The 100 RPG

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Nov 03, 2018 2:17 pm

Yashar
Vermutlich hatte sie Recht. Mein Körper war nicht müde genug, weil die Menge an Alkohol zu gering war. Die Tatsache das meine körperliche Verfassung nicht mit meiner Geistigen übereinstimmte, ließ ich einfach mal außen vor. Ich presste meine Lippen feste aufeinander und lehnte mich in meinem Sitz nach hinten. „Kann sein, ich hab keine Ahnung.“ Vor allem war ich aber auch zu müde als um mir darüber Gedanken zu machen. Ich hatte meine müde Stunde vermutlich schon überwunden. Meistens machte der Alkohol mich müde. Doch die kleinste Menge war für mich schon gar keine Herausforderung mehr. In den meisten fällen funktionierte ich ja sogar besser, wenn ich etwas getrunken hatte als ohne. Ich rümpfte die Nase, ehe ich sie wieder ansah. Ich vergaß, wie redegewandt und „zickig“ Isabella doch eigentlich sein konnte. Das hatte ich schon fast in diesem ganzen Drama um sie, komplett vergessen. „Ich habe nie behauptet, dass es mich nicht interessiert.“ Sie sprach ja nie darüber. Wenn jemand nicht darüber redete, konnte man auch nicht darüber sprechen. Eigentlich sollte es mir ja auch wirklich egal sein. So wie sie sagte. Wenn sie glaubte diese Lasten alleine zu tragen, sollte sie. Hauptsache sie stellte dabei nur keine Dummheiten wie ich an. Es gab eben Starke Menschen und solche wie mich. Sie sollte nicht die selben Fehler machen. Isabella war eine Kämpferin, war das betraf machte ich mir jedoch keine Sorgen. Sie schlug sich besser wie manch Grounder die ich kannte. Ich hätte zumindest nie gedacht, dass eine Skaikru so viel Mut und Kraft aufbringen könnte.  „Ich kann mir Vorstellen, wie es für eine Skaikru wie dich sein muss hier unten. Die Erde ist kein angenehmer Ort, auch wenn sie vielleicht danach aussieht. Hier unten hat jeder von uns seine Lasten zu tragen, das ist der Lauf des Lebens. Du bist es nicht gewöhnt hier unten zu Leben. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie es für dich und dein Volk sein muss hier unten aus zukommen. Es muss beängstigend sein.“ Das sollte keines Weges Abfällig klingen. Sie tat mir deswegen sogar schon ein wenig leid. Dort oben war sie Sicher gewesen- in ihrem kleinem Raumschiff- und das hier, jeder Tag war bitteres Überleben. Genau aus diesem Grund war ich auch einer der Menschen hier unten, die die Skypeople nicht verachtete. Sie hatten ein Recht auf Leben und wieso sollte man ihnen dabei nicht helfen? Wir hätten die selbe Hilfe gebraucht, wenn wir als Fremde auf die Erde zurück gekehrt wären. Sie trugen keine Schuld an dem was passiert war. Sie hatten versucht einen kleinen Teil der Menschheit zu retten. Woher hätten sie es besser wissen sollen? Auf ihre Frage nach etwas zu essen, richtete ich mich auf. Ich hatte bereits gesehen, dass Yennefer kleine Brötchen gebacken hatte. Sie hatte bestimmt nichts dagegen, wenn wir uns daran bedienten. Mein Körper trug mich in die Küche, worauf ich ihr einen Korb voller selbst gebackener Brötchen auf den Tisch stellte. „Bedien dich“, meinte ich trocken und ließ mich wieder auf dem Stuhl nieder. Auch ich nahm mir eines davon und riss ein kleines Stück davon ab. „Wieso willst du nicht zurück zu deinen Leuten?“, drang es auf einmal neugierig über meine Lippen. Vermutlich war ich schon längst viel zu müde, um zu realisieren, was ich überhaupt von mir gab. „Ich meine, sie haben die unbedeutenden Verpflegung. Sie leben in Sicherheit mit den Triku, haben ihren Schutz vor der Ice Nation, haben die nötigen Waffen und Technologie. Sie könnten dich wahnsinnig schnell wieder Gesund machen.“ Und dennoch verschwendete sie ihre Zeit hier mit uns. Was gefiel ihr so gut daran? Oder vertraute sie mir- einem beinahe Fremden- wirklich mehr, als all ihren Leuten? Sie musste doch so etwas wie Vertraute haben. Freunde? Die Sache ließ mir einfach keine Ruhe. Ich an ihrer Stelle, wäre sofort wieder  zurück zu meinen Leuten gekehrt, wenn ich die Chance dazu gehabt hätte. Sie boten einem Sicherheit und man musste sich keine Sorgen über irgendwelche unbedeutenden Rituale machen. Sie würden einen sicher nicht für irgendetwas hinrichten wie unsere Leute es taten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Nov 03, 2018 2:38 pm

Alexander Mercier
Um Himmels Willen, sie wollte aus meinen Runen irgendwelche anderen Dinge machen? Was schwebte ihr denn so vor? Ein Schmetterling? Eine Blume? Da passte ich vielleicht lieber gleich und beließ die Dinge die ich auf meinem Körper trug. Schließlich hatte ich sie wirklich überall und sie waren nicht so leicht aus dem Weg zu räumen. Überrascht sah ich auf, als Jane meinen Blick auf sich zog. Sie mied, dass ich mich weiter wie ein verrückter die Hände rieb und nahm sie in ihre Hände. Sie waren warm und aus irgendeinem Grund tat es gut, dass sie mich so ansah wie sie mich ansah. Die Dinge die sie zu mir sagte, waren Herzlich. So langsam glaubte ich wirklich zu meinen, dass sie mich verstand. Selbst wenn es eigentlich wirklich absurd war. Jane konnte sich nicht in meine Situation hinein versetzen. Sie wusste nicht, was ich alles durch gemacht hatte. Aber trotzdem fiel es mir nicht mehr so verdammt schwer ihr zu glauben. Mich ihr zu öffnen. In der gesamten letzten Zeit hatte sie so verdammt viel für mich getan. Ich konnte mich wirklich nicht daran Erinnern, wann jemand anders all diese Dinge für mich getan hatte. Das war vielleicht die Bedeutung eines wirklichen „Freundes“. Sie hatte mich trotz der ganzen Dinge nicht einfach so aufgegeben und sie stellte sich sogar für mich gegen ihre eigenen Leute. Mittlerweile zweifelte ich noch nicht einmal mehr daran, dass ich all diese Qualen und Ablehnungen verdient hatte. Sie hatte vielleicht Recht mit dem was sie sagte, es war diese Stadt des „Nebels“ die einem den Verstand komplett raubte, aber ich war immer noch ich gewesen und hatten wir nicht alle irgendwo eine Wahl? Trotz meiner Gedanken nickte ich leicht und sah auf unsere Hände. Wie schaffte Jane es eigentlich immer solch eine Ruhe und gelassenheit an den Tag zu legen? In Situationen wie diesen hier wünschte ich mir regelrecht, sie wieder ein wenig besser zu kennen. Wenn sie wirklich sowas wie meine „beste“ Freundin gewesen war, denn hatte es schließlich auch Tage gegeben an denen ich ich sie durchschaut hätte. Ich hätte sofort gewusst, wann etwas nicht in Ordnung gewesen wäre. Ich konnte mir wenigstens nicht vorstellen, dass all diese Dinge einfach so an ihr vorbei gingen. Sie war kein Gefühlskalter Mensch. Gerade Jane nicht. Sie wirkte auf mich wie jemand, der Probleme mied. Der am liebsten alles tat, damit die Menschen um sie herum sich verstanden. Kein Krieg. Kein Leid. Umso mehr tat es mir Leid, dass ich sie in solch furchtbare Situationen wie diese hier brachte. Mein Atem hatte sich ein wenig beruhig und ich holte wieder etwas ruhiger Luft durch die Nase. „Es tut mir Leid, dass ich dich da mit rein gezogen habe. Von Anfang an meine ich.“ Ein weiteres Mal, dass ich mich einfach so entschuldigte. Dabei lag es mir absolut nicht. Trotzdem meinte ich es dieses Mal auch so und es klang durchaus aufrichtig. Es waren die Dinge in meinem Kopf die mit mir durch und durch gingen. In jeder einzelnen Minute. „Mit allem. Ich weiß, dass es nicht leicht für dich und dein Volk ist. Ich wollte nie das du dich zwischen zwei Seiten stellen musst.“ Denn irgendwann würde es sicherlich noch zu Ärger kommen. Das wusste nicht nur ich. Innerlich war mir klar, dass auch Jane das wusste. Doch diese Entscheidung lag nicht an mir. Sie hätte mich auch einfach zurück lassen können. Selbst jetzt war ich immer noch dafür, dass sie mich einfach aufgab. Was hatte es denn alles für einen Sinn. Ich zögerte, ehe ich mich leicht nach vorne bewegte und sie in meine Arme schloss. Auch das war eher etwas untypisches. Ich hatte sobald ich mich erinnerte, noch nie jemanden umarmt. Vor allem nicht Jane. Doch gerade schien ich das einfach zu gebrauchen. Ich brauchte den Trost und die Nähe eines anderen. Ich schloss für  die Augen und atmete ruhig ein und aus. Jane sollte jetzt bloß ruhig sein!


Zuletzt von Troian. am Sa Nov 03, 2018 11:16 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Nov 03, 2018 3:57 pm

Bellamy Blake
Wieso war sie auf einmal so Nervös? Das war ja beinahe schon niedlich. Ein weiteres Zeichen dafür, dass ich mich wohl ausnahmsweise nicht darüber aufspielen würde, dass sie mich gerade so in den Arm geschlossen hatte. Manchmal konnte ich mich zwar schon ziemlich daneben benehmen, aber so ein Kerl war ich dann doch nicht. Vielleicht wäre der alte Bellamy so drauf gewesen, aber ich hatte nichts davon. Wieso also? Dabei war doch absolut nichts dabei. Es wurde langsam Kälter, es war vermutlich nur eine Reaktion gewesen. Ein Reflex, nichts weiter. Sie erhob sich und mein fragender Blick begleitete sie dabei. Was hatte sie vor? „Was ist mit dir? Bist du nicht müde?“, fragte ich. Ich richtete mich auf, rieb mir meine kalten Hände und richtete mein Hemd unter der Jacke. In dieser verdammten Uniform war es so verflucht unbequem. Warum trugen wir diesen Mist noch mal gleich? Ich musste überarbeitet sein, dass ich dieses Stück Leder wirklich den gesamten Tag trug nur um den Leuten zu zeigen, dass ich ein Teil der Garde war. Wir hatten keinen Grund mehr dazu. Ich musterte die Dinge auf den Tisch. Da ich mein Glas noch nicht leer getrunken hatte, führte ich es zu meinen Lippen und erhob mich. Wirklich Apettit schien Tessia wohl auch nicht mehr gehabt zu haben. Sie hatte die Dinge vor uns nicht einmal mehr angerührt. „Es wird langsam wirklich Kalt“, bemerkte ich. „Wir müssen mal sehen, wie wir ein wenig Wärme in die Bude hier bekommen. Und irgendetwas das ein bequemeres Bett ersetzt. Ich glaube den Strom werden wir so leicht nicht wieder in Gang bekommen. Ich werde mir irgendetwas überlegen.“ Wenigstens hieß ich nicht Raven Reyes und wirklich viel Ahnung von der Technik hier in diesem Dropship hatte ich auch nicht. Vielleicht konnte Raven mir helfen. Einen Gefallen war sie mir sicherlich noch schuldig. Irgendetwas würde ich mir einfach überlegen und ich vertraute ihr. Erneut rieb ich mir die Hände und pustete ein wenig warme Luft zwischen ihnen. Aus irgendeinem Grund wirkte Tessia von jetzt auf gleich total neben der Spur, Hatte ich was falsches getan? Gesagt? Ich zögerte, ehe ich mich ihr mit langsamen Schritten näherte. Sie machte sich doch nicht irgendwelche Vorwürfe oder Gedanken? Ich wusste ja, dass sie nicht gerade ein Mensch war der auf Nähe programmiert war, aber so schlimm war es nun auch nicht. Auf der Plattform blieb ich neben ihr stehen und sah erneut in die Sterne. Die Nacht schien so wahnsinnig unendlich zu sein. Um ehrlich zu sein, wollte ich gar nicht wissen wie spät es war. Von mir aus könnte die Nacht ewig andauern. „Soll ich dich allein lassen?“, fragte ich zögerlich und sah sie an. Es konnte ja sein, dass irgendetwas nicht in Ordnung war. Von jetzt auf gleich wirkte sie auf einmal so furchtbar Distanziert. Worüber dachte sie nach? Zu gerne hätte ich einen Blick in ihren Kopf gewagt. Ich konnte mir vorstellen, dass sie sich wahnsinnig viele Gedanken machte. Es musste hart sein in ihrer Position zu stehen. Ständig auf der Flucht. Gerade deswegen fand ich es wirklich sehr beeindrucken, dass sie sich von nichts etwas vorschreiben ließ. Sie verachtete uns nicht für das was passiert war und das trotz ihres wahnsinnigen Verlustes. Ich lehnte mich an das kalte Metall hinter mich. Ich stieß Tessia an. „Erde an Tess. Alles okay?“, fragte ich erneut und lächelte als ihr Blick auf meinen traf. Ihre funkelnden hellen blauen Augen waren so durchdringlich. Sie waren aufmerksam und wachsam. Doch es war auch noch mehr in ihnen. Sie war nicht immer nur dieses Taffe Mädchen das sie spielte. „Wenn du irgendetwas brauchst, dann sagst du es mir okay?“, diese Aufforderung klang mehr als eine bitte an sie es zu tun. Ich wusste nicht wieso, aber irgendwie fühlte ich mich eben für sie Verantwortlich. Alles was mit ihr passierte. Sie hatte mein Wort und ich würde dieses nicht einfach so brechen. Ich lehnte mich zu ihr und schloss meine Arme um sie. Ich war ein ganzes Stückchen größer als sie, aber sie schien perfekt in meine Arme zu passen. Sie ließ es zu. Ich wusste nicht wieso, aber irgendwie wirkte es auf mich so, als bräuchte die diese Umarmung und im Augenblick ich vielleicht auch. Ich schloss die Augen und lehnte meinen Kopf gegen den ihren und atmete ruhig ein und aus.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Sa Nov 03, 2018 8:17 pm

