The Hamptons [Revenge] RPG

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Sa Dez 15, 2018 8:58 am

Joaquim Jenson
„Ja, verdammt! Du tust so als würde ich dich ungerecht behandeln und als würdest du so sehr darunter leiden, aber denkst du auch nur einmal an mich? Ich reiße mich schon zusammen, lasse dich weiter hier arbeiten und versuche höflich zu sein. Dabei habe ich jedes Recht dich zu hassen, Pete! Du hast mir mein Augenlicht genommen. Dank dir werde ich nie wieder sehen können. Das geht nicht einfach spurlos an mir vorbei! Was erwartest du? Dass ich wieder mit dir über die intimsten Dinge rede und so tue als wäre nie etwas gewesen? Du hast dir das Recht verspielt mehr als mein Angestellter zu sein. Und eigentlich solltest du nicht einmal mehr das sein, aber ich weiß, dass du sonst nirgendwo hin kannst… Also find dich damit ab und geh. Mehr als das hier kann und will ich dir nicht mehr geben.“ Er hatte mein Vertrauen missbraucht. Er hatte mich beinahe getötet und mich für mein Leben lang gezeichnet und danach so getan als wäre er mein bester Freund. Er hätte es mir doch nie gesagt, wenn mein Vater es nicht getan hätte. Er hätte mich weiter belogen und für dumm verkauft. Fest schlug ich die Faust auf den massiven Holztisch. „Ich halte dich auf Abstand wie jeden anderen Angestellten auch!“, knurrte ich. Begriff er das nicht? Es war nicht so, dass ich ihm eine Extrabehandlung zukommen ließ. Er war eben genau das: Ein Angestellter. Es sollte normal sein, dass ich mit diesen nicht über meine Gefühle sprach! Ich spannte mich an, als er immer tiefer ins Detail ging. Merkte er nicht, dass ich nicht darüber sprechen wollte? Er wusste genau wie schmerzlich die Erinnerungen an das ganze waren. Ich wollte darüber nicht sprechen, verdammt! „Mag sein, dass ich nicht euer Ziel gewesen bin, aber doch darf ich euren verdammten Fehler ausbaden, während ihr ungeschoren davongekommen seid! Du kannst nicht von mir erwarten das einfach zu akzeptieren und dir sofort wieder um den Hals zu fallen, Peter! Verdammt, leb du mal eine Woche lang ohne dein Augenlicht, dann weißt du wieso ich das nicht einfach so verzeihen kann!“ Er hatte doch keine Ahnung was ich durchmachte! Er hatte keine Ahnung wie es war blind zu sein und sich so hilflos zu fühlen, aber nichts daran ändern zu können. Es gab eben gewisse Dinge, die ich nicht mehr konnte und die ich nie wieder tun könnte. Für ihn als Außenstehender war das vielleicht leicht, aber er steckte nicht in meiner Haut. „Seit mir das alles passiert ist, wollte ich nur noch denjenigen finden, der mir das angetan hat und ihn umlegen. Also sei verdammt nochmal froh, dass ich dir keine Kugel in den Kopf gejagt habe, als ich es erfahren habe! Stattdessen habe ich dich weiter hier arbeiten lassen. Und doch willst du immer mehr! Wie wäre es, wenn du mir erstmal dankbar bist, weil ich dir nicht jeden verdammten Tag vorhalte, dass du schuld bist, dass mein Leben eine totale Katastrophe ist?!“, knurrte ich und zog meine Hand unter seiner hervor. Ich ertrug seine Berührungen gerade nicht. Wie konnte er so dreist sein und nach allem, was er mir angetan hatte, hier auftauchen und von mir verlangen ihn wieder mit offenen Armen zu empfangen? Er ließ mir keine Zeit das zu verarbeiten, sondern wollte direkt mehr. „Das hast du bereits.“, erinnerte ich ihn. Vielleicht würde er mir jetzt nichts mehr antun, aber das war auch der Grund wieso ich ihn hier bleiben ließ. Ich drehte den Kopf weg, auch wenn ich ihn sowieso nicht sehen konnte. Ich wollte nicht, dass er mich ansah. „Weil du nirgendwo anders hin kannst, Peter. Und weil du es nicht wagen würdest mich nochmal zu hintergehen und ich dich hier gebrauchen kann. Das ist der einzige Grund wieso ich dich noch hier behalte. Und jetzt geh… Lass mich allein, okay?“ Erst diese Sache mit Mika und jetzt das. Wieso konnte ich nicht einfach mal meine Ruhe haben? Wieso musste man ständig auf mich einhacken und herunterziehen? Ich brauchte ein paar Minuten für mich allein, sonst würde ich nur die Ruhe verlieren.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Dez 15, 2018 12:15 pm

DELILAH Thompson

Dieses geschäftliche Treffen zu dem ich gekommen war um die Verträge abzuholen, hatte nichg sonderlich lange gedauert. Um ehrlich zu sein: nichts anderes hatte ich erwartet. Keine großen Didkusdionen mit Mr Richards, wo Keenan denn geblieben war und was ich mir dabei gedscht hatte mich nicht an unsere Abmachung zu halten. Stattdessen hatte er gedacht, dass genau das mein Plan gewesen war. Von Anfang an. Er traute mir hier sehr viel mehr zu als gedacht, denn obwohl ich eigentlich relativ schnell zum Entschluss gekommen war, dass es dumm wäre etwas zu unterschreiben das wir noch nicht einmal gelesen hatten, war es mir nicht von vornherein klar gewesen. Er traute mir mehr zu als ich konnte, was wohl davon zeugte das ich vielleicht doch nicht ganz erfolglos war ihn zu beeindrucken. Spätestens wenn er meine Unterlagen sah, würde ihm klar werden wie wenig Erfahrung ich in Dingen wie diesen hatte. Das hier war etwas gänzlich Neues für mich. Ich hatte aber auch noch nie wirklich darüber gesprochen, ob meine Eltern mit meinem Namen ins Schwarze getroffen hatten oder nicht. Etwas Verrücktes. Lachend zuckte ich die Schultern. Alice war ein hübscher Name, aber Delilah war mir doch lieber. Es gab nicht so viele Delilahs in Irland, etwas was es einfacher machte in Erinnerung zu bleiben. Erst Recht, wenn man mit der Sonne um die Wette schien. So nannte es meine Mutter immer, und eigentlich verstand ich nicht weshalb es nicht mehr Menschen gab die gerne lachten. Lachen war doch gesund! "Ich habe nicht gesagt das etwas dagegen spricht. Und selbst wenn, es gibt keinen Freund der Fragen stellt," antwortete ich und nutzte dabei seinen Wortlaut. War das seine Art zu erfragen, ob es einen Freund gab der möglicherweise Probleme machen könnte? Schmunzelnd betrachtete ich ihn. Seine Frage war direkt gewesen, und das Sie war verschwunden. Das Geschäftliche wollte er wohl wirklich bleiben lassen - ich hatte absolut nichts dagegen. Dann sollte er aber auch den Anzug ändern, schließlich sah er doch immer noch ziemlich offiziell aus. Neben ihm wirkte ich wie von der Straße aufgegabelt, und das obwohl ich mir Mühe gegeben hatte. Mit einem einfachen Outfit konnte ich doch wohl kaum etwas falsch machen, oder? Eine schwarze Jeans, und eine weiße Bluse. Sehr viel offizieller gab es in meinem Kleiderschrank nicht, denn im schwarzen Kleid hatte ich nicht hier auftauchen wollen. Ohne Jackett sah er gleich sehr viel entspannter aus. "Ich gehe aber nicht mit Bänkern Kaffee trinken, und das Geschäftliche ist doch schon erledigt?" Ich schmunzelte, als er seine Krawatte lockerte und den ersten Knopf seines Hemdes öffnete. Ja, so war es besser. Dabei stand ihm das hier sogar noch besser als zugeknöpft hinter seinem Schreibtisch zu sitzen und irgendwelche Geschäfte abzuschließen. "Besser," grinste ich. Ich folgte Mr Richards -Carson- hinaus, über die Straße und in kleines, unauffälliges Café. Er bestellte ja sogar Kuchen - ihm war schon klar das ich zu Kaffee ja gesagt hatte, oder? Halbe Sachen machte er wohl nicht. Ich rutschte amüsiert ins Eck, lehnte mich zurück und atmete den Geruch von frisch gemachten Kaffee und Kuchen ein. "Du bist des Öfteren hier?" Sonderlich viel schien ja wirklich nicht für ihn zutun sein, schließlich war er für Rechtliche Dinge zuständig, und hatte dennoch mit mir darüber diskutiert was für Keenan und eine Kampagne am besten wäre. (Handypost, sorry)

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Sa Dez 15, 2018 5:32 pm

Carson Richards
Die Kleine war vermutlich genau die richtige. Sie war die Art Mensch, die vermutlich jeder leiden konnte. Sie war… das komplette Gegenteil von mir. Ich war eher der Typ, den niemand leiden konnte. Meine Familie kämpfte um die Rechte von Schwerverbrechern, nebenbei betrieben wir noch einen kleinen Drogenhandel, in den wie investierten und vor allem waren wir eben einfach keine guten Menschen. So war es eben einfach. Das sah ich ein und ich versuchte auch nicht mir etwas anderes einzureden. Ich wusste, dass ich kein guter Mensch war, deswegen bemühte ich mich zumindest darum, dass andere Leute es glaubten. Ich unterstützte eine blöde Umweltfirma, besuchte ab und zu mal zum Tierheim und ließ mich mit ausgesetzten Babykätzchen fotografieren und damit machte ich dann einen Teil des schlechten Rufes unserer Familie wieder gut. Das gleiche machte mein Vater. Er spendete jedes Jahr Unmengen an Geld an Kinderheime oder irgendwelche Schulen, um nicht mehr ganz so schlecht auf andere zu wirken. Wir ließen Mörder wieder frei. Dafür sollten wie also auch zumindest so tun, als würden wir uns um diese Welt kümmern, in der wir lebten. Delilah hier bekam das offenbar wesentlich besser hin als ich, was aber vermutlich auch daran lag, dass sie das alles, was sie tat auch wirklich ernst meinte. Jemand wie sie würde unserer Familie gut tun. Wir hätten wesentlich milderen Kritiken zu ertragen, weil alle auf die süße Rothaarige sehen würden, die Hundewelpen von der Straße aufsammelte. „Nun… umso besser für mich. Dann stehen meine Chancen ja nicht schlecht.“, schmunzelte ich, als sie mir erklärte, dass sie keinen Freund hatte. Zum Glück. Ich hätte beinahe gedacht sie wäre mit diesem jämmerlichen Künstler zusammen. Der spielte allerdings definitiv nicht in ihrer Liga. Ich brachte das Tablett mit den zwei Stücken Kuchen und den zwei Kaffees an den Tisch und setzte mich ihr gegenüber hin. Ich nahm meinen schwarzen Kaffee vom Tablett und zog einen Teller mit dem Stück Kuchen zu mir herüber. „Na ja, ich bin zwar kein Bänker, aber mit einem Anwalt auszugehen ist in Ordnung? Ich schätze es gibt nicht viele Gelegenheiten mich mal ohne Anzug zu sehen. Dazu müsstest du schon mit zu mir nach Hause kommen oder mich Bein Sport sehen.“ Aber selbst dann trug ich keine weiten Klamotten. Ich war eben einfach gern gut gekleidet und bei den Designeranzügen, die ich trug war das vorausgesetzt. Es war nicht so mein Ding casual herumzulaufen. Ich war immerhin Anwalt und musste ernstgenommen werden. „Na ja, wenn ich es in der Firma nicht mehr aushalte, konnte ich hier rüber und trinke einen Kaffee. Brody treibt mich manchmal einfach in den Wahnsinn. Dann brauche ich mal eine Auszeit. Und da ich meine Stunde in der Firma einteilen kann wie ich will, kann ich mir zwischendurch auch mal eine Pause gönnen. Abgesehen von diesem Café findet man in dieser Gegend auch nichts, was man essen kann.“ Na ja, ich war eben nicht der Typ, der zu irgendeiner Pommesbude ging oder in einem Schnellrestaurant essen ging. Vor allem nicht in diesem Viertel der Stadt. New York hatte wirklich Besseres zu bieten. „Das nächste mal könnte ich dich ja mal auf etwas Richtiges zu essen einladen.“ Sie war zwar vermutlich nicht eine dieser Frauen, die sich mit sowas beeindrucken ließen, aber ein Abendessen und einen guten Wein hatte noch nie jemand ausgeschlagen.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Sa Dez 15, 2018 5:54 pm

