The Hamptons [Revenge] RPG

Seite 3 von 20 Zurück  1, 2, 3, 4 ... 11 ... 20  Weiter

Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Di Jun 26, 2018 10:58 pm

Naima Harris
Ich wollte doch nur so schnell wie möglich weg von hier. Der peinlichen Situation zwischen uns entfliehen und die Geschehnisse vergessen. Ich plapperte wie ein Wasserfall vor mich hin, während er einfach nur stumm dar stand und mich anstarrte. Wahrscheinlich hielt er mich für den größten Vollidioten der Welt, nur weil ich immer noch nicht verschwunden war. Und das, obwohl ich bereits selbst festgestellt hatte, dass ich wohl besser gehen sollte. Dennoch standen wir hier und sahen einander schweigend an. //Toll gemacht, Naima!//, dachte ich und verdrehte innerlich die Augen. Schlimmer konnte es nicht mehr werden. Doch dann ließ Gecko auf einmal von mir ab und widmete sich dem Fremden. Zunächst schnüffelte er nur an seinem Bein, arbeitete sich aber immer weiter hoch, bis er an seinem Oberarm angekommen war. Instinktiv folgte ich seiner Nase mit dem Blick, nur um sicher zu gehen, dass er nicht auf dumme Gedanken kam und zubiss. Da fielen mir die merkwürdigen Pusteln an seinem Arm auf, die irgendwie nicht so aussahen, als würden sie dort hingehören. Sie sahen nicht mal nach einem gewöhnlichen Ausschlag aus. Aber was war es, was sie so anders machten? Er schien meinen Blick zu bemerken und ich wollte gerade fragen, was ihm passiert war, als er plötzlich auf mich zu kam. Aber er bewegte sich schnell, zu schnell für mich um zu reagieren. Zwar machte ich einen Schritt zur Seite, aber ich konnte nicht verhindern, dass er mich zu fassen bekam und wir zu Boden gingen. Er legte seinen Arm um meinen Hals und mich überkam blanke Panik. Wollte er mich töten?! Hilflos schlug ich um mich und versuchte nach ihm zu treten, doch ich konnte nichts gegen ihn ausrichten. Ich spürte die Ohnmacht immer näher kommen, bis sie vollends Besitz von mir Ergriff und ich in ein tiefes Schwarz fiel.
Mein Hals fühlte sich rau an. Als hätte ich viel zu wenig getrunken. Ich hustete. Hustete nochmal, weil ich das Gefühl hatte, keine Luft zu bekommen. Das unangenehme Gefühl wurde etwas besser. Ich versuchte tief Luft zu holen, spürte, wie sich meine Lungen füllten und atmete langsam wieder aus. Viel besser. Blinzelnd schlug ich die Augen auf. Es dauerte einen Moment, bis ich mich an das Licht gewöhnt hatte und meine Umgebung erkennen konnte. Ein Sofa, ein Regel, ein … Wohnzimmer? Ich konnte mich vage daran erinnern, eben noch draußen gewesen zu sein. Die Sonne hatte geschienen und Gecko hatte … gebellt. Ja, der Hund war dort gewesen. Aber wie war ich von dort hier her gekommen, wenn ich mich nicht daran erinnern konnte? Ich ließ den Blick durch den Raum schweifen, versuchte etwas Bekanntes zu entdecken. Da bemerkte ich eine Gestalt. Sie stand gebückt über den Tisch, die Haare fielen ihr ins Gesicht. Einen Fuß hatte sie auf den Tisch gestellt. Was zur Hölle machte derjenige da? Ich wollte aufstehen, um dorthin zu gehen, aber ich konnte nicht. Erneut versuchte ich es, wieder hielt mich etwas zurück. Ein Blick an mir hinab verriet mir auch was – ich war an den Stuhl gefesselt. Was zur Hölle war hier los?! Ich zerrte an dem Seil, versuchte mich irgendwie davon zu befreien, doch es wollte einfach nicht klappen. Panisch riss ich den Kopf herum und sah wieder zu der anderen Person. „Hilf mir!“, flehte ich und deutete mit einem Kopfnicken auf das Seil. Als die Person jedoch den Kopf hob, machte es Klick. „Du?“ Ungläubig starrte ich den Kerl an. Den ich vorhin noch im Garten gesehen hatte. Dessen Grundstück ich unerlaubterweise betreten hatte. Okay, vielleicht hätte ich das nicht machen dürfen, aber war das ein Grund, weshalb man einen anderen Menschen fesselte und gefangen hielt? „Du beschissener Psycho!“, schrie ich und wand mich in dem Seil. Hatte er mir das Bewusstsein genommen? Warum? Warum hatte er mich nicht einfach gehen lassen? Oh Gott, was sollte das werden? Ich hatte genug Filme gesehen – mit einer solchen Situation fingen immer nur die schlechten Horrorfilme an. Ich merkte nicht, dass ich anfing zu weinen. Erst als die Tränen ungehindert auf die nackte Haut in meinem Ausschnitt tropften. Verzweifelt sah ich ihn an. „Bitte, ich habe dir doch nichts getan!“, rief ich ängstlich. Passierte das hier gerade wirklich oder war das einfach nur ein schlechter Traum? Vielleicht würde ich gleich aufwachen und darüber lachen können, was für einen Schwachsinn ich träumte. Aber nein, nichts dergleichen passierte. Tatsächlich saß ich hier, an einen Stuhl gefesselt. Und das nur, weil ich meinen Hund einfangen wollte.
avatar
Ashes.
Lehrer

Anzahl der Beiträge : 65
Anmeldedatum : 24.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mi Jun 27, 2018 1:16 am

• Mike Juste Chaplin.
Für Joaquim gab es deutlich besseres, als mit mir hier zu versauern und sich mein Gelaber anzuhören. So viel stand fest. Das musste mit diesen Stimmungsschwankungen furchtbar sein. "Ich glaube mein Vater versteht das." Immer noch ging es bei mir um das Outing. Das sich förmlich vor meinen bloßen Augen abspielte. "Er hat mich immer geliebt und Respektiert. Auch wenn ich ihm dann keine Enkel mehr schenken kann. Das müsste dann Noelia übernehmen. Natürlich würde sie das. Weißt du, ich habe nur so tierische Angst davor, nicht Perfekt zu sein. Nicht Perfekt genug", ich seufzte und fuhr mir frustriert durch das Gesicht. "Auch meine Familie erwartet was von mir Joaquim und nun sehe mich an, ich bin Schwul." Ich lachte auf und versuchte mich auf seine Worte ein wenig aufzurappeln. Auftrag aufgenommen. Joaquim irgendwie auf helfen, ihn ins Bad bringen und unter die Dusche stellen. Ob es ihm davon jedoch sofort besser ging, bezweifelte ich. "Hat dir schon mal jemand gesagt, wie unglaublich sexy du bist, wenn du wütend bist?", fragte ich während ich torkelnd einen Arm um ihn legte und ihn langsam mit aller Kraft die ich hatte auf die Beine zog. Ich lächelte in mich hinein. "Ich glaube ich mag dich ein kleines bisschen zu sehr", ließ ich ihn wissen. Keine Ahnung wie ich jetzt auf dieses Thema kam. In meinem Kopf herrschte gerade das reinste Feuerwerk und ich wusste nicht auf was ich mich gerade am meisten Konzentrieren sollte. Ich schaffte es ihn auf seine Beine zu ziehen während er sich an mich stützte. "....alles klar soweit?", erkundigte ich mich. Kaum zu glauben das wir soweit kamen. Vermutlich würden wir in diesem Büro sterben. Solange bis sein Vater uns fand und uns vermutlich tötete. Ich nahm also all meine Kraft zusammen und trug ihn so gut wie ich konnte in die Richtung des Bades. Ich öffnete die Tür und ließ ihn wie beim ersten Mal auf der Toilette sinken. "Kommst du alleine klar?", fragte ich und stützte mich am Waschbecken ab. Ein Blick in den Spiegel reichte um mir selbst aufzuzeigen wie fertig ich aussah. Meine Pupillen waren stark geweitet und mein Gesicht war blass. Ich blinzelte einige Male ehe ich mich wieder fing und mir mein Gesicht rieb. Gelassen ließ ich mich an der Wand neben ihm nieder und rutschte die Wand hinunter bis ich auf den kalten Fliesen saß. Ich war viel zu fertig für das ganze. "Ich will einen richtigen Striptease sehen", forderte ich lachend und erhob die Hand. Auf einmal wurde ich schlagartig ganz müde. "Auf gehts JJ. Geb alles." Doch er bewegte sich natürlich nicht auf meine zurufe die ich ihm entgegenbrachte.
avatar
Troian.
Lehrer

Alter : 22
Anzahl der Beiträge : 852
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jun 27, 2018 11:17 am

Projekt 937
Oh mein Gott, war ich nun völlig durchgedreht?! Ich konnte doch nicht einfach auf dieses Mädchen zu rennen und sie bewusstlos würgen. Um Himmels Willen, was hatte ich da getan?! Ausgebracht fuhr ich mir durch die langen, blonden Haare und strich sie mir unruhig hinter die Ohren, um wieder frei sehen zu können. Erneut glitt mein Blick wieder rüber zu ihr. Ihr Kopf hing immer noch reglos zwischen ihren Schultern. Ich hatte sie doch nicht verletzt, oder? Andererseits… was glaubte ich denn hier zu machen? Ich hatte sie reingeschleppt, sie gefesselt und jetzt? Glaubte ich ihr einfach erklären zu können, dass sie alles vergessen musste und ich sie dann wieder gehen lassen konnte? Sie würde so oder so schreiend herumrennen und allen erzählen, dass hier ein Irrer wohnte! Ich würde komplett auffliegen. Vielleicht hätte ich sie einfach gehen lassen sollen. Dann hätte sie vielleicht gar niemandem etwas erzählt. Immerhin sah ich auch nur aus wie ein normaler Typ, oder? Nein! Nein, sie hatte den Ausschlag gesehen und sicher hätte sie davon irgendjemandem erzählt. „Fuck!“, knurrte ich und ließ den Alkohol über meine Wade laufen, reinigte die Bisswunden von sämtlichen Bakterien. Ich sollte Vater anrufen, damit er mich anleitete, aber er war im Flugzeug und damit unerreichbar. So ein Mist! Ich war völlig auf mich gestellt. Das war ich noch nie gewesen! Immer war Vater hier gewesen. Er hatte mich ja nie dazu erzogen allein in der Welt klar zu kommen. Ich kam ja nicht mal allein auf diesem Grundstück klar. Mein Blick glitt kurz zu ihr rüber, als sie hustete. Sie wachte langsam auf. Mist! Langsam musste ich mir wirklich etwas ausdenken. Ich schob meinen Hintern auf den Tisch und setzte mich hin, sodass ich mich über meine Wade lehnen konnte. Ich drückte die Wunde ein wenig zusammen und schon strömte neues Blut aus den Löchern. Das musste doch genäht werden, oder? Na ja, schaden würde es sicher nicht. Und ich hatte es Vater schon oft genug machen sehen. Doch ich hob den Kopf, als das Mädchen begann zu sprechen. Sie schien irgendwie durcheinander zu sein, noch halb benommen, doch dann begann sie an den Fesseln zu reißen und schrie herum. Ich bekam Panik. Das Haus hier war abgelegen, also würde sie niemand hören. Oder?! „Bitte… sei leise, okay?“, bat ich sie also trotzdem. Schaden würde es nicht, wenn sie aufhören würde herumzubrüllen. Himmel, ich wollte sie ja nicht verletzen. Mir rutschte das Herz beinahe in die Hose, als sie plötzlich anfing zu schluchzen. Nein, nicht das auch noch! Ich sprang auf und riss dabei beinahe das ganze Verbandszeug vom Tisch herunter. Ich hatte noch nie jemanden weinen sehen. Wie ging man damit um? Etwas unbeholfen griff ich nach einem Stück Zewa aus der Küche und ging zu ihr rüber, tupfte ihre Wangen ab und runzelte leicht überfordert die Stirn. „Nein… nein, aber du hast mich gesehen. Du hättest mich nicht sehen dürfen.“, erklärte ich ihr nun verwirrt. Was glaubte sie denn wieso ich sie ausgeknockt hatte? Sicher nicht, weil sie mir etwas getan hatte. „Du… du musst nicht weinen, okay? Ich tu dir doch gar nichts.“, murmelte ich und zerknüllte das feuchte Zewa in meinen Händen nervös. Das erste Zusammentreffen mit einem anderen Menschen hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. „Ich muss nur warten, bis Vater wieder erreichbar ist. Dann sagt er mir, was ich mit dir machen soll.“, erklärte ich ihr und lächelte sie aufmunternd an, doch sie hatte vermutlich keine Ahnung in was sie da reingeraten war. Ich biss mir auf die Unterlippe und ging wieder zurück zum Tisch, setzte mich darauf und schnappte mir Nadel und Faden. Vorsichtig drückte ich die Wunden zusammen und schob die Nadel durch mein Fleisch, um die Wunden zu vernähen. Ich biss die Zähne aufeinander, aber ansonsten gab ich keinen Laut von mir. Das war nicht das erste Mal, dass ich ohne Betäubung nähte und vor Nadeln hatte ich sowieso keine Angst. Das konnte ich auch nicht, wenn man bedachte wie durchlöchert ich bereits war.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jun 27, 2018 12:56 pm