Jane Adams
Eigentlich hatte ich fast schon damit gerechnet, dass er mir seine Hände entziehen würde. Mich für verrückt erklärte und einfach wieder dicht machte. Dass was er die letzten Tage grundsätzlich immer getan hatte. Doch nichts davon kam. Sogar das Gegenteil, er ließ sie in seinen und ich hatte das Gefühl, dass er sich langsam aber sicher beruhigte. Tatsächlich nickte er sogar, als ob er glauben würde, was ich ihm da sagte. Ich verbuchte das jetzt einfach mal als. Erfolg. Er war nicht mehr mein Alex, aber genauso wenig war er der Arsch, der er durch diese Stadt geworden war. Viel mehr lag sein neues ich irgendwo dazwischen. Da waren noch alte Züge, aber die letzten Jahre waren auch nicht spurlos an ihm vorbei gegangen. Verwundert sah ich zu ihm auf, als er sich schließlich bei mir entschuldigte. Ich schüttelte nur den Kopf. „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, am Ende war es immer noch meine Entscheidung dir zu helfen. Auch wenn du nicht mehr mein bester Freund bist hast du es nicht verdient in so einer Situation zu stecken“, meinte ich ehrlich. Natürlich war mir bewusst, in was für Gefahren ich mich und meine Leute brachte. Genauso war mir bewusst, dass ich riesigen Ärger bekommen würde, wenn meine Leute raus fanden, was ich hier tat. Für ein paar Tage in eine Zelle gesteckt zu werden war da wahrscheinlich noch das kleinste Übel, was mich erwarten würde. Noch überraschter war ich, als sich Alex auf einmal nach vorne lehnte und mich tatsächlich in seine Arme schloss. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass er das je wieder tun würde. Das höchste der Gefühle war es gewesen, dass er mich nicht mit jedem Satz provozieren wollte. Doch jetzt saßen wir tatsächlich hier und umarmten uns, fast so wie früher. Einen Moment war ich so perplex, dass ich gar nicht reagieren konnte, doch dann legte ich ebenfalls meine Arme um Alex und strich ihm beruhigend über den Rücken. Irgendwie hatte das Ganze etwas vertrautes, so wie früher auf der Ark, wenn er mich wegen meiner Mutter getröstet hatte oder nach seiner Landung auf der Erde, als ich ihn endlich wieder in die Arme hatte schließen können. Doch gleichzeitig war da diese gewisse Distanz, weil er eben nicht mehr mein Alex war. Nicht mehr mein bester Freund. Trotzdem ließ ich das ganze hier zu. Er machte gerade so viel durch, dass er das gebrauchen konnte. Vor allem, weil ich wirklich das Gefühl hatte, als würde ihm das hier gerade helfen, so verrückt das auch klang, wenn man bedachte, dass er mich vor einer Weile noch einfach so umgebracht hätte. Einfach weil er nicht gewusst hatte, wer ich überhaupt war. Nach einem Moment löste ich mich jedoch von ihm, schob ihn leicht von mir und brachte so wieder etwas Abstand zwischen uns. „Ich sollte langsam zurück, bevor die anderen merken, dass irgendwas faul ist. Meinst du du überstehst den Tag auch ohne mich? Sonst hast du ja immer noch das Walkie-Talkie und kannst dich melden wenn was ist, ja?“ Mir war nicht gerade wohl dabei ihn hier alleine zurück zu lassen, wenn es ihm durch den Entzug so bescheiden ging. Genauso wenig konnte ich aber einfach hier bleiben. Selbst wenn Taylor Abstand wollte. Früher oder später würde einem der anderen mein Fehlen auffallen, zumindest auf der Krankenstation. Zu erklären, wo ich gewesen war, ohne Alex zu verraten war so gut wie unmöglich. In jedem Fall würde ich ärger bekommen. Schon zu oft hatte ich Welpenschutz wegen Alex bekommen, weil Kane wusste, wie schlecht es mir ging. Ewig könnte er das nicht durchziehen, dafür hatten wir alle schon große Verluste einstecken müssen. Ich war leider kein Einzelfall, den man bevorteilen konnte.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Nov 03, 2018 8:56 pm

Alexander Mercier
Sie nannte mich immer noch so. Bester Freund. Dabei war ich eine komplett neue Person. Ich erkannte mich schließlich selbst kaum wieder. Ich presste meine Lippen feste aufeinander und seufzte. Vermutlich war ich jetzt einfach eine Mischung aus beidem. Ich war weder der alte noch der neue Alexander. Das ganze war schon hart. Doch etwas anderes, als mit der Situation auskommen, konnte ich eben nicht. Auf der anderen Seite  tat es mir dennoch unheimlich Leid für sie. Sie hatte wohl mehr verloren als ich es hatte. Denn ihr schien die Sache hier so unglaublich viel zu bedeuten. Der alte Alexander schien eine ziemlich wichtige Person in ihrem Leben gewesen zu sein und nun war er fort. Ich erinnerte mich an nichts mehr. Der alte Alexander war anders als ich es war. Denn bis hier hin, war ich in ihrem Leben vermutlich nur für die Lasten zuständig gewesen. Bis hier hin hatte sie sich mit mir gequält und trotzdem hatte sie mich nicht verstoßen. Als sie sich wieder von mir löste, sah ich auf. Aus irgendeinem Grund mied ich es ihr in die Augen zu sehen. Ich hatte Angst irgendetwas darin zu sehen, was ich nicht sehen oder wahr haben wollte. Meine Gefühle schlugen im Augenblick einfach über die stränge. Ich wusste nicht wie ich mich fühlen sollte oder was es war, was mich so verrückt werden ließ. Aus meiner Sicht hätten wir viel länger so verbleiben können. Ich mochte dieses Gefühl von Vertrautheit, auch wenn ich es niemals zuegen würde. Auch, wenn es vermutlich noch lange nicht an das heran kam, was Jane sich erhofft hatte. Es hatten sich eben sehr viele Dinge verändert. Doch was hatte ich zu verlieren? Es war eben alles so wie es war und keiner von uns hahtte die Macht die Dinge um uns herum zu beeinflussen. Auf ihre Worte nickte ich nur. Sollte ich Lügen? Die Wahrheit war, dass ich nicht unbedingt glaubte das ich den Tag ohne sie überstand. Ich war Einsam und die Zweifel an mir und die Dinge die mir im Kopf herum gingen, machten die Sache nicht besser. Doch anstellte davon, ihr die Wahrheit zu sagen, nickte ich. Was sollte schon passieren? Im schlimmsten Fall schlug ich mir den Kopf irgendwo an irgendeiner Wand ein bevor ich drohte komplett verrückt zu werden. Ich zögerte, schluckte den Kloß in meinem Hals herunter und nickte. Aus Angewohnheit begann ich mir wieder meine kalten Hände zu reiben. „Klar, mache ich auf dich etwa einen anderen Eindruck? Ich brauche keinen Babysitter“, meinte ich heiser und lehnte meinen Kopf an die Wand neben mich. „Ich krieg das schon irgendwie hin.“ Ich war ja nicht gleich dem Tod geweiht, oder wohl? Was wenn an dieser dummen Prophezeiung doch etwas dran war und ich langsam aber sicher sowas wie Reue verspürte? Ich musste komplett bescheuert sein! Diese Irren hatten mir komplett den Kopf gewaschen. Begann ich gerade wirklich wieder, an diese Scheiße zu glauben? Jane bewegte sich auf ihr Pferd zu. Sie hatte Recht. Ich hatte immer noch die Möglichkeit sie über das Walkie Talkie zu erreichen und sie war nicht gerade weit vom Dropship entfernt. Sie musste gehen, denn wenn sie es nicht tun würde, würde sie nicht nur meine sondern auch ihre Sicherheit aufs spiel. Sie würde sich nur zusätzlich Ärger einhandeln, wenn sie sich darauf einließ. "Die anderen scheinen wohl immer noch nicht wirklich viel auf mich kommen zu lassen mhm?", meinte ich und sah wieder in Janes Richtung. Keine Ahnung warum ich ausgerechnet das sagte. Ich konnte ihren Leuten ja nicht verübeln, dass sie mich hassten. Sie waren schließlich auch einmal meine Leute gewesen und ich hatte sie einfach so verraten. Sie würden mich unter ihren Reihen nicht akzeptieren und genau aus diesem Grund verstand ich meine eigene Frage nicht. Wollte ich eine verschönerte Realität hören? Etwas womit Jane mich aufheiterte? Die Wahrheit war Brutal, doch sie ließ sich auch durch nichts anders ändern. Ich hatte selbst Schuld am Rande der Verzweiflung zu stehen.


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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Sa Nov 03, 2018 9:41 pm

Jane Adams
Mir entging es nicht, wie er es vermied mich direkt anzusehen. Keine Ahnung, woran es lag, doch ich bezweifelte, dass es eine gute Idee wäre nachzufragen. Wahrscheinlich würde er es am Ende nur abstreiten, dass doch gar nichts war. Ich nur zu empfindlich war. Gerade weil es zeigen würde, wie verletzlich er gerade war. Zwar nickte er, dass ich ihn allein lassen konnte, aber so richtig sah es nicht danach aus. Er fing direkt wieder an sich die Hände zu reiben und als er sich so an die Wand lehnte sah er so unglaublich fertig und erschöpft aus. Mein Herz wurde etwas schwer, ich wollte ihn eigentlich wirklich nicht allein lassen. „Naja, gut siehst du nun wirklich nicht aus“, gestand ich und nahm noch mal seine Hände in meine. Nicht nur, dass es zeigte, wie schlecht es ihm eigentlich ging, aber es machte mich aber auch etwas nervös. „Okay, sollte was sein melde dich einfach“, wiederholte ich noch mal und stand schließlich auf. Ließ ihn damit komplett los und alleine auf dem Bettgestell zurück. Auf diesem alten Ding sah er gerade irgendwie so verletzlich aus, wie ich ihn bisher noch nie gesehen hatte, erst recht nicht, seit er dieses neues ich hatte. Ich verließ das Dropship und lief zu Star. Bei ihr drehte ich mich jedoch noch mal um, weil er noch eine Frage hatte. Seufzend strich ich Star über den Hals. „Naja, sie wissen nicht, ob sie dir trauen können. Sie haben nur gesehen, wie du warst, als du aus der Stadt kamst. Du musst zugeben, dass du da ein ziemlicher Arsch warst. Wenn du uns helfen würdest gegen die Leute aus dem Nebel würdest du vielleicht ihr vertrauen zurück bekommen. Momentan gehen sie aber auch noch davon aus, dass du bei ihnen bist.“ Das war alles so unglaublich kompliziert. Hätte ich das ganze irgendwie beschönigen können? Wahrscheinlich nicht. Er wusste genauso, dass meine Leute ihm aktuell nicht wirklich trauten, wie wir beide wussten, dass uns ein verdammter Krieg bevorstand. Wie groß dieser werden würden konnten wir jetzt nicht sagen. Für eine gewisse Zeit könnten wir uns wahrscheinlich in Arkadia verschanzen, aber auch wenn wir Felder hatten würde die alleinige Versorgung darüber schwierig werden. Zwar bereiteten wir uns auf das schlimmste vor, aber wir wussten nicht was auf uns zu kommen würde. Alex wusste das auch nicht, er stand nun auch nicht mehr auf ihrer Seite. Doch er wusste, wie sie argierten, ihre Strategien. Auch wenn er nun zwischen den Stühlen stand konnte ich ihn nicht dazu zwingen uns ihre Geheimnisse zu verraten. Am Ende war es eben immer noch seine Entscheidung, die ich nicht für ihn treffen konnte. Ich schwang mich auf den Rücken von Star und führte sie noch mal zum Eingang des Dropships. „Hey, wir werden eine Lösung für das alles finden. Du wirst jetzt erst mal besser und dann überlegen wir uns was. Okay? Verzweifle hier einfach nicht und wenn was ist bin ich ja nicht allzu weit weg“, versicherte ich ihm noch mal. Mir war immer noch etwas unwohl dabei ihn jetzt einfach hier so allein zu lassen, doch was blieb mir denn anderes übrig? Schließlich könnte ich nicht einfach mit Alex abhauen und meine Leute alleine lassen, wenn ich mit Schuld an diesem ganzen Chaos war. Wenn uns abhauen vielleicht sogar vor dem ganzen hätte bewahren können. Alex hatte damals mit mir abhauen wollen, unsere eigenen Abenteuer erleben wollen. Dann wäre er vielleicht nie entführt worden oder ich wäre tot oder zumindest allein im nirgendwo gewesen, weil sie ihn doch gefunden hatten. Ließ sich schlecht sagen. Für solche Gedanken war es jetzt sowieso zu spät.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Nov 03, 2018 11:10 pm

Alexander Mercier
Die Stunden die auf mich zu kamen waren hart. Es dämmerte und ich schlug mir die Zeit irgendwie Tot indem ich rumsaß und irgendwelche Dinge zählte. Ich wusste nicht ob Hallizunationen ein Teil dieses Antzuges waren, aber irgendwie schien es mich härter zu treffen als Gedacht. Die Stimmen und Dinge die ich glaubte zu sehen, machten mich Verrückt. Und ich hielt es dieses Mal nicht für unbedingt Notwendig Jane zu rufen. Was hätte sie tun sollen. Ein Teil von mir fragte sich einfach, wie diese Leute es zustande brachten, Menschen so zu täuschen. Menschen wie mich. Setzten sie ein ganzes Dorf beständig unter irgendwelche Drogen, die sie ghorsam machten? Warum setzte mein „Entzug“ jetzt ein? Es musste doch alles einen Grund haben. Denn Sicher war, dass ich mir diese Dinge nicht einbildete, weil ich der Prophezeiung einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Klar hatte ich der Sache zugestimmt, aber soetwas Magie war Quatsch. Sollten diese Spinnder daran festhalten, aber mir war klar dass diese kleinen Pisser, etwas mit meinem Verstand angestellt hatten. Auch wenn ich noch nicht wusste wie. Ich hatte keine Drogen konsumiert. Vielleicht war es das Wasser- oder der Nebel. Irgendetwas mit dem ich öfter in Berührung kam. Unbemerkt. Mein Gehirn malte sich die dämlichsten Ideen aus. Doch irgendwo fehlten mir einfach die Antworten und Beweise. Dabei musste es offensichtlich sein. Erschrocken fuhr ich auf, als ich ein Geräusch außerhalb des Dropships hörte. Mit weit geöffneten Augen, wischte ich mir den Schweiß von der Stirn und schob mich auf meine wackeligen Beine. Hatte ich wen gehört? Erneut- Unruhig griff ich nach dem nächst besten was ich zu greifen bekam. Jane hätte doch schon längst auf sich aufmerksam gemacht. Mein Kopf dröhnte und wie in Trance bewegte ich mich leise voreinander. Mittlerweile schien ich schon sowas wie einen Fieberwahn entwickelt zu haben. Langsam trugen meine Füße mich über die Plattform, doch als ich ums Eck blickte und zum schlag ausholen wollte, waren es rote lange Haare die mich umhüllten und in die Arme schlossen. „Mein Gott Mirah“, entfuhr es mir und ich ließ die Eisenstange in meiner Hand sinken. Wie war sie hier her gekommen?! „Was machst du denn hier?!“ Auf der anderen Seite konnte ich gar nicht sagen, wie froh ich war sie hier zu sehen. Zögerlich schloss ich die Augen, atmete aus und schloss auch sie in die Arme. Viel zu schnell löste sie sich wieder von mir. „Wie siehst du aus?“, fragte sie und musterte mich. „Lange Geschichte.“ Ich musterte sie für einen kurzen Augenblick skeptisch. Sie war doch wirklich hier oder? Oder bildete ich mir das auch nur ein. „Hör zu Alexander. Du musst Jane warnen. Sie werden kommen in nur wenigen Tagen. Arian kocht vor Wut, du hast das ganze Dorf aus dem Konzept geworfen.“ Aus dem Konzept? Selbst wenn ich nicht vor Ort war, schaffte ich es anscheind alles durcheinander zu bringen. Wow. Langsam. Mirah wirkte wohl wirklich besorgt. „Ich bin so Froh das es dir gut geht. Passt sie auch gut auf dich auf?“ Ich nickte nur. „Es geht mir gut“, log ich. Vermutlich sah ich auch nicht gerade danach aus. Aber das spielte keine Rolle. Mirah erzählte mir die Dinge die im Dorf abgingen und wie viel Zeit wir noch hatten. So wie ich es erahnte, würden sie auf ihre üblichen Gift und Nebelattacken setzten. Die Waffen der Hermits waren Stark und man sollte sie auf gar keinen Fall unterschätzen. Wenn man in Kontakt mit diesen Gasen kam, war man den Soldaten Schutzlos ausgeliefert.  Doch das war die eine Sache: Wir redeten über Severin und er schien sich, so wie Mirah es beschrieb, völlig in seinem „Glauben“ verrannt zu haben. Er stand stehts zu Arian, diente ihm und schien sich nicht für die Wahrheit zu interessieren. Er würde an seiner Seite kämpfen und das machte es nicht gerade leichter. Ich hatte wirklich keine Ahnung wie lange wir geredet hatten, irgendwann hatte sich das Fieber zurück an die Oberfläche gekämpft. Ich musste kurz das Bewusstsein verloren haben, denn als ich erwachte, lag ich auf der Matratze und Mirah neben mir. Sie hatte mir Umschläge gemacht und sich um meine Verletzungen gekümmert. Es war wirklich verdammt lang her, als ich das letzte Mal solch einen Kampf hinter mich gehabt hatte. Gerade ich, war sogut wie nie krank, doch diese Sache deckte den ganzen Jahresbedarf ab. Als ich mich erheben wollte, spürte ich, wie Mirah sich an meinen Arm krallte. So froh ich auch war sie zu sehen, sie könnte ruhig ein weniger klammern. Ich rieb mir mit meiner freien Hand den Lappen von der Stirn. Das Fieber war immer noch vorhanden. Ich fühlte mich, als sei ich auf irgendeiner Droge. Mein Kreislauf spielte verrückt und ich schwitzte. Ich vernahm nur wie sich uns jemand näherte. „Jane?“, fragte ich da ich nur die Umrisse um mich vernahm. Mirah setzte sich auf. Zwei Stimmen. Ich wollte mich erheben als Mirah mich freigab, taumelte und wurde von jemanden gestützt. „Mir geht’s gar nicht gut“, warf ich in den Raum ehe ich mich von der Person die mich hielt löste, nach vorne taumelte und begann mich zu übergeben.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Sa Nov 03, 2018 11:51 pm

