The Hamptons [Revenge] RPG

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am So Jul 01, 2018 7:29 pm

Naima Harris
Hätte mir heute Morgen jemand gesagt, dass ich meinen Nachmittag gegen meinen Willen im Haus eines möglicherweise psychopathisch veranlagten Mannes verbringen würde, hätte ich wohl bloß gelacht und ihn für verrückt gehalten. So etwas passierte in schlechten Filmen, in denen der Protagonist alleine hinaus in den Wald lief, aber doch nicht hier. Nicht hier in den Hamptons. Vielleicht in dem Viertel, in dem Hama und ich lebten, denn dort war die Kriminalitätsrate wesentlich höher als gewöhnlich. Aber nicht in diesem Teil der Stadt. Da wo jedes Haus kameraüberwacht war, wo die Polizei stündlich die Straßen abfuhr. Die bösen Jungs trauten sich nicht einmal her. Es gab zwar viel zu holen, doch die Gefahr war zu groß. Warum ich dennoch hier war? Ich hatte keine Ahnung. Wahrscheinlich lag es daran, dass dieses Haus dank des weitläufigen Grundstückes von den anderen Häusern abgeschnitten war. Vermutlich hatte mich nicht einmal jemand schreien gehört. Und trotzdem machte ich mir in diesem Moment mehr Gedanken darüber, warum er keinen Namen hatte, anstatt mich um mein Wohlergehen zu sorgen. Andere würden diese Unbeschwertheit wohl naiv nennen, ich hingegen sah eben fast ausschließlich das Positive. Und bislang hatte Blondie sein Versprechen gehalten und mir nichts getan. Warum also sollte ich mich nicht mit ihm unterhalten? Er erzählte, dass der Mann, der anscheinend mit ihm hier lebte, nicht sein leiblicher Vater sei. Da hatten wir wohl etwas gemein, immerhin wohnte ich ebenfalls nicht mit meinem Vater zusammen oder hatte es jemals getan. Ich kannte ihn nicht einmal. Von Hama wusste ich nur, dass er vor meiner Geburt gestorben war. Genauso wie meine Mutter. Ich konnte mich wohl glücklich schätzen, dass ich nicht als Vollwaise aufwachsen musste, sondern eine nette Ersatzfamilie gefunden hatte, die mich die ersten Jahre meines Lebens begleitet hatte. Sie hatten mir zwar nie wirklich elterliche Liebe gegeben, schließlich hatten sie genug mit ihren eigenen Kindern zutun gehabt, aber ich hatte zumindest für kurze Zeit Eltern gehabt. Hama war wahrscheinlich die Person, die einer Mutter am nächsten kam und das, obwohl wir einander erst wenige Jahre kannten. Trotzdem stellte sie mich anderen meist als ihre Tochter vor und ich konnte kaum in Worte fassen, wie glücklich ich in solchen Momenten war. Selbst wenn der Typ nicht Blondies Vater war, konnte er sich sehr glücklich schätzen, dass er ihn als Sohn aufgenommen hatte. Sollte ich irgendwann einmal Kinder bekommen, wollte ich eine richtige Familie haben – Mutter, Vater, Kinder und ein Hund. Sie sollten das bekommen, was mir in meinem Leben verwehrt wurde. „Ich werde schon nichts verraten.“, versprach ich und nickte bekräftigend. Wem sollte ich auch schon etwas sagen? Hama war so beschäftigt, sie würde mich nicht zuhören. Meine Freundinnen waren nicht unbedingt die besten Gesprächspartner für ernsthafte Themen. Man konnte mit ihnen über Make Up, Jungs und Mode sprechen, alles darüber hinaus war aber reine Tortur. „Kannst du mich nicht bitte los machen? Ich würde mich gerne bewegen können, mein Rücken tut weh.“, versuchte ich es erneut. Es war nicht mal eine Lüge, mein Rücken schmerzte wirklich unangenehm. Und die Aussicht, in diesem Zustand noch wer weiß wie lange warten zu müssen war nicht besonders verlockend.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am So Jul 01, 2018 8:21 pm

Projekt 937
Ich fühlte mich wirklich schlecht, weil ich sie hier so festhielt. Es war nicht richtig, das wusste selbst ich. Aber wie sonst hätte ich verhindern sollen, dass sie draußen herumlief und vielleicht sogar hierüber sprach? Unter keinen Umständen durfte irgendetwas über mich nach draußen gelangen. Niemand durfte überhaupt nur von meiner Existenz wissen, aber sie… sie hatte mich gesehen. Hätte sie das nicht, hätte ich sie ja gehen lassen, aber sie hatte mich direkt angesehen, auf diesem Grundstück. Ich hätte mich da niemals rausreden können. Und zu allem hatte sie dann auch noch den Ausschlag gesehen. Das hätte ich ihr niemals erklären können. Es war richtig gewesen sie zu schnappen und hier festzuhalten. Nur so konnte ich die Forschung von Vater schützen. Er musste diese Forschung fortführen. Ich knirschte unruhig mit den Zähnen und strich mir die langen, blonden Haare aus dem Gesicht. Was sollte ich denn jetzt tun? Bis Vater gelandet war und im Hotel angekommen, könnte es noch Stunden dauern. Und vermutlich wäre seine nächste Anweisung darauf zu warten, dass er zurückkam und das selbst regelte. Ich raufte mir frustriert die Haare und schaute zu ihr auf, als sie versprach nichts zu verraten. „Ich wünschte wirklich ich könnte dir das einfach so glauben.“, flüsterte ich und presste die Lippen aufeinander. Sie wusste vermutlich gar nicht wie wichtig das alles hier war. Die Zukunft der Menschheit stand hier auf dem Spiel. Alles könnte sich ändern, wenn sie mich verriet. Die Regierung würde sich einschalten, Vater würde im Gefängnis landen und ich… keine Ahnung, was dann mit mir passieren würde. Wir waren das schon mehrmals durchgegangen. Ich kannte alle Szenarien wie das hier ausgehen konnte, wenn wir aufflogen. Deswegen hatte ich ja auch erst so schnell reagiert. Ich schluckte hart, als sie mich wieder bat sie loszubinden. Sie hatte Schmerzen. Oh Himmel, ich hatte ihr doch nicht wehtun wollen! Ich biss mir auf die Unterlippe und stand auf, löste vorsichtig ihre Fesseln und trat nur einen einzigen Schritt zurück. „Versuch nichts, okay? Ich will dir nicht wehtun, aber wenn du versuchst zu fliehen, dann… Ich kann das nicht zulassen, okay? Bitte.“ Auf keinen Fall wollte ich etwas tun, das ihr schaden könnte. Klar, ich hielt sie auch gegen ihren Willen hier fest, aber ich gab mir wirklich Mühe, dass das alles hier nicht ganz so schlimm für sie war. Ich meine… ich war zwar eine echt miese Gesellschaft, aber vielleicht konnte ich ja etwas anderes tun, damit es ihr leichter fiel. Irgendetwas..? (Sorry, es geht nicht... Mad)
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am So Jul 01, 2018 9:08 pm

Naima Harris
Er schien meinem Versprechen nicht zu glauben und ich konnte ihn nicht vom Gegenteil überzeugen. Immerhin konnte ich ihm schlecht zeigen, dass ich es wirklich ernst meinte. Wie auch? Ich konnte keinen Verschwiegenheitsvertrag aufsetzen und ihm vorlegen, damit er mein Schweigen schwarz auf weiß hatte. Es blieb mir nichts anderes übrig als zu hoffen, dass er seine Meinung änderte und mich doch von diesem Stuhl befreite. Ich rechnete schon gar nicht mehr damit, als er plötzlich zu mir kam und das Handtuch von meinen Armen löste. Erstaunt sah ich darauf hinab, ehe ich meinen Blick auf ihn richtete. Himmel, wie sollte ich bitte irgendetwas versuchen? Er stand vielleicht einen halben Meter von mir entfernt! Selbst wenn ich mich für einen Fluchtversuch entscheiden sollte, war er innerhalb weniger Sekunden bei mir. Jetzt war die Aussicht auf Flucht sogar noch erfolgloser als eben noch. „Danke.“, flüsterte ich trotzdem und rieb mir die schmerzenden Handgelenke. Tatsächlich sollte es Leute geben, die so etwas erregend fanden … ich konnte es nicht verstehen. Vielleicht hatte er ja geheime Vorlieben, die er so versuchte auszuleben. Auch wenn der Gedanke völlig abwegig und dumm war, zauberte er dennoch ein Grinsen auf meine Lippen. Der Mann, der so schüchtern und vorsichtig war, sollte von so etwas angemacht werden. Warum machte ich mir überhaupt Gedanken über seine sexuellen Präferenzen? Vielleicht, weil er gar nicht so wirkte. Das kannte ich nicht. Ich sprach mit meinen Freundinnen völlig offen über so etwas und fand es merkwürdig, wenn andere absolut gar kein Interesse zeigten. Seufzend stützte ich meinen Kopf in die Hände und sah ihn von unten an. „Ich verspreche dir, dass ich nicht weglaufen werde.“, versicherte ich ihm wahrheitsgemäß und lächelte ihn an. Nein, ich würde ganz sicher hierbleiben. Denn irgendwie machte mir dieses Gespräch Spaß. Es war süß zu beobachten, wie panisch er wurde, wenn etwas Unerwartetes passierte. „Darf ich vielleicht aufstehen? Ich muss mich mal strecken.“ Wenn ich weiterhin so gekrümmt saß, würde der Schmerz sicherlich nicht besser werden. Ohne auf seine Antwort zu warten, erhob ich mich also und dehnte mich ausgiebig. Endlich! Ich schüttelte noch die Beine aus und ließ die Schultern kreisen, bevor ich wieder zu ihm aufsah. Erst da bemerkte ich, wie nah wie uns eigentlich waren. „Oh, sorry.“, murmelte ich und senkte verlegen den Blick, ehe ich einen Schritt von ihm wegmachte. „Ich … ähm … hast du vielleicht was zu trinken für mich?“, fragte ich dann, um den peinlichen Moment zu überbrücken. Hoffentlich hatte er nicht gemerkt, wie unangenehm das Ganze mir war!

