mich auf die Beine. Ich stützte mich am Tisch ab, worauf er meine Hand los liess, aber gleich darauf schon in die Knie ging, um bei meiner Schiene etwas zu entkeilen. Ich wusste zwar nicht, was es gewesen war, aber das spielte keine Rolle. Ich nickte kurz. Dann hofften wir mal, dass es so bleiben würde und Jaha es weiterhin nicht die richtigen Knöpfe zu drücken, sonst stünde ich dann plötzlich alleine da und das wollte ich nicht wirklich. Ich warf ihm einen schrägen Blick zu, als er tatsächlich vorschlug, von hier wegzugehen. Wo wollte er denn hin? „Wir können schlecht an einen anderen Ort hin", sagte ich und sah ihn an. Wir waren auf die Unterkunft, die Waffen, die Technik und das Essen angewiesen. Wir konnten nicht einfach von hier verschwinden. Murphy machte Anstalten zu gehen, aber wurde dann aufgehalten. Was machte denn Miles hier? Verfolgte er mich etwa? Er sah zu mir. Er wollte was? Wieso war er auf einmal so fürsorglich? Sonst hatten wir auch nie gross etwas miteinander zu tun gehabt, also musste er jetzt nicht plötzlich so komisch kommen. Ich sah den komischen Blick von Murphy und konnte diesem nur zustimmen. „Alles so wie immer. Also wenn du mich entschuldigst, ich muss jetzt weiter arbeiten", sagte ich an Miles gewandt, um diesen abzuwimmeln und schob den kleinen Chip wieder in meine Tasche. Ich sah zu Murphy. Wir mussten irgendwas unternehmen. Wir konnten aber nicht einfach abhauen und die Leute hier einfach im Stich lassen. Das ging nicht. Dir Frage war nur: Was konnten wir dagegen unternehmen? Das war wohl die wichtigste Frage von allen und wir hatten absolut keine Antwort darauf. Wir brauchten mehr Informationen, aber wie konnten wir an diese gelangen? Uns musste es irgendwie gelingen unentdeckt zu bleiben und gleichzeitig durften wir dieses Teil nicht schlucken. Das würde wohl die grösste Herausforderung werden.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Do Dez 13, 2018 12:02 am

John Murphy
Meine Augen glitten Miles und Raven umher. Konnte es mir nicht eigentlich egal sein, was Raven machte? Sie wollte hier bleiben, keiner war Verrückt genug hier zu bleiben, nach all der Scheiße die hier ablief. Sie traute mir nicht, also sollte sie ganz einfach ihr eigenes Ding durchziehen. Warum glaubte ich so sehr, dass ich dafür verantwortlich war? Das Ding in ihrer Tasche war schließlich beweiß genug dafür, dass etwas nicht stimmte. „Wie dem auch sei, ich wünsche euch beiden Turteltauben unheimlich viel Spaß.“ Wie die Miles wieder los wurde, war ihr Problem. Ich erhob die Hand zur Verabschiedung als Raven mir einen Blick zu warf und setzte mich zögerlich in Bewegung. Die Sache hier sollte auf Miles nicht zu Absurd wirken. Wer wusste schon, wie weit wir ihm trauen konnten. Meine Beine trugen mich über die leere des Platzes, ehe ich wieder in meinem Zelt ankam. Meine Gedanken kreisten. Wie üblich, wenn ich mir Gedanken über etwas machte. Die Sache war klar: So bleiben wie es war konnte es nicht, denn es stimmte etwas absolut nicht und auch wenn mir diese Menschen nie etwas zu gute zukommen lassen hatten, war ich nicht so Herzlos sie einfach hinter mich zulassen. Ich hatte mich geändert. Alle Dinge die mir wiederfahren waren hatten mich zu einem anderen Menschen gemacht. Es klang genauso wie es war. Hier unten ging es einfach nur ums Überleben. Nachdenklich befreite ich mich von meinem Shirt ehe ich bemerkte, dass ich nicht alleine zu sein schien. “Murphy.“ Ich drehte mich beinahe um meine eigene Achse. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich nicht alleine war. Es handelte sich um drei Jungs aus der Garde. Zwei von ihnen standen so dicht hinter mir, dass sie mir den Weg abschnitten. Die „Wache“ vor mir sprach. Ich hatte ihn schon öfter gesehen, doch nie ein wirkliches Wort mit ihm gewechselt. Er kam einen weiteren Schritt auf mich zu. Die Sache hier war mir nicht geheuer! Warum wollte er mit mir sprechen? Er hatte vorher auch nie mit mir geredet und mich angesehen wie der letzte Abschaum. „Komm mir noch näher und ich muss dir leider weh tun“, kam es locker über meine Lippen und musterte ihn skeptisch während ich mich wieder in mein Tshirt zwängte. Was das betraf machte ich keine Späße und es war mir egal, dass ich in der Unterzahl war. Er blieb mit gutem Respekt vor mir stehen. „Okay. Hör zu John“, er erhob die Hände als entwarnung dafür, dass er mir nicht näher kam. Auch seine „Freunde“ bleiben wie angewurzelt stehen. Trotzdem nahm ich acht auf das was vor und hinter mir passierte. “Du brauchst dich vor den Dingen, die hier passieren nicht zu fürchten. Im Ernst es ist okay. ES geht uns gut. Es wird kein Krieg und Streit mehr geben.“ Na was für eine Überraschung. Der Schleier an merkwürdiger Ereignisse zog sich immer weiter zu. „Dann seit ihr also auch welche von denen, ja?“, stellte ich fest und warf seinen beiden Leuten einen Blick zu. „Es ist okay. Du verstehst es nicht. Wir sind immer noch wir. Nur ohne Schmerz und Leid. Wir sind nicht hier um zu kämpfen oder dir irgendetwas zu tun. Wir sind nur hier, damit du es verstehst. Jaha hat uns gerettet. Es geht uns gut. Wir spüren keinen Schmerz. Keine Angst. Kein Negatives Gefühl in der Stadt des Lichtes. Komm zu uns John.“ Ich lachte schnippisch auf und runzelte die Stirn. „Und warum fühlt es sich so an, als würdet ihr mir etwas tun wollen?“, fragte ich. Sie würden mir wohl kaum den Weg abschneiden, wenn dies so wäre. „Vertrau uns. Es wird dir besser gehen, glaub mir.“ Das glaubte er doch wohl selbst nicht. „Die Stadt des Lichtes ja?“, begann ich langsam. „Redet ihr von diesem kleinem komischen Teil das Jaha unter die Leute mischt um sie gehorsam zu machen?“ Vielleicht bekam ich ein wenig mehr Info aus ihnen heraus. “Nicht gehorsam, er befreit sie. Es ist der Schlüssel.“ Der Schlüssel- in diesem kleinem Teil steckte die Stadt des Lichts?! Das war das von dem er sprach?! Konnte das sein?! War das überhaupt Möglich? Es war absurd, doch so in der Art hatte ich es mir auch schon Vorgestellt. Mein Gegenüber kramte in der Jackentasche und holte genau das selbse Teil heraus, welches Raven in der Hand gehalten hatte. “Du weißt nicht wie befreiend es ist, nicht an all die Dinge zu denken die einem wieder fahren sind. Mount Weather, das Dropship. Alles. Die Dinge, die dich Nachts heimsuchen. Du weißt von was ich spreche richtig?“ Natürlich wusste ich das. „Ihr könnt euch nicht daran erinnern?“ Zögerlich streckte ich meine Hand danach aus. „Erinnern schon, es ist nur noch eine reglose Erinnerung.“ Meine Hand hatte sich seiner genähert und ich wollte gerade nach dem „Chip“ greifen, da überlegte ich es mir anders. „Nein Danke, das ist mir zu schräg.“ Das war lächerlich. Wer wollte nicht fühlen?! Doch ehe ich mich versah wurde ich gepackt und auf die Knie gezwängt. „John Murphy, so Stur wie immer. Es überrascht mich nicht das du einer der sehr wenigen bist, der sich wiedersetzt.“ Okay, das gefiel mir ganz und gar nicht. Mussten diese Jungs mich anfassen?! „Ich hab euch gewarnt!“ Und mit diesen Worten bahnte ich mir einen Weg aus der Schlägerei. Ich kassierte einen Schlag ins Gesicht, spürte wie meine Nase blutete und raffte mich wieder auf. Ich entkam ihnen. Doch das war nicht genug, es war so als wäre das ganze Champ hinter mir her. Wie besessene Zombies liefen sie gezielt auf meine Position zu. „Okay. Das ist weniger Gut.“ Hastig glitt mein Blick über das Lager. Ich hatte keine andere Wahl als die Flucht zu ergreifen. Zügig rannte ich in Richtung des Jeeps der in Nähe des Tores stand. Das war wohl meine einzige Chance. Aber wieso um Himmels willen waren sie versessen darauf, dass ich eine von ihnen wurde?! „Ich glaube ich habe unsere Gehirn losen Kollegen verärgert“, murmelte ich als ich im Auto saß und mit voller Kraft die Türen zuschlug. Panisch suchte ich nach den Schlüsseln und atmete erleichtert aus als ich diese im Handschuhfach fand. Ich war zwar noch nie so ein Teil gefahren, aber es würde schon klappen. Wenn Bellamy es schaffte so ein Teil zu lenken, denn würde ich das mit Sicherheit auch können.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Dez 13, 2018 10:28 am