Jane Adams
In Arkadia wunderte sich, wie zu erwarten, keiner, dass ich etwas länger weg gewesen war. Manchmal dauerte die Suche nach den Kräutern etwas länger. Ich brachte Star also in den Stall, bevor ich zur Krankenstation ging. Dort lagerte ich die Vorräte ein, bevor ich mich noch etwas um Patienten kümmerte. Taylor ging mir dabei komplett aus dem Weg. Beim Essen saß er bei den Leuten der Garde und warf mir nur einen kurzen Seitenblick zu, bevor er sich wieder den anderen zuwandte. Seufzend ließ mich an einen Tisch mit Octavia und Bellamy sinken. Octavia fragte zwar, ob alles okay war, doch ich wunk einfach nur ab. Zu meinem Glück beließ sie es dabei. Ich hatte mit Octavia Glück, sie sorgte sich um die Leute, die ihr wichtig waren. Wenn diese aber nicht reden wollten ließ sie sie meistens in Frieden. Es machte es leider nicht besser, als ich zu einem halb leer geräumten Zelt kam. Taylor hatte seine Drohung wohl war gemacht und sich für die Zeit ein neues Zelt gesucht. Ich fand das ganze einfach nur kindisch. Als ob wir nicht vernünftig darüber konnten. Nein, ich war ja die dumme, die immer Alex erwähnte und ihm damit gehörig auf die Nerven ging. Auch mit meinen dummen Theorien, über irgendwelche Drogen, die sich nun als wahr heraus gestellt hatten. Doch ich war müde, letzte Nacht war nicht gut gewesen, sodass ich mich umzog und in das kalte Bett legte.
Irgendwann war ich wohl tatsächlich eingeschlafen, denn ich wurde von den Geräuschen des Walkie-Talkies geweckt. Eigentlich erwartete ich Alex Stimme, doch diese war weiblich. Mein Gehirn brauchte etwas, um zu realisieren, dass es Mirah war. Die auf der anderen Seite bereits über das scheiß Teil fluchte, weil es, ihrer Meinung nach, nicht zu funktionieren schien. Seufzend nahm ich das Walkie-Talkie in die Hand. Es war nicht gut, dass sie ihn so schnell gefunden hatte. Das hieß, dass die anderen ihn auch schnell finden könnten. „Mirah?“, fragte ich irritiert. “Oh Gott, Jane. Ihr seid in Gefahr. Alex sollte euch warnen, aber er hat das Bewusstsein verloren und ich hab ihn in diese Metallbox gebracht und ihm wickeln gemacht. Er scheint hohes Fieber zu haben. Keine Ahnung, was mit ihm los ist. Was ist mit ihm los?“ Verdammt dieses Mädchen redete viel zu hysterisch drauf los, dafür, dass sie mich gerade aus dem Schlaf gerissen hatte. Selbst wenn ich noch nicht geschlafen hätte redete sie wie ein Wasserfall. „Alex geht es schlechter? Ich mach mich auf den Weg. Hab einfach ein Auge auf ihn und versuch, dass er was trinkt“, riet ich ihr. Bis her hatte ich sie als überfürsorglich kennen gelernt. Ich konnte mir vorstellen, dass sie gerade viel zu sehr übertrieb. Hatte er aber wirklich sein Bewusstsein verloren stand es gerade nicht gut um ihn. Ich zog mich um und schnappte mir eine der Notfalltaschen, sattelte Star und verließ Arkadia durch Ravens Tor. Gerade war es mir egal, ob es jemand mitbekam. Ich hatte diese ganze Scheiße nicht durchgemacht, nur damit er mir jetzt einfach weg starb. Relativ schnell war ich am Dropship angekommen, wo mich bereits Mirahs Pferd empfing. Diese kam mir auch entgegen. Natürlich redete sie direkt auf mich ein. “Verdammt, was hat er denn?“ „Er macht einen verdammten kalten Entzug durch, weil ihr in der Stadt unter Drogen gesetzt werden“, stellte ich nüchtern fest. Ich hatte gerade wirklich keine Lust das irgendwie zu beschönigen. Gerade ging es um Alex, der mich nun auch bemerkt hatte. „Ja, ich bin’s“, sagte ich und stütze ihn. Das es ihm nicht gut ging sah ein Blinder. Schnell zog ich ihm einen Eimer hin, in den Mira Wasser gefüllt hatte, damit er nicht das ganze Dropship voll kotzte. Ich hockte mich neben ihn und legte ihm vorsichtig meine Hand auf die Stirn. Verdammt, er glühte total. Fieberhaft überlegte ich, was wir machen konnten, doch eigentlich blieb uns nur eine Sache übrig. Ich wusste nicht, ob sein Fieber noch weiter steigen würde, doch auch jetzt war es nicht mehr im guten Bereich. Außerdem wusste ich nicht, wann er das letzte Mal Flüssigkeit zu sich genommen hatte. Er musste an einen Tropf, um nicht komplett auszutrocknen, doch das konnte ich hier nicht machen. „Alex muss nach Arkadia. Sein Fieber steigt immer weiter an und es geht im immer schlechter. Wenn er hier bleibt riskieren wir, dass er stirbt.“ Es war mir gerade egal, was einer der beiden oder die Leute im Camp dazu sagten. Er war keiner von denen und er konnte uns helfen, doch da fiel mir wieder Mirah ein. Was zum Teufel tat sie hier? Sie hatte vorhin etwas von warnen gesagt. Hatte sie sich gegen ihr Volk gestellt? „Ehrlich, mir ist egal, was du tust. Bleib hier oder geh zurück in diese Stadt. Mir egal. Solltest du mit nach Arkadia kommen wollen. Meine Leute werden dich als Feindin sehen und in eine Zelle sperren, das wars.“ Alex war die eine Sache, Mirah eine ganz andere. Sie hatte uns geholfen aus der Stadt zu fliehen, aber das machte sie nicht unbedingt zu einer vertrauenswürdigen Person. Wobei sie als Versuchsobjekte interessant wäre, so scheiße es klang. Wir könnten ihr Blut auf Drogen untersuchen, vielleicht raus finden, was sie da benutzten. Außerdem war es schon irgendwo interessant, dass sie sich gegen diese Drogen hatte wenden können und tatsächlich Gefühle entwickelt hatte. War es das, warum sie Leute aus anderen Clans entführten? Es gab bei ihnen keine Liebe, keine Beziehungen, keine Kinder und sie mussten irgendwie ihre Arme erhalten? Darüber konnte ich nachher noch nachdenken, jetzt ging es um Alex. „Komm, wir müssen dich auf die Krankenstation bringen, bevor du uns noch mal weg kippst“, erklärte ich Alex, der aufgehört hatte sich zu übergeben. Ich schob meinen Arm um ihn, damit ich ihn stützen konnte, um ihm auf die Beine zu helfen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am So Nov 04, 2018 12:32 pm

Alexander Mercier
Noch nie in meinem Leben hatte ich solch einen Mist durchgemacht. Ich fühlte mich absolut Kraftlos. In meinen Augen hätten sie alles mit mir machen können, was sie wollten. Ich war nicht Herr meiner Sinne. Ich fragte mich sogar, warum die Hermits solch Foltermethoden anwandten, wenn der kalte Entzug die Menschen alleine schon in den Wahnsinn trieb. Es ärgerte mich so sehr nicht zu wissen, welche Droge durch meinen Blutkreislauf lief. Umso ehrleichterter war ich, dass Jane hier war um mich zu retten. Ich wusste nicht wie nah ich dem Tod entkam, doch es fühlte sich schon so relativ nahe an. Ich wusste nicht wie es passierte, aber ich verlor Komplett die kontrolle über meinen Körper. Ich stand komplett neben mir. An das nächste an das ich mich Erinnerte war nur, als ich die Augen in einer Krankenstation öffnete. Absolut benommen. Dennoch war die erste Frage die mir aufkam, warum Jane mich ausgerechnet hier her gebracht hatte. Wusste sie nicht wie Riskant es war? Diese Leute würden mich nicht aufnehmen. Mir war bewusst, was ich ihnen alles angetan hatte. Ich blinzelte müde, als ich den Tropf in meinem Arm entdeckte. Sie hatte mir wohl wirklich den Arsch gerettet. Erneut. Doch dafür hatte sie mich nach Arkadia gebracht. Wusste sie nicht, was das bedeutete? Was sie alles für mich aufs Spiel setzte? Jemand kontrollierte meinen Tropf und sah auf mich herab. An den verschwommenen Gesichtszügen die langsam wieder gestalt annahmen erkannte ich, dass es Jane war. Doch wir waren nicht alleine hier. Ich vernahm die Stimmen um mich herum und die Leute die um mein Bett standen, Doch eine wirkliche Wahl hatte ich nicht mehr. Was hatte Jane sich dabei gedacht?! „Ich darf doch gar nicht hier sein“, murmelte ich heiser. Für einen kurzen Augenblick wollte ich all meine Kraft zusammen nehmen um mich auf zusetzten, doch es funktionierte nicht. Mein Körper war nicht Teil meiner Kontrolle. Das Fieber hatte sich gefühlt gesenkt, doch wirklich besser schien es mir noch nicht zu gehen. Ich hatte trockene Lippen, mein Verstand war noch komplett benebelt und selbst wenn ich es gewollt hätte, ich war noch nicht einmal in der Verfassung mich aufzusetzten. Was auch immer es war, was ich da durchlebte, ich wollte das es verdammt nochmal aufhörte. Kurzerhand streckte ich meinen Kopf ein wenig. War Mirah hier? Oder hatte ich mir ihre Existenz auch nur eingebildet? In den letzten Stunden hatte ich so ziemlich jeden Scheiß gesehen und gehört, dass es mich wirklich nicht gewundert hätte, wenn es nur ein Streich meiner Gehirnzellen gewesen war. Ich hustete ein wenig und zwang mich meine Augen offen zu halten. Das letzte was ich wollte war erneut die Kontrolle über mich verlieren. „Ist Mirah hier?“, fragte ich heiser und versuchte mich an den Gesichtern um mich herum zu orientieren. Mirah schien nicht unter ihnen zu sein. Sie war in Schwierigkeiten, wenn sie sie nicht mit nach Arkadia genommen hatten. Die Hermits würden ihren Verrat erkennen und im schlimmsten Fall würde sie das selbe durchmachen wie ich. „Ich bin mir sicher das sie uns hilft. Sie ist eine Freundin. Wenn ich ihr Vertrauen kann, könnt ihr das auch“, warf ich in die Runde, da mir keiner eine sofortige Reaktion schenkte. Sie war nicht in der Verfassung da draußen alleine herum zu irren. Jane musste mich doch verstehen. Sie war immer diejenige, die alles für ihre „Freunde“ tat. Vielleicht waren Mirah und ich entfernt von dem was sie einen „Freund“ nannte, aber ich hatte ihr so verdammt viel zu verdanken. Severin und sie hatten sich um mich gekümmert. Sie hatten mich aufgenommen als ich es am nötigsten gehabt hatte. Niemals würde ich zulassen, dass ihnen jemand ein Haar krümmte. Sie waren in einer so kurzen Zeit wie eine Familie für mich geworden. Mir war bewusst, dass es so ziemlich Dumm von mir war ihren Namen hier zu erwähnen falls sie nicht hier war, doch diese Geheimnis Versteckerei musste endlich ein Ende haben. Der Krieg würde so oder so kommen. Wir mussten jetzt alle gemeinsam an einem Strang ziehen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am So Nov 04, 2018 1:10 pm

Jane Adams
Alex schien zwar nicht direkt das Bewusstsein zu verlieren, wirklich bei Sinnen war er aber auch nicht. Zumindest reagierte er auf nichts was wir taten oder sagten. Zu zweit bucksierten Mirah und ich Alex irgendwie auf Stars Rücken. Ich schwang mich hinter ihm auf. Mirah bestieg ebenfalls ihr Pferd. “Ich komme mit. Ich… ich kann nicht zurück“, erklärte sie zögerlich. Recht hatte sie wohl. Für ihre Leute war sie wohl nun genauso eine Verräterin, wie Alex. Zusammen machten wir uns also auf den Weg nach Arkadia. Ich gab den Code für Ravens Tor ein, ohne das Mirah ihn sehen konnte. Auch wenn sie uns half traute ich ihr nicht. Alleine dass sie vom zweiten Eingang wusste war ein Risiko, da sollte sie definitiv nicht den Code wissen. Zögerlich folgte sie mir nach drinnen. Man sah ihrem Blick förmlich an, wie fremd und komisch ihr das alles vor kam. Bevor sie zu diesen Leuten gekommen war war ihr Technik wahrscheinlich fremd gewesen. Wir ließen die Pferde einfach vorm Eingang, das war gerade zweitrangig, und brachten Alex auf die Krankenstation. Irgendwie schafften wir es ihn auf eine der Liegen zu bekommen. Ich schloss Alex an einen Monitor an, der seine Vitalwerte überprüfte und hing ihn an einen Tropf. Sein Fieber war inzwischen wirklich gefährlich hoch. Hätte Mirah mich nicht geholt, dann wäre er da draußen gestorben. “Verdammte Scheiße! Jane was tust du da?!“, hörte ich Taylors aufgebrachte Stimme. Ich warf ihm nur einen Seitenblick zu. Mit unserer Aktion hatten wir wohl die Garde auf Abruf geholt. „Ich versuche ein verdammtes Leben zu retten. Ich brauche Abbys Hilfe. Ihr könnt auch gleich Kane holen, er kann sich mit Mirah da unterhalten, sie möchte helfen. Und wenn ihr dabei seid, wir werden wohl etwas mehr Technik brauchen als gedacht, also weckt Raven und Monty“, deligierte ich. Als ich mich rum drehte sah ich einfach nur in vier ungläubige Gesichter, die absolut nicht verstanden, was ich von ihnen wollte. Selbst Taylor brachte kein Wort raus. Vermutlich hatte ich sie mit meiner Art überrascht. „Na los!“ Taylor löste sich als erster aus seiner Starre und teilte die Gruppe auf. Mir entging sein besorgter Seitenblick nicht, doch ich ignorierte es. Wahrscheinlich fragte er sich, in was für eine scheiße ich mich gerade ritt. Alex schien so weit versorgt, sodass ich mich an Mirah wandte, die bisher ruhig auf einem der Stühle gesessen hatte. “Was wird das?“, fragte sie fast schon panisch, als ich die Sachen zur Blutabnahme neben ihr ablegte. „Ich möchte raus finden, was sie euch geben. Alex ist zu lange fort, als dass wir irgendwas nachweisen könnten. Du nicht. Ich möchte dir nur etwas Blut abnehmen, das ist nichts schlimmes“, versicherte ich ihr. Zwar zögerte Mirah ließ mich dann aber jedoch machen. Gerade als ich fertig war öffnete sich wieder die Tür und die bestellten Leute kamen herein. Ihren irritierten Gesichtern sah man wohl an, dass sie keine Ahnung hatten, was das hier war. Im Schnelldurchlauf fing ich also an zu erklären. Dass ich Alex aus der Stadt geholt hatte, Mirah uns geholfen hatte, dass Alex Entzugserscheinungen hatte, sie mit Drogen zur Gefügigkeit gebracht wurden und Mirah hier war, um uns zu warnen. Ich äußerte auch meine Vermutung, dass Mirah vielleicht eine gewisse Imunität entwickelt hatte, weil sie sich so einfach gegen ihre Leute stellen konnte. Einen Moment blieb es still im Raum, bevor Kane eine der Wachen anwies Mirah in eine Zelle zu bringen. Er drohte mir auch, dass das noch ein Nachspiel für mich haben würde, bevor er ihnen folgte. Abby kümmerte sich um Alex, während einer ihrer Assistenten sich bereits an die Untersuchung von Mirahs Blut machte. Zwar hieß Abby mein Verhalten auch nicht gut, doch meinte sie, dass ohne mich Alex es wahrscheinlich nicht mal so lange geschafft hätte.
Gerade war ich dabei Alex Tropf zu kontrollieren, als ich eine Bewegung wahr nahm. Alex schien zu Bewusstsein zu kommen. Leicht musste ich schmunzeln, einfach nur weil es ihm gut zu gehen ging. „Du wärst mir da draußen weg gestorben. Ich hatte keine andere Wahl“, erklärte ich ihm. Er sollte sich um mich keine Sorgen machen, ich würde schon nicht gefoltert werden. Vielleicht ein paar Tage in ner Zelle oder Strafarbeit in der Küche. Doch ich hatte schon schlimmeres durch. Ich wusste, dass ich uns in Gefahr gebracht hatte, genauso hatten wir aber mit Alex und Mirah bessere Chancen diesen Kampf lebendig zu überstehen. Alex scannte den Raum auch direkt nach Mirah ab und wurde dabei fast schon hysterisch. Beruhigend legte ich ihm die Hände auf die Schultern. „Hey, alles gut. Mirah sitzt in einer Zelle und unterhält sich mit Kane, ihr geht es gut“, versicherte ich ihm. Sie schien ihm echt wichtig geworden zu sein, auch wenn er nicht so für sie empfand, wie sie für ihn.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Nov 04, 2018 8:49 pm

