The 100 RPG

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Di Jul 10, 2018 4:53 pm

Tessia
Er war wirklich amüsant. Ich bezweifelte, dass alle Skaikru so „gewissenhaft“ waren wie er. Auf mich wirkte er eher verklemmt. „Was soll was werden? Ich mache doch gar nichts.“, murmelte ich unschuldig und sank bis zu meinen Lippen in das Wasser, während ich ihn ansah wie ein Unschuldslamm – ja, die Masche hatte ich auch gut drauf. Das war der einzige Vorteil, den man als weißblonder, blauäugiger Grounder hatte. Ansonsten fiel ich damit eher auf, aber hier schien das ganz normal zu sein. Man beachte allein Clarke. Der blonde, blauäugige Engel mit dem schwarzen Herzen. Da war ich doch wohl die bessere Wahl. Bloß war Bellamy längst von ihr vergiftet worden – genauso wie dieser blinde, mordlustige Finn. Er war für sie gestorben und früher oder später würde dieses Schicksal wohl auch Bellamy ereilen. „Ach so? Ihr badet und duscht also nie nackt, sondern in Klamotten? Interessant.“, zog ich ihn auf, als er meinte die Skypeople zogen sich vorzugsweise gar nicht erst aus. „Aber danke für das Kompliment. Ich passe wohl in dein Beuteschema mit meinen Haaren, aber offenbar reiche ich an Clarke wohl nicht heran, sonst würdest du dich nicht so zurücknehmen.“, sprach ich meine Gedanken nun laut aus und zuckte leicht die Schultern. Er wusste wohl selbst, das er an Clarke klebte wie ein kleiner Welpe. Er hatte nur Augen für sie. Er sah mich ja nicht einmal an, obwohl ich völlig nackt neben ihm schwamm. Ich hob skeptisch eine Augenbraue, als er mich fragte, ob wir quitt waren. „Also gibst du endlich zu gespannt zu haben? Na ja, aber ganz quitt sind wir nicht, bevor du nicht blank ziehst.“, schmunzelte ich. Es gab eben doch noch einen kleinen Teil von ihm, der sich nur erahnen ließ, während er bereits die Chance gehabt hatte alles einzusehen. Ich ließ mich ein wenig auf dem Rücken treiben und führte meine Fingerspitzen an der rauen Felswand entlang. „Du scheinst die Welt ein wenig zu unterschätzen, Bellamy kom Skaikru. Die Erde ist riesig und es gibt tausende solcher Orte wie diesen hier. Jeder ist anders, teilweise ähneln sie sich nicht einmal. Es gibt eine große Vielfalt auf der Welt und es ist fast unmöglich jeden dieser magischen Orte einzusehen. Aber ich kenne die meisten hier in der Nähe, ja. Ich bin viel rumgekommen.“ Er war hier und kämpfte um die Erde und doch wusste er nur so wenig über sie. Das war wirklich traurig und wieder tat er mir kurz leid. Unglaublich, dass ich zu solchen Gefühlen der Skaikru gegenüber fähig war. Als er mich fragte wieso ich auf der Flucht war, verschwand dieses kurze, milde Gefühl sofort wieder. Musste er das jetzt ansprechen? „Wer sagt, dass ich auf der Flucht bin? Ich bin einfach fraktionslos. Ich bin mit niemandem einer Meinung und bin weggegangen. Das heißt doch nicht sofort, dass ich auf der Flucht bin.“ Auch wenn es so war. Ich hatte den wohl größten Verrat begangen und der würde mit dem Tod geahndet werden. Er hatte also gewissermaßen Recht, aber wenn er das definitiv wüsste, könnte er mich in riesige Schwierigkeiten bringen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mi Jul 11, 2018 1:02 am

• Bellamy Blake
Hielt sie mich wirklich für Blöd? Vermutlich war ihre Haltung meiner Leute gegenüber nicht sonderlich hoch und sie hielt uns auch nicht sonderlich schlau, aber sie unterschätzte mich, wenn sie glaubte, dass mir sowas entging. „Naja, du wirktest nicht sonderlich Begeistert auf den Besuch deiner beiden Freunde die Clarke ins Camp begleitet haben.“ Ihre Anspannung war deutlich zu spüren und das konnte man auch nicht leugnen. Wenn sie nicht weiter darüber reden wollte- gut, dennoch wusste ich, dass etwas nicht stimmte. „Weißt du, es geht mich auch gar nichts an. Wir haben alle unsere Laster zu tragen. Bleib in Arkadia oder gehe. So wie du es möchtest. Keiner von uns hat das Recht sich in deine Angelegenheiten zu stecken.“ Mit einem knappen trockenen lächeln gab ich ihr zu verstehen, dass ich nicht über sie Urteilte und das es mich auch nicht weiter interessierte. Als sie weiter sprach und wieder meinte das wir als „Skairu“ diesen „Ort“ nicht schätzen, runzelte ich die Stirn. Wie kam sie auf solch eine dumme Frage? Es war wohl mehr als offensichtlich. Wir badeten grundsätzlich nie in irgendwelchen Gewässern, die für jeden frei zugänglich waren. Sowas hatte es bei uns eben noch nie gegeben. In einer Wanne die nicht gerade Größer war, als man selbst, konnte man wohl kaum genüsslich Baden. Geschweige, dass mehre Leute in eine Wanne hineinpassten. Ich unterband es mir zu antworten und zuckte nur mit der Schulter. Auf das was sie als nächstes sagte, verzog ich das Gesicht. Hatte sie gerade Clarke gesagt? Klar wusste sie von Clarke, aber wie kam sie denn jetzt bitte auf ihren Namen?  Überhaupt, was hatte Clarke mit der ganzen Sache zu tun? Um ehrlich zu sein, fühlte ich mich schon ein wenig auf den Schlips getreten. Ich hatte nichts, was ich verstecken wollte und dennoch war ich ein wenig irritiert, dass sie mich so etwas fragte. „Was?!“, fragte ich irritiert und sah sie an. Das konnte sie doch nicht Ernst meinen. Skeptisch musterte ich sie. „Clarke? Nein Nein, das ist anders. Wir sind Freunde. Gute Freunde. Wie kommst du darauf? Das ist absurd.“ Selbst wenn ich versuchte mich wieder so gut ich konnte zu entspannen, war mein Gesicht weiterhin in Falten gelegt. Auf was wollte sie anspielen? Das ich in Clarke verschossen war? Nur, weil ich sie eben Beschützte? So wie ein Guter Freund sie eben Beschützen sollte? Diesen Schutz hatte ich auch Octavia versprochen. Ich liebte sie eben beide, weil sie ein Teil meines Lebens waren. Es war meine Aufgabe und nicht weniger. Sie würde das selbe für mich tun, da war ich mir sicher. Sie tat es ja schon, indem sie uns jeden Tag führte und uns Hoffnung gab. Sie brauchte dabei nur unsere Unterstützung. Ich hatte in der Tat wichtigeres zu tun, als mich auf solche Spielereien einzulassen. So etwas wie verliebt sein, konnte ich mir in meiner jetzigen Situation nicht erlauben. Wir hatten alle keine Zeit für so ein Theater. „Für euch Triku scheint der Begriff Freundschaft dennoch Fremd zu sein hm?“ Freundschaft- für sie wohl wirklich etwas unerklärliches. Kurz schüttelte ich den Kopf über ihre direkte Art und Weise sich mir aufzudrängen und zuckte die Schultern. Es hätte mich mehr überrascht, wenn sie nicht so gewesen wäre. Wir Leute aus Arkadia und die Triku waren eben Unterschiedliche Menschen und das war vermutlich auch gut so. Ich streckte einen meiner Beine von mir und ließ das Wasser erneut durch meine Finger gleiten. „Du lässt auch nichts anbrennen, wenn es darum geht Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen was?“, fragte ich amüsiert und zog eine Augenbraue in die Höhe. „Solangsam bezweifle ich, dass ihr Grounder euch alle so in der Nähe von Fremden benehmt.“ Schließlich konnte ich mir nicht vorstellen, dass sie gar kein Schamgefühl besaß. Auch ein Grounder wie sie war nur ein Mensch. „Ich habe auf dieser Welt seitdem ich hier bin, genug Leid, Krieg, Zerstörung, Wut und Hass gesehen. Für mich ist es einfach unvorstellbar, dass sich Orte wie diese hier halten. Unentdeckt bleiben und die Menschen ihn nicht zerstören.“ Denn daran waren die Triku oder die Azgeda nicht ganz unschuldig. Selbst wir waren es nicht. Ich schätzte die Erde also sehr suboptimal ein. Vielleicht gab es mehr Orte dieser Art, doch ich glaubte nicht das es überall so Friedlich war wie hier. Das hier entsprach eher dem Zufall. Ich atmete tief ein. Die Kalte Nachtluft war ungeheuerlich angenehm und klar. Ich neigte meinen Kopf in den Nacken und sah in den klaren blauen Nachthimmel. Auch wenn kein Stern am Himmel zu sehen war, strahlte der Mond so hell es nur ging am blauem Himmel. "Wieso entspannst du dich nicht einfach ein bisschen und setzt dich zu mir?" Sie war viel zu sehr damit beschäftigt ihren Körper in Szene zu setzten. Versuchte sie mir die Augen zu verdrehen? Auf ihren Blick nickte ich und lächelte ihr zu. "Ich meine es Ernst. Na Komm, setz dich zu mir." Ich gab ihr zu verstehen, das sie sich zu mir setzten sollte. Auch sie sollte einfach den Moment genießen. Sie brauchte mir nicht zu erzählen, wie man zu entspannen hatte. Ich schätzte diesen Ort auf meine eigene Art und Weise Wert.


Zuletzt von Troian. am Fr Jul 13, 2018 1:34 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mi Jul 11, 2018 1:45 am

• Alexander Mercier.
Kane schien wirklich ein netter Kerl zu sein. Die Art und Weise wie er einen ansah, wenn man mit ihm sprach war wirklich zuvor kommend. Von Leuten die solch eine hohe Position hatten war ich das wenigstens nicht gewöhnt. Meine Mutter hatte mir erzählt, dass wir immer mit viel Respekt mit dem hohen Rat umgehen sollten. Auf der Ark hatten wir so wenig wie nur Möglich mit ihnen zu tun gehabt. Wenigstens hatte man jetzt das Gefühl, dass er einem wirklich zuhörte. Jane machte den Anfang. Sie sprach ihn auf das Thema Medikamente an, ehe wir auch schon bei dem nächsten anliegen wären. Versucht gelassen nickte ich Kane zu. Es war eben doch komisch auf einer „persönlicheren“ Ebene mit den Leuten zusprechen, die zum hohem Rat gehörten. „Ich habe heute morgen mit Taylor gesprochen, er meinte ich sollte mich in der Garde nützlich machen.“ Reichte das als Information? Ich versuchte mich ein wenig Selbstsicherer vor ihm aufzubauen. Er sollte sehen, dass ich auch zur Garde gehören konnte. Das ich ein sehr Starker Junger Kerl war. Wenn man mir ein wenig Training gab, würde ich das sicher durchziehen können. Ich war in der Lage irgendwann genauso Gut wie Taylor zu werden. Den Ehrgeiz hatte ich zumindest. Kane sah mich an, ehe er einen Blick zu Jane wechselte und nickte. „Das scheint mir eine sehr gute Idee zu sein. Taylor hat ein gutes Auge für sowas. Wenn es das ist, was du machen möchtest, wird es sicher kein Problem sein. Meld dich morgen doch noch mal bei mir. Denn gehen wir zusammen die Wachposten durch, stelle dich den Leuten vor und organisiere dir eine Waffe. Zunächst solltest du dich aber wirklich noch schonen. Ich habe deine Krankenakte gesehen.“ Er warf Jane einen dankenden Blick zu. Super, hier behandelten einem wohl wirklich alle wie einen kleinen Jungen. Anders konnte ich es mir nicht vorstellen. Dennoch nickte ich nur dankbar. „Ich habe den ersten wenigen von euch einen Schlafplatz ausfindig machen können. Wir hatten noch ein paar Zelte zur Verfügung. Such dir doch am besten eines von den neuen aus. Jane begleitet dich dorthin. Ich werde mich um den Nachschub der Kräuter kümmern.“ Er lächelte uns zu und wandte sich wieder dem Tisch mit den Plänen zu die vor ihm lagen. Kane und die anderen schienen wohl wirklich Kopfüber in Arbeit zu stecken. Jane un dich verließen sein Zelt. „Das lief doch gar nicht mal so schlecht“, teilte ich ihr erleichternd mit und lockerte meine Schultern ein wenig. Langsam trugen mich meine Beine Jane hinterher. Da war ich aber mal gespannt, wo ich einen Schlafplatz zu geordnet bekam. „Ich hätte um ehrlich zu sein, gar nicht geglaubt, dass Kane so ein netter Kerl ist.. Ich meine, du weißt schon, er ist vom hohen Rat.“ Was ja eigentlich wirklich nichts zu bedeuten hatte im Endeffekt. Bei den Zelten angekommen, nickte ich. Eine wirkliche Auswahl gab es hier jetzt nicht gerade. Wenigstens sah aus meiner Sicht, jedes der Zelte gleich aus. Die meiste Zeit würde ich sowieso auf den Beinen verbringen. Ich war kein Kerl, der sich verschanzte. Ich brauchte Dinge um die Ohren und Sachen zu erledigen. Ich brauchte nur ein Dach über den Kopf und somit diente das Zelt also auch nur zum Schlafen. Ohne seltsam klingen zu wollen, hätte ich es sogar am liebsten gehabt, wenn ich in der Nähe von Jane hätte bleiben können. Wir hatten uns Jahre nicht mehr gesehen und mittlerweile waren einfach so viele Dinge um uns passiert, über die wir reden mussten. Aus meiner Sicht sollte es bald wieder so wie früher werden und das konnte es eben nur, wenn wir begannen die gemeinsame Zeit wieder aufzuholen. Ich betrat das Zelt und drehte mich lächelnd zu Jane. Es war genügend Bewegungsfreiheit vorhanden. Es war nur eine Art Matratze und ein Kissen und Decken Haufen darin zu sehen. Für meinen Geschmack reichte dies jedoch. „Ist doch echt gemütlich“, stellte ich fest. Es war mehr als das, was wir auf unserem abgestürzten Teil der Ark gehabt hatten. So würde ich bei den Unwettern wenigstens nicht frieren. „Ich schätze sowas wie Vier Sterne können wir uns einfach nicht leisten hm?“, witzelte ich und setzte mich auf die niedrige Matratze. Zu meiner Überraschung war diese wirklich angenehm weich. „Hast du ein wenig Zeit?“, fragte ich und deutete neben mich. „Vielleicht können wir heute ein wenig quatschen?“, fragte ich und schmunzelte. „Ich verspreche dir auch, dass Thema „Jungs“ weg zulassen.“ Noch einmal gab ich ihr zu verstehen, dass sie sich ruhig neben mich setzten konnte wenn sie wollte. "Erzähl mir was. Egal was."


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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mi Jul 11, 2018 3:32 am

• John Murphy.
Der Name der Geheimnisvollen Fremden war also Isabelle. Wieso nicht gleich so. Wieso hatte sie gestern solch ein Geheimnis daraus gemacht. Nicht, dass ich es ohne ihre Hilfe nicht auch heraus bekommen hätte. Die Wahrscheinlichkeit das ich das getan hätte, war groß. Ich war eben von Natur aus sehr Neugierig und bis jetzt hatte sich das auch immer ausgezahlt gemacht. Die Spannung zwischen Jaha und ihr war förmlich zu greifen. Zum Glück, denn so war ich nicht der einzige der mit ihm nicht klar kam und ihm trotzdem in den Tot folgte. Jaha nickte nur, sah einmal in die Runde und sprach die nächsten aufbauenden Worte. Um ehrlich zu sein, hörte ich nicht zu. Ich wartete bis die vier Idioten mich überholt hatten und folgte ihnen. Isabelle, lief hierbei direkt neben mir. Sie schien sich bei dieser Sache an mich zu wenden. Vermutlich auch, weil sie hier niemand anderen kannte und ich sie zu dieser Bescheuerten Idee überredet hatte. „Isabelle. Der Name ist doch gar nicht so übel, verstehe gar nicht wieso du ihn die gesamte Zeit über verstecken musstest.“ Ich verkniff mir ein grinsen auf den Lippen, konnte jedoch nicht verhindern das sich meine Mundwinkel ein wenig in die Höhe schoben. Natürlich begann ich damit, sie ein wenig zu triezen. Wo blieb sonst der ganze Spaß bei der Sache? Sie war mitgekommen, war sie wohl der einzige Mensch war außer mir, der hier einen Plan hatte. Einen Plan, Dinge Realistisch zu sehen und sich gegen Jahas Wort zu stellen. Die anderen die ihm folgten sahen ihn an wie ein Gottheit. Das konnte er von mir wenigstens nicht erwarten. Die erste Zeit war es relativ still.  Man konnte förmlich den Ehrgeiz der Leute spüren. Doch was hatten sie vor? Glaubten sie, das die Stadt des Lichts nur einen Katzensprung entfernt von allem lag? Es tat mir ja wirklich Leid ihre Vorstellung unterdrücken zu müssen, aber so spielte es sich nicht ab. Wir wussten doch noch nicht einmal, in welche Richtung wir liefen. Jaha folgte irgendwelchen Gerüchten, die er von einer alten Frau aufgeschnappt hatte. Doch trotzdem folgten wir ihm. So war das Schicksal eben. Kalt und Hinterhältig. Das Schicksal nahm meine Rücksicht auf Verluste. Es war eine simple Entscheidung und jeder von uns hatte sein Schicksal quasi selbst in der Hand. Wir liefen also noch tiefer in die Dunkelheit hinein. Solange, bis wir schone nie ganze Strecke durch den dicht aneinander gewachsenen Wald liefen und Isabelle das Wort ergriff. Immer noch schlenderte sie neben mir her. Ich sollte ihr irgendetwas erzählen. Und was? Zugegeben war ich mittlerweile genauso müde wie der gesamte Rest auch. Es war Dunkel und ich war mir mehr als sicher, dass Jaha nicht wusste, in welche Richtung er lief. „Was ist deine Lieblingsbeschäftigung? Außer Leute über den Tisch zuziehen und auszurauben?“ Trotz der Tatsache das ich laut gesprochen hatte, reagierte keiner. Ich schätze es interessierte auch gar niemanden mehr was wir angestellt hatten und von wo wir kamen. Vielleicht hatte Isabelle auch einfach Glück und Jaha hatte es nicht gehört. Er war eben immer noch ein Teil der inneren Politik was die Ark betraf. „Guck nicht so, ich mach doch nur Spaß“, ich lachte und war auf einen Angriff vorbereitet. Ich würde ihren Armen einfach ausweichen, wenn sie vor gehabt hätte nach mir zu schlagen. „Ich kann dir erzählen was ich gerne mache.“ Doch das stellte sich als ziemlich schwer heraus. Was mochte ich denn gerne? Seit dem ich hier auf der Erde hauste, gab es kaum Dinge, für die ich noch Zeit hatte. Mein Leben war schon immer eine reinste Katastrophe gewesen. „Ich mag Geschicklichkeitsspiele zum Beispiel. Oder Sport, immer in Bewegung bleiben.“ Ich zuckte die Schultern. Da hörte es für mich wohl auch schon auf. „Wie sieht es mit dir aus? Was machst du den ganzen Tag?“ Ohne sie ausfragen zu wollen, wollte ich mir schon gerne ein erweitertes Bild von Isabelle machen. Wir würden ab heute vermutlich eine lange Zeit zusammen bleiben müssen. Ob sie das nun wollte oder nicht. Um den Smalltalk kam sie eben nicht herum. Sie war doch diejenige, die wollte, dass ich ihr etwas erzählte. Leider war ich nur eben nicht so der Typ für diese Allein Unterhalter-Geschichten. Es gab keine andere Gelegenheit um sich die Zeit hier zu vertreiben. Es könnte sie in unserer "großen" Runde wirklich schlimmer treffen. Ich konnte mir schon vorstellen, dass Isabelle sich lieber mit mir unterhielt, als mit einem von Jahas treuen „Hündchen.“


