The 100 RPG

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Dez 08, 2018 6:41 pm

Yashar
Wir waren wieder Zuhause. Naja. Mein Zuhause. Oder eher das, was davon über war. Hieß das, dass wir dem typischen Alltag wieder verfielen? Insgeheim wusste ich noch nicht so genau, was ich davon halten sollte. Es war gut, sowie schlecht. Ich hatte mein Leben wieder, doch irgendwo hatte sich eben doch eine Menge geändert. Vorsichtig kaute ich auf meiner Unterlippe herum. Es fror hier drinnen und der Wind hatte sich einiges zu eigen gemacht und durcheinander geworfen. Ich näherte mich dem Fenster und riss die Stoff fetzen herunter die vor kurzem noch als Gardine genutzt worden waren. Es wirbelte ein wenig Staub auf. Ich verkniff mir das Husten als die Sonne durch die Fensterscheibe schien und mich ein wenig blendete. Auf ihre Frage drehte ich mich verwundert zu ihr. Mit gerunzelter Stin sah ich, wie ernst sie diese Frage gemeint hatte. „Wie bitte? Was?“, fragte ich, obwohl ich ihre Frage verstanden hatte. Ich ließ den Stoff in meiner Hand fallen und drehte mich zu ihr. Hatte sie mich das gerade wirklich gefragt? Wieso fragte sie? Hatte sie irgendetwas vor? Keine Ahnung wieso aber aus irgendeinem Grund war es schon komisch für mich. „Naja“, ich lachte trocken auf. „Wieso willst du das wissen?“ Wie sollte ich das sagen? Musste ich mich mit ihr jetzt ernsthaft darüber unterhalten? Sie kam nicht von hier, natürlich waren die ganzen Dinge ihr Fremd, aber musste wirklich ich sie „aufklären“? Es war doch so schon gelegentlich komisch genug zwischen uns.  Dieses ständige gerede über Sex und Intimität machte es nicht gerade besser. Schön waren die Vorstellungen eben nicht, die es gab.  Meiner Meinung nach konnte sie sich eben viel besser mit einer Frau darüber unterhalten. Was glaubte sie, was ich zu ihr sagte? „Wie soll ich sagen. Viele lassen es einfach darauf ankommen. Du hast hier unten nichts zu verlieren und wenn es doch passiert, denn-“ (…..) sorgte man früh genug dafür, dass es gar nicht erst dazu kam ein Baby auf die Welt zu bringen. Ein Gedanke, den ich so nicht wirklich unterschreiben konnte. Man war selbst dafür verantwortlich, wenn man kein Baby wollte, denn sollte man auch dafür sorgen das es nicht passierte. Es war Naiv, aber jeder Mann machte sich heutzutage Gedanken und dachte anders darüber nach. Letzendlich war es eben doch so, dass es die Frau war, die sich näher mit dem Thema auseinander setzte.  „Die Frauen verlassen sich überwiegend auf Pflanzenextrakte. Solche Dinge, wie ihr sie kennt gibt es vermutlich nicht.“ Eine einfache Antwort. Reichte ihr das? Denn ich hatte wirklich keine Ahnung was ich ihr raten sollte.  „Mal im Ernst, wieso fragst du?“, ich lachte auf und ein grinsen verblieb auf meinen Lippen. „Haben dir die Kerle in der Ice Nation den Atem geraubt?“ Eine ziemlich blöde Frage. Ich wusste was diese Typen ihr angetan hatten. Doch wir ähnelten uns eben nicht unbebdingt mit den Skaikru und ihren Worten nach zu Urteilen hatte sie eben noch keine wirkliche Erfahrung mit einem Kerl gemacht.  Keine Ahnung wieso sie fragte, vielleicht auch einfach nur aus Interesse- aber es würde niemals gut gehen. Das Riskio das ihr irgendetwas schlimmes passierte war eben doch zu Groß. „Ich würde dir zu Liebe die Finger von den Kerlen hier unten lassen. Ehe du dich versiehst, werfen sie dich weg wie Dreck. Sie sind Erbarmungslos und Herzlos. Ich würde es lieber mit jemanden aus deiner Gruppe versuchen. Nur um dich vor dich selbst zu schützen. Da müssen deine Hormone wohl doch noch ein wenig warten.“ Klar, im Augenblick zog ich sie zugegeben auch ein wenig auf. Ich wartete nur noch darauf, dass sie ein wenig Rot wurde. „Ey komm, ich mach nur Spaß.“ Ich kniete mich hin und nahm das Stück Stoff unter mir zusammen. „Wir sollten lieber zusehen das wir ein wenig Ordnung in die Bude hier bekommen bevor es wirklich richtig heftig anfängt zu frieren. Irgendwelche Ideen?" Schließlich konnten wir nicht einfach so das Glas austauschen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Dez 08, 2018 6:42 pm

John Murphy
Raven schien den wink mit dem Zaunpfahl zu verstehen. Ich hatte kein Interesse daran meine Zeit mit Miles zu vergolden. Selbst wenn er noch er selbst war- oder was auch immer das hier war- würde er uns vermutlich keine Große Hilfe sein. Selbst er sagte schließlich zu diesem Anblick in der Mensa nichts. Wer wusste schon wie nahe er dem Wahnsinn verfallen war. Vielleicht war er ja auch schon lange einer von ihnen. Woher sollten wir das wissen? Scheinbar schien Miles zwar immer noch zu arbeiten, aber irgendetwas schien nicht zustimmen. Ich hatte es einfach im Gefühl. Raven nickte mir zu. Sie folgte mir. Miles hingegen ließen wir zurück. Er sah uns einfach nach. Etwas abgelegen von den anderen im Raum ließ mich auf eine der Bänke nieder. Raven tat es mir nach. Ich war es in der Regel gewohnt alleine zu essen oder irgendwo zu sitzen und Leute zu beobachten. Bellamy- obwohl Raven eine sehr eigenständige junge Frau war, hing auch sie an den Dingen die Bellamy sagte und tat. Ich seufzte. Ging es hier in Arkadia nicht immer nur um Bellamy oder Clarke?  „Was weiß ich- er kümmert sich um den Kram um den er sich eben immer kümmert. Clarke ist weg. So wie ich ihn einschätze tut er irgendetwas dummes und unüberlegtes.“ Und es brauchte jemand anderes um ihn dort wieder raus zu holen. Wie immer eben, doch dafür hatten wir jetzt keine Zeit. Ein wenig Gedankenverloren nahm ich meine Gabel in die Hand und stocherte in meinem essen herum. Wirklichen Appetit hatte ich schließlich nicht. Irgendetwas mussten wir dennoch tun was einigermaßen „Normal“ wirkte. Was wusste ich, was diese "leeren" Menschenhüllen alles mitbekamen. Mein Blick hing an kurzzeitig an Miles, der die Mensa verließ ehe ich wieder Raven ansah. „Du kannst mir sagen was du willst, aber ich würde im Augenblick niemanden vertrauen.“ Ich erhob die Gabel und deutete in die Richtung in die Miles verschwand. Wobei auch niemand gesagt hatte, dass Raven mir vertrauen sollte. In den meisten Fällen war sie sicherer wenn sie sich nur auf sich selbst verließ, sie kannte mich Gut. Es endete immer im Chaos. Letz endlich musste sie es dann doch aber selbst entscheiden. Ich wusste auf welcher Seite ich stand und hey, ich lebte noch und war nicht Verrückt! „Er mag vielleicht ein vertrauenswürdiger alter „Freund“ zu sein, aber was auch immer hier passiert, ist nicht normal. Ausnahmsweise hat das hier wohl nichts mit dem zu tun, was die Grounder in der Regel verzapfen.“ Wir waren schon durch deutlich schlimme Katastrophen überstanden seit dem wir hier waren und in den meisten Fällen hatte es etwas mit den Groundern zu tun. Dieses mal schien es jedoch etwas anderes zu sein. Lexa hatte uns in Mount Weather zwar hintergangen und Clarke war fort, doch warum sollten sie uns jetzt dennoch angreifen? Es bestand keine Gefahr. Ich bezweifelte das das hier irgendein Zaubertrick ihresgleichen war. Es passte einfach nicht ins Bild. Verdammt, was passierte hier.  Leicht in Gedanken versunken sah ich auf. Raven starrte mich an. Was dachte sie, während sie mich so ansah? Zu gerne hätte ich ihr einfach mal hinter den Kopf gesehen. „Was siehst du mich so an?“, fragte ich sie leicht irritiert. Neugierig legte ich den Kopf schief, erwartete jedoch keine Antwort. Es kam öfter vor, dass Leute mich komisch ansahen. Ich lockerte mich ein wenig. „Mal was anderes. Hast du schon Abby geredet?“, fragte ich, schob mir eine Gabel in den Mund und zog die Stirn in Falten. Erst danach sah ich auf und beobachtete ihre Reaktion. Das essen hier in der Mensa war genießbar, aber es gab sicherlich tausend Dinge die besser schmeckten. Wir waren eben auf das angewiesen, was wir hier unten bekamen. Neugierig zog ich eine Augenbraue in die höhe. Ich wusste das das Thema was jetzt spontan aus dem nichts kam, sie verschreckte. Ihr fragender Blick trat mir entgegen. „Wegen deinem Bein“, ergänzte ich. Sie musste kein Geheimnis daraus machen, ich wusste das sie schmerzen hatte und seit der Explosion in Mount Weather war es schlimmer geworden. „So ziemlich jeder hier sieht das du schmerzen hast. Vermutlich wird es jeden Tag schlimmer. Wieso gehst du damit nicht nach Abby? Wieso quälst du dich selbst so? Für wen machst du das ganze? Sie kann dir helfen.“ Bevor sie etwas sagen konnte, redete ich weiter. Sie vergaß wohl das ich mit ihr dort unten gesteckt hatte. Es war Glück, dass wir beide überhaupt noch atmeten. „Ich weiß das es von der Explosion kommt, doch glaubst du nicht, dass es besser ist , sich untersuchen zu lassen, anstelle davon seine Sorgen und Schmerzen in Arbeit zu ertränken?“ Vermutlich nicht. Ich redete hier mit Raven Reyes. Diese Frau war eine Maschine. Vermutlich interessierte sie sich noch nicht einmal mehr für ihren eigenen Gesundheitlichen zustand. "Im Ernst, du bist niemanden eine Hilfe wenn du nicht an dich selbst denkst." Doch sie glaubte vermutlich das es so war solange sie ihren Job ordentlich und Gut machte. Kaum zu glauben, dass sich keiner darum scherte wie es ihr ging. Die Menschen um sie herum hatten doch alle Augen im Kopf und bemerkten es.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Sa Dez 08, 2018 8:38 pm

Jane Adams
Natürlich entging mir nicht, wie sehr sich Alex versteifte, als ich meinen Arm um ihn legte. Für einen Moment hatte ich ganz vergessen, dass er momentan nicht viel mit körperlicher Nähe anfangen konnte. Doch ein leichtes Lächeln legte sich auf meine Lippen, als ich merkte, wie er sich dann doch entspannte, seine Stirn gegen meine Schulter sinken ließ. Ich war froh ihm zumindest ein bisschen geholfen zu haben, wenn wir auch nicht ewig hier bleiben konnten.
Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, während wir im Camp der 100 saßen und auf einen Angriff warteten. Wir standen alle hier, um Alex zu schützen, während er dort wie auf dem Präsentierteller saß. Als wir die Geräusche von Pferden hörten wurde die Situation deutlich angespannter. Ich zog einen der Pfeile aus dem Köcher und spannte ihn. Wir warteten zwar auf ein Zeichen von Alex, doch vorbereitet sollten wir schon sein. Dabei spürte ich Taylors Blick in meinem Nacken. Auch seit wir hier waren hatte er kein Wort gewechselt, doch er beachtete mich indem er mich beobachtete. Das war wohl seine Art mir zu sagen, dass er mich nicht sterben lassen würde, auch wenn wir im Moment im Streit waren. Zeit zum reden hatten wir bisher aber auch nicht gehabt. Wir hätten noch genug Zeit zum ausdiskutieren des ganzen, wenn das hier vorbei war. Verwirrt runzelte ich die Stirn, als nur Severin und drei andere angeritten kamen. Das waren zu wenige, viel zu wenige. Wollten sie schauen, ob Alex allein war? Die drei Typen blieben auf Abstand während Severin irgendwas fluchte, was ich nicht verstand und sich dabei Alex nährte. Mein Pfeil war derweil auf seinen Kopf gerichtet. Unbewusst spannte ich mich an, als er Alex ins Gesicht schlug, doch dieser tat das fast schon mit Humor ab. Severin sah in Alex wohl wirklich einen Verräter und das obwohl er ihn immer noch als Teil seiner Familie sah. Zumindest schien er Alex nicht direkt umbringen zu wollen, wohl eher wieder auf ihre Seite ziehen. Das würde nur keinen Erfolg haben. Im Gegensatz zu Severin stand er nicht mehr unter den Drogen, die ihnen tagtäglich eingeflößt wurden. Vielleicht hatten sie die Konzentration der Drogen auch erhöht. Es würde zumindest erklären, warum Severin noch verrückter klang als sonst. Von Anfang an hatte er blind hinter Arian gestanden, aber jetzt klang er einfach nur verrückt und besessen. Immerhin konnte er noch vernünftig Sätze formulieren. Diese Stadt war für eine Zeit Alex zuhause gewesen, doch das war es nie freiwillig gewesen. Sie hatten ihn aus seinem eigentlichen Zuhause gerissen und mit Drogen zur Fügigkeit gezwungen. Etwas was sie seit Jahren, vielleicht Jahrhunderten mit Leuten aller Clans machten. Doch das würde heute enden, weil sie kein Recht dazu hatten. Alex versuchte Severin aber immer noch von einer friedlichen Lösung zu überreden. Dafür war es wahrscheinlich schon längst zu spät, wir würden das nicht mehr ohne einen Krieg beenden können.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Dez 08, 2018 9:14 pm

