The Hamptons [Revenge] RPG

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jan 06, 2019 6:43 pm

Mika Chaplin
Ich ließ ein wenig locker, als ichmerkte das Joaquim mir nicht noch näher kommen würde. Es war so lächerlich wie ich mich benahm. Was erwartete ich denn? Das er um den Sessel hechtete und mich attackierte? Er war mein Freund! Wie oft musste ich mir das in den Verstand rufen?! Wir waren sogar mehr als das, wenn ich endlich mal wieder meine Gefühle in den Griff bekam. Ich seufzte und wurde gleichzeitig wieder ein wenig lockerer. Ich ließ meine Schultern nach hinten fallen und atmete flach ein und aus. Ich nickte leicht und brauchte einen kurzen Augenblick um meine Stimme wieder zu finden. „Ja…, ich habe etwas gefunden. Es passt, mach dir keine Sorgen.“ Ich stellte keine großen Anforderungen. Das hatte ich eigentlich noch nie obwohl ich in den Reichtum hinein geboren worden war. Joaquim jedoch wollte immer, dass alles um ihn herum passend gewesen war. Jetzt wo er erblindet war, hatten sich diese Dinge vielleicht auch etwas geändert, doch er legte immer noch Wert auf einen guten Kleidungsstyle. Ich merkte den teuren Stoff an meiner Haut. Seine Sachen schmiegten sich an meinen Körper, sie lagen auch nicht mehr zu groß wie sie es vor meinem Verschwinden getan hatten. Ich war nicht mehr der dürre schmächtige Kerl. Ich hatte Muskeln dazu gewonnen. Die Zeit hatte so einiges mit mir angestellt. Auch wenn die meisten Wunden davon nicht unbedingt positiv veranlagt waren. Der weiche teure Stoff streichelte meinen Körper. Ich rieb mir meine Schläfe. „Um ehrlich zu sein habe ich keinen wirklichen Hunger.“ Und trotzdem konnte ich es nicht sein lassen. Konnte ich nicht einfach so tun, als wären die Sachen um mich herum in Ordnung? Ich gab mir ja noch nicht einmal Mühe während sich Joaquim den Arsch aufriss. Ich kratzte mich am Hinterkopf und ging wie ein scheues Reh aus meiner Deckung. „Ich weiß auch nicht, dass ganze hier ist noch relativ neu für mich. Ich brauch einfach meine Zeit um mich an all die Sachen hier zu gewöhnen. Verzeih mir, dass ich mich benehme wie der letzte Vollidiot. Ich meine ich sollte mich nicht so anstellen, ich bin hier sicher, du tust mir gut. Es sollte ab jetzt alles besser werden.“ Sachte leckte ich meine Lippen und schluckte den Kloß in meinem Hals herunter. Wenn es doch nur etwas geben würde, was Joaqauim zeigen würde, dass auch ich verstand durch was für Strapazen er ging. Es sollte nicht immer nur um mich gehen. Er musste so vieles durchmachen und jetzt wo ich wieder da war und er sich endlich wiederfallen lassen konnte, enttäuschte ich ihn. Ich war nicht für ihn da. Dieses eine Mal war ich nicht der Starke in unserer Beziehung, egal wie sehr ich es mir gewünscht hätte. Ich wusste nicht einmal wo ich anfangen sollte. Wenn das zwischen uns überhaupt noch das war, was ich glaubte was es war. Von vorne anzufangen fiel mir so unglaublich schwer. Es setzte mir ein Stich ins Herz bei ihm zu sein und anders herum genau dasselbe. „Wir fangen das ganze einfach langsam wieder an, richtig?“, fragte ich und fühlte mich bei diesen Worten die über meine Lippen glitten genauso dämlich wie es auch klingen sollte. Der Gedanke, dass sich alles einfach wieder einlebte war wirklich wohltuend, doch leider wusste ich nicht wie ich damit umgehen sollte. Denn soweit waren wir einfach noch nicht. Noch lange nicht, wenn ich darauf zurück blickte, wie Kaputt wir beide mittlerweile doch waren. „Können wir nicht einfach hier bleiben?“, fragte ich und legte den Kopf schief. „Für uns sein?“, es klang wie ein armseliger Bettler, der keinen Tag länger auf der Straße überlebte. Ich erwartete nicht, dass Joaquim mir irgendetwas zu Füßen lag und andere für uns Kochen ließ. Ich wollte nicht, dass sein Personal mich ansah wie einen Freak. Der Junge der vor kurzem über ein Jahr als „vermisst“ gegolten hatte. Jeder redete über mich. Alleine der Gedanke das mein Vater noch nicht davon wusste, war verrückt. Doch auf der anderen Seite wollte ich es nicht. Ich wollte nicht, dass meine eigene Familie wusste, dass es mir gut ging. Von mir aus konnte Joaquim mich verstecken solange wie er nur wollte. Solange ich hier meine Ruhe hatte, war es Okay. Ich musste nur meine Zeit brauchen, um wieder zu mir selbst zu finden. Egal wie lang es dauerte. „Vielleicht trinken wir-?“- auf nüchternen Magen? Keine gute Idee, doch das einzige was mir in den Sinn kam. Es konnte ja immerhin gut sein, dass dies meine Verklemmungen löste. Ich griff nach der Flasche auf seinem Tisch. Sie war so gut wie leer, doch es störte mich nicht. Vielleicht half mir das um endlich mal wieder auf mein Leben klar zu kommen
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am So Jan 06, 2019 7:02 pm

Joaquim Jenson
Es machte mich fertig ihn so zu sehen. Ja, es machte mich wirklich fertig. Ich konnte mich noch genau an den alten Mika erinnern. Jeden Tag, den er weg gewesen war, hatte ich mich an den alten Mika erinnert und nun war er so… so anders. Klar, er war immer noch er und ich liebte ihn genauso wie vor einem Jahr auch, aber… es tat mir im Herzen weh ihn so zu erleben. Ich war vielleicht blind, aber mir entging nicht wie er sich benahm. Er stand auf der anderen Seite des Zimmers, um mir nicht zu nah zu sein. Er mied meine Berührungen und wenn ich ihm zu nah kam, dann spannte er sich an, als würde ich jeden Moment zum Schlag ansetzen und ihm sonst etwas antun. Ja, es verletzte mich. Ich wusste, dass er so nicht von mir denken würde, aber es tat weh zu wissen, dass ihm solch grausame Dinge widerfahren sein mussten, dass er vor jeder Berührung zurückzuckte. Und ich war die ganze Zeit nicht da gewesen. Ich hatte all die Monate lang keine Möglichkeit gefunden ihm zu helfen oder ihn zu retten. „Ich möchte, dass du dich hier wohl fühlst. Wenn du irgendetwas bestimmtes brauchst - ob Klamotten oder Essen, was weiß ich - dann sag es mir, okay? Ich besorge dir gern etwas anderes, wenn es dir hilft.“ Nur weil die Klamotten passten, musste er sich darin ja nicht unbedingt wohl fühlen und das war gerade alles, worauf es mir ankam. Ich wollte, dass er entspannte und sich sicher fühlte. Auch etwas lächerliches wie Klamotten trug dazu bei. Fuck, ich würde das ganze Haus neu streichen und renovieren lassen, wenn es ihm dabei half sich sicherer zu fühlen. Seine nächste Aussage traf mich tief im Kern. Ich hatte mich auf ein nettes, ruhiges Abendessen mit ihm auf der Terrasse gefreut und dass er mir sagte er habe keinen Hunger, klang für mich wie eine Absage. Er wollte nicht mit mir essen, was es das? Oder hatte er wirklich einfach keinen Hunger? Ich schluckte hart und versuchte mir meine Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Ich wollte immerhin nicht, dass er sich zu irgendetwas gedrängt fühlte, nur weil ich mich schlecht fühlte. „Okay… niemand zwingt dich zu essen. Du kannst jederzeit in die Küche gehen, wenn du Hunger hast.“, erwiderte ich also halbwegs solide. Er war nicht eingesperrt hier. Das sollte er sich wirklich vor Augen führen. Er konnte essen wann er wollte und er konnte spazieren wann er wollte - bloß nur im Garten, weil er draußen einfach nicht sicher war. Ich hörte wie seine Füße sich langsam über den Teppich bewegten. Kam er etwa auf mich zu? Ich schluckte. Eigentlich hatte ich mich darauf vorbereitet gleich wieder gehen zu müssen, weil er allein sein wollte oder sowas. Ein wenig beruhigten mich seine Worte dann aber doch. Er wollte nicht so sein wie er sich gerade verhielt. Das hieß doch, dass er sich hierauf einlassen wollte, richtig? „Du benimmst dich auch nicht wie ein Vollidiot. Es ist nur verständlich, dass du dich unwohl fühlst. Wir kriegen das schon hin, okay? Niemand setzt dich unter Druck und dir wird auch niemand weh tun. Du bist sicher bei mir.“ Das wusste er, aber ich konnte es nicht häufig genug sagen. So oft die letzten Monate hatte ich mir gewünscht ihn in Sicherheit wissen zu können. Das war auch für mich wichtig zu realisieren. Ich musste nicht mehr um ihn bangen. Er war hier, bei mir. Ich würde auf ihn aufpassen. „Natürlich… Du gibst das Tempo vor. Und wenn du es nicht mehr willst wie es früher war, dann.. ist das auch okay.“ Es hatte sich in einem Jahr viel geändert. Mir war klar gewesen, dass es nicht unbedingt so weitergehen würde wie früher, wenn er erstmal wieder hier war. Seine Interessen könnten sich geändert haben. Es war nicht vorausgesetzt, dass er weiterhin diese Gefühle für mich hegte wie zuvor. Ich könnte verstehen, wenn es sich geändert hätte. Ich wollte mich gerade verabschieden und ihm eine gute Nacht wünschen, wenn er schon nicht mit mir essen wollte, doch dann kam er mit einer anderen Idee auf. Er wollte zwar nicht mit mir essen, aber das lag offenbar wirklich nur an seinem fehlenden Hunger. Er wollte hier bleiben. Hier in seinem neuen Zimmer, mit mir. Ich konnte nicht verhindern, dass ein vorsichtiges Lächeln sich auf meine Lippen bahnte. Er wollte, dass ich blieb. Er hatte ja keine Ahnung wie viel mir das gerade bedeutete. „Klar können wir hier bleiben. Trinken wir. Schütt’ ein.“, wies ich ihn an und ging auf das Sofa zu, tastete nach der Armlehne und ließ mich auf die Sitzfläche sinken. Ich hatte seit heute Morgen nichts mehr gegessen und im Gegensatz zu ihm hatte ich schon ein wenig Hunger, aber um nichts auf dieser Welt würde ich diesen Moment hier unterbrechen oder gar zerstören. Wir waren endlich auf dem richtigen Weg.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jan 06, 2019 7:22 pm

Bryan Heard
Passend hob ich meine Hände. „Nein! Um Gottes Willen“, - gut, sie hatte mich erwischt. Sie sollte raus aus meinem Kopf! Vielleicht machte ich die Sache ja auch einfach viel zu offensichtlich. Wusste sie es? Wie viel wusste sie!? Trotzdem konnte ich ja wohl so tun als würde ich niemals auf solche Gedanken kommen. Wenn ich schon nicht wusste, dass ich ein Guter Kerl war, denn sollte sie es zumindest! „Einen Baum?“, fragte ich und schlagartig wurde mir klar, wie ernst sie das ganze doch wirklich meinte. Sie wollte das volle Programm. Einen Baum, Lametta, Schmuck und Kugeln. Atmosphäre. Dinge die Geld kosteten. Nicht, dass sie sich diese Dinge nicht leisten könnte. Ein Teil von mir war wahrscheinlich nur neidisch darauf, weil er diese Dinge alle nie gehabt hatte. Sie war einer von den Menschen die so viel Geld in die ganze Sache steckten wie es nur ging. Für nur wenige Stunden. „Das nenne ich mal intensiver auseinander Setzung mit einem Weihnachtswunder.“ Und darauf war Carter nicht scharf? Im Ernst! Ich war zwar kein Fan von Weihnachten, aber dafür viel mehr von der Mühe die manche Menschen in dieses Fest hinein steckten. Für das Zusammensein von Familie. Man verbrachte die Zeit eben auch mit seinen Liebsten. Und da war es wieder, dieses beißende Gewissen! Clint war solch ein Arsch! Er wusste genau welche Knöpfe er bei mir zu drücken hatte. Manche Weihnachtstage hatte ich mit Clint in der Bar verbracht. Es war nicht heimisch, es war nicht wie jedes gewöhnliche Weihnachtsfest, doch er war dort gewesen. Er hatte immer irgendeine kleine Topf-Tanne organisiert die schon halb auseinander viel und hat mich dort einen Wunschzettel anbringen lassen. Er hatte sich hinter das Klavier gesetzt und Lieder mit mir gesungen obwohl seine „Jungs“- diese harten Kerle- es gehasst hatten. Ich würde nichts über diese Momente mit Clint kommen lassen. Es war nicht so, wie ich es mir immer ausgemalt hatte. Nicht wie in meinen Träumen- mit Mom oder Dad gemeinsam vor dem Kaminfeuer zu sitzen. Ich war es durch meine Umstände anders daran gewöhnt. Dennoch war es meine „Tradition“ gewesen. Man verbrachte seine Zeit dort mit Fremden. Leute die keine Familie hatten. Genau wie es bei mir lange der Fall gewesen war. Ich hatte Clint- der viel zu viel Herzblut für alle gab und ich hatte Logan, der mittlerweile seine eigenen Probleme an Land zog, es aber immer wieder schaffte uns einen Besuch abzustatten. Es war eben nicht nur irgendeine Bar- die „Familienbar“. Der Ort wo ich aufgewachsen war. Wie sie entstanden war? Irgendwann vor vielen Jahren hatte mein Vater Geld in diese Bar gesteckt und Clint hatte sie zu einer kleinen „Heimat“ für viele gemacht. So wie ich meinen Dad kannte, hatte er vielleicht auch einfach nur keine Zeit dafür gehabt. Keine Geduld oder Lust, bevor ihm etwas Besseres unter die Nase gefallen war. Er hatte sich aus dem Staub gemacht und Clint mit dieser Aufgabe allein gelassen. Ich war wirklich ein Idiot! Jetzt ein schlechtes Gewissen zu bekommen, war wirklich der unpassendste Zeitpunkt. Ich blieb stehen und drehte mich zu ihr. Somit brachte ich sie auch zum Stehen. Behutsam legte ich meine Hände auf ihre Schultern.  Sie konnte froh sein, dass ich so verdammt schlecht darin war zu lügen. „Okay. Pass auf, ich war vielleicht nicht ganz ehrlich zu dir. Eigentlich feiere ich Weihnachten jedes Jahr mit meinem Onkel. Es ist nur, er ist ein verwirrter alter irrer Typ und das alles ist ein wenig gewöhnungsbedürftig da jedes Jahr mit seiner Biker- „Kegelgruppe“ feiert. Eigentlich hatte ich da dieses Jahr wirklich kein Bock drauf. Er fragt mich jedes Jahr nach meiner Freundin und meinen Plänen und zwingt mir irgendwelche Dinge auf.“ Dass er der Typ aus der Bar von eben war, musste ich ja jetzt nicht unbedingt erwähnen. Es würde noch seltsam genug werden. „Er ist der Inhaber vom Black Moods.“ Die Konkurrenz- ja sie hörte richtig. Mit den Blackhoods- sehr kreativ, aber wer war ich das zu beurteilen. Ein besserer Name wäre mir vermutlich auch nicht eingefallen. Ich war froh genug, dass dieses billige Pub nicht meinen Nachnamen trug. Wie „The Heard“ oder so einen Scheiß. Ich ließ meine Hände von ihrem Mantel sinken und nahm einen tiefen Atemzug von der kalten Nachtluft. „Der Punkt ist, dass ich mich schlecht fühlen würde nicht hinzugehen. Vielleicht würdest du mich begleiten und deine Weihnachtsstimmung an einem Ort auslassen der es wirklich bitter Nötig hat.“
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Jan 06, 2019 7:52 pm

