The 100 RPG

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 7:27 pm

Alexander Mercier
Wir überlebten es beide! Ich wusste, dass Jane diese Worte aufrichtig meinte. Das war das Ziel! Ihr Ziel. Doch ob das wirklich so funktionierte? Als sie die Arme um mich schloss, wirkte ich zunächst ein wenig überfordert. Automatisch versteifte sich mein Körper und ich begann die Luft anzuhalten. Diese Sekunden kamen mir vor wie eine kleine Ewigkeit, bis ich endlich ausatmete und mich entspannte. Langsam griffen auch meine Arme um ihren Körper und ich schloss die Augen als ich mein Gesicht in ihren Schultern verdecken konnte. Vielleicht war es okay für den kleinen Moment schwäche zu zulassen und mich zu entspannen. Verletzlichkeit machte aus mir keinen schwachen Menschen. Ich stockte, nickte leicht und spürte wie mein Atem sich normalisierte. Es war vielleicht nur ein kleiner Moment aber Jane schaffte es mir die Panik zu nehmen, die auf meinen Schultern lastete. Obwohl Jane diejenige von uns beiden gewesen war, die den Moment eingeleutet hatte, beendete sie ihn auch genauso schnell wieder. Von mir aus hätten wir länger so verbringen können. Im Augenblick schien es einfach genau das zu sein was ich brauchte. Vermutlich hatte ich mich viel zu lange danach gesehnt. Sie zog mich zurück auf meine Beine und ich nickte bestimmend. Es war jetzt schon eine kleine Weile vergangen in der ich wirklich nichts gesagt hatte, doch für Jane schien es okay zu sein. Ich umschloss meinen Bogen feste und versuchte alle anderen Gedanken hinter mich zulassen! Wir zogen ab heute gemeinsam in den Krieg (…..)

(…..) es war still. So still, dass ich meinen eigenen Herzschlag vernahm. Hätte ich nicht gewusst das das Camp umstellt gewesen wäre, hätte ich Gedacht ich wäre allein. Würde ich nicht mein Leben hier draußen riskieren, hätte ich geglaubt, ich sei sicher. Doch das war ich nicht. Der Plan der Skaikru war besprochen, sie wussten alle was zu tun war. Solange ich kein Zeichen gab, würde keiner Angreifen und aus ihrem Versteck heraus kommen. Es ließ auf sich warten, doch nach wenigen Sekunden war es nicht mehr Still. Pferde näherten sich dem Lager- doch es waren zu wenige als das es sich um einen Angriff handelte. Ich saß in der geöffneten Plattform des Lagers und blickte hinaus. Das weiße Pferd einer mir bekannten Person näherte sich als erstes. Dahinter drei weitere Wachen. Schwungvoll stieg Severin von seinem Pferd und seine blonde Mähne bewegte sich auf mich zu. Irritiert sah ich ihm entgegen. Vermutlich waren wir nicht die einzigen mit Überraschungen. Arian schickte seine Speer vor- oder warum war Severin hier? „الكسندر. ما رأيك في ما سيحدث عندما يتم ذلك؟?!“ Er kam auf mich zu geeilt, während seine Leute einen guten Meter im Abstand blieben. Ich glaubte für einen kurzen Augenblick wirklich das Severin auf mich los ging, und das tat er auch! Er holte aus und verpasste mir eine mitten ins Gesicht. „Hab ich verdient“, ich sah auf. Im Gegensatz zu er war ich jedoch nicht dran meine Waffe zu ziehen. “لقد أخنتنا!" Ich schüttelte den Kopf. "Tut mir leid das ich eure Traditionen nicht mehr  feiere." Severin ballte die Faust. "So behandelt man Familie nicht! Nach allem was wir durchgemacht haben, dankst du es mir damit?! Weißt du in was für eine Lage du mich bringst?! Gebracht hast?! Du hast keine Fünf Minuten mehr, denn wird Arian hier her kommen und dir deinen Kopf von deinen Schultern reißen und du kannst froh sein, dass ich es nicht tun werde!" Severin schien die Sache wohl immer noch sehr ernst zu nehmen. Er war wie besessen und das spielte sich auch in seinen Augen wieder. Ich fragte mich ob sie ihn genauso behandelt hatten wie mich. Stand er unter irgendwelchen Drogen?! Severin war schon sehr lange Teil von dem was er war, ich wusste wenig über ihn doch ich war mir sicher das auch er eigentlich jemand anders war. "Es ist noch nicht zu spät die Seiten zu wechseln", meinte ich leise und musterte ihn eindringlich. Ich würde nicht gegen ihn kämpfen! Wenn es jemand nicht verdient hatte, denn war er es! Beinahe Fassungslos musterte er mich. "Welche Seiten?! Der einzige der auf einer Falschen Seite spielt bist du! Alexander! Das war unser Zuhause!" War- damit hatte er vollkommen Recht und es schmerzte mir, ihn so zu hintergehen. Doch er wollte es nicht anders. Diese Leute mussten nicht kämpfen. Ich wollte niemanden von ihnen töten. Wir konnten eine Lösung in Frieden finden! Das war niemals meine Absicht. "Ich bin Zuhause Sev, ich hab meinen Frieden gefunden. Wir müssen keinen Krieg führen."
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 7:32 pm

Bellamy Blake
An dem was sie sagte war in der tat etwas dran. So weit sie noch nicht herausgefunden hatten, was die Bedeutung ihres Blutes war, würden sie alles daran setzten es heraus zu finden und sie als ihr neues Laborspielzeug auseinander nehmen. Selbst ich konnte mir das Mysterium ihrer Herkunft immer noch nicht erklären. Für einen kurzen Augenblick nagte die Frage auch tatsächlich an mir, ob es einen Unterschied machte. War ihr Blut besser als das der unseren? Sauberer? Ich wusste noch nicht, ob es Gut war, dass sie diesen Schritt noch nicht gegangen waren. Je länger diese Sache unklar blieb umso besser war es zudem für alle! Vorerst tappten sie was das betraf wenigstens genauso im Dunkeln wie wir auch. Manche Dinge mussten ja aber auch nicht unbedingt ans Licht kommen. Es spielte keine Rolle wessen Blut sie bekamen, sie opferten dafür zu viele Leben. Sogut ich konnte würde ich wenigstens zu verhindern versuchen, dass es überhaupt soweit kam das sie Tessia ein Haar krümmten. Wenn sie die erste Nightblood war, die sie je zu Gesicht bekamen, so würde es auch die letzte sein. Wie auch immer ich glaubte das aus meiner Position aus anstellen zu können. Solange Tessia hier drinnen bei mir war, verlor ich sicher nicht meinen Lebenswillen. Doch das war gerade nicht unser Problem. Im Augenblick ging es um sehr viel wichtigeres! Vorerst verschaffte es uns Zeit das Tessia diejenige war, die nicht Kopfüber von der Decke baumelte. Wir mussten uns nur etwas einfallen lassen! „Ich wäre für jedes Brainstorming offen, das im Raum stünde“, rutschte es leicht sarkastisch über meine trockenen Lippen. Kaum zu glauben, dass ich für diesen Witz überhaupt in Stande war. Meine Augen fielen kurz zu und ich spürte wie tiefen entspannt mein Brustkorb sich hob und senkte. Ich durfte jetzt bloß nicht schlafen! Wach bleiben! Warten- ich hörte wie Tessia an dem Schloss rüttelte, dass ihre Käfigtüren versperrte. Mit all meinen Sinnen versuchte ich mich darauf zu konzentrieren. Gab es noch einen anderen Plan außer abzuwarten? Sonderlich viel Zeit hatte ich vermutlich nicht mehr. Meine Augen musterten die Schläuche, durch denen mein Blut zu laufen schien. „Glaubst du wir haben eine Chance, wenn wir auf uns aufmerksam machen?“ Dieses mal würde ich jedoch nicht so voreilig handeln. Es konnte hier drinnen unser Leben kosten. Ich bezweifelte das es ihnen wichtig war uns lebend zu halten. Ich wagte zu bezweifeln, dass die Wachen nicht sofort in den Raum gestürmt kämen, sobald ich auf mich aufmerksam machen würde, doch brachte es uns etwas? Die Frage war nur, ob wir in der Lage waren aus dieser Situation wieder zu entfliehen. Tessia war in einem Käfig eingesperrt und ich hing kopfüber von der Decke. Meine Optionen mich zu wehren lagen nicht sonderlich hoch. Erneut verlor ich beinahe das Bewusstsein, als mich Tess Stimme wieder hervorlockte. Sie konnte sich gar nicht vorstellen wie schwer es für mich war stark zu bleiben und nicht nachzugeben. „Mhm?“ Eine Nadel? Ich sah die Nadel von der sie sprach, doch meine Finger waren nahezu taub. Ich knirschte mit den Zähnen. „Ich kann meine verfluchten Hände nicht bewegen“, beschwerte ich mich knurrend und verspannte meine Muskeln total. Sie setzten meinen Körper mit irgendeinem Nervengift außer Gefecht. Ich gab nach, atmete angestrengt aus und versuchte mich erneut zu fangen. Eine kurze Pause ehe ich es noch einmal versuchte und es tatsächlich schaffte meine Finger in Bewegung zu setzten. Für nur kurze Sekunden- meine Hand blieb taub. Das dauerte alles viel zu lang! „Das bringt rein gar nichts!“, entfuhr es mir. „Ich kann nicht.“ Und das frustrierte mich noch sehr viel mehr! Gerade fühlte ich mich wie ein kleiner Junge, der nicht das bekam was er wollte. Plötzlich durchfuhr ein Geräusch den Raum. Elektrische Türen schienen sich zu öffnen und ein schimmerndes Grünes Licht durchflutete den Korridor der durch eine Glastür verriegelt war. „Was machen wir?“, zischte ich und versuchte so ruhig zu bleiben wie ich nur konnte. Vielleicht handelte es sich nur um eine Kontrolle. War das unsere Chance? Unser Zeitfenster hier wurde immer kleiner wenn wir uns nicht bald etwas einfallen lassen würden um hier raus zu kommen!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am So Nov 25, 2018 7:35 pm

Tessia
Das hier war eine äußerst missliche Lage. Ich hatte immerhin nichts zur Hand. Ich konnte Schlösser mit vielerlei Dingen knacken, aber sicher nicht mit nichts weiter als Stoff. Mit einer Unterhose würde ich wohl kaum ein Vorhängeschloss öffnen können. Die Nadel, die Bellamy das Blut abzapfte, wäre perfekt dafür. Wenn er sich nur weit genug strecken könnte, um diese zu erreichen und herauszuziehen, sie mir hinüberzuwerfen… ich könnte uns binnen Sekunden befreien. Doch Bellamy hing kopfüber. Ich wusste nicht wie lange wir weggetreten waren, aber er hatte vermutlich bereits eine ziemlich große Menge Blut verloren. Wenn sie das mit seinen Freunden gemacht hätten, wären sie bereits tot - so lange wie sie bereits hier gewesen waren. Ich ging also davon aus, dass sie mit den Skypeople eigentlich anders verfuhren. Wir wussten, dass unsere Leute einfach ausgesaugt und entsorgt wurden. Ab und zu tauchten Leichen auf, die die Reaper aus den Tunneln heraus schleiften. Von der Skaikru aber waren bisher noch keine Toten gesichtet worden. Sie mussten mehr Gefallen an ihnen finden, sie langsam nur ausnehmen. Vermutlich hielten sie sie hier irgendwo fest und zapften ihnen weniger, aber dafür häufiger Blut ab. Das wäre zumindest klüger und die Mountain Men waren noch nie dumm gewesen, wenn es um ihr Überleben ging. Dass sie Bellamy also ausbluten ließen, konnte ich mir nicht vorstellen. Was sie aber mit mir anstellen würden, konnte ich absolut nicht sagen. Entweder würden sie mich wegen meines schwarzen Blutes direkt töten und entsorgen oder aber sie würden an mir herumforschen, bis sie wussten, was an meinem Blut anders war. So oder so hatte ich keine besonders rosigen Aussichten hier, wenn ich nichts unternahm. Dass sie bisher also nichts wussten, spielte definitiv in meine Karten. Noch wollten sie definitiv an mein Blut und dafür würden sie mich nicht sterben lassen, richtig? „Nein, wir warten bis sie kommen. Sie werden dich nicht sterben lassen. Sie wissen, dass du kein Grounder bist und deine Leute halten sie auch nur gefangen. Sie machen mit euch nicht das Gleiche wie mit uns.“ Ich war mir sicher, dass sie Bellamy herunternehmen würden. Sie würden ihn nicht sterben lassen und solange wir uns nicht selbst hieraus befreien konnten, wäre es besser, wenn wir abwarteten. Und damit hatte ich wohl gar nicht mal so unrecht. Die schwere Eisentür klackte und offenbar kam jemand her. „Sei still. Tu als wärst du bewusstlos!“, wies ich Bellamy nur noch schnell an, ehe auch ich meine Augen schloss und nur noch hörte, was um uns herum geschah. Schwere Stiefel liefen über den Boden. Ich hörte das Rascheln von Ketten. Vermutlich nahmen sie Bellamy gerade wirklich ab. Doch ich hörte nur ein paar Stiefel und wenn sie mit den Skaikru anders verfuhren als mit uns Groundern, dann würden sie Bell nicht hier bei mir in die Käfige sperren, sondern ihn wegbringen. Ich lauschte also auf, hörte wie ein Körper auf den Boden gelegt wurde, ehe die Maschine heruntergefahren wurde. Dann wurde es kurz still und ich nutzte den Moment, um… einen Anfall vorzutäuschen. Ich hielt meine Augen verschlossen, begann zu krampfen und zu zittern. Der ganze Käfig rappelte unter meinen Zuckungen, während ich anfing zu keuchen und nach Luft zu schnappen. Sofort kamen die schweren Schritte auf mich zu, ich hörte wie das Schloss mit einem Klicken geöffnet wurde und mein zuckender Körper aus dem Käfig gezerrt wurde. Ehe der Kerl mir aber eine Spritze, eine Wiederbelebung oder sonst etwas verpassen konnte, riss ich die Augen auf, schlang meine Beine fest um den Nacken des Typen und drängte ihn zu Boden, würgte ihn mit meinen Schenkeln, bis er aufhörte zu zappeln und still am Boden liegen blieb. Okay… Wie stellte ich das jetzt am besten an? Ich schluckte, begann dem Mann die Kleider auszuziehen und sie für Bellamy bei Seite zu legen. Hecktisch sah ich mich um, entdeckte einen Schacht und schleifte den leblosen Körper bis dorthin. Ich zerrte ihn irgendwie in die Ablage, drückte den Knopf und dann wurde der Körper auch schon nach unten gesogen. Spätestens jetzt in der Strahlung würde der Typ also sterben, doch wann hatten die Mountain Men je auf eins unserer Leben Acht genommen?
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 7:54 pm