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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Jul 11, 2018 9:44 am

Isabella Mason
[Sorry, hatte mich vorhin verschrieben. Sie heisst Isabella und nicht Isabelle xD] Nun hatte er meinen Namen. Viel konnte er ja damit trotzdem nicht anfangen. So war es halt nun einmal. Wenn wir hier eh alle sterben würden, dann würde auch mein Name nicht mehr retten können. Jaha sagte nichts gross dazu, sondern nickte nur. Wahrscheinlich wusste er gar nicht mehr, wer ich war. Er hatte do viele ins Gefängnis gesteckt und noch mehr gefloated. Bestimmt konnte er nicht alle Namen aufzählen, von denen er das Leben genommen hatte oder deren Familie zerstört hatte. Ich konnte diesen Typen einfach nicht ausstehen. Ich verdrehte die Augen, musste aber kurz lächeln. War das so etwas wie ein Kompliment gewesen? Na ja, jedenfalls war es mal nichts beleidigendes gewesen und dann musste man es ja fast schon wie ein Kompliment auffassen. Es wurde still, während wir einfach weiter liefen. Die treuen Gefolgsleute liefen direkt hinter Jaha  während wir noch ein bisschen mehr Abstand behielten. Dieser Kerl hatte uns immerhin ins Gefängnis geschickt und dann zur Erde hinunter verbannt. Wir waren nicht gerade beste Freunde und ich war garantiert nicht wegen ihm mitgekommen. Ich war aus reinem Eigennutz hier, obwohl hier vielleicht auch alle einfach drauf gehen würden. Dass konnte genauso gut möglich sein. Irgendwann war mir dann aber diese Stille zu viel und ich forderte Murphy auf, dass er mir etwas erzählen sollte. Ich verdrehte die Augen, als er mich etwas fragte. Er sollte mich nicht fragen. Er sollte einfach etwas erzählen, auch wenn es mich nicht besonders interessieren würde. Aber diese Stille war ja wohl noch schlimmer. Aber er hatte ja eigentlich Recht. Ich zuckte kurz die Schulter und sah dann kurz zu ihm auf. „Es stimmt ja. Ich mag es, Leute gegeneinander aufzuhetzen und sie zu provozieren", gestand ich und grinste ihn kurz an. Damit hatte ich schon ziemlich früh begonnen. Auf meine Mutter hatte ich nicht gehört und nun war ich hier. Und sie? Sie war tot. Daher war es ja fast die bwste Option gewesen, ins Gefängnis zu kommen und auf die Erde gebracht zu werden, bevor allen dort oben die Luft ausgegangen war. Ich hob eine Augenbraue, als er davon anfing zu erzählen, was er gerne mochte. Geschicklichtkeitsspiele? Ich sah ihn mit gerunzelter Stirn an. „Verarsch mich nicht doch. Geschicklichkeitsspiele? Stehst du nicht mehr darauf, Leute abzustechen?“, erwiderte ich und grinste ihn an. Sport würde ich ihm geben, aber Geschicklichkeitsspiele? Garantiert nicht. Das passte doch gar nicht zu ihm. Was ich den ganzen Tag machte? Das war eine gute Frage. Ich wusste es selbst nicht so genau. „Ich beobachte Leute", meinte ich und zuckte ein bisschen die Schultern. „Und ich hetze Leute gegeneinander auf", wiederholte ich erneut und ein kleines Grinsen huschte über meine Lippen. Ich hatte schon für ein paar Streits gesorgt, während ich aus der Sache fein raus gewesen war. Es war so lustig zu beobachten, wie sich die beide an den Köpfen nahmen, obwohl eigentlich gar niemand Schuld daran war. Ich seufzte leise auf und strich mir eine Strähne nach hinten. Ich zuckte erneut die Schultern. „Ich weiss nicht, was ich sonst alles gerne mache. Im Gefängnis hatte man ja nicht wirklich die Möglichkeit, etwas zu tun", meinte ich und zuckte die Schultern. Meistens hat man dort einfach herum gesessen und nicht besonders viel getan. Ich rollte ein bisschen mit Schultern und seufzte tief. Wie würde das hier wohl enden? Ich fuhr mir durch meine roten, knappen schulterlangen Haaren und sah zu ihm. „Was denkst du, wie lange Jaha noch laufen will, bevor er eine Pause einlegt?“, fragte ich ihn und hob eine Augenbraue. Die Nacht wäre jetzt dann schon fast vorbei. Wir hätten ja auch einfach mitten in der Nacht aufbrechen können und nicht mitten am Tag. Aber da hatten wir wohl nicht besonders viel zu melden.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Mi Jul 11, 2018 4:52 pm

Jane Adams
Nachdem ich Kane von den fehlenden Vorräten berichtet hatte fing Alex mit seinem Anliegen an. Kane hörte ihm aufmerksam zu und als er zu mir sah, nickte ich zustimmend. Ich sah das, wie Taylor, in Alex steckte definitiv Potential. Es wäre eine Verschwendung ihn in die Küche zu stecken. Das einzige, was zum Problem werden könnte war sein Bogen. Die Leute der Garde benutzten Schusswaffen. Zwar zweifelte ich nicht daran, dass Alex gut mit dem Bogen umgehen konnte, mit einem Gewehr konnte man aber schneller mehr Schüsse verteilen, was definitiv ein Vorteil war. Kane schien Taylor und meiner Einschätzung zu vertrauen, wir gehörten auch zu den besten Kämpfern, sodass er Alex morgen den Leuten der Garde vorstellen wollte und alles weitere klären würde. Als er jedoch sagte, dass Alex sich heute noch schonen sollte presste ich die Lippen aufeinander, um nicht laut los zu lachen. Alex hörte das gerade wahrscheinlich überhaupt nicht gerne, aber er war eben verletzt und brauchte etwas Ruhe. Wenn selbst Kane, der weniger Ahnung von Verletzungen hatte, das sagte sollte das schon etwas heißen. Ich nickte, als Kane sagte, dass ich Alex zu den neuen Zelten begleiten sollte. Gut wenn er sich um die Vorräte kümmern wollte sollte er das machen. Vielleicht wäre es einfach gewesen, wenn ich mich drum gekümmert hätte, aber wenn was war würde Kane mich schon finden. Zusammen mit Alex verließen wir das Zelt und machten uns dafür auf den Weg zu den neuen Schlafzelten. So ungefähr konnte ich sagen, welche Zelte neue hinzu gekommen waren, sodass ich diese Richtung ansteuerte. „Hab doch gesagt, dass alles gut geht. Lass uns mal morgen abwarten. Je nachdem, wie viel Zeit ich die Tage habe können wir ja auch zusammen trainieren“, schlug ich vor. Leicht lachte ich, als er meinte, dass er Kane nicht so nett eingeschätzt hätte. „Ich weiß was du meinst, auf der Ark stand der Rat ja eher für Strenge und Regeln. Seit wir auf der Erde sind hat sich einiges verändert.“ Es war ganz anders hier zu leben, weil es einfach Sachen gab, die wir auf der Ark nie gehabt hatten. Dinge, die jetzt so ganz normal geworden waren. Regen, Wind, das Gefühl der Sonne auf der Haut, die ganze Natur und Tiere um uns herum, hatte es alles auf der Ark nicht gegeben. Das und auch die Dinge, die wir durchgestanden hatten hatten uns glaube ich alle irgendwie verändert.
Die neuen Zelte unterschieden sich nicht wirklich von den anderen. Es waren in etwa die gleichen Zelte und würden sich auch von innen nicht unterscheiden, wodurch es egal war für welches Alex sich entschied. Ich folgte Alex in eins der Zelte und lächelte zurück, als er sich zu mir rum drehte. Von innen unterschied sich sein Zelt nicht wirklich von meinem, bei mir lagen in einer Ecke noch ein paar Klamotten und ich hatte so ein paar Sachen, die ich irgendwann mal gefunden und für interessant befunden hatte rum stehen. „Lässt sich auf jeden Fall aushalten.“ Bei seinem Kommentar mit den vier Sternen musste ich lachen. „Das vielleicht nicht, aber es geht auch deutlich schlimmer. Wenn ich so an unser Lager nach der Landung denke ist mir das hier lieber“, meinte ich lachend. Wir hatten damals einfach provisorisch versucht irgendwas zu bauen, was uns schützte. Bis da was vernünftiges gestanden hatte hatte es gedauert. Als er vorschlug zu reden musste ich auch leicht Lächeln. Es sprach nichts dagegen, wenn Kane meine Hilfe bei dem Nachschub brauchte würde er mich schon finden, so groß war Arkadia nun auch nicht. Dass er nicht über Jungs reden wollte brachte mich zum lachen. „Ach wie gutmütig von dir“, meinte ich lachend und ließ mich neben ihn auf die Matratze sinken. Ich sollte etwas erzählen. Sicher, wir hatten uns fünf Jahre nicht gesehen, es gab einiges zu erzählen, aber ob es so angenehm war darüber zu reden. „Nach fünf Jahren gibt es eigentlich einiges zu erzählen, es lässt sich aber ganz gut mit ‚Wir haben viel Scheiße überlebt‘ zusammenfassen. Auf der Ark hab ich ein paar Jahre die Decke einer kleinen Zelle angestarrt, dass ich da drin nicht verrückt geworden bin ist echt alles. Naja dann wurden wir auf die Erde geschickt, war keine angenehme Landung. Wir haben uns zwar irgendwie ein Lager aufgebaut, aber die Grounder waren nicht so froh über unsere Anwesenheit. Es gab immer mal Waffenruhe und Verluste auf beiden Seiten, war keine schöne Zeit. Am Ende haben wir irgendwie gewonnen, wirklich Zeit zur Freude hatten wir nicht. Eigentlich sollten wir ja bei Mount Weather, einer Militärbasis, landen. Hat damals nicht so gut geklappt, dafür haben sie uns zu sich geholt. Die Leute waren erst auch total nett, haben sich um uns gekümmert, aber ihre Absichten waren nicht gerade gut. Wir können hier auf der Erde rum laufen, weil wir die Strahlung im Weltall gewöhnt waren. Genauso wie die Grounder sich an die Strahlung hier auf der Erde gewöhnt haben. Die Leute aus Mount Weather ertragen sie nicht, konnten aus dem Bunker nicht raus, das wollten sie ändern, haben Experimente an Groundern durchgeführt. In der Zeit ist auch die Ark gelandet und sie konnten uns da raus helfen. Jetzt ist da nur noch ein leerer Bunker“, fasste ich die letzten Jahre knapp zusammen. Seufzend fuhr ich mir durch die Haare. „Tschuldige, ich glaube das war etwas sehr viel negative Stimmung. Wir können auch über was anderes reden.“
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jul 11, 2018 8:45 pm

Tessia
„Na ja, wie schon gesagt, ich bin fraktionslos und keine Seite ist wirklich gut auf mich zu sprechen. Die Skaikru kommt nicht mit mir klar und die Trikru eben auch nicht. Ich bin nicht ihrer Meinung, aber das heißt nicht, dass ich flüchte. Ich fliehe vor nichts.“ Das stimmte ja auch irgendwie. Ja, man suchte mich und würde mir vermutlich den Kopf abschlagen, wenn man mich fand, aber das hieß lange nicht, dass ich auf der Flucht war und deswegen von den Skaikru aufgenommen wurde. Ich war nicht aus Angst oder einer anderen Meinung weg, sondern aus Rache. Nur deswegen war ich hier und nicht weil ich vor irgendetwas oder irgendwem flüchtete. Als er mir dann aber sagte, dass niemand das Recht hatte seine Nase in meine Angelegenheiten zu stecken, nickte ich leicht. „Dann ist ja gut… Ich werde noch eine Weile bleiben, wenn mich in Arkadia keiner umbringt, aber sicher auch nicht ewig, versprochen.“ Oh nein, sicher nicht. Selbst wenn ich ihre Anführer erstmal ausgemerzt hatte, würde ich mich wohl nie wieder unter ihr Volk mischen. Mein einziges Ziel war es den hohen Rat auszuschalten und sobald das erledigt war, würde ich mich freiwillig den Groundern übergeben und töten lassen. Immerhin war ich eine Verräterin und hatte den Tod damit verdient. Gerade ein Natbleda sollte seine Verantwortung seiner persönlichen Rache vorziehen, aber das zeigte doch nur, dass ich sowieso keine gute Heda geworden wäre. Auch mit der Flamme wäre ich nie so weise gewesen wie Lexa oder ihre Vorgänger. Ich wäre so oder so im Konklave gestorben. Ich war zwar die beste Kämpferin dort, aber man konnte eben nicht alles mit bloßer Muskelkraft lösen. Aden zum Beispiel war viel klüger als ich. Ihn zu töten wäre mir wohl am schwersten gefallen. Wenn ich also schon starb, wollte ich wenigstens noch den hohen Rat fallen sehen. Dann könnte auch ich in Frieden gehen. Ich ließ mich ein wenig im Wasser treiben und sah mit hochgezogener Augenbraue zu Bellamy, als dieser vehement versuchte abzustreiten, dass er auf Clarke stand. „Oh bitte… jeder Blinde würde sehen wie du ihr sabbernd wie ein Welpe am Arsch hängst. Sie schnippt mit den Fingern und du springst. Würde sie die Beine breit machen, würdest du definitiv nicht nein sagen, Bellamy. Du bist ein Idiot, wenn du dir das Gegenteil einredest.“ Finn hatte wenigstens gewusst, dass er geradewegs in den Tod lief, indem er sich für Clarke entschied. Bellamy aber glaubte auch noch das alles nicht für Clarke zu tun, sondern weil es richtig war. Vermutlich würde er noch schlimmer enden als Finn. „Oh wir kennen Freundschaft, Skaikru. Aber wir können Freundschaft zwischen dem, was du da hast unterscheiden. Es Liebe zu nennen wäre zu viel, aber du stehst auf sie und du sabberst, sobald sie den Raum betritt.“ Gut, er sabberte nicht, aber er starrte sie an, ließ mich mit dem Essen stehen, nur um zu ihr zu rennen und sie zu umarmen. Oh bitte, das machte kein Kerl, der nur mit einem Mädchen „befreundet“ war. „Hast du mich gerade aufmerksamkeitsgeil genannt? Na… ich habe ja nicht darum gebeten von dir angestarrt zu werden, oder? Vielleicht will ich mich ja auch einfach noch ein wenig austoben, bevor wir wieder zurück ins Camp gehen. Oder hängst du etwa zu sehr an Clarke?“, reizte ich ihn also weiter und legte meine Hände auf seine Knie, die aus dem Wasser ragten. Ich zog mich an ihn heran und lehnte mich an seine Schienbeine, während ich ihn ansah und er somit zwischen mir und der Felswand eingeklemmt war. „Wir Grounder leben in Harmonie mit der Natur, Bellamy. Keiner von uns würde einen solchen Ort zerstören. Unsere Kriege führen wir auf dem Schlachtfeld und nicht in solchen Oasen. Wenn hier jemand diese Orte zerstören würde, dann wohl jemand, der sie nicht wertschätzen gelernt hat oder nicht mit ihnen aufgewachsen ist. So wie due Mountain Men oder… auch ihr vielleicht.“, flüsterte ich und sah ihm direkt in die Augen. Ich kannte die Skypeople nicht gut genug, um sagen zu können, ob alle die Natur so wertschätzten wie es Bellamy gerade vielleicht tat. Ich drehte mich zur Seite und setzte mich neben ihm auf den Felsen im Wasser, sodass ich ihn von der Seite ansehen konnte. „Und jetzt? Ich sitze, also?“ Ach komm schon, mir war langweilig!
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Mi Jul 11, 2018 9:10 pm