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am So Jul 01, 2018 11:58 pm

• Mika Juste Chaplin.
Warum fühlte sich alles um mich herum so Bodenlos an? Mir war so tierisch schlecht und um mich herum schien sich alles zu bewegen. "Joaquim!"; schrie ich erneut und wollte mich an dem Waschbecken hoch ziehen, doch ich griff daneben und schlug mir beinahe den Kopf an der Toilettenschüssel auf. Ich schaffte es mich gerade so aufrecht zu halten. "Joaquim!" Ich spürte seine Hand und wie er sich neben mich lehnte. "Joaquim..", murmelte ich nun etwas leiser. War es zuviel zu sagen ich hatte Angst? Ja, ich hatte schieße Angst. Das Zeug wirkte doch nicht wie eine normale Droge. "Was ist das?!", fragte ich schockiert und krampfte nahezu. Ich krallte meine Finger in den Zaum seines Tshirt und versuchte mich so gut ich konnte aufrecht zu halten. So, dass ich wenigstens aufrecht saß. Doch es funktionierte nicht. Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn. Die erste Welle war vorbei und ich fühlte mich immer noch so ungeheuerlich schlecht. Wie konnte man es beschreiben wenn jeder Nerv im Körper schmerzte? Dieses Zeug war keine Droge, es war ein Gift. Doch gerade als Joaquim mich zurück ins Schlafzimmer bringen wollte, zögerte ich. Ich konnte nicht. Meine Beine waren wie blei, ich spürte sie nicht. Sie reagierten nicht und es fühlte sich an als würden tausende Messerstiche durch meinen Körper ziehen. "Ich kann nicht. Ich spüre meine Beine nicht", ließ ich ihn wissen und panik machte sich in mich breit. "Wieso spüre ich meine Beine nicht?! Sie reagieren nicht" Vermutlich lag es daran das das Wirkstoff eine sehr Betäubende Wirkung hatte und die Nerven lahm legte. Ich zog mich an ihm etwas weiter rauf als ich mich auch schon wieder übergab. Auf einmal fühlte ich mich nicht mehr wie ein starker Kerl. Es war kaum was von mir über. Ich war kein Chaplin, im Augenblick war ich eigentlich nichts weiter als ein Siebzehnjähriger verängstigter Junge. Mein Körper zitterte und die Nähe zu Joaquim beruhigte mich zwar, aber es linderte nichts von den Schmerzen. Mein Atem wurde hektisch. Ich konnte nicht verhindern, dass ich gerade einen Panikanfall hatte. So hatte mich wahrhaftig noch niemand gesehen. Niedergetreten und Wehrlos. Ich hatte noch nicht einmal mehr die Kraft mich selbst mit meinen eigenen Worten zu beruhigen. Ich wusste das es vorbei ging und ich wusste das es nur von der Droge kam, aber das hier war kein normaler Entzug. Was hatte sein Vater in diesem Labor zusammen gewürfelt. Besonders unruhig machte mich mein kräftiger Herzschlag. Konnte man daran sterben, dass einem das Herz zersprang. Irgendwie schaffte ich es mich wieder etwas aufzurichten. Hielt mich aber an Joaquim so fest geklammert wie ich nur konnte. Eine Träne rann aus meinen feuchten Augen. "Ich hab Angst", brachte ich keuchend heraus. "Es hört nicht auf. Wie lange geht das?" Meine Hand hatte keine Kraft mehr sich an seinem Shirt festzuhalten. Er zog mich erneut auf die Beine. Sie trugen mich, aber ich hatte nicht das Gefühl das sie mir gehorchten. Ich wackelte und stolperte mitten in den Raum. Joaquim konnte mich gerade so noch halten. "Mir gehts nicht gut", brachte ich heiser heraus. Mir wurde schwarz vor Augen. Ich fing mich- und wieder. Ich taumelte. "Joaquim...", ich stütze mich an sein Waschbecken. Wir kamen noch nicht einmal aus dem Raum hier raus. "Lass mich liegen. Meine Beine tun weh...lass mich liegen", doch sanft konnte er mich nicht dazu bringen, ich fiel beinahe wie ein Stein. Joaquim konnte gerade so verhindern, dass ich mir nicht den Kopf aufschlug. Ich schloss die Augen. "Mir...ist warm", brachte ich heraus ohne das ich überhaupt glaubte das er es verstand. "Geh nicht weg okay", meine hand griff nach siner als er sich erheben wollte. "Bleib einfach hier." Spucke sammelte ich in meinem Mund und ein kleiner Sabberfaden lief meinen Mundwinkel herunter. Ich öffnete meine Augen und blickte starr an die Decke. "Geh nicht weg okay? Bitte. Bitte bleib hier. Ich brauch dich. Geh nicht weg." Ich versuchte seine Hand zu drücken doch ich konnte nicht. Eine weitere Träne drang aus meinen Augen, Meine Stimme bröckelte er hörte das ich weinte ."Bleib bei mir."
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mo Jul 02, 2018 1:25 am

• Cassian Winters.
Was tat sie da?! "Micaela-", keuchte ich heiser. Meine Augen folgten ihrer Bewegung, als sie vor mir in die Knie ging. Ich presste meine Lippen zusammen und schnappte hektisch nach Luft. Was tat sie da?! Himmel. Wusste sie wa- meine Hände vergruben sich automatisch in ihre Haare und ich drückte meinen Körper gegen die Wand hinter mir. "Was tust du da?", fragte ich total überfordert mit der Situation. Sie konnte das doch nicht einfach tun. Das hier konnte nur ein Traum sein. Eine gewisse Anspannung herrschte in meinem Körper. Es war ein unbeschreibliches Gefühl so berührt zu werden. Zu wissen, dass sie es war die mich so berührte. All diesen Stress zu vergessen und um abzuschalten zu können. Es war fällig und all dieser Stress fiel von mir ab. Es dauerte nicht wirklich lange. Selbst wenn ich es gewollt hätte, es fiel von mir ab. Ich stöhnte auf und presste meinen Körper in ihre Richtung. Ich legte den Kopf in den Nacken und hielt für einen kurzen Augenblick den Atem an. Warum tat sie das? Hatte ich das überhaupt verdient? Vermutlich nicht. Erschöpft stieß ich einen seufzter aus und nahm ihre Hände in meine. Als sie wieder auf meine Höhe kam, neigte ich mich zu ihr und presste meine Lippen auf ihre. "Ich liebe dich", hauchte ich als ich ihren Nacken erreichte. Das Wasser prasselte auf meinen Rücken und im Augenblick fühlte ich mich einfach nur gut. Es war nicht in Worte zu fassen. Das lächeln in meinem Gesicht blieb beständig. Wie schaffte sie das nur? (Tut mir leid ist ein bisschen mau, aber ich weiß nicht was ich da noch zu schreiben soll Very Happy)
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von ɢedαɴĸeɴloѕ am Mo Jul 02, 2018 10:00 am

Micaela Ramírez
Ich hörte, wie er meinen Namen nannte. Seine Stimme klang heiser und irgendwie… aufgeregt. Das lag wohl einfach daran, weil er absolut nicht damit gerechnet hatte. Seine Hand vergrub sich in mein Haar und bestätigte mein Vorhaben nur. Er konnte mir wohl kaum sagen, dass er das nicht wollte. Ich wusste, wie so etwas ging. Ich hatte das Gefühl, dass Cassian manchmal vergass, dass ich früher sehr wohl ein Sexualleben gehabt hatte. Ich merkte, wie sein Körper sich anspannte und wie er sich langsam aber sicher mir hingab. Genau das war es, was ich gewollt hatte. Nach allem, was passiert war und was er für mich getan hatte, hatte er das wirklich verdient. Langsam richtete ich mich wieder auf und ein kleines Lächeln umspielte meine Lippen. Ich erwiderte den leidenschaftlichen Kuss, bevor seine Lippen zu meinem Hals wanderten. Wieder hörte ich, dass er mch liebte. Im Gegensatz zu vorhin fühlte ich mich aber richtig benebelt. "Ich liebe dich auch", murmelte ich leise, während ich den Kopf in den Nacken legte und leise aufseufzte. Erst dann realisierte ich, was ich gesagt hatte. Langsam hob ich wieder den Kopf und schürzte die Lippen, während meine Wangen sich erneut röteten. Ich hatte noch damit warten wollen und trotzdem war es mir raus gerutscht. Weil es einfach so war. Ich konnte nichts dagegen machen und ich war ihm total verfallen. Das sollte er spätestens heute bemerkt haben. Ich gab ihm noch einen kurzen Kuss und strich ihm über die Wange. "Wir sollten jetzt echt langsam duschen", murmelte ich leise. Immerhin standen wir schon eine gefühlte Ewigkeit unter der Dusche. Ich schnappte mir wieder einmal mehr das Shampoo und begann meine langen Haare zu waschen. Diese waren es ja gewesen, welche sich so fettig angefühlt hatte und Cas wollte seine Nase garantiert nicht im fettigen Haar vergraben. Anschliessend seifte ich meinen Körper ein, bevor ich mich wieder unter den Wasserstrahl stellte und Cas leicht anlächelte. "Hat es dir gefallen?", fragte ich vorsichtig und schürzte die Lippen. Es könnte ja sein, dass ich aus der Übung war. Sein Körper hatte zwar etwas anderes gesagt, aber ich wollte auf Nummer sicher gehen. Ich wollte für ihn nur das beste und das, obwohl ich wusste, dass ich nicht das Beste für ihn wäre. Aber in diesem Punkt war ich wohl einfach egoistisch. [Kein Ding, meiner ist nicht besser xD]

