The Hamptons [Revenge] RPG

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Fr Jun 29, 2018 8:49 pm

DELILAH Thompson


Es war dumm von mir einen Fremden in meine Wohnung einzuladen, vor allem da er gerade noch meine Sachen hatte mitgehen lassen wollen. Ganz so ohne meine Fragen zu beantworten, wollte ich ihn dann aber doch nicht ziehen lassen. Wenn er kein Penner war, was dann? Müllmann war wohl auch nicht so ganz sein Beruf, so verhielt sich kein Müllmann – selbst hier in Amerika nicht. Wenn ich seine Andeutung richtig verstand, machte er jedoch aus Schrott wervolle Dinge. Glauben konnte ich ihm nicht wirklich, denn wirklich so aussehen tat er dann doch wieder nicht. Ich sah aber wohl auch nicht aus wie eine Verrückte die früh morgendliche Diebe in ihre Wohnung einluden um mit ihnen zu frühstücken. Hey, aber so konnte ich wohl wenigstens schon einem Menschen den Tag versüßen ohne wirklich viel zu tun, immerhin war Müllmann wohl kaum einfach so morgens unterwegs um Schrott zu sammeln. Und seinen Magen hatte ich auch brummen gehört – er hatte Hunger. Menschen zu lesen war aber auch wirklich nicht sonderlich schwer, wenn man gerne Zeit damit verbrachte sie zu beobachten und aufzuheitern ohne dafür etwas zu bekommen. "Dann erzähl mir Mal was du mit meinen Sachen tun willst, Müllmann." Er hatte sich selbst als Müllmann betitelt, und ein Penner schien er ja dann doch nicht zu sein. Wenn doch, stank er eindeutig nicht halb so schlimm wie betrunkene Iren die aus den Pubs flogen. Ein Fremder der meinen Schrott wieder in etwas Wertvolles verwandeln würde – das glaubte er doch selbst nicht. Das wollte ich auf jeden Fall sehen! Leise lachend musterte ich ihn, folgte ihm durch mein Zuhause und deutete auf den Tisch. "Also Schüchtern bist du schon einmal nicht," was wohl ziemlich gut war. Wahrscheinlich hätte ich es aber auch schon sehr viel früher sehen sollen, schließlich hatte er nicht einfach die Flucht ergriffen sondern allen Ernstes versucht mich davon zu überzeugen zurück ins Bett zu gehen. Gut, er hatte gesagt ich solle zurück ins Haus, aber wahrscheinlich hatte er selbst erkannt das ich gerade aus dem Bett gekrochen war. Das war wohl kaum zu übersehen. Zumal ich mir ziemlich sicher war das man nicht nur an meinem Arm den Abdruck meiner Bettwäsche erkannte. "Hast du ein Glück das ich selbst mit Kater noch nett bin." Andere Menschen hätten ihn wohl kaum in ihr Zuhause gelassen, geschweige denn so ruhig reagiert. Andere Menschen waren aber auch nicht ich und hatten sich zur Aufgabe gemacht den Menschen etwas Freude, Spaß und Abenteuer zurück zu geben, irgendwie schien das ja doch so ziemlich verschwunden zu gehen sobald man mit der Schule fertig war. Und irgendwie wurde jeder ziemlich egoistisch sobald es darum ging zu teilen. Ich schmunzelte und setzte etwas Wasser zum kochen auf, holte eine Pfanne von über meinem Herd hervor und ein paar Eier und Speck aus dem Kühlschrank. "Spiegelei wird gewünscht, Spiegelei wird es sein," entgegnete ich ihm und deutete mit dem Kopf auf eine der Schubladen, aus der erBesteck holen konnte. Dann sollte er mir nun aber auch wirklich erklären weshalb er meine Sachen durchwühlte. Dabei wusste ich noch nicht einmal mehr genau was ich alles vor dem Haus gelagert hatte. Eine Menge, immerhin hatte ich viel zu viel mit hier her genommen – ich hätte es wohl in Irland bei meinen Eltern lassen sollen, oder verkaufen. Oder ich konnte es einem Müllmann geben der darauf etwas wertvolles machen wollte. Aus einem weiteren meiner Schränke holte ich Teller hervor, ehe ich die Eier in die Pfanne schlug und den Speck anbriet. Er hatte wohl wirklich Glück nicht meine Nachbarn erwischt zu haben, sie waren zwar nett, aber eindeutig keine Morgenpersonen.

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Arce
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Fr Jun 29, 2018 10:11 pm

• Mika Juste Chaplin.
Er nannte sie doch nicht allen ernstes reif. Sie hatte große Brüste und schwierigkeiten damit sie auszubalancieren, dass hatte sie- aber mehr auch nicht. Geschwiege, dass ich glaubte, dass sie etwas im Köpfchen hatte. Ohne über sie Urteilen zu wollen. Naschön, vielleicht war ich auch ein ganz kleines bisschen Eifersüchtig, doch das spielte für mich keine wirklich Große rolle. Schon einmal hatte ich meine Diagnose aufgestellt was sie betraf, dass hatte sich meiner Meinung nicht geändert. Ich blieb bei meinem Wort. Sie konnte sämtliche Konkurz nicht leiden und vermutlich ärgerte es sie noch mehr, dass sie immer noch nur die Bedienstete war. Das Joaquim an einer Geschmacksverirrung litt wurde dadurch mehr als deutlich. "Ich weiß nicht ob es eine Beleidigung sein soll oder ob ich mich dankbar schätzen soll. Du stehst auf Typen wie mich und auf Frauen wie sie-wobei wir uns eigentlich absolut nicht ähneln." Ich blieb einfach reglos auf seinem Bett liegen und drehte meinen Kopf zur Seite so das ich nicht ins Kissen murmelte. Diese Energie die durch meinen Körper floss war wirklich undruchdringlich. Schließlich wusste ich mittlerweile, dass nichts funktionierte sobald ich mich auf meine Füße stellte. Ich sah Joaquim dabei zu wie er sich in neue frische Kleidung zwengte. Danach drehte er sich wieder zu mir und setzte sich zu mir. Ehe ich etwas entgegnen konnte jedoch, kam er mir zuvor. Ich spürte seine Lippen auf meinen und schloss aus Reflex die Augen. Es war ein unglaubliches kribbeln das durch meinen Körper floss und es fühlte sich beinahe so an, als wäre es um vieles Intensiver als sonst. Es musste an der Droge liegen. Ich schnappt nach Luft und legte ihm meinen Finger auf den Mund. Joaquim Jenson glaubte wirklich immer er hatte die Kontroll eüber einen. Ich war vielleicht High, aber nicht Blöd. "Na Na Na. Ich bin kein Idiot- du versuchst mich doch gerade nicht etwa mit dieser Masche zu Ködern oder?", ich schmunzelte und presste meine Lippen zusammen. Der Gedanke sein kleines Spielchen mitzuspielen war zwar ganz nett, aber dafür musste er sich dann wohl einen anderen "Idioten" suchen. Ich strich seine Hand aus meinem Nacken, da er weiter mit meinen Haaren spielte und stieß ihn sachte von mir. Bedacht aber so vorsichtig zu sein, dass ich ihn auch sicher nicht verletzte. "Dabei dachte ich immer du seist Clever", neckte ich ihn und versteckte mich ruckartig unter der Bettdecke. "Da musst du dir wohl etwas anderes einfallen lassen um mich zum schweigen zu bringen. Im Ernst, ich will etwas richtig aufregendes machen, ich will noch nicht schlafen." Nur ärgerlich das Joaquim so verdroschen aussah. Ich krabbelte wieder unter seiner Decke hervor und wackelte auf seiner Matratze herum. Wenn ich meinen Bewegungsdrang nicht auf der Stelle befriedigte, glaubte ich noch zu explodieren. Das würde nämlich ganz sicher passieren. Wie konnte ich mich selbst nur wieder irgendwie im Zaun halten? Wie dem auch sei, gerade war es mir so gut wie egal. Ich hatte einen Gedanken und kaum war ich dabei diesen zu verarbeiten, kam auch schon die nächste Idee. Der nächste Gedanke, den ich nicht zu Ordnen konnte. Ich wollte mich über so viele Dinge unterhalten und so vieles erleben, dass ich nicht mal mehr wusste wo oben und unten war. Nur rumsitzen machte mich verrückt. Es tat förmlich in meinen Gelenken weh.


Zuletzt von Troian. am Fr Jun 29, 2018 10:14 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Fr Jun 29, 2018 10:12 pm

Keenan Nile
Und schon stand ich in ihrer Wohnung. War das zu fassen? Welches Mädchen, das in New York lebte, lud einen Kerl zu sich in die Wohnung ein, der eben noch dabei gewesen war ihre Sachen in einen Sack zu packen und damit abzuhauen? Auch wenn ich echt froh um dieses Frühstück war, aber das war schon ziemlich bescheuert von ihr. Hoffentlich würde sie diese Entscheidung nicht bereuen, ich war auf Dauer nämlich kein besonders angenehmer Geselle. Aber für ein Frühstück würde ich mich sicher zusammenreißen können – na ja, so halbwegs zumindest. Ich lief durch ihre Wohnung und sah mich nicht gerade unauffällig um. Ich betrachtete die Bilder, die an der Wand hingen, verschränkte die Hände auf dem Rücken und ging in den Raum mit der offenen Tür, hinter der sich auch ihre Küche versteckte. Meine Wohnung war deutlich übersichtlicher. Ich hatte einen einzigen Raum – und ein winziges Klo. In diesem einen Raum waren eine Küchenzeile, ein Schlafsofa, eine Kommode und ein Tisch mit einem Stuhl. Sie aber hatte tatsächlich vier Stühle, obwohl sie vermutlich auch nur einen benutzte. Das gab zumindest der Boden Preis, denn nur unter einem Stuhl zeigten sich hier leichte Striemen auf dem Boden. „Du lebst also allein hier, huh?“, stellte ich leise fest und sah mich in ihrer Küche um, die fast so groß war wie meine gesamte Wohnung. Ich drehte mich zu ihr um, als sie zum Herd ging und eine Pfanne hervornahm. Noch so ein Ding. Sie hatte mehrere Pfannen und Töpfe in verschiedenen Größen? Interessant… Ich legte den Kopf leicht schief, als sie mich nun Müllmann nannte. Na gut, von mir aus. Das war immer noch besser als Penner. Dieses Wort war viel zu negativ konnotiert. „Ich bastle deine Sachen zusammen, sprüh oder male sie schön an und mache Skulpturen draus. Aber wehe du verrätst irgendjemandem meine Geschäftsidee!“ Ich konnte es mir nicht leisten, dass plötzlich mehrere Typen auf die Idee kamen und ich auch noch in einen Konkurrenzkampf treten musste. Ich war froh, wenn ich überhaupt etwas verkaufte, aber wenn es drei von mir gäbe? Dann wäre ich wohl komplett am Arsch. Immerhin konnte ich nichts anderes, außer das. „Und du scheinst nicht ganz so paranoid zu sein wie alle anderen New Yorker, wenn du einen Fremden zum Frühstück einlädst.“, stellte ich nun auch eine Eigenschaft bei ihr laut fest und stellte mich neben sie, um die Schublade aufzuziehen. Ich nahm zwei Gabeln und Messer heraus und legte das alles auf den Tisch, während sie allen Ernstes auch noch Speck aus ihrem Kühlschrank nahm. Gott, war ich im Himmel? Im Waisenhaus war so ein Frühstück sehr selten vorgekommen – höchstens an Weihnachten oder Ostern hatte es mal Rührei mit Speck gegeben. Ich sog den Duft tief in meine Lungen und seufzte zufrieden. Es gab nichts Besseres als das, oder? Ich schaute ihr ziemlich gierig dabei zu, als sie das gebratene Ei und den Speck auf die Teller verteilte. „Hmmm… du solltest aufpassen, sonst komme ich noch öfter her.“, schmunzelte ich und nahm den Teller entgegen, ehe ich damit zum Tisch ging und mich nahezu über das Essen stürzte. Na ja, ich war nicht unbedingt der Kerl, der viele Manieren zeigte. Ich nahm zwar das Besteck, aber von Ruhe und Genuss war da nicht viel zu sehen. „Ich will gar nicht wissen, wen du in dein Haus einlädst, wenn du nicht verkatert bist.“, schmunzelte ich mit vollem Mund und schob mir die nächste Gabel bereits in den Mund, noch bevor ich geschluckt hatte. Ich hatte gestern Abend auch kein wirkliches Abendessen gehabt. Da waren zwar noch ein paar kalte Ravioli in der Dose im Kühlschrank gewesen, aber ich war eben schon ein großer Junge und brauchte etwas mehr als drei Ravioli. Dieses Frühstück hier war eine echte Genugtuung.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Fr Jun 29, 2018 10:28 pm