Alexander Mercier
Warum war Severin hier, wenn er mich nicht aufhalten wollte? Er wirkte so sicher in dem was er tat und doch so verängstigt. Ich wusste das er mir nichts tun wollte. Er hätte alles zu mir sagen können und ich wusste, dass er nur das gegenteil beabsichtigte und meinte. Ich musterte ihn während ich sah das er mit sich selbst kämpfte. Er stand einfach vor mir und ich konnte sehen wie ich mich in seinen Augen wiederspiegelte. „Ich werde sie nicht aufhalten“ entgegnete er mir trocken. Und das glaubte ich ihm. Seine stimme war so fest und überzeigt. Ich jedoch schüttelte den Kopf.  Was erwartete er von mir? Solange er nicht gegen mich kämpfte, konnte ich damit leben. Severin warf seinen beiden Männern einen Blick aus den Augenwinkeln zu. Ich konnte mir vorstellen das in seiner Position einer menge Druck ausgesetzt war. Er musste irgendetwas tun. „Ich dachte wir kämpfen Seite an Seite, egal was passiert.“ Um ehrlich zu sein hatte ich das damals auch gedacht. Für mich waren Mirah und er sowas wie meine Familie gewesen. „Es muss nicht soweit kommen.“ Wie oft sollte ich das zu ihm sagen? Ich wollte ihm einfach nur verdeutlichen, dass wir nicht gegeneinander kämpfen mussten. Am liebsten hätte ich von ihm gewollt, dass er diesen Schauplatz einfach verließ. Das er der ganzen Sache einfach den Rücken kehrte, solange er noch konnte. Severin war im Augenblick in der Position alles zu tun. Er könnte mir jetzt einfach einen Pfeil zwischen die Brust setzten und die Sache hatte ein Ende. Für ihn und auch für mich. Es würde keinen Kampf geben. Die Sache hier würde nicht gut ausgehen für einen von uns. Vor allem war es mir nicht wohl mit dem Wissen das meine Leute in den Bäumen saßen und auf Sev zielten. Ich konnte ihm nicht sagen was wir vor hatten. Wenn ich ihm von meinem Plan verriet und er nicht mehr auf meiner Seite spielte, denn hatten wir verloren. Auf der anderen Seite jedoch wusste ich, dass es Severins Leben riskierte. Ich konnte ihn also nicht warnen. „Madha yjb 'an nafeal siafrin?“, ergriff einer der Wachen die Stimme. Das Pferd vierte im Hintergrund und ich hörte wie sich seine Stiefel auf mich zu bewegten. Ich wusste was er zu Severin sagte. Sie vergaßen wohl, dass ich ihrer Sprache mächtig war. Ich sprach die Sprache die die Grounder sprachen nicht, jedoch hatten die Hermits eine eigene Sprache miteinander zu kommunizieren. Es hatte gedauert, aber mittlerweile besaßen wir sie alle. Mein Blick haftete weiterhin auf Sev. Ich wollte ihm nicht das Gefühl vermitteln, dass ich mich fürchtete oder ich mich zierte dem Tod in die Augen zu blicken. Falls ich sterben sollte, war dass das letzte was ich Sev zeigen wollte. Schwäche. So kannte er mich nicht und so würde ich nicht abtreten. „Sa'alt lak shay' alramh“, die Wache kam neben uns zu stehen. Ich verzog das Gesicht und richtete meinen Blick auf ihn. „Azhar almazid min alaihtiram“, erwiderte ich mit strenger und fester Stimme. Beinahe schockiert und nahezu angestrengt hing der Blick meines Gegenüber an mir. Severin blieb einfach nur vor mir stehen. Er schien völlig weg getreten von der Situation. Die Zeitspanne wurde immer enger. Sie würden mich töten wenn ich nicht handelte und dieses Mal handelte es sich nur um zwei Wachen. „Du musst dich für eine Seite entscheiden“, zischte ich Sev zu, ehe ich langsam an das Messer griff das an meinem Gürtel haftete. Die Anspannung war greifbar. Noch hatte ich eine Chance. Es waren nur zwei Wachen. Doch aus meinen Augenwinkeln sah ich, dass ebenfalls Sev nach seinem Dolch griff. Wieso zwang er mich das zu tun-?! Beinahe gleichzeitig wurden die Waffen gezückt. Alle- Die Wache die mir direkt gegenüber stand holte aus und ich drückte ihm mein Messer direkt in die Brust.  Es waren nur Sekunden, in denen ich damit rechnete das ich jeden Augenblick meinen letzten Atemzug tätigte und Severin mir seine Waffe in den Rücken drückte, doch es passierte nicht. Die Waffe vor mir japste, spuckte Blut und ging zu Boden. Ich vernahm wie die übrige Wache am Pferd sekundenschnelle darauf seinen Bogen zückte- dann aber zu Boden fiel? Irritiert sah ich Sev an und entspannte aus meiner angestrengten Haltung, als ich realisierte das er es gewesen war der aus der Entfernung seinen Dolch nieder gerungen hatte. Er traf seine Ziele immer. Er sah mich an, als hätte er einen schlimmen Fehler begannen, atmete dann aber auf. “Nahn nuqatil maeaan, Bruder. In Guten wie in schlechten Zeiten. Du hast mir oft genug das Leben gerettet. Du hast keine Zeit mehr. Du musst weg hier Alexander. Sie werden kommen und dich töten. Sie werden alles und jeden Töten.“ Er reichte mir seine Hand. Ich zögerte, sah in seine Augen und reichte sie ihm. Er drückte meine Handfläche. Ich hatte keine Ahnung ob ich ihm trauen konnte. Er war der Feind- was versicherte mir, dass ich ihm trauen konnte? Reichte unsere Vergangenheit aus? Stille. Nur unser Blickkontakt war weiter vorhanden. Es war als würden wir über eine Gewisse Zeit nur über diese Blicke kommunizieren. Er musste hier weg! Gerade weil er mir wichtig war, wollte ich nicht das er hier war! Konnte ich ihm vertrauen und ihm von unserem Plan erzählen? Severin passte nicht in unseren Plan. Es warf mehr um, als es mir lieb war.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Sa Dez 08, 2018 9:52 pm

Jane Adams
Ja, wow, Severin stand auf einer anderen Seite, das hatten wir vorher schon gewusst. Das brauchte ich mir nicht noch mal anzuhören. Konnte Alex ihn nicht einfach weg schicken. Umbringen wollte er ihn ja nicht, aber je länger das ganze hier dauerte, umso mehr kam der Plan ins Schwanken. Konnten sie nicht einfach aufhören sich zu unterhalten? Die beiden hatten viel Zeit zusammen verbracht und waren mal etwas wie Brüder gewesen, doch jetzt nicht mehr. Alex war genauso wenig der Mann den Severin zu kennen meinte , wie er mein bester Freund war. Inzwischen war er eben irgendwas dazwischen. Den Wachen wurde das inzwischen wohl auch zu doof, denn sie mischten sich in das Gespräch ein. Ich verstand zwar nicht, was sie sagten, aber das brauchte ich nicht einmal. Man merkte, wie angespannt die Stimmung auf einmal wurde. Auf einmal hatten sowohl Severin, als auch Alex ihre Messer gezückt. Die Wache die bei den beiden stand war daraufhin auch tot. Ich zielte auf die Wache auf dem Pferd, die gerade den Bogen spannte. Gerade als ich den Pfeil los lassen wollte fiel der Kerl vom Pferd. Irritiert sah ich zu den beiden Jungs. Severin hatte einen seiner Leute umgebracht? Bei seinen Worten konnte ich nur die Augen verdrehen. Wollte Severin jetzt Alex schützen und von hier weg bringen? Das konnte Alex ihm doch nicht wirklich glauben oder? Doch anscheinend schon… Zumindest ging er auf Severins Handschlag ein. War das jetzt sein verdammter Ernst?! Vielleicht waren sie mal so etwas wie Brüder gewesen, doch das hatte sich geändert. Severin stand doch komplett hinter Arian, war genauso gehirngewaschen, wie Alex es gewesen war. Er würde uns doch sofort verraten. Die Beiden blieben jedoch einfach da stehen und sahen sich an. Mir wurde das gerade echt zu blöd. Ich steckte den Pfeil zurück in den Köcher und schob auch meinen Bogen auf meinen Rücken. Taylors Hand die mich aufhalten wollte schüttelte ich einfach ab. Ich trat aus meinem Versteck und ging auf die beiden zu. „Was jetzt? Soll er hier bleiben? Traust du ihm wirklich?“, fragte ich Alex. Ich konnte nicht verhindern, dass meine Stimme einen aggressiven Unterton annahm. Bei unserem letzten Treffen hätte Severin uns am liebsten verraten und mich mit einem Messer bedroht. Diese Feindlichkeit beruhte auf Gegenseitigkeit. Das sollte auch für Alex nichts Neues sein. Vielleicht konnte er Severin nicht einfach umbringen, das konnte ich ja auch verstehen und das brauchte er ja auch nicht, aber verdammt… wir konnten ihm nicht trauen. Er würde alles für diesen Arian tun, ich hielt es nicht für unmöglich, dass er auch einen seiner eigenen Leute umbringen würde, nur um Alex vertrauen zu gewinnen. Am liebsten hätte ich ihn im Dropship eingesperrt. Ich traute ihm nicht, dass er auf unserer Seite kämpfen würde. Wenn wir ihn gehen ließen würde er uns nur verraten. Wir konnten ihn am leben lassen, aber dann sollte er uns zumindest nicht im Weg stehen. Das wir Mirah vertrauten okay. Sie stand nicht so komplett hinter ihren Leuten. Ihre Gefühle für Alex sorgten dafür, dass sie auf unserer Seite stand, irgendwie. Bei Severin war das anders.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 09, 2018 11:13 am

Raven Reyes
Wir waren also praktisch auf uns alleine gestellt. Clarke war verschwunden und Bellamy war gerade auch nirgends zu finden. Es war jedoch schon ein bisschen merkwürdig, dass weder Abby noch Kane anscheinend etwas davon bemerkt hatten. Es sollte ihnen doch auffallen, wenn sie nur schon einen Blick in den Essensaal warfen. Es war ruhiger wie sonst, weil bei jedem Essen immer mehr nur noch vor sich hinstarrten und irgendwie nicht einen besonders lebendigen Eindruck machten. Das alles konnte doch nicht wirklich etwas Gutes verheissen. Ich folgte Murphy in den Speisesaal zurück und holte mein Essen, welches ich vorhin einfach auf dem Tisch hatte stehen lassen. Ich seufzte leise und schüttelte den Kopf. Bellamy war manchmal einfach zu impulsiv. Er sollte zuerst überlegen und danach handeln. Clarke war gegangen. Es war ihre Entscheidung gewesen, dann sollte sie nun auch selbst schauen, wie sie da draussen überlebte. Er musste sich um die Leute hier kümmern – tat er aber gerade nicht. Ich nickte zustimmend. Wir konnten vermutlich wirklich niemanden vertrauen. Es waren immer mehr Leute davon betroffen, also mussten wir vorsichtig sein. Deshalb wäre es auch das Sicherste, wenn er einfach während meiner Arbeit zu mir kommen würde. Dann konnten wir ungestört darüber reden und niemand würde uns wegen irgendwelchen Sachen verdächtigen. Er würde mir einfach bei meiner Arbeit helfen. „Nein, ich denke auch nicht, dass die Grounder dahinter stecken“, gab ich zu und schürzte die Lippen, bevor ich dann doch einen Bissen vom Essen in meinen Mund schob. Ich hatte wirklich nicht besonders Hunger. Vor allem überlegte ich mir gerade eher, was hier los sein konnte. Mein Blick ruhte auf ihm, was ich gar nicht so wirklich wahr genommen hatte. Ich schüttelte den Kopf, als er mich fragte, wieso ich ihn denn so ansah. Ich war in Gedanken versunken gewesen. Es hatte nichts mit ihm zu tun. Ich hatte keine andere Wahl, als mich damit abzufinden, dass wir beide da wohl zusammenarbeiten mussten. Es wäre mir lieber, wenn Bellamy dabei wäre. Murphy und ich hatten immer noch gewisse Differenzen. Er hatte mir zwar mein Leben gerettet, das hiess aber nicht, dass ich einfach vergessen würde, was er mir angetan hatte. Er hatte wild um sich geschossen. Eigentlich hätte ich dabei drauf gehen können und es wäre ihm scheiss egal gewesen. Murphy war nicht einer, der bereute was er getan hatte. Ich glaubte daher auch nicht, dass er bereute, was er mir angetan hatte. Ich sah ihn fragend an, als er auf einmal von Abby anfing zu quatschen. Was hatte denn Abby nun damit zu tun? Anscheinend hatte ich aber einfach den Themenwechsel verpasst. Ich seufzte tief, also er von meinem Bein anfing zu sprechen. Konnte er dieses Thema nicht einfach sein lassen? Mein Bein war beschissen. Es war grösstenteils hinüber und das konnte mir das Bein wohl nicht deutlich genug zeigen. „Sie kann mir nicht helfen“, widersprach ich ihm sofort und funkelte ihn an. Es hatte hier nichts damit zu tun, dass ich zu viel arbeitete oder so. „Denkst du nicht, dass Abby alles getan hat, was sie konnte? Das hatte sie. Wir sind hier unten nicht so ausgestattet wie wir es im All oben gewesen sind. Man kann mein Bein nicht wieder heilen. Sie schlägt beschissene Physioübungen vor, sagt aber selbst, dass es dadurch auch nicht wieder ganz gesund werden wird. Dann verschwende ich meine Zeit nicht dafür“, sagte ich und legte das Besteck auf das Tablett. Mein Hunger war nun endgültig vorbei. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihm an. „Ich war nach der Explosion auf der Krankenstation gewesen genau wie du und sie hat mein Bein untersucht. Da kann man halt einfach nicht viel machen. Also nein, ich ertränke meine Sorgen und Schmerzen nicht in meiner Arbeit, sondern ich versuche mich damit abzufinden, weil es sich sowieso nicht ändern wird. Wenn du jetzt plötzlich ein schlechtes Gewissen hast, kann ich dir nicht helfen, denn mein Bein wird niemals wieder ganz gesund sein“, sagte ich ein Ton zu scharf und stand dann abrupt auf. „Wenn du mich jetzt entschuldigst, ich gehe arbeiten. Wenn irgendwas wegen dieser anderen Sache ist, weisst du ja wo du mich findest“, sagte ich knapp zu ihm, bevor ich mein Tablett nahm und mich wortlos umdrehte. Er wusste doch gar nicht, was ich alles mit Abby angeschaut hatte. Er konnte sich gar nicht vorstellen, wie viele Möglichkeiten sie durchgegangen ist, um mir irgendwie helfen zu können. Schlussendlich waren es irreparable Schäden. Ich konnte wohl von Glück reden, dass ich noch am Leben bin und seine Kugel mich nicht am Kopf oder so getroffen hatte. Ich schüttelte den Kopf, brachte das Tablett zurück und machte mich auf den Weg zur Arbeit. Wieso musste er immer wieder davon anfangen? Er sollte das Thema einfach belassen, denn jedes Mal wenn er von meinem Bein anfing, wurde ich daran erinnerte, wer eigentlich dafür verantwortlich ist.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 09, 2018 11:26 am

