The 100 RPG

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 11, 2018 7:22 pm

Bellamy Blake
Sachte schüttelte ich den Kopf. Wie schön der Gedanke auch war, ich zweifelte daran das wir hier auf der Erde bereit dazu waren ein veraltertes Fest zu feiern. Wir hatten keinen Grund dazu. Der erste kalte Winter stand vor unserer Tür und wir sorgten uns immer noch um unsere Freunde in Mount Weather. Wie könnten wir in dieser Situationen daran zu denken, ein friedliches Fest zu feiern. Tessia sprach die Dinge aus, die mir im Kopf herum spuckten. Würden wir? Ich lehnte mich sachte zurück, seufzte nachdenklich und ließ meine Hände von ihr sinken. Ich wusste nicht warum, aber aus irgendeinem Grund tat es gerade wirklich gut sie in meine Arme zu schließen. Es fühlte sich gut an gebraucht zu werden, denn aus irgendeinem Grund wurde ichd as Gefühl nicht los, dass es Tessia auch gerade brauchte. Auch bei mir kippte die Stimmung ein wenig, wenn ich an all die Menschen dachte die in Mount Weather gefangen waren und vielleicht sogar schon ihr leben gelassen hatten. Sie waren unsere Freunde! Unsere Familie! Es waren die Schuldgefühle in mir, die hochkochten. Darüber, dass ich einfach nur sinnlos herum saß. Ich müsste irgendetwas tun. „Ich denke kaum das wir bis dahin eine ruhige Minute finden in dem ganzen Chaos das in unserem Camp herrscht. Wir denken im Augenblick an alles Mögliche, nur an diese Dinge nicht. Wie heißt es so schön: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen? Es sind nur noch wenige Wochen- es gibt jetzt andere Prioritäten die gesetzt werden müssen.“ So traurig es auch war. Die Dinge waren eben nicht mehr so wie damals. Wir mussten uns mit diesen Veränderungen anfreunden. Sachen veränderten sich. Dennoch würde es nichts bringen der Sache hinterher zu trauern. Wirklich ändern würde es eh nichts. Es war ein Fest welches uns nie wirklich gelegen hatte. Es waren nicht unsere Bräuche, es waren die vor unserer Zeit. Unsere Blicke trafen aufeinander, während ich darüber sprach. Es tat gut auch mal mit anderen Menschen zu sprechen, die mir nicht unbedingt so nahe standen wie meine Schwester oder meinen Vorgesetzten. Nach langer Zeit war Tessia einer der Menschen, der ich vertraute obwohl sie keine von uns war. Ich wusste nicht wieso, aber es war mir noch nie sonderlich leicht gefallen anderen Vertrauen zu schenken. Selbst jetzt hatte ich noch große Probleme damit Lexas Volk in unsere engeren Kreise zu schließen. Es ging eben immer noch auch um unsere eigene Sicherheit. Es waren so viele Dinge passiert. Doch wenn wir nicht mehr im Krieg leben wollten, hatten wir keine andere andere Wahl. Ich hatte keine andere Wahl als blind zu vertrauen. Es war Clarke- ich hatte ihr Wort und ich wusste wie viel Einfluss sie mittlerweile auf jeden von uns hatte. Dank ihr hatte ein großer Teil unserer Leute auf der Erde im Dropship übelerbt. Hier, wo alles angefangen hatte. Ich hoffte nur wirklich, dass man sich auf ihr Wort auch desweiteren verlassen konnte. „Ich weiß du hälst nicht viel von der Idee, nach Mount Weather zu stolzieren und alle Gefangenen zu befreien, aber je mehr Tage vergehen umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Freunde darin sterben oder bereits Tod sind. So oft wie ich versuche es abzuschalten umso verrückter macht es mich, wenn die Gefühle dann wieder hochkochten. So wie sie es jetzt im Augenblick taten. Vermutlich würde nie eine ruhige Zeit vergehen, in der ich meine Gedanken nicht daran verschwendete, eine Lösung zu finden. Aus meiner Sicht hätten wir schon längst tätig werden können. Wozu warten- auf was genau warten? Lexa hatte nicht vor ihre ganze Armee zu verlieren, doch was brachte ihr das, wenn sie jeden Tag schon so viele Menschen in Mount Weahter verlor. Die Unschuldigen starben. Die, die nicht aus Vergnügen Kämpften. Solche Menschen wie Jasper, Harper oder Monty es eben waren. „Immer wenn ich daran denke, habe ich einfach das verlangen sofort etwas zu tun. Aber es scheint einfach nichts zu passieren. Ich weiß nicht, was ich tun soll.“ Vermutlich hatte Tessia alles andere als Lust sich mit mir auf dieses Thema einzulassen. Sie hatte mir bereits ihren Standpunkt zu diesem Thema erläutert. Sie hatte nichts mehr mit den Triku am Hut. Sie bemitleidete diese Menschen nicht. Doch sie konnte mir nicht erzählen, dass sie sich nicht genauso gefühlt hätte, wenn es um Menschen gegangen wäre, die ihr nicht unbedeutend waren. „Ich werde nicht mehr lange auf das warten was der Commander beschließt. Wenn wir nicht bald handeln, gibt es für uns absolut nichts mehr zu tun. Es ist mir egal wie Riskant es ist. Wenn einer sein Leben dort drinnen verliert, denn soll es auch nicht um sonst gewesen sein.“ Und ich hatte vor durch die Tunnelsysteme in die Zentrale zu gelangen. Ich war mir sicher, dass es funktionierte. Wenigstens soweit, dass die Reaper außer Gefecht gesetzt sind. Tessia musste das ganze nicht verstehen. Ich rieb mir die Schläfen und seufzte frustriert. "Tut mir leid. Dieses Thema scheint sich manchmal einfach in meinen Kopf zu brennen." Ich ballte meine Hand zu einer Faust und schlug sie gegen meine Stirn. Es war eben nicht so leicht, diese Dinge zu verdrängen, auch wenn es mir leider oft genug passierte im Alltag. Die Sache war doch total Bescheuert!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mo Nov 12, 2018 12:15 am

Yashar
Isabella schien von meiner Idee nicht abgeneigt, auch wenn ich wusste, dass Yuri es war. Keine Ahnung wieso, denn eigentlich sollte er doch froh sein uns los zu werden. Er hatte weniger Arbeit und musste sich nicht ständig darum sorgen, dass wir an jeder Ecke drauf gingen. Ich war kein schlechter Kämpfer im Notfall würden es meine Fähigkeiten sicherlich auch noch zu etwas bringen. Ich kaute auf meiner Unterlippe herum. Doch letztendlich ließ er es zu. Eine andere Wahl hatte er auch nicht! Er konnte uns ja auch schlecht hier festhalten. Unserer Wege trugen uns auseinander und selbst wenn er es nicht wahr haben wollte, war es so. Selbst wenn er uns davor warnte bei solch einem Schnee raus zu gehen. Doch das war das letzte, was uns jetzt noch aufhalten sollte. Wir machten uns startklar. Ich sattelte eines der Pferde und gab Yuri die letzten Groschen die ich noch in meiner Manteltasche hatte. Pferde waren keine Offensichtlichkeit. Man verschenkte sie nicht einfach so und da ich eh keines besaß entschied ich mich kurzer Hand dafür, ihm dieses abzukaufen. Freund hin oder her- was auch immer wir waren. Wir hatten einfach auch keine andere Wahl. Selbst wenn ich mich vielleicht wieder einmal in Yuri getäuscht hatte- schließlich hatte er ein weiteres Mal sein Leben für uns riskiert- vielleicht waren wir nicht mehr so Dicke, wie wir es damals gewesen waren. Und auch das mit Yenn, ich war froh das ich nicht mehr in ihrer Nähe sein musste. Der Kuss der beinahe in der letzten Nacht passiert war, schien uns beide zu beschäftigen. Ich machte mich also fertig und begann das Pferd zu satteln. Ebenfalls gab Yenn uns eine Tasche mit dem Nötigen Proviant, den wir brauchten. Ich konnte gar nicht sagen wie Froh ich darüber war, dass sie all diese Dinge für uns tat. Ohne die beiden wären Isabella und ich vermutlich nicht sonderlich weit gekommen, selbst wenn es keiner von uns jemals laut zugegeben würde. Wir waren eben beide Dickköpfe was das betraf! Für einen kurzen Augenblick spielte ich auch mit dem Gedanken Isabella meinen teuren warmen Mantel zu überlassen, doch unter diesem trug auch ich nur einen Fetzten der meinen Oberkörper zierte. Es waren Löcher in dem Stoff und ich hatte keine Möglichkeit mich gegen die Kälte zu schützen. Wir mussten also sehen wie wir uns damit arrangierten. Keiner von uns besaß nicht wirklich viel Geld. Wir mussten alle sehen, dass wir mit dem was wir besaßen um die Runden kamen und somit blieb Isabella leider auch nichts anderes als das Kleid, welches Yennefer für sie übrig hatte. Es war nicht  Ideal für die Kälte da besonders ihre Schuhe Löcher hatten, aber es war das beste was uns blieb. Ich erwartete auch nicht mehr von Yenn, sie hatte uns wirklich schon genug geholfen. Also machten wir uns auf den Weg. Der Schnee war hoch und ich versuchte das Tempo für uns beide zunächst ein wenig zu drosseln. Es war glatt und ich wollte kein Riskio eingehen. Vor allem nicht, weil Isabella jede Bewegung in ihrem Körper spürte. Es konnte Gefährlich sein zu viel Bewegung in ihre Wunden zu bekommen, genau aus diesem Grund versuchte ich es zunächst einmal so. Sie hatte sich eng an mich gekuschelt und versuchte sich zu wärmen. Dieser Aktion ersparte ich mir meinen Kommentar. Es war okay, wir wussten beide das es notwendig war. Ich nahm es ihr nicht übel, dass sie hin und wieder ihre Augen schloss. Selbst wenn ich wusste wie Gefährlich es war. Ich hatte nicht vor zuzulassen, dass sie vor meinen Augen noch unterkühlte. Genau aus diesem Grund musste ich also versuchen sie wach zu halten. Mit Smalltalk. Eine dumme Idee, gerade weil ich nicht wirklich gut darin war. Eine andere Möglichkeit sah ich jedoch nicht. „Bist du sehr böse darüber, dass wir Yuri und Yennefer verlassen haben?“, fragte ich kurzerhand und lauschte dem Schnee unter den Hufen unseres Pferdes. Ich wusste das sie nicht Böse war. Auf der anderen Seite jedoch musste ich mir eingestehen, dass Yuri und Yennefer vermutlich besser mir solch einer Situation wie dieser hier ausgekommen wären. Vermutlich hätten sie uns auch noch ein wenig bei sich behalten. Solange, bis der Schnee ein wenig getaut wäre. Aus irgendeinem Grund jedoch, hätte ich es einfach nicht länger bei ihnen ausgehalten. Mir fiel die Decke auf dem Kopf und ich wollte wirklich nur noch nach Hause. Nach Hause, dort wo mir das Chaos vermutlich noch zu Ohren steigen würde. Wir waren noch eine Gute Zeit unterwegs. „Ich meine das klingt vielleicht Blöd, aber ich glaube, dass die beiden ein wenig Organisierter an die ganze Sache hier ran gegangen wären. Ich hab es nur nicht mehr ausgehalten. Mir ist da drinnen fast die Decke auf den Kopf gefallen. Tut mir Leid das das ganze immer so Chaotisch ist. Das du da durch musst.  Ich bin manchmal ziemlich egoistisch."
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Nov 12, 2018 10:15 pm

Isabella Mason
Ich war wirklich froh, dass wir von hier gingen. Ich wusste, dass ich dankbar sein konnte, dass sie mir geholfen hatte. Aber beide waren gerade nicht besonders gute Freunde und würden es nie wieder. Yennefer hatte ein Problem damit, dass ich ein doch eher gutes Verhältnis mit Yashar hatte. Yuri sprach von mir immer noch in der dritten Person, als wäre ich nicht anwesend. Darauf konnte ich gut verzichten. Anscheinend hatte ich hier unten wirklich nur einen einzigen Freund und das war Yashar. Aber das musste er nicht wissen. Er hatte schon wirklich mehr als genug für mich getan, auch wenn er das nicht zu bemerken schien. Während er das Pferd bereit machte, nutzte ich die Zeit und ass noch etwas kleines. Ich musste mir wieder angewöhnen regelmässig zu essen, sonst würd3 ich für immer wie ein Hungerhaken aussehen. Aber was sollte ich dazu sagen? Ich bediente mich an einem der kleinen Brötchen, die Yennefer gebacken hatte und trank noch ein bisschen Wasser. Danach war Yashar auch schon bereit. Ich schluckte den letzten Bissen hinunter und ging nach draussen. Yashar half mir auf das Pferd, bevor er sich selbst in den Sattel schwang. Der Abschied war schnell hinter uns. Ich hatte mit den beiden sowieso nichts am Hut. Wir ritten los, wobei ich mich vorsichtig an seine warme Brust lehnte. Ich spürte seine Muskeln darunter und trotzdem waren sie bequem. Es gefiel mir, das musste ich eingestehen. Das Pferd kämpfte sich durch den Schnee, während ich die Wärme, die Yashar ausstrahlte, gierig aufsog. Ja, das konnte ich wirklich gebrauchen. Es war kalt hier draussen und das Kleid war nicht gerade die optimale Kleidung, aber es war besser als nichts. Hin und wieder schloss ich die Augen, während mein Kopf an seiner Brust ruhte. Anscheinend hatte er es sich dann aber doch anders überlegt und fing an, mit mir zu reden. Ich lachte leise auf, was ich aber gleich darauf bereute. „Natürlich bin ich dir nicht böse. Ich war kein bisschen mit ihnen befreundet. Sie konnten mich nicht wirklich leiden – vor allem Yennefer nicht. Ich weiss nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund ist sie eifersüchtig auf mich", sagte ich und runzelte die Stirn. Ich zuckte aber gedanklich nur die Schultern. Ich hob meinen Kopf und sah direkt zu Yashar hinauf, aber er war immer noch um einiges grösser. „Du und egoistisch? Die ganzen letzten paar Tage warst du alles andere als egoistisch. Du warst total selbstlos, sonst hättest du nicht mein Leben versucht zu retten – mehr als einmal. Also mach dir nicht über so etwas Gedanken. Ich bin froh, wenn wir wieder alleine sind", sagte ich ehrlich und lächelte ihn schwach an, bevor ich wieder nach vorne sah. Na ja, ich teilte nicht gern. Wir hatten uns zwar nie gross miteinander unterhalten, aber es war dennoch viel weniger gewesen als sonst schon. Er war halt doch mein einziger Freund. Er war wohl derjenige hier unten, der am meisten über mich wusste. Das war ihm vielleicht nicht so bewusst, aber mir schon. Ob wir so etwas wie Freundschaft hatten, wusste ich nicht. Aber ich konnte ihm nicht gleichgültig sein. Dafür hatte er sein Leben wirklich zu oft für mich riskiert. Er hätte mich auch einfach im Kerker sterben lassen und dennoch waren wir nun tatsächlich auf dem Heimweg.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Fr Nov 16, 2018 4:58 pm