Joaquim Jenson
Ich seufzte tief und drehte mich vorsichtig auf die Seite, da mittlerweile jede Bewegung schmerzte. Mein Kopf dröhnte und ich glaubte langsam wirklich eine leichte Gehirnerschütterung davongetragen zu haben. Diese Kopfschmerzen waren nicht mehr normal, außerdem sah ich momentan noch weniger als sonst – also so gut wie nichts. Meine gesamte Seite schmerzte, ich konnte kaum Atmen, ohne die gebrochenen Rippen zu spüren. Ich war komplett demoliert und wollte nur noch schlafen und hoffen, dass es morgen besser wurde, aber Mika war absolut high. Er war so durch den Wind, dass er nicht klar denken konnte. Könnte er das, wüsste er auch, dass es wichtig war, dass er diesen Rausch ausschlief, anstatt sich darin fallen zu lassen. Ich klammerte mich an seinem Nacken fest und spielte mit seinen Haaren, versuchte ihn abzulenken. „Vielleicht mag ich dich ja gerade weil du so anders bist als alles, was ich bisher hatte. Immerhin hatte ich Margret nur einmal und du hast mehrmals das Vergnügen, darfst sogar ab und zu das Kommando übernehmen. Also wenn das nichts ist, dann weiß ich auch nicht.“, raunte ich an seinen Lippen und hoffte ihn damit bezirzen zu können. Er musste zur Ruhe kommen, sich von mir aus an mir austoben, aber ich wollte ihn nicht draußen herumlaufen haben. Er würde nur irgendeinen Scheiß anstellen und sich in Schwierigkeiten bringen. Ich musste jetzt auf ihn aufpassen und das tat ich – egal um welchen Preis. Ich zeigte ihm sogar eine weiche Seite, die er so nicht kannte. Leider nur war Mika selbst high noch viel zu clever. Er legte seinen Finger auf meine Lippen und unterbrach mich. Natürlich wusste er, dass ich hier gerade nur versuchte ihn hier zu behalten. Er begann auf meiner Matratze zu hüpfen und ich stöhnte auf, als die Schwingungen mich erreichten und mich vor Schmerz zusammenfahren ließen. „Mika, bitte! Bitte, hör auf.“, murmelte ich unter Schmerzen und hielt mir die Seite, ehe ich unter der Bettdecke seine Hand griff und mich daran festhielt. Ich klammerte mich ja förmlich an ihm fest. „Bitte bleib bei mir. Ich kann jetzt nicht hier weg und ich will dich hier haben.“, sagte ich nun also ehrlich und schob meine Finger zwischen seine, hielt ihn wirklich fest. „Das ist kein Spiel, okay? Ich meine das ernst. Ich mache mir Sorgen, dass du irgendetwas Dummes tust und hier kann ich wenigstens auf dich aufpassen.“ Vielleicht verstand er ja jetzt wenigstens. Auch wenn er es nur für mich tat! Klar, gerade ging es ihm gegen den Strich, aber morgen wäre er sicher dankbar dafür keinen Scheiß angestellt zu haben. „Tob dich an mir aus. Du darfst diesmal Top sein, wie wäre das für dich? Ich weiß, dass du es genießt auch mal meinen Part zu übernehmen.“, raunte ich ihm zu. Wenn er dafür dann endlich hier blieb, würde ich in Kauf nehmen morgen den ganzen Tag nicht richtig sitzen zu können. Ich machte mir doch bloß Sorgen um ihn…
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Fr Jun 29, 2018 10:35 pm

DELILAH Thompson


Er war gut darin die Situation zu lesen. Vielleicht war er auch einfach nur ziemlich gut darin die Umgebung zu erkennen, denn sonderlich versteckt war die Tatsache wohl doch nicht das ich alleine hier lebte. Tat ich ja auch. Ich war alleine hier, denn meine Eltern lebten immer noch in Irland, ebenso wie meine Geschwister. Alles was ich hier hatte waren Bekannte und Freunde, und irgendwelche verrückten Müllmänner die meinen Vorgarten durchforsteten weil sie dachten etwas wertvolles oder gar einen Schatz zu finden. Ganz so nett war die Gegend dann aber doch nicht – es war hübsch hier, und beschweren konnte ich mich für den Preis den ich zahlte wohl kaum, vor allem da ich ohnehin schon den Gute-Bewohnerin Bonus hatte den sonst niemand bekam. Das hieß aber noch lange nicht das man in meinem Garten Schätze fand, denn reich war ich noch lange nicht. Würde ich aber wohl auch niemals sein. Ich kam einfach nur aus einem Haus in dem man Geld hart erarbeitete, und es demnach ebenso wertschätzte. Vor allem aber hatte ich wirklich wundervolle Eltern die mir jeden Monat etwas Geld zukommen ließen, so wie sie es schon bei meinen Geschwistern getan hatten als diese die Welt hatten erforschen wollen. Nun war ich an der Reihe, und beschweren konnte ich mich nicht ansatzweise über die Dinge die ich bis jetzt erlebt hatte. Vielleicht hatte ich auch einfach nur unfassbar viel Glück mit den Menschen und Situationen in die ich mich begab, denn Lizzie hatte mich bereits vor New York und den Menschen hier gewarnt. Egoistische Bastarde, die nichts weiter konnten als für Probleme zu sorgen. Es war klar, dass sie nur so dachte weil ihr einer davon das Herz gebrochen hatte. Deshalb hatte sie auch von Amerikanern abgeschworen, nachdem sie mich kennengelernt und meine Geschichten gehört hatte. "Sieht wohl ganz so aus, aber wer ist in dieser Gegend schon jemals ganz alleine?", antwortete ich amüsiert. Er konnte mir nicht wirklich sagen das er hier gerade versuchte herauszufinden ob er auch im Haus etwas klauen konnte. Das konnte er nicht. Im Haus bekam er Probleme mit mir – im Haus fand er ohnehin nichts was wirklich wertvoll war. Zumindest nicht in seinen Augen, denn er war wirklich auf der Suche nach Schrott den er wiederverwenden konnte. Amüsiert, vielleicht sogar ein klein wenig überrascht darüber das er wirklich etwas aus Dingen bastelte die sonst im Schrott landeten, warf ich einen kurzen Blick in seine Richtung. Nicht schlecht, der Müllmann überraschte mich. "Keine Sorge, ich hab meine eigenen Ideen," die ich nicht zwingend mit jemandem teilen würde. Gut, ich hatte keine Ideen dieser Arten, für mich aber zählte ohnehin sehr viel mehr etwas für die Leute zu tun und nicht etwa irgendetwas zu basteln. So oder so tat der Müllmann wohl sehr viel mehr für die Umwelt als manch anderer, immerhin sammelte er Schrott und verwendete ihn wieder. Lachend zuckte ich die Schultern. Falsch lag er nicht. "Ich bin aber auch nicht von hier." Er konnte mir unmöglich sagen, dass er das noch nicht bemerkt hatte. Es war klar und deutlich zu hören, außer man kannte wirklich absolut keinen Teil der Welt. Er musste aber wenigstens wissen das ich nicht von hier war. Wer in New York und Umgebung würde einen Fremden der Schrott durchwühlte einladen und mit Frühstück versorgen? Zumal er gerade nicht wirklich den Eindruck auf mich machte als hätte er in letzter Zeit sonderlich viel zu sich genommen, so wie er das Essen gerade anstarrte – und zu sich nahm. Ich nahm zwei Tassen heraus, bereitete mir Tee vor und schob ihm sowohl Teebeutel als auch Kaffee zum aufgießen entgegen. Ich trank nicht wirklich Kaffee, trotzdem hatte ich welchen im Haus. Nur für Notfälle wie diese hier. "Ich habe sogar Milch und Zucker," entgegnete ich lachend und begann nun ebenfalls zu essen. Er aber hatte bereits die Hälfte seines Frühstücks gegessen, einfach so verschlungen wie ein Hund der darauf wartete dass das Essen weglief. Oder weggenommen wurde. "Eindeutig keine Postboten oder Müllmänner die meinen Schrott durchwühlen," antwortete ich amüsiert. Hey – ich lud wirklich keine Postboten oder Müllmänner in mein Zuhause ein um mit mir zu frühstücken, aber er sah nun wirklich nicht so aus als hätte er es gerade sonderlich leicht. Wenn er schon Schrott durchwühlte um nach Material zu suchen. "Du kannst meinen Schrott haben," sagte ich und lehnte mich zurück, hob meine Tasse an meine Lippen und trank einen Schluck von meinem heißen Tee. "–wenn du mir deine Sachen zeigst," fügte ich hinzu. Schmunzelnd schob ich ihm noch mein Teller entgegen, lehnte mich zum Kühlschrank und holte Brot und Wurst heraus. Spiegelei schien er ja wirklich nicht sonderlich oft zu sehen – und er war sich sicher, dass er kein Penner war?

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Fr Jun 29, 2018 10:44 pm

• Chord Heard.
Mein Körper artete völlig aus. Ich schwitzte bemerkbar stark, meine Augen wurden glasig und ich wurde absolut hibbelig. Weil ich mich nicht wohl fühlte. Mein Herz begann einfach zu rasen und ich atmete angespannt und versucht ruhig ein und aus. Es tat mir so leid für sie. Vor allem nach allem was wir jetzt durchmachten und durch gemacht hatten, aber ich hatte keine Kraft mit ihr darüber zu disskutieren. Ich hatte mir dieses Leben nicht ausgesucht. Von Beginn an war es soweit gekommen, dass ich mir nicht aussuchen konnte was passierte. Diese Dinge hatten mich geprägt. Von klein auf war es sogar die Erziehung meines Vaters gewesen. Dann das A.I.M. die Drogen, der Alkohol. Mittlerweile hatten sie mich gebrochen. Ich schaffte es kaum noch mich auf den Sport zu interessieren. Ich ließ ratlos die Arme auf meinen Schoß fallen. Was sollte ich sagen? Sah sie mich überhaupt noch an? Sie war doch nicht blind. Vermutlich hatte ich durch mein Verhalten die letzte Chance an den Nagel gehängt, doch ich hatte mich in der Situation gezwungen gefühlt so zu handeln. Ich mied es sie anzusehen. Ich hatte das Gefühl, wie länger ich versuchte ihr die Sache zu erklären, umso schlimmer wurde es. Also blieb mir nichts anderes über als ihr zu sagen wie ich fühlte. Sie sagte, ich rannte immer wieder davor weg. Dieses mal jedoch wollte ich ihr zeigen das es nicht so war. Auch wenn es hart war. Diese Einstellung war jedoch nur mein Problem und hatte absolut nichts mit ihr zu tun. "Was willst du hören?", fragte ich in die Stille hinein die meiner Meinung nach ein wenig zu lange angehalten hatte. "Ich packs nicht. Ich bin ein Junkie. Ich bin gebrochen. Glaubst du, ich würde immer wieder zum Alkohol greifen? Nein- du willst immer das ich die Wahrheit sage. Doch das heißt nicht, dass es mir nicht leid tut. Die ganze Sache ist so irre kompliziert, dass ich dir gar nicht sagen kann wo es anfängt und wo es aufhört. Mein Körper ist unruhig, müde, ich habe das Gefühl ich muss ständg kotzen und ich male mir irgendwelche Ausreden aus, die ich benutzen könnte um als vorwand Alkohol zu trinken. Ich hab vor kurzem sogar noch geglaubt das ich es im Griff habe. Ich habe in sechs Stunden meinen gesamten Flachmann leer getrunken und keiner hat etwas bemerkt." Mittlerweile merkte man eher den nüchteren Zustand, als den, wenn ich etwas Alkohol im Blut hatte. Lillian legte ihre Hand auf mein Knie und ich hatte dieses eine mal wirklich das Gefühl, dass sie mir vergab. Ihre Haltung wurde sanfter und sie schien wirklich mit mir zu reden. "Sag mir. Was soll ich tun? Ich kann nicht schlafen und dieser Typ- oder wer auch immer uns diese Nachrichten schickt, macht mich wahnsinnig. Ich schaff noch nicht mal für Bryan ein Vater zu sein und jetzt soll ich die Rolle zu Hundert Prozent übernehmen? Ich komme doch gerade mal so erst damit klar." Lillian konnte froh sein das ich es schaffte Bryan in die Augen zu sehen. Zu Beginn waren beinahe sowas wie gar keine Gefühle im spiel gewesen. Was wenn sich das bei dem zweiten Baby genauso entwickelte. Zu viele Probleme mit absolut zu wenig Lösungen. Nervös erhob ich meine zitternde Hand und rieb mir den Nacken. "Ich muss nach Hause", brachte ich knapp hervor. "Ich meine ich- ich habe keine Ahnung was ich tun soll." Ich konnte sie hier doch nicht allein lassen, aber ich musste mich irgendwie beruhigen.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Fr Jun 29, 2018 11:15 pm