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mo Jul 02, 2018 7:22 pm

Projekt 937
Es war dumm von mir sie loszubinden, oder? Es war total schwachsinnig und gefährlich! Doch was sollte sie schon tun? Sie war einen ganzen Kopf kleiner als ich und so zierlich… Sie würde sich wohl kaum gegen mich stemmen können. Ich war vielleicht kein Muskelprotz und so breit wie ein Schrank, aber ich war definitiv durchtrainiert, ausdauernd und auch recht muskulös. Immerhin konnte ich hier nicht viel machen, außer Instrumente spielen, Sport treiben und die wenigen Bücher lesen, die mein Vater mir erlaubte zu lesen. Doch sie war dankbar. Scheinbar hatten die Fesseln wirklich geschmerzt, auch nachdem ich sie gegen weiche Handtücher ausgetauscht hatte. Ich verstand ja, dass sie nicht so herumsitzen und gefesselt sein wollte, aber sie musste auch mich verstehen. Allerdings glaubte ich, dass sie das nicht besonders gut konnte. Na ja, sie kannte Leute wie mich scheinbar nicht und sie konnte sich demnach auch nicht vorstellen wie wichtig es war, dass niemand dort draußen auch nur ein Sterbenswörtchen von mir hörte. Auf gar keinen Fall. Ich strich mir die langen Haare aus dem Gesicht und schob sie hinter mein Ohr, als sie plötzlich aufstand und ich mich ein wenig anspannte, aber keinen Schritt zurückmachen konnte. Ich schaute auf sie herunter, während sie sich reckte und dann ihren Blick auf mich warf. Sie merkte wohl nun wie verdammt nah sie mir plötzlich war. Beinahe hätten meine Haarspitzen sie berührt. „Ich… uhm… schon gut.“, murmelte ich nur völlig perplex und trat nun selbst noch einen Schritt zurück, obwohl ich ihr vermutlich nicht so viel Platz lassen sollte. Ich presste die Lippen aufeinander, als ich plötzlich etwas Hitze in meinen Wangen spürte. War das… Scham? Ich hatte mich nie für irgendetwas geschämt. Na ja, mein Körper war jedenfalls nichts, wofür ich mich schämte. Ich war es gewohnt oft auch nackt untersucht zu werden und hatte damit keine Probleme, aber das hier… Es bewies wie unerfahren ich im Umgang mit Frauen war und das war mir ein wenig unangenehm. Unsicher schritt ich noch etwas zurück und nickte. „Ja, klar!“ Wie unhöflich! Ich hätte viel früher fragen sollen, ob sie Durst hatte. Ich ging also in die Küche, nahm ein Glas hervor und füllte es mit stillem Wasser aus dem Kühlschrank. Mehr hatten wir nicht. Getränke wie Cola, Limonade oder Eistee waren für mich sowieso tabu. Ich reichte ihr also das kalte Glas und griff dann nach der Fernbedienung auf dem Wohnzimmertisch. Ich drückte auf das Symbol mit dem Schloss darauf und schloss damit alle Fenster und Türen von innen ab. Vermutlich hatte Vater diese Funktion für genau diese Fälle einbauen lassen. Ich schob die Fernbedienung in meine Hosentasche und schaute sie nur an. Was… tat man denn ich solchen Momenten?
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mo Jul 02, 2018 8:44 pm

Joaquim Jenson
Von Mika war nichts mehr übrig. Er war ein einziges, großes Nervenbündel, als ich ihn dort am Boden gefunden hatte. Das war nicht der Mika, den ich kannte. Was hatte mein Vater da nur zusammengepunsht, dass sein Stoff solche Auswirkungen auf die Menschen hatte? Wie konnte er ernsthaft in Erwägung ziehen jemandem sowas zu verkaufen? Wie konnte er auch nur darüber nachdenken ein gesamtes Dorf unter Drogen zu setzen?! Doch nicht etwa mit dem Zeug?! Ich kniete mich sofort auf den Boden, als ich spürte wie Mika fiel. Mit Glück schaffte ich es noch seinen Kopf zu greifen und wenigstens zu verhindern, dass er mit dem Hinterkopf auf den harten Boden schlug. Ich zog seinen Kopf in meinen Schoß und strich ihm die langen, blonden Haare aus dem Gesicht, damit sie ihn nicht störten. Er war klatschnass vor Schweiß. „Das geht vorbei, Meeks. Vertrau mir, das wird schon wieder. Du musst nicht laufen, es ist alles gut.“, flüsterte ich ihm beruhigend zu und strich ihm dabei immer wieder durch die leicht feuchten Haare. Ich griff nach den Tempos in meiner Hosentasche und tupfte ihm damit die Stirn und die Mundwinkel sauber. Das alles wäre wesentlich leichter, wenn ich ihn wenigstens sehen könnte, aber es war zu dunkel und meine Augen spielten sowieso nicht mehr so richtig mit seit den Schlägen auf den Kopf. Ich atmete tief durch und strich Mika über die Brust, versuchte ihn zu beruhigen, aber ich war selbst völlig überfordert mit der Situation. „Du brauchst keine Angst haben, Meeks. Ich bin da, okay? Ich bin direkt hier und morgen ist das alles vorbei, versprochen!“ Sicher? Oder versprach ich ihm etwas völlig falsches? Ich schob meine Hände unter seine Arme und zog ihn vorsichtig hoch, bis er saß. „Hey… Hey!“, machte ich ihn auf mich aufmerksam und grub meine Finger in sein T-Shirt. „Ich gehe nirgendwo hin, verstanden? Ich bin direkt hier.“, wiederholte ich mit Nachdruck und schob den Eimer und den Waschlappen ein wenig von uns weg. „Ich bringe dich jetzt ins Bett. Halt dich einfach fest, ja?“, murmelte ich und schob meinen Arm unter seinen Rücken und seine Beine, ehe ich ihn hochnahm. Meine Seite schmerzte höllisch, doch das ignorierte ich gekonnt, als ich Mika ansonsten ohne große Mühen zu meinem Bett trug und ihn dort ablegte, ihm ein Kissen in den Rücken stopfte und ihm half zumindest in die Boxershorts zu steigen, damit er nicht völlig nackt hier lag. Danach holte ich schnell noch den Eimer und den Waschlappen – wobei ich beinahe darüber stolperte – und stellte alles neben Mika ab, damit er sich nur zur Seite lehnen musste. Kurzerhand schnappte ich mir noch ein Gummiband von meinem Schreibtisch und band damit – ziemlich unordentlich, weil ich es nicht gewohnt war sowas zu tun und ich außerdem auch nichts sah – seine blonden Haare zu einem Zopf, sodass seine Haare ihm nicht im Gesicht hingen, wenn er diesmal in den Eimer kotzte. Danach kletterte ich auf der anderen Seite ins Bett, setzte mich direkt neben ihn und nahm seine Hand. „Versuch zu schlafen. Atme ganz ruhig. Ich bleibe wach und passe auf.“, versprach ich ihm sanft und drückte ermutigend seine Hand. Er würde schon wieder werden…
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Mo Jul 02, 2018 9:16 pm

Naima Harris
Es war nicht meine Absicht gewesen, ihm so nahe zu kommen, doch nun war es passiert und ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Normalerweise hatte ich kein Problem mit körperlichen Nähe zu Männern, ich forderte sie fast schon ein. Wenn ich mit meinen Freundinnen feiern ging, war ich diejenige, die mit den Kerlen tanzte, der man den Arm um die Schultern legen konnte und die in knutschend in einer dunklen Ecke hing. Leider kam der letzte Punkt momentan viel zu kurz. Und obwohl ich so daran gewöhnt war, fühlte es irgendwie merkwürdig an, so dicht vor Blondie zu stehen. Ihm schien die Situation allerdings auch nicht ganz geheuer zu sein, denn seine Wangen nahmen eine leicht rötliche Färbung an. War ihm meine Gegenwart unangenehm? Er aber hatte sich erst von mir entfernt, als ich auch einen Schritt nach hinten gemacht hatte. Deswegen ging ich nicht davon aus, dass es daran lag. Woran aber sonst? Machte ich ihn etwa nervös? Der Gedanke brachte mich innerlich zum Lachen. Ich machte den Mann nervös, der mich hier gegen meinen Willen festhielt und mich bis eben noch gefesselt hatte? Ja, wahrscheinlich. Vermutlich war es ihm einfach unangenehm, dass ich aufgestanden war – ich hätte ja versuchen können zu fliehen oder sonst etwas. Jedenfalls ließ der Schmerz in meinem Rücken endlich nach und ich konnte mich wieder richtig bewegen. Auf meine Bitte hin ging er in die Küche und füllte mir etwas Wasser in ein Glas, welches er mir schließlich reichte. Gierig trank ich alles in großen Schlucken aus, bevor ich ihm das Glas wieder in die Hände drückte. Dabei berührten sich kurz unsere Hände und es war, als würde ein leichter Stromstoß durch meinen Körper zucken. Ein merkwürdiges Gefühl, dass mir aber trotzdem irgendwie gefiel. Ich riss meinen Blick vom Boden los und sah ihn an, ehe er sich abwandte und einen Knopf auf der Fernbedienung betätigte, die wohl zum Fernseher gehörte. Allerdings schaltete er diesen nicht ein, sondern … was eigentlich? Es passierte nichts. Was auch immer er damit bezweckt hatte, ich sollte es wohl nicht erfahren. Ich fragte auch nicht nach, er würde schon seine Gründe haben. Wahrscheinlich sollte ich einfach ganz aufhören, irgendwelche Fragen zu stellen, schließlich erhielt ich nie eine befriedigende Antwort. Also schob ich mich an ihm vorbei und nahm auf dem Sofa Platz, um es mir dort bequem zu machen. Wenn ich für die nächsten Stunden hier bleiben sollte, wollte ich wenigstens gut sitzen. Ich überschlug die Beine und sah ihn erwartungsvoll an. „Also, Sir 937. Erzähl mir etwas über dich. Hast du irgendwelche Hobbys? Es muss doch schrecklich langweilig sein, den ganzen Tag nur auf der Terrasse zu sitzen.“ Dort hatte ich ihn immerhin kennen gelernt. „Oder hast du eine Freundin?“, fügte ich meiner Frage hinzu und wackelte grinsend mit den Augenbrauen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er in einer Beziehung war oder überhaupt Interesse an Frauen hatte. Meine Nähe eben schien ihm unangenehm gewesen und hatte nicht unbedingt den Eindruck gemacht, dass er mehr davon wollte. Irgendwie kränkte mich das. Fand er mich nicht attraktiv? Oder nervig? Oder war er womöglich schwul? Oder asexuell und hatte keinerlei Interesse an irgendwelchen körperlichen Kontakten? Oder ich war tatsächlich einfach nicht sein Typ.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mo Jul 02, 2018 9:43 pm