Quentin „Quinn“ Humphrey
Es war für mich unverständlich wie sie freiwillig wählen konnte mit mir zu arbeiten. Ich war ihr heute doch offensichtlich schon auf die Nerven gegangen, indem ich immer wieder ihre Sachen zurecht rückte und damit wohl ihr Chaos zerstörte. Sie war nicht der ordnungsliebende Mensch, das hatte ich bereits mitbekommen. Sie war wohl das komplette Gegenteil von mir, denn während bei mir jeder Stift parallel zum anderen lag, legte sie alles wild und schief und durcheinander auf den Tisch. Ich konnte es nicht mit ansehen. Allein der Gedanke daran ließ mich unruhig werden. Ich konnte diese Unregelmäßigkeiten, diese Veränderungen, nicht ab! Es tat mir nicht gut. Sie zeichnete und immer wieder sah ich auf und legte ihre Stifte zurück in die ursprüngliche Ordnung. Ich legte alles zurecht und sie zeichnete einfach weiter. Ich konnte froh sein, dass sie so konzentriert war und nicht noch auf mich losging. Das war in der ersten Stunde passiert. Ich war meinem Partner so auf den Sack gegangen, dass er mir eine verpasst hatte und meine Eltern waren ziemlich auf die Uni losgegangen. Seitdem fragte der Professor jeden, der mit mir zusammenarbeitete, ob es auch okay war. Wenn nicht, durfte ich – wie so oft – allein arbeiten. Als ich fertig war mit meinem großen Wirbel aus Eindrücken über Seraphim, schob ich den Block auf den Tisch und linste ein wenig rüber, um ihr Kunstwerk über mich anzusehen. Es war geordnet, parallel und mit System. Na wieso nicht gleich so? Ich lächelte stumm und sah zum Professor. Es ging langsam auf Ende der Stunde hinzu und er wies alle an die Kunstwerke einander vorzustellen und ein wenig dazu zu erklären. Tja, meine Erklärung würde wohl nicht besonders ausgiebig ausfallen. Sie sah das Bild ja. Ich musste nicht noch unbedingt viel dazu sagen. Ich drehte ihr also das Bild zu und presste die Lippen aufeinander. Sie sah es. Den Rest konnte sie sich selbst erklären, immerhin war sie genauso Kunststudentin wie ich.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jun 27, 2018 1:26 pm

Joaquim Jenson
Ich kniff die Augen zusammen, da mein Kopf nun doch dröhnte als würde ich direkt auf einem Lautsprecher liegen und der Bass mich durchschütteln. Ich drückte mir die Handballen gegen die Stirn und rollte mich nur noch mehr zusammen, aber das ließ die Schmerzen ja auch nicht weggehen. Ich könnte mich nicht einfach zusammenrollen und schmollen. So funktionierte mein Leben leider nicht. Ich musste mich duschen, mich verarzten und dann meinen Scheiß wieder zusammenkriegen. Aber ich konnte nicht mal allein vernünftig aufstehen. Ich krümmte mich ja bereits vor Schmerzen, dabei waren ein oder zwei gebrochene Rippen ja nun wirklich nichts Neues für mich. Ich atmete tief durch und schüttelte den Kopf. „Dein Vater wird schon Verständnis dafür aufbringen, sonst verpass ich ihm eine. Aber du solltest es ihm wirklich nicht sagen, während du völlig high bist, Meeks.“, murmelte ich, als Mika meinen Arm um seine Schultern lag und mich damit ein wenig hochzog, bis ich saß. Allein das schmerzte und nahm mir beinahe die Luft zum Atmen. „Niemand ist perfekt.“, erklärte ich ihm nun. Es stimmte. Selbst meine Familie war es nicht – vielleicht auch gerade meine Familie nicht. Aber Mika kam dem doch ganz nah und schwul zu sein war nun wirklich kein Grund, weshalb seine Fast-Perfektion bröckeln könnte. Heutzutage war sowas doch fast schon normal geworden und die meisten Leute akzeptierten das. Ich stöhnte auf, aber hielt mich zurück, als Mika sich aufrichtete und mich damit mit nach oben zerrte. Der Schmerz in meinem Brustkorb nahm mir kurz den Atem, doch ich stieß die Luft aus und klammerte mich an Mika fest, obwohl ich gerade einfach nur wieder zu Boden gehen wollte. „Man kann mich nicht zu sehr mögen.“, schmunzelte ich nun doch unter Schmerzen, während er mich ins Bad schleifte und ich kaum einen Fuß vor den anderen gesetzt bekam. Ich konnte nichts sehen, ich konnte mich vor Schmerz kaum bewegen und mein Kopf bekam gerade nicht koordiniert, was er meinen Füßen zu sagen hatte. Ich hielt mich am Badewannenrand fest, als Mika mir half meine Beine über diesen zu heben und in die Wanne zu steigen. Ich öffnete mit der freien Hand den Knopf und bekam meine Hose irgendwie heruntergestrampelt, doch von einem Strip hatte das hier sicher nichts. „Sorry, die Show gibt’s ein andermal. Ich bin froh wenn ich überhaupt etwas ausgezogen kriege.“, grummelte ich und zerrte mir mit einer Hand irgendwie das Tshirt über den Kopf, sodass sich meine blaue Seite offenbarte. Na ja, ich wusste, dass mein Vater ordentlich genug zugeschlagen hatte, um mir ein oder zwei Rippen zu brechen, also sah das sicher nicht allzu appetitlich aus. „Hey, wach bleiben!“, wies ich ihn an, als er plötzlich ganz ruhig wurde. „Besorg schon mal Verbandszeug. Ich brauche ein paar Pflaster und Mull und sowas für meine Nase.“ Er sollte eine Beschäftigung haben, damit er nicht einschlief, während ich hier duschte. Ich bezweifelte, dass das in seinem Zustand eine so gute Idee war. Er musste den Stoff abbauen und sich nicht mit ihm gehen lassen. Ich drehte das Wasser auf und zog den Vorhang zu, ehe ich mir erstmal das Blut aus dem Gesicht und von den Händen spülte – soweit ich es zumindest erkennen konnte.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Do Jun 28, 2018 12:09 am

• Mika Juste Chaplin.
Müde blinzelte ich. Joaquim erwartete doch nicht ernsthaft von mir, dass ich mich wieder erhob? Ich war froh das ich saß und in der nächsten Zeit wollte ich wohl kaum aufstehen. Total High kicherte ich in mich hinein und merkte wie mein Körper unkontrolliert an der Wand auf den Boden sackte. Beinahe in Zeitlupe. Ich unterdrückte mir nur panisch grinsend sowas wie "Huuuhiii" zu rufen, während ich nun glänzlich wieder auf dem Boden lag. "Ich will irgendetwas lustiges machen", es war als hätte ich urplötzlich vergessen wie die Lage um JJ doch eigentlich stand. Er war gerade hinter der Dusche verschwunden und zog den Vorhang zu. Ich streckte die Hand nach dem Vorhang aus. Von meiner Position jedoch kam ich nicht mal annähernd in seine Nähe. "Ich bin müde", teilte ich ihm mit und streckte meine Hand ein wenig nach rechts. Ich ergriff das Waschbecken und zog mich auf meine Beine so gut ich es gerade eben konnte. Ich drehte mich in die Richtung der Dusche und stolperte los. Völlig unbeirrt hielt ich mich an dem Vorhang fest, zog ihn zur Seite und musterte Joaquim und seinen demolierten Körper. Erneut viel mir wieder ein, was eigentlich Phase war. "Oh JJ." Er hatte es doch nicht verdient, dass er so behandelt wurde. Ohne darüber nachzudenken, bewegte ich meinen Körper ebenfalls unter die Dusche und das Wasser zog sich augenblicklich in all meinen Kleidungsstücken fest. "Ups", meinte ich als die Haare mir ins Gesicht hingen. "Ich habe kein Verbandszeug gefunden glaube ich", wenn mein wahres Ich doch nur mitbekam, wie ungeheuerlich dumm ich mich gerade benahm. Was auch immer in dieser Droge war die durch meinen Blutkreislauf floss sie machte mich um vieles dümmer. Meine Aufmerksamkeitsspanne war die eines Kindes. "Du darfst nicht böse mit mir sein", meinte ich und streckte meine Hand nach seiner Brust aus. Es zeichnete sich schon jetzt eine große Blaue stelle dort ab, wo sein Vater ihn vermutlich zusammen getreten hatte. Das Blut war mittlerweile jedoch durch den Abfluss verschwunden und aus Joaquim war wieder ein einigermaßen ansehnlicher Kerl geworden. Ich taumelte ein Stück als meine Finger gerade über die Wunde strichen und fiel etwas nach hinten. Gott sei Dank befand sich an genau dieser Stelle eine Wand. "Ich glaube ich muss mich hinsetzen oder?" Wie konnte es sein, dass dieses Zeug mich von einer Sekunde auf die nächste einfach so unhaute? Mein Kreislauf schien nicht sonderlich stabil zu funktionieren.
avatar
Troian.
Lehrer

Alter : 22
Anzahl der Beiträge : 852
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Do Jun 28, 2018 12:10 am