Yashar
Ich konnte es nicht leugnen das die Dicke Luft zwischen Isabella und Yennefer nicht spürbar gewesen war. Doch wer war ich, dass ich mich dort einmischte. Die Dinge um die es gegangen war, waren vergangen. Nichts davon spielte noch eine Rolle. Vielleicht hatte es ja sogar etwas über die Dinge zwischen mir und Yennefer zu sagen. Es war vielleicht nicht ganz auszuschließen, dass Yenn mich nicht doch ein kleines bisschen mehr mochte, als sie es sich noch eingestand. Doch eigentlich sollte es mir wirklich egal sein. Es gehörte definitiv nicht mehr zu dem Leben welches ich mal geführt hatte. Ich war gar kein Typ für diese ganzen innigen Beziehungen. Ich war ein Typ für gar nichts. „Yenn hat die Dinge die sie zu dir gesagt hat gar nicht so gemeint, glaub mir“, entgegnete ich Isabella. Diese Worte kamen sogar recht locker über meine Lippen, denn soweit gab es wirklich wenig negatives was ich über sie behaupten könnte. Sie hatte uns aus einer wirklich schwierigen Situation geholfen. „Yenn hat ziemlich feuriges Temperament., aber du würdest sie sicher mögen wenn ihr euch ein wenig näher kennen gelernt hättet.“ Um sie zu verstehen, musste man sie wohl aber auch vorerst ein kleines bisschen besser kennen lernen. Das Isabella jedoch nicht in den Genuss dazu kam, war für mich aber auch kein Verlust. Ich neigte meinen Kopf zu ihr als sie mit mir sprach. Die Worte die sie über mich wählte, waren alles andere als passend aus meiner Sicht. Ich- war selbstlos? Sie brachte mich wirklich zum lachen.Mittlerweile sollte sie mich doch besser kennen, so gerne ich sie durch die Zeit auch gewonnen hatte. Ich hatte sie schließlich gerettet, da ich es nicht mit ansehen lassen hätte können, dass ihr unschuldiges Blut an meinen Händen klebte. Ich war irgendwie für sie verantwortlich. Wie ein streunender Hund war sie mir zugelaufen. War das nicht auch irgendwo Egoistisch? Irgendwann konnte ich mich schließlich nicht mehr mit meinen eigenen bösen Geistern auseinander setzten. Mehr Leid ertrug ich nicht. Mich aus der Sache raus zureden schien Isabella jedoch nicht hören zu wollen. Darauf hin verdrehte ich die Augen. Sie war froh, dass wir wieder alleine waren. Der Wahnsinn konnte also weiter gehen. Fast schon ein wenig gruselig, dass jetzt wieder alles so friedlich war nach den letzten Wochen die wir hinter uns gehabt hatten. Ich wollte gar nicht daran denken, in was für einem Zustand ich meine Hütte zurück gelassen hatte. Die Scheiben waren zerschlagen, die Unwetter herrschten und sicherlich hatten sich die nächsten Plünderer an meinen Sachen vergriffen. Eine Herausforderung in meine Privatsphäre einzudringen war es schon lange nicht mehr. Die Dreistigkeit der Leute war grenzenlos heutzutage. Meine Gedanken an diese Dinge ließen mich für einen kurzen Augenblick wieder sentimental werden. Ich räusperte mich und umfasste die Zügel meines Pferdes fester. „Wahre Worte. Scheint ein endloser Kreislauf zu sein mit uns beiden. Du und ich- gegen das Chaos der neuen Welt. Der Wahnsinn hat uns wieder.“ Kaum zu glauben, dass ich diese Worte einmal sagte. Es klang beinahe, als gehörte Isabella zu mir. So, als wäre es nie anders gewesen. Für einen kurzen Augenblick kam Stille auf. „Tust du mir einen kleinen Gefallen?“ Ich spürte wie sie ihre Hände in das Fell meines Mantels krallte. Innerlich konnte ich mir denken, wie kalt ihr war. „Ich will nur sicher gehen, dass das hier sauber ausgeht. Versuch nicht zu sehr in den Tiefschlaf zu fallen. Dafür ist es zu kalt. Wir sind wohl noch eine Weile unterwegs, aber- naja, sterbe mir jetzt auf den letzten Metern nicht weg.“ Es klang bescheuert. Aber vermutlich hätte kein anderes Wort diesen Satz besser klingen lassen. Es war eine Tatsache und ich wollte im Augenblick wirklich nichts Riskieren. Jetzt wo wir es wirklich so weit geschafft hatten. Nicht jeder konnte von sich behaupten solch eine Geschichte überlebt zu haben. Was Smalltalk betraf war ich wirklich der letzte, der Gut darin war, andere Leute zu unterhalten. Geschweige wenn es darum ging einen lockeren Umgang zu repräsentieren. Gesellschaftlicher Umgang mit anderen Menschen war nicht gerade etwas, was mir außerordentlich gut lag. [Gerade läuft bei mir zufällig in der Playlist das Cover zum Fallout Game: Take Me Home, Country Roads und das passt voll gut mit der Szene irgendwie wie die da mit dem Pferd lang reiten. Haha, muss ich mal eben los werden gerade, sorry xD Bin gerade im Schreib-Flow gewesen]


Zuletzt von Troian. am Fr Nov 16, 2018 5:51 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Fr Nov 16, 2018 5:43 pm

John Murphy
Um ehrlich zu sein, hätte ich wirklich niemals wieder geglaubt die Krankenstation zu verlassen. Abby hatte mir nach Wochen immer und immer wieder das Verbot erteilt, mich aus der Krankenstation zu schleichen. Ich sollte ja nicht auf irgendwelche „dummen“ Ideen kommen. Ihr war bewusst mit wem sie sprach, oder? Abby war nicht meine Vorgesetzte. Auf Regeln hatte ich mich in meinem Leben noch nie sonderlich verlassen. Es ging um meine Gesundheit und zum Teil wurde ich das Gefühl auch einfach nicht los, dass ich meine Verbrennungen und inneren Verletzungen nicht los wurde. Raven hingegen war schon ein wenig früher auf den Beinen. Sie ließ sich immer weniger blicken und schien wieder voll und ganz in ihre Arbeit eingebunden. Dinge änderten sich so schnell eben nicht. In dieser Zeit auf der Krankenstation verstand ich mich ein kleines bisschen besser mit Jasper und Monty, doch wurde das Gefühl nicht los, dass diese mir immer noch nicht ganz trauten. Es spielte also keine Rolle, seine Schulden wieder zu begleichen. Sie hielten mich weiterhin für den Verräter. Es sollte so- es war ja nicht so als wäre ich auf die Aufmerksamkeit dieser Freaky angewiesen. Die darauf folgende Zeit war ich an diesen dämlichen Rollstuhl gebunden der mich systematisch an irgendwelche Tischkanten beförderte und die Schmerzen nicht besser machte. Jap, ich fluchte relativ viel über dieses Mitteil, doch heute- Ja! Heute war der Große Entlassungstag. Ich stand wieder einigermaßen auf den Beinen. Trotzdem zeichneten sich noch leichte Schwellungen und Verletzungen die noch nicht ganz verheilt waren auf meinem Körper ab. Von der Stimmung im Camp hatte ich relativ wenig in meinem „Bunker“ mitbekommen. Umso überraschender war es für mich all diese Dinge zu erfahren, als ich wieder meine ersten Schritte humpelnd durch das Camp tat. Clarke war verschwunden. Die „große Heldin“ ertrug das Leid der Gesichter nicht, denen sie Menschen genommen hatte. Genau aus diesem Grund hatte Jasper uns allen wohl auch den Rücken gekehrt. Mich sahen sie mit gemischten Blicken an- vermutlich hatte es sich herum gesprochen was ich getan hatte, auf der anderen Seite machte es die Sachen wohl nicht wieder weg die ich getan hatte. Wie immer also. Ich konnte es sowieso nicht leiden, wenn sie mich ansahen, als sei ich etwas- oder jemand besonderes. Bullshit. Es dämmerte, die Sonne war beinahe komplett hinter der Ark unter gegangen. Die Menschen tummelten sich durch die schmalen Gänge der Zelte. Wie aufgescheute Bienen eilten sie umher. Ein Gefühl von „Heimat“ kam nicht gerade auf. Es schien alles wie immer. Man konnte den Menschen eben nicht bis vor den Kopf schauen. Meine Beine trugen mich automatisch an eine der Stände an denen ich wusste, dass es Bier gab. Miles, der Kerl der den Stand betrieb schien jedoch alles andere als operationsbereit mir eines auszuhändigen. Ich hatte keine Kohle- woher auch? Ich hatte meinen letzten gesamten Monat auf einer Krankenstation verbracht. „Alter, ich hab euch den Arsch gerettet. Ein Bier ist das mindeste was mir zusteht. Wie wäre es, wenn ich mit meinen Schmerzen bezahle?“ Er sah mich mit gemischten Gefühlen an, ehe jemand neben mir das Wort ergriff. Eine Stimme neben mir ergriff das Wort und schob etwas über den Tresen. Wirklich? Ich sah auf. Raven Rhyes. Sie sah gut aus, aus meinen Augen. Beinahe wieder wie ganz sie selbst. Selbstsicher und aufgeweckt. Dieser Anblick war mir beinahe in Vergessenheit geraten. „Damit kann ich Arbeiten“, meinte ich, verkniff mir ein lächeln und umfasste den Kelch mit Bier in meiner Hand. Ich drehte Miles den Rücken zu, stütze mich auf das Podest hinter mir und legte den Behälter an meine Lippen. Mit einem Ruck exte ich die Flüssigkeit. Ich knallte den Becher wieder auf den Tisch und erhob die Hand. „Noch eins.“ Für einen kurzen Augenblick lag es mir auf der Zunge, ihr wirklich ein wenig näher zu treten und zu fragen wo sie die letzten Wochen geblieben war. Schließlich hatte ich ihr das Leben gerettet. Einen wirklich Anlass fand ich dann jedoch wirklich nicht. Was wollte ich ihr Hören? Das sie mir dies mein gesamtes Leben lang hinter her trug? Oder das sie sagte, dass ich vielleicht doch gar kein so schlechter Kerl war? Ich verzog das Gesicht über den Nachgeschmacks des Biers in meiner Kehle. In meiner Abwesenheit hatte ich mir das wesentlich geiler Vorgestellt. „Was siehst du mich so an? Keine blöden Sprüche? Kommentare? Stichellein darüber wie verprügelt ich noch aussehe?“ Kurz glitt mein Blick zu ihrer Bein protese. Im Augenblick teilten wir noch das selbe Leid. Auch ich war nicht in der Verfassung richtig zu gehen. Ich legte den Kopf schief und seufzte. „Trink mit mir.“ Miles schob wiederwillig das zweite Bier auf den Tisch. Ich ließ meine Hand dicht neben ihr auf dem Tresen nieder. „Du schuldest mir was. Trink ein zwei unschuldige Biere mit mir Rhyes.“ Ich nahm das Bier und schob es zu ihr herüber. Begeistert schien sie nicht zu sein, doch so wie damals sah sie mich wenigstens auch nicht mehr an. "Na komm, sei ein großes Mädchen für mich oder traust du mir nicht?"
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Mo Nov 19, 2018 3:01 pm

Tessia
Weihnachten klang nach einer ziemlich schönen, warmen Tradition. Die Art wie Bellamy davon erzählte gefiel mir. Ich hätte gern mal ein solches fest mit meinem Bruder gefeiert, aber das war heute wohl nun nicht mehr möglich. Selbst wenn ich nicht auf der Flucht wäre und genug Zeit für so ein Fest hätte, wäre mein Bruder immer noch tot. Doch das machte mich nicht weniger neugierig. Ich wollte wissen wie so ein geschmückter Baum aussah. Ich wollte auch so kitschige Girlanden basteln und Kekse backen. Es klang... nett und friedvoll. Ich hätte das gern mal erlebt, aber offenbar war das unmöglich. Dieses Jahr würde aufgrund der Ereignisse in Mount Weather wohl ausfallen. Wer wusste aber, ob ich nächstes Jahr noch hier war? Ich war auf der Flucht. Vielleicht war ich bis dahin schon in der Wüste angekommen oder man hatte mich verjagt oder gar getötet. Meine Zukunft war ungewiss. Niemand wusste, wo ich demnächst noch landen würde. „Das ist schade... ich hätte es gern mal gesehen. Es klang ganz lustig, als du davon erzählt hast. Vielleicht würde euch das mal ganz gut tun.“ Immerhin kämpften sie ununterbrochen seit sie auf der Erde gelandet waren. Ein friedliches Familienfest wäre sicher mal eine ganz gute Abwechslung für die Skaikru. Aber stattdessen dachte sie nur an Mount Weather und stürzten sich freiwillig in ihr verderben. „Ich kenne Mount Weather. Ihr werdet sterben, wenn ihr wirklich vorhabt dort einzufallen. Der Bunker ist luftdicht verschlossen. Da kommt niemand rein. Mal ganz abgesehen von dem giftigen Nebel, durch den keiner bis an sie ran kommt. Und selbst wenn du einen Weg finden würdest... die haben Schusswaffen, mehr als ihr euch je denken könntet.“ War Bellamy klar, in was er sich da stürzen wollte? Denn es schien nicht so. Entweder er begriff es nicht oder aber er war lebensmüde und wollte sterben. Ich seufzte und löste mich langsam aus der Umarmung, als er sich mit den Mountain Men dran hielt. Was sollte ich denn sagen? „Bell, ich bin mit diesen Monstern aufgewachsen. Ich habe viele ihrer Opfer gesehen... es ist wirklich übel. Schlimmer als du jetzt vielleicht denkst. Ich weiß du willst deinen Freunden helfen, aber... ich denke das kannst du nicht mehr. Wenn du es versuchst wirst du dabei nur selbst sterben und was mache ich dann? Du kannst mich hier ja nicht allein lassen.“, murmelte ich und lächelte schwach, um letzteres als Witz zu markieren, aber... es war die Wahrheit. Ohne Bellamy würde ich hier draußen von den Groundern geschnappt werden. (Sorry, kurz ._.)
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mo Nov 19, 2018 11:13 pm