Projekt 937
Ich schaute nicht schlecht, als sie das Glas, das ich ihr gegeben hatte, in einem Zug leerte. Sie schien wirklich Durst zu haben. Kein Wunder. Es war warm draußen, sie war mit dem Hund gegangen und ich hatte sie gewürgt, bis sie ohnmächtig geworden war. Wer wusste wie lange sie schon nichts mehr getrunken hatte? Ich war wirklich ein mieser „Gastgeber“. Allerdings konnte man das so wohl nicht sagen. Immerhin war sie ja kein Gast und ich hatte nie eine Übung gehabt wie man sich verhielt, wenn man Leute in Haus hatte. Immerhin war das nie vorgekommen und hätte auch nie vorkommen sollen. Das alles hier war eine komplett verdrehte Situation, die sich so hoffentlich nicht wiederholen würde. Auf gar keinen Fall wollte ich das alles hier nochmal durchmachen. Es war zwar aufregend gewesen das erste mal in meinem Leben einen Hund und eine Frau zu sehen, aber das war auch absolut nicht gut für meinen Blutdruck - oder meine Wade, die ich eben noch hatte nähen müssen. Ich ging zurück in die Küche und füllte ihr Glas erneut mit Wasser auf. Viel trinken war wichtig und sie war durstig. Ich ging zurück zu ihr und legte den Kopf leicht schief, als sie sich auf das Sofa gesetzt hatte. Unsicher und mit genügend Abstand zu ihr, setzte auch ich mich auf das Sofa und schaute sie an. Ich hätte ihr ja angeboten den Fernseher einzuschalten, aber Vater hatte mir verboten Filme zu sehen solange er weg war. Vermutlich würde ich sonst noch mit falschen Themen in Berührung kommen. Ich stellte ihr das Glas auf den Tisch vor ihr und biss mir leicht auf die Unterlippe. „Na ja, Vater unterrichtet mich in manchen Dingen, das vertreibt die Zeit. Aber sonst... spiele ich Gitarre oder neuerdings Ukulele oder geh oben auf dem Laufband laufen. Manchmal bringt Vater mir aber auch Bücher mit und ich lese. Mir wird schon nicht langweilig, ich bin sehr geduldig.“ Das musste ich auch oft sein, wenn ich etwa an ein Dialysegerät angeschlossen war oder mal wieder eine größere Blutabnahme anstand. Ich war sehr ausdauernd. Als sie mich fragte, ob ich eine Freundin hätte, runzelte ich die Stirn. „Eine was? Na ja, ich... bin allein hier. Ich hab keine Freunde oder sowas. Vater ist der einzige, den ich kenne.“, erklärte ich ihr stirnrunzelnd. Ich kannte das Wort Freundin noch nicht einmal in Verbindung mit einer Beziehung. Ich hatte so vieles verpasst, das in unserem Alter normal sein sollte... „Wieso, was... was machst du denn sonst?“, fragte ich neugierig und legte den Kopf etwas schief. War ihr Alltag denn so anders als meiner?
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Di Jul 03, 2018 6:52 pm

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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Di Jul 03, 2018 9:14 pm

Naima Harris
Ich hatte kaum damit gerechnet, doch seine Freizeitgestaltung klang schon fast normal und ähnelte dem eines normalen jungen Mannes. Anscheinend waren ihm Sport und Bildung wichtig, andererseits ging er auch der Musik nach. Damit hätte ich nicht gerechnet. Nicht etwa, weil ich ihm die Fähigkeit dazu absprach – er machte einen besonders intelligenten Eindruck, so dass das Spielen eines Instrumentes keine Herausforderung für ihn sein dürfte, schließlich waren es nur ein paar Saiten oder Tasten. Es lag viel mehr daran, dass die Musik Mittel zum Ausdruck von verschiedensten Gefühlen war und meist sehr emotional. Selbst ein einfaches Stück am Klavier ohne Gesang konnte Empfindungen heraufbeschwören, wie es nur die Musik zu tun vermochte. Blondie hingegen wirkte so … nüchtern. Nicht wie der Musiker, der mit seinen Texten seine Geschichten erzählte und die Qualen seiner Vergangenheit verarbeitete. So erging es zumindest mir, wenn ich malte. Ich konnte nicht einfach etwas malen, ohne einen Teil von mir, von meiner Seele mit einfließen zu lassen. Jedes Bild sprach zu dem Betrachter – es lag nur an ihm, die Nachricht zu verstehen. „Vielleicht spielst du mir mal etwas vor.“, murmelte ich gedankenverloren und drehte eine brauen Strähne in den Fingern. Ich könnte verstehen, wenn er sich weigerte. Immerhin standen meine Bilder tief in einem Schrank versteht und würden wohl nie den neugierigen Blicken anderer ausgesetzt sein. Nur einige wenige Stücke zeigte ich Hama, die zwar versuchte Begeisterung zu heucheln, dabei aber kläglich scheiterte. Sie verstand nicht viel von Kunst und hatte auch nicht sonderlich viel Interesse daran. So kamen sie zu den anderen und wurden irgendwann vergessen. Ich konnte nicht einmal mehr sagen, wie viele Gemälde ich eigentlich angefertigt hatte. Über Zeichnungen, Stillleben oder willkürliche Anordnungen von abstrakten Formen war alles dabei. Kichernd lehnte ich meinen Kopf an die Lehne, als er scheinbar nicht verstand, was ich mit Freundin meinte. Offensichtlich hatte er wirklich kaum Kontakt zu anderen, vor allem aber Menschen in unserem Alter. Wer wusste mit 20 denn nicht, was oder besser wer eine Freundin war? Offene Beziehung, Freundschaft Plus – all das waren Dinge, die wahrscheinlich erst in unserem Zeitalter entstanden waren, aber das Prinzip einer altmodischen Beziehung? Das gab es schon seit hunderten von Jahren und würde sich vermutlich auch nie ändern. Ich drehte mich zu ihm um und rückte ein Stück zu ihm. „Du kannst mir nicht erzählen, dass du noch nie etwas mit einem Mädchen hattest. Noch nie jemanden geküsst? Noch nie irgendwo heimlich gekuschelt und sich zweideutige Dinge zu geflüstert? Komm schon, das kann nicht dein Ernst sein!“, meinte ich lachend und sah ihn erwartungsvoll an, während ich die Beine an den Körper zog. Ich ignorierte seine Frage, was ich in meiner Freizeit machte, vollkommen. Das war nicht wichtig. Viel interessanter war, warum er keine Erfahrungen mit Mädchen gemacht hatte. Sowas machte doch jeder Junge! Sobald man aus der Phase raus war, in der man das andere Geschlecht eklig fand, tastete man sich doch langsam ran. Und spätestens auf der ersten Party knutschte man das erste Mal mit jemandem rum. Die Dinge nahmen ihren gewöhnlichen Lauf, man machte Fehler, traf die falschen Jungs und gab die Hoffnung auf einen vernünftigen Partner schließlich auf. Zumindest war es mir so ergangen. Warum ihm nicht?
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Di Jul 03, 2018 9:33 pm

Projekt 937
Je länger das Mädchen hier war, desto seltsamer wurde es. Sie war so absolut anders als ich. Das hatte ich ja schon erwartet, immerhin lebte sie dort draußen und ich nur hier drinnen. Ich hatte das Grundstück nie verlassen. Ich kannte nur das Haus und den angrenzenden Wald an unserem Garten. Alles war abgezäunt. Sie war das erste Mädchen, das ich überhaupt zu Gesicht bekam. Diese Tatsache schien sie noch nicht so ganz begriffen zu haben. Dabei verhielt ich mich ja nun wirklich nicht so wie es ein normaler Junge in meinem Alter tat – das wusste ich. Mir war bewusst, dass die Leute draußen ein anderes Leben führten als ich. Sie beschäftigten sich miteinander und ich existierte nur für die Wissenschaft. So einfach war das. Ich presste die Lippen aufeinander und schaute sie weiterhin nachdenklich an. „Kann ich natürlich machen… Ich kenne nur wenige Stücke. Auf der Gitarre hatte ich Unterricht, aber die Ukulele bringe ich mir selbst bei.“, erklärte ich ihr, obwohl es sie vermutlich nur wenig interessierte. Ich hatte nur drei CDs und darauf waren fast nur Lieder ohne Gesang. Vermutlich weil die Themen und Texte anderer Lieder nicht für meine Ohren bestimmt waren und mir nicht gut tun würden. Außerdem spielte es sich wesentlich leichter, wenn man nur Instrumental vorging. Ich lehnte mich auf der Couch ein wenig zurück und zog meine Beine auf die Couch und in den Schneidersitz. Es war komisch einfach so mit ihr hier zu sitzen. War es so, wenn man „Besuch“ hatte? Ich hatte noch nie welchen gehabt, deswegen war das alles unergründlich für mich und ich wusste nicht, ob ich irgendetwas falsch machte. Für gewöhnlich würgte man seinen Gast auch nicht bis zur Bewusstlosigkeit und fesselte ihn dann an einen Stuhl. Ich hätte sie einfach reinbitten sollen, oder? Sicher wäre sie mitgekommen, immerhin schien sie doch ganz nett zu sein, auch wenn sie sehr verwirrendes Zeug von sich gab. Stirnrunzelnd sah ich zu ihr, als sie erneut von Dingen sprach… die ich nicht verstand. Ob ich noch nichts mit einem Mädchen gehabt hatte? Was hätte ich denn mit jemandem haben sollen? Ich verstand nicht einmal den Satzbau, wie sollte ich da den Sinn dahinter verstehen? Ich biss mir leicht auf die Unterlippe, als sie nun näher ausführte, was sie damit meinte. „Ich… uhm… nein. Nein, ich… wieso sollte ich? Ich bin doch nur mit Vater hier.“ Und der hatte mich sicher noch nicht einmal gekuschelt. Selbst, wenn ich als Kind geweint hatte, hatte er mich nicht in den Arm genommen. Diese körperliche Nähe blieb mir völlig verwehrt und ich konnte nichts vermissen, das ich nicht kannte. „Du… bist der erste andere Mensch, den ich überhaupt sehe…“, erklärte ich ihr nun genauer, da sie scheinbar gar nicht begriff was ich meinte. Ich hatte noch nie einen anderen Menschen als Vater gesehen – geschweige denn ein Mädchen. Außerdem hatte ich auch nie den Drang dazu… zu kuscheln oder sowas. Ich kannte das alles ja nicht einmal. Für mich war das alles völlig neu.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Di Jul 03, 2018 10:24 pm