• Chord Heard.
Misstraute sie mir? Hatte sie die Bilder etwa selbst geschossen? Diese kleine Stille und die gefolgte Anspannung in ihrer Haltung sagte mir jedoch das gegenteil. Sie konnte mir nicht erzählen, dass sie diese Bilder von diesem "Kerl" hatte. Der, der versuchte uns das Leben zur Hölle zu machen. Seit kurzem schien sich alles um uns herum drastisch zu verändern und sie schenkte einem Fremden glauben, der irgendwelche Fotos machte. Vermutlich wusste sie es wirklich schon sehr sehr lange und hatte die Zeit schön genutzt um sich in die ganze Sache hinein zu steigern. Frustriert gab ich einen seufzter von mir und fuhr mir durch mein Gesicht. Die Anspannung meinerseits war ebenfalls kaum zu übersehen. Das Bryan das ganze jetzt mit einem halben Ohr mitbekam machte es nicht unbedingt besser. "Ich weiß wie sehr ich es mir schon versaut habe. Glaubst du ich stelle das alles aufs Spiel? Ich weiß das es falsch war dich anzulügen, aber ich hatte keine andere Wahl." Ich zögerte ehe ich in meine Jacken Innentasche griff und ihr sehr grob die Tabletten auf die Bank neben sie warf. War das der Beweis genug? Wenn es nur darum ging zu beweisen, dass ich kein Verhältnis mit Diana hatte, denn war es mir das Wert meine Sucht offen zu legen. Das letzte was ich wollte war ein verdammter Streit mit Lillian. "Ich habe dich nicht betrogen. Ich habe gelogen, ja- aber nur weil es notwendig war um dich zu schützen. Das hätte nicht anders funktioniert und das weißt du, verdammt. Glaubst du diesen Bildern denn mehr als mir?" Ich presste meine Lippen zusammen und fuhr mir durch die Haare. "Es spielt alles keine Rolle. Ich habe weder Gefühle noch Sex mit dieser Frau. Du musst mir das glauben." Ich streckte meine Hand nach ihr aus und ich ergriff diese. Meine Finger strichen über ihre Handfläche und ich sah sie an. Keine Ahnung ob sie sich noch traute mir in die Augen zu sehen, ich hoffte es einfach. Trotz der Tatsache das all diese Dinge zwischen uns passiert waren. Doch es gab einfach keine andere Lösung. Sie musste doch ansatzweise verstehen wieso ich so gehandelt hatte, wie ich gehandelt hatte. Seufzend ließ ich mich neben ihr auf der Bank nieder und ließ mich ein wenig darauf fallen. Wieso war ich noch mal mitgekommen? Ich hatte doch genau mitbekommen das etwas nicht gestimmt hatte. Genau aus diesem Grund hatte sie mich so angesehen die gesamte Zeit gegenüber. Mittlerweile kannte ich Lillian schon gut genug um das zu wissen. Zu wissen, wenn etwas mit ihr nicht stimmte. Ich ließ die Bilder in meiner Hand auf meinem Schoß sinken. Waren wir wieder an diesem Punkt angekommen, an dem wir nichts weiter konnten als zu streiten? "Und was soll ich deiner Meinung nach tun? Wenn ich noch nicht abgeschlossen habe mit der gesamten Sache?" Ich konnte ihr nicht mehr wieder sprechen. Mittlerweile war es mehr als klar, dass ich wirklich einen Fehler gemacht hatte, doch wir mussten doch irgendwie anders eine Lösung für das ganze finden oder nicht? Mein Blick hing an Bryan der sich mit einem anderen Jungen in seinem Alter zusammen geschlossen hatte um die Enten im Teich zu füttern. Dieser Anblick zauberte schon fast ein lächeln ins Gesicht. Es war schon quasi viel zu normal für ein Leben das ich gemeinsam mit den Leuten um mich herum führte. Wir waren nicht wie die anderen und würden es vermutlich auch nicht werden.
avatar
Troian.
Lehrer

Alter : 22
Anzahl der Beiträge : 852
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Do Jun 28, 2018 10:53 am

Joaquim Jenson
War es so ein Kind zu haben? Vielleicht sollte ich mit Rosalie dann doch ernsthaft ein Wörtchen sprechen, damit wir dafür sorgten niemals Kinder zu zeugen, auch wenn es von uns verlangt wurde. Wir könnten ja einfach ein Kind adoptieren, das schon so gut wie erwachsen war. Jedenfalls wollte ich sicher niemals solche nervigen, jammernden, kleinen Menschen in meinem Haus haben, die alles kommentieren mussten. „Tut mir leid, ich kann jetzt nicht mit dir spielen, Mika.“, schnaubte ich und hielt mein Gesicht unter den Wasserstrahl. Das Blut wurde von meinem Gesicht gespült, aber es floss dennoch Blut aus der kleinen Platzwunde an meiner Augenbraue und meiner Nase nach. Ich hielt mich an der Wand fest und versuchte einfach sicher in der Wanne zu stehen, als ich den Duschvorhang wieder rascheln hörte und mich dann die kalte Luft an meiner verletzten Flanke traf. Ich knurrte leise, als ich hörte wie Mika herumtapste und schließlich hinter mir in der Dusche stand. Ich drehte mich um und hielt mich am Wannenrand fest, während er leise seufzte. Er starrte mich an. Ich konnte es spüren. Ich war mir sicher, dass er die Flecken anstarrte, die von den Schlägen meines Vaters eben entstanden waren. Sicher starrte er auch auf die riesige Brandnarbe an meiner anderen Seite, die sich bis über meinen Rücken zog. „Mika, hör auf. Du weißt wie ich es hasse, wenn du mich so ansiehst.“ Er sollte seinen Blick gefälligst auf irgendetwas anderes richten, aber nicht auf meine Verletzungen oder Narben! Von mir aus sollte er mir doch zwischen die Beine gucken oder auch ins Gesicht – auch wenn das nun wohl ein wenig demoliert war. „Wir können ja gleich schlafen gehen, nur hilf mir noch kurz.“ Himmel, was wollte er denn nun?! Etwas Lustiges unternehmen oder schlafen? Ich wäre definitiv für Zweiteres, denn alles andere würde ich nicht mehr schaffen. Ich hielt mich an seinem mit Wasser vollgesogenen Pullover fest und tastete auf der Ablage nach dem Shampoo, ehe ich es zu fassen bekam und mich beeilte, damit ich nicht allzu lange hier in der Dusche herumschwankten musste und schnell ins Bett kam. Ich seufzte und spülte den Schaum ab, während Mika sich in die Wanne setzte und brav sitzen blieb. Ich wusch nun auch grob meinen restlichen Körper ab, falls ich doch noch irgendwo etwas von meinem Blut kleben hatte und stellte das Wasser dann aus, ehe ich zitternd nach einem großen Handtuch griff, das ich komplett um meine Schultern wickelte. Ich stieg vorsichtig heraus und streckte dann blind Mika die Hand hin. „Komm. Wir müssen das Verbandszeug finden und dann schlafen wir. Aber vorher… ziehst du die nassen Klamotten aus und lässt sie hier.“, wies ich ihn an. Wenn er jetzt noch alles nass machen würde, wären wir wirklich geliefert.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Do Jun 28, 2018 2:02 pm

• Mika Juste Chaplin.
Ich mochte es nicht, wie Joaquim mich herum kommandierte, ließ es aber dennoch zu. Ich lächelte und nickte. Hatte ich eine andere Wahl? Gerade waren mir viele Dinge einfach egal. Er war der Chef, er führte sich sonst ja auch wie einer auf.  "Alles klar, Sir." Er stellte das Wasser ab und legte sich ein Handtuch um den Nacken. Das war aber sehr kurzer Spaß. Dabei dachte ich das wir jetzt noch zusammen duschen könnten. Joaquims Zustand jedoch schien dies auch gar nicht erst zuzulassen. Ich seufzte. Tastete nach dem Duschrand der Wanne und zog mich wieder auf die Beine. Mit all den Nassen Sachen stellte sich das als gar nicht so leicht heraus. Ich stolperte mit einem Fuß voran bis ich wieder den Fußboden unter meinen Füßen hatten. Auf sein Wort zog ich mir mein Tshirt über den Kopf und ließ es einfach neben mir fallen. Mittlerweile war auch der Fußboden unter uns Klitschenass. Ich saute hier rum wie ein kleines Kind. Jetzt machte ich mich an meiner Hose zu schaffen und zog sie mir über die Beine. Klatsch! Auch diese landete wie ein nasser Sack neben mir auf dem Fußboden. Mühsam strich ich mir meine nassen Haare aus dem Gesicht die mir fast schon die Sicht nahm und mir wild ins Gesicht hing. Nun stand ich in Boxershorts vor ihm. Da auch diese jedoch ein wenig nass war, zögerte ich nicht und ließ auch die fallen. Jetzt stand ich also nackt vor ihm. Doch sowas wie Scharm empfand ich gerade nicht. "Stell dir vor wir laufen so deinem Vater über den Weg", meinte ich lachend. Ich hielt mir die Hand vor den Mund und ergriff eines der Handtücher. Ich band es mir um die Hüfte und drehte mich zu Joaquim. Er war wieder einigermaßen auf den Beinen. Das war wirklich schön zu sehen. Joaquim so schwach zu erleben schmerzte alleine beim zusehen. "Gehen wir in dein Zimmer." Ich reichte ihm meine Hand und wollte ihm dabei helfen aufrecht zu gehen. Denn trotzdem wusste ich, dass es für ihn nicht leicht sein musste den Schmerz zu unterdrücken und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Doch was sollten wir jetzt anderes tun?
avatar
Troian.
Lehrer

Alter : 22
Anzahl der Beiträge : 852
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Do Jun 28, 2018 2:25 pm

Joaquim Jenson
Mika benahm sich wie ein Dreijähriger! Er war so abartig high, dass ich mir wirklich Sorgen darum machte wie es wohl später sein würde, wenn sein Körper gegen diesen Scheiß ankämpfen musste. Das konnte Mika doch unmöglich kalt lassen. So heftig wie die Wirkung ihn all das fühlen ließ… niemals würde das ein angenehmer Entzug sein – auch beim ersten Mal nicht. Ich schnaubte genervt, als ich hörte wie Mika aus der Badewanne kletterte. Er legte sich ja selbst dabei beinahe auf die Nase! Ich machte mir wirklich ein wenig Sorgen darum, dass er ausrutschte und sich den Kopf am Wannenrand aufschlug. Ein Wunder wäre das ganz sicher nicht. So wie er schwankte, würde es mich eher wundern, wenn er nicht fiel. Doch er kam zum Stehen. Auf der Fußmatte – mit seinen triefenden Klamotten, von denen ich ihm erklärt hatte, dass er sie vorher ausziehen und in der Wanne lassen sollte. Ich hörte das Wasser auf den Boden tropfen und das nicht gerade langsam. Er war klatschnass! Ich knirschte mit den Zähnen, als er nun vermutlich den gesamten Boden in eine einzige Pfütze tränkte. Mein Vater würde mich umbringen, wenn er das hier sah! Ich konnte zwar nicht sehen wie das Bad aussah, aber ich konnte es mir vorstellen. Unter Schmerzen bückte ich mich nach seinen Klamotten, bekam sie zu fassen und klatschte sie zurück in die Badewanne. Moment… hatte ich da etwa auf den Stoff seiner Boxershorts gespürt? Ich blinzelte und kniff bei dem unangenehmen Licht hier die Augen etwas zusammen. Ich sah kaum etwas, bloß einen Schemen, der vermutlich Mika war. „Er würde uns beide köpfen, also reiß dich zusammen. Ich spürte wie er neben mir nach den Handtüchern griff und tastete zur Sicherheit nochmal kurz seine Hüfte ab, doch die war nun vom Handtuch bedeckt. Gut. Ich legte meine Hand auf seine Schulter und hielt mich kurz daran fest, ehe ich ihm die langen, blonden Haare aus dem Gesicht strich und sie hinter seine Ohren klemmte. Er war high genug, er sollte wenigstens sehen, wohin er lief. Immerhin musste er jetzt meine Augen sein. Ich hielt mich an seiner Hand fest und hinkte ihm hinterher, bis wir im Flur waren und ich leise Schritte hörte. Zu zierlich für die meines Vaters. „Margret?“, rief ich nach dem Hausmädchen. Meine Mutter war sicher unten und kümmerte sich um unsere „Gäste“. „Ja, Sir?“, kam die zarte Stimme mit mexikanischem Akzent zurück. „Räumen Sie die Sauerei im Bad weg. Die Klamotten waschen Sie bitte und legten sie zum Trocknen irgendwo hin, wo mein Vater sie nicht sieht.“, wies ich sie an und sie nickte vermutlich nur und schon hörte ich die Tür des Büros sich schließen. Gut, das wäre also erledigt. Mika ging weiter und ich folgte ihm, bis wir in meinem Zimmer waren. Damit waren wir zumindest sicher davor so erwischt zu werden. Wenn mein Vater uns nackt und nur mit Handtüchern entdeckt hätte… hätte er vermutlich weiter zugeschlagen, bis ich Blut gehustet hätte.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Do Jun 28, 2018 2:27 pm