Raven Reyes
Langsam hatte ich wirklich das Gefühl, dass Miles nicht nur per Zufall immer bei uns auftauchte. Ich hatte doch sonst auch nie besonders viel mit ihm zu tun gehabt, also wieso sollte er sich plötzlich für mich interessieren? Das macht absolut keinen Sinn. Ich warf Murphy einen leicht genervten Blick zu, als er uns beide Turteltauben nannte. Das waren wir auf keinen Fall und ich würde nie auf die Idee kommen, mit Miles etwas anzufangen. Vor allem wusste Murphy selbst sehr genau, was mit Finn passiert war, also sollte er besser aufpassen, was er sagte. Er machte sich danach vom Acker und ich hoffte, dass Miles ebenfalls verschwinden würde. Ich gab vor, dass ich arbeiten wollte, aber das nützte nicht besonders viel. Während ich zu meinem Arbeitsplatz lief, spürte ich seinen Blick auf mir und das fühlte sich alles andere als angenehm war. Es kam mir vor, als würde er mich verfolgen. „Geht es dir wirklich gut?“, hakte er nach und ich verdrehte die Augen. „Mir geht es gut und jetzt lass mich in Ruhe arbeiten"; sagte ich und machte eine wegscheuchende Handbewegung. Konnte er mich bitte endlich in Ruhe lassen? Ich hatte tatsächlich viel besseres zu tun. „Tut mir leid, aber ich habe strikte Anweisungen“, sagte er. Dieser Satz liess mich aufhorchen. Was wollte er verdammt nochmal von mir? „Wir waren so nah dran gewesen, aber du bist einfach zu stur", sagte er und ich hob eine Augenbraue. Sprach er gerade wirklich von diesem kleinen Chip? Er kam einen Schritt auf mich zu und ich wich einen Schritt zurück. „Du kommst hier nicht raus, so lange du nicht diesen Chip geschluckt hast. Du wirst selbst sehen, dass es dir danach gleich viel besser geht", diese Worte klangen verdammt ähnlich nach Abby. Er nahm einen Chip heraus und hielt mir diesen vor die Nase, während er mich an die Wand drängte. Verdammt, wo war Murphy? Genau dann wenn ich ihn brauchte, war er nicht da! Ich könnte Murphy nicht niederschlagen. Er war grösser, schneller und stärker. Aber ich hatte noch ein gesundes Bein und er war ein Mann. Blitzschnell zog ich mein Knie nach oben und rammte es ihm zwischen die Beine. Erstaunlicherweise aber knickte er nicht ein. Verdammt, er verspürte echt keinen Schmerz. Doch er war wenige Sekunden abgelenkt, welche ich nutzte um zum nächsten Gegenstand zu greifen und ihm diesen über den Kopf zu ziehen. Seine Augen verdrehten sich und dann knickte er ein. Ich liess den Schraubschlüssel fallen und sah mich hektisch um. Wir hatten ein ernsthaftes Problem. Ich seufzte auf und rieb mir über die Stirn. Murphy hatte Recht gehabt. Wir mussten von hier weg und ich durfte keine Zeit verlieren. Ich schlüpfte durch den Hinterausgang raus und schlich leise am Zaun entlang zu Murphys Zelt – aber dort war niemand. Ich wollte gerade wieder einen anderen Weg suchen, als ich hörte wie einer der Jeeps startete. Mein Blick glitt zum Jeep und ich stiess erleichtert die Luft aus, als ich Murphy darin sah, sowie alle anderen die hinter ihm waren. „Murphy!“, rief ich ihm zu, während ich so schnell wie möglich auf den Jeep zu rannte, wie mein kaputtes Bein es eben zu liess. Ich riss die Beifahrertür des Jeeps auf und zog mich auf den Beifahrersitz. „Weisst du denn überhaupt, wie man einen Jeep fährt?!“, fragte ich leicht panisch und sah ihn an. Er musste nämlich auf der Stelle los fahren oder wir hätten ein verdammtes Problem. Wir musste von hier weg.
So schnell wie möglich.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Dez 15, 2018 7:47 pm

John Murphy
Ich brachte mich bei dieser waghalsigen Aktion noch um! Ich fuhr zunächst wenige Meter Rückwerts, ehe ich den richtigen Gang hinein bekam. Doch der Wagen schien sich nicht wirklich zu bewegen. Erneut drehte ich den Schlüssel herum. Der Motor schien nicht richtig starten zu wollen. Wenn Bellamy es schaffte dieses Teil zu fahren, denn würde ich es doch wohl auch hinbekommen. Ich versuchte die Kupplung zu lösen und den Richtigen Gang in den Wagen zu bekommen, als ich hörte wie jemand panisch die Türen aufriss und sich zu mir gesellte. Raven. Mein Fuß lag auf dem Gas und der Wagen gab beunruhigende Geräusche von sich. Ich betete zu Gott, dass er Wagen jetzt nicht absoff. Es überraschte mich gar nicht, dass sie hier war. „Theoretisch ja“, gab ich von mir. Sie sollte mich jetzt bloß nicht unter Druck setzten, dass war das letzte was ich jetzt gebrauchen konnte. Ich warf einen haschen Blick hinaus über die Seitenfenster, als ich sah das wir alles andere als alleine waren. Wir hatten also Gesellschaft! Wenn wir nicht langsam von hier verschwanden, sah das ganze wirklich nicht gut für uns aus! Wie die Zombies näherten sich die Bewohner von Arkadia sich unserem Wagen. „Komm schon“, erneut drehte ich den Schlüssel herum und drückte mit aller Kraft die ich in den Füßen besaß auf das Pedal. Das war alles andere als Gut. Was sollten wir machen und wo zum Teufel sollten wir hin?! Das Tor war geschlossen, wie sollten wir von hier verschwinden?! Ich versuchte den Gang so gut es ging hastig in den Wagen zu bekommen und mich mit auf der anderen Seite gut genug auf die Steuerung zu konzentrieren.  Click und endlich schien sich etwas zu tun. Der Motor sprang an und der Wagen bewegte sich gerade als die Gefahr sich relativ gefährlich genähert hatte. Mein Herz blieb für einen kurzen Augenblick stehen, als ich einfach auf das Gas drückte und durch das Tor hindurch bretterte. Ich hatte keine Chance gehabt darüber nachzudenken. Es ruckelte und wir wurden kräftig durchgeschüttelt. Einen Aufprall gab es jedoch nicht. Wir schafften es! Wir waren mitten durch das Tor gefahren. Ich hatte mit allem gerechnet, aber dass das funktionierte, nicht! Vermutlich musste man manchmal auch einfach mal etwas Riskieren um etwas zu bewegen. Raven wurde von dem Rückschlag kräftig durchgeschüttelt und ich merkte wie wir inmitten durch die Drähte des Toren gerast waren. Die gesamten elektronischen Drähte hatten sich in der Vordersten Abdeckung des Jeeps verfangen. Doch wir hatten gerade geringere Sorgen. Ich lenkte den Wagen so gut wie ich konnte in den Wald. Wir verschwanden in der Dunkelheit und ließen eine aufgewühlte Menschenmasse zurück. Durch die Rückspiegel konnte ich gerade noch so erkennen, wie sie sich wieder zurück zogen. Die wären wir wohl erst einmal los. Erst jetzt spürte ich, wie ein Tropfen Blut von meiner Nase auf mein Handgelenk tropfte. Der Typ aus der Garde hatte mich wohl wirklich mächtig erwischt. „Geht es dir gut?“, fragte ich und gewöhnte mich so langsam an das Steuern das Wagens. Meine Handbewegungen wurden etwas sicherer, ich ging ein wenig vom Gas und der Wagen wurde langsamer. Ich atmete tief ein und seufzte aufgebracht. Es kam mir vor als jagten wir eine Scheiße nach der anderen. Was hatte ich der Welt nur getan?! Meine Augen hingen aus hasch an Raven. „Geht es dir gut?“, fragte ich aus Sicherheit. Sie war nicht angeschnallt gewesen und sicher hatte ihr der leichte Rückstoß nicht unbedingt gut getan. „Wir müssen irgendwo hin wo es ruhig ist. Ich glaube wir haben nicht zum letzten Mal von denen gehört.“ Leider waren unsere Auswahlmöglichkeiten nicht sonderlich groß. Mit Hilfe der Grounder konnten wir im Augenblick nicht rechnen. Nachdem Lexa uns in Mount Weather so verraten hatte, schätzte ich nicht, dass wir nach Polis gehen konnten. „Mount Weather“, glitt es über meine Lippen ehe ich groß weiter darüber nachdenken konnte. Es war keine gute Idee, dass wusste ich. Nach allem was passiert war, war das der letzte Ort, an den man zurück kehren wollte, doch leider hatte ich im Augenblick einfach keine andere Idee und wir hatten scheinbar auch gar keine andere Wahl um dem Chaos zu entkommen. Anstrengt versuchte ich den Wagen durch die Dunkelheit zu Lotzen. Um ehrlich zu sein war Autofahren schwerer als es aussah, doch Spaß machte es irgendwie trotzdem. Kaum zu glauben, dass die Menschen sich mit solchen Teilen fortbewegt hatten als die Erde noch halbwegs in Ordnung gewesen war. Ich kaute mir leicht nervös auf der Unterlippe herum und versuchte mir einfach nicht anmerken zu lassen, dass ich mir gerade schon Sorgen um das machte was da gerade in Arkadia abgegangen war. Wie zum Teufel konnte es passieren, dass alle sich diesem komischen Chip hingaben? War wirklich etwas dran an dem was Jaha gesagt hatte? Spürte man keinen Schmerz mehr und konnte endlich in Ruhe leben? Es musste doch irgendeinen Harken geben. Wenn diese Leute wirklich überhaupt nichts mehr spürten, denn waren doch auch die Guten Erinnerungen im Leben eines Menschen fort. Oder verstand ich die Sache falsch?! Was zum Teufel lief hier nur für eine Freak Show?! Wir hatten scheinbar nie unsere Ruhe.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 16, 2018 5:07 pm

Raven Reyes
Ich musste hier weg und zwar so schnell wie möglich. Bei Miles hatte ich noch Glück gehabt, aber gegen weitere würde ich nicht ankommen. Dafür war ich zu geschwächt, mein Bein war zu kaputt. Ich wusste nicht, wohin ich sollte, bis ich Murphy im Jeep sah. Er sah ein bisschen verzweifelt aus, aber er sollte auch noch nicht los fahren, so lange ich nicht in diesem verdammten Wagen sass. Ich biss die Zähne zusammen, versuchte die Schmerzen im Bein zu ignorieren und rannte auf den Wagen zu. Ich riss die Tür auf und hievte mich atemlos auf den Beifahrersitz, bevor mein Blick zu Murphy glitt. Konnte er nicht endlich los fahren?! So schwer konnte das doch nicht sein. „Theoretisch? Dann setz es verdammt nochmal in die Praxis um!“, herrschte ich ihn an. So schwer konnte das doch nicht sein! Angespannt warf ich einen Blick nach hinten, dann endlich gab es einen Ruck und der Wagen fuhr los. Gleich darauf richtete sich aber mein Blick auf das Tor. Würde der Wagen es schaffen da raus zu kommen? Dann aber gab es einen heftigen Rückschlag und mein Kopf wurde hart gegen den Rücksitz geschlagen. „Verdammte Scheisse“, fluchte ich laut. Ich schaffte es aber mich wieder richtig hinzusetzen und den Blick nach vorne zu richten. Tatsächlich! Wir waren draussen. Wir haben es tatsächlich geschafft! Aber wo sollten wir denn nun hin? Ich nickte knapp, als er mich fragte, ob es mir gut ging. Den Umständen entsprechend ging es mir gut. Wir waren weg von diesen emotionslosen Menschen. Ich wusste echt nicht, was das werden sollte. Wieso waren die so vollkommen schräg drauf? „Nein, das glaube ich auch nicht“, murmelte ich leise und schürzte die Lippen. Ich rieb mir leicht die Schläfen. Verdammt, wo konnten wir schon hin? Ich biss mir auf die Lippen und sah ihn mit grossen Augen an, als er tatsächlich Mount Weather vorschlug. Das war… verrückt. Aber er hatte Recht. Es war unsere einzige Möglichkeit. Zu den Groundern konnten wir nicht. Nachdem Lexa uns verraten hatte, konnten wir dieses Risiko nicht noch einmal eingehen. Wir hätten ihr niemals vertrauen dürfen. „Das ist wohl nicht die beste, aber die einzige Wahl, die wir haben“, murmelte ich leise und seufzte leise auf. Ich lehnte mich zurück und streckte die Beine ein bisschen aus. Dabei merkte ich erst, wie sehr mein Bein schmerzte. Ich versuchte eine Gesichtsregung zu unterdrücken. Er fragte sonst schon genug nach, wie es nach meinem Bein ging. Aber ich hatte mein Bein gerade so sehr beanspruchen müssen, da wunderte es mich nicht, dass mein Bein gerade ziemlich protestierte. „Ich verstehe gerade echt nicht, was hier abgeht. Es kann doch nicht sein, dass wir noch die Einzigen sind, die einen klaren Verstand haben“, sagte ich und runzelte die Stirn. Nein, das konnte doch wirklich nicht normal sein. Aber was war schon normal? Es war gar nichts mehr normal, seit wir auf dieser Erde gelandet waren. Wie viele hatten schon ihr Leben verloren, seit wir hier unten waren? Viele Leben hatten wir getötet? Vor allem Unschuldige. Ich wusste jedoch, dass wir uns für unsere eigene Leute hatten entscheiden müssen oder wir hatten sie alle verloren. Das wäre nicht nötig gewesen, hätte Lexa uns nicht verraten. Aber sie war nun einmal ein hinterlistiges Biest und jetzt hatten wir noch viel schlimmere Probleme.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 16, 2018 7:13 pm