Keenan Nile
Das hier war einfach nur verrückt. Noch nie war mir jemand entgegengekommen. Schon gar nicht in dieser Art und Weise, in diesem Ausmaß. Sie lud mich zu sich zum Frühstück ein und tischte mir allen Ernstes das auf, wonach ich gefragt hatte. Mir hätte schon ein trockenes Brötchen gereicht! Himmel, das wäre immerhin auch ein wenig Geld gewesen, das ich gespart hätte. Dass sie mir aber wirklich Spiegelei und Speck gab… Ich sollte wohl öfter in den Vorgärten anderer Leute irgendwelche Sachen durchwühlen und sie versuchen mitzunehmen. Mir war klar, dass das Diebstahl war. Na ja, immerhin lagen die Sachen ja noch auf ihrem Grundstück, zu dem ich mir unbefugter Weise Zutritt verschafft hatte. Ich hätte ihre Sachen geklaut, dessen war ich mir voll und ganz bewusst. Ich glaubte aber auch, dass sie die Sachen nicht mehr brauchte oder vielleicht sogar froh war sie los zu sein, sodass sie wegen so einem Mist sicher nicht die Polizei rufen würde. Ich schürzte leicht die Lippen und schaute hoch zu ihr, musterte sie durch meine dichten, schwarzen Wimpern und schob mir eine blonde Locke aus meiner Stirn, ehe ich weiter aß. „Keine Sorge, ich hatte nicht vor dich zu töten oder auszurauben. Ich wollte wirklich nur den Schrott in deinem Vorgarten.“, versprach ich ihr. Na ja, ich kannte New York und normalerweise musste man hier vor Kerlen wie mir Angst haben. Also vor denen, die sich im Dunkeln herumschlichen und in Vorgärten fremder Leute einbrachen, aber… ich tat das nun wirklich nur, weil ich musste. Entweder das oder ich verhungerte in irgendeiner Gasse, weil ich weder Unterstützung von meinen „Eltern“, noch von dem Staat bekam. Das wollte ich aber auch gar nicht. Ich konnte für mich selbst sorgen. Die Wege waren bloß nicht immer besonders legal. Als sie mir erklärte, dass sie nicht von hier kam, musste ich doch ein wenig lachen. „Nein, das stimmt wohl. Du kommst definitiv nicht von hier, aber du lebst hier. Und New Yorker färben ab.“ Man passte sich dieser Stadt automatisch an. Ich wusste zwar nicht woher sie kam – immerhin hatte ich dieses Land, New York, noch nie verlassen, aber sie klang definitiv nicht wie jemand, der hier geboren worden war – wie ich. Ich schob mir das letzte Stück Speck in den Mund und kaute darauf herum, atmete tief und genussvoll aus und wollte das Besteck bereits weglegen, als sie mir auch ihren Teller herüberschob. Skeptisch hob ich den Blick und musterte sie, doch sie holte sich bereits andere Sachen aus dem Kühlschrank, der – wohlgemerkt anders als bei mir – reichlich gefüllt war. Alles klar, dann würde ich ihr sicher nichts wegessen. Ich stürzte mich also auch über die zweite Portion. Nebenbei goss ich mir einen Kaffee auf. Himmel, der Tag wurde immer besser. Gab es eigentlich irgendetwas, das sie nicht hatte? Ich hatte in meiner Wohnung nicht einmal heißes Wasser, verdammt! Ich zog die Tasse zu mir herüber, als sie mir noch Milch und Zucker anbot. „Ich bin keine Tunte, ich trinke meinen Kaffee schwarz, danke.“ Ich nahm einen tiefen Schluck von dem bitteren Gebräu und wieder konnte ich mein Glück kaum fassen. Sie war echt ganz schön leichtsinnig, aber genau das rettete mir heute wohl den Arsch. Ich wäre sonst heute echt mies drauf gewesen, wenn ich hungrig eine Skulptur hätte zusammenschweißen müssen. „Also wenn du nüchtern bist… lädst du dann Serienmörder und Terroristen zum Brunch ein?“ Kein normaler Mensch – verkatert, besoffen oder high – lud einen Mann zu sich in die Wohnung ein, der eben noch versucht hatte Schrott aus dem Vorgarten zu klauen. Irgendetwas stimmte echt gewaltig nicht mit ihr, aber mir sollte es Recht sein. Sie erlaubte mir ja nun sogar den Schrott mitzunehmen, also würde ich ihr nicht einmal etwas klauen. Doch… welcher New Yorker war bitte so nett? Ob einheimisch oder zugezogen, das war unrealistisch. So viel Glück konnte ich nicht haben, oder? Ich hob die Augenbrauen, als sie eine Gegenleistung einforderte. „Wenn ich dir meine Sachen zeige? Wieso klingt das so verdammt pervers?“, fragte ich sie und aß den letzten Bissen Spiegelei, ehe ich von dem Kaffee trank und sie musterte. „Wenn du mein Teil sehen willst, hättest du nur fragen müssen. Aber meine Kunst ist was anderes. Ich muss das Zeug erstmal zusammenschweißen, verkleben, anmalen oder besprühen. Da sitz ich vermutlich ein paar Tage dran und dann muss ich so schnell es geht einen Käufer finden.“, erklärte ich ihr. Was erwartete sie denn? Dass ich eine Kunstausstellung bei mir zu Hause hatte? Sonderlich viel zu zeigen hatte ich ihr nun wirklich nicht.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Fr Jun 29, 2018 11:42 pm

LILLIAN Adams

Mir war nicht klar gewesen wie schwer es Chord fallen musste mit all diesen Dingen hier klar zu kommen. Um ehrlich zu sein: ich hatte gedacht, dass er klar kam. Das es für ihn wenigstens irgendwie in Ordnung war, ehe ich wieder einmal an ihm gezweifelt hatte. Wahrscheinlich waren es meine Zweifel an ihm, die ihm ständig zeigten wie sehr er doch eigentlich versagte. Für was für Probleme er ständig sorgte – in meinem Leben, im Leben von Bryan. Er dachte doch ständig nur darüber nach was er falsch machte, was er nicht auf die Reihe bekam. Und um ehrlich zu sein brach es mir das Herz zu wissen, dass ich noch nicht einmal ansatzweise hinsah. Das ich einfach so tat als wäre alles in bester Ordnung, als wäre das hier nicht etwa ein Problem. Es war wohl einfach an der Zeit das wir uns endlich mit der Realität befassten, dass wir uns endlich damit beschäftigten was diese Situationen, was seine Vergangenheit aus ihm gemacht hatten. Erst dann konnten wir überhaupt darüber nachdenken etwas für die Zukunft aufzubauen, etwas für das es sich zu kämpfen lohnte. Ich wollte nicht noch mehr Drama in meinem Leben, wollte nicht noch mehr Abenteuer und Unsicherheit. Gott, wir hatten einen Sohn und ein zweites Kind war bereits am Weg, irgendwann mussten wir doch endlich über diesen ständigen Kinderkram hinweg sein. Für Chord aber war es nun einmal sehr viel mehr als das, und um ehrlich zu sein – ich hatte es von Anfang an gewusst. Zugeben hatte ich es jedoch nicht wollen. Was wollte ich hören – wusste er das bis jetzt noch nicht? Ich wollte von ihm hören, dass es ihm irgendwann besser gehen würde. Das er versuchte daran zu arbeiten und möglicherweise irgendwann einen Weg finden würde, damit es ihm wieder besser ging. Das er wenigstens ansatzweise der Chord wurde den ich kannte. Der Chord in den ich mich verliebt hatte. Mir war klar, dass er nie einfach so zurückgehen konnte, dass er nicht einfach so tun konnte als wäre niemals etwas passiert, aber wenigstens irgendwie musste er es doch verarbeiten können. Dazu aber musste er es zulassen, und nicht einfach nur verdrängen. Er verdrängte es, weshalb er ständig schlecht träumte. Weil man in Träumen nun einmal von Dingen heimgesucht wurde, die man für gewöhnlich nicht sehen wollte. An die man nicht denken wollte. Langsam drehte ich mich nun gänzlich ihm zu, schob mein Bein dabei auf die Bank. "Du musst die Rolle nicht von jetzt auf sofort zu hundert Prozent übernehmen Chord. Du musst sie noch nicht einmal übernehmen wenn du nicht bereit dazu bist," verstand er das denn nicht? Ich zwang ihn nicht – ich wollte weder ihn noch Bryan zwingen, noch ein ungeborener Baby das noch nicht einmal ansatzweise wusste was hier abging. Kopfschüttelnd legte ich meine Hände an seine Wangen, zwang ihn mich anzusehen. "Hör mir zu, okay? Du musst das hier nicht alleine tun Chord. Diese .. Dinge die dich beschäftigen, du musst sie nicht alleine durchmachen." Er war nicht mehr alleine. Trotzdem fühlte er sich genau so. Alleine und verlassen, so wie er es wohl die gesamte Zeit über bei A.I.M gewesen war. So wie man ihn trainiert hatte. "Okay, schließ die Augen." Knapp nickte ich ihm zu und sah für einen kurzen Moment zu Bryan, ehe ich Chord meine gesamte Aufmerksamkeit zuwandte. "Schließ die Augen und hör nur mir zu, okay? Nur mir," das würde er doch ohnehin nicht tun. Vorsichtig schob ich ihm seine Haare aus der Stirn, zog mich näher an ihn. "Früher, als ich noch ein Kind war und mit meinem Bruder bei meinen Eltern gelebt habe, hatte ich immer Angst das irgendwann einmal etwas schlimmes passieren würde. Wir hatten nie ein schönes Haus oder viel Geld, aber mehr als wir hatten haben wir nie gebraucht. Damals habe ich ein Zimmer mit Bryan geteilt, und jedes Mal wenn ich nicht schlafen konnte hat er mir eine Geschichte erzählt bis ich eingeschlafen bin." Heute tat es nicht mehr ansatzweise so sehr weh wie früher, wann auch immer ich darüber sprach. Ich tat es mit Bryan, wann auch immer er Angst hatte, weil es ihm zeigte das es in Ordnung war – und das ich hier war, um ihn zu beschützen. Wenn Chord nun wenigstens ein klein wenig Schutz brauchte, selbst nur vor seinen eigenen Gedanken, würde ich es wenigstens versuchen. Mehr konnte ich wohl auch einfach nicht mehr tun.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Fr Jun 29, 2018 11:43 pm