Naima Harris
War das sein verdammter Ernst?! Ich sollte ruhig sein? Nachdem er mich anscheinend bewusstlos in dieses Haus gezerrt und an einen Stuhl gefesselt hatte? Was erwartete er denn? Dass ich seelenruhig hier saß und darauf wartete, dass dieser Psychopath irgendwelche perfiden Spielchen mit mir treiben wollte? Woher sollte ich denn wissen, was sein Plan mit mir war? Er könnte gefährlich sein, mich verletzen oder sogar noch Schlimmeres. Der Gedanke an das, was er mir womöglich antun könnte, trieb mir weitere Tränen in die Augen. Ich hatte Filme gesehen, in denen sich genau dieses Szenario ereigneten. Und der Protagonist verließ niemals lebend das Haus. Oh Gott, würde ich hier sterben?! Panisch schluchzend riss ich erneut an dem Seil, das allerdings absolut nicht nachgeben wollte. Augenblicklich bereute ich meine Entscheidung, als er aufsprang und in meine Richtung kam. Leise wimmernd presste ich die Lippen aufeinander, um weitere Laute zu verhindern. Vielleicht sollte ich wirklich leise sein. Vielleicht würde er mich auf diese Weise verschonen und laufen lassen. Doch entgegen meiner schlimmsten Befürchtungen kam er lediglich mit einem Zewa in der Hand wieder, mit dem er mir die Tränen von den Wangen wischte. Die Geste war so vorsichtig, fast schon liebevoll. Misstrauisch beäugte ich ihn, denn ich konnte seinen plötzlichen Sinneswandel nicht einschätzen. Hatte er einfach nur Spaß daran, mich in Sicherheit zu wiegen, bevor er mir weh tat? Oder meinte er seine Worte tatsächlich ernst? Natürlich hatte ich ihn gesehen. Aber was tat das schon zur Sache? Mit Sicherheit würde ich nach dieser Aktion nicht sofort zur Polizei laufen und denen erklären, dass mich ein merkwürdiger Fremder auf seinem Grundstück ausgeknockt und an einen Stuhl gefesselt hatte, um ein Gespräch mit mir zu hören. Das klang doch völlig verrückt. Wer würde das schon glauben? Er musste also auf seinen Vater warten, um zu wissen, wie er mit mir verfahren sollte. Entweder sein Vater war der wahre Psychopath in diesem Spiel oder der Kerl einfach nur ein zu groß geratenes Kleinkind, das sich von seinen Eltern bevormunden ließ. Allerdings hatte ich keine Lust, noch eine einzige Minute weiter gefesselt hier zu sitzen, da das Seil anfing unangenehm in meine Haut zu schneiden. „Wenn du mir nichts tust, dann mach mich doch bitte los. Das Seil tut mir weh. Ich verspreche auch, dass ich nicht weglaufe.“, bat ich und sah ihn flehend an. Wohin sollte ich auch laufen? Er kannte dieses Haus vermutlich in- und auswendig. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis er mich fand. Flucht schied also aus. Kampf ebenso, da er viel größer und breiter war ich als. Vielleicht war ich flinker, aber sobald er mich erwischte, war es vorbei. Deswegen blieb mir nur die Diplomatie. Wenn ich mich geschickt anstellte, konnte ich ihn mit Worten dazu bewegen, mich gehen zu lassen. Jedoch schien er nicht besonders viel Interesse an einem Gespräch zu haben, denn er wandte sich von mir ab. //Nein, bleib doch hier!// Als er anfing, seine Wunde zu nähen, musste ich den Blick abwenden. Ich hasste Nadeln. Irgendwie musste ich seine Aufmerksamkeit wieder bekommen. Also tat ich das, was ich am besten konnte – reden. „Ich bin Naima. Der Hund gehört mir eigentlich gar nicht, sondern einer Freundin. Aber die ist heute arbeiten und konnte deswegen nicht auf ihn aufpassen. Ist er zufälligerweise hier? Dann könnte ich ihn gleich mitnehmen, bevor er noch weiteren Ärger macht. Ich hoffe, du hast keine Angst vor ihm. Ach ja, sein Name ist Gecko. Ziemlich unpassend, ich weiß. Hama findet Geckos nur so toll, weißt du? Deswegen hat sie ihm diesen Namen gegeben.“, plapperte ich munter vor mich hin, obwohl ich mir ziemlich sicher war, dass es ihn überhaupt nicht interessierte. „Eigentlich wohne ich nicht mal hier, ich habe nur eine Freundin besucht. Und dabei hätte ich fast vergessen, Gecko aus der Pension abzuholen. Oh Gott, Hama wird mich umbringen, wenn er heute Abend nicht zu Hause ist!“ //Wenn er nicht vorher tut.//, entgegnete eine gehässige Stimme in meinem Kopf und ich verdrehte die Augen. Nein, ganz bestimmt nicht. Wahrscheinlich hatte ich ihm einfach nur Angst eingejagt, so dass er dachte, ich sei ein Einbrecher. Wenn sein Vater davon erfuhr, würde es meine sofortige Freilassung fordern und ich könnte nach Hause spazieren, als sei niemals etwas passiert. Ich musste einfach nur positiv denken.
avatar
Ashes.
Lehrer

Anzahl der Beiträge : 65
Anmeldedatum : 24.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Do Jun 28, 2018 4:04 pm

Projekt 937
Was tat ich hier nur? Ich war mir sicher, dass mein Puls viel zu hoch war. Ich musste mich beruhigen! Dieser ganze Stress würde die Werte noch verfälschen. Adrenalin, Angst und ein zu hoher Puls – das alles würde falsche Ausschläge geben. Atemlos richtete ich meinen Blick auf meine Armbanduhr, auf der mein Puls angezeigt wurde. Viel zu hoch! Viel zu hoch! Ich atmete tief durch und schloss kurz die Augen, versuchte mich zu beruhigen, aber ich war so überfordert mit all dem hier! Ich hatte noch nie einen Hund gesehen, noch nie einen anderen Menschen oder gar eine Frau! Mein Blick glitt wieder zu ihr. Meine blonden, langen Haare schirmten mein Gesicht ab, sodass ich unauffällig einen Blick auf sie werfen konnte. Ich sah ihre dunkelbraunen Haare, du karamellfarbene Haut, die fast schwarze Iris in ihren Augen und dann… Ihr Dekolleté. Hey, das waren immerhin die ersten Brüste, die ich in meinem Leben sah. Ich presste die Lippen aufeinander und zog die Augenbrauen leicht zusammen, ehe ich meinen Blick abwandte, da sich ein ganz seltsames Gefühl in mir ausbreitete. Nein, das war verboten. Ich sollte nicht so schauen – selbst wenn sie durch meine blonden Haare hindurch nichts hatte sehen können. Vater hatte mir das nicht umsonst verboten. Ich atmete tief durch und schon wurde mein Puls langsam ein wenig ruhiger und es fiel mir leichter zu atmen. Ich nahm die Nadel wieder in die Hand und begann die kleinen Bisse zu nähen. Das war nicht schwer. Ich hatte auch schon Löcher in meinen Hosen gestopft und das hier war nichts anderes. Ich hatte es bei Vater oft gesehen, wenn er mich geflickt hatte, also bekam ich das schon hin. „Dass… ich dir nichts tue, heißt aber nicht, dass du nichts versuchst.“ Sie war klein und schmächtig – also würde sie mich wohl kaum ausknocken, aber mir musste ja nur ein Fehler unterlaufen und schon wäre sie weg. Ich löste den Faden aus der Nadel und schnitt die überstehenden Reste ab, ehe ich nochmal mit Desinfektionsspray und einer Jodsalbe darüber fuhr, ehe ich alles mit etwas Mull und Tape abklebte, damit keine Bakterien sich festsetzten. Ich stand auf und sah zu ihr rüber, als sie nun anfing weiter zu reden. Ich nutzte die Gelegenheit und sah solange nach den Fesseln. Wie gesagt, ich wollte sie ja nicht verletzen. Ich prüfte die Seile an ihren Händen, doch würde ich sie noch lockerer machen, dann würde sie ihre Hände befreien. Doch sie hatte Recht, das Seil scheuerte. „Tut mir leid…“, murmelte ich mit schlechtem Gewissen. Darüber hätte ich nachdenken müssen! Ich ging in die Küche und durchsuchte alle Schränke nach etwas, das weniger rau war, doch ich fand nichts, sodass ich schlussendlich einfach ein Geschirrhandtuch in der Mitte durchschnitt und zu ihr ging. Ich hielt mit der einen Hand ihren Unterarm fest, während ich das Seil löste und das Geschirrhandtuch um ihr Gelenk und die Armlehne wickelte. Ich zog alles fest und verknotete es, ehe ich mich genauso auch um die andere Seite kümmerte. Als ich fertig war, trat ich einen Schritt zurück und schob mir die langen Haare aus dem Gesicht. „Ist das besser?“, fragte ich ein wenig besorgt. Himmel, ich wusste ja nicht wie falsch das war. Für mich war es nicht so abwegig sie hier festzuhalten. Ich meine... das war doch logisch, wenn man nicht wollte, dass etwas nach außen getragen wurde, oder? Ich kannte mich nicht so aus mit den Werten dieser Gesellschaft. Ich biss mir auf die Unterlippe, als sie wieder von dem Hund sprach. Er sollte mir Angst gemacht haben? „Hat er nicht… Na ja, zumindest bis er mir ins Bein gebissen hat. Er ist… abgehauen. Aber Hunde sind schlau, sie finden meistens von allein nach Hause.“, versuchte ich sie zu beruhigen. Mir war gar nicht klar, dass ihr Geplapper nur diente, um mich abzulenken oder einzulullen. Ich war wohl einfach nicht clever genug. Ich war naiv, da ich nie in einer Gesellschaft hatte leben müssen, die mich etwas anderes gelehrt hatte. Ich war praktisch noch in Rohform. Mich hatte nie jemand so geformt wie es unter anderen Menschen richtig wäre. „Tut mir Leid… Naima.“, wiederholte ich ihren Namen. Es war ein seltsamer Name, aber für mich hätte wohl jeder Name seltsam geklungen. Immerhin kannte ich bisher nur Albert und die Namen, die in Serien oder Filmen benutzt wurden. Ich selbst… hatte ja nicht einmal einen Namen.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Do Jun 28, 2018 9:12 pm