Bellamy Blake
[Neuer Link, oben] Vielleicht versuchte ich mir wirklich einzureden, dass es nicht Tessias Worte waren, die mein Fass zum überlaufen brachten. Die Dinge die Tag für Tag in meinem Kopf kursierten wurden schlimmer. Ich kannte mich, es nagte an mir. Es raubte mir den Schlaf. Aber wenn es jemanden gab der diese Gefahr richtig abschätzen konnte, denn war schließlich schließlich Tessia es. Sie war ein Grounder. Tess schätzte diese Gefahr ab und für sie schien es nahezu unmöglich unseren Freunden zu retten. Dabei ging es nicht nur um unsere Leute, sondern auch um ihr Volk. Nichts. Vermutlich waren es auch viel mehr die Dinge, die zwischen den Zeilen passierten die mich letz endlich zu übereifrig handeln ließen, doch ich würde wahnsinnig werden je länger ich einfach nur rumsaß und auf irgendwelche Wunder hoffte. Lexa war nicht bereit uns eine Armee an die Hand zu geben. Und genau aus diesem Grund, würde ich selbst Handeln. Es sollte und würde uns nicht aufhalten, zu Handeln. Gemeinsam mit Lincoln hatte ich oft genug darüber gesprochen und auch wenn fast jeder im Camp der ansicht war, dass es noch nicht an der Zeit war, wusste ich, dass es anders war. Ich war bereit dazu. Wenn es sein musste, riskierte ich dafür sogar mein eigenes Leben. Ich war es so vielen Menschen die in Mount Weather festgehalten wurden schuldig. Was war ein Leben, gegen das der vielen die jeden Tag bezahlt wurden?! Ich wusste von den Tunnelsystemen die unter Mount Weather lagen und die Gefahren die dort unten herrschten. Die Reaper. Mit Jasper hatten wir über Funk darüber gesprochen. Er lebte! Minimale Anzeichen von Hoffnung! Es war ein Zeichen dafür, dass es noch nicht zu Spät war! Doch die Zeit eilte seinen Taten voraus. Wie viel Zeit würde uns noch bleiben, wenn wir einfach dabei zusahen wie uns die Möglichkeiten genommen wurden? Clarke würde es mir verzeihen, ich war Stark und nicht Dumm! Selbst wenn ich gegen die Pläne der anderen verstieß. So leicht würden diese Leute von Mount Weather mich nicht brechen und auch wenn ich nicht wirklich wusste, nach was ich suchte, es war schon ein kleiner Anfang wenn man ihre Nebelzonen maximierte oder ihre Verteidigungssysteme herunter fuhr. Wenn Jasper es schaffte Kontakt zu uns herzustellen, denn schaffte ich es auch irgendwie. Scheinbar schien es ja auch etwas Hilfe von Innen heraus zu geben. Es waren also nicht alle Mountian Man auf ihrer Seite und teilten die Ansichten von ihrem Anführer. Jasper Vertraute zudem einem Mädchen, dessen Namen Maya zu sein schien. Ein Anhaltspunkt. Es gab also allen Grund zu Hoffen! All unsere Leute verließen sich auf unsere Hilfe. Wir würden sie sicher nicht enttäuschen! Ich packte also in der darauffolgenden Nacht nachdem ich Tessia einen Besuch abgestattet hatte, meinen Kram zusammen und machte mich mit dem Pferd meiner Schwester auf den Weg. (…..) Einen besonderen Vorsprung verschaffte es mir zwar nicht, da ich wusste das sie versuchen würde mich aufzuhalten, sobald sie heraus fand das ich fort war. Es waren vielleicht wenige Stunden. Ich kannte meine Schwester. Sie war die erste Person, die so Naiv war mir in den Tod zu folgen. Doch dazu würde sie alleine keine Chance haben. Lincoln würde sie nicht lassen. Ich würde in der Nacht bereits in den Tunnelsystemen sein und würde mich zur Not den Mountian Man stellen, um in ihre „Festung“ einzudringen. Danach würde es keinen Weg mehr zurück geben. Es war ein Anfang! An der besagten Stelle über die ich mit Lincoln desöfteren gesprochen hatte, stieg ich vom Pferd und befestigte es an einen der Äste. Von hier unten erwarteten sie einen nicht und auch wenn mir nicht wohl mit der Sache war, war ich fest entschlossen.  Die Tunnel- sie waren wirklich hier. Meine Hand glitt über das feuchte Gestein, während meinen Körper versuchte durch die Nische zu quetschen. Um meinen Gurt am Rücken baumelte ein Maschinengewehr, eine Waffe und an meinem Gürtel waren ein paar Messer befestigt. Durch die Reaper war es vermutlich eine eine sonderlich Gute Idee ein Eröffnungsfeuer zu eröffnen. Zunächst müsste ich mich also Lautlos bewegen. Ich leuchtete mir mit der Taschenlampe so gut es ging den Weg voran und hielt für mehrere anhaltende Sekunden die Luft an. Hier unten roch es nach Verwesung, Feuchtigkeit und Tod. Tierschädel und Skelette zierten meinen Weg je tiefer ich in das System eindrang. Ich wollte gar nicht wissen was mit diesen Menschen- die halb Kannibale- halb Mensch gewesen waren, anstellten. Es war zudem so dunkel, dass man kaum die Hand vor Augen sah und ich bei fast jedem Schritt davor stand, zusammen zu zucken. Stillgelegene Bergwerk Wagen kreuzten meinen Weg wessen mir versicherte, dass ich auf der richtigen Spur war. Dennoch wurde ich immer mehr das Gefühl nicht los, nicht allein zu sein. Immer vorsichtiger setzte ich einen Fuß vor den anderen. Als ich dann jedoch schlagartig Fuß Schritte vernahm, erlosch mein Taschenlampen Pegel schlagartig. Unkontrolliertes brummen, schniefen, keuchen und mächtige Schritte die in meine Richtung kamen. Schatten zeichneten sich auf den Wänden ab und näherten sich. Meine Beine trugen mich zügig hinter einen der Bergwerk Wagen in der Nähe. Ich hielt die Luft an um den Gestank von angetrockneten Blut auszublenden. Kurz schloss ich sogar die Augen und rutschte soweit ich konnte in die hinterste Ecke die mir verblieb. Das war sowas von ungünstig! Das letzte was ich wirklich wollte war, dass diese Dinger mich auseinander nahmen. Es schienen Vier von ihnen zu sein. Sie Partoullierten und schienen meinem Wagen immer näher zu kommen. Näher. Frontal. Hatte ich eine Chance? Eine Wahl? Ein Schuss würde noch mehr von ihnen anlocken. Mit einer Hand begann ich eines der Messer fest zu umschließen. Ich zählte die Sekunden um mich herum. Fünf- Vier- Drei- Zwei- Sie würden gleich direkt in meine Richtung sehen. Und genauso war es. Ehe sie sich in meine Richtung wandten und reagieren konnten. Rammte ich meinem Frontmann ein Messer direkt in die Brust. Er taumelte, schien zunächst weder beeindruckt, noch erschrocken, ehe ich ihm es noch tiefer in die Brust schob und er auf die Knie glitt. Seine drei Gefährten wurden aufmerksam. Ehe ich mich versah, wurde ich in die Luft gehoben und mit voller Macht auf den Boden gedrückt. Knack. Eine Rippe. Vielleicht zwei? Das nächste was ich spürte waren die Hände der Person über mir die mich auf den Boden drückte. Es waren nur Sekunden, doch ich spürte dass ich trotz meiner Anstände zu zappeln keine Chance hatte. Mit meiner Hand gab ich es auf, nach einem weiteren Messer zu greifen an meinem Gürte zu greifen. Ich keuchte auf. Spürte wie mir das Blut in den Kopf stieg und ich nach Luft japste. Meine Hände umfassten die seinen. Er schien wie ein unbesiegbarer großer Bär, der seine Zähne fletschte und sich wie ein Monster benahm. Es war verrückt in diese Toten Augen dieses Mannes zu sehen. Meine Handschläge gegen die Hände meines Gegners schienen nichts zu bewirken. Sie wurden schlapper. Mühloser. Ich spürte nur noch wie sich eine glasige Sicht um meine Augen zog. Verdammt, so hatte ich es mir nicht vorgestellt! Was würde es bringen wenn ich hier drinnen mein Leben verlor?! Plötzlich, wie ein Wunder war ich frei- ich atmete. Mein Gegenüber sackte zu Boden. Das Summen in meinem Ohr und meine verschwommene Sicht legten sich. Ich keuchte und vernahm ein Geräusch das so hoch war, dass es beinahe die Luft zerschnitt. Ein Schwert. Ein kleiner Aufschrei, ehe ich es wagte die Augen wieder zu öffnen. Die Blonden langen Haare von Tessia wirbelten nahezu in Zeitlupe durch die Luft. Blut tropfte von der Messerspitze meines Gegenübers und sie schnappte nach Luft. Die Reaper rechts und links vor mir vielen reglos zu Boden. Meine Augen hingen für einen kurzen Augenblick an ihr, ehe ich realisierte, dass sie mir gerade den Arsch gerettet hatte. Sie verweilte kurz in ihrer Position, in denen sie den beiden Reapern nahezu lautlos die Kehle aufgeschnitten hatte. Ich schnappte nach Luft. Tessia war hier?! Sie trug ihre typische Grounder Uniform, hatte ihre Haare lang geöffnet aber mit wenigen Zöpfen darin verflochten und hatte leichte schwarze Farbe im Gesicht die wohl der Tarnung oder der Geruchs Abdeckung diente. Ich war Wortlos. Wie?! Was machte sie hier?! Das lief so nicht nach Plan! Sie sah aus wie ein Grounder, wessen ich oft vergaß wenn sie in meiner Nähe war. Oft sah ich sie nicht Kämpfen, aber alleine diese gezielten Bewegungen bei ihr wirkten, als sei sie eine Kampfmaschine. Sie war nicht diese zierliche Frau. Sie wirkte Skrupellos. Ich versuchte mich aufzuraffen, ehe ich ihren Arm verspürte der mir aufhalf. Ich wollte ihre Hilfe nicht, doch schien mich nicht dagegen wehren zu können ehe ich wieder auf den Beinen stand. „Danke“, röchelte ich Atemlos. Stille überkam uns. Es schienen keine weiteren Angriffe zu folgen. Ich nahm den Moment um mich herum um mich zu fangen. „Hat meine Schwester dich geschickt?“, waren die nächsten Worte die ich irgendwie von mir geben konnte. Warum sollte sie sonst hier sein?! Das ganze durfte doch nicht wahr sein. Sie konnte nichts von meinem Plan wissen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Di Nov 20, 2018 12:07 am

Alexander Mercier
[Neuer Link, oben] Ich sah Jane zuversichtlich an. Sie sah mich jedoch im Gegenzug an, als hätte ich nicht mehr alle Schrauben locker. Beinahe schon niedlich. Je länger ich jedoch über diesen Plan nachdachte, umso besser wurde er. Doch nicht nur Jane verstand nicht, sondern auch Kane war Ratlos. Sie gingen jedoch von der Falschen Takik aus. „Nicht diese Tore.“ Ich nahm mir einen der Stifte und wandte mich dem Papier auf dem Tisch zu. Mein Blick glitt zu Kane. Ich klopfte mit der Kappe aud den Tisches und zeichnete einen Kreis auf. „Die des Dropships. Euer erstes Lager. Richtig?“, fragend blickte ich zu Jane. „Die Ark liegt hier.“ Ich zeichnete ein Kreuz etwas außerhalb des Kreises. „Ich habe mir die Gegend ansehen können. Sie haben die Chance von allen Seiten das Lager zu umstellen und dann in die Mitte locken. Wir werden den Angriff weg von Arkadia ziehen und in dieses Zentrum verlagern. Wir werden sie zwingen, dass Dropship zu umstellen. Es sind die Menschen die sie angreifen, euer Lager- eure Ressourcen, das ist ihnen alles egal. Sie wollen mich und ich werde mich ihnen stellen. Es wird genug Aufmerksamkeit auf sich ziehen um sie aus der Reserve zu locken. Vielleicht sogar um ihren Anführer, ihren „Visir“ Arian heraus zu locken. Er wird sicher nicht an der Vordersten Front stehen. Sie wollen Rache und eure Leute rekrutieren und ich weiß auch schon wie wir sie dazu kriegen. Das einzige was wir brauchen sind ihre eigenen Waffen, Lautlose Ausschaltungsmanöver. Keine Gewehre. Und wir brauchen jeden Mann den wir kriegen können.  Ihr-, ich meine eir sind deutlich in der Unterzahl. Aber wir könnten sie in dieses Zentrum locken und von dort aus auschalten.“ Ich sah in die erwartungsvollen Gesichter meines Gegenüber. Kane schien der Sache immer noch nicht zu trauen. Er verschränkte die Arme vor der Brust und zog ein sehr unheilsames Gesicht. Er leckte sich die Lippen, sah kurz auf die Karte und schien zu überlegen. Ich wusste das Kane ein Guter und Weiser Mann war. Ich war mir sicher, dass er die richtigen Entscheidungen traf. Trotz des mangelnden Vertrauens zu mir, war er eben ein Mensch, der in die Guten Eigenschaften eines anderen vertraute. „Wie viel Männer brauchst du?“, waren seine nächsten Worte ehe ich ein erleichtertes kleines Geräusch von mir gab. Ich nickte ihm zu. Sein fester Blick verriet mir, dass er mir glaubte und sich auf mich verließ. (…...) Es dauerte, doch innerhalb von wenigen Stunden waren wir dabei unsere Verteidigung aufzubauen. Die Leute im Camp waren unruhig. Sie Misstrauten mir. Eine gesunde menschliche Reaktion. Eine Reaktion, von der auch ich langsam wieder Dinge vernahm. Auch Mirah spielte eine sehr wichtige Rolle in diesem Plan. Wir ließen sie ziehen. Ich hatte keine andere Wahl als ihr zutrauen und um ehrlich zu sein tat ich dies auch. Denn dank ihr sollte der Plan aufgehen. Sie würde die Armee zum Dropship führen. Sie würde mich nicht hintergehen. So schwer es mir fiel, wir verletzten sie, fügten ihr ein paar tiefe Schnitte zu und setzten sie dann im Wald an der Grenze aus. Ich wusste das Mirah sich in große Gefahr begab. Sie hätten sie schließlich auch als einen Verräter ausschließen können, doch sie würden ihr alles abkaufen was sie bei uns gesehen hatte. Es war eben ein Bauchgefühl das mir verriet, dass Arian darauf einging. Er kochte vor Wut und er wollte das was ihm gehörte wieder. Mich. Das perfekte Schauspiel, da ich wusste wie sehr die „Speer“ ihre Augen an den Grenzen offen hatten, hatten wir es auch so echt wie möglich aussehen lassen. Die Stunden rannen davon und ich wusste, dass dieser Abend die letzte ruhige werden würde bevor das Schlachtfeld getränkt werden würde von Blut. Denn selbst wenn ich versuchen würde so viele Unschuldige Menschen wie Möglich zu entlasten und zu beschützen, wusste ich dass ich es nicht könnte.. Diese Gedanken hielten mich wach. Ich gönnte mir keine Ruhe während die Menschen um mich herum Arkadia langsam aber sicher verließen und ihre Postionen in dem Lager des Dropships, in den Bäumen und Gräbern einnahmen. Ich war alles andere als in der Lage dazu meinen Körper zu entspannen, selbst wenn ich wusste das in wenigen Stunden ein Angriff vor der Tür stand. Arkadia wirkte mit einem Hauch wie leer gefegt. Eine Gruselige verlassene Stadt. Ich wusste nicht wieso, aber irgendwie fühlte es sich befremdlich und nah zu gleich an. Beinahe wie ein Stück „Zuhause“. Ich hielt meinen alten Bogen in meiner Hand fest umschlossen. Kane hatte ihn mir gegeben und seit dem hatte ich ihn nicht einmal wieder aus der Hand legen können. Es war als verbände ich soviel damit. Ich erinnerte mich an die Einkerbungen in das Holz die ich nach dem Absturz der Farmnation für jeden Toten Grounder in das Holz es Griffes geritzt hatte. Jedes Fremde Blut das an meinen Händen klebte und jetzt stand ich hier und hatte sogar das Blut meiner eigenen Leute an meinen Körper kleben. Die der Unschuldigen, für eine „Gabe“- einen Witz. Geräuschlos zog ich einen Pfeil aus dem Köcher und ließ ihn durch meine Finger gleiten. Ich atmete tief ein, setzte an und begann ihn zu spannen. Aus den Augenwinkeln visierte ich eines der Ziele in der Ferne an. Eine Stimme ließ mich aufatmen und ich ließ den angespannten Pfeil sinken. „Schleichst du dich immer so heimlich an?“, murmelte ich und drehte mich zu Jane. Ein kleines tröstendes Lächeln umspielte ihre Lippen. Ich wusste jedoch, dass sie genauso angespannt war wie ich. „Warum bist du noch nicht mit den anderen gegangen? Taylor und die anderen sind bereits dort.“ Ich senkte meinen Blick und steckte den Pfeil in meinen Händen zurück in seinen Köcher auf dem Rücken. "Oder hast du es dir in letzter Sekunde anders überlegt und bist doch hier um mich zu erlösen?" Ein kleines neckisches grinsen huschte über meine Lippen. Eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit. So wie ich Jane kannte machte sie sich vermutlich einfach nur Sorgen. "Ich bin wirklich ein wenig erleichtert, das Vertrauen von Bellamy und Clarke gewonnen zu haben. Ich glaube die ganze zeit hier unten hat die beiden wirklich verändert." Ich kannte sie noch von damals. Auf der Ark hatte eben jeder jeden gekannt. "Ohne ihre Zustimmung und ihr Vertrauen hätten Kane und Abby das ganze sicher nicht durchgehen lassen." Doch umso größer war eben auch das Vertrauen in mich, dass mein Plan funktionierte. Doch wie hoch war die Wahrscheinlichkeit? War es meine Schuld, wenn all diese Menschen starben und ihr Leben ließen? Was, wenn sie diese Nummer durchschauten. Dieser ganze Druck war doch zum Kotzen. Kurze Stille kam auf ehe ich mich auf einen der Holzstämme hinter mir sinken ließ. "Du solltest hier bleiben und nicht dort draußen kämpfen", kaum zu glauben das es ausgerechnet diese Worte waren die aus meinem Mund kamen. Selbst Jane sah mich irritiert an, ehe ich glaubte das sie verstand was ich meinte. Hier war sie sicher. Dies würde ich ihr zwar nicht erläutern, aber sie musste da draußen nicht kämpfen. Ich würde es zumindest nicht ertragen sie zu verlieren, obwohl ich gerade erst wieder dank ihr zu mir selbst gefunden hatte. Sie war ein wichtiger Mensch in meinem Leben und sie hatte nie ihren Glauben in mich verloren. Dank ihr war ich jetzt noch hier. Ich brauchte sie genauso wie sie mich scheinbar brauchte.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Di Nov 20, 2018 10:04 am