Naima Harris
Um ehrlich zu sein verstand ich die Welt nicht mehr. Wie konnte ein junger Mann wie er keinerlei Erfahrungen mit Mädchen gesammelt haben? Vielleicht entsprach er nicht dem gängigen Schönheitsideal, doch er hatte ein gewisses Charisma, das an den geheimnisvollen Außenseiter aus irgendwelchen Teenieserien erinnerte. Die Mädchen müssten sich darum reißen, seine Aufmerksamkeit zu erlangen und das Mysterium zu lösen. Okay, vielleicht basierten meine Informationen lediglich auf fiktiven Geschichten, die man im Fernsehen zeigte, aber in der Realität musste es genauso oder zumindest ähnlich sein. Selbst ich, das arme Waisenkind ohne wirkliche Kindheit, hatte eine typische Jugend gehabt. Jungs doof finden, sich dann irgendwann doch für das männliche Geschlecht interessieren, für einen älteren Typen in der Schule schwärmen, unendlich verliebt sein. Die ersten zögerlichen Küsse mit dem Schwarm, betrunken auf der Party einer Freundin knutschen. Das erste Mal enttäuschenden Sex. Gebrochene Herzen und den Männern ein für allemal entsagen. Manche von ihnen mochten für eine Nacht in Ordnung sein, aber für eine Beziehung reichte es einfach nicht. Wahrscheinlich würde ich im Endeffekt als ewiger Single sterben. Seufzend stützte ich den Kopf in die Hände und sah ihn an. Warum hatte er all so was nicht erlebt? Hatte er denn nicht das … Bedürfnis, solche Erfahrungen zu machen? Jeder Junge, der irgendwann mal die Pubertät durchlebt hatte, entdeckte doch sich und seinen Körper, oder? War es da nicht normal, diese Dinge zu wollen? Ich wollte ihn gerade danach fragen, ob sein Vater mit ihm nicht das berühmte Gespräch über Bienchen und Blümchen geführt hatte, als er mich auf etwas aufmerksam machte. Ich war der erste Mensch, den er hier sah, außer seinen Vater. Das musste bedeuten, dass er nie einer anderen Person zuvor begegnet war. Was wiederum hieß ja, dass er in den ganzen 20 Jahren seines Lebens nur zwei Menschen kennengelernt hatte, mich eingeschlossen. Und wir waren uns erst vor kurzer Zeit begegnet. Moment. Wie war das möglich …? Und vor allem – wie konnte er da so ruhig bleiben? Gut, er hatte mich bewusstlos gewürgt und gefesselt, aber war das nicht irgendwie verständlich? Ich konnte mir nicht einmal vorstellen, wie das für ihn sein musste. Jahrelang sah man nur eine einzige Person und plötzlich stolperte irgendwer in den Garten, auf der Suche nach einem Hund. „Oh mein Gott …“, flüsterte ich und sah ihn erschrocken an. Wusste er denn überhaupt, dass es da draußen ein normales Leben gab? Wenn er doch nur das hier gewöhnt war, konnte er alles andere nicht kennen … das erklärte, warum er nicht viele Hobbys hatte. Zumindest keine, die außerhalb dieses Hauses stattfanden. Hatte er das Grundstück überhaupt jemals verlassen? „I-Ich … ich weiß nicht, was ich sagen soll.“, gestand ich und sah ihn verlegen an. Gott! Er sah das erste Mal in seinem Leben einen anderen Menschen. Das erste Mal eine Frau und dann verhielt ich mich ausgerechnet … so! Er musste doch denken, dass alle Frauen wahnsinnig waren! Wahrscheinlich hatte er dank mir die Nase voll von anderen Menschen und würde nie wieder den Kontakt suchen. Scheiße!
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mi Jul 04, 2018 2:03 am

• Mika Juste Chaplin.
Ich hatte keine Ahnung wie er das geschafft hatte, aber irgendwie war ich erleichtert, als ich die Matratze unter meinem Körper gespürt hatte. Noch nie in meinem Leben hatte ich solch eine Sterbensangst verspürt. Ich glaubte wirklich, obwohl ich wusste das es nur ein Nebeneffekt einer Droge war- dass ich sterben müsste und das machte die ganze Sache nur noch schlimmer. Mit aller Kraft krallte ich mich nur an das was ich zu greifen bekam. Joaquim. Auch wenn ich wusste, dass er nicht ganz unschuldig an dieser Nummer hier war. Ich hätte ihn vermutlich schon längst wach gerüttelt und irgendwie versucht mit allen Mitteln ihm auszuzeigen, dass das was sein Vater illegal war, wenn ich nicht zusehr damit beschäftigt gewesen wäre, über einem Eimer zu hängen und mir die Seele aus dem Leib zu kotzen. Und nicht zu vergessen, die dazu gehörenden Schmerzen. Gerade lief mein Leben so richtig schön beschissen. Und ich konnte nichts dagegen tun. Noch nicht einmal der Mann in den ich mich heftigt verguckt hatte, stand zu mir. Geschweige das ich bereit war, mich zu outen. Dabei war ich dieses Versteckspiel so leid. Irgendwann musste ich wohl wirklich vor Erschöpfung eingeschlafen sein, denn ich hatte einfach keine Kraft mehr. Der Schmerz hatte sich einfach in mein Gehirn eingebrannt. Am nächsten morgen fühlte ich mich einfach genauso kacke wie ich aussah. Ich war blass, Kraftlos und hatte absolut keinen Appetit. Ich glaubte, dass mir jeden Augenblick alles wieder hoch kam, sobald ich einen bissen zu mir nahm. Ich drehte mich. Konnte ich nicht einfach weiter schlafen? Ich wollte mich einfach zur Seite drehen und weiter schlafen. Doch ich lag den den Armen von jemanden. Kaum zu glauben das er noch hier war- Ich musste die Augen nicht öffnen. Es war Joaquim und das obwohl ich mich benommen hatte wie der letzte Idiot. Ja, er waR noch hier. Aber warum? Ich hatte hier gestern beinahe alles vollgekotzt und ich roch wie der letzte Penner. Ich erinnerte mich nicht an alles, es fühlte sich ein wenig so an ein Filmriss, nach einer langen harten Nacht, doch ich wusste noch das es mehr war. Vieles war hängen geblieben. Mein ganzer Körper fühlte sich einfach an wie ausgekotzt. Ich wollte mich in irgendeine Ecke verkriechen und mich schämen. „Guten morgen“, murmelte ich in mich hinein und wollte mich nicht aus seinem Griff befreien. Wenn man über mich hinweg sah, war sein Geruch wie der von einem Blumenbeet. Wie konnte man nur so gut riechen?!- Ich konnte es immer noch kaum glauben, dass er noch hier war. „Ich lebe noch, man glaubt es kaum“, fuhr ich mit trockenem Hals fort. Dieser Trip war schlimmer als alles andere was ich bis jetzt in meinem Leben durchmachen musste.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Troian. am Mi Jul 04, 2018 2:10 am

• Chord Heard.
Ein Entzug- viel deutlicher konnte man wohl nicht heraushängen lassen, dass ich ein Versager war. Nervös sah ich auf meine eigenen Hände und nickte nur leicht. Sogar diese Situation hier war zu viel für mich. Ich wusste nicht wo ich Anfangen sollte. Ich machte also einen Entzug. Und dann auch noch gleich von beiden Dingen. Alkohol und Drogen. Wieso musste das Leben so unglaublich Scheiße zu mir sein. Ich wollte doch nur das es aufhörte. "Eine Midlifecrisis wird mich vermutlich umbringen, wenn das hier schon zu viel für mich ist will ich gar nicht älter werden." Alles um mich herum fühlte sich an, als wäre ich ihm nicht mehr gewachsen. Es war immer bemerkenswert wie schnell Lillian und ich stritten und uns dann doch wieder vertrugen. Ich fuhr mir durch meine viel zu langen Haare und sah auf. Unsere Blicke trafen aufeinander. "Was Bryan wohl von uns denkt, oh Gott-" Ein weiterer Gedanke der mich fast umbrachte. Alleine wie die Leute um uns herum uns ansahen. Vielleicht brauchte ich wirklich ganz dringend mal einen Haarschnitt. Irgendetwas was an meinem Äußeren das Wort "Junkie" nicht gleich auch noch unterstrich. Ich musste wirklich fertig ausgesehen haben. "Du willst etwas finden von dem ich nicht genervt bin? Was schwebt dir vor, ein Strick Kurs? Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben. Machen doch die meisten Alkoholiker." Ich war es wohl wirklich offiziell. Ein Alkoholiker, ein Junkie- eine Waschechte Katastrophe. Eine Katastrophe wenn es darum ging eine Vaterfigur zu verkörpern. Himmel, wie war ich in diese Geschichte nur hinein geraten. Wann und warum hatte ich meinen ersten Alkohol überhaupt abgerührt? "Ich hab lange überlegt. Ich weiß das ich von Anfang an dagegen war, aber was spricht dagegen wieder in das Haus meines Vaters zu ziehen." Außer das jeder von uns drei Schlafzimmer hatte und es vermutlich ewig brauchte Bryan zu finden wenn man Verstecken spielte. "Ich will Jasper ihm gar nicht weg nehmen. Ich weiß er ist der Vater für ihn der ich nicht sein kann, aber ich glaube ich ertrage dieses Gepfeife und diese ständige Gute Laune nicht länger." Es war ein komischer Gedanke mit Dylan, Clint, Lillian und Bryan zusammen zu leben. Es war darauf ausgelegt das es in einem Chaos endete, doch irgendwie musste das ganze doch auch funktionieren, oder nicht? "Reden ist nicht unbedingt meine Stärke wie du weißt. Vor allem nicht über sowas." Ich machte eine kurze Pause. "Wieso gehst du nicht mehr zum Frauenarzt?", fragte ich und musterte sie. Jetzt wo ich mich ausgesprochen hatte, war sie dran. Wieso riskierte sie das Leben unseres Babys nur wegen einer Behauptung? Wegen leeren Drohungen von jemanden der uns auseinander bringen wollte. Das war doch genau das, was er erreichen wollte. Ich würde mir nie verzeihen, wenn dem Baby etwas passieren würde soviel stand fest. "Wir müssen unser Leben gemeinsam irgendwie wieder auf die Kette bekommen. So kann das nicht weiter gehen. Wir müssen was tun."
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jul 04, 2018 6:36 pm

Projekt 937
Sie schien immer noch nicht verstanden zu haben wie mein Leben hier drin wohl so aussah. Glaubte sie ich lief draußen herum, wenn ich sie sogar bis zur Bewusstlosigkeit würgte, nur damit sie niemandem sagte, dass sie mich gesehen hatte? Das war schwachsinnig. Es sollte doch klar sein, dass ich offenbar keinen Kontakt zur Außenwelt hatte und auch keiner jemals von mir erfahren durfte. Also was glaubte sie denn wie es aussah? Ich lud immerhin sicher auch keine Freunde hierher ein. Ich hatte ja keine Freunde! Bis heute hatte ich noch nie in meinem Leben jemand anderen als Vater gesehen. Ich war absolut allein hier mit ihm. Ich wusste zwar, dass andere Leute dort draußen existierten und ich wusste auch, dass sie ein komplett anderes Leben führten als ich, aber… ich wusste nicht, dass sie nicht wussten, dass mein Leben hier drin auch… normal war… Oder? Ich war nun wirklich nicht das einzige Versuchsobjekt. Zumindest nicht, wenn ich Vater Glauben schenkte. Er hatte bereits vor mir Probanden gehabt, aber ich war der erste Erfolg. Na ja, zumindest starb ich ihm nicht gleich weg, wenn er an der Formel herumbastelte. Stirnrunzelnd sah ich zu dem Mädchen, als ihr plötzlich alle Farbe aus dem Gesicht wich. Auf ihrem gebräunten Teint sah das irgendwie sehr seltsam aus. „Entschuldige, ich dachte das wäre klar gewesen, als ich dich… hier reingebracht und dir gesagt habe, dass niemand von mir erfahren darf. Offiziell existiere ich gar nicht. Ich lebe nur für die Wissenschaft. Ich dachte das… wäre klar gewesen.“ Na ja wieso sonst sollte ich sie angreifen, reinbringen, fesseln und dann anflehen, dass sie niemandem auch nur ein Sterbenswörtchen von meiner Existenz erzählte? Wäre ich ein normaler Kerl, müsste ich mich ja nicht verstecken und es wäre egal gewesen, dass sie mich hier im Garten entdeckt hätte, oder? „Du musst nichts sagen. Ist ja nichts Großes dabei.“, meinte ich nur und zuckte die Schultern, während ich meine blonden Haare hinter meine Ohren schob. Irgendwann hatte Vater wohl aufgegeben mir eine kurze Frisur zu schneiden und seitdem ließen wir sie einfach wachsen und stutzten sie nur grob, damit sie zumindest nicht im Weg waren, wenn Vater wieder etwas Blut vom Hals abnahm oder mir dort einen Zugang setzte. (Sorry, so kurz >.<)
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Mi Jul 04, 2018 7:59 pm