DELILAH Thompson

Um ehrlich zu sein, ich hatte nicht wirklich gedacht das dieser Tag hier schlecht enden würde. Es gab nie schlechte Tage, schließlich musste man selbst einfach nur ein klein wenig Einsatz zeigen um eine Situation zu etwas sehr viel Schönerem Erlebnis zu machen als man zuerst gedacht hatte zu haben. Meine Philosophie war wohl einfach nur das Wissen, dass ich selbst aus regnerischen Tagen in New York noch sehr viel mehr machen konnte als aus sonnigen Tagen im Paradies. Es spielte keine Rolle wo ich war, mit wem ich etwas unternahm, denn letzten Endes spielte es nur eine Rolle wie man sich verhielt. Und ob man sich ständig aufs Negative konzentrierte. Ich hatte nie wirklich verstehen können wie man so tief sinken konnte, wie man so schwer fallen konnte um irgendwann in so einem Loch festzusitzen und keinen Ausweg zu finden. Ich verstand jedoch auch nicht wirklich weshalb nicht jeder ein klein weniger netter zu seinem Nachbarn war – mit etwas mehr Freude im Leben war man doch gleich sehr viel besser gelaunt als zuvor. "Vielleicht habe ich ja vor dich umzubringen," oder auch nicht. Ich hätte ihn wohl sehr viel weiter ins Haus gebracht als nur in meine Küche, hätte ich vor ihn zu töten. Ich war aber auch nicht Hannibal und wollte Blut sehen. Ich wollte lediglich das er mit einem Lachen dieses Haus verließ und die gute Laune möglicherweise an jemanden weitergab, den er heute noch antreffen würde. Selbst wenn es nur durch eine Begrüßung war. Geteilte Freude war doch gleich sehr viel besser als einsam dazusitzen und schlechte Laune zu haben. Ich lachte etwas auf und zuckte die Schultern. "Ich lebe wohl noch nicht lange genug hier um genauso paranoid zu sein wie die Leute hier." Und wenn es jemals soweit kommen sollte, war ich schneller aus dieser Stadt und diesem Land raus als man sich wünschen konnte. Ich würde nicht zu einen von ihnen werden. Weshalb sollte ich das wollen? Natürlich passte man sich an, und natürlich tat man Dinge hier anders – vor allem ich tat Dinge hier anders als zuhause. Das hieß jedoch nicht das ich zu einem New Yorker wurde. Niemals im Leben würden meine Eltern das zulassen, es gab nichts Schlimmeres für meine Eltern als jemanden aus New York der sich auch so verhielt. Schmunzelnd sah ich ihn kurz an, ehe ich mir ein Brötchen belegte und den leeren Teller wieder zurück zu mir zog. Wenigstens meine gute Tat für den Tag hatte ich bereits erledigt, und um ehrlich zu sein fühlte es sich gut an. Ich biss von meinem Brötchen ab, verschluckte mich dabei beinahe und lachte mit vorgehaltener Hand. "Bitte! Meine Freunde trinken Kaffee nicht schwarz und sind auch keine Tunten!" Sie mochten Tee nur sehr viel lieber als Kaffee. Das musste doch aber auch wirklich nicht sofort heißen das man eine Tunte war – zumindest nicht in meinen Augen. Ich nahm einen großen Schluck von meinem Tee, schwappte damit sämtlichen Inhalt aus meinem Mund hinab und lehnte mich wieder zurück. "Ja. Du kannst dir gar nicht vorstellen was für Geschichten sie zu erzählen haben," antwortete ich ihm scherzeshalber. Ganz so schlimm war es dann doch nicht, ich aß lediglich Frühstück mit Obdachlosen auf den Straßen, setzte mich für eine Weile einfach neben sie und gab ihnen das Gefühl nicht unsichtbar zu sein. Und ab und zu konnte ich Menschen dadurch bewegen ebenfalls etwas Gutes zu tun. Das Beste an diesen Situationen aber war wohl wirklich die Tatsache wie Kinder damit umgingen, denn Kinder sahen diese Menschen nicht anders. Nur Erwachsene hatten völlig andere Augen für die Menschen um sie. Und das war schlimm genug. Erneut biss ich von meinem Brötchen ab, zog die Beine auf meinen Stuhl und zuckte unschuldig die Schultern. Weshalb dachte er sofort an etwas perverses, wenn ich von seinen Sachen sprach? Ich hatte wirklich nicht davon gesprochen. "Dann musst du wohl damit Vorlieb nehmen dass ich deine Kunst sehen will bevor sie an einen Verkäufer geht," stellte ich fest. Das wollte ich auch. Hey, wenn er meinen Schrott schon bekam wollte ich wissen was für Dinge er daraus bauen konnte, und an was für Leute meine Sachen denn so verkauft wurden! Das konnte nun auch wirklich nicht zu viel verlangt sein.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Sa Jun 30, 2018 12:03 am

• Chord Heard.
Es fiel mir verdammt schwer ihr in die Augen zu sehen. Es war das Schamgefühl. Ich bekam nichts auf die Reihe und dennoch entschied sie sich immer wieder für mich. Es war wirklich bewundernswert, dass sie mir zusprach, doch an meinem Gefühl würde sie nichts ändern können. Ich war es doch der nichts auf die Kette bekam. Sie hatte es von Anfang an gewusst und dennoch waren wir wieder in dieser Situation. Klar, wir liebten und doch wir kamen einfach nicht voran. Wir wollten alle Schritte gemeinsam gehen, doch wie sollte das aussehn? Ich zerfiel dem Alkohol und den Drogen, konnte keine vernümftige Beziehung zu meinem Kind aufbauen und wir führten nebenbei sowas wie ein Gangster Quartel? Es war hart genug wie alle anderen um mich herum mich ansahen. So, als wäre ich ein Monster. Und das war ich ja eigentlich auch durch die Tatsache, dass ich zuließ dass Lillian in ihrer Schwangerschaft durch diese Qualen durchging. Ich schüttelte den Kopf und schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. Ruhig ein und ausatmen. "Es tut mir so leid das ich dich immer und immer wieder enttäusche." Doch dafür gab es jetzt auch gar keine Entschuldigung mehr. "Ich habe dich nicht betrogen", wiederholte ich noch einmal. Keine Ahnung ob das noch etwas war, was sie beschäftigte, doch ich wollte es nur noch einmal klar stellen. "Ich würde das was wir haben niemals aufs Spiel setzen. Kein weiteres Mal, aber ich denke ich bin so schnell nicht in der Lage der Kerl zu sein den du im Augenblick brauchst. Ich bin kein Jasper. Ich habe keinen festen Job oder komme jeden Tag mit Guter Laune nach Hause. Ich habe kein perfektes Leben oder ein Haus das ich euch bieten kann. Geschweige das ich für irgendetwas Geld habe. Bryan brauch jemanden der sich um ihn kümmert. Clint geht es seit der Operation nicht sonderlich gut, er will die Black Hoods ausbauen und führen, Dylan brauch dringend eine Schulter die ich ihm garantiert nicht bieten kann und du- du brauchst einen Mann der sich um dich sorgt. Der dich auf Händen trägt um zu verhindern das etwas mit dem Kind passiert. Ich weiß nicht wo ich Anfangen soll- Alle Verlangen Dinge von mir und die Liste von Sachen die sich in meinem Leben anhäufen, hört einfach nicht auf. Ich versuche wirklich mit aller Macht mich auf das zu Konzentrieren was wirklich wichtig ist. Wichtig für uns um zu Überleben, aber ich bin weder jeder Kleinigkeite einfach nur genervt und ich habe keinen blassen Schimmer wieso-" Meine Stimme wurde während ich sprach immer unruhiger und auch war ich ein wenig lauter geworden. Ich runzelte die Stirn und fuhr mir mit meiner glatten Hand über die Falten. Oben drauf kamen dann noch die Kopfschmerzen und ich ging in all den Dingen unter. Solange bis einer von ihnen sich Luft machte. Jetzt im Augenblick war es Lillian, doch wie oft hatte ich mir von Dylan irgendwelche Sprüche anhören müssen. DU bist nicht mein Vater oder Clint, der glaubte ich würde einfach nur tatenlos rumsitzen, nachdem alles verbrannt worden war, was wir noch hatten. Wieso konnten wir nicht genauso leben wie Daniel und Vincent? Es war ein einfaches unkompliziertes Leben. Sie hatten ein Haus, eine Katze- adoptierten vermutlich bald Kinder. Wieso musste es nur bei uns immer so wahnsinnig schief gehen? Wieso musste ich ihr das erklären? Es waren meine Gedanken die einfach keine klappe halten konnten. Ich brauchte jemanden um mir diese Sachen von der Seele zu reden, so einfach war das.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Jun 30, 2018 7:41 am

Lillian Adams

Gut, es funktionierte nicht. Er wollte mir nicht zuhören, wollte keine Geschichten oder sich einfach ein Mal auf das konzentrieren was ich sagte. Es war in Ordnung, schließlich hatte ich ebenso wenig Ahnung davon was denn nun mit ihm ablief, schließlich hatte ich selbst absolut keinen blassen Schimmer wie ich ihm helfen sollte. Er wusste es selbst nicht, versuchte aber wenigstens irgendwie seine Gedanken in klaren Gedanken zu verfassen. Dabei verfiel er aber wohl einfach ein weiteres Mal seinen eigenen Gedanken, verfiel den Dingen die ihm Probleme schafften und sah einfach keinen Ausweg. Wusste er eigentlich wie schwer es mir fiel ihm einfach nur dabei zuzusehen wie er hier vor meinen Augen Stück für Stück zerbrach? Wie schwer es mir fiel absolut machtlos zu sein? Ich hatte mir geschworen nie mehr wieder machtlos zu sein, nie wieder einfach nur zuzusehen wie meine Familie zerbrach – das hatte ich ein Mal getan, noch einmal ließ ich es nicht zu. Dann würde ich wohl einfach mehr tun müssen. Für ihn – ob er wollte oder nicht. Mir war von Anfang an klar gewesen das es nicht leicht werden würde, dass wir jedoch wirklich beinahe jeden Monat in einer Situation wie dieser hier sitzen würde, und doch nie wissen würden damit umzugehen war nicht geplant gewesen. "Es ist in Ordnung Chord. Ich weiß das du mich nicht betrogen hast." Das hatte er nicht. Er hatte mich nicht betrogen – die Bilder waren alt, von irgendwann als er es doch getan hatte. Und dieser Freak versuchte das alles hier uns Ruckeln zu bekommen, schaffte es sogar mir Zweifel einzureden die ich einfach nicht haben sollte. Ich sollte nicht an Chord's Worten zweifeln, sondern an dem was mir dieser Freak zukommen ließ. Mit Chord nun darüber zu sprechen wäre wohl aber einfach der falsche Zeitpunkt – vielleicht sollte ich mich jemandem anderes anvertrauen. Dylan konnte bestimmt helfen, und Ablenkung half ihm wohl auch gerade irgendwie. Gott ich wollte es Chord erzählen, er aber war bereits mit den Nerven am Ende. Und er redete. Zum ersten Mal in seinem Leben redete er wohl wirklich darüber was in seinem Kopf vor sich ging, redete und redete ohne dabei auch nur ein Mal aufzuhören. Und die gesamte Zeit über hatte ich einfach nicht die leiseste Ahnung was ich ihm sagen konnte, dass es besser machen würde. "Das sind die Hormone," antwortete ich. Für einen Moment schmunzelte ich, ehe ich den Kopf schüttelte und seinen Kopf wieder etwas anhob. "Du trinkst nicht, obwohl du es tun willst. Du nimmst keine Drogen, obwohl dein Körper sie verlangt. Chord es ist völlig normal das du diese Dinge erlebst, dass dich alles nervt und du nicht weißt warum das alles passiert. So funktioniert ein Entzug," und es war normal. Zum ersten Mal in seinem Leben konnte er wohl irgendwie behaupten etwas durchzumachen das normal war. Etwas zu erleben das er nicht verstecken musste, zumindest nicht vor mir oder Clint, noch nicht einmal vor Dylan. "Wir müssen einfach etwas finden womit wir dich beschäftigen können, ohne das du gleich alles und jeden angehen willst weil du genervt bist." Er musste abschalten und Dinge vergessen. Zumindest für eine Weile, um seinen Körper und seinen Kopf endlich entspannen zu lassen. Und irgendwann würden wir etwas finden. "Und du musst reden. So wie du es gerade getan hast." Dafür liebte ich ihn. Das er einfach geredet hatte, sämtliche Gedanken laut ausgesprochen und mit mir geteilt hatte. Ich wusste gerade ja noch nicht einmal ob ich einfach nur schweigen und ihm zuhören sollte, oder ob ich ihm möglicherweise gut zusprechen musste damit er weiterhin mit mir redete. Er war von allem und jedem genervt – und ich wollte nicht, dass er genervt war.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Sa Jun 30, 2018 9:30 am