Tessia
Nach Mount Weather zu stolzieren und dort einzufallen war die blödeste Idee, die man haben konnte. Mount Weather war eine Festung. Diese Leute schreckten vor nichts zurück und sie hatten die nötigen Waffen, um das zu zeigen. Sie entführten unsere Leute, töteten sie oder verwandelten sie in grausame Monster. Die realer, der Nebel, die Schusswaffen... das alles waren Gründe weshalb man nicht gegen diese Leute ankämpfen, sondern sich von ihnen möglichst weit fern halten sollte. Bellamy aber schien das nicht ganz zu verstehen. Oder aber er wollte es nicht verstehen. Er sah an dieser ganzen Sache nur seine Leute, die in diesem Bunker gefangen waren, aber hatte er auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht, dass noch viel mehr unserer Leute dort gefangen war und Lexa nicht umsonst nichts tat, um sie zu befreien? Wir hatten seit Praimfaya mit diesen Monstern zu kämpfen und hatten dennoch nicht versucht in ihre Festung einzudringen. Einfach weil es schlichtweg unmöglich war. Wenn nicht einmal die Luft in den Bunker kam, wie sollten wir das dann schaffen? Aber Bellamy war wie immer anderer Meinung. Ihm war es egal. Er riskierte lieber sein Leben, um das alles selbst herauszufinden. Und das sah ich in seinen Augen. Ich wusste, dass er keine Ruhe geben würde. Er würde nicht auf mich hören, das spürte ich. Also behielt ich ihn im Auge. Der Weg von der Ark nach Mount Weather führte am Dropship vorbei und da Bellamy nicht mitten am Tag aufbrach, schlief ich tagsüber und beobachtete nachts die Umgebung. Es war nur eine Frage der Zeit bis er auf dumme Ideen kam und das bestätigte sich, als er eines nachts einfach durch den Wald ritt - mit Octavias Pferd. Gut nur, dass ich vorbereitet gewesen war. Ich schnallte mir das Schwert auf den Rücken, lief raus zu meinem Pferd und schwang mich drauf. Ich folgte ihm, unauffällig. Ich wollte nicht, dass er mich bemerkte und mich wieder weg schickte. Er konnte das nicht allein durchziehen... ich stieg vor den Tunneln von meinem Pferd ab, ließ es frei stehen - wer wusste schon ob ich aus diesen Tunneln zurück kam - und Schlich Bell hinterher. Unterwegs griff ich mir noch etwas Erde, zog diese in dicken Streifen über mein Gesicht und hielt mich in den Schatten, während ich Bellamy folgte. Natürlich dauerte es nicht lange, bis die Reaper seine Anwesenheit bemerkten. Nichts geschah in ihren Höhlen ohne ihr Wissen. Ich hörte sie bereits kommen, als ich mich in die erstbeste Nische quetschte. Die rauen, unebenen Felswände boten mir viel Schatten und Schutz, während Bellamy sich hinter einen Wagen schob. Bei seiner mangelnden Vorbereitung hatte er sicher nicht einmal seinen Geruch mit dem Schlamm überdeckt. Und so schien es auch zu sein. Die Reaper rochen ihn. Sie kamen ihm immer näher und selbst mir schlug das Herz bis zum Hals, als sie ihn beinahe erreicht hatten. Bellamy nutzte das Überraschungsmoment und stach einen der drei ab, aber natürlich kam er nicht gegen drei Reaper gleichzeitig an. Der zweite schlug ihn zu Boden, der dritte drückte seine Hände auf seinen Brustkorb. Oh Himmel, was hatte sich Bellamy nur dabei gedacht?! Leise zog ich mein Schwert aus der Scheide, schlich mich von hinten an sie heran und legte die Klinge von hinten um den Hals des Muskelpakets. Ich schnitt ihn die Kehle auf und in der gleichen Bewegung rammte ich auch dem dritten das Schwert durch den Hals, sodass er glucksend zu Boden ging. Ich strich die Klinge meines Schwertes an den Klamotten der Leiche sauber und ließ sie zurück in die Scheide gleiten, ehe ich Bellamy die Hand reichte. „Alles gut bei dir? Du kannst von Glück reden, dass ich Dir gefolgt bin, du Idiot.“, gründelte ich, während ich ihn hochzog. Ich sah mich einmal kurz um, doch wir waren allein. Zumindest vorerst. Ich sah also wieder zu Bellamy und piekte ihm mit dem Zeigefinger in die Schulter. "Habe ich dir nicht gesagt, dass das hier zu gefährlich ist? Ich hab dir gesagt, dass du nicht mal allein reinkommst! Wieso hörst du nicht einfach mal auf mich? Du hast nicht mal deinen Geruch überdeckt! Was galubst du wie weit du gekommen wärst ohne als ein Haufen abgeknabberter Knochen zu enden? mit den Reapern ist nicht zu spaßen! Verdammt, Bellamy!", knurrte ich ihn nun leise an. Ich war wirklich sauer. Ich hatte es damals ernst gemeint. Was würde ich machen, wenn er auf ein Himmelfahrtskommando ging und starb? Ich hatte weder Familie, noch Freunde. Bellamy war der Einzige, den ich noch hatte. War ihm das egal oder war er wirklich so dumm zu glauben er schaffte es ganz allein die Mountain Men zu überlisten? Das hatten die Grounder vereint fast 100 Jahre lang nicht geschafft!


Zuletzt von Skyfall am Di Nov 20, 2018 11:39 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Di Nov 20, 2018 11:14 am

Jane Adams
(Neues Bild) Kane schien genauso wenig zu verstehen, was Alex von ihm wollte, wie ich. Von welchen verdammten Toren sprach er denn bitte, wenn nicht von unseren oder denen der Nebelstadt? Ich stütze mich auf dem Tisch ab und beobachtete, wie er anfing auf der Karte rum zu kritzeln. Wir sollten sie zum Dropship locken? Er hatte recht, dass sie nur an uns als Personen interessiert waren, aber wer sagte uns, dass wir sie dort besser abwehren konnten, als hier? Kane sah ebenso skeptisch aus. „Wir haben Grounder auch schon mit dem Dropship abwehren können, unmöglich ist es sicher nicht“, erinnerte ich. Danach waren wir von den Mountain Men entführt worden, aber bis dahin hatte es gut geklappt. Kanes Blick wanderte zwischen mir, Alex und der Karte hin und her. Eine Weile schien er zu überlegen, bis er schließlich einfach nur fragte, wie viele Leute Alex brauchte. Richtig überzeugt schien er immer noch nicht zu sein, aber er schien Alex Plan so weit zu vertrauen, dass er ihn machen ließ. Alex schien sichtlich erleichtert, vorsichtig legte ich ihm eine Hand auf den Rücken. Hoffentlich würde das alles so funktionieren, wie er sich das vorstellte. Wenn wir dadurch weniger Leute verloren, als mit unserem Plan war es das wahrscheinlich schon wert. Ich ging nicht davon aus, dass alle es schaffen würden, das war eine utopische Vorstellung, aber zumindest die Verluste konnten wir minimieren.
Die Leute im Camp trauten Alex immer noch nicht und trotzdem machten sich alle daran unsere Verteidigung zum Lager der 100 zu verlegen. Taylor sah ich dabei nur flüchtig. Uns stand ein Krieg bevor, eigentlich sollten wir feststellen, dass das alles dämlich war, uns vertragen und im Kampf aufeinander aufpassen. Doch das passierte nicht. Wahrscheinlich waren wir beide einfach zu dickköpfig, um als erste nachzugeben. Er hatte doch den Abstand gewollt und auch jetzt würdigte er mich kaum eines Blickes, warum sollte ich also auf ihn zu gehen, wenn er mich doch gleich nur wieder weg stoßen würde? Alleine, dass ich Alex wieder hier her geholt hatte ging ihm doch auf die Nerven, das sah ich ihm an. Nur die Erwähnung von Alex Namen hatte ihn die letzten Tage aufgeregt. Nun zugeben zu müssen, dass ich mit all meinen doch nicht so verrückten Theorien recht gehabt hatte gefiel ihm wahrscheinlich auch nicht. Mirah ließen wir gehen, sie sollte ihre Leute in unsere Falle locken. Damit es überzeugender aussah verpassten wir ihr ein paar Verletzungen. Alex fühlte sich dabei sichtlich unwohl, Mirah war ja so etwas, wie eine Schwester für ihn geworden, doch mir machte das nichts aus. Wir verteilten unsere Waffen an die Wachleute. Die meisten waren ziemlich skeptisch ohne Gewähre, doch Alex hatte recht. Mit Gewähren würden wir direkt unsere Positionen verraten. So kam es auch, dass ich einen unserer Bögen bekam. Es gab nicht viele bei uns, die zielsicher mit einem Bogen umgehen konnten. Da ich noch ganz gut damit umgehen konnte bekam ich eben einen. Vorerst hatte ich ihn auf meinen Rücken geschnallt, während ich mir ein Schwert um die Hüfte geschnallt hatte. Nach einigen Stunden war Arkadia so gut, wie leer. Ich machte noch mal einen Gang über das Gelände, um sicherzugehen, dass wir nichts vergessen hatten. Dabei sah ich Alex mitten auf dem Gelände mit gespanntem Bogen stehen. „Hey, machst du etwa noch Schießübungen?“, zog ich ihn auf. Als er fragte, ob ich mich immer so anschlich schmunzelte ich leicht. „Wer hat denn etwas von anschleichen gesagt?“ Wenn ich mich hätte anschleichen wollen hätte ich ihn sicher nicht direkt angesprochen. Als er Taylor erwähnte seufzte ich nur. Ich hatte nicht mal mitbekommen, mit welcher Truppe er nach drüben gegangen war. Dass wir inzwischen aber alleine hier waren war mir sehr wohl bewusst. Bei seinen nächsten Worten verdrehte ich nur die Augen. „Nachdem du sogar den Drogenentzug überstanden hast werde ich dich ganz sicher nicht umbringen. Außerdem brauchen wir dich.“ Es war sein Plan gewesen, es gab genug Leute, die sich darauf verließen. Verglichen mit den anderen gehörte er auch zu den besten Kämpfern. Ohne ihn würden wir sicher mehr Leute verlieren und insgesamt schlechtere Chancen haben. Irritiert sah ich ihn an. Traute er mir etwa nicht zu, dass ich kämpfen konnte? Er wusste, dass ich zu den besten hier gehörte. Verdammt in unserem ersten Kampf nach seiner Entführung hatte er doch selber zugegeben, dass er mich unterschätzt hatte. Doch ich sah in seinem Blick, dass es das nicht war. Tatsächlich sorgte er sich um mich, wollte nicht, dass mir in diesem Krieg etwas passierte. Ich kniete mich vor ihn auf den Boden und legte vorsichtig meine Hände auf seine Knie. Ihm war doch klar, dass ich nicht einfach hier zurück bleiben konnte oder? Selbst wenn es sicherer war konnte ich hier nicht einfach sitzen und Däumchen drehen. „Es ist süß, dass du dich sorgst, doch ich kann das nicht. Ich kann nicht einfach hier sitzen und Däumchen drehen, während da draußen unsere Leute sterben. Außerdem, du weißt, dass ich gut kämpfen kann, sie brauchen meine Hilfe da draußen, genauso wie deine.“ Jetzt war es sowieso zu spät, um abzuhauen. Wir standen direkt vor einem Krieg, alle waren angespannt und wir brauchten alle Kräfte, die wir hatten. „Weißt du was, wir versprechen uns einfach, dass wir das Ganze hier lebend überstehen, okay?“ Vielleicht war es dämlich und es würde keinen davon abhalten uns umbringen zu wollen, aber für den symbolischen Charakter. Bisher hatten wir noch kein Versprechen gebrochen, was wir uns gegeben hatten, dann würden wir jetzt doch auch nicht damit anfangen. Möglicherweise wurde ich gerade auch nur übermäßig sentimental, durch die große Angespanntheit und da wir nicht wussten, wie das ganze ausgehen würde. „Vergiss es, ich glaub ich bin gerade etwas dämlich“, meinte ich nur kopfschüttelnd. Es war einfach gerade viel zu viel. Zu viel was auf dem Spiel stand, zu viel was mir durch den Kopf ging, einfach zu viel.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Nov 21, 2018 8:10 pm

Raven Reyes
Ich war froh, als ich endlich von der Krankenstation entlassen wurde. Murphy jedoch musste noch ein bisschen länger bleiben. Das lag aber wohl auch nur daran, dass er sich praktisch für mich geopfert hatte. Ich hatte mich nie richtig bei ihm bedankt. Vermutlich hatte das etwas mit meinem Stolz zu tun und ausserdem hatte ich ihn nicht dazu aufgefordert. Es war seine Entscheidung gewesen. Jemand anderes wäre garantiert nicht auf diese Idee gewesen. Dennoch machte sich der ganze Zwischenfall bei mir mehr bemerkbar, als dass ich es gerne hätte. Mein Bein machte mehr Probleme, dabei war es vorher schon mühsam genug gewesen. Es schmerzte früher und ich brauchte mehr Ruhepausen, kurz gesagt, ich kam mir wie ein Wrack vor. Dabei hatte ich nicht die Zeit, um mehrere Ruhepausen einzulegen. Clarke war verschwunden und seitdem war mehr oder weniger die Hölle los. Bellamy hatte jetzt mehr oder weniger das sagen, während ich wie sonst auch mit Arbeit überhäuft wurde. Ich merkte dabei sehr gut, dass ich gesundheitlich angeschlagen war. Ich brauchte jeden Morgen ein paar Minuten mehr, um aus dem Bett zu kommen. Aber schlafen konnte ich, wenn ich tot war. Das hier war wichtige Arbeit und ich konnte sie nicht liegen lassen. Niemand war gut genug, um diese Arbeit zu übernehmen, also lag es an mir. Zwischendurch nahm ich mir die Zeit und besuchte Murphy. Irgendwann lag es aber einfach nicht mehr drin. Ich hatte einfach zu wenig Zeit – selbst zum Schlafen. Das half meiner körperlichen Genesung nicht gerade wirklich, aber das konnte ich auf ein anderes Mal verschieben. Ich liess es mir jedoch nicht anmerken, sondern trat selbstsicher auf, als wäre alles wie gewohnt. Ich war gerade vom Abendessen gekommen, als ich Murphy vor dem Bierstand entdeckte. Allerdings sah es nicht so aus, als hätte er besonders viel Erfolg. „Sei kein Arsch, Miles und gib ihm ein Bier", sagte ich zu ihm, schnappte mir dann jedoch selbst eines und schob es zu ihm hinüber. Er wirkte immer noch ein bisschen blass um die Nase, aber dennoch schon um einiges besser. Ich hob eine Augenbraue, als Murphy das ganze Bier einfach hinunter exte. Wollte er sich heute etwa abschiessen? Anscheinend schien es ihm aber wirklich wieder einigermassen gut zu gehen, denn natürlich fing er sofort wieder mit dummen Sprüchen an. „Nein, ausnahmsweise nicht", meinte ich und presste die Lippen zusammen, als er zu meinem Bein sah. Ich hasste es, wenn sie das taten. Wenn sie mein Bein betrachteten, als würde es gar nicht mehr funktionieren. Ich wusste ja schon, dass ich ein Krüppel war, dass mussten sie nicht auch noch unterstreichen! Noch mehr verwundert sah ich ihn an, als er mich aufforderte, dass ich mit ihm trinken sollte. Meinte er das ernst? „Ich bin eine Frau, kein Mädchen", korrigierte ich ihn und verdrehte die Augen. Ich schüttelte den Kopf und seufzte leise auf. „Na gut, eines", gab ich dann aber noch. Ich machte zu Miles eine Handbewegung und bekam gleich darauf ein Bier. Ich nahm es und steuerte damit auf den nächsten Tisch zu. Ich liess mich auf den Bank sitzen und machte zu Murphy einen Wink, dass er hierher kommen sollte. Langes Stehen war anstrengend für mich und deswegen versuchte ich es auch bei der Arbeit zu vermeiden. Das war aber viel leichter gesagt als getan. Ich wartete, bis er sich hingesetzt hatte und prostete ihm dann zu. Ich nahm einen Schluck von dem Bier und stellte es wieder hin. „Also hat Abby dich endlich entlassen. Wie lange hast du ihr auf die Nerven gehen müssen, bis sie es zugelassen hat?“, fragte ich mit einem kleinen Schmunzeln und streckte die Beine von mir. Ich war müde, auch wenn ich vielleicht nicht so aussah. Ich wusste nicht, was er jetzt machen würde. Wie alle anderen müsste er ja auch irgendwie eine Arbeit finden, damit er Geld verdienen konnte. So lief das jetzt hier einfach mal. Obwohl sich ein paar Dinge geändert hatten, seit wir vom Mount Weather zurückgekehrt waren und Clarke abgehauen war. Wir hatten alle seither nichts mehr von ihr gehört. Wer wusste schon, ob sie überhaupt noch lebte.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Nov 21, 2018 8:11 pm