Isabella Mason
Anscheinend war sein Wille nicht gross genug, damit er wirklich von diesem bescheuerten Alkohol weg kam. Aber sogar wenn er mal vom Alkohol wegkommen würde, wäre er vermutlich nicht stark genug sein, bis er wieder zur Flasche greifen würde. Aber ich kannte mich damit nicht aus. Er hatte wirklich oft genug gesagt, dass ich mich nicht einmischen sollte. Ich hob nur stumm eine Augenbraue. Natürlich konnte er nicht schlafen, wenn er zu wenig Alkohol intus hatte. Der Pegel war anscheinend einfach zu tief. „Es sollte dich aber nicht interessieren“, erwiderte ich und zog die Decke enger um mich herum. Ich trug zwar immer noch dieses Kleid, aber na ja, es gab wirklich wärmere Kleider. „Nein, ich glaube nicht, dass du dir das vorstellen kannst. Du warst nie im All“, sagte ich und zuckte erneut die Schultern. Er wusste nicht, wie das Leben hier oben gewesen war und wie krass es im Leben zu hier unten war. Ich aber wusste es. Ich hatte zwar nicht besonders lange an diesem gesellschaftlichen Leben teilgenommen, bevor ich in Einzelhaft gesteckt wurde, aber ich wusste dennoch, wie es gewesen war. Mein Blick folgte Yashar, als er in die Küche ging und für mich Brötchen holte. „Danke“, erwiderte ich, als er den Korb mit der Brötchen vor mich hingestellte. Ich nahm eines heraus und riss kleine Stückchen davon ab, welches ich mir in den Mund steckte. Ich ass zögerlich und kaute gut, bevor ich den Bissen hinunterschluckte. Ich hatte echt keine Lust, heute schon wieder erbrechen zu gehen, nur weil mein Magen nicht damit klar kam. Ich schürzte die Lippen und sah dann zu Yashar. Wieder einmal mehr zuckte ich die Schultern, als er mich danach fragte. Wieso ich nicht dorthin zurückging? Ich hatte nie wirklich zu den Hundert gehört. Ich war da einfach irgendwie reingerutscht. „Das sind nicht meine Leute“, widersprach ich ihm zuerst und schob ein weiteres Stückchen des Brötchens in meinen Mund. Ich sah nachdenklich auf den Tisch. „Sie interessieren sich nicht für mich. Sie haben doch noch nicht einmal nach mir gesucht. Sie haben nur noch Murphy gesucht.“ Ich lachte kurz hart auf. „Ich weiss nicht, ob sie überhaupt noch wussten, dass ich am Leben war.“ Ich schüttelte leicht den Kopf. Ich wusste nicht recht, wie ich diese Frage beantworten sollte. Ich versuchte meine weitere Antwort noch ein bisschen hinauszuzögern. Ich nahm ein grösseres Stückchen vom Brötchen und steckte es in meinen Mund. „Ich gehöre wahrscheinlich einfach nicht dorthin. Ich habe mich dort nie besonders wohl gefühlt. Die meisten hatten noch nicht einmal gewusst, wer ich bin. Sie würden mich jetzt nicht mehr wiedererkennen. Also wenn du mich mal aus dem Haus schmeissen willst, habe ich ein ernsthaftes Problem“, sagte ich ehrlich und schob das letzte Stück in meinen Mund. Ich stand auf und zog die Decke erneut um meinen Körper. „Ich sollte wieder schlafen gehen“, meinte ich und musterte ihn. „Vielleicht kommst du ja auch noch ein bisschen zu Schlaf“, fügte ich hinzu und lächelte ihn schwach an. Diese Konversation sollte nicht noch tiefer werden.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mo Nov 05, 2018 12:09 am

Yashar
Und mit diesem Argument hatte sie auch absolut Recht. Was sollte ich sagen? Ich war nie im All gewesen. Das stimmte und vermutlich war es auch alles andere als entspannend. Menschen brauchten ihren Freiraum und dort oben sah und bewegte man sich jeden Tag in den selben Räumen, unter den selben Menschen. Eine perfekte Vorlage um langsam Verrückt zu werden. Man konnte die Leute von der Ark nicht für ihre Handlungen verurteilen. Genau aus diesem Grund brauchten die jemanden der ihnen den Weg zeigte. Auch, wenn sie nicht in der Lage waren es sich einzugestehen. Vermutlich hatten sie einfach nur Angst. Auf der anderen Seite konnten selbst wir noch etwas von ihnen lernen. Wieso konnten wir also nicht friedlich leben? Doch ich wollte mich gerade alles andere als mit Isabella darüber streiten, wer das bessere Leben geführt hatte. Neugierig sah ich auf als sie nachgab und behauptete, dass diese Leute nicht ihre Leute waren. Doch wie kam sie darauf? Natürlich waren sie das. In diesem Punkt hatte sie vermutlich gar keine andere Wahl als es zu akzeptieren. Was war daran so schlimm? Sie trug kein Grounder Blut in sich und alles was sie sich hätte ausmalen können, könnte ihr da draußen wieder fahren. Es gab Menschen unter uns, die kannten keine Sitten. Sie würden Isabella ohne mit der Wimper zu zucken töten. Sie waren wie die Wilden. Klar, Isabella war sich ihrer Meinung sehr sicher -sie hatte es mir schon einmal gesagt-, aber vor was fürchtete sie sich so sehr? Sollte man nicht auch in der Lage sein zu vergeben? Sie hatte ihr Schicksal selbst in der Hand und es ging hier um mehr als ein sicheres Leben. Es ging um ein Leben mit Zukunft. Sie war kein Grounder- wie viel wollte sie von mir Lernen? Jus drein jus daun Blut verlangte Blut, dass war das was sie hier unten erwartete und es grauste mich wirklich vor dem Tag, an dem ich sie nicht mehr beschützen könnte. Selbst wenn sie sich wirklich nicht schlecht schlug. Niemals hätte ich gedacht, dass eine Skaikru so viel Mut und Kraft aufbrachte zu kämpfen. Sie überraschte mich wirklich jeden Tag wieder. Kaum zu glauben, dass mich ein anderer Mensch wie Isabella mich so zum nachdenken anregte. Ich war es nicht gewöhnt mit einem anderem Menschen zu funktionieren. Selbst Beziehungen mit mir gingen immer mächtig in die Hose. Moment- Wollte sie mir damit jetzt sagen, dass es meine Entscheidung war? Wann war es passiert, dass sie zu meiner Verantwortung geworden war? Es lag selbst in meinen Händen ob ich sie vor die Tür setzte oder nicht. Erwartete sie das wirklich? Sie wusste vermutlich selbst das ich das nicht übers Herz brachte. Wenigstens hatte ich sie lange genug in meinem Haus wohnen lassen. Irgendwann würde mir der Schädel sicher noch platzen. Hastig schüttelte ich den Kopf. „Ich werd dich nicht einfach so vor die Tür setzten, für wen hälst du mich.“ Sie mochte mich vielleicht für einen Trunkenbolt und ein emotionsloses Arschloch halten, aber soweit würde selbst ich nicht gehen! Ich nickte nur und rührte mich nicht als sie sich von ihrem Stuhl erhob. Sollte ich sie aufhalten? Für was? Sie sollte sich erholen und ich brauchte vermutlich nur ein wenig ruhe um mich wieder zu fangen. „Mach das“, murmelte ich trocken und erhob gleichgültig die Hand. Sicher würde ich kein Auge mehr zubekommen. Diese Unruhe in meinem Körper war einfach viel zu groß. Ich hatte das Gefühl sobald ich die Augen schloss, spielte mein Verstand mir einen streich. Ich wollte mich nicht in diese Gedanken verlieren. Im Augenblick war ich nicht stark genug für diese Bilder. Ich seufzte, atmete schwer ein und aus und drehte meinen Kopf zu ihr. „Ich werd einfach hier sitzen bleiben.“- und irgendwelchen Müll in mich hinein stopfen. Ich griff in den Korb und nahm mir ein weiteres Stück Brot. Vielleicht würde ich ja von selbst irgendwann ins Koma fallen. Isabella bewegte sich auf ihre Matratze zu. Ihre Augen lagen dabei jedoch weiter auf meinen. Zu Gerne hätte ich ihr in Situationen wie diesen, in den Kopf gesehen. Es klang vielleicht bescheuert, doch  zu gerne hätte ich jetzt noch ein wenig Zeit mit ihr verbracht. Gereicht hätte es hierbei schon, wenn sie einfach auf diesem Stuhl vor mir sitzen geblieben wäre und mit mich darüber belehrt hätte, wie falsch es doch war zu trinken. Ich wusste nicht wo der Kopf mir stand. Der Kuss mit Yen, diese ganze Flucht, die Befreiungsaktion. Diese Psychische Balastung und mein Alkoholproblem. Im Augenblick brauchte ich einfach den Menschlichen Kontakt. Durch die gesamte letzte Zeit hatte es mich viel zu sehr verwöhnt. Durch Isabealla war ich es nun gewöhnt, immer jemanden um mich zu haben. Dies war ein Luxus, der mir die letzten Jahre nicht vergönnt gewesen war. Sie hatte mir immer zugehört. Unruhig rieb ich mir die Hände, umschloss das Glas in meiner Hand und kaute die letzten bissen in meinem Mund herunter. Die Sache war doch absolut Scheiße!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mo Nov 05, 2018 12:38 am

Alexander Mercier
Benommen schüttelte ich den Kopf. Mir war noch nie aufgefallen wie mächtig diese Verdammt Schwerkraft war. Langsam fügten sich die verschwommenen Bilder vor meiner Nase zu einem Bild zusammen. Ich krallte mich an das Bettgestell unter mir als ich mich ein wenig aufrichtete. Wie lange war ich weg getreten? „Nein Nein Nein Nein“, meinte ich und erhob mich weiter. Nun saß ich wieder einigermaßen aufrecht. Um mich herum versammelten sich Leute. Janes Worte waren alles andere als beruhigend. Wieso verplemperte Kane so verdammt viel Zeit mit Mirah, wenn der Ernst vor der Lage vor der Tür stand?! Wieso war Mirah nicht hier?! Ich erinnerte mich an das was Mirah mir erzählt hatte, die Sache war Ernst und niemand konnte diesen Angriff abblocken wenn sie durch ihre Barrikade kamen! Ich spürte wie mich die Schwerkraft zurück in die Kissen drückte. Ich seufzte angenervt und kniff die Augen zusammen. Ich brauchte wohl wirklich einen kurzen Augenblick um mich zu fangen. Die Leute um mich herum versuchten mich sanft in die Kissen zurück zu schieben. Das war jedoch alles andere als das, was mir gefiel. „Mir geht es bestens danke“, fauchte ich und wedelte mit meinen Armen um mich um den Freiraum zurück zu erlangen, den ich zu beginn hatte. Sie sollten nicht alle wie die Dummen um mich herum stehen! Nur Janes Nähe beließ ich wie sie war. Ich wusste, dass ich mit ihr reden konnte. Selbst wenn auch sie nicht zufrieden aussah. Ich atmete tief ein und aus ehe ich meinen Blick zu Jane wandte. Sie machte doch nicht mit bei dieser Sache, oder? Hilfesuchend sah ich in ihre Augen. „Jane, wir müssen etwas tun“, begann ich und schnaubte. „Wir können nicht hier sitzen und Däumchen drehen.“ Ich schob meine Füße aus dem Bett und riss mir gleichgültig die Infusion vom Arm. Bevor sie etwas tun konnte, wich ich ihrer Bewegung. Meine Reaktionszeit funktionierte schon wieder etwas besser. Nun erkannte ich auch Taylor der mich mit verschränkten Armen vor der Brust einfach nur musterte. Auf wessen Seite er stand war offensichtlich. Vermutlich würde er mich sofort weg sperren lassen, wenn er könnte. Nun lagen die Blicke auf Jane. Ich erhob jedoch die Hand, bevor sie Antworten konnte. Ich wusste das gerade nur nichts gutes dabei heraus kommen würde. „Okay, nein Stop! Jetzt hörst du mir mal zu. Okay?! Ich will helfen.“ Ihr Blick traf auf meinen. So Standhaft wie ich konnte, versuchte ich diesem Stand zuhalten. Ich konnte mir ja vorstellen, dass sie sich Sorgen machte, aber so?! Ich nickte und verlieh meiner Haltung ein wenig mehr Druck. „Es geht mir gut. Bestimmt, versprochen. Gut genug, um etwas zu tun. Willst du ein einziges Leben über das Leben der anderen setzten?“, fragte ich und sah sie eindringlich an. Eine wirklich ernst gemeinte Frage. Es würde es nicht besser machen wenn sie mich jetzt hier einsperrte und auch nicht, wenn diese Menschen hier auf den Befehl eines Vorgesetzten warteten. „Ich kenne diese Leute. Ich weiß wie sie Kämpfen und welche Waffen sie benutzen. Und es gibt genug Leute unter ihnen, denen es nicht anders ergeht wie mir. Willst du sie sterben lassen?“, fragte ich und nun ging mein Blick in die Runde. „Ich werde und kann es nicht. Verdammt Leute, es spielt keine Rolle wer hier was zu sagen hat. Wenn ihr nicht handelt, werdet ihr auseinander genommen. Das was ihr Vorhabt wird nicht funktionieren“, gab ich ihnen etwas deutlicher zu verstehen. Wollten sie mir denn nicht zuhören?! Stille. Das durfte nicht war sein! „Oh Himmel, verdammt. Denn lasst mich wenigstens gehen.“ Ich erhob mich, taumelte und konnte mich gerade so an dem Tresen aufhalten. Ich hangelte mich drei wenige Schritte den Schrank entlang.  Keiner Regte sich dieses mal. Sie sahen mich einfach nur an. Als Jane mir zu nahe kam, stieß ich sie sachte von mir. „Fass mich jetzt nicht an Jane!“, entfuhr es mir lauter. Ich keuchte. „Es geht mit gut“, beteuerte ich erneut. „Das geht gleich wieder. Hilf mir lieber, wir müssen uns was überlegen.“ Ich konnte wenigstens schon wieder stehen. Ich atmete ruhig ein und aus.Die Zeit rannte und unter diesem Stress konnte ich nicht nachdenken.  „Ich brauche eine Waffe“, murmelte ich in mich hinein und spürte wie ich langsam wieder etwas standhafter wurde. Eine Waffe- ich hatte keine Ahnung wie man mit diesen blöden Maschinengewehren schoss. „Ich brauch meinen Bogen“, meinte ich mit fester Stimme und drehte mich zu den anderen. Ich war viel besser darin, als mit einer Schusswaffe. Zudem war diese Taktik sehr viel stiller und schneller. Dann glitt mein Blick wieder zu Jane und verblieb dort. „Und bringt mich zu Kane, wenn es euch so wichtig ist werde ich mit ihm reden. Ich verspreche euch, falls ich euch hintergehe, dürft ihr mir liebend gerne einen Gnadenstoß verpassen.“ Und diese Worte meinte ich auch so, wie ich sie sagte. Hatte ich was zu verlieren? Ich spürte die Anspannung- Wieso war das ganze so verdammt schwer? Wieso sagte Jane nichts? Sie sollte verdammt noch mal mit mir sprechen. Noch war es nicht zu spät sich darauf vorzubereiten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Nov 05, 2018 8:22 am