Naima Harris
Vielleicht war diese paradoxe Situation für ihn völlig normal und kaum der Rede wert, doch ich begriff erst langsam, was er eigentlich zu sagen versuchte. Wie konnte es möglich sein, dass sein Vater ihn 20 Jahre lang vor anderen Menschen geheim gehalten hatte? Selbst wenn er nicht auf natürlichem Wege das Licht entdeckt hatte, sondern beispielsweise in einem Reagenzglas gezeugt wurde, musste doch die Eizelle irgendwo herkommen. Welche Mutter übergab einem wildfremden Menschen ihre potentiellen Nachkommen ohne wissen zu wollen, was damit passierte? Es musste dort draußen also eine Frau geben, die nicht einen einzigen Gedanken an ihr vielleicht schon geborenes Kind verschwendete – oder man hatte ihr einfach den Kontakt verboten. Oder irgendein kranker Typ hatte sie entführt und ihr das Ei entgegen ihren Willen entnommen. Bei dem Gedanken schüttelte ich mich. Erklärte das vielleicht, warum er mich ohne jeglichen Skrupel bewusstlos gewürgt hatte? In welche merkwürdigen Machenschaften war ich hier geraten? Auch wenn Blondie nicht gefährlich wirkte und mir keinen Anlass zur Sorge gegeben hatte, konnte ich mich nicht darauf verlassen, dass es auch so blieb. Womöglich war seine Geschichte eine große Lüge und sein schüchternes Auftreten nur eine Fassade, um … um was? Je länger ich darüber nachdachte, was eigentlich passieren könnte, desto abstruser wurden meine Ideen. Wenn ich mir noch weiter den Kopf darüber zerbrach, kam ich gleich zu dem Ergebnis, das er Gecko vorsätzlich zu ihm gelockt hatte, um mich ins Haus zu schleppen und dort gefangen zu halten. „Ich …“, fing ich nochmal an, beendete den Satz aber nicht. Ich wusste einfach nicht, was ich sagen sollte. Das alles war so abgedreht und verwirrend, dass es mir glatt die Sprache verschlagen hatte. Schwer seufzend ließ ich mich gegen die Sofalehne fallen und rieb mir die Schläfen. Nein, ich konnte wirklich nicht verstehen, was hier abging. Es machte mir Angst, es war erschreckend, total wahnsinnig und … ermüdend. Ich zog die Beine an den Körper und schlang die Arme darum. „Ich will nach Hause.“, murmelte ich und legte den Kopf auf die Knie, ehe ich ihn ansah. „Kannst du mich nicht einfach gehen lassen?“ Natürlich konnte er das nicht, ich kannte seine Antwort schon. Dennoch hoffte ich, dass er seine Meinung vielleicht änderte. Vielleicht hatte er Erbarmen. Eigentlich wollte ich nur in mein Bett, eine Serie gucken und Tee trinken. Hama von meinem Tag erzählen, mir ihre Geschichten anhören und anschließend schlafen gehen. Wie ging es ihr überhaupt? War sie heile zu Hause angekommen? War sie in Ordnung? Hatte sie schon bemerkt, dass ich nicht zu Hause war? Machte sie sich Sorgen? Ich merkte, dass sich meine Augen mit Tränen füllten. Das hier war scheiße … was passierte hier?
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Mi Jul 04, 2018 8:43 pm

Projekt 937
Na ja, sie kannte doch das Prinzip eines Versuchsobjektes, oder? Na ja, sie wusste doch, dass Wissenschaftler ihre Erfindungen testen mussten. Das war ja klar. Es gab Ingenieure, die Maschinen bauten und sie testeten und es gab eben Transhumanisten wie Vater, der der Menschheit helfen und ihr etwas Gutes tun wollte und dadurch eben auch Experimente an Tieren und in den letzten Schritten auch Experimente an Menschen, nicht vermeiden konnte. Ich war der letzte Schritt. Das Serum, das Vater entwickelte war zwar noch nicht weit genug ausgereift, um zu funktionieren, aber die Komponenten waren im menschlichen Körper einfach besser, weshalb ich eben herhalten musste. Ich machte es ja gern. Ich war dazu erzogen worden. Ich kannte es nicht anders und deswegen hatte ich auch nichts dagegen mein ganzes Leben praktisch gefangen in diesem Haus zu verbringen. Es war okay für mich, immerhin half ich den Menschen dadurch ja auch. Eines Tages würde ich dazu beigetragen haben, dass die gesamte Menschheit einen besseren Lebensstandard erreichen konnte. Dafür hielt ich doch gern mal ein paar Schmerzen, ein paar Nadelstiche und widerlichen, brennenden Ausschlag auf meinem Unterarm aus. Ich biss mir leicht auf die Unterlippe, als sie immer noch schwieg. Ob ihr das zu viel war? Ob sie sich fürchtete oder ekelte? Ich wusste nicht, was ich davon halten oder daraus deuten sollte. Bisher hatte noch niemand auf mich reagiert. Ich kannte nur Vaters Reaktion auf mich und er war entweder genervt von mir oder fasziniert, wenn sein Serum anschlug. Aber sonst… war ich denn irgendwie… anders? War ich nicht normal? Benahm ich mich schrecklich daneben? Für mich war das alles hier so ganz normal – na ja bis auf sie, die neben mir auf dem Sofa saß, war alles wie immer. Sie aber stammelte nur und wollte plötzlich wieder nach Hause, obwohl sie eben so viel geredet hatte. Eben hatte sie noch recht glücklich gewirkt und nun… waren da wieder die Tränen, die ihr über die Wange liefen. Mein Herz setzte aus und ich hielt den Atem an. Oh nein, bitte nicht schon wieder. Ich… Was sollte ich denn tun?! Was machte man in so einem Moment? Ignorieren konnte ich es ja nicht einfach. Es ging ihr nicht gut! Ich schluckte hart und griff nach dem Zewa, das ich eben noch in der Hand gehabt hatte. Unbeholfen zuckte meine Hand nach vorn, zögerte kurz, aber drückte dann das Zewa auf ihre Wange, um ihre Tränen aufzufangen. „Bitte… nicht…“, murmelte ich überfordert. Unbeholfen glitt mein Blick hektisch über sie und ich legte meine Hand vorsichtig auf ihre Schulter, tätschelte einigermaßen rhythmisch ihren Rücken und hoffte… dass sie einfach aufhörte zu weinen. Ich wollte nicht, dass sie sich schlecht fühlte, weil ich das bei ihr auslöste. Das hatte ich doch gar nicht gewollt. „Nicht weinen, das wird wieder, ok? Ich tue dir doch nichts…“ War das mein Schicksal? Ich traf auf den ersten Menschen und alles, was ich hinbekam war ihr Angst einzujagen und sie zum Weinen zu bringen? Vermutlich hatte Vater recht mich hier festzuhalten und niemanden von mir wissen zu lassen. Ich war eine Katastrophe, was das menschliche Sozialleben anging.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Mi Jul 04, 2018 10:19 pm

Naima Harris
Das alles war zu viel für mich. Wie sollte ich denn auch innerhalb von wenigen Minuten verarbeiten können, dass der Typ, der neben mir auf dem Sofa saß, noch nie einen anderen Menschen außer seinem Vater gesehen hatte, geschweige denn Kontakt zu jemandem hatte und außerdem bloß wissenschaftlichen Zwecken dienen sollte? Es war der perfekte Plot aus irgendeinem schlechten Zombiefilm, in dem der Protagonist die Menschheit vor einem bösartigen Virus rettete. Allerdings war das keine Low Budget Produktion, sondern die Realität. Auch wenn ich mich hatte kneifen müssen, um das behaupten zu können. Nein, das war vollkommen absurd … ich hatte noch immer die Hoffnung, dass er plötzlich zugeben würde, dass er sich all das nur ausgedacht hatte. Vielleicht war es sogar ein schlechter Scherz meiner Freundinnen, die sich etwas vermeintlich Lustiges für mich hatten Aber nein, er meinte das hier ernst. Es würde auch niemand hinter dem Sofa hervorspringen und ‚Überraschung!‘ rufen. Vielleicht war die Überforderung mit den neuen Erkenntnissen Grund für meine Tränen. Ich verstand ja selbst nicht, warum ich weinte. Er hatte mir nichts getan, sondern mir lediglich seine Situation geschildert. Diese war zwar nicht alltäglich, aber er machte auch nicht den Anschein, als sei sie für ihn kaum auszuhalten. Zumindest hatte er in meiner Gegenwart keinen Fluchtversuch unternommen. Bedeutete das etwa, dass er mit diesem Leben einverstanden war? Wie konnte man in eine solche Gefangenschaft einwilligen? Würde Hama mir von heute auf morgen verbieten, das Haus zu verlassen oder meine Freunde treffen zu dürfen, würde ich sie für verrückt halten. Aber wenn er es doch nicht anders kannte? Seinen Erzählungen entnahm ich, dass er sein ganzes Leben nur mit seinem Vater verbracht hatte. Es musste normal für ihn sein, keinen anderen Menschen zu Gesicht zu bekommen. Es musste ein Schock für ihn gewesen sein, als ich durch die Hecke gekrochen kam. Dazu noch Gecko, der ihn auch noch beißen musste. Trotz dieser neuen Erlebnisse war er erstaunlich ruhig. Plötzlich spürte ich etwas Raues auf meiner Wange und sah ihn an. Er tupfte mir die Wangen ab? Und als sei das nicht schon genug, strich er mir nebenbei über den Rücken, als wolle er mich beruhigen. Himmel, warum tat er das? Er war vielleicht sonderlich begabt in sozialen Interaktionen, aber wer konnte ihm das schon verübeln? Immerhin hatte er 20 Jahre lang keine gehabt und somit auch nicht gelernt, wie man sich gegenüber anderen verhielt. Dennoch war er auf seine eigene verkorkste Weise so süß und lieb, dass es mir fast schon leid tat, dass er hier drin gefangen gehalten wurde. Er sollte eigene Erfahrungen sammeln, Freunde finden, Spaß haben. Er sollte all das tun, was für junge Menschen in unserem Alter normal war. Er musste es doch, oder? Aber was, wenn ich ihm helfen konnte, wenigstens ein paar Erfahrungen zu sammeln? Ihm den Eindruck von einem normalen Leben zu geben? Wenn ich einfach … noch bevor ich begriffen hatte, was ich da eigentlich tat, hatte ich das letzte Stück zwischen uns überbrückt und umfasste sein Gesicht mit den Händen. Mein Blick glitt von seinen Augen hinab zu seinen Lippen, ehe ich diese mit meinen verschloss. Der Kuss war erst zögerlich, schließlich wollte ich ihm eine Chance geben, sich an diesen plötzlichen Überfall zu gewöhnen. Außerdem hatte er noch nie jemanden geküsst – wahrscheinlich wusste er nicht mal, was er zu tun hatte. Dennoch wurde der Kuss langsam intensiver, gieriger. Gott, wie sehr hatte ich das vermisst! Ich drohte mich in seinem Kuss zu verlieren, als mir auffiel, was hier eigentlich passierte. Ich küsste Blondie. Einfach so. Aus dem Nichts. Völlig grundlos. Einen Typen, der heute zum ersten Mal einen anderen Menschen getroffen hatte. Schlagartig ließ ich von ihm ab, als hätte er eine ansteckende Krankheit. Verwirrt rutschte ich in die andere Ecke des Sofas, brachte genügend Abstand zwischen uns. „Oh mein Gott, e-es tut mir so leid. I-Ich … ich wollte d-das nicht …“, stotterte ich perplex und fuhr mir aufgebracht durchs Haar. Was hatte ich mir nur dabei gedacht?!
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Do Jul 05, 2018 2:30 pm