John Murphy
So schlimm war es nicht? Ich verschluckte mich beinahe an meinem Bier. Hatte Raven Jasper gesehen? Die Sache in Mount Weather hatte ihm so sehr zugesetzt wie keinem anderen. Er war nicht mehr er selbst. Wenn es jemanden auf der Krankenstation gegeben hatte, der anstrengender gewesen war als ich es war, denn war ja wohl er es gewesen. Er hatte so ziemlich alles getan um den Leuten dort das Leben zur Hölle gemacht. Inklusive mir. „Du hast Jasper gesehen?“, fragte ich und richtete eine Augenbraue in die Höhe. Vermutlich hatte sie das nicht. Abby hatte ihm verboten die Krankenstation zu verlassen und Raven war komplett in ihrer Arbeit versunken. Ich schüttelte den Kopf über den Gedanken an Jasper. Der Arme Kerl hatte es echt nicht verdient so zu leiden, doch auf der anderen Seite konnte er wirklich froh darüber sein noch am leben zu sein. Er hatte sein eigenes Volk gerettet, was wollte er mehr? Irgendwann würde er mit dem Schmerz leben und sicher damit klar kommen. Man müsste ihm nur die Zeit geben. Die Stadt des Lichtes ließ mir dennoch keine Ruhe. Aufmerksam sah ich Raven an. Warum ließ es mich immer und immer nachdenklich werden? Es war ein verdammter Teufelskreis, immer und immer wieder spuckten diese Worte von Jaha in mir herum. Und warum?- glaubte ich wirklich ich war etwas besonderes nur weil er sich mir anvertraut hatte? Er hatte nur auf den Schwachen herum geritten und nach Anhängern gesucht. Wäre ich ihm blind ins Verderben gefolgt, wäre ich Tot gewesen. „Nicht unbedingt“, antwortete ich knapp und leckte mir meine Lippen. Ich nahm einen Schluck aus meinem Becher ehe ich meine Worte korrigierte. „Nein, eigentlich nicht. Nein, warum sollte ich.“ Ich würde mir hier vor Raven sicher nicht die blöße geben. Was wusste ich schon von der Stadt des Lichtes. Vielleicht gab es sie- und vielleicht war es einfach nur ein Hirngespinnst. „Versteh mich nicht Falsch“, meinte ich und drehte mich zu Raven. Ich rutschte automatsisch ein kleines Stück näher an sie heran damit die anderen uns nicht hörten. Aus irgendeinem Grund fühlte ich mich in diese Abstand sicherer und nicht all zu sehr beobachtet. Es war eben so, als wäre Jaha immer noch irgendwo hier bei uns. Dieses Gefühl überkam mich leider des öfteren. Dieser Mann war so unvorhersehbar gewesen. Was, wenn es wirklich so war? „Ich kann mir einfach nicht vorstellen das unser alte Ratsvorsitzende einfach so den kompletten verstand verliert. Jaha hat mir Dinge erzählt mit denen er über niemand anderen Gesprochen hat. Er wollte uns „erlösen“ und in den „sicheren Hafen“ begleiten. Er war total besessen. Du hättest ihn sehen sollen, er war bereit unsere eigenen Männer aufzuopfern. Es herrschte der totale Wahnsinn in seinen Augen.“ Ich hatte nie darüber gesprochen. Der Tag an dem wir uns getrennt hatten. Der letzte Tag, an dem ich Jaha jemals wieder gesehen hatte. „Es ist einfach eine total verrückte Vorstellung das er da draußen rumirrt und irgendwelchen Geschichten glauben schenkt. Irgendwo her muss er diese Dinge doch haben.“ Doch das war das einzige, was er mir nie erzählt hatte. Doch woher diese Eingebung? „Mythos hin oder her, wenn es so etwas wie eine „Stadt des Lichtes“ gibt oder was auch immer dieser Ort sein soll, muss es doch Ursprünge dafür geben und wenn es diese Grounder-Prinzessin mit der Clarke so viel Zeit verbringt auch nicht weiß, was ist dann an dieser Geschichte dran?“ Jaha zog solche Sachen doch nicht einfach so aus dem Hut, oder doch?! Hatte ihm die Zeit hier unten so sehr zugesetzt?! Ich redete mich in Rage. Machte mir viel zu viele Gedanken darum. Was erwartete ich? Was sollte Raven mir dazu sagen? Sie wusste so gut wie nichts über die Geschichten von Jaha. Vermutlich klang ich wahnsinniger in Ravens Augen als ich es annahm.  War ja auch egal. Ich hielt für einen kurzen Augenblick inne, nahm einen weiteren Schluck und sah Raven an. Manchmal würde ich mir echt gerne wünschen in ihren Kopf sehen zu können wenn sie mich so ansah. Vermutlich hielt sie mich immer noch für einen sehr großen Idioten. „Noch ein Bier“, meinte ich und schob meinen leeren Becher zu ihr herüber. Es war bereits mein drittes doch das spielte für mich gerade keine Rolle. „Hälst du noch mit?“, fragte ich und ein schmunzeln huschte über meine Lippen. Sie hatte gerade ihr erstes Bier auf, doch vielleicht bekam ich sie ja dazu, dass sie ihre Arbeit ein wenig unter den Tisch fallen ließ. Sie musste schließlich nicht jeden Tag so hart arbeiten. Sie sollte sich auch mal ein wenig freie Zeit gönnen. Auch sie war mal Jung gewesen, was war mit der Zeit, in der sie unbeschwert gelebt hatte? Ich war mir sicher das auch sie keine Heilige gewesen war und gerne gefeiert hatte. Gerade ich kannte sie nicht besser, wieso ließ sie sich nicht einfach mal gehen?
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am So Nov 25, 2018 7:59 pm

Jane Adams
Natürlich entging mir nicht, wie sehr sich Alex versteifte, als ich meinen Arm um ihn legte. Für einen Moment hatte ich ganz vergessen, dass er momentan nicht viel mit körperlicher Nähe anfangen konnte. Doch ein leichtes Lächeln legte sich auf meine Lippen, als ich merkte, wie er sich dann doch entspannte, seine Stirn gegen meine Schulter sinken ließ. Ich war froh ihm zumindest ein bisschen geholfen zu haben, wenn wir auch nicht ewig hier bleiben konnten.
Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, während wir im Camp der 100 saßen und auf einen Angriff warteten. Wir standen alle hier, um Alex zu schützen, während er dort wie auf dem Präsentierteller saß. Als wir die Geräusche von Pferden hörten wurde die Situation deutlich angespannter. Ich zog einen der Pfeile aus dem Köcher und spannte ihn. Wir warteten zwar auf ein Zeichen von Alex, doch vorbereitet sollten wir schon sein. Dabei spürte ich Taylors Blick in meinem Nacken. Auch seit wir hier waren hatte er kein Wort gewechselt, doch er beachtete mich indem er mich beobachtete. Das war wohl seine Art mir zu sagen, dass er mich nicht sterben lassen würde, auch wenn wir im Moment im Streit waren. Zeit zum reden hatten wir bisher aber auch nicht gehabt. Wir hätten noch genug Zeit zum ausdiskutieren des ganzen, wenn das hier vorbei war. Verwirrt runzelte ich die Stirn, als nur Severin und drei andere angeritten kamen. Das waren zu wenige, viel zu wenige. Wollten sie schauen, ob Alex allein war? Die drei Typen blieben auf Abstand während Severin irgendwas fluchte, was ich nicht verstand und sich dabei Alex nährte. Mein Pfeil war derweil auf seinen Kopf gerichtet. Unbewusst spannte ich mich an, als er Alex ins Gesicht schlug, doch dieser tat das fast schon mit Humor ab. Severin sah in Alex wohl wirklich einen Verräter und das obwohl er ihn immer noch als Teil seiner Familie sah. Zumindest schien er Alex nicht direkt umbringen zu wollen, wohl eher wieder auf ihre Seite ziehen. Das würde nur keinen Erfolg haben. Im Gegensatz zu Severin stand er nicht mehr unter den Drogen, die ihnen tagtäglich eingeflößt wurden. Vielleicht hatten sie die Konzentration der Drogen auch erhöht. Es würde zumindest erklären, warum Severin noch verrückter klang als sonst. Von Anfang an hatte er blind hinter Arian gestanden, aber jetzt klang er einfach nur verrückt und besessen. Immerhin konnte er noch vernünftig Sätze formulieren. Diese Stadt war für eine Zeit Alex zuhause gewesen, doch das war es nie freiwillig gewesen. Sie hatten ihn aus seinem eigentlichen Zuhause gerissen und mit Drogen zur Fügigkeit gezwungen. Etwas was sie seit Jahren, vielleicht Jahrhunderten mit Leuten aller Clans machten. Doch das würde heute enden, weil sie kein Recht dazu hatten. Alex versuchte Severin aber immer noch von einer friedlichen Lösung zu überreden. Dafür war es wahrscheinlich schon längst zu spät, wir würden das nicht mehr ohne einen Krieg beenden können.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 8:28 pm

Bellamy Blake
Wir mussten uns jetzt Blind aufeinander verlassen. Noch nie hätte ich Gedacht, dass es jemals so wichtig sein würde wie jetzt. Wir waren eigentlich im Grunde unterschiedlich. Sie, ein Grounder und ich ein Skaikru und doch konnte es funktionieren wenn wir überleben wollten. Die Dinge die sich vor meinem Augen abspielten, waren einfach nur gedämpft. Ich hatte also auch gar keine andere Wahl als mich auf sie zu verlassen. Also schloss ich die Augen und wartete. Wartete. Es passierte sogar etwas, die Wachleute wandten sich mir zu und machten sich daran mich zu befreien. Die Ketten wurden lockerer, die Geräte wurden abgeschaltet und ich spürte wie mein Kraftloser Körper zu Boden gelegt wurde. Die Fliesen unter mir waren kalt. Mein Körper entspannte sich und ich spürte wie die Droge meinen Körper verließ. Langsam. Leider auch viel zu langsam. Was zum Teufel hatten diese Männer mit mir vor?! Waren das die Dinge, die sie all unseren Leuten angetan hatten? Irritiert vernahm ich nun nur noch, wie aus Tessias Richtung würgende Geräusche hervordrangen. Leider war ich noch nicht in der Lage gewesen, um zu reagieren. Wie ein nasser Sack lag ich weiter auf dem Fußboden und versuchte meine Augen zu öffnen. Die Nadeln steckten immer noch in meinem Körper. Mein Körper war also nach wie vor betäubt. Wieso ließen sie mich hier so liegen?! Was war mit Tessia?! Die Aufmerksamkeit der Wache schien voll bei ihr zu liegen. Alles um mich war viel zu gedämpft! Ich hasste dieses Gefühl Wehrlos zu sein! Wenn sie ihr auch nur ein Haar krümmten würde ich den ganzen Laden auseinander nehmen! Wenigstens stellte ich es mir so vor. Ich konnte noch nicht einmal ein Wort heraus bringen. Es dauerte. Die Zeit die verstrich kam mir vor wie eine Ewigkeit. Das nächste was ich sah war Tessia die sich vor mein Sichfeld schob und mir die Nadel aus dem Arm zog. Ich atmete aus und zwang mich zu einem lächeln. „Das hat ganz schön lange gedauert“, meinte ich schmunzelnd und stieß einen schmerzhaften laut von mir. Vermutlich würde es dauern, bis ich wieder ich selbst war. Mein Körper musste erst einmal wieder ausnüchtern. Doch so viel Zeit hatten wir nicht. Mir blieb nichts anderes über als damit auszukommen. Ich würde einfach dagegen ankämpfen. Zwanghaft spannte ich meine Muskeln an und spürte Tessias Arme die mich wieder auf meine Beine schoben. Alleine war ich noch nicht in der Verfassung zu stehen. Ich taumelte und schaffte es gerade mich auf der anderen Seite an den Geräten abzustützen ehe ich wieder fast in die Knie ging. Wollte Tessia mich den gesamten Weg tragen? Ich brauchte einen Moment. Angenervt knurrte ich über mich selbst. Im Augenblick regte ich mich viel zu sehr über mich selbst auf. War ich so für irgendwen eine Hilfe. „Du musst hier raus solange du noch kannst“, meinte ich als mein Blick auf die Klappe führte, die scheinbar hier raus führte. Ich wollte keine wiederrede von ihr hören. „Du bist nicht schwach! Du hast mir das Leben gerettet, aber ein weiteres mal kann ich da snicht zulassen. Ich kann nicht zulassen dass ich dich noch tiefer in diese Sache mit reinziehe.“ Ich war nur eine Last und noch einmal musste sie mir nicht das Leben retten. Mein Körper zitterte. Tessia hatte dem Wachmann die Kleidung ausgezogen. Ein wriklich Guter Plan. Vielleicht könnte ich mich so ein wenig unter die Leute mischen. Sie wusste gar nicht wie sehr sie mir damit geholfen hatte hier zu sein. Ich griff nach der Kleidung und ließ meinen Körper an der Wand auf den Boden sinken. Ich musste nur für einen kurzen Augenblick sitzen. Mich fassen und irgendwie versuchen die Kontrolle über meinen Körper zurück zu erlangen. Das Adrenalin machte die Sache nicht unbedingt besser. Mein Körper war so unruhig wie schon lange nicht mehr. Ich fühlte mich, als säße ich in einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Mein Herz raste wie wild. Verdammt! Es war ganz schön schwer einen klaren Kopf in dieser Situation hier zu behalten. "Oh Verdammt", murmelte ich müde und lehnte meinen Kopf an die kalten Fliesen hinter mir. Im Augenblick störte mich echt gar nichts mehr. Selbst nicht, dass ich beinahe völlig entkleidet vor ihr saß. Eigentlich hatte mein Körper nur noch das das dringende Bedürfnis gehabt zu schlafen. Tief und Fest. Ich musste wirklich Verrückt geworden sein, das hier durch ziehen zu wollen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am So Nov 25, 2018 8:48 pm