John Murphy
In meinem Schädel brummte es. Nicht nur weil mich einer der Wachen ziemlich hart erwischt hatte, nein, auch weil ich mir einen anderen alternativen Plan überlegte. Insgeheim suchte ich nach einer alternativen Lösung die nur so halb so bescheuert gewesen war wie die, die ich gerade vorgeschlagen hatte. Zurück nach Mount Weather zu gehen kostete uns schließlich auch eine menge wenn es jemand in den falschen Hals bekam. Es war alleine eine Blöde Idee nach zurück zu kehren, da es auf dauer nicht sicher war. Zwar fügte die Strahlung uns keinen Schaden zu, doch die Leichen waren immer noch dort. Zudem wusste ich, das die anderen Stämme nicht gerade begesitert davon waren, wenn sie uns dort sehen würden. Die Mountian Man waren für ihre Technologie bekannt und jeder der sich davon bediente, erklärte den anderen Stämmen des Kommanders den Krieg. Wenigstens war uns diese Regelung so zu Ohren gekommen. Nicht, dass irgendwer von Arkadia davon angetan gewesen wäre. Wir besaßen unsere eigene Technologie. Früher oder Später waren wir schleißlich auch hier nicht mehr sicher, dass wusste ich. Das es im Augenblick für mich und Raven nicht darum ging und wir nur einen Ort suchten wo wir sicher waren, interessierte sicherlich keinen. Ich fuhr den Wagen durch das dicke Laub unter den Reifen und parkte ihn schließlich unter den tiefen Tannen. Nur zögerlich stieg ich aus und sprang von der kleinen Erhöhung des Wagens. Wilkommen im Mount Weather Complex. Unser persönliches Tor zur Hölle. Erinnerungen. Die Tür sah noch genauso aus wie wir sie hinterlassen hatten. „Das Teil ist ein verdammter Friedhof“, murmelte ich in mich hinein und näherte mich der wuchtigen runden Eisentür. Kälte trat aus der Öffnung hindruch und der Wind pfeifte laut hörbar. Doch jetzt waren wir schon hier! Wir hatten keine andere Wahl. „Seh ich da etwa Angst in deinen Augen Reyes?“, fragte ich taff und verschrängte die Arme vor der Brust als sich Raven dem Tor ebenfalls näherte. Ich würde mir auf gar keinen Fall anmerken lassen, dass ich ein Ungutes Gefühl hatte hier zu sein. Ich wusste nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund hatte ich das Bedürnis den Unantastbaren raus hängen zu lassen. Ich mochte es nicht, wenn andere Menschen meine Zweifel bemerkten oder spürten. Besonders Raven wollte ich dieses Gesicht nicht sehen lassen. Es überspielte wenigstens gut genug, dass mir die Sache hier nicht gefiel. Das diese Ort nicht gerade angenehm war, wussten wir wohl beide. Es klebte Blut an ihm. Es waren viel in diesen Vier Wänden passiert. Mein Blick glitt durch die Bäume und schließlich über die Berge. Ob uns wohl wirklich keiner Beobachtete? Waren wir hier draußen sicher?! Ich musste der Sache bis hier hin wohl oder übel vertrauen. „Pass auf das dich die mutierten Mount Weather Zombies dich nicht auffressen.“ Ich stieß sie lachend an, streckte meine Hände nach ihr aus um meinen Worten nachdruck zu verleihen und machte die ersten Schritte durch den Runden Eingang. Kaum zu glauben das diese Menschen ihr gesamtes Leben lang in diesem „Bunker“ gelebt hatten und nicht einmal das Tageslicht erblickt hatten. Ich fragte mich, wie es ihnen ergangen wäre, wenn sie unsere Hilfe tatsächlich akzeptiert hätten. Wäre es für sie jemals Möglich gewesen dies Wände zu verlassen? Es gab keine Fenster und so wieso wirkte dieses riesige Complex nicht gerade einladent. Nahezu erdrückend. Es war kalt, kahl, es müffelte und mittlerweile war es einfach nur Dunkel. Man hörte jeden unserer Schritte der uns entgegenhallte. Die einzige Sache die man den Leuten lassen musste, war die Bauart. Sie hatten sich wirklich ihr eigenes kleines Paradies geschaffen. Dieses Ding war riesig! Ich kramte in meiner Jackentasche und holte eine kleine Taschenlampe heraus die uns den Weg leuchtete. Gut, dass ich immer an solch Kleigkeiten dachte. Da Raven und ich den Damm gesprengt hatten, lief diese Hütte hier mittlerweile ohne Strom und es war einfach nur Dunkel. Man musste wirklich aufpassen wo man hintrat doch irgendwann nahmen die Wände sogar ein wenig gestalt an. Wohnlicher. Es sah so unverändert aus. So, als würden hier unten immer noch Menschen wohnen. Die Wände trugen die schönsten Tapeten, es hingen die schönsten teuersten Gemälde an der Wand und von den Decken ragten die schönsten Kronleuchter die ich je gesehen hatte. So genau hatte ich mir Mount Weather eigentlich noch nie angesehen. Ich leuchtete durch die ersten Türen die sich vor uns auftaten. „Was machen wir jetzt?“, fragte ich aufmerksam und drehte mich nach Raven um. Wie es wohl für sie war hier unten zu sein? Hunderte Menschen waren hier unten gestorben und darunter gab es auch unschuldige Kinder. Ich wusste nicht wie es ihr ging, aber ich war nicht sonderlich scharf darauf denen über den Weg zu laufen. Bis hier hin waren und noch keine Leichen begegnet doch wir wussten beide, das dies vermutlich nicht lange so bleiben würde. Kaum zu glauben das wir diesen Schritt gehen mussten. Doch diese Menschen hatten uns keine andere Wahl gelassen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 16, 2018 7:37 pm

Yashar
Mit hochgezogener Augenbraue musterte ich sie. In meinem Blick lag ein Hauch von Skepzis. „Du kennst mich aber schon, oder?“, fragte ich mit etwas nachdruck. „Was glaubst du wird passieren, wenn sie sich von mir weg setzten? Glaubst du ich werde Anfangen zu weinen?“ Die Tatsache das sie dies als Argument benutzte war beinahe schon niedlich. „Glaubst du, mein warmes, offenes und menschenfreundliches Herz wird in tausend teile zerspringen? Wie kannst du mir das nur antun Isabella, ich bin wirklich schockiert.“ Melodramatisch fasste ich mir an die Brust. Sie kannte mich doch besser. Ich war am liebsten für mich alleine und Menschen die mir auf die Pelle rückten, hasste ich so wieso. Gerade wenn sie dann auch noch „Fremd“ waren. Auch das ich einen „Entzug“ durch machen müsse, benutzte sie schon fast als Argument. Zuguter Erst, ließ ich mir leider nur wenig vorschreiben. Wenn ich also eine möglichkeit hatte, würde ich schon irgendwie versuchen an den guten Alkohol ran zu kommen. Man lebte schließlich nur einmal und es gar nicht erst versucht zu haben war langweilig. Darüber sorgte ich mich also eher weniger. Ich war mein Leben lang alleine gewesen, ich kam schon damit klar schräg angesehen zu werden. Die Skaikru mussten mich ja auch nicht gleich lieben. Ich war ein Fremder, ein wenig konnte ich ihr Verhalten dann ja sogar nachvollziehen. Ich glaubte nicht, dass sie mir sofort um den Hals fielen. Es ging mir insgeheim ja auch nur um Isabella. Ein Teil von mir kam schon damit klar nicht akzeptiert zu werden. Auch würde ich es voll und ganz verstehen wenn ich ausgegrenzt werden würde oder im schlimmsten Fall nicht aufgenommen. Den Winter würde ich in meiner Hütte schon irgendwie überstehen. Selbst wenn ich starb, wirklich vermissen würde mich keiner. Schließlich war ich ja auch sehr viel besser dran als Isabella. Ich glaubte immer noch feste daran, dass ihre Leute sich freuen würden wenn sie heraus fänden, dass sie noch lebte. Sie hatte den Glauben an ihre eigenen Leute eifnach viel zu sehr verloren. Isabella hatte einige Geschichten zu erzählen. Sie war mutig, sie war eine Heldin. Nicht jeder Skaikru hatte in der gesamten letzten Zeit so viel durchgemacht wie sie. Ich hingegen sah es irgendwo auch als eine Art Chance die Skypeople ein wenig besser kennen zu lernen. Seit meiner Geburt lebte ich so gut wie Parteilos- klar konnte ich nicht aus meiner Haut als Triku, doch wirklich verbunden hatte ich mich nach Polis nie gefühlt. Eines der Gründe warum ich so fern ab von den anderen lebte. „Du solltest der Sache eine Chance geben“, verlieh ich meinen Worten etwas nachdruck und weitete meine Arme. „Sieh dir dieses Chaos hier doch an. Wir werden keine drei Tage im tiefsten Winter überleben. Ich bin für weitere andere Ideen und Vorschläge offen.“ Doch ohne die Kohle, kamen wir eben nicht weit. Weder sie noch ich hatten die nötigen Ressourcen um irgendwie an ein wenig Vermögen ran zu kommen. Das einzige was noch bis vor kurzem in meinem Besitz gewesen war, war das Amulett meiner Mutter und dieses lag nun sicher verwahrt bei Yuri. Gerettet hätte uns das bisschen Gold vermutlich auch nicht. In diesen vier Wänden befand sich absolut gar nichts, was uns ein wenig Geld einbringen würde. Nichts von Wert. Ich seufzte. Isabella brauchte mir nicht zu Antworten. Ich wusste, dass sie keine andere Idee hatte und das schien sie selbst zu nerven. Es wirkte nahezu so, als würde sie lieber all das Leid ertragen, als zurück nach Arkadia zu gehen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am So Dez 16, 2018 8:11 pm