Isabella Mason
Sein Haus war gerade wirklich nicht in einem besonders guten Zustand. Gut, das war es vorhin schon nicht gewesen, allerdings hatte meine Abwesenheit dem Haus nicht gerade besonders gut getan. Es war kalt im Haus und durch die Öffnungen wehte es hinein. Es war verdammter Winter und genauso fühlte es sich in seinem Haus an. Ich musste eingestehen, dass ich den warmen Kamin von Yennefer gerade bevorzugte, allerdings war es mir dann doch lieber, dass ich nicht in ihrer Gegenwart sein musste. Ich hob fragend eine Augenbraue, als Yashar so reagierte. War es ihm gerade peinlich? E ssah fast schon ein bisschen auf. Er drehte sich zu mir um und ich sah zu ihm hoch. „Wieso sollte ich es denn nicht wissen?“, fragte ich ihn einfach zurück. Es nahm mich einfach Wunder und ich war schliesslich auch eine Frau. Er dagegen wirkte fast schon ein bisschen verlegen. Wie alt war er? Es war doch etwas ganz normal, wenn man darüber sprach. Wir hatten doch sowieso schon über Sex und andere intime Sachen gesprochen. Er hatte mich schon halbnackt gesehen, also was hatte er für ein Problem damit? Ich wusste, dass er alles andere als eine Jungfrau war, also hatte er sich sicher auch schon damit auseinander gesetzt. Ich schürzte die Lippen. Sie liessen es darauf ankommen. Sie gingen also einfach ein Risiko ein und falls sie dann doch plötzlich schwanger waren, trieben sie es ab? Jedoch konnte ich mir vorstellen, dass das hier unten nicht besonders angenehm oder ungefährlich war. Sie waren einfach nicht so medizinisch ausgestattet, wie wir das waren. Aber anscheinend waren sie in diesem Punkt nicht gerade besonders verantwortlich. „Pflanzenextrakte“, wiederholte ich leise. Ich würde diesen Pflanzenextrakte nicht wirklich vertrauen. Wie sollte man Pflanzen vertrauen? Jeder Körper reagierte doch anders darauf. Ich runzelte die Stirn und sah wieder zu Yashar. Er wollte anscheinend unbedingt wissen, woher ich das plötzliche Interesse hatte. Ich warf ihm einen warnenden Blick zu, als er mich fragte, ob einer der Männer mir den Atem geraubt hatte. Sie hatten mir den Atem geraubt jedoch nicht in dieser Weise, sondern indem sie mir ihre Faust in den Magen gerammt hatten. Aber ich würde mit ihm nicht über die Zeit im Kerker sprechen. Er machte sich aus welchen Gründen auch immer schon genug Vorwürfe und er würde sich nur noch schlechter fühlen. Ich liess mich au sein Bett sinken und ich zuckte die Schultern. „Es interessiert mich halt einfach“, sagte ich und hob dann eine Augenbraue. „Falls du es vergessen hast, ich bin in keiner Gruppe mehr“, korrigierte ich ihn. Ich musterte ihn. Meine Hormone mussten noch ein bisschen warten? Was wollte er denn damit sagen? „Ich habe nicht irgendeinen Drang dazu, Sex zu haben oder so“, wehrte ich sofort ab und merkte dann doch, wie meine Wangen sich leicht erhitzten. Ich wusste ja noch nicht einmal, wie es sich anfühlte und darüber würde ich mit ihm nun wirklich nicht sprechen. Mein Blick glitt durch die Hütte. Ja, gerade war ich auch für einen Themawechsel. Ich schürzte die Lippen und betrachtete die Öffnungen in den Wänden. „Hast du nicht irgendwelche Bretter, damit du diese Öffnungen zumachen kannst? Es kommt dann zwar weniger Tageslicht herein, aber das war mir ziemlich egal“, sagte ich und betrachtete ihn. Hauptsache es wäre wieder ein bisschen mehr. Ich befeuchtete ein bisschen meine trockenen Lippen und fuhr durch das Haar. Es war hier drinnen wirklich mehr als frisch. „Wie hältst du dein Haus sonst im Winter warm?“, fragte ich ihn. Das hier war sicher nicht sein erster Winter, also wusste er doch, wie das ablief.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 09, 2018 1:46 pm

Alexander Mercier
Das ganze hier lief mehr als ungünstig. Klar hatte Serverin Recht. Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen Angriff überlebte. Doch darauf kam es im Augenblick nicht an. Ehe ich Severin etwas antworten konnte, ertönte auch schon eine weitere Stimme. Janes. Das unruhige wiehern der Pferde die durch das abgezäunte gelände rannten, da ihre Reiter tot waren waren, ließ einen ein wenig unruhig werden. Man konnte sich nicht mehr voll und ganz auf die Stille konzentrieren. „Madha tafeal hna?! Sev musterte sie mit zusammen gekniffenen Augen. Es war kein Geheimnis, er traute ihr nicht. Ich seufzte. Severin wirkte auf mich, als würde er jeden Augenblick seine Waffen zücken, würde sie ihm zu nahe kommen. „Ich habe keine andere Wahl, er ist ein Freund. Ich traue ihm.“ Ich erhob die Hand und gab Jane zu verstehen, dass das ganze hier schon in Ordnung war. Wir hatten keine Zeit für sowas! Auch wenn ich wusste das Arian tief in ihm genau die Strippen zog, die er brauchte, war er immer noch er selbst. Hatte ich eine andere Wahl? Ich musste mich auf das Verlassen was er sagte. Ich konnte ihn nicht einfach weg schicken, geschweige das er gehen würde. Nachdem was vor uns lag, war das garantiert nicht so. Doch darauf kam es im Augenblick nicht an. Wenn ich etwas zu verlieren hatte, denn sollte es genau das sein. Ich konnte es nicht jedem Recht machen. Jane musste das verstehen. Sie opferte genauso viel für mich auf, warum sollte ich es denn nicht auch für Sev tun?! Er war in keiner anderen Position als ich. Auch er war nur ein Opfer Arians Machenschafften. Auch er hatte einmal eine Familie und einen Clan gehabt. Sev  sah ihr direkt in die Augen, doch so wie ich Jane kannte ließ sie sich von seiner nähe und Gestik nicht einschüchtern. „Na sicher. Es wundert mich auch schon fast gar nicht. Jane. Egal wo ich hinsehe, überall ist dieses kleine Miststück. Das Mädchen, was glaubt sie würde ein unschuldiges Leben retten. Mit ihr hat alles angefangen. Sollte mit ihr nicht auch alles enden? Was hat sie getan, damit du ihr so unglaublich viel vertrauen schenkst mhm?“, knurrte er urplötzlich und kam Jane einen bedrohlichen Schritt näher. „Wer glaubt sie zu sein? Sie ist nur ein jämmerliche Skaikru. Du bist schwach, Naiv und lässt dich von deinen Gefühlen leiten.“ Unbarmherzig knallte er ihr die Worte an den Kopf und ich konnte spüren wie jedes seiner Worte von Hass getränkt war. Ich legte ihm eine Hand auf die Stirn und zog ihn einen kleinen Schritt zurück. „Seit ihr fertig?! Ich hab dafür jetzt wirklich keine Zeit.“ Ich warf Jane einen fragenden Blick zu. Das ganze wühlte einen emotional viel zu sehr auf. Jane würde es nicht verstehen. „Ihr wollt mir beide helfen- denn hört auf, euch wie die letzten Idioten aufzuspielen!“ Wieso war sie hier? Sie hatte ihre Deckung aufgegeben? Wusste sie nicht wie gefährlich es hier unten war?! Sie musste mich vor rein gar nichts beschützen. Das alles lief nicht nach Plan. „Warum bist du hier?!“, sprach ich meine Gedanken vorwurfsvoll aus und sah sie eindringlich an. Sev lachte schnippisch auf und wandte sich von uns. Vermutlich war er nicht blöd. Er hatte unseren Plan vielleicht noch nicht ganz durchschaut, aber war verflixt nah dran. Doch ehe ich noch etwas sagen konnte, wurde die Stille um uns herum durch weitere Pferde durchbrochen. Dieses mal jedoch, handelte es sich nicht um eine kleine Gruppe. Es klang wie eine kleine Armee. Ich hielt den Atem an, Sev lauschte und hielt in seiner Bewegung inne. Ich konnte mich jetzt nicht mehr um ihn kümmern. Er würde sich schon für das Entscheiden was richtig war. „Ist Arian unter ihnen?“, fragte ich in die erdückende Stille. Ich wusste, dass sich die Hermits vor dem Tor aufgebaut hatten, dafür musste ich kein Genie sein. „Sev! Ist Arian unter ihnen?!“ Severin schwieg. Ich verdrehte die Augen, seufzte und gab Jane zu verstehen, dass sie bleiben sollte wo sie war. Das was ich vor hatte war vielleicht Dumm, aber eine andere Wahl hatte ich nicht. Vielleicht würde Arian mit mir reden, wenn ich mich ergab. Ich war einer von ihnen gewesen, ich glaubte kaum das sie mir dies Verwehrten, bevor sie mich töteten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am So Dez 09, 2018 2:22 pm

Jane Adams
Ich brauchte nicht verstehen, was Severin sagte, um zu wissen, dass er alles andere als glücklich darüber war mich hier zu sehen. Skeptisch zog ich eine Augenbraue hoch. Er vertraute ihm? Nach allem was passiert war? Sah ich definitiv anders, er war eine Bedrohung für unseren Plan, in jedweder Form. Doch anscheinend sollte er jetzt mit uns kämpfen. Als ob er sich gegen seine Leute stellen würde, das glaubte ich nicht. In dem Moment lenkte Severin meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich erwiderte stur seinen Blick, als er mir näher kam und all diese Dinge an den Kopf warf. Ganz ehrlich, er war vielleicht größer als ich, aber deswegen hatte ich noch lange keine Angst vor ihm. So leicht würde ich mich auch nicht von ihm umbringen lassen. Automatisch legte sich meine Hand um den Griff meines Schwertes. „Oh sei einfach nur froh, dass ich dich nicht eben einfach erschossen habe, als ich die Möglichkeit dazu hatte. Spiel dich bloß nicht als den großen Wohltäter auf, nur weil du Alex jetzt warnen wolltest. Wenn es nach dir gegangen wäre hättest du ihn doch in dieser Zelle verrotten lassen, bloß um weiter Arians braves Schoßhündchen zu spielen. Es war alles gut, bis ihr angefangen habt andere Clans anzugreifen, Leute für entführen, sie aus ihrem Zuhause zu holen, weg von ihren Familien. Nur weil ich Gefühle habe bin ich nicht schwach. Gefühle können einen so viel stärker machen, aber wie sollte das jemand, wie du verstehen?“, gab ich genauso feindselig zurück. Sie spielten sich als große Helden auf, die Leute aus anderen Clans aus Situationen retteten, doch sie zerstörten einfach Familien und dabei war es ihnen egal, wie viele Unschuldige ihr Leben verloren. Mit diesen beschissenen Drogen wurden ihnen alle Gefühle und Erinnerungen genommen, sie hatten doch keine Ahnung. Keine Ahnung, wie es war zu kämpfen, wenn es nicht nur ums überleben ging, sondern die Leute zu beschützen, die einem wichtig waren. Vielleicht ließ ich mich von meinen Gefühlen leiten und handelte dadurch teilweise impulsiv, doch das machte mich nicht gleich schwach. Wenn ich wollte könnte ich Severin umlegen, doch ich tat es nicht. Dieser Idiot war Alex immer noch wichtig, ich würde ihn nicht einfach umbringen, wenn er mir zu nah kam könnte ich das nicht mehr garantieren. Bevor wir uns aber noch wirklich an die Gurgel gingen zog Alex Severin von mir weg. Ich wandte meinen Blick ab und stieß bloß belustigt die Luft aus. Das Severin Alex wirklich helfen wollte würden wir ja sehen. Natürlich warf mir Alex vor, dass ich meinen Platz verlassen hatte. „Ganz ehrlich, ich trau ihm nicht. Wir können ihn immer noch im Dropship einsperren, bevor er uns in den Rücken fällt. Bitte, er steht doch noch mehr unter Arians Einfluss, als du. Im ausgenüchterten Zustand können wir über vertrauen reden, aber gerade nicht“, erwiderte ich. Severin war definitiv mit Drogen voll gepumpt. Wir wussten nicht vollständig, was das für Folgen haben konnte. Er konnte uns jeder Zeit in den Rücken fallen und ich wollte sicher keine Leute wegen ihm verlieren. Doch die ganze Diskussion wurde unterbrochen, als die Stille von Pferden unterbrochen wurde. Das waren nicht nur ein paar, das war ein verdammt großer Teil. Jetzt war es wohl auch für mich zu spät wieder zurück in mein Versteck zu gehen. Höchstens durch das Dropship könnte ich noch etwas Deckung bekommen. Alex wollte von Severin wissen, ob Arian unter den Leuten war, doch der machte bloß einen auf Sturkopf. So viel zu vertrauen, wenn er nicht mal so eine einfache Frage beantwortete. Ich runzelte die Stirn, als Alex wollte, dass ich hier blieb. Was sollte das werden? „Alex… was hast du vor?“, fragte ich. Er würde doch jetzt nichts dummes tun. Verdammt, der Plan konnte immer noch klappen. Wenn er das vorhatte, was ich dachte würde er gerade in seinen eigenen Tod laufen und das würde ich sicher nicht zulassen!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 09, 2018 2:28 pm