Chord Heard
Ich öffnete die Vorderür in den großen Flur. Alles was man von bekannten Klischees in Filmen kannte, repräsentierte dieses Haus in vollen zügen. Die Gemälde an der Wand waren immer noch dort. Es war genauso wie ich es in Erinnerung gehabt hatte. Vielleicht hatten sich ein wenig an glanz und somit auch an Wert verloren, doch es machte immer noch einen sehr glamouriösen Eindruck. Ob es echt war wusste ich nicht. Kaum zu glauben das diese Dinge noch hier hingen nach all der Zeit. Es wirkte immer noch so vollendet. Mein Vater hätte diesen Anblick gerne gsehen. Er hatte immer so viel Wert auf diese dämliche Kunst gegeben. Mein Blick glitt zu den großen Treppen die nach oben führten. Die Koffer glitten geräuschlos unter den glänzenden Fliesenboden der beinahe aussah wie Glas. Trotz der Tatsache das wir im Augenblick noch keinen Strom hatten, spiegelten wir uns darin ein wenig. Logan schien immer noch alles andere als Begeistert, aber er wusste, dass wir keine andere Wahl hatten. Es schien jedoch so, dass solange Logan die Sache die hier passierte mitmachte, schien Bryan auch kein Problem damit zu sehen hier zu sein. Vielleicht sah er ja sogar ein kleines bisschen zu ihm auf. Lillian sollte schließlich auch irgendwo Recht behalten. Es war besser als das wir zusammen in einem kleinem Haus rumhockten. Jasper war schließlich Lillians Ex. Es war mir immer noch ein Rätsel, wie es konnte, dass wir uns so gut verstanden. Jasper war eigentlich ein echt guter Kerl, schließlich war er keines bisschen nachtragend wie es schien. Ich nahm Lillians Sachen und stellte sie an der Treppe ab. Jasper blieb an der Tür stehen. Er zögerte ehe er seine Arme um Lillian legte. Ich wusste nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund ging es mir schon ziemlich nahe. Ich mochte es nicht mir sowas anzusehen. Ich presste meine Lippen zusammen und zwang mich weg zu sehen. Nach allem was er für uns getan hatte konnte ich ihm dies einfach nicht unterstellen. Er hatte Lillian schließlich geliebt, doch ich wusste das er uns schon mehr als einmal wirklich geholfen hatte. “Meld dich wenn du irgendetwas brauchst oder es dir nicht gut geht. Okay? Versprech es mir.“ Und als wenn er wusste das es irgendwo nicht angebracht war, warf er mir einen entschuldigenden Blick zu. Was sollte ich sagen- Er konnte nicht aus seiner Haut. Was sollte ich sagen- Ich nickte ihm zur Verabschiedung zu. Er zögerte, ehe er den riesigen Flur durch die hohe Tür verließ. Da waren wir also, zuhause. Hier hatte alles irgendwie für uns angefangen. Für mich. Es war komisch wieder hier zu sein. Halb ausgenüchtert und in „normalen“ Umständen. „Nadann sucht euch mal eines der Zimmer aus. Die Treppe hoch links sind zwei Gästezimmer.  Man kann diese sicher gut umfunktionieren. Mit ein bisschen Handgeschick ist es sicher gar nicht so schwer ein privates Paradies zu schaffen. Es wäre nett wenn du ein wenig auf Bryan aufpassen könntest Logan, wir bringen die restlichen Sachen rein.“ Zudem wollte ich ein wenig mit Lillian reden. Die Zeit alleine konnten wir im Augenblick ziemlich gut gebrauchen. Wir konnten die Sachen die passiert waren nicht immer einfach so unter den Tisch kehren, wir sollten damit anfangen, dass wir uns auch gegenseitig umeinander sorgten. Ich war zwar nicht sonderlich gut darin, doch das war eine andere Sache. Logan nickte nur, wuschelte Bryan die Haare und die beiden verschwanden die Trppen hinauf. „Da wären wir also. Home Sweet Home. Ich kann dir gar nicht sagen wie oft ich durch diese Türen gegangen bin damals.“ Und es steckte soviel Erinnerung in diesem Haus. „Wir sollten uns eines der Schlafzimmer oben aussuchen.“ Ich wusste noch genau das unser Dienstmädchen auf der untersten Etage ein Zimmer gehabt hatte, dicht neben dem meines Zimmers das ich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr betreten hatte. Das Schlafzimmer meiner Eltern lag ebenfalls oben. Auch diese Räume wollte ich nicht betreten, aber vielleicht würde es mir früher oder später auch besser damit ergehen. Genug Auswahl für uns gab es zumindest. Wer wusste schon, vielleicht schafften wir es ja wirklich uns ein eigenes Zuhause aus diesem Haus zu machen. Selbst wenn es nur vorübergehend sein würde. Wir brauchten es.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Dez 15, 2018 6:26 pm

DELILAH Thompson

Nette Gesellschaft war für immer einfach zu finden. Ich hatte nie sonderlich große Probleme in Kontakt mit Menschen zu treten, selbst wenn ich sie auf offener Straße ansprach und in ein Gespräch verwickelte. Man glaubte gar nicht wie viele interessante Menschen man traf, wenn man sich nicht einfach nur auf die Leute einließ, die im Umfeld waren. Arbeitskollegen, Freundes Freunde - ich sprach selbst wildfremde Menschen ab. Carson hatte wohl ebenso wenige Probleme damit Leute anzusprechen. Er war Anwalt, kannte seinen Wert und ließ sich nicht davon abhalten Sprüche zu klopfen. Eigentlich hatte er ja sogar Recht damit, schließlich war er nicht dumm. Ich zog die Augenbrauen in die Stirn und sah ihn amüsiert an. Seine Chancen standen nicht schlecht? Jetzt ging es hier also plötzlich wirklich nicht mehr ums Geschäftliche? Natürlich - er hatte mich zum Kaffee eingeladen, dass hieß aber noch lange nichts. Er ließ es aber gerade fast schon so klingen als hätte er andere DInge vor. Ein Flirt? Nicht ganz. Carson mochte es wohl wirklich nicht lange um den heißen Brei zu reden, ließ sich stattdessen einfach in die Karten blicken. Zumindest zeigte er ein paar Karten seiner Hand. Lachend lehnte ich mich zurück, zog meinen Kaffee und den Teller mit dem Stück Kuchen zu mir. Natürlich war es in Ordnung mit einem Anwalt auszugehen. Er tat nichts schlimmes, hatte einen normalen Job - einen der möglicherweise mehr Geld brachte als selbstständiger Künstler zu sein, aber das musste noch lange nichts heißen. Vor allem aber musste das nicht gleich bedeuten das er völlig angezogen und zugeknöpft in einem kleinen Café sitzen musste, um Kaffee zu trinken. "Ist das eine Einladung zu dir nachhause?" Nein das war es nicht. Er hatte es mich nur wissen lassen wollen. Eine direkte Einladung war es wohl wirklich nicht gewesen. Beim Sport oder bei ihm zuhause. Schmunzelnd hob ich meine Tasse an meine Lippen und trank einen kleinen Schluck. Moment - ausgehen? Wann hatten wir von Kaffee trinken zu ausgehen gewechselt? Ich biss mir amüsiert auf die Lippe, legte meine Tasche neben mir ab. Er trug wohl wirklich nur selten gewöhnliche Klamotten, ich hingegen trug eigentlich immer nur normale Klamotten. Ich gab mir nicht sonderlich viel Mühe, heute ja, aber das war auch schon so ziemlich alles. Außer ich wollte jemanden beeindrucken, und bei Mr Richards hatte ich es wohl gewollt. Sonst hätte ich einfach ein T-Shirt und Jeans angezogen. Ich war nicht ohne Grund hier her gekommen, und Keenan's Chance hier vielleicht wirklich einen Job zu bekommen -und zu halten- wollte ich nicht gefährden. Etwas Mühe konnte ich mir wohl doch geben. Knapp nickte ich. Es ergab Sinn, dass er des Öfteren hier war, denn wirklich viel war nicht los bei ihnen. Zumindest war heute nichts los, wenn Carson mit mir Kaffee trinken gehen konnte, ohne auch nur irgendwie auf die Uhr sehen zu müssen. Er schien heute ja wirklich nicht mehr sonderlich viel zutun zu haben. "Es gibt hier nichts was man essen kann?" Das war wohl gelogen. Er mochte die Läden bloß nicht, die hier zu finden waren. Es war ihm wohl aber auch nicht teuer genug. Und jetzt lud er mich auch noch zum Essen ein? Damit hatte ich heute nicht mehr gerechnet. Eigentlich hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass ein Mr Richards sich darauf einließ mit einem Geschäftspartner auszugehen. "Mit Wein aus dem Priorat?" Schmunzelnd schob ich meine Tasse etwas zur Seite, und nahm den ersten Bissen meines Kuchens. "Und an wann hattest du gedacht? Du hast doch bestimmt einen strengen Zeitplan, den will ich nicht durcheinander bringen," antwortete ich. Mit einem Anwalt und Geschäftspartner Kaffee trinken zu gehen war eine Sache, mit ihm auszugehen eine völlig andere. Dagegen hatte ich aber dennoch nichts.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Sa Dez 15, 2018 9:27 pm

Carson Richards
Ja, ich war mir meiner Sache ziemlich sicher. Ich war vielleicht kein besonders guter Mensch, aber ich hatte Charme und sah nicht gerade schlecht aus. Ich hatte Geld und war gebildet, hatte einen guten Job… Ich war ein guter Fang. Das wusste sicher auch sie. Sonst wäre sie wohl kaum mit mir gekommen. Allein, dass sie nun hier war, bewies ja, dass sie Interesse hatte. Sie wäre mir wohl kaum ins Café gefolgt, wenn sie sich nicht zumindest mit mir unterhalten wollte. Immerhin hatten wir von Vornherein klargestellt, dass das Geschäftliche vom Tisch war, wenn wir erstmal hier waren. Tja und das war es. Sie war eine ernsthafte Kandidatin. Klar, das hier war kein Wettbewerb und keine Castingshow, aber bisher waren mir nur Frauen über den Weg gelaufen, die entweder absolut dumm oder total eingebildet gewesen waren. Sowas konnte ich nicht gebrauchen. Eine neue Frau an meiner Seite würde für gute Publicity sorgen, aber ich gab mich sicher nicht mit einem Blondchen ab, das sich nicht einmal die Schuhe zubinden konnte. „Klar, wieso nicht? Irgendwann kann ich dich sicher mal mit zu mir nehmen.“, schlug ich vor und grinste sie an. Besser aber wie fingen damit nicht zu früh an. Sie schien keine der Frauen zu sein, die ich mit meiner teuren Wohnung beeindrucken konnte. Eher im Gegenteil. Ich würde für sie sicher wie der größte Angeber aussehen. Ich war zwar stolz auf das, was ich hatte, aber ich war niemand, der damit prahlte. Nein, für mich war das einfach normal, ein Standard. Ich war damit aufgewachsen und kannte es immerhin nicht anders. Ich zuckte leicht die Schultern. „Na ja, ich bin niemand, der gern Pommes oder so isst. Den Scheiß will ich nicht unbedingt in meinem Körper haben. Außerdem… miefen diese Buden immer schrecklich nach Frittierfett. Es gibt also nicht wirklich etwas hier in der Gegend, das mich anspricht, nein. Ich hole mir meistens einen Muffin hier und esse dann abends zu Hause oder in einer anderen Gegend.“ So war das eben einfach. Ich war kein Fast Food Junkie. Ich aß lieber in einem guten Restaurant, wo ich auch das Gefühl hatte gesund und lecker zu essen. Das könnte ich immerhin genießen und wurde dabei bedient und musste mir nicht im Stehen an einem siffigen Stehtisch die Pommes in den Mund drücken, weil ich schnell zurück zur Arbeit musste. Nein, das war wirklich nicht mein Stil. Vor allem würde ich mir dabei nur meine teuren Anzüge versauen. „Priorat? Hm… Na ja, der Wein dort ist gut, ja, aber ich bevorzuge eher das Cote de Nuits in Frankreich. Der Wein dort ist oftmals wesentlich besser. Na ja, es kommt natürlich immer auf die Rebsorte und die Art des Weines an… Aber ja, Wein aus dem Priorat, wenn du möchtest. Ich bin da ganz offen.“ Ich lächelte sie an und aß eine Gabel von dem Schokokuchen. Dass sie mich direkt um ein Datum fragte, überraschte mich erneut etwas. Ich hätte geglaubt ein wenig mehr Überzeugungskraft zu brauchen, damit sie mit einem wie mir ausging - sie hielt mich sicher für zu zugeknöpft und anständig - aber sie schien es ja nicht hinauszögern zu wollen. „Nun ja, ich richte mich da ganz nach dir. Wie wäre es mit morgen? Ein Freitag passt uns doch sicher beiden gut, oder?“ Immerhin hatte am nächsten Tag so gut wie jeder frei und das kam mir ganz gelegen. Nicht, dass ich etwas im Schilde führte, aber wenn es zu etwas kam, dann würde ich sicher nicht nein sagen. Doch das würde ich wohl auch nicht, wenn am nächsten Tag die Arbeit rufen würde.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Dez 15, 2018 10:01 pm