Isabella Mason
Eigentlich konnten wir uns nicht beklagen. Wir hatten ein einigermassen sicheres Leben im All gehabt. Aber die Regeln waren hart gewesen. Ich wusste nicht, wie viele das gefloated worden waren. Vermutlich hatte es aber so sein müssen, sonst wäre uns der Sauerstoff noch viel früher ausgegangen. Bellamy war der Einzige, der eine Schwester hatte. Ich hatte mich immer gefragt, wie es wohl sein würde – Geschwister zu haben. Gerade aber hatte ich wirklich andere Gedanken. Meine Eltern waren tot und ich wäre wohl nun wirklich auch schon zu alt, um noch Geschwister zu bekommen. Man sollte keine kleinen Kinder in diese gefährliche Welt setzen. Aber ich konnte mir sowieso nicht vorstellen, dass ich eine gute Mutter wäre. Ich war immer die, die geklaut hatte und andere gegeneinander aufgehetzt hatte. Das war nicht gerade ein besonders gutes Vorbild als Mutter. Ich hatte Yashar schon einmal gesagt, dass ich nicht dorthin gehörte. Sonst hätte ich vermutlich nicht, den Grounder Medikamente geliefert. Ich wusste aber nicht, ob er das mitbekommen hatte. Ich schürzte die Lippen und sah ihn an. Das sagte er jetzt. Aber er hatte auch schon gesagt, dass ich zur Hölle fahren sollte und hatte eine Flasche an die Tür geworfen, aus der ich gerade getreten war. Vielleicht wäre er ja mal wirklich wütend genug, dass er mich rausschmeissen würde. Ich sagte ja nicht, dass er es nicht bereuen würde, aber ich müsste mir dennoch etwas anderes suchen. Wie das funktionieren würde, wusste ich nicht. Vielleicht würde ich dann endgültig draufgehen. Ich stand auf und zog die Decke um meinen schmalen Körper. Ich blieb neben Yashar stehen. Vermutlich war es der Alkohol, der mich die Hand heben liess und sie vorsichtig auf Yashars Schulter sinken liess. „Du benimmst dich oft wie ein Arsch, dabei bist du eigentlich ein guter Kerl", meinte ich mit leiser Stimme. Ich lächelte ihn schwach an, bevor ich meine Hand schnell wieder zurückzog. Wir berührten uns nicht so. Ich merkte, wie die Verlegenheit mir die Röte in die Wangen schiessen liess und ich wandte mich schnell ab. Ich ging wieder zu meiner Matratze und legte mich hin. Die Decke war immer noch fest um mich gewickelt mit dem Ziel, dass sie mich wärmte. Yashars Haut war so viel wärmer gewesen. Kurz blitzte der Gedanke in mir auf, wie er neben mir im Bett lag und mich im Arm hielt. Ich schüttelte den Kopf. Es würde mich schön wärmen, ja, aber die Alpträume würden davon auch nicht verschwinden. Es war wohl wirklich einfach der Alkohol Schuld an dieser Berührung gewesen. Sonst kam ich doch auch nie auf die Idee ihn zu berühren. Ich schüttelte leicht den Kopf und sah an die gegenüberliegende Wand. Meine Gedanken waren gerade zu aufgewühlt, als dass ich schlafen könnte. Irgendwann holte mich dann aber der Schlaf wieder ein und wenigstens dieses Mal waren es nicht ganz so schlimme Träume. Ich war die erste, die aufwachte. Obwohl ich mehr geschlafen hatte wie zum Beispiel Yashar fühlte ich mich ziemlich ausgelaugt. Ich wickelte mich aus der Decke und stand auf. Selbst Yashar war am Schlafen, obwohl diese Sitzposition auf dem Stuhl nicht besonders bequem aussah. Ich schürzte die Lippen. Hunger hatte ich keinen. Ich hatte erst gerade noch vor wenigen Stunden etwas gegessen. Aber hatte Yashar gestern nicht ein Bad genommen? Die Idee klang verlockend und ich ging in den hinteren Bereich, aus dem ich ihn gestern hatte hervorkommen sehen. Ich kümmerte mich um das Bad und wusch mich danach. Es war anstrengend, aber ich fühlte mich dadurch viel sauberer. Yennefer hatte hier wirklich ein tolles Zuhause, das musste man ihr lassen. Ich trocknete mich ab und betrachtete die blauen Flecken, die meinen Körper bedeckten. Sie verblassten langsam und dennoch erkannte man sie verdammt gut. Ich schüttelte leicht den Kopf und zog mir das Kleid über. Es dauerte vielleicht eine Weile, aber es würde heilen. Das tat es doch immer.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Mo Nov 05, 2018 12:30 pm

Jane Adams
Verwirrt sah ich ihn an, als er sich auf einmal so wehrte und versuchte sich aufzusetzen. Zwar schaffte er es tatsächlich sich irgendwie aufzusetzen, doch er sollte sich lieber etwas ausruhen. Er hatte immer noch recht hohes Fieber und war momentan keine sonderlich gute Hilfe. Dieser Meinung waren wohl auch die anderen, die Alex versuchten vorsichtig zurück in die Kissen zu drücken. Alex wehrte sich jedoch wortwörtlich mit Händen und Füßen dagegen. Ich hatte ja gedacht, dass er mit seinem Arschlochverhalten anstrengend war, doch das hier war deutlich anstrengender. Schon früher hatte er sich nicht ausreichend schonen wollen, aber jetzt übertrieb er es wirklich. Vor ein paar Stunden wäre er noch fast an zu hohem Fieber gestorben. Konnte er sich nicht zumindest etwas Ruhe gönnen? „Wir drehen keine Däumchen. Kane ist mit Mirah da dran zu besprechen, was getan werden muss. Raven und Montey holen aus Mount Weather alles, was uns gegen Gas schützen kann. Ich bin aber immer noch mitten in der Nacht mit euch hier aufgetaucht. Alle sind gerade noch etwas überfordert“, versuchte ich ihn zu beruhigen. Davon schien Alex jedoch nichts hören zu wollen. Er kämpfte sich wieder ins sitzen und riss sich einfach die Infusion raus. Ich wollte ihn gerade noch festhalten, doch er wich mir einfach aus. Es überraschte mich etwas, dass er dazu überhaupt in der Lage war. Ernst sah ich ihn an, als er mich einfach so unterbrach und mich genauso ernst ansah. Na gut, dann sollte er eben sagen, was er zu sagen hatte. Wenn er auf einmal einen auf Rebell machen wollte. Dass er helfen wollte war ja wirklich löblich, aber Tod war er uns auch keine Hilfe mehr. Wenn er sich direkt wieder voll belastete war er am Ende tot. Ich erwiderte seinen Blick genauso entschlossen. Natürlich wollte ich nicht sein Leben über das aller meiner Leute stellen, aber er sollte doch trotzdem nicht sterben. Er tat ja gerade so, als ob wir wirklich nur Däumchen drehen würden und nichts anderes taten, als uns um ihn zu kümmern. Natürlich konnte er uns helfen, genauso wie Mirah bereit war uns zu helfen, aber wenn er uns beim Training einfach umkippte half das auch nicht. Verwirrt sah ich ihn an als er meinte, dass da noch mehr, wie er waren. Was meinte er? Leute die sich an ihr früheres Leben erinnerten? Irgendwie bezweifelte ich das. Mirah erinnerte sich auch nicht mehr an früher, obwohl sie sich irgendwie gegen die Drogen durchsetzte. Dass unser Plan nicht so laufen würde hatte Mirah schon gesagt, wir waren dabei eine Lösung zu finden. Clarke war auf dem Weg zu den Groundern, damit wir vielleicht noch Hilfe bekommen konnten. Doch es war immer noch Mitten in der Nacht. Arkadia war sowieso schon in Aufruhr, da sollte die Garde noch ein paar Stunden Ruhe haben, bevor es ans Training ging. Wollte er jetzt wirklich abhauen? Nachdem wir ihm das Leben gerettet hatten und wir, laut ihm gerade in unser Verderben liefen? Ich konnte es nicht glauben. Vorsichtig nährte ich mich Alex, wollte ihn eigentlich zurück ins Bett schieben, dass er sich etwas beruhigte, doch er stieß mich einfach weg. Beschwichtigend hob ich meine Hände. Meine Güte, was war denn gerade sein verdammtes Problem?! Wir drehten keine Däumchen, wir versuchten einfach nur nicht direkt komplett in Panik zu verfallen. „Wir sind doch dabei uns etwas zu überlegen. Wie wäre es aber wenn du dich etwas beruhigst. Du reagierst gerade etwas über. Es ist noch mitten in der Nacht, wir haben noch den ganzen Tag Zeit“, versuchte ich ihn zu beruhigen. Er wollte gerade ernsthaft, dass ich ihm eine Waffe gab? Okay, sein Bogen war hier geblieben, aber gerade traute ich ihm nicht zu damit umzugehen. Zwar sah er noch besser aus, als vorhin, aber er schien immer noch ziemlich wackelig auf den Beinen zu sein. Mein Gott, warum war er auf einmal so theatralisch? So schnell würde er uns nicht verraten, da brauchte er von keinem Gnadenschuss reden. „Meinet wegen, du kannst zu Kane. Lass mich dich aber zumindest wieder an den Tropf anschließen, damit du uns nicht gleich wieder umkippst. Du hast immer noch verdammtes Fieber. Über deinen Bogen reden wir dann“, gab ich ernst zurück. Gerade hatte ich echt keine Lust zu diskutieren. Vor allem weil er so drauf war, dass er keine Gegenmeinung annahm. Er war gerade einfach nur anstrengend. Ich zog den Tropf zu ihm und machte ihn wieder fest. Auch reichte ich ihm eine Wasserflasche, dass er auch mal was trinken konnte. Eben hatte er noch unglaublich heiser geklungen. „Schaffst du es bis dahin zu laufen oder soll ich dich stützen?“ Schließlich sollte er nicht gleich im Flur umklappen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mo Nov 05, 2018 4:11 pm

Yashar
Ich fragte mich, ob Isabella wusste, was sie da zu mir sagte. Ich war ein „Guter“ Kerl. Aus was für einem Kontext sie diese Worte zu mir sagte, war mir wirklich ein Rätsel. Diese Bezeichnung hatte ich nicht verdient und ich lag sicher auch noch Meilen davon entfernt, so genannt zu werden. Oder hatte ich irgendetwas getan, was dies unterschrieb? Lange schaffte ich es nicht meinen Körper von der Erholung fern zu halten, die er brauchte. Ich verfiel in eine Art „Schlaf“, die alles andere als erholsam war. Geweckt wurde ich durch jemanden der sich den Raum bewegte. Doch als ich meine Augen geöffnet hatte, war dier jemand auch schon hinter den Trennwänden verschwunden. Ein Blick durch den Raum verriet mit, dass es Isabella gewesen war. Es war schön zu sehen, dass es ihr langsam wieder besser ging. Sie bewegte sich wieder und das schien ihr wirklich gut zu tun. Meine Augen gewöhnten sich an die Helligkeit im Raum und ich schaute auf die leere Flasche vor mich. Es hatte rein gar nichts gebracht und wirklich besser fühlte ich mich auch nicht. Ich streckte meinen angespannten Körper. Auf diesem Stuhl einzuschlafen war durchaus nicht meine beste Idee. Müde schob ich mich auf meine Füße und taumelte für einen kurzen Augenblick. Mittlerweile war die Sonne draußen wieder aufgegangen und ich wagte es einen Blick nach draußen zu erhaschen. Es war bereits Hell draußen und es hatte aufgehört zu schneien. Trotzdem würde es vermutlich hart werden. Der Schnee lag um vieles Höher als er es vorher getan hatte. Wir würden wohl zu Fuß weiter gehen. Kurz erinnerte ich mich an das was Yennefer gesagt hatte. Sie würde uns sowieso nur bis zur Grenze begleiten. Vermutlich würde Yuri alleine mit uns weiter gehen oder Isabella un dich waren Gar auf uns alleine gestellt. Sollte für mich auch kein Problem sein. Irgendwie würden wir das schon hinbekommen. Ich ergriff mein mittlerweile getrocknetes Hemd und schob es mir über den Oberkörper. Meinen weißen Mantel ebenfalls. Dieses teure Stück war wohl das wichtigste was ich besaß. Er hatte mich durch so viele Winter gebracht, dass ich vergaß zu zählen. Ich sah auf als Isabella mir entgegen trat. Frisch gewaschen machte sie gleich einen viel aufgeweckteren Eindruck. Sie trug immer noch das schwarze Kleid, welches Yennefer ihr gegeben hatte und ich fragte mich für einen kurzen Augenblick, ob sie in eines der anderen vielleicht nicht sogar ein wenig besser aussehen würde. „Gut siehst du aus“, begrüßte ich sie. Vermutlich kein wirkliches Kompliment. Für Isabella war es lange her gewesen, sich einmal wieder wirklich so richtig zu waschen. Naja, wirklich ändern tat das an ihrem äußerlichen nicht. Sie war ein sehr hübsches Mädchen und hatte ein sehr zierliches Gesicht. Ich wusste das Isabella sich nie als sonderlich schön empfunden hatte in ihrem Zustand, doch das störte mich nicht. Als „Grounder“ achteten wir auf so etwas nicht. Wie sollte man das erklären? Es gab genügend Armut und Verzweiflung im Land und Isabella konnte schließlich nichts dafür, dass sie so zugerichtet worden war. Es zeichnete eher aus wie Stark sie war. Sie hatte einen Lebenswillen auf dieser Erde zu leben. Yennefer und Yuri schienen noch zu schlafen. Wenigstens schienen sie sich nicht den Anschein zu machen, sich zu erheben. Ich presste meine Lippen feste aufeinander und hielt für einen kurzen Augenblick inne. „Ich hab nachgedacht“, ich deutete auf das Fenster und wollte ihr somit zu verstehen geben, dass sie sich eine eigene Lage von der Situation machen sollte. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und drehte mich zu ihr. „Vielleicht schaffen wir es ab hier alleine. Es ist ziemlich bedeckt draußen und es wird sicherlich auch noch eine Wiele frieren, aber vielleicht haben wir auch so eine Chance. Es ist nicht mehr sehr weit bis zu meiner Hütte.“ Ich konnte es wenigstens nicht leiden, Yuri und Yen so viel Schuldig zu sein. Vielleicht waren wir alleine ja auch sehr viel besser dran. Wir hatten es damals schließlich auch geschafft und der Ice Nation hatten wir nun den Rücken gekehrt.  Wenn es etwas gab, was ich nicht ab konnte, denn war es das. In der Schuld von anderen Menschen zu stehen. Yuri hatte mich erneut an der Nase herum geführt und hatte mir deutlich gemacht, dass ich besser alleine aufgehoben war als mit ihm. “Denn wollt ihr uns also vorzeitig verlassen?“, fragte Yuri und erhob sich nun doch. Ich seufzte und presste meine Lippen feste aufeinander. “Traust du uns auf einmal nicht mehr?“, fragte er und musterte mich. Er hatte Spaß daran, natürlich. „Wie sollte ich nicht Yuri mhm?“ Die Frage stellte er doch gerade nicht wirklich in den Raum oder? „Komm, ich bin dir wirklich dankbar für alles, aber ich glaube ab hier kommen Isabella und ich auch super alleine klar. Es ist nur noch ein kleiner Fußmarsch nach Hause und wir haben es dank eurer Hilfe über die Grenze geschafft. Ich denke das kriegen wir hin.“ Ich brauchte keinen der mich an die Hand nahm und führte. Im Zweifelsfall würde ich das selbst auch noch hinbekommen Isabella und mich zu beschützen vor Gefahren die da draußen lauerten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mo Nov 05, 2018 4:46 pm