Yashar
Ich wusste nicht ob ich froh oder erleichtert darüber sein sollte, dass wir nicht noch näher auf das Thema eingingen. Was auch immer sie mit diesen Informationen wollte, jetzt hatte sie sie und der Rest konnte mir ja auch eigentlich egal sein. Was sie zu mir sagte stimmte dennoch nicht so ganz. Sie glaubte zwar sie würde keiner Gruppe mehr zugehören, aber eigentlich war sie eine von ihnen. Niemand konnte aus seiner Haut. Sie war eben eine Skaikru und eigentlich war ich mir noch nicht einmal so sicher, dass sie sie nicht zurück nehmen würden, wenn sie sie darauf ansprach. Vermutlich hielten sie sie für Tod, was jedoch nicht hieß, dass sich keiner um sie sorgte. Sie war schließlich so wie ich das verstanden hatte aus eigenen Stücken gegangen. Und eigentlich war es mir immer noch nicht klar, wieso sie hier bei mir war und nicht bei ihnen. Sie hatten die bessere medizinische Versorgung, den besseren Proviant und sie hatten vermutlich auch für jeden ihrer Leute eine Unterkunft, damit sie nicht froren. Das war genau das was Isabella in ihrem Zustand brauchte. Was konnte ich ihr im Gegenzug bieten? Nichts. Fraglich sah ich auf und zuckte die Schultern. Wie ich mein Haus im Winter sonst Warm hielt? „Ich friere-, und trinke.“ Eine andere Alternative hatte es für mich nicht gegeben. Zudem waren meine Fenster bis vor kurzem noch heil gewesen. Es machte eigentlich schon eine Menge aus, das der Wind beständig durch die offenen Stellen des Glases pfiff. „Not macht erfinderisch. Sonderlich viel Vermögen habe ich nicht um solche Schäden zu reparieren“, gestand ich, aber vermutlich hatte sie das ja schon mitbekommen. Geschweige, dass ich Geld hatte um mir so etwas wie einen Kamin zu leisten. Ich wandte mich zu der Tonne, in der ich Wasser gesammelt hatte, ich wollte die Rohre aufdrehen, doch es kam nichts heraus. Die Tonne an sich war leer. Unruhig rieb ich mir meine Hände. Noch nicht einmal Isabella selbst würde vermutlich in der Lage sein diese Bude wieder auf Vordermann zu bringen. Wir waren zu lange fort gewesen. Die Sachen die ohnehin schon auf Sparflamme liefen, hatten nun komplett den Geist aufgegeben. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen, natürlich wäre es früher oder später soweit gekommen. Das Gefühl von unruhe machte sich in mir breit. Das hier war keine Lösung, es war viel mehr ein Problem und wie sehr ich mich auch freute wieder zurück zu sein, wusste ich, dass es auch keine Lösung war. Keiner von uns konnte daran etwas ändern. Isabella hatte die gesamte Zeit über genug für mich getan und in ihrem Zustand würde sie auch nicht sonderlich weit kommen, diese Dinge alle wieder auf Vordermann zu bringen. Man musste der Sache eben einfach ins Auge sehen, hier würden wir den Winter nicht überleben. Kurz spielte ich mit dem Gedanken nach Polis zu gehen. Ich wusste zwar das dort Skaikru nicht gerne gesehen waren, doch diese Möglichkeit war die einzige, die wir noch hatten. Oder anders- „Was wenn wir zusammen gehen?“, fragte ich und drehte mich zu ihr. Wenn das die einzige Möglichkeit war sie dazu zu überreden, würde ich es eingehen. Vielleicht würde es auch mir besser gehen. Selbst wenn sie mich dann als einen Verräter bezeichneten. „Zurück nach Arkadia“, ergänzte ich meine Worte. Ich wusste das sie nicht begeistert sein würde, doch hatten wir eine Wahl? „Sieh dich um, das Haus hier ist nicht mehr zu retten. Ich habe kein Geld,  ich habe kein Werkzeug, ich habe noch nicht einmal mehr Medizin. Geschweige denn, dass ich mir irgendetwas davon leisten könnte. Es wird von Tag zu Tag kälter und glaub mir, wenn du glaubst zu wissen wie kalt so ein gnadenloser Winter hier unten sein kann, denn hast du dich deutlich geirrt. Keiner von uns wird das überleben.“ Und das aus meinem Mund zu hören sollte schon etwas bedeuten. Alles hier fiel auseinander. „Ich weiß beim besten Willen nicht, was ich tun soll. Vor allem nicht wenn es darum geht dich am Leben zu erhalten.“ Alleine wäre mir das alles vermutlich noch irgendwie egal gewesen. Jeden Winter spielte ich mit dem Zufall. Ich trank und scherte mich nur wenig um meine Gesundheit. Schon immer war das so gewesen. Entweder ich überlebte das weiße Wunder, oder ich schlief langsam ein und das elend hatte endlich ein Ende. "Ich weiß was du denkst, aber wir können nicht einfach nach Polis gehen. Es ist zu gefährlich." Dieses Risiko war einfach zu gefährlich, dass konnte sie einfach nicht einschätzen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 09, 2018 3:02 pm

Alexander Mercier
Ich musste in Ruhe nachdenken. Janes Fragen brachte mir rein gar nichts. Sie steckte nicht in unserer Haut. „Ich weiß es nicht“, stieß ich ein wenig überfordert hervor und sah aus dem Dropship heraus auf den Platz. Sie kamen nicht näher und ich wusste nicht wieso. Ich musste Zeit schinden, sie in das Lager locken und uns somit eine Chance verschaffen. Doch wie?! Ich versuchte nahezu zwanghaft mir etwas zu überlegen. Ich musste mit Arian reden. Angesicht zu Angesicht. „Sie sind da draußen, wir haben keine andere Wahl. Was glaubst du wie lange werden sie die Stellung halten, bis sie merken das etwas nicht stimmt?“ Sie waren nicht dämlich. Sev neigte den Kopf und musterte mich. Schön! Denn wusste er eben das etwas nicht in Ordnung war. Es spielte im Augenblick eh keine Rolle! Sollte Severin wissen das wir nicht alleine hier waren. „Du lockst uns in einen Hinterhalt?“, fragte er und lachte schnippisch auf. Die Ruhe in seiner Stimme gefiel mir dabei gar nicht. Natürlich war mir bewusst das Severin immer noch ein Teil von ihnen war. Er hatte einfach bewiesen, dass ich ihm nicht egal war. „Ein Wort von einen von ihnen und du legst es darauf an unseres gleichen zu töten?“, fragte er und sah mich eindringlich an. Ich wusste das ihm diese Menschen viel bedeuteten, doch wie sollte ich die Situation umgehen, wenn sie mich töten wollten? Sollte ich seiner Meinung nach mein gesamtes Leben lang fliehen?! Im Augenblick haftete wirklich zu viel Druck und Stress auf mir. Ich konnte kaum klar denken. „Alexander Mercier!“, hallte es auf einmal über den Platz. Einer der Sprecher der zu mir sprach und dafür sorgen wollte, dass ich aus meinem Versteck kam. „Wir wissen das du hier bist. Hiermit geben wir dir die aller letze Chance dich zu ergeben und wir versprechen, dass wir deine Freunde verschonen werden.“ Ich sah Jane an. Ich wusste das sie wusste was ich vor hatte und ich wusste auch, dass ihr der Plan nicht gefiel. Sie hatte so viel darauf gesetzt, dass ich der Alte wurde, jetzt musste ich für meine Fehler die ich getan hatte büßen. Es war eine Naive und Blöde Idee, aber anders über dieser Kreislauf nicht enden. Was brachten uns all die Toten?! Ich erhob die Hand und versuchte Jane mit passender Geste zu beruhigen und ihr zu vermitteln, dass alles in Ordnung war. „Pass auf, ihr rührt euch nicht. Nur wenn mir etwas passieren sollte, gebt ihr ein Zeichen, verstanden?! Jane- hast du das verstanden?“ Jane sollte mir ihr Wort geben. Ich war mir im klaren darüber was ich tat. Ich wusste wie ich Arian aus seinem Versteck locken konnte. Er war unter ihnen, ich hatte es einfach im Gefühl. „Es wird alles Gut werden, okay?“, ich nahm ihre Hand und drückte sie. „Vertrau mir.“ Ich beugte mich leicht nach vorne und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn. Danach legte ich meine Stirn gegen ihre und brachte Abstand zwischen uns. Alles was sie gesagt hätte, hätte mich vermutlich nur aufgehalten. Ich nahm meinen Bogen in die Hand und verließ die Plattform des Dropships. Mit langsamen Schritten bewegte ich mich auf das offene Lager zu und erhob die Hände als Zeichen dessen, dass ich mich ergeben würde. „Ich bin hier“, rief ich den Männern entgegen blieb jedoch auf der hälfte des Weges stehen. Sie müssten das Feld schon betreten, wenn sie zu mir kommen wollten. „Und ich verlange mit dem Propheten persönlich zu sprechen!“ Stille, ehe ich Luft holte und mich auf den Boden kniete. „Hey Arian, Prophet des Schwachsinns, ich bin hier wenn du mich willst! Warum solltest du mich von jemanden töten lassen der nicht deines gleichen entspricht, mhm?! Du bist sauer auf mich. Ich habe euch hintergangen und deinen Namen beschmutzt, ist es nicht so? Dabei ist es wirklich keine Kunst herauszufinden, dass du deine eigenen Leute, benutzt und hintergehst wie deine Marionetten. Du spielst ein Spiel und verkaufst dich selbst, als wärst du ein Gott. Eine Kindergeschichte. Warum versteckst du dich hinter all diesen Lügen und Märchen?!“ Um ehrlich zu sein rechnete ich mit zweierlei Dingen. Es könnte passieren, dass ich schlagartig starb da mir Klingen und Pfeile in den Körper gejagt wurden, auf der anderen Seite jedoch rechnete ich auch damit, das Arian sich durch meine Worte angegriffen fühlte. Ich kannte sein Ego. Ich wusste das er sich niemals versteckte. Vielleicht hatten wir so eine Chance ihn endlich mal aus seinem Versteck zu locken und ich würde ihm jetzt Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 09, 2018 3:33 pm

Isabella Mason
Ich wollte mich jetzt eigentlich nur noch ausruhen, aber das war leichter gesagt als getan. Es war wirklich kalt hier drin und ich trug nicht besonders warme Kleider. Das Haus war noch in einem viel schlechteren Zustand, als dass ich es gedacht hatte. Vorhin hatte man wenigstens noch darin wohnen können, aber nun? Die Scheiben der Fenster waren eingebrochen und dadurch wurde es ziemlich kalt in der Hütte. Yashar hatte keinen Kamin, durch den man das Haus angenehm warm heizen konnte. Ich wusste gerade wirklich nicht, ob wir diese Hütte hier überhaupt wieder auf Vordermann bringen konnten. Ich wusste, dass er wirklich ein armer Kerl war. Er hatte keinen Job, verdiente dadurch aber auch kein Geld. Er konnte sich nicht irgendwelche Materialien kaufen gehen. Wir konnten es aber auch nicht so lassen, wie es momentan war. Ich hob eine Augenbraue. Er fror und trank? Das tat er den ganzen Winter lang? Er könnte dabei drauf gehen, wenn er den ganzen Winter nur trank und sich dabei den Arsch abfror. Hatte er noch nie daran gedacht, dass er zu kalt bekommen könnte, während er am Schlafen war? Wollte er etwa sterben? Ihm konnte sein Leben doch nicht so egal sein. Ich seufzte leise und sah zu ihm hoch. Wir hatten wirklich ein Problem, was die Reparatur anging. Wir hatten schlichtweg nicht die Mittel dazu. Ich rieb mir vorsichtig über die Arme. Ich wusste nicht, wieso er immer wieder von den Skaikru anfing. Ich drehte mich um und sah ihn mit grossen Augen an. Was schlug er gerade vor? Zurück nach Arkadia. Meinte er das ernst? Er war ein Grounder. Ich schürzte die Lippen. Ich wusste, dass er Recht hatte. Wir hatten nichts. Wir hatten doch noch nicht einmal etwas zu essen hier. Wir hatten gerade gar nichts. Dazu kam noch mein überaus schlechter Zustand. Ich konnte ihm nicht unter die Arme greifen. Ich konnte ihm nicht dabei helfen. Gerade war ich für ihn nur eine Belastung. Und nun wollte er sich für mich opfern? „Du bist ja auch nicht dafür verantwortlich, dass ich am Leben bleibe. Darum sollte ich mich selbst kümmern“, sagte ich und musterte ihn. „Du kannst nach Polis gehen“, schlug ich vor. Er konnte gehen, wann immer er wollte. Er hatte sein Leben wirklich oft genug auf das Spiel gesetzt. Er hatte meines gerettet. Er musste nicht wegen mir hier bleiben oder nach Arkadia gehen. Er konnte nach Polis gehen. Ich konnte dann selber schauen, was ich tun würde. Er hatte doch schon genug für mich getan. „Grounder werden dort nicht gerade besonders gut behandelt. Ich habe es bei Lincoln gesehen. Also wieso willst du dir das antun?“, fragte ich ihn. Ich rieb mir die Stirn und strich meine Haare nach hinten. Das war doch wirklich eine beschissene Idee, aber vermutlich die einzige sinnvolle, die unser Überleben sicherte. Ich seufzte leise auf und kaute auf meiner Unterlippe herum. „Du wirst dich dort nicht wohl fühlen. Du wirst dort nicht deinen Alkohol trinken können. Solch ein Verhalten ist dort nicht erlaubt“, sagte ich ihm ehrlicherweise. Er konnte dort nicht einfach den Alkohol klauen gehen. Das würde ziemlich fest bestraft werden. Er würde dort mehr eingeschränkt sein, als dass er wirklich so leben konnte wie er wollte. Er sollte nach Polis gehen und das Leben haben, welcher er wollte. Nicht das Leben, weil er m ich als Verpflichtung ansah.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am So Dez 09, 2018 3:35 pm

Jane Adams
Alex hatte ja recht. Früher oder später würden sie merken, dass wir sie hier rein locken wollten, dass wir ihnen eine Falle stellten. So dumm waren sie nicht, um das nicht zu merken. Auch Severin schien nun zu merken, was unser Plan war. Ihm schien das gar nicht zu gefallen, er schien seine Leute aber auch nicht warnen zu wollen, beließen wir es dabei. Weiter kamen wir jedoch nicht, da eine Stimme über die Lichtung hallte. Sie wollten wirklich, dass Alex sich stellte und dieser Idiot war drauf und dran das auch noch zu tun. Was dann? Niemals würden sie uns in Frieden lassen. Zum einen hatte ich zu viel über sie heraus gefunden und zum anderen würden sie doch nicht einfach aufhören Leute aus anderen Clans zu entführen. Das würde nie ein Ende haben, wenn wir dem ganzen nicht hier und jetzt ein Ende setzten. Arian war einfach nur ein Verrückter, der nicht so eine Macht und Kontrolle haben sollte. Doch Alex wollte wirklich da raus gehen und wir hier zurück blieben und zusahen. Hatte er jetzt komplett den Verstand verloren?! Das war das dümmste, was er gerade tun konnte. Auch als Alex nach fragte, ob ich verstanden hatte brachte ich kein Wort heraus. Meine Kehle fühlte sich wie zugeschnürt an. Nach all dem was passiert war konnte ich doch nicht einfach zulassen, dass er in seinen Tod lief, das konnte er doch nicht wirklich von mir erwarten. Ging er wirklich davon aus, dass jetzt noch alles gut werden würde? Wir waren Minuten von einem Krieg entfernt und er präsentierte sich auf dem Silberteller, würde das erste Opfer sein und ich sollte ihm glauben, dass alles noch gut werden konnte?! Als ich auf einmal eine Berührung an meiner Hand spürte stoppten meine Gedanken und ich sah zu Alex auf. Sollte es das jetzt sein? Ein vielleicht endgültiger Abschied. Ich war total irritiert, als er mir auf einmal einen Kuss auf die Stirn gab. Selbst Umarmungen waren ihm doch zu viel und jetzt… das? Für einen Moment vergaß ich, wie viele uns eigentlich gerade hierbei zu sahen, darunter auch Taylor, wollte einfach Alex Hand festhalten und verhindern, dass er ging. Doch ich brauchte ihn nur anzusehen, um zu wissen, dass er seine Entscheidung bereits getroffen hatte. Ein leises „okay“ war das einzige, was ich über die Lippen brachte, wenn auch nur mit belegter Stimme. Ich vertraute ihm, doch das konnte so schnell nach hinten los gehen. Es war zu spät, Alex löste sich von mir und mit einem mal fühlte es sich hier unglaublich kalt an, während ich dabei zu sah, wie Alex los lief, um sich zu ergeben. Nach ein paar tiefen Atemzügen ließ ich mich auf die Rampe des Dropships sinken, nahm den Bogen von meinem Rücken. Wenn einer von denen Alex zu nah kam hatte er gleich einen Pfeil im Auge stecken. Das “Schwach“, was von Severin kam tat ich nur mit einem Augenrollen ab. Fast musste ich mir bei Alex Worten ein Grinsen verkneifen. Er wollte an Arians enormem Ego kratzen. Nach allem, was ich bisher mitbekommen hatte mochte er es nicht, wenn sich jemand gegen ihn stellte und Alex stellte ihn gerade komplett in Frage, was ihm sicher nicht schmeckte. Mein Blick wanderte zu Severin, der immer noch an Ort und Stelle stand, mit verschränkten Armen. „Du wirst mir eh nicht glauben, aber sie Pumpen euch in der Stadt mit Drogen voll, damit ihr glaubt, was Arian euch da eintrichtert. Genau wie Alex hattest du auch mal eine Familie und ein Zuhause, aus dem dich diese Leute entführt haben. Sie sind keine Retter“, sagte ich. Er hasste mich, würde mir sicher nicht glauben. Keine Ahnung, warum ich es also überhaupt versuchte, vielleicht wollte ich ihn auch nur etwas mehr auf unsere Seite ziehen, dass er verstand, was Alex da sagte. Doch es brachte nichts, von Severin kam auch nur ein “pfff.“
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 09, 2018 5:46 pm