Naima Harris
Anscheinend war ihm mein viel zu langer Monolog völlig egal, denn er kümmerte sich weiterhin unbeeindruckt um sein Bein. Anscheinend hatte er sich verletzt, vielleicht sogar schwer, immerhin nähte er die Wunde wieder zusammen. Einerseits tat er mir leid, da ich mir vorstellen konnte, wie schmerzhaft diese Verletzung sein konnte. Als Kind war ich beim Spielen aufs Knie gefallen und hatte es mir aufgeschlagen. Ich konnte mich daran erinnern, wie sehr ich geschrien und geweint hatte, weil es so unglaublich weh tat. Ihm aber schien weder die Wunde noch das Nähen etwas auszumachen. Okay, das war irgendwie merkwürdig. Aber bevor ich mir weiter Gedanken darüber machen konnte, drehte er sich zu mir um und ging in die Küche. Ich könnte etwas versuchen? Was sollte ich denn schon versuchen? Mich gegen ihn aufzulehnen bedeutete puren Selbstmord. Weglaufen war ebenso wenig eine Option. Also konnte ich nur hier sitzen und darauf warten, dass er mich gehen ließ. Dennoch protestierte ich nicht und ließ ihn meine Hände mit einem Geschirrhandtuch umwickeln. So war wenigstens das störende Seil verschwunden und rieb mir nicht weiterhin die Haut auf. „Ja, viel besser. Danke.“, erwiderte ich und rang mir ein kleines Lächeln ab. Vielleicht war es besser, wenn ich sein Spiel mitspielte. Vielleicht meinte er all das hier tatsächlich nicht böse und wollte mir gar nichts tun. Aber warum knockte er mich dann aus? Gott, ich wollte doch einfach nur nach Hause … Gecko war abgehauen? Wie sollte ich das bitte Hama erklären? //Hey, ich wollte deinen Hund eigentlich abholen, aber dann ist er mir weggelaufen. Jetzt habe ich keine Ahnung, wo er sich befindet, aber hey, irgend so ein Typ hat mir erzählt, dass Hunde wohl wieder nach Hause finden. Also müssen wir einfach warten.// Natürlich würde sie wütend und danach krank vor Sorge werden. Sie würde sich noch am Abend auf die Suche nach Gecko machen, der wahrscheinlich bereits über alle Berge war. Wie sollte ich ihr all das erklären? Seufzend legte ich den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Mein Name aus seinem Mund hörte sich irgendwie komisch an. Als wäre er etwas Fremdes, Falsches. Ich runzelte die Stirn, sagte aber nichts. „Und du? Wer bist du?“, fragte ich und hob eine Braue. [Sorry, mehr kriege ich gerade nicht auf die Reihe >.<]

avatar
Ashes.
Lehrer

Anzahl der Beiträge : 65
Anmeldedatum : 24.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Do Jun 28, 2018 9:36 pm

Projekt 937
Es erleichterte mich wirklich, dass sie scheinbar weniger Schmerzen hatte. Ich hätte nicht so dumm sein sollen irgendwelche Seile aus der Garage zu nehmen und sie damit zu fesseln. Natürlich tat das weh! Sie hatte zwar selbst daran gerissen, aber diese rauen Seile rieben ja automatisch bei jeder Bewegung an ihrer Haut. Auf ihrer so braunen Haut fiel es vielleicht nicht besonders auf, aber ich glaubte sehr wohl, dass sie gerötet war. Dabei hatte ich ihr doch versprochen sie nicht zu verletzen. Neugierig musterte ich sie, während sie einfach nur da saß. Sie sprach nun nicht mehr so viel wie eben noch. Eher im Gegenteil. Sie war ganz ruhig. Ich nutzte die Chance also sie ein wenig anzusehen. Immerhin war sie der erste andere Mensch – außer Vater und mir – den ich in meinem Leben sah. Und sie war eine Frau. Das alles war verdammt neu für mich. Selbst ihre Haut. Sie war so gebräunt und dunkel, während meine strahlend weiß wie ein Blatt Papier war, da ich kaum oder gar nicht am Tag die Sonne sah – höchstens im Garten unter der Überdachung. Sonnenschutz war als Proband wichtig. Ich durfte nicht riskieren, dass ich Krebs oder so einen Scheiß bekam. Dann wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen und mein Tod bedeutungslos, weil ich nie richtig gelebt und niemandem dadurch geholfen hatte. Aber es war auch egal. Darum ging es ja gerade gar nicht! Ich blinzelte leicht, als sie mich nun wieder ansah und mich fragte… wer ich war. Ich war absolut nicht vorbereitet gewesen auf diese Frage. Wer ich war? Ich runzelte leicht die Stirn und stolperte ein wenig zurück, bis ich die Tischplatte des Esstisches hinter mir spürte. Wer war ich denn? Na ja, was sollte ich ihr denn darauf sagen? Ich war sicher nicht der einzige Proband auf der Welt – oder gar in Amerika. Für mich war das normal, also für sie sicher auch… oder? Ich war sicher nicht das erste Versuchsobjekt, das ihr begegnete. Aber der Unterschied war, dass ich sie das nicht wissen lassen durfte. Niemand wusste von meiner Existenz und das musste auch unbedingt so bleiben, damit mein Vater die Forschung fortführen konnte. Sie aber wusste nun von mir und deswegen hielt ich sie hier fest. „Ich… uhm…“, setzte ich an, fand jedoch keine richtigen Worte. Wie erklärte ich ihr wer ich war, ohne ihr zu verraten wofür ich überhaupt existierte? Immerhin hielt ich sie hier fest, damit sie nicht noch mehr herausfand und auch keine Informationen weitergeben konnte. „Ich weiß nicht so recht, was ich dir darauf antworten soll.“, erklärte ich ihr nun also ganz ehrlich und strich mir die blonden, schulterlangen Haare aus dem Gesicht, ehe ich mich umsah und den Erste-Hilfe-Kasten wieder einräumte und im Flur verstaute. „Also, ich… ich habe keinen Namen oder sowas, wenn du das meinst. Ich bin… einfach nur ein Typ.“, erklärte ich ihr. So war es ja auch. Ich war nur ein Typ, der sein Leben für die Forschung gab. Ich brauchte keine Existenz zu führen, ich brauchte niemanden kennen oder Freunde haben. Ich… koexistierte nur neben Menschen wie ihr und konnte ihnen vielleicht eines Tages dadurch helfen. Dazu brauchte aber niemand von mir wissen und ich musste auch niemand dafür sein. Ich war bloß ein Körper, der zu Forschungszwecken benutzt und eines Tages dem Menschen einen enormen Vorteil bringen würde.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Fr Jun 29, 2018 2:34 am

• Mika Juste Chaplin.
Es hätte vermutlich andersherum sein sollen. Denn eigentlich war ich derjenige der für seine Sicherheit in dieser Situation garantieren sollte. Doch jetzt im Augenblick sah es nicht sonderlich gut für uns beide aus. Joawuim war schwer verletzt und ich war keine sonderlich große Hilfe. Ich dachte an Regenbögen und Dinge die mir Spaß machten. Es nervte mich sogar ein wenig das Joaquim mich ständig ausbremste. Wieso konnte ich mich nicht gut fühlen? Es war mir in meinem gesamten Leben noch nie besser ergangen. Es war ein wirklich himmlisches Gefühl so unbeschwert zu sein. Auch wenn es nur für diesen Augenblick war. Man musste nicht immer an diese ganzen Verantwortungen denken die damit zu tun hatten. Er schob mich aus der Badezimmertür und es wunderte mich wirklich, dass wir es bis zur Tür schafften, die das Büro durch einen riesigen Flur von den anderen Räumen trennte. Ich drückte die Klinge zunächst mit etwas zu viel schwung herunter und taumelte. Drücken oder ziehen- keine Ahnung. Das taumeln wurde tüchtiger und ich hatte das Gefühl die ganze Erde bebte. Die Tür öffnet sich als ich nach hinten schaukelte. Da ich die Klinke jedoch nicht los ließ, schaffte ich es aufrecht stehen zu bleiben. „Tadda...“ Ich grinste. Doch warum freute sich Joaquim nicht ein einziges mal? Schritte kamen auf uns zu und ehe wir uns versahen stand eine von Joaquims Hausmädchen vor uns. Sie fragte vermutlich gar nicht erst. Sie hatte von Joaquim wohl schon schlimmeres erlebt und das hier sah aus wie eine Party, die mächtig in die Hose gegangen war. Margret. Ich verkniff mir erneut ein lachen. Das war doch diese Alte, die er bereits flach gelegt hatte. Joaquim fand wirklich absolut kein Scharmgefühl. Was fand er immer an diesen mexikanischen Frauen. Oder Grundsätzlich an den Frauen mit anderen Wurzeln. Waren es die Brüste- oder der Hintern. Ich hatte keine Ahnung. „Was findest du nur an solchen Weibern. Sie muss uns nicht helfen, wir kommen gut klar.“ Sprach ich, der Kerl der nur im Handtuch bekleidet vor seinem „Lover“ und seiner Bedienstete stand. „Wir brauchen die alte Schachtel nicht.“ Jap, ich versuchte wirklich durchzuziehen, als würde diese Frau nicht gerade vor uns stehen. Ich stach Magret beinahe mit dem Finger in die Brust. Sie jedoch glitt elegant an uns vorbei und machte sich wohl an die Arbeit. „Du hast die Menschen immr so gut unter Kontrolle. Wie machst du das nur immer“, lallte ich und stolperte weiter den Flur herunter. Welche Tür mussten wir nochmal? Rechts- das hier war Joquims Zimmer, ich war mir ganz sicher. „Da wären wir, alle aussteigen. Der Mika Express fährt weiter.“ Doch ehe ich weiter gehen konnte, zog Joaquim mich an meiner Schulter in den Raum. Wir hatten es wirklich geschafft. „Das lief doch super. Warum nicht gleich so, oder?“, fragte ich grinsend und ließ das Handtuch fallen. Ich warf mich auf sein Bett und ließ mich in die Matratze fallen. „Deine Matratze ist so ungeheuerlich weich. Als hättest du Engeln die Flügel heraus gerissen. Man schläft wie auf Wolken“, ich seufzte und zog die Decke an mich. Ich wusste einfach nicht was mein Körper gerade mehr wollte. Ruhe oder Aufregung. (ich bin so schlaflos, ich hab solche Rückenschmerzen eh :X)
avatar
Troian.
Lehrer

Alter : 22
Anzahl der Beiträge : 852
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Fr Jun 29, 2018 2:44 am

• Cassian Winters.
Vorsichtig schüttelte ich den Kopf. "Das ist es nicht", antwortete ich fast schon heiser und ließ meinen Blick an meinem Spiegelbild gehaftet. Micaela würde es nicht verstehen. Sie hatte meine Zweifel bis heute nicht verstanden. Es fühlte sie so an, als sei ich der Böse Einfluss, der ihr gesamtes Leben versaute. Glaubte sie denn nicht, dass ich mir darüber Gedanken machte? Das tat ich. In vollen Zügen. Ich wusste kaum noch wo hin mit mir. Doch ich wusste, wenn ich es ansprach, würde sie glauben das ich sie einfach nur wieder von mir stieß. "Es ist nicht zu viel für mich", entgegnete ich ihr. Ich hatte keine Ahnung wie Micaela die Männerwelt sah. Glaubte sie denn, es ging immer nur darum Sex zu haben? Es war genauso wichtig einfach nur einander Nahe zu sein und den anderen zu spüren. Die zärtlichkeit und die Liebe die dazu gehörte. Auf meinen lippen bildete sich ein leichtes lächeln als ich daran dachte. Darin war Micaela besonders gut. Sie brauchte alleine nur meine Hand zunehmen und schon war ich von meinen Gefühlen komplett überrannt. Sie brauchte nicht das Gefühl haben, dass ich ihr jedes Mal an die Wäsche ging. Ich zögerte, ehe ich mein meine Hose von mir striff. Ich näherte mich der Dusche und zog den Vorhang beiseite. Micaelas Körper stand nun das erste mal unbekleidet vor mir. Das erste mal- bei dem ich voll und ganz ich selbst war und ich hoffte auch, dass es einfach so blieb. Es war wirklich erstaunlich wie selbstsicher sie das ganze schon machte. Man konnte kaum etwas von ihrem kleinem Handicap merken. Es war dennoch seltsam. WIr hatten einander nie nackt gesehen und jetzt gingen wir das erste mal zusammen duschen. Wir waren nicht zusammen- aber teilten die selben Gefühle, dass alles war durchaus schräg. Vorsichtig streckte ich meine Hand nach ihrer Hüfte aus. Ich wollte sie auch wirklich nur dann anfassen, wenn sie dies auch wollte. Es musste für sie alleine schon eine Herausforderung sein, das ich ihren Körper betrachtete. Aber das spielte gerade auch gar keine Rolle. Es zählte nur der Moment hier und das für eine kurze Zeit alles um uns herum so war wie damals. So wie in Spanien. Ich konnte vergessen das ich wirklich in Schwierigkeiten steckte und das es mir in der gesamten letzten Zeit nicht gut ergangen war.