Jane Adams
Keine Ahnung, gegen wie viele von denen ich schon gekämpft hatte, es war wohl ein ganzes Teil gewesen. Irgendwann zwischen durch hatte ich meinen Bogen wieder gefunden und einfach wieder auf meinen Rücken gepackt. Gerade kämpfte ich gegen einen der mich doch immer wieder etwas zurück trieb, aber eigentlich sollte das kein Problem werden. Auf einmal bekam er jedoch einen Pfeil zwischen die Augen. Verwundert sah ich auf, als da Alex vor mir stand, auf einem Pferd. Kopfschüttelnd ließ ich mich von ihm auf den Rücken des Pferdes ziehen. Er war auch der einzige, der auf so eine Idee kommen konnte, wenn sie auch alles andere, als dumm war. Bei seinen Worten verdrehte ich die Augen. „Hey, ich bin noch genauso am Leben, wie du. Also bisher halte ich das Versprechen“, gab ich zurück. Mit meiner Wunde war ich vielleicht etwas angeschlagen, aber ich war gut zurecht gekommen. Die anderen setzten inzwischen ihren Nebel ein, zumindest war es kein Betäubungsgas. „Geht nicht zu weit in den Nebel, die fühlen sich da ziemlich wohl“, gab ich über Funk durch. Und wenn ich damit nur ein paar Leben rettete reichte mir das. Auch wenn über den Funk die meiste Zeit nur Geschrei und undeutliche Geräusche durch kamen. „Frag mich das nochmal, wenn das hier vorbei ist“, erwiderte ich. Mein Körper war so voll gepumpt mit Adrenalin, wahrscheinlich könnte ich sogar ein Körperteil verlieren und würde es im Moment nicht merken. Ich nahm den Bogen von meinem Rücken und Schoss auf unsere Feinde, während Alex durch die Menge ritt. Es waren gerade so viele wild gewordene Pferde unterwegs, ich wusste nicht mal, ob sie bemerkten, dass noch Leute auf dem Pferd saßen. Nachdenklich runzelte ich die Stirn, als Alex nach einem Plan B fragte. Wir schlugen uns gut, aber wer wusste, wie lange wir das hier aufrecht erhalten konnten. „Du kennst sie besser als jeder von uns. Kennst ihre komischen Prophezeiungen und alles was Arian ihnen eingetrichtert hat. Sag mir wovor sie Angst haben und ich überlege, ob wir das mal eben so auf die Reihe bekommen“, gab ich zurück. Wenn das alles hier vorbei war sollte Alex mir diese ganzen Sachen erklären. Ich glaubte nicht daran, aber ich wollte verstehen, warum diese Leute Arian so blind gefolgt waren. Wollte wissen, warum sie andere Clans angegriffen hatten, obwohl sie doch einfach eigene Krieger hätten ausbilden können. Bei diesem Gedanken wurde mir jedoch etwas bewusst. Selbst wenn wir sie vertrieben, sie würden wieder kommen. Arian war tot, aber sein Gedankengut war immer noch in ihren Köpfen, sie würden einfach weiter machen. Leute entführen, die Clans angreifen. Wir würden diesen Kampf immer und immer wieder führen, doch das wollte ich nicht. Ich beugte mich nach vorne zu Alex. „Vergiss das mit der Angst. Was würde sie dazu bringen aufzuhören zu kämpfen? Wann würden sie uns zuhören und vielleicht sogar glauben, dass Arian nicht gut war?“ Wahrscheinlich war es total dumm und sie würden mich einfach sofort erschießen, wenn ich mit ihnen Sprach, aber es war einen Versuch Wert. Oder nicht? Diese Leute waren nicht dumm, man musste doch an ihre Vernunft appellieren können. Fünf Minuten würden mir reichen. Danach war es ihre Entscheidung, in Frieden zu gehen, weiterzukämpfen oder vielleicht über das alles nachzudenken. Doch wahrscheinlicher war es, dass Alex mich einfach gleich für komplett bescheuerte erklärte und wir die Leute lieber verscheuchen sollten. Ich hatte das schon zu Severin gesagt, ich wollte nie, dass das hier passierte. Sollte ich dann nicht doch versuchen ein größeres Blutvergießen zu verhindern?
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 16, 2018 10:12 pm

Raven Reyes
Wir sassen wohl wirklich tief in der Scheisse. Wir waren gerade einmal zu zweit und wie viele waren die anderen? Ich wolle es gar nicht wissen. Dazu hatten sie noch die ganzen Waffen und alles. Wir hatten gerade einmal ein Auto und das wäre es dann auch schon gewesen. Vielleicht würden wir hier drin noch etwas finden. Vielleicht hatte es hier noch die eine oder andere Waffe, aber was sollten wir zwei schon gegen so viele ausmachen können? Ausserdem wollten wir nicht unser ganzes Volk abschlachten. Es musste doch noch eine andere Möglichkeit geben, wie man sie wieder ‚normal‘ machen konnten. Ich hatte keine Ahnung, wie wir das anstellen sollten. Wir wussten doch noch nicht einmal, was das alles war! Wir wussten nicht, um was es sich handelte. Wir kamen bei Mount Weather an und wir stiegen aus. Ich belastete vorsichtig mein Bein, konnte aber nicht verhindern, dass ich leicht humpelnd durch die Gänge lief. Gut, das hier war wirklich ein Friedhof. Wie viele waren hier drinnen gestorben? So um die dreihundert Leute. Ich rieb mir über die Stirn und folgte ihm hinein. Die Mountain Men waren wirklich verdammt gut ausgestattet gewesen, aber nun war der Stromgenerator kaputt. Dafür hatten wir beide selbst dafür gesorgt. Jedoch wäre dieser Strom aber sehr zugute gekommen. Ich fuhr mir durch das Haar und folgte ihm weiter durch die Gänge. Irgendwann holte Murphy eine Taschenlampe heraus, die uns den Weg beleuchtete. „Sie haben doch einen Stromgenerator“, murmelte ich leise und sah zu ihm. Vielleicht würde ich es wieder hinkriegen. Ich zuckte leicht die Schultern. Das war eine gute Frage. „Ich denke, wir suchen uns jetzt erstmals zu essen und einen Platz, an dem wir sicher übernachten können“, meinte ich und sah ihn an. „Danach sollten wir uns am besten darum kümmern, wie wir uns hier draussen absichern können. Vielleicht schaffte ich es, den Notstromgenerator zum Laufen zu bringen“, sagte ich und zuckte leicht die Schultern. „Oder hast du einen besseren Vorschlag?“, fragte ich ihn. Ich sah mich neugierig um. Ich war hier nicht besonders viel herumgelaufen. Ich war nur in den Behandlungsraum gebracht worden und danach hatte man mich auf den Tisch gelegt. Aber es gab hier noch viel mehr zu sehen, wie wir beide gerade bemerkten. Wir kamen in einen riesigen Speisesaal. Ich sah mich neugierig um und pfiff leise durch die Zähne. „Abgesehen davon dass sie nicht nach draussen gehen konnten, hatten sie ein ziemlich gutes Leben gehabt“, meinte ich und schürzte die Lippen. Ich seufzte leise auf und rieb mir leicht über die Hüfte. Ein bisschen Ruhe würde meinem Bein gerade wirklich nicht schaden. Wenn ich nur schon ein bisschen hinsetzen könnte, wäre das schon viel besser. „Vielleicht sollten wir abwechselnd schlafen gehen. Wir wissen nicht, ob sie uns doch noch plötzlich hier finden würden“, meinte ich und sah ihn fragend an. Vielleicht dachte er ja auch, dass das eine gute Idee wäre. [Sorry, die nächsten werden besser.]

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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 16, 2018 10:12 pm

Isabella Mason
Na gut, Yashar hatte ja Recht. Ihm war es meistens ziemlich egal, was denn seine Leute nun über ihn dachten. Es kümmerte ihn einfach nicht. „Ja, ich kenne dich. Ich wollte es nur gesagt haben“, murrte ich leise und sah ihn an. Ich wusste, dass er nicht wirklich sensibel war. Es war nicht so, als wäre er unsensibel, jedoch ertrank er seine Gefühle sprichwörtlich im Alkohol. Ich seufzte leise auf. Ich war es wirklich ungewohnt, dass ich meinen Namen hörte. Vor allem Yashar hatte ihn bis jetzt noch nie gross verwendet. Ich verdrehte die Augen, als er sich tatsächlich über mich lustig machte. Ein kleines Schmunzeln legte sich dann aber doch auf meine Lippen. Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass er mal wieder lächelte und Witze machte. Es machte ihn gleich sehr viel sympathischer, dafür musste er es aber zuerst einmal zulassen. Ich seufzte leise und rieb mir über die Stirn. Aber was sollte ich sagen? Er hatte schon Recht damit, dass es das Beste wäre, wenn wir dorthin zurückgehen würden. Aber ich war dort immer der Aussenseiter gewesen. Ich hatte nie irgendwelche Freunde gehabt und das würde sich auch nicht ändern. Also was sollte ich dort? Jedoch mussten wir irgendwo unter kommen, wo wir auch den Winter lang überleben konnten. Ich fuhr mir durch das Haar und sah zu ihm hoch. Diese Hütte war sprichwörtlich am Arsch. Die Fenster waren kaputt und wir hatten kaum etwas zu essen. Yashar sagte nichts dazu, dass er einen Entzug machen müsste. Er würde da nicht einfach an Alkohol vorkommen, vor allem nicht so viel wie er trank, damit er sich gut fühlte. Ich seufzte leise und sah zu ihm auf, bevor ich mir über die Arme rieb. „Dann gehen wir also nach Arkadia“, murrte ich leise und stand auf. Ich fand das wirklich nicht besonders toll, aber ich hatte keine bessere Idee und die bräuchten wir nun einmal. Doch ich wollte auch nicht zurück zu Yennefer und Yuri. Yennefer würde die Gelegenheit doch nur nützen, um sich wieder an Yashar ran zu machen. Ich wusste zwar nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund störte mich dies gewaltig. Das war alles so verwirrend. Ich fuhr mir genervt durch das Haar und stand wieder auf, auch wenn es vermutlich besser wäre, wenn ich sitzen geblieben wäre. Dafür hatte ich jetzt gerade nicht besonders viel übrig. Ich kaute auf meiner Unterlippe herum und sah dann wieder zu Yashar. „Willst du denn gleich aufbrechen?“, fragte ich ihn. Vermutlich schon, aber ich konnte es nicht genau sagen. Der vorherige Ritt war bereits schon anstrengend gewesen und vor allem war es verdammt kalt da draussen. Ich wollte das nicht unbedingt noch einmal machen. Jeder Schritt des Pferde spürte ich in meinen Rippen und ich fühlte mich nicht gerade besonders gut. Aber diese kalte Hütte hier machte es nicht gerade besser, denn hier würde ich garantiert keine Ruhe finden und Essen hatten wir sowieso nicht.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 16, 2018 11:30 pm