John Murphy
Genau das was geschah hatte ich vermutet, dabei konnte man deutlich spüren, dass mehr dahinter steckte. Glaubte sie wirklich ich sprach es an, nur um zu sehen wie sie darauf reagierte?! Für so einen üblen Kerl musste sie mich ja nun wirklich nicht halten. Nach allem was wir durchgemacht hatten musste sie es doch verstehen! Ravens Stimme überschlug sich beinahe und ich glaubte zu hören das mehr Emotionen dahinter steckten, als sie es wahr haben wollte. Wie das erste mal, als wir aus irgendeinem Grund auf das Thema zu sprechen gekommen waren. Wieso rannte sie davor weg? Wovor hatte sie Angst? Man konnte sehen das es von Tag zu Tag schlechter wurde und sie sich einfach nur noch quälte. Ich wusste was sie meinte. Hier unten waren die Dinge nun mal anders. Unsere Krankenstation hatte deutlich an Qualität verloren, seit dem wir hier unten auf der Erde waren und dennoch versuchte Abby ihr bestes, sich um alle zu kümmern. Glaubte sie wirklich, dass ihr etwas passieren würde? Sie musste nicht mit diesen Schmerzen leben! Raven hingegen schien sich komplett in Rage zu reden. Wollte mich auf Abstand halten und wie immer ergriff sie nun zu Guter letzt die Flucht. Ich hatte damit gerechnet. Es war ja nicht so, als ob Raven und ich über Nacht zu den besten Freunden auf der Welt mutiert waren. Ich wusste, dass ich dafür verantwortlich gewesen war. Genauso wie ich wusste das es unverzeihlich war was ich getan hatte. Sie nahm ihr Tablett verspannt in ihre Hände und eilte davon. „Irgendwann musst du darüber reden und dich dem stellen was vor dir liegt. Es muss ja auch nicht mit mir sein“, rief ich ihr hinterher ohne das sie sich zu mir umdrehte. Ich ließ mich ein wenig in meiner Haltung sinken. „Einfach irgendwer“, murmelte ich gleichgültig und starrte in mein essen. Und am besten war es nun mal mit Abby, denn ich war mir sicher das es noch andere Möglichkeiten gab ihre Schmerzen zu lindern. Wie dem auch sei, denn gab es mal jemanden der sich um sie sorgte und sie stieß ihn weg. Nicht das ich mich darum riss sie zu bemitleiden, doch wie ich bereits erwähnt hatte, schien es hier unten niemand anderen zu Interessieren. Ich seufzte, ließ die Gabel sinken und erhob mich. Mir war auch deutlich der Appetit vergangen. Diese ganze Freakshow wurde mir wirklich zu viel. Ohne mein Tablett weg zu räumen verließ ich die Mensa und machte mich gezielt auf den Weg nach Jaha. Ich zögerte kurz vor seinem Zelt, trat dann aber doch hinein. Um mich herum war es still, in seinem Zelt war es dunkel. Dadurch das die Sonne gerade untergegangen war, schien kein Sonnenstrahl durch die Plane. Und da saß er: Jaha. Genauso regungslos wie all die anderen. Ich hätte von Anfang an anfangen sollen, die Quelle meines Erachtens unter die Lupe zu nehmen. „Eye Jaha!“, versuchte ich seine Aufmerksamkeit auf mich zuziehen. Nichts. Ich piff. Wieder nichts. „Zeit aufzustehen Großer.“ Er saß einfach auf seinen Knien dort, hatte die Augen geschlossen und wirkte völlig weg getreten. Ich näherte mich ihm. „Was läuft hier für eine kranke Scheiße“, murmelte ich und wollte gerade meine Hand erheben, da ergriff er diese schlagartig. Ich fuhr zurück. „Scheiße sind sie verrückt geworden?!“ Was stimmte denn mit ihm nicht?! „Was läuft hier für eine kranke Scheiße?! Können sie mir vielleicht erklären, warum alle Menschen hier unten sich aufführen wie Gehirnlose Zombies?!“ Ich blieb auf Abstand und musterte ihn als er sich erhob. „Ich habe ihnen den Schmerz genommen John. Die Erlösung. Ich habe sie in die Stadt-“ Ich schüttelte den Kopf. „Fangen sie nicht wieder mit dieser Hirnlosen Scheiße an. Ich schwöre..“ Jaha wirkte tiefen entspannt, er lief wenige Schritte durch sein Zelt und behielt mich im Auge. „Hier unten sind wir niemand, in der Stadt des Lichtes leben wir alle wie Könige und Königinnen.“ Ich schloss die Augen und atmete ruhig ein und aus. „Und du dachtest ich habe den Verstand verloren.“ Das durfte doch nicht wahr sein, dass ich mich ernsthaft mit ihm über dieses dämliche Thema unterhielt. „Angenommen ihre „glaubwürdige“ Stadt des Lichtes existiert, wieso führen sich die Leute so seltsam auf?“, ich deutete mit einer laschen Handbewegung in Richtung des Campplatzes. „Weil sie in der Lage sind zusehen. Lass mich dir die Stadt des Lichtes zeigen John.“ Ich rieb mir die Schläfen. „Drogen? Reden wir von Drogen?“ Jaha sah an mir vorbei. So, als würde er irgendetwas sehen- oder spüren-, er war völlig drauf. „Jaha!“ Seine Augen landeten wieder bei mir. „Wir sind immer verstoßen worden John.“ Ich runzelte die Stirn. Wieso kam er jetzt mit so einer Nummer?! „Wir wurden von unseren eigenen Leuten hintergangen. Betrogen und belogen. Nie haben wir ein danke gehört oder wurden Wertgeschätzt. Wir wurden von den Groundern festgehalten und gefoltert. Wir sind uns ähnlich du und ich.“ Ich lachte auf, war aber dennoch nicht in der Lage zu verstecken, dass es mich traf. Aus irgendeinem Grund traf es genau da, wo er wollte. „Sind wir das?“, fragte ich mit wackeliger Stimme. „Ratsvorsitzender?!“ Wir ähnelten uns nicht. Er hatte all diese Regeln aufgestellt, wegen ihm waren so viele Dinge passiert. „[i]Ich spüre deinen Schmerz. Ich kann ihn sehen. Deine Verunsicherung. Das du allein bist.“ Wollte er mich hier Therapieren?! Das war Bullshit. „Das ist so Psycho“, murmelte ich. „Wenn sie mir nicht sagen, was mit den Leuten da draußen passiert, denn finde ich es eben alleine raus.“ Ich brauchte seine Hilfe nicht. Er war selbst betroffen, ich wusste gar nicht was ich im Augenblick von ihm erwartete. Das was er von sich gab war genauso Hilfreich wie im Dunkeln zu stehen. Außerdem sollte ersich aus meinen Sachen raushalten! Er konnte gar nicht wissen wie es mir ging und wie ich mich fühlte.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 09, 2018 6:12 pm

[Severin Perez]
[Link oben] Es durfte doch nicht wahr sein! Er tat es wirklich. Alexander verabschiedete sich in einem ziemlich großen Abgang von seiner „Liebsten“ und verließ die Plattform mit erhobenen Händen. Das was er da von sich gab konnte er doch nicht ernst meinen. Sah nur ich es so oder handelte es sich gerade um viel mehr als ein Abschied? Die Art und Weise wie er sie ansah war wirklich „speziell“.  Es musste mehr zwischen den beiden sein, als es einer Ansprechen wollte. Er näherte sich dem Tor hörbar. Er stellte Arian in Frage nach allem was er für uns getan hatte. Ich runzelte die Stirn als Jane sich an mich wandte. Wieso sprach sie überhaupt noch mit mir?! Wir hatten ihr diese Situation alleine doch nur zu verdanken. Vor allem als sie anfing mir einreden zu wollen, dass ich unter irgendwelchen Drogen stand. An was wollte appelieren? Mein Gewissen?! Ich hatte Alexander nicht getötet, was wollte sie mehr?! Für sie war es auch mehr als gut das sie mir nicht vertraute denn eigentlich hätte ich sie schon längst gerne getötet. Mein Gewissen war rein. Was war mit ihrem hingegen? Sie hatte doch selbst keines, wenn sie wirklich glaubte es war eine Lösung wenn sich unsere Völker da draußen wie die Wilden abschlachteten. „Pfff“, gab ich nur von mir und beobachtete das Geschehen draußen. Auch wenn ich es nicht wahr haben wollte, die ganze Situation hier gerade erzeugte doch schon eine gewisse anspannung. Alexander kam auf der mitte des Platzes zu stehen und ging in die Knie. Es war eine 50/50 Chance. Dennoch konnte ich nicht einfach mit ansehen wie Alexander Arian tötete. Wie er das ganze Volk in den Ruin stürzte. Sobald er Arian auch nur ein Haar krümmte würde er zudem sterben. War es das was er wollte?! „Hast du eine Ahnung von dem, was du da angerichtet hast?“, fragte ich knurrend als ich sah wie sie ihren Bogen spannte. Glaubte sie wirklich sie hatte eine Chance? Ehe sie einen Pfeil in ihrem Bogen spannte, würde sie sterben. Es war egal wie viele Skaikru hier lauteren, die Hermits waren ihnen ein Schritt voraus. „Glaubst du nicht, viele von uns wissen bewusst wo sie hingehören?!“ Ich richtete eine Augenbraue in die Höhe. Sie hielt sich für so etwas besseres, für etwas tolles- eine Heldin. Sie glaubte, sie könnte Alexander retten. Sie glaubte sie könnte diese ganze Situation hier richten. Wann hörte sie endlich auf sich in andere angelegenheiten einzumischen? „Ist es nicht eigentlich eine komplette ansichtssache darüber zu Urteilen, wer die Guten oder die Bösen sind!? Niemand von uns badet seine Hände in Unschuld. Ich weiß was ihr getan habt! Skypeople. Auch ihr habt das Blut von Unschuldigen an euren Händen. Niemand von euch hat gefragt, ob all diese Unschuldigen Menschen sterben wollten! Ihr seit nicht besser als wir. Ihr seit Egoistisch und handelt aus eigenem Interesse heraus.“ Bevor sie sich in diesen Kreislauf eingemischt hatte, war alles gut gewesen. Es gehörte zu unseren Riten dazu, es waren Opfer die gebracht werden mussten. Wenn diese nicht richtig gewesen wären, hätten wir schon lange unsere strafe erhalten. Doch vermutlich würden Jane und ich nie auf einen Nenner kommen. Es wurde Still, mein Blick glitt zurück auf das Geschehen. „Ich schwöre bei Gott, wenn jemand von deinen Leuten auf Arian schießt, denn stirbt nicht Alexander, sondern auch du!“- ich deutete auf ihr Headset. „Sag es ihnen.“ Sie sah mich an. Ich zog meine erübrigte Waffe und richtete sie auf sie. „Sag! Es! Ihnen!“ Die Menge teilte sich, eine Gestalt mit Umhang und Kapuze streichelte über die Mähnen der Pferde seiner Männer rechts und links von sich und lief sehr langsam und geschwächt auf die Mitte des Platzes. Arian. Am liebsten hätte ich gehandelt, wäre herausgestürmt und hätte ihm gesagt das es sich um eine Falle gehandelt hatte, doch vermutlich hätte ich die ganze Lage hier nur noch schlimmer gemacht und komplett in ein gnadenloses Schlachtfeld verwandelt.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am So Dez 09, 2018 6:44 pm