DELILAH Thompson

Er wollte mich wirklich mit zu sich nehmen? Ich glaubte ja nicht wirklich, dass er dort im Anzug und Krawatte herumlaufen würde, war aber eigentlich noch mehr davon überzeugt das er sich erst recht nicht umziehen würde, hätte er eine Frau dabei. Weshalb nahm man jemanden mit zu sich nachhause? Zu diesem Zeitpunkt in unserer Bekanntschaft gab es nur zwei Dinge, und für Beide wäre ich zu haben. Gut, eine wohl eher als die andere, wer saß schon gerne auf der Couch und gab sich irgendwelche Filme, die man wahrscheinlich doch schon hundert Mal gesehen hatte? Vor allem mit einem Mann wie ihm. Ich schmunzelte. Es klang doch schon sehr vielversprechend, und auch wenn ich nicht sicher sagen konnte ob das hier jetzt ein kurzer Flirt war, oder er hier ernsthaft versuchte mich zu beeindrucken - eigentlich sollte wohl ich mich hier ins Zeug legen, schließlich war er hier eindeutig der Gewinner. Er hatte das hier ja sogar ausgehen genannt, obwohl er vorhin noch gemeint hatte, dass wir einfach nur einen Kaffee trinken würden. Im Büro aber hatte er mich auch sogleich wissen lassen, dass wir hier nicht über irgendwelche Geschäfte sprechen würden. Das wollte er wohl wirklich nicht. Er wusste, was er wollte. Und ich stand auf Männer die nicht lange um den heißen Brei redeten, um irgendwie doch nicht gänzlich auf den Punkt zu kommen. "Das sehe ich jetzt als Versprechen," stellte ich grinsend fest. Er würde mich irgendwann in seine Wohnung mitnehmen. Ganz ohne ans Geschäft zu denken. Eigentlich hatte er ja aber gestern auch Recht gehabt - ich arbeitete nicht für ihn, sondern für Keenan. Ich war lediglich ein Glied zwischen einem Künstler und einer Umweltorganisation die wahrscheinlich doch nur aneinander vorbeireden würden. Eigentlich hätte ich gar keinen Vertrag gebraucht. Ich arbeitete nicht hier, also würde es wohl kaum irgendwelche Probleme geben. Außerdem war ich mir ziemlich sicher das Mr Richards Geschäft und Privates ziemlich gut trennen konnte. Gestern hatte er immerhin auch nicht ansatzweise so ausgesehen als würde er mich heute auf einen Kaffee und dann zum Essen einladen. "Dann hast du eindeutig noch keine Käseüberzogenen Nacho-Pommes gegessen. Die verändern deine Welt," stellte ich fest. Oh und wenn er sie nicht freiwillig probieren würde, musste ich ihn eben dazu zwingen. Oder ich machte sie ihm irgendwann einmal. Wow, vielleicht dachte ich gerade ein klein wenig zu weit. Ich lehnte mich wieder zurück und runzelte die Stirn. Hatte er nicht gestern noch gesagt das der Priorat sein Lieblingsgebiet war? Ich schüttelte lachend den Kopf. "Das war dein Spruch gestern. Dein Lieblingsgebiet und so," antwortete ich. Das hatte er also nur gesagt um seinen Punkt zu untermalen. Er hatte Ahnung, aber gab mir eindeutig nicht beim ersten Gespräch sein Lieblingsgebiet bekannt. Eigentlich hätte ich schon fast damit rechnen müssen, immerhin hatte ich auch ziemlich viel geflunkert und gelogen. Wahrscheinlich bestand diese ganze Zusammenarbeit auf Lügen und meinem Vertrauen in Keenan. Er würde zehn Skulpturen innerhalb der nächsten fünf Wochen machen. Wenn nicht, wusste ich wirklich nicht was ich tun sollte. Irgendwie würde ich Mr Richards und Mr Brody schon dazu bringen können ihm etwas mehr Zeit zu geben, das hieß aber noch lange nicht das ich jetzt schon wusste wie. Zumal ich der festen Überzeugung war, das Keenan es schaffte. "Ich steh um ehrlich zu sein nicht so auf Wein," flüsterte ich ihm über den Tisch zu und grinste. Eigentlich hätte er es sich wohl auch selbst denken können. In welchem Pub bekam man denn aber auch bitteschön Wein? Er war gerade wohl wieder sehr viel verantwortungsvoller als ich es wäre. Er dachte ja sogar darüber nach was für ein Tag uns beiden am besten passen würde. Er wusste ja noch nicht, dass ich keinen festen Job hatte. Gut, jetzt hatte ich mehr oder weniger einen, aber Keenan's Geld wollte ich nicht, und mit meinem Aushilfsjob kam ich im Moment ganz gut über den Berg. "Morgen, huh?" Morgen war Freitag, und Freitag bedeutete eigentlich das ich mit meinen Freunden durch die Stadt ziehen würde. Ein Mal konnte ich es aber wohl ausfallen lassen, oder ich traf sie später und holte sie irgendwann im Laufe des Abends ein. "Was hältst du von einem Doppeldate?" Eindeutig gar nichts. Schnell schüttelte ich den Kopf. "Nicht so wie du es dir jetzt vorstellst." Ich hatte eine Idee. Und er konnte eindeutig etwas Entspannung gebrauchen, wenn er schon sagte das man ihn nur zuhause oder beim Sport nicht im Anzug antraf. Hey, vielleicht schaffte ich es ja ihn etwas aufzulockern. "Freitag heißt Wochenende, und eigentlich geh ich immer mit Freunden trinken. Ich geh mit dir Essen, wenn du danach mit mir etwas trinken gehst," stellte ich meine Forderung. Eigentlich hatte ich schon Ja gesagt, und nach einem Tag gefragt, aber vielleicht spielte er ja doch noch mit. Ich grinste ihn breit an, und tätschelte für einen Moment seine Hand. "Keine Sorge, du musst auch nicht ganz so viel trinken wie ich."

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Sa Dez 15, 2018 10:07 pm

Bryan Heard
Es war mitten in der Nacht. Ich hätte gelogen, wenn ich behauptet hätte, ich hätte es nicht kommen gesehen das es irgendwann mächtig knallte. Deliah und ich hatten uns wieder einmal zerstritten und da sie das anrecht auf die Wohnung hatte in der ich jetzt schon seit gut drei Monaten als ihr „Gast“ hauste, war ich wohl wieder einmal Obdachlos. Es war immer und immer wieder die selbe Leiher. Sie sorgte sich um mich, unsterstellte mir ein paar Dinge, behauptete ich ginge ihr Fremd, warf mir an den Kopf das ich mein Geld sinnlos aus dem Fenster würfe und ging dann mit ihren Freundinnen feiern um sich abzulenken. Ich bezweifelte, dass sie in der gesamten letzten Zeit glücklich war und auch wenn es leicht erschien, konnten wir eben doch nicht ohne einander. Es war nichts wirklich Festes aber auch nichts ernstes. Ich war nie sonderlich begeistert von irgendwelchen On/Off Beziehungen gewesen, geschweige das ich ein Beziehungstyp war, doch das hier mit Deliah war eben etwas anders. Wir schienen einander zu brauchen. Körperlich, vielleicht auch Materiell. Ich wusste doch selbst nicht, warum ich nicht von dieser Frau loskam. Wenn Tony mich nicht hätte zu sich geholt, wäre ich vermutlich elendig draußen auf der Straße unter irgendeiner Brücke erfroren. Der Winter stand kurz vor der Tür und auch wenn es noch nicht schneite, fror es draußen und es war verdammt scheiße kalt. Ich hatte nichts bei mir außer einen zerknüllten, beinahe in sich zerfallenden zehn Dollar schein. Nicht gerade ein Vermögen wenn man bedachte, was die Welt dort draußen so kostete heutzutage. Das Nachtleben in New York war eben schon immer hart gewesen. Sie holten sich die Verletzten und die Schwachen. Tonys Wohnung gab im Gegensatz zu dem was ich gewöhnt war sogar ein wenig was her. Ich wusste das sie in einer festen Beziehung lebte und genau danach sah diese Wohnung auch aus. Ich vermutete das er ziemlich oft hier war. Alleine würde Tony sich das von ihrem Gehalt wenigstens nicht leisten können. Ich war ihr mehr als dankbar hierfür auch wenn es nur vorübergehend war. Ich wusste nicht, wann sich unsere Freundschaft so gefestigt hatte. Es war wohl einfach passiert. Ich war ein Stammgast in ihrer Kneipe und sie wusste besser über mein Privatleben bescheid wie sonst kein anderer. In ihrer Wohnung nahm ich erst einmal eine warme Dusche. Danach ging ich mit langsamen Schritten Richtung Wohnzimmer und klopfte an den Türrahmen. „Hey,“ machte ich auf mich Aufmerksam. „....danke nochmal. Für die Dusche und die Couch und so-“ ich deutete auf die Couch. Es war mir selbst ja schon ein wenig unangenehm, doch eine andere Wahl hatte ich nicht. Ich betrat das Wohnzimmer und sah sie an. Tony war ein wirklich hübsches Ding und vor allem war sie wirklich nicht auf den Kopf gefallen. Sie wusste immer einen Rat und was zu tun war. Trotzdem war ich ihr noch nie so nahe gekommen. Privat verstand sich. So Privat, dass sie mich in ihre Wohnung gelassen hatte. Zwar wusste ich auch einiges über ihren Freund, aber es war eben doch schon seltsam wenn man in einer Beziehung war und einen typen zu sich holte, der noch nie ein Wort mit seinem Partner geredet hatte. „Du hast es hier echt nett.“ Deliah und ich waren da an ganz andere Standards gewöhnt, soviel stand fest. "Es wird auch wirklich nur vorübergehend sein. Ich kriege meine Scheiße schon irgendwie wieder in den Griff." Musste ich- wie sollte ich sonst zurecht kommen?! Die Sache nervte mich total!
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Dez 15, 2018 10:20 pm

LILLIAN Adams

Ich wollte nicht schon wieder umziehen, und den Jungs eine weitere Umstellung antun. Es war nicht gut ständig herumzuziehen, und sehr wahrscheinlich nahmen wir den Beiden damit jegliche Möglichkeit sich an ein Zuhause zu gewöhnen und sich wirklich sicher zu fühlen, etwas anderes blieb uns im Moment aber wohl wirklich nicht übrig. Dort draußen gab es einen völlig Verrückten, der versucht hatte uns alle umzubringen. Aus was für einem Grund auch immer. Ein weiteres Mal wollte ich diesen Fehler nicht begehen, ein weiteres Mal wollte ich meine Familie nicht fast verlieren. Die letzten Jahre über hatte ich schon zu viel aufgeben müssen, und meist war ich selbst daran Schuld gewesen. Meine Freunde hatte ich zurückgelassen, einfach so weil ich ein Leben hatte führen wollen, das mir passte. Weil ich keine Rücksicht hatte nehmen müssen. Deshalb hatte ich doch auch Chord getroffen. Weil ich mich als jemanden ausgegeben hatte, der ich gar nicht war. Und nun bestrafte man mich dafür, die falsche Person gewählt zu haben. Dabei war es noch nicht einmal meine Schuld, sondern die meiner Eltern. Die unserer Eltern. Mittlerweile wusste ich noch nicht einmal mehr, wem ich denn nun was unterschieben sollte. Bryan war tot - er würde meinen Sohn niemals kennenlernen, würde nie erfahren ob Chord und ich es denn nun letzten Endes doch geschafft hatten zueinander zu finden, oder ob wir irgendwie einfach nicht füreinander geschaffen waren. Vielleicht sollten wir die Hoffnung aufgeben, aber gerade sah alles nach Besserung aus. Lächelnd strich ich über Jaspers Wange und nickte. "Versprochen," antwortete ich. Ich würde mit ihm nicht darüber sprechen, was für Probleme ich hatte. Er musste das hier nicht wissen, und noch jemanden würde ich nicht in diese ganze Situation ziehen. Wenn er Bryan sehen wollte, musste er nur etwas sagen. Er war ihm Jahrelang ein Vater gewesen, und das wollte ich ihm nicht nehmen. Selbst wenn ich ihn betrogen hatte, bedeutete das nicht das ich ganz ohne Gefühle war. Er war ein viel zu guter Mensch, ein viel zu netter Mann, um in meine Welt zu passen. Deshalb hatte es auch nicht geklappt. Weil es bereits einen Mann für mich gab, selbst wenn wir immer noch nicht ganz ausarbeitet hatten wie das hier denn nun funktionieren sollte. Kurz sah ich Logan und Bryan noch nach, ehe sie verschwunden waren und meine Aufmerksamkeit Chord zuwandte. Sonderlich viel gab es nicht mehr zu holen, und eigentlich konnte es wohl auch einfach dort draußen stehen bis er mir gezeigt hatte, wo wir denn nun wohnen würden. Was wir unser Zuhause nennen würden. Arbeit hatte es auf jeden Fall nötig, selbst wenn es immer noch blitzte und glänzte als wäre nie jemand fort gewesen. Nur die Bilder hatten etwas Liebe notwendig. Vielleicht konnte ich mich darum kümmern, von Kunst hatte ich schließlich Ahnung. Damit hatte ich mir mein Geld verdient, bevor ich Chord kennengelernt hatte - eine Fälschung erkannte ich sofort. "Solange ich ein Bett habe und keiner beim Fenster reinsieht ist mir egal wo wir schlafen," stellte ich fest und zuckte schmunzelnd die Schultern. Es war erstaunlich wie schnell wir eigentlich über diese Situation Scherzen konnten. Es war nicht zum lachen. Ganz und gar nicht. Tief einatmend lief ich zur Treppe hinüber, sah diese hoch. Erst dann drehte ich mich zu Chord um. "Komm her," bat ich ihn und hielt ihm meine Hand hin. Ich zog ihn an mich und legte meine Lippen auf seine, nur kurz und um ihm zu zeigen das es wirklich in Ordnung war. Das alles hier, die ganze Situation. Irgendwie würden wir es schon schaffen, das taten wir immerhin immer. Es war nun wirklich nicht so als hätten wir nicht schon schlimmeres durchgestanden. Zwar hatte ich da noch mehr tun können, denn schwanger war ich eigentlich doch schon ziemlich ausgeliefert. Es war wohl doch nicht die beste Idee gewesen, nicht aufzupassen. Schon wieder. "Du musst dich wirklich rasieren," stellte ich lachend fest. "Heute noch." Oh er musste diesen Bart wirklich stutzen, oder ganz loswerden.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Dez 15, 2018 10:41 pm

TONY Weckworth

Ich hatte bereits damit gerechnet ihm irgendwann ein Dach über dem Kopf bieten zu müssen. Er lernte aber auch wirklich nie dazu - seine Beziehungen, oder aber viel mehr seine Bettgeschichten mit Deliah, gingen mich auch wirklich nichts an. Ich hörte lediglich so einiges wenn er angeschwippst an der Bar saß und sich wieder einmal ausheulte, wie schrecklich unfair das Leben doch war. Ich bemittleidete ihn, denn ganz ehrlich, so jung konnte man kaum ohne Grund schon so weit unten sein. Er trank, ließ sich nicht auf einen Job ein, hatte absolut keine Ahnung wohin mit seiner Zeit. Noch nicht einmal für eine Beziehung hatte er die Eier. Es war schade, schließlich war er alles andere als hässlich, und eigentlich war er auch wirklich jemand auf den man sich verlassen konnte. Wären da nur nicht seine persönlichen Probleme, die er einfach nicht in den Griff bekam. Bei seiner Vorgeschichte, und Familie, war es aber um ehrlich zu sein kein Wunder mehr. Wie lange er dieses Hin und Her mit seiner geliebten Deliah noch durchziehen wollte, konnte ich wirklich nicht sagen. Die Beiden schienen wirklich einen Narren aneinander gefressen zu haben, obwohl sie nichts weiter taten als zu streiten. Wie oft hatte er sich jetzt schon bei mir ausgeheult, und das nur weil eine gewisse Freundin wieder einmal durch die Stadt zog und was wusste er tat? Ich lehnte den Kopf zurück und sah mir über die Schulter. Frisch geduscht sah er schon einmal wesentlich besser aus als von der Straße zusammengelesen. Ich deutete auf die Bierflasche am Wohnzimmertisch. "Mi casa irgendwas casa. Du weißt schon, fühl dich wie zuhause," grinste ich. Zwar würde ich es Carter erklären müssen, immerhin hatte er absolut keine Ahnung wer Bryan denn nun war, aber vielleicht konnte ich ihn ja mit ein paar Witzen überzeugen. Carter wusste aber ohnehin, dass ich des Öfteren irgendwelchen Freunden half, die wieder einmal in der Scheiße steckten. Mittlerweile kam ich mir fast schon vor wie eine Mutter, und das obwohl ich eindeutig nicht die älteste unserer Truppe war. Versuchte er hier gerade Smalltalk? Darüber waren wir schon lange hinaus, das war ihm klar oder? Ich kannte seine dunkelsten Geheimnisse - gut das war übertrieben, aber einiges wusste ich nun einmal über ihn. Und er auch über mich. Es fiel mir äußerst leicht mit ihm zu sprechen, erst recht wenn er schon ein paar Drinks gekippt hatte. Lachend hob ich meine Flasche an meine Lippen und trank einen Schluck. "Darauf trinken wir einen. Wenn du deinen Scheiß in den Griff bekommst laufe ich nackt durch die Straßen," stellte ich fest. Er bekam es nicht hin, das tat er nun schon seit einer ganzen Weile nicht. Wenn er nicht ernsthaft darüber nachdachte was er immer und immer wieder falsch machte, könnte er es vergessen. Vielleicht war es ihm ja ein ansporn wenn ich nackt durch die Straßen laufen würde, hätte er seinen Scheiß endlich im Griff. Dazu aber war es eindeutig zu viel auf einmal. "Setzen und trinken. Und dann erzähl," erneut deutete ich auf die Bierflasche. Gerade frisch aus dem Kühlschrank geholt, zwar nicht so gut wie das was ich in der Kneipe hatte aber immer noch besser als nüchtern über Probleme zu sprechen. "Wo liegt das Problem im Paradies? Wer hat was getan?" Deliah hatte ihm etwas vorgeworfen, er hatte ihr etwas vorgeworfen. Es war doch eigentlich immer wieder die selbe Leiher, und trotzdem bekam er nicht genug von ihr. Wahrscheinlich lag dieses Verhalten aber noch nicht einmal an ihm, sondern daran, dass er nie wirklich ein besseres Vorbild gehabt hatte. Durch dick und dünn, selbst wenns brennt. Und bei ihm stand gerade wirklich ziemlich viel in Brand.[/color]