Keenan Nile
Ich verschluckte mich beinahe an meinem letzten Stück Ei, als sie mir allen Ernstes weiß machen wollte, dass sie mich ja vielleicht umbringen wollte. Natürlich… deswegen lockte sie auch fremde Männer in ihr Haus ein. Das hier war New York, also war hier wirklich alles möglich, aber da wir bereits festgestellt hatten, dass sie hier allein lebte… „Nichts für ungut, Ginger, aber du bist sehr klein und zierlich. Ich denke nicht, dass du mich töten könntest, selbst wenn du es wolltest.“, schmunzelte ich und schüttelte nur den Kopf. Sie würde nicht einmal meine Leiche hier rausbringen können – außer vielleicht in Einzelteilen. So oder so war sie einfach viel zu klein, um mich um die Ecke zu bringen. Aber wenn ich so darüber nachdachte… schlau war es schon. Immerhin würde einen Penner vermutlich keiner vermissen und auch wenn ich nicht obdachlos war: auch mich würde keiner vermissen. Ich hatte keine Familie und Freunde? Na ja, wenn man die Leute im Park, die mit mir zusammen kiffen oder ein Bier zischten mal rausnahm, hatte ich wohl auch keine. Also war die Idee Obdachlose zuerst mit etwas Essen zu begnügen und sie dann umzulegen doch gar nicht mal so dumm. Ich schüttelte nur den Kopf, um diese Gedanken wieder loszuwerden. Ich schweifte schon wieder ab. Keiner wollte über sowas reden, richtig? Ich strich mir die blonden Locken aus der Stirn und sah sie an. „Na ja, ein bisschen Paranoia schadet nicht. Vor allem hier in New York nicht.“ Sie musste ja nicht gleich fünfzehn Schlösser an ihrer Tür anbringen lassen, aber wenn sie mal den Falschen in ihr Haus einlud, hätte sie wohl wirklich ein Problem. Ich war ja schon wirklich fragwürdig. Ich war ein Dieb – zumindest hatte ich das gerade draußen bewiesen. Wenn ich ihr nicht so dankbar für dieses hammermäßige Frühstück wäre, dann hätte ich sicher auch ein wenig aus diesem Haus hier mitgehen lassen, aber… wie gesagt, ich war dankbar und konnte mich zusammenreißen. So nötig hatte ich es noch nicht, dass ich selbst jemandem, der mir half, noch Geld abnahm. Ich nahm einen tiefen Schluck von meinem Kaffee und hob eine Augenbraue. „Es gibt zwei verschiedene Arten von New Yorkern, Schätzchen. Die einen bestellen einen Mokka-Chai-Latte bei Starbucks und die anderen trinken eben einfach Kaffee.“ Gut, Tunte war vielleicht ein wenig übertrieben, aber die meisten Männer, die sich sowas bestellten hatten doch leicht feminine Züge. Ich jedenfalls trank entweder Kakao oder Kaffee. Und ganz sicher nicht diese seltsamen Mischungen, die Starbucks sich ausgedacht hatte und zu überteuerten Preisen verkaufte. Nicht, dass ich mir das jemals leisten könnte. Ich legte den Kopf leicht schief und sah sie an, als sie wirklich darauf beharrte meine Kunstwerke zu sehen. Ich meine… Ich konnte es ja verstehen. Es war ihr Schrott, den sie mir freiwillig überließ, aber sonst war jeder einfach nur froh, wenn ich das Zeug mitschleppte. Noch nie hatte jemand begutachten wollen, was ich daraus machte. Ich rieb mir leicht den Nacken und nickte vorsichtig. „Na gut, dann… soll ich dich hier abholen, wenn ich fertig bin oder wie?“ Wie stellte sie sich das vor? Ich würde in meiner winzigen Wohnung etwas zusammenzimmern und dann wollte sie sich alles ansehen? Von mir aus. Wenn sie mir dadurch diese Dinge hier zusprach und ich irgendwie meine Kasse wieder auffüllen konnte, war es okay für mich.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Jun 30, 2018 9:57 am

DELILAH Thompson

Vertraue nie einem Fremden war nie etwas gewesen, dass mir meine Eltern beigebracht hatten. Zuhause kannte man einander, denn auch wenn wir nun einmal nicht unbedingt wenige Einwohner aufzuzeigen hatten, kannte doch jeder jeden. Und irgendwie war auch jeder mit einander verwandt – zumindest die älteren Generationen noch. Mittlerweile hatte Ballintoy wohl bemerkt das etwas frisches Blut in die Verwandtschaft musste, denn auch wenn wir es mochten unter einander zu bleiben und einander auch wirklich zu kennen, war es nun einmal nicht gut. Ich lachte und verdrehte die Augen, warf dem Müllmann einen knappen Blick zu. "Du unterschätzt mich," etwas was viele taten. Er hatte absolut keine Ahnung wovon er sprach – er wusste aber auch nicht ansatzweise wozu ich eigentlich fähig war. Er würde wohl kaum mehr so davon überzeugt sein das ich harmlos war, würde ich ihm zeigen was ich für Tricks auf Lager hatte. Und um ehrlich zu sein war es noch nicht einmal so als hätte ich nicht Lust ihm das Gegenteil zu beweisen. Ich mochte es nicht unterschätzt zu werden, vor allem aber mochte ich es nun einmal nicht wenn man mir irgendetwas vorwarf das nicht stimmte. Und gerade tat Müllmann genau das. Erwartete er wirklich, dass ich ihm hier wiedersprach und behauptete ein gesuchter Schwerverbrecher und Mörder zu sein? Es war ein Scherz – eindeutig nichts worüber man sich schlecht fühlen musste. Und das tat ich auch nicht. Schulterzuckend sah ich mich in meiner Küche um. "Ich wohne zwar noch nicht lange hier, aber lange genug um behaupten zu können das ich bis jetzt noch keine Probleme hatte." Mit absolut niemandem. Ich schmunzelte, denn auch wenn ich wirklich nicht dachte das Müllmann auch nur irgendetwas tun würde, oder dass mir hier wirklich etwas passieren würde, konnte ich mir ja doch nicht sicher sein. Das war mir klar, ich ging einfach nur nicht von den schlimmen Dingen aus. Damit wollte ich mir meine Zeit erst gar nicht vertreiben. Schmunzelnd zuckte ich die Schultern und stand auf, nahm die leeren Teller vom Tisch und stellte sie in der Spühle ab. Später hatte ich immer noch genug Zeit um mich um den Haushalt zu kümmern. "Oh und du gehörst zu der schwarzer Kaffee Sorte," stellte ich amüsiert fest. Mir war nicht klar gewesen das es zwei Sorten von Menschen gab. Vor allem nicht wenn es um Kaffee ging. Dafür das er es selbst nicht zu sich nahm wusste er ja doch schon ziemlich viel darüber was andere Menschen so tranken. "Aber hey, Mokka-Chai-Lattes sind wahrscheinlich gut. Du solltest es wenigstens probieren bevor du etwas darüber sagst," oder eben nicht. Meinetwegen konnte er so viel über diese Dinge sagen wie er wollte, denn eigentlich spielte es keine Rolle. Ich trank keinen Kaffee, hatte ich noch nie und würde ich wohl auch einfach niemals tun. Dazu mochte ich den Geschmack nicht. Ich trank den letzten Schluck meines Tees ehe ich nickte. Meinetwegen konnte er mir auch einfach eine Addresse nennen zu der ich kommen sollte um zu sehen, was er aus meinem Schrott so machte. "Oder du holst mich nicht von hier ab und sagst mir wo du die Sachen baust," stellte ich fest. Meinetwegen musste er mich wirklich nicht abholen.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Sa Jun 30, 2018 10:26 am

Keenan Nile
Ich hob Stirnrunzelnd eine Augenbraue, als sie mir allen Ernstes erklärte, dass ich sie unterschätzte. „Ach so? Machst du heimlich Krav Maga? Oder Karate?“ Na ja, ich war kein strategischer Kämpfer, aber ich glaubte auch nicht unbedingt, dass so eine kleine, zierliche Dame mich umhauen konnte. Klar, man lernte einiges in solchen Kampfkursen und es gab sicher Frauen, die mich locker aufs Kreuz legen konnten, aber sie… wirkte mit ihren roten Haaren und den rehbraunen Augen einfach so… ungefährlich. Ich müsste sie ja nur hochheben und schon würde sie in der Luft herumzappeln wie ein Frisch auf dem Trockenen. Zumindest stellte ich es mir so vor. Ich wusste, dass ich sievermutlich unterschätzte und sie einiges mehr auf dem Kasten hatte, wenn sie mir schon damit drohte, aber ich glaubte dennoch nicht, dass sie einen Kampf gewinnen und mich ausknocken könnte. Aber wir mussten das ja auch gar nicht probieren. Ich würde sie nicht angreifen und würde ihr auch keinen Grund geben mich anzugreifen. Zumindest nicht absichtlich. Sie hatte mir ein deftiges Frühstück geschenkt und damit stand ich in ihrer Schuld – zumal sie mir ja sogar ihren Schrott vor der Tür überließ. „Naja, dann hoffen wir mal, dass du schnell genug lernst nur den richtigen Menschen zu vertrauen, bevor du noch Probleme bekommst. Nicht jeder ist so wie ich und lässt dich aus Dankbarkeit in Frieden. Um ehrlich zu sein, hätte ich mir sicher irgendetwas wertvolles hier aus der Wohnung geschnappt, um über die Runden zu kommen, aber ich besitze eben doch ein klitzekleines Fünkchen Ehrgefühl. Wo auch immer das herkommt.“, schmunzelte ich und zuckte leicht die Schultern. Ich war nie wirklich erzogen worden und hatte nie gelernt, was richtig oder falsch war. Grob schon, natürlich. Im Waisenhaus lernte man nicht zu stehlen, nicht zu töten. Aber das waren die zehn Gebote, die einem dort eingetrichtert wurden. Sowas wie Scham oder Ehrgefühl gab es dort nicht. Immerhin waren die Kids dort ziemlich arm dran und lernten nur wie sie sich selbst schützten. Zumindest war es bei mir so gewesen. Ich lehnte mich im Stuhl zurück und strich mir über die nicht vorhandene Plauze. Ich aß gar nicht genug, um einen Bauch oder gar Speckröllchen zu bekommen. Allerdings bewegte ich mich auch viel, wenn ich an den Kunstwerken herumschraubte oder Dinge zusammenschweißte. Ich pustete mir wieder einmal die nervigen Haare aus dem Gesicht und legte den Kopf ein wenig schief. „Du hast es erfasst, Ginger. Wenn ich Kaffee trinke, dann schwarz. Immerhin soll er dann ja auch den Zweck erfüllen mich wach zu halten und das tut er nicht, wenn er zu 80% aus Tee oder Milch besteht. Und sicher werde ich mir niemals einen Mokka-Chai-Latte für zehn Dollar holen, solange ich nicht reich bin oder sowas. Da kann ich das Geld für deutlich Wichtigeres ausgeben.“ Wie zum Beispiel Brot und etwas Käse, damit ich nicht verhungerte. Sicher bestand der Inhalt meines Kühlschranks nur noch aus Spinnweben. Meistens kaufte ich mir irgendwo etwas, weil ich Hunger hatte und es sofort aß. Es hatte schon lange nichts mehr in meinem Kühlschrank gelegen. Ich hatte momentan einfach nicht das Geld mir Vorräte anzulegen. Ich seufzte tief und schaute sie nun ein wenig ernster an. „Ich könnte dir schon meine Adresse nennen, aber vermutlich würdest du dann nie so weit kommen. Nichts für ungut, aber die Gegend, in der ich wohne ist… nicht sehr sicher. Auch nicht für Mädchen, die Krav Maga können. Außerdem könnte ich dir nicht Bescheid sagen wann, denn ein Handy besitze ich nicht. Ich hole dich also ab.“ Sie allein in meiner Straße? Niemals. Keine zehn Meter von meiner Wohnung entfernt dealte irgend so ein Typ mit verfaulten Zähnen mit Heroin. Also war es definitiv keine Gegend für rothaarige Sonnenscheinchen. Ich müsste ja so oder so herkommen, um ihr Bescheid zu sagen, wenn ich fertig war. Ich konnte mir nicht einmal ein billiges Klapphandy leisten…
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Sa Jun 30, 2018 9:25 pm