Jane Adams
Als Severin mich wieder so ankeifte verdrehte ich bloß die Augen. „Ganz ehrlich, ich bin nicht diejenige, die das hier gestartet hab. Ihr habt mit dem ganzen angefangen, als ihr einfach so Leute aus anderen Clans entführt habt“, gab ich bloß zurück. Vielleicht hatte ich nicht immer richtig und klug gehandelt, aber dieser Kampf war unvermeidbar gewesen. Die anderen Clans hätten früher oder später auch raus bekommen, wer ihre Leute entführte und dann wäre das in einem noch größeren Blutbad geendet. Ich schnaubte bloß verächtlich, als er meinte sie würden wissen, wo sie hingehörten. Wenn er wirklich einem verrückten Spinner folgen wollte, nur zu. So wenig ich Severin leiden konnte, das war trotzdem nicht sein freier Wille, diese Drogen machten ihn hörig. Wenn er einen kalten Entzug durch machte würde er sicher nicht mehr so reden, aber was wusste ich schon. Wollte er jetzt wirklich anfangen über Gut und Böse zu reden? Bitte, mit ihrer verdrehten und verkorksten Weltansicht hielten sie sich doch für die absoluten Wohltäter, besonders Arian. Das hatte ich schon bei den Gesprächen mit Alex gemerkt. Ohne zu wissen, was für einen Prophezeiungsschwachsinn er da genau predigte konnte ich mit klarem Verstand objektiv sagen, dass es Schwachsinn war. „Ich habe nie gesagt, dass wir unschuldig sind. Wir haben nicht immer perfekt gehandelt, aber seit wir hier sind wollen wir nur leben. Wir sind nicht auf Krieg aus und wir wissen, im Gegensatz zu euch, dass es falsch war. Doch was ihr macht ist schlimmer. Uns ging es gut, bis ihr einfach beschlossen habt unser Camp anzugreifen. Ihr habt alles in Brand gesteckt, es war euch scheiß egal, wie viele von unseren Leuten dabei drauf gehen oder was aus uns wird. Und wofür? Damit ihr unsere Leute entführen könnt, sie komplett aus ihrem Leben reißt, um ihnen eine verdrehte Welt einzutrichtern. Ihr lasst sie all das vergessen was sie mal aus gemacht hat. Nur damit Arian kleine, brave Soldaten kriegt. Also wenn wir egoistisch sind, was seid ihr dann. Ihr seid schlimmer. Komm mir also bloß nicht an mit Gut und Böse“, gab ich zurück. Mit Alex diese Diskussionen zu führen war schon anstrengend gewesen, doch Severin war da ein ganz neues Level. Er steckte viel tiefer in diesem Sumpf aus Lügen und Märchen. Meine Aufmerksamkeit wanderte wieder zu der Gruppe, als diese sich teilte. Eine Gestalt trat nach vorne, Arian, und verdammt… der Kerl sah verdammt schlimm aus. Das war aber auch der Moment in dem Severin uns in den Rücken fiel. Oh… hatte er etwa Angst um seinen Anführer? Dachte er wirklich er konnte mir so Angst machen? Ich hatte hier unten genug Scheiße überlebt, ganz ehrlich ich hatte keine Angst vorm sterben. Als er mich mit seiner Waffe bedrohte seufzte ich nur. Ich führte meine Hand zum Headset. „Nicht auf ihn schießen, unser Gast möchte mich sonst umbringen“, gab ich durch. Zwar gab ich keine Befehle, aber wahrscheinlich würde jetzt trotzdem keiner schießen. Das war egal. Nach allem was ich durch Arian hatte durchstehen müssen würde ich ihm nur allzu gerne selber den Gnadenstoß verpassen. Wenn mich Severin dafür umbringen wollte, ich würde ihm das ganz sicher nicht so einfach machen. Wir hätten ihn einfach im Dropship einsperren sollen, hätte ich das Problem jetzt nicht. Wobei, wenn einer meiner Leute Severin einfach nur ins Bein schoss hätte ich genug Zeit Arian umzulegen und Severin bei Seite zu schaffen. Reichte ja wenn er bewusstlos war und einfach nicht weiter störte. Noch war es aber nicht so weit. Alex wollte sich ja mit dem Spinner unterhalten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 09, 2018 6:52 pm

Yashar
Ein wenig verdutzt sah ich sie an. Polis? Hatte sie mir zugehört? Ich war kein sonderlich beliebter Typ. Wirklich gut aufgehoben war ich vermutlich nur bei mir selbst. Ich lachte auf. „Polis? Was soll ich denn bitte in Polis?“ Ich hatte Schulden dort und die Menschen behandelten mich wie Dreck. Ich war kein Triku. Eigentlich war ich so gut wie Stammlos aufgewachsen hier draußen und das war auch gut so. Ich lebte zwischen den Linien die die Grenzgebiete eingrenzten. Weder meine Mutter noch mein Vater hatten jemals in einem Dorf oder einer Stadt nähe der Cläne gelebt und so war es auch gut. Ich hatte mein gesamtes leben nur hier an der Grenze gelebt und so würde es auch bleiben. Für mich war diese Alternative genauso absurd, wie der Gedanke für sie zurück zu ihren Leuten zu gehen. Ich handelte dort und schloss meine Geschäfte ab die ich brauchte um zu überleben, aber ich war froh das ich keinem Commander oder herrscher unterlag. Hier draußen hatte man eben keine wirklichen Probleme. „Das soll doch wohl ein Witz sein. Polis ist keine Alternative für mich. Für uns beide nicht. Was ist mit denn so verkehrt mit deinen Leuten? Sie werden uns nicht töten. Im Gegensatz zu den Leuten in Polis. Früher oder Später wird das passieren. Sie würden weder dich noch mich tolerieren. Glaub mir, dort hast du keine Freunde.“ Oder was hatte sie vor? Wollte sie alleine hier im Wald leben? Ich verstand es nicht. Wieso hatte sie so verdammte Angst davor zurück zu gehen? Sie war dort sicher. Diese Menschen konnten sich um sie kümmern. Ich war mir sicher, dass sie sich sogar freuen würden wenn sie heraus bekamen das sie am leben waren. Klar war ich nicht dafür zuständig, sie am Leben zu erhalten doch nach allem was wir durchgemacht hatten, ließ ich sie ganz sicher auch nicht zurück. Wir hatten so viel Mühe und Kraft in die ganze Sache gesteckt, dass konnte sie von mir doch wohl wirklich nicht verlangen. Ganz so Herzlos war ich dann eben doch nicht. Mittlerweile hatten wir uns eben auch ein wenig aneinander gewöhnt. „Und du glaubst, ich lasse dich einfach so zurück? Was hast du vor? Überlebenstraining in der Wildnis?“, fragte ich skeptisch und zog eine Augenbraue in die höhe. Da sich nicht lachte. Sie hatte keine Ahnung was für ein Winter ihr bevorstand. Sie hatte bis vor kurzem ja noch nicht einnal Schnee gesehen. Sie würde keine drei Tage überleben. „Im Ernst, nach allem was wir durchegmacht haben würdest du einfach so aufgeben? Das ist deine Alternative? Du würdest lieber sterben, als zurück zu deinen Leuten zu gehen? Das ist Absurd.“ Sie war nun mal eine von den Skaikru. Ich riss mich nicht darum, mich unter dieses Volk zu mischen. Ich war ein Grounder. Irgendwie hatte ich es immer geschafft einen Winter zu überleben, doch das hier war eben etwas anderes. Es ging nicht nur um mein Leben und sie war viel zu angeschlagen dafür, als das sie all das hier überlebte. „Sei realistisch, wie haben keine Alternative. Keinen Plan B. Und wenn wir bleiben, werden wir irgendwann sterben. Elendig erfrieren. Wie sollen wir es anstellen aus diesem Trümmerhaufen so was wie ein Shelter zu bauen?“ In ihrem Zustand vor allem war dies nicht mal mehr als ansatzweise möglich. So Leid es mir auch tat, ich wusste nicht weiter.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 09, 2018 8:32 pm

[Severin Perez]
Ich ließ etwas lockerer als sie die Anweisung durch ihr Funkgerät gab. Sie sollte bloß aufpassen mit wem sie sich anlegte. Ich war definitiv nicht eines der Männer mit dem sie ihre Spielchen treiben konnte. Wenn sie auch nur eine Sekunde daran dachte mich zu hintergehen, würde ich einen kurzen Prozess machen. „Tze“, gab ich schnippisch wieder und ließ von ihr. Ich war nicht ihr „Gast“, sie konnte froh sein, dass sie noch atmete. „Pass auf wie du mit mir redest, oder ich schneide dir das nächste mal die Zunge heraus.“ Für mich war es immer noch ein Rätsel. Warum zum Teufel legte Alexander so viel Wert auf die Worte dieses Mädchens. Meine Augen hingen nun voll und ganz auf das Geschehen auf dem Platz. Es war weit und breit niemand zu sehen außer unserer Männer die den Eingang zum Tor absperrten, der Leiche die auf dem Feld lag mit meinem Dolch in der Brust und Arian, der sich mit Alexander unterhielt. Von hier hinten hatte ich jedoch keinerlei Möglichkeit auch nur ansatzweise zu verstehen, über was genau sie sich unterhielten. Aber es war ruhig. Trotz der greifbaren Anspannung die herrschte war es ruhig. Zu Ruhig. Arian hatte seine Kapuze abgenommen und präsentierte somit allen, seine wahre äußerliche Gestalt. Es glich immer noch einem Wunder, ihn in dieser Pracht zu sehen. Die meiste Zeit hockte dieser nämlich nur in seinem „Tempel“ und ließ Leute zu sich denen er auch sein Leben anvertraute. Auch wenn mir nicht wohl dabei war Jane den Rücken zu kehren, näherte ich mich der Plattform und beobachtete die Situation. Konzentriert lehnte ich mich an das kalte Metall neben mir und runzelte nachdenklich die Stirn. Meine Drohung würde ihn vermutlich nicht lange retten. Keinen der beiden. Arian war ein älterer Mann, ziemlich zerbrechlich und hatte scheußliche Mutationen im Gesicht. Mutationen denen er der Strahlung zu verdanken hatte und trotzdem lebte er noch unter uns. Er hatte Alexander zurück auf die Beine geholfen und hielt seine Hand. Er ließ die Nähe von Arian also immer noch zu. Alex wollte ihn nicht sofort umbringen. So wie ich das sah hatten wir also immer noch eine Chance darauf, dass sich die Sache zum Guten wandte. „Scheint mir so, als wäre dein Alex doch nicht so unbelehrbar wie er sich gibt.“ Vielleicht musste er nur wieder zurück blicken auf das was eigentlich seine Bestimmung gewesen war. Dieser Anblick zauberte mir fast schon ein lächeln ins Gesicht. Wunderbar. Vielleicht machten wir uns auch einfach zu viel Sorgen und dieser Krieg war schon längst gewonnen. Ich glaubte daran, dass sich die Dinge wieder zum Guten wandten. Ich hoffte es. Wir könnten zurück kehren und er, Mirah und ich würden die Dinge die passiert waren schon irgendwie wieder gerade biegen. Alexander und Arian kamen sich näher und schlossen sich letzendlich in die Arme. Doch gerade als ich glaubte, dass es vielleicht eine Möglichkeit gab wieder aufzusehen, passierte es. Das Bild was sich bot zog sich viel zu lang. Alexander löste sich aus der Umramung und Arians lebloser Körper sank zu Boden. „Khayin“, murmelte ich, was genauso viel wie Verräter zu bedeuten hatte. Ein Schauder durchfuhr mich und ich spürte wie ich erst jetzt die Schüsse realisierte. Alexander hechtete aus dem Weg, zog seinen Bogen und begann ebenfalls unsere Männer anzugreifen. Ich unterdrückte die Tränen die sich in mir hoch kämpften und drehte mich zu Jane. Sie wusste nicht, was sie da draußen angestellt hatte. Es ging nicht nur um Arian. Wollte sie, dass sich unser ganzer Clan auflöste?! „Das ist deine Schuld“, knurrte ich heiser. Und dafür würde sie bezahlen! „Alles.“ Hinter mir eskalierte das Chaos. Schüsse, schreie und letzendlich ergab sich ein kompletter Kampf. Das Feld des Lagers wurde zum Schlachtfeld und es passierte vermutlich genau das was die Skypeople geplant hatten. Unsere Männer strömten in den geschlossenen Kreis und fielen den anderen zu Opfer. Sie würden irgendwann die Flucht ergreifen, doch es war genau das was sie wollte.  Sie hatten uns dort wo sie uns haben wollte.Ich ergriff mein Messer und verpasste Jane einen schnitt in ihren Unterarm als sie versuchte diesen aus Reflex abzuwehren. „Ist es das was du willst? Ein Krieg?!“, schrie ich sie an und drängte sie mit den Rücken gegen eine Wand. Doch statt ihr näher zu kommen, blieb ich wo ich war und sah sie einfach nur mit geweiteten Augen an. „Seh ich für dich so aus, als besäße ich keine Emotionen?! Red mit mir!“ Ich war kurz davor durchzudrehen. Das ganze hier konnte doch nicht ernsthaft wahr sein. "Ich hab dir eine Frage gestellt!"
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am So Dez 09, 2018 9:03 pm

Jane Adams
Bei seiner Drohung verdrehte ich nur die Augen. Von seinen Drohungen hielt ich nicht viel. Ganz sicher würde ich mir nicht einfach die Zunge raus schneiden lassen. Er hatte verdammtes Glück, dass er Alex noch etwas bedeutete, so unglaublich das auch war, sonst hätte ich ihn schon längst ausgenokt. Vollkommen irritiert sah ich dabei zu, wie faszinierend Severin die ganze Situation fand. Der Kerl hatte doch eine verdammte Klatsche. Auf seine nächsten Worte erwiderte ich nichts. Nein, Alex ließ sich nicht so einfach einlullen, das glaubte ich einfach nicht. In seinem System waren keine Drogen mehr, er konnte wieder klar denken. So einfach würde er auf Arians Tricks nicht mehr rein fallen. Trotzdem war ich etwas irritiert von dem Umgang der beiden, als sie sich tatsächlich umarmten. Doch im nächsten Moment fiel Arian auch schon tot zu Boden. Das war der Moment, als das Chaos los brach. Ich schoss einen der Reiter von ihrem Pferd. Gerade als ich einen zweiten Pfeil los ließ nahm ich aus dem Augenwinkel Severin war. Mit dem Bogen versuchte ich sein Messer abzuwehren, doch er streifte gerade noch so meinen Arm. Mein Bogen landete irgendwo auf dem Boden, während ich ins Dropship zurück stolperte. Schnell merkte ich die Metallwand hinter mir. Für einen Moment sah ich die Tränen in Severins Augen und konnte nicht fassen, wie gehirngewaschen er doch zu sein schien. Natürlich gab er mir für alles hier die Schuld, was sollte ich auch anderes erwarten. Meine Hand legte sich um den Griff des Messers an meinem Gürtel, doch Severin blieb mit einem gewissen Abstand zu mir stehen. Ich traute ihm immer noch nicht und reden würde auch nichts bringen, aber zumindest gab es mir Handlungsspielraum. „Nein… Ich wollte nie einen Krieg, wir haben schon genug durch gemacht. Das einzige was ich wollte war meinen besten Freund, die wichtigste Person in meinem Leben zurück zu holen. Die Person die in einer Nacht einfach aus dem Leben gerissen wurde, ohne das ich irgendwas machen konnte. Weißt du… da draußen sind auch Leute denen es mit dir genauso geht, aber daran kannst du dich ja nicht mehr erinnern.“ Ja, ich versuchte mir gerade mit Reden Zeit zu verschaffen. Zumindest etwas, um mir zu überlegen, wie ich hier wieder raus kam, bevor Severin komplett durch drehte und mir die Kehle aufschlitzte. „Du siehst für mich eher so aus, als stündest du unter Drogeneinfluss. Weiß du warum Alex mir vertraut? Weil er nen kalten Entzug durch hat, keine Drogen mehr im Körper und das alles hier klar sehen kann“, erklärte ich nüchtern, während ich einen Schritt auf ihn zu machte. Bevor er reagieren konnte rammte ich ihm mein Knie zwischen die Beine und als er leicht zusammen sackte rammte ich ihm in einer Drehbewegung meinen Fuß gegen den Kiefer, der keinen angenehmen Laut von sich. „Das war dafür, dass du mich Miststück genannt hast“, sagte ich. Keine Ahnung, wie lange er K.O. war, aber da ich kein Messer im Rücken haben wollte drückte ich auf den Knopf, um die Rampe zu schließen und sprang nach draußen. Draußen war einfach nur ein Schlachtfeld. Immer mehr der Leute waren auf die Lichtung gekommen und dabei direkt in unsere Falle. Zum ersten Mal betrachtete ich den Schnitt an meinem Arm. Er schien nicht schwer zu sein. Ich schnitt ein Stück meines T-Shirts ab und band es darum. Für den Moment sollte das reichen. Länger konnte ich mich darauf jedoch nicht konzentrieren, da einer der Typen auf mich zugerannt kam. Ich zog mein Schwert, um ihn abzuwehren. Wo Alex oder Taylor waren konnte ich in dem Getümmel nicht ausmachen, es waren viel zu viele Leute.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 09, 2018 9:39 pm