• Alexander Mercier.
Auf ihre Angebot mit ihr zu trainieren, schmunzelte ich. An sich hatte ich ja nichts dagegen einzuwenden, doch hatte es heute nicht schon geheißen, dass Jane zu den Leuten im Lager gehörte, mit denen man sich besser nicht anlegte? Sie schien das ganz gut auf dem Kasten zu haben. Wenn sie selbst besser gewesen war wie Taylor hieß das schon was. Selbst wenn ich sie noch nie kämpfen gesehen hatte. „Ich hab gehört du bist eine Herzlose Schlange wenn es ums Trainieren geht. Ich glaube nicht das ich mir noch mehr blöße gebe, indem ich mich von einer Frau besiegen lasse. Zudem auch noch von meiner besten Freundin. Glaub mir, dass könnte mein Ego nie wieder aufholen“, ich lachte. Natürlich machte ich nur Spaß. Es war schön zu hören, dass Jane gut darin war sich selbst zu verteidigen. Es war etwas was im Augenblick uns beiden half klar zu kommen. Wir trainierten unsere Körper und konnten gleichzeitig Fit bleiben. Das waren zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich wusste also nicht, was dagegen sprach. Ich ehrob den Finger ehe Jane etwas sagen konnte. „Und selbst wenn, erwarte keine Rücksicht von mir wenn es darauf ankommt. Ich kann Gnadenlos sein“, mit einem leicht herausfordernden Blick musterte ich sie und grinste in mich hinein. Die Zeit würde wohl zeigen wer der Stärkere war und wer nachher wirklich auf dem Boden lag und um Gnade winselte. Nach Janes Worten glitt mein Blick leicht beschämend zu Boden. „Ihr habt wohl auch ziemlich was durch gemacht“, bemerkte ich als Jane mir erzählte, dass ihr die Unterkunft die ihr jetzt geboten wurde deutlich lieber war als die da vorige. Automatisch durchfuhr mich so ein Gefühl, dass einem schlechten Gewissen sehr nahe kam. Ich hatte damals alles einfach aufgegeben. Nachdem sie Jane einfach so festgenommen hatten, hatte ich es noch nicht einmal versucht in ihre Nähe zu kommen. Dabei war sie so ziemlich der einzige Mensch in meinem Leben gewesen, der mich verstanden hatte. Meine Stimmung kippte ein wenig und die Unruhe nagte an meinem Gewissen. „Das tut mir wirklich Leid. Ich meine auch das ich die letzten Jahre nicht mehr so richtig für dich da sein konnte. Ich meine, ich hätte es schließlich versuchen können aber ich war zu feige schätze ich.“ Statt dessen hatte ich versucht weiter zuleben. Selbst als es hieß, dass die 100 auf die Erde geschickt werden sollten. Jane hätte sterben können. Keine Ahnung wie ich das mit meinem Gewissen hätte ausmachen sollen. „Du hättest mir erzählen sollen was du vor hast. Vielleicht hätte ich was tun können- Du weißt doch das wir zusammen irgendwie da durch gekommen wären.“ Doch die Medikamente zu klauen war so ziemlich das dümmste, was ihr hätte in den Sinn kommen können. Wir hätten nicht so viele Jahre voneinander getrennt werden müssen. Doch um ihr Vorwürfe zu machen, was es auch definitiv zu spät. Das war auch nicht das, was ich ihr aufzeigen wollte. Es war einfach, dass ich wollte das sie wusste, dass sie hätte auf mich zählen können. Das hatte sie immer. Wie damals so auch heute. „Was ich sagen will ist, dass ich wirklich Froh darüber bin das du lebst.“ Es grenzte nahezu an ein Wunder das ich jetzt hier neben ihr saß und mich mit ihr unterhielt. Ich schwieg. Das was Jane da erzählte hörte sich nicht unbedingt an wie ein Spaziergang. Mount Weather? Ich hatte noch nie davon gehört. Ich senkte meinen Blick und sah auf meine Hände. Selbst wenn mir das mit den Groundern nicht geheuer war, konnte ich nachvollziehen, wieso all diese Bündnisse und Geschichten zusammen gehörten. „Das ist wirklich Verrückt“, entfuhr es mir durch die Stille und ich spürte ihren Blick auf mir. „Mein Leben lang waren wir auf Ark eingesperrt und haben geglaubt das Leben in vollen zu „genießen“. Von heute auf morgen ist die Erde auf einmal bewohnbar und aus einem mir unerklärlichen Grund sind wir jetzt hier und versuchen das das beste aus der Situation zu machen. Dabei ist das hier weit entfernt von dem Paradies das wir uns alle erhofft haben. Tot, Krieg und Verderben.“ Wir mussten Kämpfen um zu Überleben. Damals hätte ich niemals nur damit gerechnet, kämpfen zu müssen. Und heute hatte ich bereits schon getötet. Damit ich überlebte- damit andere überlebten. Es fühlte sich einfach anders an. Als steckte jemand Fremdes in meinem Körper. War der Alte Alexander überhaupt noch in mir? Ich wusste es nicht. Das einzige was ich wusste, war, dass ich das alles irgendwie überleben wollte und aufgeben war etwas, was weder dem Neuen noch dem Alten Alexander geschmeckt hätte. Für mich kam das gar nicht in Frage.


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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Mi Jul 11, 2018 10:10 pm

Jane Adams
Als er meinte ich sei beim kämpfen eine herzlose Schlange lachte ich nur. Sein Ego also, ach das würde die Niederlage schon verkraften. Doch bevor ich antworten konnte hob Alex den Finger und unterbrach mich, bevor ich überhaupt anfangen konnte. Bei seinen nächsten Worten konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. „Drei Sachen: erstens, weiß ich überhaupt nicht woher du das mit der Schlange hast. Zweitens, dein Ego würde das sicher verkraften. Taylor übersteht es auch von mir auf die Matte geschickt zu werden. Kannst ja dafür ein paar der anderen Typen auf die Matte schicken. Und drittens, das hätte ich auch nicht gewollt und genauso wenig werde ich dich schonen“, meinte ich grinsend und erwiderte seinen herausfordernden Blick. Momentan würde er auf jeden Fall gegen mich verlieren, aber wer wusste schon, wie es aussah, wenn er erstmal angefangen hatte zu trainieren. Leicht würde ich es ihm sicher nicht machen, aber wir würden ja sehen, wie das laufen würde. Das konnte er laut sagen, einfach hatten wir es nicht gehabt. „Wir waren 100 Jugendliche irgendwo im Wald ohne Kontakt zur Ark. Einfach war das definitiv nicht.“ Gut, zum Teil hatten wir auch den Kontakt abgebrochen. Schließlich hatten wir die Armbänder abgenommen, die unsere Vitalparameter überprüft hatten. Die meisten von uns mehr oder weniger freiwillig. Überrascht sah ich auf, als sich Alex auf einmal entschuldigte. „Hey, dir brauch es nicht leid zu tun. Was hättest du machen sollen? Du hättest nicht so einfach zu meiner Zelle kommen können und mir von dem Leben auf der Ark erzählen können. Am Ende hättest du nur selber Ärger bekommen.“ Es war meine Schuld gewesen, dass ich überhaupt in einer Zelle gelandet war. Es war dumm gewesen, dass wusste ich inzwischen auch. Damals war ich aber so verzweifelt gewesen, hätte unbedingt meine Mutter retten wollen. „Du hättest meinen Plan für verrückt erklärt und zu zweit hätten wir nur mehr Aufmerksamkeit auf uns gezogen. Eine Weile lief es ja gut, bis sie bemerkt haben, dass weniger Medikamente da waren, als sie sein sollten. Hättest du mir geholfen wären wir beide in Zellen und schließlich auf der Erde gelandet. So wusste ich zumindest, dass du auf der Ark sicher warst.“ Es hatte ja keiner damit rechnen können, dass alles so enden würde, dass sie mit der Ark hier abstürzen würden und dann noch mit der Farm Station im Gebiet der Ice Nation. „Ich bin auch froh, dass du am Leben bist.“ Wir hatten beide einiges durchgemacht, sodass es wirklich recht erstaunlich war, dass wir jetzt hier nebeneinander saßen und uns unterhalten konnten. Ich sah zu Alex auf, als er auf einmal meinte, dass es verrückt war. „Nein, ein Paradies ist wirklich etwas anderes. Natürlich gibt es hier Dinge, von denen wir auf der Ark nur haben träumen können, aber nie hätten wir damit rechnen können, was uns hier sonst noch erwarten würde. Sicher hätte man uns Jugendliche nicht hier runter geschickt, wenn man gewusst hätte, dass es auch Überlebende auf der Erde gab, Überlebende mit Waffen, die Krieg mit uns anfangen würden. Nur hatten wir keine Wahl, auf der Ark hätten wir nicht mehr lange überleben können.“ Die Überlebenden der Ark hatten uns von dem Video erzählt, dass Abbys Mann gemacht hatte, dass der Sauerstoff auf der Ark knapp wurde. Also gab es kaum eine Wahl, alle starben auf der Ark oder man schickte entbehrliche kriminelle Jugendliche auf die Erde, in der Hoffnung sie war noch bewohnbar. Das war sie ja auch, nur gab es eben noch Komplikationen. Wir lebten auf der Erde, genießen konnte es nur keiner von uns. Jeder verdammte Tag war ein Kampf ums überleben, ein guter Tag war es eigentlich nur, wenn keiner starb. Seit unserer Landung auf der Erde waren einfach schon genug von der Ark gestorben. Eigentlich sollten wir uns freuen noch am Leben zu sein, doch Alex und ich saßen hier und blieben Trübsal. Vorsichtig legte ich eine Hand um Alex, drückte sie leicht. „Hey, jetzt zieh nicht so ein Gesicht. Natürlich wir sind in einer Scheißsituation, aber wir haben immerhin uns. Wir sind immer noch beste Freunde und sind füreinander da, wie früher“, meint ich und lächelte aufmunternd. Natürlich hatte ich in der letzten Zeit auch Taylor zum reden gehabt. Doch das war etwas anderes. Alex und ich kannten uns ewig und wussten einfach wie der andere tickte. Wir kannten uns in und auswendig.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Do Jul 12, 2018 1:38 am

• Alexander Mercier.
Wer sagte, dass ich mich von Jane besiegen ließ? Vielleicht war ich ja auch stärker als Taylor und sie. Taylor hatte mich einfach mit dem falschen Fuß erwartet, dass war alles. Ich hatte mich an das Kämpfen mittlerweile so gewöhnt, dass ich einfach nicht anders konnte als ihre „Herausforderung“ zu akzeptieren. Ich wollte wissen, was genau ich durch die Hand von Pike alles gelernt hatte. Er war ein genauso guter Kämpfer und Lehrer wie es hier jeder dritte von der Garde war. Trotzdem war ich Froh ihnen hier zur Hand gehen zu können und sie mit meiner Arbeit zu unternütztes. Vielleicht war das ja wirklich der Richtige Ort für mich. Selbst wenn ich mich an diese Fernschusswaffen nie gewöhnen würde. Ich hatte was ich brauchte und vielleicht reichte das ja auch schon. Ich erhob mich zu einem lächeln und erhob die Hand. Vorsichtig legte ich meine auf ihre und strich mit meinem Daumen über ihren glatten Handrücken. „Danke.“ Als unsere Blicke sich trafen nahm ich meine Hand zögerlich von ihrer. Es fühlte sich einfach so unglaublich komisch an. Ich wollte es keine Sekunde länger ausreizten damit es nicht doch irgendwie seltsam wurde. Gerade wollte ich mich einfach darüber freuen wieder Zeit mit ihr zu verbringen. Verboten Jane als Hübsch anzusehen war es ja dennoch nicht. Sie musste es ja nicht unbedingt erfahren. Ich konnte es gar nicht in Worte fassen. Es war so unreal ihr wieder gegenüber zu sitzen. Fast so, als würde ich träumen. „Wir haben keine andere Wahl. Ich denke wir packen das schon und werden irgendwie das beste daraus machen.“ Jane und ich waren Stark. Wir waren quasi Überlebenskünstler. Wenn es etwas gab was wir konnten, denn war es das. Durch die Ereignisse hatten wir dies mehr als genug unter Beweis gestellt. „Klar. Wie Früher“, stimmte ich ihr zu. Ihre Sanfte Stimme schaffte es wirklich immer einen aufzubauen. Ich lächelte in mich hinein. Dennoch wirkte die Stimmung aus meiner Sicht ein wenig gekippt. Es war klar das alles wieder hochkam sobald man von damals erzählte. Jane hatte so verflucht viel mitgemacht. Es musste schrecklich für sie gewesen sein. „Und wie sieht es hier mit den Freudigen Aktikitäten aus? Muss ich mich irgendwo einschreiben oder können wir auch lustige Sachen machen?“ Natürlich machte ich nur ein wenig Spaß, doch gemeinsam mit Jane die Erde zu erkunden war bestimmt witzig. „Ich weiß ja wie sehr du damit beschäftigt bist dich um andere zu kümmern und nächsten liebe zu verteilen ,aber glaubst du nicht wir beide sollten irgendetwas zusammen machen? Irgendetwas spannenderes?“, fragte ich sie und grinste ein wenig. Die Stimmung kam wieder ein wenig auf. Wenn wir schon jetzt auf der Erde waren, mussten wir doch das ausnutzen. Sie hatte doch auch kein Problem damit, gemeinsam mit Taylor gegen die Regeln zu verstoßen und das Lager nach Nachtruhe zu verlassen, denn würde doch sicherlich auch was für mich drin sein. Schließlich kannte ich sie ja auch schon ein wenig länger als Taylor sie kannte. „Wir könnten uns den Erkundungstrupp anschließen oder nicht? Ich habe gesehen das sie bereits heute morgen ihre Sachen gepackt haben um los zu ziehen. Das klingt wirklich spannend. Wir könnten ein wenig was von der Welt sehen, wären in einer ´kleinen Gruppe unterwegs und wir sitzen nicht den lieben langen Tag hier rum.“ Jetzt wo ich zu der Garde gehörte, durfte das doch gar kein Problem mehr sein. Damals auf der Ark hatten wir immer die Füße still gehalten, doch da waren wir jetzt nicht mehr. Wir waren auf der Erde und keiner konnte uns mehr einsperren. Es war und gestattet frei zu sein. „Vielleicht gibt es noch mehr von solchen Orten wie den von Gestern oder sogar besser.“ Die Erde war ein unerforschter Platz, wer sagte uns nicht, dass irgendwo ein Schatz vergraben lag. Dieses Leben hier unten hatte mich Blut lecken lassen. Irgendwo musste Jane sich darüber doch auch Gedanken machen. Reizte sie dieser Gedanke denn gar nicht? „Wir haben lange genug rum gesessen und anderen geholfen, glaubst du nicht, dass wir jetzt mal an der Reihe sind? Wir könnten so viele abgefahrende Dinge machen. Ich bin es so leid immer der nette kleine Kerl von Nebenan zu sein. Das bin ich einfach nicht mehr. Es gibt keine wirklichen Regeln mehr und keine Verpflichtungen. Wir können einfach so sein wie wir es uns schon immer Vorgestellt haben.“ Gut, vielleicht ging die Fantasie auch ein wenig mit mir durch. Doch genauso sollte es doch sein oder nicht? Natürlich gab es auch genug Grenzen und Regeln, doch Jane und ich würden das hinbekommen. Wir waren reife Verantwortungsbewusste Personen. Zudem konnte Jane einen Grounder mit dem kleinen Finger flach legen wenn das was ich gehört hatte stimmte. Davon musste ich mich wohl erst noch selbst überzeugen. Mit der Zeit würde sich dies sicherlich auch noch ergeben wenn meine Schonzeit vorbei war.


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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Do Jul 12, 2018 2:23 am