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Sa Dez 15, 2018 10:57 pm

Carson Richards
Ich hob eine Augenbraue und schmunzelte. Ein Versprechen? Das gab man doch für gewöhnlich nur auf Dinge, die sich der andere wünschte, richtig? „Wieso, bist du so gespannt darauf meine Junggesellenbude zu sehen? Oder macht dich der Gedanke mich in Jogginghosen zu sehen bloß an?“, fragte ich lachend. Selbst zu Hause trug ich Chinos und ein einfaches, weißes Hemd. Ich war nicht der Typ für Tshirts und Jogginghosen. Vermutlich würde sie mich so nicht zu Gesicht bekommen. Das war einfach nicht mein Stil. Ich hatte es eben schon immer gemocht gut gekleidet zu sein. Daran war ja nun wirklich nichts Verwerfliches, oder? Auch Marken wie Giorgio und Armani oder Versace stellten Jogginghosen her, so war das nicht, allerdings waren auch die nicht sonderlich attraktiv. So war es eben. Wie man sich darin wohlfühlen sollte, war mir wirklich ein Rätsel. Allerdings war das wohl nicht das einzige, was ich nicht verstand, denn als sie weitersprach und mir von ihren Essgewohnheiten erzählte, runzelte ich die Stirn. „Das klingt total pervers und abartig.“, kommentierte ich ihr. Ich meine… Pommes, Nachos und Käse? Das war eine Kalorienbombe pur und wofür? Ich schaufelte mir Fett und Kohlehydrate in den Mund und es schmeckte eigentlich nur nach Fast Food. Was daran toll sein sollte, verstand ich wirklich nicht. Lieber genoss ich ein gutes boeuf bourguignon im Restaurant ganz in der Nähe meiner Wohnung. Das war vor allem auch wesentlich gesünder und länger sättigender als dieser Mist, den sie gerade in den Himmel lobte. Ich nickte leicht. Ja, ich hatte gestern gesagt, dass das Priorat das Weingebiet war, das mir am liebsten war. Das hatte ich zum Teil gesagt, weil in diesem Gebiet auch Weine angebaut wurden, die nicht abartig teuer waren. Damit war ich eben nicht direkt wie ein reicher Schnösel rübergekommen. „Ja, der Wein aus dem Priorat ist sehr… würzig. Die Rotweine dort sind gut, um abends auf der Couch zu entspannen mit ein paar Nüssen oder einem Manchego Käse… aber die Burgunderweine aus dem Gebiet in Frankreich sind weltbekannt und ich trinke sie lieber zum Essen als zwischendurch. Ich schätze es kommt auf den Anlass an.“ Immerhin sprach ich jetzt vom Abendessen und da eignete sich ein Burgunder wesentlich besser als ein herber Rotwein aus dem Priorat Spaniens. Ich runzelte leicht die Stirn, als sie mir beichtete nicht so der Weinkenner zu sein. Sie mochte keinen Wein, ja? „Das können wir ändern. Es gibt für jeden einen Wein. Vermutlich hattest du bisher einfach noch nicht den richtigen.“ Den richtigen Wein natürlich. Nicht den richtigen Kerl, denn der war ich sicher nicht. Ich war der schlechte Einfluss für sie, auch wenn sie es jetzt noch nicht wusste. Ich schob mir die letzte Gabel des kleinen Stück Schokokuchens in meinen Mund und schob dann den leeren Teller von mir weg, sodass ich den schwarzen Kaffee zu mir heranziehen konnte. Sie überlegte kurz, als ich ihr morgen als mögliches Datum nannte. Mit Freitagen machte man ja nicht viel falsch. Allerdings schien sie mit dem Ablauf noch nicht ganz zufrieden zu sein, denn ihr Vorschlag ließ mich skeptisch die Augenbrauen zusammenziehen. „Trinken gehen? Du meinst vermutlich nicht in Elite-Clubs, oder?“ Sie wollte mich nicht allen Ernstes in Kneipen schleppen, oder? Das… war nun wirklich nicht mein Ding und ich bezweifelte, dass es mir gefiel von besoffenen Kerlen angerempelt zu werden. Nein, das war definitiv nichts, worauf ich mich freuen könnte. Ich seufzte. Zu dumm nur, dass das hier wirklich eine gute Chance für mich wäre. Die Kleine an meiner Seite würde sich gut machen. „Du denkst wirklich ich vertrage nicht so viel wie du? Nichts für ungut, aber du bist ein schmales Persönchen. Ich denke ich könnte mit dir mithalten, wenn ich wollte.“ Damit hatte ich noch nicht zugesagt. Das würde ich mir lieber noch gründlich durch den Kopf gehen lassen.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am Sa Dez 15, 2018 11:27 pm

DELILAH Thompson

Er lebte in seiner Welt, ich in meiner. Eigentlich sollte er sich gar nicht erst für mich interessieren, und sehr wahrscheinlich wartete nur eine Frau seines Standards darauf von ihm ausgeführt zu werden. Trotzdem durfte ich mir ins Fäustchen lachen und behaupten, dass er mit mir essen gehen wollte. Würde ich damit angeben? Nein. Es ging absolut niemanden etwas an, mit wem ich was trieb, erst recht nicht Menschen die wahrscheinlich nur davon ausgingen das ich ihn irgendeines materiellen Grundes als interessant betrachtete. Tat ich nicht. Ich brauchte weder teuren Wein, noch preisgekrönte Fleischstücke. Das war ohnehin noch nie etwas für mich gewesen, lieber genoss ich meine Zeit mit dem was ich eigentlich immer tat. Lachen, tanzen, meinen Spaß am Leben haben. Dieses war doch ohnehin viel zu kurz um es nicht einfach zu genießen, und zwar in vollen Zügen. Selbst wenn man mich dadurch möglicherweise als komisch ansah, vielleicht sogar als untypisch. Und manche waren der Meinung, Worte in den Mund zu nehmen die mich absolut nicht beschrieben. Letzten Endes machte es mir doch nicht sonderlich viel aus - wenn jemand dachte einen Unterschied zwischen Männern und Frauen ziehen zu müssen, sollten sie. Ich konnte mich dennoch benehmen wie ein Mann, und das ganz ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Carson hielt wohl trotzdem nicht sonderlich viel von entspannt. Er lief nicht ernsthaft ständig so herum, wie er es gerade tat oder? "Also wenn ich dich richtig verstehe ist eine Jogginghose nicht so deins, demnach hast du wahrscheinlich auch keine, und wenn du zuhause nicht im Anzug herumläufst bleibt nur eine Möglichkeit." Mein Grinsen wurde breiter, und ich trank einen weiteren Schluck meines Kaffees. Es gab sehr viele Möglichkeiten keine Jogginghose zu besitzen, meine Idee aber gefiel mir am besten. "Du läufst zuhause nackt rum," fügte ich hinzu. Das tat ich zugegeben aber auch, oder aber ich zog mir einfach nur ein Shirt über. Es lebte doch sowieso sonst niemand in meiner Wohnung, zwar schlief Keenan heute Nacht bei mir aber er wollte nicht bleiben. Also würde sich nichts ändern. Er kam mir gerade aber auch wirklich wie jemand vor, der auf seiner Wolke herumschwebte. Konnte es sein, oder war Carson Richards verdammt wählerisch was er in sein Leben ließ? "Irgendwann wirst du sie lieben," vor allem nach dem trinken. Hey, da war noch ein toller Plan. Ich konnte ihm am Samstag gleich die Pommes vor die Nase stellen, um ihm ein Heilmittel gegen seinen Kater zu geben. Außer er trank nichts, das würde ich aber auch nicht gelten lassen. Mit gerunzelter Stirn betrachtete ich ihn. Er lebte eindeutig auf seiner eigenen kleinen Wolke, und ich schwebte irgendwo ganz weit darunter. Ich hatte ja noch nicht einmal Ahnung davon was er mir hier gerade aufzählte. "Einem was Käse?" Das klang nach etwas ekelhaftem. Mir wurde hier gerade wirklich erst klar wie reich er eigentich sein musste. Oder wie weit unten ich war. Vielleicht war auch Beides der Fall. Ich schob mir die letzten Krümel vom Kuchen in den Mund, lehnte mich zurück und schürzte die Lippen. Also hatte er doch nicht gelogen als er gesagt hatte, dass er gerne Wein vom Priorat trank. Ich dachte wohl gerade zu viel darüber nach was er gesagt hatte. Wie spät war es überhaupt, er musste doch wohl irgendwann wieder arbeiten gehen, oder? Ich spülte den Rest des Kuchens mit einem weiteren Schluck Kaffee hinunter, ehe ich mir mögliche Krümel vom Mund wischte. Es sah ganz bestimmt wundervoll aus. "Keine Elite-Clubs," in die gingen nur Leute wie er. Ich hatte wahrscheinlich noch nicht einmal etwas zum anziehen für so einen Laden. Lieber ließ ich mich mit Leuten volllaufen, denen ich danach nicht etwa Geld schulden könnte. Oder die mich wahrscheinlich verklagen würden, weil ich etwas falsches gesagt hatte. "Nur einen Drink. Danach kannst du gerne gehen und in dein Bett kriechen," zog ich ihn grinsend auf. Irgendwie musste ich ihn ja wohl dazu bringen, dass er mit mir etwas unternahm das auch Spaß machen würde. Was tat er denn bitte um einmal zu entspannen und loszulassen. So richtig - Wein trinken und irgendwelchen Käse essen zählte da eindeutig nicht dazu! So bekam ich ihn. Ich musste wohl bloß sein Ego kitzeln, um ein Ja zu hören. "Nichts für ungut, aber du gehst in Elite-Clubs," und dort ging man nicht hin um sich zu betrinken. "Dieses schmale Persönchen hat mehr drauf als du dir vorstellen kannst." Das war auch wirklich die Wahrheit. Er hatte noch nicht einmal ansatzweise eine Ahnung davon was ich denn eigentlich drauf hatte. Ich würde ihm aber jetzt auch nicht alles auf die Nase binden. Er musste mich schon kennenlernen, wenn er wissen wollte was ich konnte. Und vielleicht durfte er ja auch einmal ein paar Geheimnisse erfahren.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 16, 2018 12:07 am

Bryan Heard
Nur zögerlich bewegte ich mich auf die Couch zu. Auch wenn ich Tony jetzt schon so lange kannte und sie quasi alles von mir wusste, war dieses Umfeld neu für mich. Ich fühlte mich ein wenig wie der letzte Idiot, der ihr auf dem Servierteller präsentiert war. Was sollte ich ihr sagen? Sie konnte es sich doch auch denken. Es war immer wieder die selbe Leiher, auch wenn es absolut dämlich war.  Das mit Deliah und mir war ein verfluchter Teufelskreis. Und trotzdem kamen wir nicht voneinander los. Bevor ich mich setzte, musterte ich die Fotos in den Bilderrahmen auf der Kommode. Ihr Freund sah so verdammt abgeleckt aus- oder kam nur mir das so vor. So hatte ich ihn mir gar nicht vorgestellt. Ein wenig so, als würde ich vertuschen wollen das ich mir ein Bild von ihm machte setzte ich mich. „Um ehrlich zu sein habe ich dieses mal keinen blassen Schimmer. Ich bin nach Hause gekommen und sie hat meine Tasche mit Sachen vor die Tür geschmissen.“ Geschweige das ich irgendwie einen Zutritt in die Wohnung mehr hatte. Ich seufzte und zögerte ehe ich mir eines der Biere nahm die sie mir angeboten hatte. Mein Kopf kreiste über all diese Probleme die um mich herum herrschten. Es nervte mich das ich so verdammt angewiesen auf jemand anderen war. Dabei konnte ich mir dieses eine mal wirklich nichts vorwerfen. Oder doch? Was hätte ich tun sollen-? Ich ließ mich in das Leder ihrer Couch sinken und schlug die Beine übereinander.  „Ich hab versucht mit ihr zu reden, aber sie scheint nicht sonderlich begeistert davon.“ Ich öffnete das Bier mit einem der Öffner die ebenfalls auf dem Tisch lagen und nahm einen Schluck. Der Schlauere lässt nach, hieß es nicht so? Ich wollte mich nicht noch weiter in etwas hineinsteigern. Vielleicht beruhigte sie sich ja auch wieder. „Ich hab keine Ahnung mehr was ich denken soll“, schwafelte ich und ließ meinen Kopf in den Nacken fallen. Ich musterte ihre Decke und seufzte. „Das mit mir und Deliah läuft doch schon lange nicht mehr so wie es sollte. Aber ich Idiot komme immer und immer wieder zu ihr zurück. Ich will gar nicht das du dir ein Bild davon machst. Du verstehst es sowieso nicht.“ Und dennoch war ich hier und redete mit ihr über solche Sachen. "Manchmal glaube ich wirklich sie will mich und dann ist sie wieder so verdammt komisch, schlät sich die Nächte um die Ohren und hält mich auf Distanz. Ich werde einfach nicht schlau daraus. Ich meine du bist doch eine Frau, was ist ihr Problem?" Dabei erwartete ich noch nicht einmal eine Antwort.  Vermutlich wollte ich die Antwort sowieso nicht hören. Es wunderte mich das Tony überhaupt soviel Zeit an mich verschwendete. Für sie war ich doch irgendein daher gelaufener Idiot. Sie hingegen machte doch nur ihren Job sich Sorgen anderer anzuhören. Sie wusste mittlerweile so gut wie alles über mich. Manchmal fragte ich mich tatsächlich, ob ich Deliah überhaupt soviel über mich erzählen würde, wie ich es Tony tat.