Naima Harris
Er hatte keinen Namen? Welcher Mensch hatte denn bitte keinen Namen? Vielleicht der Nachwuchs irgendwelcher spiritueller Eltern, die ihrem Kind die Möglichkeit geben wollten, sich selbst seinen Namen auszusuchen. Allerdings wirkte er auf mich nicht sonderlich übersinnlich oder so jung, dass er sich seinen Namen noch nicht ausgesucht haben könnte, also schloss ich diese Möglichkeit aus. Da mir keine andere Antwort einfallen wollte, konnte ich das Problem nicht lösen. Zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Und ich mochte ungelöste Probleme nicht. Sie blieben unausgesprochen im Raum stehen, man schob sie in irgendeine gedankliche Schublade und versuchte sie zu vergessen, bis sie zu übermächtig wurden und eine wahre Krise auslösten. „Du brauchst einen Namen.“, stellte ich also kurzentschlossen fest und sah ihn an. Irgendwie musste ich ihn doch ansprechen können, oder? Ich konnte ihn schließlich schlecht Typ nennen, auch wenn er von sich selbst behauptete, bloß irgendein Typ zu sein. Jeder Mensch war irgendwie besonders, irgendwie individuell und er stellte keine Ausnahme dar. „Okay, lass mich überlegen … wie wäre es mit Leonard?“ Aus zusammen gekniffenen Augen sah ich ihn an, als könne ich so besser beurteilen, ob der Name zu ihm passte. „Nein, absolut nicht.“, schlussfolgerte ich aus den Ergebnissen meiner Analyse und schürzte die Lippen. Erneut nahm ich ihn unter die Lupe. Die längeren, blonden Haare, die sein Gesicht umspielten. Die hellen Augen, die hin und wieder dahinter her blitzten. Die schönen Lippen. Er war nicht extrem trainiert, aber auch weit entfernt von schmächtig. Wenn ich das, was ich bislang hatte erkennen können, beurteilen müsste, würde ich sagen, dass er durchaus attraktiv war. Nun musste nur noch ein passender Name für die hübsche Hülle gefunden werden. „Du bist keine besonders große Hilfe, wenn du einfach nur dastehst und mich anglotzt.“, beschwerte ich mich und verdrehte die Augen in seine Richtung. Woher ich dieses plötzliche Selbstbewusstsein hernahm? Ich wusste es selbst nicht genau. Vielleicht hatte ich den ersten Schock verdaut und war wieder Ich. Zu gut gelaunt, zu freundlich, zu fröhlich, zu redselig. Aber vielleicht waren das gerade die Attribute, die mich ausmachten. Auch wenn Hama sich immer mal wieder über meine kindliche Begeisterung aufregte. „Okay, wir brauchen einen Namen. Was hältst du von … Fernandez?“ Ich betrachtete ihn eingehend, ehe ich anfing zu lachen. Kichernd saß ich da und starrte auf meine Arme, um mich zu beruhigen. „Tut mir leid, aber du siehst nun wirklich nicht südländisch aus. Kein Stück.“, meinte ich und biss mir auf die Unterlippe. Ich musste verrückt werden. Sonst gab es keine Erklärung für mein merkwürdiges Verhalten. Wahrscheinlich wurde der Sauerstoff immer knapper und mein Gehirn verabschiedete sich. So musste es sein, oder? Noch immer grinsend sah ich ihn wieder an. „Anscheinend sagt dir keiner meiner tollen Vorschläge zu, also werden wir es wohl erstmal mit Blondie versuchen. Du weißt schon, wegen deiner Haare. Wenn dir etwas anderes einfallen sollte, zögere nicht und sag es mir.“, schlug ich vor und hob eine Braue. Ich beugte mich etwas vor und blickte ihn erwartungsvoll an. „Also, Blondie. Wie alt bist du? Vielleicht weißt du das ja wenigstens.“ Da ich keine Ahnung hatte, wie lange ich hier sein würde, hatte ich beschlossen, das Beste daraus machen. Und es konnte nicht schaden, den Typen genauer kennen zu lernen, der mich hier gefangen hielt. So würde mir die Zeit hoffentlich nicht allzu lang werden.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Sa Jun 30, 2018 10:08 pm

Projekt 937
Wieso schien sie so verwirrt? Auf einmal bildeten sich da diese komischen Stressfalten auf ihrer Stirn. War ich denn wirklich der erste Proband, auf den sie traf? Es gab doch dort draußen sicher mehr als bloß mich. Überall musste doch geforscht werden. Der Mensch verlangte nach Wissen. Neugierde war ein natürlicher Trieb, also… war ich unmöglich das einzige Forschungsobjekt, das Klarheit verschaffen sollte. Vermutlich hatte sie nur noch nie einen gesehen oder… noch nie davon gehört? Es verunsicherte mich irgendwie. Am besten ich hielt erstmal meinen Mund, um nicht zu viel zu verraten. Jede Information über das Projekt von Vater könnte zum Problem werden. Sie könnte vermutlich alles gegen uns verwenden. Das durfte ich nicht zulassen. Unsicher setzte ich mich auf einen Stuhl ihr gegenüber und musterte sie mit schräg gelegtem Kopf, während ich mein Hosenbein wieder über die vernähten Stellen über mein Bein schob. Ich sollte es vielleicht einfach genießen eine Frau hier bei mir zu haben und dann auch noch so eine hübsche. Wenn ich Vater erstmal angerufen hatte, würde er mir sicher sagen, dass ich sie gehen lassen musste und dann würde ich vermutlich mein gesamtes, restliches Leben lang keine Frauen mehr sehen. Eigentlich sollte ich ja niemanden sehen – zu meiner eigenen Sicherheit und der von Vater. Nur deswegen hielt ich sie ja hier fest. Ich schluckte hart und lehnte mich zurück, als sie plötzlich sagte, dass ich einen Namen haben musste. Ehe ich ihr erklären konnte wieso das nicht nötig war, fing sie auch schon an und begann Namen aufzuzählen und mich ziemlich eingehend zu mustern. Ich war es gewohnt unter Beobachtung zu stehen – eigentlich so gut wie jede Stunde am Tag, aber ihr Blick war irgendwie… anders als der meines Vaters. Das hier war nicht neutral, sondern irgendwie… wertend. Ganz seltsam. Ich blinzelte verwirrt, als sie mir vorwarf keine große Hilfe zu sein. Was? Sollte ich mir jetzt einen Namen ausdenken? Ich brauchte doch gar keinen! „Uhm… Leo klingt ganz nett. Hat der Name irgendeine Bedeutung?“ Ich verstand immerhin auch nicht viel von Namensgebung. Das brauchte ich aber auch nicht. „Ich brauche keinen Namen. Na ja, ich hatte nie einen und sollte auch keinen haben.“ Ein Name schaffte Verbindung. Ein Name machte einen Menschen erst zu einer Person und vermutlich wollte Vater einfach nicht, dass… er mich zu menschlich sah. Ich war nur ein Versuchsobjekt und wenn er mir einen Namen gab, würde es sicher schwerer für ihn sein, wenn das Experiment eines Tages scheiterte. „Am besten du lässt das. Nenn mich einfach 937. Das tut Vater auch.“, riet ich ihr. Darauf hörte ich. Projekt 937 war die Nummer des Experimentes und somit auch meine. Das war sozusagen mein Name und er verlieh dem Ganzen einfach etwas Neutrales, rein Wissenschaftliches. Das war gut so, denn genau so musste es auch sein. Keiner von uns konnte sich leisten hier irgendwelche Bindungen zu entwickeln. Ich war eben nichts weiter als ein Körper, an dem Dinge getestet wurden, die der Menschheit eines Tages helfen würden. "Uhm... ich müsste jetzt um die 20 sein. Weiß nicht so genau.. Und du?", fragte ich gleich zurück. Ich hatte ja wohl dasselbe Recht dazu mehr über sie zu erfahren, oder?
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am So Jul 01, 2018 12:00 am

Naima Harris
Jeder Mensch brauchte einen Namen. Er war ein Teil unserer Persönlichkeit, mit dem wir uns identifizieren konnten. Zumindest ging es mir mit meinem so. Naima bedeutete in meiner Muttersprache kleine Sonne und passte wohl perfekt zu mir. Ich war eine wahre Frohnatur, so etwas wie schlechte Laune kannte ich nicht. Hama hatte mir einst erzählt, dass ich schon als Kind immer nur gelacht hatte. Während andere Kinder wütend oder trotzig reagierten, hatte ich versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Diese Eigenschaft hatte ich mir bis heute beibehalten. Was brachte es mir denn, wenn ich schmollend in der Ecke saß, nur weil etwas nicht so klappte, wie es mir vorgestellt hatte? Man musste die Dinge positiv angehen – sonst verlor man schnell die Motivation. Auch wenn andere gelegentlich von meiner Art genervt waren, würde ich meine Positivität als meinen besten Charakterzug bezeichnen. Sonst würde ich vermutlich immer noch hier sitzen und weinen. Stattdessen machte ich Witze mit Blondie und wollte mehr über ihn erfahren. Er schlug vor, dass ich ihn 937 nennen könnte, da sein Vater anscheinend den Namen ausgewählt hatte. „Nein, ich denke nicht.“, erwiderte ich und schüttelte den Kopf. Mit einer Zahl war ich sicherlich nicht einverstanden. Die war so … unpersönlich. Von mir aus konnte er zu seiner doofen Zahl zurückkehren, sobald ich nicht mehr da war. Aber solange ich hier gefangen gehalten wurde, würde ich ihn mit einen Namen ansprechen. Leo also. Es war kein spannender Name, aber drei Buchstaben waren immerhin besser als drei Zahlen, oder? Ich freute mich jedenfalls, dass er sich für meinen Vorschlag offen zeigte. „21.“, erwiderte ich und schenkte ihm ein kleines Lächeln. Ich hatte es kaum erwarten können, dieses Jahr endlich volljährig zu werden. An meinem Geburtstag waren wir um die Häuser gezogen und hatten die Clubs Bluevilles unsicher gemacht, bis wir am Morgen kaum noch stehen konnten. Dort hatte ich einen jungen Mann kennen gelernt, den ich einige Wochen gedatet hatte. Letztendlich stellte sich jedoch heraus, dass er ein absoluter Vollidiot und meine Zeit nicht wert war. Nichtsdestotrotz hatte ich seine Aufmerksamkeit genossen. War es merkwürdig, mit 21 immer noch keine feste Beziehung gehabt zu haben? Wahrscheinlich. Es war ja nicht so, dass ich es nicht versuchte – es schien nur niemanden zu geben. Der einzige Mann, der sich an einer ernsthaften Bindung interessiert gezeigt hatte, wollte innerhalb des nächsten Jahres heiraten und Kinder bekommen. Dafür war ich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bereit. Gott, warum machte ich mir überhaupt darüber Gedanken? Hatte ich es so dringend nötig, dass ich beim Anblick des nächstbesten männlichen Wesens irgendwelche Hormonschübe bekam? Ganz sicher nicht! Ich musste einen klaren Kopf behalten, wenn ich hier irgendwie rauskommen wollte und durfte mich nicht von meinen Gefühlen leiten lassen. „Wohnst du mit deinem Vater alleine hier?“, fragte ich, um das Gespräch aufrecht zu erhalten und meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Das Haus, ja das gesamte Grundstück, erschien mir für zwei Personen doch recht groß. Selbst wenn seine Mutter noch hier wohnte, würden sie kaum den ganzen Platz brauchen. Was für eine Verschwendung. Ich kannte zwar solche Häuser zu Genüge, schließlich bewohnten all meine Freunde eins, aber den Sinn dahinter hatte ich nie verstanden.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jul 01, 2018 1:31 am