• Bellamy Blake.
Grounder waren zu direkt. Sie sahen Dinge die Oberflächlich waren und steigerten sich darin hinein. Soweit ich alle Grounder beurteilen konnte. Die anderen hatten ihre Urteile genauso schnell gefällt. Egal um was es gegangen war. Doch dabei gab es wirklich Dinge, die die Grounder nicht wissen konnten. Ich war nicht wie irgendeiner der Idioten aus Arkadia oder wie Finn. Wie ich bereits gesagt hatte, meine Schwester zu beschützen, war die einzige Verantwortung die ich noch hatte und ich hatte allen Grund dafür mich um sie zu sorgen. Und was Clarke betraf. Konnte Tessia sich denn überhaupt vorstellen, wie es für Clarke war diese Last zu tragen? Jeden Tag? Sie kam aus dem All, landete auf der Erde und wurde von allen als eine Anführerin gesehen. Sie hatte niemanden um diesen Posten gefragt. Sie war es, die all diese Entscheidungen fällen musste. Der Preis war ungeheuerlich hoch. An niemanden ging so etwas spurlos vorbei. Wie konnte Tessia also behaupten, dass meine Fürsorge und Unterstützung etwas mit Gefühlen zu tun hatte, die auf mehr hinaus gingen, als auf Freundschaft? Es war vielleicht mehr als Freundschaft, aber ich war keine zwölf Jahre mehr und wollte mich auf irgendetwas einlassen. Meine Gefühle waren abgeschaltet. Ich hatte noch nicht einmal die Zeit mir darüber Gedanken zu machen. Ich seufzte und verdrehte die Augen. „Ich sabbere nicht“, stellte ich mit knapp gebundener Stimme fest. Mit solchen Sprüchen zog sie bei mir echt den kürzeren. Ich ließ mich von ihr doch nicht als einen Deppen darstellen und schluckte herunter was sie mir an den Kopf knallte. Leicht irritiert sah ich sie an und runzelte die Stirn. „Du kennst mich doch kaum. Wie kommst du darauf solch ein Urteil über mich fällen zu müssen? Clarke und ich sind zusammen auf der Erde gelandet. Wir haben zusammen überlebt. Wir beschützen einander und sind für einander da. Wie jeder der Hundert die Überlebt haben. Es ist mir egal was du davon hältst. Es brauch dich doch eigentlich gar nicht zu interessieren, oder nicht?“ Sie hatte diese Dinge nicht mitgemacht und wenn ich das man so behaupten durfte, schweißten die Dinge die passiert waren, wirklich zusammen. Genau aus diesem Grund taten wir all die Dinge. Die Waffenruhe, um die Leute aus Mount Weahter zu retten. Jasper, Monty und all die anderen in ihrer Gewalt. Unsere Freunde. Plötzlich spürte ich ihre Finger auf meiner Haut. Meine Augen weiteten sich. Sie machte einen weiteren Schritt auf mich zu und schon näherte sich mir mit einer sehr grenz wertigen Distanz. Ich hielt den Atem an und musterte sie mit weit aufgerissenen Augen. Ich schluckte laut hörbar und biss mir Vorsichtig auf die Unterlippe. War das Gerade ein Angebot auf das, was ich glaubte was es war? Leicht irritiert versuchte ich es aus ihren Augen heraus zu lesen. Doch Tessia war immer noch so verschlossen wie immer. Wieso war sie nur so- Aufdringlich? Sie besaß eine ganz schöne Selbstsicherheit, dafür dass sie immer allein unterwegs war. „Wir zerstören nicht wahr los“, setzte ich mit strammer Stimme entgegen und hielt ihrem Blick stand. Glaubte sie wirklich ich war ein kleiner Junge? Nur weil ich wusste wie man sich benahm? Weil ich sowas wie anstand hatte und versuchte mich ihren Bräuchen anzupassen? Schien ja nicht sonderlich gut zu funktionieren. Sie ließ ihre Finger von meiner Haut gleiten und ließ sich tatsächlich neben mir nieder. Sie so auf Distanz zu haben fühlte sich in der Tat angenehmer an, als ihre Brüste quasi auf meinen Knien wie auf einem silber Tablett zu haben. Ich zögerte ehe ich eine Hand auf ihre Schulter legte. Sämtlicher Körperkontakt war einfach so seltsam. Meine Finger lagen auf ihrer nassen und nahezu perfekten Haut. „Können wir einen Deal oder sowas machen? Und ich will, dass du mich dafür ansiehst. Ich meine das wirklich Ernst. Tessia. Dafür, dass du weniger aufdringlich mit deinem Körper umgehst wenn ich in der Nähe bin? Mh? Meinst du, dass du das hin bekommst?“, fragte ich und sah sie eindringlich an. Langsam ließ ich meine Hand wieder von ihrer Schulter sinken. Ich hatte kein Problem damit sie anzuschauen oder anzufassen. Solange es auf Distanz passierte. Ich ging ja davon aus, dass sie eine wirklich netter Person war, doch trotzdem wollte ich Vorsichtig sein. Nichts überstürzen. Es war nicht der alte Bellamy der hier vor ihr saß. „Weil normale Leute- Freunde, sowas nämlich tun wenn sie zusammen sind. Okay?“ Ein kleines bisschen klang es dann eben doch, als würde ich mit einem Kind reden, aber ihre Anspielungen waren alle mehr als deutlich gewesen. Wie ich bereits gesagt hatte, sie war eine wirklich attraktive Frau, doch glaubte sie wirklich, ich war so Naiv mich mit einer Frau einzulassen, die immer noch vor haben könnte mich zu töten. Wir kannten uns so gut wie gar nicht, alles was wir abgesprochen hatten war bis jetzt mächtig schief gegangen und nun? Saßen wir zusammen in einem wirklich sehr friedlichen Ort und schwammen gemeinsam. Meiner Meinung nach war das wirklich ein sehr schöner Moment. Tessia vielleicht ein wenig kennen zu lernen oder ihr ein wenig mehr vertrauen zu schenken. Stellte sich halt einfach nur als Schwer heraus, wenn ihre Brüste sich ständig vor meine Augen schoben. Selbst wenn das ganz nett anzuschauen war. Ich reichte ihr meine Hand. „Kriegst du das hin?“, fragte ich und versuchte leicht zu lächeln. „Freunde geben sich ein Wort und dann die Hand. Das läuft so bei uns, bei den Skaikru.“ Immer noch ausgestreckt sah ich von meiner Handfläche zu ihr. „Wir haben keine Blutschwüre“, meinte ich lachend und wartete darauf bis sie mir die Hand reichte. Als sie es wirklich tat nickte ich ihr zu und erhob mich. „Na siehst du, dass war doch gar nicht so schwer, oder?“ Ich zögerte nicht und warf mich mit einem Körper Sprung ins Wasser. Es sah sogar ein wenig gekonnt aus. Die Schmetterlinge wurden aufgescheucht. Dieses Wasser war wirklich der Wahnsinn, selbst wenn man ein wenig darin tauchte.


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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Do Jul 12, 2018 3:46 pm

Jane Adams
Ich sah auf unsere Hände, als Alex seine auf meine legte und mit seinem Daumen über meinen Handrücken strich. Lächelnd sah ich zu ihm auf als er sich bedankte. „Doch nicht dafür.“ Ich hatte ihn doch einfach nur etwas aufheitern wollen, dafür waren Freunde doch da, er brauchte sich nicht bei mir bedanken. Das war der Moment, in dem Alex seine Hand von meiner nahm. Eigentlich war ja nichts dabei, wenn wir uns berührten, es war ja nicht so, als ob wir einen Abstand einhalten mussten, aber irgendwie war genau dieser Moment komisch, zumindest wurde er es langsam. Doch diese Gedanken schon ich einfach zur Seite und hörte dafür einfach weiter Alex zu. So richtig glauben konnte ich das Ganze immer noch nicht, nie hätte ich damit gerechnet, dass wir noch einmal zusammen sitzen würden und einfach redeten. „Natürlich werden wir das Beste daraus machen, haben wir doch bisher immer und so schnell lassen wir uns auch nicht unterkriegen.“ Wir hatten wohl beide in der letzten Zeit bewiesen, dass wir Kämpfer waren und nicht mal eben so aufgaben. Natürlich war das alles hier keine ideale Situation, aber wir hatten einander und würden schon einen Weg finden das alles zu überleben. Bei seinen nächsten Worten sah ich ihn erst etwas verwundert an. „Wow, gerade mal einen Tag im Camp und du hast schon Langeweile. Es ist nun nicht so, dass es irgendwen gibt, der Aktivitäten organisiert. Du wirst wahrscheinlich mit dem Training der Garde bald genug zu tun haben“, gab ich zu bedenken. Auch wenn es ihm sicher nicht gefiel würde er nicht drum herum kommen zu lernen mit einem Gewehr umzugehen. Gut vielleicht könnte er sie überzeugen, dass er mit seinem Bogen genauso gut war, wie andere mit einem Gewehr und auch wenn ich ihm einen guten Umgang mit dem Bogen zutraute musste er es erst mal beweisen. Der Erkundungstrupp? Ihm war aber schon bewusst, wie lebensmüde das war. Natürlich war es spannend, aber wir hatten da draußen keinen Schutz vor irgendwas und bisher war nie der gesamte Trupp zurück gekommen. Es war ein Selbstmordkommando, die meisten von denen konnten gerade so mit Waffen umgehen. Eigentlich war ich mal ganz froh hinter einem Zaun sicher zu sein. Die nächtlichen Ausflüge mit Taylor waren etwas anderes. Wir blieben dabei immer noch in der Nähe des Camps und wussten uns zu verteidigen. Doch Alex beließ es nicht einfach dabei, er redete weiter und weiter und mit so einer Begeisterung, dass er mich doch irgendwie ansteckte, zumindest ein bisschen. Auf der anderen Seite war ich schon länger auf der Erde und wusste auch um ihre Gefahren, Gefahren, die mich das alles etwas rationaler sehen ließen. „Okay, seit wann ist mein bester Kumpel so ein Rebell, der Abenteuer erleben möchte?“, fragte ich lachend. Sonst war ich immer diejenige, die Risiken eingegangen war, verdammt ich hatte mich ins Gefängnis befördert und nach unserer Landung hatte ich auch nicht gerade rum gesessen und Däumchen gedreht. „Okay, ich will keine Spielverderberin sein, aber lass dir das Ganze vielleicht mal länger, als fünf Minuten durch den Kopf gehen. Natürlich gibt es da draußen Abenteuer und unglaubliche Orte. Dafür aber auch ein paar Gefahren, damit meine ich nicht nur die Grounder. Die Strahlung hat mehr, als nur ein paar leuchtende Schmetterlinge hervor gebracht, da gibt es auch gefährlichere Kreaturen. Und der Erkundungstrupp, ganz ehrlich die sind zum Großteil nur ein Klotz am Bein, der sich nicht mal unbedingt selbst verteidigen kann. Okay, ein paar Ausnahmen gibt es, aber naja. Gerade findest du Idee noch toll allein da draußen zu sein, aber versuch mal länger als ein paar Tage da draußen zu überleben, ohne Unterschlupf und ohne ein richtiges Ziel. Außerdem stehst du noch mindestens bis morgen unter Schonfrist, wenn die vorbei ist können wir über Abenteuer reden.“ ich konnte nicht leugnen, dass er mit ein paar Sachen recht hatte. Außer Taylor würde mich hier doch eh keiner vermissen und den könnten wir mitnehmen. Doch ich sah auch unsere realistischen Überlebenschancen. Ja er war in der Ice Nation gelandet, aber ich hatte mit 100 Jugendlichen versucht zu überleben, komplett auf uns gestellt. Mit dem Erkundungstrupp am Bein sanken diese Chancen noch, bzw. würden sie bei der kleinsten Gefahr wahrscheinlich umdrehen und zurück ins Camp flüchten. Das war sicher nicht das, was Alex sich gerade an Abenteuern vorstellte.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Do Jul 12, 2018 11:25 pm

• Alexander Mercier.
Man gewöhnte sich an den Alltag in Arkadia. Schneller als man dachte. Jane und ich holten eine menge nach. Es erschien uns so, als Läge zu viel zwischen uns, dass man nachholen musste. Es war, als würde die Zeit dafür gar nicht ausreichen. Und jedes mal wenn Jane lachte, war es für mich, als ginge die Sonne auf. Ein Grund mehr warum ich es schätzte überlebt zu haben obwohl mir alles genommen wurde was ich hatte. Ich konnte gar nicht in Worte fassen, wie froh ich war wieder hier zu sein. Zeit mit ihr zu verbringen. Doch diese Zeit wurde wurde uns natürlich nicht ganz vergönnt. Auch sie hatte einen Job zu erledigen. Die Garde nahm mich ohne weiteres in seine Reihen auf und so wie Jane es vorher gesagt hatte, verbrachte ich jede menge Zeit damit, zu trainieren. Die Dinge die ich erlebt hatte, hatten in mir sowas wie einen Krieger geweckt. Doch in mitten der dritten Woche die ich nun bereits bei der Patroullie war, die um das Lager wanderte, durchfuhr mich unruhe. Langeweile. Es passierte nichts. Worüber ich ja auch Froh sein sollte, doch die Nächte waren so ungeheuerlich lang. Der Mond stand am Himmel und ich folgte mit der Waffe in meiner Hand meinem Vordermann. Keine Ahnung wie sie mich im nachhinein dazu bekommen hatten, dass ich mit diesen Schusswaffen umging. Ich war noch nichts einmal gut darin. Urplötzlich schien die Stille durchbrochen zu werden. Schreie und Urplötzlich war es still. Zu Still. Die Gruppe blickte sich an. Keiner rührte sich. Mein erster Gedanke war jeodch Jane, als ich durch das Gebüsch in die Richtung von Arkadia hechtete. Meine Beine brachten mich zum stehen. Rauch stieg in der ferne auf und es schimmerte rötlich durch die Dunkelheit. Da lief was falsch! „Alexander!“, hörte ich meinen Kollegen sagen, doch ich hatte schneller reagiert, meine Beine in die Hand genommen und war auf das Camp zugerannt. Was zum Teufel?! Es brannte. Alle Zelte schienen in Flammen aufgegangen zu sein und machten es schwer etwas zu erkennen was vor einem Lag. Rauch und Asche wurde durch die Luft gewirbelt. Das gesamte Lager war in aufruhe. Schreie, Husten. Hilfe rufe!„Jane?!“, die Leute die mir entgegen kamen stießen mich an. Es fühlte sich an, als würde sich mein Ziel immer weiter in die ferne schieben. „Jane?!“, rief ich erneut. Als ich schließlich an Janes Zelt angekommen war stellte ich fest das dieses leer war. Orientierungslos drehte ich mich um meine eigene Achse. Was war hier los?! Ich hustete und hielt mir letz endlich das Shirt vor die Nase. Von weitem erkannte ich Taylor der gerade einer älteren Dame half ihre Sachen zu retten. Ich eilte in seine Richtung. „Taylor! Wo ist Jane!?“, Taylor sah mich genauso ratlos an. Er schien in dieser Situation genau so überfordert wie ich es war. Wo kam das ganze Feuer her?! War das hier ein Überfall?! Ein Brand der gelegt wurde? Doch dieser Gedanke schob sich schnell aus meinem Kopf. Mit einem Ruckartigen Schmerz ging ich zu Boden und spürte wie sich ein Pfeil in meine Schulter bohrte. Taylor reagierte, ergriff mich und zog mich um sein Zelt. Ein Schmerz pulsierte durch meine Wehnen. „Das ist nicht gut“, waren seine Worte ehe er sich meiner Schulter zu wandte. „Dreh jetzt nicht durch. Ich brauch dich hier Alexander. Wehe-“, meinte er aufgeregt als das erste Blut aus meiner Wunde sackte. „Wir dürfen den Pfeil nicht raus ziehen. Du verlierst sonst zuviel Blut.“ Er hatte Recht. Ich hatte Glück gehabt. Der Pfeil war nicht durch meine Schulter durchgeragt. Ich pustete den Schmerz weg und rümpfte die Nase. „Kein Problem“, log ich und kniff meine Zähne so feste zusammen wie ich es gerade nur konnte. Wie es mir ging spielte doch gerade sowieso keine Rolle! „Wo ist Jane?“, fragte ich erneut ehe ich mir mit der anderen Hand das Shirt vor die Nase hielt. „Ich habe keine Ahnung, ich dachte sie wäre bei dir. Sie wollte heute noch nach dir sehen, glaube ich. Ich sollte besser zuhören“, gestand er sich ein und verzog vorwurfsvoll das Gesicht. „Wir müssen dich hier weg bringen. Wir müssen beide hier weg.“ Doch dafür war es wohl zu spät. Weitere Pfeile schnitten durch die Luft. Ob jemand getroffen wurde, konnte keiner von uns erkennen. „Netter Gedanke“, meinte ich, ehe ich merkte, wie sich meine Sicht zuzog. Was war denn jetzt los?! Ich taumelte. „Alexander!“, Taylor zog mich an meiner „gesunden“ Schulter nach vorne. Doch auch dies sorgte nur dafür das ich zu sehr nach vorne viel. „Hey!“ Ich war kaum in der Lage zu reagieren. War war los?! Es lag nicht am Blutverlust. Gift? Betäubungsmittel? Mein Körper spielte komplett verrückt. So, als sei ich auf eine Art Droge. Ich war müde und fühlte mich, als würde ich jede Sekunde in einen tiefen Schlaf fallen. Auch wenn ich wusste, dass ich es nicht durfte. Selbst der Schmerz in meiner Schulter war mir egal. Taylor bekam eine halbe Panik Attacke, während er mit sich haderte, wie es jetzt wohl weiter gehen könnte. Wir konnten nicht hier bleiben! Er rauft sich die Haare. „Was mach ich jetzt?! Was mach ich jetzt...?“, murmelte Taylor ehe er mir meinen Arm um sich warf. „Mithelfen Frischling. Wir müssen hier weg. Auf drei.“ Doch ich hatte noch nicht einmal mehr mitbekommen wir Taylor zu zählen begann. Wie ein nasser Sack schleifte Taylor mich fast hinter sich her während ich versuchte einen Fuß vor den anderen zu setzen damit wir nicht fielen. Es fühlte sich an, wie eine Lücke in meinem Gedächtnis. Ich spürte erst wieder einen stumpfen aufprall meines Körpers, als dieser wohl auf eine der Liegen in der Ark geschleppt worden war. Ich versuchte zu blinzeln, als mir jemand in die Augen leuchtete. Ich erkannte Janes volles Haar und ihre aufgebrachte Stimme. Am liebsten hätte ich die Hand gehoben um mich vor dem brennen der Lampe in meinen Augen zu schützen, doch ich war wehrlos. „Es ist irgendein Gift“, erklärte Taylor hastig. „Wir sind Blind da draußen. Die haben uns den Strom abgestellt“, waren Taylors nächsten Worte während er unruhig auf und ab lief und ich sah wie er sein Gewehr auf die Tür richtete. Er drehte sich zu Jane. „Bei aller Liebe Jane, wir sollten verschwinden. Du weißt nicht wie viele von uns da draußen schon tot sind. Du kannst keinen von ihnen retten wenn du selbst auch tot bist. Bitte.“ Zu gerne hätte ich Taylor Recht gegeben, doch ich konnte einfach nur paralysiert auf der Liege liegen und gelegentlich meine Augen öffnen. Was war das hier für ein Albtraum?! Ich hoffte, dass ich das alles nur träumte. Das alles hier musste ein Albtraum sein! Ich wollte nicht hier liegen und sterben. "Jane", krächzte ich heiser und versuchte mit aller Kraft gegen das Gift das meinen Körper lähmte anzugehen. Kraftlos versuchte ich mich aufzurichten so gut ich konnte. Doch es reichte nur, um mich auf meinen Unterarm zu stützen und meinen Kopf ein wenig zu heben um sie besser ansehen zu können.