Alexander Mercier
Ich schnappte mir eines der Pferde die wild geworden durch das Kampfgetümmel rannten und ihre Reiter bereits verloren hatten. So bewegte ich mich wenigstens ein wenig schneller. Schlecht sah es bis hier her nicht für uns aus. Wir besaßen die Schusswaffen und hatten sie an Ort und Stelle eingekreist. Elegant schaffte ich es unter meine Kontrolle zu bekommen und verschaffte mir einen weg durch das getümmel. Von hier oben war ich wenigstens für die Schwertkämpfer nicht sofort leichte Beute. Es war eine Fifty/Fifty Chance das ganze hier zu überleben, dass wusste ich selbst. Es brauchte nur ein Pfeil um meinem Leben ein Ende zu bereiten. Doch dank der Deckung hatte ich wohl etwas mehr Glück als gedacht. Meine Augen scanten jeden Zentimeter ab der vor mir lag. Jane hatte sich vom Dropship entfernt und auch von Serverin schien bis hier hin keine weitere Spur. Ich wusste das er auf sich selbst aufpassen konnte und egal für was für eine Seite er sich entschied, es schien schon die Richtige zu sein. Leichen pflasterten meinen weg und dennoch schien es kein Ende nehmen zu wollen. Es waren erst Minuten vergangen und in jeder Sekunde schien ein Mensch auf dem Feld sein leben zu lassen. Auch ich versuchte mir schlag für schlag einen Weg frei zu machen, um mich bewegen zu können. Ich hoffte nur, wir hatten eine realistische Chance! Diese Menschen würden nicht aufhören zu kämpfen. Sie waren Blind vor den Dingen die Arian ihnen ins Ohr gesetzt hatte. Es waren zu viele und auch die Skypeople waren bereits zum Teil aus ihren Verstecken raus gekommen. Wie lange konnten sie in Situationen wie diesen die Stellung halten? Wie lange reichte die Munition? Wir konnten sie einkreisen, doch die Frage war für wie lange? Da entdeckte ich sie- Jane. Bewusst gab ich dem Pferd zu verstehen, sich in ihre Richtung zu bewegen. Ich ritt auf sie zu, befreite sie gerade noch so aus ihrer Zwickmühle indem ich ihrem Gegenüber einen Pfeil zwischen die Augen setzte und zog sie zu mir aufs Pferd. Hier oben war sie wenigstens sicherer als auf dem Boden. Sie musste mir jetzt helfen! Wir hatten nicht viel Zeit. Sie würden uns überrennen und dann hatten wir keine andere Wahl als uns zurück zu ziehen. Rufe drangen durch die Masse und ehe ich mich versah, spürte ich wie Rauch und Nebel durch das Camp zogen. Sie benutzten ihre beste Taktik. „Du weißt schon, dass wir uns versprochen haben am leben zu bleiben?“, neckte ich sie und lenkte das Pferd durch das Getümmel. So gut ich konnte funktionierte dies auch. Für die meisten waren wir eben zu schnell. Die Schusswaffen der anderen waren schneller als die Handwaffen der Hermits. Im Augenblick war ich hier auch einfach nur Froh das Jane noch am Leben war. Trotz der Lautstärke die auf dem Feld herrschte, neigte ich mich zu ihr. „Wie geht es dir?“ Ein vielleicht ziemlich ungünstiger Moment sie dies zu fragen, aber mein Herz raste wie verrückt. Ich hatte so eben Arian umgebracht, was wusste ich wohin das noch führen würde. Auf jeden Fall hatte dies aber etwas losgebrochen. Ob dies gut oder schlecht war, konnte ich jedoch noch nicht beurteilen. Wir mussten uns hier im Augenblick konzentrieren. Wir standen in mitten eines Schlachtfeldes. „Hast du eine Idee für einen Plan B? Wir müssen uns irgendwie zur Wehr setzen, lange halten wir das ganze sicher nicht durch.“ Wir konnten die Stellung hier schließlich nicht lange halten. Die Flucht zu ergreifen war jedoch auch keine Möglichkeit. Wir verloren unsere ersten Männer und in Arkadia gab es zu viele Unschuldige. Sie würden uns verfolgen und alles auslöschen was ihnen in die Finger kam. Ich hatte sie mächtig sauer gemacht und einfach so würden sie das sicher nicht auf sich sitzen lassen. Bis hier her hatte ich meinen Plan ausgelegt, wie es weiter ging wusste ich jedoch nicht. Vielleicht hoffte ich wirklich innig, dass wir diesen Krieg gewannen und das sich die Hermits einfach zurück zogen. Das war ja auch der Plan gewesen. Die Skypeople waren bereit gewesen für das zu kämpfen was ihnen am Herzen lag. Doch wie hoch standen diese Chancen? So feige es auch klang, am liebsten hätte ich mich mit Jane einfach aus dem Staub gemacht. Irgendwo gab es sicher eine Ort der perfekt für uns war. Wo wir in Ruhe leben konnten. Doch wer war ich all diese Menschenleben dafür einzufordern. Das konnte ich einfach nicht machen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 09, 2018 10:00 pm

Isabella Mason
Was er in Polis sollte? Das wusste er doch besser wie ich. Er war ein Grounder und es war ihre Hauptstadt. Er sollte doch dort die nötige Hilfe bekommen und dort wenigstens ein besseres Leben führen können wie hier. Ich war nur eine Belastung für ihn. Er hatte sein Leben für mich riskiert und das seiner Freunde. Das waren eigentlich keine besonders guten Voraussetzungen für ihn. Mein Leben war nicht besonders. Ich war nicht besonders und ich verstand wirklich nicht, was er damit erreichen wollte. Er wollte mir helfen, aber wollte er sich denn nicht selbst helfen? Wieso wollte er sich so dermassen opfern? „Und du hättest in Arkadia keine Freunde“, sagte ich zu ihm und sah ihn an. Verstand er das denn nicht? Er müsste seine Lebensgewohnheit komplett umstellen. Ich gab keine Antwort auf seine Frage. Vermutlich weil ich gar keine hatte. Ich hatte keine Antwort darauf. Ich wusste nicht, was ich tun würde. Ja, es war absurd. Und ich wusste, dass wir eigentlich keine andere Alternative hatten. Ich war halt einfach nicht besonders scharf drauf. Ich seufzte leise und stand auf. Ich ging auf ihn zu und sah zu ihm auf. „Du weisst aber schon, dass du da im Camp einen Entzug machen musst? Du kommst gar nicht drum herum, denn du hast dort nicht unbeschränkt Zugriff auf Alkohol. Sie werden dich voller Abscheu ansehen. Sie werden sich von dir weg setzen und nichts mit dir zu tun haben wollen. Du kannst dich dann aber nicht hinter dem Alkohol verstecken, verstanden?“, machte ich ihm klar und sah zu ihm auf. Es war die einzige Option, bei der wir beide lebend da raus kommen würden. Es wäre nicht das optimale und er wäre überhaupt nicht zufrieden damit. Ich hatte gesehen, wie er bei Yennefer gelitten hatte, als er nur ein paar Stunden lang keinen Alkohol gehabt hatte. Er hatte kurze Zeit später bereits schon wieder zur Flasche gegriffen. In Arkadia könnte er nicht einfach aufgeben und wieder zur Flasche greifen. Es ging nicht. Dann musste er da einfach durch und den Entzug überstehen. Vielleicht hätte ja Abby etwas, um den Entzug erträglicher zu machen. Allerdings wusste ich nicht, ob sie dies wollten. Sie würden am Anfang absolut kein Vertrauen zu ihm haben. Sie hatten momentan absolut kein Vertrauen in die Grounder. Wieso sollten sie also einen ins Camp aufnehmen? „Und was ist, wenn sie dich nicht aufnehmen? Ich gehe nicht dorthin zurück, wenn sie dich nicht aufnehmen“, sagte ich und sah ihn an. Ich seufzte leise auf und fuhr mir durch das Haar, bevor ich mimch mit zittrigen Beinen wieder auf das Bett sinken liess. Es war ein anstrengender Tag gewesen. Langsam aber sicher wurde es zu viel für meinen Körper. Ich rieb mir über die Stirn und schloss für ein paar Sekunden die Augen. Ich wusste wirklich nicht, ob es die richtige Wahl war, nach Arkadia zurückzugehen. Was würde mit ihm geschehen? [Sorry, nächster wird besser]

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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 09, 2018 10:01 pm

Raven Reyes
Wieso konnte er dieses beschissene Thema nicht einfach sein lassen? Es war nicht das erste Mal, dass er damit anfing. Er hatte mich schon einmal darauf angesprochen und ich hatte nicht anders reagiert wie das letzte Mal. Er war nicht mein bester Freund. Ich würde ihm nicht die Ohren voll heulen, wie sehr mein Bein schmerzte und wie sehr es mich eigentlich traf. Ich heulte bei niemandem rum. Erst recht nicht bei ihm. Er war dafür verantwortlich, dass es überhaupt erst so weit gekommen war. Ich fuhr mir durch das Haar und entsorgte aufgebracht das Tablett, bevor ich verschwand. Was wollte man schon gegen die Schmerzen tun? Ich würde mich nicht von Drogen vollpumpen lassen. Wir waren sonst schon nicht besonders reich mit Schmerzmittel ausgestattet. Ich wusste selbst noch zu gut, wie es sich angefühlt hatte, als ich ohne Narkose operiert worden war. Wieso sollte ich dann etwas gegen die Schmerzen bekommen? Das war einfach nicht möglich. Ich konnte meinen Schmerzen nicht entfliehen. Das ging einfach nicht. Ich verschwand und liess ihn zurück. Genau deswegen wollte ich doch nicht zu viel mit ihm zu tun haben. Er stellte Fragen über mein Bein. Er interessierte sich für mein Bein, was der grösste Teil der anderen nicht tat. Das war ein grundlegender Unterschied. Ich bevorzugte es, wenn man nicht darüber sprach. Wieso sollte man darüber reden, wenn es doch nichts ändern würde? Ich würde niemals wieder ein gesundes Bein haben. Das war schlichtweg unmöglich. Ich verzog mich in meine Werkstatt. Das hier war mein ganz eigener Raum. Ich setzte mich an die Arbeit und schob die aufkommenden Gedanken weg. Ich konzentrierte mich lediglich auf meine Arbeit. Arbeitete bis es irgendwann mitten in der Nacht war, bevor ich todmüde ins Bett fiel und augenblicklich einschlief. Am nächsten Morgen wachte ich unruhig auf. Von Murphy hatte ich bis jetzt noch nichts gehört. Vielleicht war er eingeschnappt. Früher oder später mussten wir uns sowieso mit der jetzigen Situation auseinandersetzen. Ich rieb mir müde über das Gesicht, bevor ich mich aufrichtete. Ich schlüpfte in meine Klamotten und montierte diese bescheuerte Schiene. Ich war sie wirklich leid, jedoch musste ich wenigstens nicht mehr mit Krücken herumlaufen. Ich warf einen Blick auf die Uhr. Frühstück war angesagt. Heute war eine Routineuntersuchung bei Abby. Davon konnte ich mich ja wirklich schlecht drücken. Ich musste da durch. Schlussendlich würde einfach nichts Neues herauskommen und dann wäre es nun einmal so. Sie würde feststellen, dass alles noch beim alten war und mein Bein keine Fortschritte gemacht hatte. Ich würde für immer ein Krüppel bleiben, das konnte niemand ändern. Wenigstens konnte ich meine Arbeit verrichten und das tun, wofür ich gut war. Ich band meine Haare zusammen und verliess meinen Raum. Beim Frühstück war es so merkwürdig, wie es der letzte Abend bereits schon gewesen war. Ich verstand es wirklich nicht. Vielleicht würde Abby ja etwas erwähnen, wenn ich heute bei ihr wäre. Lustlos holte ich mein Frühstück und setzte mich an diesen Tisch, der noch ganz leer war und ich somit auch meine Ruhe hatte. Ich wollte mich gerade wirklich mit niemanden unterhalten. Sowieso dann wenn ein Arzttermin anstand, war meine Laune noch schlechter als ohnehin schon. Ich wusste doch ganz genau, dass diese Untersuchungen nichts brachten. Ich würde sie jedoch einfach schön befolgen und danach wieder meine Arbeit verrichten gehen. Der ganze heutige Tag war am Arsch, da konnte mir genauso gut wieder Murphy über den Weg laufen. Lustlos rührte ich in meiner Tasse herum, bevor ich dann genauso lustlos einen Bissen von dem Brot abbiss.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Mo Dez 10, 2018 7:06 am