Zuletzt von Troian. am So Dez 16, 2018 2:20 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Dez 16, 2018 12:36 am

TONY Weckworth

Wusste er überhaupt einmal etwas? Seine Antwort auf jede Frage lautete keine Ahnung, letzten Endes aber ballerte er doch immer eine Theorie nach der Nächsten heraus. Ich glaubte ja fast schon das er nicht darüber nachdachte, antwortete und erst dsnn sein Hirn anstrengte. Ich konnte es mir nur denken, denn jedes Mal wenn er mit Deliah Problemen ankam, sah ich seinen Kopf rauchen. Es ratterte, so wie es jetzt im Moment auch tat. Er hatte versucht mit ihr zu reden. Das war neu. Seit wann redete Bryan über etwas mit ihr? Schmunzelnd stützte ich meinen Kopf in meine Hand, drehte mich zur Seite und zog ein Bein auf meine Couch. Sondeflich gemütlich war sie ja nicht zum schlafen, aber etwas anderes konnte ich ihm nicht bieten. Oder ich wollte nicht. Ihm war klar das er mit seinen Frauenproblemen und rumgejammer nicht sondeglich attraktiv aussah, oder? Das taten Männer in ddr Kneipe aber auch nie, aber wenigstens blieb bei Bryan noch das äußere. Ihn konnten die Frauen anschmachten, nur zuhören mussten sie ihm nicht. Und er heulte sich allen ernstes wieder aus, obwohl er eigentlich gesagt hatte, dass er keine Ahnung hatte. Dann musste er eindeutig besser darüber nachdenken was er getan hatte, irgendetwas war nämlich schief gelaufen. Oder Deliah war einfach nur verrückt, und er verstand es nicht. Schweigend runzelte ich die Stirn. Ich verstand es nicht? Das war ebenfalls neu. Er war mir noch nie mit diesem Spruch gekommen - am besten überlegte er sich aber auch gleich nocheinmal was er sagte, denn wenn er dachte ich verstand es ohnehin nicht, täuschte er sich. Er saß auf meiner Couch, hatte in meinem Bad geduscht und bekam mein Essen aufgetischt. Er konnte also wenigstens etwas Mühe vorweisen und reden. "Scvon Mal drüber nachgedacht das sie dein Verhalten kopiert?" Tat sie auch. Wenn sie Stress hatten verschwand er, und oftmals führte das dazu das er bei mir auftauchte. Und da kamen andere Frauen ins Spiel. "Du lässt sie nicht ran, sie lässt dich nicht ran. Sie spiegelt deib Verhalten wieder," sagte ich. Ich trank einen weiteren Schluck. Das ihm das nicht viel früher aufgefallen war. Oh nein er wollte mich jetzt mit Deliah in ein Boot setzen? Lachend schüttelte ich den Kopf, hob meine Hand und deutete auf meinen Ringfinger. "Ich bin seit Jahren mit Carter zusammen, und steh nicht auf Problemfälle wie dich. Du bist gut zum ansehen, aber für mehr bist du nichg zu haben. Der Unterschied ist das ich das weiß, sie aber immer noch hofft du gestehst ihr die Liebe." Mehr oder weniger zumindest. Zwar hatte ich immer noch keinen Ring an meinem Finger, aber Carter und ich mussten wohl auch gar keinen haben. Wir waren ohnehin scvon so lange zusammen, dass es keine Rolle mehr spielte.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 16, 2018 2:41 am

Bryan Heard
Wow, Tony musste ja nicht gleich so herablassend sein. Ich kannte sie besser, ich wusste das sie mich irgendwo auch als Typen respektierte, schließlich lud sie nicht jeden dahergelaufenen Gast aus der Kneipe in der sie arbeitete zu sich nach Hause ein. Was die Sache mit Deliah und mir anging, sie kannte sie nicht. Deliah konnte ein Herzloses Biest sein, ihre launen waren dabei unersträglich. Ich wusste ja noch nicht einmal, was ich für einen Fehler gemacht haben soll. „Ich hab auch gar kein Bock mehr auf die Scheiße“, gab ich gleichgültig von mir. Zum Teil macht eich es aber auch nur um mich ein wenig selbst zurück zu ziehen und mich vor den Vorwürfen zu schützen, die auf mich nieder gerasselt kamen. Meine Stimmungen schwankten. Von Gleichgültigkeit zu leichter Unstimmigkeit darüber was ich für Deliah empfinden sollte. Wir zogen das ganze seit ganzen Drei Jahren durch. Eine wirklich lange Zeit und nie hatte jemand dem anderen gesagt was er empfand. Es ging also eigentlich immer nur um Sex Geschichten. Doch konnte das nicht auch Liebe sein? Ach, was redete ich- Ich liebte sie doch schon lange nicht mehr. Oder? Das was wir hatten war etwas anderes. Wie sollte man es beschreiben, es war kompliziert. „Du stehst auf langweilige gestriegelte Kerle ist klar“, auf ihren Blick erhob ich mich und nahm eines der Fotos in die Hand. Ich tippte mit dem Finger auf „ihren“ Carter und zog eine Augenbraue in die Höhe. „Dieser Typ hier? Wirklich? Ich meine verstehe mich nicht falsch, ich habe nur gedacht du stehst auf Typen die ein wenig mehr (…..)“ Naja, dafür hatte ich gar keine richtigen Worte. Carter sah aus wie ein 0815 Typ von der Straße. Der Vorzeige Kerl, der Typ im Anzug, der Erfolgreiche, den den alle liebten. Der perfekte Schwiegersohn weil er immer alles und jeden sofort ins Herz schloss. Der Kerl mit Geld. Der Streuner in sein Zuhause ließ und für Obdachlose einen Pullover strickter. Völlig übertrieben gesagt. Und dazu war er auch noch Sportlich, wenigstens zeigten dies die Fotos. Dennoch wirkte er nicht wie ein Kerl der seinen eigenen Standpunkt präsentierte. Eher wie jemand der seine Nase tief in die Arbeit steckte, anstelle davons ich um seine Freundin zu kümmern. Alleine äußerlich passte er absolut nicht zu Tony. Er wirkte viel zu nett. „... die anders sind halt“; beendete ich meinen Satz nach einer kurzen Pause und stellte es wieder zurück. Mit dem Bier in der Hand blieb ich ein wenig auf den Beinen und sah vom Foto zu der kleinen schwarzhaarigen. „Ich bin vermutlich besser anzusehen als „dein“ Carter mhm?“, zog ich sie neckend auf und nuckelte am Flaschenrand meiner Bierflasche. Elegant schob ich mir mein nasses blondes Haar aus dem Gesicht und lächelte leicht. Auf das was aus Tonys Mund kam, verdrehte ich die Augen. Oh Himmel. Bla Bla Bla. Bla Bla. Das was sie da sagte war nicht gerade das, was ich erhoffte. Liebe- Wieso ging es immer um Liebe?- je länger ich darüber nachdachte umso schneller machte sich ein Hirntumor in mir breit. Diese Gefühle waren Quatsch. Wieso fuhren alle Frauen nur so sehr darauf ab. Wir sollten uns binden? Was kam als nächstes eine Hochzeit? „Weil es Blödsinn ist“, entfuhr es mir beinahe schon hilflos. Hörte sie mir zu? „Wenn ich jeder Frau mit der ich im Bett war sagen müsste, dass ich sie liebe, denn wäre ich schon Millionen Mal verheiratet gewesen. Sie hat doch selbst auch gar kein Bock darauf. Wir haben darüber geredet. Wenigstens würde sie nicht so eine Scheiße mit mir abziehen, wenn es ihr wichtig wäre. Woher soll ich wissen das sie es nicht mit jedem -beliebigen Kerl in jeder Ecke treibt? Soll ich alles tolerieren und mich von ihr einengen lassen? Ich meine von mir aus kann sie auch machen was sie will. Spielt ja auch gar keine Rolle.“ Ich redete mich nur wieder in Rage. „Ich hab doch nur keine Ahnung wo ich hin soll.“ Ich hab quasi bei ihr gewohnt und nun stürzte alles auf einmal ein.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Dez 16, 2018 8:35 am

TONY Weckworth

Er musste der Wahrheit ins Gesicht blicken: wenn er so weiter machte wie gehabt, würde er irgendwann wirklich noch auf der Straße landen. Er hatte keinen Job, vögelte alles was nicht schon bei drei auf dem Baum war, verhielt sich wie ein unreifer Vollidiot der eigentlich besser wusste, was er tun sollte. Tat er aber nicht, weil es ihn eigentlich gar nicht erst interessierte. Er war lediglich im Moment gestresst, da er keinen Ausweg aus der Situation wusste. Deliah und er hatten zusammengelebt, mehr oder weniger zumindest. Und nun hatte sie ihn rausgeworfen, aus was für Gründen auch immer. Er hatte keine Lust mehr. Das konnte ich sehen, trotzdem musste er es hören. Wenn er sich weiterhin so verhielt wie er es gerade tat, würde er in seinem Leben absolut nichts erreichen. Wollte er ernsthaft zum Versager werden, der noch nicht einmal einen Job halten konnte? Ich verheimlichte ihm die Wahrheit nicht, und das wusste er. Deshalb kam er doch jedes Mal zurück, zumindest am Anfang war es so gewesen. Mittlerweile waren wir einfach zu gut befreundet, und seine Freunde schienen ihn ja nicht wirklich kalt zu lassen. Lediglich seine Frauengeschichten waren ein klein wenig übertrieben. Aber hey - es war sein Ding. Es war seine Entscheidung. Und ich würde mich nicht darin einmischen. Ich würde ihm lediglich das sagen, was ich immer tat. Das er seine Scheiße endlich in den Griff bekommen musste, denn so ging es eindeutig nicht weiter. Fragend runzelte ich die Stirn und beobachtete ihn. Oh natürlich musste er sich darüber auslassen das Carter kein tätowierter Schläger war. "Du dachtest ich steh auf Typen wie dich?" Das wollte er doch eigentlich damit sagen. Ich verdrehte lachend die Augen, rutschte etwas nach unten und legte den Kopf an die Rückenlehne. Carter und ich kannten uns schon unfassbar lange, waren gemeinsam aufgewachsen, und irgendwann hatte sich daraus nun einmal mehr entwickelt. Ganz unromantisch, wer brauchte das aber auch schon? Im Leben ging es doch sowieso nicht um Romantik, sonst würde ich wohl auch kaum in einer abgegriffenen Kneipe hinter der Bar stehen, und mir die Sorgen irgendwelcher wildfremden Menschen anhören. Weshalb Menschen Kneipe mit Therapie gleichsetzten, konnte ich bis heute noch nicht sagen. Kurz schielte ich zu ihm, zeigte jedoch gar keine Reaktion.Erst nach einigen Sekunden lachte ich auf. "Bild dir nichts ein, du siehst nur was über den Klamotten ist," antwortete ich. War er besser als Carter anzusehen? Möglicherweise. Würde ich ihm das sagen? Ganz bestimmt nicht, sein Ego war doch ohnehin schon groß genug. Zumal ich wirklich nicht wusste weshalb er ausgerechnet von mir hören wollte, dass er ein Schönling war. Deliah hatte ihm das doch bestimmt ziemlich oft bewiesen. Erneut trank ich von meinem Bier, stellte die Flasche am Tisch ab und seufzte Kopfschüttelnd. Er lernte auch nie dazu. Glaubte er allen Ernstes sie würde sich so benehmen, wäre da absolut nichts? Ihm war schon klar, dass ich hier als Frau zu ihm sprach und nicht etwa als seine Freundin, oder? "Red dir ein was du willst, aber der Kleinen hast du den Kopf verdreht." Nicht auf die Gute Weise, zumindest nicht wenn er das im Sinn hatte, was er nun einmal tat. Es überraschte mich doch nun auch überhaupt nicht, dass Bryan irgendwann von ihr vor die Tür gesetzt worden war. "Ich hab dir gesagt du kannst hier bleiben. Ich werf dich bestimmt nicht raus, aber irgendwelche Frauen nimmst du hier nicht mit," denn dann würde ich ihn vor die Tür setzten. Sollte er lieber mit ihnen zu ihr nachhause gehen. Ich konnte Carter schon erklären was Bryan auf meiner Couch zu suchen hatte, wenn er hier schlief, eine Frau war eindeutig zu viel. Vor allem weil die wahrscheinlich auch noch auf völlig falsche Gedanken kommen würde. "Dir bleibt wohl nur über sie entweder zu vergessen, und nicht wieder zu ihr zurück zu rennen, oder du kneifst den Arsch zusammen und stellst dich ihrer Wut." Wahrscheinlich wollte sie das gar nicht. Sie hatte ihn rausgeworfen, und mit ihm gesprochen hatte sie auch nicht. Sollte er doch in die Wohnung einsteigen und sie überraschen, dann konnte sie wohl kaum entfliehen. Und Bryan war wahrscheinlich schon dazu im Stande. Ich stand ebenfalls auf, schob das Bild von Carter und mir zurück auf den Kaminsims und tätschelte seine Wange. "Mach dir weniger Gedanken um das warum, und mehr um das wie du es wieder richten willst Schönling. Deliah wird sich nämlich ganz bestimmt nicht das Bein dafür ausreißen," erklärte ich breit grinsend. So wie es sich anhörte, redete sich ja selbst Bryan etwas ein. Weshalb machte er sich denn so viele Gedanken über etwas, das nichts Ernstes war? Darüber sollte er wohl auch einmal nachdenken.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am So Dez 16, 2018 10:19 am