John Murphy
Der Gedanke auf einem „Friedhof“ zu übernachten war alles andere als angenehm. Klar hatte ich auch schon schlimmeres durchmachen müssen, doch alleine das wissen, dass wir für den Tod dieser Menschen verantwortlich gewesen waren, war wirklich erdrückend. Ravens Plan ließ mich aufsehen. Dabei leuchtete ich ihr ein wenig mit dem Lichpegel der Taschenlampe ins Gesicht. „Du willst also wirklich hier bleiben?“, fragte ich und räusperte mich ein wenig, als ich feststellte das meine Stimme ein wenig an Kraft verlor. Es war immer wieder beeindruckend zu sehen, wie Raven mit den Ereignissen um uns herum umging. Diese Tatsache zeigte, wie unterschiedlich wir doch eigentlich gewesen waren. Selbst wenn man es von mir nicht erwartete. Klar, ich würde es niemals nach außen hin zeigen, dennoch wirkte Raven nach all den Dingen sehr viel geschaffter. Wie eine Maschine, die niemals müde wurde und keine Gefühle mehr zeigte. Niemals hatte ich sie damals als so Taff und Mutig eingeschätzt. Dabei fragte ich mich manchmal jedoch wie viel davon eigentlich die „wirkliche“ Raven Reyes war. Sie tat die Sachen um uns herum einfach ab. Als wären wir nicht Schuld an dem was hier vor uns lag. Wir standen in einer Leichenhalle und jeder von uns hatte diesen Ort einfach so verlassen. Ohne diese Menschen zu ehren. Ehe ich antworten konnte, ob ich einen anderen Plan hatte schritt sie an mir vorbei durch den großen offenen Bogen der in den Speisesaal führte. Ich leuchtete mit der Taschenlampe in den riesigen Raum und folgte Raven die wenigen Stufen hinunter. Besonders viel hatte ich nie vom Innenleben des Mount Weather Complexes gesehen, hatte aber gewusst wie Edel es sein musste. Die Dinge hier sahen noch so unverändert aus.Die Stühle waren an die nahezu edel dekorierten Tische gerückt und es sah aus, als wartete es nur darauf, dass jeden Augenblick hunderte Menschen durch diese Tür kämen um an ihren Plätzen zu speisen. Sogar das Obst in den Obstkörben sah noch einigermaßen erträglich aus. Diese Tatsache war unheimlich und erdrückend zugleich. Wir wussten, dass niemand mehr durch diese Türen gehen würde und wir wussten auch das diese „friedliche“ Anblick nur eine Fassade war. Flaggen verschiedener Länder hingen von der Decke und ein großer Teppich gab der ganzen Sache den letzten schliff. Dieser Raum schien riesig. „Du bist hier der Technik-Freak“, antwortete ich knapp ab und leuchtete vorsichtshalber doch in jede Ecke des Raumes. Ich wusste nicht wieso, aber das beklemmende Gefühl in der Brust riet mir dazu um sicher zu gehen, dass wir auch wirklich allein waren. „Ich denke wir sollten uns nicht zu auffällig verhalten. Drehen wir keinen Stein um der nicht umgedreht werden muss. Die Grounder werden nicht sonderlich erfreut darüber sein, wenn sie wüssten das wir hier sind.“ Ich zweifelte nicht eine Sekunde daran, dass Raven es nicht schaffen würde, den Strom wieder in Gang zu bekommen. Die eigentlich Frage war viel mehr, ob es nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Raven begab sich gerade zu einen der Sicherheitskästen. Für sie war das hier vermutlich ein großer Abenteuerspielplatz. Lauter Herausforderungen, Bildschirme, Knöpfe und Dinge die ihr neu waren. Ich hatte keine Ahnung von so etwas. Meiner Meinung nach sollte sie sich solange austoben wie sie nur wollte. Ich kehrte ihr den Rücken und drehte mich in die andere Richtung des Raumes. Zwei weitere Stufen, ehe ich erschauderte. Mein Lichtpegel erfasste eine leblose Hand, ehe ich ganz auf das leuchtete was vor mir lag. „Ach du Scheiße“, entfuhr es mir unkontrolliert. Es ergab sich das große ganze Bild. Mir blieb beinahe die Luft im Hals stecken. Gefolgt von leichter Übelkeit. Ich hatte es nie mit eigenen Augen gesehen. Bellamy sprach wenig darüber und Clarke war verschwunden. Das hier war unser Werk?! Waren das die Unschuldigen, die für das was passiert waren, das leben gelassen hatten? Körper über Körper stapelten sich übereinander gereiht. Es sah danach aus, als wären sie in Panik verfallen und in diese Ecke des Raumes geflüchtet. Ihre Körper waren total in sich zusammen gefallen und ihre Körper waren übersät von komischem Ausschlag und Brandwunden. Je länger ich diese leblosen Körper anstarrte, umso mehr glaubte ich zu meinen, dass sie sich vielleicht sogar bewegten. Kurz ergriff mich sowas wie mitleid, ehe ich den Kloß in meinem Hals herunter schluckte und mein Gesicht wieder Neutraler wurde. Menschen taten furchtbare Dinge um zu überleben. Nun waren wir ein Teil davon. Jeder von uns wusch seine Hände und blut und keiner war etwas besseres. Es sollte mir egal sein. Nein, es musste mir egal sein! „Komm schon, ich weiß nicht wie es dir ergeht, aber wir sollten einen Ort finden weit weg von dem hier. Bevor mir schlecht wird. Wir finden einen anderen Ort. Vielleicht sogar mit Betten.“ Irgendwo mussten diese Menschen ja auch geschlafen haben. Vermutete ich. Wir sollten hier unten so wenig wie möglich anrühren.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Dez 26, 2018 10:13 pm

Raven Reyes
Wir waren beide nicht gerade Fan von diesem Platz hier. Hier waren mehrere hundert Menschen gestorben und ausserdem hatten wir hier beide nicht besonders angenehme Erfahrungen gemacht. Ich wusste noch zu gut, wie sie mich auf den Tisch gebunden hatten. Sie hatten mich nicht nur an den Händen und Füssen fest gebunden, nein sogar am Hals hatten sie mich fest gebunden. Ich seufzte leise auf und kniff die Augen leicht zusammen, als er mir mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchtete. „Es ist wohl unsere beste Option oder willst du lieber draussen im Wald übernachten?“, fragte ich ihn und hob stumm eine Augenbraue. Ich jedenfalls wollte es lieber nicht. Da draussen könnten uns die Grounder noch leichter finden. Wir wussten wohl wirklich, dass ich nicht gerade in der Lage war, vor den Grounder davor zu laufen. Er hatte vorhin doch schon gesehen, wie ich Mühe gehabt hatte, zum Rover zu laufen. Er schien nicht wirklich begeistert von der Idee zu sein, aber das war ich auch nicht. Niemand wäre begeistert von solch einer Idee. Ich schritt in den Speisesaal hinein. Ich wusste, dass wir zwar den Damm zerstört hatten, aber ich wusste, dass sie einen Notstromgenerator hatten. Vielleicht würde ich diesen ja wieder zum Laufen kriegen. Ich musste mich nur geschickt genug anstellen. Ich ging zu einem der Sicherheitskasten und wollte diesen gerade öffnen, als ich Murphys Worte vernahm. „Was ist?“, fragte ich ihn, drehte mich dann aber um, als ich keine Antwort bekam. Meine Augen wurden gross, als mein Blick dem Licht seiner Taschenlampe folgte und ich die Menschen sahen, die hier im Mount Weather gelebt hatten. Der Speisesaal schien ziemlich gut besucht gewesen zu sein, als wir die Schleusen geöffnet hatten. Ich räusperte mich leise und wandte den Blick davon ab. Es war wirklich kein schöner Anblick. Sie schienen so, als wären sie in die Ecke geflüchtet, bevor die Strahlen sie umgebracht hatten. Rote Flecken und Brandwunden zogen sich über ihre Haut. Ich nickte nur stumm, als Murphy meinte, dass wir einen anderen Ort finden sollten. Das war wohl wirklich eine gute Idee. „Ich tippe mal darauf, dass ihre Zimmer ein oder zwei Stockwerke weiter unten sind“, sagte ich zu ihm. Ich sah nochmal kurz in die Ecke, aber schüttelte den Kopf. Nicht alle von ihnen waren schuld daran gewesen. Mir war sehr wohl bewusst, dass wir viele Unschuldige getötet hatten. Ich steuerte wieder auf den Ausgang zu und ging dann weiter in den Gang hinein. Es war wirklich nicht angenehm hier. Ich fröstelte leicht und rieb mir über die Arme. Ich hätte echt nichts gegen ein weiches Bett einzuwenden und ich wusste, dass mein Bein es mir danken würde. Allerdings wäre es nicht besonders toll, in einem Bett zu schlafen, welches vielleicht einem gehört hatte, der nun tot im Speisesaal lag. Ich fuhr mir durch das Haar und drehte mich zu Murphy um. „Komm schon“, murmelte ich leise zu ihm, bevor ich weiter in den Berg hinein ging. Heute könnten wir sowieso nicht mehr besonders viel ausrichten. Am Besten kümmerten wir uns darum, wenn wir ein bisschen mehr Schlaf hatten und wir dadurch auch wieder ein bisschen besser denken konnten. „Vielleicht finden wir ja den Schlafsaal, an dem unsere Leute gefangen waren. Ich denke, da würde ich am liebsten schlafen und nicht in einem Bett von einem Toten“, sagte ich ehrlich und musterte kurz Murphy. Ich wusste selbst, wie Jasper darunter litt, dass wir Maia getötet hatten. Aber verdammt, auch ich hatte weiter gemacht, als Finn gestorben war. Jedoch versuchte ich nicht daran zu denken und daher schob ich diesen Gedanken schnell weg.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mo Jan 07, 2019 12:17 am