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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Fr Jul 13, 2018 3:04 am

• John Murphy.
[Die sind doch mitten in der Nacht aufgebrochen, oder wie meinst du das in deinem Post?] Mit einem leichten grinsen auf den Lippen betrachtete ich Thelonious, wie er als der „Prophet des Herren“ vor uns lief, um uns den Weg zu zeigen. Zu deuten- Selbst, wenn er doch gar keinen Schimmer hatte, wohin er eigentlich ging.„Wir könnten ihn immer noch ums Ecke bringen“, murmelte ich und machte eine hastige Kopfbewegung in Jahas Richtung. Natürlich machte ich nur Spaß, doch ich zweifelte nicht daran, dass wir dazu nicht in der Lage gewesen wären. Vermutlich wäre das viel leichter getan als gesagt. Keiner seiner Begleiter wirkte auf mich durchtrainiert oder stark genug es mit mir aufzunehmen nach allem was ich hatte durchmachen müssen Auf das was sie über mich in den Raum warf, zuckte ich nur die Schultern. Sie konnte also immer noch nicht damit aufhören ihren Senf dazu zugeben. Dabei wusste sie doch gar nicht was passiert war und wie sich das alles abgespielt hatte. Sie war solch eine hochnäsige kleine Schlange!Wieso zu Teufel musste sie all diesen Frust immer an mir auslassen? Da half es doch gar nicht, zu versuchen normal mit ihr zu sprechen. „Aha. Und du hälst gerne Leute auf Distanz, indem du so richtig schön Ekelig bist. Ich versteh schon. Wobei du bedenken musst, dass ich der einzige wäre, der dir hier den Arsch retten würde. Unserem Propheten da vorne bist du komplett egal, nur damit ich das klar stellen darf.“ Ob es sie jetzt beeindruckte oder nicht, war mir so ziemlich egal. Isabella hatte scheinbar schon immer eine große Klappe riskiert.Sollte sie davon halten was sie wollte und sollte sie sich über mich lustig machen, wenn sie glaubte es half ihr den Tag zu überstehen. „Tut mir leid dir das sagen zu müssen, aber du bist indem was du machst eine absolute Niete. Es fängt schon damit an, die Leute einzuschätzen. Schon mal mit was anderem Versucht? Mit was nützlichem zum Beispiel?“ Wenn sie Leute beobachten als etwas sah, was man als eine „hilfreiche“ Gabe ansah, denn hatte ich es mit meinen Strafpflichten die Ark zu putzen ja noch sehr gut getroffen. Wenigstens war ich ein effektiveres Mitgleid der Gruppe als sie. Sie schloss falsche Schlüsse ohne jemanden zu kennen und hatte ein einseitiges Schubalden denken. Das zeigte nur, dass sie absolut nicht reif genug dazu war auf andere Menschen zu zugehen. Noch weniger wie ich es eigentlich konnte. Als sie weitersprach lachte ich trocken auf. „Du hetzt Leute aufeinander auf?“, wiederholte ich ihre Worte und sah sie mit einer hochgezogenen Augenbraue an. Denn war sie wohl wirklich das Miststück für das ich sie die ganze Zeit hielt. Um welchen Preis machte sie das? Nur wegen dem Spaß? Kaum zu glauben, aber das war ja schon fast ätzender als die Eigenschaften die ich manchmal so an den Tag legte. Ich nickte und ließ diese Sache einfach mal offen im Raum stehen. Was sollte ich schon sagen? Ich war kein Unschuldslamm wenn es um Schuldzuweisungen ging. Sie und ich waren uns wohl ähnlicher als sie es wahr haben wollte. „Vermutlich die ganze Nacht. Oder bis ein Wunder geschiet“, murmelte ich. Auch wenn ich Müde war, setzte ich beinahe automatisch einen Fuß vor den anderen. Begeistert war ich davon auch nicht, soviel konnte sie glauben. „Er ist voll motiviert. Vermutlich sogar davon überzeugt, dass wir die Stadt des Lichts heute noch finden.“ Dabei war dieser Gedanke genauso Bescheuert wie auch absurd. Wir liefen und liefen und ehe wir uns versahen kamen wir an eine Art Grenze. Es war windig, kalt- um uns herum war kaum etwas zu erkennen. Es war so kalt, das ich sogar eine Gänsehaut bekam. Es war der Sand der aufgewirbelt wurde und uns die Sicht nahm. Wir hatten also keine andere Wahl. Vor uns lagen zwei Boote im Sand versunken, woraus man also schließen musste, dass hier mal ein See ausgetrocknet sein musste. Jaha machte die ersten Anzeichen einer Pause. Jetzt, wo die Nacht schon fast vorüber war. Ich war mir sicher, dass in wenigen Stunden die Sonne aufging. Ich strich mit meinen Händen über den Sand der auf dem Boot lag und kippte es auf die Seite. Ich hielt ausschau nach einem dicken stabilen Ast und klemmte ihn somit unter die Unterseite des Bootes, so das wir einen kleinen Wind Schutz hatten. „Eine sehr Gute Idee John“, stimmte er mir und und tat es nach. Er und seine Leute verkrochen sich unter einem während zwei Wache hielten. Isabella und ich hockten unter dem anderem. Schweigsam nahm ich einen Schluck Wasser aus meiner Flasche und drehte sie wieder zu. Das konnte ja lustig werden. Mein Blick lag auf der weiten Wüste in der weit und breit nichts weiter zu sehen war als Sand. Wo sollte hier bitte eine Stadt des Lichtes liegen. „Das hier ist ein Fehler“, murmelte ich so gut das Isabella es hören konnte. „Ich meine sieh dich um. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir da draußen sterben werden? In einer Wüste.“ Sehr Hoch. Wir konnten Jaha nicht einfach so ins nichts folgen. „Es musst doch eine andere Chance geben als das hier.“ Ich befreite mich aus meiner Jacke und reichte sie ihr. Vorsichtig legte ich sie ihr über die Schultern. Wenn es für mich schon kalt war, war es für sie sicherlich doppelt so schlimm. Frauen hatten doch immer solch seltsame Ticks. So konnte sie wenigstens nicht mehr behaupten, ich sei ein Macho.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Jul 13, 2018 8:04 am

Isabella Mason
[Sorry, ich habe das umgekehrt gemeint. Dass sie mitten am Tag hätten loslaufen können und nicht mitten in der Nacht] Wie lange würden wir wohl noch laufen, ohne dass wir nicht einmal den geringsten Ansatz hatten, wohin es denn nun ging. Jaha lief an der Spitze vorneweg und versuchte wohl womöglich einen überzeugenden Anblick zu geben. Sonst könnte er noch seine Anhänger verlieren, aber mich würde er nicht täuschen können. Ich wusste doch, dass er keine Ahnung hatte, wo es hinging, so wie die anderen auch. Trotzdem war ich mitgegangen. Natürlich konnte es sein, dass wir diese Stadt des Lichtes finden würde. Dann würde ich wohl zuerst mal versuchen, alles wertvolle ausfindig zu machen und dann zu klauen. Bei den Menschen drehte sich immer alles um Geld oder wie wertvoll etwas war. Wieso sollte ich dann nicht schon vorbeugen? Es würde ja niemandem schaden. Hätte es dort überhaupt schon andere Menschen? Wenn diese genauso wenig erfreut darüber waren wie die Grounder, weil wir einfach so in ihre Stadt eindrangen, dann hatten wir wohl das gleiche Problem wie in Arkadia. Dann hatte es rein gar nichts gebracht. Bei Murphys Worte musste ich kurz grinsen, zuckte dann aber die Schultern. „Lassen wir ihn noch ein bisschen den Anführer spielen, so lange er noch kann", sagte ich mit einem Schmunzeln. Das war dann aber wohl eher Murphys Part. Er war derjenige, der meistens die Drecksarbeit erledigte und das wusste er auch. Ich war dafür nicht gemacht. Nur schon rein körperlich war ich Jaha unterlegen. So ungerne ich das auch zugab. Im nächsten Moment bereute ich es aber schon, dass ich ein Gespräch mit Murphy angefangen hatte. Zuerst sagte er, dass ich allen ziemlich egal war und danach bezeichnete er mich als nutzlos. Es musste ihm ja nicht gefallen, was ich tat. Tat er denn etwas nützliches, indem er Geschicklichkeitsspiele spielte? Garantiert nicht. Ich biss die Zähne zusammen und hielt meine Klappe. Dieses Gespräch hier ging garantiert in die falsche Richtung und wenn er mich nur beleidigen konnte, anstatt ein vernünftiges Gespräch zu führen, dann hielt ich einfach meine Klappe. Dann hätte ich nämlich absolut keine Lust mit ihm zu reden. Ich erwiderte nichts auf seine Frage. Ich hatte es ihm ja schon gesagt, wieso sollte er dann noch eine Bestätigung brauchen? Ich sah einfach weiter geradeaus und nickte nur kurz, als er meinte, dass es wohl noch die ganze Nacht so weitergehen würde. Ja, ich war angepisst. Ich hatte gerade kein beleidigendes Wort zu ihm gesagt. Ich hatte mich sogar zusammen gerissen, weil ich wusste, dass wir noch eine ganze Weile unterwegs wären und die Hilfe des anderen vermutlich brauchten. Ihm war das aber alles egal. Er stänkerte lieber rum und warf mir Beleidigungen an den Kopf. Wir kamen eine Art Grenze und ich sah zwei Boote, die fast im Sand versanken. Jaha deutete endlich an, dass es eine Pause gab und ich seufzte erleichtert auf. Murphy ging zu einem der Boote und kippte es zur Seite, wobei er es mit einem Ast stabilisierte. Anscheinend war er doch nicht ganz so blöd, wie er denn nun einmal aussah.  Ich setzte mich wortlos zu Murphy unter das Boot und seufzte auf, als ich endlich den schweren Rucksack los werden konnte. Ich rollte leicht mit den Schultern, die total verspannt waren. Jetzt da wir uns nicht mehr bewegten und still sassen, merkte ich erst, wie kalt dieser Wind eigentlich war. Ich fröstelte leicht, aber sah dann einfach hinaus. Sand, Sand und noch mehr Sand. So sah es wohl aus. Ich nahm ebenfalls eine Wasserflasche aus meinem Rucksack und nahm ein paar Schlucke davon, bevor ich die Flasche wieder verstaute. Das würde wohl noch eine Weile reichen müssen. Man sah hier doch überhaupt nichts. Nirgends war ein Anzeichen von dieser Stadt zu sehen. Das la wohl daran, dass es diese Stadt gar nicht gab. „Sehr wahrscheinlich und vermutlich wird es kein besonders schöner Tod", sagte ich kurz angebunden und strich mir die Haare zurück. Ich sah kein Ende bei dieser Wüste. Unsere Vorräte würden garantiert nicht so lange reichen und dann hätten wir ein Problem. „Eine andere Chance? Ich glaube nicht", sprach ich meine Meinung aus und fuhr mir über meine  nackten Oberarme, auf denen sich eine Gänsehaut gebildet hatte. Oh ja, es war wirklich kalt. Deshalb sah ich Murphy auch so erstaunt an, als er mir seine Jacke vorsichtig um meine Schultern legte. Ich sah ihn an, biss mir kurz auf die Lippen und nickte dann. „Danke", meinte ich und lächelte ihn kurz an. Wir sollten wohl schlafen, so lange wir noch konnten. Jaha wollte sicher bald wieder weiter reisen. Ich sah einfach noch eine Weile in den Sand hinaus, bevor mir die Augen zufielen und ich einschlief. Ich hatte gar nicht bemerkt, wie ich mich dabei an Murphy lehnte. Doch in diesem Moment war mir das gerade ziemlich egal.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Fr Jul 13, 2018 12:26 pm

Jane Adams
Auch wenn alles etwas anders war, mit den Leuten der Farm Station jetzt ebenfalls im Camp, kehrte doch sehr schnell wieder der Alltag ein. Alex würde ohne Probleme in der Garde aufgenommen und war damit den Großteil des Tages beschäftigt. Ich hatte auf der anderen Seite viel auf der Krankenstation zu tun. So oft es ging versuchte ich auch zum Training zu gehen. Nicht mal um selber zu trainieren, das tat ich ja eh meistens mit Taylor, sondern einfach um zu sehen, wie sich Alex schlug. Er machte das gut auch wenn er immer noch seine Probleme mit den Schusswaffen hatte, sein Bogen wäre ihm wahrscheinlich lieber gewesen, aber so leicht ging das nicht. Das bisschen Freizeit, was ich hatte, verbrachte ich mit Alex und Taylor. Alex und ich hatten uns seit fünf Jahren nicht mehr gesehen, wir hatten einfach viel nachzuholen und ich war einfach nur froh Alex wieder an meiner Seite zu haben. Verdammt er war immer noch mein bester Freund und ich hatte ihn in den letzten Jahren vermisst. Es war fast wie ein Traum ihn jetzt hier zu haben.
Die nächsten Wochen waren ruhig. Die Waffenruhe mit den Groundern hielt und auch sonst gab es keine größeren Ereignisse. Kaum zu glauben, dass wir mal so eine ruhige Zeit haben sollten. Doch diese Ruhe war uns nicht lange vergönnt. Wie oft in den letzten Wochen hatte Alex Patrouille um das Lager, ich wollte einfach mal nach ihm schauen, ihn etwas beobachten, vielleicht bemerkte er mich ja nicht einmal. Gerade wollte ich durch Ravens Tor nach draußen verschwinden, als ein Schrei die Stille der Nacht durchbrach. Erschrocken fuhr ich herum und sah direkt, was los war. Eins der Zelte hatte Feuer gefangen und es breitete sich unglaublich schnell aus. Verdammt, wie war das bloß passiert?! Es dauerte nicht lange und im Camp brach Panik aus. Ein heilloses Durcheinander, Leute schrien, liefen durcheinander, versuchten ihre Wertsachen zusammen zu sammeln, manche versuchten das Feuer zu löschen, doch das war inzwischen so gut wie unmöglich. Über das ganze Durcheinander hörte man Kanes Stimme, die versuchte Ordnung in das Ganze Chaos zu bringen. Vergeblich. Keiner hörte zu und versuchte nur sich selbst zu retten. Die meisten versuchten aus dem Camp zu kommen, wobei die Überreste der Ark vielleicht sicherer waren. Sobald die Türen zu waren waren wir da drin sicher. Dass das Feuer nicht unsere einzige Sorge bleiben sollte musste ich feststellen, als die ersten Pfeile im Camp landeten. Ein Angriff?! Mir das Shirt über Nase und Mund ziehend rannte ich los in Richtung Krankenstation, die sich inzwischen schon ziemlich gefüllt hatte. Menschen mit Verletzungen durch Pfeile, mit Brandwunden oder einfach Leute, die sich vor dem Feuer in Sicherheit bringen wollten hatten sich im Raum angehäuft. Wir waren komplett unterbesetzt und von Abby war auch keine Spur. Angespannt fuhr ich mir durchs Haar und versuchte mir irgendwie einen Überblick zu verschaffen. Auch hier drin herrschte Chaos, keiner wusste so recht wohin. Ich handelte schneller, als das ich darüber nachdachte. Verschaffte mir Gehör und versuchte Ordnung rein zu bringen. Die Leute sollten sich nach Verletzungen aufteilen, Pfeilverletzungen, Brandwunden und sonstiges. Den Leuten, die nicht verletzt waren versuchte ich kleine Aufgaben zuzuteilen, dass die die sich auskannten um die schwerwiegenden Fälle kümmern konnten. Am liebsten hätte ich noch die Türen geschlossen. So schnell würde der Rauch nicht nach hier drinnen kommen, aber es war mir lieber, doch wir hatten keinen Strom. Ein paar der Techniker, die sich hierher gerettet hatten versuchten das Notstromaggregat wieder zum laufen zu bekommen, andere suchten nach Taschenlampen. Einfach, damit wir hier drin so viel Licht hatten, wie möglich. Im Dunkeln jemand zu verarzten war nicht so einfach. Das schlimmste was wir bisher hier hatten waren Brandverletzungen, das aber auch nur bis ich mich rum drehte und sah, wie Taylor und Alex zur Tür rein kamen. Nein, das stimmte nicht, Taylor schleifte Alex eher hinter sich her. Einen Moment blieb ich angewurzelt stehen, bevor ich zu ihm eilte und ihm mit Alex half. Den Pfeil brach ich erst mal ab, bevor wir Alex auf eine der Liegen hieften. Mit einer der kleinen Lampen leuchtete ich in Alex Augen, wollte seine Reflexe testen, doch die waren kaum vorhanden. „Wir haben hier drin auch keinen Strom und versuchen uns irgendwie zu helfen“, stellte ich fest. In dem Moment schalteten sich jedoch die Lampen an und auch die Türen gingen zu. Erleichtert seufzte ich, immerhin hatten wir Notstrom und die Türen würden aufgehen, wenn jemand rein wollte. Erst jetzt fiel mir auf, dass alle mit Pfeilverletzungen so schlaff waren, wie Alex. Nein nicht ganz, bei den anderen trat es in abgeschwächter Form auf. Ich tippte auf ein Betäubungsmittel, Alex hatte nur einfach mehr abbekommen. Als Taylor von mir verlangte die Krankenstation zu verlassen funkelte ich ihn böse an. „Ich lasse meinen besten Freund nicht auf einer beschissenen Liege verbluten und genauso wenig lasse ich jemand anderen in diesem Raum sterben. Also nein Taylor, ich verschwinde hier nicht. Da draußen brennt alles, was meinst du, wo wir eher überleben?!“, fragte ich gereizt. Erst seit kurzem hatte ich Alex wieder und würde ihn jetzt nicht einfach gehen lassen. Überrascht sah ich zu Alex runter, der sich an mich wandte. „Nein, schön dass ihr auf einer Seite steht, aber nein. Ich hole den Pfeil aus deiner Schulter und dann überlege ich mir etwas wegen dem Gift.“ Taylor wies ich an mir zu helfen. Wenn auch wiederwillig half er mir Alex auf den Bauch zu drehen. Mit einer Schere schnitt ich seine Uniform der Garde auf, um mir die Wunde besser ansehen zu können. Er schien Glück gehabt zu haben. Der Pfeil schien nicht tief drin zu sein. Zwar hatte er Blut verloren, aber nicht genug, dass ich davon ausging, dass eine Aterie verletzt war. Das Problem war nur, er würde gleich noch mehr Blut verlieren. Vielleicht würde ein Druckverband schon reichen, um die Blutung zu stillen, aber ich wollte kein Risiko eingehen und auch nicht noch mehr Zeit verlieren. „Ich werde deine Schulter gleich betäuben, den Pfeil raus holen und alles zu nähen. Um das Gift kümmern wir uns danach“, informierte ich Alex. Er konnte eh nichts sagen, er schaffte es ja kaum sich zu bewegen. Eigentlich nicht gut, weil es besser war, wenn er mit mir reden konnte. Ich ließ mir einen der großen Strahler holen, um genug Licht zu haben. Schnell suchte ich mir alles zusammen, was ich brauchte. Einer der anderen Helfer sollt mir helfen, sich um das Blut kümmern. Ich band mir meine Haare zusammen und zog Handschuhe und einen Kittel an. Meine Jacke landete irgendwo in einer Ecke, mir war eh schon zu warm. Ich nahm mir eine Spritze und zog Betäubungsmittel auf, bevor ich es in Alex Schulter spritzte. Gerade hätte ich gerne Abby hier oder jemanden, der sowas schon mal gemacht hatte, aber das Glück hatte ich nicht. Einen Moment wartete ich, bevor ich auf Alex Schulter drückt. „Merkst du das?“, fragte ich. Doch was erwartete ich, ich musste hoffen, dass die Betäubung wirkte. Ich sah zu meinem Helfer, der nickte, also los. Ich griff um die Pfeilspitze und zog sie so schnell und vorsichtig wie möglich raus. Natürlich blutete es direkt mehr, immer noch schien keine Arterie verletzt zu sein, also machten wir uns an die Arbeit. Wir reinigten die Wunde und ich machte mich daran die Wunde zuzunähen, während mein Helfer versuchte das Blut so gut es ging aufzusaugen. Je weiter ich machte, umso weniger blutete es, was ich als Erfolg zählte. Als wir fertig waren machte ich noch einen Druckverband. Der Helfer gab Alex Kochsalzlösung, um den Blutverlust auszugleichen. Ich wollte einfach nur die blutigen Sachen los werden und wusch mir, länger als nötig, Arme und Hände. Verdammt was war das nur für ein Scheiß.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Fr Jul 13, 2018 12:56 pm