Carson Richards
Ich hob eine Augenbraue, als sie mir ihre Verschwörungstheorie offenbarte. Nein, ich trug zu Hause natürlich keine Anzüge, aber ganz sicher trug ich auch keine Jogginghosen. Sie hatte recht, ich besaß nicht einmal welche. Ich hatte bloß Shorts, wenn ich Tennis spielen ging. Allerdings schlussfolgerte sie daraus eine völlig andere, neue Möglichkeit. Wenn ich zu Hause war, trug ich Chinos und Stoffhosen, die etwas mehr Freiheit ließen als Anzüge und darauf ein leichtes Baumwoll-Hemd. Zumindest war das meistens so. Sie aber glaubte, dass ich dann nackt zu Hause herumlaufen müsste. Ich schmunzelte, schüttelte nur fassungslos den Kopf. Sie war wirklich verrückt. „Natürlich… zwischen Anzügen und Jogginghosen gibt es ja auch keine weiteren Kleidungsstücke!“ Nein, es gab nichts dazwischen. Es gab nur overdressed, underdressed und nackt. „Weißt du… wenn du mich nackt sehen willst, musst du nicht mit bis zu mir nach Hause kommen. Wir können auch zusammen auf der Toilette hier verschwinden.“ Das wiederum war absolut nicht mein Stil, also war klar, dass ich nur scherzte. Ja, diese Frau brachte mich allen Ernstes dazu Witze zu reißen! Auch das war nicht meine Art, aber hey, das zeigte nur wie gut wir als Pärchen funktionieren würden. Die Presse würde uns sicher lieben. Wie könnten sie auch nicht bei so einer Frau? Sie war nicht nur hübsch, sie hatte tatsächlich auch etwas im Kopf - auch wenn vieles davon recht wirr und verrückt zu sein schien. Aber dumm war sie keineswegs. Immerhin hatte sie mich dazu gebracht einen Obdachlosen einzustellen! „Uhm… nein, ich bezweifle, dass ich es je lieben werde. Das klingt viel zu fettig und ungesund. Und wenn ich das je lieben sollte, dann werde ich aufdunsen wie ein Luftballon und dann werde ich dieses Zeug sicher nicht mehr mögen.“ Ich meine… so ungesund und fettig das klang, war es vermutlich auch. Das wollte ich meinem Körper nun wirklich nicht antun. Es gab weitaus leckerere Dinge, die auch gleichzeitig gesund und natürlich waren. Wie etwa besagter Käse, der unglaublich gut zu herbem Rotwein passte. „Manchego Käse. Sag nicht du kennst den nicht? Das ist… Hartkäse, ähnlich wie Parmesan, der aus Schafsmilch hergestellt wird. Wirklich sehr lecker.“ Hier in New York gab es allerdings auch nicht sehr viele Käsesorten. Die meisten Amerikaner kannten nur Cheddar. Für sie war Gouda schon ein Leckerbissen, dabei war das einfacher Käse, den man überall kaufen konnte. Manchego allerdings hatte einen ganz eigenen Geschmack. Tja, ich war wohl einfach zu anspruchsvoll. Ich schob unsere leeren Teller auf Seite und lehnte meine Unterarme auf den Tisch, während ich mich mehr in ihre Richtung lehnte. „Du unterschätzt diese Clubs. Dort fließen literweise Champagner und teurer Vodka. Du glaubst nicht wirklich, dass dort nur Rotwein genippt wird, oder?“ Sie hatte wirklich keine Ahnung von dem Leben, das ich führte, oder? Sie hielt mich für oberflächlich und verwöhnt. Da war ich mir ganz sicher. Aber dennoch war sie hier mit mir, oder? „Ich bin nicht dumm. Du kannst mein Ego noch so sehr angreifen, du kriegst mich nicht in einen Pub. Nicht hier in diesem Teil New Yorks. Wenn dann finden wir eine Abmachung, die uns beiden gefällt. Es gibt sicher Pubs, die zwischen unseren beiden Welten liegen. Finden wir eine Lösung, für die ich mich nicht umziehen muss.“ Selbst wenn ich mich für meinen Geschmack locker kleidete, wäre ich sicher noch weit zu overdressed für einen Pub, in dem sie sich gern herumtrieb. „Wer weiß… wenn du dran bleibst, kriegst du vielleicht irgendwann deine Chance mich in Jeans und Tshirt in einen Pub deiner Wahl zu schleifen… aber nicht morgen, Schätzchen. Dafür musst du dich schon ein bisschen mehr anstrengen.“
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 16, 2018 2:33 pm

Bryan Heard
Ich sah auf Tonys Worte erneut zum Bild. Was fand sie an einem Typen wie diesen? Frauen waren mir manchmal echt ein Rätsel. Tony war smart, ich glaubte kaum das sie an einer Geschmacksverirrung litt. „Was unter den Klamotten ist?“, wiederholte ich ihre Frage und es erschauderte mich schon fast. Das war in der tat zu viel Information. „Es muss reichen um dich im Bett bei Laune zu halten Schätzchen, ansonsten wäre es der Rede gar nicht Wert. Entweder das, oder du weißt gar nicht was wirklich zählt.“ Er sah wenigstens nicht so aus, als würde er sich um die Bedürfnisse von seiner „Süßen“ kümmern. Es war kein Geheimnis, dass ich gelegentlich versuchte mir Tony zu flirten. Sie war wirklich eine Süße. Sie war taff, konnte ihre Meinung vertreten und sorgte sich nicht um den ganzen anderen mist. Zudem sah sie nicht aus wie eine Barbiepuppe. Deliah hingegen kam der Sache schon ein wenig näher. Sie legte sehr viel Wert auf ihr äußeres und hatte schon ziemlich viele Allüren. Ich brummte leicht unzufrieden und bewegte mich wieder auf die Couch zu. Tony sagte mir genau das, was ich nicht hören wollte. Ich warf ihr einen Blick zu. Konnten Sachen nicht einfach unverbunden sein? „Wo steckt dein Romeo denn heute Abend?“ Ich warf einen Blick auf die Uhr im Raum. Es war schon reltaiv spät und den Schuhen im Flur nach zu Urteilen konnte man eigentlich nicht leugnen, dass er ebenfalls hier nächtigte. Ich vermutete das Tony mir jetzt an den Kopf warf, dass er arbeiten war oder gerade versuchte irgendwelche leben „zu retten“, weil er ja ein sehr toller Kerl war. Doch war sie wirklich Glücklich damit? Sie schob beinahe jede Nacht ihre Schichten in der Kneipe und wenn ihr „Vorzeige“ Freund ebenfalls jeden Tag arbeiten war, musste sie ziemlich einsam sein. Ich musste diese Worte nicht ausprechen um zu wissen, dass sie stimmten. Menschen taten alles um sich hinter ihren Gefühlen und Gedanken zu verstecken. Nur nach außen hin wollten sie ein tolles Bild abgeben. Ich zog meine Beine auf die Couch und stellte das Bier vor mir auf den Tisch. „Glaubst du nicht, ich habe wichtigeres zu tun als das was kaputt ist wieder zu richten?“, fragte ich skeptisch und zog eine Augenbraue in die Höhe. „Und damit meine ich nicht die Dinge die dir in den Sinn kommen.“ Verurteilen konnte ich mich selbst. Tony war zu Gut für diese Welt. Sie dachte vermutlich genau wie Deliah, dass ich die Sache verbockt hatte. Ich hatte keinen Job, keine Wohnung und kein richtiges Geld. Und was war Schuld an diesem Schlamassel? Vermutlich mein eigener Fauler Arsch. Doch ich hatte wirklich wichtigeres zu tun. Tony wusste nun mal doch nicht unbedingt alles um sich darüber ein Bild zu machen.


Zuletzt von Troian. am So Dez 16, 2018 10:07 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 16, 2018 6:46 pm

Pete Connors
Er hatte Recht mit dem was er sagte. Joaquim Jenson kannte mich. Er hatte mich seit meinen Anschlag gegen ihn, sogar in seiner Hand. Es brauchte nur einen Falschen Schritt zu geben und ich war Geschichte. Wobei ich ihn nicht so Herzlos einschätzte wie seinen Vater. Ich war auf diese Arbeit angewiesen. Einen anderen Job würde ich vermutlich nicht bekommen. Ich bezweifelte das Joaquim mir ein gutes Arbeitszeugnis ausstellte. Genau aus diesem Grund benutzte er mich schließlich auch ein wenig und er wusste, dass ich gezwungen war meinen Job außerordentlich gut zu machen. Klar, besaß ich die Qualitäten dafür, doch innerlich ging es schon alles an meine Nerven. Glaubte er denn, ich machte mir über das was passiert war keine Sorgen? Und alleine das ich ihn fragte wie es ihm bei dem ganzen Chaos ging, zeigte doch wie wichtig er mir eigentlich war. Natürlich konnte ich Joaquim voll und ganz verstehen. Was wir ihm genommen hatten war unverzeihlich. Nur wegen uns trug er diese Narben auf Lebzeiten mit sich herum. Doch war es nicht immer so? Er brachte so viele Opfer. Glaubte er nicht auch, dass das eines der Opfer gewesen war? Niemals würde er jetzt dort stehen wo er stand, wenn dieses Opfer nicht Notwendig zu sein schien. Er war stäker als die Tatsache sich selbst dafür zu bemitleiden das er Blind war. Er war Stark genug den Posten seines Vaters zu übernehmen und das, obwohl er nichts sah. Für ihn war die Sache dennoch alles andere als leicht. Und wie für Viele war es eben leichter mit dem Finger auf jemanden zu zeigen als sich Gedanken über das zu machen was wirklich passiert war. Ich war mir dessen was ich getan hatte bewusst und ich wusste auch wie schwer es für ihn war. Doch wenn er wirklich so viel hass und wut empfand, denn würde er ganz anders mit mir umgehen. Er vertraute mir, selbst wenn es niemals über seine Lippen kommen würde. Vermutlich erwartete ich auch einfach viel zu viel von ihm. Auf gar keinen Fall wollte ich jedoch das die Sache ihn überforderte. Er hatte schon genug um die Ohren und das würde es vermutlich nicht besser machen. „Vergiss es, reden wir einfach nicht drüber.“ So wie es bis jetzt war. Selbst wenn ich damit nicht unbedingt einverstanden war. Die Sache würde ich vorerst nicht ändern und damit musste ich wohl leben. Ich wusste schließlich gar nicht wo ich Anfangen sollte. Joaquim verschloss sich immer wenn es um dieses Thema ging und so sollte es wohl auch erstmal bleiben. Wunder würden wahrscheinlich nicht passieren. Ich presste meine Lippen feste aufeinander und nahm einen tiefen Atemzug. Ungeduldig beugte ich mich über den Papier Haufen. „Sie müssen noch hier unten unterschreiben“, meinte ich leise und deutete auf die Unterste Ecke des Papiers. Es war wirklich seltsam ihn zu „sietzen“- doch als Angestellter war es meine Aufgabe. Klar war es nicht das was ich wollte, doch zwischen dem was ich wollte und dem was vorgeschrieben war, lagen Welten. Ich musste mich irgendwann wohl einfach damit abfinden. Damit Abfinden, dass Joaquim und ich uns nichts mehr zu sagen hatten. Es würde so bleiben und ich musste mich damit abfinden einfach meinen Job zu machen. Selbst wenn ich nicht wusste, wo mir der Kopf bei der ganzen Sache stand. „Bevor ich es vergesse, sie haben noch sehr wichtige Dokumente um die sie sich sofort kümmern sollten. Es geht um ihren Vater.“ Ich nahm den Umschlag aus der unteresten Ecke des Stapels, checkte ob es sich um den richtigen handelte und öffnete ihn. „Es geht um das Erbe das ihr Vater hinterlassen hat.“ Doch bevor ich weiterlaß schob ich ihn zu ihm herüber. Ich hatte nicht wirklich Ahnung davon, was genau sein Vater mit Joaquim besprochen hatte. Das war eine Private Familienangelegenheit und dies sollte auch weiter so bleiben. Vielleicht hatte er ja auch vor das mit seiner Mutter zu besprechen anstelle von mir. Ich wollte mich nicht zu sehr in die Familienangelegenheiten einmischen. "Wollen sie sich später mit ihrer Mutter zusammen setzten?", fragte ich vorsichtig. Joaquim sprach nicht viel über seinen Vater. Genau aus diesem Grund wusste ich nicht wie nahe ihm dieses Thema mittlerweile ging. Dennoch wusste ich wie hart es für ihn sein musste alleine daran zu denken.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am So Dez 16, 2018 7:29 pm