John Murphy
Spielte das was ich wollte überhaupt eine Rolle? Die Dinge spielten sich seitdem ich zurück in Arcadia war immer gleich ab. Ich konnte froh sein eine zweite Chance bekommen zu haben, denn sonst würde ich vermutlich nicht mehr unter ihnen sein. Diese Tatsache war für mich ein Luxus, dem Raven fremd war. Die Leute mochten sie und sie sorgten sich darum, wie es ihr ging. Ich hatte also keine andere Wahl, als die Sache herunter zu schlucken und so zu tun, als hätte ich kein Problem damit in einem Bunker zu schlafen in dem sehr viele Leichen lagen. Im Hintergrund vernahm ich gerade noch so Ravens ein genervtes Seufzen, da ich mein Licht Pegel nicht auf ihren Sicherheitskasten gerichtet hatte, da hatte sie ihren Blick auch schon auf die Katastrophe vor meinen Augen geworfen. Es versprach selbst ihr für einen kurzen Augenblick die Sprache. Niemand fühlte sich hier wohl. Es war am besten wenn wir uns einfach nicht davon ablenken ließen. Wir konnten hier unten sowieso nichts mehr tun- richtig? Wir würden weder die Sicherheitskasten noch irgendetwas anderes hier unten in Gang bekommen, solange die Notgeneratoren nicht liefen. Man fühlte sich bei diesem Anblick einfach nicht wohl. Ich konnte das Gefühl gar nicht beschreiben. Es fühlte sich genauso an wie der Augenblick, in dem Finn auf unschuldige Kinder und Erwachsene geschossen hatte. Man war einfach machtlos  und konnte die leere in den Augen der Leichen sehen. Genau wie Raven wusste ich, dass wir die Verantwortlichen dafür waren dass diese Menschen gestorben waren. Sie waren tot und wir wussten noch nicht einmal ob sie es verdient hatten. Ich feuchten meine trockene Lippen an und drehte mich zu ihr als sie das Wort ergriff. Die Anspannung im Raum war reizbar. Dieser Anblick und die Tatsache dass Menschen hinter uns her waren, die sich benahm wie Zombies, machte diese Atmosphäre hier unten nicht wirklich besser. Schließlich versteckten wir uns in einem Bunker. „Das klingt auf jeden Fall nach einem Plan.“ Ohne zu zögern drehte ich mich zu ihr und folgt ihr. Ich wusste zwar selbst nicht wie ich hier unten in diesem Horror-Szenario ein Auge zu bekommen würde, doch darüber könnte ich mir später ja immer noch Gedanken machen. Es war eben so wie es war und Schicksale konnte man nicht ändern. Wir können froh sein dass wir hier eine Art Zuflucht gefunden haben das schließlich konnte es uns mal ein wenig härter treffen. Wenn ich eins über die letzte Zeit gelernt hatte, dann war es , dass es an der Zeit war an sich selbst zu denken. Im Grunde jagte mich eigentlich nur die Anspannung, dass jeden Augenblick irgendein Irrer uns zwang, irgendwelche Pillen zu schlucken die uns in irgendeiner Stadt des Lichts führte, die gar nicht existierte. Ich verließ die Plattform und Schritt durch das große Tor durch dass wir in den Speisesaal gekommen waren. Dieses Mal jedoch ging ich den kalten Flur weiter herauf bis wir tatsächlich zu einer Treppe kam. Wenn dieser Aufbau chronologisch richtig war Komma dann hatte Raven mit dem was sie sagte sogar recht und oben befinden sich die Schlafsäle. Raven holte den Abstand zwischen uns schnell wieder auf und folgte mir so dicht wie sie konnte die Treppen hinauf. Sie hatte zwar noch kein Wort darüber verloren, doch im Augenblick glaubte ich dass sie ganz froh darüber war, dass ich eine Taschenlampe gehabt hatte. Kannst du blöd musste ich ihres Erachtens also doch nicht gewesen sein. Als die Stufen endeten befanden wir uns auf einem weiteren langen Flur der mit vielen Türen versehen war. „Das ist ja richtig aufregend“, murmelte ich ein wenig gelassen um die Stimmung ein wenig aufzuheben. Natürlich konnte man auch einen Hauch Sarkasmus daran hören wenn man es gewollt hätte. Ohne auf eine Reaktion von Raven zu warten, machte ich mich daran die erste Tür zu öffnen. Ich fragte mich für einen kurzen Augenblick wirklich, warum wir nie hierher zurückkommen waren. Natürlich wusste ich dass wir die Leichen nicht schänden wollten. Aber was war so falsch daran sich ein Bild über die Mountain Men zu machen? Es waren Menschen die eine Geschichte zu erzählen hatten und irgendwie hat noch sie es geschafft die atomare Katastrophe zu überleben. Selbst wenn es sie für ihr gesamtes Leben in einem Bunker gesperrt hatte. Die rostige Klinke ließ sich herunterdrücken und öffnete genau das was Raven vermutet hatte. Auf der anderen Seite war ein kleiner Raum zu sehen der mit Teppichen ausgestattet war und somit das komplette Gegenteil von den kalten Fluren draußen. Die Wände waren verziert und auch hier hängen prächtige Gemälde. Ein zierlicher und nicht zu pompöser Kronleuchter hing von der Decke. Es befand sich eine Couch im Raum Komma davor ein kleiner Tisch mit Kerzen darauf die ausgebrannt waren und Schränke mit Büchern darin die fast das ganze Raum bestücken. Es war wie wie es auf der ARK damals aus den Büchern kennengelernt hatten. Wenn wir nicht gewusst hätten dass wir unter der Erde gewesen waren, wirkte es schon fast wie eine perfekte kleine Wohnung. Es fehlt nur die Fenster die diesen Raum eindeutig etwas friedlicher gemacht hätten. Ich trat meinem ersten Schritt hinein und leuchtet in alle Ecken des Raumes. „Ich denke wir sollten zusammen bleiben. Ausruhen können wir uns später noch, ich glaube wir sollten uns erst einmal überlegen was wir gegen diese Zombies in Arkadia Unternehmen.“ Vorerst wusste ich zumindest nicht was sie vorhatte. Tatenlos rumsitzen war zumindest keine Option. Davon wude das Problem nicht kleiner.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Jan 08, 2019 6:53 pm

Raven Reyes
Es war eine beschissene Situation und das wussten wir beide. Sie war vollkommen in der Überzahl und wir waren allem Anschein nach noch die Einzigen, die ihren eigenen Verstand hatten. Wie hatte das passieren können? Wie hatten sich die anderen einfach so leichtsinnig darauf einlassen können? Sie hatten doch selbst schon gemerkt, dass man alles hinterfragen muss und sich nicht einfach so blind auf etwas einlassen konnte. Aber genau das hatten sie getan. Murphy war sofort einverstanden, als ich vorschlug, dass wir den Schlafsaal aufsuchten, indem unsere Leute gefangen gewesen waren. Das war doch ein guter Anhaltspunkt. Ich wollte nämlich ungerne in einem Bett von einem Toten schlafen, den wir umgebracht hatten. Wir hatten dafür nicht einmal selbst die Finger krumm machen müssen. Die Strahlung hatte das alles für uns übernommen. Es war eigentlich fast schon ein bisschen überlegen gewesen. Wir waren ihnen überlegen gewesen, da unser Körper immun war gegen die Strahlung und die Mountain Men waren es nicht gewesen. Wir gingen den Flur entlang, bis wir bei den Treppen angekommen waren. Dadurch dass wir keinen Strom hatten, konnten wir unmöglich die Aufzüge gebrauchen. Ich wäre zwar nur zu gerne in den Aufzug gestiegen und hätte mich nach oben und unten transportieren lassen, aber das war nicht möglich. Heute war wirklich ein beschissener Tag – vor allem für mein Bein. Ich kämpfte mich also stumm die Treppe hinauf und versuchte mir nichts anmerken zu lassen, denn jedes Mal wenn ich mein kaputtes Bein belasten musste, protestierte es mit Schmerz. Aber Murphy wusste bereits schon, dass mein Bein mir Probleme bereitete und ich konnte trotzdem nichts dagegen tun. Niemand konnte etwas dagegen tun. Murphy öffnete den ersten Raum und trat dann ein. Mein Blick folgte dem Schein seiner Taschenlampe. Die Wohnung wirkte eigentlich ziemlich nett, aber das würde halt nichts daran ändern, dass wir diese Leute umgebracht hatten. Es gab unglaublich viele Bücher und mein Blick fiel auf das Sofa. Ich würde mich nur zu gerne hinsetzen. Ich ging daher wortlos auf das Sofa zu und setzte mich hin. Ich stiess tief den Atem aus und strich mir die Haare nach hinten. „Wenn sie überhaupt noch in Arkadia sind", bemerkte ich trocken und warf ihm einen kurzen Blick zu. Ich lehnte mich nach hinten, wobei ich die Füsse von mir streckte. Dieses Sofa war wirklich bequem. Nur zu gerne hätte ich die Augen geschlossen, um wenigstens ein bisschen zu schlafen. Die letzten paar Nächtehatten mir nicht wirklich viel Schlaf gebracht. Allerdings konnten wir uns diesen Luxus gerade nicht leisten. „Ich denke nicht, dass es der Sinn von diesem Chip ist, dass alle schmerzfrei leben. Da muss mehr da hinter sein. Ich sehe das eher so, als wolle man die Leute damit locken. Aber wer steckt dahinter? Jaha muss dieses Teil von irgendjemandem erhalten haben.“ Ich runzelte die Stirn, wobei ich meine Schläfe mit den Fingern massierte. Wir kannten noch nicht mal alle Fakten und mussten irgendwie gegen unsere eigene Leute stand halten – unsere Leute, die keinen Schmerz mehr empfanden. Wie sollte das funktionieren? Ich verstand es nicht. Wie sollten wir etwas dagegen unternehmen, wenn wir noch nicht einmal ansatzweise eine Ahnung hatten, mit was wir es zu tun hatten? „Vielleicht wussten die Mountain Men etwas über diesen Chip. Immerhin war ihre Technologie auf einem wirklich guten Stand, aber dafür müsste ich den Laden hier wieder zum Laufen bringen“, sagte ich ehrlich und musterte ihn. Von dieser Idee waren wir beide wohl nicht besonders angetan.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mi Jan 09, 2019 7:24 pm