• Cassian Winters.
Natürlich entging mir ihr Blick nicht. Sie musterte meinen gesamten Nackten Körper. Mich, in voller Pracht und ich wusste nicht wieso aber aus irgendeinem Grund fühlte ich mich ein wenig beschämt. All diese Hindernisse in unserer Beziehung und jetzt standen wir uns so voreinander? Unsere Geschichte war wenigstens keine Love Story die man auf einem Grillfest erzählen konnte. Das Wasser prasselte meinen Nacken herunter und ich musterte ihren Körper. Ich kannte diesen Körper bereits. Selbst wenn ich diesen Anfall gehabt hatte, konnte ich mich noch an diese perfekten Kurven erinnern. Ich grinste leicht in mich hinein. Sie sollte nicht glauben das mein Verhalten gerade etwas schlimmer auf sich hatte. Ich war einfach müde und irgendwie ein wenig erschlagen von allem um mich herum. "Ist es normal das ich mich gerade trotzdem ein wenig schäme?" Dabei kannte ich dieses Verhalten von mir selbst gar nicht. Ich, der Kerl der mit jeder sofort ins Bett stieg. Was war nur los mit mir. "Ich meine es ist alles gut, es ist doch alles gut oder?", fragte ich und meine Augen weiteten sich automatisch wieder. Sie sah zum ersten Mal meinen intimen Bereich- das war in der Tat sehr neu. Vielleicht hatte sie es sich ja auch anders vorgestellt. Größer-kleiner, schöner? Oh Himmel, ich sollte aufhören darüber nachzudenken. "Aus meiner Sicht ist alles in bester Ordnung. Es ist alles mehr als gut." Aber ich hatte bereits gewusst was für einen wunderschönen Körper sie hatte. Sie brauchte ihn nicht vor mir zu verstecken. Vorsichtig strichen meine Finger über ihre Haut bis zu ihrem Bauchnabel. Ich würde ihr nicht zu nahe kommen. Noch mehr Drama würden wir für heute vermutlich nicht verkraften. Sie sollte einfach bestimmen, wie weit sie gehen wollte und was wir taten und was nicht. Micaela war es die mir immer und immer wieder eine Chance gab und dieses mal wollte ich diese auch nutzen. So gut es ging würde ich versuchen meine Dämonen wegzuschließen. Keine Ahnung für wie lange das klappte, aber es war ein Versuch wert. "Du bist wirklich wunderschön, aber ich glaube das habe ich dir schon mal gesagt. Wenn nicht, denn tut es mir leid, denn das bist du." So schnulzig das auch klang. Micaela verdiente jemanden der ihr dies jeden Tag sagte und sie behandelte als sei sie die einzig wahre. So würde das bei uns jedoch nur selten laufen glaube ich. Trotzdem fand ich es gut, dass wir nicht so waren wie die anderen. Auch wir hatten es verdient Glücklich zu sein trotz der Probleme die wir hatten.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Jul 01, 2018 2:44 am

Micaela Ramírez
War es mir ein bisschen peinlich, dass ich ihn so betrachtete? Schon ein bisschen. Immerhin war es ja eigentlich nicht das erste Mal, dass ich einen Mann nackt sah. Ich sah wie er leicht grinste und langsam fing ich mich an zu entspannen. Das war doch ein gutes Zeichen oder? Wenn er lächelte, war das ein gutes Zeichen. Ich seufzte leise auf und legte meine Hand auf seine Brust. Vorsichtig glitt sie über seinen Körper und ich schüttelte den Kopf. „Nein, für was solltest du dich denn schämen? Du bist perfekt“, murmelte ich leise und hob dann wieder den Blick. Vermutlich sollte ich einfach nicht so lange in seinen Intimbereich schauen, dann würde er auch nicht solche komischen Sachen fragen. Seine Worte beruhigten mich und auch ich nickte dann. „Ja, es ist in der Tat alles bestens“, murmelte ich leise und lächelte ihn an. Es fühlte sich an, als würde die Nervosität langsam von mir abfallen. Meine Hand glitt bis zu seinem Bauch hinunter. Das gewohnte Kribbeln setzte ein, als seine Hände über meine Haut bis zu meinem Bauchnabel glitt. Mein Herzschlag beschleunigte sich und ich sah ihm in die Augen. Bei seinen Worten wurde ich ein bisschen verlegen und meine Wangen färbten sich erneut rot. „Ja, das hast du schon mal gesagt“, hauchte ich leise. Ich schnappte mir das Shampoo und gab etwas davon auf meine Hand, bevor ich sanft seine Brust damit anfing einzuseifen.Danach folgten seine Schultern und anschliessend zu seinem Bauch hinunter. Meine Hände fuhren über seinen leicht definierten Bauch. Ich mochte seinen Körper. Sein Körper war nicht so ein krasses Muskelpaket, dass es übertrieben war und gleichzeitig war es auch nicht zu wenig. Es war einfach.. perfekt. Ich seufzte leise auf und vorsichtig glitten meine Hände dann weiter hinunter, während mein Atem sich noch ein Stückchen beschleunigte. „Du musst mir sagen… wenn es zu viel wird“, sagte ich leicht verlegen. Dann aber zog ich ihn doch zu mir und legte meine Lippen auf seine. Viel zu lange hatten wir uns nicht mehr so geküsst. Vorsichtig schmiegte ich meinen Körper an ihn heran und die andere Hand glitt leicht in sein nasses Haar. Es war ungewohnt, dass wir uns so nahe waren. So komplett ohne Kleider – unter der Dusche. Trotzdem fühlte es sich aber genauso gut an, wie seine warme Haut sich an meine schmiegte. Ich wusste nur nicht, wie viel er davon ertragen würde. Er war ein Mann und das wusste ich. Eigentlich war er sogar ein Mann, der ziemlich gerne Sex hatte und das wusste ich auch. Aber davon durfte ich mich jetzt einfach nicht abschrecken lassen.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am So Jul 01, 2018 9:30 am

Projekt 937
Dieses Mädchen war… seltsam. Waren alle so? Ich konnte es nicht sagen, immerhin war sie das erste Mädchen, das ich wirklich in der Realität sah. Vor ihr war mir noch keine einzige Frau über den Weg gelaufen und ich war fasziniert davon wie grazil und zart diese Wesen doch waren. Ich wusste ja wieso Vater mich vor der Welt versteckte, aber… in dem Moment hätte ich mir wirklich gewünscht er hätte es nicht getan. Und das war mein allererster Wunsch in dieser Richtung. In der Pubertät hatte ich mich zwar oft aufgeregt und hatte rebelliert, aber gerade war ich doch ein wenig traurig um das Leben, das ich dort draußen hätte haben können. Doch es war schon okay so. Ich half hier immerhin der gesamten Menschheit. Irgendwann würde mein Opfer allen Menschen auf diesem Planeten geholfen haben. Das war es doch wert, oder? Ich presste die Lippen aufeinander und stützte die Unterarme auf meinen Knien ab, während ich sie weiterhin beobachtete, als wäre sie etwas völlig Fremdes. Für mich war sie das ja auch. Aber für sie war ich vermutlich ebenso befremdlich und neu. Zumindest schien es sie zu verwirren, dass ich keinen normalen Namen hatte, sondern sozusagen nur meine Projektnummer als Namen trug. „Aber das ist sozusagen mein Name. Darauf höre ich. 937 oder… Projekt 937 ist auch okay. Ich sollte keinen Namen tragen.“, erklärte ich ihr sanft. Immerhin hatte Vater sich etwas dabei gedacht, als er entschieden hatte mich namenlos zu lassen und nur wie ein Projekt zu behandeln. Ich nickte leicht, als sie mir verriet, dass sie scheinbar sogar älter war als ich. Sie kannte aber sicher auch ihren Geburtstag. Ich wurde für Vater nur jedes Jahr älter. Ich wusste nicht woran er das festmachte. Vielleicht nahm er die Jahreswende, wenn alle Feuerwerk in die Luft pusteten. Vielleicht war das für ihn sowas wie mein Geburtstag, auch wenn ich natürlich keinen hatte. Auch ich war geboren worden, aber diesen Tag feierte niemanden. Er war unwichtig. Vater brauchte nur mein ungefähres Alter für seine Aufzeichnungen, also zählten wir jedes Jahr bloß mit. Es war also gut möglich, dass ich vielleicht auch schon 21 war oder sogar 22. Jedenfalls war ich bereits zwanzig Jahre hier bei Vater. Ich legte den Kopf leicht schief, als sie mich fragte, ob ich hier mit Vater allein lebte. Ja, vermutlich musste ihr das Haus ziemlich groß vorkommen, aber der gesamte Keller und einige Zimmer oben waren mit wissenschaftlichem Kram zugestellt. Unten war das Labor und oben konnte ich Sport treiben, um fit zu bleiben oder mich ans EKG anschließen. Wir brauchten den Platz also definitiv. „Naja, er ist nicht wirklich mein Vater. Also nicht mein richtiger. Aber ja. Wir leben allein hier. Und offiziell wohnt nur er hier, also… musst du was mich betrifft wirklich dicht halten. Niemand darf davon erfahren, dass ich hier bin, verstanden?“, murmelte ich unruhig und fuhr mir durch die Haare, ehe ich auf die Uhr sah. Vater war immer noch in der Luft. Wann würde er nochmal genau landen? „Ich kann ihn erst kontaktieren, wenn er wieder erreichbar ist. Das wird etwas dauern… tut mir leid, dass ich dir nicht mehr sagen kann.“, murmelte ich und biss mir leicht auf die Unterlippe. So verdreht meine Ansicht von der Welt auch war – immerhin kannte ich ja nur ein paar Filme, die Vater mir auch erlaubte sehen zu dürfen – wusste ich doch, dass niemand gern wartete und das auch noch gegen seinen Willen. Aber es musste sein. Nur so konnte ich die Arbeit meines Vaters auch wirklich schützen. Sie könnte mit wenigen Worten so vieles zerstören, wo wir 20 Jahre lang drauf hingearbeitet hatten. Das durfte nicht umsonst gewesen sein. Also würde auch Vater das mit allen Mitteln schützen wollen.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jul 01, 2018 5:44 pm


• Mika Juste Chaplin.
Ich hielt in der Bewegung inne. Er ließ mir keine andere wahl. Klar wusste ich trotz der Tatsache das ich High war das ich mich danaben benahm. "Tut mir leid", murmelte ich und ließ mich wie ein kleines bockiges Kind in der Matratze nieder. Ich wollte ihm nicht weh tun und das war auch der einzige Aspekt, der dafür sprach nicht weiter zu machen obwohl ich solch einen Bewegungdrang verspürte. Er würde es mit seinen Sexversprechungen nicht besser machen. Seine Schmerzen würden bleiben und es vermutlich nur noch schlimmer machen. Also fiel das für uns auch ins Wasser. Ich musste wohl einfach liegen bleiben und warten. Warten, sie dieser Drang mich zu Bewegen nachließ und ich mich ausnüchterte. Und so tat ich es. Wie ein kleines Kind ließ ich mich neben ihm nieder und wartete einfach und kaum waren Joaquim vor erschöpfung die Augen zugefallen, wurde auch mir anders. Ich konnte nicht dagegen ankämpfen, dass Gefühl der Müdigkeit. Doch kurz nachdem ich die Augen geschlossen hatte, war es auch schon so, dass ich sie Ruckartig wieder öffnen musste. Ich konnte Froh sein, dass sich in jeder Zimmer der Etage ein eigenes Bad befand. Ich stolperte, hechtete zur Toilette und übergab mich. Mein gesamter Körper zog sich zusammen und es war als würde ein Gift durch mein Blut fließen. Alles brannte und mein Körper drohte jeden Augenblick zusammen zu klappen als ich mich übergab. Scheiße, verdammt nochmal! Wie lange hatte ich geschlafen?! Vermutlich waren es nur gut zwei Stunden gewesen. Und automatisch wusste ich was die Männer gemeint hatten als sie mir die Spritze verabreicht hatten. Die erste Dosis war am schlimmsten. Die Kopfschmerzen waren so massiv, dass ich glaubte jemand stach mit einer Nadel in meine Augen. Ich kniff sie zusammen und krallte mich an der Schüsselfest als ich zu Boden ging. Des öfteren hatte ich schon Drogen genommen und besoffen war ich auch schon so oft gewesen, dass ich kurz vor einer Alkholvergiftung stand, aber das hier- das hier war krank. Ich krümmte mich. Mein Magen schmerzte so kräftig wie ich es schon lange nicht erlebt hatte. Mit flacher Atmung schnappte ich nach Luft und versuchte mich ein wenig zu orientieren. Dennoch war mein Gehirn so dermaßen überfordert, dass ich vergaß wo unten und oben war. Alles drehte sich. "Joaquim!", es war ein Reflex. Ich rief vermutlich aus Angst. Es war als würde mein Körper nicht mehr auf das reagieren, was ich wollte. Es war wieder dieses Ekelige Kribbeln in meinen Beinen und auch meine Finger schienen davon betroffen. Erneut würgte ich und übergab mich. Wieso konnte das ganze nicht einfach aufhören?!
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jul 01, 2018 5:44 pm