• John Murphy.
Isabella schlief ein. Keine Ahnung was es war was mich wach hielt, aber aus irgendeinem Grund hatte ich das tragende Bedürfnis sie zu beschützen. Denn anders wie sie, bekam ich kein Auge zu. Es war die unbekannte Atmosphäre, und Jaha dem ich nicht traute. Selbst wenn dieser sich schlafen gelegt hatte. Er machte sich vermutlich keine Gedanken darüber, was passierte, wenn es dieses „heilige“ Reich nicht existierte. Oder was ihn erwartete, wenn er sein „Volk“ nicht rettete. Er war Blind davon, immer den Anführer spielen zu müssen. Er hielt selbst zu Große Stücke auf sich selbst. Isabella lehnte sich gegen meine Schulter während sie sanft ein und aus atmete. So sah sie zur Abwechslung auch mal ganz friedlich aus. Eine Seite die ich von ihr in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Naja, wenigstens konnte einer von uns beiden beruhigt schlafen. Sie konnte diese Kraft gut gebrauchen. Ich machte wenigstens keine Anstände mich zu bewegen. Ich hatte nicht vor gehabt, sie zu wecken. Müde starrte ich auf die Wüste heraus und verkniff es mir etwas weiteres zu trinken. Je mehr ich vorweg trank, umso weniger würde ich für den langen Weg haben der vor uns lag. Die beiden Kerle die sich dazu bereit erklärt hatten wache zu halten machten auch keine Anstände sich miteinander zu unterhalten. Sie starrten einfach stumm mit ihren Waffen in den Händen in die ferne. Was glaubten sie denn, was uns hier draußen etwas anhaben könnte? Hier draußen lebte kein Mensch. Ganz einfach aus dem Prinzip, weil keiner so Lebensmüde gewesen war wie wir. Ich gähnte und spürte wie meine Augenlider schwerer wurden. Wenigstens waren wir hier unten Windgeschützt. Ich lehnte mich leicht nach hinten und legte meinen Kopf gegen den von Isabella. Ich würde vielleicht nicht schlafen, aber was schadete es, wenn ich auch für einen kurzen Augenblick die Augen schloss und versuchte mich zu entspannen? Doch zu meiner Überraschung klappte dies nicht so ganz wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte die Augen geschlossen und eingenickt. Nur kurz, denn das Geschrei einer unserer Männer ließ mich aufschrecken. Es folgte ein Schuss und ein weiterer Schrei. Kurz vergraß ich sogar den Sand unter meinen Füßen, der mir das schnelle aufstehen fast zum Verhängnis gemacht hatte. Ich rutschte ein wenig umher ehe ich nach meiner Waffe griff und bereits zwei blutende Leichen am Boden erblickte. Es waren vier wie ich es erkennen konnte. Die Waffe nicht in Greifbarer Nähe. Wir waren also auf eine der Waffen angewiesen. Sie sahen aus, als seien sie angegriffen worden. Nicht von einem Menschen, von einem Tier. „John-“, ganz ruhig, ertönte Jahas ruhige Stimme seitlich von mir ehe ich realisierte, das wir von vier knurrenden Wölfen umgeben waren. Doch es waren nicht die Bilder von einem Wolf die ich auf der Ark auf Bilder gesehen hatte. Sie waren Groß, hatten Verformungen im Gesicht und ihr Fell war absolut kurz gehalten mit kahlen stellen darunter. Ich richtete meine Waffe auf einen der Wölfe während sie um uns herum tigerten. „John-“, erneut Jaha in einer typischen ruhigen Stimmhaltung die mich absolut aufregte. Er erhob seine Hand in meine Richtung. „Keine Falsche Bewegung. Wenn du schießt, werden sie auf uns los gehen.“ Toll. Wer war nochmal auf die Idee gekommen, nur zwei Leute bewaffnet los zu schicken. Der Wolf der mir gegenüber stand knurrte, während sabber aus seinem Maul lief. Gemischt mit ein wenig Blut. „Sie wollen nur unsere Vorräte. Sie haben Hunger.“ Wenn es doch nur das wäre. Diese Teile sahen eher so aus, als wollten sie uns fressen. „Was schlagen sie vor?“, gab ich nahezu patzig von mir. Ich dachte nicht daran nur einmal die Waffe sinken zu lassen. Als ich Isabella hinter mir höre löste ich meine Hand von dem Abzug und gab ihr mit einer Handbewegung zu verstehen das sie dort bleiben sollte wo sie war. Dort unten war sie nicht gleich eine Bedrohung für die Tiere. „Bleib wo du bist.“ Meine Hand lag wieder am Abzug. „Geb mir deinen Rucksack“, forderte Jaha und streckte seine Hand in meine Richtung. „Da ist alles drin was ich habe, sind Sie Verrückt?!“ Jaha schüttelte jedoch den Kopf. Seine Hand blieb ausgestreckt. „Wenn wir ihnen nicht etwas zur Ablenkung geben werden sie uns töten John“, ich zögerte. „Und das werden sie nur tun um sich zu verteidigen. Wir werden keine andere Wahl haben.“ Er deutete auf seinen Rucksack der bereits geplündert im Sand lag. Er fing doch jetzt nicht gerade ernsthaft mit dieser Nummer an?! Hatte er damals nicht auch immer eine Wahl gehabt? Ich zögerte ehe ich nach meinem Rucksack griff und ihm reichte. Er holte aus und warf ihn in einem Hohen bogen über die Wölfe hinweg in den Sand. Die Wölfe reagierten. Sie schnaubten, witterten etwas und trabten durch den Sand auf die Tasche zu. Ich gab Isabelle zu verstehen, dass sie sich erheben sollte. Ich richtete meine Waffe auf Jaha. „Und jetzt zu ihnen“, begann ich. Jaha wollte sich gerade auf mich zu bewegen ehe er die Hand erhob und in seiner Bewegung inne hielt. „Wir gehen jetzt“, sprach ich weiter. „Isabella nehm deinen Rucksack.“ Das war das einzige was wir jetzt noch hatten. Wenn wir eine realistische Chance haben wollten zu überleben, denn war es diese. „John“, begann Jaha und wollte auf mich einreden. „Es existiert keine Stadt des Lichtes. Es ist mir egal was sie machen. Gehen sie und suchen sie ihre Erlösung. Wir werden nicht elendig in der Wüste sterben.“ Wir würden einfach an dieser Grenze durch den Wald gehen und sehen wo uns der Weg hinführte. Hatten wir eine andere Wahl?! Diese ganze Situation war doch aussichtslos egal was wir nun getan hätten.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Jul 13, 2018 1:58 pm

Isabella Mason
Im Sitzen zu schlafen war wohl nicht gerade das bequemste. Aber es war ja nicht so, als hätten wir irgendeine Wahl. Wenigstens schien John kein Problem damit zu haben, dass ich mich an ihn lehnte. So daneben wie er sich gerade noch vorhin benommen hatte, hätte das sehr gut möglich sein können. Immerhin sah er mich als ein nutzloser Jemand an, der nichts konnte. Er hatte es zwar nicht gleich so ausgedrückt, aber einzelne Wörter hatte er erwähnt und das reichte mir. Wir waren wohl beide nicht gerade die grössten Optimisten in dieser Gruppe. Die anderen schienen sehr überzeugt davon, dass es diese Stadt des Lichtes gab. Aber wir liefen gerade durch eine Wüste, die kein Ende nehmen wollte. Dachten die alle wirklich, dass man irgendwo diese Stadt fand? Seit wir in dieser Wüste angelangt waren, war meine Hoffnung gar nicht mehr vorhanden. Ich wusste nicht einmal, ob es so etwas überhaupt einmal gegeben hatte oder ob ich einfach nur von Arkadia hatte weg wollen. Murphy hatte schon damit recht, wenn er sagte, dass ich ein Niemand war. Es würde noch nicht einmal irgendwem meine Abwesenheit auffallen ausser vielleicht den Groundern, weil ich ihnen die Medikamente nicht mehr brachte. Das war dann aber auch schon der einzige Grund. Ich wachte auf, weil ich merkte, dass niemand mehr neben mir war und ich stattdessen ein ziemlich gefährliches Knurren hörte. Ich schlug die Augen auf, aber als ich die Wölfe sahen oder wie man diese Dinger nennen sollte, war ich sofort wach. Ich sah die Wölfe einer nach dem anderen an und wollte dann aufstehen und zu Murphy gehen. Dieser machte aber mit einer Handbewegung klar, dass ich dort bleiben sollte, wo ich war. Ich liess mich wieder nach hinten sinken und verfolgte die Diskussion zwischen Jaha und Murphy. Das konnte doch nicht Jahas Ernst sein?! Er soll seinen Rucksack opfern? In diesem Rucksack waren Dinge, die wir zum Überleben brauchten. Essen und Trinken. Wenn Jaha von allen verlangte, dass wir unser Essen opferten, konnten wir uns auch sogleich von den Wölfen umbringen lassen. Das würde dann nun wirklich keine Rolle mehr spielen. Ich würde mein Essen garantiert nicht mit Jaha teilen, dafür konnte ich ihn zu wenig leiden. „Tu das nicht", rief ich Murphy zu, als er den Rucksack an Jaha reichte. War er komplett bescheuert? Mit grossen Augen sah ich zu, wie Jaha den Rucksack nahm und diesen in einem hohen Bogen wegwarf. Es erfüllte seinen Zweck. Die Wölfe liessen von uns ab. Aber das war unser verdammte Essen! Man hätte die Wölfe besser abknallen sollen. Diese Wölfe sahen sowieso nicht so aus, wie man es uns gezeigt hatte. Sie sahen anders aus. Gefährlich. Noch gefährlicher, als dass man es uns beigebracht hatte. Das gefiel mir überhaupt nicht. Ich schürzte die Lippen und sah dann zu Murphy, als dieser meinen Namen nannte. Wir hatten hier wohl wirklich nichts mehr verloren. Ich schulterte schnell den Rucksack und kämpfte mich auf die Beine. „Wir haben fast kein Essen mehr. Isabella hat noch einen vollen Rucksack. Ihr könnt jetzt nicht einfach so gehen", erwiderte Jaha. Tja, da waren sie wohl selbst die Dummen, wenn sie ihr Essen einfach so den Wölfen überliessen. „Ich würde mein Essen sowieso niemals mit Ihnen teilen", sagte ich zu Jaha und sah dann zu Murphy. „Hauen wir ab, bevor die Wölfe alles von deinem Rucksack gefressen haben", murmelte ich ihm zu. Ich nahm seine Hand und zog ihn dann weg von den Wölfen, wieder in diese Richtung, aus der wir erst gerade noch vor wenigen Stunden gekommen waren. „Und was sollen wir nun tun?“, fragte ich ihn, als wir ein bisschen weiter weg waren und sah zu ihm hoch. Ich wollte nicht wieder nach Arkadie zurück. Vor allem war die sicher auch nicht besonders erfreut darüber, dass wir einen Teil von ihrem Trinkwasser und Essen mitgenommen haben. Aber damit mussten sie nun einmal leben. Wir hatten hier wohl gerade andere Sorgen. Schnell zog ich Murphy einfach weiter. „Das waren keine normalen Wölfe“, murmelte ich leise und warf einen flüchtigen Blick zurück. Ich hoffte nur, dass sie uns einfach nicht folgen würden. Wie sollten wir denn dann vor ihnen fliehen? Mein Rucksack würde ich garantiert nicht hingeben.

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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Fr Jul 13, 2018 2:59 pm

• Alexander Mercier.
Die gesamte Situation war angspannt. Selbst wenn ich es gewollt hätte, ich spürte nichts. Keinen einzige Berühung. Ich wusste nicht was mich mehr beunruhigen sollte, dass ich einen Pfeil im Körper stecken hatte oder das mein Körper auf keinerlei reize und Berührungen reagierte. Ich hatte noch nicht einmal mehr ein Schmerzempfinden. Was auch immer das für eine Droge war, die durch meinen Körper floss, sie leistete ganze arbeit und betäubte anscheind alles. Das nächste was ich nur benommen wahrnahm, war die nächste Unruhe. Dieses mal jedoch ging sie von diesem Raum hier aus. Es war Taylor der mir sofort unter die Arme griff und versuchte mich auf die Beine zu zerren. Doch es funktionierte noch schlechter als vorher. Meine Beine waren wie Gummi und ich fühlte mich, als würde ich jeden Augenblick das Bewusstsein verlieren. Er schien erneut mit Jane zu diskutieren, als das Geschrei  im Hintergrund lauter wurde. Was war nur los? Am liebsten hätte ich mich sofort aufgesetzt und Jane dabei geholfen Leute zu retten. Versucht, die Leute hier zu beruhigen. Eine Nebenwand tat sich vor meinen Augen auf. Ich musste kein Genie sein um zu wisse, dass es sich hierbei um ein weiteres Gift handelte. Wie konnte das n ur Möglich sein? Die Garde von Arkadia war nicht schwach. Wir hätten eine Sicherheitslücke bemerkt. Es wurde noch kein Angreifer lokalisiert oder gesehen. Es waren keine Schüsse zu hören, keine Kampfgeräusche. Nur das geschrei der Leute, das stöhnen der Verletzten und die Stimmen der Leute, die versuchten panisch zu helfen. Dabei Konzentrierte ich mich nur bedacht auf Janes ruhige Stimme. Auch wenn es gelegentlich nur Bruchteile waren. Ich blinzelte, versuchte in meiner Situation so wenig wie nur möglich ein und aus zu atmen, doch es war zuspät. Ich sah gerade noch wie Jane und Taylor zu Boden gingen und das nächste was ich sah war ein schwarzer Schatten der sich über mich kniete. Ich war Bewusstlos. Erst Bruchstücke ließen mich wieder ein wenig hellhörig werden. „Und du bist dir sicher das die was taugen?“, fragte eine männliche Stimme die ich jedoch nicht zu Ordnen konnte. Ich öffnete die Augen und sah nur die Bäume die an mir vorbei zogen. Jemand hatte mich wohl auf eine Art Liege gebunden und zog mich nun hinter sich her durch die Erde. Immernoch war mein Körper zu erschöpft um den Kopf zu heben. Ich konnte nicht erkennen, wer sprach oder wie viele Leute es waren. Würden sie mich umbringen? Opfern? Was für eine kranke Scheiße ging hier ab. Zu gerne hätte ich sofort nach Jane geschrien, doch ich auch meine Kehle war wie ausgetrocknet. Ich brachte kein Wort heraus. Ich konnte ja noch nicht wissen, auf was ich mich da eingelassen hatte und das ich der wenigen war, die sie mitgenommen hatten. Sie brachten mich weg und als ich die Augen öffnete war ich allein in der Dunkelheit gefangen in einem Keller. Die Luftfeuchtigkeit war hoch und es war kalt. Zu Beginn hatte ich schmerzen, als ich begann wieder meinen Körper zu spüren. Die Verletzung, um die sich Jane noch Fürsorglich gekümmert hatte. Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich dort in der Kälte gesessen hatte. Gehungert und gefroren hatte. Ich hatte sogar versucht mir die Kehle aus dem Leibe zu schreien, als ich wieder bei Kräfte kam. Nach Hilfe, nach irgendjemanden der mir sagen konnte wo ich war. Nichts half. Es schien, als wäre ich Komplett allein. Mehrere Stunden, Tage- und ich wusste nicht ein mal wo ich war. Ob es Jane gut ging. Ich konnte es immer noch nicht fassen, dass sich die Lage von Arkadia von heut auf morgen so geändert hatte. Wir waren angreifbar gewesen und niemand hatte die Schuld dafür getragen. Solange, bis sich die Tür vor mir öffnete und sich mir ein Mann entgegen stellte. Sein Name war Arian. Was danach passierte, war eine viel zu lange Geschichte. Dieser Tag hier hatte mein Leben verändert. Ich war nicht mehr ich. Es steckten nur noch wenige Züge von mir in mir. Die Zeit verging und ich begann zu verstehen. Ich wurde ein Teil von dem was mir angetan wurde. Ich hatte keine Chance gehabt mich dagegen zu wehren. Es war wie eine Bestimmung, die sich mir offenbart hatte. Die Monate vergingen. Die ersten Jahre strichen davon. Ich hatte mich an ein neues Leben gewöhnt. Die Leute die mich aufnahmen töteten mich nicht. Sie belehrten mich eines besseren. Sie umsorgten mich und baten mir Schutz. Es war das, was ich in meinem Leben brauchte.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Fr Jul 13, 2018 3:56 pm