John Murphy
Das hier war nicht unbedingt das was Raven wollte. Klar wusste ich das. Aber es war keine Leiche zu finden. Aus den Augen aus dem Sinn, richtig? Für mich war es okay, wenn wir vielleicht einmal hier blieben. Wenn auch nur für den Augenblick um für eine kurze Zeit tief durch zu atmen. Ich wusste nicht unbedingt auf Anhieb, wo sonst der direkte Unterschied lag. Auch wir hatten durch die Mountain Man einige Leute verloren. Der Tod war in Wänden wie diesen eben steht’s unser Begleiter. Egal wo wir hinsahen, überall lag das Verderben. „Ich denke wir bleiben also hier.“ Hier war es bequem, hier war es warm und es roch nicht nach Leichen. Ich seufzte und fuhr mir durch mein längliches Haar. Gleichzeitig sah ich Raven dann dabei zu, wie sie sich geschafft auf der Couch niederließ. Sie hob ihr verletztes Knie dabei angestrengt an und sah nicht unbedingt gut auf das alles zu sprechen. Die Schmerzen schienen größer zu werden. Doch das ich dies bemerkte ließ ich vorerst unkommentiert. Raven war viel zu leicht zu durchschauen. Auch wenn sie diese Dinge immer steht’s zu vertuschen versuchte. Ein Teil von mir hatte das Bedürfnis sie zu fragen, ob ich etwas für sie tun könnte, doch ich wusste das sie darauf nicht zu sprechen war. Raven selbst musste ich nichts vormachen. Sollte ich jetzt etwas sagen? Smalltalk führen? Trotz der Tatsache, dass wir ein sehr gemischtes Verhältnis zueinander hatten. Dennoch machte vieles der Stimmung ebenfalls der Ort aus. Es war komisch hier zu sein. Mount Weather warf so unglaublich viele Fragen auf. „Dieser Ort hier ist wirklich seltsam. Ich meine, er hat soviel von den Geschichten über die Menschen früher zu erzählen und dennoch ist so vieles erschreckend. Machst du dir auch hin und wieder Gedanken?“ Dabei fragte man sich so oft wie es wohl gewesen wäre, wenn die Welt noch in Ordnung gewesen wäre. Es war klar, dass es damals anders gelaufen sein musste. Die Erde Nur langsam bewegte ich mich ebenfalls auf die Couch zu und ließ mich in einem gesunden Abstand darauf nieder. Ich knipste die Taschenlampe aus und sah an die Decke. Der Raum war durch Stille getränkt. Die Stimmung wirkte nahezu etwas ermüdend. Sowohl Raven als auch ich waren müde von allem. Müde und Ratlos über das was sich in Arkadia abspielte. Mit der Tatsache das Jaha den Chip von jemanden bekommen hatte, hatte sie recht. Doch von wem? „Es muss ihn in der Zeit bekommen haben, nachdem wir uns damals aus den Augen verloren haben.“ Ergab Sinn, doch wie zum Teufel hatte er das angestellt? Er schien ein größerer Überlebens Künstler zu sein, als ich dachte. So ein Schweinehund. Dieser Mann war unsterblich und so verdammt lästig wie ein Parasit. Scheinbar, denn seit seiner Rückkehr wirkte er komplett verändert und Wahnsinnig. Müde ließ ich meinen Kopf gegen die Lehne hinter mir fallen und überstreckte meinen Hals dabei ein wenig. Mein Blick haftete auf den Bildern an der Wand und ich fragte mich für einen kurzen Augenblick, was für ein Mensch wohl in diesem Raum gelebt haben muss. Ich erhob mich und begann die ersten Schubladen des Schranke zu öffnen, der durch Glasvitrinen einen sehr edlen Touch hatte. Es mochte nicht gerade Höflich erscheinen, doch dieser Mensch würde sich im Nachhinein nicht mehr darüber beschweren. Keine Ahnung wonach ich im Nachhinein suchte. Doch wirklich spannendes schien es nicht zu sein. Papiere, Briefe und unbedeutende Flyer. Ich schob die Sachen beiseite und überging den Blick von Raven gekonnt. Sie hielt mich doch eh für einen Idioten, dieser Zug war schon längst abgefahren. Neugierig griff ich nach einer kleinen Schachtel und öffnete sie. Streichhölzer. Bingo! Ich drehte mich zu der leicht abgebrannten Kerze. „Kannst du mal sehen. Ich bin ein Überlebenskünstler. Dann bringen wir mal ein wenig Romantik in die Sache.“ Ich entzündete das Streichholz und hielt es an den Docht der Kerze. Die Kerze flimmerte ruhig vor sich hin während ich mich wieder auf die Couch hinter mir fallen ließ. Der Schein der Kerze erhellte einen kleinen Raum des Zimmers. Es wirkte gemütlich. Vielleicht konnte man hier sogar für einen kurzen Augenblick alle Sorgen vergessen. Wenn man einfach komplett ausblendete wo man war.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Jan 16, 2019 10:11 am

Raven Reyes
Diese Situation hier war richtig beschissen. Was machten unsere eigenen Leute als nächstes, wenn sie so total ferngesteuert waren? Es hatte alles mit diesem kleinen Chip angefangen und wer wusste schon, vielleicht wussten die Mountain Men etwas darüber. Das konnten wir jetzt ja noch nicht sagen. Ich nickte kurz zustimmend, als er meinte, dass wir wohl hier bleiben würden. Es war unsere beste Wahl, die wir machen konnten. Da draussen würde es für uns deutlich schwerer zum Überleben sein, vor allem weil wir nicht wussten, wie die Situation mit den Grounder aussah. Vielleicht würden sie uns ja gleich abschlachten, wenn sie uns sahen und darauf konnte ich sehr gut verzichten. Ich seufzte leise auf und lehnte mich nach hinten. Die Mountain Men waren medizinisch viel besser ausgestattet gewesen als wir. Sie waren es vermutlich immer noch. Sie waren vermutlich auch technisch besser ausgestattet, aber dafür müssten wir den Stromgenerator wieder zum Laufen bringen. Wollten wir das? Ich zuckte leicht die Schultern. „Ich mache mir meistens nicht besonders viele Gedanken, wie es früher gewesen war, sondern wie wir hier unten überleben und vielleicht irgendwann sogar normal leben können", sagte ich. Die Vergangenheit konnte man nicht mehr ändern, also wieso sollte man seine Gedanken daran verschwenden? Wir konnten nur im Hier und Jetzt etwas ändern. Wir konnten nichts mehr daran ändern, dass die Welt von etwas zerstört worden war, was die Menschen selbst erschaffen hatten. Murphy liess sich neben mir nieder und schaltete die Taschenlampe aus. Ich seufzte leise auf und schloss für ein paar Sekunden die Augen. Ich war total erschöpft, aber eigentlich wartete viel Arbeit auf uns, wenn wir nur wüssten, wie wir vorgehen sollten. Das war allerdings ein riesengrosses Mysterium. Wir wussten noch nicht einmal, womit wir es zu tun hatten! „Meinst du damals, als du mitgegangen bist?“, hakte ich nach und mein Blick glitt zu ihm hinüber. Er und andere waren mit Jaha von einem auf den anderen Tag einfach verschwunden gewesen. Wir hatten nichts gewusst. „Wie weit bist du denn mit ihm mitgegangen? Immerhin warst du eine ganze Weile weg gewesen", sagte ich zu ihm. Mein Blick folgte ihm, als er wieder aufstand und begann die Schublade zu durchsuchen. Ich wusste nicht, was er hoffte zu finden. Diese Menschen hier waren tot. Wollte er wirklich in ihren Sachen stöbern? Er drehte sich dann aber auf einmal triumphierend um – mit einer Schachtel Streichholz in der Hand, auf die er ziemlich stolz war. Ich schüttelte leicht den Kopf, aber konnte nicht verhindern, dass ich ein kleines bisschen lächeln musste. Vermutlich wollte er die jetzige Situation einfach nur ein bisschen aufheitern, aber das war schneller gesagt als getan. „Ich wusste gar nicht, dass du auf Romantik stehst"; zog ich ihn ein bisschen auf und setzte mich wieder ein auf. Er zündete die Kerze an und ein schwacher Kerzenschein drang durch das Zimmer. Na gut, es war ein bisschen gemütlicher, aber änderte nichts an unserer Situation. „Murphy, die romantische Kakerlake", murmelte ich leise und warf ihm kurz einen leicht amüsierten Blick zu.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Do Jan 17, 2019 5:17 pm

Alexander Mercier
[Neuer Link, oben] Benommen stieg ich von meinem Pferd. Um uns herum war es erschreckend ruhig, man vernahm nur den friedlichen Wind der durch die Bäume fegte. Eine Ausnahme zu dem was wir die letzten Stunden durchgemacht hatten. Die Sonne war mittlerweile aufgegangen und schimmerte durch die Bäume. Meine zittrige Hand ließ von den Zügeln meines Pferdes als ich bemerkte, dass sich Blut daran befand. Nur langsam löste ich meine Fingersitzen von dem Fell meines Pferdes das wieherte. So viele Tote-, so viele verfluchte Gedanken und Stimmen. Es fühlte sich alles so unreal an und trotzdem war es passiert. Mein Körper schmerzte und meine Beine schienen mich nur gerade so noch zu tragen. Ich wollte es mir nicht anmerken lassen. Jane tat es mir nach. Doch im Augenblick hatte ich keine Zeit um mich um sie zu kümmern. Den gesamten Weg hier her hatte ich kein Wort zu ihr gesprochen. Hier hinter dem Nebelreich. Kein Gefühl, keine Regung, keinen Schmerz oder Mitgefühl durchfuhr meinen Verstand. Meine Ohren waren wie betäubt und ich fühlte mich, als würde ich Schlafwandeln. Dennoch war ich hierher zurückgekehrt. Warum ausgerechnet jetzt? Dachte ich wirklich es würde irgendetwas ändern wenn ich hier her zurück kam? Glaubte ich an sowas wie Erlösung?  Suchte ich Erlösung? Dieser Ort hier hatte etwas magisches, etwas anziehendes. So, als würde er einen niemals gehen lassen. Genau das konnte ich spüren. Ich konnte es sehen. Wie konnte ich einen Ort wie diesen missen? Niemand würde das verstehen. Dieser Ort war meine zweite Heimat. Ich wusste, dass Jane diesen Ort nie aus nächster Nähe gesehen hatte. Nicht alles davon. Nicht den „friedlichen“ Teil und aus irgendeinem Grund hatte ch das Bedürfnis, dass sie es sah. Sie hatte unsere „Siedlung“ nie bis hier her durchquert und war nie bis zu den Kapellen gekommen, in denen sich Arian aufgehalten hatte. Doch nun waren wir an den  Wohnsitzen der Hermtis vorbei, durch die dichte Siedlung an der wohl magischsten Stelle angelangt. Der Boden war trotz der Atomkatastrophe so nährbar wie schon lange nicht mehr. Das Moos hatte über sämtliche Rinnen Besitz ergriffen und die Pflanzen hatten sich durch die Risse der Gebäude gefressen. Die Ruinen sahen prächtig aus und wirkten unzerstörbar. Hier und da konnte man vielleicht sogar wiedererkennen, das Menschen von damals darin gelebt hatten. Ohne weitere Worte setzte ich einen Fuß vor den anderen. Der Boden unter uns war einfach nur weich.Rechts und links von uns wurden die Gebäude immer dichter [Link im Satz]. Aus den Augenwinkeln sah ich nun erst, dass Jane sich umsah. So, als würde sie sich in einem anderem Reich befinden. Ich wusste was sie dachte. Das alles hier war ziemlich beeindruckend. Ich konnte mich noch genau daran erinnern, als ich das erste Mal diesen Ort betreten hatte. Vielleicht gehörte ich ja sogar hier her. Vielleicht war genau das hier ein Schicksal.  Diese Orte [Link] waren magisch. Bevor Jane das Wort ergreifen konnte drehte ich mich zu ihr. „Hör zu. Du verstehst das nicht“, murmelte ich leise und strich über den Staub der alten Steine vor mir. Die Innenschriften der Einkerbungen waren mit Staub und Dreck bedeckt. Vorsichtig putzte ich es frei und fuhr die Striche der Zeichen nach die sich ebenfalls auf meiner Haut befanden. Was auch immer diese Zeichen für die Menschen bedeutet hatten bevor wir auf dieser Werde gelebt hatten, ich trug diese Schriften auf meiner Haut. Meine Augen trafen auf ihre. „Ich kann nicht hier weg.“ Nachdenklich senkte ich meinen Blick und blieb stehen. Mittlerweile waren wir an der ziemlich großen Kapelle angelangt. Eine große Kuppel aus Glas, dessen Scheiben an manchen Stellen zerbrochen waren. Dennoch schien die Sonne hindurch und ließ die leicht mit Schmutz bedeckten Scheiben glitzern. „Es gibt genug Leute hier die auf sowas wie Vergebung hoffen.“ Und es war kaum zu glauben, aber mittlerweile klang ich schon fast wie Arian. Nur waren meine Absichten nicht dieselben. Ehe Jane zu Wort kam schüttelte ich den Kopf und biss mir vorsichtig auf die Unterlippen. „Ich bin kein Prophet und ich bin auch ganz sicher kein Gott, aber ich glaube an die Guten Seiten der Menschen die noch unter uns weilen.“ Es sollte kein ganzer Clan aussterben nur weil sie fehlgeleitet wurden. Ich war der festen Überzeugung, dass es Zeit dafür war Dinge besser zu machen. Es gab Hoffnung.