Tessia
Oh Gott, was tat ich hier nur? Glaubte ich denn wirklich, dass wir eine Chance hatten? Der ganze Bunker hier war voll mit Mountain Men. Sie hatten aller Art Waffen und wir kannten uns hier nicht mal aus. Ich konnte mir vermutlich nicht einmal vorstellen wie viele Tunnel und Räume es hier unten gab. Sicher war der Bunker verschlungen, ein einziges Labyrinth. Bloß wollte Bellamy nicht herausfinden, sondern bis in den Kern vordringen. Dabei kannten wir den Weg hier raus. Diese Klappte führte nach draußen. Ich hatte die Leute öfter von den Tunneln sprechen hören. Die Leichen wurden den Reapern direkt in die Tunnel geliefert, wo sie die Toten aßen. Diese Luke… war der einzige Weg nach draußen, der keine Umstände bloß wegen einer Leiche verursachte. Sie schleppten die Toten sicher nicht erst durch den Bunker bis zur Tür. Ich war mir sicher, dass wir dort hinaus kamen, aber es war nicht das, was Bellamy wollte. Ich raufte mir ein wenig die Haare. Was würde ich jetzt für ein Haarband tun, damit mir die Haare nicht im Gesicht herumflogen? Ich schnaubte, schnappte mir die Klamotten der Wache und lief zu Bellamy, versuchte ihn aufzurichten und ihn bei Bewusstsein zu halten. „Ganz schön lange? Ich musste einen Anfall vortäuschen und einen nicht gerade schwachen Kerl mit meinen Beinen erwürgen… Tut mir leid, dass ich darin noch keine Rekorde schlage.“, erwiderte ich sarkastisch und verdrehte die Augen. Er hatte gerade ganz andere Sorgen. Wie konnte er nur Witze reißen? Ich schleppte Bellamy bis zur Wand, doch dort brauchte er erneut eine Pause und ich schob ihm die Klamotten herüber. Er musste sich umziehen. Die Wache würde sicher nicht vermisst werden. Zumindest nicht so bald. Dennoch sollte Bellamy früh hier rauskommen. Er musste sich umsehen, schauen ob er auch mir eine Tarnung besorgen konnte. Wie gingen wir am besten vor? Ich war gerade dabei Bells Beine in die Hose zu fädeln, als er wieder mit dem Schwachsinn von eben anfing. „Bell, ich wäre dir nicht gefolgt, wenn ich nicht bereit gewesen wäre in genau dieser Scheiße zu landen. Mir war klar, dass du mich in den Mist reitest, aber ich bin dir trotzdem gefolgt und jetzt lass ich dich hier sicher nicht allein. Erst recht nicht in diesem Zustand. Da draußen wartet nichts auf mich. Ich habe keine Familie mehr, kein Zuhause… Ich hab nicht viel zu verlieren dort draußen. Hier drinnen sieht das… ein wenig anders aus. Also bleibe ich bei dir. Es ist deine Entscheidung. Entweder du bist schlau und erlaubst mir dich hier sofort wieder rauszubringen oder aber… du reitest uns beide tiefer in die Scheiße, aber dann brauchen wir einen Plan, kapiert?“ Wir hatten vermutlich eine Stunde, bis hier jemand anderes aufkreuzen würde, um nach der Wache zu sehen. Ich wusste ja nicht wie lange die Leute hier drin so verbrachten, um einen neuen „Blutbeutel“ kopfüber am Haken aufzuhängen. „Du ziehst diese Klamotten an. Die Kappe ziehst du dir tief ins Gesicht. Du kannst dich ein wenig umsehen und vielleicht eine weibliche Wache außer Gefecht setzen und herbringen, damit ich hier raus kann… Oder… du lieferst mich aus. Du hattest Ähnlichkeit mit dem Typ. Wenn ich dich ein bisschen verdresche, sieht es nach einem Angriff aus, man erkennt dich nicht sofort und du könntest… sie auf mein Blut aufmerksam machen. Wenn sie es erforschen, bringen sie mich hier weg und vielleicht zu deinen Leuten. Ich meine… genau das tun sie bei ihnen doch auch, oder? Sie haben eure Leute erforscht und sie gegen die Grounder ersetzt. Die Käfige hier sind leer, aber es sind keine Skaikru-Leichen aufgetaucht. Wir müssen herausfinden, was mit diesen Leuten passiert. Ich weiß nicht wie wir da die besten Chancen haben. Entweder wir offenbaren meine Identität oder wir versuchen uns beide hier durchzumogeln, aber… ich denke die Menschen hier kennen sich untereinander, wenn sie seit fast hundert Jahren in einem Bunker zusammen leben.“ Wie winzig war da die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht merkten, dass zwei Leute fehlten und zwei neue aufgetaucht waren?
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 8:50 pm

Yashar
So eine Geschichte aus dem Mund einer Frau zu hören die eigentlich kein Teil dieser Erde gewesen war, war hart. Es klang genauso absurd, wie die Dinge die hier unten passierten. Wieso musste jemand ein Leben dafür lassen, nur weil er lebte? Ich glaubte nicht an die „wahre“ liebe, aber wenn es Menschen gab, die daran festhielten und für denen es „echt“ war, warum nicht- damals und besonders sie, die Skaikru- sie mussten es doch besser wissen als wir. Sie hatten sich ihre eigenen Regeln gemacht und sich gegenseitig damit weggesperrt. Warum? Wieso hatten sie das Leben da oben nicht einfach genossen? Jetzt wo sie hier unten waren sahen sie doch, dass es nichts besser war. Ein freies Leben war uns nicht ermöglicht. Wir würden niemals soweit kommen wie die Menschen damals. Aufmerksam lauschte ich Isabellas Worten. „Hier unten bekommst du im besten Fall gar keine Kinder.“ Es war ihr vermutlich schon aufgefallen, aber es gab wenige Kinder unter den Triku. Die Menschen fürchteten sich davor Kinder zu bekommen. Zu hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass verstrahlungen auftraten und ihre Kinder nicht lebensfähig waren. „Das ist der größte Liebesbeweis dem du deinem Partner machen könntest.“ Alles andere erschwerte die Situationen nur noch. Die Welt da draußen war hart und wenn du nicht selbst mit dickem Fell auf die Welt kamst, hattest du schon verloren. Hier draußen schenkte einem gar niemand etwas. „Es ist dir vermutlich schon aufgefallen, aber die Überlebenschancen für Kinder in dieser Zeit stehen nicht sonderlich gut. Wenn sie Gesund auf die Welt kommen, grenzt es an ein Wunder. Die Raten werden schlimmer. Kinder immer teurer. Es sind die höchstens die Nightbloods- die Natbleda, in Triku die ausgebildet werden die Position des nächsten Commanders zu übernehmen. Stehen sie in dieser Position sterben sie so oder so.“ Ich schüttelte darüber den Kopf. Ich war froh gewesen immer als außenstehender von all diesen Sachen befreit zu sein. Wenn man allein war hatte man auch keine Probleme. Niemand konnte einem zu nahe kommen oder einem Verletzen. Eine Familie war das letzte was ich gründen wollte. Ich war froh wenn mein Leben endlich mal ein Ende fände. Leider war ich zu feige um es selbst zu beenden. Langsam lenkte ich das Pferd ein. Wir kamen an den von mir bekannten großen Weiden vorbei. Nach gut zwei Stunden ritt hatten wir es geschafft. Wir waren zuhause. Mitten im Wald, weit entfernt von den Grenzen in der Nähe des kleinen Teiches neben den großen Bäumen. Es fiel mir beinahe ein Stein vom Herzen als ich die alten fast in sich verfallenen Dächer meiner Hütte erblickte. Es fühlte sich wirklich an, als sei ich eine Ewigkeit fort gewesen. "Kaum zu glauben, wir sind zurück." Und auch wenn ich wusste, dass mich innen vermutlich ein Chaos erwartete, war es mir für den Augenblick egal. Ich schwang mich von meinem Pferd, half Isabella hinunter und band den Grauen Schimmel an einen der Holzpflöcke fest. Meine Hand glitt durch seine struppige Mähne in denen sich kleine Eiskristalle verfangen hatten und ich atmete auf. "Wie auch immer wir das überlebt haben." Und es war kein Traum, wir beide atmeten wirklich noch. "Bitte sag mir, dass ich nicht Träume." Langsam trugen meine Beine mich in die Hütte. Dicht gefolgt von Isabella. Ich wusste nicht wie es für sie war wieder hier zu sein, sonderlich viel konnte ich ihr schließlich auch nicht bieten, aber hier waren wir zunächst einmal sicher. Drinnen war alles wie beim alten. Die Fensterscheiben waren kaputt, es zog und es war wahnsinnig unordentlich und schmutzig. Im Vergleich zu der Hütte in der wir bei Yenn gelebt hatten, war das hier ein Saustall. Wow. Seltsam, dass mir das erst jetzt auffiel. Ich ließ echt viel in meinem Leben verkümmern, jetzt wo ich so drüber nachdachte.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 9:18 pm

Bellamy Blake
Auch wenn ich nicht wusste, wieso sie das ganze tat, ihre Worte motivierten mich nahezu ein wenig. Vielleicht hatte ich das auch gebraucht. Sie legte die Fakten auf den Tisch und mit dem was sie sagte hatte sie verdammt nochmal Recht! Es würde nichts bringen Trübsal zu blasen und vielleicht war es ja sogar Schicksal das sie hier bei mir war! Sie würde ihr Volk retten, ich war mir sicher das Lexa selbst bei ihr eine Ausnahme machte. Vielleicht würde sie dann endlich wieder nach Hause kommen. Tessia hatte es genauso sehr verdient ein normales und unbeschwertes Leben zu führen wie all die anderen Menschen in Triku auch. Ich nickte und kaute auf meine Unterlippe. Mit engen Augenkontakt gab ich ihr zu verstehen, dass ich bereit war die Sache mit ihr durch zu ziehen. So gut wie es ging versuchte ich zu kooperieren und meine Beine durch den Stoff zu zwängen. In jeder Sekunde klappte dies auch schon etwas besser. So langsam schaffte ich es wieder meinen Körper zu bewegen. Tessia setzte mir die hässlich „Beige“-Farbende Kappe auf den Kopf und ich zog sie mir ein wenig ins Gesicht. Tessias Plan klang bis hier hin ganz gut- nur gefiel mir die Auswirkung nicht. Ich sollte sie ausliefern und auch wenn ich wusste das sie Recht hatte, würde ich dem bestimmt nicht zustimmen. Wir waren soweit gekommen, wir mussten das alles nicht aufs spiel setzten. „Du willst das ich ausliefere damit sie an dir herum Doctorn?“, fragte ich irritiert und erhob die Hand. Es funktionierte wieder einigermaßen gut. Das war zu viel! Ich wusste ja, dass Tessia glaubte das sie nichts zu verlieren hatte, aber glaubte sie das es das Wert war? Sie musste mir nichts bweisen. „Warte- nein“, ich schüttelte den Kopf. Das war es nicht Wert! Sie riskierte damit ihr Leben. „Das ist nicht sicher genug. Ich weiß das du das gerade nicht hören willst, aber wir machen das hier zusammen und keiner wird in irgendwelche misslichen Lagen gebracht. Du weißt nicht was sie mit dir tun werden. Es wird einen anderen Weg geben. Ich versuch mich da draußen zu orientieren und dich holen sobald ich kann. Im Augenblick bist du nur hier drinnen sicher.“ Selbst bestimmend sah ich sie an. Sie würde mich nicht überzeugen können. „Versprich mir, dass du keinen Blödsinn machst“, sagte ich mit fester Stimme und sah sie an. „Tess- Versprich es mir“, forderte ich sie erneut dazu auf als sie mich nicht ansah. Unsere Augen trafen aufeinander. Noch nie in meinem Leben hatte ich etwas sehnlicher hören wollen als das. Ich war für sie verantwortlich! Wenn sie schon zuließ das sie mich in diese waghalsige Nummer begleitete, denn sollte sie mir ihr verdammtes Wort geben! Ich streckte meine Hand nach ihr aus. Sie sollte mir ihre Hand darauf geben. So machten es die Triku doch, oder? „Ich werde nur kurz gehen und sofort wieder kommen.“ Der Gedanke das in der zweischenzeit irgendetwas passierte, wollte ich nicht zulassen. „Wir bleiben zusammen.“ Ich zögerte, schob mich wieder auf meine Beine und stand. Ab jetzt konnte es ja nur besser werden. Ausgelaugt fuhr ich mir durchs Gesicht. Ich war immer noch so unglaublich müde. Doch ich hatte keine andere Wahl. Zögerlich zwängte ich mich in die Weste des Wachpersonals, nahm seine Waffe an mich und checkte das Magazin. Höchstens fünf Schuss und ich hoffte wirklich dass ich sie hier unten nicht nutzen musste. Wenn Jasper wirklich Recht behalten hatte, gab es hier unten sogar Kinder. Ich würde nicht zum Mörder werden um meine eigenen Leute zu retten. Es musste einen anderen Weg geben um die Sache hier zu beenden. Leise trugen meine Beine mich durch die engen Flure. Wo zur Hölle waren wir hier nur gelandet?! Es sah alles so verdammt gleich hier unten aus.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Nov 26, 2018 11:32 am

Isabella Mason
Die Grounder dachten oft, dass das Leben da oben nur Friede, Freude, Eierkuchen gewesen war, aber das war totaler Bullshit. Es waren strenge Regeln vorhanden gewesen. Sonst hätten sie wohl kaum einfach so problemlos hundert Jugendsträflinge auf die Erde schicken können. Es hatte nicht viel gebraucht und man war in Haft gesteckt worden. Na ja, ich hatte es provoziert, aber dennoch war es eigentlich nichts schlimmes gewesen. Ich hatte nicht versucht jemanden umzubringen oder so. Aber das war etwas anderes. Ich schürzte die Lippen und sah ihn dann überrascht an. Gar keine Kinder? Ich zuckte die Schultern. „Glaub mir, ich bin noch viel zu jung um Kinder zu bekommen und ich glaube nicht, dass ich eine besonders gute Mutter wäre.“ Ich lachte bei diesem Gedanken kurz auf, aber hielt dann schnell meine Klappe wieder, als sich meine Rippen bemerkbar machten. Dennoch lag ein Grinsen auf meinen Lippen. Ich war selbst eine Kriminelle, wie würde dann bloss mein Kind herauskommen? Es wäre wohl eine einzige Katastrophe. Nein, ich wollte keine Kinder und das war momentan nicht möglich, sogar wenn ich es gewollt hätte. Ich hatte keinen Freund oder irgendwas in der Arzt. „Aha, dann gibt es aber doch Liebe", erwiderte ich auf seine Worte, dass dies der grösste Liebensweis wäre. Es gab überall Liebe, egal wie dunkel dieser Ort nun einmal war. Jedenfalls glaubte ich das. Vielleicht war ich in diesem Punkt auch einfach zu naiv und hatte zu wenig Erfahrung. Ja, von diesen Nightbloods hatte ich schon gehört und ich fand es wirklich grausam. Aber sie würden nicht davon wegkommen. Sie dachten, es sei das richtige. Es wurde still zwischen uns und nach gut zwei Stunden kamen wir bei ihm an. Er stieg ab und ich wartete, bis er mir vom Pferd hinunter half. Ich steuerte sofort auf die Hütte zu, aber auch drinnen war es unglaublich kalt. Es verwunderte mich nicht, immerhin hatte er ein kaputtes Fenster und die Kälte konnte ungehindert eindringen. Wenn ich wieder besser dran wäre, müsste diese Hütte wirklich wieder auf Vordermann gebracht werden. Gerade sah es mehr wie eine Müllhalde aus und dennoch war ich froh wieder hier zu sein. Ich seufzte wohlig auf und lächelte kurz Yashar an. „Nein, du träumst nicht", erwiderte ich. Ich ging weiter in den Raum und schnappte mir dann zuerst einmal ein Tuch, welches ich vor das kaputte Fenster hängte. Es würde nicht viel nützen, aber wenigstens etwas. Es wunderte mich nicht, dass die Hütte in solch einem schlechten Zustand war. Er war noch ein paar Tage alleine zuhause gewesen und ich wusste, wie gut er war im Ordnung halten – nämlich gar nicht. Ich schürzte die Lippen, als ich mich zu Yashar umdrehte. „Ich habe eine kleine Frage. Wie verhütet ihr?“, fragte ich ihn geradeheraus und sah ihn neugierig an. Sie waren ja nicht gerade erpicht darauf Kinder zu bekommen und ich konnte ja nicht wissen, auf welchem Stand sie momentan waren. Gab es hier unten Kondome? Dass es die Pille gab, glaubte ich kaum. Ich seufzte leise auf und strich mir durch das Haar, bevor ich mich umdrehte und auf das Bett sinken liess. Vorsichtig strich ich mir über die Rippen und zog die Decke ein bisschen auf meinen Schoss. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, ob er überhaupt noch etwas hier zu essen hatte. Ich war um einiges länger weg gewesen als er.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Nov 26, 2018 11:33 am