Projekt 937
Ich war absolut überfordert damit, dass sie nun weinte. War das meine Schuld? Was hatte ich getan, um das bei ihr auszulösen? Sie weinte ja wohl kaum einfach nur so. Man weinte doch nur, wenn man… traurig war. War sie traurig? Und wenn ja, wie hatte ich das bei ihr auslösen können? Ich hatte immerhin keine nähere Verbindung zu ihr und ich hatte ihr auch nicht gesagt, dass einer ihre Angehörigen gestorben war oder so. Also wieso weinte sie? Unbeholfen tupfte ich nur mit dem Zewa ihre Tränen weg und ging dabei wohl nicht gerade sanft vor. Ich hatte diesen Sinn für Feinfühligkeiten eben einfach nicht. Woher auch? Ich drückte ihr einfach das Stück Zewa ins Gesicht und wischte ihre Tränen weg, tätschelte ihre Schulter und… wusste absolut nicht, was ich tun sollte. Ich starrte sie einfach nur an und… war mir nicht sicher, was ich hätte tun sollen, um das zu verhindern. Ich hatte ja nichts getan, außer ihr zu erklären wie mein Leben hier drin wirklich ablief. Denn sie hatte offenbar ein völlig falsches Bild davon erhalten. Ich runzelte leicht die Stirn und sah sie an, als sie endlich den Blick hob und die Tränen aufhörten nachzufließen. Na also… ging doch. Ich wollte sie gerade fragen, was ich falsch gemacht hatte, als sie sich plötzlich aufbäumte und auf das Sofa kniete. Verwundert sah ich zu ihr hoch, als sie ihre Hände an meine Wangen legte. Was sollte das werden? Ein Angriff. Im ersten Moment dachte ich daran, dass sie mich k.o. schlagen und abhauen wollte, doch dann kam sie mir plötzlich unglaublich nah und dann… lagen plötzlich ihre Lippen auf meinen. Ich hatte das Konzept des Kusses nie verstanden. Ich meine… was brachte das denn? Beim Sex pflanzte man sich fort, es hatte also einen Sinn, aber beim Küssen tauschte man doch nur Speichel aus und daran war nichts schön, oder? Bis heute hatte ich es jedenfalls so gesehen. Jetzt… war ich einfach nur völlig überfordert. Ich spürte dieses seltsame Kribbeln in meinem Bauch, doch sonst…? Was hatte ich auch erwartet? Meine Anspannung löste sich, als ich mich ein wenig daran gewöhnt hatte und meine Lippen wurden weicher, doch sie erledigte den Rest, während ich einfach die Augen schloss und das hier… genoss? Es war eine neue Erfahrung, die ich versuchte zu begreifen. Jedoch löste sie sich dann plötzlich ruckartig von mir und auch ich rutschte erschrocken über das Sofa bis zur anderen Ecke, ehe ich aufstand und mir zittrig durch die Haare fuhr. Sie hatte das nicht gewollt? Wieso hatte sie es dann getan? Hatte ich sie dazu gezwungen? Unbewusst? Durch irgendwelche Zeichen, die ich nicht kannte? „Ich… entschuldige, ich wollte dich nicht… zu irgendetwas drängen oder so. Du hättest nicht… Du hättest mich nicht… Es tut mir leid. Ich wollte nichts falsch machen.“, stammelte ich nur völlig überfordert, während mein gesamter Kopf rot anlief. Das erste Treffen mit einem anderen Menschen hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Wie konnte ich nur so viel falsch machen? Oh Gott. Fluchtartig huschte ich zurück in die Küche und griff nach dem Telefon, das hier herumlag und mit dem ich Vater anrufen konnte, doch als ich seine Nummer wählte, ging er natürlich nicht dran. So verzweifelt ich auch war, es änderte nichts daran, dass ich sie noch ein paar Stunden hier behalten musste, bis Vater mir sagte, was zu tun war.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Do Jul 05, 2018 2:47 pm

Joaquim Jenson
Das hier war meine Schuld und es lag an mir das hier auch wieder in Ordnung zu bringen. Ich hatte das Treffen meines Vaters so durcheinander gebracht und nur meinetwegen waren die „Partner“ meines Vaters auf uns beide und besonders Mika losgegangen. Die Spritze hätte mich treffen sollen und wäre ich nicht so demoliert gewesen, hätte Mika mich nicht beschützen und sich für mich diesen Scheiß einfangen müssen. Das alles hätte mir gegolten. Und jetzt konnte ich nichts weiter tun, als mich zu entschuldigen und seine Hand zu halten, bis es vorbei war. Was sollte ich auch anderes tun? Ich konnte seinen Schmerz leider nicht auf mich nehmen, auch wenn ich es sofort getan hätte, wenn es möglich gewesen wäre. Stattdessen konnte ich nur hier sitzen, wach bleiben und aufpassen, dass ihm nichts geschah. Ich war einige Stunden wach und saß nur neben ihm, hörte auf seinen Atem, damit ich nicht verpasste, wenn er aufstieß. So high wie er gewesen war, hätte er vielleicht im Schlaf würgen und ersticken können, also achtete ich einfach auf ihn, indem ich wach blieb. Doch es schien erstmal alles gut zu sein. So beschissen es ihm auch ging, sein Körper war nun ausgelaugt und er schlief seinen Rausch ein wenig aus. Ich konnte nur warten und mich fragen was bloß in meinen Vater gefahren war, dass er Menschen so etwas antat. Kein Trip der Welt konnte toll genug sein, um sowas hier zu rechtfertigen. Mika war kaum mehr er selbst gewesen! Und das war er immer noch nicht. Ich sorgte mich wirklich um ihn, auch wenn ich wusste, dass das Zeug ihn nicht umbringen würde. Er hätte das alles nicht durchmachen sollen. Irgendwann war aber auch ich müde geworden und hatte mich neben ihn gelegt, hatte meine Arme um ihn geschlungen und so auf ihn aufgepasst. Dass er im Schlaf schwitzte und ab und zu nochmal ein wenig in den Eimer spuckte, war mir egal. Ich blendete das völlig aus, denn alles, woran ich denken konnte waren meine Sorgen um ihn – was wirklich gruselig war, da ich mir sonst um niemanden Sorgen machte! Irgendwann wachte ich aber wieder davon aus, als er sich bewegte. Ich sah nicht viel, bloß seine groben Umrisse, da mein Auge über Nacht wohl doch noch ein wenig angeschwollen war. Ich strich ihm müde und noch halb im Schlaf durch die Haare und schloss die Augen wieder. „Morgen…“, murmelte ich nur völlig erschöpft. Ich hatte wenn es hoch kam vielleicht zwei Stunden geschlafen und mein Körper war ziemlich demoliert und hatte selbst mit der Heilung zu kämpfen. „Wie fühlst du dich? Wieder etwas mehr du selbst? Brauchst du was? Wasser hab ich hier. Margret kann dir sicher etwas zu Essen machen und hochbringen.“, bot ich ihm an. Zuerst schauten wir, dass es ihm gut ging, danach würde ich mich wieder mit Schmerzmitteln und im Bett herumliegen herumquälen. Dafür hatte ich später immer noch genug Zeit.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Do Jul 05, 2018 7:50 pm