Jane Adams
Keine Ahnung, gegen wie viele von denen ich schon gekämpft hatte, es war wohl ein ganzes Teil gewesen. Irgendwann zwischen durch hatte ich meinen Bogen wieder gefunden und einfach wieder auf meinen Rücken gepackt. Gerade kämpfte ich gegen einen der mich doch immer wieder etwas zurück trieb, aber eigentlich sollte das kein Problem werden. Auf einmal bekam er jedoch einen Pfeil zwischen die Augen. Verwundert sah ich auf, als da Alex vor mir stand, auf einem Pferd. Kopfschüttelnd ließ ich mich von ihm auf den Rücken des Pferdes ziehen. Er war auch der einzige, der auf so eine Idee kommen konnte, wenn sie auch alles andere, als dumm war. Bei seinen Worten verdrehte ich die Augen. „Hey, ich bin noch genauso am Leben, wie du. Also bisher halte ich das Versprechen“, gab ich zurück. Mit meiner Wunde war ich vielleicht etwas angeschlagen, aber ich war gut zurecht gekommen. Die anderen setzten inzwischen ihren Nebel ein, zumindest war es kein Betäubungsgas. „Geht nicht zu weit in den Nebel, die fühlen sich da ziemlich wohl“, gab ich über Funk durch. Und wenn ich damit nur ein paar Leben rettete reichte mir das. Auch wenn über den Funk die meiste Zeit nur Geschrei und undeutliche Geräusche durch kamen. „Frag mich das nochmal, wenn das hier vorbei ist“, erwiderte ich. Mein Körper war so voll gepumpt mit Adrenalin, wahrscheinlich könnte ich sogar ein Körperteil verlieren und würde es im Moment nicht merken. Ich nahm den Bogen von meinem Rücken und Schoss auf unsere Feinde, während Alex durch die Menge ritt. Es waren gerade so viele wild gewordene Pferde unterwegs, ich wusste nicht mal, ob sie bemerkten, dass noch Leute auf dem Pferd saßen. Nachdenklich runzelte ich die Stirn, als Alex nach einem Plan B fragte. Wir schlugen uns gut, aber wer wusste, wie lange wir das hier aufrecht erhalten konnten. „Du kennst sie besser als jeder von uns. Kennst ihre komischen Prophezeiungen und alles was Arian ihnen eingetrichtert hat. Sag mir wovor sie Angst haben und ich überlege, ob wir das mal eben so auf die Reihe bekommen“, gab ich zurück. Wenn das alles hier vorbei war sollte Alex mir diese ganzen Sachen erklären. Ich glaubte nicht daran, aber ich wollte verstehen, warum diese Leute Arian so blind gefolgt waren. Wollte wissen, warum sie andere Clans angegriffen hatten, obwohl sie doch einfach eigene Krieger hätten ausbilden können. Bei diesem Gedanken wurde mir jedoch etwas bewusst. Selbst wenn wir sie vertrieben, sie würden wieder kommen. Arian war tot, aber sein Gedankengut war immer noch in ihren Köpfen, sie würden einfach weiter machen. Leute entführen, die Clans angreifen. Wir würden diesen Kampf immer und immer wieder führen, doch das wollte ich nicht. Ich beugte mich nach vorne zu Alex. „Vergiss das mit der Angst. Was würde sie dazu bringen aufzuhören zu kämpfen? Wann würden sie uns zuhören und vielleicht sogar glauben, dass Arian nicht gut war?“ Wahrscheinlich war es total dumm und sie würden mich einfach sofort erschießen, wenn ich mit ihnen Sprach, aber es war einen Versuch Wert. Oder nicht? Diese Leute waren nicht dumm, man musste doch an ihre Vernunft appellieren können. Fünf Minuten würden mir reichen. Danach war es ihre Entscheidung, in Frieden zu gehen, weiterzukämpfen oder vielleicht über das alles nachzudenken. Doch wahrscheinlicher war es, dass Alex mich einfach gleich für komplett bescheuerte erklärte und wir die Leute lieber verscheuchen sollten. Ich hatte das schon zu Severin gesagt, ich wollte nie, dass das hier passierte. Sollte ich dann nicht doch versuchen ein größeres Blutvergießen zu verhindern?
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Di Dez 11, 2018 3:12 pm

John Murphy
[Ich hoffe es stört dich nicht, dass ich noch ein kleines bisschen weiter springe mit der Situation (;] Zunächst einmal versuchte ich mit niemanden über das zu sprechen was Jaha zu mir gesagt hatte. Es war genauso absurd wie es geklungen hatte und trotzdem hatte es irgendetwas bei mir bewirkt. Es warf so verdammt viele Fragen auf. Ich konnte es grundsätzlich nicht leiden, wenn Leute mir zu nahe kam und Jaha war einer der Menschen die ich am liebsten soweit wie möglich von mir weg hielt. Anstelle davon mir Antworten zu liefern, hatte er einfach irgendeinen Stuss von sich gegeben. Total vertieft in seine eigene Märchengeschichte, bemerkte er dabei noch nicht einmal wie Schräg es war. Doch was hatte es zu bedeuten, dass alle hier in Arkadia Schritt für Schritt den Verstand verloren. Sie waren genauso dran wie Jaha es war. Egal wo man hinsah an jeder zweiten Ecke saßen Menschen die total vertieft waren, sie munkelten, tuschelten und verschwanden sogar für einen kurzen Zeitraum. Keine Ahnung was sie taten- oder ob sie sich heimlich trafen. In der Nacht nach dem „Gespräch“ mit Jaha hatte ich lange wach gelegen. Ein Teil von mir war Schlaflos. Meine Ruhe fand ich scheinbar erst, als die Sonne bereits wieder über dem Lager stand und erwachen tat ich erst, als sie schon fast wieder unterging. Müde rieb ich mir die Augen, wusch mich und zwängte mich in frische Kleidung, ehe ich beschloss mir ein wenig die Beine zu vertreten. Es war Still. Nicht so Still wie in der gesamten letzten Zeit, stiller. Hatte ich irgendetwas verpasst? Ich drehte mich um meine eigene Achse. Keine Menschenseele. Verdammt, dass hier ähnelte einem verdammten Horrorfilm. Träumte ich etwa noch? Ich musste träumen! Müde trugen meine Beine mich über den Platz als ich eine Stimme vernahm. Die von Jaha und sie kam aus der Richtung der Mensa. Skeptisch streckte ich meinen Kopf in Richtung Glasscheibe, als ich an der alten Blechdose ankam. Leicht schockiert darüber was ich da sah, klappte mir der Mund ein wenig auf. Menschen knieten vor Jaha und er schien ihnen irgendetwas anzureichen. Er sprach ein paar wenige Worte, berührte ihre Schulter und sie erhoben sich. Sie standen beinahe schlange. Dieser verdammte Mistkerl! Es hatte also doch alles mit ihm zu tun. Doch um was handelte es sich?! Drogen?! Wie viele Menschen waren noch normal? Ich konnte wohl stark damit rechnen, dass die hälfte alles Leute hier in Arkadia bereits betroffen waren. Waren überhaupt noch welche normal? Das durfte doch nicht wahr sein! Kaum waren Clarke und Bellamy nicht mehr hier, drehten die Leute alle total durch. Ich musste unbedingt Kane und Abby davon erzählen! Musste es mich zudem Wundern, dass ausgerechnet ich derjenige war, der noch nicht unter ihnen war? Was machte ich denn jetzt!? Das hier war ein herrlicher Anlass dafür, sich sofort aus dem Staub zu machen. Ich hatte doch gar keine Ahnung was zu tun war. So zu Enden wie einer der Zombies, hatte ich nämlich wirklich nicht vor. Ich holte tief Luft und zögerte ehe ich mich genauso leise wie ich mich der Situation genähert hatte wieder entfernte. Wenn es noch Leute gab die normal waren, denn mussten wir zunächst einmal hier weg. Ich wusste zwar nicht genau, welche Art Bedrohung jetzt genau vor mir stand, doch irgendein Gefühl sagte mir, dass ich so schnell wie nur möglich von hier verschwinden sollte. Nachdenklich runzelte ich die Stirn. Raven- sie war auch normal. Hoffte ich zumindest. Also trugen mich meine Beine so schnell wie ich konnte zu ihr. Ihr Zelt war leer, weswegen ich sie auf ihrer Arbeitsstation vermutete. Ihr Büro- Chaos, oder wie auch immer man das nennen wollte. Doch auch von da war nichts zu hören außer Stille. Ich öffnete die leicht angelehnte Tür langsam und lugte mit dem Kopf herein. „Reyes?“, fragte ich und schob sie ein weiteres kleines Stück auf. „Es gibt da etwas was du dir unbedingt ansehen solltest.“ Erst jetzt vernahm ich den leisen Atem einer Person aus der Ecke. Ein kratziges stöhnen, dass eher wie ein genervtes seufzen klang. Raven hockte dort auf dem Fußboden, hatte Schweißperlen auf der Stirn und sah mich an. Sie hatte schmerzen. Nahm ich zumindest an. Sie war blass und wirkte total erschöpft. Hatte sie keine Untersuchung gehabt heute? Oder war das genau das was sie nervlich komplett zerstörte? Schlagartig fühlte ich mich absolut nicht mehr wohl in meiner Position. Am liebsten wäre ich sofort gegangen. Ich war kein sentimentaler Typ- ich war nicht gut darin Leute aufzubauen. „Die Frage ob es dir gut geht erübrigt sich vermutlich“, brachte ich mit unkontrolliert trockener Stimme heraus. „Soll ich dir hoch helfen?“ Sie saß bestimmt nicht zum Spaß auf dem Fußboden, dass war mir klar, doch auf der anderen Seite wollte ich ja auch nur irgendwie nett zu ihr sein. Sie sollte schließlich nicht glauben dass ich immer noch der gleiche Idiot wie damals war. Ich versuchte wirklich mein bestes die Fehler wieder gut zu machen. Selbst wenn ich in ihrer Situation wahrscheinlich der letzte Typ war den sie sehen wollte. Eigentlich hatte ich sie fragen wollen was Abby gesagt hatte und wie ihre Untersuchung gelaufen war, aber ich konnte es nicht. Diese Worte wollten meine Lippen einfach nicht verlassen. Ich wusste wie hart das alles für sie war. Sie war den Schmerzen jeden Tag ausgesetzt und irgendwann erreichte man vermutlich auch ein Limit. Vor mir wollte sie als aller letztes so etwas wie Schmerzen eingestehen oder zeigen das sie schwach war. Ich wusste wie das was, wenn man versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Dieser Augenblick indem man versuchte alles zu geben und so tat, als wäre alles in Ordnung obwohl es das nicht war. Bei ihr war dies offensichtlich der Fall. "Die Leute draußen werden komplett bescheuert." Vielleicht war es jetzt an der Zeit ihr von dem Gespräch mit Jaha zu erzählen. "Wir sollten mit Kane oder Abby darüber sprechen bevor sich ganz Arkadia in ein Zombiedorf verwandelt." Wobei ich Kane genau wie Bellamy schon eine gewaltig lange Zeit nicht mehr gesehen hatte. Was ging hier nur vor sich?! Ich wusste wirklich nicht mehr weiter.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Di Dez 11, 2018 6:01 pm

Raven Reyes
Mir ging es eigentlich immer ziemlich beschissen, wenn ich zu einem Arzttermin musste. Immerhin würde sich doch sowieso nichts ändern. Wieso sollte ich dorthin, wenn ich sowieso nur immer zu hören bekam, dass es ihr leid tue, sie jedoch nichts ändern könnte. Ich hasste es diese Worte zu hören. Von Murphy sah ich am frühen Morgen absolut keine Spur, aber ich hatte absolut nichts dagegen. Mit meiner Laune war ich nicht gerade scharf darauf, ihn z u sehen, vor allem seitdem er wieder mit diesem elendigen Thema angefangen hatte. Ich ass dennoch mehr oder weniger mein Frühstück, bevor ich mich auf den Weg zur Krankenstation machte. Ich hatte das Gefühl, als würden sich noch mehr Leute so emotionslos benehmen, allerdings konnte ich es nicht genau sagen. Vielleicht bildete ich es mir auch nur ein. Als ich dann jedoch auf der Krankenstation war und auf Abby traf, war mir klar, dass ich es mir nicht einbildete. Auch sie wirkte nicht so freudig wie sonst. Sie begrüsste mich und bat mich auf der Liege Platz zu nehmen, was ich auch tat. Es war das gleiche Vorgehen wie immer. Sie tastete ein bisschen, sie fragte, ob ich Schmerzen hatte und so weiter und so fort. Von daher lief alles ganz normal ab, aber dann kam etwas komisches. „Raven, ich hätte etwas, was dir helfen würde“, begann sie und ich hob misstrauisch eine Augenbraue. Sie hob etwas hoch, was wie ein kleiner Chip aussah und ich runzelte die Stirn. „Wenn du das schluckst, dann wirst du absolut keine Schmerzen mehr verspüren. Du wärst wieder komplett gesund“, sagte sie, was dazu führte, dass ich sie nur noch misstrauischer ansah. „Glaub mir, es bewirkt Wunder“, sagte Abby. Wollte sie mir das gerade wirklich andrehen? Sie wusste doch, wie ich drauf war. „Was ist das?“, fragte ich sie. Ich würde garantiert nichts schlucken, bei dem ich nicht wusste, was dran war. „Das spielt keine wichtige Rolle. Es ist nur wichtig, dass es dir helfen kann, keine Schmerzen mehr zu haben.“ Sie kam auf mich zu und drückte es mir in die Hand. Ich öffnete die Handfläche und musterte dieses Teil. „Überlege es dir und wenn du so weit bist, schluck es“, gab sie mir die Anweisungen. Dachte sie wirklich, dass ich mich so leicht überreden lassen wollte? Ich wollte es ihr zurückgeben, aber sie beharrte darauf. Ich verdrehte die Augen und steckte es dann ein. Vielleicht war es ja ganz gut. Ich könnte untersuchen, was das war. Vielleicht würde ich ja etwas herausfinden. Ich seufzte leise und machte mich wieder auf den Weg zurück, wobei ich mich den ganzen Tag in meiner Arbeit verkroch. Meine Laune war immer noch im Eimer. Als ich eine Schraube vom Boden hochheben wollte, rutschte ich aus und fiel schmerzhaft auf mein Bein. Der Schmerz schoss durch meinen ganzen Körper hindurch und ich sog scharf die Luft ein. „Verdammte Scheisse“, fluchte ich laut und versuchte aufzustehen. Aber es wollte nicht so wirklich klappen. Mein Bein protestierte für den Moment. Ich versuchte es immer und immer wieder, aber es ging nicht. Der Schmerz war gerade einfach zu gross. Ich war vor Frustration der Tränen nahe, als mir in den Sinn kam, was ich in der Jackentasche hatte. Ich holte es heraus und drehte es in den Händen. Es wäre total leichtsinnig, allerdings wären meine Schmerzen weg. Ich war hin- und hergerissen. Ich seufzte tief und bemerkte erst dann, dass jemand hinein gekommen war – Murphy. Ich warf ihm einen scharfen Blick zu. Ja, diese Frage erübrigte sich tatsächlich. Ich schüttelte den Kopf und sah dann zu ihm. „Nein, ich schaffe es irgendwann schon selbst hoch“, blieb ich stur, wie ich nun einmal war. Irgendwann. Vielleicht würde ich diese Nacht auch am Boden schlafen. Hauptsache ich musste keine Hilfe von ihm annehmen. Ich seufzte tief und sah dann zu ihm hoch. „Es würde nichts bringen, wenn wir mit Abby reden, denn ich habe das Gefühl, dass sie genauso drauf ist wie die anderen.“ Ich umschloss kurz das chipsähnliche Teil in meiner Hand, bevor ich es ihm hinhielt. Es war besser so, auch wenn das Angebot gerade sehr verlockend gewesen war. „Das hat sie mir heute versucht anzudrehen. Ich solle es schlucken und ich hätte absolut keine Schmerzen mehr“, erzählte ich ihm das, was Abby erzählt hatte, während ich einfach am Boden unten sitzen blieb.

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