Jane Adams
Von Alex kam einfach gar keine Reaktion mehr, was mir irgendwie Sorge bereitete. Wenn an den Pfeilen aber wirklich nur ein Betäubungsmittel war sollte es ihm in ein paar Stunden wieder besser gehen, hoffte ich zumindest. Ich war gerade dabei mir meine Hände abzutrocknen, als auf einmal wieder eine Unruhe durch den Raum ging. Auch ich merkte, worum es ging, draußen war es still geworden. Ungewöhnlich still, nur noch das Knistern des Feuers war zu hören. Nicht gut. „Alles ist gut, wahrscheinlich haben sich die anderen nur außerhalb des Camps in Sicherheit gebracht“, versuchte ich die Leute zu beruhigen. Taylor nahm das als Zeichen sofort abzuhauen, wollte bereits Alex auf die Beine helfen, doch ich stoppte ihn. „Das glaubst du doch nicht wirklich? Wir müssen die Leute hier in Sicherheit bringen.“ Ich schüttelte nur den Kopf, das würde nichts werden, wir hatten keine Chance. Uns blieb nur die Möglichkeit uns hier zu verschanzen. Also stellte ich das Licht aus und fragte die Techniker, ob wir die Tür verriegelt bekamen. Es wäre kein Problem die nächsten Tage hier drin zu überstehen. Vielleicht müssten wir die Vorräte etwas rationieren, aber wir würden überleben. „Genug von den Leuten hier haben Verletzungen von Pfeilen, denen geht es genauso wie Alex, wir können sie nicht einfach mitschleppen und ganz sicher lassen wir sie nicht zurück“, sagte ich ernst. Doch weiter kamen wir gar nicht, denn auf einmal öffnete sich die Tür und eine kleine Kugel rollte in den Raum. Sofort brach Unruhe aus und von irgendwo kam das Wort Bombe. Als jedoch Gas aus der kleinen Kugel strömte, wusste ich um was es sich da handelte. Es war noch nicht lange her, dass uns so ein Ding schon einmal umgehauen hatte. „Bleibt ruhig, dass ist nichts gefährliches. Versucht nur nicht zu viel einzuatmen. Legt euch am besten hin, das Gas sammelt sich erst an der Decke.“ Irgendwie musste man die Leute doch beruhigen und ich wollte einfach verhindern, dass sich irgendwer ernsthaft verletzte, wenn er von dem Gas ausgenockt wurde. Doch auch ich spürte bereits die Wirkung des Gases. Meine Sicht verschwamm immer mehr, bis schließlich meine Beine einfach unter meinem Gewicht nachgaben. Auch Taylor neben mir ging es ähnlich. Kurz darauf verlor ich auch das Bewusstsein und um mich herum war nur noch Schwärze.
Das nächste was ich wirklich wahr nahm war eine bekannte Stimme, die meinen Namen sagte, dann eine leichte Berührung an meiner Schulter. Schläfrig öffnete ich die Augen und schloss sie gleich wieder, als mich das grelle Licht blendete. Nach einem Moment versuchte ich es erneut. Das Licht war immer noch zu hell, aber meine Augen gewöhnten sich langsam daran. Ich musste ein paar mal blinzeln, bis ich wieder scharf sah. Taylors Gesicht schob sich in mein Blickfeld und im nächsten Moment fand ich mich wieder in seinen Armen wieder. Im ersten Moment war ich noch etwas überfordert, erst langsam kamen die Erinnerungen an die letzte Nacht zurück, wenn wir nicht noch länger geschlafen hatten. Mein Blick wanderte durch das Zimmer, doch etwas fehlte, besser jemand. Leicht löste ich mich von Taylor. „Taylor, wo ist Alex?“ doch Taylor wandte nur seinen Blick ab und schluckte schwer. Was…. Was war passiert?! Wo war Alex?! Seufzend sah Taylor wieder zu mir. „Wir wissen es nicht. Es fehlen ein paar Leute, wir befürchten, dass sie mitgenommen wurde“, gestand er. Er schaffte es nicht mich dabei anzusehen. Das…. Das dürfte nicht sein. Ich hatte doch Alex gerade erst wieder, sie durften ihn nicht einfach mitgenommen haben. Wer wusste, wer die waren und was sie jetzt mit ihm anstellten. Panik stieg in mir hoch und ich schob Taylor von mir, stand auf und rannte nach draußen. Rennen war übertrieben, denn ich stolperte mehr, als dass ich lief. Wie angewurzelt blieb ich an dem Ausgang der Ark stehen, als ich sah was aus unserem Camp geworden war. Augenblicklich wurde mir schlecht. Und als Taylor neben mir auftauchte flüchtete ich einfach nur in seine Arme. Ich war niemand der schnell weinte, doch das war gerade zu viel, viel zu viel. Einmal wollte ich nicht stark sein und mich nur an Taylor stützen. Unser Camp war nicht mehr als solches zu erkennen, alles war ein riesiger Haufen Kohle, leblose Körper und Blut.
Die ersten Tage nach dem Überfall waren die schlimmsten. Wir hatten noch mehr Verletzte, als gedacht, sodass wir auf der Krankenstation rund um die Uhr beschäftigt waren. Der Rest war damit beschäftigt, dass Camp aufzuräumen. Die Leichen wurden außerhalb des Camps beerdigt und man durchsuchte die Überreste der Zelte nach Dingen, die wir noch gebrauchen konnten. Unter diesen Sachen war auch Alex Lederjacke. Er hatte seine Klamotten in einer der Metallkisten der Ark aufgehoben, sodass das Feuer ihnen nichts getan hatte. Die anderen Klamotten waren mir egal, aber ich wollte die Jacke behalten. Kane war erst nicht wirklich begeistert ließ mich aber machen. Ab dem Zeitpunkt sah man mich nicht mehr ohne Jacke. Es gab ein paar Ehrungen für die Leute, die bei der ganzen Situation geholfen hatten, dass es nicht noch mehr Tote gegeben hatte. Ich bekam auch eine, was mir aber ziemlich egal war, es brachte mir Alex auch nicht wieder. Etwa einen Monat war die Garde damit beschäftigt nach den Vermissten zu suchen. Wobei nein, nur ein paar Wochen, danach waren es nur noch Taylor und ich. Irgendwann nur noch ich, auch wenn das hieß sich nachts raus zu schleichen und auf eigene Faust zu suchen. Ich wollte einfach nicht glauben, dass Alex tot war. Schlafen konnte ich eh nicht, vielleicht eine Stunde und dann tauchten die Alpträume auf, immer wieder sah ich die Bilder dieser Nacht und meine Fantasie zeigte mir Bilder, wie Alex irgendwo tot lag. Da blieb ich lieber wach und schlief gar nicht oder eben nur die Stunde. Leider bemerkte Abby irgendwann den Schlafmangel und auch wenn ich sagte, dass alles gut war verschrieb sie mir Schlaftabletten und Bettruhe. Also hockte ich nur noch in meinem Zimmer. Taylor und ich hatten eins der wenigen Zimmer auf der Ark bekommen. Viele lebten in neuen provisorischen Unterkünften. Die Tabletten nahm ich nicht und auch essen tat ich nicht wirklich, ich hatte keinen Hunger. Der Einzige der mir Gesellschaft leistete oder den ich in meiner Nähe ertrug war Taylor. Meistens ließ er mich auf meinem Bett sitzen und erzählte einfach vom Tag. Irgendwie schaffte er es mich dazu zu bringen zumindest etwas zu essen. Als ich vor Erschöpfung doch mal einschlief und aus einem Alptraum aufwachte war er für mich da und hielt mich einfach. Irgendwie wurde es normal, dass er mich hielt, wenn ich versuchte zu schlafen. Ich dann eben auch in seinen Armen aufwachte. Bei dem ganzen kamen wir uns irgendwie dann auch näher.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Skyfall am Fr Jul 13, 2018 9:53 pm

Tessia
Ich verstand nicht wo sein Problem lag. Er machte ja nun wirklich kein Geheimnis daraus, dass er etwas für Clarke empfand – wohl ziemlich viel, wenn man es genau nahm. Er hing an ihr wie ein kleines Kind, dass ich an das Bein eines Erwachsenen klammerte. Er sprang, wenn sie in der Nähe war und er sah sie mit diesem ekelhaft besorgten Blick an. Früher oder später würde sie ihn genauso blenden und sicher würde sie dafür sorgen, dass er in seinen eigenen Tod lief. Spätestens, wenn ich den hohen Rat ausschaltete und er dabei in den Weg kam. Ich konnte Bellamy ganz gut leiden und ich wollte ihn nicht töten, aber wenn er mir im Weg war, dann hatte ich keine andere Wahl. Er war sowieso hoffnungslos verloren. „Na ja, dass es mich interessiert ist wohl ein wenig übertrieben. Es ist eben nicht zu übersehen.“, erwiderte ich und zuckte unbeeindruckt die Schultern. Es schien ihn ja ganz schön zu nerven, dass ich sagte er würde auf Clarke stehen. Das war doch nur ein weiteres Indiz dafür, dass es stimmte und Bellamy versuchte sich und allen anderen das Gegenteil einzureden. Was war denn schon dabei? Clarke war zwar ein Miststück, aber sie war hübsch. Scheinbar wohl hübscher als ich, denn Bellamy hatte keine Augen für mich, obwohl ich ihm doch ziemlich nah kam und es ernsthaft versuchte. Wie tief musste ich gesunken sein mich auf einen Skaikru einzulassen? Auf einen Feind! Es war eine andere Sache mit einem Grounder zu schlafen. Wir schlachteten einander nicht ab. War ich wirklich so untervögelt, dass ich dieses Risiko einging und mich verwundbar machen ließ? Nur für ein wenig Sex? Ich seufzte und lehnte mich mit dem Rücken an die Felswand, während Bellamy wieder so komisch wurde. Himmel, ich hatte mich doch nur an ihn gelehnt. War er so abgeneigt von mir? Ja, ich war ein Grounder, aber ich konnte ja auch kurz darüber hinweg sehen, dass er ein Skaikru war. Ich hob eine Augenbraue und sah ihn skeptisch an, als er mir eine Hand auf die Schulter legte. Mein erster Instinkt war gewesen seine Hand zu packen, seinen Arm auf den Rücken zu drehen und seinen Kopf unter Wasser zu drücken, bis er ertrank, aber er wollte mit damit ja nichts tun. Ich war lang nicht mehr berührt worden ohne dass es etwas mit einem Überlebenskampf zu tun gehabt hatte. Ich war als Kriegerin aufgezogen worden, dazu trainiert worden meine Freunde zu töten, mit denen ich lebte. Eigentlich… war ich seitdem ich vom Flamekeeper eingezogen wurde nicht mehr wirklich harmonisch oder sanft mit irgendjemandem umgegangen und anders herum genauso wenig. Es war immer nur darum gegangen zu überleben. „Aufdringlich? Na ja, es stört mich eben einfach nicht. Wenn du mich nicht schön findest, dann schau mich eben nicht an. Das hat nichts mit Aufdringlichkeit zu tun, Bellamy.“, erwiderte ich und verdrehte leicht die Augen. Ja, ich hatte etwas aktiver versucht ihn auf mich aufmerksam zu machen, aber so nötig hatte ich es nicht mit als aufdringlich abstempeln zu lassen. Das war mir der Sex nicht wert. Stirnrunzelnd sah ich herunter auf seine Hand, ehe er mir erklärte, was er damit meinte und ich ihm die Hand gab. Von mir aus. Ich hatte nun sowieso das Interesse an ihm verloren. Ich lief niemandem hinterher, der mich nicht wollte. Ich war nicht so wie er es bei Clarke war. „Fein, dann eben nicht.“, seufzte ich nur. Ich rutschte also herunter vom Felsen und ging in Richtung Ufer, stieg langsam aus dem Wasser und trocknete mich mit meinem Mantel ein wenig ab, ehe ich nach meiner Unterbekleidung und dem Top aus Leder griff, das ich vorn an den Ösen zusammenschnürte. „Du bist echt verklemmt, Bellamy. Aber wenn du lieber Clarke hinterherläufst, anstatt dich mal darum zu kümmern, dass deine Eier nicht blau werden, dann tu das eben. Ich finde sicher jemand anderem in eurem Camp, der Interesse hat.“, sagte ich, zuckte leicht die Schultern und zwinkerte ihm kurz über meine Schulter hinweg zu, ehe ich mich auf den Felsen setzte, auf dem er eben noch gesessen hatte, sodass meine Beine noch ein wenig trocknen konnten, bevor ich mich in die enge Hose quetschte.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Jul 14, 2018 4:44 am

• Alexander Mercier.
„Um wie viel muss ich wetten, dass Alex damit nicht einverstanden ist?“ Ich betrat den Raum. Nur zum Teil hatte ich mitbekommen, dass sich Mirah und Severin darin befanden und sich unterhielten. „Ich bin damit nicht einverstanden“, gab ich sauer bekannt während ich die Treppen hinunter eilte. Der Blick von Mirah lag auf mir, ehe sie zu Severin blickte und ihn reizvoll ansah. Dieser zuckte bloß die Schultern während er grinste. Mürrisch verdrehte ich die Augen und wandte mich an mein Regal auf dem die Pfeile für meinen Bogen eingeordnet worden waren. Mirah und Severin waren sowas wie meine Familie. Sie lebten schon vor mir hier. Severin war zwei Jahre Älter wie ich, während Mirah die jüngste im Gespann war. Serverin war ein ziemlich gut gebauter, von Natur aus hübscher Kerl. Wenigstens soweit ich das beurteilen konnte. Nachdem ich bei den Hermits- das Einsiedler Volk, wie sie sich selbst nannten- gelandet war, lebte ich mit diesen beiden von Haus an Haus. Sie hatten dabei das selbe Schicksal wie ich erlitten. Mirah aus Clan Vier und Severin aus Clan Sechs des Koalitionsbündnisses. Beide waren nun ein Teil von den Hermits und hatten es mit ihrem Blut geschworen. Ich strich mit meinen Fingern über die Pfeilspitze meiner Pfeile. „Das ist nicht euer Ernst Leute“, stellte ich schockiert fest und drehte mich zu ihnen. Ich sah beide mit weit geöffneten Augen an. „Nur weil Arian auf einmal mit dem Finger schnippt, tuen wir, was er sagt? Seit wann?“ Normalerweise lief das so. Arian schnippte mit dem Finger und alles lief nach Plan. Doch Mariah, Severin und ich hielten uns oft genug an unseren eigenen Plan. Unsere eigenen Regeln. „Wir haben das Nebelreich nie verlassen. Was glaubst du, was das auslöst, wenn wir auf einmal an irgendwelchen Grenzen gesehen werden? Für was? Eine Pratoulie? Um zu sehen wie weit sie mit den Plänen sind? Mit den Aufstellungen ihrer Armeen?Wovor hat Arian Angst? Was erzählt er uns nicht? Jezt nach dem Friedensangebot der Grounder und den Skaikur?!Das ist Selbstmord!“ Nicht, dass ich nicht in den Tot für Arian gehen würde, aber das alles erschien mir mehr als Suspekt. So ein Risiko war Arian doch nie eingegangen. Steckte noch etwas anderes dahinter? Arian- der Mann, von dem niemand wusste, was er war oder wer er war. Die Leute hier bewunderten ihn. Hielten ihn für sowas wie eine Gottheit. Er hatte die Gabe, dessen nur wenige Menschen mächtig waren. Trotz seines geringen Alters. Vermutlich war er einfach so zu erklären, dass er der Anführer des Lagers hier war. Wie der Commander für Triku. Er wurde auch durch eine höhere Macht erwähnt. Er war der, mit den Verrückten Visionen. Der 13 Clan, ohne Fraktion- verstoßen und abgehalten und gleichzeitig auch der wohl kleinste Clan. Ich hatte keine Ahnung wie viele wir wirklich letz endlich gewesen waren. Wir waren dennoch mehr wie die Shaikru. „Er ist doch nur Eifersüchtig, dass er nicht an Arians erster Stelle steht. Jeder Erfolg schwindet mal Alexander“, entgegnete Severin und nun leicht gehässig und schmunzelte in sich hinein. “Seine Gefühle sind verletzt. Erst das und jetzt muss er auch noch den Laufburschen spielen?“ Ich griff ein paar Pfeile und stopfte sie in meinen Köcher. Severin konnte mal wieder seinen Mund nicht halten. Na wenigstens hatte er an dem was er da so von sich gab Freude. Auch meinen Bogen befestigte ich an meinem Schultergurt. Ich griff nach meinem Ledermantel und legte ihn mir elegant über. „Ich habe kein Problem damit die Patrouillier zu spielen. Ich verstehe nur nicht den Sinn“, gab ich seufzend von mir ehe ich merkte wie Mariah und Severin sich auch in ihre Mäntel zwangen. Wir verließen unsere Unterkunft. Die, die wir uns jetzt schon seit gut einem Jahren teilten. Damals hatte ich wirklich nie geglaubt,so etwas wie das hier zu erblicken. Eine Stadt, verwuchert, zerstört und doch so erhalten wie man es sich gar nicht ausmalen konnte. Die Natur hatte sich alles wiedergeholt. Sich durch Steine und Wände gefressen. Neue Flüsse und Wasserquellen geschaffen. Doch trotzdem hatte das ganze etwas edles. Wirkte nahezu magisch. Es lagen viele Flüsse hier im Nebelreich. Unser Haus war aus Stein und auch hier hatten sich Ranken um die Steine gefressen. Weit und Breit wohin das Auge nur reichte, war eine fast schon fröhlich belebte Stadt zu erkennen. Ich griff nach dem Zügel meines Pferdes. Eines schwarzes Pferdes Namens Yasin. Ich schwang mich auf den Sattel und rümpfte die Nase als ich mich erneut zu Mirah und Severin umdrehte. „Also wer als letzteres am Tor ist?“, fragte ich und grinste herausfordernd. “Das ist ja wohl eine Kleinigkeit.“ Sachte gab ich meinem Pferd mit den Hacken das Zeichen dafür los zu reiten. Mirah eilte voraus. Jetzt befanden wir uns also wirklich an der Grenze. Wir verließen die Stadt durch das alte Steintor während wir nun trabend nebeneinander durch den dichten Wald ritten. „Was genau glaubt Arian heraus zu finden?“, fragte ich interessiert während ich genau darauf achtete was so alles vor mir lag. Mirah zuckte die Schultern. Hier draußen befand sich in den nächsten Metern weit und breit niemand. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand so dicht an das Lager heran kam, war schon nahezu unmöglich. Solange ich bei den Hermits lebte, war dies nicht einmal vorgekommen. das wir jemals jemanden in der Nähe unseres Lagers entdeckt oder erwischt hatten. Niemand da draußen traute sich in den endlos dichten Nebel. Es dauerte, bis man diese Sektoren überquert hatten. Selbst hier im Wald, lag Nebel um die Bäume herum, der alles in sich verschlang. Wir ritten sicherlich eine Gute Viertel Stunde, bis wir dies überwunden hatten und aus dem Nebel heraus waren um etwas klarer zu sehen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Copilu am Sa Jul 14, 2018 2:12 pm