Naima Harris
Um ehrlich zu sein hatte ich nicht damit gerechnet, dass er meinen Kuss überhaupt erwidern würde. Vielleicht hatte ich sogar gehofft, dass er mich von sich stoßen würde, damit ich wieder zu Sinnen kam. Vollkommen unüberlegt hatte ich mich auf ihn gestürzt und ihn geküsst. Der arme Mann hatte wahrscheinlich keine Ahnung gehabt, wie ihm überhaupt geschah. Dank mir musste er den völlig falschen Eindruck von Frauen gewonnen haben. Vermutlich dachte er nun, dass wir alle wild plappernd durch die Gegend liefen, unfähig waren auf unsere Hunde aufzupassen und wildfremde Männer gegen ihren Willen küssten. Ich hatte sein Interesse an dem anderen Geschlecht doch nicht gleich zunichtemachen wollen, bevor es überhaupt geweckt war! Wenn er sich nach diesem Erlebnis lieber mit Männern umgab, konnte ich es ihm nicht verübeln. Auf seine Worte hin fing ich an, vehement mit dem Kopf zu schütteln. Er sollte etwas falsch gemacht oder mich gar dazu gedrängt haben? Nichts davon war seine Schuld, es war ganz alleine auf meinen Mist gewachsen. Ich hatte gedacht, es sei eine großartige Idee, meine Lippen auf seine zu pressen, weil er mir leidtat und etwas Liebe verdiente. Die ganze Situation schien ihm mindestens genauso unangenehm zu sein wie mir, denn sein Kopf nahm eine ungesunde rote Färbung an, ehe er in der Küche verschwand. Nein! Hatte ich unser Treffen nun endgültig in den Sand gesetzt? Hoffentlich nicht. Warum eigentlich? Nach dem heutigen Tag würde ich ihn vermutlich eh nie wiedersehen. Er würde zurückkehren in seinen tristen, menschenleeren Alltag und ich in mein normales Leben. Das wollte ich nicht. Er musste hier raus, das wahre Leben kennenlernen. Andere Menschen, sich entdecken. Vielleicht konnte ich ihm einen Schubser in die richtige Richtung geben. Aber dafür musste er mir vertrauen und davon konnte in diesem Moment kaum die Rede sein. Immerhin war er vor mir geflüchtet, nachdem ich einen Kussangriff auf ihn initiiert hatte, der sein gewünschtes Ziel um Welten verfehlt hatte. Welches auch immer das sein mochte. Dennoch folgte ich ihm langsam in die Küche, wo ich in einigen Metern Abstand zu ihm stehen blieb. „Du hast nichts falsch gemacht. Die Aktion war unüberlegt und dumm von mir. Ich wollte dich nicht überraschen oder in irgendeiner Weise verschrecken.“, erklärte ich verlegen und machte ein paar Schritte in seine Richtung. Ich hob die Hand und streckte sie nach ihm aus, als wolle ich ihn berühren, ließ sie dann aber doch wieder sinken. Immerhin wollte ich die missliche Situation nicht noch schlimmer machen, indem ich ihn nun auch noch anfasste. „Es tut mir leid, ich hätte vorher darüber nachdenken sollen. Du musst denken, dass ich völlig wahnsinnig bin.“, murmelte ich und vergrub das Gesicht in den Händen. Oh Gott, mir war das alles so furchtbar peinlich. Manchmal war mein hitziges und vorschnelles Gemüt eine Bürde – vor allem, wenn es soziale Interaktionen betraf. „Lass uns die Sache einfach vergessen, okay?“, meinte ich und sah ihn an. Ich versuchte mich an einem zögerlichen Lächeln. Wahrscheinlich war das die beste Idee. Einfach vergessen, dass etwas vorgefallen war. Das würde doch klappen, oder?
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Skyfall am Do Jul 05, 2018 8:21 pm

Projekt 937
Na ja jedes Leben wurde durch äußere Faktoren beeinflusst. Nichts geschah einfach so ohne Grund. Alles war irgendwie miteinander verknüpft. Wir waren wer wir waren durch die Leute, die um uns herum lebten. Und genauso handelten wir auch nach den Taten anderer. Ich war aufgewachsen ohne jemals Regeln für das Verhalten beigebracht bekommen zu haben. Ich hatte nie gelernt wie die Menschen dort draußen sich verhielten oder zu verhalten hatten. Ich wusste nicht wie man mit anderen Menschen umging, wie man mit ihnen redete oder sie ansah. Ich kannte nur die Umgangsformen mit Vater und die waren natürlich anders. Das waren fast alles nur Interaktionen, die auf den Untersuchungen oder Experimenten um mich aufgebaut waren. Das hier… Dieses Geplaudere mit fremden Menschen, das war neu für mich und es würde mich nicht wundern, wenn ich mich dabei so mies anstellte, dass ich sie zum Weinen brachte und danach dafür sorgte, dass sie mich küsste, obwohl sie es nicht wollte. Das hatte sie ja immerhin gesagt, oder? Sie hatte mich nicht küssen wollen. Dabei hatte es sich für mich gar nicht so schlecht angefühlt. Irgendetwas musste ich doch getan haben, um sie dazu zu zwingen, wenn sie das eigentlich nicht wollte. Ich war so durcheinander! Ich verstand das Leben dort draußen nicht und ich wusste nicht, was ich falsch machte. Es war sicher am besten, wenn ich ab jetzt einfach schwieg. Ich schien alles nur noch schlimmer zu machen. Genau deswegen ließ Vater mich nicht auf die Menschheit dort draußen los. Ich war eine absolute Katastrophe. Ich drehte mich um und legte das Telefon erfolglos zurück auf den Tresen, als sie ebenfalls in die Küche kam. Unsicher biss ich mir auf die Unterlippe und sah sie von unten an, während ich mir langsam wieder die Haare hinter die Ohren schob. „Nein, ich… ich bin einfach nicht so wie ich es sollte. Ich weiß nicht wie ich reagieren soll, ich weiß nicht was richtig ist, ich… bin einfach nicht dafür gemacht. Ich wollte dich sicher nicht denken lassen, dass du das... für mich tun musstest.“, versuchte ich ihr erneut meine Lage zu erklären. Ich war was soziale Kompetenzen anging absolut verwahrlost. Sie sollte nicht denken, dass ich ihr irgendwelche Signale senden wollte, um sie zu bringen etwas für mich zu tun. Ich fuhr mir durch die Haare und drehte mich wieder ein wenig weg von ihr, da ich das Gefühl hatte unter ihrem Blick zu schmelzen. Sie sah mich mit diesen großen, braunen Augen an und ich war… einfach überfordert. „Du bist hier die Normale von uns. Wenn jemand von uns beiden wahnsinnig ist, dann ich.“, murmelte ich leise vor mich hin und zog die Augenbrauen leicht zusammen, als sie wieder einen Schritt auf mich zu kam. „Das… dürfte recht schwer werden.“ Himmel, das war mein erster Kuss gewesen und sicher vergaß ich das alles hier nicht. Das hier war meine erste Begegnung mit einem anderen Menschen, also brannten sich diese Erinnerungen praktisch in mein Gehirn. Immerhin würde das wohl auch der letzte Kontakt zur Außenwelt sein, den ich je gehabt hatte. „Ich… kann Vater nicht erreichen. Er landet sicher erst in ein paar Stunden, also… wie wäre es, wenn du dich hinlegst und etwas schläfst? Ich bleibe hier unten und…“ Na ja, ich würde schon eine Beschäftigung finden, aber sie wirkte nicht so, als wollte sie sich noch sonderlich lange mit mir herumschlagen und im Schlaf verflog die Zeit meistens wesentlich schneller.
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Re: The Hamptons [Revenge] RPG

Beitrag von Ashes. am Fr Jul 06, 2018 9:34 pm

Naima Harris
Diese Situation war mir unglaublich peinlich. Ich schämte mich dafür, dass ich ihn völlig überstürzt geküsst und somit das Verhältnis zwischen uns noch merkwürdiger gemacht hatte. Eigentlich hatte ich gehofft, ich könne sein Vertrauen zu mir so weit aufbauen, dass er bemerkte, dass ich keine Gefahr darstellte und niemandem von unserer Begegnung erzählen würde. Wenn er das erst einmal einsah, würde er mich hoffentlich gehen lassen. Doch nun hatte ich mir anscheinend diese mühsam erkämpfte Basis zunichte gemacht, schließlich wendete er sich von mir ab und sah mich nicht einmal an. Wie oft hatte Hama mir schon versucht zu erklären, dass meine unüberlegten Handlungen anderen Menschen womöglich nicht gefallen könnten? Ich hatte ihre Ansprachen als unwichtigen Schwachsinn abgetan, denn bisher war ich damit noch nicht auf die Nase gefallen. Jetzt aber zeigte sich, dass sie wahrscheinlich recht gehabt hatte. Am liebsten hätte ich einfach so getan, als sei nichts geschehen und hätte dort weiter gemacht, wo uns dieser dumme Kuss unterbrochen hatte. Blondie hingegen meinte, dass es schwer werden könne, das zu vergessen. Scheiße! Er hatte noch nie einen anderen Menschen getroffen, noch nie ein Mädchen und hatte noch nie niemanden geküsst. Ich hatte ihm die Magie seines ersten Kusses geraubt! Zwar hatte ich selbst nie großen Wert auf die Bedeutung des ersten Speichelaustausches gelegt, aber all meine Freundinnen sprachen immer wieder darüber, wie wichtig er doch sei. Dass es am besten mit dem Menschen passieren sollte, den man liebte. In einer romantischen Situation, weil man einander zuneigt war und dies nun auch mit körperlicher Nähe bekunden wollte. All das würde Blondie nicht erleben – zumindest nicht als der erste Kuss. Wenn seine Kinder ihn irgendwann danach fragten, würde er antworten müssen, dass ihn irgendeine wildfremde Frau überfallen und sich einen Kuss gegen seinen Willen gestohlen hatte. Auch wenn es vollkommen abwegig war, dass er sich solche Gedanken überhaupt machte, zerbrach ich mir trotzdem den Kopf darüber, was ich möglicherweise kaputt gemacht hatte. Oh Gott, ich würde noch den Verstand verlieren, wenn ich so weitermachte. Schwer seufzend raufte ich mir die Haare, bevor ich ihn wieder ansah. Ich sollte mich hinlegen und einen Moment schlafen? Ja, das war vielleicht keine schlechte Idee. Wenn ich einen Moment geschlafen hatte, sah die Welt wahrscheinlich schon ganz anders aus. Wenn ich Glück hatte, erwachte ich auch aus diesem Alptraum, den sich mein Gehirn zurecht gesponnen hatte – auch wenn ich mittlerweile die Hoffnungen aufgegeben hatte, dass dies ein Traum und nicht die Realität war. „Okay … ja … sollte ich wohl machen.“, entgegnete ich gedankenverloren und ging zurück zum Sofa. Dort ließ ich mich nieder und streckte mich auf den Polstern aus. Bevor ich es mir aber richtig bequem machen konnte, zog ich mir noch die Hose von den Beinen. In Jeans konnte ich einfach nicht schlafen. Nachdem ich eine gemütliche Position gefunden hatte, schloss ich die Augen und versuchte mich zu entspannen. Er würde doch nichts tun, oder? Sicherlich wartete er nicht darauf, bis ich schlief, um mich dann in den Keller zu zerren und da wilde Experimente an mir durchzuführen. Nein, ganz bestimmt nicht. Der Kuss war zwar ein reines Desaster gewesen, aber kein Grund, mich zum Versuchskaninchen zu machen. „Hey, Blondie?“, fragte ich leise und schob eine Hand unter den Kopf. „Kannst du hier bleiben? I-Ich … ich will nicht alleine sein.“ Schon als Kind hatte ich nicht alleine schlafen können. Die Tür zu meinem Zimmer und die zu meinen Eltern hatte immer offen stehen müssen, damit ich wusste, dass sie noch da waren. Das hatte sich bis heute nicht geändert, auch wenn es total albern war.
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