Isabella Mason
Ich fühlte mich wohler ,wenn wir alleine waren. Wenn ich nicht diesen giftigen Blicken von Yennefer ausgeliefert war, obwohl ich gar nichts gemacht hatte. Sie vermutete irgendwas zwischen uns, was gar nicht vorhanden war. Ich wusste ja noch nicht einmal, was zwischen uns war. Yennefer dagegen schien irgendwelche Hirngespinste zu haben, was zwischen uns lief. Tja, da lag sie vollkommen falsch. Yashar hatte nie irgendwelche Annäherung gemacht und ich? Na ja, ich war Jungfrau. Abgesehen von ein bisschen Küssen hatte ich nicht besonders viel Ahnung. Ich hob kurz eine Augenbraue, als er Yennefer verteidigte. Er meinte es wirklich ernst. Natürlich. Sie waren immerhin mal ein Paar gewesen, natürlich verteidigte er sie. Ich verdrehte die Augen, was er aber nicht wirklich sehen konnte. „Sie hat mich seit dem ersten Augenblick nicht gemocht, also denke ich schon, dass sie es so gemeint hat, wie sie es gesagt hat", sagte ich, zuckte aber dann die Schultern. Ich ging nicht davon aus, dass ich sie so schnell wiedersehen würde. Ich legte es auch nicht darauf an, dass ich sie wiedersah. Sie war mir von Anfang an nicht sympathisch gewesen und das würde sich auch nicht ändern. „Ich verzichte darauf, sie näher kennenzulernen", erwiderte ich zu ihm und sah zu ihm auf. Nein, ich wollte sie wirklich nicht näher kennenlernen, auch wenn sie dadurch vielleicht netter wäre. Ich sah wieder kurz zu ihm hinauf, als er von uns sprach. Es war ungewohnt, ihn so reden zu hören, aber das gab es. Wir waren wirklich so etwas wie ein Team. Auch wenn wir wohl eher ein komisches Team waren, wir waren es dennoch. Es wurde kurz still zwischen uns und ich lehnte mich wieder an seine breite Brust zurück. Ich seufzte leise auf und fuhr mir durch das Haar. Ich solle nicht wegsterben auf den letzten Metern. Nein, das war auch nicht wirklich das, was ich erreichen wollte. „Ich werde schon nicht weg sterben. Ich werde dir noch eine ganze Weile auf den Wecker gehen und dich nerven", zog ich ihn auf und lächelte schwach zu ihm hoch. Ja, ich war müde, aber ich wusste, wie gross das Risiko war und deswegen musste ich jetzt einfach wach bleiben. Es wäre einfacher, wenn wir uns unterhalten würden, das wussten wir wohl beide. „Also du und Yennefer hm?“, fragte ich und sah grinsend zu ihm hoch. Dass es unschön ausgegangen war, hatte ich ja bereits erfahren. Dass sie eigentlich ein gutes Paar abgaben, hatte ich selbst gesehen. Sie war eine wunderschöne Frau und schien wirklich mit beiden Füssen im Leben zu stehen. Sie wusste, was sie wollte und wie sie ein sicheres Leben führen konnte. Sie war keine, die auf Hilfe angewiesen war oder von den Groundern eingeschnappt wurde, weil sie nicht wie eine aussah. Ja, in diesem Punkt beneidete ich sie, das musste ich eingestehen. „Wie lange war da etwas zwischen euch gelaufen?“, fragte ich neugierig nach. Immerhin sollten wir uns unterhalten, also konnte er mir ja auch helfen oder? Ich hätte jedenfalls Gefallen dran, ein bisschen mehr über ihn zu erfahren. Na gut, ich wusste schon, dass er nicht besonders viel Glück mit seinen Eltern gehabt hatte. Das war ein Thema, welches ich nicht ansprechen konnte. Also sprach ich halt über seine verflossene Beziehung, dabei war ja nichts schlimmes oder?

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Do Nov 22, 2018 11:50 pm

Bellamy Blake
Hektisch schnappte ich nach Luft und schaffte es mich kurz darauf einigermaßen auf den Beinen zu halten. Ich spürte wie mein Brustkorb sich wieder mit Sauerstoff füllte. Ihre Hand rutschte aus der meinen als sie sicher gegangen war das ich alleine stehen konnte. Diese Reaper waren wirklich kräftiger als ich es mir ausgemalt hatte. Lincoln hatte mit dem was er mir gesagt hatte also nicht übertrieben. Meine Augen hingen einen kurzen Augenblick auf ihren leblosen Leichen, die neben Tessia zu Boden gegangen waren. Selbst jetzt hatten sie noch etwas „lebendiges“ an sich. Leicht angewidert rümpfte ich die Nase, als der Geruch von Blut in meine Nase stieg. Es wirkte so, als würden sie jeden Augenblick wieder die Augen aufreißen und sich das packen was sie bekamen. Wie Untote. Wenigstens sollte man ihnen nicht in einer Gruppe begegnen. „Es geht mir Gut“, beteuerte ich und klopfte mir den Dreck von den dunklen Hosen. Auf das was Tessia sagte nachdem sie mich noch einige Male Luft holen ließ, seufzte ich. „Ich hätte mir etwas überlegt“, zischte ich und griff nach dem Messer welches mir aus der Hand gefallen war. Gleichgültig und Selbstüberzeugt von dem was ich vor habe, steckte ich es zurück in meine Gürteltasche. Sie musste mich nicht bemuttern! Hatte Tessia nicht selbst gesagt, dass sie keinen Fuß unter diese Erde setzten würde?! Warum war sie also hier?! „Pass auf,“ ich drehte mich zu ihr ,als sie weiter auf mich einredete. Es sprach ein Hauch von Sorge von ihr, doch was glaubte sie würde das bringen? Meinte sie, dass ich meine Meinung aus diesem Grund änderte? Sie wusste meinen Standpunkt und auch, dass ich diesen vertrat. „Ich habe einen Plan. Ja, ich weiß was du zu mir gesagt hast, ich habe es gehört. Ich habe dich gehört, Tessia mehr als einmal“, pflichtete ich ihr bei und weitete darauf folgend hilflos die Arme vor ihr aus. „Aber mir gehen meine Leute nicht am Arsch vorbei. Ich weiß nicht, wie Lexa es als Commander der Triku über sich erbringen kann, aber wenn niemand einen Anfang macht, wird nichts passieren! Wir haben Menschen verloren. Familie! Ich habe Familie verloren. Ich weiß das du dir nicht vorstellen kannst was das überhaupt für mich bedeutet! Ja! Diese Menschen da drinnen sind meine Familie. Es geht um mehr als einen Gefallen. Es geht um mehr als ein Leben. Wir haben das Dropship gemeinsam überlebt, die ganzen Kriege und Auseinandersetzungen. Ich hätte irgendeinen Weg hinein geschafft.“ Ich sah sie an. Auch wenn ich wusste das sie mich verstand, ging nicht davon aus das sie meine Meinung teilte. „Ich weiß dass die Mountian Man unser Blut wollen und das sie nicht davor zurück schrecken uns zu Töten. Aber hör zu! Wir haben Kontakte von innen. Es sind nicht alle Mountian Man gleich. Sie werden uns helfen wenn sie uns anhören. Sind wir erst einmal drinnen, zerstören wir sie von innen. Wenn wir nur die Nebelmaschinen deaktivieren könnten oder in ihr System vordringen könnten, Es würde eine Nachricht an die Ark reichen und wir wären zum Angriff bereit.“ Unsere Blicke trafen aufeinander. „Wir könnten nicht nur unser Volk retten“, ergänzte ich sanfter. „Du kennst mich, richtig? Würdest du nicht das selbe tun, für die Menschen die du liebst?“ Und gerade als ich eine Antwort von ihr erwartete und ich in ihren Augen sowas wie Verständnis erblickte, wurde die Stille auch schon durch Schritte erhellt. Dies waren jedoch jene von Uniformen. Rascheln und Stimmen näherten sich uns.  Vermutlich waren sie durch den Lärm aufmerksam geworden. Auch in dieser Tatsache hatte Lincoln also nicht ganz Unrecht gehabt. Sie waren den Reapern nahe. Was auch immer sie mit ihnen machten- Automatisch ergriff ich meine Waffee. Eine Chance hätten wir gegen das Sicherheitspersonal der Mountian Man sicher nicht. “Keine Bewegung! Legen sie die Waffen auf den Boden und gehen sie in die Knie!“ Es waren sechs, vielleicht zehn und wir hatten keine Chance. Ich erhob die Waffe. Mein Blick glitt zu Tessia. Wenn sie wollte würde ich ihr noch einen kleinen Vorsprung ergattern. Ich würde nicht wollen, dass sie mit in diese Sache hinein gezogen werden würde. Sie wollte zu Recht nichts mehr damit zu tun haben. Ich zögerte kurz, als sie aber auch schon ihr Schwert ergriff. Ich jedoch warf meine Waffe ohne weiter zu überlegen vor mich in den Sand. „Ich bin keine Gefahr, ich ergebe mich!“, sagte ich mit fester Stimme. Tessia zuckte zusammen. Unsere Augen trafen aufeinander. "Es tut mir leid", murmelte ich und warf ich ihr einen bittenden Blick zu. Sie sollte es nicht noch schlimmer machen, als es war! Ich ging auf die Knie und ergab mich förmlich, ehe mich die Wachleute erreicht hatten. Sie stürmten auf mich zu, setzten mich mit irgendwelchen Teasern außergefecht und ich wurde zu Boden in den Staub gedrückt. Nur verschwommen sah ich, wie auch Tessia zu Boden ging. Selbst wenn sie sich nicht eifnach so nieder ringen ließ. Ich vernahm einen Schuss, doch da Tessia neben mir zu Boden gedrückt wurde, ging ich davon aus das er sie noch nicht einmal gestreift hatte.  “Schießt nicht auf sie, ihr Idioten! Sie ist eine von denen! Wir nehmen sie mit nach oben! Beide! Ziemlich lange her. Da wird sich Presidänt Cage Wallas sich aber freuen.“ Zwei Leute zogen mich unsanft auf meine Füße die mich gerade so noch trugen. Ich konnte gerade so noch erkennen, wie sich die restlichen Leute um die toten leblosen Reaper am Boden kümmerten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Fr Nov 23, 2018 10:34 am

Tessia
Er glaubte doch nicht wirklich, dass er allein Mount Weather stürzen konnte, oder? Alle Grounder zusammen hatten das nicht geschafft! Mount Weather war stärker als Bellamy vielleicht bewusst war. Ja, er hatte es bis in die Tunnelsysteme geschafft, aber dann war er bereits von den Reapern beinahe zerstückelt worden. Die Reaper waren bloß Fußsoldaten! Sie kämpften mit nichts weiter als ihren Händen. Sie waren noch vergleichsweise leicht zu besiegen, aber schon eine größere Gruppe von ihnen könnte Bellamy das Leben kosten - das hatten wir ja gerade gesehen. Nur drei Reaper hatte es gebraucht, um ihn zu Boden zu ringen und beinahe zu töten. Wie konnte er so töricht sein sich dennoch weiter vorkämpfen zu wollen? Seine dummen Worte machten mich nur noch wütender. „Glaubst du Lexa gehen ihre Leute am Arsch vorbei? Es hat einen Grund wieso wir nicht versuchen sie zu befreien, du Dummkopf!“, zischte ich, während er immer lauter wurde und mir glaubte einen Vortrag über Familie halten zu müssen. Ich stieß ihn unsanft mit der Faust gegen die Schulter und funkelte ihn an. „Du musst mir nichts über Familie erzählen, Bellamy… Ihr habt meine zerstört, schon vergessen?“ Und trotzdem schlitzte ich Clarke nicht die Kehle auf, weil ich wusste, dass das auch meinen Tod bedeutete und vermutlich einen ganzen krieg lostreten könnte. Ich knirschte mit den Zähnen und wandte kopfschüttelnd meinen Blick von ihm ab. Wir konnte er nur so dumm sein? „Und was ist mit Octavia, hm? Sie ist auch deine Familie und du lässt sie dabei zusehen wie du dich selbst umbringst!“, zischte ich zurück. Er wollte es doch gar nicht sehen! Er war zu engstirnig, um sich einzugestehen, dass sie nichts ausrichten konnten. Sie waren genauso machtlos wie wir Grounder über all die Zeit. Also nein! Nein, ich konnte nicht verstehen, was er hier tat! Er begab sich in unnötige Gefahr! Er würde das hier nicht beenden können. Wieso sollte er sich für die Menschen, die er liebte in den Tod stürzen? Was würde das bringen? Und dennoch… war ich auch hier, oder? Ich hatte nie nach Mount Weather kommen wollen und dennoch war ich ihm hierher gefolgt und stand nun mitten in den Tunnelsystemen, die ich nie hatte betreten wollen. Ich war also mindestens genauso dumm wie er. Allerdings hatte ich auch nicht mehr viel, das ich zu verlieren hatte. Ich hatte keine Familie mehr. Bellamy war der einzige Mensch, mit dem ich überhaupt noch richtig zu tun hatte und für den ich mich echt in die Scheiße reiten würde und das hatte ich wohl gerade getan. Während Bellamys kleiner Ansprache mussten sie uns gehört haben. Die Schritte kamen immer näher, doch wirklich reagieren konnte ich nicht. Diese Leute kannten sich hier besser aus als wir. Ich griff nach meinem Schwert, war bereit zu kämpfen und mit Bellamy zusammen alle umzulegen, doch kaum hatten sie uns erreicht, ließ Bellamy seine Waffe fallen und ich starrte ihn nur fassungslos an. Er hob die Hände hinter den Kopf, ging auf die Knie und ergab sich. Was sollte das?! Allein kam ich doch nicht gegen zehn ihrer Leute an. Wie zur Hölle sollte ich uns hier allein rausbringen?! Ich zuckte zusammen, als einer der Leute Bellamy packte und mit einem ihrer Geräte ausschaltete. Er fiel zu Boden wie ein nasser Sack und ich grub meine Finger fester in den Griff meines Schwertes. Ich wollte es ziehen, doch da packte mich einer von ihnen von hinten. Ich trat um mich, versuchte meine Messer zu erreichen und alle abzustechen, aber drei Männer drückten mich bereits zu Boden. Ich schrie und schaffte es gerade noch so einem der Kerle einen Riss in seinen Anzug zu kratzen, als ein Schuss ertönte, sodass ich zusammenzuckte. Ich erwartete den selben Schmerz, der mich damals gelähmt hatte und mich Wochen lang außer Gefecht gesetzt hatte, aber er blieb aus. Sie hatten mich nicht getroffen. Stattdessen aber bekam nun auch ich einen Stromstoß in die Wirbelsäule und verlor das Bewusstsein, während sie mich rein schleppten. Ich war ein Grounder für sie. Mir war klar, was sie mit mir machen würden. Sie würden mich aussaugen und dann an die Reaper verfüttern. So machten sie es mit unseren Leuten nun einmal. Ich konnte nur hoffen, dass mein schwarzes Blut mit diesmal den Arsch rettete und sie zurückschrecken ließ. Vielleicht hatte ich Glück und sie glaubten ich wäre verdorben und würden mich einfach direkt wegschmeißen. Doch was wäre dann mit Bellamy? Scheiße, wieso hatte er uns auch nur in diese Lage bringen müssen?!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Nov 24, 2018 6:08 pm