Raven Reyes
Jasper war ein Einzelfall. Er war total durch gedreht, seit die Sache im Mount Weather passiert war. Er schien abetr vorher schon psychisch labil gewesen zu sein, sonst wäre er nicht so schnell eingeknickt. „Jasper ist sowieso ein besonders spezieller Fall. Ja, das Mädchen ist gestorben, die er geliebt hatte, aber ich bin auch nicht so durchgedreht, als…“, ich brach ab. Ja, ich hatte immer noch Mühe damit seinen Namen auszusprechen. Wir waren ein richtiges Paar gewesen, bis er hier nach unten geschickt wurde und Clarke ihn um den leichten Fibger gewickelt hatte. Ich hatte ihn aber um einiges länger gekannt als Jasper dieses Mädchen und trotzdem schien er gerade verrückt zu werden. Diese Welt war wirklich ein sehr komischer Ort. Anders konnte ich es nicht beschreiben. Ich schüttelte den Kopf und nahm einen Schluck von meinem Bier. Ich wollte nicht an Finn denken. Es würde nichts daran ändern, dass er nicht mehr lebte und dass Clarke diese Entscheidung einfach abgenommen hatte. Ich wusste immer noch nicht, was ich vok dieser Handlung denken sollte. Sie hatte ihm vielleicht viel Leid erspart, vielleicht hätten wir ihn aber auch retten können. Ich wusste, dass Murphy dabei gewesen war, als das Massaker passiert war. Hatte er ihn nicht aufhalten können? Schlussendlich spielte es so oder so keine Rolle. Ich hätte ihn sowieso verloren. Entweder an Clarke oder an den Tod. Vielleicht war es so sogar noch erträglicher. Ich konzentrierte mich auf die Worte von Murphy und schob diese alten Gedanken weg, während ich einen zügigen Schluck von meinem Bier nahm. Glaubte er wirklich nicht daran oder wollte er es mir einfach nicht eingestehen? Ich seufzte leise auf und fuhr mir durch das Haar. Er rutschte näher zu mir. Bei seinen Worten runzelte ich die Stirn. „Er war tagelang in der Wüste herumgeirrt. Wer weiss, wie lange er nichts zu trinken gehabt hatte. Also kann es schon möglich sein, dass er verrückt geworden ist oder irgendwelche verrückte Halluzinationen gehabt hat.“ Ich sah zu Murphy hinüber. Das musste er doch bedenken. Finn war auch einfach durchgedreht, weil er sich Sorgen gemacht hatte. Vielleicht war Jaha durchgedreht, weil er seinen Sohn verloren hat. Man musste alle Faktoren berücksichtigen. Ich runzelte erneut die Stirn. „Eben denke ich, dass ein Commander doch darüber Bescheid wissen würde, würde es so eine Stadt geben. Ich denke nicht, dass sie schlechte Informanten hat.“ Ich nippte weiter an meinem Bier und seufzte leise auf. Noch ein Bier? Er sollte vielleicht einen Gang hinunter schrauben. Er war erst gerade von der Krankenstation runter und er wollte sicher nicht gleich wieder dort landen. Ob ich noch mithielt? „Du denkst doch nicht ernsthaft, dass ich mich mit dir betrinke? Ich muss morgen wieder arbeiten, also reicht ein Bier völlig aus", erwiderte ich. Er war vielleicht sowas wie arbeitslos, aber auch er würde noch einen Job zugeteilt bekommen. Wenn er sich abschiessen wollte, sollte er das tun. Für mich aber wartete Arbeit auf mich und ich war sonst schon angeschlagen genug, da konnte ich nicht auch noch einen Kater brauchen. Er wusste das doch ganz genau, also wieso versuchte er mich vom Gegenteil zu überzeugen? Ich war hier zum Arbeiten und etwas anderes war gar nie geplant gewesen. Wir hatten auf diesem Planeten keine Zeit zum Ausruhen. Wir mussten am Ball bleiben oder wir wären verloren. Ich schürzte die Lippen und lehnte mich zurück. „Ich sollte sowieso bald schlafen gehen", fügte ich hinzu. Ich war müde von der Arbeit und wenn ich müde war, machte sich mein Bein mehr bemerkbar, also sollte ich meinem Bein wohl einfach die Ruhe gönnen, die es brauchte. Ich seufzte leise auf und strich mir eine Strähne nach hinten.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Mo Nov 26, 2018 12:05 pm

Tessia
Das hier war eine absolute Selbstmordaktion. Ich ging nicht davon aus, dass wir das hier problemlos überlebten. Die Mountain Men waren nicht gerade dafür bekannt Gnade walten zu lassen oder besonders verständnisvoll zu sein. Sie töteten die Menschen, die sie damals nicht in den Bunker gelassen hatten. Die Mountain Men hatten sich zusammengeschlossen, um eine Gesellschaft im Bunker zu gründen. Sie hatten sich hier drinnen verschanzt und alle anderen draußen verbrennen lassen. Es war nicht vorgesehen gewesen, dass wir dort draußen überlebten, doch das hatten wir und nun machten sie Jagd auf uns, damit sie unser Blut stehlen und uns töten konnten. Die Mountain Men waren ein grausames Volk und wenn sie uns hier drin erwischten… dann würden sie uns hier nicht mehr lebend rauslassen. Ich versuchte Bellamy irgendwie in die Klamotten zu zwängen, aber das war nicht so leicht, so benommen wie Bell war. „Ja… Sie wissen nicht über mein Blut Bescheid. Genauso wenig wie über das deiner Leute. Sie würden mich sicher zu ihnen bringen. Das wäre unsere Chance sie zu finden. Außerdem… würde es doch auffallen, wenn wir hier beide herumgeistern. Es wäre besser, wenn wir es so machen. Ich würde zu deinen Leuten kommen, könnte sie vorbereiten und du wärst besser versteckt wegen des Wirbels, den sie um mich machen.“ Das war bloß rein logisch. Sah er das denn nicht? Ich war bereit ein paar Experimente über mich ergehen zu lassen. Solange sie nicht wussten, ob ich ihnen half oder nicht, würden sie mich schon nicht töten. Solange sie mich nicht komplett erforscht hatten, wäre ich sicher. „Es ist viel weniger sicher, wenn wir hier zu zweit rumirren. Wenn der ganze Trubel auf mich gelenkt wird, kannst du dich freier bewegen. Keiner wird auf dich sehen, wenn das Gerücht um schwarzes Blut hier die Runde macht.“ Und das wusste er, oder? Er wusste ganz genau, dass es wesentlich schwerer werden würde, wenn plötzlich zwei Gefangene entflohen waren. Ich könnte für genügend Ablenkung sorgen! Aber das wollte Bellamy nicht. Was? Machte er sich denn wirklich so viele Sorgen um mich? Und wofür denn? Er war hergekommen, um seine Freunde zu retten. War er da nicht bereit ein paar Risiken einzugehen? Er setzte doch so oder so sein Leben aufs Spiel, also wieso sollten wir es dann nicht richtig machen? Es war nicht richtig… doch ich wusste wie stur Bellamy war, also seufzte ich nur tief und setzte mich auf meine Fersen. Ich verdrehte leicht die Augen, als er mich dazu drängte es ihm zu versprechen. „Ja… ja, von mir aus. Ich verspreche es. Aber du wirst uns ins Verderben bringen, ich sage es dir, Bell.“, grummelte ich und sah mich hier im Raum um. „Pass bloß auf, okay? Zieh die Kappe tiefer ins Gesicht. Und schleich dich nicht zu weit weg! Warte erst, bis ich auch hier raus kann.“ Er sollte bloß nicht auf die Idee kommen ohne mich tiefer in den Bunker zu gehen. Er musste verdammt nochmal vorsichtig sein. Ohne ihn würde ich diesen verdammten Bunker nicht verlassen!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 02, 2018 3:23 pm

John Murphy
Ich beobachtete die Leute um mich herum während ich weiter darüber grübelte. Woher wollte Raven wissen, was der Commander wusste und was nicht. Spielte das für uns eine Rolle? Es war doch absolut nicht relevant. Diese Leute waren ein eigenes Volk. Sie hatten ihre eigenen Werte und Normen entwickelt und niemand hatte davon irgendetwas erahnt. Sie schlitzten sich die Kehle auf und ließen einander verbluten. Dinge die die Menschen früher niemals getan hätten. Sie besaßen keine Technologie und mieden Schusswaffen. Waren absolut Oldschool. So, als hätte die Revolution bei ihnen einen Schritt kehrt gemacht. Niemals waren diese Menschen in der Lage die ganze Weltkugel zu umqueren um heraus zu finden, ob es eine Stadt des Lichtes gab. Geschweige das ich glaubte, dass es sie interessierte. So, wie sie uns behandelten. „Wir wissen nichts über die Erde. Wir haben noch nicht einmal annähernd alles gesehen was es hier zu entdecken gibt. Woher wollen wir wissen, dass wir die einzigen Menschen sind die auf dieser Erde noch leben? Vielleicht gibt es nicht gerade so etwas wie eine Stadt des Lichtes, aber vielleicht gibt es wirklich irgendwo mehr von uns. Menschen die noch genauso leben, wie wir es von Pike gelehrt bekommen haben.“ Sie wusste es nicht. Raven hatte nie an Pikes Unterricht teilgenommen. Aber ich war mir sicher das sie sich auch mit der „damaligen“ Zeit befasst hatte. Wie ich es bereits gesagt hatte, Raven war schließlich nicht dumm. Sie war keiner der 100 Jugendlichen gewesen die sie hinunter geschickt hatten, aber sie war trotzdem hier. Erneut zeigte mir diese Einsicht, wie Verrückt Rayes doch eigentlich gewesen war sich darauf einzulassen alleine auf die Erde zurück zu kommen. Ich hatte die Geschichte gehört, doch niemand schien sie jemals wirklich thematisiert zu haben. Sie hätte bei dem Versuch alleine auf die Erde zu kommen sterben können und ging dieses Risko ein. Wenigstens wusste sie nicht wie bemüht Pike versucht hatte uns alle vor dem Überleben zu schützen. Niemand hatte uns zu diesem Zeitpunkt erklärt, dass wir wirklich die Erde betreten würden. Er hatte uns vieles über die Erde erzählt und selbst er hatte nichts über seinen Zustand gewusst. Als sie Finn erwähnte sah ich auf. Ich versuchte in ihrem Gesicht so etwas wie eine emotionale Reaktion zu erkennen. Er war schon lange Tot, aber dennoch wussten wir im Camp alle wie sehr Raven ihn geliebt hatte. Wahrscheinlich war sie ihm sogar hier runter gefolgt. Es war Lebensmüde. Doch Ravens Gesicht veränderte sich nicht. Als ich selbst merkte das ich starrte, nahm ich meinen Blick wieder von ihr. Es musste furchtbar für sie gewesen sein. Noch heute sah ich ihre verheulten Augen vor mir. Demnach hatte sie sich echt super in diesen Alltag eingefunden. Sie hatte Clarke sogar vergeben. Dabei wusste ich wie schwer es für sie gewesen sein musste. Ich leckte mir die Lippen und lachte auf. „Du bist ein absoluter Workaholic. Wann hast du das letzte mal so richtig gelebt? Glaubst du nicht, dass die Leute hier unten einen Tag ohne dich auskommen? Kane hat die Sache unter Kontrolle, es gibt nichts über das wir uns sorgen machen müssten. Welche Marsmännchen glaubst du werden uns morgen attackieren?“ Vermutlich nicht. Geschweige, dass Raven das glaubte. „Stimmt. Es ist schließlich gerade erst dunkel geworden. Schnell, bevor Kane schimpft.“ Ich verdrehte die Augen. Harmonieren würden Raven und ich vermutlich nie. Die Sache in Mount Weather stellte sich wohl doch als eine Ausnahme heraus. Wir hatten keine Wahl gehabt und wollten nur das Leben des anderen schützen.  "Gönn dir mal ein wenig Ruhe. Deine Arbeit wird nicht weg rennen. Du bist keine Maschine."
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Dez 02, 2018 5:52 pm

Raven Reyes
Ich konnte hier nicht einfach blau machen, wie er das vielleicht tat. Er hatte hier keinen wirklich richtigen Job und auch wenn er einen hätte, würde er diesen nicht besonders ernst nehmen. So gut kannte ich ihn inzwischen. Wenn er keinen Bock mehr hatte, dann tat er das auch nicht. Ich wusste jedoch nicht, wieso er so vernarrt darin war, diese Stadt des Lichts zu finden. Er war mit Jaha mitgegangen und schlussendlich war er doch wieder hier gelandet. Jaha dagegen hatten wir nicht gefunden. Murphy war aber auch nicht mehr bei ihm gewesen, was heissen musste, dass er nicht mehr weiter mit Jaha mitgegangen war. „Wieso bist du auf einmal so vernarrt in diese Stadt? Du bist mitgegangen und hast es dann doch gelassen. Also quatsch mich nicht damit voll“, sagte ich und verdrehte die Auge. Wenn er so fest überzeugt war von dieser Stadt des Lichts, dann hätte er bei Jaha bleiben sollen. Ich nippte wieder an meinem Bier herum und sah ihn erst wieder an, als er mich so anstarrte. Was starrte er mich so an? Nur weil ich Finn erwähnt hatte? Dabei hatte ich ja noch nicht einmal seinen Namen erwähnt. Ich dachte vermutlich mehr als ihn, als Murphy dachte. Ich hatte alles für ihn getan. Ich war nur wegen ihm hier nach unten auf die Erde gekommen, um zu sehen, dass er eine andere vögelte. Ja, ich hatte Clarke vergeben, schlussendlich war ich dennoch nicht glücklich darüber. Ich wusste echt nicht, was er von mir hören wollte. Ich vertraute nur den Fakten und zu dieser Stadt des Lichts gab es überhaupt keine Fakten. „Wenn Jaha irgendwas entdeckt, dann kommt er ja vielleicht zurück und wenn wir nichts von ihm hören, gehe ich davon aus, dass er es einfach nicht überlebt hat“, sagte ich und zuckte die Schultern. „Ich glaube nicht an irgendwelche leere Aussagen“, sagte ich und warf ihm einen kurzen Blick zu. Ich trank mein Bier aus und schob das Glas von mir weg. Ich sollte echt nicht zu viel trinken, immerhin musste ich morgen wieder arbeiten. Es ging kein Tag vorbei, an dem ich nicht mehr als genug zu erledigen hatte. Ich hob stumm eine Augenbraue, als er mich als Workaholic bezeichnete. Er wusste genau, dass ich so viel zu tun hatte. „Mein Berg an Arbeit ist schon genug gross. Ich muss es nicht noch provozieren“, sagte ich und musterte ihn. An solchen Sätzen merkte man wieder einmal mehr, dass es er das Ganze nicht so wirklich ernst nahm. Ich verdrehte die Augen, als er mir sagte, dass ich mir mal ein wenig Ruhe gönnen würde. „Nein, sie wird nicht weg rennen. Sie wird sich nur weiter stapeln, bis sie mich irgendwann erdrückt“, sagte ich ironischerweise und warf ihm einen leicht verärgerten Blick zu. Ich sollte mich am besten gar nicht auf diese Diskussion einlassen. Er verstand nicht, wie wichtig meine Arbeit war. Das erwartete ich aber gar nicht von ihm. Ihm war nur sein eigenes Überleben wichtig. Zwar es aber nicht richtig von mir, dass ich ihn darauf reduzierte. Er hatte mir das Leben gerettet. Ich seufzte leise und sah dann wieder zu ihm. „Du kannst dich von mir aus betrunken, aber ich werde das nicht tun“, sagte ich und zuckte die Schultern. Es hielt ihn immerhin nicht davon ab, dass er sich nicht doch etwas Spass gönnen durfte. Ich allerdings würde die Finger davon lassen.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 02, 2018 11:50 pm