Jane Adams
Zwei Jahre waren seit dem Überfall vergangen. Die meisten hatten die Hoffnung aufgegeben, die Vermissten je wieder zu finden. Vor allem durch die Geschichten der Grounder. Zuerst hatten wir die Azgeda im Verdacht gehabt, doch die Trikru hatte uns gesagt, dass alle Clans angegriffen worden waren und solche Angriffe immer mal wieder vorgekommen waren. Ich konnte oder wollte nicht glauben, dass die Entführten nicht doch irgendwo da draußen waren. Ich wollte nicht noch den letzten Menschen verlieren, der mir wichtig war. Nein, das stimmte nicht, da war noch Taylor. Wir waren glücklich, auch wenn wir uns gelegentlich stritten und ich war froh ihn an meiner Seite zu wissen. In der ganzen Zeit hatte sich doch auch so einiges verändert. Die Waffenruhe zwischen den Clans hielt inzwischen schon eine ganze Weile und wir arbeiteten zusammen. Arkadia war inzwischen wieder aufgebaut, wir hatten jetzt kleine Hütten, dadurch war Arkadia auch etwas gewachsen. Wir hatten neue Sicherheitsanlagen. Dadurch war Ravens Tor leider weg gefallen, doch das war mir recht egal. In der Nacht des Angriffes hatte ich mir ein paar Privilegien erarbeitet. Kane ließ mich alleine raus, um Vorräte zu holen, wenn ich es für nötig befand. Wahrscheinlich wusste er, dass ich nicht jedes Mal Nachschub holte, wenn ich das Camp verließ, doch er ließ mich machen. Am Anfang war ich raus um nach Alex zu suchen. Nach der ganzen Zeit war es aber unmöglich noch Spuren zu finden, die mir verrieten, wo sie ihn hingebracht hatten. Stattdessen suchte ich nach besonderen Orten, wie der See mit den Schmetterlingen. Alex hätte gerne Abenteuer erlebt und solche Orte gesucht, deswegen suchte ich jetzt nach solchen, in Gedenken an ihn. Heute wollte ich weder raus. Also zog ich machte ich mich morgens fertig, zog mich an. Die Kette meiner Mutter um meinen Knöchel und Alex Jacke über mein grünes Top. „Willst du das Ding nicht endlich mal weg packen?“, fragte Taylor genervt. Er war selber dabei sich für den Tag fertig zu machen. „Es ist Alex Jacke, warum sollte ich sie weg packen?“ Manchmal verstand ich Taylor nicht. Schon öfter hatte er sich über die Jacke beschwert, was ich einfach nicht verstehen konnte. „Eben, die Jacke eines wahrscheinlich toten, findest du das nicht irgendwie komisch?!“ Meine Hände in die Hüften stemmend drehte ich mich zu ihm um. „Alex war mein bester Freund, das ist das letzte, was ich von ihm habe. Also nein ich finde es nicht komisch. Willst du vielleicht noch, dass ich die Kette meiner Mutter gleich mit weg schmeiße?“, fragte ich gereizt. Seufzend fuhr sich Taylor durch die Haare. „Schon gut, muss los zum Training. Wir sehen uns später.“ Damit ließ er mich einfach in unserem Zimmer stehen. Seufzend ließ ich meine Arme sinken. Manchmal war es das beste Taylor einfach gehen zu lassen. Seufzend band ich meine Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen. Auch diese hatten etwas Veränderung durchgemacht. Irgendwann hatte ich einfach genug von meinen langen Haaren gehabt und sie kurzerhand angeschnitten. Jetzt gingen sie mir nur noch ein paar Zentimeter über die Schultern. Da ich mir aber immer noch bequem einen Zopf machen konnte war es kein Problem. Taylor war heute wieder den ganzen Tag mit Training beschäftigt, also würde ich mich wieder auf den Weg raus machen. Ich lief also zum Umkleideraum der Garde und holte mir aus meinem Schrank meine Waffe und die Umhängetasche mit Vorräten. Zwar war ich nie lange weg, aber man wusste ja nie, deswegen hatte ich lieber etwas zu Essen, Trinken, Verbandszeug und ein Walkie-Talkie für Notfälle mit. Ich verließ die Ark und machte mich auf den Weg zu den Stallungen. Nach dem Angriff hatte ich irgendwie recht viel Zeit mit Octavia verbracht, sodass sie mir auch reiten beigebracht hatte. Auf einem Pferd war es deutlich angenehmer die weiten Strecken zurück zu legen. Denn je mehr Zeit vergangen war umso weiter entfernte ich mich bei meinen Ausflügen von Arkadia. Außerdem gab Octavia eine bessere Trainingspartnerin ab, als Taylor. Am Anfang war ich definitiv oft auf dem Boden gelandet. Doch ich hatte dazu gelernt und inzwischen schickten wir uns gegenseitig auf die Matte, es kam eher drauf an, wer gerade den besseren Tag hatte. In den Stallungen sattelte ich meine braune Stute Star. Der Name war vielleicht nicht sehr einfallsreich, da sie eine weiße Blesse in Form eines Sterns hatte, aber das war mir egal. Sie war mir in den letzten Jahren eine treue Begleiterin geworden. Ich schwang mich in den Sattel und ritt zum Tor, wo ich Fellice höflich grüßte, der mir auch das Tor öffnete, bevor ich los ritt. Ich ritt einfach in eine Richtung und ließ Arkadia schnell hinter mir. Wie lange genau ich ritt wusste ich nicht. Doch irgendwann sah ich in der Ferne eine riesige Nebelwand. Obwohl ich noch einen ziemlichen Abstand hatte waberte auch auf dem Boden des Waldes Nebel. Irgendwie hatte es etwas unheimliches, aber gleichzeitig auch etwas faszinierendes. Ich bremste Star und schob mich von ihrem Rücken, da ich die Gegend etwas zu Fuß erkunden wollte. Ich entdeckte eine kleine Lichtung die voller Blumen war. Mit dem Nebel der darüber hing hatte es schon etwas magisches. Alex hätte dieser Ort sicher gefallen. Doch lange blieben wir nicht alleine. Als ich auf einmal Pferde hörte horchte ich auf. Die Geräusche schienen aus dem Nebel zu kommen und das beunruhigte mich irgendwie schon. Schnell schnappte ich mir die Zügel von Star und zog sie mit mir tiefer in den Wald. Wir hatten wahrscheinlich Glück, dass die Bäume hier recht eng standen und es auch sonst viele hohe Sträucher gab. Ein Pferd ließ sich nicht mal eben so schnell verstecken. Doch wenn wir ruhig blieben könnten wir das Ganze vielleicht überstehen, ohne entdeckt zu werden. Vorsichtshalber nahm ich trotzdem die Waffe von meinem Rücken. Im nächsten Moment kamen auch schon drei Gestalten aus dem Nebel. Von der Statur hätte ich auf zwei Männer und eine Frau getippt, auf die Entfernung konnte ich das nicht genau sagen. Doch irgendwas war komisch, von ihrem Aussehen passten sie nicht wirklich zu einem Clan den ich kannte. Ganz geheuer war mir das Ganze nicht. Ich war keine schlechte Kämpferin, doch war ich hier definitiv in der Unterzahl. Einen oder zwei könnte ich sicher ausschalten, aber alle drei würde schwierig werden. Deswegen hoffte ich einfach, dass sie mich hier nicht entdecken würden. Heute sollte ich aber wohl kein Glück haben, denn auf einmal stieg Star laut wiehernd und rannte zurück Richtung Arkadia. Ich sah auch was das Problem war. Vor uns hatte sich eine Schlange bewegt, sie war überhaupt nicht gefährlich, aber Star hatte sich einfach erschrocken. Sie hatte schlechte Erfahrungen mit Schlangen gemacht, wer konnte es ihr da verübeln. Mir half das nur nicht wirklich. Vielleicht hatten die Fremden ihr Zaumzeug nicht bemerkt und hielten sie für ein Wildpferd, doch die Chancen standen wohl nicht unbedingt gut. Selbst wenn ich verdammt viel Glück hatte müsste ich danach zurück nach Arkadia laufen.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Jul 14, 2018 7:16 pm

• Alexander Mercier.
Hier im Nebel waren wir so gut wie Unsichtbar. Es war unser Zuhause. Das, was uns versteckte. Es gab viele Gerüchte über die Geheimnisvolle Stadt hinter dem Nebelreich. Das es sie wirklich gab wussten nur wir, die Hermits. Denn so schön es hier eben auch war, umso Grausamer konnte dieser Ort auch sein. Die Natur war unberechenbar. Durch die Strahlung waren die Tiere mutiert, die Pflanzen hatten ein Eigenleben entwickelt. Ein falscher Schritt und du standest im einem Sumpf der dich langsam aber sicher in den Tod zog. Severin, Mirah und ich kannten diesen Ort mittlerweile wie unsere besten Tasche. Wie immer wenn wir Ausritten, wurde auch dieser Akt hier zu einem halben Wettstreit. Severin war sowas wie mein bester Freund , doch seit wir zusammen waren, war alles für uns wie eine Herausforderung dem anderem zu zeigen, wer der bessere war. „Du bist wie immer viel zu langsam“, rief Severin mit einem knappen Vorsprung. Er lachte ehe ich es schaffte auf seinen Vorsprung einzuholen. „Ach was du nicht sagst.“ich warf ihm einen Herausfordernden Blick zu ehe wir auch schon die Grenze erreichten. Er brachte sein Pferd zum stehen und hatte knapp gewonnen. "Na sieh mal an, ich habe gewonnen." Auch Mirah kam zu stehen und sah uns an. "Ihr zwei seit so unmöglich. Irgendwann gefährdet ihr euch noch selbst. Glaubt ja nicht das ich euch euren eingebildeten Arsch rette." Severin grinste und zuckte die Schulter. Mirah stieg von ihrem Pferd. Ihre roten langen Haare waren zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden. Dennoch wehten sie leicht im Wind. Das Wetter heute war sehr beschlagen. Es sah so aus, als würde es jede Sekunde regnen beginnen. In der Dunkelheit war es sehr gering, sich durch den Nebel zu kämpfen. Selbst für uns. Es war zu Riskant und Gefährlich. Severin und ich stiegen ebenfalls von unserem Pferd. Wir erschraken, als sich auf einmal das Geräusch aus einem der Gebüsche auftat. Severin griff nach seinem Dolch und Mirah nach ihren Messern. Es waren Sekunden und wir waren bewaffnet. Das war das, was man uns gelehrt hatte. Man durfte niemals unachtsam sein und seine Umgebung außer acht lassen. Ich drehte mich und versuchte zu erkennen, woher das Geräusch gekommen war. Nichts. Auch wenn wir uns hier an der Grenze befanden, es war gerade noch so nebelig, dass man so gut wie nichts erkannte außer das was direkt vor einem Lag. "Wir sind nicht alleine", gab Severin bekannt. Und damit hatte er Recht. Doch wer war so dumm und begab sich so nahe an die Grenze? Die Hermits waren für ihre nahezu leisen Angriffe bekannt. Wir bewegten uns schnell, wie bewegten uns Leise. "Es sind bestimmt diese dreckigen Triku. Sie trauen sich immer so nahe an Grenze. Sie lernen eben nie dazu. Vielleicht sollten wir ihnen noch einmal eine Lektion erteilen", teilte Mirah mit. Ich streichelte Yasin über die Mähne. unsere Pferde waren es gewöhnt. Sie blieben Gott sei Dank still. Selbst in Stress Situationen waren sie treue Begleiter. Ich ergriff meinen Bogen und setzte einen Fuß vor den anderen. "Wenn hier wirklich jemand rumstreunt", sagte ich laut. "Denn wäre es wohl schlauer für denjenigen sich so schnell wie es nur geht aus dem Staub zu machen. Bevor wir ihn töten." Ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen. Ich hatte kein Problem damit gehabt. Wir hatten alle unsere Lasten zu tragen so hatte auch ich schon Prüfungen bestehen müssen, um mich als würdig heraus zu stellen. Es war an meinem gesamten Körper vermerkt. Denn so lief das bei uns. Für jede Aufgabe, gab es ein Tattoo. Eine Aufgabe, sich als würdigen Hermit zuerkennen. Jemanden, der Arian in den Tod folgen würde. Um an die Götter des Lebens zu glauben. Sie vermerkten es selbst auf deinem Körper, wenn du eine der auserwählten Prüfungen nicht bestandest. Bei mir war es bis jetzt Gott sei Dank noch nicht der Fall gewesen. Skeptisch kniff ich die Augen zusammen. Es gab hier keine Wildpferde. Nicht in dieser Gefährlichen Ecke. Es waren zu viele Raubtiere unterwegs und sie würden vermutlich elendig verdursten, da sie es nicht einmal bis zu den Wasserquellen geschafft hätten. „Letzte Chance, Fremder“, doch leider konnten wir schlecht das angreifen, was wir nicht sahen. Ich lugte hinter einen Baum. Nichts. Wo versteckte sich der Eindringling. Ich konnte den Angstschweiß gerade zu riechen. Er oder sie würde es nicht lange schaffen sich hier vor uns zu verstecken.
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Re: The 100 RPG

Beitrag von Troian. am Sa Jul 14, 2018 9:22 pm

• John Murphy.
Im Umkehrschluss hatte ich gar keine andere Wahl gehabt, als den Rucksack zu opfern. Wir hatten nichts anderes über, was uns den Arsch hätte retten können. Die Wölfe zeigten, wie unberechenbar die Erde sein konnte. Wie viel es gab, von dem wir noch nichts wussten. Wir hatten gelernt was die Erde für ein Ort war, doch nichts davon stellte sich als wahr heraus. Diese Wölfe entsprachen nicht den Bildern, die wir kannten. Nichts davon war das was wir erwarteten oder gelernt hatten. Doch jetzt waren wir auf uns allein gestellt. In dieser total abgedrehten Natur. Was sollten wir tun? Zurück gehen? Ich wusste es nicht. In Arkadia würden wir zumindest kein Glückliches Leben finden und der Fußmarsch zurück würde alleine drei Stunden dauern. Drei Stunden die auch ziemlich an unsren Kräften zerren würden. Egal aus welcher Sicht wir es sahen, wir würden immer die Außenseiter sein. Die Sündenböcke. Niemals hatte ich geglaubt, dass das Leben auf der Erde so schlimm werden würde. Für mich war das Leben auf der Ark auch nie Zuckerschlecken gewesen. Doch als ich mit den Hundert hinunter geschickt worden war, hatte ich zunächst wirklich sowas wie Hoffnung geschöpft. Hoffnung die genauso schnell wieder ertränkt worden war von all den Dingen die mir wieder fahren war. Für mich war dieses Leben kaum etwas Wert. Ich scheute mich zu sehr um es zu beenden und glaubte immer noch daran, dass es irgendwann besser werden würde. Doch um welchen Preis? War es zu viel verlang einmal in seinem Leben Glücklich sein zu wollen? „Was sollen wir jetzt machen?“, fragte ich, als wir so langsam wieder zu stehen kamen und ich schon völlig aus der Puste war. Wir hatten so eben Jaha zurück gelassen. Den Ratsvorsitzenden. Für solch einen Verrat wären wir auf der Ark damals sicher gefloatet worden. Denn ich war mir sicher, dass wir ihn ab heute nie wieder sehen würden. Niemals hätte ich geglaubt das dieser Trip so endete. Er hatte doch gerade erst begonnen. Ich hielt kurz die Luft an. Ich spürte wie mein Herz gegen meine Brust schlug. Isabella trug immer noch meine Jacke. Mittlerweile war es jedoch etwas drückend und die Sonne ging auf. Wir hatten uns bei den Bäumen zurück gezogen und uns wieder von der Wüste entfernt. Wer hatte schon gewusst, was alles dahinter gelegen hatte. „Wir können nicht einfach zurück gehen.“ Doch was sollten wir dann tun? Einfach hier in der Natur leben? Auf eigenen Beinen die Stadt des Lichts suchen? Auf gar keinen Fall endete das gut. Ich schluckte und fuhr mir durch meine Haare. Wie es mich ankotzte so unzufrieden mit seinem eigenem Leben zu sein. Immer und immer wieder das selbe. Der Trott und dieser lächerliche Versuch irgendetwas zu ändern. Niemand glaubte mit, alle spielten gegen mich und selbst wenn ich mich mal für das Wohl anderer einsetzte, endete es in einer Katastrophe. Ich lehnte mich an einen Baum hinter mir und ließ mich auf den Grund nieder. Für einen kurzen Augenblick musste ich mir einfach ausruhen. Für einen kurzen Augenblick ruhe schaffen bevor ich davor endete durchzudrehen. Am liebsten hätte ich einfach irgend wen angeschrien. Für diese total Aussichtslose Situation. Ich nahm das Gewehr das noch immer wie mein Rucksack an meinem Rücken hing und warf es ins Gebüsch. Das Leben würde es uns jetzt eh nicht mehr retten. Wenn wir sterben sollten, denn war es unser Schicksal. Was sollte so ein dummes Gewehr daran ändern. Alles was mit der Arkadia zu tun hatte, brachte uns sowieso nicht weiter. „Es tut mir leid das es soweit gekommen ist. Ich wollte dich da nicht mit reinziehen. War vielleicht von Anfang an zum scheitern verurteilt.Tut mir wirklich leid.“ Ich sah auf. „Das Leben hier unten ist eine reinste Katastrophe. Vielleicht hatte ich für einen kurzen Augenblick wirklich den Gedanken es könnte besser werden.“ Ich lachte spöttisch auf. Vermutlich war ich einfach nur enttäuscht von mir selbst. Davon das ich mich immer wieder zusammen riss und Hoffnungen für gar nichts schöpfte. Ohne Isabella wäre ich nun allein hier draußen und was glaubte ich was dann passierte?
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