TONY Weckworth

Bryan hätte klar sein müssen, dass ich keine halben Sachen machte. Erst Recht nicht was mein Kostüm für diesen Tag anging. Ich würde doch nicht halbnackt herumlaufen und so tun als hätte ich einen alten Mann geheiratet, der nur einen Tag im Jahr arbeitete. Genau das hatte Bryan sich doch eben noch vorgestellt, mit engen Kleidchen das hochrutschte sobald ich mich bückte um etwas aus dem Ofen zu holen. Wüsste er das ich wirklich so ein Kleid hatte, würde er mich wohl einfach nur dazu zwingen es anzuziehen, um mich dafür aufziehen zu können. Dabei wusste er noch nicht einmal, dass es Carter war der es mir gekauft hatte. Irgendwo waren Männer wohl doch immer aus dem selben Stoff gestrickt. Sobald etwas Alkohol, jede Menge Haut und anzügliche Bewegungen ins Spiel kamen, hatte man sich doch schon am Haken. Das hatte ich schon früh gemerkt, selbst in langjähriger Beziehung mit Carter. Wahrscheinlich war sogar das einer der Gründe, weshalb es denn nun so lange geklappt hatte. Er war langweilig, tat nicht sonderlich viel wenn er zuhause war, und wenn doch dann ließ er sich verdammt schnell ablenken. Irgendetwas mit ihm zu unternehmen war anfangs nicht möglich gewesen, nach einer Weile aber hatte ich ihn wenigstens dazu gebracht für eine Weile mit mir ins Boxstudio zu gehen. Mittlerweile ging er alleine trainieren, manchmal noch vor der Arbeit, etwas was nur noch weniger Zeit bedeutete. Ich hasste ihn dafür, dass er sich absolut keine Zeit nahm und Dinge mit mir tat von denen er wusste, dass ich sie ebenso gerne mochte wie er. Verwirrt runzelte ich die Stirn und sah zu Bryan. Er blieb stehen, legte seine Hände auf meine Schultern als müsste er gerade dafür sorgen das ich nicht umfiel. Bitte was? "Du hast mich also angelogen", stellte ich fest. Ich schürzte die Lippen, formte ein Oh und schob mein Kinn etwas hoch. "Eigentlich sollte ich dich dafür schlagen, dass du mich angelogen hast. Das tut man nicht wenn es um Weihnachten geht!" Eigentlich sollte ich ihn schlagen. Seine Idee aber war besser, und rettete ihm den Arsch. Sein Onkel war Inhaber vom Black Moods. Ich lachte etwas auf, befreite mich von seinem Griff und zog ihn mit über die Straße. "Der Typ von vorhin ist dein Onkel?" Ich musste mich noch nicht einmal umdrehen um seine Verwirrung zu erkennen. Wahrscheinlich sollte ich ein Bild von seinem Gesichtsausdruck machen. "Was? Denkst du ich kenne ihn nicht? Ich war schon ein paar Mal im Black Moods, Mike hat mich rüber geschickt um seine Geheimnisse herauszufinden. Gefunden habe ich nicht wirklich viel. Es sind ja noch nicht einmal die selbe Art Menschen die in unsere Bar kommen", stellte ich fest und schürzte die Lippen. Im Black Moods fand man andere Sorten Männer, die sich noch nicht einmal in unsere Bar begeben würde, hätte man sie zum Freibier eingeladen. Vielleicht war es auch einfach Loyalität dafür, dass sie schon so lange einen Ort hatten in dem sie vor dem Gesetz sicher waren. Zumindest waren das die Gerüchte, die man so hörte. Glaubte ich daran? Nicht wirklich, zumindest nicht was das Gesetz anging. Ich glaubte nur, dass diese Männer trotzdem einen Grund hatten fast täglich wieder zu kommen. Ich lief ums Eck. Am Ende der Straße waren bereits einige Bäume zu sehen, große und kleine, breit bewachsen und dünn geschnitten. Weihnachten war nicht ohne Grund meine Lieblingszeit gewesen. New York verwandelte sich immer in ein magisches Land in denen Träume Wirklichkeit werden konnten, und in dem Weihnachtsbäume in den Straßen wuchsen. "Du willst also das ich Weihnachten in einer Bar verbringe und das tue, was ich die letzten Zwei Jahre sowieso getan habe, nur das ich dieses Mal nicht dafür bezahlt werde und trinken darf soviel ich will? Und Mike soll ich dann erklären warum ich den Tag bei der Konkurrenz verbringe?", fragte ich mit gerunzelter Stirn. Ich sah Bryan für einen Moment an, ehe ich die Schultern zuckte und nickte. "Ich bin dabei." Breit grinsend vergrub ich meine Hände wieder in meinen Manteltaschen. Gott es war kalt geworden die letzten Tage. "Vielleicht sollte ich Mrs. Klaus doch auspacken und mitnehmen. Weihnachtsstimmung kommt nie so schnell auf als wenn Mrs. Klaus Kekse backt und verteilt", lachte ich etwas auf. Bryan war aber hoffentlich bewusst, dass das nur hieß das ich mir wirklich Mühe geben würde was Weihnachten anging. Vor allem wenn ich nicht nur unseren Tag versüßen könnte, sondern auch den von Leute, denen es erging wie mir. Bryan hatte ja wenigstens einen Onkel mit dem er sich gut verstand. Ich hatte noch nicht einmal Ahnung wo meine Mutter war, und eigentlich wollte ich es doch auch nicht wissen.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jan 06, 2019 8:44 pm

Mika Chaplin
Keine Ahnung ob es half mir etwas Mut an zu trinken. Vor allem, weil ich mich wie der letzte Idiot benahm. Vielleicht glaubte ich wirklich das dadurch etwas mehr Ruhe in meinen Verstand kam. Das der Alkohol meine Sinne benebelte und mir half etwas lockerer zu werden. Wenn man betrunken war, machte man die dümmsten Sachen, war das nicht so? Vielleicht konnte ich dann endlich über meinen Schatten springen. Dinge tun über die ich mir keine Gedanken machen müsste. Durch das letzte Jahr hatte sich so viel zwischen uns geändert. Ich dachte komplett neu darüber nach wie es ihm ergehen musste und wie es wohl sein musste blind zu sein. Es musste hart sein in diesem Business zu arbeiten und über Leichen zu gehen. Er hatte seinen eigenen Vater getötet. Kein normaler Mensch wie bei diesen Verhältnisse normal. Wie wollte er sich nach all dem um mich kümmern? Damals hatte ich ihm noch versprochen, gemeinsam durch dick und dünn zu gehen und jetzt stellt sich heraus dass ich eines seiner größten Probleme war. Erinnerte ich ihn an all die Dinge die furchtbar gelaufen waren? Er musste mich nicht anlügen ich sah die Wahrheit in seinen Augen. Natürlich dachte er genauso wie ich über viele Sachen nach die in seinen Leben passiert waren. Niemand wollte gerne in seiner Haut stecken. Joaquim musste sich furchtbar fühlen. Was blieb ihm noch? Er wollte es mir um jeden Preis Recht machen, mich wieder zurück holen. Den alten Mika Chaplin. Ich sah seine Enttäuschung. Damals hatte ich soviel für diese Beziehung getan. Ich konnte sie förmlich spüren. Und das nur, weil ich nicht wollte was seine Angestellten über mich dachten. Weil ich mich verändert hatte und selbst nicht mehr wusste was ich denken oder fühlen sollte. Vedammter Iwanow. Er hätte mich töten sollen. Irgendwo beschlich mich das Gefühl, dass das hier genau das gewesen war, was er gewollt hatte. Nicht nur ich litt, sondern auch Joaquim. Auf seine Worte griff ich nach den Gläsern die er ebenfalls noch im Schrank gehabt hatte. Ich setze mich auf seine Couch, stellte das Glas vor mich und das andere gegenüber von dem Sessel damit er sich setzten konnte. „Okay, setzt dich,“ wies ich ihn darauf hin und nickte. Es war mir egal was passierte und was der Alkohol bei mir bewirkte. Insgeheim hoffte ich auch einfach das er meine Zunge lockerte. Ich nahm die Flasche und goss uns beiden jedenfalls etwas ein. Locker ließ ich mich in der Lehne hinter mir sinken. „Auf geht’s. Je mehr umso besser. Auf uns.“ Ich erhob das Glas und stieß es gegen seines. Auf geht’s! Das Zeug pur zu trinken, würde sicher ganz schön dröhnen und genau das wollte ich. Es tat vermutlich nicht nur mir gut, sondern auch ihm. Er hatte es schließlich verdient glücklich zu sein. Wie konnte er das mit einem Typen wie mir? Joaquim setzte sich und sah direkt in meine Richtung. Ob er meine Verunsicherung spüren konnte? Was interpretierte man, wenn man Blind war? Es war so ungewohnt ihm gegenüber zu sitzen. Mit einem Ruck exte ich das Zeug das mit beinahe die Kehle wegätzte. Ich verkniff es mir komplett nicht zu würgen oder im husten auszubrechen. Es war so lange her als ich das letzte mal Alkohol getrunken hatte. Seit wann schmeckte das Zeug so eklig? Die gesamte letzte Zeit hatte ich mich nur in Drogen verloren. Alkohol war seltener geflossen. Jedenfalls wenn es um diesen teuren Kram drehte. Vermutlich müsste ich mich an das Luxusleben komplett neu gewöhnen. Es spielte keine Rolle was ich wollte. Es hatte früher funktioniert, es würde also auch jetzt funktionieren. „Erzähl mal, was hast du die gesamte letzte Zeit gemacht?“, fragte ich neugierig. Es interessierte mich und ich hoffte er wusste, was ich meinte. Ich wollte zwar nur ungern von seinen Vögellein mit Pete wissen, aber irgendwo gehörte es einfach dazu. Denn damit meinte ich nicht, die Stürzung seines Vaters oder die Erfolge seines Geschäftes. Ich wollte wissen was mit ihm passiert war und sie es ihm ergangen war als Person. Es musste sehr viel aus ihm gemacht haben. Er hatte noch Kontakt zu den Does wie ich erfahren hatte und auch noch zu seiner Mutter die jetzt seinen Bruder zur Welt gebracht hatte. Das waren die Dinge über die er nur verdammt selten und ungern sprach. „Ich hab das mit meinem Vater nicht vergessen. Ich meine..“, ich fühlte mich dazu verpflichtet irgendetwas zu sagen. Doch was? „Es tut mir leid. Ich hätte nie gedacht das er zu sowas in der Lage ist.“ Joaquims Familie war wohl nicht der einzige, mit Geheimnissen. Ich hätte es wissen müssen.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jan 06, 2019 11:40 pm

Bryan Heard
Ich sollte niemals mehr Tonys Intelligenz anzweifeln. Natürlich konnte sie eins und eins zusammenzählen. Kaum zu glauben, dass ich wirklich dachte, für einen kurzen Augenblick damit durchzukommen. Sie liebte ihren Job viel zu sehr um das Black Moods nicht zu kennen. Schließlich handelte es sich um die Konkurrenz und mein Onkel hatte auch einen gewissen Namen in der Stadt vor den die meisten Leute meistens einen großen Bogen mache. Wenn man so recht darüber nachdachte war es eigentlich kein guter Ort um Weihnachten zu feiern. Tony jedoch stand vermutlich auf all diese Dramen und das was dazu gehörte. Es war eine komische Kneipe mit einem komischen Namen. Und Clint war die Spitze des Eisberges. Die Leute die sich dort tummelten fühlten sich sicher und vielleicht war auch das der Grund warum sich so viele zwielichtige Gestalten dort aufhielten. Mich störte diese Tatsache schon lange nicht mehr, gerade wenn man bedachte wer meine Eltern waren. Wenn es in den Hamptons krumme Geschäfte zudrehen gab, hielten in diese Leute sich vermutlich in der Kneipe meines Onkels auf. Es war mit der Kneipe in der Tony arbeitete gar nicht zu vergleichen. Natürlich war es mir auch ein wenig unangenehm dies zuzugeben. Ich konnte in den Kreisen in denen ich mich aufhielt nicht sonderlich viel bieten. Geschweige dass ich es anders gewohnt war. Alles in einem war ich nicht gerade das vorzeige Kind. „Naja wir haben kein sonderlich gutes Verhältnis zueinander.“ Eine weitere Lüge für die Clint mich vermutlich hochkant aus dem Fenster geworfen hätte. Doch was sollte ich ihr erzählen? Dass ich zu stolz war über meinen eigenen Schatten zu springen und zuzugeben dass mein Leben eine Katastrophe war? Ich konnte gar nicht sagen wie froh ich war dass sie die ganze Sache nicht hinterfragte. Schließlich steckte insgeheim doch mehr dahinter als ich es zugeben wollte. Genau wie ich Tony einschätzte, stimmte sie zu. Sie würde mich also an Weihnachten begleiten. Auch wenn ich mich mit dem Gedanken noch nicht wirklich anfreunden konnte. Es war einfach die ganze Atmosphäre die in diesem Laden einfach seltsam war. Auch wenn ich sehr viele schöne Momente dort erlebt hatte. Bei diesem Gedanken kam es mir automatisch so vor, als müsste ich mich rechtfertigen. „Alles in einem sind die Leute da gar nicht so übel.“ Natürlich hatte ich im Hinterkopf dass sie mich mögen mussten weil sie wussten wer ich war. Bestimmt hätte sich einer dieser harten Kerle viel eher mit mir angelegt wenn sie nicht gewusst hätten, dass ich der Sohn von Chord Heard war. Clint hatte schon immer dafür gesorgt dass die Leute mich dort akzeptierten. Für ihn bestand eben immer noch eine Wahrscheinlichkeit dass ich früher oder später zurückkommen würde. Und genau aus diesem Grund verbrachte ich meine Zeit in der Bar von Tony. Es erinnerte mich einmal nicht an die ganze Scheiße die in meinem Leben passiert war. Total unbewusst war mir komplett entgangen dass Tony mich die gesamte Zeit über quer durch die Innenstadt gelotst hatte. Wir standen nun tatsächlich direkt vor einem kleinen Stand. Wollte sie sich so ein Teil trotzdem zulegen auch wenn wir gar nicht zu Hause bei ihr feierten? Auf ihre Worte verzog ich das Gesicht. Ich hoffte sie sah wie sehr ich mit dieser Entscheidung rang mich darauf einzulassen. Ich war mir nicht sonderlich sicher ob ihre kleine Weihnachts-Einlage gut bei denen Typen ankam die Black Moods besuchten. Nicht dass ich ihr das nicht dankte, es war nur komisch sich mit dem Gedanken anzufreunden das sich Kerle die in einer Gewichtsklasse spielten wie The Rock darauf einlassen einen Weihnachtsbaum zu bewundern. „Denkst du nicht es wäre besser, wir sparen?“ Wir? Hatte ich gerade wirklich wir gesagt? Diese kleine Peinlichkeit zu überspielen zuckte ich mit den Schultern. Ich musste mich wohl mit dem Gedanken anfreunden und vielleicht wurde das ja auch ganz nett. Schließlich verbrachte sie einen ganz besonderen Tag bei mir und nicht bei ihrem möchtegern lover Carter. Ich wusste schon jetzt dass er nicht sonderlich davon begeistert sein würde wenn er heraus bekam, dass sie Weihnachten bei mir feierte. So etwas besonderes war es auch nicht. Auf der anderen Seite musste ich eben auch bedenken, dass das Black Moods nicht unbedingt der vorzeige Ort war, zu dem man eine Lady mitnahm um sie besser kennenzulernen. „Ich glaube das ist gar nicht mehr so überlassen wir nicht mehr Schwung in die Bude kommt. Wir sollten es wirklich nur langsam angehen.“ Clint schätzt dich im Nachhinein sogar so ein, dass er auf diese ganzen Ideen von Tony total abfuhr und die Bar in ein Winterwunderland verwandelte das gar nicht zu seinem Style passte.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Mo Jan 07, 2019 12:04 am