John Murphy
Das gerade ich das Vertrauen in die Menschen um mich herum verloren hatte war wohl mehr als klar und offensichtlich. Doch das gerade Raven glaubte, dass der Commander solch wichtige informationen mit uns teilen würde, war absoluter Quatsch. Und das wusste sie selbst. „Zudem glaube ich, dass Lexa nicht gerade die Vertrauenswürdigste Quelle ist nach allem was passiert ist. Vielleicht gibt es auch noch andere Dinge, die sie uns vorenthält. Woher willst du das wissen?“ Sie hatte trotz unseres Vertrauen Clarke in Stich gelassen und bis heute konnten wir nicht sagen, ob dies unseren Friedensvertrag kostete. Es war Still um uns und den Triku geworden. Dabei war Clarke mehr als außersich gewesen und hatte uns letzendlich verlassen. Sie hatte die Zeit mit uns im Lager nicht ertragen und auch wenn ich wusste wie es war sich schuldig zu fühlen, hatte sie keinen Grund dazu gehabt. Zurück ließ sie ratloser verzweifelter Menschen die auf sie gebaut hatten. Ich an ihrer Stelle hätte es nicht getan. Selbst Bellamy stand komplett neben sich. Auf die Worte meines gegenüber reagierte ich schon gar nicht mehr. Raven ließ nicht locker. Sie wusste vermutlich gar nicht wie dämlich sie sich anhörte wenn sie so über sich und ihre Arbeit sprach. Sie war schließlich kein dämlicher Computer oder irgendeine Maschine. Außerdem glaubte ich zu wissen, dass die Schmerzen in ihrem Bein sie dazu trieben sich komplett in ihre Arbeit zu verschanzen. Reyes klang schon voll und ganz wieder wie sie selbst. Doch glaubte sie wirklich es rettete irgendwen, wenn sie sich so aufführte? Wie ein stures Kind? Die einzige die irgendwann an dem ganzen Stress erstickte war sie selbst und dann konnte sie auch niemanden mehr helfen. Ich zuckte gleichgültig die Schultern. Ich würde sie nicht aufhalten. Sie sollte hier unten das tun, was sie für richtig hielt. Und so war es. Raven verließ die Runde nach einer guten Viertel Stunde und ließ mit meinen Gedanken allein. Die Wochen zogen von dannen und die „Stadt des Lichtes“ schob sich immer weiter aus meinen Gedanken. Doch ganz wollten sie denn doch nicht verschwinden. Als die vierte Woche anbrach war ich schon wieder einigermaßen wieder auf den Beinen. Der Schmerz in meiner Hüfte und meinen Beinen verklang. Ich konnte wieder eigenständig und normal gehen, ohne dabei wie der letzte Idiot auszusehen. Die Untersuchungen bei Abby schlichen sich aus. Doch leider war ich wohl der einzige der von diesem „Glück“ provitierte. Das Schicksal meinte es für andere wohl weniger gut. Ich beobachtete Raven seit Tagen dabei, wie sie durch das Camp hetzte, komplett in ihrer Arbeit versunken war und sich versuchte von ihren Schmerzen abzulenken. Sie lief schlechter und ihrer Gestik und Mimik entnahm ich schmerzen. Sie darauf anzusprechen schien für mich aber auch nicht in Frage zu kommen. Sie wollte nichts von mir wissen und hatte es mir mehr als nur einmal mehr als deutlich gemacht. Diese Gedanken schaukelten mich auch diese Nacht in den Schlaf. Ich hatte noch nicht einmal mehr gewusst warum ich einen Gedanken an Raven verschwendet hatte, da wurde ich von einem sehr merkwürdigen Geräusch geweckt. “John“, zischte jemand und ich brummte in mich hinein. „Johnathan.“ Ich drehte mich auf den Rücken ehe ich genervt die Augen öffnete. „Was?“, murmelte ich verschlafen und blinzelte. Ehe ich erkannte wer sich in meine Sicht schob, wurde mir auch schon eine Hand auf den Mund gedrückt. „Ich bin es.“ Jaha- Träumte ich?! War ich High?! Jaha?! Ich weitete die Augen. „Sie?!“, murmelte ich entsetzt in seine Hand. Ich musste Träumen! So viele Gedanken wie ich in letzter Zeit in diese blöde Stadt des Lichtes gesteckt hatte und jetzt war er hier?! Das durfte doch nicht wahr sein. “Du musst jetzt leise sein und mir zuhören. Ich habe die Stadt des Lichtes gefunden. Sie ist perfekt. Sie war all die Zeit so nah und greifbar. Du wirst es nicht glauben. Sie nimmt uns jeden Schmerz. All diese Unzufriedenheit. Du musst es gesehen haben. Es ist die Erlösung. Komm mit mir.“ Nur langsam nahm er seine Hand von mir und ich setzte mich auf. Augenblicklich war ich hell wach. „Wissen die anderen das sie hier sind?“, fragte ich nur etwas lauter worauf Jaha sich den Finger an die Lippen legte. Was wollte er von mir?! Er tauchte einfach so wieder auf und redete mit mir?! “Du kannst den anderen nicht erzählen das ich hier bin, sie sind noch nicht bereit.“ Ich näherte mich Jaha der vor meinem Bett kniete. „Sind sie High?“, ich fasste in sein Gesicht. Er ließ es zu. Doch seine Pupillen schienen nicht geweitet. „Ich bin zurück gekehrt, weil ich weiß das du dich nach Frieden sehnst, John. Du sehnst dich nach Akzeptanz und Ruhe. Gemeinsam können wir die Menschen in Arkadia eines besseren bekehren. Wir können sie dazu überreden uns zu folgen. Ich habe dir versprochen das ich zurück kehre um euch zu retten.“ Was wusste er schon?! Ich nickte nur und griff nach meiner Jacke. Das was Jaha da von sich gab war absolut Irrsinnig. Ich zog mir das Lederteil  über und musterte ihn eindringlich. „Hören Sie zu Jaha. Es gibt wirklich Leute da draußen die sich Sorgen um sie gemacht haben. Sie sollten mit ihnen reden. Wie zum Teufel haben sie das da draußen überhaupt überlebt?!“ Dieser Kerl wies bei mir einfach nur fragen auf. Und wieso überhaupt sah Jaha mich so komisch an?! Er hatte sich doch mehr als offensichtlich den Kopf gestoßen. Ich brauchte dringend frische Luft. „Ich- ich werde nur kurz an die Luft gehen. Und sie warten hier.“ Ich deutete mit meiner Hand in den Raum und schüttelte den Kopf. Bevor ich mein Zelt verließ ging ich noch einmal sicher ob es sich nicht doch um eine Illusion handelte. Meine Beine trugen mich über den Platz. Vorbei an Ravens Zelt. Ich zögerte. Sie würde es mir nie glauben. Doch ohne zu fragen betrat ich dann doch das Zelt. "Raven", meinte ich atemlos und stapfte durch die Dunkelheit. "Reyes." Und genau die Reaktion die ich erwartet hatte, schoss mir entgegen. Sie schien nicht sonderlich begeistert. Natürlich war sie dies um diese Uhrzeit nicht. "Hör zu. Jaha ist bei mir im Zelt. Er lebt! Er ist komplett aufgelöst und neben sich." Sie tastete nach irgendetwas und schon erhellte eine kleine Öllampe den Raum. Sie wirkte völlig fertig hatte Augenränder und wirkte verschlafen. Dieser Anblick zauberte sogar ein kleines lächeln auf meine Lippen, wenn ich nicht gewusst hätte das es so war, weil sie schmerzen hatte. Mein Lächeln verschwand wieder. "Er will das ich ihm folge." Um wie viel musste ich wetten, dass Raven glaubte ich hatte nun komplett den verstand verloren? Wir hatten darüber gesprochen Raven ging davon aus das Jaha tot war. Hatte ich ja auch gerne geglaubt, wenn ich seine Gestalt nicht gerade direkt vor mir gesehen hätte. Ich war nicht Blöd und solche Dinge bildete ich mir sicher auch nicht ein! "Wir müssen mit ihm reden. Niemals können wir ihn einfach so wieder gehen lassen. Er wird sich irgendetwas antun." Doch sollte mir das nicht irgendwo egal sein. Ihm hatte ich es zu verdanken das ich auf der Ark komplett allein groß geworden war. Ihm hatte ich meine Einzelhaft zu verdanken. Einfach alle Gesetzte und Dinge die auf der Ark damals passieren waren, war er verantwortlich und jetzt versuchte ausgerechnet ich diesen Mann zu schützen. Ich musste Verrückt sein .
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Dez 03, 2018 10:25 am

Raven Reyes
[Neues Aussehen] Die Aktion von Lexa hatte bewiesen, dass für sie immer die Grounder an erster Stelle standen. Sie hatte unseren Deal einfach so weg geworfen und deswegen hatten wir entscheiden müsse , ob wir unsere Leute einem Risiko aussetzten oder ob wir die anderen sterben liessen. In diesem Punkt hatte Murphy wohl Recht. Dennoch glaubte ich nicht an irgendwas, was man nicht wirklich bewiesen hatte. Ich blieb noch eine knappe Viertelstunde sitzen, bevor ich mich verzog. Er war so angefressen von dieser Stadt des Lichts und dennoch hatte es nicht gereicht, um Jaha weiter zu folgen. Ich seufzte leise auf und begab mich in mein Zelt. Die nächsten paar Wochen flogen nur so vorbei. Die Arbeit wurde nicht weniger, eher im Gegenteil. Ab und zu lief ich Murphy über den Weg, aber wir sprachen nicht mehr gross darüber – erst recht nicht über die Stadt des Lichts. Für mich war das totaler Bullshit. Vermutlich lag Jaha schon lange in einem Graben und verweste vor sich hin. Die Therapie, die ich bei Abby durchziehen musste, half nicht wirklich. Umso mehr ich arbeitete, desto grösser wurde der Schmerz. Das war so und das spürte man auch. Die Schiene an meinem Bein stützte mich zwar, aber deswegen trug ich immer noch ein kaputtes Bein herum. Es war total frustrierend, weswegen ich mich nur noch mehr versuchte mit der Arbeit abzulenken. Ich hatte ja mehr als genug dafür. Vermutlich hatte selbst Murphy die Stadt des Lichts vergessen, aber damit lag ich falsch, wie sich es kurz darauf herausstellte. Ich war total erledigt und gerade fiel ich in den Tiefschlaf, als ich unangenehm aus diesem herausgerissen wurde. Jemand platzte in mein Zimmer und nannte meinen Namen. Die Stimme kannte ich nur zu gut. „Verdammt, Murphy", zischte ich ihn wütend an und richtete mich auf. Ich tastete nach meiner Öllampe und schaltete diese ein, wobei schwaches Licht durch den Raum drang. Ich seufzte tief auf und fuhr mir durch das Haar. Ich war total erledigt und eigentlich hatte ich jetzt nur noch schlafen wollen. Dann aber weckte er meine Neugierde. Ich rieb mir über die Augen und sah ihn an. Jaha war hier? Ich zog die Decke über meine nackten Beine bis zu meiner Brust hoch. Was wollte er hier? Das erklärte mir Murphy aber auch schon. Anscheinend wollte er die Leute auf seine Seite ziehen. Und er wirkte sogar irgendwie begeistert davon! „Du kaufst ihm das doch nicht ab?“, fragte ich ihn sogleich und hob eine Augenbraue. Ich schwang meine Beine über die Bettkante. Er wollte, dass wir mit ihm sprachen? Seit wann waren wir zu einem Duo geworden? Ich hatte davon jedenfalls nichts mitbekommen. „Wieso sollen wir mit ihm reden? Es war seine Entscheidung, diese Stadt des Lichts zu suchen. Wenn er dabei seinen Verstand verloren hat, hat er hier sowieso nichts mehr zu suchen. Oder hast du etwa schon vergessen, was das letzte Mal passiert ist, als jemand den Verstand verloren hat?“ Ich sah ihn prüfend an. Er war dabei gewesen. Er hatte mit eigenen Augen gesehen, wie Finn die Kinder und die Alten erschossen hatte, also wieso hatte er Mitleid mit Jaha? „Ausserdem ist er dafür schuld, dass ihr alle im Gefängnis gelandet sind. Dass Finn im Gefängnis gelandet ist. Er hat nie Gnade walten lassen, wieso erwartest du es denn von mir? Wieso willst du das tun?“ Ich schüttelte den Kopf. Wie kam er auf diese bescheuerte Idee? Ich würde mich nicht mitten in der Nacht aus dem Bett quälen, um mich mit jemandem zu unterhalten, der anscheinend verrückt geworden war. „Also… sag mir, was erwartest du von mir?“, fragte ich ihn und strich mir das Haar nach hinten. Ich trug es sonst nie offen. Ich trug es lediglich zum Schlafen offen, aber vermutlich war auch dieser Schlaf bereits schon wieder vorbei. Ich war total erledigt, wieso konnte ich nicht einfach mal meine Ruhe haben?! Allerdings war ich nun auch schon wach, also spielte es keine Rolle mehr. Mit einem tiefen Seufzer schob ich die Bettdecke beiseite und tapste mit nackten Füssen zu meiner Kleidung. Ich zog mir die Hose und Socken an, bevor ich vorbildlich die Schiene um mein kaputtes Bein legte. „Nun denn, bringen wir das schnell hinter uns, damit auch du endlich verstehst, dass es totaler Scheiss ist, was er da redet", sagte ich und ging auf ihn zu. Vermutlich hätte er mich sowieso nicht in Ruhe gelassen, solange ich nicht mitgekommen wäre. Hoffentlich könnte ich ihn überzeugen, damit er mich damit nicht mehr belästigte. Ich fuhr mir durch das Haar, bevor ich es zum gewohnten Pferdeschwanz zusammenband und mit ihm mein Zimmer verliess.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mo Dez 03, 2018 8:14 pm