Bellamy Blake
Für Diskussionen war es zu spät. Wir hatten schon zu oft über dieses Thema gesprochen. Tessia musste mich nicht über ihres Gleichen belehren oder mir mit ihren Worten eins schlechtes Gewissen machen. Sie wusste das ich ein Skaikru war und dann handelte ich aus ihrer Sicht eben auch so- Naiv, wenn es sein musste! Es gab keinen anderen weg für uns! Ich bettelte nicht darum, dass sie mich begleitete. Mittlerweile sollte sie mich kennen. Ich stand sicher auf eigenen Beinen. Auf ihren Schutz konnte ich verzichten und niemals würde ich ihre Sicherheit riskieren wollen. Sie hatte eine Chance zu entkommen. Anders würde ich es mir jedoch nicht überlegen. Um keinen Preis. Die Grounder lebten in den Tag hinein. Es interessierte sie nur wenig, wie es uns erging. Lexa sorgte sich nur für ihr Volk. Dabei waren kaum noch Leute aus der Ark über. Wir wurden jeden Tag kleiner. Aufmerksam folgte ich ihr so lange ich noch konnte und musterte sie. Ob ich das glaubte? Ja. Ich glaubte, dass Lexa nicht weiter dachte als das, was direkt vor ihrer Nase passierte. Sie nannte es Sicherheit und ich nannte es Wahnsinn. Wir waren ihr egal. Sie ging dieses Bündniss nur für sich selbst ein. Für sich und vielleicht für Clarke, aber sie kannte niemanden von uns wirklich und konnte sich gar nicht ausmalen wie viel an der Sache eigentlich dran war. Niemand von uns wusste ob wir ihr wirklich trauen konnten. Sie ließen uns ja noch nicht einmal näher an sich heran. Diese Menschen lebten schon Jahre auf der Erde im Gegensatz zu uns. Mir wurde schwarz vor Augen. Es war wirklich eine lange Zeit lang her, in der ich Ohnmächtig geworden war. Ich hatte schon beinahe vergessen wie sich dieses Gefühl doch eigentlich anfühlte. Dieses Gefühl nicht zu wissen, was mit seinem eigenem Körper passierte. Vermutlich hätten sie einem auch einfach so das Leben nehmen können. Es wurde kalt, man wurde umher geschleift und ehe ich mich versah öffnete man völlig verschwitzt und vertrocknet zu gleich die brennenden Augen. Ein fürchterlicher Schmerz schlug gegen meine Schläfen. Ich fühlte mich total dehydriert und erschlagen. Alles um mich herum verlor an Boden. Zu meinem Unglück konnte ich noch nicht einmal sagen wie lange ich außer Gefecht gewesen war. Es war Stiril und dunkel um mich herum und nur ein leicht schimmerndes bläuliches Licht erhellte die Räume. Ich presste meine Augen feste zusammen. Ich musste mich an den Schmerz gewöhnen. Die verschwommenen Umrisse nahmen Gestalt an. Ich spürte wie etwas feuchtes auf meine Haut tropfte und das ich schaukelte. Das Blut stieg mir in den Kopf und ich hatte keinerlei Körperspannung um meinen Körper zu bewegen. Sie mussten mich betäubt haben! Erneut brauchte ich einen Moment um zu realisieren: Ich hing auf dem Kopf! Automatisch riss ich die Augen ein wenig weiter auf! Was hatten sie mit mir gemacht?! Meine Augen glitten an meinem Körper hinauf bis zu meinen Füßen. Sie hatten mich nackt an den Füßen festgebunden, aufgehängt wie ein Schwein und an irgendwelche Kabel und Schläuche angeschlossen! All meine Sachen waren fort! Zudem badete mein Körpergeruch in irgendeiner wiederlich desinfizierten Suppe die fürchterlich brannte. Diese Mountian Leute nahmen es mit der Sicherheit wohl wirklich ganz schön ernst. Immer noch fragte ich mich, warum sie sich nicht einfach so von uns helfen ließen?! Was wäre, wenn wir das Blut spendeten? Wieso mussten sie uns auf diese Art und Weise töten?! Welchen Preis bezahlten sie dafür?! Ich schaukelte unkoordiniert mit den Armen. Naja, so gut wie ich es eben konnte. Ich hätte über die Tatsache das mein Körper nicht auf das reagierte was ich ihm befahl, schreien können! Gleichzeitig drehte ich mich eher lächerlich um meine eigene Achse. War ich allein? Ich erblickte eine große weiße Tür, Geräte und irgendwelche Kabel die in den Decken verschwanden. Die Geräte an denen ich angeschlossen war, waren definitiv zu weit weg als das ich irgendwie daran kommen könnte. Zudem hatte ich im Augenblick mächtig Probleme damit mich zu koordinieren. Wer wusste schon ob die Dinge die ich sah auch wirklich real waren oder ob ich sie mir nicht vielleicht doch nur einbildete. Vermutlich versorgten sie mich gleichzeitig mit Mittel die mich wehrlos machten. Verdammte Scheiße! Mein Körper hatte zudem noch nicht ansatzweise begreifen zu wollen in welcher Situation er sich gerade befand. Wie lange würde ich diese Nummer hier überleben?! Ich musste mir was einfallen lassen! Ich war hier! So weit war ich noch nie gekommen! Vielleicht hatten wir jetzt endlich eine Chance! Jasper und die anderen waren ebenfalls hier und wenn sie noch lebten würde ich sie hier raus holen können! Ich musste nur irgendwie auf mich aufmerksam machen! Mein Brustkorb hob und senkte sich angespannt. Vielleicht war es wirklich besser wenn ich jetzt nicht in Panik ausbrach. Trotz der Situation musste ich irgendwie einen kühlen Kopf behalten und mir etwas überlegen. Total durch den Wind begann ich meine Gedanken zu sortieren. Hatte ich aus meiner Situation eine Chance auf Kontakt zu anderen? Die Kleine Freundin die Jasper erwähnt hatte, vielleicht- doch sie hatte keine Ahnung das ich hier war. Tessia- War sie hier?! Sie hatte nicht die Flucht ergriffen. Oder? Ich hatte sie zu Boden gehen lassen sehen. Oh Himmel, ich hoffte nur dass es ihr gut ging und sie ihr kein Haar gekrümmt hatten! Ich würde es mir nicht verzeihen, wenn sie wegen mir in dieser Lage stecken würde. Sie hätte rennen sollen!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Nov 24, 2018 6:32 pm

Yashar
Ich hatte noch nie in meinem Leben mit einem anderem Menschen über mich selbst gesprochen. Mich selbst „reflektiert.“ So würde sie es doch nennen oder? Reden über Dinge die in meinem Leben passiert waren. Dabei fühlte sich alles so fürchterlich belanglos an. Umso komischer fühlte es sich einfach an, als Isabella nach Yennefer fragte. Für mich hatte sich schließlich noch nie jemand für mich interessiert. Was wollte sie hören? Die Wahrheit? „Yennefer und ich“- wiederholte ich, als wäre es eine wirklich unrealistische Formel die sie in den Raum warf. Es hatte nie sowas wie ein „wir“ gegeben, demnach war es wirklich sehr schwer es zu erklären.Vermutlich hatten wir hier unten von Dingen die Intim miteinander abliefen eine ganz andere Vorstellung als sie es als Skaikru hatte. Hier unten auf der Erde war es eben nicht perfekt. Wir verliebten uns nicht- einfach so. Es handelte alles eben doch immer nur ums überleben. Ein Geben und nehmen. Wer sich an irgendetwas band hatte verloren und war schwach. Wir machten uns damit verletzlich und angreifbar. Je nachdem in welcher Position du standest, konntest du dir dies eben nie wirklich erlauben. Ein Luxus mit Konsequenzen. Wer wollte sich auf dieser Erde, in dieser kalten Zeit Fortpflanzen oder binden. Keiner wollte eine Familie, für die er nicht Sorgen konnte. Ich hatte es an meinen Eltern gesehen. Sie hatten immer für mich einstecken müssen. Sie hatten ihr ganzes Leben für mich aufgegeben und niemand hatte es ihnen verdankt. Ich grübelte kurz in mich hinein ehe ich mir die Lippen leckte. Die Kälte fraß sich langsam aber sicher durch die Kleidung. Trotzdem versuchte ich mir weiter nichts anmerken zu lassen. Vielleicht war es doch gar nicht so verkehrt mich ein wenig selbst zu „reflektieren“. Wie sollte ich ihr die Sache zwischen mir und Yenn erklären? Es war eine wirklich schöne Zeit gewesen, aber vermutlich wären wir nie miteinander ins reine gekommen. Wir waren uns zu ähnlich. „Ich sag dir was Skaikru, Liebe hier unten auf der Erde exisitert nicht. Nicht so wie ihr sie von da oben aus Bilderbüchern kennt. Du lebst um zu kämpfen und um zu sterben. Ain frer. Yun mar. yu sis op you gonplai.“ Ich zögerte, holte einen tiefen Atemzug nach Luft und seufzte. „Nach dem mein Vater verstarb habe ich mich oft an den Grenzen der ICE Nation aufgehalten. Ziemlich Dumm und Riskant wenn du mich fragst, aber ich habe es nicht besser gewusst. Ich war sehr sehr naja- verzweifelt zu dem Zeitpunkt. Vermtulich habe ich es darauf angelegt, dass sie mich eines Tages erwischen. Irgendwann habe ich Yennefer an einen der Grenzpässe kennen gelernt. Sie hatte eben schon immer ein Talent dafür Junge Männer um den Finger zu wickeln, sie ist mir gleich ins Auge gefallen. Sie hat eben ziemlich schnelle Finger. Naja, vermutlich kannst du auch nicht ausschließen, dass sie mich von Beginn an ausnehmen wollte, aber irgendwie kam es eben anders. Sie wusste eben nur nicht, dass es nichts zu holen gibt. Yenn und ich haben innerhalb einer sehr kurzen Zeit ein sehr erfolgreiches „Geschäft“ auf die Beine gestellt. Nehm es den reichen, gib es den armen und den besten Profit für seinen selbst, Wir haben uns dennoch ziemlich oft in die Haare bekommen.“ Zurück gedacht war vielleicht nicht alles Scheiße, aber super war es auch nie gelaufen. Wir waren wir gierige Junge Menschen übereinander hergefallen um den Konflikten aus dem Weg zu gehen. Nie hatten wir über unsere Probleme gesprochen oder Dinge die uns beschäftigten. Jeder von uns war viel zu sehr auf die Macht des anderen Veressen gewesen. „Wenn ich eines weiß von der Welt hier unten, denn unterschrieb hier unten niemals dein Todesurteil, indem du dich von anderen Menschen abhängig machst. Sie werden es dir nicht zurückzahlen.“ Man würde nur selbst auf eigener Faust damit sitzen und letz endlich wurde mann dann eben doch nur enttäuscht. "Was ist eigentlich mit dir? Hat dein Herz schon mal jemand erobert? Gebrochen? Wie läuft das so bei euch? Ich weiß das ihr noch sehr viel Wert auf die Alten Werte und Normen der Menschen legt und ihr diese vermittelt bekommen habt. Lebt ihr immer noch danach?" Das war etwas, was mich wirklich Interessierte.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Sa Nov 24, 2018 8:10 pm

Tessia
Wieso nur war ich ihn gefolgt? War es nicht von vornherein klar gewesen, dass das hier böse endete? Ich hatte ihm immerhin von vornherein gesagt, dass das alles hier schief gehen würde, weil die Mountain Men nicht auf die leichte Schulter zu nehmen waren. Es war vorhersehbar gewesen, dass sie ihn überwältigen und in Gefangenschaft nehmen würden - genauso wie seine Freunde. War das denn seine Intention gewesen? Gefangen genommen zu werden? Wie wollte er seinen Freunden so auch helfen? Tja und blöd wie ich war, war ich ihm gefolgt. Ich hatte mich mit ihm in diese Lage gebracht. Verdammt, ich hätte ihn vorher außer Gefecht setzen sollen. Ich hätte ihn vorher aufhalten sollen! Selbst wenn ich gewollt hätte, wäre ich gegen die Mountain Men nicht angekommen, die uns überwältigten. Vielleicht hätte ich mich irgendwie freikämpfen können, aber bis dahin hätten sie Bellamy bereits in den Bunker geschleppt und was sollte ich machen? Ihn allein in diesen Bunker gehen lassen? Was hatte ich schon zu verlieren? Mich würde immerhin niemand vermissen, wenn ich Mount Weather nicht mehr verlassen würde. Aber würde Bell nicht mehr wiederkehren, würde ich mir nie verzeihen ihn im Stich gelassen zu haben. Also... gab ich auf. Ich versuchte nicht mich freizukämpfen. Die Chance war sowieso gering. Bloß stand nicht fest, ob ich überhaupt lebend in den Bunker kam. Mein schwarzes Blut könnte durchaus zum Verhängnis werden. Wenn ich nicht aufwachte, bevor sie mich anzapften, würde ich vermutlich nie wieder aufwachen. Doch ich hatte offenbar Glück. Ich fühlte mich zwar verdammt geschlaucht, als ich wieder langsam zu Bewusstsein kam, aber ich lebte noch. Mein ganzer Körper fühlte sich wund an. Meine Haut war gerötet und spannte sich unangenehm, aber noch viel schlimmer fühlten sich meine Gelenke an. Als hätte ich sie Tage lang nicht bewegt. Ich hatte meine Beine angezogen, den Kopf an die Knie gebettet. Jetzt spürte ich auch den kalten Wind, der meine nackte Haut traf. Ich zitterte aus Impuls, öffnete die Augen und klammerte mich fester an meinen nackten Beinen fest. Ich trug nichts weiter als einen weißen Slip und einen weißen Stoff, der um meine Oberseite gebunden war. Ich war halbnackt und saß auf eiskalten, metallenen Gittern. Ich hob den Kopf, sah mich um. Ich steckte allen Ernstes in einem Käfig. Um mich herum waren Stäbe. Ich hatte kaum genug Platz mich aufrecht hinzusetzen oder gar meine Beine auszustrecken. Ich war in einem künstlich beleuchteten Raum. Keine Fenster, kein Tageslicht und dennoch war es kalt. Ich war irgendwo unter der Erde. Panisch suchte ich meine Arme und Beine nach Einstichstellen ab, aber offenbar hatten sie sich an mir noch nicht bedient. Sie hatten also noch nichts über mein Blut herausgefunden. Da der restliche Raum aber mit Käfigen gefüllt, doch menschenleer war, ging ich davon aus, dass sie sich momentan an Bellamy bedienten. Ich duckte mich, versuche aus jedem Winkel den ich in dem winzigen Raum vom Käfig ergattern konnte, diesen Saal hier zu mustern. Ich suchte nach Ausgängen, Kameras, anderen Leuten. Tatsächlich fand ich keine Kameras, dafür aber eine riesige Stahltür mit einem Monitor daneben. Elektronisch gesichert also... genauso sah ich aber auch einen dunkelbraunen Haarschopf kurz über dem Boden baumeln. Ich kannte diese Locken... „Bell?“, rief ich laut genug, damit er mich hörte. Hing er über dem Boden?! Ich drehte mich in dem Käfig so gut ich konnte, aber ich konnte ihn einfach nicht besser ansehen. Dafür war einfach zu wenig Platz in dem Käfig!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Nov 25, 2018 10:53 am

Isabella Mason
Ich wusste, dass Yashar nicht besonders gerne über sich sprach. Aber er hatte mir selbst gesagt, dass ich nicht zu tief in den Schlaf fallen sollte, also konnte er mich doch wenigstens ein bisschen unterhalten oder? Ausserdem wollte ich wirklich wissen, was denn nun zwischen ihm und Yennefer abgelaufen war. Ich wollte selbst wissen, ob man das eher schon Richtung Beziehung oder doch eher Richtung Affäre einstufen konnte. Sie jedenfalls war alles andere als erfreut gewesen, als er einfach gegangen war. Er hatte sie verletzt und ich wusste nicht, ob er das gemerkt hatte. Allerdings war sie auch viel zu stolz, als dass sie es ihm sagen würde. Ich sah zu ihm hoch und konnte die Neugierde dabei nicht komplett verbergen. Ich hatte so etwas wie Eifersucht verspürt und ich wollte einfach wissen, ob diese überhaupt begründet gewesen war. Dabei konnte ich selbst noch nicht einschätzen, was ich mir überhaupt dabei gedacht hatte, dass ich so etwas wie Eifersucht verspürte. Ich hatte dieses Gefühl noch nie gehabt. Ich hatte keinen Grund dafür gesehen. Das war wohl der Vorteil, wenn man immer alleine war. Ich hob eine Augenbraue. Er wollte mir sagen, dass Liebe hier unten auf der Erde nicht existiere? Das glaubte ich nicht. Ich hatte es gesehen. Bei Clarke und bei Finn. Na ja, Finn war jetzt tot. Aber sie hatten sich hier unten ineinander verliebt. Seine Eltern hatten sich doch gegenseitig auch geliebt oder etwa nicht? Ich verstand natürlich nichts, als er in seine Landessprache wechselte. Diese Sprache war einfach total komisch und meistens konnte man nicht einmal ein Wort heraushören, welches man verstehen konnte. Dann aber fing er tatsächlich an zu sprechen und ich hörte im Aufmerksam zu. Anscheinend war es ein bisschen sein Ding, dass er zu leichtsinnig war und gerne sein Leben aufs Spiel setzte. Ich runzelte die Stirn. Seine Erzählung half mir nicht gerade wirklich. Ja, sie hatten ein erfolgreiches Geschäft geführt, aber wir hatte es privat ausgesehen? Ich glaubte jedoch nicht, dass ich in diesem Punkt noch besonders viele Informationen bekommen würde. „Bist du deswegen gegangen? Weil du dich nicht von ihr hast abhängig machen lassen wollen?“, fragte ich sie und hob eine Augenbraue. „Ich glaube schon, dass Liebe hier unten existiert. Sie wird halt nur unterdrückt oder man denkt halt so wie du und versucht es gar nicht. Aber deine Eltern haben sich doch sicher auch gegenseitig geliebt“, meinte ich und zuckte die Schultern. Ja, ich wusste es nicht mit Sicherheit, aber das behauptete ich jetzt einfach so in den Raum hinaus. Yashar war gut erzogen worden, auch wenn er so ein bisschen seine Macken hatte. Ich sah ihn verwundert an, als er das Thema auf mich lenken wollte. Er wollte über mein Liebesleben sprechen? Da gab es keines. „Weder das eine, noch andere“, beantwortete ich kurz angebunden seine Frage. Es hatte niemand mein Herz erobert, noch hatte es dadurch jemand brechen können. Ich wusste nicht, wie das hier unten war. „Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie das da oben so abgelaufen war. Als die Männer anfingen für mich interessant zu werden, war ich bereits in Einzelhaft gewesen und hier unten hatte ich wohl wichtigeres zu tun gehabt.“ Das war die Wahrheit. Er konnte also daraus selbst interpretieren, wie viel Erfahrung ich denn nun bereits schon mit Jungs hatte oder eben nicht. „Auf jeden Fall hatte ein Ehepaar nur immer ein Kind bekommen dürfen. Ein zweites war strengstens verboten. Ich weiss nicht, ob du von Octavia gehört hast? Sie war das zweite Kind und damit war eine Regel gebrochen worden. Ihre Mutter hat sie vor den Wachen zu verstecken versucht, indem sie in einem kleinen Raum im Zimmer hatte verstecken müssen. Schlussendlich war es doch irgendwann rausgekommen. Ihre Mutter wurde gefloatet und sie selbst ins Gefängnis gesteckt“, sagte ich und sah dann zu ihm hoch. „Ich glaube also nicht, dass sie besonders viel Werte auf die Alten Normen der Menschen legen.“ Ich zuckte die Schultern und schmiegte mich leicht gegen ihn, in der Hoffnung, etwas Wärme von ihm aufschnappen zu können.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 1:31 pm