Alexander Mercier
Es war ja auch schön und gut, dass sie Mirah befragten und sich einen Plan überlegten, nur war Mirah keine Kriegerin. Sie hatte noch nie wirklich gekämpft. Wenigstens nicht so wie ich oder Severin es getan hatten. Es gab immer diese bdeutenden Unterschiede. Sie trug wenige Runen auf ihrem Körper, aber das spielte für sie keine wirkliche Rolle. Sie war kein Mann, sie war keine Außerwählte und somit war ihre Rolle für die Hermits recht unbedeutend. Sie war schon lange ein Teil von ihnen gewesen. Selbst bevor Severin und ich dazu gestoßen waren. Auch wenn sie sich auf dem Schlachtfeld vermutlich nicht all zu schlecht schlagen würde, wollte ich es wirklich nicht vermuten, dass ihr irgendetwas da draußen passierte. „Das spielt alles doch gar keine Rolle“, murmelte ich und schüttelte sachte den Kopf. Na gut, vielleicht hatte Jane Recht ich handelte vollkommen überdreht und ich wusste im Augenblick nicht wo mir der Kopf stand, aber es war eine Notwendigkeit. War es kein Gutes Zeichen, dass ich mir Sorgen machte? Schleißlich ging es hier nicht nur um mich. Jane schien an meiner Seite zu verbleiben. Zu allem Ärger von Taylor, der wirklich alles andere als Begeistert darüber war. Langsam richtete ich mich auf. Das mit dem alleine stehen funktionierte mittlerweile ganz gut. „Ich kann selbst gehen.“, antwortete ich und unsere Blicke trafen sich. Sie musste mir jetzt einfach vertrauen. Die Sache hier war wichtig! Beim ersten Angriff hatte sie auch geglaubt, dass Dorf sei sicher gewesen. Doch nur weil wir den anderen Angriffen stand hielten, hieß das nicht, dass wir es ein weiteres Mal bei den Hermits taten. Die Sache hatte gerade einfach Vorrang. An Fieber war noch keiner einfach so gestorben. Wenigstens nicht einfach so. Ich spürte es doch selbst, es ging mir wieder einigermaßen besser. Ich war in der Lage zu Kämpfen und zu Handeln!  Auch wenn ich mich auf der anderen Seite fragte, mit welchen Mitteln Jane meine seltsamen Symptome bekämpfte. Womit hatte sie sie eingedämmt? Ich zögerte während ich mir von Jane tatsächlich einen neuen Anschluss legen ließ. Wenn es ihr dann besser ging und sie mich zu Kane ließ, war dies das geringste Übel. Denn würde ich eben mit diesem Blöden Schlauch im Arm herum rennen. Die Leute um uns herum verzogen sich und irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass sie mir immer noch nicht trauten. An der Sache hing so unglaublich viel, doch ändern würde es vermutlich nichts.  „Es tut mir Leid, dass ich gerade so durchgedreht bin“, murmelte ich in die Stille hinein während sie  an meinem Arm nach der nächst besten Wehne suchte. Jane schien selbst angespannt und irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass sie mich am liebsten nicht dort raus gehen lassen wollte. War es das? Ich presste meine Lippen feste aufeinander. „Halte mich für verrückt, aber ich glaube ich habe da schon eine Idee, wie die Sache klappen könnte“, gestand ich und gab einen kleinen schmerzhaften laut von mir als sie mich mit der Nadel bearbeitete. Jane war gestresst durch die ganze Sache und wirklich verübeln konnte ich ihr das nicht. Ich hielt einen kurzen Augenblick inne ehe ich aufatmete und ihr eine Hand auf die Schulter legte. „Hey“, machte ich auf mich aufmerksam. Sie erhob ihren Blick. Gerade versuchte sie sich wirklich als die „Starke“ zu geben. „Ist alles okay?“ Eine Blöde Frage. Vermutlich war es das nicht. Es stand so etwas wie ein Kleinkrieg vor unserer Tür und vermutlich hatte keiner gewusst, damit ordentlich umzugehen. Diese Leute hier waren nicht in der Verfassung dafür zu kämpfen, selbst wenn sie es niemals zugeben würden. Die Skypeople waren keine Kämpfer. Sie waren deutlich in der Unterzahl und würden vermutlich deutlich einstecken nach so einer Geschichte. Und zudem wusste ich zwar nicht, woher diese Fähigkeit kam, aber es war Jane deutlich mit anzusehen, dass nicht nur diese Sache an ihr nagte. Obwohl ich mir nie eingestehen würde, dass es so war, lag Jane mir wohl doch mehr am Herzen als ich es zugeben würde. Ich wusste es einfach, keine Ahnung wieso. Ich war nicht Blind und etwas vormachen musste sie mir auch nicht. Taylor hatte kein Wort mit ihr gewechselt seid dem ich hier war und sonderlich begeistert sah er auch nicht aus. Doch war ein Streit jetzt der Richtige Augenblick für das alles? Ich bezweifelte es stark. "Ich will euch einfach nur Helfen und ich weiß wie Verrückt das alles in letzer Zeit war, aber ich würde es mir nie verzeihen. Es ist schon einmal passiert. Es ist zu Oft passiert. Wir dürfen nicht zulassen das noch mehr Menschen diesem Wahnsinn verfallen. Ich würde mir das niemals verzeihen." Das war im Augenblick alles, um das ich bat.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Nov 05, 2018 7:28 pm

Isabella Mason
So ein Bad hatte richtig gut getan. Es war eine Weile her, seit ich das letzte Mal die Chance gehabt hatte zu baden. Dafür fühlte es sich nun umso besser an. Seit langem fühlte ich mich mal wieder richtig sauber. Es war ein richtig gutes Gefühl. Ich trocknete mich schnell ab, da es inzwischen doch ein bisschen abgekühlt war in dem kleinen Häuschen. Das Feuer mochte halt doch nicht die ganze Nacht durch wärmen. Man konnte halt nicht alles haben. Ich zog das schwarze Kleid wieder an, obwohl ich meine Hose vermisste. Zum Glück hatte ich bei Yashar zuhause noch Kleider. Ich hatte genügend eingepackt, als Murphy und ich aus dem Camp gegangen waren. Ich trat nach draussen und sah, dass Yashar inzwischen auch schon erwacht war. „Ebenfalls guten Morgen", erwiderte ich auf seine Begrüssung. Aber er wirkte wirklich sehr k.o., aber ich konnte in diesem Punkt wohl nicht helfen. Er wollte gar nicht, dass ich half und eigentlich hatte er sich das auch selber eingebrockt. Ich fuhr durch meine Haare, die ich einfach trocken gerubbelt hatten, aber immer noch ein bisschen feucht waren. Es gab hier keinen Föhn. Ich schürzte die Lippen und trat zu ihm an das Fenster. Mein Blick glitt durch die Landschaft. Es hatte noch mehr Schnee wie gestern. Dieser Schnee war wirklich beeindruckend, aber er war zu kalt, als dass ich ihn berühren wollte. Er wollte alleine los? Eigentlich hatte ich wirklich nichts dagegen. Wir wären Yuri los und Yennefer auch gleich. Ich mochte sie einfach nicht und Yuri hatte sein echtes Gesicht gezeigt. Irgendwie musste ich einfach dieses Medaillon beschaffen können. Ich schürzte die Lippen und sah zu ihm auf. „Wir können ja das Pferd nehmen oder? Immerhin sind es drei Pferde und sie brauchen nur zwei", meinte ich und sah zu ihm auf. Ich hob eine Augenbraue, als Yuri seinen Kommentar abgab. Es sollte ihn eigentlich nicht verwundern, dass wir ihn loswerden wollten oder? „Ich denke, du hast dich selbst ein bisschen unbeliebt gemacht, Yuri", sagte ich zu ihm und hob eine Augenbraue. Er sprach ja sonst nie mit mir direkt, also nahm ich das einfach mal selbst in die Hand. Ich drehte mich wieder zu Yashar um. „Wann wollen wir los?“, fragte ich ihn. Ich lehnte mich vorsichtig an die Hauswand und verschränkte die Arme vor der Brust. Ich betrachtete den warmen Mantel, den er trug. Ich wusste, wie bequem er war, aber vermutlich war er auch total teuer gewesen. Also sollte er diesen ruhig selbst tragen. Er hatte schon genug für mich getan, also würde ich ihn gar nicht danach fragen. Mein Blick glitt wieder nach draussen. Die Landschaft sah so friedlich aus, dabei war das der totale Widerspruch. Die Ice Nation war alles andere als freiwillig und dennoch vermittelte der Schnee draussen ein ganz anderes Bild. [Sorry ._.]

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Mo Nov 05, 2018 9:36 pm

Jane Adams
Zwar murmelte er nur noch, doch ich sah ihn skeptisch an. Dafür, dass es keine Rolle spielte spielte er sich gerade doch ziemlich auf. Er reagierte komplett über, schien sich jedoch langsam zu beruhigen. Auch die anderen schienen dies zu bemerken, sodass sie sich verzogen. Abby und ihr Assistent gingen zwar nur in das angrenzende Labor, ließen uns aber in Frieden. Sie versuchten eher raus zu finden, was diese ganzen Leute bekamen, dass sie diesen Mist glaubten. Vielleicht ließ sich ja so etwas, wie ein „Gegenmittel“ finden, auch wenn es das für Drogen nicht wirklich gab. Taylors wenig begeisterten Blick ignorierte ich dabei. Er hatte doch den Abstand gewollt, dann sollte er jetzt nich so ankommen. Langsam nickte ich, als Alex meinte er könne selber laufen. Ich holte also den Tropf und suchte an seinem Arm nach einer Wehne. Was sich als nicht mal so einfach heraus stellte, wenn einem gleichzeitig noch tausend andere Dinge durch den Kopf gingen. Vieles davon beinhaltete unser weiteres Leben, manche Taylor, unsere Beziehung, wenn man das noch so nennen konnte und auch manche Alex, der sich einfach nicht übernehmen sollte. „Schon okay, du machst gerade auch viel durch. Mich würde es nicht mal wundern, wenn da noch etwas Restdrogen im Spiel waren. Versuch nur vielleicht etwas ruhiger zu bleiben, bevor dich noch alle als Verrückten abstempeln“, meinte ich scherzhaft. Keine Ahnung, ob das auch so rüber kam. So richtig war mir nämlich nicht nach Witzen zumute. Skeptisch sah ich zu ihm auf, als er von einem Plan sprach. „Kommt drauf an. Wenn dein Plan verrückt ist, vielleicht. Andernfalls bin ich offen. Eine Abwehr gegen Brandpfeile, wie beim letzten Mal haben wir, aber das bringt uns nicht viel gegen Gas. Wobei Monty und Raven da schon dran sind. Mirah hat ein bisschen was auf dem Weg hier her erzählt.“ Ich verzog bei seinem Schmerzenslaut ebenfalls etwas das Gesicht. Das war so nicht beabsichtigt gewesen, vielleicht war ich doch etwas angespannter, als gedacht. „Tschuldige“, murmelte ich. Im ersten Moment nahm ich seine Hand auf meiner Schulter wahr. Erst als er mich ansprach sah ich zu ihm auf. Seufzend lehnte ich mich gegen die Liege hinter mir und fuhr mir durchs Haar. Mein Blick wanderte nach draußen, wo langsam aber sicher die Sonne aufging. „Den Umständen entsprechend, würde ich sagen. Es ist im Moment einfach verdammt viel los, dass ich nicht unbedingt weiß, wo mir der Kopf steht oder wohin mit all den Gedanken. Ich versuche mich einfach auf das aktuell wichtigste zu konzentrieren. Überleben“, gestand ich. Momentan hatte ich gar nicht die Kraft mich mit Taylor weiter zu streiten. Es ging erst mal darum unsere Leute zu schützen, da konnten wir beide das nicht gebrauchen. Wenn wir überlebten hatten wir danach noch genug Zeit um uns zu streiten oder das zwischen uns zu klären. Für einen kurzen Moment hatte ich ja sogar vergessen, dass Alex und ich noch mehr oder weniger Fremde waren. Er schien bemerkt zu haben, dass mit mir was nicht stimmte und das machte mir irgendwo… Angst? Mit dieser Vertrautheit kam er meinem ehemals besten Freund zu nah und es war so ungewohnt mich so mit ihm zu unterhalten, vor allem weil wir nicht wussten, was mit ihm passieren würde, sobald der Krieg vorbei wäre. „Ich glaube die anderen werden auch schnell merken, dass du auf unserer Seite stehst, nur helfen willst. Du kennst sie besser als wir. Wir versuchen ja noch Hilfe von den anderen Clans zu bekommen. Ich finde es einfach so krass, dass über die Jahre so viele Angriffe waren, so viele Leute entführt wurden, ohne dass die Grounder raus gefunden haben, wer ihnen das antut. Wobei ich diesen ganzen Prophezeiungs Mist auch nicht im Ansatz verstehe.“ Ich konnte so reden, er sah das inzwischen doch auch als Mist an. Wobei mich doch mal interessieren würde, was das alles eigentlich genau war. Bisher hatte er mir so gut wie nichts darüber verraten und irgendwo war ich doch neugierig. Ganz einfach, weil ich verstehen wollte, warum sie so handelten. Vielleicht könnten wir das sogar ausnutzen. Wenn sie so einen starken Glauben hatten konnte man ihnen auch etwas vorspielen, den Glauben gegen sie nutzen, doch dafür mussten wir mehr darüber wissen. „Also, wollen wir dann auf zu Kane?“, fragte ich ihn.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Di Nov 06, 2018 1:34 pm