John Murphy
Gut, ihre Worte konnte ich im ersten Augenblick nicht unbedingt wiederlegen. Trotz meiner eigentlich vorlauten Klappe blieb ich still und legte den Kopf schief. Ich leckte mir meine Lippen und stieß einen nachdenklichen laut von mir. „Darum geht es doch gar nicht.“ Nur wiel Jaha wieder hier war, hieß das nicht, dass ich ihm dass was er da von sich gab abkaufte. Es ging um sein gesamtes Verhalten. Gut, lange hatte ich nicht mit ihm gesprochen, doch ich kannte unseren Ratsvorsitzenden. Mein Gefühl sagte mir einfach, dass etwas nicht stimmte. Wieso sonst kam er zu mir? Wieso ausgerechnet ich? Raven glaubte wohl ernsthaft, dass ich ihm das was er sagte abkaufte. Da brauchte es schon mehr um mich zu überzeugen. Ich war ihn bereits einmal gefolgt und beinahe dabei drauf gegangen. Noch einmal riskierte ich meinen Arsch nicht für seine „Visionen“. Seine Argumente mussten schon größer sein, als bloße Worte denen ich glauben schenken sollte. Es war nichts Handfestes. Es war einfach nur die Art und Weise wie er mich angesehen hatte. Glaubte Raven ich bildete es mir ein? Er war vielleicht verrückt, aber anders als Finn- schwer zu erklären. Von Anfang an war er so komisch gewesen als es um die Stadt des Lichtes gegangen war. Kaum zu glauben das er die Hölle da draußen überlebt hatte. Raven schob sich auf die Beine. Mühsam befestigte sie ihre Schiene und folgte mir aus dem Zelt. Um ehrlich zu sein hatte ich keine Ahnung warum ich ausgerechnet Raven mit diesem Quatsch belämmerte. Sie hatte es selbst gesagt. Es interessierte sie nicht. Doch aus irgendeinem Grund fiel mir einfach niemand anders ein. Alle Leute die sich mir anvertrauen würden waren fort. Clarke war fort, Bellamy war völlig drüber und der Rest der Truppe war komplett zerstreut nach der Sache die in Mount Weather passiert war. Wieso um Himmels willen sollte ich sie also mit einem Mann belästigen der von irgendwelchen Hirngespinsten redete?! Das ich nicht direkt zu den neuen Ratsvoristzenden rannte wie Abby oder Kane war wohl mehr als offensichtlich. Jaha selbst schien es noch nicht einmal zu wollen. Und zusätzlich hielten mich die Leute aus dem Rat doch vermutlich immer noch für einen kleinen Kriminellen. Wieso sollte ich ihnen diesen Gefallen also tun? Wenn Kane Jaha glauben schenkte, würde er ihm vermutlich glatt in den Tod folgen. Jaha konnte wirklich sehr überzeugend sein. Aus mehreren Gründen also war es mein letzter Gedanke mit dem Vorrat zu sprechen. „Ich weiß was für einen Sch-“, ich hielt inne als ich gerade unter der Plane hindurch schlüpfte und es war beinahe so wie ich es mir gedacht hatte. Raven kam hinter mir zu stehen und lief beinahe gegen mich. Jaha war weg! So wie er ausgesehen hatte war das auch kein Wunder gewesen. Er hatte ausgesehen, als stünde er unter irgendeiner Droge, Ich war so dämlich! Ich hätte ihn hinhalten sollen. Nur für solange bis ich jemanden her geführt hatte. „Das darf doch nicht wahr sein.“ Hieß das, dass er sich immer noch hier draußen im Camp aufhielt?! Moment! Wie war er sowieso ins Camp gekommen, ohne das ihn irgendwer bemerkte? Arkadia war gut genug bewacht! Ich war mir sicher das die Garde anders reagiert hätte, wenn sie ihren alten Ratsvorsitzenden wieder sehen würden. Schließlich gingen alle davon aus das Jaha tot war. Nachdenklich runzelte ich die Stirn. „Er war hier“, kam es über meine Lippen ehe Raven etwas sagen konnte. Ich wusste das Reyes ihre vorlaute Klappe nicht halten konnte. Schließlich sah diese Geschichte hier gerade alles andere als glaubwürdig aus. Wieso sollte Jaha sich aus den Staub machen, wenn er wirklich lebte?! Ich erhob ratlos die Hand. Es war bestimmt genau die Genugtuung, die sie brauchte. Doch warum sollte ich sie mitten in der Nacht wachrütteln. „Sieh mich nicht so an“, knurrte ich. Ich kannte diesen Blick gut genug. „Ich weiß das er hier war und glaub mir, er ist verrückt. Das ist die Sache die mir Sorgen bereitet nichts anderes.“ Keine Ahnung warum ich mich um diesen Idioten immer noch so sorgte. Man könnte meinen tief in mir war er mir eben nicht egal gewesen. Oder doch? Ich wusste es doch selbst nicht. Jaha hatte so viel Scheiße gebaut, doch verdiente nicht jeder irgendwie eine zweite Chance? Er hatte sie mir auch gegeben und irgendwie war nicht alles was er zu mir gesagt hatte schlecht. Aus irgendeinem Grund vertraute er auf mich und meine Fähigkeiten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Dez 03, 2018 10:42 pm

Raven Reyes
Darum ging es nicht? Er weckte mich mitten in der Nacht auf nach einem verdammt anstrengenden Tag. Dabei brauchte ich den Schlaf. Vor allem mein Bein brauchte den Schlaf, damit es sich wenigstens wieder ein bisschen erholen konnte. Aber das war Murphy anscheinend alles egal. Das verwunderte mich auch nicht wirklich. Doch da ich ja nun schon wach war, spielte es keine Rolle. Er würde mir doch sowieso so lange auf die Nerven gehen, bis ich nachgeben würde. Ich würde einfach kurz die Lage abchecken gehen und danach könnte ich wieder verschwinden. Ich schob also die Bettdecke beiseite und zog mir die Hose über die nackten Beine. Danach folgten die Socke und ich befestigte die Schiene an meinem beschissenen Bein. Ich hatte mich schon gefragt, ob es einfacher wäre, wenn man es einfach amputieren würde. Aber da wir hier keine Prothesen hatten, war das wohl doch eher die schlechtere Idee. Ich seufzte leise und schob mich auf die Beine, während ich meine Haare zusammenband. Murphy wusste, dass mich diese Stadt überhaupt nicht interessierte. Dennoch war er hier in mein Zimmer geplatzt und schien nun auch noch meinen Schlaf rauben zu wollen. Als würde die Arbeit und den Schmerz das nicht schon zu Genüge tun. Es würde aber nichts bringen, wenn ich die Moralkeule schwingen würde. Ich folgte ihm also durch die Gänge bis zu seinem Zelt. Er wollte mir gerade erzählen, wie scheisse es sich eigentlich anhören musste, als er plötzlich abrupt innehielt. Ich fluchte leise, als ich gegen ihn prallte. Diese Nacht konnte ja nur noch schlechter werden. „Verdammt, Murphy!“, fluchte ich und trat einen Schritt beiseite. Mein Blick glitt durch Murphys Zimmer – welches leer war. Das war doch nicht sein Ernst?! Jaha war nicht hier. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und sah Murphy verärgert an, als er drauf bestand, dass Jaha hier gewesen war. Verlor er nun ebenfalls den Verstand? Vielleicht hatte er einfach nur geträumt. Er sollte sich verdammt nochmal schlafen legen und mir ebenfalls meinen Schlaf lassen. Ich hatte für solche Spielchen echt keine Zeit übrig. Ich hob stumm eine Augenbraue, als er sagte, dass ich mich nicht so ansehen sollte. Ich hatte ihm doch gesagt, dass es nicht so war! Ich hatte ihm erzählt, wie schräg sich das alles anhörte und nun? Es war niemand da! Das sah er aber auch selbst. „Ich mache mir gerade eher Sorgen darüber, ob du verrückt wirst, Murphy“, sagte ich geradeheraus und schüttelte den Kopf. Es gab hier nichts mehr für mich zu sehen und er hatte gerade wirklich meine Zeit verschwendet. „Dann soll er doch verrückt sein und irgendwo verrotten. Das ist mir eigentlich ziemlich egal.“ Ich wusste, dass das hart klang, aber er hatte mich zuallererst von Finn getrennt. Ich wusste, dass Finn sich für mich geopfert hatte, weil ich gefloated worden wäre. Aber Jaha hatte das Gesetz durchgesetzt. Wäre das nicht passiert, wäre Finn nie mit den anderen Hundert hier nach unten gekommen und hätte nicht zuerst eine ganze Weile Zeit gehabt, um Clarke zu vögeln. „Nun denn.. es sieht nicht so aus, als hätte es hier noch irgendwas, was ich sehen müsste“, sagte ich und schüttelte leicht fassungslos den Kopf. Er sollte wirklich darauf achten, ob er wirklich nicht den Verstand verlor, denn gerade bewies er gerade das Gegenteil. Ich machte einen Schritt zum Ausgang des Zeltes, aber drehte mich dann doch noch einmal um. „Vielleicht hast du zu viel getrunken. Leg dich schlafen und verschwende keinen Gedanken mehr daran“, riet ich ihm, bevor ich erneut kurz den Kopf schüttelte. Er wollte mich jetzt nicht noch vom Gegenteil überzeugen? Die Faken sprachen gegen ihn. Vielleicht hatte er ja wirklich zu viel getrunken, immerhin hatte er an diesem Abend, an dem wir uns das letzte Mal richtig unterhalten hatten, ziemlich Gas gegeben. Es würde mich nicht wundern, wenn das bei ihm öfters vorkommen würde.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Do Dez 06, 2018 12:01 am

John Murphy
Jaha musste irgendetwas in der Art erahnt haben. Wundern tat es mich nicht. Er kannte mich eben nicht erst seit gestern. Angespannt hielt ich meinen Blick auf den Boden gerichtet. Ich bereute es schon jetzt ausgerechnet Reyes geweckt zu haben. Doch hatte ich etwas anderes erwartet? Manche Dinge wurden eben schneller wieder zur Gewohnheit als es mir lieb war und Raven und ich hatten uns eben noch nie etwas zu sagen gehabt.  Warum sollte es sich nach dem Durcheinander in Mount Weather ändern?! Leicht angespannt kaute ich auf meiner Unterlippe herum. Ich mochte es nicht, wenn Leute mich so behandelten. Mittlerweile mussten sie es einfach besser wissen! Hatte ich meine Fehler nicht wieder gut gemacht? Oder war ich nicht Vertrauenswürdig genug? Sie brauchte jetzt bloß nicht von mir erwarten dass ich mich dazu äußerte. Wenigstens vorerst. Ich war um Himmels willen, nicht verrückt! Es würde mich viel mehr interessieren, wie nahe Jaha dem Wahnsinn stand. Ich hatte es in seinen Augen gesehen und vielleicht war ein seiner Geschichte ja sogar etwas dran. Lag ich denn damit so falsch?  „Vielleicht“, antworte ich schnippisch und so knapp wie ich nur konnte. „Richtig, vielleicht werde ich das.“ Es würde eh nur sinnlose Kraft von Überzeugung benötigen. So nahe das sie mir glaubte stand sie mir dann vermutlich doch nicht. Sie kaufte es mir eh nicht ab. Ich konnte es an ihrem Blick sehen. „Was ist nur los mit dir“, murmelte ich als sie sich von mir wandte. Dennoch bezweifelte ich, dass sie es überhaupt hörte. Manchmal hatte ich einfach das Gefühl, dass es nicht relevant gewesen wäre was ich sagte. Vielleicht hätte ich auch einfach zu Kane gehen sollen. Wenn es Raven sowieso vornerein nicht interessierte was mit Jaha war. Dennoch brauchte sie mich nicht immer nur so ansehen. War sie überhaupt noch ein Mensch? Sie erstickte beinahe an dieser ganzen Arbeit. Es konnte doch nicht sein das sie absolut alles an sich vorbei rauschen ließ. Nach der Sache mit Finn schien sie sämtliche Gefühle abgestellt zu haben die sie jemals besaß. Man konnte doch sehen, dass sie Schmerzen empfand. Glaubte sie, man sah es nicht? Sie drehte sich von mir. Doch ich beschloss einfach die Sache zu belassen. Es wäre nur vergoldete Zeit. Raven verschwand aus meinem Zelt und ich ließ mich seufzend auf meiner Matratze nieder. Es war ja nicht so, als sei mein Ruf nicht ohnehin schon mächtig gestört gewesen, jetzt musste es mir auch noch so in die Quere kommen. Wahnsinnig Toll. Nicht, dass es eine wichtige Rolle für mich spielen sollte. Der Versager oder der der den Kürzeren Zog war ich immerhin schon immer gewesen. Ich ließ mich nach hinten fallen und starrte an die leicht wehende Plane meines Zeltes. Kurz fragte ich mich wirklich ob ich dann nicht doch vielleicht den Verstand verloren hatte, ehe ich mir durchs Gesicht fuhr. Schritte kamen auf mich zu, ehe ich mich erhob und die Augen öffnete. “Ich habe dich darum gebeten mich nicht zu verraten John?“ Himmel! Wieso war das so klar gewesen. Hirngespinst hin oder her, so verrückt war ich dann eben doch nicht! Es war Jaha! Leugnen konnte das keiner! Doch konnte er auch nur einmal aufhören so manisch meinen Namen zu sagen?! Oder mich so anzusehen?! Ich fuhr umher und weitete aus Reflex meine Arme. „Was sollte das?!“, warf ich ihm als erstes vor und musterte ihn total fragwürdig. Nicht, dass ich etwas auf das gab was Raven von mir dachte, aber war das nötig? Manchmal hatte ich echt das Gefühl, dieser Mann raubte mir den Verstand. Er ließ einfach nicht von mir. Ich konnte mich mit Händen und Füßen dagegen wehren. „Ich habe dich darum gebeten“, wiederholte er nur mit ruhiger Stimme. „Raven ist noch nicht soweit. Sie wird es irgendwann verstehen. Sie trägt dem was passiert ist noch zu sehr nach.“ Meinte er damit die Tatsache dass er Finn auf die Erde geschickt hatte? Das was Raven gerade zu mir gesagt hatte. „Was wollen sie von mir? Ich habe wirklich keine Lust mich mit ihren irren Märchen auseinander zu setzten. Wie lange waren sie da draußen alleine? Lange genug um Verrückt geworden zu sein. Sie wissen doch gar nicht, was sie da von sich geben. Im Ernst, hören sie sich selbst zu?“ Tat er vermutlich. Wir wussten alle das Ex-Ratsvorsitzender Jaha sich verdammt gerne reden hörte. Wieso sollte es sich ändern, wenn er sich selbst irgendwelche Hirngespinste in den Kopf setzte.  (Können ja iwie machen das iwie immer mehr Leute so komisch werden und Raven das vielleicht auffällt? Also das Jaha sich dann gezeigt hat? Nicht ganz wie in der Serie aber alle schließen sich Jaha und seiner komischen "Pille" da an, aber keiner weiß wieso? Also er "bekehrt" die und dann sitzen alle wie starr irgendwo rum in Arkadia..und Raven will wissen was los ist? Das würde mir jetzt so als nächstes einfallen?)
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Do Dez 06, 2018 9:40 am