Bellamy Blake
Es war Sinnlos! Egal wie viel Kraft ich aufbrachte, es schien alles nichts zu bringen! Mein Körper war nicht in der Verfassung sich selbst aus dieser Lage zu befreien. Es war als wäre ich nicht mehr Herr meiner eigenen Kräfte. Ich hatte also keine andere Wahl als Ruhe zu bewahren! Konzentriert versuchte ich mich ein wenig zurecht zu finden. Mich zu beruhigen und mir klar zu machen, wo ich war. Auf Geräusche zu achten oder auf Dinge die einem besonders ins Auge stachen, doch ich fand nichts- rein gar nichts, was mir das Leben retten könnte. Es waren alles nur verschwommene Umrisse. “Bell?“ Ich fuhr umher als ich jemanden meinen Namen flüstern hörte. Erneut. Zunächst hatte ich sogar geglaubt, ich hätte mir diese Stimme nur eingebildet. Ich ruckelte ein wenig an meinen Ketten, ehe ich mich wieder ein wenig drehte. Mir würde früher oder später noch schlecht von diesem Geschaukel werden! Meine Augen glitten durch die Dunkelheit, ehe ich etwas fand, was mir vorher entgangen war. Eine sehr trübe Gestalt die zusammen gekauert in einer der Ecken saß. „Tess“, entfuhr es mir atemlos. Ich kniff die Augen zusammen und versuchte meine Stimme zu festigen. „Gott sei Dank, wie geht es dir?!“ Erst jetzt realisierte ich, in welch einer Lage sie steckte. Meine Frage war allen Anschein überflüssig. Sie hatten sie in eine Art Käfig gesteckt wie ein Tier. Sie schien kaum einen Platz zu haben sich ordentlich zu bewegen. „Haben sie dir irgendetwas getan?!“ Es war nicht nötig den Beschützer spielen zu wollen, dass wusste ich besonders da ich in meiner Lage gar nicht in der Verfassung war, ihr zu helfen, och innerlich hatte ich einfach das Bedürniss sicher zu gehen das es ihr Gut ging. Ich wusste nicht wieso mich die Tatsache beruhigt hätte, wenn sie mir gesagt hätte, dass es ihr gut ging schließlich hatte sie sich wegen mir in diese Lage gebracht. Vermutlich hätte es irgendwo mein Gewissen gemildert. Die Dinge, die ich bis gerade noch als ein Teil der Geräte wahrgenommen hatte, waren im eigentlichen die von Gitterstäbe der Käfige die bis zur Decke gestapelt reichten. Es musste ihr also nicht Gut gehen! Jasper hatte mit dem was er gesagt hatte also Recht gehabt! Diese Menschen hier waren verrückt! Niemandem der hier eingesperrt war, ging es gut! Sie benahmen sich noch sehr viel absurder, wie die Grounder! Sie spielten Gott! Es gab doch eine andere Lösung für all das hier! „Du hättest dich nicht in diese Lage bringen lassen sollen“, keuchte ich atemlos. Ein Teil von mir wollte einfach eine Last weniger mit sich herum tragen. Der Gedanke das ich Schuld an der ganzen Sache war, war wirklich nur schwer zu ertragen. Doch manchmal musste auch ein Blake mit den Konsequenzen leben, schließlich war sie wegen mir hier. Das einzige, was mein Gewissen einigermaßen beruhigte war die Tatsache, dass ich sie nicht gebeten hatte mich zu begleiten. Sie war es gar niemanden Schuldig, dass sie ihr Leben hier drinnen Riskierte. Auch mir nicht. „Wieso bist du nicht gegangen.“ Keine Ahnung wieso ich das zu ihr sagte da ich doch eigentlich gar keine Antwort diesbezüglich erwartete. Streiten konnten wir uns später immer noch. Nun saßen wir beide eben in dieser Lage fest! Das änderte an dieser Situation vermutlich auch nichts mehr. Müde blinzelte ich und versuchte gegen dieses seltsame Gefühl in meinem Kopf anzukämpfen, dass mich immer und immer wieder so furchtbar müde machte. Vermutlich würde ich sterben wenn ich dem nachgab und aufhörte zu kämpfen. Wir mussten einfach einen Weg hier raus finden! So langsam nervte es mich, dass mir das Blut in den Kopf stieg und ich nicht für eine Sekunde still hängen bleiben konnte. „Wir müssen hier irgendwie raus“, seufzte ich angestrengt und versuchte meinen Körper erneut zu bewegen. Doch das wusste Tessia vermutlich auch. Sie war eine Kämpferin, dass letzte was sie vermutlich tun würde war aufgeben! „Siehst du irgendetwas was uns helfen könnte?“, informierte ich mich leise bei Tessia und hoffte einfach, dass sie in der Lage war mir zu folgen. Aus meiner Sicht war es Sinnlos mit aller Kraft zu versuchen mich zu befreien. Ich würde meine Kraft noch brauchen. Vielleicht sah Tessia aus ihrer Sicht eine andere Chance. Sie schien schließlich noch gut bei Kräften zu sein. So gut wie es eben ging! Wir durften hier drinnen einfach nicht sterben! Soweit durften wir es einfach nicht kommen lassen! Wir hatten die Chance Dinge zu verändern und unschuldige Leben zu retten!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 2:58 pm

John Murphy
Damals hätte ich vermutlich nie geglaubt gemeinsam mit Raven an einem Tisch zu sitzen und ein Bier zu trinken. Wir hatten nie sonderlich viel füreinander über gehabt. Noch nie! Doch die Zeiten schienen sich zu ändern. Mount Weather hatte uns in höchst form abverlangt und nun hatten wir nach allem was irgendwie passiert war, zueinander gefunden. Selbst wenn wir uns immer noch so unterschiedlich waren wie Tag und Nacht. Wir konnten uns wenigstens wieder ins Gesicht sehen. „Ich hab Abby nicht um Erlaubnis gefragt“, gestand ich, hatte aber auch kein sonderlich großes Problem damit ehrlich zu sein. Sie hatte mich vielleicht gehen lassen doch einverstanden damit, dass ich meinen Kopf gleich wieder in das nächste Glas Alkohol tauchte, war sie vermutlich nicht. Ich zuckte die Schultern. Vermutlich hätte Abby mich sofort wieder an einen Tropf gehängt, wenn sie davon etwas Wind bekäme. Doch sie musste es ja nicht erfahren. „Sie hielt es wohl nicht für Notwendig mich länger fest zu halten. Zudem verstehe ich mich nicht sonderlich gut mit meinen Insassen.“ Ich wählte das Wort bewusst, auch wenn ich wusste das die Krankenstation inklusiver  der Leute wirklich nur alles taten, um die Menschen darin wieder Gesund zu pflegen. In meinem Fall wäre dies in solch einem Umfang dennoch nicht nötig gewesen. Ich hatte niemanden darum gebeten. Mir ging es am besten, wenn ich von allem meine Ruhe hatte. Die Krankenstation hatte sich Tag für Tag als anstrengender heraus gestellt. Ich war eben kein Mensch der soch besonders gut mit anderen Leuten vertrug. Ich umschloss den Krug in meiner Hand und stieß ihn ohne zu fragen gegen ihren. Ich konnte es kaum glauben das ich wieder auf freien Fuß war. Das ich es wirklich bis hier her geschafft hatte und dass obwohl ich der Ark so oft den Rücken kehren wollte. Meine Augen glitten durch die Menge und für einen kurzen Augenblick vergaß ich sogar, dass ich hier mit Raven saß. Es dämmerte. Die Leute um uns herum schienen so unbeschwert und ich lauschte ihren leisen Gesprächen. Ich runzelte die Stirn, als ein wirklich absurder Gedanke in meinem Kopf aufstieg. Etwas, was beinahe wirklich in Vergessenheit geraten wäre. „Hat man in der gesamten letzen Zeit eigentlich schon mal wieder was von Jaha gehört?“, überkam es auf einmal meine Lippen und ich drehte mich zu ihr. Ihr fragender Blick entgegnete mir. Ich wusste beim besten Willen nicht, wie ich gerade auf dieses Thema kam. Hatte ich nicht vor einmal den Moment der Ruhe auszunutzen?! Wir wussten das Jaha sich aufgemacht hatte um die Stadt des Lichtes zu suchen und Raven wusste auch, dass ich einer von den Leuten gewesen war, der ihm gefolgt war. Nur hatte man nie wieder etwas von ihm oder von den anderen Leuten gehört. Weder von ihm- noch Isabella. Keine Überlebenden soweit ich wusste- bis jetzt. Nagte dieses Mädchen wirklich noch an mir? Ich wusste, dass ich nicht das richtige getan hatte indem ich sie zurück gelassen hatte, doch eine andere Wahl hatte ich nicht gehabt. Ich hatte so viele Fehler in meinem Leben begonnen. Es bestand immer noch eine Wahrscheinlichkeit, dass es ihr gut ging. Vermutlich hatte ich es verdient mit diesem Gewissen zu leben, wie so vieles was mir wieder fahren war. „Du bist doch schlau, Rhyes, richtig?“ Eine doofe Feststellung. Ich sah von meinem Krug auf in ihr leicht amüsiertes Gesicht. „Glaubst du an dem was er gesagt hat war irgendetwas dran?“ Diese Frage hatte mich insgeheim doch ziemlich lange interessiert.  Ob wirklich etwas dran gewesen war an seiner Geschichte. Wie war Jaha sonst auf diese Dinge gekommen?! Er wirkte wie besessen davon und auch wenn wir uns einfach nicht vorstellen konnten, was wenn es eine Erlösung gab? Alle Menschen hier hatten eine unbeschwerte Zeit verdient. Eine Welt, in der sie in Frieden leben konnten. „Ich weiß das die Erde die Menschen langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt, aber in seinen Augen war mehr als das.“ Und nun war er einfach so verschwunden. Die Vorstellung das der Ratsvorsitzende einfach so von einem mutierten Wolf zerfleischt worden war, war so unreal, dass ich es mir noch nicht einmal vorstellen konnte. Er hatte es alleine auf die Erde geschafft, wieso sollte er denn nicht auch in der Lage sein, einen Fußmarsch in der freien Wildnis zu überleben. Dennoch konnte ich es mir nicht unterbinden, zu lachen als Raven mich ansah, als hätte ich gerade eine Schraube locker. Sie konnte sich ja gar nicht ausmalen was alles in meinem Kopf herum geisterte. Tag für Tag. "Hör auf mich so amüsiert anzusehen, ich stehe noch unter Schock", entgegnete ich leicht grinsend und verdrehte die Augen. "Ich meine es Ernst. Machst du dir denn nie Gedanken über sowas?"Schließlich waren Jaha und seine Leute einfach so von der Bildoberfläche verschwunden ohne das man wusste, was mit ihnen passiert war. Dafür musste es eine Erklärung geben wenn sie nicht gerade Tot waren. Nur wie lautete diese?!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 3:19 pm

Alexander Mercier
Warum ich noch hier war? Vermutlich lag es wirklich an der Stille die um mich herum herrschte. Es war viel zu lang her gewesen, dass ich diese wirklich gebraucht hatte. Einen kurzen Moment zum Durchatmen. „Ich brauchte nur einen kurzen Moment für mich schätze ich.“ Wir hatten so viel gemeinsam überstanden und trotzdem war es komisch daran zu denken, dass dieser Kampf der letzte von uns sein könnte. Was wenn wir uns verloren obwohl wir uns gerade erst wieder gefunden hatten?! Ich hatte niemals gewollt das Jane sich in solch eine Große Gefahr wegen mir begab! Niemals und trotzdem standen wir hier. Alleine der Gedanke, dass ab jetzt jede Sekunde zählte war so komplett unreal. Wir waren aus dem Weltall auf die Erde gekommen um zu kämpfen. Vielleicht sogar auch um zu sterben. Ich wusste nicht, ob es wirklich unser Schicksal war hier unten zu stehen und Gott zu spielen. Dennoch hatten wir keine andere Wahl. Wir mussten kämpfen! Auch hätte ich niemals geglaubt, hier unten mit ihr zu stehen und solch einen Sentimentalen Stuss von mir zu geben. Damals vielleicht- der alte Alexander, doch der neue. Es schien keinen alten Alexander Mercier mehr zu geben. Es war viel mehr eine Neuauflage. Eine Mischung aus beiden und ich wusste das auch dieser Gedanke für Jane unglaublich hart war. Ich seufzte und versuchte die Situation so gut wie ich es gerade konnte zu überlächeln. Man musste kein Genie sein um zu merken wie angespannt ich eigentlich wirklich war und dafür gab es ja auch allen Anlass. Auch sie schien sich komplett darin zu verlieren. Wir schienen beide nicht wirklich der Herr der Lage zu sein und wollten dennoch verhindern Schwach gegenüber dem anderen zu wirken. Ich atmete tief ein und ließ mich auf einen der Baumstämme hinter mir sinken. Auch wenn ich wusste, dass ich eigentlich keine Zeit mehr hatte wollte ich mir diesen kleinen Augenblick wenigstens noch nehmen. „Für mich würde es schon reichen, wenn einer von uns Heile aus der Sache heraus kommt.“ Und dieser jemand war nicht ich. Ich hatte es nicht verdient. Jane hingegen war in der Lage Dinge zu ändern und dank ihr hatten wir auch eine Chance die Sache hier heil zu überstehen. Sie war eine wirkliche Kämpferin. Ich hoffte nur, dass sie wirklich keinen Ärger mehr durch die Sachen die ich verbrochen hatte bekam. Ich wüsste nicht wie ich diese jemals wieder gut machen sollte. „Wir werden das schon heil überstehen. Pass auf, wir kommen aus dem All. Wenn wir den Absturz eines Raumschiffes überstehen und sicher auf einem uns fremden Planeten landen, denn werden wir auch einen Krieg überstehen.“ Die Gegenüberstellung war vielleicht wirklich etwas weit hergeholt und befremdlich, aber wir mussten nur an das Beste glauben. „Pass einfach auf dich auf, okay?“ Ich streckte meine Hand nach ihr aus. „Wir werden uns wieder sehen.“ Keine Ahnung, ob ich wirklich erwartete, dass sie diese entgegen nahm. Was sollte das sein? Ein freundschaftlicher Handschlag? Ein Versprechen? Sie sah mich an, zögerte kurz und schlug ein. Unsere Hände berührten sich. Mein Herzschlag beruhigte ich sich ein kleines bisschen und ich nutzte die Gelegenheit um mich zu fangen. Es nützte alles nichts. Ich musste die Situation einfach irgendwie akzeptieren. Ich hatte Angst, selbst wenn ich dies niemals zugeben würde, schlotterten mir wirklich die Knie. Es bestand eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit, dass der gesamte Plan schief ging. Es bestand eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich starb! Ich würde ein ganzes Volk ins Verderben stürzen!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am So Nov 25, 2018 4:25 pm