Joaquim Jenson
Ich ertrug das hier nicht… Es war schwer genug über all das zu reden, aber dann auch noch mit Pete? Er wusste ganz genau wie sehr ich ihn geliebt hatte. Er war mein Freund gewesen. Ich hatte ihn gebraucht und an meiner Seite wissen wollen, aber stattdessen… hatte ich erfahren, dass er mich hintergangen hatte. Er war dafür verantwortlich, dass ich blind war. Ich hatte Pete vertraut und sein Verrat hatte mich mehr verletzt als alles andere. Es hatte beinahe so weh getan wie die Wochen, in denen ich geglaubt hatte Mika hätte mich freiwillig verlassen. Ich hätte Pete hochkant herauswerfen müssen, als ich das erfahren hatte, aber das hatte ich nicht über’s Herz gebracht. So sauer ich auch auf ihn gewesen war und so sehr ich ihn für das alles hasste, ich konnte ihn nicht fortschicken, weil ich ihn immer noch brauchte. Für die Arbeit hier. Zumindest redete ich mir das ein. Ich brauchte ihn für die Arbeit, aber auch als meinen persönlichen Assistenten. Es gab eben einige Dinge, die ich nicht mehr tun konnte seit ich blind war und seit jeher hatte Pete diese Aufgaben dann für mich übernommen. Im Nachhinein wirkte das nur fair, oder? Er nahm mir diese Fähigkeiten und sorgte stattdessen dafür, dass er mir half diese Dinge zu erledigen. Es würde eine ganze Weile dauern, bis ich darüber hinweg war. Ich musste das alles erstmal verarbeiten und Pete ließ mir kaum Zeit dazu. Musste er das alles jetzt schon ansprechen? Es war zu früh dafür! Es war einfach zu früh! Er konnte nicht von mir erwarten ihm das alles so früh zu verzeihen. „Nein, nicht jetzt Pete. Noch nicht.“, korrigierte ich ihn. Es war nicht so als würden wir nie darüber reden. Mir war durchaus bewusst, dass er das alles nicht getan hatte, um mich zu verletzen. Er hatte nicht mich damit ins Visier nehmen wollen, aber dennoch hatte er es getan. Es würde seine Zeit dauern. Erst dann würde ich darüber reden. Ganz sicher aber nicht jetzt. Ich atmete tief durch und versuchte den ganzen Stress von eben erstmal zu vergessen. Ich war durcheinander genug wegen der ganzen Sache mit Mika. Das konnte ich nicht auch noch hier drin gebrauchen! Ich setzte die letzte Unterschrift unter ein Dokument und atmete tief durch, als Pete etwas aus dem Stapel hervorkramte. Dokumente meines Vaters… Das war etwas, um das ich mich gerade absolut nicht kümmern wollte. Ich schluckte hart, als mir Pete die Unterlagen vor die Nase legte. Ich presste die Lippen aufeinander. Nein, das war gar nicht gut. „Wir haben sein Testament aufgestellt, als ich noch sehen konnte. Es ist getippt. Ich kann es nicht lesen… Außerdem… hat mein Vater es sicher geändert. Nach meinem Unfall, nach Mutters Schwangerschaft. Sicher steht jetzt Luke drin. Er wird alles geerbt haben. Das Imperium, die Villa, das Geld. Lies es mir vor.“ Ich musste es wissen. Es ging mir nicht um das Geld. Das alles hatte mich nie interessiert. „Und mach einen Termin mit meiner Mutter. Sie muss mit mir entscheiden, was mit diesem Testament passiert…“ Sie würde Luke genauso wenig in diese Rolle stecken wollen wie ich sie hatte haben wollen. Er war ein unschuldiges Kind und diese Branche hier würde ihn verschlingen. Meine Mutter würde ihm das nicht antun wollen, das wusste ich. Wenn sie ihn also davor beschützen wollte, dann würde ich dafür sorgen müssen, dass alle Kopien des Testaments verschwinden würden und dass der Notar, der eben dieses aufgesetzt hatte, schweigen würde. Ich würde diese Arbeit hier fortführen. Von mir aus konnte Luke über die Villa und die persönlichen Ersparnisse Vaters verfügen, aber diesen Job hier wünschte ich ihm nicht. Sollte er, wenn er volljährig war, dieses Geschäft tatsächlich übernehmen wollen, dann sollte er das tun, aber auf keinen Fall sollte er in all das hineingezwungen werden, so wie ich.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Dez 16, 2018 8:21 pm

DELILAH Thompson

Ich schlussfolgerte in eine Richtung, in die meine Gedanken zu diesem Zeitpunkt wohl kaum verlaufen sollten. Und Carson sah es als Anlass, einen Witz zu reißen. Es war das erste Mal, dass er wirklich und ohne darüber nachzudenken einfach mit irgendetwas kam - für gewöhnlich brauchte er doch eine Sekunde um sich auch wirklich sicher zu sein, dass es ihm und seiner Sache helfen würde. Vor allem beim Geschäftlichen warf er nicht einfach so mit Worten um sich, hielt sich lieber bedeckt. Etwas, was ich gerade nicht sah. Er entspannte sich, und wurde locker. So wollte ich ihn sehen, nicht zugeknöpft an seinem Kaffee schlürfend, mit den Gedanken beim nächsten Deal den er für diese Umweltorganisation ausfeilen sollte. Dabei machte mir Carson gerade wirklich ein Angebot, dass ich zwar sofort angenommen hätte, aber so doch nicht stehen lassen wollte. Ich hätte dieses Angebot angenommen, wüsste ich nicht schon von vorn herein das es nicht ernst gemeint war. Zumal ich wirklich nicht glaubte das er darüber nachgedacht hatte. "Ich glaubte kaum das ich dich auf der Toilette nackt sehen würde," grinste ich. Denn normalerweise ging man nicht in eine öffentliche Toilette um sich gemütlich aus- und dann wieder anzuziehen. Man trieb es in diesen Kabinen um schnell damit fertig zu sein, entweder weil man es für einen Kick hielt oder aber weil man es einfach nicht aushielt länger zu warten. Andere trieben es zwar auch für Geld an diesen Orten, aber meist war das nicht in Cafés oder ähnlichem, sondern abgestandenen Bars und dunklen Clubs. Weshalb dachte er bitte darüber nach ob meine Pommes fettig waren oder nicht? Natürlich waren sie fettig, genau das war doch auch der Sinn der Sache. Wahrscheinlich musste ich ihn wirklich einfach dazu zwingen es zu probieren. Er musste sich ja nicht gleich einen Kilo davon reinschaufeln, er soltle es lediglich kosten. Er hatte ebenso wenig Ahnung von Fast Food und Pommes, wie ich von seinem wie-auch-immer Käse. Woher sollte ich den denn aber auch kennen? Sah ich aus als würde ich Samstags Abend Wein schlürfen und Käse verkosten? Das war vielleicht sein Ding, aber ich gehörte eindeutig nicht in diese Kreise. Wollte ich es? Um ehrlich zu sein war ich ganz glücklich mit dem was ich hatte. "Das klingt für mich genauso ekelhaft wie für dich meine Pommes," stellte ich fest. Das stand fest. Ja, dieser Käse klang grauenvoll. Einfach nur nach etwas, das ich gleich wieder ausspucken würde. Wie waren wir eigentlich vom Geschäftlichen auf das hier zu sprechen gekommen? Ja, er hatte gesagt das wir uns über interessantere Dinge unterhalten würden, aber um ehrlich zu sein wusste ich nciht ob ich ihn dadurch jetzt besser kannte, oder ob ich mir hier gerade ein Bild von ihm malte, das der Wahrheit nicht entsprach. Mit geschürzten Lippen lehnte ich mich ihm entgegen, verzog grinsend das Gesicht. "Doch. Eigentlich dachte ich das genau das passiert. Ihr sitzt dort alle in euren Anzügen und verkostet irgendwelche Schweineteuren Champagner und Weinsorten," erklärte ich. Genauso stellte er sich doch aber auch meine Lieblingsorte als etwas vor, das sie nicht waren. Wahrscheinlich dachte er an laute, stinkende Bars in dem Football geschaut wurde, und die Männerkörper sich schwitzend aneinander rieben. Die mochte ich auch nicht. Er hatte es gemerkt. Ging ich hier zu offensichtlich voran, oder weshalb hatte er gemerkt das ich sein Ego ansprach? Wahrscheinlich war er wirklich einfach ein zu guter Geschäftsmann um mit diesem alten Trick voran zu kommen. "Du kannst dich ja auch einfach ausziehen," schmunzelte ich. "Vorausgesetzt wir gehen nicht trinken sondern zu dir." Das war eindeutig nicht der Plan. Er wollte mit mir essen gehen, und ich war mir eigentlich schon ziemlich sicher das er mich nicht irgendwo in ein Restaurant bringen würde das ganz okay ausstrahlte. Wahrscheinlich musste ich dafür meinen Kleiderschrank erst einmal durchforsten, das schwarze Kleid aber sollte wohl eigentlich doch ganz in Ordnung sein. Etwas teureres und besseres hatte ich doch ohnehin nicht! Schmunzelnd lehnte ich mich wieder zurück, zog eine Augenbraue in die Stirn und musterte ihn. "Dann darf ich aber auch mitreden wo wir morgen Essen gehen," stellte ich fest. Wenn ich mich etwas mehr anstrengen musste ihn in ein Pub zu bekommen, würde ich es ihm nicht so leicht machen mir überteuerten Rotwein zu verkosten, und Käse vorzusetzen. Wahrscheinlich würde das sowieso nicht passieren, aber vorbereitet musste man bei ihm wohl immer sein.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Dez 16, 2018 8:21 pm

TONY Weckworth

Carter und ich kannten uns mittlerweile seit Jahren. Irgendwann im Laufe unserer Schulzeit waren wir aneinander geraten, letzten Endes aber war aus dieser kleinen Streiterei wegen irgendeinem Skateboard, das hier geworden. Es war nicht romantisch, Jahrelang waren wir Freunde gewesen, bis wir eines Abends nun einmal entschieden hatten, dass da möglicherweise doch etwas sein könnte das auf mehr hindeutete. Wir waren mit einander ausgegangen, hatten die Tage gemeinsam verbracht, und irgendwann waren wir verliebt gewesen. Würde ich mein Leben für ihn geben oder behaupten, dass er die Liebe meines Lebens war? Nein. Das würde Carter aber ebenso wenig, denn er war ebenso Realist wie ich. Wir wussten, dass es verdammt schnell zu Ende sein könnte. Er musste nur etwas falsches tun oder sagen, ich musste nur irgendwie dumm ankommen - das hier war zwar sehr viel stärker als die Zeit, aber dennoch nicht unbesiegbar. Deshalb ließ ich mir von nichts und niemandem reinreden. Auch nicht von Bryan, der ohnehin mehr davon hielt alles was weiblich war, hinterher zu gaffen. Ich bemittleidete ihn mittlerweile wirklich, denn so konnte es sich wirklich nicht sonderlich nett leben lassen. Lachend zuckte ich die Schultern. Was ging es ihn an, ob Carter gut im Bett war oder mich vernachlässigte? Ich konnte mich nun wirklich nicht beschweren, und selbst für die vielen Jahre die wir nun zusammen waren, wurde es nicht langweilig. Bryan war doch nur mies gelaunt weil Deliah ihn rausgeworfen hatte und ich ihn nicht in mein Bett ließ. Dort war Platz für nur einen Mann, und dieser war nicht zuhause. Das fiel Bryan auch ziemlich schnell auf. Was? Dachte er ich würde meinem langjährigen Freund nicht vertrauen? Nur weil man Bryan nicht vertrauen konnte, hieß das noch lange nicht das ich nicht sehr viel mehr in meinem Freund sah als Deliah es tat. Dabei war es bei ihnen ja noch nicht einmal etwas ernstes gewesen, und Bryan dachte auch nicht das da Gefühle im Spiel waren. Selbst wenn, es ging mich nun wirklich nichts an. "Im Krankenhaus. Carter hat Nachtschicht," antwortete ich. Er hatte Nachtschicht, ich arbeitete Tagsüber. Zumindest für ein paar Tage war es so. Eigentlich hatten wir es mittlerweile geschafft, unsere Arbeitszeiten wenigstens ein klein wenig anzupassen, sodass uns doch etwas mehr Zeit blieb, im Moment aber ging wohl alles drunter und drüber im Krankenhaus. Deshalb war er auch leicht reizbar, was die Situation zwischen uns angespannter machte als für gewöhnlich. Ich nahm es ihm nicht übel, zwei Tage ohne Schlaf durchzuarbeiten, und sich dann meine Sorgen anhören zu können, war wohl kaum erfreulich. Ich brachte die leere Flasche zurück in die Küche, nahm mir dieses Mal ein Glas Wasser mit und ließ mich wieder in meine Couch sinken. "Du hast besseres zutun?" Das glaubte ich ihm nun wirklich nicht. Fragend runzelte ich die Stirn. Was ich dachte? Was glaubte ich denn? Ich glaubte, dass er sich hier etwas einredete, um einer Situation aus dem Weg zu gehen, der er sich nicht stellen wollte, weil sie möglicherweise bedeuten könnte das sich etwas veränderte. Oder das er Deliah letzten Endes gänzlich verlor, weil ich Recht hatte und Gefühle im Spiel waren. "Ich denke du hast nichts zutun," stellte ich fest. Was konnte denn so wichtig sein, dass er seine Probleme nicht einfach richten konnte? Also bitte, zwar kannte ich nicht etwa seine dunkelsten und tiefsten Geheimnisse, aber ich war mir doch ziemlich sicher zu wissen das er nicht wirklich etwas zutun hatte, wenn er die meiste Zeit damit verbrachte irgendwelchen Weibern hinterher zu laufen, oder in meiner Kneipe zu trinken. Sonst würde er sich ja wohl auch auf seine Wichtigkeiten konzentrieren, so aber schien es mir nun wirklich nicht ansatzweise so dringend zu sein.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 16, 2018 9:50 pm