Raven Reyes
Wollte er mich verarschen? Ich hätte gar nicht mitgehen sollen, denn natürlich war Jaha nicht hier. Wie denn auch wenn er vermutlich irgendwo lag und am Sterben war oder bereits schon lange tot war? Ja, das war nur eine Vermutung, aber diese war doch sehr viel realistischer, dass er wieder hier wäre. Ich seufzte, als ich seine schnippische Antwort hörte. Ich machte mir doch nur Sorgen um ihn. Ich hatte das Gefühl, dass er sich hier in etwas hineinsteigerte und so sollte es nicht sein. Es gab keine Stadt des Lichts, aber er war fast schon vernarrt darin. Wenn er doch mal realistisch überlegen würde, würde er es doch auch einsehen. Es gab keine Stadt des Lichts. „Vielleicht hast du ja auch nur geträumt", sagte ich beschwichtigend, als er ziemlich eingeschnappt wirkte. Ich hatte ihn damit nicht beleidigen wollen. Aber er war schon öfters Gefahren ausgesetzt gewesen und vielleicht war er ja wirklich am Durchdrehen. Er gehörte hier einer zu denen, die am meisten durch gemacht hatten. Er hatte sich für mich geopfert und das wurde ich nicht vergessen, dennoch blieb ich realistisch und zog die Fakten ein. Die gab es hier aber noch nicht einmal. Ich wünschte Murphy noch eine gute Nacht, bevor ich aus seinem Zelt verschwand. Er sollte keine Gedanken mehr verschwenden, denn dafür war der Schlaf zu wichtig. Ich legte mich in meinem Bett hin, nachdem ich mich von meiner Schiene und der Hose befreit hatte und legte mich dann endlich schlafen. Die nächsten paar Tage hörte ich nichts mehr von Murphy oder dass Jaha wieder aufgetaucht war. Ich war aber meistens einfach in meiner Werkstatt und ging meiner Arbeit nach. Doch ein paar Tage später geschah etwas komisches. Mir fielen Leute auf, die einfach reglos irgendwo herum sassen und verloren in die Ferne starrten. Was sollte das? Ich hatte das Gefühl, dass ich immer mehr davon sah. Wurde ich jetzt verrückt? Am Anfang schob ich es darauf, dass sie einfach gerade so krass in Gedanken versunken waren. Jedoch sah ich dieselben Leute mehrmals im Tag, wie sie einfach starr da sassen. Das war doch nicht normal. Ich überlegte, ob ich auf einen zugehen sollte, liess es dann aber doch sein. Aber es liess mich auf keinen Fall in Ruhe. Ich runzelte die Stirn und ging Mittagessen. Als ich Murphy sah, wie er vom Tisch aufstand und Richtung Ausgang lief, stand ich ebenfalls auf und folgte ihm. Mein Essen hatte ich zwar noch nicht aufgegessen, aber das spielte keine Rolle. Das hier war gerade wichtiger. Ich eilte ihm hinterher, wobei mein Bein bei der zusätzlichen Belastung natürlich sofort anfing sich zu beschweren. Ich ignorierte es jedoch und lief ihm hinterher. „Murphy!“, rief ich ihm hinterher. Als er langsamer wurde, schaffte ich es ihn einzuholen. Ohne etwas weiteres zu sagen, schnappte ich seine Hand und zog ihn in die nächstbeste Ecke, in der wir ungestört reden konnten. Ich wusste, dass ich das letzte Mal nicht besonders freundlich gewesen war. Aber er hatte mich mitten in der Nacht geweckt und mich versucht von etwas zu überzeugen, was gar nicht da gewesen war. Da war es wohl klar, dass ich nicht besonders gut darauf zu sprechen war. Ich wusste ja selbst nicht, wieso ich ihn nun darauf ansprach. Aber vielleicht hatte er ja irgendwas mitbekommen. Etwas ging hier vor sich und wir mussten herausfinden was. „Weisst du, was hier gerade vor sich geht? Ich meine…, hast du diese gesehen, die einfach Löcher in die Luft starren, als wären sie psychisch gerade nicht anwesend?“, fragte ich ihn und hob eine Augenbraue. Ich zog ihn noch ein bisschen weiter in den Gang hinein. Es musste niemand hier von diesem Gespräch etwas erfahren. Vielleicht war es ja nur etwas harmloses. Ich hob eine Augenbraue und sah ihn fragend an. Es konnte doch unmöglich etwas mit dieser Stadt zu tun haben, denn dann wären sie vermutlich nicht mehr hier. Er jedenfalls benahm sich nicht so und das war eigentlich ein gutes Zeichen oder?

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Fr Dez 07, 2018 10:59 pm

John Murphy
[Neuer Link <3] So wie ich es Raven prophezeit hatte, traf es ein. Doch ich unterließ es darauf rum zureiten. Raven war beschäftigt und so kamen wir gar nicht erst in die Situation darüber zu sprechen. Es hatte nicht lange gedauert und Jaha wurde nur wenige Tage nach meinem Versuch Raven darauf aufmerksam zu machen, dass etwas nicht stimmte, später mit offenen Armen in Arkadia begrüßt. Die Leute fragten sich viel, wunderten sich und waren beeindruckt über die Tatsache, dass Jaha wirklich noch am Leben gewesen war.  Er hatte ein Stück weit von der Welt gesehen. Es war eben so wie es war, die Leute sahen zu ihm auf und auch wenn Kane und Abby jetzt das sagen in Arkadia hatten, war es so, als würde Jaha eine wichtige Rolle seines Daseins übernehmen. Wie immer eben. Doch dieses mal wirkte er auf mich jedoch alles andere als „Verrückt.“  Jaha schien wieder „Herr“ seiner „Taten“ und „Worte“ zu sein. Er wirkte nahzu- wie sollte man das beschreiben- entspannt? Konnte es sein, dass er vielleicht wirklich wieder ganz der alte war? Er verlor kein einziges Mal ein Wort über die Stadt des Lichtes. Kane tat was er konnte um ihm ein Gefühl von „Zuhause“ zu vermitteln. Schließlich hatte er ja auch eine menge durchmachen müssen. Und vielleicht täuschte es mir ja wirklich, aber aus irgendeinem Grund wirkte Arkadia friedlicher seit seiner Rückkehr.  Selbst wenn mir diese Tatsache nicht geheuer war. Ich wusste nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund sagte mir mein Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Die kommende nächste Zeit mied Jaha mich. Ob ich erleichtert und Froh darüber war konnte ich noch nicht sagen. Selbst wenn wir gemeinsam in der Mensa saßen. Er musterte mich nur von seinem Platz aus mit einem sehr vertieften Blick. So, als würde er über etwas nachdenken. Wieso? Wusste ich nicht. Was zum Teufel hatte er vor? War das das Endstatium seines Wahnsinns? War das das was er versuchte zu verstecken? Die nächste Woche strich von dannen und die Zeit um mich erschien nahezu still zu stehen. Zunächst hatte ich mir wirklich nichts dabei gedacht, doch immer mehr Leute schienen zu „verschwinden“- sich zurück zu ziehen und ihre Routine zu unterbrechen. Durch das Gehör das ich mir verschafft hatte, wusste ich das Kane sich zwar wunderte, die Leute aber beurlaubte da es ihnen nicht „gut“ zu gehen schien. Die Dinge um mich herum wurden immer verrückter. Zwei weitere Tage verstrichen und es wurde in Arkadia immer stiller. Regloser, als befinde sich der Strom im Stillstand. Fast gar niemand arbeitete mehr. Gesichter die mir beinahe täglich über den Weg liefen blieben verschollen. Die Leute redeten weniger und blieben für sich. Wenn sie arbeiteten denn waren sie total in ihren Dingen vertieft. Es wirkte nicht echt. Mit meinem Esstablett in der Hand lief ich durch die Mensa. Die große Halle war befüllt mit Menschen die einfach nur dort saßen. Ich quetschte mich an den Leuten die auf den Bänken saßen vorbei. Viele tuschelten, wagten es kaum zu sprechen andere wiederum blieben still und saßen nur da. Ich drehte mich, verzog das Gesicht und versuchte mich angestrengt auf das zu konzentrieren worüber die Leute sprachen. Ich wollte gerade weitergehen, als ich auf einmal zügig mitgezerrt wurde, mein Tablett beinahe fallen ließ und in eine Ecke gezogen wurde. Erst jetzt kam ich dazu zu bemerken, dass es Raven war. Automatisch huschte ein grinsen über meine Lippen. „Woah. Warum so hastig Reyes? Sag mir doch einfach, wenn du ungestört mit mir sein willst.“ Mein grinsen verschwand als ich ihre Mine begutachtete. Ich wusste das etwas nicht stimmte, wenn sie mich so ansah. Auf das was sie fragte weitetens ich meine Augen. „Sag bloß nicht du bist auf den Gedanken gekommen das damit zu verbinden, dass Jaha wieder zurück ist?“, fragte ich sarkastisch. „Wow, dafür das du so schlau bist hat das ziemlich lange gedauert. Bin wohl doch nicht so verrückt mh?“ Nagut wirklich etwas miteinander zu tun hatte es nicht, aber ich wollte diese Genugtuung einfach aus ihrem Mund hören. Trotzdem Spaß beiseite. Ich atmete tief ein, seufzte und senkte den Pegel meiner Stimme ein wenig. „Okay pass auf, dass geht schon seit längerer Zeit so. Das schräge an der Sache ist, dass ich glaube, dass viele Leute hier mehr wissen als ich-, und vermutlich auch mehr wissen als Kane und Abby-, und das macht mich verrückt.“ Was auch immer hier los war, es war definitiv viel zu merkwürdig als das es normal war. Diese Leute wirkten als wären sie nur noch eine Hülle ihrer selbst. Irgendetwas stimmte ganz gewaltig nicht.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Sa Dez 08, 2018 12:46 am

Raven Reyes
Er hatte ja doch Recht damit gehabt, dass Jaha wieder zurückgekehrt war. Doch das würde ich natürlich niemals einstehen. Schlussendlich fand ich es aber dennoch nicht gut, dass er bereits schon wieder in seiner fast schon gewohnten Position war und so viel zu melden hatte. Er war von hier gegangen mit der festen Überzeugung, dass es einen besseren Ort gab. Nun war er aber doch zurück gekehrt und man sah keine Resultate. Für mich hatte er einfach keine Tassen mehr im Schrank und wenn die anderen so überlegen würden wie ich, dann würden sie das ebenfalls sehen. Ich bekam jedoch erst nach ein paar Tagen mit, dass sich die Leute änderten. Ich war meistens einfach zu oft in meinen eigenen vier Wänden am Arbeiten, als ich so etwas mitbekommen würde. Inzwischen hatte es aber bereits ein solches Ausmass angenommen, dass ich es selbst erkannte. Jedoch schienen es nicht besonders viele andere zu merken. Jedenfalls hatte mich noch keiner darauf angesprochen und normalerweise wurde sofort über alles geredet, wenn man etwas herausgefunden hatte. Anscheinend aber nicht in diesem Fall. Mir reicht es aber und als ich beim Mittagessen Murphy entdeckte, nutzte ich die Gelegenheit und zog ihn gleich mit. Mein Essen liess ich stehen, während ich die Tatsache ignorierte, dass er sein Tablett noch in den Händen hielt. Wenn er danach noch Hunger hatte, könnte er immer noch essen gehen. Ich hob nur wortlos eine Augenbraue, als er einen dummen Spruch fallen liess. Das war doch typisch Murphy. Er wusste genau, dass ich nicht wegen so etwas zu ihm kommen würde. Das war allesgemein ein Thema, welches gerade auf Eis lag. Ich hatte sonst schon genügend Probleme mit meinem Bein. „Es geht nicht um so einen Schwachsinn“, zischte ich ihm zu, bevor ich ihn tiefer in den Gang hineinzog, damit wir ungestört reden konnten. Ich klärte ihn auf und verdrehte die Augen. „Ich habe das doch gar nicht so gemeint“, verteidigte ich mich selbst. Konnte er bitte aufhören den Nachtragenden zu spielen? Er hatte mich mitten in der Nacht aus meinen wenigen Stunden Schlaf gerissen, um jemanden zu zeigen, der dann gar nicht da gewesen war. Vielleicht hatte er ja einfach zu wenig geschlafen gehabt. Vielleicht war Jaha tatsächlich da gewesen. Eigentlich war es mir egal. Fakt war, dass er jetzt da war und seit er da war, lief etwas ab, was ich nicht ganz zuordnen konnte. „Ausserdem bin ich meistens nicht unter Leuten sondern am Arbeiten, also halt deine vorlaute Klappe“, wies ich ihn zurecht und verschränkte die Arme vor der Brust. Er sollte mit mir nicht so reden, immerhin war ich hier diejenige, die mehr oder weniger alles am Laufen liess. Ich war hier das Supergenie. Ich war die beste Zero-G-Mechanikerin, die es seit einer ganzen Weile gegeben hatte und ich hatte ihnen alle wohl schon oft den Arsch gerettet. Er schien das Ganze dann aber doch ein bisschen ernster zu nehmen, denn er senkte seine Stimme ein bisschen, damit uns nicht jeder hören konnte. „Welche Leute wissen mehr davon?“, fragte ich ihn. Er musste doch davon sicher mehr mitbekommen haben als ich. Er war doch die ganze Zeit unter Leute. Er war hier die Kakerlake. „Wir müssen herausfinden, was das ist. Diese Leute wirken wie.. ausgewechselt“, sagte ich und schürzte die Lippen. Diese Entwicklung gefiel mir überhaupt nicht. „Weiss Bellamy etwas davon?“, fragte ich ihn. Ich wusste, dass er nicht gerade den besten Draht zu ihm hatte, vielleicht hatte er ja etwas aufgeschnappt. Ich strich mir eine Strähne nach hinten und lehnte mich an die Wand nach hinten. Man konnte einer Person nicht einfach so eine neue Identität, einen neuen Charakter einpflanzen. Man konnte dessen Verhalten nicht einfach von heute auf morgen ändern und doch schien genau dies passiert zu sein. Konnte denn nicht irgendwas einfach mal normal laufen?