Zuletzt von Troian. am Fr Jun 29, 2018 9:39 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
avatar
Troian.
Lehrer

Alter : 22
Anzahl der Beiträge : 852
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Fr Jun 29, 2018 7:55 am

[Bitte hängt die Bilder nicht an jeden Beitrag – verlinkt den Namen mit dem Bild. Das hier ist ein kostenloses Forum, und somit haben wir begrenzt Speicherplatz.]

_________________
i've had one too many cigarettes burning up my lungs,
    had the taste of one too many lips hanging off my tongue
avatar
Arce
Hohepristerin (Admin)

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 338
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Jun 29, 2018 8:23 am

Micaela Ramìrez
Ich erinnerte mich noch gut daran, wie gut und einfach es sich manchmal angefühlt hatte. Ich wusste noch, wie gut es ihm gefallen hatte, als ich mit meinen Lippen seinen Oberkörper liebkost hatte und ich konnte mir gut denken, dass er nichts dagegen gehabt hätte, wenn ich weiter gegangen wäre. Es fühlte sich an, als wäre das alles schon so lange her, dabei stimmte das nicht einmal. Trotzdem war in der Zwischenzeit schon viel passiert. Cas verneinte und ich runzelte die Stirn. Was war es dann? Was war es, dass ihn so lange zögern liess? Er hatte doch noch nie ein Problem damit gehabt. Es sei nicht zu viel und trotzdem stand er immer noch da draussen. Ich stand mit dem Rücken zu ihm und legte den Kopf in den Nacken, während das Wasser auf mich hinunter prasselte. Dann aber hörte ich, wie er sich seinen Kleidern entledigte und automatisch beschleunigte sich mein Herzschlag ein bisschen. Ich hörte, wie der Vorhang auf die Seite gezogen wurde und ich drehte mich langsam um. Ich kam nicht umhin, dass ich ihn von oben bis unten musterte und zwar dieses Mal seinen ganzen Körper, der ganz ohne Kleider vor mir war. Ich schürzte die Lippen, als ich seinen Blick sehr gut spürte. Mein Herz fühlte sich an, als würde es gleich aus meiner Brust springen. Ich hatte Angst und gleichzeitig fühlte ich mich begehrt. Es war total verdreht und das wusste ich. Andererseits konnte ich nichts dagegen unternehmen. Er streckte seine Hand nach meiner Hüfte aus. Vorsichtig trat ich einen Schritt auf ihn zu. Ich nahm seine ausgestreckte Hand und legte sie vorsichtig an meine Hüfte, bevor ich seine andere Hand nahm und ihn mit zu mir unter den Wasserstrahl zog. "Was ist los?", fragte ich ihn und sah ihn an. Er wirkte sehr gedankenverloren. Hatte er Angst, dass er wieder zu weit gehen würde? Ich glaubte das nicht. Ich vertraute ihm – immer noch. Ich wusste immer noch nicht, ob wir jetzt sowas wie ein verdrehtes Paar waren oder nicht. Wir hatten mal darüber geredet, aber es hatte sich dann doch nicht eine richtige Antwort darauf finden lassen. Nachdem Cas auch genug nass war, griff ich nach dem Duschgel und fing langsam an, seine Brust einzuseifen. Es war ja nichts neues, dass ich ihn dort berührte. Vorsichtig seifte ich auch seinen Bauch an und lächelte ihn schwach an. Bis jetzt war es noch gar nicht so schwer.

_________________
Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.
avatar
ɢedαɴĸeɴloѕ
Lehrer

Alter : 19
Anzahl der Beiträge : 1478
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Fr Jun 29, 2018 8:54 am

Joaquim Jenson
Mika als Routenführer zu haben war schon gefährlich genug. Ich traute ihm in diesem Zustand nicht so ganz. Na ja, er würde mich sicher nicht absichtlich die Treppe herunterstoßen, nur weil er high bis zum Geht nicht mehr war, aber er schwankte eben selbst und nur weil ich nicht sehen konnte, hieß das nicht, dass ich mich voll und ganz auf einen Jungen verlassen sollte, der kaum klar denken konnte. Er führte mich auch nicht gerade sanft an meiner Hand hinter sich her. Ich stolperte selbst, wenn er daran zog und musste an mich halten, damit mir die Prellungen und die gebrochenen Rippen an meiner Seite nicht den Atem nahmen. Ich folgte ihm nur und schickte dann Margret in das Büro meines Vaters. Mika jedoch hatte vorher noch etwas anderes zu erledigen. Er fing ernsthaft hier im Flur an davon zu reden, was ich an solchen Frauen nur fand. Nannte er sie gerade ernsthaft alte Schachtel?! Ich schüttelte nur fassungslos den Kopf und schob ihn weiter, während Margret hoffentlich im Büro verschwand und ihre Arbeit machte. „Mika, sie muss den ganzen Boden trocken und mein Blut wegwischen. Ich krieg das sicher nicht hin, du etwa?“, zeigte ich ihm nun auf, dass wir eben absolut nicht in der Lage waren das alles wieder sauber zu machen. Die kleinste Kleinigkeit, die mein Vater fand, würde ihn zu mir führen und dann steckte ich wieder echt in der Scheiße. Ich hörte wie die Tür hinter uns ins Schloss fiel. Wir hatten es bis in mein Zimmer geschafft. Ich atmete erleichtert aus und hielt mich am Schrank fest, der direkt neben der Tür stand. „Sie ist nicht alt, sondern reif. Und das hat durchaus einen gewissen Reiz. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen du klingst eifersüchtig.“, schmunzelte ich ein wenig und kämpfte mich mühsam vor bis zu meinem Kleiderschrank. Dort griff ich blind in das Fach und schnappte mir ein Tshirt, das ich mir überzog, um meine Brandnarben und die Flecken an meiner Seite zu verstecken. Ich wollte jetzt sicher nicht noch weiter von Mika angestarrt werden. Ich schlüpfte noch schnell in eine Boxershorts und dann kroch ich erschöpft auf das Bett und ließ mich auf die gesunde Seite sinken. „Diese Kontrolle ist mir angeboren. Also tu mir den Gefallen und hör jetzt auf mich, ja? Bleib einfach hier liegen und schlaf deinen Rausch aus.“ Okay, ich hätte wohl wissen sollen, dass der zugedröhnte Mika sicher keine Befehle annehmen wollte. Das tat ja nicht einmal der nüchterne Mika, aber der hatte wenigstens Verstand und wusste, dass das hier gefährlich werden könnte. Ich musste mir also eine andere Taktik ausdenken. Ich schob meine Hand in seinen Nacken und spielte leicht mit den Spitzen seiner langen, blonden Haare. „Mika, bitte bleib bei mir. Ich brauche dich hier.“, flüsterte ich mit meiner unschuldigsten Stimme, die ich aufbringen konnte, ehe ich meine Lippen mit seinen versiegelte und ihn hoffentlich so zur Vernunft brachte und dazu einfach hier neben mir liegen zu bleiben. Ich wollte nicht, dass er sich in Schwierigkeiten brachte, nur weil er hier high um Haus herumrannte.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Fr Jun 29, 2018 9:29 am

LILLIAN Adams

Keine Wahl – diese Ausrede hatten wir nun wohl Beide bereits ausgelutscht. Man hatte immer eine Wahl. Ich hatte eine Wahl, er hatte eine Wahl. Wir hatten immer die Wahl das Richtige zu tun, und dennoch versauten wir es uns immer und immer wieder. Es war doch absolut kein Wunder das unser Leben nie die Form annahm die wir uns wünschten; wir wählten diese Wege doch selbst. Ich wählte den einfachen Ausweg, und erzählte es Chord nicht da ich dachte es würde nur wieder für Probleme sorgen. Er erzählte mir diese Dinge nicht, weil er dachte es wäre besser so. Manche Dinge wurden lieber vergraben als sie laut auszusprechen, mittlerweile sollten wir jedoch wirklich wissen das Geheimnisse uns nicht weiter brachten. Es brachte uns nichts, nur noch mehr Probleme als ohnehin schon. Gott – vertrauten wir uns denn wirklich nicht? Hatten wir allen Ernstes so sehr Angst davor Dinge zu tun die den anderen vor den Kopf stoßen könnte? Dachten wir wirklich es wäre besser alleine zu kämpfen, als das zu tun was eine Familie tun sollte – zusammenhalten. Es war wohl einfach an der Zeit dieses Misstrauen und die Vorwürfe ein für alle Mal loszuwerden. Hier aber ganz bestimmt nicht. Das hier war nicht der passende Ort für ein Gespräch dieser Art, ich wollte nicht das die ganze Stadt erfuhr was für Probleme wir denn nun hatten. Wahrscheinlich waren wir dafür aber bereits zu spät, schließlich saßen wir auf einer Bank im Park und stritten. Langsam schloss ich meine Finger um seine, hob den Blick von Bryan der gerade wohl einfach der einzige normale Mensch dieser Familie zu sein schien. Er sollte aber auch normal sein. Er sollte normal bleiben, und nichts von all diesen Dingen hier erfahren. Nichts von früher, nichts von diesem dämlichen Thema das ich versuchte zu verstecken. Schulterzuckend sah ich Chord an. Was sollte er meiner Meinung nach tun – sah ich aus als hätte ich eine Ahnung? Als wüsste ich was er tun sollte, um diese Dinge hinter sich zu lassen? Mit mir reden schien ihm zu viel Überwindung zu kosten – mit jemand anderes sprach er aber auch nicht. "Alkohol und Drogen können doch unmöglich der einzige Weg sein das du es vergisst," murmelte ich leise. Vielleicht war es nicht fair von mir ihm den Alkohol zu nehmen, und auch wenn ich wirklich nur versuchte meine Familie irgendwie zu schützen nahm ich ihm ja wirklich scheinbar den einzigen Weg um zu vergessen. Egal wie sehr wir versuchten auf einander aufzupassen, egal wie sehr wir versuchten einander zu vertrauen, irgendwie kamen wir doch jedes verdammte Mal an diesem Punkt hier an. Und jedes Mal aufs Neue tat es unsagbar weh. Ich schluckte, drehte mich ihm zu und zog meine Hand aus seiner. "Vielleicht ist es nicht richtig von mir dir den Alkohol zu nehmen," oder die Drogen. Mittlerweile zweifelte ich wieder einmal daran ob ich hier nicht einfach nur das Beste für mich tat. So wie ich es nun einmal gewohnt war. "Ich liebe dich Chord," knapp hob ich meine Hand an und schob ihm die Haare aus dem Gesicht, ließ meine Finger an seiner Wange ruhen. "Aber wenn du nicht damit leben kannst, kann ich es auch nicht. Ich will nicht das du es vor mir versteckst und irgendwelche Tabletten schluckst um es unter Kontrolle zu halten. Ich wollte nie das du es vor mir versteckst," und mittlerweile war ich es beinahe schon leid es ihm immer und immer wieder zu sagen. Mittlerweile war ich es leid zu versuchen ihn dazu zu bringen mit mir zu sprechen. Dabei wusste er doch noch nicht einmal selbst was er denn nun fühlte oder dachte! Ich zog meine Hand zurück, lehnte mich wieder an die Bank. "Ich will nicht mit dir streiten. Nicht schon wieder," nicht zu vergessen dass das Baby ohnehin schon aufgeregt genug war. Es mochte diese Situation nicht, dieses ganze Chaos. Und das merkte ich.