• Cassian Winters.
Wie ich bereits sagte, schämen tat ich mich eigentlich nie. Ich war ein Frauenmagnet. Wenn man das so egoisitisch sagen durfte, aber ich damals hatte ich meine Frauen häufiger gewecselt als meine Unterwäsche und war jede Nacht in einem anderem Schlafzimmer aufgewacht. Ich hatte vermutlich ein Ernsthaftes Problem, doch seit dem ich Micaela kannte war alles um mich herum anders. Ich hatte nicht mehr das Bedürfnis mich mit anderen Frauen zu treffen. Ich suchte keine Nähe mehr zu fremden Frauen. Es war wirklich passiert, dass ich mich in sie verliebt hatte. Auch wenn es schwer in Wote zu fallen war ihr zu erklären wie ich mich zu ihr hingezogen fühlte. Ehrleichtert atmete ich aus als sie sagte das alles in Ordnung war. Es hätte ja auch durchaus sein können, das sie etwas anderes erwartete. Das sie enttäuscht war oder es abstoßend fand. Ich hatte einfach vor diesen Augenblick hier zu genießen. Einfach den Moment zu leben, ohne mir über irgendetwas Sorgen machen zu müssen. Es drehte sich nicht um Sex, oder um unsere Krankheit. Gerade war ich einfach ich selbst und ich verbrachte Zeit mit einer wirklich wundervollen Frau. Liebevoll streichelte ich ihre Haare aus dem Nacken. Meine Lippen suchten die Nähe zu ihrer Haut und ich liebkoste mit leichten Küssen ihren Hals hinunter. „Es wird nie zuviel", flüsterte ich. Wie kam sie auf den Gedanken? Ich würde mich unter Kontrolle halten. Nicht noch einmal Riskierte ich sowas. Ich war kein Idiot. Ich wollte nicht das Arschloch sein, dass ihre Gefühle nicht respektierte. "Gerade möchte ich einfach nur in deiner Nähe sein." Und mehr zählte für mich nicht. Sie wusste gar nicht wie dankbar ich war. Dankbar dafür, dass sie mich immer noch in ihre Nähe ließ nach allem was ich ihr angetan hatte. Ich keuchte und verband unsere Lippen erneut zu zärtlichen Küssen. Ich mochte es wie Micaela mich ansah und mich berührte. Ihr Atem war abgeflacht, ihre Wangen waren gerötet, sie keuchte und sehnte sich danach von mir berührt zu werden. Auch meine Eregung konnte ich nicht länger verstecken. Doch darauf wollte ich sie gar nicht erst aufmerksam machen. Die Situation sollte so bleiben wie sie war. Wir konnten wirklich froh sein, dass diese Dusche groß genug war. Vorsichtig ließ ich mich von ihr gegen die Wand hinter und drücken und lächelte. Sie sollte nicht das Gefühl haben das ich es dieses mal war, der sie einengte. Sie konnte entscheiden wann es ihr zuviel wurde und wann nicht.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jul 01, 2018 5:59 pm

• Chord Heard.
Ein Entzug- viel deutlicher konnte man wohl nicht heraushängen lassen, dass ich ein Versager war. Nervös sah ich auf meine eigenen Hände und nickte nur leicht. Sogar diese Situation hier war zu viel für mich. Ich wusste nicht wo ich Anfangen sollte. Ich machte also einen Entzug. Und dann auch noch gleich von beiden Dingen. Alkohol und Drogen. Wieso musste das Leben so unglaublich Scheiße zu mir sein. Ich wollte doch nur das es aufhörte. "Eine Midlifecrisis wird mich vermutlich umbringen, wenn das hier schon zu viel für mich ist will ich gar nicht älter werden." Alles um mich herum fühlte sich an, als wäre ich ihm nicht mehr gewachsen. Es war immer bemerkenswert wie schnell Lillian und ich stritten und uns dann doch wieder vertrugen. Ich fuhr mir durch meine viel zu langen Haare und sah auf. Unsere Blicke trafen aufeinander. "Was Bryan wohl von uns denkt, oh Gott-" Ein weiterer Gedanke der mich fast umbrachte. Alleine wie die Leute um uns herum uns ansahen. Vielleicht brauchte ich wirklich ganz dringend mal einen Haarschnitt. Irgendetwas was an meinem Äußeren das Wort "Junkie" nicht gleich auch noch unterstrich. Ich musste wirklich fertig ausgesehen haben. "Du willst etwas finden von dem ich nicht genervt bin? Was schwebt dir vor, ein Strick Kurs? Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben. Machen doch die meisten Alkoholiker." Ich war es wohl wirklich offiziell. Ein Alkoholiker, ein Junkie- eine Waschechte Katastrophe. Eine Katastrophe wenn es darum ging eine Vaterfigur zu verkörpern. Himmel, wie war ich in diese Geschichte nur hinein geraten. Wann und warum hatte ich meinen ersten Alkohol überhaupt abgerührt? "Ich hab lange überlegt. Ich weiß das ich von Anfang an dagegen war, aber was spricht dagegen wieder in das Haus meines Vaters zu ziehen." Außer das jeder von uns drei Schlafzimmer hatte und es vermutlich ewig brauchte Bryan zu finden wenn man Verstecken spielte. "Ich will Jasper ihm gar nicht weg nehmen. Ich weiß er ist der Vater für ihn der ich nicht sein kann, aber ich glaube ich ertrage dieses Gepfeife und diese ständige Gute Laune nicht länger." Es war ein komischer Gedanke mit Dylan, Clint, Lillian und Bryan zusammen zu leben. Es war darauf ausgelegt das es in einem Chaos endete, doch irgendwie musste das ganze doch auch funktionieren, oder nicht? "Reden ist nicht unbedingt meine Stärke wie du weißt. Vor allem nicht über sowas." Ich machte eine kurze Pause. "Wieso gehst du nicht mehr zum Frauenarzt?", fragte ich und musterte sie. Jetzt wo ich mich ausgesprochen hatte, war sie dran. Wieso riskierte sie das Leben unseres Babys nur wegen einer Behauptung? Wegen leeren Drohungen von jemanden der uns auseinander bringen wollte. Das war doch genau das, was er erreichen wollte. Ich würde mir nie verzeihen, wenn dem Baby etwas passieren würde soviel stand fest. "Wir müssen unser Leben gemeinsam irgendwie wieder auf die Kette bekommen. So kann das nicht weiter gehen. Wir müssen was tun."
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am So Jul 01, 2018 6:15 pm

Joaquim Jenson
Ich wollte ihm den „Spaß“ ja nicht verderben, aber gerade war ich wirklich alles andere als in der Stimmung und Verfassung dazu mit ihm herumzualbern. Ich würde es ja gern tun, aber meine gesamte Seite Schmerzte und bei jeder falschen Bewegung hatte ich das Gefühl nicht mehr atmen zu können. Die gebrochenen Rippen sorgten dafür, dass jede Bewegung schmerzte und mein Schädel dröhnte immer noch von den Fausthieben meines Vaters. Er war nicht gerade zimperlich, wenn es um mich ging. Er wollte ja immerhin, dass ich begriff und daraus lernte. Ich atmete tief durch und drehte mich Mika leicht zu, bot ihm an sich anderweitig mit mir zu vergnügen, doch er sank ziemlich enttäuscht zurück in die Matratze. Er entschuldigte sich sogar. Himmel, wieso denn? Immerhin war es meine Schuld, dass sie ihm dieses verdammte Zeug gespritzt hatten. Ich schob erschöpft meine Hand zu ihm herüber und hielt ihn einfach nur fest, ehe ich mich nicht mehr wach halten konnte und einschlief. Ich hatte diesen Schlaf wirklich gebraucht, denn auch wenn es nicht besonders viel war, musste ich fit sein, als ich wieder aus dem Schlaf gerissen wurde. Ich spürte wie die Matratze bebte, dann hörte ich die Tür zum Badezimmer zufallen. Kurz darauf… erklang dann auch schon, was ich befürchtet hatte. Mika war aufgesprungen und hing nun über der Kloschüssel. Natürlich, er nüchterte aus und das Zeug, das mein Vater selbst fabrizierte hatte es nun einmal echt in sich. Ich stand vorsichtig auf und tastete nach der Wasserflasche, die ich immer auf meinem Nachtschrank stehen hatte, ehe ich auch schon meinen Namen hörte. Augenblicklich setzte ich mich in Bewegung und platzte in das Badezimmer hinein. Schmerzen hin oder her, das war mir jetzt egal. „Ich bin da. Alles gut.“, murmelte ich und durchsuchte die Schränke mit meinen Händen irgendwie nach einem Waschlappen. Darüber ließ ich eiskaltes Wasser laufen, wrang ihn leicht aus und legte den kalten Lappen in Mikas Nacken, als ich ihn auf dem Boden vor der Toilette gefunden hatte. Sanft legte ich meinen Arm von hinten um seine Brust und stützte ihn, hielt den Waschlappen in seinem Nacken fest und hielt ihn einfach fest, während sein Körper erneut aufstieß und er sich übergab. Ich hielt ihn, sorgte dafür, dass er nicht bewusstlos wurde und erstickte und strich mit dem Daumen sanft über seine Schulter. „Ist okay. Das geht vorbei, versprochen.“, flüsterte ich ihm immer wieder zu und wartete, bis die erste Welle vorbei war. Mika war komplett mit einem dünnen Schweißfilm überzogen. Er war immer noch komplett nackt, als ich ihm aufhalf. Ich setzte ihn kurz auf der Badewanne ab, dann holte ich schnell ein paar Klamotten für ihn und reichte sie ihm, während ich einen Eimer vorbereitete, den er neben das Bett stellen konnte. Er musste schlafen, wenn es ging. Ich würde auf ihn aufpassen. Jedenfalls konnte er nicht die ganze Nacht hier hocken. Komm, du musst was trinken.“, forderte ich ihn auf und hielt ihm meinen Arm hin, mit der anderen Hand nahm ich den Eimer und den Waschlappen und lotste ihn irgendwie zurück ins Schlafzimmer, wo ich ihm die Wasserflasche in die Hand drückte.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am So Jul 01, 2018 6:51 pm

Micaela Ramírez
Er schämte sich? Ich wusste nicht, für was er sich schämen sollte. Er riss sich zusammen, obwohl er vermutlich mehr wollte, als das was ich ihm seit Monaten gab. Er sprang normalerweise immer gleich mit einer Frau in die Kiste. Das hier lief nun schon seit Monaten und wir hatten immer noch keinen Sex gehabt. Das war ganz anders wie sonst. Wir waren noch nie beide nackt gesehen. Noch nie hatten sich unsere Körper so einander geschmiegt. Jetzt, da ich einmal davon gekostet hatte, wollte ich so schnell gar nicht mehr aufhören. Viel zu gut war dieses Gefühl seiner Haut auf meiner. Ein Schauer rieselte meinen Rücken hinab, als seine Lippen meinen Hals hinunter wanderten. Seine Worte beruhigten mich ein bisschen und trotzdem konnte ich spürte, wie er auf meinen Körper reagierte. Er begehrte mich. Ich nickte leicht bei seinen Worten. Ich seufzte leise auf, als unsere Lippen aufeinander trafen. Gott, ich wollte dieses Gefühl immer und immer wieder spüren. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, dass ich von Cassian getrennt sein könnte. Das hier fühlte sich so gut… und richtig an. Cas liess sich von mir gegen die Wand drücken und ich lächelte leicht an seinen Lippen. Vorsichtig strich ich über seine definierten Bauchmuskeln. Ich mochte es einfach ihn zu berühren. Mein Herz schlug immer noch wie wild und vermutlich waren meine Wangen ganz gerötet. „Ich… ich möchte etwas ausprobieren“, murmelte ich leise an seinen Lippen und löste mich ein bisschen, damit ich ihn anschauen konnte. Ich musste immer und immer wieder ausprobieren, sonst würde ich es nie besonders weit schaffen. Ich seufzte leise auf und gab ihm noch einen leidenschaftlichen Kuss. Ich zog ein kleines bisschen an seiner Unterlippe, bevor meine Lippen auf Wanderschaft gingen. Ich liebkoste jede Stelle seiner Brust, bevor ich genau das gleiche mit seinem Bauch tat. Vorsichtig hielt ich inne und sah zu ihm auf. Ich hatte nicht besonders grosse Probleme damit gehabt, ihn zu berühren. Das hatte er wohl selbst schon bemerkt. Ich seufzte leise auf und senkte den Blick wieder, bevor meine Lippen weiter nach unten glitten. Es war ja nicht so, als wäre ich Jungfrau. Ich wusste sehr genau, was Männer gerne hatten und wie man sie verwöhnen konnte. Ich wollte nicht wie eine Jungfrau da stehen und vielleicht wollte ich Cas auch einfach mal belohnen für die ganze Geduld, die er für mich auf sie genommen hatte. Ich hatte ihm gesagt, dass ich keinen anderen Mann hätte wollen für so etwas. Für mich war nur immer Cassian eine Option gewesen und da standen wir nun.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

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