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Dez 08, 2018 1:16 pm

John Murphy
Mein Blick glitt durch den Raum. Das Szenario hier glich dem eines Horrorfilms. Wieso war Kane das hier noch nicht aufgefallen?! Oder war es ihm ausgefallen und er ließ es mit sich machen?! Diese Menschen sahen aus wie Hüllen. Sie waren nicht mehr sie selbst. Wieso stellte das hier keiner in Frage?! Abby?! Oder Bellamy? Ich hatte ihn seit Wochen nicht gesehen. Clarke war verschwunden und vielleicht war das genau das was die Sache so kompliziert machte. Bellamy schien nicht richtig zu funktionieren, wenn es darum ging seine Familie und Freunde zu retten. Vielleicht hatte er Arkadia wie Clarke schon längst verlassen. Ein Fehler- denn viele hier im Camp hörten auf das was er sagte und tat. Denn auch wenn Kane und Abby sich als verantworliche für alles sahen, waren ihre Nachfolger näher an den Leuten im Camp als sie es selbst waren. Sie hörten ihnen zu. Es war also kein Wunder das Dinge wie diese passierten sobald sie fort waren. Wie durch Zauberhand sprach Raven genau das an, was mir durch den Kopf ging. Genau aus diesem Grund vertrauten die Leute auf Bellamy. „Ich glaube nicht, dass wir uns dieses Mal auf unseren gelockten Romeo verlassen können“, gestand ich. Meine Augen hingen an den Leuten um uns. Aus irgendeinem Grund wurde ich das Gefühl einfach nicht los, dass uns jemand beobachtete. Das Gefühl nicht allein zu sein. Eine einfache Intuiation eines Gefühls. Ich sah Raven wieder an. Bellamy und ich verstanden uns nach der Sache in Mount Weather wieder etwas besser, aber wirklich in Ordnung würden die Dinge von damals nie kommen. Zu meiner Verteidigung hatten wir beide jedoch sehr viel Mist gebaut. Seine Weste war nicht weißer als meine. „Ich habe Bellamy das Camp nicht verlassen sehen, aber ich glaube er ist nicht hier.“ Doch genauso bezweifelte ich, dass Bellamy gewusst hätte was zu tun war. Doch das war eine andere Geschichte. Ich wusste das Raven eher Bellamy als mir vertraut hätte doch im Augenblick erschien ich der einzige Ansprechpartner der hier zu sein schien und wenn Raven sich wirklich sorgte, denn musste es schon etwas zu bedeuten haben. „Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich behaupten, dass viele Leute hier wissen warum ihre Kollegen so weg getreten sind. Aber keiner will ein wirkliches Wort darüber verlieren.“ Die Rede war vielleicht nicht von allen, aber es brachte Rätsel auf. Die übrig gebliebenden normalen Leute schienen Dinge zu wissen und unter den Tisch kehren zu wollen. Nagut, auch hier waren vielleicht nicht alle betroffen. Raven und ich zum Beispiel schienen absolut nichts mitzubekommen und ich fragte mich kurz wirklich, ob es Bewusst passierte das wir außen vorgelassen wurden. „Ich weiß nicht wie es dir ergeht, aber ich will wissen was hier los ist.“ -““Was wo los ist?“ Ich erschrack. Mein Herz rutschte mir dabei  in die Hose und ich ließ das Tablett in meiner Hand beinahe fallen. „Verdammte Scheiße Miles!“, entfuhr es mir. Miles grinste nur und lehnte sich an die Wand neben Raven. Vermutlich war ihr dieser Kontakt ein wenig zu nahe, denn sie rutschte ein kleines Stück von ihm. Gerade als Raven Luft holte schüttelte ich sachte mit dem Kopf. Unsere Augen trafen aufeinander und ich gab ihr zu verstehen den Mund zu halten. So dezent, dass ich hoffte das Miles nicht sah. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten das auch irgendetwas mit Miles nicht stimmte. Einen Handfesten beweis hatte ich zwar nicht und auf mich wirkte er im Augenblick mehr als normal, doch das hatte nichts zu bedeuten. Raven kannte Miles genauso gut wie ich. Er war ein unschuldiger Kerl von nebenan. Zudem war er einer der Hundert gewesen. Die Zeiten des Vertrauens waren jedoch in der Tat vorbei. Besonders jetzt wo es um uns herum so komisch wurde sah ich kein Bedraf mich mit „alten“ Freunden auszutauschen. Ich presste meine Lippen aufeinander und wandte mich wieder Miles zu. Ehe ich nicht wusste was hier los war, würde ich dieses blöde Spiel hier nicht mitspielen. Aus irgendeinem Grund vertraute ich gerade so auch nur Reyes. Sie war Schlau genug. Sie würde sich schon nicht übers Ohr hauen lassen. „Bei dir. Mal ehrlich, Mann! Die Preise an deinem Kisok sind unmenschlich geworden.“ Miles lachte verschränkte jedoch die Arme vor der Brust. „Mann muss irgendwie um die Runde kommen, John. Das Geschäftsleben ist hart. Glaub mir, irgendwann wirst auch du dahinter kommen.“ Ich nickte nur. „Sicher.“ Stille. Wir drei standen im Kreis einfach nur da und sahen uns an. „Hast du schon zu Mittag gegessen?“, fragte ich nun Raven und gab ihr mit einer Kopfbewegung zu verstehen das sie mir an den Tisch folgen sollte. Wir sollten uns nicht zu auffällig verhalten und genauso wenig zulassen, dass sich irgendein „Fremder“ in unsere Reihen schlich. Es war sowieso immer besser niemanden zu vertrauen und sich nur auf sich selbst und seinen Instinkt zu verlassen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Sa Dez 08, 2018 2:17 pm

Raven Reyes
Dieses Verhalten war einfach nicht normal. Es konnte nicht normal sein. Man sollte nicht einfach so starr da sitzen und in die Ferne schauen. Man sollte sich unterhalten und die Sonnenstrahlen geniessen. Aber anscheinend taten das gerade immer weniger Leute. Es war, als würden sie alle zu irgendwelchen Figuren erstarren. Als würde man ihnen das wegnehmen, was si e ausmachte. Wir mussten die Sache im Auge behalten. Momentan war es vielleicht noch überschaubar, aber was wäre, wenn diese Situation ausartete? Wenn es weiterhin so ging? Es würde uns auch verwundbar machen, wenn wir Leute hatten, die anscheinend nicht mehr richtig funktionierten. Ich seufzte leise. Wieso konnten wir uns nicht auf Bellamy verlassen? Die meisten Leute sahen zu ihm auf. Sie taten das, was er sagte – meistens jedenfalls. Auf solch eine Stimme konnten wir angewiesen sein. Dann aber runzelte ich die Stirn. Wieso sollte Bellamy nicht hier sein? Ich wusste nicht, wo er denn sonst sein sollte. Niemand ging doch freiwillig nach draussen. „Wo denkst du denn ist Bellamy?“, fragte ich ihn und sah ihn fragend an. Bellamy konnte doch nicht einfach so verschwinden. Er trug Verantwortung und das sollte er eigentlich inzwischen verstanden haben. Ich schürzte die Lippen. In diesem Punkt hatte er wohl Recht. Die Leute wollten nicht darüber reden, was mit den anderen los war und genau das war das Problem. Ich seufzte leise auf und rieb mir leicht über die Stirn. Ich wollte ihm gerade eine Antwort darauf geben, als wir abrupt von Miles unterbrochen wurden. Ich rutschte ein bisschen auf die Seite, als Miles sich so nahe an der Wand neben mich anlehnte. Ich wollte gerade ihm erzählen, über was wir sprachen, aber ich sah das kleine Zeichen von Murphy, dass ich die Klappe halten sollte. Ich sah ihn an und biss mir auf die Lippe. Gut, dann wäre dann anscheinend etwas, was wir beide regeln mussten. Murphy wechselte dann aber geschickt das Thema und lenkte es auf seinen Kiosk. Gleich darauf entstand aber wieder Stille zwischen uns ich sah Murphy fragend an. Was sollte das hier gerade werden? „Nein, habe ich nicht“, sagte ich. Immerhin hatte ich mein Essen auf dem Tisch stehen lassen. „Warte kurz“, meinte ich und holte mein Tablett, welches ganz alleine und verlassen dort stand. Wir konnten nicht einfach wahllos Essen vergeuden. Das war hier kein Schlaraffenland. Wir mussten auf unsere Vorräte achten, vor allem wenn dann der Winter wieder einbrechen würde. Ich holte mein Tablett und setzte mich dann neben ihn hin. Hier konnten wir uns nicht so ungestört unterhalten, wie wir es gerne hätten. „Es wäre das einfachste, wenn du später zu mir in die Werkstatt kommst. Da haben wir vermutlich die eheste Chance, dass wir ungestört sind und niemand Verdacht schöpft. Wenn jemand fragt, dann hilfst du mir einfach bei meiner Arbeit“, schlug ich vor und sah ihn fragend an. Ich jedenfalls würde sonst auf die Schnelle keine bessere Idee finden. Er war nicht gerade mein Favorit, jedoch hatte ich wohl keine andere Wahl. Er war besser als irgendeiner von denen, die gerade einfach nur in die Leere starrten. Er hatte mir zwar mein Leben gerettet, aber gleichzeitig war er auch derjenige gewesen, welcher mich erst zu diesem Wrack gemacht hatte. Ich wusste einfach nicht, was ich denken sollte. Ich war recht im Zwiespalt, wenn es um ihn ging. Ich stocherte eher lustlos im Essen herum, während ich ihn ansah. Mein Appetit war gerade nicht besonders gross. Ich überlegte viel mehr, was mit diesen Leuten wohl passiert war. Wie wir das ändern konnten. Ich wusste aber auch, dass ich essen musste, um bei Kräften zu bleiben. Ich schob also lustlos einen Bissen in meinen Mund und ah dann wieder hoch zu Murphy.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Dez 08, 2018 6:11 pm

John Murphy
Raven schien den wink mit dem Zaunpfahl zu verstehen. Ich hatte kein Interesse daran meine Zeit mit Miles zu vergolden. Selbst wenn er noch er selbst war- oder was auch immer das hier war- würde er uns vermutlich keine Große Hilfe sein. Selbst er sagte schließlich zu diesem Anblick in der Mensa nichts. Wer wusste schon wie nahe er dem Wahnsinn verfallen war. Vielleicht war er ja auch schon lange einer von ihnen. Woher sollten wir das wissen? Scheinbar schien Miles zwar immer noch zu arbeiten, aber irgendetwas schien nicht zustimmen. Ich hatte es einfach im Gefühl. Raven nickte mir zu. Sie folgte mir. Miles hingegen ließen wir zurück. Er sah uns einfach nach. Etwas abgelegen von den anderen im Raum ließ mich auf eine der Bänke nieder. Raven tat es mir nach. Ich war es in der Regel gewohnt alleine zu essen oder irgendwo zu sitzen und Leute zu beobachten. Bellamy- obwohl Raven eine sehr eigenständige junge Frau war, hing auch sie an den Dingen die Bellamy sagte und tat. Ich seufzte. Ging es hier in Arkadia nicht immer nur um Bellamy oder Clarke?  „Was weiß ich- er kümmert sich um den Kram um den er sich eben immer kümmert. Clarke ist weg. So wie ich ihn einschätze tut er irgendetwas dummes und unüberlegtes.“ Und es brauchte jemand anderes um ihn dort wieder raus zu holen. Wie immer eben, doch dafür hatten wir jetzt keine Zeit. Ein wenig Gedankenverloren nahm ich meine Gabel in die Hand und stocherte in meinem essen herum. Wirklichen Appetit hatte ich schließlich nicht. Irgendetwas mussten wir dennoch tun was einigermaßen „Normal“ wirkte. Was wusste ich, was diese "leeren" Menschenhüllen alles mitbekamen. Mein Blick hing an kurzzeitig an Miles, der die Mensa verließ ehe ich wieder Raven ansah. „Du kannst mir sagen was du willst, aber ich würde im Augenblick niemanden vertrauen.“ Ich erhob die Gabel und deutete in die Richtung in die Miles verschwand. Wobei auch niemand gesagt hatte, dass Raven mir vertrauen sollte. In den meisten Fällen war sie sicherer wenn sie sich nur auf sich selbst verließ, sie kannte mich Gut. Es endete immer im Chaos. Letz endlich musste sie es dann doch aber selbst entscheiden. Ich wusste auf welcher Seite ich stand und hey, ich lebte noch und war nicht Verrückt! „Er mag vielleicht ein vertrauenswürdiger alter „Freund“ zu sein, aber was auch immer hier passiert, ist nicht normal. Ausnahmsweise hat das hier wohl nichts mit dem zu tun, was die Grounder in der Regel verzapfen.“ Wir waren schon durch deutlich schlimme Katastrophen überstanden seit dem wir hier waren und in den meisten Fällen hatte es etwas mit den Groundern zu tun. Dieses mal schien es jedoch etwas anderes zu sein. Lexa hatte uns in Mount Weather zwar hintergangen und Clarke war fort, doch warum sollten sie uns jetzt dennoch angreifen? Es bestand keine Gefahr. Ich bezweifelte das das hier irgendein Zaubertrick ihresgleichen war. Es passte einfach nicht ins Bild. Verdammt, was passierte hier.  Leicht in Gedanken versunken sah ich auf. Raven starrte mich an. Was dachte sie, während sie mich so ansah? Zu gerne hätte ich ihr einfach mal hinter den Kopf gesehen. „Was siehst du mich so an?“, fragte ich sie leicht irritiert. Neugierig legte ich den Kopf schief, erwartete jedoch keine Antwort. Es kam öfter vor, dass Leute mich komisch ansahen. Ich lockerte mich ein wenig. „Mal was anderes. Hast du schon Abby geredet?“, fragte ich, schob mir eine Gabel in den Mund und zog die Stirn in Falten. Erst danach sah ich auf und beobachtete ihre Reaktion. Das essen hier in der Mensa war genießbar, aber es gab sicherlich tausend Dinge die besser schmeckten. Wir waren eben auf das angewiesen, was wir hier unten bekamen. Neugierig zog ich eine Augenbraue in die höhe. Ich wusste das das Thema was jetzt spontan aus dem nichts kam, sie verschreckte. Ihr fragender Blick trat mir entgegen. „Wegen deinem Bein“, ergänzte ich. Sie musste kein Geheimnis daraus machen, ich wusste das sie schmerzen hatte und seit der Explosion in Mount Weather war es schlimmer geworden. „So ziemlich jeder hier sieht das du schmerzen hast. Vermutlich wird es jeden Tag schlimmer. Wieso gehst du damit nicht nach Abby? Wieso quälst du dich selbst so? Für wen machst du das ganze? Sie kann dir helfen.“ Bevor sie etwas sagen konnte, redete ich weiter. Sie vergaß wohl das ich mit ihr dort unten gesteckt hatte. Es war Glück, dass wir beide überhaupt noch atmeten. „Ich weiß das es von der Explosion kommt, doch glaubst du nicht, dass es besser ist , sich untersuchen zu lassen, anstelle davon seine Sorgen und Schmerzen in Arbeit zu ertränken?“ Vermutlich nicht. Ich redete hier mit Raven Reyes. Diese Frau war eine Maschine. Vermutlich interessierte sie sich noch nicht einmal mehr für ihren eigenen Gesundheitlichen zustand. "Im Ernst, du bist niemanden eine Hilfe wenn du nicht an dich selbst denkst." Doch sie glaubte vermutlich das es so war solange sie ihren Job ordentlich und Gut machte. Kaum zu glauben, dass sich keiner darum scherte wie es ihr ging. Die Menschen um sie herum hatten doch alle Augen im Kopf und bemerkten es.
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