_________________
i've had one too many cigarettes burning up my lungs,
    had the taste of one too many lips hanging off my tongue
avatar
Arce
Hohepristerin (Admin)

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 338
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Fr Jun 29, 2018 5:14 pm

DELILAH Thompson


Die Live Musik war laut, beinahe schon so laut das man seinen Nachbarn noch nicht einmal mehr hören konnte. Die Leute tanzten, tanzten so sehr das es fast schon keinen Spaß machte einfach nur zuzusehen. Ich hatte mich schon längst ins laute Getobe der Leute geschoben, hatte mich an Leuten vorbeigeschoben die dachten tanzen zu können – selbst hatte ich nie behauptet, dass ich es konnte. Ich tat es lediglich gerne. Lachend drehte ich mich zur Musik, warf mich meiner Freundin um den Hals und zerrte sie somit gleich mit. Sie konnte sich gar nicht vorstellen wie sehr ich sie gerade dafür liebte, dass sie heute mit mir hier her gekommen war. Für gewöhnlich fanden Mädchen meines Altes irische Pubs nicht zwingend wie etwas, das einladend klang. Ihrer Meinung nach aber hatte es einen Vorteil: sie mochte irische Männer. Beinahe schon rasistisch von ihr so zu denken, wäre ich aber nicht selbst ihrer Meinung hätte ich es ihr auch beinahe schon gesagt und sie damit aufgezogen. Die Nacht war –meiner Meinung nach– noch jung, und die Leute um uns schienen es ebenfalls nicht anders zu sehen. Gerade fragte ich mich ja wirklich fast schon wie genau wir es geschafft hatten uns hier herein zu schleichen, schließlich sollte die Tür bereits vor langer Zeit für nicht Hochzeitsgäste geschlossen worden sein. Der einzige Vorteil den ich hier wohl noch hatte: ich war so ziemlich die einzige Person mit echtem irischem Akzent, kannte jeden Song der gespielt wurde und sah noch dazu nicht einmal ganz so amerikanisch aus wie manch anderer hier. Meine Freundin beugte sich mir entgegen, verzog dabei lachend das Gesicht und lachte in mein Ohr. "Ich geh was trinken!", rief sie mir über die Musik zu. Ich nickte, zuerst nicht wirklich wissend ob das jetzt ein Hinweis darauf sein sollte das sie aus der Menge wollte, oder aber ob sie wirklich nur schnell etwas trinken wollte. Die Entscheidung ob es denn nun eine Einladung, ein Befehl oder irgendetwas dazwischen gewesen war, wurde mir jedoch ziemlich schnell abgenommen, als sie mich hinter sich durch die Menge zurück zu unserer kleinen Ecke zog in der sich bereits drei weitere Leute gemütlich gemacht hatten. Wir alle ignorierten die Tatsache, dass wir keine Ahnung hatten wer wen geheiratet hatte – vielleicht weil wir wirklich nicht versuchten hier irgendetwas zu zerstören, oder einfach nur weil es nun einmal drei Kerle waren die alle doch nur Augen für Alkohol und Mädchen hatten. Selbst nach Mitternacht, und einer Menge Alkohol, wurden wir nicht ein einziges Mal schief angesehen. Stattdessen liefen sie mit uns durch die Straßen, begleiteten uns nachhause und machten sich erst auf den Weg nachhause, nachdem wir auch wirklich sicher bei meiner Wohnung hier abgeliefert worden waren. Das einzig Gute: Lizzie wohnte nicht allzu weit von meiner Wohnung entfernt, weshalb ich noch nicht einmal Bedenken hatte das sie sicher nachhause kam. Außerdem wusste sie wie sie sich zu verteidigen hatte, schließlich hatte ihr Vater so einiges gezeigt. Dinge die ich nicht konnte – aber auch nicht wirklich wissen musste.
***
Laut grunzend sprang ich aus dem Bett, die Bettdecke dabei über meinen Kopf gezerrt als hätte ich mich heute Nacht irgendwie darin verfangen. Was zur Hölle war das Geräusch gewesen? Erneut krachte es. Schnell zerrte ich mir die Decke vom Kopf, wurde vom viel zu hellen Licht geblendet und kniff die Augen zusammen. "Wenn das nicht der Postbote ist!", rief ich durch meine Wohnung. Nicht darüber nachdenkend wie sehr mein Kopf gerade nach Ruhe schrie. Ich brummte, zerrte mir ein T-Shirt über den Kopf und setzte mich in Bewegung. "Ich hoffe wirklich das es einfach nur die Post ist!", rief ich erneut. Wahrscheinlich würde mir gleich eine fette Katze entgegen springen und laut krächzen weil ich sie als Postboten beschimpft hatte. Ich stieß meine Tür auf, staunte aber nicht schlecht. Wow. Da war wirklich ein Penner der meinen Schrott durchforstete. "Und ich dachte wirklich Lizzie spinnt wenn sie behauptet Penner durchsuchen Schrott." Leise lachte ich auf und betrachtete ihn. Und jetzt? Wollte er hier jetzt ernsthaft meine Sachen mitnehmen? Nur weil es hier herumlag hieß es doch noch lange nicht, dass ich es nicht irgendwann gebrauchen konnte.


Zuletzt von glueckschmerz am Fr Jun 29, 2018 5:35 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

_________________
i've had one too many cigarettes burning up my lungs,
    had the taste of one too many lips hanging off my tongue
avatar
Arce
Hohepristerin (Admin)

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 338
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Fr Jun 29, 2018 5:17 pm

[Ich hätte Lust, mir hier noch einen Charakter zu erstellen. Jemand Interesse?]

_________________
Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.
avatar
ɢedαɴĸeɴloѕ
Lehrer

Alter : 19
Anzahl der Beiträge : 1478
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Fr Jun 29, 2018 7:12 pm

Keenan Nile
Das war echt nicht mein Tag. Langsam wurde es immer knapper. Ich kam ins Schleudern, konnte nichts mehr kontrollieren. Die Hamptons waren ein guter Ort, um Kunst zu verkaufen. Nirgendwo schätzten die Leute gute Kunst so sehr wie hier. Und ich war gut in dem, was ich tat. Ich baute zwar hauptsächlich Skulpturen, aber ich war auch gut im Zeichnen. Wenn ich die richtigen Farben und Utensilien zu Hause hatte, stellte ich ziemlich gute Plagiate her – na ja, zumindest solange kein Gutachter draufschaute. Auf den ersten Blick waren meine Kopien zwar echt gut, aber ich war eben kein Da Vinci oder Van Gogh. So leicht war das dann doch nicht. Ich war ja auch eher der Typ, der dreidimensional baute. Und die reichen Snops hier mochten das. Na ja, sie stellten sich meine Kunstwerke gern in die Eingangshalle oder in den Flur und prahlten damit sie von einem großartigen Künstler gekauft zu haben, der noch entdeckt werden würde. Naja, das würde ich vermutlich nie. Ich war eben ein Junge von der Straße und mal ehrlich… so viel wie ich kiffte, würde keiner für mich bergen und mir eine Karriere verschaffen, dazu war ich einfach zu labil – auch emotional gesehen. Ich war wechselhaft und unbeständig. Ich würde vermutlich den Rest meines Lebens weiter auf der Straße hocken und irgendwelchen Müll sammeln, aus dem ich dann Kunst herstellte und sie verkaufte. Allerdings auch nur so lange wie es bei den Leuten ankam. Und momentan sah es echt mau aus. Ich hatte kaum mehr Materialien zu Hause und mein Geldbeutel war mehr als bloß leer. Ich hatte sogar Schulden bei dem Dealer, bei dem ich sonst mein Gras kaufte. Ich hatte nur noch drei Gramm und damit kam ich nicht besonders lange über die Runden. Ich brauchte also mehr Kohle und ohne Materialien, um Skulpturen zu bauen… würde ich kein Geld verdienen – denn etwas anderes hatte ich nie gelernt. Ich war immer eine Niete in der Schule gewesen – dabei war die Schule im Waisenhaus nun wirklich nicht besonders anspruchsvoll gewesen. Ich war in nichts gut, außer in dem hier. Das war mein Leben und gerade brach das alles fast zusammen. Ich war pleite, mein Kühlschrank leer und mein Vorrat an Gras war so gut wie aufgebraucht. Kurz gesagt: Ich war am Arsch. Mir blieb also nichts anderes übrig als aus dem, was ich noch hatte, etwas zu machen. Ein paar Büchsen, etwas Leim und Gummibänder hatte ich noch zu Hause, aber daraus würde ich keine Skulptur bauen können. Zumindest keine, die irgendjemand kaufen wollte. Diese reichen Idioten waren ja wirklich nicht anspruchsvoll mit ihrer ach so tollen expressionistischen Kunst, aber es sollte eben schon ein klein wenig nach etwas aussehen. Mir blieb also nichts anderes übrig als mal wieder auf die altbewehrten Mittel zurückzugreifen. Ich lief durch die weniger hübschen Straßen der Hamptons. Eben durch die Straßen, die mehr nach New York und weniger nach „Ich bin so steinreich“ schrien. Meine Wohnung war noch ein kleines Stück weiter von den Hamptons weg – irgendwo im Nirgendwo, zwischen streunenden Katzen und einer alten Frau, die ihr Haus selbst mit einer Schrotflinte noch verteidigte. Ich wohnte in einem Hochhaus, das von außen so abgeranzt aussah, wie es von innen auch war. Schimmel an den Decken, undichte Waschbecken und kein heißes Wasser. Und selbst dort konnte ich mir nur ein Zimmer leisten, in dem nur eine Couch, ein Tisch und ein Stuhl standen. Ja, richtig gehört, ich hatte nicht einmal ein Bett! Aber ich war nicht wählerisch. Alles war mir lieber als weiter im Waisenhaus zu leben und als ADHS-Kind abgestempelt zu werden. Ich seufzte und fand schließlich eine Gasse, in der einiges an Zeug vor den Haustüren stand. Sicher hatten die Leute es rausgestellt, damit sich irgendein Penner oder ein Schrotthändler es sich schnappte – also jemand wie ich. Das war für mich wie eine Einladung. Ich schob das Tor auf, sah mich kurz um, doch sonst war niemand hier. Unbemerkt schob ich mich in den kleinen abgezäunten Bereich und begann den Berg an Schrott zu durchwühlen. Hey, niemand stellte eine Nachttischlampe hier raus, nur um sie zu lagern. Das Teil ging ja kaputt hier draußen. Es war also sehr wohl Schrott und den konnte keiner gebrauchen – keiner, außer mir. Ich wühlte mich hervor, ließ einige Dinge zur Seite fallen, aber stopfte die alte Tischlampe und den kleinen metallenen Beistelltisch in einen der Müllbeutel, die ich mitgebracht hatte. Ich war völlig vertieft in meine Arbeit. Vor meinem inneren Auge bildete sich bereits eine Skulptur, die langsam Form annahm. Wild suchte ich weiter und erschrak plötzlich, als ich eine Stimme hörte und mich umdrehte. Ich zog die dicke Strickjacke wieder über meine Schulter und sah das rothaarige Mädchen ein wenig bitter an. „Hast du mich gerade einen Penner genannt, Ginger?“, fragte ich sie und fasste mir gespielt verletzt an die Brust. „Ich bin schockiert. Du bist ja echt ganz schön diskriminierend.“, schniefte ich und schüttelte dann nur den Kopf. „Geh zurück ins Haus, ich bin gleich fertig hier. Versuche auch leiser zu sein.“, wimmelte ich sie nur ab. Sie hatte das Zeug immerhin gerade selbst Schrott genannt, also war die Annahme wohl richtig, dass das Zeug nicht mehr gebraucht wurde. Ich beugte mich über den Klappstuhl, den sie hier noch herumstehen hatte, doch der war zu sperrig, um ihn zu verarbeiten. Stattdessen griff ich also nach ein paar Kleiderbügeln.