TONY Weckworth

Ich hatte gewusst das er mit irgendeiner Ausrede kommen würde. Er verstand sich nicht sonderlich mit seinem Onkel, dennoch verbrachte er Weihnachten immer mit ihm. Ich hatte wirklich gedacht, die letzten paar Male hätte er sich einfach irgendjemanden gesucht mit dem er das Bett gehütet hatte, stattdessen aber hatte er schön brav bei seinem Onkel gefeiert. Und er hatte mir nicht ein Mal etwas davon erzählt, stattdessen hatte er gelogen. Alleine dafür sollte ich ihn doch schlagen, denn Bryan wusste wie sehr ich es hasste wenn er log. Besonders leicht fiel es ihm aber ohnehin nicht. Bildete ich es mir ein, oder wurde er besser darin die Wahrheit zu verstecken? Wahrscheinlich wurde ich unaufmerksam und machte mir nicht mehr sehr viele Gedanken darüber was er mir sagte. "Das muss ja nicht ewig so bleiben", antwortete ich schulterzuckend. Selbst wenn er die Wahrheit sagte und ein angespanntes Verhältnis zu seinem Onkel pflegte, musste das wirklich nicht für den Rest ihres Lebens so bleiben. Was war denn aber auch besser als Weihnachten miteinander zu verbringen, ein paar Biere zu trinken, Kekse zu essen und über Gott und die Welt zu reden? Ich kannte nichts was ein angespanntes Verhältnis schneller reparieren sollte als Weihnachtliche Liebe und Freude. Vielleicht musste er aber auch an Weihnachtswunder glauben. Schmunzelnd ließ ich ihn wieder los und trat um einen der Bäume. Hatte ich etwa etwas gesagt, das Bryan denken ließ das ich dachte die Leute im Black Moods wären schlimm? Fragend runzelte ich die Stirn und warf ihm einen Blick zu. "Ich habe nie gesagt sie sind schlimm", das dachte er, dass ich dachte. Dem war aber nicht so. Zwar gab es Gerüchte, und auch wenn man reinlief änderte sich nicht so viele dieser Gedanken, aber letzten Endes hatte ich keine schlechten Erfahrungen mit dieser Bar gemacht. Wäre ich auf Probleme aus gewesen, hätte ich diese wohl auch bekommen, aber so? Ich wollte keine Probleme, also würde ich sie wohl auch nicht bekommen. Erst Recht da ich nicht dachte, dass diese Männer sich unbedingt mit einer Frau anlegen wollten, die noch nicht einmal die Hälfte ihres Gewichtes auf die Waage bekam. Ich lief weiter, betrachtete die Bäume und zuckte die Schultern. "Das einzige was wir brauen ist ein Baum. Außer du hast vor im Central Park irgendwo einen Baum zu fällen, müssen wir den hier kaufen." Den Rest fanden wir auch so am Dachboden. Ich hatte ihm gesagt, dass ich die Königin von Weihnachten war, und ohne baum gab es nun einmal kein Weihnachten. Zumindest war es nicht das Selbe. Ich hatte ja bis vorhin noch gedacht, dass ich diesen Tag in Mike's Bar verbringen würde. Nun aber musste ich Mike erklären warum ich im Black Moods war, und Carter weshalb ich Weihnachten nicht zuhause sondern mit Bryan verbrachte. Gott ich sah schon jetzt die Diskussion kommen, und Eifersüchtig würde er wahrscheinlich auch noch Probleme mit Bryan starten. Dabei hatte er absolut kein Recht dazu. Er hatte Weihnachten nichts besseres zutun als zu arbeiten, obwohl er wusste wie wichtig diese Tage für mich waren. Ich deutete auf einen der Bäume. Kleiner als der Rest, dafür aber dennoch voll und ganz hübsch. Mit den roten Kugeln und dem Schmuck würde er perfekt in meine Wohnung passen. Bryan war sich aber doch nicht mehr so sicher, was das ganze anging. "Langsam angehen? Hörst du dich eigentlich selbst? Seit wann willst du Dinge langsam angehen?" Weshalb wurde er denn nun plötzlich so vorsichtig? Lachend verdrehte ich die Augen, zog das Geld aus meiner Manteltasche und zahlte dem Verkäufer den Baum. Ich drehte mich Bryan zu und zuckte die Schultern. "Entspann dich doch einfach. Ich bin Profi, und die Leute im Black Moods schüchtern mich nicht ein. Los hilf mir mit dem Ding", bat ich ihn. Es würde schon nichts passieren. Himmel, es würde niemand abfackeln, nichts herunterfallen, niemand würde mit gebrochenen Knochen im Krankenhaus landen. Es war Weihnachten, und Bryan war eindeutig schlimmer als der Grinch. "Habt ihr Mistelzweige? Oh bitte sag ihr habt dort auch Mistelzweige rumhängen." Wahrscheinlich nicht, bis Weihnachten aber würde ich diese schon noch irgendwo ausgraben. Es gab kein Weihnachten ohne wenigstens einen Kuss unter dem Mistelzweig. Selbst wenn es harte Rocker waren die sich küssten.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mo Jan 07, 2019 12:39 am

Bryan Heard
Viele Tage hatten wir nun daraufhin gearbeitet und ich hätte nie gedacht dass ich mich so sehr von einer Stimmung hätte so mitreißen können. Tony schaffte es wirklich dass ich mich mit dem ganzen Kitsch mich herum wohl fühlte. Ich fühlte mich sogar ein wenig heimisch, durch den ganzen Weihnachtsstress. Wir hatten uns um so ziemlich alles gekümmert und um ehrlich zu sein hatte ich die Zeit zusammen mit Toni sehr genossen. Es kam mir beinahe so vor als würde ich ein klein wenig mehr über sie erfahren durch die Tatsache, dass wir zusammen Weihnachten verbrachten. Wir lachten viel und sorgten dafür das auch nichts fehlte. Natürlich war es kein Wunder dass Clint bei der ganzen Sache mitmachte. Er freute sich sogar, dass wir Weihnachten bei ihm verbrachten und ein wenig Schwung in die Bude brachten. Das alles lief auch gar nicht so schwer Punkt nach dem Tony versprochen hatte dass sie das Chaos auch wieder beseitigte dass sie anstellte, waren wir uns alle relativ schnell einig das ist vielleicht auch ganz lustig werden könnte. Die Dekoration hielten wir sogar in Grenzen. Wir hatten einen Baum aufgestellt der nicht zu pompös geschmückt war und Mistelzweige hängen hier und da von den Decken. Obwohl ich wirklich bezweifelte dass diese für mich von einem Erfolg gekrönt waren. Es hatte Abende gegeben an denen ich mir ausgemalt hatte wie ich es wohl anstellen könnte Toni zu küssen, verwarf diesen Gedanken dann aber relativ schnell wieder aufgrund unserer guten Zeit die wir in letzter Zeit hatten. Ich könnte sehen wie viel Spaß sie daran hatte sich um all diese Sachen zu kümmern und ich spürte auch wie sehr sie es brauchte. Der Stress mit Carter war eben immer noch da. Es spielte für mich sogar für diesen Augenblick keine Rolle was Carter von der ganzen Sache hielt. Es war einfach nur schön sie lächeln zu sehen. Denn Tony kümmert er sich nur um mich oder eher um das Weihnachten dass wir zusammen verbrachten. Gerade kam sie mit einem Tablet über den Armen durch die Tür gestolpert. Heute würde sie das erste Mal effektiv ein Wort mit meinem Onkel sprechen. Die letzten Tage hatte ich es elegant umgehen können, indem ich mir den Schlüssel von Clint geliehen hatte. Heute würde ich jedoch nicht um den Gedanken herum kommen. Es war relativ früh, die Kneipe war noch nicht besucht und wir hatten noch ein wenig Zeit um die letzten Schliffe vorzubereiten. So wie es sich gehört hatte ich mich auch ein wenig herausgeputzt. Vermutlich kannte Tony diesen Anblick von mir gar nicht. Ich mit schwarze Hose mit einem gebügelten weißen Hemd. Auch hatte ich mich zum Anlass dazu erhoben eine Fliege zu tragen. Es war zu viel aber ich wusste das ist Tony glücklich machen würden. Ein Gentleman wie ich war, eilte ich sofort an ihre Seite um ihr das Tablett abzunehmen. Ich hatte ihr gesagt gehabt dass es nicht nötig gewesen wäre für die Leute hier zu backen, doch sie hatte sich nicht dazu breitschlagen lassen sich einfach mal zurückzulehnen und zu entspannen. Ich lächelte und als sie sich von ihrem Mantel trennte wurde mein Grinsen noch ein wenig größer. Sie sah toll aus und vermutlich beabsichtigte sie dies noch nicht einmal. Für einen kurzen Augenblick war ich wie festgefroren und wusste nicht wohin ich sehen sollte. Ich wusste nicht was ich sagen sollte weil ich mich benahm wie der letzte Vollidiot der auf ihre perfekten Kurven starte die in dieses perfekte Outfit gehüllt war. Ein Pfiff ertönt und ich drehte mich um. Clint so charmant wie er war griff an mir vorbei nahm ihre Hand und hauchte einen Kuss darauf. „Schön dass wir uns noch einmal richtig kennen lernen, so ganz ohne den ganzen schwachsinnigen Konkurrenzkampf.“ Gott, konnte es war sein dass mein eigener Onkel besser daran war mit Frauen zu flirten als ich? Er hatte mir damals die falschen Dinge beigebracht so viel stand fest. „Ich hätte euch ja auch bei den ganzen Vorbereitungen helfen können, aber der Junge Mann hier hat darauf bestanden dass ihr das schon alleine hinbekommt.“ Konnte Clint nicht einfach ruhig sein? Als ein Blick auf meinen traf lächelte ich nahezu sarkastisch und wusste dass er genau verstand was ich meinte. Er brauchte diesen Abend garantiert nicht dazu nutzen Anti Nase zu reiben das Tony nicht an mir interessiert war. „Gibt es noch irgendetwas um dass ich mich kümmern sollte bevor die ganzen Leute hier eintrudeln und eine Katastrophe ausbricht?“, fragte ich Tony aufmerksam.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Mo Jan 07, 2019 1:12 am

TONY Weckworth

Weihnachten war immer schon meine Lieblingszeit des Jahres gewesen. Die Menschen waren gestresst, letztendlich aber kamen sie doch alle damit klar und es wurden schöne Tage. Geschenke wurden ausgetauscht, Familien gegründet, andere gingen zwar auch in die Brüche aber meist ließ man sich damit doch Zeit bis nach Weihnachten. Die ganze Welt war von einem Zauber ummantelt, der es so viel einfacher machte zu entspannen und einfach zu genießen. Selbst mit Problemen und dem Wissen den Tag nicht mit Carter zu verbringen, in den Hintergedanken. Ich hasste ihn immer noch dafür, dass er sein Versprechen gebrochen hatte. Wieder einmal. Diesen Tag aber würde ich mich ganz bestimmt nicht von einem unachtsamen, unaufmerksamen Freund und Fast-Verlobten vermiesen lassen. Es war Weihnachten, und absolut keine Zeit für lange Mienen. Wahrscheinlich waren es aber auch die ganzen Vorbereitungen, die Erinnerungen an früher und die Zeit mit meinem Dad, die mich für eine Weile meinen Frust vergessen ließ. Bryan konnte sich gar nicht vorstellen wie dankbar ich ihm eigentlich dafür war, dass er mich mit zu seinem Onkel genommen hatte. Er war mein bester Freund, hatte zwar immer gelogen was die letzten Weihnachtsfeste anging, eine Rolle spielte es aber nicht wirklich. Er bot mir hier sehr viel mehr als Carter es die letzten zwei, drei Jahre über getan hatte. Zumindest was die schönste Zeit des Jahres anging. Schmunzelnd ließ ich mir das Tablet von Bryan abnehmen. Mein Blick lag für einen Moment länger auf ihm. Für gewöhnlich gab er sich immer Mühe was sein Verhalten anging, er wollte zumindest so tun als wäre er ein Gentleman. Angezogen hatte er sich bis jetzt noch nie auch nur ansatzweise so. "Fliege steht dir." Ich sah ihn lächelnd an, ehe ich mich selbst aus meinem Mantel befreite. Ich hatte wirklich keine Ahnung wie Bryan es geschafft hatte, seinen Onkel davon zu überzeugen seine Bar in das hier verwandeln zu können. Kein Rocker dieser Welt wollte mit Weihnachtsbaum und Keksen sein Bier trinken, wenn sie aber schon keine Familien hatten, konnten sie doch auch wirklich etwas Mühe bekommen. Vor allem aber tat ich es unsagbar gerne. Es machte mir Spaß, bereitete mir Freunde und ließ mich gleich so viel besser fühlen als die letzte Zeit über. Lächelnd drehte ich mich zur Seite, sah an Bryan vorbei. Sein Onkel begrüßte mich - Manieren hatte er wohl doch von ihm gelernt. Wie lange feierten sie Weihnachten denn nun schon gemeinsam? "Hätte ich gewusst das Black Moods Bryan's Onkel gehört, hätte ich Mike nicht alles erzählt." Lachend zuckte ich die Schultern. Sonderlich viel hatte ich ihm ohnehin nicht erzählen können, und eigentlich glaubte ich noch nicht einmal das es ein wirklicher Konkurrenzkampf war. Mike hatte absolut kein Problem mit dem Black Moods. Er war sogar sehr gerne hier. Trotzdem war seine Bar Wischonsin nicht mehr annähernd so beliebt wie früher. Ich wandte meinen Blick Bryan zu, grinste breit. Junger Mann? Das ich das hier überhaupt noch erleben durfte. Eigentlich sollte ich Bryan ja fast schon was schuldig sein, immerhin würde seine Onkel wahrscheinlich sehr viel Licht ins Dunkle bringen, weshalb Bryan denn nun so verkorkst durchs Leben schritt. "Ich hab ihn dazu gezwungen. Weihnachten ist mein Ding. Ich bin Tony, aber das hat Bryan bestimmt schon erzählt", sagte ich lächelnd. Ich hing meinen Mantel weg, schob meine Tasche in den Ärmel und drehte mich wieder zurück. Eine Katastrophe würde ausbrechen, sobald die Leute hereinkamen? Das glaubte ich nicht wirklich. "Du könntest mir helfen den Weihnachtsmann und seine Geschenke reinholen. Du wolltest ja den Elf spielen", antwortete ich. Ich deutete mit dem Kopf nach hinten. Wahrscheinlich würden einige wirklich denken es sei zu viel, aber sie hatten alle keine Familie, und Weihnachten sollte sich absolut niemand vergessen fühlen. "Stell die Kekse ab und hilf mir, sonst bricht gleich wirklich Chaos aus. Du willst Mrs. Klaus nicht wütend erleben." Ich schob mir die Haare hinter die Schultern, sah zu meinen Schuhen und war froh darüber, dass ich mir für später bequeme Schuhe mitgenommen hatte. Den ein oder anderen Trick kannte ich wohl doch, immerhin stand ich nicht tagtäglich und ohne Freizeit hinter der Bar um Betrunkenen den Seelenklempner zu spielen. Ich schob mich an Bryan vorbei und deutete auf die Bar. "Finger weg von den Keksen, die sind für gleich!" Viele Geschenke waren es nicht, und sonderlich großartig waren diese Sachen auch nicht, aber es waren alles nützliche Dinge. Selbst für harte Rocker und Gesetzesbrecher. Manche Dinge hatten ja sogar emotionalen Wert für mich, letztendlich aber lagen sie doch nur in Schubladen, Boxen oder im Schrank herum. Wenn es niemand wollte, würde ich die Sachen eben wieder mit nachhause nehmen und irgendwann anders wegbringen. Was war aber auch ein Weihnachtsbaum ohne Geschenke darunter? Selbst für Bryan und seinen Onkel hatte ich etwas gefunden.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mo Jan 07, 2019 1:24 am