Tessia
Ich konnte mir nicht erklären wie das passiert war. Ich war nicht so jemand, der… der kuschelte. Himmel, ich hatte wirklich Glück gehabt, dass Bellamy Sekunden nach mir aufgewacht war und nicht bereits, als ich noch an ihm geklebt hatte wie Kaugummi. Aber dennoch kam ich mir dumm vor. Ich verhielt mich wie ein Kind. Er wollte mich nicht. Vermutlich kuschelte er sich nachts mit der ach so reizenden Clarke zusammen. Sie war es, die er wollte. Deshalb war ich nur umso froher, dass er nicht mitbekommen hatte, was ich im Schlaf gemacht hatte. Ich kam mir so dumm vor. Wenn er das bemerkt hätte, hätte er bestimmt sonst etwas geglaubt! Das alles bedeutete nichts. Mir war kalt gewesen und mein Körper hatte sich die nächstbeste Heizquelle gesucht. Mehr war nicht passiert. Ich biss mir leicht auf die Unterlippe, während ich in meinen Gedanken verschwand. Ich sollte nicht so viel darüber nachdenken. Es wurde nur noch schlimmer dadurch. Er hatte es nicht mitbekommen und damit war ich fein aus der Sache heraus! Ich atmete also tief durch und schüttelte immer noch ein wenig nervös den Kopf. Ich musste mich wirklich unter Kontrolle bekommen. „Nein, ich hab auch ein wenig geschlummert. Ich bin nicht mehr müde. Ich kann noch genug schlafen, wenn du weg bist.“ Das stimmte allerdings. Ich bekam selten Besuch und ich konnte schlafen, wenn ich allein war. Ich sollte die Zeit genießen, die er mir ein wenig Gesellschaft leistete. Vor allem weil er kein Limit angab und drängte wieder zurück zur Arbeit und an seinen Posten zu müssen. Er hatte seinen freien Abend mit mir verbracht, das sollte ich besser nutzen. „Na ja, für den Übergang kann ich eine kleine Feuerstelle hier anlegen ,aber auf Dauer wird das wohl nicht funktionieren. Der Wind trägt die ganze Hitze weg.“ Sowas wie Strom hatte ich als Grounder nie gehabt, also war es kein Problem, wenn ich auch hier keinen hätte. Ich bräuchte bloß einen winddichten Raum und ein kleines Lagerfeuer, an dem ich mich wärmen konnte. Die Winter hier unten waren hart und kalt. Das würde wohl Bellamys erster, richtiger Winter hier unten werden. Ich verschränkte die Arme vor meinem Bauch, während ich ein wenig in Gedanken driftete. Irgendwie hatte mich die Situation im Bett gerade ziemlich aufgewühlt. Ich versuchte selbst zu verstehen, was ich da gemacht hatte, aber… ich konnte es ehrlich gesagt nicht erklären. Das war mir bisher noch nie passiert. Andererseits hatte ich bisher auch mit keinem Mann das Bett geteilt - und sei es nur zum Schlafen gewesen. Ich zuckte leicht zusammen, als Bellamy mich anstieß und auf sich aufmerksam machte. Ich sah zu ihm und runzelte dann leicht die Stirn. „Hast du mich gerade Tess genannt?“, stellte ich bloß fest und schürzte leicht die Lippen. Ich hatte sowieso schon einen ziemlich kurzen Namen. Nur jemand wie Bellamy Blake konnte sich dazu noch einen Spitznamen ausdenken. Ich schmunzelte leicht und zuckte leicht die Schultern. „Gefällt mir irgendwie… klingt fast wie ein Skaikru Name.“ Es fühlte sich weniger ausgeschlossen an. Es klang wie… ein normaler Name in ihrem Camp und nicht wie jemand, den sie dort nicht haben wollten. Ja, es war seltsam so zu denken, aber das war eben das, was mir so durch den Kopf ging. „Geh nicht… Ich bin fast den ganzen Tag allein, ich genieße ein wenig Gesellschaft.“ Immerhin war ich es nicht gewohnt allein zu sein. Ich hatte eine Familie gehabt und war im Konklave mit so vielen anderen Natbleeda zusammen gewesen. Ich war nie wirklich allein gewesen. Noch etwas, das sich geändert hatte seit ich abgehauen war. „Ich brauche nichts, danke… Sag mir… was habt ihr in den Wintern dort oben so gemacht? Kennt ihr Schnee? Habt ihr sowas auch mal künstlich hergestellt?“ Immerhin hatten sie dort oben auch ohne Erde und dergleichen Gemüse angebaut. Sie schienen sich viel zusammengebastelt zu haben, also wieso nicht auch Schnee?
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Di Nov 06, 2018 6:13 pm

Alexander Mercier
Es würde immer anders ablaufen als Gedacht, so viel stand fest. Wenigstens würde uns so eine einfache Abwehr vermutlich nichts bringen. Ich wollte wirklich nur helfen, selbst wenn ich wohl ein wenig überregiert hatte. Ich hatte nur Arian vor Augen und seinen Einfluss. Es gab so viele Menschen die unter seinem Wort standen. Oft dachte ich auch an Severin und hoffte nur, dass er sich wieder zusammen riss. Denn auch wenn Jane sagte, sie hatte die Sache mit ihren Leuten unter Kontrolle. Sie wusste nicht, mit was sie es zu tun hatte. Das ganze war kein normaler Angriff. Diese Menschen hatten es nicht umsonst so lange draußen geschafft zu überleben. Dabei waren sie nur eine Minderheit. Sie waren vielleicht größer als der Clan der Skypeople, doch sie waren kein Stamm der Triku oder Ice Nation. Wenn es so leicht gewesen wäre, hätte man einfach kurzen Prozess gemacht.  Ich zog eine Augenbraue in die Höhe als ich Jane musterte. „Ich kenne sie nicht nur besser als ihr, vor wenigen Tagen war ich noch ein Teil davon. Ich sage dir, dass ist irgendeine Kranke Scheiße.“ Mühsam rieb ich mir die Hände. Ich spürte wie die Flüssigkeit des Tropfes durch meinen Körper floss. Bei aller Sorge die Jane sich um mich machte, wir konnten nicht so viel Riskieren. Ich war sicher mit dem was ich tat. Wenn ich irgendtewas besser konnte als Kämpfen im Nahkampf, denn war es Bogenschießen. Ich verfehlte mein Ziel niemals. Doch davon wollte sie bestimmt auch gar nichts mehr hören. Ich presste meine Unterlippen feste aufeinander und nickte. Wieder sprechen konnte ich ihr da nicht. Es ging vorweg vermutlich erst einmal ums Überleben. „Ja, lass uns zu Kane.“ Wir mussten die Zeit die wir hatten nutzen und vielleicht hatten wir ja auch den Schutz der anderen Grounder. Sie würden es den Hermits sicher heimzahlen wollen für das was sie getan hatten. Ich schob mich auf meine Beine. Mittlerweile hatte ich einen sehr viel sicheren Gang als vorher. Trotzdem hielt ich mich mit der anderen Hand an dem Tropf fest. Jane folgte mir. Vermutlich wollte sie immer noch ein Auge auf mich haben während der ganzen Sache und wollte sicher gehen, dass ich keinen Blödsinn baute. Oder sie Sorgte sich einfach wirklich immer noch zu sehr um mich. Dort angekommen, wunderte es mich schließlich doch, warum sie Mirah in eines dieser Zellen steckten. Es war dämlich. Sie war keine Bedrohung. Selbst wenn viele Leute immer noch daran glaubten. Und genau solche Kleinigkeiten hatte ich mit Zeitverschwendung gemeint. Wir waren nicht ihre Freunde. Mirah horchte auf als sie mich sah, erhob sich und entzog sich somit der Unterhaltung mit Kane. Dieser war jedoch alles andere als Begeistert darüber. „Alexander, geht es dir gut?“ Ich nickte nur. „Was soll denn diese blöde Aufmachung hier?“, fragte ich direkt an Kane gerichtet und er erhob sich seufzend. Sein Blick landete bei Jane. Ich konnte in seinen Augen sehen, dass ein wenig in Enttäuschung aber auch Neugier darin steckte. Er fasste Mirah sanft an die Schulter. Diese setzte sich und Kane trat aus der Zelle heraus. Er hatte eine sehr beruhigende Ausstrahlung, aber dennoch wirkte er eben wie einer dieser „Oberhäupter“. Er schien die Sache dennoch nicht unbedingt mit sich ausdiskutieren lassen zu wollen. Doch glaubte er wirklich das was er da gerade verspürte Kontrolle war? Es würde schief gehen. Selbst wenn das nicht wirklich das war, warum ich hier war. Seine Position konnte jemand anderes anzweifeln. Es ging hier um etwas wichtigeres!   „Es tut uns Leid. Wir wissen die Hilfe von dir und Mirah wirklich zu schätzen, aber in diesem Fall sind mir wirklich die Hände gebunden. Wir haben auch unsere Prioritäten hier unten, Alexander. Es geht hier um unser Volk und dieses Sorgt sich. Es ist nur eine Vorübergehende Lösung sein, dass verspreche ich dir.“ Das war nicht unbedingt das, was ich hören wollte. Anders hatte Jane es mir auch nicht erzählt. Ich schüttelte den Kopf. „Ich bin hier wegen der Sache mit der Stadt des Nebels. Vielleicht kann ich wirklich helfen.Ich weiß nicht wie viel Zeit wir noch haben, aber je mehr, umso besser. Kane ich habe meine letzten Jahre in diesem Dorf verbracht. Ich kenne die Taktiken, ihre Krieger und ihre Waffen. Ich kenne ihren Anführer, Arian und die Dinge, die er seinen Leuten verkauft, damit sie losziehen und für ihn vernichten und Töten. Ihr dürft nicht zulassen, dass sie auch nur einen Fuß hinter diese Tore setzen,“ Ich machte einen kurzen Augenblick Pause. Seine Aufmerksamkeit schien ich auf jeden Fall erlangt zu haben.  „Das mag vielleicht blöd klingen, aber ihr werdet zu viele gute Leute verlieren, wenn ihr euch auf eine Abwehr spezialisiert. Ihr müsst sie überlisten und ich habe auch schon eine Ahnung wie aber dafür werden wir jeden Mann brauchen, den ihr habt.“ Mein Blick glitt zu Mirah. Auch sie müsste mitmachen, selbst wenn sie sich der Sache nicht sicher war da sie im Augenblick sowas wie Verrat begann. Meine Augen wanderten zu Jane. Immer noch schien es mir so, als wäre sie die einzige die zu Hundert Prozent hinter mir stand. Kane folgte meinem Blick. Er bewegte sich auf einen der Tische zu und gab mir zu verstehen, dass ich mich setzten sollte. Danach ließ er sich auf einen der Stühle nieder.  „Und wie sähe dein besagter Plan aus?“ Ich atmete tief ein, ließ mich auf einen der Stühle nieder und begann zu erzählen. Wir mussten schnell handeln, besonders viel Zeit hatten wir nicht mehr und wir mussten handeln!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Di Nov 06, 2018 7:37 pm

Bellamy Blake
Ich hätte ihr ja sofort vorgeschlagen, zusammen mit mir wieder ins Camp zu kommen, doch davon war sie bestimmt weniger als begeistert. Vor allem, weil wir sie dann in einer Tour hätten verstecken müssen. Dabei konnte sie uns vertrauen! Mir- konnte sie vertrauen. Viele Grounder besuchten Arkadia regelmäßig. Doch vermutlich war genau das die Sache, was alles so Riskant machte. Wir müssten sie verstecken und so Groß war Arkadia dann auch nicht. Wir konnten unsere Waffenruhe einfach auch nicht aufs Spiel setzten. Ich wusste nicht wie die Triku reagierten wenn sie Tessia bei uns im Dorf sahen. Ich seufzte und zuckte die Schultern. „Ich werde mir irgendetwas überlegen“, wiederholte ich meine Worte. Ein Feuer war vielleicht wirklich nur eine Übergangslösung. Für das Dropship bräuchte sie vermutlich wirklich Strom. Auf ihre Bemerkung, ob ich sie gerade wirklich Tess genannt hätte, sah ich auf. War etwas falsch daran? Seid kurzem nannte sie mich schließlich auch  Bell. Hatte ich sie darum gebeten? Fragend sah ich auf. „Schön das es dir gefällt, ich hab eigentlich gar nicht richtig darüber nachgedacht um ehrlich zu sein.“ Ich würde bleiben. Sie hatte mich seit dem wir uns kannten vermutlich noch nie so indirekt u etwas gebeten wie jetzt gerade und ich konnte mir vorstellen, was in ihrem Kopf alles so abging. Ich lächelte als unsere Blicke sich trafen. Ihr Name war ein wirklich schöner Name, er passte zu ihr und meiner Meinung nach ließ nur wenig darauf hin deuten, dass sie ein Grounder war. Anders wie Indra oder Lexa. Ich lächelte und schüttelte behaglich mit dem Kopf. Manchmal vergaß man wirklich, dass Grounder auch nur Menschen waren. Für sie war es einfach total befremdlich, sich in unsere Lage hinein zu versetzten und wenn ich so darüber nachdachte, war es dies selbst für mich jetzt wo ich mit beiden Beinen feste auf der Erde wandelte. Tessia überraschte mich immer und immer wieder. Ein wirklich schöner Gedanke eigentlich. Doch rein Technisch war dies auch gar nicht möglich. Oben auf der Ark hatten wir uns zusammen mit Pike über alles mögliche informiert, aber leider hatten wir nicht die Möglichkeit alles eins zu eins nach zu empfinden. Daher blieben uns nur die Bilder und die Geschichten darüber, um es uns Bildlich vorzustellen. Die Erde musste wirklich ein Toller Ort gewesen sein vor der ganzen Katastrophe, die über sie eingefallen war. „Das ist schwer zu erklären. Dort oben in der Atmosphäre war es immer schon relativ Kalt. Aber so etwas wie Schnee haben wir nie gesehen.“ Der Gedanke, dass das hier sowas wie mein erster richtiger Winter werden würde, war schon atemberaubend, auch wenn ich wusste, dass es vermutlich nicht so sein würde wie auf den Bildern. Bis heute hatten meine Schwester und ich uns immer nur eine kleine Winter Wunderwelt ausgemalt als wir klein gewesen waren, wie diese wohl aussehen würde und jetzt erfuhren wir es wirklich. Der Winter stand vor der Tür.  „Ich habe eigentlich nie wirklich daran geglaubt, jemals Schnee zu sehen oder spüren.“ Ich hielt für einen kurzen Augenblick inne. Genauso wenig wie ich daran geglaubt hätte jemals einen Fuß auf die Erde zu setzten. „Aber wir haben Weihnachten gefeiert.“ Doch ich konnte mir gut vorstellen, dass Feste wie diese für sie Fremd war und genauso schaute sie mich gerade auch an. Es waren die Traditionen die wir Menschen versucht hatten dort oben aufrecht zu erhalten. Ein besonderes Gefühl war dabei nie aufgekommen, doch meistens hatten wir versucht das Beste daraus zu machen. Auf ihren Blick schmunzelte ich. Wie erklärte man das am besten für jemanden, der noch nie etwas davon gehört hatte. Man konnte davon ausgehen. Die Grounder faselten nur beständig von ihrem Commander und irgendwelchen Bräuchen. In dieser Hinsicht war ich wirklich froh, aus einer Generation zu kommen, die versuchte weiterhin „Menschlich“ zu sein. „Wie erkläre ich das am besten. Also Weihnachten ist sowas wie das „Fest der Liebe“. Die Menschen vor unserer Zeit haben es gefeiert um einander wertschätzen. Es war ein Fest der Besinnung und Friedlichkeit Sie nannten es das Fest der Geburt „Jesu“.  Frag mich nicht wer der Typ war, sie haben es gefeiert um ihren Gott zu ehren oder so ähnlich. Es gab damals ziemlich viele Gottes Geschichten, aber mittlerweile glaubt ihr ja an ganz andere Dinge. Die Menschen haben wirklich daran geglaubt und es gefeiert. Mit Weihnachten feiert man die Menschwerdung Gottes. Ähm- naja, die Leute haben sich Dinge geschenkt. Meistens selbst gemacht, um einander zuzeigen wie wichtig man sich ist. Man zündet Kerzen an, man Dekoriert sein Zuhause, Kinder basteln sowas wie Sterne oder Tannenbäume. Eine wirklich schöne Atmosphäre. Und achja, man backt Kekse.“ Ohja- Kekse. Ich lachte auf. „Meine Schwester und ich haben es gerne gefeiert. Es war ein wirklich schönes Gefühl.“ Und genauso hatte ich es auch in Erinnerung. Ich fragte mich kurz ob Feste wie diese jetzt für uns auf der Erde noch relevant waren. Wir hatten andere Dinge die uns beschäftigten und auf mich wirkte es so, als hätte keiner die Zeit auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden die Dinge weiter zu führen wie sie einmal waren.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Di Nov 06, 2018 10:41 pm