Zuletzt von Skyfall am Fr Jun 29, 2018 8:31 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Fr Jun 29, 2018 7:59 pm

DELILAH Thompson


Lizzie hatte mir von den Leuten erzählt die früh morgens –oder spät abends– durch die Straßen zogen um Müll und Schrott zu durchwühlen, und möglicherweise etwas zu finden das sie mitnehmen und etwas Geld machen konnten. Um ehrlich zu sein: ich hatte gelacht, ihr nicht wirklich geglaubt. Gerade konnte ich ja beinahe meinen eigenen Augen nicht glauben. Sie hatte also wirklich die Wahrheit gesagt, als sie gemeint hatte irgendein Blonder Verrückter lief durch die Straßen, um Probleme zu machen. Ich glaubte ihr immer noch nicht. Er durchwühlte Schrott, der sehr wahrscheinlich sowieso nie mehr wieder das Innenleben meiner Wohnung sehen würde – dazu hatte ich zu wenig Platz, und ganz ehrlich? Wer brauchte fünfhundert Kleiderbügel die noch nicht einmal ansatzweise benutzt wurden? Wegwerfen wollte ich es dann aber doch nicht. Zumindest noch nicht, vielleicht fiel mir ja doch noch ein anderer Weg ein diese Dinge alle noch in meine Wohnung zu bringen. Gerade aber schien mir dieses Problem wirklich beseitigt zu werden. Zugegeben, ich hielt nicht sonderlich viel von Leuten die meine Sachen durchwühlten, und eine Einladung war es möglicherweise nicht direkt gewesen, ich war hier aber nicht zuhause und konnte etwas Privatsphäre erwarten. Das hier war schließlich Amerika, und wirklich Privatsphäre schien man hier sowieso nicht von den Nachbarn zu bekommen. Ich nahm es ihnen noch nicht einmal besonders übel, dazu mochte ich meine Nachbarn zu sehr. Hatte ich ihn etwa bei etwas ertappt, dass er niemanden sehen lassen wollte? Schmunzelnd lehnte ich mich in meinen Türrahmen, verschränkte die Arme vor der Brust. Es gab eindeutig bessere Methoden aufgeweckt zu werden, zu besseren Zeiten als früh morgens um .. keine Ahnung wie früh es denn nun war. Die Sonne war immerhin schon zu sehen, und sonderlich kalt was es auch nicht. Acht? Vielleicht auch etwas früher. Ginger? "Oh als hätte ich das noch nie gehört," lachte ich und schüttelte den Kopf. Das konnte er doch nun wirklich nicht Ernst meinen. "Du bist eindeutig nicht der Postbote, der bringt für gewöhnlich immer etwas. Also musst du ein Penner sein, oder du bist vom Dach gefallen und in meinem Garten gelandet," erklärte ich schulterzuckend. Ach jetzt wollte er mich auch noch loswerden? Woher sollte ich denn bitte wissen das er nicht doch noch sämtlichen Inhalt meines Schrotthaufens mitnahm? Nur weil es hier herumlag bedeutete es nicht, dass ich es loswerden wollte. Ich trat die wenigen Stufen in meinen Vorgarten hinab, schürzte die Lippen und verdrehte erneut lachend die Augen. "Hast du Hunger? Du hast doch bestimmt Hunger." Natürlich hatte er Hunger. Wenn er wirklich der Penner war, den Lizzie beschrieben hatte, musste er Hunger haben. Schmunzelnd drehte ich mich wieder um, sprang die Stufen hoch zu meiner Tür. "Los. Du hast mich aufgeweckt, also kannst du mir Gesellschaft beim Frühstücken leisten," denn wäre er nicht so laut gewesen hätte ich eindeutig länger geschlafen. Wahrscheinlich sogar bis Nachmittags irgendwann. Oder sogar noch später, weil die Kopfschmerzen nun einmal nicht aufhören wollten. Das war aber auch mit der einzige Grund weshalb ich so lange im Bett verbracht hätte. Alkohol hatte diese Wirkung auf mich, denn trotz der Tatsache das ich gerne und viel trank, hatte ich die Kunst des keinen Kater haben noch nicht wirklich gemeistert. "Komm schon!", rief ich dem Penner über meine Schulter hinzu und ließ die Tür offen stehen. So schnell würde er doch sowieso nicht verschwinden, immerhin schien mein Haufen Schrott es ihm wirklich angetan zu haben.

_________________
i've had one too many cigarettes burning up my lungs,
    had the taste of one too many lips hanging off my tongue
avatar
Arce
Hohepristerin (Admin)

Alter : 21
Anzahl der Beiträge : 338
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Fr Jun 29, 2018 8:27 pm

Keenan Nile
Was wollte sie mir denn anhaben? Sie ließ ihren – wie sie es ja auch bereits genannt hatte – Schrott ja praktisch mitten auf der Straße und für alle zugänglich liegen. Klar, da war ein kleines Tor zwischen mir und dem Haufen gewesen, aber auch das war nicht abgeschlossen gewesen. Für mich war das praktisch eine Einladung gewesen zuzugreifen. Das musste ich ja auch. Etwas anderes blieb mir nicht übrig. Ich würde auf die Schnelle nicht genug Zeug finden und hier lag ein wahrer Wunderhaufen an Zeugs herum, das niemand brauchte – offensichtlich. Immerhin stand es hier draußen im Regen herum. Für mich gab es keinen Grund anzunehmen, dass sie das hier nicht wollte. Sicher half ich ihr noch dabei ihren Schrott loszuwerden. Das war doch nett von mir! Und wenn ich heute Abend etwas zu Essen auf dem Tisch stehen haben wollte, dann wäre es nicht schlecht, wenn ich heute noch etwas verkaufte. Ich knotete den gefüllten Müllsack zu und stellte ihn neben das Tor, damit ich ihn gleich mitnehmen konnte. Es würde zwar schwer werden das alles im Bus mit in das eher unschöne Viertel hier zu schleppen, aber das würde schon gehen. Ich schnappte mir einen zweiten Müllbeutel und suchte nun eher nach Kleinteilen. Ich fand eine Sonnenbrille, ein altes Fernglas, einen zerbrochenen Handspiegel. Ich wählte völlig willkürlich, aber in meinem Kopf setzte ich die Teile bereits zusammen schweißte und verklebte alles miteinander zu einer einzigartigen Form. Ich schaute auf, als die kleine Rothaarige sich nicht von der Stelle bewegte, sich sogar an den Türrahmen lehnte und mich musterte. War das nötig? Hatte sie nicht besseres zu tun, als mich anzustarren? Ich schüttelte nur den Kopf und suchte mich weiter durch das Zeug. Oh, ein Bilderrahmen! „Na dann bist du es ja schon gewohnt, Ginger.“ Sie nannte mich Penner, also würde ich sie ja wohl Ginger nennen dürfen. Bei ihr stimmte es ja wenigstens! Ich hatte eine Wohnung… Zumindest im Moment noch. Das wäre sicher nicht mehr lange der Fall, wenn mein Vermieter bemerkte, dass meine Miete schon zwei Wochen überfällig war. Ich schürzte leicht die Lippen und überlegte kurz. „Hm… das muss ja nicht unbedingt heißen, dass ich ein Penner bin. Also wirklich… Vielleicht bin ich ja auch ein Müllmann, der die Straßen hier sauber hält – was du offensichtlich nicht tust. Oder aber ich bin ein junger Kerl, der deinem Schrott wieder einen Wert gibt. Das alles klingt wesentlich weniger negativ, findest du nicht auch?“, bot ich ihr eine wesentlich elegantere Lösung an mich zu sehen. Ich war vielleicht nicht wie alle anderen, war irgendwie arm und sammelte Schrott, aber das bedeutete noch lange nicht, dass ich dann direkt obdachlos war. Ich stopfte einen alten Kulturbeutel in den Müllsack und richtete mich dann auf, als etwas von dem Mädchen kam, das ich so absolut nicht erwartet hatte. Sie wollte… was? Fassungslos sah ich ihr nach, als sie mich allen Ernstes fragte, ob ich Hunger hatte und mit ihr frühstücken wollte. Sie ging zurück in die Wohnung, ich aber zögerte. Das war… zu freundlich, um wahr zu sein. Wir waren hier in New York und die meisten Leute hier waren Wichser. Das war doch eine Falle. Ob sie die Polizei rufen würde, sobald ich drin war? Sollte ich lieber über den Zaun hüpfen und abhauen, solange ich noch konnte? Ich hörte meinen Magen knurren und legte meine Hand auf meinen Bauch. Andererseits… selbst in einer Zelle auf der Polizeiwache war es noch wärmer und ich hätte ein weicheres Bett als zu Hause, also… Ich legte den Müllsack weg und folgte ihr ohne ein weiteres Wort in ihre Wohnung. Ich schloss hinter uns die Tür und schon stand ich in ihrer Wohnung. Einfach so. Ohne sie um etwas gebeten zu haben. Irgendetwas war hier doch faul. „Also, was gibt es denn zu essen? Müsli? Brot? Spiegelei? Oh, ich würde einiges für ein Spiegelei geben.“, murmelte ich und lief an ihr vorbei durch den Flur, spazierte einfach so in ihre Wohnung hinein und fand von ganz allein ihre Küche. Vermutlich sollte ich ein wenig zurückhaltender und dankbarer sein für das, was sie hier tat. Allerdings nahm ich das Ganze nicht unbedingt so wahr.
avatar
Skyfall
Lehrer

Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 1279
Anmeldedatum : 23.06.18

Nach oben Nach unten

Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 3 von 20 Zurück  1, 2, 3, 4 ... 11 ... 20  Weiter

Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten