The Hamptons [Revenge] RPG

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mo Dez 17, 2018 12:01 am

Mika Chaplin
[Neuer Link, oben] Nach dem Bad ging es mir nur einigermaßen besser. Ich fühlte mich zwar ein wenig sauberer, die beklemmung blieb dennoch bestehen. Es war, als fühle man sich ständig unter Beobachtung, auch wenn ich wusste, dass dies nicht stimmte. Es würde vermutlich dauern mir selbst einzureden endlich wieder sicher zu sein. Zuhause, so wie Joaquim es nannte. Als ich das Badezimmer verließ stellte ich erleichtert fest, dass Joaquim mit seiner arbeit wohl noch nicht allzuweit gekommen war. Es war ein eigenartiges Gefühl. Ich konnte weder allein noch mit ihm sein. Trotzdem war dieses seltsame Gefühl von unwohlsein nicht verschwunden, als ich für diese Minuten noch für mich war. Wie Joaquim mir gezeigt hatte, bediente ich mich an der Kleidung und entschied mich trotz des warmen Wetters für einen sehr weiten Pullvoer der meinen Körper beinahe komplett bedeckte. Darin schien ich mich im Augenblick sehr wohl zu fühlen. Ich wollte nicht das Joaquim meinen nackten Oberkörper sah- oder sollte ich eher sagen spürte? Der Stoff hielt ihn aus meiner Sicht zumindest nah genug davon ab. Die Narben zu fühlen oder die Muskeln die zwar nun zu mir gehörten, aber doch so befremdlich waren. Ich hatte mich über den Zeitraum schon verändert, doch trotzdem wollte ich genauso wenig, dass Joaquim davon mitbekam oder mich berührte. Schließlich war ein ganzes Jahr vergangen. Ich zuckte ein wenig zusammen, als ich mich im Spiegel begutachtete und die Tür hinter mir ins Schloss fiel. Joaquim befand sich nun ebenfalls im Raum und ich war nicht mehr alleine. Gemischte Gefühle kochten in mic hoch. Automatisch wich ich einen kleinen Schritt und hoffte einfach, dass Joaquim es durch den Teppichboden einfach nicht hörte. Vermutlich hätte es auch gar keine Rolle gespielt, falls er es doch getan hätte. Ich zögerte und biss mir beinahe auf meine eigene Zunge bei der Suche nach den richtigen Worten. Es war für mich so, als würde Joaquim mich sehen als er direkt in meine Richtung blickte. Als würde er sehen, wie unbeholfen ich in seinem Zimmer stand. Ich zwang mich zu einem kleinen lächeln und bewegte mich auf den Sessel zu. Anstelle davon mich zusetzten jedoch, stellte ich mich dahinter und legte meine Hände auf den Sesselrücken, als wäre es etwas absolut „normales“. Ich redete mir zwar immer wieder zur beruhigung ein, dass er mich nicht sah, musste es dann aber doch tun. Der Sessel stand zwischen uns- dies und gute weitere sechs große Schritte. Wieso ging mir also so die Pumpe? Es kam mir vor, als erwartete Joaquim irgendetwas von mir. Nähe oder Zuspruch. Etwas, was ich ihm nicht geben konnte. „Hey“, entfuhr es mir heiser als gewollt. Es hörte sich beinahe an wie ein leises zages flüstern. „Bist du schon fertig mit der arbeit?“, fragte ich und musterte jeden Schritt den er durch das Zimmer tat. Ich wusste nicht wieso ich „schon“ gesagt hatte. Es war eine Gute Stunde vergangen und ich wusste wie hart dieses Geschäft sein konnte selbst wenn es sich nur um Papierkram handelte. Joaquim wirkte müde und fertig. Selbst wenn ich eine ganze Zeit lang fort gewesen war, ich musste kein Genie sein um zu wissen das etwas nicht stimmte. Ich kannte ihn eben doch besser als ich es mir eingestehen lassen würde. „Ich hab mir was aus deinem Schrank genommen wie du gesagt hast.“ Ich nahm meinen Blick reflexartig von mir als ich sah das er sich von seinem Jackett entledigte. Es war nur seine Jacke, aber dennoch hatte ich das Bedürfnis gehabt, dies zu tun. Was war denn nur los mit mir, dass ich mich so verdammt daneben benahm?! Hatte ich Joaquim nicht auch mal geliebt? Die Dinge die zwischen uns passiert waren, verbanden uns doch trotzdem, oder nicht?! Sollte ich mich jetzt nicht sicher und wohl bei ihm fühlen nach allem was ich durchgemacht hatte?! Stille kam auf. Ich wusste nicht wie es ihm erging, aber für mich hatte diese Stille etwas sehr erdrückendes. So, als fühle er sich in seiner Position auch nicht sicher. Es war wirklich traurig, dass ich ihn nicht richtig aufbauen konnte. Vor allem weil ich wusste, dass es auch schon mal anders gewesen war. Was war los mit mir?!
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mo Dez 17, 2018 12:04 am

Bryan Heard
Wenn es doch nur so leicht wäre über meine „Probleme“ zu sprechen. Leicht war es in meinem Leben noch nie gewesen. Gut, vielleicht war ich doch ein Versager und Typen wie „Carter“ waren um vieles besser dran als ich es war. Typen wie Carter gingen leichter durchs Leben. Ich vermutete, dass er sich nie über Dinge sorgen gemacht haben musste. Meine wirklichen Probleme waren dabei wohl eher auf mein gesamtes Leben verteilt und lagen ganz woanders als dessen, was ich Tony um die Ohren schlug. Es nervte der zu sein der man war. Meine Kindheit war eine Katastrophe und verübeln, dass ich darauf empfindlich reagierte konnte ich wohl keinem sein. Ich war einfach sauer. Sauer und enttäuscht. Darüber, dass meine Familie mich einfach so zurück ließ und ich auf mich allein gestellt war, vielleicht war es das. Diese wachsende Unzufriedenheit keine Freunde zu finden und mich abzukapseln. Weil ich alleine sowieso besser dran war. Ich passte eben nicht in das Bild der heutigen Gesellschaft. Das und die Tatsache ein Heard zu sein. Niemand wusste wie es war diesen Namen zu tragen. Es war der größte Fluch den es gab. Ich holte tief Luft und seufzte. Angestrengt rieb ich mir meine Schläfe und schüttelte den Kopf. „Du weißt was meine Probleme sind. Ich kriege keinen Job und habe Probleme mit meiner-“, wie nannte man Deliah. Ex? Freundin? Mein Zeitvertreib? Ich mied es diese Worte auszusprechen. Sollte Tony denken was auch immer sie wollte. Sie steckte nicht in meiner Haut. „...-zudem habe ich keine Wohnung und niemanden mit dem ich darüber sprechen kann. Reicht das?“ Voll umschrieben: Ich war ein Versager. Mein Leben lief im Augenblick nicht wirklich gut. Und ja, natürlich hatte ich versucht sowas wie einen Job zu bekommen, doch was sollte ich tun? Mein gesamter Lebenslauf bestand aus erlogenen Tatsachen. Vielleicht war ich in der einen Sache gut die ich am besten konnte: Stehlen. Unehrlich sein und Lügengeschichten aufrecht zu erhalten. Doch das wusste sie insgeheim vermutlich auch. Tony kannte mich gut, doch genauso wie sie die negaitven Seiten an mir sah, schätzte sie vermutlich auch meine Guten. Wenn es davon überhaupt noch welche gab. Mittlerweile hatte ich nämlich nicht den Eindruck als gäbe es welche. „Ich übernachte auf deiner verdammten Couch.“ Wie weit musste ich denn noch sinken? Ich hatte noch nicht einmal das Kleingeld für ein Motel. Wäre dem so, wäre ich schließlich nicht hier.  „Nichts für ungut.“ Sie wusste was ich damit meinte. Tony half mir dabei im Augenblick wirklich. Ich stand kurz davor den Verstand zu verlieren. Mit dem was Tony sagte hatte sie nicht ganz Unrecht, dennoch half es mir bei meinem Problem nicht. Was sollte ich denn tun? Zeugnisse Fälschen? Ich war ein Noob auf diesem Gebiet und gut verkaufen könnte ich dies auch nicht. „Ach komm schon, du klingst als wäre ich der Albtraum jeder Frauen. Ich hab auch andere Seiten. Ob du es glauben willst oder nicht.“ Und sie wollte es mir sicher nicht glauben. „Zudem glaubst du wirklich es würde mir etwas bringen, wenn ich anfange mein Leben besser zu verkaufen?“ Ich leugnete ja nicht, dass ich selbst daran schuld war. Demnach hätte ich jetzt jede menge Geld und würde in dem Haus meiner Eltern sitzen. Ich machte es mir unnötig schwer. „Ist auch egal.“ Ich hatte keine Lust weiter über dieses Thema zu reden. Geschweige denn, darüber nachzudenken. Ich beobachtete Tony dabei wie sie es sich auf der Couch bequem machte. „Was machst du um diese Zeit normalerweise? Wenn du keinen Fremden Besuch von der Straße auf deiner Couch schlafen lässt? Irgendwelche Trash Sitcoms? Assi-Fernsehn? Verrate mir deine intimsten Geheimnisse. Ich will alles über dein Privates Leben wissen. Tun wir einfach so, als wäre ich gar nicht hier."
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mo Dez 17, 2018 12:56 am

Chord Heard
Egal wo wir waren, solange Lillian bei mir war schien es mir gut zu gehen. Ihre Lippen auf meinen zu spüren war das beste was mir im Augenblick passieren konnte. Es holte mich sogar ein wenig auf den Boden der Tatsachen. Ich genoss es in vollen zügen und entspannte mich dabei sogar ein wenig. „Ich weiß“, flüsterte ich und schloss die Augen ein wenig. Ihr Vorschlag klang gar nicht mal so schlecht. Da die Schlafzimmer oben lagen und wir hier sowieso keinerlei Nachbarn hatten, war es eigentlich gar nicht möglich, dass uns wer dabei beobachtete. Es war kaum zu glauben was für eine Wandlung das alles hier machte. Zurück im diesem Haus zu sein. Von all diesen Verrückten Sachen die uns im leben passiert waren, waren wir nun an einem Punkt angekommen an dem wir endlich einmal versuchen konnten normal zu leben. So Normal, wie es für unsere Umstände eben auch möglich war. Klar hatten wir immer noch mit unseren Problemen zu kämpfen. Zum Beispiel, der Stalker der uns nicht in Ruhe zu lassen schien, die Problematiken unserer Schwangerschaft, die Mörder der Blackhoods, mein Konsumverhalten und natürlich nicht zu vergessen die Dinge die wir in unserer Beziehung wieder auf die Beine stellen mussten. Das alles rief nach einer menge Arbeit, doch irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los das wir das schon schafften. Lillian und ich. Natürlich war mir bewusst das mehr dazu gehörte, doch wie immer fiel es mir so verdammt schwer meine Vateraufgaben zu erfüllen. Es tat mir so leid für ihn und ich konnte gar nicht sagen, wie sehr ich mich dafür schämte. Ich sah ihn an und er erinnerte mich an mich. Bryan war so ein fleißiger Junge und niemand schien ihm etwas Gutes tun zu können. Selbst ich nicht. Dabei war er so unzufrieden, ohne dies überhaupt zu äußern mit seinen neun Jahren. Wir konnten ihn nicht auf eine öffentliche Schule schicken. Die Gefahr, dass ihm etwas passierte war viel zu hoch und dementsprechend war er auch relativ oft für sich und zeichnete seine Bilder. Bilder aus seiner Fantasie. Er hatte ein unglaublich gutes Sozialverhalten, soviel stand auf jedenfall fest. „Und solange ich ein Bett habe, indem du liegst, ist bei mir alles in Ordnung“, meinte ich, ehe meine Stirn ihre berührte und ich unsere Hände miteinander verband. Mti der freien Hand, ergriff ich einen der Koffer. Danach bewegte ich mich mit ihr im „Schlepptau“ in Richtung der Treppen und ließ sie erst dann los als wir oben am Flur angekommen waren. Ich wusste schon für welchen Raum wir uns entschieden. Wenigstens würde ich es nicht ertragen in eines der Betten zu liegen, in dem meine Mutter mit meinem Vater gelegen hatte. Ich öffnete die Tür eines der Gästezimmer und ließ die Türklinke nur langsam los. Es war alles so vertraut. „Ich kann gar nicht sagen wie seltsam es sich anfühlt wieder zurück zu sein. Es fühlt sich an wie damals. Als wäre ich nie weg gewesen.“ Natürlich waren wir vorher auch hier gewesen, aber dieses Mal fühlte es sich einfach anders an. Vermutlich lag es an der Tatsache, dass wir ab heute hier leben würden. Es war seltsam nach Hause zurück zu kehren. „Ich erinnere mich an jeden einzelnen Raum als wäre es gestern.“ Ich hatte so lange darin gespielt, in jedem einzelnen von ihnen. Gedankenverloren ließ ich den Koffer sinken und drehte mich zu Lillian. „Wir kriegen das hin.“ Und gerade als Lillian etwas sagen wollte, vernahm ich einen Schrei. Keinen Schmerz zerreißenden Schrei oder einen Hilfeschrei, nein, eher den Schrei eines wütenden Teenagers. Gefolgt von Geräuschen die darauf deuteten das etwas zubuch ging. “Meine Fresse Bryan leg das weg! Argh! Nimm es aus meinem Gesicht! Ich schwöre bei Gott ich töte dich!“ Und darauf folgend den Schrei eines zynischen Neunjährigen. „Neeeeeein! Fass mich nicht an! Ich gehe das sagen!“ Wenn man nicht gewusst hätte, dass sie nicht Geschwister gewesen wären, wäre man schon fast  davon ausgegangen. “Petze! Chord! Bryan nimmt einfach die Sachen aus meinem Koffer!“ “Du willst sie ja nur selber haben! Die hab ich gefunden! Auuaa.““Du hast es aus meinem Koffer!““Auaaaa! Maaamaaa! Logan schlägt mich mit einem spitzen Gegenstand!“ Realität. Wir waren keine normale Familie, aber dennoch hörte sich dieses Gespräch unter zwei Kindern an, wie das normalste auf der Welt. Vermutlich zuckte deswegen keiner von uns mit der Wimper. Weder Lillian noch ich. „Geh du“, meinte ich und gab ihr mit einer Kopfbewegung zu verstehen, dass ich als Schlichter sowieso nicht in Frage kam. Logan sah zu mir auf und auch wenn er nicht mein Sohn war, hatte ich aus irgendeinem Grund einen viel besseren Draht zu ihm als zu Bryan. Er hatte mit seinen gerade mal fünfzehnjährigen schon eine Menge durchmachen müssen und sah zu mir auf. Ich wusste nicht wie lange wir das noch machen wollten, aber wir wussten das Logan in ein Heim kommen würde, wenn wir ihn weg schicken würden. Das wäre Unverzeihlich, zu sehen wie er daran zerbrach. Er fühlte sich hier wohl.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mo Dez 17, 2018 1:27 am

Cassian Winters
[Neuer Link] Die gesamte nächste Zeit die auf mich und Micaela zukam lief gut. Besser als erhofft und besser als Gedacht. Wir waren ehrlich zueinander und Idealisten. Wir wussten in welchem Rahmen wir uns bewegten. Unsere Pläne für die Zukunft waren nicht gerade gut, doch solange wir einander hatten, kamen wir damit schon irgendwie Zurecht. Gerade wegen meiner Defizite, wussten wir das gerade ich keinen wirklichen Job annehmen konnte. Besonders weil ich in den Hamptons zu bekannt war und es immer noch sein konnte, dass mein Bruder mich einfach so wieder in die Klapse steckte. Es blieb also nur Micaela in Frage. Ein Gedanke den ich nicht wirklich leiden konnte, doch eine wirkliche ausweich Möglichkeit hatten wir nicht. Das gestohlene Geld meines Bruders hielt nicht ewig an und irgendwie mussten wir um die Runden kommen. Es vergingen also nur wenige Tage und sie machte sich auf die suche nach einem Job. Nichts großes, aber etwas wo sie ein wenig Kleingeld dazu verdienen könnte. Die Hamptons waren nicht billig. Es erschien uns also so, als ob wir uns den falschen Ort zum leben ausgesucht hatten. Doch keiner von uns wollte ihn hinter sich lassen. Hatten wir also eine Wahl? In einem kleinem Cafe um die Ecke des Motels ergatterte sie dann also letzendlich einen Job und sie schien sogar ein wenig Spaß bei ihrer Arbeit zu haben. Der Inhaber war ein älterer kleinerer Mann der sehr viel Rücksicht auf sie zu nehmen schien und sich über jede helfende Hand freute. Auf der anderen Seite hieß dies für Micaela und mich jedoch auch, dass wir uns weniger sahen. Sie war oft völlig geschafft und müde, wenn sie von nach einer langen Schicht der arbeit kam, doch da schien ich drüber hinweg sehen zu müssen. Es war die bittere Realität. Von nichts bekamen wir nichts. Um mir also ein wenig Beschäftigung zu suchen, begann ich wieder damit, mich ein wenig fitter zu halten und joggen zu gehen. Außerdem zeichnete ich wieder mehr, setzte mich in irgendwelche Parks und zeichnete merkwürdige interessante fremde Leute. Eine Zeit lang musste ich wohl echt vergessen haben, wie viel Spaß das doch eigentlich auch damals immer gemacht hatte. Auch Heute hatte ich mir meine Zeit im Park ein wenig um die Ohren geschlagen. Zur Später Stunde machte ich mich also auf den Weg zurück in unser Motel Zimmer. Micaela schien noch nicht zurück, weswegen ich zunächst einmal beschloss mir eine heiße Dusche zu gönnen. Total nichtsahnend öffnete ich die Tür des Badezimmers, drehte den Wasserhahn auf und spritzte mir ein wenig Wasser ins Gesicht. Danach tastete ich nach dem Handtuch und trocknete mir das Gesicht. Als ich aufsah, blickte ich jedoch nicht in mein Spiegelbild sondern auf Micaela. Fotos von Micaela um genauer zu sein. Irritiert drehte ich mich automatisch um, um sicher zu gehen ob ich alleine war. „Micaela?!“, rief ich vorsichtshalber um sicher zu gehen ob dies nicht irgendein blöder Witz war. Doch selbst als ich von der Badezimmer Tür in das Schlafzimmer war, war nichts zu sehen. Ich war allein. Das hier war doch nicht irgendeine verschobene Art mich zu überraschen?! Nein, dass hier war echt! Der ganze Spiegel war zugekleistert mit Bildern. Scheinbar Private Bilder. Sogar ein Nacktbild. Ich griff danach und drehte  es in meinen Händen. „Hast du meine Blumen nicht bekommen?- SH“ Blumen? Die Blumen von neulich im Hotel?! Was ging hier ab?! Betrog Micaela mich?! Es war schon wieder die Rede von diesem seltsamen SH, den sie angeblich nicht kannte. Aber hätte Micaela selbst nicht ganz anders reagiert, wenn sie davon gewusst hätte? Total Gedankenverloren glitten meine Augen über die Bilder. Ich war sogar so vertieft, dass ich gar nicht mitbekam, wie Micaela das Motelzimmer betrat und die Tür hinter sich schloss. Sie sagte irgendetwas zu mir, doch ich war völlig weggetreten. Bevor ich überhaupt etwas sagen konnte, legte ich das Bild auf das Waschbecken und schloss die Tür ein wenig. Sie sollte keinen Herzinfarkt bekommen. Es war vielleicht eine schlechte Idee, sofort mit der Tür ins Haus zu fallen. „Heeeeey, wie war die Arbeit?“ Ich gab mir größte Mühe, aber vermutlich merkte sie doch, dass irgendetwas nicht stimmte. "Ich hoffe nicht zu anstregend?"
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Mo Dez 17, 2018 8:47 am

TONY Weckworth

Seine was? Er sprach von Deliah, brach letzten Endes aber doch ab und ignorierte wie er sie hatte nennen wollen. Also waren doch Gefühle im Spiel, sonst hätte er sie doch wohl kaum als mehr als Deliah bezeichnen wollen. Er sollte sich einfach klar darüber werden, was denn nun los war. Selbst wenn er dazu ernsthaft darüber nachdenken musste, wer genau in seinem Leben für was sorgte. Deliah und Bryan waren eindeutig keine gute Mischung, genauso wie man Alkohol nicht einfach vermischte und trank. Meist führte das zu größeren Katastrofen als ohnehin schon vorprogrammiert. Bei Bryan waren Probleme wohl schon von Anfang an vorprogrammiert gewesen, schließlich hatte er nie wirklich Eltern gehabt die sich um ihn kümmern hätten können. Wahrscheinlich würde vieles anders aussehen, hätte er jemanden gehabt der sich um ihn kümmerte. Dabei war man selbst im Heim nicht völlig aufgeschmissen, einige meiner Freunde hatten immerhin auch für eine Weile dort gewohnt. Was genau wollte Bryan mir denn nun damit sagen? Wollte er jetzt wirklich Mitleid von mir sehen, statt irgendwelcher Ratschläge. Gott, dieser Abend hätte so schön werden können, stattdessen musste ich mich doch wieder mit den Problemen eines Mannes rumschlagen. Wenigstens konnte ich es mir irgendwie gemütlich machen, und musste nicht zwischen den Leuten hin und her laufen um ihnen neue Gläser vor die Nase zu stellen. Und ich musste mir keine Gedanken darüber machen wie ich aussah, zwar tat ich das für gewöhnlich auch nicht wirklich, aber in Shorts und T-Shirt würde ich wohl kaum in der Kneipe auftauchen. "Du sprichst doch gerade darüber, also stimmt es nicht das du niemanden hast mit dem du darüber sprechen kannst," stellte ich fest. Ein Problem war gelöst. Nun galt es nur noch, dass er den Rest ebenso richtete. Selbst wenn es nur in Gedanken war, hätte er erst einmal einen Plan, könnte er sich etwas daran ändern. Er schlief auf meiner Couch, na und? Oh er wollte mir damit sagen, dass er schon ganz unten angekommen war? Schmunzelnd zuckte ich die Schultern. "Also ich würde eher sagen du kommst unten an wenn du im Knast hockst und mich anrufst dich abzuholen," denn dann würde ich wissen wollen was passiert war. Ich holte doch nicht einfach jemanden ab, und hoffte dann darauf vielleicht eine Erklärung zu bekommen. Ohne nachzufragen würde Bryan wohl aber nichts erklären. Nichts für Ungut. Lachend verdrehte ich die Augen. Ich glaubte nicht, das er mich damit beleidigen wollte, viel mehr zog er sich wohl gerade selbst durch den Dreck. Ich schob meine Finger in meine Haare, lehnte den Kopf zurück und schürzte die Lippen. "Das war nicht als Beleidigung gemeint Bryan. Ich meinte das du bei Frauen ziemlich viel Interesse und Leidenschaft zeigst, wenn du mit den gleichen Eigenschaften an deine Probleme herangehst hättest du bald schon keine mehr," erklärte ich. Er musste doch nicht gleich denken, dass ich ihn hier weiter durch den Dreck zog. Herrgott ich wollte ihm nur helfen, und er dachte gleich ich beleidigte ihn mit der Wahrheit. Er war verdammt schnell mit seinen Sorgen fertig. Es war laut ihm egal, eigentlich wusste ich aber ganz genau das er es nur sagte um wieder abzulenken. Hey wenn er meinte es wäre egal, dann hätte er gar nicht erst damit anfangen sollen. "Uhm ja?" Es war wichtig wenigstens etwas darüber nachzudenken wie man sich darstellte. "Denkst du ich renne rum und sage ich arbeite spät nachts in einer Kneipe, in der ich mir die Sorgen der Leute anhören darf? Bryan, ich bin offiziell im Alkoholgeschäft tätig, wenn mir jemand fragt," und meist gaben sie sich damit zufrieden. Es wollte nie jemand wirklich wissen was ich tat, und es war auch nicht gelogen. Ich war genau in diesem Geschäft tätig, zwar nicht als so große Nummer wie die meisten letzten Endes dachten, aber ich hatte sie nicht belogen. Ich streckte die Beine etwas aus, ließ sie über die Couch hinaus hängen. "King of Queens läuft gerade," stellte ich fest. Meine tiefsten Geheimnisse würde ich ganz bestimmt nicht mit ihm teilen, dafür war Carter da. Zumal Bryan ebenso wenig über seine tiefsten Geheimnisse sprach. "Sonst verbringe ich den Abend meistens im Bad, danach gehe ich schlafen. Bei Carter kann man nie wissen ob er jetzt zwölf, vierundzwanzig oder gleich achtundvierzig Stunden arbeitet. Im Moment sind wieder alle völlig irre," gestand ich. Es war kein Geheimnis das Ärzte ziemlich viel Zeit damit verbrachten, im Krankenhaus zu sein. Vor allem wenn es um Menschenleben ging. Dabei wurde nur meist vergessen, dass das Privatleben ebenso wichtig war. Und dann bekam doch ich seinen Frust ab, weil er zu wenig Schlaf und zu viel Stress in seinem Leben hatte. Er entschuldigte sich wieder, aber in Ordnung war es nicht. Meine Beziehungsprobleme, oder Anspannungen, würde ich aber nicht mit Bryan diskutieren. Er würde es doch ohnehin nur gegen Carter nutzen, dabei kannte er ihn absolut nicht. Diese Dinge klärte ich lieber gleich mit meinem Freund.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Mo Dez 17, 2018 11:32 am

LILLIAN Adams

Ich mochte Bart, und ich mochte Chord mit Bart. Ich wollte ihm auch gar nicht erst erzählen was er zu tun hatte - er konnte selbst entscheiden ob er sich rasieren wollte oder nicht, aber wenigstens etwas Mühe konnte er sich geben. Er konnte nicht wirklich denken, dass ein Vollbart unsere Probleme klären würde, oder aber das er dadurch verstecken konnte wie schlecht es ihm eigentlich ging. Mir war klar, dass er damit genau das versuchte. Ihm war es egal, wie er aussah, weil er so viel andere Dinge im Kopf hatte, die für sonst nichts anderes Platz ließen. Und eigentlich war das auch kein Problem, jedoch störte es. Seine Gesichtsbehaarung geriet mittlerweile außer Kontrolle, und er wusste selbst das er endlich etwas dagegen unternehmen musste. Zumindest stutzen musste er seinen Bart, denn so konnte es nicht weitergehen. Wenn er noch sehr viel länger so weitermachte, würde er gänzlich darunter verschwinden. Ihm war aber schon klar das ich nur Schwanger war, und nicht etwa krank oder? Ich war möglicherweise etwas gestresst, und vielleicht hatte es dem Kind und meinem Körper nicht wirklich gut getan, dass hieß aber noch lange nicht das ich aus meiner Haut konnte. Ich machte mir Sorgen, sowohl um unsere Sicherheit, als auch um die der Kinder. Wie sollten Bryan und Logan sich denn gegen jemanden verteidigen können, der ein Haus in Brand steckte und dachte man würde mir die Chance nehmen jemand zu sein, den ich schon längst hinter mir hatte lassen wollen? Seufzend ließ ich mich von Chord die Treppe hoch führen. Es war erstaunlich wie viel Mühe er sich eigentlich gab, und wie unsagbar viele Sorgen er sich machte. Der Krankenhausbesuch lag ihm wohl mehr in den Knochen als mir, vielleicht glaubte er aber auch wirklich das er daran Schuld war. Er hatte sich immerhin auch mehrmals entschuldigt. "Ich hatte nicht vor wo anders zu übernachten, darüber musst du dir wirklich keine Gedanken machen," schmunzelte ich. Ich würde nicht wo anders schlafen, wenn ich neben Chord aufwachen könnte. Er gab sich so viel Mühe, versuchte und versuchte jeden Tag aufs Neue ein paar seiner Probleme in den Griff zu bekommen, und vielleicht schaffte er es damit mir nur ein weiteres Mal zu zeigen, weshalb ich mich denn nun eigentlich in ihn verliebt hatte. Ich war doch ohnehin schon hoffnungslos verloren, wenn ich selbst nach all den Jahren und all den Problemen immer noch hier war, und nicht einfach bei Jasper geblieben war. Lieber war ich hoffnungslos hier bei ihm verloren, als jemandem die Chance zu nehmen selbst glücklich zu werden. Es musste komisch für ihn sein wieder hier zu sein. Ich wollte mir gar nicht erst vorstellen wie er sich hierbei fühlen musste. Mir war klar, dass ihm so unfassbar viel an seiner Mutter gelegen hatte, und nun befand er sich wieder in dem Haus, in dem er sie am besten in Erinnerung hatte. Ich wollte mir gar nicht erst vorstellen wie ich mich fühlen würde, wäre ich plötzlich wieder in einer Wohnung, in der so viele Erinnerungen lagen. Deshalb war ich auch nie mehr wirklich in Bryan's Apartment gefahren. Weil es selbst heute noch weh tat zu wissen, dass er wegen mir gestorben war. Damals hätte es mich erwischen müssen, und nicht ihn. Trotzdem hatte er es mir nicht übel genommen. Seine letzten Worte würde ich wohl nie vergessen. Nickend sah ich Chord an. Wir würden es hinbekommen. Und wir würden das alles hier irgendwie so hinbekommen, das auch wirklich jeder dieser Familie glücklich war. Irritiert runzelte ich die Stirn. Logan und Bryan waren wohl eindeutig nicht damit beschäftigt sich ihre Zimmer auszusuchen, lieber stritten sie um .. irgendetwas. Man sollte fast schon glauben sie wären Geschwister, und mittlerweile war Logan wohl auch einfach Teil der Familie, aber dennoch verhielt er sich manchmal verdammt distanziert. Ich schürzte die Lippen und stieß den Atem aus. Gut, dann würde ich eben ihren Streit schlichten. Chord konnte in der Zwischenzeit ja die restlichen koffer holen, oder aber er wurde sich erst einmal klar, dass wir wirklich in seinem alten Zuhause wohnen würden. Das wir hieraus unser Zuhause machen wollten. Etwas, worin wir uns sicher fühlen konnten und es auch tun würden. Ich rieb mir über die Stirn, ehe ich nickte und Chord alleine zurückließ. "Bin gleich wieder da," und dann konnten wir sprechen. Oder auspacken und darüber diskutieren, wo wir schlafen wollten. Ich folgte den Geräuschen und kam im Türrahmen zum stehen. Mit gerunzelter Stirn sah ich sie an. "Was ist hier los?" Genau das, was sie gesagt hatten. "Bryan nimm nicht Sachen aus seinem Koffer. Und Logan, leg das Ding weg," das konnte doch wirklich nicht wahr sein. Ich seufzte und nickte den Beiden zu. "Los jetzt, vertragt euch." Ich hatte nun wirklich keine Lust mit ihnen darüber zu sprechen, wie man sich verhielt - als Familie. Erneut rieb ich mir über die Stirn. "Ernsthaft, gib es ihm und leg das Ding weg." Ich konnte hier noch nicht einmal die Seite meines Sohnes einnehmen, schließlich distanzierte Logan sich ohnehin schon, und ich wollte ihm wirklich nicht das Gefühl geben als würde ich mir mehr Sorgen um Bryan machen. Wenn Logan ihn aber noch einmal mit diesem Ding angreifen würde, würde ich nicht einfach nur mit ihnen sprechen. Selbst Schwanger konnte ein fünfzehnjähriger es nicht mit mir aufnehmen.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Dez 19, 2018 6:11 pm

Joaquim Jenson
Ich wollte einfach nur hier raus. Ich wollte nicht weiter mit Pete über diese Sache reden. Ich war noch nicht bereit dazu. Ich brauchte Zeit, um zu verarbeiten, dass mein bester Freund mich beinahe getötet und mein ganzes Leben zerstört hat. Ich hatte bloß wenige Wochen gehabt, um das alles zu verarbeiten und zu verstehen. Es fiel mir eben wirklich nicht besonders leicht das zu verzeihen. Wie könnte ich auch, wenn ich mit den Folgen seiner Fehler jeden Tag aufs Neue leben musste? Also nein, es fiel mir nicht leicht das einfach so zu verzeihen. Er musste mir auch die Zeit lassen es zu verarbeiten. Er musste mir die Zeit lassen damit klarzukommen. Stattdessen sprach er mich darauf an, während ich einfach nur meine Arbeit machen müsste. Ich musste diese Formulare unterzeichnen und mich um das Testament meines Vaters kümmern. Das war das, worauf ich mich jetzt konzentrieren sollte, aber stattdessen dachte ich wieder nur an Pete und seine Taten damals. Ich vertagte also das Treffen mit meiner Mutter bezüglich des Testamentes. Es war eigentlich so gut wie klar, dass mein Vater Luke alle Anteile überschrieben hatte. Er würde alles bekommen, sobald er 18 war, so hatte mein Vater es von Anfang an gewollt. So war es seine Idee gewesen seit er meine Mutter geschwängert hatte. Doch jetzt, wo er nicht mehr da war, würde Luke niemand hierzu zwingen. Meine Mutter war vermutlich der gleichen Ansicht, dass sie Luke dem nie aussetzen wollte. Es würde ihn zerstören. Es wäre besser, wenn ich diese Aufgabe weiter hielt. Ich würde meinem kleinen Bruder sowas nie antun, also würde ich morgen mit meiner Mutter besprechen wie wir weiter verfahren würden. Vermutlich würden wir eine Kopie vom alten Testament suchen, wo alles noch bloß mir zugeschrieben war und dann den Notar bestechen, der das Testament aufgesetzt hatte. Doch damit beschäftigte ich mich morgen. Damit würde ich mich wann anders auseinandersetzen. Sicher nicht jetzt. Jetzt würde ich erstmal zu Mika gehen. Ich hoffte bei ihm etwas Entspannung zu finden, doch irgendwie befürchtete ich, dass es nicht wesentlich besser werden würde. Mika war genauso angespannt und auch mit ihm würde es… schwer werden. Entspannen würde ich wohl heute Nacht noch können. Das hier war wichtiger. Ich wollte mit Mika wieder warm werden und das brauchte eben seine Zeit und einiges an Arbeit. Ich klopfte also leise an Mikas Tür und trat ein. Er wollte sicher noch seine Ruhe haben, aber ein Abendessen würde uns beiden sicher erstmal gut tun. Danach hatte er noch genug Zeit, um allein zu sein. „Hey… uhm… ja, ich hab heute einfach keinen Kopf für sowas. Ich bin ein bisschen durcheinander, also habe ich nur die Dokumente abgearbeitet, die heute noch raus müssen.“, erklärte ich ihm und bewegte mich in den Raum hinein. Ich hörte seine Schritte auf dem Teppichboden. Er stand irgendwo hinter den Sesseln beim Kleiderschrank. Es war mir nicht entgangen, dass er ziemlich auf Abstand ging. Vielleicht brauchte er einfach etwas Zeit. Die würde ich ihm lassen. Ich lächelte schwach und nickte. „Gut… Uns hat dir irgendetwas aus dem Schrank gefallen? Passen dir die Sachen?“ Immerhin sah ich es nicht und berührt hatte ich Mika bisher auch nicht. Also wusste ich es nicht. Er könnte sich über das Jahr hinweg schon verändert haben. Früher wären ihm meine Kleider vermutlich zu groß gewesen, doch ich hatte ein bisschen abgenommen seit Mika verschwunden war. Ich hatte eben kaum etwas essen können. „Wir können essen gehen. Berta ist sicher schon fertig mit Kochen.“
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Do Dez 20, 2018 2:56 pm

Carson Richards
Ich hob eine Augenbraue, als sie mir widersprach. Sie glaubte sie würde mich auf der Toilette nicht nackt sehen? Na ja, wir hatten ja nicht von einem Quickie gesprochen, den wir auf der Toilette abzogen wollten, sondern nur davon, dass sie mich nackt sehen würde. „Glaubst du etwa du wirst es gar nicht erst aushalten, bis ich meine Hose los bin? Natürlich, wenn du über mich herfällst, kann ich mich nicht entkleiden.“ So oder so war die Toilette kein Ort für sowas. Das hatte keinen Stil und ich war deutlich geschmackvoller als das. Mir wäre es wesentlich lieber sie mit zu mir nach Hause zu nehmen. Immerhin konnte ich mich beherrschen und ich beschäftigte mich lieber ein paar Stunden als Minuten mit ihr. Davon hatte ich deutlich mehr als von einer schnellen Nummer auf der engen, kalten Toilette eines Cafés. Nein, was das anging war ich dann wohl doch etwas verwöhnt. „Oh bitte, Manchego ist nicht ekelhaft! Wenn du Parmesan magst, dann magst du auch den und welcher Mensch auf dieser Welt mag denn bitte keinen Parmesan?!“ Fettige, vor billigem New-Yorker-Cheddar-Käse triefende Pommes jedoch waren eine andere Sache. Das war einfach nur ungesund und nichts, was man genießen konnte, sondern sich nur schnell in den Mund schaufelte. Es klang jedenfalls nach einer ziemlich unappetitlichen Angelegenheit. Ich lachte leise, als sie mir erklärte wie sie das Cluberlebnis der Reichen sah. „Wein verkoste ich im Weingebiet, im Laden oder auf Weinproben. Auch wir gehen in Clubs, um uns zu betrinken. Zwar mit teurem Whiskey, Sekt oder Wodka, aber betrunken werden wir genauso wie ihr auch.“ Glaubte sie denn wirklich jeder Reiche hatte sich im Griff und nippte nur an seinem Sektglas? Was glaubte sie denn wie die Schlagzeilen über eine betrunkene Paris Hilton entstanden? In diesen Clubs ging es heiß her. Es wurde eben nur teurere Alkohol ausgeschenkt und die Security achtete eher darauf, dass es keine zu großen Probleme gab. Ich schürzte nun die Lippen, als wir zum Verhandlungsteil übergingen. Mich würde sie in keinen Pub bekommen, aber ich sie vermutlich auch nicht ins Lux. Ein Mittelschicht-Club war also eine gute Alternative, aber offenbar wollte Delilah dennoch feilschen. Nun wollte sie plötzlich auch beim Restaurant mitreden? „Hey, davon ist aber nie die Rede gewesen!“, erinnerte ich sie. Man brachte bei der geschäftlichen Endrunde doch keine neuen Argumente hervor. Dennoch ließ ich ihr das mal durchgehen. „Na gut. Ich schicke dir eine Liste von fünf Restaurants und du darfst wählen. Das ist mein letztes Angebot.“ (sorry ._.)
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Do Dez 20, 2018 3:46 pm

DELILAH Thompson

Natürlich verlief dieses Gespräch in eine völlig andere, ungeplante Richtung. Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt ihm schönw Augen zu machen - ich hatte lediglich die Verträge abholen wollen, schließlich musste ich mit Keenan wohl noch zur Bank um seinen Scheck einzulösen, sowie diese Verträge durchlesen und ihn dazu bringen zu unterschreiben. Ich glaubte wirklich nicht, dass es eine sonderlich schwere Aufgabe sein würde, denn schon gestern hatte er zufrieden gewirkt, als er den Scheck in die Hand gedrückt bekommen hatte. Carson hingegen hatte nicht angetan von dieser Idee gewirkt, zumindest anfangs. "Ich? Oh ich kann mich gedulden. Du glaubst mir gar nicht wie viel Geduld ich habe," antwortete ich schmunzeönd. Ich glaubte jedoch nicht, dass er mich hier auf die Toilette führen würde, nur um sich gänzlich auszuziehen. Dazu waren die Toilettenkabinen doch ohnehin zu klein, und ganz ehrlich? Warum sollte er sich auf einer öffentlichen Toilette ausziehen wollen? Das ergab ebenso wenig Sinn wie sein Vergleich eines überteuerten Käses und meiner Pommes. Ich konnte nichts zu seinem Käse sagen, er aber ebenso wenig zu meinen Pommes. Gut vielleicht könnte er möglicherweise mehr Ahnung von Käse-Nacho Pommes haben als ich jemals vom Käse dieser Welt, dass musste aber noch lange nicht heißen das ich nicht wenigstens denken konnte das es ekelhafter Käse war. "Ich mag keinen Parmesan, der ist so ... seifig. Ich steh auch nicht auf Seife, zumindest nicht auf meinem Teller." Da hatte er etwas Neues - ich wsr noch nie Fan von Parmesan gewesen, damit war ich aber anscheinend die einzige Person die er kannte, die dieser Meinung war. Ich schmunzelte. Weshalb diskutierten wir hier denn eigentlich über Dinge, die völlig belanglos waren? Er mochte die Dinge nicht die ich als ziemlich angenehm und gut ansah, dafür empfand ich die Dinge die er als Spaß und Genuss ansah völlig langweilig. Er lebte ein anderes Leben als ich, und auch wenn er nach einem Date gefragt hatte, musste das noch lange nicht bedeuten das wir der gleichen Ansicht waren. "Ich habe nie gesagt ich denke ihr Reichen habt euch unter Kontrolle," stellte ich lachend fest. Diese Worte hatte er mir in den Mund gelegt. Ich hatte wirklich nie gesagt sie hätten sich unter Kontrolle. Ich hatte lediglich behauptet sie würden sich wohl kaum mit billigem Alkohol betrinken. Und hey - wie oft hörte man von Stockbesoffenen Reichen? Irgendeinen Grund musste es doch auch haben. "Ich sagte lediglich ihr trinkt nicht so viel." Das war etwas anderes. Mehr oder wenger zumindest. Carson ließ gerade aber auch wieder den Geschäftsmann raushängen, als wäre das hier rein beruflich. Dabei sprachen wir hier über ein Date. Genau genommen ein verlängertes, vielleicht sogar zwei. "Mh, ich sagte doch ich will mitreden. Wenn du mir bloß eine Liste von Restaurants schickst kann ich doch nur auswählen. Damit kannst du mich nicht einfach abspeisen." Das sollte ihm klar sein. Wenn er mitspracherecht haben wollte wo wir trinken gingen, wollte ich auch Mitspracherecht beim Essen haben. "Du kannst es dir ja noch überlegen. Du hast meine Handynummer, und die Verträge bekommst du morgen auch." Bis dahin konnte er ja entscheiden ob ich mitreden durfte oder nicht. Ich musste irgendwann aber wohl auch wieder los, und Carson konnte mir nicht wirklich erzählen das er nichts zutun hatte. (macht nichts haha)

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mo Dez 24, 2018 4:49 pm

Carson Richards
Sie war unglaublich geduldig, ja? Nun, was sollte mir denn das nun sagen? Dass sie noch lang damit warten konnte mich nackt zu sehen oder dass die Bettspielchen mit ihr sicher nicht langweilig oder kurz werden würden? Ich schürzte leicht die Lippen und zuckte die Schultern. „Gut… Dann hast du es ja nicht eilig mit mir, oder?“, schmunzelte ich und stützte meine Unterarme in aller Ruhe auf dem Tisch ab, während sie noch die letzten Bissen von ihrem Kuchenstück nahm. Dass sie mir nun offenbarte keinen Parmesan zu mögen, schockierte mich. Ich hatte bisher noch niemanden getroffen, der keinen Parmesan mochte. Ich meine… es gab doch wirklich nichts Besseres auf einem guten Teller Pasta. Sie konnte mir nicht sagen, dass sie keinen Parmesan mochte. „Hast du denn schon mal welchen probiert? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand keinen Parmesan mögen könnte. Es gibt immerhin nichts besseres. Wenn du keinen Parmesan isst, hast du etwas im Leben verpasst.“ Ich konnte das jedenfalls absolut nicht verstehen. Wenn jemand würzigeren Manchego nicht mochte, war das eine Sache, aber Parmesan mochte doch eigentlich jeder! Außerdem schmeckte er kein bisschen seifig. Es war eben ein Hartkäse. Ein würziger, recht salziger Hartkäse, der der Pasta den letzten Schliff erteilte. Ich konnte mir gar nicht vorstellen ohne diesen Käse zu leben. Nein, dass sie ihn einfach nicht mochte, konnte ich nicht akzeptieren. Ich würde ihr wohl noch zeigen müssen, was gut schmeckte und sie unbedingt probieren musste. Sicher würde sie dann etwas klarer sein, was Essen anging. Ich meine diese Pommes klangen wirklich pervers. Ich lachte leise und schüttelte den Kopf. „Aha, also sagst du die Reichen trinken ständig, sind oft besoffen, aber vertragen nicht viel? Sollten dann nicht gerade die Skandalkids geübte Trinker sein?“ Na ja, ich trank zwar gern mal Alkohol, aber ich war sicher kein Säufer. Ich genoss lieber einen guten Rotwein als mich mit Wodka zu betrinken. Ich war was das anging wohl eher gesittet. Vermutlich weil wir uns in unserer Familie wohl kaum mehr schlechte Schlagzeilen leisten konnten. Es war sowieso schon ein Wunder, dass sie meinen Nachnamen nicht bereits aus irgendwelchen Zeitungen oder Klatschmagazinen kannte. Mir kam das nur zu Gute. Die meisten fanden es nicht so toll mit jemandem auszugehen, der Mördern und Verbrechern die Freiheit schenkte. Auch wenn das gerade nur meinen Vater betraf, würde ich irgendwann seinen Platz einnehmen und die Familienkanzlei übernehmen. „Na ja, das ist nicht fair. Du wolltest mitreden und nicht auswählen. Eine Liste scheint mir mehr als angebracht zu sein.“ Immerhin hatte sie ja dann ein Mitspracherecht. Sie könnte sich das harmloseste Restaurant aussuchen und hätte damit ein Stimmrecht bei der Auswahl gehabt. „Keine Sorge, ich verspreche auch keine Nobelrestaurants auszusuchen. Für ein erstes Date sind die selbst mir zu steif.“, schmunzelte ich. Ich würde sie schon nicht in ein Restaurant schleppen, in dem sie nicht wusste welchen Löffel sie zuerst verwenden sollte. Ich seufzte und schob die Teller zusammen, ließ sie aber für die Bedienung auf dem Tisch stehen, ehe ich aufstand. „Nun gut. Dann rufe ich dich an, sobald ich eine kleine Auswahl getroffen habe.“ Es würde schon ein Restaurant für sie dabei sein. (Sorry ._.)
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Di Dez 25, 2018 7:17 pm

Bryan Heard
[Neuer Link oben] Ich wusste nicht, wie Tony das anstellte, aber sie schaffte es immer irgendwie bei mir die richtigen Knöpfe zu drücken. Darin war sie ein Naturtalent. Nur wenige Stunden und sie redete mir solch ein schlechtes Gewissen ein, dass ich bereit war alles zu tun um aus meiner miesen Laune wieder heraus zu kommen. Ich warf all meine alten Vorsätze über Bord und vielleicht hatte sie irgendwo ja auch recht. Es wurde Zeit etwas zu ändern. Ich wollte mein altes Leben nicht-, wieso also nicht neu anfangen? Sachte kaute ich mir auf der Unterlippe herum. Tony hatte es tatsächlich geschafft, mir einen Job zu verschaffen. In genau der selben Bar in der sie bereits arbeitete. Es hatte keinen Tag gedauert und ich durfte auf Probe anfangen. Gelegentlich sah sie zu mir herüber und lächelte zurckersüß, doch ich wusste wie es aussah wie Leute einen beobachteten. Sie übte einen kleinen Anteil von Zwang aus. Selbst wenn sie versuchte es „freundschaftlich“ zu vertuschen. Ich war nicht Naiv oder blöse, würde ich diese Sache hier verbocken, warf es schließlich auch schlechtes Licht auf sie. Einen Teufel würde ich also tun diese Sache hier zu vergeigen. Ich war auf das Geld angewiesen. Tony versprach mir noch ein wenig Zeit und dann würde ich mir mit dem Geld eine eigene Bude zulegen können. Zugegeben war es schon ein komisches Gefühl die Typen vor mir zu bedienen die so kurz vor Weihnachten in ein Loch ihrer selbst fielen und sich dem Alkohol voll und ganz hingaben. Würde ich es nicht besser wissen, rückte es alles in ein anderes Licht. Würde ich heute nicht hinterm Thresen stehen, wäre ich vermutlich einer von ihnen und dem Alkohol verfallen um meine Sorgen los zu werden. So gut wie ich konnte versuchte ich die Bar vor mir mit dem Lappen in meiner Hand abzuwischen. Ich hasste arbeit. Wenigstens solch eine Art von Arbeit. Es motiviert aussehen zu lassen war dabei absolut nicht meine Kunst. Ich hatte andere Privilägien was gute arbeit betraf. Es fehlte mir eben an Nervenkitzel. So war es mit so ziemlich jedem Job den ich ausübte. Die Glocke an der Tür klingelte und ich sah auf. Die Bar war um eine Zeit wie diese schon immer gut besucht gewesen. Ein älterer Kerl mittleren Alters mit Mütze und Sonnenbrille betrat die Bar, er grüßte Tony und setzte sich an die Bar und bediente sich sofort an der Schale Nüsse vor ihm. Ich schenkte ihm nur einen flüchtigen ersten Blick, doch beim zweiten hinsehen, versteckte ich mich beinahe im selben Atemzug hinter der Bar. „Bitte seh mich nicht“, murmelte ich in mich hinein und erhob den Kopf. Der Kerl wechselte ein paar Worte mit Tony, brachte sie zum lächeln und deutete auf mich. Ich seufzte und tat so, als würde ich ein paar Flaschen im Regal unter mir zurecht rücken. “Zunächst einmal hätte ich gerne das stärkste was du hast und sei bitte nicht zu geizig es ist bald Weihnachten, Junge.“ Er deutete dabei auf eines der Flaschen hinter mir im Regal. Ich warf einen weiteren flüchtigen Blick zu Tony die gerade ebenfalls beschäftigt war. Danach tat ich das was mein gegenüber von mir verlangte. „Dabei dachte ich wirklich bis zu Guter letzt, es wäre nur ein Zufall gewesen das du die letzten Tage eine Busstelle vorher ausgestiegen bist, als du es gemusst hättest.“, elegant war der dunkelhaarige Typ ein paar Barhocker weiter gerutscht und knabberte weiter seine Nüsse. Unsere Blicke trafen sich, selbst hinter dem Glas seiner Brille konnte ich es sehen. Clint Adams, mein Onkel. Ich wusste nicht wieso, aber Clint war das Ebenbild von Tarnung. Es war, als würde er sobald er das Haus verließ nur eine Rolle spielen. Dabei wusste ich was in ihm steckte und es war wirklich erschreckend. Manchmal fragte ich mich, was wohl in ihm vorging und ob er nicht eigentlich viel zu sehr beschäftigt damit war, die Welt zu retten. Das charmante lächeln blieb auf seinen Lippen, ehe er sich die Brille vom Gesicht strich. Sofort zeigte sich das leicht vernarbte linke Gesicht, dessen er bei einem Feuer zugefügt bekommen hatte. Ich kannte diese Geschichte mittlerweile in und auswendig. Diese bakannten dunklen Braunen Augen meiner Mutter spiegelten sich wieder als er mich ansah und versuchte durch mich durch zu dringen. Clint Adams. Ein Mann wie aus einem Agentenfilm, ich wusste nicht was er den lieben langen Tag machte- jedenfalls schaute er keine Sportshows wie andere Kerle in seinem Alter-  seine Narben zeigten das gegenteil. „Was willst du hier? Clint?“, murmelte ich und lehnte mich nach vorne. Tony musste das hier nicht unbedingt mitbekommen. Sie wusste nichts von meiner Familie und so sollte es bleiben. Ich stellte ihm das Glas vor die Nase. Doch er musterte mich einfach nur schweigsam, ehe er erschöpft seufzte und grinste. Es wunderte mich eigentlich absolut nicht das Clint hier auftauchte. Manchmal ging ich sogar davon aus, dass er mir einen Peilsender untergemischt hatte. Er wusste immer wo ich war. .„Es ist fast Weihnachten. Was glaubst du warum ich hier bin? Zudem habe ich mir sorgen gemacht.“ Tony sah zu uns hinüber. „Kein Wort“, zischte ich nur als sie neben uns zustehen kam. Clint lächelte sorglos und sah auf. Kaum zu fassen das er Frauen mit seiner Art immer rum bekam. Damals war es einfach nur wierd gewesen, aber je älter er wurde umso besser schien es zu klappen. “Es ist so furchtbar trostlos dort draußen geworden. Dieser ganze Weihnachts Stress. Es geht doch immer nur um den Konsum. Jahr für Jahr. Sagen sie, wie feiern sie Weihnachten?“ Oh Himmel, er sollte jetzt bloß nicht auf die Tränendrüse drücken.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Di Dez 25, 2018 7:53 pm

TONY Weckworth

Ich würde und wollte Bryan nicht dabei unterstützen sein Leben gänzlich wegzuschmeißen. Er war mittlerweile alt genug um einen Job, sowie Wohnung zu besitzen. Beides war nicht der Fall, stattdessen schlief er auf meiner Couch, und ich durfte mit Carter beinahe jede Nacht darüber diskutieren das Fremde Menschen nicht einfach in unsere Wohnung sollten. Unsere Wohnung - er sagte es fast schon so als würde er wirklich hier wohnen, das tat er aber ebenso wenig wie Bryan. Er schlief lediglich bei mir, weil wir es nun schon seit Jahren nicht anders taten. Zumal meine Wohnung näher am Krankenhaus lag als die seine. Es war kein wirklicher Streit, den Bryan ausgelöst hatte, wahrscheinlich ging es wieder einmal nur darum das Carter Dampf ablassen musste, den er bei seinen schlaflosen Nächten und den Patienten ansammelte. Schmunzelnd füllte ich das Glas, ehe ich es über die Bar hinüber zum Kunden schob. Er saß nun schon seit fast zwei Stunden hier, hatte bereits mehrere Gläser gebraucht, und eindeutig zu viel Intus. Wenn er nicht bald auf die Idee kam dass er gehen würde, müsste ich ihm wohl wirklich ein Ende dieser Sauftour setzen und ihn rauswerfen. Wir waren eine Bar, wenn sich Leute aber lediglich wegen Problemen betranken und dabei alles andere vergasen, warf ich sie doch eigentlich immer raus. Außer es waren Freunde - bei Freunden machte ich eine Ausnahme. Deshalb hatte wohl auch Bryan mehr Ahnung davon wie man sich auf den Hockern fühlte, als hinter der Bar zu stehen. Ich warf einen Blick hinüber zu Bryan, ehe ich mich wieder meinen Kunden zuwandte. Es klappte überraschend gut Bryan hier zu haben, und herumzuscheuchen. Zugegeben: anfangs hatte ich wirklich gedacht, ich müsste mir Sorgen machen. Anfangs hatte es aber auch wirklich so geklungen als wäre Bryan immer noch der festen Überzeugung sein Leben völlig unter Kontrolle zu haben, und keinerlei Geld zu benötigen. Vielleicht hatte er mittlerweile verstanden, dass er so nicht wirklich überleben konnte, denn meine Couch wäre wirklich nicht für den Rest unserer Tage von ihm einzunehmen. Was glaubte er denn bitte, dass ich Carter erzählte? Es war nur für ein paar Tage, bis er eine Lösung für seine Probleme gefunden hatte. Letzten Endes hatte ich Carter sogar ablenken müssen, denn er hätte sich gänzlich in Rage geredet und wäre auf Bryan losgegangen. So kannte ich ihn nicht. Erst Recht, da er mir nach dem Sex doch ernsthaft gebeichtet hatte, dass er möglicherweise nicht wollte das Bryan hier war, weil er eindeutig Konkurrenz darstellen könnte. Dem war nicht so. Er flirtete des Öfteren, versuchte sein Glück, aber eigentlich wusste Bryan ebenso gut wie ich, dass es zu nichts kommen würde. Dazu kannten wir einander zu lange und zu gut. Ich stellte das Glas in der Spüle ab, drehte mich zu Bryan und dem Kunden und schmunzelte fröhlich. Diesen Job liebte ich, auch wenn er eigentlich nichts für die Zukunft war. Mir war durchaus klar, dass ich mir wohl irgendwann einen richtigen Job suchen müsste, aber vorerst klappte alles hiermit. Meine Beziehung litt schließlich nicht unter meinen Arbeitsstunden, sondern unter Carter's Nicht-Schlaf-Routinen. Was? Lachend schüttelte ich den Kopf, nahm Bryan den Lappen ab und deutete auf die Nüsse. "Leg eine Pause ein, du arbeitest hier und bist kein Sklave.", sagte ich zu ihm. Ich stellte die Flaschen zurück ins Regal, ehe ich mich umdrehte und den dunkelhaarigen Mann vor mir ansah. Das war eindeutig etwas Neues. "Das Siezen lässt man für gewöhnlich vor der Tür", stellte ich fest. "Tony. Das ist Bryan", stellte ich auch Bryan sogleich vor. Er wollte wissen, wie ich Weihnachten feierte? Schulterzuckend sah ich mich um. "Mit Weihnachtsmütze hinter der Bar. Jemand muss auf die Betrunken aufpassen die lieber durch die Straßen laufen als zuhause zu sitzen", erklärte ich. Das war die halbe Wahrheit, denn eigentlich gab es noch weitere Gründe weshalb ich Weihnachten wohl hier in der Bar verbringen würde. Einerseits deshalb, andererseits weil Carter wohl kaum mit mir feiern wollte. Im Moment war er entweder am arbeiten oder einfach nicht in der Stimmung irgendetwas zu tun, dass nach Harmonie oder Freude klang. Er brachte lieber Themen hoch, die er eigentlich nie angesprochen hätte. Er kannte mich lange genug um zu wissen, was für Themen er lieber nicht ansprechen sollte. Vor allem meine Familie war ein wunder Punkt, und selbst wenn ich immer nur wütend wurde, zeigte ihm gar nicht erst wie verletzt ich noch vom Verhalten meiner Mutter war. Darüber kam wohl niemand hinweg - wie lange war es nun schon her, seit mein Vater mir die Wahrheit über meine Mutter erzählt hatte? Zehn, vielleicht sogar fünfzehn Jahre. Ich war noch ein Kind gewesen, hatte immer wieder nach meiner Mutter gefragt, und irgendwann hatte er mir gesagt wo sie war. Weshalb ich einen alleinerziehenden Vater hatte, und keine funktionierende, normale Familie wie meine Freunde. Selbst heute hatte ich keine normale Familie - meinen Vater gab es auch schon lange nicht mehr. Vor fast fünf Jahren aber war er über die Treppen hinunter gestürzt und nicht mehr aufgewacht. Selbst heute tat es noch weh darüber nachzudenken, und vor allem in der Weihnachtszeit fiel es mir schwer nicht einfach zu seinem Grab zu spazieren und ihn zu beschimpfen. Letzten Endes aber konnte ich nichts daran ändern, meine Laune aber konnte ich mit der Arbeit in der Bar bessern. Also tat ich es, hatte es die letzten Jahre ohnehin immer getan. Carter interessierte es ohnehin nicht, denn im Moment war es schwierig mit ihm. Dabei wusste ich nicht einmal, weshalb. Er war gestresst, früher aber hatte er es doch auch nicht immer an mir ausgelassen. Ich schürzte die Lippen, nahm die Flasche billigen Whiskey und füllte einem der Männer an der Bar das Glas auf. "Ich schätze Weihnachten sieht ganz anders aus bei dir? Schön mit der Familie feiern, ganz ohne Geschenke und Stress?" Hey, wenn er schon hier hereinkam und sich über den Weihnachtsstress beschwerte, gab es bei ihm wohl kaum ein stressiges, reichlich beschenktes Weihanchtsfest.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mi Dez 26, 2018 3:39 pm

Bryan Heard
Clint beherrschte diese Masche nahezu perfekt. Andere Leute gefügig zu machen. Er manipulierte sie, ohne dass sie es mitbekamen. All die Taschenspielertricks, meine Maschen- so viel hatte ich von ihm gelernt. Manchmal fragte ich mich, ob er mich nicht wirklich sogar kontrollierte. Auf mich aufpasste wie mein fucking Schutzengel oder sowas- falls es sowas überhaupt gab. Ich war nicht gläubig und meiner Ansicht nach passierte die Größte Scheiße in meinem Leben zu Recht. Wenn man keinen richtigen Weg zu gehen hatte, konnte es eben auch nichts werden. Wer sollte mich in meinen Jungen Jahren auf den richtigen Pfad führen? Gott? Meine Eltern hatten mich verlassen. Diese Scheiße war mir in meinem Leben nun mal passiert und leider hatte ich dem eine Menge zu verdanken. Ich musterte Clint. Das einzige was fehlte war ein Scheinwerfer und eine bebende Unterlippe während er vor sich hin faselte. Als ob es eine Rolle spielte- Clint war nie ein Weihnachtsmensch gewesen. Wenigstens nicht so. Zudem: Als ob er nicht doch wüsste, welchen Schritt ich machte. Ich war auf seinem Radar ganz oben. Er war nicht dämlich und irgendetwas verriet mir, dass er deutlich verrücktere Sachen tat als in seiner eigenen Bar herum zu hocken und Motorrad zu fahren. Ich warf mir den Lappen über die Schulter und sah ihn neugierig an. Er wollte diese Masche wirklich durchziehen. Auf was hoffte er? Mitleid meiner Seits? Das ich ihn mal wieder besuchte? Er war nicht alleine und ich wusste das er völlig in seine Arbeit vertieft war, dies war also kein wirklicher Grund um einzuknicken. Ich lächelte versucht unbekümmert als Tony neben uns zum Stehen kam und uns vorstellte. Weihnachten- mein Blick huschte durch das Fenster hinaus. Es war dunkel und kalt draußen, geschneit hatte es jedoch noch nicht. „Ein wirklich netter Gedanke. Leider ist mir nicht sonderlich viel von der Familie geblieben und diejenigen die ich noch habe, scheinen sich nicht bei mir zu melden. Warum sollte ich sie verurteilen, sie führen ihr eignes Leben. Sind Erwachsen, haben Familie. Naja. Ich denke jeder hat mit dem Alter damit zu kämpfen. Dinge verändern sich. Würde ich sonst in solch einer Bar hocken?“ Ein charmantes grinsen in meine Richtung. Er drückte wirklich auf die Tränendrüse. Cleverer Schachzug. „Weihnachten wird sowieso überbewertet“, gab ich stumpf von mir und zuckte die Schultern. Ich hatte es nie wirklich gefeiert und selbst wenn Clint sich jedes Jahr den Arsch aufgerissen hatte, saßen wir letztendlich einfach zuhause alleine vor dem Kamin. Wollte er mir wirklich erzählen, dass er darauf Lust hatte? Ich glaubte an keine Wunder und an Gott und irgendeine heilige Weihnachtsgeschichte sowieso nicht. Es war so wie Clint es gesagt hatte. Immer ging es nur um Geld und die Leute versuchten einen wo es nur ging übers Ohr zu ziehen. „Feiern sie beide Weihnachten zusammen?“ Ich horchte auf. Tony versuchte so freundlich wie nur möglich zu sein. Clint spielte seine Rolle ja auch überaus gut. Der nette weiche Kerl mit dem charmanten Lächeln. Doch innerlich wünschte ich mir nur herzlich, dass er die Klappe hielt. Er kannte mich. Vermutlich roch man es sofort, dass ich ein Auge auf Tony geworfen hatte. Dabei wusste ich, dass ich bei ihr keine Chance hatte. Sie war ein Cleveres Mädchen. Zudem war es seltsam genug im Wohnzimmer auf der Couch zu liegen während ihr achso „perfeker“ Carter es sich gemütlich mit ihr im Schlafzimmer machte. Ich wollte es mir einfach nicht ausmalen. „Verzeihen sie, ich will wirklich nicht ungehobelt sein, aber ich habe sie durch das Schaufenster gesehen und es ist wirklich nicht zu übersehen- sie sind ein sehr süßes Pärchen.“ Doch ehe ich ihm mit meinen Augen zu verstehen geben konnte die Klappe zu halten, hatte er diese Worte auch schon gesagt. Ich rieb mir die Schläfen und versuchte so wenig „angespannt“ wie nur möglich zu wirken. Das war meine Retourkutsche dafür, dass ich mich nicht meldete? Hatte ich das wirklich verdient? Clint konnte sich doch gar nicht in mich hinein versetzten und ständig redete er so viel Müll über seine seltsame „Biker Gang“. Darüber wollte ich wirklich absolut nichts wissen. Es war dieselbe Leier wie jedes Jahr. „Wir sind kein Paar“, warf ich ein und wusste, dass Tony dies auch nicht unkommentiert im Raum stehen lassen würde. Auch wenn sie vermutlich ein wenig schroffer war. Ich wusste schließlich, was sie von mir hielt und auch wenn sie meine beste Freundin war, hatte sie eben keine Ahnung wer ich war und was eigentlich in mir vorging. Es war egal was wirklich zwischen uns abging, ich wusste das diese Sachen nur von einer Seite aus so gesehen wurde. Sie war Glücklich mit dem was sie hatte und das würde sich so schnell auch nicht ändern.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Mi Dez 26, 2018 6:54 pm

TONY Weckworth

Lachend zuckte ich die Schultern. Was dachte er denn? Ich hatte keine Ahnung, weshalb er ausgerechnet hier her gekommen war - es musste doch auch nun wirklich nicht aus diesen Gründen sein, dass er nun an der Bar hockte. Vielleicht hatte er einfach nur eine Pause gebraucht, zwischen all den stressigen Einkäufen und dem gemecker der Familie. Mir war klar, wie hart diese Zeit des Jahres für Familien war. Angestrengt rannte man von einem Tag in den nächsten, hoffte dabei nichts zu vergessen, und möglicherweise nicht mit irgendjemandem der Familie aneinander zu geraten. Weihnachten war nicht nur das Fest der Liebe - es war eindeutig auchein Fest der Stretereien. Zumindest war es zu einer Zeit so gewesen, letzten Endes aber war es dann doch immer auf eine schöne Zeit hinausgelaufen. Woah - was? Bliznelnd wandte ich Bryan meinen Blick zu, runzelte fragend die Stirn. Das meinte er jetzt nicht wirklich ernst oder? Er war nicht wirklich der Grinch, wenn es auf Weihnachten zuging. Oder? Das konnte wirklich nicht sein Ernst sein. "Weihnachten wird überbewertet?", fragte ich nach. Mit gerunzelter Stirn sah ich ihn an. "Dir ist klar das du mit der Weihnachtskönigin sprichst? Ohne Weihnachten ging früher absolut nichts", erklärte ich. Kopfschüttelnd sah ich Bryan an, ehe ich mich dem Kunden zudrehte. "Er spielt im Moment nur den Grinch weil nicht alles so läuft wie er dachte. Das meint er nicht so", das konnte er einfach nicht so meinen. Ernsthaft - so kannte ich ihn gar nicht. Dabei kannten wir einander nun schon lange genug, und wie der Grinch war er nie durch den Tag gelaufen. "Beißt du auch in Zwiebeln wie in Äpfel? In einer Müllhalde lebst du ja nicht gerade, und einen Hund hast du auch nicht", stellte ich fest und sah wieder zu Bryan. Schmunzelnd betrachtete ich ihn, zuckte undschuldig die Schultern. Wenn er sich schon wie der Grinch benahm, musste ich ihn auch eindeutig so behandeln. Oder wenigstens dafür aufziehen. Er ließ immerhin auch keine Situation aus, um mir irgendetwas unter die Nase zu reiben. Und so war es auch gut. So wurde es nicht langweilig. Ich wusch die Gläser ab, ehe ich sie Bryan reichte damit er sie abtrocknen und wegstellen konnte. Eine Pause schien er ja wirklich nicht zu wollen. "Ich glaube nicht das Bryan den ganzen Tag Bar sitten will", antwortete ich schmunzelnd. "Außerdem ist gar nicht klar, ob ich überhaupt arbeiten werde. Vielleicht schließen wir auch." Wer wusste das schon. Ich glaubte aber wirklich nicht, dass Bryan und ich Weihnachten gemeinsam verbringen würden. Wahrscheinlich würde ich hier hocken, vielleicht auch zuhause, darauf wartend das Carter nachhause kam und mich ins Bett jagte. Wo genau Bryan Weihnachten denn verbringen würde, wusste ich aber auch nicht. Bei seiner Alten würde er wohl kaum sein. Kein leidenschaftliches Weihnachtsfest, das er im Bett verbringen konnte. Was? Blinzelnd sah ich zwischen Bryan und dem Kunden hin und her, schüttelte lachend den Kopf. Wenigstens stellte Bryan es schnell genug klar, dass wir nicht mehr als Freunde waren. Oh wow, das dachten die Leute von uns, wenn sie uns sagen? Oder war das etwas, das er sich alleine ausgedacht hatte, und das eindeutig nicht offensichtlich war? Was meinte er denn bitte mit es war nicht zu übersehen? Wir taten doch nun wirklich nichts, und Bryan war auch klar, dass es zu nichts kommen würde. Weil ich Carter liebte, und er bei mir lebte. Ich kämpfte um meine Beziehungen, und selbst etwas schwierige Zeiten waren kein Grund ihn in den Wind zu schießen. "Carter wäre nicht froh darüber, wenn er das gehört hätte", stellte ich schmunzelnd fest und sah zu Bryan. Ich trocknete meine Hände ab, ehe ich die Schlüssel fürs Lager unter der Kasse hervorzog und mit dem Kopf nach hinten nickte. "Du schaffst das hier ja bestimmt für fünf Minuten." Natürlich schaffte er es, immerhin hatte er schon oft genug gesehen das es eigentlich niemanden brauchte um die Bar offen zu halten. Ich konnte auch alleine hier stehen und nach hinten ins Lager gehen um mehr Flaschen zu holen. Oder Nüsse. Je nachdem was denn nun leer wurde. "Bin gleich wieder da." Ich schob mich an Bryan vorbei, und ging zurück ins Lager um die neue Lieferung nach vorne zu holen. Allzu lange würden wir ohnehin nicht mehr hier sein, Mike kam immerhin in anderthalb Stunden um uns abzulösen.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mi Dez 26, 2018 7:35 pm

Bryan Heard
Wenn sie wüsste. Eigentlich würde liebend gerne in dieser Bar sitzen Warum glaubte sie, war ich sonst so lang hier her gekommen? Immer und immer wieder? Da war es wieder: Tonys Sarkasmus. Sie war eine gute Seele und zugegeben, eigentlich hatte sie mit dem was sie sagte ja auch Recht. Sie war sich diesem bewusst. Ja, dieses lacht und wenn sie sich eine ihrer schwarzen Haarsträhnen hinters Ohr strich. Doch niemals würde ich ihr diesen Sieg schenken. Aber trotzdem sieht sie mich an und lächelt. Nahezu so, als wüsste sie, dass ich es mir nicht gefallen lassen würde. Viel länger als ich es erwartet hätte. Sie konnte mir erzählen was sie wollte, sie sagte all diese Dinge über mich die vielleicht stimmten, doch hielt über einen gewissen Zeitraum Augenkontakt. Diese Spannung zwischen uns- seit des ersten Augenblickes in der Bar als ich beinahe mein Glas über ihrem Oberteil verteilt hatte. Ohne „große Absicht“. Ich war ein Vorausschauender Kerl, so betrunken wie ich mich gab war ich vermutlich nie. Doch es stellte sich heraus je betrunkener ich war, umso größer wurden die kleinen Sorgenfalten in ihrem Gesicht wenn sie mich ansah und mich ermahnte weniger zu trinken. Sie schmiss sämtliche Leute heraus, nur mich nicht. Warum mich nicht? Sowas bildete ich mir doch nicht ein- ich wusste wie Frauen sich benahmen, wenn sie hart zu kriegen spielten. Sie glaubte mir all diese Dinge vorzuspielen, genauso wie die Tatsache, dass sie so vernarrt in diesen Carter war. Gott, ich hasste diesen Typen. Es war fürchterlich anstrengend ich zu sein. Vor allem in Situationen wie diesen. Vermutlich lag diese Gabe zu beobachten in der Familie, denn genauso wie sie ein Auge auf mich und meine Arbeitstechnik geworfen hatte, entging sie mir nicht. Jeder Schritt den sie tat. Sie legte es doch darauf an- Tonys Worte ließen mich auf sehen. Clint erwischte wirklich einen unglaublich unpassenden Augenblick. Glaubte er wirklich dieses Gespräch half mir? Er sollte sich raushalten aus diesem Chaos. Ich sah wenn ich Dinge nicht bekam und war in der Tat nicht Blöde. Ich strich mir unbewusst über die Augenbraue und nickte leicht. Es wurde immer schwerer locker auszusehen, soviel stand fest. Je öfter sie diesen Namen sagte umso verrückter machte es mich. Carter- richtig. Ich hasste ihn. Abgrundtief hatte ich das schon mal erwähnt? Ich nickte nur, versucht nicht allzu kleinlich. Tony hatte es eh noch nicht geschnallt. Denn obwohl sie wirklich nicht auf den Kopf gefallen war, übersah sie wohl das wichtigste Indiz. Innerlich wusste sie, dass sie sich danach sehnte so angesehen zu werden, wie ich sie ansah. Ich mein waren wir ehrlich: Was interessierte mich das ganze Drama mit Deliah wenn ich mich nicht bei ihr darüber ausheulen könnte? Tony legte mir eine Hand auf die Schulter, ehe ich aufsah und nickte. „Klar“, antwortete ich versucht locker und nahm den Lappen wieder in die Hand. Es dauerte keine fünf Sekunden und sie verschwand im Lagerraum. „Was soll denn das?“, zischte ich Clint zu, beugte mich über den Tresen und schlug ihm seine Cappie vom Schädel. Es war mehr als offensichtlich, als ob er versuchte mir nur einen „Gefallen“ zu tun. Doch das machte es wirklich nicht besser. Nichts machte dies besser. „Das ist total Albern.“ Clint zuckte die Schultern und neigte seinen Kopf ein wenig hinter den Tresen in Richtung Tür, durch die Tony gerade verschwunden war. Clint ließ sich unbeeindruckt und rückte sich seine dichten Haare zurecht die aufs Alter nicht weniger zu sein schienen. “Sie ist sehr Süß.“- „…und absolut nicht dein Business. Sie ist momentan der einzige Mensch auf den ich mich verlassen kann.“ Clint kaue auf den Nüssen herum und schob die leere in die Nähe meines Tresens den Drink hatte er bis jetzt noch nicht angerührt. „Du arbeitest für sie als Barmann in einer Kneipe für Sozial heruntergekommene Fälle.“ Ich spannte mich leicht an. Machte ihn diese Aussage zu etwas Besserem? „Wie gesagt: Nicht dein Business. Wenn ich dich einmal in meinem Leben um etwas bitten dürfte, denn dieses Mal halt dich aus meinem Leben raus. Ich kriege das gut auf die Kette. Ich habe es satt von etwas abhängig zu sein was ich nicht bin. Ich will dein Geld nicht und vor allem nicht diese ganze bescheuerte Familientradition.“ Clint ließ sich ein wenig in seinem Barhocker fallen und stützte sich auf seine Hände. „Ich dachte eigentlich, wir verbringen Weihnachten ein wenig Zeit zusammen. Du, ich und Logan? Wie in den guten alten Zeiten?“ Gute alte Zeiten? Ich seufzte und presste meine Unterlippe zusammen. Wieso war ich so ein verdammter Herzenesmensch? Verursachte er mir wirklich ein schlechtes Gewissen mit dem was er sagte? Ich neigte meinen Kopf schief und musterte ihn. „Du weiß wie sehr ich diese Weihnachtstage hasse seitdem Mom und Dad weg sind.“ Clint nickte und seufzte ebenfalls. „So zu tun als wärst da draußen alleine macht es aber nicht besser, Junge. Noch gibt es Menschen die sich um dich sorgen, stoß sie nicht weg.“ Er zwinkerte und erhob sich von seinem Sessel. „Wie dem auch sei, ich hab noch Kram zu tun.“ Meine Augen hingen an ihm als er sich wieder in seine Jacke zwängte und sich seine Cap aufsetzte und viel zu tief ins Gesicht schob. Auch Tony kehrte aus dem Lagerraum zurück. Clint, der seinen Drink nicht angerührt hatte kramte in seiner Jackentasche, holte einen 100 Dollar Schein heraus, schon ihn zu uns herüber und nickte Tony zu. "Frohe Weihnachten."
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Mi Dez 26, 2018 7:58 pm

TONY Weckworth

Die Feiertage waren für mich immer etwas Besonderes gewesen. Ich hatte es geliebt Tag ein Tag aus durch die Stadt zu laufen, hatte es geliebt Abends in der Küche zu verbringen, oder darüber nachzudenken was man für Weihnachten denn noch alles gebrauchen konnte. Ich hatte es geliebt zu Planen, und hatte es immer wieder alles auf mich genommen. Weil mein Vater es die ersten paar Jahre meines Lebens getan hatte, irgendwann aber hatte ich es selbst übernehmen wollen. Mittlerweile tat ich nichts mehr, schmückte nur noch einen Weihnachtsbaum der doch nur im Eck stand, in der Hoffnung irgendwann vielleicht doch noch etwas Weihnachtsstimmung aufbringen zu können - zumindest was Carter anging. Die letzten Jahre über war es nie wirklich zu angenehmen Weihnachtstagen gekommen, stattdessen hatte er einfach zu viel im Krankenhaus verbracht, und selbst wenn ich mir die Mühe gemacht hatte ihn dort zu besuchen, hatte er nicht mehr als fünf Minuten für mich gehabt. Dieses Jahr aber war es besonders schlimm - ich überlegte ja sogar den Baum wegzulassen. Was brachte er mir denn, außer extra Arbeit und letzten Endes eine Erinnerung daran, weshalb ich mir keine Mühen mehr machte? Mir war klar, dass ich Carter dazu zwingen sollte, mit mir Weihnachten zu feiern. Das hier war für die Zukunft, zumindest hatten wir wirklich immer darüber gesprochen irgendwann zu heiraten und irgendwann mit unseren eigenen Kindern in einem schönen Haus zu leben. Mittlerweile kamen mir diese Gespräche wie Fantasien vor, die ohnehin nicht in Erfüllung gehen würden. Als hätte sich etwas verändert, und ich hätte es nicht gemerkt. Ich schürzte die Lippen, betrachtete das Regal vor mir und schüttelte den Kopf. Ich musste positiv denken, sollte wohl kaum darüber nachdenken wie schrecklich anstrengend diese Zeit eigentlich für mich war. Carter merkte es noch nicht einmal, war viel zu sehr mit sich und seinem Job beschäftigt. Ihm war bewusst, dass sein Ärzte-Dasein alles durcheinander brachte, oder? Ich hob die Kiste mit den vollen Flaschen hoch, schloss das Lager hinter mir wieder ab und lief zurück zur Bar. Wie lange war ich weggewesen? "Frohe Weihnachten!", rief ich ihm noch hinterher. Verwirrt und mit gerunzelter Stirn sah ich zur Tür, ehe ich die Kiste mit den Flaschen auf der Bar abstellte und zum Hundert Dollar Schein sah. "Was hast du denn mit ihm gemacht? Wie lange war ich weg, fünf Sekunden?" Eindeutig lange genug um ihm einen Hundert Dollar Schein abzuknöpfen. Kurz sah ich diesen an. Irgendwie war das Ganze sehr aprupt zu einem Ende gekommen. Ich legte die Schlüssel wieder unter der Kasse ab, ehe ich die Flaschen unter die Bar einräumte. "Denkst du ernsthaft Weihnachten ist überbewertet?", fragte ich Bryan und sah zu diesem hoch. Ich musste ihm wohl wirklich noch klar machen was Weihnachten eigentlich war, auch wenn ich seine Gedankengänge irgendwie doch verstand. Alleine zu sein, war nicht sonderlich angenehm. Ich kannte es auch nicht anders. Deshalb verbrachte ich meinen Weihnachtsabend und den Großteil des Tages darauf hier in der Bar, hatte das nun schon die letzten drei Jahre getan. Mein Vater war nun einmal alles an Familie gewesen, die ich jemals gehabt hatte, und nun gab es ihn auch nicht mehr. "Wieso feierst du nicht mit deiner Familie?" Zwar hatte ich absolut keine Ahnung, wo diese war oder was sie taten - ich wusste ja noch nicht einmal wer sie waren, aber Bryan hatte auch nie darüber gesprochen. Nur beiläufig hatte er es erwähnt, und dabei konnte ich noch nicht einmal wirklich sagen ob er es Ernst gemeint hatte oder nicht. Bryan musste doch nun wirklich Familie haben. Und Weihnachten konnte für ihn nicht wirklich Humbug sein.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mi Dez 26, 2018 10:12 pm

Micaela Ramírez
Langsam aber wirklich kam sogar fast schon so etwas wie Routine in unser Leben. Es war unsere einzige Option, also suchte ich mir einen Job. Es war nicht so, als würde ich nicht arbeiten wollen, aber wir wussten beide, dass meine Probleme mit Männern nicht einfach so verschwunden waren. Sie waren immer noch da und vor allem bei fremden Männern machte sich das bemerkbar. In einem kleinen Café fand ich dann jedoch einen Job. Es war ganz okay dort. Ich fand es gut, dass oft Stammgäste vorbei kamen, die sich korrekt verhielten und man mit der Zeit auch ein bisschen kannte. Es war einfacher, wie wenn man jedes Mal fremde Männer bedienen musste. Der grosse Nachteil war, dass ich viel weniger Zeit für Cassian hatte. Ob es mir gefiel oder nicht, die Arbeitszeiten waren lang. Wir waren auf das Geld angewiesen, also konnte ich es nur widerspruchslos akzeptieren und das beste daraus machen. Ich wusste nicht, was Cassian immer während der Zeit trieb, die ich am Arbeiten war. Doch ich sah ihn an, dass er wieder ein bisschen mehr auf seinen Körper achtete und das gefiel mir. Er wirkte dadurch noch attraktiver. Manchmal gab es bei der Arbeit hektischere Tage und manchmal weniger. Heute war ziemlich viel los gewesen und ich war total erledigt, als ich aus dem Café trat und den kurzen Heimweg antrat. Kurze Zeit später trat ich durch die Tür. „Ich bin zuhause“, rief ich, als ich ihn nicht gleich im Schlafzimmer entdeckte. Ich zog den Mantel aus und hängte ihn an die Garderobe, da kam Cassian aus dem Badezimmer. „Heute war ziemlich viel los, aber das ist schon okay“, sagte ich zu ihm, als er nach der Arbeit fragte. Ich ging auf ihn zu und gab ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen, runzelte dann aber die Stirn. Ich hatte ihn inzwischen wohl wirklich gut genug kennengelernt und ich wusste, wenn etwas nicht stimmte. Er lächelte mich zwar an, aber es erreichte seine Augen nicht. „Ist irgendwas los? Ist etwas passiert?“, fragte ich daher sogleich und legte eine Hand an seine Wange. Er hatte doch nicht etwa wieder einen Anfall gehabt oder? In letzter Zeit war das wirklich verdammt gut gelaufen. Ich rollte leicht mit den Schultern und liess die Hand von seiner Wange sinken. Er würde es mir doch sagen, wenn irgendwas los wäre. Ich warf ihm einen prüfenden Blick zu und hob eine Augenbraue. Cassian wusste genau, dass ich nicht locker lassen würde, bis ich die gewünschte Antwort hätte. Er musste mit mir reden. Das hatten wir beide lernen müssen und ich hoffte wirklich, dass er mir gerade auch erzählte, was ihn denn nun beschäftigte.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Do Dez 27, 2018 5:02 am

Bryan Heard
Ich fühlte mich nicht wohl, mit der Tatsache sie anzulügen, doch leider hatte ich mich selbst viel zu sehr in diesem Netz der Lügen verwickelt. Lügen war etwas worin ich wohl unschlagbar war. Wo waren wir denn zuletzt stehen geblieben, also: ich war in einem Heim aufgewachsen, hatte nie eine wirkliche Schule besucht und meine Eltern waren Tot. Gestorben, bei einem Unfall…ich wusste noch nicht einmal mehr genau was ich ihr zuletzt aufgetischt hatte. Zu meiner Verteidigung war ich jedoch auch die meisten Male total besoffen gewesen. Ich hatte mich vielleicht immer ganz gut unter Kontrolle, aber redete mich gleichzeitig um Kopf und Kragen. Genau das mochte Tony doch auch an mir. Nagut, vielleicht war ich doch so betrunken, dass ich vergessen hatte, welche Geschichte ich mir zu guter letzt eigentlich zurecht gelegt hatte. Ansonsten wusste Tony so gut wie nichts über mich und dafür, dass dies über fast zwei Jahren so war in denen ich mich beinahe Täglich bei ihr ausheulte, wusste sie noch erschreckend wenig über mich und ich so gut wie jede Einzelheit über sie. Sie und ihrem „perfektem“ Freund Carter. Hatte ich schon erwähnt, wie sehr ich diesen Typen hasste? Er war wie die Pest die einem am Hintern klebte. Er konnte mich nicht leiden. Für ihn war ich der Dreck unter seinen Schuhsolen und so behandelte er mich auch. Er warf mir Dinge an den Kopf wenn Tony nicht hinhörte und sah mich an wie einen Parasiten. Carter war ein Sensibelchen. Er fühlte sich von mir bedroht. Er markierte sein Gebiet. Er klammerte sich nahezu an Tony. Zu guter Letzt hatte er sich von mir sogar bedroht gefühlt, dass es wohl seit geraumer Zeit geschafft hatte Tony im Schlafzimmer zum schreien zu bringen. Ich kannte diesen Blick am Morgen von Frauen, Tony hatte es schon lange nicht mehr wo gut ergangen. Ich hatte es gehört und sie hatte sich geschämt. Nahezu niedlich. Meine Augen wanderte zu ihren Lippen. Wirkte sie dadurch jetzt ausgelassener? War dieser Kerl gut im Bett? Ich runzelte die Stirn. Eigentlich hatte ich absolut keine Lust auch nur einen Gedanken an Weihnachten zu verbringen. Wirklich nicht. Doch ich kam nicht drum herum. Ich wischte den Tresen ab und warf Tony einen Seitenblick zu. Sie zu ignorieren hatte also keinen Sinn. Dabei verkniff ich mir ein deutliches schnauben und grinste. Fühlte ich mich von ihr etwa ertappt? „Naja, was soll so besonderes daran sein?“, fragte ich und versuchte dabei so überzeugend wie möglich zu klingen. Es war kein Geheimnis für mich. Tony wirkte darauf sogar schon ein wenig empört. Musste sie mich so ansehen? Ich hab mich geschlafen und grinste. „Jetzt sag bloß nicht du stehst total auf diesen Blödsinn ab?“ Das war das letzte mit dem ich gerechnet hatte. Tony war ein insgeheimer Softie. Ihr hattet Kern hatte also doch eine weiche Schale. „Hör zu, hätte ich jemanden der mir wichtig wäre, denn wäre ich dort und nicht hier. Diese Feste waren noch nie etwas für mich.“ Die Tür ging auf. Erneut durch strömte Kälte und das schrille klingeln einer Glocke den Raum. Ich sah auf. Der Geruch von süßlichem Männerparfüm lag in der Luft. Wir nahmen Augenkontakt auf, ehe er um den Tresen hechtete und seine Arme um Tony legte. „Wo ist denn mein artiges Mädchen?“ Ich wollte mir das ganze nicht ansehen, aber es war wie ein Autounfall. Er raunte ihr ein Kuss auf die Lippen und hauchte ihr etwas zu. „Ich habe heute vorzeitig ein wenig eher frei bekommen und dachte wir machen uns einen nette Abend zu zweit.“ Er wollte Sex. Ich kannte diese Begierde in seinen Augen. Männer sahen immer so. Was lief denn nur Falsch mit diesem Kerl?! Am liebsten hätte ich sofort eine der Gasflaschen genommen und ihm über den Schädel gezogen. Nun hauchte er ihr auch noch einen Kuss in den Nacken. Kurz fragte ich mich wirklich wie es sich wohl anfühlen musste, gemischt mit einem Hauch von Eifersucht. Könnte sie denn nicht sehen was für ein ekliger Schmieriger Kerl sie war? “Hör mal. Da gibt es noch etwas was ich mit dir besprechen wollte, es geht um den Dienstplan nächste Woche. Wir haben sehr viel auf der Station zu tun."
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Do Dez 27, 2018 9:44 am

TONY Weckworth

War das wirklich sein Ernst? Was war hier heute los, dass so ziemlich alles und jeder durchdrehte? Das lag an Weihnachten, oder? Fragend runzelte ich die Stirn und sah Bryan an. Was glaubte er denn? Jeder Mensch mochte Weihnachten - außer man war Bryan oder Carter. Das war außerdem nie ein Geheimnis gewesen, meine Worte vorhin hatte ich außerdem ernst gemeint. "Weihnachtskönigin. Eine Woche und du liebst Weihnachten", stellte ich fest und zuckte schmunzelnd die Schultern. Wir hatten keine Woche. Gut eignetlich schon, aber ich würde mir nicht so viele Mühen machen um letzten Endes wahrscheinlich doch nur alleine zuhause zu hocken und enttäuscht zu sein. Weihnachten war einfach nihct mehr das Selbe, seit Dad gestorben war. Ich wandte meine Aufmerksamkeit den Flaschen zu, schob auch noch die letzte Flasche unter den Thresen ehe ich mich wieder aufrichtete und die Holzkiste auf dem Boden abstellte. "Der Sex mit Deliah muss ja wahnsinn gewesen sein, wenn du Weihnachten mit ihr verbracht hast", stellte ich grinsend fest. Wahrscheinlich hatte es auch so lange gehalten, weil der Sex gut war. Nicht so wie bei Carter und mir - sporadisch und nur dann, wenn er wieder einmal Lust hatte. Im Moment waren wir wohl im Tal der Flauten. Die Tür öffnete sich ein weiteres Mal. Gerade wollte ich etwas sagen, und den Gast mit einem breiten Grinsen begrüßen, als ich Carter erkannte. Was tat er denn hier? Ungläubig sah ich ihn an, beobachtete ihn dabei wie er um die Bar schritt: und mich küsste. Was? Fragend runzelte ich die Stirn. Er war noch nie hier her gekommen um mich abzuholen, und erst Recht nicht wenn er früher nachhause kam. Ihm war schon klar, dass ich noch nicht fertig war mit meiner Schicht? Ich zog den Kopf zurück und betrachtete meinen Freund. "Carter ich arbeite", stellte ich fest. "Das kann ich sehen. Bryan ist doch hier, was soll passieren? Die Bar brennt schon nicht ab, und du weißt sowieso das ich dir schon oft gesagt habe du musst nicht arbeiten gehen." Ich schürzte die Lippen, ehe ich mich dazu zwang zu lächeln und seine Wange tätschelte. "Du willst einen schönen Abend zu zweit?" Was war mit ihm los? Fragend ergriff ich seinen Kopf, drehte diesen etwas umher und betrachtete ihn kritisch. "Wer bist du und was hast du mit meinem Freund gemacht? Das klingt absolut nicht nach etwas, was Carter sagen würde", stellte ich fest. War das jetzt sein Ernst? Er hatte Lust auf einen Abend zu zweit? Ihm war schon klar, dass Bryan trotzdem auf meiner Couch schlafen würde, oder? "Ich weiß im Moment bin ich ziemlich viel am arbeiten, aber ich gebe mir hier wirklich Mühe. Das solltest du doch sehen. Ich bin immerhin hier und hol dich ab", sagte Carter. Ich nickte etwas. "Zu früh. Du bist zu früh hier", antwortete ich. Als er aber den eigentlichen Grund nannte, weshalb er hier war - und einen Abend zu zweit wollte, sank meine Laune. Augenblicklich schobich  Carter hinter der Bar hervor und deutete auf einen der Hocker. "Ich arbeite, wir reden später." Denn über seinen neuen Dienstplan wollte ich gar nicht erst sprechen. "Du arbeitest an Weihnachten. Wie die letzten Jahre auch, schon klar deine Patienten brauchen dich", sagte ich. Das bedeutete doch ohnehin nur wieder, dass er Weihnachten nicht zuhause verbringen würde, und ich konnte zusehen wo ich blieb. Entweder ich wüde arbeiten, oder alleine -mit Bryan- in meiner Wohnung hocken. Und Bryan war eine ebenso schreckliche Weihnachtsgesellschaft wie Carter. Bryan war aber wenigstens noch zuhause. Ich griff nach der Kiste an meinen Beinen, zog den Schlüssel fürs Lager wieder hervor und deutete nach draußen. "Du kannst nachhause. Wir reden dort. Ich arbeite und das weißt du." - "Du redest doch sonst auch immer während du arbeitest, warum darf ich nicht hier sein? Bryan hast du nie rausgeworfen." Ich warf Bryan einen kurzen Blick zu, ehe ich Carter ansah und die Schultern zuckte. "Ich rede über deren Probleme, nicht über meine. Und dein Job wird gerade zu einem verdammt großen Problem." Mit diesen Worten deutete ich ein weiteres Mal auf die Tür, drehte mich um und lief zurück zum Lager. "Ich sehe dich später!", rief ich Carter noch über die Schulter hinweg zu. Das war so klar gewesen. Seine Patienten brauchten ihn nicht nur, sie waren ihm wichtiger als ich es war. Er wusste wie viel Weihnachten für mich bedeutete, er hatte gesehen wie gerne ich es feierte. Und trotzdem tat er das Gegenteil von dem, was er mir letztes Jahr versprochen hatte. Es wäre das letzte Jahr, in dem er bei seinen Patienten wäre. Ich verstand doch ohnehin nicht, weshalb er überhaupt den ganzen Abend im Krankenhaus sein musste. Sollte er einfach seine Runden machen, und dann nachhause kommen. "Vollidiot", murrte ich und stellte die leere Kiste im Lager ab. Ich würde hier nicht mit ihm darüber sprechen, dass er Weihnachten arbeiten musste. Erst Recht nicht vor Bryan. Sehr wahrscheinlich würde er es auch zuhause mitbekommen, aber dort konnte ich Carter wenigstens noch ins Schlafzimmer dirigieren um darüber zu sprechen. Wir mussten gar nicht erst darüber sprechen. Er hatte sein Versprechen gebrochen, und das passierte immer öfter.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Do Dez 27, 2018 11:42 pm

Bryan Heard
Sollte ich etwas sagen? Mich in ihre Beziehung einmischen? Das war nicht fair, richtig. Ich hätte vermutlich eh Partei für Tony ergriffen. Dennoch stritten die beiden weiter und ich wäre am liebsten im Erdboden versunken. Carter war so ein Idiot. Wieso behandelte er so eine tolle Frau wie Tony wie Dreck? Leicht verkrampft tat ich so als würde ich irgendwas hinter der Bar sortieren. Dabei schob ich nur irgendwelche Gläser umher. war hier, sie sah mich doch auch oder? Von Tony Wort wörtlich zu hören, das meine Probleme nur quasi ein Teil ihres Jobs waren war schon ein wenig enttäuschend. Naja, etwas anderes hatte ich ja auch eigentlich nicht erwartet. Sie machte nur ihren Job. Carter sah mich gelegentlich schief von der Seite an. Ich konnte förmlich spüren, wie er mir die Schuld daran gab. Er wirkte fast ein wenig fassungslos. Nahezu gestresst. Man konnte es seinem Ego ansehen, dass er es nicht gewohnt war die Meinung gesagt zu bekommen. Niemand stellte sich ihm. Immer bekam dieser Macho genau das was er wollte. Er war für alle anderen Perfekt, der gute alte Carter, der niemandem etwas zu Leide tat. Dabei wusste ich, dass etwas im Augenblick absolut nicht stimmte. Genau diese Gabe Menschen zu durchschauen kam mir in Augenblicken wie diesen nicht zu gute. Diese Haltung, dieses Verhalten seinerseits. Er war nicht nur wütend. Er zeigte etwas wie Reue. Genau deswegen suchte er die Nähe zu Tony in genau diesem Blick. War er deswegen so drauf? Moment mal- Carter kratzte sich nervös am Nacken. Es war nicht die Tatsache, dass er sich für seine Dienstpläne schuldig fühlte. War Carter etwa Fremd gegangen? Führte er sich deswegen so auf? Vielleicht kannte ich ihn noch nicht gut genug, aber Carter hatte in der Tat etwas zu verstecken. Konnte ein Kerl wie er überhaupt ein schlechtes Gewissen haben? Es überraschte mich nicht. Und Tony war zu blind es zu sehen. Er war eben doch nichts besseres als ich. Mein Blick glitt zwischen Carter und Tony umher, als diese im Lager verschwand. Er wollte sich nicht abwenden lassen. Tony liebte ihren Job wirklich. Sie wollte einer Diskussion aus dem Weg gehen, ohne das jemand anders hier davon mitbekam. Ich zögerte. Sollte ich ihr folgen? Mit ihr reden? Vielleicht sogar über Carter? Nein. Das würde ihr nicht gefallen. Sie schien nicht sonderlich gut drauf zu sein, doch spielte das gerade eine Rolle? Ich war schließlich nur der gute Freund. Carter funkelte mich an. “Was glotzt du so?“, knurrte er. Naja, er war der Sepp der verloren in einer Kneipe stand. Er hatte wohl einen Korb erlitten. Das Leben konnte eben echt grausam sein. 1:0 für mich. Ich grinste nur, zuckte die Schultern und sah Richtung Lagerraum. „Komm schon Tony. Babe sei nicht so hart zu mir. Du weißt ich würde alles für dich tun, für uns und dass weißt du.“ Ich presste meine Lippen feste aufeinander. Doch ehe ich mich versah setzte er sich über die Imaginäre Grenze hinweg. Er umging die Bar komplett und folgte Tony in den Lagerraum. Mein triumphierendes lächeln erlosch. „Hey Hey da kannst Du nicht einfach rein Mann.“ Doch ehe ich ihn aufhalten wollte, stieß er mich einfach beiseite. “Komm schon Tony das ist nicht fair. Du weißt wie hart ich arbeite. Wie hart ich für uns arbeite. Ich gebe da draußen jeden Tag mein bestes.“ Er griff nach ihrer Hand. „Im Ernst Dude wir haben Kundschaft.“ Er drehte sich zu mir. „Rede ich mit dir Arschgesicht?! Wie wäre es wenn du mich in Ruhe mit meiner Freundin reden lässt, da raus gehst und einfach deinen Job machst?“ Er provozierte mich, doch glaubte er ernsthaft ich ging darauf ein? Hier vor Tony? Das würde ich ganz sicher nicht. Er konnte sich warm anziehen wenn Tony wüsste was sein eigentlicher Grund für das Auftreten hier war. Sein erbärmliches Gewissen erleichtern. “Wieso gibst du mir keine Chance? Ich bestelle uns einen Tisch in dem Restaurant das du so gerne hast. Komm schon.. Ich habe Zeit für uns. Ich will mehr Zeit mit dir verbringen. Wie in unseren Guten Zeiten.“ Die waren wohl in der Tat vorüber. Warum strengte er sich denn überhaupt noch so verkrampft an eine Lüge aufrecht zu erhalten? Glaubte er wirklich, dass es das brachte? Das es irgendwann dadurch besser werden würde? Ich schluckte und hielt mich so gut wie ich konnte zurück. Tony war eine starke Frau sie wusste was sie wollte, von so einem wie Carter ließ sie sich bestimmt nicht um den Finger wickeln.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Fr Dez 28, 2018 8:43 am

TONY Weckworth

Es war doch eigentlich klar gewesen das Carter auch dieses Jahr nicht zuhause sein würde. Eigentlich konnte ich ihm noch gar nicht böse sein, er hatte doch auch nichts zu sagen was diesen Dienstplan anging. Es tat ihm doch auch leid, deshalb war er nun hier und wollte sich einen schönen Abend mit mir machen. Und ich benahm mich als würde ich jeden Moment rausgeworfen werden, würde er nicht gleich verschwinden. Vielleicht wollte ich auch einfach nur nicht der ganzen Welt zeigen, dass wir Probleme hatten. Carter machte es mir aber wirklich nicht leicht. Was wollte er damit bezwecken? Das ich ein schlechtes Gewissen bekam, und nachgab? Ich rieb mir über die Stirn, presste Daumen und Zeigefinger auf meine Augenlider und schnaubte. Das war nicht fair? Fassungslos drehte ich mich zu Carter um, der dicht gefolgt von Bryan in die Lagerräume kam. Er hatte hier eindeutig nichts verloren, nahm sich aber dennoch wieder einmal das Recht einfach so zu tun als wäre es völlig egal. Das war es nicht. Wenn Mike davon erfuhr, dass Carter hier nach hinten kam und noch dazu meine persönlichen Probleme hier herein brachte, wäre ich Geschichte. Wollte er das? Ich wusste, dass er diesen Job nicht mochte, und lieber einen Bürojob für mich wollte, aber er konnte es doch nicht wirklich drauf anlegen das ich rausgeworfen wurde. Er wusste wie viel mir dieser Job bedeutete - er wüsste aber auch, wie viel Weihnachten für mich bedeutete. Schnell zog ich meine Hand zurück. "Fass mich nicht an wenn ich wütend bin", zischte ich. Er sollte mich besser kennen als hier eine Szene zu machen. Das war nicht fair von ihm. Ich hielt mich immer zurück, benahm mich immer so wie er es von mir erwartete. Jedes Mal! Und er benahm sich hier gerade wie der letzte Hinterweltler und wollte mir ein schlechtes Gewissen einreden. Und dann fuhr er auch noch Bryan an. Ich sah von Carter zurück zu Bryan, der noch nicht einmal darauf einging. Er wollte mir nur helfen. Gerade konnte ich Bryan wirklich nicht hier gebrauchen. Was dachte er denn bitte jetzt, und das obwohl ich wirklich versuchte meine Probleme als genau diese zu sehen. Es waren meine Probleme, und ich kam damit alleine klar. Vor allem wenn es um Carter ging. Er mochte ihn doch sowieso nicht, und jetzt gab dieser Vollidiot ihm auch noch mehr Feuermaterial. Trotzdem würde Bryan nichts tun, dass meine Beziehung zu Carter gefährden würde. Er war mein Freund, das würde er nicht tun. "Wie in unseren Guten Zeiten? Machst du Witze? Die sind Jahre her Carter, du kommst ein klein wenig zu spät. Jedes Mal wenn ich versuche etwas zu retten blockst du ab, und jetzt soll ich springen nur weil du etwas Zeit hast? Wir wissen Beides das ich mir dafür zu schade bin", stellte ich fest und schüttelte den Kopf. Ich deutete auf die Tür hinter ihm. "Ich arbeite, also entweder du haust jetzt von alleine ab oder ich werfe dich raus. Es gibt nichts worüber wir reden müssen. Du arbeitest Weihnachten, also ist alles so wie immer." Und ich würde eben in dieser Bar hocken. Vielleicht, wenn Mike nicht beschloss diesen Laden wenigstens für einen Tag zu schließen. Ich griff erneut zu einer der mit Flaschen gefüllten Kisten, zog sich an mich und schob mich an Carter und Bryan vorbei. Carter musste nicht wissen, dass alles befüllt war. Das konnte er nicht. Er aber zog mir die Kiste aus den Händen und setzte selbst an um sie hinüber zu tragen. Zähneknirschend schnaubte ich aus, griff nach seinem Arm und nahm ihm die Kiste wieder ab. "Denk nie wieder ich hätte es nötig das du mir irgendetwas abnimmst, Carter. Und jetzt hau ab. Du solltest heute in deiner eigenen Wohnung schlafen", fuhr ich ihn leise an. Ich wich seinem Blick keine Sekunde aus, runzelte die Stirn als er ansetzte um etwas zu sagen. Schließlich gab er sich aber doch geschlagen. "Tut mir leid Babe. Ich weiß wie viel dir das alles bedeutet, aber du musst mich auch verstehen. Ich liebe dich, und ich will an dem arbeiten was wir haben", sagte er. Er beugte sich zu mir herunter, ich aber drehte den Kopf sodass er lediglich meine Wange erwischte. "Hau jetzt ab, bevor Mike hier auftaucht." Ich war wütend. Auf ihn und die Tatsache das er sein Versprechen wieder einmal gebrochen hatte. Erst als Carter wirklich zur Tür hinaus verschwunden war, atmete ich erleichtert aus. Dennoch blieb ich stehen. "Tut mir leid das er dich so angegangen ist", sagte ich und sah zu Bryan hinter mir. Er hatte es wirklich nicht verdient, und eigentlich hätte ich ihm dafür eine Scheuern müssen. Ganz so hart wollte ich dann aber doch nicht sein, schließlich war es schon schlimm genug das ich ihn für die Nacht in seine Wohnung geschickt hatte. Ich reichte Bryan die Kiste und deutete zurück ins Lager. "Bring die zurück, die brauchen wir heute nicht." Und ich wollte kein Wort darüber hören, was mit Carter los war. Ich hatte selbst keine Ahnung, denn seit Wochen benahm er sich als wäre sein Job das Wichtigste auf der Welt. Dabei hatte er immer gesagt er wollte nicht so werden wie sein Vater, nun aber sah ich in unserer Beziehung doch nichts weiter als seine Eltern wieder. Zumindest ein klein wenig.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Do Jan 03, 2019 8:05 pm

Bryan Heard
Er wollte an das Arbeiten, was sie hatten? Wenn ich diese gequollenen Worte schon aus seinem Mund hörte. Was wären diese Taten? Das er ihr bei er nächst besten Gelegenheit eine teure Halskette kaufte, weil er jeden Verdammten Tag so hart malochte wie kein anderer? Tony war nicht so eine Art von Frau, die sich bestechen ließ. Nein, um gar keinen Preis- sie war besser. Sie stand auf total verschobene Dinge, war kein quirliges Mädchen das auf Rosa und all den anderen Scheiß stand. Sie war jemand zum Pferdestehlen und ich wusste, dass sie sich in ihrer Beziehung langweilte. Sie liebte ihren Job, aber dennoch wusste ich wie sehr sie auf Kleinigkeiten stand. Sie wollte von einem Mann angesehen werden, als sei sie das wichtigste in seinem Leben. Doch so war es bei Cater nicht. Sie wollte mehr von der Welt sehen. An der Seite eines Mannes der sie Wertschätzte. Nicht so einen schmierigen Lappen, wie Carter es war. Ich würde ihre heile Welt niemals zerstören, vor allem weil ich sah wie sehr sie es sich doch eigentlich wünschte, dass alles perfekt lief. Sie setzte mehr auf ihn als er es wert war. Er betrog ihn, dass erkannte sogar ein Blinder. Alleine sein Versuch, die Dinge wieder gerade zu biegen nach allem was verkehrt gelaufen war. Seine lange Abwesenheit. Wem wollte er diese Dinge verkaufen? Er schlief nicht im Krankenhaus. Irgendwann müsste er früher oder später mit der Wahrheit rausrücken. Menschen konnten nicht solange arbeiten. Er versuchte nur sein schlechtes Gewissen gerade zu biegen. Weil Menschen wie er egoistisch waren. Sein gesamtes Leben bekam er alles in seinen Arsch geschoben und er glaubte er könnte so jemanden wie Tony halten. Wenn sie schlau gewesen wäre, würde sie ihn schon längst ziehen lassen und ich war mir mehr als sicher, dass dieser Moment früher oder später kommen würde. Irgendwann könnte Carter sich jemand anderen suchen. Ich appellierte einfach sehr an das Wesen von Tony. Tony, sowie Carter übergingen mich. Ich verzog es Tony, sie wollte mich aus diesem Schlamassel einfach nur raushalten. Im selben Augenblick rückte sie mir eine Kiste in die Hand. Sie machte von ihrem Recht gebraucht- sie hatte Recht, sie war der Chef. Wie ein braves Hündchen tat ich jedoch das was sie von mir verlangte und schleppte die Kisten raus. Keine Sekunden später und Carter zog wütend an mir vorbei ohne mich auch nur ein weiteres Mal eines Blickes zu würdigen. Er war ein Idiot. Zu gerne hätte ich ihn hier an Ort und Stelle zurecht gewiesen. Darüber, was er doch für ein Idiot war. Vielleicht wäre es Tony dadurch ja auch ein wenig besser gegangen, selbst wenn sie es sich nicht eingestehen würde. Vielleicht sehnte sie sich auch danach, dass jemand für sie Partei ergriff. Sie brauchte jemanden der um sie kämpfte. Eigentlich hatte sie es sich wirklich verdient. Als Tony aus dem Lagerraum zu mir trat, mied ich es für die ersten Augenblicke ihr in die Augen zu sehen. Der beste Weg die Sache von gerade zu umgehen war eben einfach sie nicht anzusprechen. Ich war zwar kein Experte in Sachen Frauen, doch ich wusste wie man Kriesen-Diskussionen am besten deeskalierte. Indem man am besten kein Wort darüber verlor. „Ach das ist kein Ding“, meinte ich und versuchte es so gleichgültig klingen zu lassen wie ich nur konnte. „Er klingt sehr gestresst.“ Niemals würde ein gutes Wort über Carter über meine Lippen kommen, aber du siehst mich an, als würdest du ein paar tröstende Worte gut gebrauchen. Es war ein Schlupfloch aller Dinge die ich hätte sagen können. Diese Worte stellten klar, dass ich nicht Urteilte. Würde ich auch nicht. „Ihr solltet euch vielleicht ein wenig Zeit nehmen und in Ruhe darüber reden. Ich glaube kaum das das hier der richtige Ort dafür ist.“ So wie ich das ganze heraus hörte, lag ihr wirklich viel daran zusammen mit ihrem Freund Weihnachten zu verbringen. Es war solch eine Nichtigkeit, dass es wirklich traurig war ihr diesen Gefallen nicht zu tun. Ihrem Blick nach zu urteilen wollte sie gerade alles andere als darüber sprechen aber vermutlich sollte ich mich auch einfach aus ihrem Kram heraushalten. "Vielleicht können wir ja Weihnachten ein wenig Zeit miteinander verbringen wenn du möchtest." Eine Dumme Idee. Vielleicht mischte ich mich ihrer Meinung ja auch viel zu sehr in ihr Leben ein. Gut wir waren Freunde, aber ich wusste das sie nicht unbedingt der Ansicht war, dass mich all diese Dinge etwas angingen. Um die Sache zu überspielen tat ich so als würde ich die Flaschen zurecht rücken. Sie musste mir keine wirkliche Antwort darauf geben.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Do Jan 03, 2019 8:33 pm

TONY Weckworth

Carter war ein Vollidiot. Ich hatte ihn schon vor Wochen daran erinnert, dass Weihnachten unsere Zeit war. Zweisamkeit, etwas Ruhe vor diesen ewig langen Dienstplänen denen er sich beugen musste. War ihm denn überhaupt nicht klar, wie wichtig Weihnachten mir eigentlich war? Natürlich hatte es sich verändert, seit mein Vater gestorben war, dass hieß doch aber noch lange nicht das ich diese Zeit nicht wenigstens mit meiner Familie verbringen wollte. Carter war meine Familie. Er war alles was ich noch hatte - neben mir selbst. Weshalb konnte er nicht ein einziges Mal klar und deutlich Bescheid geben, und sich diesen einen Abend frei nehmen? Er wollte doch auch ständig, dass ich nicht zur Arbeit ging, weil er nicht alleine im Bett liegen wollte. Und manchmal tat ich es auch, blieb bei ihm statt Mike in der Bar abzulösen wie ich gesagt hatte. Mike verstand es, und hatte auch keinerlei Probleme damit, da er wusste das ich einfach ein, zwei Stunden später hereinschneien würde. Und durch mein schlechtes Gewissen würde ich extra noch ein paar Stunden anhängen, mir etwas mehr Mühe geben. Nun wollte Carter aber wieder einmal, dass ich ihm folgte und die Arbeit sausen ließ. Weil Bryan ja sowieso arbeitete, und ich nicht auch noch hier bleiben musste. Wie stellte er sich das denn bitte vor? Ich konnte nicht einfach von hier verschwinden weil mein Freund dachte es sei angebracht mich abzuholen. Weil es ihm gerade so passte. Frustriert rieb ich mir über die Stirn und schüttelte den Kopf. Bryan würde es nicht verstehen. Er und Deliah hatten nicht ansatzweise das, was Carter und mich verband. Sie mochte ihn, er aber war eindeutig der Meinung das da nur Sex lag. Zwischen Carter und mir war nun aber schon seit Jahren mehr als das, so viel mehr das ich noch nicht einmal mehr wusste weshalb er mir nicht einfach schon längst einen Antrag gemacht hatte. Ich hätte augenblicklich Ja gesagt. "Kann gut sein das er gestresst ist", antwortete ich. Was sollte ich darauf denn sagen? Oh ja, er ist unfassbar gestresst und lässt mich deshalb meist einfach links liegen? Kommt noch nicht einmal nachhause, und erwartet dann doch das ich auf ihn warte? Carter, sowie Bryan, wussten das ich nicht so war. Ich würde nicht tatenlos zuhause herumhocken und auf meinen Freund warten. Selbst wenn ich ihn vermisste und Zeit mit ihm verbringen wollte. "Vergiss es einfach. Carter arbeitet ständig und ich darf zurückstecken. Das geht schon seit ein paar Jahren so. Mittlerweile sollte ich es eigentlich schon wissen, dass er Weihnachten sowieso nicht bei mir sein wird", gab ich zu und zuckte die Schultern. Tröstende Worte von Bryan. Ha, für gewöhnlich war es immer ich, die ihm irgendeinen Rat gab. Gerade schien Bryan ja wirklich meine Rolle annehmen zu wollen. In Ruhe mit Carter zu reden wäre wohl wirklich die Lösung, und irgendwann würden wir es auch tun, jedoch würde ich ihn dennoch zappeln lassen. Einfach nur weil ich es konnte, und weil er verdammt nochmal endlich verstehen musste das sein Job nicht alles war. So war er früher doch auch nicht gewesen! Das hier war auch wirklich nicht der Ort für dieses Gespräch, und sprechen hatte Carter ohnehin nicht gewollt. Das hatte ich doch gemerkt. Ich schob mir die Haare zurück, schob den Schlüssel vom Lager zurück unter die Kasse und öffnete die Kiste die Bryan eben noch hier heraus getragen hatte. "Heute rede ich nicht mehr mit Carter. Ich hab ihm gesagt er soll in seiner Wohnung schlafen. Er soll wissen das er es verbockt hat", sagte ich zu Bryan und warf ihm einen kurzen Blick zu. Ich sprach mit ihm nicht darüber, was für Probleme meine Beziehung hatte. Ich ließ ihn aber trotzdem immer wieder daran Teilhaben wenn etwas los war. Oder wenn etwas passiert war. Er war schließlich mein bester Freund. Erstaunt runzelte ich die Stirn, drehte mich in seine Richtung und schmunzelte. Meinte er das Ernst? Das klang eindeutig nicht nach dem Bryan, der eben noch gesprochen hatte. "Weihnachten wird deiner Meinung nach doch überbewertet", stellte ich mit geschürzten Lippen fest. Das waren seine Worte gewesen, an die er sich wohl selbst noch erinnern konnte. So lange war es auch wirklich nicht her. Ich lachte, schüttelte den Kopf und schob die Flaschen aufs Regal über einem Kopf. "Du hast nichts anderes vor? Kein heißes Date mit Deliah oder so?", lachte ich. Mit Deliah hatte er doch schon seit einer Weile nicht mehr gesprochen. Seit er auf meiner Couch schlief - außer er hatte es mich nicht wissen lassen, oder gelogen. Wer wusste das bei ihm aber schon. Ich nickte. "Wenn ich nicht hier bin, sitze ich sowieso alleine zuhause. Und bis Weihnachten wirst du wohl kaum ausgezogen sein. Dir ist klar worauf du dich einlässt?" Zeit mit mir zu verbringen war eine Sache, Weihnachten mit mir zu verbringen eine ganz andere. Vor allem hatte ich Weihnachten die letzten zwei, oder waren es drei, Jahre nun in der Bar verbracht - ich hatte einiges nachzuholen. Die Tür öffnete sich, das altbekannte Schrillen der Klingel kündigte den Kunden an - es war jedoch Mike, der uns ablösen kam. "Ich sehe alles läuft bestens", sagte er und hob die Arme in die Luft. Er begrüßte einige der Stammgäste am Vorbeigehen, erkundigte sich über irgendwelche Probleme die sie ihm erzählt hatten und kam schließlich um die Bar zu uns. "Ihr könnt Feierabend machen." Später. Irgendwann einmal, gerade wollte ich meinen Kopf selbst in die Flaschen hier stecken. Vielleicht sollte ich Bryan auch einfach zum Boxen zerren, und meine Wut an ihm auslassen - er konnte wohl kaum etwas dagegen haben.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jan 06, 2019 6:04 pm

Bryan Heard
Was ging in ihrem Kopf vor? Ich wollte es wirklich gerne verstehen. Tony war viel zu Stur um jetzt noch nachzugeben. Ich hatte gehört was sie zu Cater gesagt hatte, doch trotzdem wiederholte sie ihre Worte in einer Gegenwart als hätten sie einen tieferen Sinn. Sie war sauer. Schon viel zu lange lief diese absolut absurde Nummer zwischen den beiden und bis jetzt hatte Carter eben doch immer das bekommen, was er wolle. Männer wie er brauchten sich nicht anstrengen. Sie bekamen alles as sie wollten. Es wurde ihnen förmlich in die Wiege gelegt. Ich verdrehte die Augen und seufzte. In nächster Zeit wurden mir wohl alle heißen Dates verwehrt. Zudem würde ich mich ja wirklich am Riemen reißen, wenn ich wissen würde, dass ich irgendwo eine realistische Chance bei Tony selbst gehabt hätte. Hatte ich überhaupt eine Chance? Jemals? In dieser Realität? Ich legte den Kopf schief und musterte sie. Sie wusste doch wohl am besten, dass ich mich in letzter Zeit wirklich anstrenge nicht in alte Muster zu verfallen. Ich wollte nichts von Deliah wissen. Diese gegenseitige Anziehung ging schon viel zu lange. Wir wurden beide nicht glücklich miteinander wenn das so weiter ging. „Wieso höre ich einen minimalen Vorwurf in dem was du da gerade sagst?“, fragte ich ohne es lassen zu können zu grinsen. Sie meinte das Ganze nicht so und wo sie Recht hatte, hatte sie Recht. Ich war ein schnorrer und ich konnte von Glück sagen, dass sie mich bei sich wohnen lief. Bis Weihnachten würden sicher keine Wunder passieren. Wo sollte ich unterkommen? Ich war auf ihre Couch angewiesen. „Um ehrlich zu sein ist mir alles egal. Von mir aus singe ich auch Friede-freude-Eierkuchen Weihnachtslieder verkleidet als Elf vor dem Kamin. Ich bin gerade einfach nur sichtlich sehr erleichtert, dass du mich nicht hochkant rausgeschmissen hast.“ Ein klingeln schnitt mir beinahe das Wort ab und ein weiterer Gast betrat das Lokal. Erst als ich genauer hinsah, erkannte ich, dass es Mike war, der uns in den frühen Feierabend entließ. Er war ein Guter Chef. Wenigstens konnte ich mich bis hier hin nicht beklagen. Ich versuchte eben auch nur meinen Job zu machen, auch wenn meine Motivation wie jedes Jahr im Kellerbegraben lag. Ich war mehr als froh, dass Tony mir diese Chance überhaupt ermöglich hatte. Es gab eben doch noch gute Menschen auf dieser Welt. Ich schnappte mir meinen Mantel und trottete neben Tony die Straße herunter. Es war mittlerweile schon mächtig kalt geworden und ich wartete nur noch darauf, dass es endlich mal wieder schneite. Unser Atem zeichnete sich in der Luft ab und verflog bei jedem Atemzug. Wir schwiegen uns jetzt schon seit zwei Straßen an die wir überquert hatten. Natürlich entging es mir nicht, dass Tony sich sichtlich Gedanken machte. Es ging ihr in ihrem Momentanen Zustand sicherlich nicht gut. Leider war ich nur eine Niete darin, mir die Probleme anderer anzuhören. Ich war nicht der Kerl der hinter der Bar saß und sich die Sorgen anderer anhörte. Dieser Job lag ihr um vieles besser. „Du bist also die Schneekönigin der Weihnacht“, begann ich und warf ihr einen leicht verlockenden Blick zu. Natürlich interessierte mich das Ganze. Und das nicht nur, weil ich mir mein eigenes Bild davon machte. Alleine der Gedanke, dass Tony sich für einen einzigen Tag im Jahr in Schale warf war wirklich unglaublich sexy. Nagut, zugegeben stellte ich mir das ganze vermutlich ein wenig zu sexistisch vor, doch wer sollte darüber urteilen. Ich war auch nur ein Kerl. Sie verdrehte mir den Kopf und ich konnte ihr noch nicht einmal vorwerfen, dass sie dies mit Absicht tat. Sie glaubte an mich und meine Guten Seiten und genau aus diesem Grund hatte ich keine Freunde. Geschwiege denn, gute Seiten. Ich bewegte mich so fett in der Friendzone, wie schon lange nicht mehr. So langsam müsste ich mich einfach damit abfinden. Ein einfacher Prozess, nur leider mochte ich keine Niederlagen. Sie machte mir das ganze absolut nicht leicht. „Wie darf ich mir das vorstellen?“, ergänzte ich meine Worte und lachte auf als sie mir einen Blick zuwarf. „Mutierst du einmal im Jahr zu Mrs.Klaus und verwandelst dein Eigenheim in ein Winterwunderland?“ Vielleicht wollte sie nicht darüber reden, vielleicht lenkte sie diese Dinge aber auch ab. Ich wusste es nicht. Wieso sollte ich mein Glück also nicht probieren? Ein Lächeln stand ihr auf jeden Fall um vieles besser als diese nachdenkliche Mine die sie versuchte zu verstecken. Ich war für sie da, sie konnte sich wirklich auf mich verlassen.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Jan 06, 2019 6:40 pm

TONY Weckworth

Ich verstand nicht, weshalb ich mir überhaupt erhofft hatte, Weihnachten mit Carter verbringen zu können. Ich kannte ihn nun schon lange genug und sollte wissen, dass er sich die letzten Jahre über verändert hatte. Ich war verliebt, nicht blind. Das konnte mir niemand vorwerfen - ich wusste, das Carter mit den Jahren immer ambitionierter geworden war. Irgendetwas war im Krankenhaus vorgefallen, vielleicht hatte ihm irgendjemand einmal etwas gesagt das er nicht hatte hören wollen. Ich hatte Carter selbst nie darauf angesprochen, und um ehrlich zu sein würde ich es wohl auch niemals tun, denn eigentlich konnte mir egal sein was ihn dazu gebracht hatte, seinen Job vor alles andere zu setzen. Selbst sein Privatleben litt darunter: vor allem sein Privatleben. Wollte er mir denn wirklich erzählen das er nicht selbst merkte, dass es zwischen uns nicht mehr so funkte wie früher? Wir kannten uns bereits so lange, und uns war wohl Beiden klar gewesen das wir Tag ein Tag aus darum kämpfen müssten unsere Beziehung aufrecht zu erhalten, mittlerweile aber kam es mir doch wirklich so vor als hätte sich Carter mit einem Mittelmaß abgefunden. Ich wollte nicht Mittelmaß. Ich wollte Carter zurück, den Mann der mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen hatte und mich mit Aufmerksamkeit übersät hatte. Der mich auf Händen getragen hatte und die Welt mit mir bekämpft hätte. Im Moment kam ich mir vor als wäre er hinter mir in Deckung gegangen, in der Hoffnung irgendwo eine Kreuzung zu finden an der er mich aus den Augen verlieren könnte. Noch nicht einmal sein läppischer Versuch es heute gut zu machen hatte viel daran geändert. Sex würde es nicht ändern - es konnte mich für eine Weile vergessen lassen wie die Realität aussah, aber letzten Endes spielte ich in Carters Leben mittlerweile nur noch die zweite Geige. Etwas, das nie so abgemacht worden war. Wenigstens gab sich Bryan Mühe und wollte für mich da sein. Dabei sollte Carter eigentlich ebenso klar sein wie mir, dass diese Zeit des Jahres immer besonders schwer für mich war. Weihnacten und mein Geburtstag, schließlich hatte ich absolut niemanden außer meinen Freunden und Carter mit denen ich etwas unternehmen konnte. Weihnachten waren sie doch alle bei ihren Familien, etwas das ich nicht hatte. Und Carter ging nicht zu seinen Eltern, weil er lieber im Krankenhaus war. Ich zog meinen Mantel zu, schob meine Hände in meine Taschen und sah hinüber zu Bryan. Ich verstand bis jetzt nicht, weshalb er nicht wenigstens versuchte herauszufinden wo er herkam. Mir war klar, dass es nicht einfach sein könnte. Und vielleicht könnte er auf Menschen stoßen, die letzten Endes nicht das waren was er gedacht hatte, aber das hieß doch noch lange nicht das er es nicht versuchen sollte. Ich würde ziemlich viel geben um eine Familie zu haben, meine aber gab es nicht mehr. "Sozusagen", antwortete ich amüsiert. Ich sollte mir wohl weniger Gedanken um Carter machen. Es war nichts Neues das er lieber arbeitete als bei mir zu sein, und vielleicht versank ich gerade auch einfach in meiner schlechten Laune weil ich sonst niemanden hatte, mit dem ich Weihnachten verbringen konnte. Bryan hatte sich nun aber selbst in diese Rolle gebracht. Wow, was dachte er denn bitte wie das aussah? Lachend verdrehte ich die Augen, schob ihm meine Schulter in den Rücken und schüttelte den Kopf. "Denk erst gar nicht dran! Ich habe weder Mrs. Klaus Kostüm noch wird irgendein Weihnachtswunder passieren", das sollte ihm selbst klar sein. Ich kannte diesen Blick doch schon von ihm. Ich atmete tief ein, wandte meinen Blick wieder der Straße zu und deutete diese entlang. "Wenn wir Weihnachten feiern, brauchen wir einen Baum. Wir holen den noch bevor wir nachhause gehen", sonst würden wir doch nur ein Krummes, abgehacktes Bäumchen bekommen. Aber selbst das hatte Charme. "Als mein Dad noch gelebt hat, habe ich Weihnachten immer bei ihm verbracht", stellte ich schmunzelnd fest. Selbst heute und alleine bei der Erinnerung daran konnte ich das alte Haus riechen. "Ich hab gebacken, und es gab Glühwein. Und an Weihnachten habe ich ihn immer dazu gezwungen diese hässlichen Weihnachtspullover anzuziehen die er noch von der Zeit mit meiner Mum hatte", erklärte ich Bryan. Lachend zuckte ich die Schultern und zog meine Hände aus den Taschen meines Mantels. "Wir sollten eine Tradition starten." Nächstes Jahr würde Bryan ja wohl ebenso wenig Familie haben zu der er konnte, ebenso wenig wie ich. Und so wie es aussah ging das mit Carter und mir mittlerweile immer mehr auf in die Brüche zu.

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