Tessia
Ich hatte mich bisher noch nie ernsthaft aus solchen Situationen herauskämpfen müssen. Mein Leben war doch recht behütet gewesen. Ich war im Dorf recht unbeschwert aufgewachsen, bis man mein Blut entdeckt hatte und ich nach Polis gekommen war. Dort hatte ich zwar immer trainiert und war im Kampf geschult worden, noch nie aber hatte ich aus dieser Position heraus handeln müssen. Noch nie hatte ich lernen müssen mich aus einem winzigen Käfig zu befreien, in dem ich kaum mehr Platz hatte als in einem Schuhkarton. Ich konnte mich kaum drehen, konnte kaum aufrecht sitzen und dabei war ich schon kein allzu großes Persönchen. Wie hatten unsere Krieger hier drin Platz gefunden? Oder waren die direkt aufgehängt worden, so wie Bellamy? Ich wandte mich leicht in dem engen Raum, versuchte Bellamy besser ansehen zu können, aber es war einfach eine zu schlechte Perspektive und es waren zu viele Metallstäbe im Weg. Der ganze Raum war mit diesen Käfigen gefüllt! Und doch war kein einziger Grounder mehr hier. Sie hatten ihre Vorräte wohl aufgebraucht und es nicht für nötig gehalten neue zu sammeln, wo doch nun die Skypeople hier waren. Dennoch hatten sie mich mitgenommen, anstatt mich einfach zu töten oder zurückzulassen. Ich verstand es nicht so ganz, doch ich wollte es jetzt auch nicht analysieren. Ich konnte vermutlich froh sein noch am Leben zu sein. „Sie haben mein Blut noch nicht angezapft… aber wenn sie das tun, werden sie das Blut sehen und… ich denke nicht, dass das gut für mich enden wird.“ Schwarzes Blut? Sie würden mich auseinandernehmen und bis ins kleinste Detail untersuchen. Wenn sie erstmal die Vorteile meines Blutes herausgefunden hatten… dann würden sie sicher alle Nightbloods finden wollen. Unaussprechlich, was dann passieren würde. Nein, ich musste dringend vorher hier raus! „Was denkst du denn hätte ich tun sollen? Laufen und dich zurücklassen? Du bist so ein Idiot, Bell… Und ich bin kein Feigling. Von mir aus schnüffle ein wenig herum, aber ich werde dich am Ende hier rausbringen.“ Er würde schon bald merken, dass es aussichtslos war. Von mir aus sollte er eben das Risiko eingehen und sein Leben aufs Spiel setzen, aber ich würde ihm zumindest den Arsch retten. Ich würde nicht zulassen, dass er hier drin auch noch das Leben verlor. Zu viele waren schon gefallen und er begab sich in genau die gleiche Gefahr! Das war falsch! Verdammt. Ich drehte und wendete mich in dem Käfig, aber ich fand einfach keine Position, in der ich genug Platz hatte. Ich schob meinen Arm zwischen den Stäben hinaus, tastete das dicke Schloss ab, aber ich glaubte kaum, dass ich das knacken konnte. Sie hatten mir ja sogar die Haarbänder aus den Haaren genommen. Ich trug nichts am Körper außer die zwei Stoffteile, die meine Blöße bedeckten. „Ich weiß nicht wie ich hier rauskommen soll… Das Metall ist zu stark. Ich habe nichts, um das Schloss zu knacken. Wir müssen wohl warten, bis jemand kommt.“ Das wäre unsere einzige und auch meine letzte Chance. Ich musste die Person überwältigen, bevor sie an mein Blut kam. Bis dahin könnte es allerdings noch eine ganze Weile dauern, also… suchte ich nach weiteren Möglichkeiten. Ich suchte nach kleinen, spitzen Dingen, die ich nutzen konnte, um das Schloss aufzubrechen, aber der gesamte Raum war steril. Hier flog nicht einmal eine Staubflocke herum! Was sollte ich also tun? Ich konnte mir ja schlecht eine Nadel herzaubern. Aber apropos Nadel… „Bell! Bell, kommst du an die Nadel in deinem Arm? Die… die Kanüle?“ Wenn ich die hätte, könnte ich das Schloss problemlos aufbrechen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am So Nov 25, 2018 5:07 pm

Jane Adams
Ihm reichte es, wenn einer von uns überlebte und ich war mir ziemlich sicher, dass er damit mich meinte. Doch ich sah das genau anders herum. Er sollte das hier überleben. Ich hatte nach diesem Kampf nichts mehr. Eine wahrscheinlich gescheiterte Beziehung und riesigen Ärger dafür, dass der Krieg meine Schuld war. Darauf konnte ich gerne verzichten. Er hingegen war gerade aus dem Einfluss der Drogen raus und hatte ein ganz neues Leben vor sich. Ihm stand so ziemlich alles offen, schließlich hatte er eigentlich keinen Grund hier bei uns zu bleiben, wobei er das wahrscheinlich könnte, wenn er wollte. Leicht schmunzelte ich, als er versuchte mich zu beruhigen. Das war wahrscheinlich der schlechteste Vergleich, den ich je gehört hatte. Einen Absturz mit einem Raumschiff zu überleben war deutlich wahrscheinlicher, als diesen Krieg zu überstehen. Doch es erfüllte seinen Zweck mich zumindest für einen Moment zum lächeln zu bringen. Im ersten Moment war ich etwas irritiert, als er mir die Hand hin hielt, schlug dann jedoch ein. „Du passt aber auch auf dich auf. Wir werden uns wieder sehen“, erwiderte ich seine Worte. Wenn ich es verhindern konnte würde ich ihn nicht sterben lassen. Schon oft genug hatte ich ihm den Hintern gerettet, da würden sie ihn mir jetzt nicht so einfach weg nehmen. Auch wenn wir beide versuchten nicht zu zeigen, wie nah uns das alles ging sah ich doch in Alex Blick einen leichten Anflug von Panik. Das war auch der Grund, warum ich handelte ohne wirklich nachzudenken. Ich beugte mich nach vorne und schloss meinen anderen Arm um ihn, sodass ich ihn mehr oder weniger umarmte, während unsere Hände immer noch zwischen uns waren. Keine Ahnung, wer von uns diese Umarmung gerade nötiger hatte, doch ich musste gestehen dass es mich etwas beruhigte. Für einen Moment schloss ich einfach die Augen. Einen Moment einfach mal nicht daran denken, dass wir in ein paar Stunden vielleicht tot sein könnten. „Wir überleben das, wir beide“, murmelte ich und war selber etwas überrascht, wie kräftig meine Stimme dabei klang. Noch einen Moment erlaubte ich es mir in dieser Position zu bleiben, bevor ich mich langsam von ihm löste und auch wieder aufstand. Zwar waren wir hier für den Moment sicher, doch wir hatten hier gerade schon genug Zeit verbracht. „Ich glaube wir sollten zu den anderen. Sie sollten schließlich nicht alleine kämpfen“, meinte ich seufzend. Keine Ahnung, wann die Leute auftauchen würden, ob sie es überhaupt taten, doch wir sollten hier nicht noch mehr Zeit verschwenden, als sowieso schon. Also hielt ich Alex meine Hand hin, um ihn auf die Füße zu ziehen.
Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Camp der 100, wo uns direkt Kane entgegen kam. Er fuhr uns etwas an, warum wir jetzt erst auftauchten. Dafür konnten wir ihm jedoch nicht wirklich böse sein. Wahrscheinlich war er noch gestresster, als wir und das merkte man ihm eben an. Für ihn, als Anführer, stand hier eben auch einiges auf dem Spiel, nicht nur sein Leben, sondern auch das von allen anderen. Seine Standpauke dauerte nicht lange und dann scheuchte er uns auf unsere Plätze. Ich warf Alex einen Seitenblick zu, bevor ich mich in Bewegung setzte.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 25, 2018 7:03 pm

Bellamy Blake
An dem was sie sagte war in der tat etwas dran. So weit sie noch nicht herausgefunden hatten, was die Bedeutung ihres Blutes war, würden sie alles daran setzten es heraus zu finden und sie als ihr neues Laborspielzeug auseinander nehmen. Selbst ich konnte mir das Mysterium ihrer Herkunft immer noch nicht erklären. Für einen kurzen Augenblick nagte die Frage auch tatsächlich an mir, ob es einen Unterschied machte. War ihr Blut besser als das der unseren? Sauberer? Ich wusste noch nicht, ob es Gut war, dass sie diesen Schritt noch nicht gegangen waren. Je länger diese Sache unklar blieb umso besser war es zudem für alle! Vorerst tappten sie was das betraf wenigstens genauso im Dunkeln wie wir auch. Manche Dinge mussten ja aber auch nicht unbedingt ans Licht kommen. Es spielte keine Rolle wessen Blut sie bekamen, sie opferten dafür zu viele Leben. Sogut ich konnte würde ich wenigstens zu verhindern versuchen, dass es überhaupt soweit kam das sie Tessia ein Haar krümmten. Wenn sie die erste Nightblood war, die sie je zu Gesicht bekamen, so würde es auch die letzte sein. Wie auch immer ich glaubte das aus meiner Position aus anstellen zu können. Solange Tessia hier drinnen bei mir war, verlor ich sicher nicht meinen Lebenswillen. Doch das war gerade nicht unser Problem. Im Augenblick ging es um sehr viel wichtigeres! Vorerst verschaffte es uns Zeit das Tessia diejenige war, die nicht Kopfüber von der Decke baumelte. Wir mussten uns nur etwas einfallen lassen! „Ich wäre für jedes Brainstorming offen, das im Raum stünde“, rutschte es leicht sarkastisch über meine trockenen Lippen. Kaum zu glauben, dass ich für diesen Witz überhaupt in Stande war. Meine Augen fielen kurz zu und ich spürte wie tiefen entspannt mein Brustkorb sich hob und senkte. Ich durfte jetzt bloß nicht schlafen! Wach bleiben! Warten- ich hörte wie Tessia an dem Schloss rüttelte, dass ihre Käfigtüren versperrte. Mit all meinen Sinnen versuchte ich mich darauf zu konzentrieren. Gab es noch einen anderen Plan außer abzuwarten? Sonderlich viel Zeit hatte ich vermutlich nicht mehr. Meine Augen musterten die Schläuche, durch denen mein Blut zu laufen schien. „Glaubst du wir haben eine Chance, wenn wir auf uns aufmerksam machen?“ Dieses mal würde ich jedoch nicht so voreilig handeln. Es konnte hier drinnen unser Leben kosten. Ich bezweifelte das es ihnen wichtig war uns lebend zu halten. Ich wagte zu bezweifeln, dass die Wachen nicht sofort in den Raum gestürmt kämen, sobald ich auf mich aufmerksam machen würde, doch brachte es uns etwas? Die Frage war nur, ob wir in der Lage waren aus dieser Situation wieder zu entfliehen. Tessia war in einem Käfig eingesperrt und ich hing kopfüber von der Decke. Meine Optionen mich zu wehren lagen nicht sonderlich hoch. Erneut verlor ich beinahe das Bewusstsein, als mich Tess Stimme wieder hervorlockte. Sie konnte sich gar nicht vorstellen wie schwer es für mich war stark zu bleiben und nicht nachzugeben. „Mhm?“ Eine Nadel? Ich sah die Nadel von der sie sprach, doch meine Finger waren nahezu taub. Ich knirschte mit den Zähnen. „Ich kann meine verfluchten Hände nicht bewegen“, beschwerte ich mich knurrend und verspannte meine Muskeln total. Sie setzten meinen Körper mit irgendeinem Nervengift außer Gefecht. Ich gab nach, atmete angestrengt aus und versuchte mich erneut zu fangen. Eine kurze Pause ehe ich es noch einmal versuchte und es tatsächlich schaffte meine Finger in Bewegung zu setzten. Für nur kurze Sekunden- meine Hand blieb taub. Das dauerte alles viel zu lang! „Das bringt rein gar nichts!“, entfuhr es mir. „Ich kann nicht.“ Und das frustrierte mich noch sehr viel mehr! Gerade fühlte ich mich wie ein kleiner Junge, der nicht das bekam was er wollte. Plötzlich durchfuhr ein Geräusch den Raum. Elektrische Türen schienen sich zu öffnen und ein schimmerndes Grünes Licht durchflutete den Korridor der durch eine Glastür verriegelt war. „Was machen wir?“, zischte ich und versuchte so ruhig zu bleiben wie ich nur konnte. Vielleicht handelte es sich nur um eine Kontrolle. War das unsere Chance? Unser Zeitfenster hier wurde immer kleiner wenn wir uns nicht bald etwas einfallen lassen würden um hier raus zu kommen!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Nov 25, 2018 7:21 pm

Raven Reyes
Ja, ich hatte ihn nicht mehr besonders oft besucht. Aber er hatte doch sicher Verständnis dafür, dass ich fast in der Arbeit versank. Das war es vorher schon gewesen und es hatte sich nicht geändert. Ich war halt immer noch diejenige, die praktisch alleine für die Technik zuständig war. Es gab war noch andere Techniker, aber die hochstehende Arbeit musste doch von mir erledigt werden. Diese gab es in Hülle und Fülle. Dass ich dafür noch ein paar Tage im Bett gelegen war und die Arbeit sich angesammelt hatte, machte es nicht besser. Ich war halt einfach nicht mehr so schnell wie früher. Ich nickte leicht, als er meinte, dass er Abby nicht um Erlaubnis gefragt hatte. Etwas anderes hatte ich auch gar nicht erwartet. Er war ja wohl mehr als genug lange auf dieser Krankenstation gewesen und dennoch hatte es ihm sicher nicht geschadet. Er hatte diese Genesung gebraucht. „Insassen?“, wiederholte ich seine Worte und grinste ihn kurz an. „So schlimm kann es doch nicht gewesen sein oder?“, fragte ich mit einem kleinen Schmunzeln und nippte an meinem Bier. Ich war eigentlich schon müde genug und das Bier würde es nur noch schlimmer machen. Aber vielleicht würde dann das Schlafen ein bisschen besser gehen und ich würde mit meinen Gedanken nicht der Arbeit nachhängen. Mein Blick glitt dann manchmal zum Stapel und ich fragte mich, wie ich das alles schaffen sollte. Ich war erstaunt, als er auf einmal nach Jaha fragte. Wie kam er denn auf diese Idee? Ja, ich wusste, dass er mit ihm mitgegangen war, aber das war doch alles eine total hirnrissige Idee gewesen. Es war blöd gewesen, dass er dort überhaupt mitgegangen war. Gut, man hatte ihn wieder gefunden und es war einiges seither passiert. Aber er wollte doch nicht wieder damit anfangen oder? „Nein, haben wir nicht“, sagte ich. Es war mir eigentlich auch egal. Seine Idee von der Stadt des Lichts war eine totale Schnapsidee. Ich fuhr mir durch das Haar und nahm wieder einen Schluck von dem Bier, aber dieses Mal einen grösseren. Schaden würde es definitiv nicht. Ich hob eine Augenbraue und lächelte leicht amüsierte, als er mich fragte, ob ich schlau wäre. Er wusste ganz genau, dass ich schlau war. Ich war eine der schlausten hier und das wusste Murphy. Das wussten praktisch alle hier. Sie waren auf mich angewiesen. Sie könnten mich nicht besonders gut ersetzen. Es würde lang brauchen, bis jemand das Wissen hätte, welches ich hatte. Vielleicht würden sie gar nie so weit kommen. Ich sah ihn an, als wäre er verrückt geworden, als er tatsächlich fragte, ob etwas daran Ernstes wäre. Er verschwendete immer Gedanken daran. Ich fuhr mir durch das Haar und strich mir eine Strähne nach hinten. „Glaubst du etwa an die Stadt des Lichts?“, fragte ich ihn und grinste ihn an. „Diese Stadt trägt einen Namen, der sich eher anhört wie einen Ort, an den man kommt, wenn man tot ist.“ Ich zuckte leicht die Schultern und schürzte die Lippen. „Also nein, ich mache mir keine Gedanken darüber. Denkst du nicht, dass viel mehr auf der Suche nach dieser Stadt wären, wenn irgendwas dran wäre? Ich glaube nicht daran. Es gibt zu wenige Fakten, die dafür sprechen. Es ist reine Zeitverschwendung, nach dieser Stadt zu suchen und dann ist da noch die Frage, ob er überhaupt noch lebt. Wir wissen beide, dass diese Welt kein einfacher Ort ist“, fügte ich hinzu. Ich prostete ihm erneut zu und trank von meinem Bier. „Ich kümmere mich lieber um meine Arbeit, als Gedanken an so etwas zu verschwenden“, sagte ich und grinste zu ihm. Ich lehnte mich zurück und trank weiter von meinem Bier.

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