Bryan Heard
Ich konnte nicht ewig hier rumstehen und sie anstarren wie iegendein Idiot. Tony wusste, dass sie eine sehr hübsche Frau war und sie wusste auch, wie sie mit ihren Reizen spielen musste. Doch heute ging es einfach mal nicht um mich, sondern auch darum, ihr einen schönen Abend zu bescheren. Sie hatte mir in einer sehr misslichen Lage geholfen und jetzt war es von mir an der Zeit ihr dieses zurückzugeben. Ohne sie hätte ich irgendwo unter irgendeine Brücke geschlafen weil ich zu stolz gewesen war ein so sehen dass ich scheiße gebaut hatte. Jetzt standen wir beide hier und es war Heiligabend. Sie sollte Carter vergessen und ich wusste wie viel ihr an diesen einem Abend hier lag. Für mich war es immer noch eine Unverständlichkeit wieso ihr Freund den Arsch nicht hoch zu bekommen, sich nur für diesen einen Abend zu bemühen, alles wieder geradezubiegen was in ihrer Beziehung schief lief. Es sei dahingestellt ob er sie je Betrog oder nicht. Er könnte wenigstens versuchen, zu wollen. Irritiert sah ich auf weil sich als ich das hörte was sie sagte. Geschenke? Wir waren diesen Abend gemeinsam schon sehr auf durchgegangen doch niemals war das Wort Geschenke gefallen. Das konnte sie doch nicht ernst meinen. Leicht verwirrt versuchte ich nicht zu unbeholfen auf sie zu wirken. Verdammt noch mal! Ich hatte kein Geschenk. Das konnte doch jetzt nicht ihr Ernst sein oder? Auf diesen Gedanken hätte ich auch selbst kommen können. Was war Weihnachten ohne Geschenke? Doch brauchte ich das wirklich um sie zu beeindrucken? Dann würde ich ihm für diesen kleinen Augenblick ihren Weihnachtselfen spielen. „Ähhh klar.“ Und so tat ich das was sie zu mir sagte und halt ihr dabei, die Geschenke aus dem Wagen in die Kneipe zu räumen. Alles-in-einem wirkte dieser Raum jetzt sehr viel festlicher als vorher. Clint hatte und zwar einen kleinen Augenblick durch den Lagerraum beobachtet bis er sich wieder an die Arbeit gemacht hatte. Ein Teil von mir war immer noch sprachlos und wusste nicht was er zu sagen hatte. Sie tat all das für Menschen die sie kann nicht kannte. Sie tat all das für mich und das ohne dass sie es wusste. Dann auch wenn man es mir vielleicht nicht an merkte, hatte das Ganze für mich eine sehr hohe Bedeutung. Sie strich über die Schleife des letzten Paketes dass sie unter dem Baum legte und drehte sich zu mir. „Du weißt aber schon noch, was du mir versprochen hast?“ Natürlich wusste sie das, denn ich hatte ihr einen sehr langen Vortrag darüber gehalten, wie das heute Abend ablaufen würde. Heute Abend war sie hier um zu entspannen. Tony konnte nicht immer für das Glück anderer verantwortlich sein. Sie war nicht das Mädchen hinter dem Tresen, dass ich die Sorgen anderer Männer anhören musste. Niemand hier verlangte dies heute von ihr. Heute war sie das Mädchen vor dem Tresen und sie durfte auch ihre sorgen in Alkohol tränken. Hier war ich um aufzupassen und klar war, dass sie sich auf mich verlassen konnte egal was passierte. Dieser Ort hier war wie mein zweites zu Hause und ich wusste dass Sie hier sicher war und ihr nichts passierte. Ich war hier, Clint war hier. Selbst wenn dieser Ort fremd sie war, hatte ich einfach das Gefühl, dass sie mir vertraute. Ich lachte als ihre Augen auf meine trafen und schwang mich elegant hinter die Theke. „Du bist heute sowas wie man VIP Gast, jedes Getränk geht aufs Haus My Lady.“ Dieses Glück hatte hier in dieser Kneipe jedoch keiner außer sie heute Abend. Es hatte Zeiten gegeben in denen nicht in dieser Einrichtung gelebt hatte, Clint hatte nie eine große Sache daraus gemacht wie viel Alkohol unter dem Tisch geflossen war. Elegant begann ich ihr einen Cocktail anzurichten, schob ein Cocktailglas über das Holz, setzte ein Schirmchen hinein und zwinkerte. Diese ganze Aktion ließ mich sogar gar nicht so blöd aussehen wie ich es zunächst gedacht hatte. „Vielleicht habe ich hier und da ja sogar noch ein paar verborgene Talente.“ Was sollte das meinerseits werden? Versuchte ich sie wirklich damit zu beeindrucken? Sie war eine Keeperin und hatte das was ich tat 10000 mal besser drauf. „Im Ernst, ich glaube ich bin dir für das ganze hier echt was schuldig. Es ist lange her dass ich die Augen meines Onkel so habe leuchten sehen.“ Vor einer Woche hätte ich noch nicht daran geglaubt, dass sie und ich wirklich in dieser Kneipe Weihnachten zusammen feiern würden. Doch jetzt waren wir hier und alles um mich herum wirkte so vertraut wie schon lange nicht mehr. „Sag mir heute Abend einfach was ich für dich tun kann, okay? Egal was es ist."
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Mo Jan 07, 2019 1:50 am

TONY Weckworth

Ich sah nicht gerne tatenlos bei Dingen zu, die mir lagen. Weihnachten lag mir. Mir betrunkene Geschichten anzuhören lag mir. Mit Carter zu streiten lag mir. Bryan konnte nicht wirklich von mir verlangen, den ganzen Abend einfach nichts zutun. Entspannen, das hatte ich ihm versprechen müssen. Dabei musste ihm eigentlich genauso bewusst sein wie seinem Onkel, dass ich mich erst richtig entspannte wenn ich dort stand wo die Flaschen waren. Ich ging nicht oft aus, war nun schon eine ganze Weile nicht mehr mit meinen Freunden durch die Stadt gezogen, und vielleicht war es auch einfach einmal wieder an der Zeit die Gruppe zu sammeln, aber an einem Ort wie diesem hier abzuschalten und zu entspannen? Es war unsagbar lieb von ihm, und er wusste gar nicht wie froh ich darüber war ihn zu haben, aber mein Versprechen konnte ich doch unmöglich einhalten wenn irgendetwas passierte. Vielleicht würde ja auch gar nichts passieren und ich würde einfach nur ein paar Stunden hier sitzen, etwas tanzen, vielleicht ein, zwei Weihnachtsliedchen singen und mich möglicherweise damit zum Affen machen, aber Bryan musste doch schon längst bewusst gewesen sein das ich nicht gerne hier her kam um zu entspannen. Ich war jedoch nicht Carter, der seine Versprechen ständig brach und wiederaussprach. Ich hatte Bryan versprochen mich zu entspannen, und genau das würde ich auch tun. Irgendwie würde ich es schon schaffen. Amüsiert zog ich die Augenbrauen zusammen und musterte ihn. Er gab sich verdammt viel Mühe dafür, dass er von Weihnachten nichts hielt. Er machte mir sogar einen Cocktail, ganz ohne das ich danach gefragt hatte. Und er schlug sich noch nicht einmal sonderlich schlecht. Ich war VIP Gast, und die Getränke gingen aufs Haus? Er übertrieb eindeutig, und alleine dafür könnte ich ihn schon abknutschen. Bryan versuchte wirklich alles, um mir diesen Abend so angenehm, entspannt und schön zu machen wie nur möglich. "Die könntest du auch öfter im Wischonsin's benutzen. Mike wäre wahrscheinlich sogar ziemlich froh." Bestimmt würde er damit ein paar neue Kunden anlocken, vor allem Weibliche. Mike war es egal ob nun Frauen oder Männer in seiner Bar tranken, hauptsache der Alkohol floss und das Geld stimmte. Er dachte bitte was? Perplex sah ich ihn an und zog den Cocktail zu mir herüber, ließ mich dabei auf den Hocker sinken und lachte auf. Dachte er wirklich, dass er mir etwas schuldig dafür war? Das konnte nicht wirklich sein Ernst sein. "Wir sind quitt. Ich sitze nicht alleine zuhause, dafür war ich dir auch schon etwas schuldig." Ihm war wirklich nicht bewusst, wie viel es mir bedeutete das er mich mitgenommen hatte, statt alleine hier her zu kommen. So wie er geklungen hatte, hatte er aber gar nicht erst darüber nachdenken wollen hier aufzutauchen. Aus welchen Gründen auch immer er nicht eng mit seinem Onkel war, er musste es wirklich regeln. Sein Onkel wurde auch nicht jünger, und zwar hielt er sich gut für sein wahrscheinliches Alter, aber das hieß nicht das er ewig lebte. Das hatte mir mein Dad gezeigt. Es musste bloß ein dummer Unfall passieren, und schon war alles verdreht. "Du kannst mit der Wahrheit anfangen." Gerade noch hatte er gesagt, dass er alles für mich tun würde. Die Wahrheit war doch wirklich schon ein ganz guter Anfang, oder nicht? "Du lügst mich nämlich ziemlich oft an in letzter Zeit", stellte ich fest und nippte an meinem Glas. Ich lehnte mich vor, schob meine Finger über das Holz der Bar und zuckte die Schultern. "Du hast gesagt das du nicts von Weihnachten hältst. Das war gelogen. Du bist froh hier zu sein, und du bist froh darüber das jeder hier Spaß haben wird. Du bist doch kein Grinch." Und das waren noch die kleinen Details die mir aufgefallen waren. Ich beugte mich näher, schürzte die Lippen und sah ihn an. "Ernsthaft, wenn du nicht damit aufhörst mich anzulügen muss ich dich verprügeln. Ich steh nicht so auf Lügner", gestand ich und überschlug die Beine. Ich stützte meinen Kopf in die Hand und betrachtete den Raum für einen Moment. Gott es fühlte sich gut an hier zu sitzen, in Mitten eines Weihnachtswunders, mit dem Wissen das ich vielleicht doch etwas Gutes für die Menschen getan hatte. Zumindest Freude brachte ich den Leuten, und das war schon so ziemlich alles wonach ich fragen konnte.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mo Jan 07, 2019 2:16 am

Bryan Heard
Ich hatte nicht unbedingt damit gerechnet dass ausgerechnet diese Wort über ihre Lippen kamen. Das war ihr vermutlich nicht unbedingt bewusst, doch sie erwischte mich damit eiskalt. Mehr als es mir im ersten Augenblick lieb war. Natürlich war es klar dass diese Frage früh oder später aufkam. Ich würde mich dem also stellen müssen egal was kam. Erschöpft von den Gedanken die meinem Kopf herumschwirrt und lehnte ich mich vor ihr auf den Tresen. „Es ist ziemlich kompliziert glaub mir, es ist besser wenn du es nicht weißt.“ Doch so wie sie mich ansah, wirkt es auf mich nicht so als ob sie sich damit zufrieden geben würde. Hatte ich jemals behauptet ich wäre der Grinch? Ich war nur nicht sonderlich gut auf diese Feiertage zu sprechen da alles um dich herum alles im puren Chaos ausbrach. Dieses dämliche Gefasel von Familientage und darüber Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen. Was hatte ich? Meine Eltern waren vor wie vom Erdboden verschluckt. Mein Onkel hatte zu viel mit seiner Arbeit zu tun und die Bar der ich groß geworden war, erinnerten sich die Leute nur an meinen Namen weil ich der Sohn meines Vaters war. Welche Voraussetzungen waren das? „Ich schwöre dir wirklich bei allem was ich habe dass ich aufhören werde Dich anzulügen. Können wir vielleicht einfach ein anderes Mal darüber reden?“ Und diese Frage kam wirklich vom Herzen. Ich hatte keine Lust mir meinen Kopf darüber zu zerbrechen. Heute, an dem Tag wo alles besser werden würde. Wenigstens fühlte sich für einen kleinen Augenblick so a. Da ich keinen Gedanken an meine Eltern verschwenden musste oder darüber, dass sie vielleicht schon tot in irgendeiner Gosse lagen. Mich interessierte dieser Bullshit. Es würde vermutlich länger dauern als ich es gedacht hätte, mir eine komplett neue Geschichte meiner Kindheit auszudenken die vorzeigbar war. Ich wusste noch nicht so recht was genau ich ihr sagen sollte. Sollte ich bei der Geschichte bleiben dass ich in einem Heim groß geworden war? Es musste irgendetwas sein was mein Onkel Clint mit einband, ohne dass er als schlechtester Onkel aller Zeiten da stand. Doch darüber wollte ich mir gerade wirklich keine Gedanken machen. Heute wollte ich ehrlich sein und Toni nicht anlügen. Die Wahrheit würde Toni sowieso nicht glauben. „Ich war oft in meiner Kindheit hier. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde dass mit dieser Ort egal ist. Okay?“ So viel Information konnte ich ihr geben. Reichte das? War das für sie ein Anfang? Die Stimmung brachte mich ein wenig aus dem Gleichgewicht. Ich konnte es nicht länger vertuschen, dass ist mir ziemlich nahe ging was in der letzten Zeit alles passiert war. Ich konnte nicht immer den harten Typen spielen der über alles dämliche Witze riss. Dieses Mal konnte ich nicht vertuschen dass etwas in meinem Leben nicht stimmte und ich wusste genau, dass Toni es durch meine Augen sah. Trauer und Schmerz. Doch dieses Mal war es nicht durch ein One Night Stand oder irgendeine dahergelaufene Tussi passiert. Es war einfach da kein Lächeln der Welt konnte es verstecken. Ich räusperte mich in die Stille hinein und begann mit meinem Fingernägeln an dem Holz herum zu kratzen. Je länger ich ihr gegenüber saß und emotional so ausgeliefert war, umso schlimmer wurde es. Dieses komische Gefühle mein Wagen dass ich will ein Messer durch meine Gedärme bohrte. „Also,“ ich griff nach einer der Bierflasche in der Kiste neben mir und öffnete ist elegant an dem abgenutzten Tresen. „Ein hoch auf den kommenden Abend und alles was dazu gehört.“ Ich nickte jetzt zu und stieß mit meiner Bierflasche sanft gegen ihr Glas. „Und ein hoch auf dich für alles was du in den letzten Tagen arrangiert hast. Sei nicht zu eigen im Ernst das ist der Wahnsinn.“ Sie wollte es vermutlich nicht hören, doch genau das war das was sie gerade brauchte. Carter sagte ihr nicht wie toll sie war und genau aus diesem Grund würde ich es ihr heute Abend in jeder freien Minute sagen. Oder es sie wenigstens spüren lassen, sodass sie wusste dass sie etwas ganz Besonderes war. Sie sollte wissen dass sie Menschen wirklich geholfen hatte.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Mo Jan 07, 2019 11:21 am

TONY Weckworth

Hatte ich damit gerechnet, dass ausgerechnet mein bester Freund Geheimnisse vor mir hatte und mih anlog? Nein. Hatte ich es gemerkt, als er meinen Fragen doch immer wieder auswich und so tat als wäre es nicht wichtig? Vielleicht. Bryan sprach nie sonderlich viel über sich und sein Leben, ebenso wenig wie er mich wissen ließ was genau in seiner Vergangenheit passiert war. Ich glaubte ihm wenn er sagte, dass es Besser wäre das ich nichts davon wusste. Ich war nicht dumm und würde danach fragen - er sollte es mir von ganz alleine erzählen, jedoch sollte er nur damit aufhören mir irgendwelche Märchen zu erzählen. Ich mochte es nicht angelogen zu werden, und schon gar nicht für Blöd verkauft zu werden. Vielleicht tat er es nicht mit Absicht, und ich war mir ziemlich sicher das es es wirklich nicht Böse meinte, aber letzten Endes tat er genau das was ich hasste. Wir könnten ein anderes Mal darüber reden, und er schwor mir damit aufzuhören. Nickend fuhr ich den Rand meines Glases nach. Er versteckte so viele Dinge, dachte dabei das er mir vor etwas Beschützen musste, dabei war dem nicht so. So schlimm konnte es doch unmöglich sein - wovor hatte er Angst? Es war nicht so, als hätte seine Vergangenheit irgendetwas mit seiner Zukunft zutun. Er musste sich keine Gedanken darüber machen von mir vor den Kopf gestoßen zu werden, weil er mir erzählte das sein Verhältnis zu seiner Familie angespannt war und er bei seinem Onkel aufgewachsen war, obwohl seine Eltern immer noch in seinem Leben gewesen waren. Oder eben nicht. Er musste mich auch nicht anlügen was seine Herkunft anging, oder was seine Eltern anging. Mir war schon klar, das er Heard hieß. Ein bekannter Name, von dem mir mein Vater manchmal erzählt hatte. Einfach nur aus Interesse, und weil er immer schon unfassbar fasziniert von Verbrechern gewesen war. Bonnie und Clyde. Die neue Version die New York, die Hamptons und eigentlich die gesamte Umgebung unsicher gemacht hatte, bevor ich geboren und als ich ein Kind gewesen war. Ich wollte ihm nichts unterstellen, aber eigentlich sollte Bryan selbst wissen das ich Eins und Eins zusammenzählen konnte. Clint Adams war sein Onkel - die Faszination meines Vaters schaffte es wohl doch, Bryan den Arsch zu retten. Ich war ihm nicht Böse, und eigentlich verstand ich sogar das er mich anlog. "Wir reden ein anderes Mal darüber", stimmte ich seinen Worten zu. Ich nickte lächelnd. Ich würde ihn nicht dazu zwingen mir an Weihnachten zu erzählen was in seinem Leben vorgefallen war, allmählig aber wurde mir klar weshalb ihm das Normale schwer fiel. Er hatte ein riesengroßes Handicap was das alles anging, und auch Clint hatte ihm nicht wirklich dabei helfen können. Schmunzelnd lehnte ich mich etwas zurück. Ich lachte auf und verdrehte die Augen. Mir war klar gewesen, dass er ablenken würde, dass er aber wirklich gleich so übertreiben würde um mir zu sagen dass ich gute Arbeit geleistet hatte, eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet. "Hör auf damit mir schöne Augen zu machen, das ist nicht deine Aufgabe." Das war Carters Aufgabe. Ich seufzte leise und trank einen Schluck von meinem Cocktail, schob mich dann aber auch schon von meinem Hocker hoch und schmunzelte. "Komm her", bat ich ihn damit er sich zu mir beugte. Ich zupfte an seiner Fliege, beugte mich über den Thresen und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. "Danke das du mich mitgenommen hast. Und das du aufpasst das ich mich entspanne. Kann ich nicht vielleicht doch arbeiten?" Auch wenn es das Black Moods war, und nicht die Wischonsin in der wir uns befanden. Was sollte ich denn den ganzen Abend tun? Mir meine Sorgen von der Seele reden und hoffen das sie dadurch besser wurden? Ich kannte die Antwort wohl schon bevor er sie mir gab. Er würde nicht zulassen das ich auch nur eine Bewegung zuviel machen würde. "Okay schon gut, vergiss es. Ich hab nicht danach gefragt", fügte ich schnell hinzu. Ich hatte es ihm versprochen mich zu entspannen, auch wenn ich nicht wusste weshalb es ihm denn nun so wichtig war das ich nicht arbeitete. Ich hätte meinen Weihnachtsabend doch auch im Winschonsin verbracht, hätte er mich nicht mitgenommen. Dort hätte ich letztendlich auch gearbeitet. Stillhalten war nicht so mein Ding, vor allem wenn ich Probleme hatte. Ich trank den Cocktail leer und schob ihm das Glas entgegen. Es war komisch nun ihn zu spielen, und ihm meine Probleme anzuvertrauen. Vielleicht wurde es aber auch an der Zeit - ihm war hoffentlich klar, dass ich keine Ratschläge wollte, sondern einfach nur ein lauschendes Ohr. Vielleicht fiel mir dann ein, was ich noch tun sollte. "Ich glaube Carter und ich trennen uns bald", nicht dass das ein sonderlich großer Schock war. Wir waren nun schon so lange zusammen, und irgendwie gab die Beziehung mir nicht ansatzweise das was ich mir wünschte. Vor allem aber gab Carter sich doch keine Mühe mehr, dachte er hätte es gar nicht erst nötig. "Er hat mir versprochen das er Weihnachten mit mir verbringt. Das hat er schon die letzten Jahre über gemacht. Ihm ist es völlig egal wie gerne ich die Tage mit ihm verbringen würde", und es tat mir unglaublich leid das ich Bryan hier damit volljammerte. Es brachte mir doch nichts darüber zu sprechen. "Gib mir was Starkes." Ich hatte das Recht mich zu betrinken und Bryan war hier. Es war eindeutig an der Zeit einfach einmal zu trinken.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mo Jan 07, 2019 12:42 pm

Joaquim Jenson
Wenn ich ganz ehrlich war, hätte ich für Mika alles getan. Er hätte verlangen können, dass ich aus dem Fenster sprang und mir beim Sturz aus dem zweiten Stock alle Knochen brach und ich hätte es getan. Um jeden Preis würde ich Mika glücklich machen, wenn ich nur könnte. Es schien bloß so schwer zu sein. Er war so distanziert und sprach kaum mit mir. Zumindest nicht wirklich. Er sagte mir nicht, was ich tun konnte, um es besser zu machen. Vermutlich wusste er es eben selbst nicht so wirklich. Dass er allerdings jetzt trinken wollte, war ein guter Anfang. Ich hatte zwar einen leeren Magen, aber ich würde jeden Kater der Welt aushalten, solange es mich heute Abend weiterbrachte. Ich tastete mich also zur Couch vor, obwohl das hier mal mein altes Zimmer gewesen war. Seit mein Vater tot war, wohnte ich im Zimmer neben dem Büro. Es ist schon eine Weile her gewesen seit ich das letzte Mal hier in meinem alten Zimmer gewesen war und die Couch stand außerdem minimal gedreht. Ich ließ mich jedoch auf die Sitzfläche sinken und machte mich nicht zum Affen - zum Glück. Ich hörte wie Mika nach den Gläsern im Schrank griff. Sie klirrten aneinander, als er sie nahm. Es war schön, dass er noch wusste wo alles stand. Er musste sich also doch ein klein wenig zu Hause fühlen, oder? Ich hörte wie der Sessel mir gegenüber knarzte. Er setzte sich also auf die andere Seite. Damit ich ihm nicht zu nah kam? Es sollte mir recht sein. Wir gingen das hier nur so schnell an wie er konnte. Er füllte die Gläser auf und stellte die kristallene Glaskaraffe danach wieder auf den Tisch, ehe er mir das Glas offenbar zuschob. Ich ließ meine Fingerkuppen kurz über das glatte Holz des Tisches wandern, dann traf ich auf das Glas und legte meine Finger darum. Er stieß mit seinem Glas gegen meines und dann schien er sich den Inhalt auch schon herunterzustürzen. Okay, nun wusste ich also worauf er aus war. Ich tat es ihm gleich und trank das Glas zur Hälfte aus, machte dann jedoch eine Pause. Eigentlich war es eine Schande diesen sündhaft teuren Brandy herunterzuschlingen. Als er mich fragte, was im Jahr seiner Abwesenheit alles passiert war, biss ich mir auf die Unterlippe. Ich war mir sicher, dass er vieles davon nicht hören wollte. Eigentlich glaubte ich sogar, dass er fast alles davon nicht hören wollte. Ich schluckte und schob mir die Sonnenbrille tiefer ins Gesicht - ein Tick, den ich irgendwie entwickelt hatte, wenn ich nervös war. „Na ja… ich war ja schon vor deinem… Verschwinden mit Rosalie verlobt. Mein Vater hat mich gedrängt sie zu heiraten und das habe ich auch getan. Auf… der Feier danach wurden wir dann angegriffen. Pete wurde angeschossen und ich… habe das erste Mal jemanden getötet, um mich selbst zur Wehr zu setzen.“ Ich musste kurz schlucken. Ja, diesen Moment hatte ich immer noch nicht überwunden. Zwar hatte ich mittlerweile schon eine zweite Person - meinen eigenen Vater - getötet, aber dennoch war es grässlich daran zurückzudenken wie der Sterbende unter mir an seinem eigenen Blut erstickt war. Ich atmete tief durch und versuchte mich wieder zu fangen. „Na ja, die… die Ehe mit Rose läuft natürlich nicht besonders gut. Wir verstehen uns nicht gut. Sie ist immer mehr auf der Seite meines Vaters gewesen und er hat mich ziemlich beschissen behandelt seit das alles passiert ist. Erst dein Verschwinden, dann haben wir deinen blutverschmierten Pullover gefunden und ich hatte… solche Angst. Na ja, ich hab mich ziemlich gehen lassen und mein Vater hat das ausgenutzt, um noch mehr Salz in die Wunden zu streuen. Ich… hab mich gegen ihn aufgelehnt, habe ihm eine reingehauen und bin zu deinem Vater abgehauen. Er und Pete waren die einzigen, an die ich mich wenden konnte und sie haben mir geholfen mich darauf vorzubereiten meinen Vater… zu stürzen.“ Ich hielt kurz inne und nahm wieder mein Glas, trank auch den restlichen Brandy aus und stellte es wieder hin, damit er nachfüllen konnte. „Was dann passiert ist, weißt du ja. Ich habe meinen eigenen Vater erschossen, habe herausgefunden wer mir das hier-“ Ich deutete auf meine Sonnenbrille. „-angetan hat und habe dann endlich mit aller Kraft anfangen können nach dir zu suchen.“ Und da war er nun. Doch leider war das nicht meine Leistung gewesen. Ich hatte einfach Glück gehabt zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Ich verschränkte meine Hände ineinander und nickte leicht. „Ja, das herauszufinden war… hart. Joe wäre der letzte gewesen, dem ich das zugetraut hätte. Er ist für mich immer mehr Vater gewesen als mein eigener Vater, aber jetzt ist das wohl auch Geschichte.“ Um genau zu sein hatte ich niemanden mehr. Meine Mutter verabscheute mich dafür meinen Vater getötet zu haben und Pete und Joe? Den beiden konnte ich einfach nicht mehr vertrauen. Ich hatte bloß noch Mika und auch bei ihm wusste ich nicht, ob er bei mir bleiben würde. Er hatte sich sehr verändert und er hatte mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Vermutlich würde auch er mich verlassen, wenn es ihm hier nicht mehr gefiel. Wer blieb mir dann noch?
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Sa Jan 12, 2019 10:25 pm

Bryan Heard
Ich war der Kerl, der ein Kuss auf die Wange bekam. Genau Tony. Diese Zusicherung von ihr hatte doch insgeheim etwas Gutes zu bedeuten, oder? Sie fühlte sich wohl bei mir weil sie sich keine Sorgen machen musste, dass ich sie abfüllte und mit zu mir nach Hause schleppte. In meiner Position war ich derjenige, der sich um sie kümmerte und solche Dinge verhinderte. Sie hatte ja Recht. Jaa, ich war ein guter Kerl. Sie musste es nicht zu mir sagen. Versucht locker presste ich meine Lippen aufeinander. Dabei machte ich ihr gerne so schöne Augen. Es war eben nicht verboten zu flirten. Wenn auch nur unbewusst. Gut, vielleicht war ich nicht ihr Typ, aber es gab deutlich schlimmeres als das. Es könnte ja trotzdem sein, dass sich diese Tatsache irgendwann entwickelte. Ich könnte es also trotzdem versuchen. Insgeheim, aber nie ohne ihren Zuspruch. Nie würde ich Dinge tun sie sie verletzten. Denn Tony hatte nur gutes verdient. Wir hatten zu viel zu verlieren. Sie war meine beste Freundin. Wenn sie mich nicht verstand, wer dann? Locker fuhr ich mir meine blonden Haare hinters Ohr. Es war wichtig locker zu bleiben und ihr nicht den Eindruck zu vermitteln, dass etwas nicht okay war. Sie braute auf mich. „Du gehörst am heutigen Abend nicht hinter den Tresen“, wiederholte ich und schüttelte den Kopf. Für mich war es in diesem Augenblick wichtig, meine lockere Art und Weise nicht über Bord zu werfen. Ich sah auf und lächelte charmant. Vielleicht würden ein zwei Bier dafür sorgen das die Stimmung zwischen uns ein wenig lockerer wurde. Ich hatte schon oft genug angetrunken in ihrer Bar aufgetreten sie hingegen hatte ich noch nie betrunken erlebt. „Ich möchte darüber auch keine weitere wiederrede hören Mrs. Weckworth.“ Ende aus. Was wollte sie hören von mir? Arbeit würde sie nicht über ihren Frust hinweg bringen. Egal wie sie sich fühlte. Selbst wenn sie glaubte, dass es dies tat. Carter war weit und breit nicht zu sehen und heute würde er sie auch nicht terrorisieren. „Sag mir lieber, wenn es etwas gibt, was ich noch für dich tun kann heute, dass ist das mindeste.“ Klar ich wiederholte diese Worte, doch ich meinte es so wie ich es sagte. Und da ich im Augenblick nicht über meinen Scheiß reden wollte, war es einfach so wie es war. Tony musste sich damit abfinden. Geheimnisse hin oder her, dieser Ort und dieser Moment waren einfach alles andere als passend. Die Tür öffnete sich. “Die ersten Leute sollten jeden Augenblick kommen.“ Clint lächelte uns zu und drehte das Schild vor der Eingangstür von „Closed" auf Open. Es war schon witzig zu sehen wie die verschiedenen Konzepte zusammen kamen und vielleicht sogar funktionierten. Auch für die hatten Kerle die diese Kneipe besuchten konnte Weihnachten schließlich etwas sein.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Jan 12, 2019 10:44 pm

TONY Weckworth

Weihnachten ganz ohne Mutter zu feiern war immer schon hart gewesen. Während die Nachbarn immer zu Dritt, Viert oder gar zu Fünft am Tisch saßen und aßen, sich in die Couch sinken ließen und warteten bis der Weihnachtsmann kam, hatten mein Vater und ich Weihnachten früher immer zu Zweit verbracht. Er hatte dafür gesorgt das ich all die Geschenke bekam die ich mir nur wünschen konnte, und ich hatte dafür gesorgt dass das Weihnachtsfest ab meinem zehnten Lebensjahr Reibungsfrei und magisch vorüberging. Ich hatte es geliebt und tat es selbst heute noch. Eigentlich war das hier keine Zeit um lange Gesichter zu haben, oder mit schlechter Laune darüber nachzudenken einfach etwas Alkohol zu trinken, um mögliche Probleme für eine Weile zu vergessen. Ich griff nicht oft zum Alkohol, tat es nicht gerne weil ich wusste das es letzten Endes doch nichts half. Die Probleme verschwanden so auch nicht, gerade aber wollte ich nicht weiter darüber nachdenken ob Carter in ein, zwei Tagen vor mir stehen und mir Vorwürfe machen würde. War Bryan eigentlich klar, wie sehr ich dieses ewige Hin und Her mit Carter hasste? Wie sehr ich diesem Vollidioten eigentlich den Kopf waschen wollte, weil er einfach völlig vergessen hatte was wir hatten? Ihm schien es doch völlig egal zu sein was mit mir war, und nur wenn es ihm wirklich passte wollte er sich gänzlich um seine Pflichten als mein Freund kümmern. Wenn es ihm passte, und er nicht gerade vom Krankenhaus eingespannt war. Dabei wusste ich noch nicht einmal weshalb ausgerechnet er so viele Überstunden schieben musste. Er war kein Spezialist, war absolut kein unersetzbarer Mann im Dienst. Es war nicht so als wäre ich nicht stolz auf ihn, und darauf was er die letzten Jahre über geschafft und erreicht hatte, aber so? Ich musste ständig zurückstecken und das nur weil Carter es nicht wollte. Seufzend griff ich nach dem Glas das Bryan mir entgegenschob und trank einen Schluck. Der Alkohol brannte meine Kehle hinab und ließ mich vergessen. Heute war Weihnachtsabend, und ich würde ganz bestimmt nicht mit schlechter Laune hier sitzen und den Leuten die Chance nehmen, Spaß zu haben. Genau deshalb war ich hier! Um Leuten ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren, und selbst Spaß dabei zu haben. Schmunzelnd sah ich zu Clint und schließlich zur Tür. Die ersten Leute würden kommen - natürlich. Alles war erledigt und irgendwie wollte er wohl auch Geld machen. Ich kam mir trotzdem so vor als sollte ich nicht vor dem Thresen zu hocken. Das war für gewöhnlich Bryans Job, nicht meiner. Ich stürzte das Glas gänzlich und schob es Bryan zu. "Es ist Weihnachten und du passt auf. Ich kann mich betrinken?" Natürlich konnte ich mich betrinken. Und das tat ich auch. Ich trank und trank und redete und beschwerte mich bei Bryan. Nebenbei verteilte ich Kekse, Geschenke und vielleicht sogar bessere Laune als ich selbst hatte. Ich legte das leere Tablet auf dem Thresen ab, schob mich an einem der Kunden vorbei und sah zu Bryan. Normalerweise war ich es die auf ihn aufpasste, oder wenigstens irgendwie versuchte es zu tun, ganz konnte ich ihn dann doch nie von irgendwelchen dummen Ideen abhalten. Dafür ließ er mich sowieso zu wenig wissen, was in seinem Leben los war. "Ich will tanzen-", stellte ich fest. Eigentlich war es an Bryan gerichtet gewesen, stattdessen wurde ich aber auch schon zurückgezogen und zur Musik gedreht. Die Leute hier feierten Weihnachten wohl doch anders als ich anfangs gedacht hatte. Lachend ließ ich mich umherwirbeln, legte meine Hände an seinen Schultern ab und bewegte mich zur Weihnachtsmusik. Bryan würde schon verstehen das ich ihn damit gemeint hatte, und nicht irgendeinen Rocker der sonst keine Familie hatte, mit der er Weihnachten verbringen konnte.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Sa Jan 19, 2019 8:17 pm

Bryan Heard
Der Laden füllte sich schneller als Gedacht und obwohl keiner von uns sowas wie Werbung betrieben hatte, hatte ich das Gefühl das der Laden sich schneller als sonst füllte. Es war beinahe schon erschreckend, wie viele ältere Leute und Leute in meinem Alter sich an einem Tag wie diesem in einem Schuppen wie diesem hier aufhielten. Doch trotz dieser Tatsache tat sich nicht sonderlich viel an dem Klientel. Die Leute sahen zum Teil schon echt stark danach aus, als würde man ihnen nur in der tiefsten Nacht über den Weg laufen. Ich fragte mich wie oft mein Onkel wirkliche schwierigkeiten mit dem Gesetz hatte. Drei Meterskerle die vermutlich in einer noch höheren Gewichtsklasse spielten wie Clint und Frauen die sich in hautengen Outfits und Lederjacken durch die Engen Begebenheiten bewegten. Trotz allem waren sie jedoch so ruhig wie eh und jeh. So wie ich es kannte. Es war mir bereits damals aufgefallen. Die Atmosphähre hatte etwas vertrautes. Als würde jeder für den anderen hier sein Leben geben. So, als würde sich jeder kennen. Eine große Familie. Dieser Ort war für viele wohl schon zu mehr als eine Kneipe geworden. Auch wenn es nicht unbedingt Weihnachtlich war, war es eben harmonisch. Mein Blick hing immer noch an Tony. Ich hatte ihr schließlich mein Wort gegeben. Typen wie ich hielten ihr Wort und ich wollte sie nicht in verlegenheit bringen. Selbst wenn sie vor hatte sich zu betrinken, ich würde schon aufpassen! Wir beide hatten uns bis hier hin keinen Meter von der Theke entfernt, während sie immer noch in ihr Glas schaute. Während ich aus reflex zusammen mit Samy mittlerweile die erste Stunde die Getränke mischte und sie dann ausgab, saß Tony eben noch vor mir. Kaum zu glauben, dass ich so einen Guten Job bis hier hin machte. Vermutlich war das aber nicht unbedingt das, was sich Tony vorgestellt hatte. Bis sie ihren ersten Wunsch äußerte. Sie wollte tanzen. „Du willst tanzen?“, wiederholte ich und zog eine Augenbraue hoch. Samy schmunzelte und ich lehnte mich wieder zu ihr herüber. Das grinsen auf meinen Lippen wurde größer als ich es nicht mehr schaffte es zu verstecken. „Hier?“, fragte ich und fand die Vorstellung beinahe niedlich. Mein Blick zog an ihr vorbei in die Räumlichkeit. Man konnte diese Kneipe auf gar keinen Fall mit ihrer vergleichen. Es war ziemlich eng hier und die einzige möglichkeit war die der leichten Erhöhung auf der sich sogar eine Poledance Stange befand. Meine Augen trafen auf Tonys und ich fragte mich was in ihrem Kopf vorging. War sie schon betrunken? Betrunken genug für sowas? Nicht, dass ich es ausgenutzt hätte. Vermutlich hatte sie wirklich schon einen leichten glimmer. Elegant warf ich mir das Handtuch über die Schultern und begann die nächsten Gläaser abzuwaschen die Samy mir auf die Seite stellte. „Das willst du nicht“, stellte ich nach einer kurzen Pause fest, in der ich es wirklich in erwegung zog sie dazu zu bewegen es zu tun. Ich war ein guter Kerl! Die Musik hier war zudem nicht gerade die Musik die zum Tanzen geeignet war. Ein Klopf auf das Holz neben mir zog meine Aufmerksamkeit auf mich. „Ich wusste das du eines Tages hinter einer Theke enden würdest.“ Ich sah auf und ließ den Lappen in meiner Hand sinken. „Logan?“, ein grinsen breitete sich auf meinen Lippen aus. Es gab nicht viel auf diesem Planeten, aber meinen „Bruder“ zu sehen machte vieles besser. Er hielt sich seit ein paar Jahren immer seltener hier auf und hatte das Land verlassen. Eine sehr komplizierte lange Geschichte. Logan [Link] hatte sich kaum verändert. Außer vielleicht sein Trainierter Oberkörper. Ich hatte ihn seit einer Gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen. Er breitete seine Arme aus. Oh bitte eine Umarmung? Ohne zu zögern, legte ich das Handtuch auf das Holz und eilte um den Tresen. „Verdammte Scheiße wie siehst du aus?“, Logan ergriff mich und verpasste mir eine Kopfnuss. Mir entging seine Kopf Verletzung nicht die erst vor kurzem genäht worden war. Er hielt mich im Schwitzkasten, er war ein verdammter Stein. Fuck! Ich erstickte- „Ist okay“, krächzte ich. Ich schlug gegen seine Arme. „Logan“, vermutlich lief ich sogar schon rot an. Er lachte und ließ mich los. „Lange nicht mehr gesehen Little B.“ „Was ist passiert?“, fragte ich auf seine verletzung und musterte ihn. „Skiunfall.“ Er war so ein schlechter Lügner, doch ehe ich etwas sagen konnte, glitt sein Blick auf Tony. Oh nein! Nein! Nein! Er sollte nicht daran denken sie in seinen dämlichen „Hey Babe, ich bin ein mysteriöser Typ“ Charme zu ziehen. „Ich kam nicht drum herum zuzuhören, wieso bringst du nicht ein wenig Schwung in die Bude?“ Weil ich versuchte eine gesunde Mischung aus Schwung und neutralem Freund auf die Reihe zu bekommen. Sie war keine von hier! Sollte sie sich dort oben auf der Tribühne rekeln und von den anderen Männern angehimmelt werden? Ich war froh das sie sich bis hier hin nicht weiter von mir entfernte. “Logan“, stellte er sich vor und reichte Tony seine Hand. „Inofizieller Bruder von Bryan, wenn man es so nennen darf. Wir sind zusammen aufgewachsen. Naja, seine Freunde sind meine Freunde.“ Ich schüttelte einmal sachte mit dem Kopf. Er musste meine Geschichte nicht noch unglaubhafter rüber kommen lassen. Schließlich wusste Tony ja schon das ich nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte. Doch dafür war es wohl auch schon zu spät- ich verdrehte die Augen. “Also“, begann er. „Du hast sie doch hoffentlich aufgeklärt?“ Seine Augen leuchteten. Er hatte etwas von einer Katze die auf Jagdt war. Er hatte diese Nummer so verdammt gut drauf. “Na wie man hier im Moods feiert.“, erklärte er sich und grinste charmant. “Du hast sie doch gehört B. Die Kleine will tanzen.“ Elegant nahm er ihre Hand, schob sie auf ihre Beine und ließ sie gekonnt eine Umdrehung durch seine Arme drehen. Sie taumelte leicht und landete gegen seine muskellöse Brust. Sie war leicht betrunken. Super. Ich räusperte mich. „Super. Musik Wünsche?“
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Jan 19, 2019 8:51 pm

TONY Weckworth

Ich wollte tanzen. Eigentlich wollte ich vieles. Ich wollte das mein Freund hier war und Weihnachten mit mir verbrachte. Das war etwas, dass nicht in Erfüllung gehen würde. Außerdem wollte ich Weihnachten so feiern wie ich es früher getan hatte. Wieder etwas, dass nicht passieren würde. Ich wollte das sich Carter etwas mehr Mühe gab und nicht ständig kleinbei gab wenn es um irgendwelche Notfälle im Krankenhaus ging. Auch das würde nie in Erfüllung gehen. Wenigstens tanzen konnte ich. Das war ein Wunsch, den mir Bryan erfüllen konnte. Starker Alkohol und Tanzen. Er hatte gesagt das er aufpassen würde, und das ich nur sagen musste was ich wollte - er würde es tun. Nun aber tat er doch so als wüsste er besser was ich wollte. Mein Grinsen erlosch, und ich lehnte mich etwas über die Theke, verzog dabei das Gesicht. "Also eigentlich will ich das schon", gestand ich. Ich wollte tanzen. Hier und jetzt. Was? Es gab doch wohl genug Platz um sich hier etwas durch die Sitzplätze zu schwingen, dazu brauchte man nicht zwingend so viel Platz wie im Wischonsins. Ich folgte Bryans Blick über meine Schulter. Was? Dachte er ich wollte tanzen? Mein Kopf reagierte wohl kaum so schnell wie ich wollte. Ich blieb sitzen, schürzte die Lippen und betrachtete das Schauspiel Wortlos. Logen. Dunkle Haare, ziemlich zerzaust und verwühlt als wäre er gerade aus dem Bett geklettert. Schnitt an der Stirn, der gerade genäht war. Er passte eindeutig besser in diese Kneipe als Bryan es tat, trotzdem war mir klar das sie sich wohl kannten. Diesen Blick hatte ich bei Bryan nämlich noch nie gesehen. Er schien froh darüber zu sein, Logen zu sehen. Es war Wiedersehensfreude, die er ausstrahlte, als er um die Theke lief. Und ab da war mir eigentlich ziemlich klar, dass es sich entweder um einen besten Freund oder gar Bruder handeln würde. Bryan hatte also nicht nur was seinen Onkel anging gelogen, sondern auch was seine Familie im generellen anging. Das alles hier musste er eindeutig noch erklären. Oh Gott diese Spitznamen waren aber auch wirklich zu niedlich - sie mussten Brüder sein. Oder sich zumindest so fühlen. Logen stellte sich auch schneller vor, als Bryan überhaupt daran dachte. Logen, sein inoffizieller Bruder. "Tony, eine offizielle Freundin. Seine Freunde kenne oder mag ich nicht", stellte ich mich schmunzelnd vor. Für einen Moment glitt mein Blick zurück zu Bryan. War das sein Ernst? Er hatte mich wirklich belogen, das ganze hier musste er wirklich erklären, wenn er weiterhin auf meiner Couch schlafen wollte. Und mit dem Lügen musste er wirklich aufhören, sonst konnte er irgendwann Bekanntschaft mit meiner Rechten machen. "Das Lügen liegt euch Beiden nicht", stellte ich amüsiert fest. Wow, was zog Logan mich denn gleich vom Stuhl. Er sah doch was ich trank, und für gewöhnlich trank ich doch nur Bier. Starke Sachen zog ich mir wirklich nur rein, wenn ich Dinge vergessen wollte. Wie meinen dummen Freund, der jetzt bestimmt irgendwo mit seinen Patienten Kekse aß. Wenn er nicht hier sein wollte, konnte er sich doch nun auch wirklich nicht beschweren irgendetwas zu verpassen. Carter sollte sich später nicht beschweren weil ich nicht zuhause auf ihn gewartet hatte. "Euch ist klar das ich eigentlich nicht dort oben gemeint habe?" Nein das war ihnen nicht klar. Ich wollte mich dort oben eigentlich nichts zur Schau stellen, erst Recht nicht wenn ich unbekümmertes Tanzen zwischen den Stühlen gemeint hatte. Ich schürzte die Lippen, schob mich von Logan los und zog mein Kleid etwas hinunter. "Jetzt will ich da oben tanzen." Ich schob meine Haare auf meinen Rücken und schlängelte mich bereits durch die Tische, an den Leuten vorbei die ihr Weihnachtsfest nicht alleine irgendwo in der Stadt sondern hier verbrachten. So hatte ich mir mein Weihnachten nicht vorgestellt, aber hey - morgen war immer noch Weihnachten. Vielleicht konnte ich Bryan und seine Familie einfach zu mir zum Essen einladen. Dort konnte ich auch einfach tun und lassen was ich wollte, ganz ohne mir sagen lassen zu müssen das ich mich entspannen musste. "Du kennst mein Lieblingslied Bryan", ließ ich ihn Wissen. Er wusste, wie sehr ich Ariana liebte. Und er wusste das ich diesen Song bereits in und auswendig kannte. Dabei war es noch nicht einmal ein besonderer Song, sondern einfach nur .. Ariana. Ich kletterte hoch, drehte mich der Theke zu und schmunzelte. Wenn die Zwei aber auch wirklich glaubten das ich das hier nicht durchziehen würde, kannten sie mich nicht. Gut, Logan kannte mich wirklich nicht. Bryan aber sollte klar sein, dass er mich jetzt nicht einfach von hier runterziehen könnte. Ersten müsste er es den ganzen Leuten erklären, zweitens aber müsste er mir erklären weshalb er mir meinen Spaß nicht lassen wollte. Es war doch nun auch wirklich nichts dabei. Carter war nicht hier und das hatte er sich selbst ausgesucht. Meinen Spaß konnte ich dennoch noch haben.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Sa Jan 19, 2019 11:31 pm

Bryan Heard
Okay, war das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen. Tony schien durch den Alkohol völlig hemmungslos und ließ sich sofort darauf ein ohne auch einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden. Natürlich hätte ich gelogen wenn ich behauptet hätte, dass diese Sache mich absolut kalt liest. Dann so war es nicht. Sie war ein sehr attraktives und hübsches Mädchen. Vermutlich verwickelten meine Gedanken mein Gehirn nur wieder zu irgendwelchen Blödsinn. Zum Beispiel, zu behaupten, dass Tony Logan sexy finden würde. Was bildete ich mir da eigentlich immer ein? Sie kannte ihn schließlich überhaupt nicht. Vermutlich gehörte diese Tatsache zu einer der wenigen komplexe die ich besaß. Wenn es um andere Männer ging die Tony an schmachtete, wurde mir eben immer ganz anders. Vor allem wenn man es davon ab sagt dass sie zum größten Teil Idioten waren . Logan war kein Idiot also konnte ich ihn doch quasi von der Liste streichen. Ich sollte mich eher glücklich schätzen dass er hier war und dass ich ihn nach so langer Zeit endlich einmal wiedersehen durfte. Das mit Tony war eben eine andere Geschichte, und ich konnte es eben nicht ändern, ich gehörte nicht zu ihrem typischen Männerbild. Und wenn schon, dann sollte sie das. Ich war nicht der Typ der ihr etwas vorzuschreiben hatte. Von mir aus konnte sie also auch dort oben an der Stange tanzen und sich die Kleider vom Leibe reißen. Auf Tonis Musikwunsch erhob ich die Augenbraue. Dieser Ort war nicht gerade da ideal Platz für eine Ariana Grande-Show. doch Toni Schiene sich gut genug überlegt zu haben. Trotz der Tatsache dass sie sich in einer Kneipe befand in der ziemlich seltsame und zwielichtige Gestalten herum saßen, wollte sie dass ich ein Lied von Ariana Grande spielte. Sie wusste, dass das Lied ziemlich passend war. „Natürlich,“ ich hatte doch eh keine andere Wahl und was würde es mir bringen ihr jetzt zu widersprechen? Logan zog eine Augenbraue in die Höhe und warf mir einen allwissenden Blick zu. Vermutlich hatte auch er verstanden, dass ich ein ganz besonderes Auge auf Tony geworfen hatte. Bildete ich mir das eigentlich nur ein? Es konnte doch nicht sein dass jeder in meinem Umfeld Verstand was ich für Toni empfand außer sie selbst. Oder wusste sie es und ließ mich absichtlich ins Messer laufen? Nein, so schätze ich sie wirklich nicht ein . Vielleicht war ich auch weiterhin einfach nur ein Idiot. Vermutlich würde es mir auch nichts bringen ihm zu widersprechen, er war schließlich so etwas wie mein Bruder und kannte mich besser wie kein anderer. Also begab ich mich auf die Musikanlage zu und widmete mich ihrem Musikwunsch. Einmal Ariana Grande mit Dangerous Woman. Das Lied alleine Zug schon eine Menge Aufmerksamkeit auf sich, doch als Toni sich dann auch noch auf das Podest zu bewegte und sich zur Musik wiegte, begannen die Leute zu jubeln und zu pfeifen. Das war das, was die Leute sehen wollten. Natürlich war es egal, dass es in diesem Augenblick ein Lied von Ariana Grande war. Es war ein ziemlich langsamer Song und sie hatte es eben drauf den anderen eine Show zu bieten. Vermutlich hätte sie so etwas an Weihnachten im nüchternen Zustand niemals getan. Das war schließlich nicht gerade ihre Auffassung von Weihnachten. Vielleicht sollte ich auch einfach aufhören mir Gedanken darüber zu machen und den Anblick genießen. Im Augenblick war sie hier bei mir und auch wenn die anderen Männer sie ansagen, ich war dafür da sie zu beschützen. Sie vertraute mir und wollte nur ihren Spaß. Tony hatte es echt drauf sich zur Musik zu bewegen. So und nicht anders hatte ich es auch von ihr erwartet. Wenn man Tony so sah, könnte man schon fast glauben, dass sie ein viel größerer Teil dieser Kneipe war als die, in der in der sie arbeitete. “Wo hast du dann bitze den kleinen Hüpfer aufgegabelt?“, fragte Logan während er sich elegant an mich lehnte. Auf meinen Lippen spiegelte sich ein kleines Lächeln wieder als ich spürte dass Tony in meine Richtung sah. Es hatte vermutlich nichts zu bedeuten, doch ich genoss dass ich einen kleinen Teil ihrer Aufmerksamkeit bekam. „Wir kennen uns eigentlich schon etwas länger. Sie ist so etwas wie meine beste Freundin und ich habe ihr zu verdanken dass ich im Augenblick nicht unter einer Brücke schlafen muss. Es ist ein sehr vernünftiges Mädchen dass ich meiner Meinung nach viel zu sehr durch das Leben kämpfen muss.“ Doch das Leben war nicht immer leicht, und ich wusste dass solche Worte bei Menschen wie Logan nicht sonderlich viel Mitleid auslösten. Er seufzte und legte mir eine Hand auf die Schulter. “Es freut mich wirklich mit anzusehen dass du wieder mit anderen klarkommst. Ich hätte wirklich nie gedacht, dich hier in der Bar zutreffen. Du weißt wie wichtig Clint das alles hier ist.“ natürlich wusste ich das. Mach das änderte immer noch nichts an meinem Entschluss dass ich kein Teil von all dem hier war. Ich gehörte nicht in dieses Leben.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Jan 20, 2019 12:13 am

TONY Weckworth

Sehr wahrscheinlich würde ich es bereuen mich gehen zu lassen, sobald ich aufwachte. Oder sogar schon früher - wenn ich Carter unter die Augen treten und erklären musste, weshalb ich mich im Black Moods zu Dangerous Woman von Ariana Grande rekelte und möglicherweise sogar auszog. Mir war sehrwohl bewusst, was ich hier tat, und eigentlich war meine Vorstellung von Weihnachten wirklich eine gänzlich andere. Ich hatte nicht gedacht, dass ich Heilig Abend nicht etwa hinter der Theke am arbeiten verbrachte, sondern bei der Konkurrenz trinken und tanzen würde. Das ich mich zu Dangerous Woman wiegen würde, war nicht mein Plan gewesen, und ob Carter jemals hiervon erfahren würde, konnte ich jetzt noch nicht sagen. Sehr wahrscheinlich würde es doch nur zu Diskussionen oder gar einem Streit führen - weshalb tanzte ich für Männer die nicht mein Freund waren, und mit denen ich meine Zukunft verbringen woltle? Ganz ehrlich? Das wusste ich auch nicht. Vielleicht war es der Frust und die Tatsache das ich Aufmerksamkeit mochte. Das ich es mochte von Männern angesehen zu werden, wenn ich doch eigentlich wusste was in ihren Köpfen vor sich ging. Carter sah mich doch mittlerweile ohnehin nicht mehr so an wie früher. Er berührte mich auch nur noch selten so, wie er es früher getan hatte. Lieber schob er irgendwann eine schnelle Nummer, und nahm sich das Recht heraus mir letzten Endes die ganze Arbeit zu lassen. War er fertig, konnte ich selbst Hand anlegen. Manchmal fragte ich mich weshalb ich mir diese ganze Beziehung antat, vor allem wenn ich doch eigentlich sah wie viele Männer mich ansahen. Wie viele mich vielleicht sogar wollten - eine Beziehung aber war etwas ganz anderes. Vor allem mit Männern dieser Kneipe. Schmunzelnd sah ich zu Bryan hinüber, der sich mit Logan unterhielt, seine Augen aber doch keine Sekunde von mir nahm. Er passte auf mich auf, und das wusste ich. Es machte aber auch wirklich zu viel Spaß einfach einmal nicht die Vernunft zu sein und tun und lassen zu können, wonach mir war. Selbst wenn es Dummheiten waren. Geschickt drehte ich mich, warf meine Haare dabei vor und griff nach dem Reißverschluss meines Kleides. Nackt würde ich hier ganz bestimmt nicht herumtanzen, wenn ich denn nun aber schon die Chance hatte Blicke auf mich zu ziehen, ganz ehrlich wer würde es nicht tun? Schüchtern war ich ohnehin nie gewesen. Meine Finger fuhren meine Arme hoch, umrundeten meine Brüste und kamen an meinen Schultern zum liegen, wo ich den Stoff langsam und passend zur Musik von mir streifte. Bis ich nur noch in Unterwäsche vor den Leuten stand und die Leute jubelten. Das hatten sie schon vorhin getan, nun aber war ich mir ziemlich sicher auch wirklich jeden Blick auf mich gezogen zu haben. Wüsste Carter das hier, hätte er eine Ahnung davon das ich mich vor anderen Männern auszog und es genoss, sehr wahrscheinlich wäre er nicht mehr nur eifersüchtig gewesen. Vor allem Bryan hätte Probleme. Ich trat aus dem Kleid und drehte mich wieder zurück zur Theke. Mit einem Augenaufschlag sah ich Bryan wieder entgegen und warf ihm mein Kleid zu. Vielleicht war das hier eine dumme idee, Ariana, der Alkohol und die Tatsache das ohnehin nichts passieren konnte, machte es mir jedoch ziemlich leicht mich zu Boden sinken zu lassen. Ich rollte und rekelte, kroch dabei über den Boden und hielt den Leuten meinen Hintern ins Gesicht. Würde die Bar irgndwann einmal Pleite gehen, könnte ich wohl immer noch irgendwo in einem Stripclub arbeiten bis ich etwas anderes gefunden hatte. Barkeeper brauchte man in New York aber wohl doch ziemlich viele. Mit einem Mal stoppte Ariana, und die letzte Note verstummten. Ich bewegte mich für einige Sekunden nicht, wusste gerade auch nicht so Recht wie man das hier denn einfach so beendete. Von hier runterklettern und mich anziehen wäre wohl die Beste Option davon. Ich zog mich an der Stange hoch, strich meine Haare zurück und sah die Leute breit grinsend an. Es war eindeutig nicht das Erste Mal, dass sich hier jemand ausgezogen hatte. "Kekse sind dort, Geschenke gibt es unter dem Baum. Bedient euch", ließ ich die Leute wissen. Wirklich zugehört wurde mir jedoch nicht. Bryan hatte nicht gewusst, dass ich das hier konnte oder? Gesagt hatte ich ihm zumindest nie etwas. Erneut sah ich hinüber zu Bryan, kletterte aber auch schon vom Podest und schlängelte mich an den Tischen vorbei. Eines musste man den Kunden hier jedoch lassen. Nur weil ich mich ausgezogen hatte, dachten sie nicht sie konnten gleich etwas anfassen.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jan 20, 2019 1:29 am

Bryan Heard
So wie Logan mit mir sprach, wusste ich das auch ihm die Sache sehr wichtig war. Wenn es vermutlich nach ihm gegangen wäre, wäre ich ihm gefolgt und ich hätte nicht seinem Business angeschlossen. Doch wenn ich eine Sache wusste, du warst die dass ich einfach nicht in dieses Leben gehörte dass er sich so kunterbunt aus malte. Man musste mich nicht für blöd verkaufen. Ich musste wirklich kein Genie sein um zu wissen, mit was Logan seine freie Zeit tot schlug und dass er vermutlich auch im Namen meines Onkels handelte um dem Familiennamen alle Ehre zu machen. Logan tat das was keiner aussprach und genau das kotzte mich an meinem Familiennamen an. An allem. Wann genau das hier! Weil all diese Leute etwas zu verstecken hatten und niemand darüber sprach. Und Logan, er kümmerte sich um die bösen Typen, die die für Ärger sorgen konnten. Um ehrlich zu sein wollte ich gar nicht wissen wie viel Blut wirklich an seinen Händen klebte. Klar entsprach dieses Szenario nicht einem Actionfilm, doch manchmal würde ich einfach das Gefühl nicht los dass die Geschichte meiner Eltern absolut jeden verfolgte und ein Albtraum draus macht. Mein Vater wäre stolz auf einen Sohn wie ihn gewesen und genau aus diesem Grund war er auch abgehauen. Weil ich es nie geschafft hatte es ihm recht zu machen. Weil ich einfach nicht in dieses dumme Rollenspiel passte. Es war, als könnte ich Logans Augen durch mich hindurch sehen lassen. Er kratzte an genau der Stelle die am verwundbarsten war und schaffe es somit dass ich meine Aufmerksamkeit für eine kleine Sekunde von Toni nahm. „Das hat absolut gar nichts zu sagen, hörst du? Ich werde meine Zeit nicht in dieser Bar hier verbringen. Du solltest am besten wissen warum ich da sage ich ihr den Rücken gekehrt habe.“ Und damit wollte ich das Gespräch beenden. Meine Augen hängen erneut an Toni und für einen kurzen Augenblick verschlug es mir die Sprache. Ich, Bryan Heard, war Zeuge, wie sich Tony das Kleid von Körper streifte. Okay, hatte ich jetzt offiziell als Aufpasser versagt? Das muss da ein übler Trick sein! Stellte sie mich gerade auf die Probe? Nein! Tony stellte mich auf eine Probe! Sie konnte doch nicht ernsthaft glauben dass ich bei einem Anblick wie diesem hier locker blieb! Ich war auch nur ein Kerl und sie war eine unglaublich atemberaubende Frau. Mein Atem beschleunigte sich. Kaum zu glauben dass ich das noch einmal erlebte. Der Anblick einer Frau machte mich sprachlos. Hätte man nicht meinen können dass ich mittlerweile nach der Beziehung mit Delia so abgehärtet war, dass mich absolut gar nichts mehr störte. Nein, dem war nicht so ich war absolut überwältigt. Ich starrte. Nein, ich gaffte. Und meine Gedanken driften dahin ab, wo sie sich eigentlich als guter Freund, und ja der war ich!-, nicht befinden dürften. Warum tat sie das? Aus Reflex erhob ich die Hände vors Gesicht und fing dann mit ihr Kleid. Es roch nach Toni, ein Hauch von Rose. Sie stand dort auf der Bühne und war beinahe nackt. Ihre Unterwäsche war perfekt und ich fragte mich für einen kurzen Augenblick ob sie sie bewusst ausgewählt hatte? Hatte sie gewollt dass irgendjemand sie heute Abend in diesem Aufzug sah? Ja oder nein? Ich leckte mir die Lippen. Die Musik war aus und Toni kam mit direktem Blickkontakt auf mich zu gestöckelt. Ihre hohen Schuhe ließen dies sehr elegant aussehen. Für einen kurzen Augenblick vergaß ich sogar Logan der immer noch neben mir saß. Ich war ein guter Kerl! Was stellte ich mir vor, dass sie auf mich zukam und mich küsste? Mein gesamter Körper kribbelt Höhe und ich Lektüre unbewusst über die Lippen als sie vor mir stand. Sie war meine beste Freundin! Ohne sie würde ich auf der Straße leben! Konnte ich mich nicht ein wenig zusammenreißen? Sie vertraute mir und wenn sie so etwas von jemanden nicht erwartete dann war es ja wohl ich. Meine Augen hängen für einen kurzen Augenblick dort wo sie nicht liegen sollten. Zügig sah ich auf und versuchte es zu vertuschen. Sie war betrunken die Wahrscheinlichkeit dass sie es gar nicht mitbekam war sehr hoch. Automatisch mittig ihr das Kleid entgegen und suchte nach den richtigen Worten. “Du hast es ganz schön drauf.“ im Augenblick war ich einfach nur froh dass Logan die Sache so sachlich betrachtete und nicht den Macho raushängen ließ. Ich glaubte, je länger ich in Tonys Nähe stand umso verrückter wurde ich. War ich ein Idiot, wenn ich Ausschau nach anderen Frauen hielt? Nur um mich ein wenig abzulenken? Ja, ich war ein absolut guter Kerl, wenn Toni nicht sah, wie viel Mühe ich mir gab. Pelikanstieg Sehne Kleid und aus Reflex habe ich langsam ihren Reißverschluss nach oben. Meine Finger strichen hier bei langsam über ihren Nacken er sie sich zu mir drehte. Wir waren uns ziemlich nah. Doch nicht nahe genug denn langsam die sich meine Hände wieder sinken. „Du wirst mich definitiv dafür umbringen dass ich dich das habe tun lassen.“
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Jan 20, 2019 2:01 am

TONY Weckworth

Ich wusste, dass Bryan mich ansah. Ich spürte seinen Blick auf mir, wusste das ich wohl die Aufmerksamkeit jedes Mannes in der Kneipe auf mich gezogen hatte. Mit etwas einfachem wie mein Kleid abzustreifen. Dabei war ich noch nicht einmal nackt, trug immer noch Unterwäsche und deutete keinerlei sexuellen Handlungen an. Ich hatte mich lediglich zur Musik bewegt, mich im Takt gewogen und getanzt. Das hatte ich vorhin gewollt, auch wenn ich es mir anders vorgestellt hatte. Ich hatte wirklich gedacht wir könnten einfach unschuldig zu irgendwelchen Weihnachtsliedern tanzen, uns an den Leuten vorbeischieben und unseren Spaß haben. Vielleicht hatte ich später noch eine Chance dazu, ein normales Weihnachtsfest wurde es wohl nicht mehr. Dazu müsste ich entweder zuhause sein, oder aber in meiner Bar. Gut, es war Mike's Bar aber so viel zeit wie ich dort verbrachte, sah ich sie doch schon als Mein an. Auch wenn ich nur Angestellte dort war. Es fühlte sich gut an zu wissen, dass Bryan mir die Aufmerksamkeit gab die ich die ganze Zeit über von meinem Freund wollte. Bryan war ein so viel besserer Freund als Carter es war, dabei bekam er noch nicht einmal irgendetwas dafür. Er gab mir Aufmerksamkeit, er flirtete mit mir - selbst wenn es unschuldige Neckereien waren, hatte ich dennoch gemerkt das er auch bei mir nicht einfach aufgab. Ich wollte es noch nicht einmal, schließlich war es einfach wie wir funktionierten. Schon früher hatte er das getan, schon früher hatte er sich so benommen. Würde sich das jetzt einfach ändern, wüsste ich gar nicht wie wir denn befreundet sein wollten. Es blieb doch ohnehin immer alles unschuldig, schließlich wusste Bryan das ich glücklich mit Carter war. Mehr oder weniger zumindest. Schmunzelnd nahm ich mein Kleid entgegen. Genau konnte ich nicht sagen, woran Bryan gerade dachte, denn sein Gesicht verriet mir nicht wirklich etwas. Er sah verwirrt aus, vielleicht ein klein wenig verwundert darüber das ich mich ausgezogen hatte. Das war doch Überraschung in seinem Blick, oder? Ich atmete tief ein. "Danke. Dabei dachte ich nicht das ich mich heute ausziehen würde", antwortete ich amüsiert und sah Logan an. Ich hörte es gerne. Ich mochte es zu wissen, dass Männern gefiel was sie sahen. Das hieß nicht das ich mir sonderlich viel Mühe gab, wenn ich mich jedoch anstrengte hörte ich gerne Komplimente. Keine Frau der Welt hasste Komplimente, selbst Schüchterne Mauerblümchen wie meine Nachbarin standen darauf etwas Bestätigung zu bekommen. Eigentlich tat sie mir fast schon leid, so unfassbar schüchtern wie sie sich Männern gegenüber verhielt. Anfangs hatte sie noch nicht einmal mit Carter sprechen können. Ich streifte mir das Kleid wieder über und zog den Stoff zurecht, ehe ich mich umdrehte und Bryan deutete den Reißverschluss zu schließen. Wirklich bitten musste ich ihn nicht, denn sogleich spürte ich seine Finger an meinem Rücken. Seine Finger waren warm, anders als ich es eigentlich erwartet hatte, schließlich arbeitete er gerade hinter der Bar. Sonderlich viel hatte Bryan jedoch nicht gesagt, seit ich wieder hier stand. Hatte ich etwas falsch gemacht? Oder hatte es ihm die Sprache verschlagen? Ich schob meine Haare zurück und drehte mich wieder um. Das Mrs. Klaus Kostüm hatte ich wirklich nicht auspacken müssen. Stirnrunzelnd betrachtete ich Bryan für einen Moment, griff um ihn herum nach meinem Glas und trank einen Schluck. Ich würde ihn umbringen, dafür das er mich das hier hatte tun lassen? Das glaubte er doch selbst nicht oder? Lachend schüttelte ich den Kopf, nicht wirklich wissend wie genau er denn nun wollte das ich darauf reagierte. Ich war nicht betrunken. Ich hatte ein paar Getränke intus, und vielleicht war ich nicht in bester Laune gewesen, aber das hieß doch nun wirklich nicht das ich ihn gleich umbringen würde. "Eigentlich wollte ich das tun weil du meine Kekse immer noch nicht probiert hast." Zumindest hatte ich ihn bis jetzt nicht ein einziges Mal zugreifen gesehen. Lächelnd reichte ich ihm das Glas, hob meinen Zeigefinger um ihm zu zeigen das er warten musste und bewegte mich ein weiteres Mal durch die Menge. Aus meinem Mantel holte ich die kleine Schachtel die ich extra für Bryan gemacht hatte. Klein, nicht sonderlich beschmückt. Eine einfache Schleife hatte ich darum gebunden. Mit seinem Geschenk lief ich wieder zurück zu ihm und tauschte mein Glas mit der Schachtel. "Ich weiß du bist nicht so der Geschenke-Typ, aber bevor du etwas sagst musst du es aufmachen." Er würde es mögen, oder? Zwar war es wirklich nur ein Schlüssel, dafür aber bedeutete es das ich ihn nicht etwa nach dem neuen Jahr rauswerfen würde wie Carter es die ganze Zeit über wollte. Es war meine Wohnung. Meine Entscheidung war also auch, wer auf meiner Couch schlafen konnte, und für wie lange. Zwar war der Schlüssel nur für vorerst, bis er wieder auf die Beine gekommen war, aber es war doch der Gedanke der dahinter zählte. Schulterzuckend sah ich Bryan an. "Ich bring dich nicht um. Ich bin fast nüchtern. Ich bin nicht Deliah und man muss auf mich aufpassen." Trotzdem tat er es. Und er tat es gerne, weil sonst immer ich auf ihn aufpasste. Es war eine nette Abwechslung einmal nicht aufpassen zu müssen, Entscheidungen konnte ich aber doch noch selbst fällen. Und wenn Carter fragen würde was wir so getan hatten, würde ich ihm ganz bestimmt nichts von diesem kleinen Tänzchen erzählen. Das würde ich ihm erst beim nächsten Streit unter die Nase reiben.


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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jan 20, 2019 2:43 am

Bryan Heard
Diese Frau hatte sich gerade vor einer sehr großen Masse von Männern und Frauen ausgezogen und trotzdem fühlte ich mich ein wenig geschmeichelt. Warum? Keine Ahnung vielleicht weil ich der größte Idiot auf dem Planeten war. Denn auch wenn sie es nicht beabsichtigte, hatte ich nur noch Augen für Sie . Vielleicht genoss sie das ganze auch ein wenig . Es war wenigstens schwer zu übersehen wie angetan ich von ihrer kleinen Nummer gewesen war. Sie hatte das ganze natürlich nicht für mich getan. Warum sollte sie auch? Sie war meine beste Freundin und nichts zwischen uns sollte irgendwie komisch werden. Es reichte mir zu sehen, wie sie mich ansah weil ich sie ansah. Natürlich merkte sie, dass etwas nicht stimmte , so betrunken konnte sie noch lange nicht gewesen sein. Tony gab mir zumindest zu verstehen dass ich noch nicht wirklich betrunken war. Wenigstens nicht betrunken genug als dass sie das was sie gerade getan hatte bereute. Sie sollte es selber wissen. Sie konnte auch selbst auf sich aufpassen. Denn selbst wenn ich ihr versprochen hatte auf sie aufzupassen, war sie selbstbewusst genug die Dinge die hier passierten, selbst zu entscheiden. Ich musste mich einfach ein wenig entspannen! Sie sollte mich schließlich nicht für irgendeinen Freak halten. Solange sie Spaß hatte war alles in Ordnung. Dabei spielt es doch gar keine große Rolle welche Auffassung sie von Spaß hatte. Sie hatte so viel Stress in ihrer Beziehung dass ich mir vorstellen konnte wie hart es war damit umzugehen. Fragen verfolgten meine Augen sie durch die Menge. Zu meinem Glück hatte sich keiner der Männer handgreiflich nach ihr geäußert während sie durch die Masse ging. Es war sowieso bewundernswert wie anständig diese Kerle bleiben konnten obwohl eine große Menge an Alkohol floss. Genauso schnell wie sie verschwunden war tauchte sie auch wieder auf und ich will mir ein kleines Päckchen unter die Nase. Was sollte ich damit anfangen? Ich wusste dass das an diesen Abend früher oder später passieren würde. Dabei hatte ich absolut kein Geschenk für sie. Ich war wirklich dämlich, da ich wusste wie wichtig ihr das war Punkt es gehörte zu Weihnachten einfach dazu und jetzt musste ich ein Geschenk annehmen und hatte für sie nichts. „Das ist wirklich nett aber ich denke nicht dass ich das annehmen kann.“ Zögern strich über den Deckel der kleinen Box und sah auf in ihre Augen. „Ich meine ich habe kein Geschenk für dich. Es tut mir leid.“ ich wusste dass sie keinen großen Wert darauf legt, aber trotzdem fühlte es sich irgendwo schlecht an. Ich seufzte als ich ihren Blick sah. Wie konnte jemand so süß sein wie sie? Sie war wirklich viel zu gut für diese Welt. Mir blieb also keine andere Wahl als dieses Geschenk aufzumachen. Natürlich war ich dankbar. Alleine über die Tatsache dass sie hier war, war ich dankbar als mehr über alles andere auf der Welt. Sie hätte mir absolut nichts schenken müssen. Mit zwei Fingern öffnete ich die Schleife die das Päckchen zusammen mild und öffnete es. Ich brauche einen kurzen Augenblick um zu realisieren was ich daran befand. Ein Schlüssel. Es war nicht irgendein Schlüssel. Sie brauchte mir nicht zu erklären wofür er war. Meinte sie das wirklich ernst? Sie ließ mich einfach so in ihrer Wohnung? Mit einem Schlüssel? Hatte ich das wirklich verdient? Ich war sprachlos, denn noch nie in meinem Leben hatte mir jemand so viel Vertrauen zugesprochen. Es ging ja nicht nur um die Geste die sie mir entgegen brachte sondern auch um das was dahinter lag. Ich konnte gar nicht in Worte fassen wie verwirrt ich war. Toni hat es geschafft mich ein Feuerwerk der Gefühle erleben zu lassen und das alles nur an einem einzigen Abend. Mein Körper und meine Hormone waren absolut hinüber und ich musste mich wirklich zusammenreißen nicht über sie her zu fallen und mein Herz und meine Seele waren einfach nur ergriffen. Auf eine sensible Art und Weise, die ich so von mir nicht kannte. Erst nach wenigen Sekunden realisierte ich dass ich immer noch nichts gesagt hatte und sah hinab auf den Schlüssel. „Das ist- ähm… ich weiß wirklich nicht ob ich das annehmen kann. Es ist zu viel und ich bin noch nicht meine Lage miete zu zahlen.“ Musste sie auf was sie sich einließ? Es würde den Stress mit ihrem Freund vermutlich nur noch schlimmer machen wenn er erfahren würde dass ich einen Schlüssel zu ihrer Wohnung hatte. Sie hatten sich schließlich gemeinsam darüber geeinigt dass ich nur eine Weile auf der Couch bleiben würde. „Ich ähm..“ ich war verdammt schlecht darin, Danke zu sagen und noch sehr viel schlimmer war ich daran Gefühle zu zeigen.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Jan 20, 2019 11:24 am

TONY Weckworth

Eigentlich wusste ich nicht so wirklich, was ich mir von diesem Abend erhofft hatte. Weihnachten wenigstens unter Menschen zu verbringen war anders als zuhause zu hocken, nun aber nicht einfach hinter der Theke zu stehen und Biere zu verteilen war anders als sonst. Ich war es nicht gewohnt abzuschalten, und erst Recht nicht einfach trinken zu können ohne mir Gedanken machen zu müssen, irgendwann vielleicht doch nicht mehr ganz in der Lage zu sein selbst zu entscheiden. Heute musste ich das nicht, denn Bryan war hier und passte auf mich auf. Dennoch hatte ich nicht vor mich so volllaufen zu lassen, dass ich morgen mit Kopfschmerzen aufwachen und den ganzen Tag über nur Probleme haben würde. Ich hatte einen Plan für morgen, und da Carter ohnehin wieder nicht vorzufinden wäre, war dieser nicht einfach nur im Bett liegen zu bleiben bis der Tag vorüber war. Bryan wäre ohnehin nicht sonderlich davon angetan, schließlich glaubte ich nicht das er morgen auch noch Babysitten und auf mich aufpassen wollte. Wahrscheinlich würde er das Ganze angehen wie mein Dad es immer getan hatte. Wer trinken konnte, konnte auch mit den Konsequenzen davon leben. Selbst wenn das hieß mit Restalkohol und Brummschädel bei Weihnachtsfilmen am Esstisch zu sitzen. Eigentlich betrank ich mich an Weihnachten ohnehin nie. Er konnte es nicht annehmen? Ihm war klar das wir Weihnachten hatten, oder? Das Fest der Liebe - oder der Geschenke. Je nachdem wie man es denn nun sehen wollte. "Ich brauche keine Geschenke. Ich bin hier, das ist schon genug", antwortete ich lächelnd und zuckte die Schultern. Ich brauchte nichts, vor allem aber wollte ich nichts. Es war doch noch nicht einmal ein wirkliches Geschenk, das ich ihm hier überreichte. Viel mehr war es eine Leihgabe. Etwas, das er mir doch später wieder zurückgeben würde. Bryan schien aber nicht wirklich zu wissen, wie er auf diesen Schlüssel reagieren sollte. Geschweige denn was er davon halten sollte. Verwirrt runzelte ich die Stirn. Ich hatte gehofft, dass er sich darüber freuen würde, schließlich bedeutete das, dass er sich freier Bewegen konnte. Wollte er einen anderen Job als im Wisconsin, könnte er das mit dem Schlüssel. Er müsste sich nicht ständig in seinem Leben einschränken lassen, und das nur weil ich zur Arbeit musste oder er dachte das ich ihn nicht in meiner Wohnung wollte, wenn ich nicht da war. Solange er nicht ins Schlafzimmer lief oder irgendwelche fremden Frauen mitnahm war es sogar ganz angenehm. So war ich nicht ständig alleine und hatte etwas Abwechslung. Vor allem machte es mehr Spaß zuhause zu sein, und das obwohl wir eigentlich nur auf der Couch hockten und Family Guy schauten, dabei ein-zwei Bier tranken und uns unterhielten. Ich mochte es, wenn jemand zuhause war und ich nicht gezwungen war früh ins Bett zu gehen weil mein Freund es sowieso nicht früher schaffte als Mitternacht oder irgendwann am nächsten Morgen. Vielleicht war es ein klein wenig egoistisch, ihm den Schlüssel zuzustecken. Dabei hatte ich wirklich gedacht, dass er sich darüber freuen würde. Er freute sich nicht darüber. Oh. Wahrscheinlich hätte ich mir etwas Anderes suchen sollen, um es ihm zu geben, als den verdammten Schlüssel zu meiner Wohnung. "Es ist nur vorübergehend bis du etwas mit deinem Leben anzufangen weißt?", fragte ich unsicher und runzelte die Stirn. Ich wusste nicht wirklich, wie ich nun auf seine Reaktion reagieren sollte. Ich hatte mir ein klein wenig mehr Freude gewünscht, hatte eigentlich gedacht das er es wirklich mögen würde einen Schlüssel zu bekommen. Lag es an Carter? Ich hatte wirklich keine Ahnung, was gerade in seinem Kopf vor sich ging. Das fühlte sich gerade fast schon an wie eine Abfuhr, und das obwohl ich ihm hier gerade nur vorübergehend einen Schlüssel für meine Wohnung gegeben hatte. Wollte er denn gar nicht weiter auf meiner Couch schlafen? Das konnte ich natürlich auch verstehen. Dann musste er es mir doch nur sagen, und es nicht etwa auf die Miete schieben. "Ich dachte du freust dich vielleicht darüber", gestand ich mit geschürzten Lippen und sah in mein Glas. Ich betrachtete die Flüssigkeit für einen Moment, leerte das Glas dann aber auch schon gänzlich und stellte es auf der Theke hinter Bryan ab. "Also .. wenn du es nicht willst dann verstehe ich das. Ich dachte nur, bis du dir etwas eigenes gesucht hast und auf meiner Couch schläfst solltest du vielleicht einen Schlüssel haben. Mit Carter ist schon alles geklärt, darüber musst du dir keine Gedanken machen." Das war eine Lüge. Carter wusste es noch nicht einmal und dachte, dass Bryan schon in ein paar Tagen von meiner Couch verschwunden wäre. Und natürlich war es nicht die beste Idee ihn länger bei mir bleiben zu lassen, schließlich musste er sein Leben irgendwie richten. Er war jedoch mein bester Freund, und den würde ich nicht einfach vor die Tür setzen. Außerdem war Carter sowieso so ziemlich nie zuhause, und kam nur um zu schlafen. Er hatte kein Mitspracherecht was das hier anging. "Ich dachte wirklich du freust dich darüber", gestand ich und verzog dabei das Gesicht. Hierzu war ich eindeutig nicht betrunken genug. Ich kratzte mich am Hinterkopf und zuckte die Schultern. Es war alles in Ordnung. Ich war nicht gekränkt, es war nur anders gelaufen als ich es mir vorgestellt hatte.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jan 20, 2019 12:30 pm

Bryan Heard
Womit wollte ich das erklären oder gleichstellen? Natürlich freute ich mich. Um Gottes Willen, auf jeden Fall wollte ich nicht den Eindruck vermitteln als würde ich mich über Ihr Geschenk nicht freuen. Was war das beste was ich in meinem Leben jemals bekommen hat. Doch vielleicht genau aus diesem Grund musste ich nicht damit umzugehen. „Nein nein, verstehe mich nicht falsch, das ist unglaublich ich weiß gar nicht was ich sagen soll.“ Wie wäre es mit einem danke? Ich biss mir auf die Unterlippe und atmete tief ein. „Danke.“ Und was kam jetzt? Erwartet Sie dass ich sie durfte Fragezeichen wollte sie überhaupt von mir in den Arm genommen werden? „Im Ernst hättest Du wirklich nicht tun müssen.“ Doch sie hat es, weil ich wusste dass sie dann netteste Mensch war den es gab. Ich zögerte einen kurzen Augenblick ich meine Arme von mir Namen und einen Schritt auf sie zuging, um sie in meine Arme zu schließen. „Hör zu, ich bin nicht gerade gut und sowas, aber das weißt du ja vermutlich schon.“ Denn auch wenn wir uns erst seit wenige Jahre kannten, kam es mir vor wie eine Ewigkeit. Tony wusste einfach alles über mich. Sie kannte meine Schwächen, wusste meine Stärken und treffe immer die richtigen Worte um mich aufzubauen. Selbst wenn sie hin und wieder ein wenig forsch sein konnte. Ich war einfach nur froh dass sie mich nicht von sich stieß und meine Umarmung erwiderte. Das war einfach das Mindeste was ich für sie tun konnte, nach allem was sie für mich getan hatte. Im Augenblick war es mir einfach ganz egal ob Logan in der Nähe war oder ob Clint es mitbekam. Dann war ich eben für einen kurzen Augenblick der Softie. Zögerlich lese ich wieder von ihr und musste erneut feststellen wie unglaublich gut sie roch. Immer noch völlig perplex hielt ich den Schlüssel in den Händen wusste nicht wohin mit mir. Der Abend war noch lang und schon jetzt war ich völlig neben der Spur. Ich hatte vor diesem Abend wirklich an alles geglaubt. Aber niemals, dass Toni eine Ariana Grande Show auf die Bühne hinlegen würde und mir dann danach einen Schlüssel zu ihrer eigenen Wohnung überreichte. Ich bezweifelte dass Carter damit einverstanden war. Vielleicht war es das erste Mal das auch sie mich anlog, doch das sollte mir recht egal sein. Im Augenblick konnte ich nichts anderes als ihren Worten Glauben schenken. Das letzte was ich wollte war eine große Szene um etwas zu machen, das es gar nicht wert war zu diskutieren. Letztendlich würde ich den Schlüssel vermutlich auch zurückgeben, wenn Carter und Tony sich wieder vertragen würden. Ich könnte mir vorstellen wie sie sich fühlte und das genau das der Grund war warum sie sich dazu entschlossen hatte, mir den Schlüssel zu geben. Gefühle konnten wirklich furchtbar sein. Auch ich hatte aus eigener Erfahrung schon ziemlich stumpfsinnig gehandelt und das im Nachhinein bereut. Bei mir musste Toni sich jedoch keine Sorgen machen, ich verstand sie und würde aus absolut nichts ein unnötiges Drama machen. Ich lächelte und ließ meine Hände wieder sinken. „Ich werde wirklich gut darauf aufpassen. Mach dir keine Sorgen ich werde mir so schnell wie es geht eine neue Bleibe suchen.“ So gutmütig wie ich sie kannte, versuchte sie mir wieder einmal einzureden dass alles okay war und dass ich mir ja keinen Stress machen sollte. Doch dass ich meinen Arsch zusammen Kniff war das Mindeste was ich tun konnte, um ihr zu zeigen wie ernst es mir war. „Noch ein Drink?“, fragte ich und war drauf und dran mich wieder hinter die Theke zu bewegen. „Der Abend ist noch jung und so wie du gerade festgestellt hast, mache ich die besten Drinks in der Stadt.“ Ein charmantes Lächeln stahl sich auf meine Lippen als unsere Augen sich begegneten. Dieser Abend war vielleicht nicht so wie sie sich ihn vorgestellt hatte, doch trotzdem würde ich dafür sorgen dass sie nicht vergaß und vielleicht irgendwann darüber lächelte. Dafür waren Freunde eben da.
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