Zuletzt von Troian. am Sa Jan 19, 2019 8:24 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Do Jan 17, 2019 7:53 pm

Jane Adams
[Neues Bild] Wir hatten es geschafft, irgendwie hatten wir diese Leute vertrieben. Hoffentlich für immer. Mein Blick wanderte durch die Menge, auf der Suche nach Taylor. Doch ich sah ihn weder unter den Lebenden noch unter den Toten. Ich hatte das Gefühl mir käme gleich mein Mageninhalt hoch, als ich das Schlachtfeld sah. All die Toten, all das Blut. Überrascht sah ich nach vorne, als Alex auf einmal das Pferd weg von dem ganzen trieb. Keine Ahnung, wo er hin wollte, aber ich wagte es auch nicht zu fragen. Vielleicht war es nicht schlecht, wenn ich weg war von dem Schlachtfeld, zumindest bis Severin wach wurde. Er hatte mich nie gemocht. Doch nach den letzten Stunden war ich sicher die letzte, die er sehen wollte. Während des Ritts sprachen wir kein Wort, aber ich wusste auch nicht, was ich sagen konnte. Mit der langsam aufgehenden Sonne bemerkte ich auch langsam, wo wir hin ritten. Automatisch spannte sich mein Körper an. Hielt er das für eine gute Idee? Nachdem was die letzten Stunden, die letzten Tage passiert war? Ich dachte, dass er vielleicht nach Mirah sehen wollte, sie war ihm ja doch wichtig, doch wir hielten nicht bei ihrem Haus. Wir hielten insgesamt nicht in der Stadt. Stattdessen nährten wir uns immer weiter de inneren der Stadt. Die Häuser wurden nicht weniger, doch in diesem Teil der Stadt hatte sich die Natur mehr zurück geholt, als in den äußeren Teilen. Alex stoppte schließlich das Pferd und ich ließ mich zögernd vom Rücken des Pferdes gleiten. Ich hielt meinen Bogen immer noch krampfhaft fest, weswegen ich ihn zögerlich auf meinen Rücken schob. Meine Arme verschränkte ich vor der Brust, um das Zittern meiner Hände zu verstecken, um nicht das Blut an meinen Händen sehen zu müssen. Ich konnte nicht verhindern, dass ich mich umsah, während wir weiter in das Innere liefen. Es war so erstaunlich, dass es in Mitten dieser riesigen Mauern so einen außergewöhnlichen Ort gab. Ein bisschen konnte ich verstehen, warum Alex diesen Ort einmal gemocht hatte. Was sie ihm angetan hatten und was diese Leute die letzten Jahre getan hatten war nicht zu entschuldigen und dass sich irgendwer ihnen anschloss war unverständlich. Doch das hier, solche besonderen Orte, war es wo nach Alex hatte suchen wollen, wenn wir Arkadia hinter uns gelassen hätten. Es war so ein Ort, an dem ich nach ihm gesucht hätte, nachdem er verschwunden war. Verwirrt sah ich ihn an, als er meinte ich würde das nicht verstehen. Was sollte das denn jetzt heißen? Wir hatten ewig kein Wort gewechselt, also was sollte ich nicht verstehen? Das war jetzt nicht sein verdammter Ernst. Er wollte hier bleiben?! Hatte er jetzt komplett den Verstand verloren?! Ich betrachtete ihn, während er da so im Licht der gebrochenen Kuppel stand und versuchte zu verstehen, was in seinem Kopf vor ging. Vor ein paar Stunden hatten wir noch gegen diese Leute gekämpft und jetzt wollte er den Samariter spielen und ihnen helfen? Es zeigte, dass er ein gutes Herz hatte, dass er nach allem was passiert war immer noch helfen wollte. Ich war mir aber nicht sicher, ob er dafür der Richtige war. Nachdem ich mit etwas Abstand zu ihm stehen geblieben war ging ich nun zu ihm und blieb vor ihm stehen. „Hältst du das wirklich für eine gute Idee? Es ist schön zu hören, dass du an das Gute in den Menschen glaubst, aber denkst du nicht, dass du damit in ein offenes Messer rennst. Auch wenn Arian tot ist glauben diese Leute immer noch an ihn, das hat alleine Severin vorhin gut genug unter Beweis gestellt. Außerdem stehen diese Leute immer noch unter dem Drogeneinfluss. Mit Mirahs Blut, was wir getestet haben sollten wir noch raus kriegen können, was das ist. Doch ich glaube nicht, dass dir irgendwer zuhört, so lange alle unter Drogen stehen und wir wissen nicht mal, wie Arian euch diese verabreicht hat.“ Ich wollte nicht seine kleine Traumblase platzen lassen, aber genauso wenig wollte ich, dass er in den Selbstmord lief. Vor einigen Stunden hatte er ihren Propheten oder was auch immer er war umgebracht. Dachte er wirklich diese Leute würden ihn freudig empfangen. Es war schon ein Wunder, dass wir einfach so hier rein gekommen waren und man nicht direkt auf uns geschossen hat. In ihren Augen war er ein Mörder und ich bezweifelte, dass sie ihn einfach als neuen Anführer annehmen würden.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Jan 19, 2019 8:45 pm

John Murphy
Hier unten zu überleben kam einem Wunder gleich. Bis heute fragte ich mich ob wir überhaupt wirklich dafür bestimmt waren. Seitdem wir einen Fuß auf die Erde gesetzt hatten, hatten wir uns durchschlagen müssen. Ob wir nun letzendlich wirklich dafür bestimmt waren, wusste ich nicht. Wenigstens fühlte es sich seit einer ziemlich langen Zeit nirgends so wirklich Zuhause an. Doch ich bezweifelte, dass es uns auf der Ark oben im All besser ergangen wäre. Nachdenklich versuchte ich mich in die Situation von damals zurück zuversetzten. Damals- allzulange her war es nicht gewesen, aber es kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor. „Wir sind einige Tage gelaufen“, erinnerte ich mich und sah auf. „Solange bis wir das Grün verlassen haben. Eine riesige Wüste, Jaha ist damals dort aufgekommen als er die Ark verlassen hat.“ Er hatte es mir bereits erzählt und war sehr überzeugt davon gewesen, dass hinter dieser riesigen Fläche von Verwüstung und Kahlheit eine „Erlösung“ liegen musste. „Wir wurden von riesigen Wölfen angegriffen und getrennt.“ Ich fragte mich bis heute wie er diesen Angriff überlebt hatte. „Die Sache hat ihn total mitgenommen. Er war bereit seine eigenen Männer aufzuopfern.“ Und nun war ich hier und trug selbst Blut an meinen Händen. Isabella; trotz meines Wortes hatte ich sie zurück gelassen. Doch hatte wirklich ich eine Wahl gehabt? Ging es irgendwo nicht immer ums Überleben? Ich erinnnerte mich kaum noch an ihre Stimme, oder ihr Gesicht und ich wusste nicht, ob es gut gewesen war. Sie hatte unsere Leute an die Grounder verraten und Medikamente an sie geliefert. Sie hätte unsere Sicherheit vermutlich immer und immer wieder verkauft. Nachdem ich mich auf der Couch niederließ, atmete ich auf. Die Kerze flimmerte und warf einen angenehmen Schein in den Raum. Auf Ravens Worte rührte ich mich nicht. Wirklich? Sie nannte mich wirklich noch so. Wurde der Witz nicht langsam alt? Vermutlich konnte man sich den Arm ausreißen und es bleib unbeachtet. Ich konnte eben nicht aus meiner Haut. Eigentlich könnte es mir Recht sein. „Sicher“, meinte ich mit einem leicht sarkastischen Unterton. "Für uns beide würde ich doch alles tun." Das meinte sie doch nicht ernst. Hatte sie mich jemals in romantischen Interaktionen erlebt? Vermutlich besaß ich nicht einmal sowas wie ein Herz. Ich hab meine Füße auf den Tisch und grübelte. Wie machten wir jetzt weiter? Wollten wir uns ewig hier verstecken und warten? Früher oder später würden die und hier sicher finden und ich bezweifelte das dieser Ort hier zum sterben der angebrachteste war. Ich wollte wenigstens nicht hier unten Sterben und in totale Vergessenheit geraten mit Menschen, die uns damals töten wollten. "Wie sieht der weitere Plan aus?", erkundigte ich mich also und schob meinen Blick zu ihr. Ich bezweifelte zwar das Raven es wusste, aber auf mich würde sie vermutlich eh nicht hören wollen und ihren Dickkopf durchsetzten. Sollte mir Recht sein. So wie ich die kannte, war sie eine Taktikerin und traf durchaus kluge Entscheidungen mit denen ich Leben konnte. "Wollen wir uns hier erstmal ausruhen?" Einen besseren Ort als diesen hier würden wir sicher nicht finden so viel stand fest. Auch konnte ich mir gut vorstellen, dass Raven ihre Pause bräuchte. Mein Blick glitt für einen kurzen Augenblick auf ihr Knie. Das war vielleicht wirklich die beste Idee. Hier war es ruhig, gemütlich und man musste nicht ständig an die vielen Menschen denken die in diesem Bunker ihr Leben gelassen haben mussten. Ich rieb mir das angetrocknete Blut von den Fingerknöcheln. Zum Glück hatte meine Nase schon längst aufgehört zubluten. Der kleine Aufprall im Auto hatte uns schon irgendwie zugesetzt doch um ehrlich zu sein, hatte ich schon deutlich schlimmer ausgesehen. "Ich finde es eigentlich ganz nett hier", gab ich seufzend von mir, sank ein wenig in die Couch ein und legte meine Hände auf meinen Bauch. "Wir sollten uns nicht Beschweren."
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