Jane Adams
Ja, bis vor einer Weile hatte er diesen ganzen Mist noch geglaubt, der ihnen da erzählt wurde und dann war ich gekommen. Ich hatte das alles wohl ziemlich auf den Kopf gestellt. „Ganz ehrlich, ohne zu denen zu gehören sehe ich, was das für eine scheiße ist. Wir sind ja dabei raus zu finden, was sie euch da verabreichen. Vielleicht kann uns das auch irgendwo helfen.“ Möglicherweise fanden wir etwas, dass dem ganzen entgegen wirkte und die Leute „normal“ wurden. Bei Mirah waren es vermutlich die Hormone, die einen gewissen Einfluss der Droge nahmen, vielleicht baute ihr Körper das Zeug schneller ab. Mehr als mutmaßen konnten wir im Moment sowieso nicht. Irgendwo hoffte ich aber auch auf Clarke, zumindest eine gewisse Unterstützung durch die Trikru konnte definitiv nicht schaden. Wir hatten einen gemeinsamen Feind, da sollte eine gemeinsamer Kampf doch eigentlich nicht so schwer sein, oder? Zu dem, wie es mir ging sagte er nichts mehr, vielleicht auch besser so. Gerade hatte ich auch nicht den Kopf mit ihm über meine Beziehung oder das was davon übrig war zu diskutieren, es gab gerade definitiv wichtigeres. Stattdessen machten wir uns auf den Weg zu Kane. Zwar hielt sich Alex noch am Tropf fest, doch er lief ziemlich sicher. Das war nichts im vergleich zu noch vor ein paar Stunden, wo Mirah und ich ihn mehr oder weniger hier rein geschleift hatten. Mir lief das alles fast schon zu gut. Lieber blieb ich bei ihm , als dass eine neue Welle kam und er wieder umklappte. Mit dem Tropf sollten nur die Defizite an Nahrung und Wasser ausgeglichen werden, ein bisschen die Symptome lindern, es war kein Wunderheilmittel. Außerdem war keiner wirklich froh, dass er und Mirah hier waren, für die anderen gehörten die Beiden zum Feind. Ich hatte keine Lust, dass irgendwer überreagierte und Alex erstach. Mirah war die erste die bemerkte, wie wir in den Raum kamen und direkt aufstand. Schließlich hatte sie sich auch verdammte Sorgen um Alex gemacht, als er da vor ihren Augen einfach umgekippt war. Kane hielt sie jedoch zurück. Zwar schaute Mirah etwas skeptisch ließ sich aber wieder auf ihren Platz sinken. Kane kam dafür aus der Zelle und musterte Alex etwas skeptisch. Der Blick den er mir dabei zuwarf war nicht gerade positiver. Ja, ich hatte Mist gebaut, das wusste ich inzwischen selber, brauchte mir keiner mehr zu sagen. Natürlich hatte auch er gesehen, wie schlecht es Alex vorhin ging, sodass eine gewisse Skepsis wohl verständlich war. Unter anderen Umständen sollte er so schnell nicht mal auf den Beinen sein. Doch er war nach wie vor ein verdammter Dickkopf, den man nicht so schnell von etwas abbrachte. Alex hingegen reagierte nur total pampig. Leicht verdrehte ich die Augen, was er nicht sah. Ob er es glauben wollte oder nicht, das war zu Mirahs Schutz. Die meisten waren nicht glücklich über die Anwesenheit der Beiden. Würde Mirah einfach frei rum laufen würde am Ende ihr noch irgendwas passieren. Das versuchte auch Kane Alex klar zu machen. Es war nur eine Übergangslösung und wenn das vorbei war war Mirah auch frei zu gehen, nur konnten wir das im Moment nicht verantworten. Ich hatte selber schon gesehen, wie diese Leute drauf waren, das hatten wir alle. Wir hatten damals schon genug Leute verloren. Doch ich verstand nicht, was er vor hatte. Sollten wir verhindern, dass sie die Stadt verließen? Wie um Himmels Willen stellte er sich das vor? Die Tore abriegeln, okay, aber wir konnten doch nicht die ganze Mauer bewachen. Irgendwo würde sich ein Weg zum drüber klettern finden lassen. Oder meinte er unsere Tore? Das war ja unser eigener Plan. „Verstehe ich das richtig? Du willst sie in ihrer eigenen Stadt einsperren?“, fragte ich nach. Er hatte vorhin gesagt, dass ich ihn für verrückt halten würde. Ja, das tat ich, es klang nämlich so, als ob ihm das Fieber immer noch zusetzte. So wirklich verstand ich ihn nicht, er sprach noch immer in Rätseln. Wie sollten wir Leute verlieren, wenn wir uns doch hier drinne verschanzten und gar nicht an uns ran kamen? Wobei ich auch nicht wusste, was sie alles hatten. Mirah hatte nur von Gift erzählt, was schon nicht sonderlich beruhigend war, doch wir arbeiteten daran. Ein ganzes Volk zu überlisten würde wohl alles andere als einfach werden, doch Alex hatte Kanes Interesse geweckt. Zumindest würde er seinen Plan erklären lassen. Ich war etwas überrascht, als mich auf einmal beide ansahen. Gerade hatte ich wohl am wenigsten zu sagen, doch ich war dafür, dass wir Alex anhörten. Kane sah das auch so und bat Alex an den Tisch. Ich blieb stehen, lehnte mich hinter Alex gegen einen der Schränke. Aufmerksam hörte ich zu, als er seinen Plan erklärte. „Und du denkst wirklich dass das klappt? In der kurzen Zeit, die wir vielleicht nur noch haben?“, fragte ich nach, als er fertig war. Zwar wollte ich keinen runter ziehen, aber ich wollte wissen, was wir für Chancen hatten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Nov 07, 2018 1:17 pm

Tessia
Ich zuckte nur leicht die Schultern. Ja, der Winter war im Anmarsch und man spürte bereits jetzt die eisige Kälte, aber das hieß nicht, dass Bellamy sich nun Stress machen müsste. Ich hatte mich schon früher um mich selbst kümmern müssen. Klar war es immer ein wenig gefährlich ein Feuer in einem offenen Raum zu haben, weil das Gas in die Luft strömte, aber wenn ich vor dem Schlafen gehen lüftete, war das schon in Ordnung. Außerdem war das Dropship momentan ja sowieso nicht wirklich luftdicht. Der Wind fegte durch die Eingangstür und das gesprengte Loch in der Rückwand, das Murphy hinterlassen hatte. „Mach dir keine Gedanken… Ich muss das Dropship bloß halbwegs winddicht kriegen. Wäre ich nicht hier, würde ich immerhin sowieso in irgendeiner Höhle den Winter verbringen.“, erinnerte ich ihn. Das hier war schon mehr Luxus als ich für gewöhnlich hatte. Immerhin hatte ich hier einen Raum, ein paar Laken, auf denen ich schlafen konnte und Bellamy brachte mir ab und zu immer noch etwas zum Essen vorbei. Wäre ich nicht hier, würde ich mich vermutlich in irgendeiner Höhle verstecken und den Winter über vielleicht sogar erfrieren. Ich fühlte mich ein wenig vor den Kopf gestoßen, als er meinte, dass er nicht wirklich darüber nachgedacht hatte mich Tess zu nennen. Es war also einfach passiert. Klar… Ich interpretierte da vielleicht einfach zu viel hinein. Dennoch zuckte ich nur die Schultern. „Klingt trotzdem ganz nett.“, murmelte ich nur und ließ das Thema dann ruhen. Ich wollte nicht die seltsame, anhängliche Freundin sein. Ich konnte ja schon froh sein, dass er meinen Aussetzer heute Morgen nicht mitbekommen hatte. Ich kam mir immer noch ziemlich dumm deswegen vor. Na ja, aber so war es nun einmal. Er hatte es nicht bemerkt und es würde sicher nicht noch einmal vorkommen. Bellamy war ein guter Freund, mehr nicht. Und gute Freunde machten sowas nicht. Aber diese Umarmung… die war okay..? Na ja, es fühlte sich gut an und es kam von Bellamy aus, also war es wohl in Ordnung. Er legte seine Arme um mich und ich schmiegte mich geradewegs an seine Brust. Meine Arme konnte ich perfekt um seine Taille legen und meine Finger an seinem Rücken verschränken. Es fühlte sich… gut an, warm und beruhigend. Und es war okay, immerhin hatte er das hier begonnen. Es war nicht schräg, also konnte ich die Augen schließen und meine Wange an sein Brustbein legen, während er von einer Tradition erzählte, die so nicht mehr auf der Erde existierte. Weihnachten. Es klang schon ein wenig chaotisch. Man bastelte und schenkte sich Dinge. Man dekorierte das Haus und backte Kekse. „Klingt irgendwie seltsam. Ich glaube Lexa hat ein Bild von dieser Tradition in ihrem Schlafzimmer hängen. Na ja, ein Tannenbaum, bunte Schachteln mit Schleifchen, Kerzen und Lichter und eine Familie in dicken Pullovern. Aber… du hast recht, sowas gibt es bei uns nicht. Aber wir kennen Kekse. Die machen wir auch manchmal.“ Allerdings eher selten. Kekse zu backen war für uns immerhin ein ziemlicher Aufwand. Wir nutzten das aufwendig gemahlene Getreide lieber dafür Brot zu backen, was wesentlich sättigender war. Man musste eben leider eher praktisch denken, wenn man überleben wollte. Ich drehte meinen Kopf an seiner Brust leicht, sodass ich mein Kinn darauf abstützen und zu ihm hoch sehen konnte. „Aber das alles klingt wirklich… nett. Feiert ihr es hier auch weiter? Auf der Erde?“ Immerhin hatten sie nun andere Sorgen. Wer wusste schon, ob sie dann noch Zeit hatten solche Feste zu feiern. Immerhin war das bei uns Groundern auch verloren gegangen. Na ja, aber vielleicht war das bei den Skaikru ja anders.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mi Nov 07, 2018 7:21 pm

Yashar
Isabella schien von meiner Idee nicht abgeneigt, auch wenn ich wusste, dass Yuri es war. Keine Ahnung wieso, denn eigentlich sollte er doch froh sein uns los zu werden. Er hatte weniger Arbeit und musste sich nicht ständig darum sorgen, dass wir an jeder Ecke drauf gingen. Ich war kein schlechter Kämpfer im Notfall würden es meine Fähigkeiten sicherlich auch noch zu etwas bringen. Ich kaute auf meiner Unterlippe herum. Doch letztendlich ließ er es zu. Eine andere Wahl hatte er auch nicht! Er konnte uns ja auch schlecht hier festhalten. Unserer Wege trugen uns auseinander und selbst wenn er es nicht wahr haben wollte, war es so. Selbst wenn er uns davor warnte bei solch einem Schnee raus zu gehen. Doch das war das letzte, was uns jetzt noch aufhalten sollte. Wir machten uns startklar. Ich sattelte eines der Pferde und gab Yuri die letzten Groschen die ich noch in meiner Manteltasche hatte. Pferde waren keine Offensichtlichkeit. Man verschenkte sie nicht einfach so und da ich eh keines besaß entschied ich mich kurzer Hand dafür, ihm dieses abzukaufen. Freund hin oder her- was auch immer wir waren. Wir hatten einfach auch keine andere Wahl. Selbst wenn ich mich vielleicht wieder einmal in Yuri getäuscht hatte- schließlich hatte er ein weiteres Mal sein Leben für uns riskiert- vielleicht waren wir nicht mehr so Dicke, wie wir es damals gewesen waren. Und auch das mit Yenn, ich war froh das ich nicht mehr in ihrer Nähe sein musste. Der Kuss der beinahe in der letzten Nacht passiert war, schien uns beide zu beschäftigen. Ich machte mich also fertig und begann das Pferd zu satteln. Ebenfalls gab Yenn uns eine Tasche mit dem Nötigen Proviant, den wir brauchten. Ich konnte gar nicht sagen wie Froh ich darüber war, dass sie all diese Dinge für uns tat. Ohne die beiden wären Isabella und ich vermutlich nicht sonderlich weit gekommen, selbst wenn es keiner von uns jemals laut zugegeben würde. Wir waren eben beide Dickköpfe was das betraf! Für einen kurzen Augenblick spielte ich auch mit dem Gedanken Isabella meinen teuren warmen Mantel zu überlassen, doch unter diesem trug auch ich nur einen Fetzten der meinen Oberkörper zierte. Es waren Löcher in dem Stoff und ich hatte keine Möglichkeit mich gegen die Kälte zu schützen. Wir mussten also sehen wie wir uns damit arrangierten. Keiner von uns besaß nicht wirklich viel Geld. Wir mussten alle sehen, dass wir mit dem was wir besaßen um die Runden kamen und somit blieb Isabella leider auch nichts anderes als das Kleid, welches Yennefer für sie übrig hatte. Es war nicht  Ideal für die Kälte da besonders ihre Schuhe Löcher hatten, aber es war das beste was uns blieb. Ich erwartete auch nicht mehr von Yenn, sie hatte uns wirklich schon genug geholfen. Also machten wir uns auf den Weg. Der Schnee war hoch und ich versuchte das Tempo für uns beide zunächst ein wenig zu drosseln. Es war glatt und ich wollte kein Riskio eingehen. Vor allem nicht, weil Isabella jede Bewegung in ihrem Körper spürte. Es konnte Gefährlich sein zu viel Bewegung in ihre Wunden zu bekommen, genau aus diesem Grund versuchte ich es zunächst einmal so. Sie hatte sich eng an mich gekuschelt und versuchte sich zu wärmen. Dieser Aktion ersparte ich mir meinen Kommentar. Es war okay, wir wussten beide das es notwendig war. Ich nahm es ihr nicht übel, dass sie hin und wieder ihre Augen schloss. Selbst wenn ich wusste wie Gefährlich es war. Ich hatte nicht vor zuzulassen, dass sie vor meinen Augen noch unterkühlte. Genau aus diesem Grund musste ich also versuchen sie wach zu halten. Mit Smalltalk. Eine dumme Idee, gerade weil ich nicht wirklich gut darin war. Eine andere Möglichkeit sah ich jedoch nicht. „Bist du sehr böse darüber, dass wir Yuri und Yennefer verlassen haben?“, fragte ich kurzerhand und lauschte dem Schnee unter den Hufen unseres Pferdes. Ich wusste das sie nicht Böse war. Auf der anderen Seite jedoch musste ich mir eingestehen, dass Yuri und Yennefer vermutlich besser mir solch einer Situation wie dieser hier ausgekommen wären. Vermutlich hätten sie uns auch noch ein wenig bei sich behalten. Solange, bis der Schnee ein wenig getaut wäre. Aus irgendeinem Grund jedoch, hätte ich es einfach nicht länger bei ihnen ausgehalten. Mir fiel die Decke auf dem Kopf und ich wollte wirklich nur noch nach Hause. Nach Hause, dort wo mir das Chaos vermutlich noch zu Ohren steigen würde. Wir waren noch eine Gute Zeit unterwegs. „Ich meine das klingt vielleicht Blöd, aber ich glaube, dass die beiden ein wenig Organisierter an die ganze Sache hier ran gegangen wären. Ich hab es nur nicht mehr ausgehalten. Mir ist da drinnen fast die Decke auf den Kopf gefallen. Tut mir Leid das das ganze immer so Chaotisch ist. Das du da durch musst. Ich bin manchmal ziemlich egoistisch."
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