Bryan Heard
Super. Er war Arzt oder Krankenpfleger. Ich wusste das ich auf mein Gespür vertrauen konnte. Obwohl- was machte ich mir darüber eigentlich Sorgen? Regte es mich auf, weil er mehr im Leben erreichte als ich? Er war eine Flachzange. Ich musste mich nicht mit ihm messen. Auch wenn er so verdammt zynisches grinsen auf diesen Bildern hatte. Angestrengt versuchte ich auf ihre Worte nicht die Augen zu verdrehen. „Dinge eben“, wieder sprach ich fast schon bockig und rutschte ein wenig in die weiche Couch hinein. Ich war ihr gar keine Rechenschaft schuldig und das sie jetzt auch noch so frech wurde war ganz schön (…..) süß. Sie schmunzelte, war sich ziemlich siegessicher, dass mir kein Argument mehr einfiel und trank einen schluck Wasser aus ihrem Glas. Ich schüttelte den Kopf, als mir doch ein grinsen entwich und ich mit einem Kissen nach ihr warf. „Kannst du auch Dinge zu mir sagen die weniger an eine persönlich-private Psychatrische Therapiestunde heran kommen?“, fragte ich und konnte nicht verhindern ein wenig zu lachen. Ich kam mir genauso dämlich vor wie jeden Abend in der Bar wo mir der Alkohol zu Kopf stieg. Wobei ich diese seit Jahren bewusst tatsächlich nur wegen Tony besuchte. Es gab auch nette Abende. Nächte in denen ich mich nicht im Besäufnis verlor. Natürlich. Es gab auch viele Kneipen in NewYork und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde dass diese die aller beste in der Stadt war, doch sie war eben durch Tony ein Stück Heimat geworden. Außer ihr hatte ich in meinem Leben nämlich so gut wie niemanden mehr. Eine ziemlich lange Geschichte doch irgendwie hatte ich es bis heute immer wieder geschafft die Leute von mir zu stoßen, die mir am wichtigsten waren. Familie hatte ich kaum mehr. Wenigstens wusste ich nicht wo ich Anfangen sollte zu suchen. Die Tragödie meines Familiennamens war lang und ich wusste vieles würde Tony zu tiefst erschrecken, wenn sie wüsste WER meine Eltern waren. Jeder reagierte so. Weil Chord und Lillian Heard so etwas wie ein Mysteriums New York warens. Sie waren wie vom Erdboden verschluckt und hatten mich bei meinem völlig verrückten Onkel Clint Adams gelassen. Ja, er war der Beste. Man konnte förmlich sagen das er mir durch die Jahre als der wichtigste Mensch meines Lebens geworden war. Alles was ich konnte, wusste ich von ihm und würde er mich nicht davor aufhalten meine Eltern zu suchen, hätte ich es vermutlich schon getan. „Ich weiß was du glaubst was mein Problem ist. Tony im Ernst ich komm klar, ich brauche keinen Job und ich brauche kein Geld.“ Denn davon hatte ich im eigentlichen Sinne genug. Genau aus diesem Grund verschwieg ich wer ich war und was meine Familie war! Vielleicht war ich zu eigen auf das Familienerbe zu zugreifen oder zu Stolz. Meine Mutter war eine begabte Künstlerin und mein Vater war der Organisator von irgendwelchen fragwürdigen Gangmachenschaften- durch die ich selbst heute nicht durchblickte. Selbst Clint lieh mir gelegentlich Kohle, doch darauf wollte ich nicht angewiesen sein. Auf nichts davon! Diese ganze Geheimnistuerei und dieses mysteriöse Leben. An den Händen meiner Eltern klebte Blut und dann verschwanden sie einfach so. Schon früh hatte Clint mir versucht beizupolen, dass ich der Teil etwas ganz besonderes war. Blackhoods. Er sprach vom eigentlichen Erbe meines Vaters. Eine billige Motorrad Gang die meinem Dad das leben zu verdanken hatte. Soweit so gut. Nie hatte ich mich für diesen Quatsch interessiert. Wenn es so wichtig gewesen wäre, wäre Chord noch hier richtig? Wieso sollte ich Teil von so etwas sein wollen?! Es verpflichtete mich zu Dingen, auf die ich kein Bock hatte. Ich stellte wie immer auf Durchzug und jetzt saß ich hier. „Ich könnte ein wenig Kohle durch die billigen Taschenspielertricks die ich beherrsche eintreiben“, gab ich gelangweilt von mir und mit einer schnellen Handbewegung hielt ich eine Münze in der Hand. Es interessierte die Leute doch eh nicht mehr. Ich ließ sie auf meinem Handrücken umhergleiten. Tony wusste das ich gut darin war. Oft schon hatte ich die Gäste in ihrer Kneipe durch meine Tricks beilaube gehalten. Selbst wenn das bei Betrunkenen nicht wirklich schwer war. „Die Leute interessieren sich heutzutage so wieso nicht für die wahren Qualitäten eines Menschen, richtig? Ich hab nie eine Schule abgeschlossen, bin ich deswegen nicht Schlau genug um einen richtigen Job zu bekommen?“ Schon einmal hatte ich ihr davon erzählt. Auf Umwegen. Tony wusste, dass ich in einem Heim groß geworden war. Das ich es nicht leicht hatte und meine Eltern tot waren. Durch die ständige Reiserei mit meinen Eltern hatte ich nie eine richtige Schule durchgängig besucht. Bereits in meinen Kindestagen hatte dies angefangen. Privatunterricht- leider wirkte sich dies nicht immer als eine gute Sache heraus. „Du weißt was das Problem ist. Die Leute sehen meinen Lebenslauf und denken, Himmel der Junge war im Heim. Hat nicht studiert, hat keine Eltern und sitzt seit Jahren auf seinem faulen Arsch. Ganz geschweigen von meinem Führungszeugnis.“ Es gab eben Zeiten in denen ich geklaut hatte- kam vor, gelegentlich- häufig. Heutzutage nicht mehr.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Arce am So Dez 16, 2018 10:25 pm

TONY Weckworth

Was war nun eigentlich das Problem? Deliah und ihre nicht wirklich erklärlichen Stimmungsschwankungen, oder aber Bryan und seine ebenso unerklärlichen Stimmungsschwankungen? Ich verstand gerade wirklich nicht, wovon er sprach. Für gewöhnlich trank er, und für gewöhnlich ergaben seine Probleme auch nicht wirklich viel Sinn, dass hieß aber noch lange nicht das ich nicht irgendwann im Laufe des Abends wenigstens irgendwie dahinter kam, was denn nun möglicherweise schief lief. Gerade sprang Bryan aber so sehr umher, dass ich sogar Probleme hatte zu erahnen ob er nun wütend, enttäuscht oder gar gestresst war. Himmel - da sollte einmal jemand sagen Frauen waren anstrengend, Bryan war ebenso schlimm. Ernsthaft? Mit gerunzelter Stirn lachte ich auf, verdrehte die Augen. "Natürlich, ich geb mir ab jetzt etwas Mühe und reagier wie eine deiner Erungenschaften, statt mit dir über deine Probleme zu sprechen," antwortete ich. Was erwartete er denn nun eigentlich von mir? Er war hier her gekommen und hatte ein Dach über dem Kopf bekommen - er hatte Probleme, wollte sich bei mir ausheulen, aber meinen Rat wollte er doch nicht. Irgendwie ergab das alles hier nicht sonderlich viel Sinn, und das obwohl ich wirklich versuchte zu verstehen was er denn nun überhaupt meinte. Und von mir wollte. Im nichts tun war ich aber wohl noch nie sonderlich gut gewesen. Für gewöhnlich mochte ich es nicht meinen Freunden dabei zuzusehen, wie sie ihr Leben in den Ruin trieben, und für gewöhnlich hielt ich mich nicht zurück Bescheid zu geben wenn etwas falsch lief. Das hier lief falsch. Bryan sollte sich eigentlich gar nicht erst darüber beschweren, viel mehr aber etwas an seiner Situation ändern. Er brauchte keinen Job, und kein Geld? Was zur Hölle meinte er denn bitte damit, war ihm eigentlich klar wie weit man im Leben mit einem Job und Geld kam? Außer er hatte irgendwo jede Menge Geld gebunkert von dem er mir nichts sagte, dann würde ich ihn aber wohl auch grün und blau schlagen. Wenn er Geld gebunkert hatte, konnte er sich auch einfach ein Hotelzimmer nehmen und nicht auf meiner Couch schlafen. Wahrscheinlich würde ich ihn aber trotzdem auf meiner Couch schlafen lassen, selbst wenn ich wüsste er hätte irgendwo Unmengen von Geld gelagert und versteckt. Dabei wüsste ich nicht einmal woher er dieses Geld nehmen sollte. Außer er hatte es genauso hergezaubert wie die Münze, die er plötzlich zwischen den Fingern hielt. Ich verdrehte die Augen, lehnte mich zurück und zog das Kissen aus meinem Rücken. "Ehrlich Bryan? Ich weiß gerade nicht was du eigentlich von mir willst, was echt nicht cool ist. Du beschwerst dich über deine Probleme, lässt mich aber nicht wissen was es denn jetzt für welche sind, und willst meine Meinung dazu doch nicht hören." Mit geschürzten Lippen und gerunzelter Stirn betrachtete ich ihn. Ich hatte keine Ahnung womit er sich tagsüber die Zeit vertrieb, und ich konnte echt nicht sagen in was für Dinge er verwickelt war, wenn er mir nicht einmal sagen wollte was das Problem nun eigentlich war. "Schon klar, keine Therapiegespräche. Aber ganz ehrlich? Du musst deine Scheiße richten, sonst landest du ganz unten." Und ewig wollte ich ihm kein Dach über dem Kopf bieten. Ich ging ebenso arbeiten, musste mir mein Geld verdienen - zwar hatte ich Carter, der einen Teil der Miete zahlte, aber zu dritt in dieser Wohnung war ohnehin zu viel. Vor allem da ich genau wusste, das Carter wahrscheinlich nicht sonderlich froh darüber sein würde, sein Wohnzimmer nicht für sich zu haben. Erst Recht nicht, wenn er müde von einem zwölf Stunden Dienst kam. Wenn er überhaupt nachhause kam. Er dachte nicht ernsthaft das die Welt das als sonderlich großes Problem sah, oder? Lachend verdrehte ich ein weiteres Mal die Augen. Eigentlich hatte ich ihn gerade noch bemittleided weil er schon wieder mit Frauenproblemen hier angetanzt kam. "Ich bin mir ziemlich sicher du würdest keine Probleme haben wenn du auch nur ein klein wenig an die Sache rangehst wie an Frauen," und das war die Wahrheit. Ich zog meine Beine auf die Couch, lehnte mich an die Armlehne und schob das Kissen aus meinem Rücken an meine Beine. Er musste was auch immer er nun für Probleme hatte, eindeutig endlich klären.

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Dez 16, 2018 10:59 pm

Bryan Heard
Wenn es doch nur so leicht wäre über meine „Probleme“ zu sprechen. Leicht war es in meinem Leben noch nie gewesen. Gut, vielleicht war ich doch ein Versager und Typen wie „Carter“ waren um vieles besser dran als ich es war. Typen wie Carter gingen leichter durchs Leben. Ich vermutete, dass er sich nie über Dinge sorgen gemacht haben musste. Meine wirklichen Probleme waren dabei wohl eher auf mein gesamtes Leben verteilt und lagen ganz woanders als dessen, was ich Tony um die Ohren schlug. Es nervte der zu sein der man war. Meine Kindheit war eine Katastrophe und verübeln, dass ich darauf empfindlich reagierte konnte ich wohl keinem sein. Ich war einfach sauer. Sauer und enttäuscht. Darüber, dass meine Familie mich einfach so zurück ließ und ich auf mich allein gestellt war, vielleicht war es das. Diese wachsende Unzufriedenheit keine Freunde zu finden und mich abzukapseln. Weil ich alleine sowieso besser dran war. Ich passte eben nicht in das Bild der heutigen Gesellschaft. Das und die Tatsache ein Heard zu sein. Niemand wusste wie es war diesen Namen zu tragen. Es war der größte Fluch den es gab. Ich holte tief Luft und seufzte. Angestrengt rieb ich mir meine Schläfe und schüttelte den Kopf. „Du weißt was meine Probleme sind. Ich kriege keinen Job und habe Probleme mit meiner-“, wie nannte man Deliah. Ex? Freundin? Mein Zeitvertreib? Ich mied es diese Worte auszusprechen. Sollte Tony denken was auch immer sie wollte. Sie steckte nicht in meiner Haut. „...-zudem habe ich keine Wohnung und niemanden mit dem ich darüber sprechen kann. Reicht das?“ Voll umschrieben: Ich war ein Versager. Mein Leben lief im Augenblick nicht wirklich gut. Und ja, natürlich hatte ich versucht sowas wie einen Job zu bekommen, doch was sollte ich tun? Mein gesamter Lebenslauf bestand aus erlogenen Tatsachen. Vielleicht war ich in der einen Sache gut die ich am besten konnte: Stehlen. Unehrlich sein und Lügengeschichten aufrecht zu erhalten. Doch das wusste sie insgeheim vermutlich auch. Tony kannte mich gut, doch genauso wie sie die negaitven Seiten an mir sah, schätzte sie vermutlich auch meine Guten. Wenn es davon überhaupt noch welche gab. Mittlerweile hatte ich nämlich nicht den Eindruck als gäbe es welche. „Ich übernachte auf deiner verdammten Couch.“ Wie weit musste ich denn noch sinken? Ich hatte noch nicht einmal das Kleingeld für ein Motel. Wäre dem so, wäre ich schließlich nicht hier.  „Nichts für ungut.“ Sie wusste was ich damit meinte. Tony half mir dabei im Augenblick wirklich. Ich stand kurz davor den Verstand zu verlieren. Mit dem was Tony sagte hatte sie nicht ganz Unrecht, dennoch half es mir bei meinem Problem nicht. Was sollte ich denn tun? Zeugnisse Fälschen? Ich war ein Noob auf diesem Gebiet und gut verkaufen könnte ich dies auch nicht. „Ach komm schon, du klingst als wäre ich der Albtraum jeder Frauen. Ich hab auch andere Seiten. Ob du es glauben willst oder nicht.“ Und sie wollte es mir sicher nicht glauben. „Zudem glaubst du wirklich es würde mir etwas bringen, wenn ich anfange mein Leben besser zu verkaufen?“ Ich leugnete ja nicht, dass ich selbst daran schuld war. Demnach hätte ich jetzt jede menge Geld und würde in dem Haus meiner Eltern sitzen. Ich machte es mir unnötig schwer. „Ist auch egal.“ Ich hatte keine Lust weiter über dieses Thema zu reden. Geschweige denn, darüber nachzudenken. Ich beobachtete Tony dabei wie sie es sich auf der Couch bequem machte. „Was machst du um diese Zeit normalerweise? Wenn du keinen Fremden Besuch von der Straße auf deiner Couch schlafen lässt? Irgendwelche Trash Sitcoms? Assi-Fernsehn? Verrate mir deine intimsten Geheimnisse. Ich will alles über dein Privates Leben wissen. Tun wir einfach so, als wäre ich gar nicht hier."
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